THE WOMBLES


SCHÖPFUNG DER WOMBLES, IHR LEBEN UND IHRE AUFGABE
Die Grundidee zu den Geschichten um die Wombles kam der Schriftstellerin Elisabeth Beresford anlässlich eines Spaziergangs mit ihren Kindern auf der Wimbledon Common, - der Gemeindewiese des Vororts von London. Dort waren in Felljacken gekleidete Austauschschüler damit beschäftigt, Abfälle einzusammeln. Beresfords Kinder fragten, was das für merkwürdige Gestalten wären und Elisabeth antwortete ihnen, das seien „Wimbles“ (abgeleitet von Wimbledon), die dafür sorgen würden, dass auf der Wiese immer alles schön sauber bliebe. Ihr Nachwuchs verstand aber statt „Wimbles“ „Wombles“, wobei sie es dann einfach beließ. Nach der Rückkehr in das Familiendomizil schrieb sie dieses Erlebnis auf, ersann diverse Womble-Figuren, die sie sich als kleine pelzige Wesen vorstellte und ordnete diesen jeweils Charaktereigenschaften von Mitgliedern ihrer Verwandtschaft zu.
Die Wombles erhielten mit der Zeit ein eigenes Universum. Sie leben prinzipiell in abgeschlossenen Gemeinden - wie die Menschen auch - und haben die Aufgabe, den Müll zu beseitigen, den die menschlichen Bewohner dort achtlos in der Landschaft entsorgen. Aus diesen Abfällen stellen die Wombles ihrerseits viele sinnvolle Gebrauchsgegenstände zur eigenen Verwendung her.
Elisabeth Beresford beschreibt vor allem die Abenteuer der Gemeinde von Wimbledon, die jedoch auch regen Kontakt zur Themse-Gemeinde und anderen Womble-Siedlungen unterhält. Manche Bauten sind aber bereits verlassen, so z.B. derjenige im Londoner Hyde Park, wohin die Wesen aus Wimbledon verzweifelt flüchteten, als ein riesiger Lastwagen auf ihrem Gelände für Unruhe sorgte. Aufgrund ihres massiv einsetzenden Heimwehs kehrten sie jedoch bald nach Wimbledon zurück.
Sie lieben ihre Heimat nämlich sehr, auch wenn dort alljährlich aufgrund des weltweit bekannten Tennisturniers großer Trubel herrscht. Die Gemeindewiese „Wimbledon Common“ ist Teil eines großzügig angelegten Parks, durch den verschiedene Reitwege führen. Am nördlichen Ende des Commons steht mit der Mühle das Wahrzeichen des Londoner Vorortes, in dem sich gleichzeitig ein Mühlenmuseum befindet. Durch den Park zieht sich mit dem „Queen’s Mere“ ein langgestreckter See, an dem die Einwohner und Urlauber ausgedehnte Spaziergänge unternehmen können. Außerdem gibt es zahlreiche Gasthäuser, die Besuchern „Bed & Breakfast“ anbieten. Berühmt geworden ist inzwischen auch der ortsansässige Friseurladen, den die Wombles mit „Down At The Barber Shop“ einmal erfogreich besungen haben.
In diesem Areal befindet sich weiterhin ein alter Baumstamm, der den Wombles als Eingang in ihren unterirdischen Bau dient. Mehrmals sollte der Stamm schon von Menschen entfernt werden, aber zum Glück für seine Bewohner, ist es de facto bis heute noch nicht dazu gekommen.
Die Wombles mussten bereits viel Arbeit in ihren Wohnbereich stecken. Einmal stürzte z.B. ein Baum auf ihren Bau, so dass daraufhin alles mit Zement neu zu befestigen war. Die Inneneinrichtung wurde übrigens ganz überwiegend aus gesammeltem Müll zusammengestellt, womit die Wombles beweisen können, dass man nicht immer alles sofort fortwerfen muss. Vieles lässt sich auch reparieren oder andersartig weiter benutzen. In diesen Bau wurde zudem ein unterirdischer Gewächsgarten angelegt, dessen Erträge der Verpflegung der Wombles dienen.
DIE CHARAKTERE DER WOMBLES
Großonkel BULGARIA ist das Familienoberhaupt und koordiniert das Leben der Wombles.
TOBERMORY ist der große Erfinder und Tüftler im mechanischen Bereich. Er erfand u.a. den WomCopter und das WomCar.
WELLINGTON beschäftigt sich dagegen eher mit der Entwicklung elektronischer Gegenstände. Er baute z.B. in seinem Testlabor eine Geistervertreibungsmaschine und einen Apparat, der Lärm in Musik verwandeln kann. Da manche seiner Erfindungen nicht auf Anhieb funktionieren, ist sein Lieblingssatz: „Es fehlen nur noch ein paar kleine Änderungen!“ Völlig daneben gegangen wäre fast sein Versuch, gemeinsam mit seinem Cousin BOTANY aus dem Schlick des „Queen’s Mere“ eine ölartige Substanz zu gewinnen. Mit Hilfe des Schlammkrauts der Botanikerin ALDERNEY gelang es jedoch, den See wieder zu reinigen. Wenn WELLINGTON nicht in seinem Labor beschäftigt ist, hilft er den anderen Wombles meist auf der Wiese beim Einsammeln des Mülls von Menschen.
Dieses ist auch die Hauptaufgabe von BUNGO, TOMSK und ORINOCO. Letzterer ist allerdings überhaupt nicht begeistert von seiner Arbeit. Er legt sich lieber bei der Mühle von Wimbledon in die Sonne und träumt vor sich hin. Dort befindet sich sein bevorzugter Schlafplatz. Aufgrund seines Witzes und seines Songs mit dem Refrain „Weck mich, wenn die Arbeit getan ist“ wurde ORINOCO allerdings zum Liebling aller menschlichen Womble-Fans.
Daneben gibt es noch MADAME CHOLET, die für das leibliche Wohl der Wombles sorgt, MISS ADELAIDE, die Lehrerin, SHANSI, die mit Pflanzen sprechen kann und fernöstliche Weisheiten beherrscht sowie den Neuling STEPNEY. Dieser kam ursprünglich aus der Themse-Siedlung, um sich in Wimbledon mit den neuesten Techniken der Abfallbeseitigung vertraut zu machen. Er blieb jedoch gleich dort, weil es ihm besonders gefiel, die Wiese mit Hilfe seines umgebauten Rollers regelmäßig von extremsten Verschmutzungen zu befreien.
DIE WOMBLES UND DIE MEDIEN
1968 veröffentlichte Elisabeth Beresford ihr erstes Buch mit Geschichten um die Wombles. Viele weitere sollten folgen:
The Wombles (1968)
The Wandering Wombles (1970)
The Wombles at Work (1973)
The Invisible Womble and Other Stories (1973)
The Wombles to the Rescue (1974)
The Wombles Gift Book (1975)
The Wombles Go Round the World (1976)
The Wombles Make a Clean Sweep (1976)
Wombling Free (1978)
1973 startete dann das englische Fernsehen auf Basis der Bücher eine Puppentrickserie, die ein großer Erfolg wurde und letztlich in dem Spielfilm „Wombling Free“ gipfelte. Im Rahmen des Filmes wurden allerdings erstmalig Schauspieler in Kostüme gesteckt, um die Wombles zu verkörpern.
Den Sound Track zur Fernsehserie wie auch zum Spielfilm lieferte Mike Batt, der im Rahmen seiner hervorragenden Kompositionen eine unglaubliche musikalische Bandbreite präsentierte – vom Popsong, über Calypso, Country, Barber Shop, Blues bis hin zu wahrhaft symphonischen Klängen war auf höchstem Niveau wirklich alles vertreten.
Auf folgende Musiker wurde bei den Aufnahmen zurückgegriffen:
Mike Batt/Orinoco - Vocals/Saxophone
Chris Spedding/Wellington - Lead Guitar
Steve Lyman-Dixon/Uncle Bulgaria - Violin
Peter Felstead/Madame Cholet - Bass Guitar
Clem Cattini/Bungo - Drums
Neben dem Sound Track für „Wombling Free“ wurden insgesamt 4 Alben produziert, aus denen diverse Singles ausgekoppelt wurden und hohe UK-Chart-Positionen erreichten. Ferner gab es noch 2 Singles mit Non-Album-Tracks. Auch eine deutschsprachige 45er wurde eingespielt, um den Erfolg von England nach Deutschland zu übertragen. Dieses gelang allerdings ebenso wenig mit Tonträgern wie mit dem gesamten sonstigen Projekt. Leider!
DIE DISCOGRAPHIE DER WOMBLES:

