NEU: Das Zeitungsbier!!

 

Neu eingeführt wurde diese Saison das Zeitungsbier. Die Regeln für diese neuartige Tradition beim TSV sind eigentlich leicht zu vestehen:

Derjenige Ringer der I. Mannschaft, der mit Bild in der KRZ Böblinger Bote erscheint ist in der Pflicht einen Kasten Bier für die Mannschaft zu stellen.

Also Jungz! Nicht so schwer oder?

 

11. Kampftag: ( Zeitungsbier:)

Erfolgreiches Wochenende für die Ringer des TSV. Nachdem die 2. Mannschaft mit einem 21:8 gegen die SG Weilimdorf vorlegte, zog die Erste mit 23:15 gegen den AV Sulgen nach und revanchierte sich damit für die Hinrundenniederlage.

 

(Bericht von Andy Dechant)

 

Nach dem Wiegen war eigentlich schon klar, dass die Revanche auf jeden Fall drin ist, da der Gegner in Schwergewicht keinen Gegner stellte und im 55kg-Limit mit Michael Fader einen Mann, der lediglich das Team aus dem Schwarzwald ergänzen sollte.

So konnte Manuel Weigl wie erwartet gegen seinen hilflos agierenden Gegner nach knapp einer Minute mittels Armschulterschwung einen Schultersieg einfahren. Norbert Rozbora erhöhte im Schwergewicht kampflos auf einen komfortablen Vorsprung von 8:0.

Benjamin Raiser hatte mit Sascha Pfeifer einen unangenehmen Gegner. Pfeifer entschied mit Beinangriffen und seiner körperlichen Überlegenheit (Aussage Benji Raiser: „Der greift wie ein Schraubstock“) die ersten beiden Runden mit 1:0 und 3:0 für sich. Wie schon so oft konnte aber Benji Raiser durch seine Kondition den Kampf noch drehen. So konnte er sich in der dritten Runde den Beinangriffen entziehen und durch einen schönen Vorbeireißer die Runde kurz vor Schluss für sich entscheiden. Die beiden letzten Runden konnte Pfeifer nichts mehr entgegensetzen und verlor sie deutlich. (11:2)

In der Klasse bis 96kg zeigte Publikumsliebling Jürgen Kallab seine Griffkunst. Er entschied alle drei Runden gegen Andreas Eßlinger durch schöne Armzüge für sich. Die erste Runde entschied Kallab sogar durch eine 5-Wertung überlegen. (14:2)

Andrzej Szczepanik hatte es bis 66 kg griechisch-römisch mit dem Freistiler Florin Ciuciu zu tun. So hatte man auch nie das Gefühl, dass dieser Kampf verloren gehen könnte. Szczepanik tat auch in der ersten Runde nicht mehr als nötig und gewann mit 2:0. In der zweiten Runde zeigte er aber sein Griffrepertoire und entschied sie mit einem Überwurf überlegen für sich. Auch in der dritten hatte er keine Probleme sie mit 2:0 für sich zu entscheiden. Somit ging es überlegen mit 17:2 in die Halbzeit.

Fatih Eroglu stand in der Klasse bis 84 kg Freistil Ilyas Özkök gegenüber. Eroglu startete in der ersten Runde mit sehr viel Respekt und musste schon nach 50 Sekunden nach einigen Durchdrehern in die Pause. In der zweiten und dritten Runde konnte er sich besser auf seinen Gegner einstellen, wobei dieser immer den kleinen Tick besser war und beide Runden für sich entschied. (17:5)

Maik Busch konnte in der Klasse bis 66-kg schon für eine Vorentscheidung sorgen. Danach sah es zu Beginn aber nicht aus. Der junge Maik Herzog kam zweimal mit einem Beinangriff durch und ging mit 2:0 in Führung. Maik Busch konnte aber 15 Sekunden vor Schluss die Runde noch drehen und mit einem Schleuderabbrecher eine 3 einfahren. In der zweiten Runde fielen trotz einiger Angriffe keine Punkte, so dass der Clinch entscheiden musste. Herzog durfte fassen und gewann somit die Runde. Runde 3 und 4 gingen relativ überlegen mit 3:1 und 2:0 an Maik Busch, der somit den Heimsieg sicherstellte. (20:6)

Zum Kampf in der 84 kg Klasse gibt es nicht viel zu sagen, nur dass durch eine hervorragende schauspielerische Leistung von Coskun Öztürk nach 50 Sekunden alles vorbei war. Nach 3 angeblichen Kopfstößen bekam Michael Drasch drei Verwarnungen, somit kam es leider nicht zum mit Spannung erwarteten Duell. (20:10)

Bastian Bentz durfte mal wieder im klassischen Stil der 74-kg-Klasse ran. Dort hatte er mit Özkan Ötztürk einen unangenehmen Gegner. Die erste Runde konnte er aber nach einem Konter mit 3:0 für sich entscheiden. Die zweite verlief etwas unglücklich für Bastian Bentz. Nach einem Schwunggriff mit anschließendem Konter von Özturk konnte Bastian auch den Durchdreher nicht abwehren und musste die Runde mit 2:4 abgeben. Die beiden letzten Runden verliefen unspektakulär mit jeweils 1:0 für Bastian Bentz. (23:11)

Sinan Karaaslan wurde geschont und gab in der Klasse bis 74kg freistil gegen den ohnehin übermächtigen Gökhan Öztürk auf. (Endstand 23:15)

Durch den Sieg konnte sich der TSV Ehningen in der Tabelle auf dem dritten Platz festsetzen und kann jetzt aus eigener Kraft sogar die Meisterschaft holen, da Tabellenführer  Unterelchingen gegen Nendingen eine unerwartet hohe Niederlage einstecken musste.

 

Kampfprotokoll:

 

Gewicht

TSV Ehningen

AV Sulgen

Ergebnis

Runde 1

Runde 2

Runde 3

Runde 4

Runde 5

55 kg GR

Manuel Weigl

Michael Fader

4:0 SS

7:0

 

 

 

 

120 kg F

Norbert Rozbora

kampflos

4:0 OG

0:0

 

 

 

 

60 kg F

Benjamin Raiser

Sascha Pfeifer

3:2 PS

0:1

0:3

1:0

5:0

3:0

96 kg GR

Jürgen Kallab

Andreas Eßlinger

3:0 PS

5:0

3:0

4:2

 

 

66 kg GR

Andrzej Szczepanik

Florin Ciuciu

3:0 PS

2:0

6:0

2:0

 

 

84 kg F

Fatih Eroglu

Ilyas Özkök

0:3 PN

0:7

0:1

1:2

 

 

66 kg F

Maik Busch

Maik Herzog

3:1 PS

3:2

0:1

3:1

2:0

 

84 kg GR

Michael Drasch

Coskun Öztürk

0:4 DQ

0:3

 

 

 

 

74 kg GR

Bastian Bentz

Özkan Öztürk

3:1 PS

3:0

2:4

1:0

1:0

 

74 kg F

Sinan Karaaslan

Gökhan Öztürk

0:4 AN

0:0

 

 

 

 

 

10. Kampftag:

Dämpfer für den TSV Ehningen in der Oberliga Württemberg. Wurden die Kämpfe in den letzten Wochen stets hauchdünn gewonnen, so stand Fortuna beim TSV Herbrechtingen dem Ehninger Turn- und Sportverein nicht zur Seite. Mit 18:19 unterlag das Team von den Schalkwiesen denkbar knapp.

Im Vorfeld des Kampfes wurden zahlreiche Aufstellungsvarianten für möglich gehalten. Eine davon hatten die Ehninger Ringer jedoch nicht auf dem Papier. Markus Span, der etatmäßige 66-kg-Mann der Herbrechtinger, rückte eine Gewichtsklasse auf. Nicht damit gerechnet hatten die Ehninger Verantwortlichen mit dieser Variante, da sie diese als einen Vorteil für das Ehninger Team angesehen hatten. Doch sollte am Ende dieser vermeintliche Vorteil nichts bringen.

 

Der Mannschaftsvergleich fing in den ersten Kämpfen unspektakulär an, da die erwarteten Ergebnisse eintrafen. Zunächst war Manuel Weigl gegen den Spitzenringer Karoly Kiss machtlos. Der Ungar ließ dem Ehninger beim Überlegenheitssieg keine Chance. Ebenso ungefährdet siegte der Ungar auf Seiten der Ehninger. Norbert Rozbora sicherte sich im Schwergewicht gegen Bernd Biller in den jeweiligen Runden zu Beginn eine Einserwertung, die er sicher bis zum Schlussgong verwaltete. (Mannschaftsstand 4:3)

Benjamin Raiser hatte den stärksten Heimringer auf der Matte als Kontrahenten und war zudem noch durch eine Krankheit geschwächt. Mihai Vranceanu sicherte sich in sehr schönen Freistilaktionen Punkt um Punkt und fügte so dem jungen Ehninger eine Überlegenheitsniederlage bei. (8:3)

Der erste Schlüsselkampf folgte im Halbschwergewicht bis 96 kg. Jürgen Kallab musste gegen Andreas Dudek um Punkte fighten. Der Herbrechtinger siegte im Vorjahr noch mit 15:0 überlegen, ringt jedoch gebeutelt von Bandscheibenproblemen eine sehr mäßige Saison. Kallab wusste um seine Chance und ergriff sie beim Schopfe. Runde 1 konnte der Herbrechtinger noch mit 1:0 durch einen angesetzten Wurf für sich entscheiden. Doch in den folgenden Runden erwies sich der Ehninger als der eindeutig kampf- und willensstärkere. Mit Kampf zum Mattenrand brachte er den Herbrechtinger zur völligen Erschöpfung, der dem siegesgewissen Kallab nun nichts mehr entgegenzusetzen hatte. Kallab sicherte sich und seinem Team damit einen ganz wichtigen Schlüsselerfolg. (9:6)

Andrzej Szczepanik musste aufgrund der Herbrechtinger Umstellung gegen Christoph Krämer ringen. Der Jugendringer gab jedoch unmittelbar nach Kampfbeginn auf, sodass Szczepanik den TSV Ehningen mit 10:9 in die Halbzeit brachte.

