yamsep2003

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"YAM", September 03

Lauri stellt seine Bandmates vor - Pauli, Aki & Eero wie sie keiner kennt

Lauri ist die Nr. 1 bei The Rasmus, aber ohne Aki, Pauli und Eero würde es die Band gar nicht
geben. In Yam! Erzählt Lauri, wie seine drei Kumpels drauf sind und warum sie ihm so viel
bedeuten...

"Mit Aki feiere ich am liebsten. Er ist genauso partysüchtig wie ich, und wir ziehen fast jede Nacht
zusammen los - gern bis in die frühen Morgenstunden. Wir haben superviel Spaß zusammen. Aber
wir können auch sehr traurig sein. Aki ist sehr sensibel und weint durchaus auch, wenn es ihm
nicht gut geht. Das ist ihm überhaupt nicht peinlich. Das bewundere ich. Ich würde gerne öfter
einfach mal weinen, kann es aber nicht. Wir philosophieren oft über das Leben und die Liebe. Er
denkt über vieles genau wie ich - wir sind Seelenverwandte. Wir hassen zum Beispiel das Warten
und Rumhängen vor Konzerten und werden leider schnell ungeduldig. Wir lästern auch gerne mal
ein bisschen ab. Da sind wir wie Mädchen. Einmal wurde es peinlich. Da zog Aki gerade über eine
Band her, was die für schlechte Musik machen und wie furchtbar deren Auftritt war. Wir haben
uns prächtig amüsiert, bis wir plötzlich merkten, dass die direkt neben uns standen. Ich bin sehr
froh, dass es ihn gibt. Aki kam erst vor vier Jahren in unsere Band, hat sich aber inzwischen super
bei uns eingelebt. 1999 hatte unser alter Schlagzeuger keine Lust mehr und zog nach Thailand.
Damals verkaufte Aki noch T-Shirts und Poster für uns. Ich bin zu ihm hin und habe gefragt, ob er
Lust hätte, unser neuer Drummer zu werden. Er sagte sofort zu. Und obwohl er sehr schmächtig
ist, weil er Sport genauso hasst wie ich, hat er eine unglaubliche Energie. Auf Konzerten gibt er
alles, und es ist ihm egal, dass ihm am nächsten Tag die Arme brennen und er tierischen
Muskelkater hat. Da könnte ich mich morgens teilweise echt totlachen, wenn er kaum aus dem
Bett kommt. Wenn wir unterwegs sind und nicht im Bus schlafen, sondern im Hotel, teilen wir uns
ein Zimmer und Pauli und Eero das andere. Das passt am besten, weil wir zwei Partylöwen ja
meistens eh erst spät in die Federn kommen und die anderen so nicht aufwecken. Praktisch ist es
auch, weil wir beide sehr wenig Zeit im Bad brauchen und uns nicht in die Quere kommen. Das
Einzige, was blöd ist: Aki raucht nicht, und ich habe ein schlechtes Gewissen, wenn ich ihn
vollqualme. Er sagt zwar, dass es ihn nicht stört, trotzdem versuche ich weniger zu rauchen. Aki
mag den ganzen Fantrubel genauso wenig wie ich, auch weil er schon mehrfach angemacht
wurde. Irgendwelchen Leute haben ihn sogar als Schwuchtel beschimpft. Einige Fans haben
seine Wohnung in Helsinki genauso belagert wie meine, darum ist er umgezogen. Jetzt sind wir
fast Nachbarn."

"Pauli hat ein eigenes kleines Home-Studio eingerichtet, wo wir uns treffen, um dort gemeinsam
zu jammen. Da sitzen wir dann und brüten über neuen Stücken. Die beiden Bands Killer und
Kwan, mit denen wir zu Hause in Helsinki zusammenarbeiten, liegen uns sehr am Herzen. Er
produziert sie. Deshalb hat sich Pauli, der eigentlich ganz und gar nicht auf Tattoos und Piercings
steht, das Dynasty-Tattoo stechen lassen, als The Rasmus, Killer und Kwan vor zwei Jahren die
ersten drei Plätze der Albumcharts in Finnland belegten. Das hat ihm verdammt viel Überwindung
gekostet, umso stolzer war ich auf ihn, als er es wirklich gemacht hat. Pauli ist sehr vielseitig
interessiert und bringt mich musikalisch auf neue coole Ideen. Sein Faible für HipHop spiegelt sich
in vielen unserer Songs wider. Ich schätze Pauli auch, weil er so schön vernünftig ist. Er geht
zwar gerne mal mit mir und Aki abrocken und trinkt Bier, aber alles in Maßen. Auf Tour hat er
immer seinen Laptop und ein kleines Keyboard dabei und arbeitet an Ideen. Er nutzt jede freie
Minute, um kreativ zu sein. Und: Wenn ich mal keine Kippen mehr habe, weiß ich immer, von wem
ich eine kriege. Er raucht dieselbe Marke wie ich."

"Eero ist mein Ruhepol! Seit ihn vor fünf Jahren ein Kumpel von seiner Musikschule zu einer
Veranstaltung von Sahaja Yoga mitnahm, ist er der ausgeglichenste Mensch, den ich kenne. Jeden
Morgen, wenn Aki, Pauli und ich uns noch aus den Federn quälen, meditiert er schon 15 Minuten.
Dadurch bleibt er den ganzen Tag über unglaublich ruhig. Wenn ich genervt oder ausgepowert
bin, reicht meistens schon ein Blick von ihm. Auch wenn ich mir den Kopf darüber zermartere, was
die Zukunft wohl bringen wird und welche Fehler ich früher gemacht habe, hilft er mir. Er versucht
immer im Hier und Jetzt zu leben, und schaltet die Gedanken über Vergangenes und Kommendes
aus. Das hat er auch bei Sahaja Yoga gelernt und vermittelt mir, dass ich das auch so machen
sollte. Natürlich hänge ich gerne meinen melancholischen Gedanken nach. Aber ich weiß auch, dass
sie mir oft die Kraft rauben, die ich für uns und unsere Musik dringend brauche. Gerade zurzeit
leide ich stark unter Schlaflosigkeit. Irgendwie finde ich es auch cool, dass Eero ab und an mit mir
meckert, weil ich zu viel feiere und trinke. Besonders auf Tour kommt es schon mal zu Ansagen
von ihm. Er geht ja meistens direkt nach unseren Gigs ins Bett, während Aki und ich uns ins
Partyleben stürzen. Manchmal sind wir ihm beim Heimkommen dann zu laut. Ich bin ihm aber nie
wirklich böse, sondern eigentlich dankbar. Obwohl er jünger ist als ich, passt er wie ein großer
Bruder auf mich auf. Lustig ist, dass Eero selten TV guckt und sich nicht für Stars interessiert.
Noch vor kurzem hätte er nicht mal Robbie Williams erkannt, wenn der vor ihm gestanden
hätte..."



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