Wombling Songs - 1973
TRACK LIST:
The Wombling Song/Wombles Everywhere/Exercise is good for you/The Wombles Warning/Tobermory/Dreaming in the Sun/Madame Cholet/Great Uncle Bulgaria's March/Wellington Womble/Bungo's Birthday/Wombling Along/The Wombling Song
Remember you're a Womble - 1974
TRACK LIST:
Remember You're A Womble/Minuetto Allegretto/Non Stop Wombling Summer Party/Wombling in the Rain/Womble Burrow Boogie/Wellington goes to Waterloo/The Return Of Cousin Yellowstone/The Womble Square Dance/Wimbledon Sunset/Banana Rock
Keep on Wombling - 1974
TRACK LIST:
Womble of the Universe/The Orinoco Kid/The Jungle is Jumping/Underground Overture/Hall of the Mountain Womble/Look out for the Giant/The Wombling Twist/Tobermory's Music Machine/Wipe those Womble Tears from your Eyes/Invitation to the Ping Pong Ball/Wombling Merry Christmas
Superwomble - 1975
TRACK LIST:
The Womble Shuffle/King Merton Womble/Down at the Barber Shop/The empty Tidy Bag Blues/Wombling White Tie And Tails/Superwomble/Miss Adelaide/Wombles on Parade/To Wimbledon with Love/Nashville Wombles
Wombling Free - 1978
SOUND TRACK:
The Wombling Song (Film Version)/The Creation of the World/Edinburgh Rock/Introduction from Minuetto Allegretto/Introduction to The Womble Burrow/Wombling White Tie and Tails (Film Version)/Under the Hills and Far Away/Madame Cholet (Film Version)/Mr. Roland Frogmorton's Music/Miss Felicity Kim Frogmorton's Music/Frogmorton's Theme/The March of the Machines/Exercise is good for you (Film Version)/The Underground Garden/Countdown and Lift Off/Womble of the Universe (Nicht im Film)/God save the Queen

Veröffentlichung - Titel (Chart Position):
1974 Feb - The Wombling Song (4)
1974 Apr - Remember You're A Womble (3)
1974 Jun - Banana Rock (9)
1974 Aug - Minuetto Allegretto (16)
1974 Die Wombles sind im Kommen (-)
1974 Okt - Wombles U.S.A (-)
1974 Dez - Wombling Merry Christmas (2)
1975 Mai - Wombling White Tie And Tails (22)
1975 Aug - Super Womble (20)
1975 Dez - Let's Womble To The Party Tonight (34)
1976 ? - Rainmaker
1998 Dez - The Wombling Song - re-issue (27)
2000 Dez - I Wish It Could Be A Wombling Merry
Christmas Every Day feat. Roy Wood (22)
Manfred Schwanbeck