Fatih Eroglu stand in der Klasse bis 84 kg freistil Fadil Biljali gegenüber. Ein enges Duell, das jeweils in der letzten halben Minute entschieden wurde. Leider dreimal zugunsten des Herbrechtingers, der in den entscheidenden Momenten besser reagierte und seine Wertungen durchbringen konnte. (12:10)

Ein weiterer Schlüsselkampf stand nun bevor, die Spannung stieg immer weiter an. Maik Busch traf auf den in der 66-kg-Klasse ebenfalls noch unbesiegten Vasile Stefan. Dabei sahen die Zuschauer Freistilringen vom Feinsten. Griff ein Kämpfer an, so neutralisierte der Gegenüber den Angriff mit perfekter Abwehr. Doch im Kampfverlauf zeigte sich, dass der Herbrechtinger an diesem Abend die bessere Tagesform erwischt hatte. Aus mehreren kniffligen Situationen ging der Rumäne stets als Punktesammler hervor. Am Ende unterlag Busch in der Höhe etwas zu hoch mit 0:3, einen Rundensieg hätte der Ehninger Ringertrainer verdient gehabt. (15:10)

Auf Michael Drasch lag in der Klasse bis 84 kg greco nun der Druck. Er musste unbedingt einen sicheren Sieg über Lars Strauß landen, um seiner Mannschaft noch eine Chance zu lassen. Doch Strauß ging im hart geführten Duell gut mit und ließ den Ehninger nicht zu Punkten kommen. Logische Folge war der Clinch. In diesem durfte der Herbrechtinger fassen. Strauß sicherte sich dabei durch eine strittige Fassart einen klaren Vorteil. Er bugsierte somit Drasch von der Matte und gewann Runde 1. Drasch, nun unter Zugzwang, war der in den folgenden Runden deutlich agilere Kämpfer. Dennoch musste auch im zweiten Kampfabschnitt der Clinch entscheiden. Wieder gewann Strauß das Los, doch verwandelte sich diesmal der Vorteil in dessen Hypothek, da er keinen Punkt erzielen konnte und Drasch somit zum 1:1 ausgleichen konnte. Die Runden 3 und 4 sahen Drasch mit größerer Power ausgestattet, durch die er ohne Clinch die Kampfperioden für sich entscheiden konnte, als er durch Kampf zum Mattenrand erfolgreich war. (16:13)

Die Rechnung vor den letzten beiden Duellen war einfach. Sowohl Benny Senn und Bastian Bentz benötigten Siege, um das Blatt noch wenden zu können. Von Bentz wurde im abschließenden Kampf ein 3:0 erhofft, daher hatte Senn die Aufgabe, seinen Kampf zu gewinnen, egal mit welcher Rundenbilanz. Im Kampf bis 74 kg klassisch stand er wie bereits angemerkt Markus Span gegenüber, der eine Klasse aufgerückt war. Folglich war Senn aufgrund seines Gewichtsvorteils Favorit. Zu Beginn des Kampfes beschränkte sich der Ehninger auf die Aussicht, im Clinch erfolgreich zu sein. Dies machte er mit Erfolg. Jeweils mit eigenen Wurfaktionen gewann er die Zwiegriffe der Runden 1 und 2. Noch ein Rundensieg musste Senn holen, um sein Team in eine aussichtsreiche Position zu bringen. Doch leider gab Senn das Heft nun völlig aus der Hand und ließ den von den einheimischen Zuschauern frenetisch angefeuerten Span immer mehr aufkommen. Nun war klar, dass es immer schwieriger würde, den Herbrechtinger in den Clinch zu zwingen. Dieser war folglich auch im dritten Kampfabschnitt mit 2:0 siegreich. Hoffnung kam bei den Ehninger Anhängern noch einmal auf, als in Runde 4 nichts passierte und der Clinch die Entscheidung bringen musste. Eine Wertung für Senn und die Vorentscheidung im Mannschaftskampf wäre gefallen. Doch Span setzte als Lossieger zu einem Wurf an und wurde von Kampfleiter Ingo Friz aus Neckargartach für den Griffansatz mit einer Wertung belohnt. Die Nerven beim Ehninger Team lagen nun blank, war Senn doch im Begriff, den sicher geglaubten Sieg aus der Hand zu geben. Leider kam es so, wie es in einem Hexenkessel wie der Bibris-Arena so oft passiert. Einmal mit einer Aufholjagd des Gegners konfrontiert, glückte Senn nun kein Punkt mehr. Sein letzter Griffversuch wurde streitbar mit 2:0 Punkten für den Herbrechtinger bewertet, doch Senn hätte den Sack einfach früher zumachen müssen. So stand es im Mannschaftskampf 19:15 für Herbrechtingen. Bastian Bentz hatte nun gegen den verständlicherweise destruktiv ringen Tobias Fischer die schwere Aufgabe, vier Mannschaftspunkte entweder per Schultersieg oder per Überlegenheitssieg zu holen. Da nach der mit 1:0 gewonnenen ersten Runde ein Überlegenheitssieg ausgeschlossen war, versuchte Bentz in den nächsten Runden per Schultersieg zu gewinnen. Doch gegen einen Gegner, der nur auf diese Möglichkeit aufpassen musste, war dieses Vorhaben aussichtslos. Der Punktsieg war letztlich nur noch Ergebniskosmetik und ließ die bitter enttäuschten Ehninger Ringer in der jubelnden Herbrechtinger Menge untergehen. Durch die Niederlage ist der TSV Ehningen in der Tabelle auf den dritten Platz zurückgefallen und kann nun aus eigener Kraft nicht mehr Erster werden, sondern muss auf einen Patzer von Tabellenführer Unterelchingen hoffen.

 

Kampfprotokoll:

 

Gewicht

TSV Her-brechtingen

TSV Ehningen

Ergebnis

Runde 1

Runde 2

Runde 3

Runde 4

Runde 5

55 kg GR

Karoly Kiss

Manuel Weigl

4:0 TÜN

7:0

6:0

6:0

 

 

120 kg F

Bernd Biller

Norbert Rozbora

0:3 PS

0:1

0:1

0:1

 

 

60 kg F

Mihai Vranceanu

Benjamin Raiser

4:0 TÜN

9:1

8:0

6:0

 

 

96 kg GR

Andreas Dudek

Jürgen Kallab

1:3 PS

3:0

0:1

0:4

0:4

 

66 kg GR

Christoph Krämer

Andrzej Szczepanik

0:4 AS

0:0

 

 

 

 

84 kg F

Fadil Biljali

Fatih Eroglu

3:0 PN

3:1

1:0

2:0

 

 

66 kg F

Vasile Stefan

Maik Busch

3:0 PN

2:0

1:0

2:0

 

 

84 kg GR

Lars Strauß

Michael Drasch

1:3 PS

1:0

0:1

0:3

0:1

 

74 kg GR

Markus Span

Benjamin Senn

3:2 PN

0:1

0:3

2:0

1:0

2:0

74 kg F

Tobias Fischer

Bastian Bentz

0:3 PS

0:1

1:2

1:2

 

 

 

 

9. Kampftag: ( Zeitungsbier: Benjamin Senn)

Mit den letzten Kräften rettete sich der TSV Ehningen im Oberliga-Spitzenkampf gegen den TSV Musberg in Person von Benny Senn über die Ziellinie, sprich dem Ablauf der Kampfzeit. Mit einer famosen Mannschaftsleistung und einem Finale, wie es Drehbuchautoren in Hollywood nicht besser hätten schreiben können, blieb der TSV Ehningen im Lokalderby mit 17:16 siegreich und hat nun vor den letzten fünf Saisonbegegnungen eine glänzende Ausgangsposition geschaffen, um den Meistertitel anzupeilen, der nun als Saisonziel ausgegeben wurde.

 

Die Kämpfe gegen die Mannschaft von den Fildern gelten schon traditionell als Höhepunkte der Saison, das Zuschauerinteresse in der Sporthalle Schalkwiesen machte dies deutlich. Dass es für beide Mannschaften noch um die Meisterschaft in der Oberliga Württemberg ging, brachte zusätzliche Brisanz in jedes einzelne Mattenduell.

Dabei hatte der TSV Ehningen nach dem Abwiegen die eindeutig schlechtere Ausgangsposition, fehlte schließlich im Schwergewicht der in dieser Saison stark auftrumpfende Norbert Rozbora, dessen Sieg fest eingeplant wurde.

So war die Marschroute für jeden der zehn Ringer klar – möglichst hohen Siegen durften nur knappe Niederlagen entgegenstehen, um in der Endabrechnung vor dem Verfolger aus Leinfelden bleiben zu können, der bei einem eigenen Sieg am TSV Ehningen vorbeigezogen wäre.

Wie man sich optimal für seine Mannschaft einsetzen kann, demonstrierte Manuel Weigl im Auftaktkampf bis 55 kg gegen Dennis Braun. Zwar war der Musberger der haushohe Favorit, doch Weigl wollte unbedingt seinem Team helfen und keine hohe Niederlage zulassen. Dabei geriet der 14-jährige Ehninger in Runde 2 gar in die gefährliche Lage, jedoch konnte er sich befreien und hielt fortan dem hohen Druck des Musbergers stand und unterlag am Ende nur nach Punkten.

Durch den Ausfall von Norbert Rozbora waren die Vorzeichen im Schwergewicht bis 120 kg umgekehrt worden. Wolfgang Kötzle stand dem 116-kg-Koloss Jan Stark gegenüber, der den Kampf dominierte. Doch wie zuvor bereits Weigl, zeigte auch der Schwergewichtler Wolfgang Kötzle eine tolle kämpferische Leistung. Eine Überlegenheitsniederlage war nie zur Diskussion gestanden, wenngleich er keine Chance auf einen Rundensieg hatte. (Mannschaftsstand 0:6)

In der Kategorie bis 60 kg hatte Benjamin Raiser in dem Polen Konrad Lyjak einen als gleichstark eingeschätzten Kontrahenten. Um sein Team jedoch eine Siegchance ermöglichen zu können, musste der Ehninger unbedingt einen ungefährdeten Sieg, demnach mit 3:0 Runden gewinnen. Mit unermüdlichem Einsatz diktierte Raiser das Kampfgeschehen und sicherte sich zunächst die Runden 1 und 2. Im dritten Kampfabschnitt ließ sich der junge Ehninger auch von einem zwischenzeitlichen Rückstand nicht aus der Ruhe bringen und drehte die Runde letztlich souverän zum wichtigen Punktsieg. (3:6)

Jürgen Kallab stand nach überstandener Krankheitspause wieder im Team. Aussichten auf einen Erfolg waren im Kampf gegen den vierfachen Olympiateilnehmer Nicolae Ghita nicht vorhanden. Dennoch rang Kallab einen starken Kampf und ging im ersten Rundenduell sogar in Führung. Gegen den rumänischen Spitzenathleten, der vor einem Monat noch bei den Weltmeisterschaften in Budapest am Start war, ließ er kaum Aktionen zu, wodurch sich der haushohe Favorit zu einem unspektakulären Punktsieg mühen musste. Kallab erwies sich für sein Team als große Hilfe, verschenkten die Musberger somit nun bereits den dritten Punkt, der in der Endabrechnung noch schmerzlich vermisst wurde. (3:9)

Auf Andrzej Szczepanik’s Kämpfe in der Klasse bis 66 kg griechisch-römisch freuen sich die Ehninger Fans immer besonders. Der Ehninger Ausnahmeathlet glänzt regelmäßig mit spektakulären Wurfaktionen. Leider war dem Publikum an diesem Abend die Show des agilen Polen nicht vergönnt, da der Musberger Frank Stäbler nur über die Waage ging, um den Musbergern nicht schon im Vorfeld eine Niederlage beizufügen. Da der amtierende Deutsche A-Jugendmeister jedoch noch verletzt ist, kam es nicht zum erhofften Duell.

(Halbzeitstand 7:9)

Nach der Pause hatte Fatih Eroglu in Marcin Marcinkiewicz, dem EM-Fünften 2004, seinen Lehrmeister gefunden. Der Pole holte sicher vier Mannschaftspunkte für die Musberger, diese waren eingeplant und daher kein Problem fürs Ehninger Team. (7:13)

Nachdem Ringertrainer Maik Busch bis 66 kg freistil kampfloser Sieger wurde, konnte sein Trainerkollege Michael Drasch in der Klasse bis 84 kg sein Team erstmals im Kampfverlauf in Führung bringen. Gegen den unbequem zu ringenden Kai Mertins zeigte Drasch eine sehr starke Vorstellung. Hatte er in der Vorrunde noch eine Runde abgeben müssen, so konnte Mertins im Rückkampf nur auf Schadensbegrenzung aus sein. Hoch motiviert fegte Drasch mit seinem Konkurrenten die Matte und sicherte sich mit 4:0 und 3:1 die ersten beiden Runden. Im dritten Abschnitt gelang dem Ehninger ein Punkt, den er sicher zum nie gefährdeten und hochverdienten 3:0-Punktsieg nach Hause brachte. (14:13)

Vor den letzten beiden Duellen, wie immer die der 74-kg-Klasse, war die Lage für den TSV Ehningen prekär. Das Trainerduo Drasch/Busch entschied sich vor dem Kampf für die sichere Variante und stellte Bastian Bentz im griechisch-römischen Stil auf. Von Bentz wurde gegen Stefan Stäbler ein sicherer 3:0-Sieg als machbar angesehen, genau diese Vorgabe musste nun umgesetzt werden, da Benny Senn im Anschluss stilartfremd gegen Daniel Dancak keine Chance ausgerechnet wurde.

Bentz erledigte seine Aufgabe gegen den Musberger, der in dieser Saison bereits mit überraschenden Siegen aufhorchen ließ, mit Bravour. Mit sicheren Punkten ergatterte sich der Ehninger die jeweiligen Runden und brachte damit sein Team vor dem entscheidenden Duell mit 17:13 in Front, das Unentschieden war zu diesem Zeitpunkt gerettet. Doch ein Sieg war nur möglich, wenn Benny Senn das völlig Unerwartete würde realisieren können und gegen den amtierenden slowakischen Meister Daniel Dancak nicht überlegen oder auf Schultern verlieren würde. Wenn man in die Gesichter der Experten schaute, rechnete kaum jemand mit einer Sensation. Am wenigsten die Musberger Anhänger, die den Auswärtspunkt bereits sicher in der Tasche wähnten. Die ersten beiden Runden gewann der Musberger schnell mit jeweils 6:0. Würde der Slowake auch die dritte Runde mit mehr als 5 Punkten Differenz gewinnen, so wäre der Sieg für den TSV Ehningen weg gewesen und man hätte sich mit dem Lokalrivalen die Punkte teilen müssen.

Doch die Rechnung machten die Musberger ohne Benjamin Senn. Zwar gab Senn sehr schnell 3 Punkte ab, doch im Anschluss daran schaffte er es, die Zeit immer länger ohne Punktverlust ablaufen zu lassen. Etwa 40 Sekunden vor Kampfende wich die Befürchtung der Zuschauer in große Hoffnung, dass Benny Senn das Wunder von der Würm schaffen konnte. Immer wieder griff Dancak an, doch Senn kämpfte, als ginge es um den Olympiasieg. Noch zwanzig Sekunden zu ringen und Dancak ging mit 4:0 in Führung. Eine simple Zweierwertung hätte am Boden für den Musberger gereicht und er wäre zum Musberger Held des Abends geworden. So blieb dies Benny Senn vorenthalten, der unter dem Jubel der Fans für seine knappe Niederlage gefeiert wurde – kann verlieren schön sein.

 

Kampfprotokoll:

 

 

Gewicht

TSV Ehningen I

TSV Musberg I

Ergebnis

Runde 1

Runde 2

Runde 3

Runde 4

Runde 5

55 kg GR

Manuel Weigl

Dennis Braun

0:3 PN

0:7

1:9

0:3

 

 

120 kg F

Wolfgang Kötzle

Jan Stark

0:3 PN

0:1

0:1

0:2

 

 

60 kg F

Benjamin Raiser

Konrad Lyjak

3:0 PS

2:1

4:0

3:1

 

 

96 kg GR

Jürgen Kallab

Nicolae Ghita

0:3 PN

1:5

0:4

0:2

 

 

66 kg GR

Andrzej Szczepanik

Frank Stäbler

4:0 AS

0:0

 

 

 

 

84 kg F

Fatih Eroglu

Marcin Marcinkiewicz

0:4 TÜN

0:6

0:6

0:6

 

 

66 kg F

Maik Busch

 

4:0

 

 

 

 

 

84 kg GR

Michael Drasch

Kai Mertins

3:0 PS

4:0

3:1

1:0

 

 

74 kg GR

Bastian Bentz

Stefan Stäbler

3:0 PS

2:0

3:0

4:1

 

 

74 kg F

Benjamin Senn

Daniel Dancak

0:3 PN

0:6

0:7

0:4

 

 

 

 

8. Kampftag: ( Zeitungsbier: Bastian Bentz )

Dank eines herausragenden Auswärtssieges beim Tabellenersten KSV Unterelchingen wird das Titelrennen in der Oberliga spannender denn je. Gleich drei Teams stehen nach dem 21.15-Erfolg des TSV Ehningen punktgleich an der Tabellenspitze, dicht gefolgt vom TSV Musberg, der am Samstag der nächste Gegner der Ehninger sein wird – die Wochen der Wahrheit haben begonnen.

Nach dem hauchdünnen Erfolg am Samstag gegen Korb wurden die mitgereisten Fans auch am Feiertag bis zur letzten Sekunde auf die Folter gespannt, ehe Bastian Bentz unter dem tosenden Jubel der Anhänger sein Team erlöste.

 

Einen engagierten Auftaktkampf lieferte Manuel Weigl bis 55 kg gegen Marcel Gaule. Bis 20 Sekunden vor Schluss der ersten Kampfrunde bot er dem Württembergischen Jugendmeister des vergangenen Jahres einen tollen Fight und ließ zur Überraschung aller Experten keinen Punkt zu. Dass er dann auf beide Schultern musste, spiegelt den Kampfverlauf nicht wieder, er war mit seinem Gegenüber fast auf Augenhöhe. Auf der starken und mutigen Leistung kann der erst 14-jährige Schüler aufbauen.

Norbert Rozbora kommt im Saisonverlauf immer besser in Fahrt. Gegen den amtierenden Deutschen A-Jugendmeister Rudolf Münkle setzte er seine ganze Routine ein und schulterte den Heimringer bereits in der ersten Kampfrunde. (Mannschaftsstand 4:4)

Benjamin Raiser musste sich in der Klasse bis 60 kg auf eine taktische Umstellung des Tabellenführers einstellen. Anstatt Tariel Shavadze bekam der Ehninger in Nikolay Dobrev einen Freistilspezialisten vorgesetzt. Von Beginn an standen sich zwei ebenbürtige Kontrahenten gegenüber. Runde 1 unterlag Raiser denkbar knapp mit 1:2. Auch im zweiten Abschnitt stand der Kampf auf des Messers Schneide, am Ende entschied der Clinch zugunsten des Elchingers. Die dritte Kampfperiode schien Raiser 20 Sekunden vor Ende in der Tasche zu haben, als er per Vorbeireißer erfolgreich war. Doch der Unterelchinger wagte noch einmal einen Angriff, kam damit durch und ergatterte sich so den entscheidenden Siegpunkt. (7:4)

Magnus Volkmer stand im Halbschwergewicht dem internationalen Topmann Ntante Chavempashvili gegenüber. Eine Siegchance hatte Volkmer gegen den Georgier mit griechischem Pass nicht. Seine Aufgabe war auch eine ganz andere. Er sollte lediglich nach Punkten verlieren, um dem Unterelchinger keine vier Mannschaftspunkte zu überlassen. Chavempashvili, der vor einem Monat im WM-Viertelfinale stand, beschränkte sich auf kleine Wertungen. Der Ehninger kämpfte bravourös und erreichte schließlich sein Ziel. (10:4) Einen Schlüsselkampf sahen die Zuschauer im letzten Kampf vor der Halbzeitpause. Andrzej Szczepanik gegen Tariel Shavadze hieß die Paarung der 66-kg-greco-Klasse. Das Top-Duell des Abends – erfolgreichster Punktesammler der laufenden Oberligasaison gegen Punktekönig 2004 – riss die Zuschauer in ihren Bann. Eine einzige Aktion hätte die jeweilige Runde entschieden. Doch beide Kämpfer neutralisierten sich, sodass in jeder Runde der Clinch über den Sieg entscheiden musste. Kampfrunde 1 entschied Szczepanik per Konter für sich. Im zweiten Abschnitt agierte Shavadze clever und punktete, nachdem er das Los gewonnen hatte und in Zugzwang war. In der nun aufbrausenden Halle behielt der Ehninger Szczepanik jedoch einen kühlen Kopf und siegte in den Runden 3 und 4, nachdem er das Los gewann und blitzschnell Wertungen erzielen konnte. (Halbzeitstand 11:7)

 

Nichts für Ringkampfästheten war der Kampf bis 84 kg freistil. Fatih Eroglu stand gegen Frank Steck unter Druck. Von ihm wurde ein Punktsieg erwartet, nachdem er seinen Gegner in der Hinrunde mit 3:1 besiegen konnte. Im ersten Kampfabschnitt diktierte Eroglu das Geschehen auf der Matte und hatte den Kontrahenten gar am Rande einer Schulterniederlage. Doch mit zunehmender Kampfdauer verlor Eroglu die Kampfführung aus der Hand. Runde 2 siegte er noch mit 2:0, doch im dritten Abschnitt war der Unterelchinger ebenbürtig und siegte zur Beunruhigung der Ehninger Verantwortlichen. Ein Sieg musste unbedingt her, um in der Endabrechnung die Nase vorne haben zu können. Auch Eroglu erkannte in Kamprunde 4 wohl, dass er seinen Mannschaftskameraden nicht noch mehr Angstschweiß auf die Stirn treiben konnte und siegte per Kampf zum Mattenrand wie in der Hinrunde mit 3:1 - ein big point war gemacht. (12:10)

Daniel Raimondo profitierte in der Klasse bis 66 kg freistil vom Verletzungspech der Unterelchinger. Tobias Sättler fehlte verletzt, sodass er gegen Berthold Scheurer haushoher Favorit war. In diesem Kampf konnte es für Raimondo nur darum gehen, vier Mannschaftspunkte zu holen. Nachdem er sich in der ersten Runde etwas schwer tat, war in den folgenden Runden der Bann gebrochen. Mit Durchdrehern und Einsteigern sicherte sich Raimondo den Überlegenheitssieg und brachte damit sein Team erstmals im Kampfverlauf in Führung. (12:14)

An Michael Drasch war es nun gelegen, diese Führung weiter auszubauen. Erstmals nach seiner Verletzungspause war er in der Klasse bis 84 kg im griechisch-römischen Stil gegen Manuel Tögel auf der Matte. Dabei war sein 3:0-Punktsieg nie in Gefahr. Durch Kampf zum Mattenrand sicherte er sich souverän die einzelnen Runden gegen einen Kontrahenten, der ihm körperlich nichts entgegensetzen konnte. (12:17)

Im vorletzten Duell des Abends stand Benny Senn gegen den starken Dato Shavadze im klassischen Stil des Weltergewichtes auf der Matte. Keine Überlegenheitsniederlage, so war die Maßgabe vor dem Kampf, um Bastian Bentz im letzten Kampf des Abends etwas Vorsprung lassen zu können und somit keinen Siegdruck aufzubauen. Engagiert ging der Ehninger dabei zu Werke und ließ den Elchinger nicht wie gewohnt zur Geltung kommen. Kurios war dabei die letzte Aktion des Kampfes, als Shavadze mit einer Fünf von Kampfleiter Aißlinger aus Aalen belohnt wurde, darüber gefreut hat sich jedoch der Anhang des TSV Ehningen, da der Kampf dadurch vorzeitig beendet war und Senn sein Ziel erreicht hatte. (15:17)

Bastian Bentz war es damit innerhalb von vier Tagen ein zweites Mal vorbehalten, im letzten Kampf alles klar zu machen. Gegen Michael Möse musste er zwei Runden für sich entscheiden. Doch Bentz wollte den Sieg, das merkte man dem Ehninger an. Im ersten Kampfabschnitt siegte er mit einem sehenswerten Schwunggriff, Schritt 1 war getan. Richtig aufgedreht hatte Bentz in der zweiten Runde, als er mit Durchdrehern und Ankippen vorzeitig die Runde gewann. Als der Sieg in der Tasche war, gelang Bentz im dritten Abschnitt gar noch der Schultersieg, bevor er von seinen Mannschaftskameraden bestürmt wurde und von der Matte getragen wurde.

(Endstand 15:21)

Damit ist die Oberliga noch spannender, wie sie vor Saisonbeginn ohnehin schon prophezeit wurde. Musberg lauert nach dem Sieg gegen Sulgen einen Punkt hinter dem Spitzentrio Unterelchingen, Nendingen und Ehningen, die gemeinsam an der Tabellenspitze stehen. Am Samstag kommt es in der Sporthalle Schalkwiesen zum Duell der Lokalrivalen aus Ehningen und Musberg. Der TSV Ehningen kann mit einem Sieg gegen den TSV aus Musberg diesen fürs erste aus dem Meisterschaftsrennen werfen, wodurch für den TSV Musberg der Kampf am Samstag um 20.00 Uhr Endkampfcharakter haben dürfte.     

 

Kampfprotokoll:

 

Gewicht

KSV Unterelchingen

TSV Ehningen

Ergebnis

Runde 1

Runde 2

Runde 3

Runde 4

Runde 5

55 kg GR

Marcel Gaule

Manuel Weigl

4:0 SN

4:0

 

 

 

 

120 kg F

Rudolf Münkle

Norbert Rozbora

0:4 SS

0:5

 

 

 

 

60 kg F

Nikolay Dobrev

Benjamin Raiser

3:0 PN

2:1

1:0

1:1

 

 

96 kg GR

Ntante Chavempashvili

Magnus Volkmer

3:0 PN

1:0

3:0

6:0

 

 

66 kg GR

Tariel Shavadze

Andrzej Szczepanik

1:3 PS

0:1

1:0

0:1

0:1

 

84 kg F

Frank Steck

Fatih Eroglu

1:3 PS

0:5

0:2

1:0

0:1

 

66 kg F

Berthold Scheurer

Daniel Raimondo

0:4 TÜS

0:6

0:7

0:6

 

 

84 kg GR

Manuel Tögel

Michael Drasch

0:3 PS

0:1

0:2

0:4

 

 

74 kg GR

Dato Shavadze

Benjamin Senn

3:0 PN

1:0

5:0

5:0

 

 

74 kg F

Michael Möse

Bastian Bentz

0:4 SS

0:3

0:8

0:3

 

 

 

7. Kampftag: ( Zeitungsbier: Martin Drasch + Fatih Eroglu)

Mit der nötigen Portion Glück ist der TSV Ehningen weiter dabei im Kampf um die vorderen Plätze in der Ringer-Oberliga. Neben einer mannschaftlich geschlossenen Topleistung sorgte auch der Gegner aus Korb für einen knappen und Nerven kostenden 19:18-Heimsieg. Damit steht dem Spitzenkampf am Dienstag beim KSV Unterelchingen nichts mehr im Weg.

 

Durch die verletzungsbedingten Ausfälle von Michael Drasch und Jürgen Kallab war wiederum von allen aufgestellten Athleten die Höchstleistung gefordert. Marc Winkels war es, der dem TSV Ehningen die große Chance gab, dem insgeheim favorisierten Aufsteiger aus Korb eine Niederlage beizufügen. Das nötige Kampfgewicht von höchstens 55,00 kg überschritt der untröstliche Korber um 50 Gramm. Doch zuviel ist nun einmal zuviel. Dadurch kam Manuel Weigl zum in der Endabrechnung entscheidenden kampflosen Sieg und sicherte seinem Team damit die ersten vier Mannschaftspunkte.

Einen Taktiksieg verbuchte Norbert Rozbora im Schwergewicht bis 120 kg gegen Martin Folvarsky. Jeweils mit 1:0 sicherte er sich die Kampfrunden. Im ersten Abschnitt musste er noch in den Clinch, die weiteren Runden hatte er dann sicher im Griff. (Mannschaftsstand 7:0)

Benjamin Raiser zählte am Samstagabend wie schon im letzten Heimkampf gegen Nendingen zu den Matchwinnern. Zunächst merkte man ihm gegen Erik Farkas jedoch an, dass er sich im freien Stil nicht wohl fühlt, den er jedoch die komplette Rückrunde ringen muss. Immer wieder kam der Slowake auf Seiten der Korber mit schnellen Beinangriffen zu Punkten und sicherte sich die Abschnitte 1 und 2 sicher. In der dritten Runde baute der Gästeringer konditionell stark ab, Raiser dagegen konnte noch einmal zulegen. Folgerichtig entschied Raiser die dritte Kampfperiode für sich und nährte dadurch die Hoffnung seines Teams auf einen überraschenden Sieg. Im weiteren Kampfverlauf drehte Raiser dann mächtig auf. Überlegen gewann er gegen einen derart erschöpften jungen Gästeringer, dass einem auf Korber Seite Angst und bange um den konditionellen Zustand der Fremdstarter werden musste. Die Ehninger kümmerte dies freilich wenig, der Mannschaftssieg war nun in greifbare Nähe gerückt, zumal mit Andrzej Szczepanik, Maik Busch und Bastian Bentz noch drei Punktesammler auf die Matte gehen würden. (10:2)

Zuvor gab Magnus Volkmer in der Klasse bis 96 kg griechisch-römisch sein Saisondebüt im Oberligateam. Nach einer sehr guten Hinrunde in der Bezirksliga suchte er sich jedoch einen undankbaren Gegenüber für den ersten Oberligakampf aus. Marek Szustek ist diese Saison noch unbesiegt. Warum merkte Volkmer sehr schnell. Mit großer Power bewegte der Korber den Ehninger über die Matte, der als taktisches Ziel Schadensbegrenzung vorgegeben bekam. Die Zielvorgabe seiner Trainer setzte Volkmer vollauf um und verlor gegen den bärenstarken Polen nicht technisch unterlegen und sicherte seinem Team somit einen wichtigen Punkt. (10:5)

Andrzej Szczepanik schraubte anschließend die Pausenführung der Ehninger in beeindruckender Manier auf 14:5 nach oben. Fabian Fritz ließ er nicht den Hauch einer Entfaltungsmöglichkeit. Nach zehn Sekunden sicherte sich der Ehninger Runde 1 mit zwei Kopfrollen. Kampfabschnitt 2 war ebenfalls schnell beendet. Mit einem Ausheber bekam er diese nach zwanzig Sekunden technisch überlegen zugesprochen. Weiter im Eilzugtempo schritt er in der letzten Runde voran. Mit einem Ausheber, der vom sicher leitenden Kampfrichter Schreiber aus Obereisesheim mit der Höchstwertung belohnt wurde, schickte er den bedauernswerten Korber von der Matte, der noch vor einem halben Jahr an selber Stelle seinen bislang größten Karriereerfolg errungen hatte, als er Deutschen Vizemeister der A-Jugend wurde.    

Nach der Pause hatte Fatih Eroglu in der Klasse bis 84 kg freistil gegen den ebenfalls noch unbesiegten Jaroslav Novak dieselbe Zielvorgabe wie zuvor bereits Magnus Volkmer. Doch der junge Ehninger tat sich schwer gegen den slowakischen Freistilspezialisten. Die Runden 1 und 2 verlor er jeweils technisch unterlegen. Um dem Korber keine 4 Mannschaftspunkte überlassen zu müssen, durfte er die dritte Runde nicht mit mehr als 5 Punkten Differenz verlieren. Durch diese Vorgabe rang Eroglu sehr defensiv und überließ dem nun konditionell stark nachlassenden Korber nur drei Punkte. (14:8)

Daniel Raimondo war im Kampf gegen Marc Schubert Favorit. Doch gegen den jungen Athleten tat sich der Ehninger schwer. Mit sicheren Rundengewinnen, die er mit Kampf zum Mattenrand und per Beinfeger realisierte, begnügte sich Raimondo mit einem 3:0-Punktsieg. Der zwischenzeitliche 17:8-Vorsprung war trügerisch. In den letzten drei Kämpfen sollten auf Korber Seite noch starke Kontrahenten auf der Matte stehen.

Martin Drasch bekam in der Klasse bis 84 kg griechisch-römisch den ersten vorgesetzt. Pawel Wiedehoeft dominierte zwar den Kampf, doch Drasch stellte sich bravourös kämpfend erneut in den Dienst der Mannschaft. Mit knappen Rundenergebnissen hielt er die Niederlage im Kräfte raubenden Kampf in Grenzen. (17:11)

Jeder Mannschaftspunkt bzw. Rundengewinn würde am Ende kampfentscheidend sein. Daher war auch Benny Senn gegen den in dieser Saison noch ungeschlagenen Marciej Panasiuk gefordert. Wie bereits Volkmer, Eroglu und Drasch, sollte auch Senn nur drei Punkte abgeben. In der ersten Runde engagiert zu Werke gehend, musste er dennoch nach einem verkehrten Ausheber vorzeitig die Runde abgeben. Auch in der zweiten Runde schwammen die Felle des Ehningers davon. Noch einmal motiviert von Trainer Michael Drasch, sahen die Zuschauer im dritten Kampfabschnitt einen beherzt agierenden Senn, der nun selbst versuchte, zu Punkten zu kommen. Mit jeweils Einserwertungen ging er unter dem Jubel der Fans in Führung und schien seinem Ziel sehr nahe gekommen zu sein, als er sich plötzlich von Panasiuk regelrecht zusammenfalten ließ und entscheidend verlor. (17:15)

Damit war im letzten Kampf Bastian Bentz in einer gefährlichen Situation. Gegen Konstantin Druker, der seit Jahren auf demselben Niveau ringt, würde ein Rundensieg zum Unentschieden reichen, zwei Rundensiege sollten dem Ehninger Team den Mannschaftserfolg sichern. Wie in den Kämpfen der beiden in den Jahren zuvor, wurden auch diesmal die einzelnen Runden stets in den letzten Sekunden entschieden – nichts für schwache Nerven. Kampfrunde 1 verlor der Ehninger mit 0:3. Im zweiten Kampfabschnitt gelang Bentz 5 Sekunden vor Schluss der Rundensieg. Das Unentschieden war gerettet, immer vorausgesetzt, der Ehninger würde nicht noch auf beide Schultern gehen. Doch genau dieses Schreckensszenario war in der dritten Kampfrunde bedrohlich nahe gerückt, als sich Bentz bei eigener 2:0-Führung in die gefährliche Lage befördern ließ. Nachdem er gerade noch einmal herausgekommen war, war die Spannung in der vierten Runde zum Greifen. Gewinnt der Ehninger, wäre der Sieg gesichert, bei einer Niederlage in Runde 4 hätte sich das Ehninger Team doch noch mit einem Unentschieden begnügen müssen. Mit 6:3 siegte schließlich der Ehninger unter dem großen Jubel seiner Mannschaftskameraden. In der entscheidenden fünften Runde hatte Bentz nur noch darauf zu achten, dass er nicht noch in die gefährliche Lage geraten würde. Dies gelang ihm, er ging kein Risiko mehr ein und nahm dadurch die 0:1-Niederlage in der letzten Kampfrunde in Kauf. (19:18)  

 

Somit kommt es nun am Dienstag zum absoluten Spitzenkampf beim Tabellenführer aus Unterelchingen. Um 17.00 Uhr ringt die Mannschaft am Autobahndreieck bei Ulm in der Unterelchinger KSV-Halle im Jahnweg und hofft im dortigen Hexenkessel auf die zahlreiche und lautstarke Unterstützung der Ehninger Fans. Den Hinrundenkampf gewann der TSV in der heimischen Schalkwiesenhalle, doch die Mannschaft um den besten Punktesammler der Oberliga, KSV-Ringertrainer Tariel Shavadse, hat einen sehr guten Lauf und siegte in den letzten Kämpfen stets souverän.

 

Kampfprotokoll:

 

Gewicht

TSV Ehningen

SC Korb

Ergebnis

Runde 1

Runde 2

Runde 3

Runde 4

Runde 5

55 kg GR

Manuel Weigl

Marc Winkels

4:0 ÜG

 

 

 

 

 

120 kg F

Norbert Rozbora

Martin Folvarsky

3:0 PS

1:0

1:0

1:0

 

 

60 kg F

Benjamin Raiser

Erik Farkas

3:2 PS

0:5

1:6

2:0

6:0

8:1

96 kg GR

Magnus Volkmer

Marek Szustek

0:3 PN

0:4

0:7

0:5

 

 

66 kg GR

Andrzej Szczepanik

Fabian Fritz

4:0 TÜS

6:0

6:0

6:0

 

 

84 kg F

Fatih Eroglu

Jaroslav Novak

0:3 PN

0:6

0:7

0:3

 

 

66 kg F

Daniel Raimondo

Marc Schubert

3:0 PS

2:0

3:0

3:0

 

 

84 kg GR

Martin Drasch

Pawel Wiedehoeft

0:3 PN

0:2

0:3

0:2

 

 

74 kg GR

Benjamin Senn

Marciej Panasiuk

0:4 SN

0:7

0:6

2:3

 

 

74 kg F

Bastian Bentz

Konstantin Druker

2:3 PN

0:3

1:0

2:3

6:3

0:1

 

 

6. Kampftag: ( Nachholkampf - Zeitungsbier: Bastian Bentz )

 

Teil II des Doppelkampftages fand für den TSV Ehningen in der Ringer-Oberliga kein gutes Ende. Beim 17:21 in Schramberg-Sulgen vermisste das Team ihren Ringertrainer Michael Drasch schmerzlich. So war vor dem Kampf für Ehningen klar, dass sechs Kämpfe zugunsten des TSV entschieden werden mussten, um als Tabellenführer in die Rückrunde starten zu können.

 

Die erwartete Niederlage kassierte Manuel Weigl zum Auftakt gegen Nicolae Gogiltan, der in dieser Runde bislang alle Kämpfe gewann. In der ersten Runde drehte der rumänische Spitzenringer den Ehninger Jugendringer auf beide Schultern. (Mannschaftsstand 4:0)

Bereits im Schwergewichtskampf sollte für Ehningen Norbert Rozbora in einem Schlüsselkampf die Kohlen aus dem Feuer holen. Gegen Jozef Tertei, ebenfalls noch ungeschlagen, eine mehr als schwierige Aufgabe. Doch Rozbora ging hochkonzentriert in den Kampf. Mit einer Fünferwertung beendete er die erste Runde vorzeitig. Auch in der Folgezeit blieb er stets aktiver, doch konterte der Sulgener eine Griffaktion des Ehningers zum Rundenausgleich. Im dritten Kampfabschnitt siegte Rozbora erneut mit einer Fünferwertung. Kampfabschnitt vier musste Rozbora per Verwarnung abgeben, somit kam es zur entscheidende fünften Runde. In dieser agierte Norbert Rozbora weiterhin forsch und sicherte sich frühzeitig per Konter den 3:2-Gesamtsieg.

Nachdem Benjamin Raiser in der 60-kg-Klasse kampflos zum Sieger erklärt wurde, sollte Wolfgang Kötzle im Halbschwergewicht gegen Andreas Eßlinger den nächsten Schlüsselerfolg verbuchen. Doch der Sulgener war in den entscheidenden Kampfsituationen wachsamer und sicherte sich die Runden 1 und 2 jeweils mit einem Beinangriff. Auch im dritten Kampfabschnitt drohte der Ehninger mit 0:1 zu verlieren. Kurz vor Schluss fasste er sich jedoch in einer brenzligen Situation ein Herz und sicherte sich den Rundengewinn. Als die Ehninger auf eine Wendung im Kampf hoffen konnten, steigerte sich der Sulgener Eßlinger jedoch noch einmal und siegte letztlich verdient mit 3:1 Runden – die Hoffnungen der Ehninger auf den Auswärtssieg waren damit rapide gesunken, erwartete man schließlich von Sulgen in der zweiten Halbzeit eine Aufholjagd. (9:8)

Maik Busch hatte in der Klasse bis 66 kg einen seiner schwersten Saisonkämpfe zu absolvieren. Gegen den technisch versierten Florin Ciuciu musste der Ehninger Ringertrainer sein ganzes Können aufbieten, um als Sieger von der Matte zu gehen. Die erste Kampfrunde gewann Busch aufgrund der höheren Wertung. Als er im zweiten Kampfabschnitt bereits mit 4:0 in Front lag, glaubten manche an einen ungefährdeten Sieg des Ehningers. Doch der Rumäne in Diensten des Athletenvereins aus dem Schwarzwald kam zurück in den Kampf und überraschte Busch zum Ende der Runde beim Stand von 3:4. Somit war diese Runde weg, erst die zweite für einen Gegner von Maik Busch in dieser Saison. Doch der Ehninger zeigte auch in diesem Kampf, dass man gegen ihn nur sehr schwer mehr als eine Runde gewinnen kann. Auch Ciuciu musste dies erfahren, als Busch die Runden 3 und 4 ohne Wertungspunkt gegen sich gewinnen konnte und damit sein Team mit einem 11:10 in die Pause führte.

 

Doch wie erwartet sollte es in der zweiten Halbzeit kaum noch Chancen auf den Mannschaftssieg geben. Benny Senn sprang in der Klasse bis 84 kg für seinen verletzten Coach ein. Leider half er seinem Team gerade mal fünfzehn Sekunden aus, dann lag er gegen den bärenstarken Coskun Öztürk auf beiden Schultern.

Noch einmal gab es für den TSV Ehningen einen Erfolg. Wie in jedem Kampf im griechisch-römischen Stil der 66-kg-Klasse in dieser Saison. Andrzej Szczepanik beherrscht in dieser Kategorie seine Gegner nach Belieben. Auch Maik Herzog hatte nicht den Hauch einer Chance. Sicher und mit schönen Techniken sicherte sich der Ehninger einen nie in Gefahr geratenen 3:0-Punktsieg und brachte damit sein Team noch einmal heran. (14:14)

Fatih Eroglu musste seinen Gegner Ilyas Özkök bis 84 kg freistil schultern. Nur das hätte dem Ehninger Team etwas gebracht. Über die volle Kampfdistanz würde der Ehninger keine Siegchance haben. Da der Sulgener jedoch abgeklärt rang und sich mit sicheren Punkten begnügte, konnte Eroglu den Sulgener Erfolg nicht verhindern.

Die Mannschaftsniederlage wurde in der 74-kg-Klasse endgültig besiegelt. Sinan Karaaslan hatte dort in Gökhan Öztürk einen übermächtigen Gegner. Dieser ließ sich auch auf keine Spielchen ein und schulterte den Ehninger Ersatzmann noch in der ersten Kampfminute. (21:14)

Nur noch Ergebniskosmetik konnte Bastian Bentz im Kampf gegen Özkan Öztürk betreiben. Erneut konnte er durch die Umstellung im Ehninger Team im bevorzugten griechisch-römischen Stil antreten. Doch der Sulgener machte es Bentz mit einer destruktiven Kampfweise schwer. Der 3:0-Punktsieg war hart erkämpft, jedoch zu keiner Zeit in Gefahr. Die Tabellenführung ist durch die Niederlage zwar nicht übernommen worden, jedoch hat der TSV Ehningen mit nur zwei Punkten Rückstand auf Herbstmeister Unterelchingen eine glänzende Ausgangsposition für die mit einem Heimkampf gegen Korb nächste Woche beginnende Rückrunde.

 

   Kampfprotokoll:

 

Gewicht

AV Sulgen

TSV Ehningen I

Ergebnis

Runde 1

Runde 2

Runde 3

Runde 4

Runde 5

55 kg F

Nicolae Gogiltan

Manuel Weigl

4:0 SN

6:0

 

 

 

 

120 kg GR

Jozef Tertei

Norbert Rozbora

2:3 PS

0:5

2:0

0:5

1:0

0:2

60 kg GR

Ohne Vertreter

Benjamin Raiser

0:4

 

 

 

 

 

96 kg F

Andreas Eßlinger

Wolfgang Kötzle

3:1 PN

1:0

1:0

0:3

6:0

 

66 kg F

Florin Ciuciu

Maik Busch

1:3 PS

2:2

5:4

0:1

0:5

 

84 kg GR

Coskun Öztürk

Benjamin Senn

4:0 SN

3:0

 

 

 

 

66 kg GR

Maik Herzog

Andrzej Szczepanik

0:3 PS

0:5

2:3

0:6

 

 

84 kg F

Ilyas Özkök

Fatih Eroglu

3:0 PN

3:0

6:0

6:0

 

 

74 kg F

Gökhan Öztürk

Sinan Karaaslan

4:0 SN

4:0

 

 

 

 

74 kg GR

Özkan Öztürk

Bastian Bentz

0:3 PS

0:1

1:3

0:1

 

 

    

6. Kampftag: Teil I des Krimis in zwei Akten mit Bravour durchstanden. Unter diesem Motto stand der Kampf des Samstagabends gegen den Tabellenführer aus Nendingen. Andere formulierten den Sieg dramatischer als den Sturz des Tabellenführers. In der Tat war vor allem die Art und Weise beeindruckend, mit welcher Dominanz der TSV Ehningen in der Ringer-Oberliga Herr in der eigenen Halle blieb. Schon beim 16:4-Halbzeitstand war dem Team von den Schalkwiesen der Sieg kaum noch zu nehmen, welcher schließlich auch mit 22:13 souverän eingetütet wurde.

 

Erwartet schwer hatte es zunächst Manuel Weigl zum Auftakt in der 55-kg-Klasse gegen den mehrfachen Deutschen Jugendmeister Rando Sauter. Der junge Kämpfer aus der bekannten Ringerfamilie Sauter demonstrierte seine Klasse, als er den Ehninger Nachwuchsmann noch in der ersten Runde auf beide Schultern legte.

Sauter war jedoch nicht der einzige, dem zur Begeisterung der Ehninger Zuschauer das Kunststück des Schultersieges an diesem Abend gelingen sollte.

Manuel Senn war im Kampf der Männerklasse bis 120 kg gegen Tobias Schwarz Favorit. Doch bereits in der ersten Aktion befürchtete man im Ehninger Lager einen ungünstigen Kampfverlauf, als sich Senn in einem Konter verfing und drei Punkte abgeben musste. Doch die negativen Gedanken schoben alle schnell beiseite, als Senn seinen Gegner bei demselben Griffversuch gerade mal fünfzehn Sekunden später in die gefährliche Lage beförderte und somit noch in der ersten Kampfminute durch den im gesamten Mannschaftskampf sehr gut und umsichtig leitenden Kampfleiter Ingo Friz aus Neckargartach zum Schultersieger erklärt wurde.

Noch größeren Jubel löste der Matchwinner des Abends aus. Dieser rang auf Ehninger Seite in der Klasse bis 60 kg den Kampf der Saison. Benjamin Raiser wuchs im Kampf gegen den starken Florin Matei über sich hinaus. In Runde eins noch unglücklich aufgrund der zuletzt erzielten Wertung unterlegen, konnte Raiser in den folgenden Runden immer mehr zulegen und seine größerer physische Power zur Geltung bringen. Nach zwei knappen Rundengewinnen, einen per Clinch, musste man im vierten Durchgang eine Rundenniederlage befürchten. Doch zwanzig Sekunden vor Schluss legte der Ehninger seinen Konkurrenten kurzerhand auf beide Schultern, der erste big point im Mannschaftskampf war gemacht.

Nach dem hitzigen Kampf war es für die Zuschauer gut, dass der nächste Kampf etwas unaufgeregter ablief. Norbert Rozbora hatte in der Klasse bis 96 kg weniger Mühe, die vier Mannschaftspunkte aufs Ehninger Konto zu buchen. Sein Gegner Marco Schmid gab unmittelbar vor Kampfbeginn auf.

Der zweite Schlüsselkampf sollte neben der 60-kg-Klasse ebenfalls noch vor der Halbzeitpause stattfinden. Maik Busch traf dabei in der Kategorie bis 66 kg freistil auf den immer stärker werdenden Florian Schwarz. Im ersten Kampfabschnitt neutralisierten sich beide, logische Konsequenz war der Clinch. Lossieger Schwarz sicherte sich in diesem den ersten Durchgang. Busch agierte weiterhin gehemmt, doch konnte er die Runden zwei und drei dennoch denkbar knapp für sich entscheiden. Der Höhepunkt des Mannschaftskampfes stand in der vierten Runde bevor. Als sich die Zuschauer bei einem 1:3-Rückstand auf eine entscheidende fünfte Runde einstellten, setzte Busch urplötzlich zu einer Zange an und legte Schwarz exakt eine Sekunde vor Rundenende auf beide Schultern – die Halle stand Kopf, im Wissen, dass der 16:4-Vorsprung wahrscheinlich reichen würde, um den Tabellenführer zu besiegen und somit das Meisterschaftsrennen offen zu halten.

 

Gut, wenn man zwei starke Ringer in der Familie hat. Nachdem Michael Drasch verletzt ausfiel, sprang für den Ehninger Ringertrainer kurzerhand dessen Bruder Martin Drasch ein. Dieser hatte jedoch gegen den starken Bernhard Scheuring eine schwere Aufgabe vor sich. Doch der Ex-Trainer des TSV Ehningen absolvierte einen starken Kampf und machte dem Favoriten das Leben schwer. Dieser mühte sich zu einem gequälten 1:0,1:0 und 1:0-Sieg. Jeweils per Ringen zum Mattenrand sicherte sich der Nendinger die Sieg bringende Wertung.

Auf Andrzej Szczepanik ist absolut Verlass. Auch diesmal konnten sich die Ehninger über die Qualitäten des 66-kg-Mannes freuen. Gegen Semih Bosyan, der in den vergangenen Jahren beim AB Aichhalden in der zweiten Bundesliga auf die Matte ging, dominierte der Ehninger von Beginn an. Die erste Runde sicherte sich Szczepanik gar überlegen 6:0. In den nächsten Runden wurde es etwas enger, doch am klaren Punktsieg zweifelte zu keiner Zeit ein Anhänger des Ehninger Teams. Durch den 19:7-Zwischenstand war vor den letzten drei Duellen der Sieg so gut wie in der Tasche. Nur bei drei Schulter- bzw. Unterlegenheitsniederlagen würde der Sieg noch aus der Hand gegeben. Brenzlig wurde es bei Fatih Eroglu in der Klasse bis 84 kg freistil einmal kurz, als er von Daniel Reichle in die Brücke gestellt wurde. Der Schlussgong der ersten Runde verhinderte die vorzeitige Niederlage. In der Folgezeit konnte sich Eroglu besser auf den Gegner einstellen. Durch die in Grenzen gehaltene Niederlage sicherte der Ehninger seinem Team den viel umjubelten Sieg gegen den Tabellenführer.

Dass auch eine Schulterniederlage Eroglus nicht ins Gewicht gefallen wäre, realisierte das Publikum im Kampf von Bastian Bentz gegen Dominik Hipp. Die erste Runde war noch knapp zugunsten des Ehningers ausgegangen, jedoch war an eine Schulterniederlage zu keiner Zeit zu denken. Im zweiten Kampfabschnitt brach der Ehninger schließlich den Willen des Nendingers, als er per Ankippen den 5:0-Sieg erreichte. Auch die dritte Runde war eine eindeutige Angelegenheit zugunsten von Bentz. Mit 7:0 und weiteren Ankippern siegte Bentz gar vorzeitig 7:0. (Mannschaftsstand 22:10)

Benny Senn stand im letzten Duell des Abends dem starken Rumänen Adrian Oszda gegenüber. Im griechisch-römischen Stil der 74 kg-Klasse zeigte er eine couragierte Leistung. Den ersten Abschnitt verlor er erst nach dem Clinch. Auch in den Runden zwei und drei hielt er die Niederlage mit 0:3 und 1:4 in Grenzen.     

 

Kampfprotokoll:

 

Gewicht

TSV Ehningen

ASV Nendingen

Ergebnis

Runde 1

Runde 2

Runde 3

Runde 4

Runde 5

55 kg F

Manuel Weigl

Rando Sauter

0:4 SN

0:6

 

 

 

 

120 kg GR

Manuel Senn

Tobias Schwarz

4:0 SS

4:3

 

 

 

 

60 kg GR

Benjamin Raiser

Florin Matei

4:0 SS

1:1

1:0

1:0

2:1

 

96 kg F

Norbert Rozbora

Marco Schmid

4:0 AS

0:0

 

 

 

 

66 kg F

Maik Busch

Florian Schwarz

3:0 SS

0:1

3:3

2:1

5:3

 

84 kg GR

Martin Drasch

Bernhard Scheuring

0:3 PN

0:1

0:1

0:1

 

 

66 kg GR

Andrzej Szczepanik

Semih Bosyan

3:0 PS

6:0

1:0

3:0

 

 

84 kg F

Fatih Eroglu

Daniel Reichle

0:3 PN

0:7

0:1

0:4

 

 

74 kg F

Bastian Bentz

Dominik Hipp

3:0 PS

1:1

5:0

7:0

 

 

74 kg GR

Benjamin Senn

Adrian Oszda

0:3 PN

0:3

0:3

1:4

 

 

 

6. Kampftag: (Zeitungsbier: Andrzej Szczepanik)

Ganz dick im Geschäft mit dabei ist seit dem Samstagabend der TSV Ehningen in der Ringer-Oberliga. Gegen den als Mitfavoriten eingestuften TSV Benningen wurde der Mannschaftssieg bereits vier Kämpfe vor Schluss realisiert. Mit dem 23:15-Auswärtssieg schuf sich das Team von Maik Busch und Michael Drasch eine glänzende Ausgangsposition für das richtungsweisende, folgende Wochenende.

 

Bereits nach der Aufstellung war den Machern klar, dass in der Benninger Gemeindehalle „was gehen könnte“. Marek Kraszewski, der bislang noch ungeschlagene etatmäßige Schwergewichtler der Benninger, weilte zu Sumo-Meisterschaften in Japan, sodass Manuel Senn im Schwergewicht unverhofft die Siegchance erhielt. Diese musste er ausgerechnet gegen Felix Hagenbruch, den Cousin seiner Freundin, nutzen. Von Beginn an schenkten sich die beiden im Familienduell nichts. Manuel Senn nutzte dabei immer wieder seine Gewichtsvorteile geschickt ein, sodass er Hagenbruch nicht zur Entfaltung kommen ließ. Der erste Durchgang ging mit 1:0 knapp an den Ehninger. Im zweiten Abschnitt musste der Clinch entscheiden. Senn, als Lossieger in Zugzwang, versuchte einen Wurf, jedoch rutschte er ab und verlor somit die Runde an Hagenbruch.

Weiter heiß umkämpft auch die Runden 3 und vier. Beide Kämpfer, so hatte man den Eindruck, wollten erhobenen Hauptes zum nächsten Familientreffen gehen. Senn nutzte in der dritten Runde eine Aktion zum Sieg, als er Hagenbruch aus der roten Zone beförderte. Fast in den fünften Durchgang wäre es gegangen, als Hagenbruch kurz vor Ende des vierten Kampfabschnittes vor dem entscheidenden Punktgewinn stand. Doch Senn erwischte den Benninger mit einem „Katzak“ und holte sich durch diesen schönen Schwunggriff sehenswert den 3:1-Punktsieg.

 

Zuvor hatte Manuel Weigl in der Klasse bis 55 kg einen harten Kampf absolviert. Gegen Dennis Eiselt verlor er zwar mit 0:3 Runden, doch leistete er enormen Widerstand gegen den deutlich älteren Gegner. Durch diesen Kampf wird er weiter lernen und gesehen haben, dass er auf dem richtigen Weg ist, wenn er weiterhin ehrgeizig trainiert.

In der Klasse bis 60 kg erlebten die Zuschauer einen von vielen Höhepunkten in einem sehr kurzweiligen Mannschaftskampf.

Benjamin Raiser traf auf seinen ehemaligen Mannschaftskameraden, den mittlerweile 43-jährigen Krzysztof Mudrecki. Der kleine Pole ist jedoch noch immer sehr fit und verlangt seinen Gegnern alles ab. So auch am Samstagabend dem jungen Ehninger im Generationenduell. Beide Kontrahenten neutralisierten sich weitestgehend, die logische Folge war in Kampfabschnitt 1 der Clinch. Mudrecki gewann das Los und drängte Raiser zum Mattenrand. Dieser musste folglich was riskieren, belohnt wurde sein nicht vollständig ausgeführter Griff nicht. In den folgenden Runden diktierte Raiser das Kampfgeschehen und sicherte sich verdientermaßen jeweils mit 1:0 die Perioden 2 und 3. Auch im vierten Kampfabschnitt wollte Raiser die Eins per Kampf zum Mattenrand oder Vorbeireißer sichern. Doch diesmal gab Mattenleiter Abele aus Röhlingen dem Ehninger die Verwarnung wegen zu offensichtlichem Rausschieben – vertretbar. Kritisch wurde es für den Ehninger, als er für eine ähnliche Situation eine zweite Verwarnung erhielt. Noch eine weitere und er wäre, zwar zu Unrecht, jedoch mit drei Verwarnungen disqualifiziert worden. Daher war in der entscheidenden fünften Runde Vorsicht geboten. Als sich schließlich alle auf einen Clinch eingestellt hatten, überraschte Raiser neben den Zuschauern auch seinen ausgefuchsten Gegner. Mit einem Vorbeireißer siegte er, da in der Schlusssekunde, glücklich aber hochverdient.

 

Erstmals in dieser Saison agierte Norbert Rozbora im Halbschwergewicht und damit in seiner bevorzugten freien Stilart. Dass er sich in dieser deutlich wohler fühlt, zeigte er gegen den Slowaken Maros Veres. Von Beginn an hatte er stets die besseren Argumente und kam zu keiner Zeit des Kampfes in Verlegenheit. Per Beinfeger sicherte er sich die erste Runde. In Kampfabschnitt zwei hatte er seinen Kontrahenten bereits in der gefährlichen Lage, vermochte diesen jedoch nicht zu schultern. Dies gelang ihm in der dritten Runde, als er per Konter seinen Kontrahenten erneut in die gefährliche Lage beförderte. Damit sicherte er seinem Team ganz wichtige vier Punkte.

Zur nicht erwarteten 6:13-Pausenführung steuerte Trainer Maik Busch drei Punkte bei. Gegen Martin Sonntag tat sich Busch schwer. Jeweils ein Beinangriff entschied die Runden zugunsten des Ehningers. Immer in der Vorwärtsbewegung, galt es für Busch in jeder Runde einen Punkt zu sammeln. Vom Benninger hatte er keinen Angriff zu befürchten, da sich dieser in einer äußerst defensiven Taktik übte. Hätte Busch nicht einige geniale Techniken in seinem Repertoire, wäre die Taktik des Benningers aufgegangen.

 

In der Klasse bis 84 kg traf Michael Drasch auf den jungen Daniel Vollmer, der sonst im Weltergewicht antritt. Folglich war der Ehninger Trainer haushoher Favorit. Bereits in der ersten Kampfrunde zeigte er dem aufstrebenden Benninger die Grenzen auf. Nach einer 6:0-Führung schulterte Drasch den Gegner und gab damit seinem Mannschaftskameraden Andrzej Szczepanik die Möglichkeit, bereits im siebten Kampf den Mannschaftssieg perfekt zu machen.

Diesen sollte der Ehninger im mit Spannung erwarteten Duell gegen seinen Landsmann und Ex-Ehninger Miezyslaw Tracz erreichen. In diesem Kampf sah man deutlich, dass beide Kämpfer die gleiche Ringweise erlernten. Die Stärken des Jeweiligen konnten sich nicht durchsetzen, folglich neutralisierten sich die beiden Kämpfer weitestgehend. Der Ehninger Szczepanik war in den ersten beiden Runden in den entscheidenden Situationen schneller und sicherte sich jeweils mit 1:0 per Vorbeireißer den Rundensieg. Um den Mannschaftssieg zu erreichen, musste er eine der beiden folgenden Runden gewinnen. Die dritte Runde sollte im Clinch entschieden werden. Tracz musste fassen, in dieser Konstellation deutlich ein Nachteil. Nachdem Tracz gleich beim Anpfiff keine Wertung gelang, war das Ende abzusehen. Szczepanik konnte den Griff lösen und die Ehninger Fans konnten schon den Countdown zum entscheidenden Rundensieg herunterzählen. (Mannschaftsstand 6:20)

 

Notwendig war dieser große Vorsprung allemal, denn in den folgenden beiden Kämpfen standen Fatih Eroglu und Benny Senn den stärksten Benningern gegenüber. Zunächst musste Fatih Eroglu dem internationalen Topmann Akhbar Ismayilov ohne echte Chance gegenüber stehen. Gegen die Beinschrauben des Aserbaidschaners war der Ehninger machtlos. Souverän siegte der Benninger technisch überlegen, was im Ehninger Lager freilich niemanden störte, da zuvor einkalkuliert.

Im Weltergewicht stellte das Ehninger Team um. Da gegen Lucjan Gralak sowohl Bastian Bentz als auch Benny Senn verlieren würden, sollte Bentz diesmal im griechisch-römischen Stil Punkte sammeln. Eine Umstellung, die sich auszahlen sollte.

Benny Senn musste daher gegen Gralak, zudem auch noch stilartfremd, eine unlösbare Aufgabe in Angriff nehmen. Bereits in der ersten Kampfrunde war das ungleiche Duell per Einsteiger und folgender Schulterniederlage beendet.

Warum sich die Umstellung auszahlte, merkte man nach der Betrachtung der Aufstellung beider Teams. Auch Benningen stellte im Weltergewicht um. Andrzej Maksymiuk, der etatmäßige Mittelgewichtler (bis 84 kg), tauschte seinen Startplatz gegen den im Weltergewicht ein. Doch Bastian Bentz ist nach seiner Verletzung bereits wieder der Alte. Mit großer Power diktierte er das Kampfgeschehen. In der ersten Runde erhielt er in einer unübersichtlichen Situation die Einserwertung. Kampfabschnitt zwei entschied der Clinch. Bentz musste fassen lassen, doch Maksymiuk erreichte in der 30-sekündigen Verlängerung keine eigene Wertung. In der dritten Kampfrunde wieder die Entscheidung per Clinch, als Maksymiuk schnell reagierte und zum 1:2 verkürzte.

Den entscheidenden Siegpunkt holte sich Bentz in weiterhin offensiver Kampfweise gegen einen mehr als destruktiv ringenden Gegner per Vorbeireißer 20 Sekunden vor Schluss.

Das Ehninger Team scheint somit gewappnet zu sein für das richtungsweisende, kommende Wochenende. Durch die sehr starke Mannschaftsleistung gehen die Ringer gestärkt in den Kampf gegen den Spitzenreiter aus Nendingen am Samstagabend in der Sporthalle Schalkwiesen. Mit einem Erfolg am Sonntagmittag im Nachholkampf beim AV Sulgen würde der TSV Ehningen gar als Herbstmeister in die Rückrunde starten.

 

Kampfprotokoll:

 

Gewicht

TSV Benningen

TSV Ehningen I

Ergebnis

Runde 1

Runde 2

Runde 3

Runde 4

Runde 5

55 kg F

Dennis Eiselt

Manuel Weigl

3:0 PN

3:0

6:0

2:0

 

 

120 kg GR

Felix Hagenbruch

Manuel Senn

1:3 PS

0:1

1:0

0:1

0:3

 

60 kg GR

Krzysztof Mudrecki

Benjamin Raiser

2:3 PS

1:0

0:1

0:1

2:0

0:1

96 kg F

Maros Veres

Norbert Rozbora

0:4 SS

1:3

0:4

0:5

 

 

66 kg F

Martin Sonntag

Maik Busch

0:3 PS

0:1

0:1

0:2

 

 

84 kg GR

Daniel Vollmer

Michael Drasch

0:4 SS

0:7

 

 

 

 

66 kg GR

Mieczyslaw Tracz

Andrzej Szczepanik

0:3 PS

0:1

0:1

0:1

 

 

84 kg F

Akhbar Ismayilov

Fatih Eroglu

4:0 TÜN

6:0

7:0

7:0

 

 

74 kg F

Lucjan Gralak

Benjamin Senn

4:0 SN

7:0

 

 

 

 

74 kg GR

Andrzej Maksymiuk

Bastian Bentz

1:3 PS

0:1

0:1

1:0

0:1

 

       

 

5. Kampftag: Souveräner und erwarteter Sieg für die Ringer des TSV Ehningen in der Oberliga Württemberg. Gegen Tabellenschlusslicht Nattheim war der 30:9-Kantersieg in der Höhe völlig verdient gegen einen allerdings in der Oberliga hoffnungslos überforderten Gegner, daher darf das Ergebnis keinesfalls überbewertet werden.

 

Mit Bastian Bentz und Michael Drasch waren zudem zwei Punktesammler  aus privaten Gründen verhindert, daher mussten diesmal andere Athleten in die Bresche springen.

Einer von diesen war am Samstag im spannendsten Kampf des Abends Youngster Manuel Weigl. Angetrieben vom Ehninger Publikum, begeisterte er dieses mit großem Kampfgeist in fünf Kampfrunden. Seinen Gegner Benjamin Rössler kannte er bereits von den württembergischen Meisterschaften dieses Jahres. Damals noch unterlegen, erkannte er in seinem eigenen Kampf, welchen Fortschritt er im vergangenen Jahr vollzogen hat.

Die ersten beiden Runden musste der junge Ehninger noch abgeben, doch dann kam Weigls Zeit. Immer mehr drückte er nun dem Kampf seinen Stempel auf und glich nach zwei weiteren sehr knappen Runden aus. In der entscheidenden fünften Runde hatten sowohl Weigl als auch dessen Trainer Maik Busch ein Erfolgserlebnis. Beim schön vorbereiteten Beinangriff zur 1:0-Führung war eindeutig die Handschrift des Trainers abzulesen. Nachdem Weigl zum 1:2 eine halbe Minute vor Schluss gekontert wurde, wusste er den schon verloren geglaubten Kampf noch einmal zu drehen. Den ersten Oberligasieg vor Augen, mobilisierte Weigl noch einmal alle Kräfte und kam in der 10.Kampfminute zu zwei kleinen Wertungen, die den Sieg einbrachten.

 

Die nächsten Kämpfe waren weniger aufregend und spannend, jedoch aus Ehninger Sicht schön anzuschauen. Manuel Senn hatte im Schwergewicht mit seinem überforderten Gegner Michael Dambacher leichtes Spiel. In der dritten Kampfrunde legte er den Nattheimer auf beide Schultern, nachdem er zuvor mit blitzsauberen Techniken glänzen konnte.

Keinen Schultersieg, aber einen ebenso unangefochtenen Erfolg landete Benjamin Raiser in der Klasse bis 60 kg gegen Michael Mailänder. Mit ebenso ausgefeilten Techniken wie einem Unterachselwurf sammelte Raiser insgesamt 23 Punkte in 2 Minuten zum Überlegenheitssieg.

 

Etwas eiliger hatte es Norbert Rozbora im Halbschwergewicht. Sein Kontrahent Andreas Wiedemann hatte kaum die Ringerschuhe an, da konnte er sie auch wieder ausziehen. Nach fünfzehn Sekunden legte Rozbora den Gästeringer mit einem Einsteiger auf beide Schultern.

Einziger Wehrmutstropfen für das Ehninger Team war der Kampf bis 66 kg im freien Stil. Sinan Karaaslan fand gegen Martin Maurer überhaupt nicht in den Kampf und unterlag bereits in Kampfabschnitt 1 entscheidend. Hier hatten die Ehninger Verantwortlichen sicher mehr erwartet, rückte doch Trainer Busch eine Klasse auf, um Karaaslan einen Kampf gegen einen etwa gleichwertigen Gegner zu bescheren, nachdem er im Saisonverlauf bislang nur auf übermächtige Konkurrenz traf. (Halbzeitstand 15:6)

 

Den ersten Oberligaeinsatz in dieser Saison bestritt Ex-Trainer Martin Drasch in der Klasse bis 84 kg. Er vertrat seinen Bruder Michael im Kampf gegen Jochen Schenek glänzend. Nach einer Minute legte er seinen Kontrahenten per Kopfhüftschwung aufs Kreuz.

Den Mannschaftssieg endgültig in trockene Tücher brachte Andrzej Szczepanik in der Klasse bis 66 kg im griechisch-römischen Stil gegen Julian Fauth. Mit zwei Fünferwertungen beendete er zwei der überlegen geführten Runden. Dabei bot er dem Publikum Ausheber in Perfektion, wie man sie sonst nur im Lehrbuch findet.

 

Den einzigen Routinier im Gästeteam hatte Fatih Eroglu in der Klasse bis 84 kg freistil auf der Matte gegenüber. Jürgen Trinkle zeigte dabei dem jungen Ehninger, wie man mit Routine Kämpfe gewinnen kann. Zunächst sah Eroglu als der cleverere aus, als er in Runde 1 den anstürmenden Trinkle aus der roten Zone befördern konnte. Den Spieß drehte Trinkle in den weiteren Runden um und sicherte sich jeweils knapp die Kampfabschnitte 2-4 zum erst zweiten Nattheimer Einzelsieg.

Keine weiteren sollten dazu kommen. Denn in der Klasse bis 74 kg freistil rang der Ehninger Punktegarant und Trainer Maik Busch. Gegen Torsten Oppold war dieser der technisch bessere Ringer, was Busch zu schönen Punktgewinnen per Beinangriff nutzte. Die Rundenergebnisse von 1:0, 4:3 und 2:1 spiegeln den Kampfverlauf nicht wieder, in dem Busch souverän den Fight beherrschte.

Im letzten Kampf des Abends kam Daniel Raimondo zu seinem ersten Saisonsieg. Gegen den Nattheimer André Bauer war er in den Clinch-Situationen der geschickter agierende Ringer. Einmal musste er den Punkt machen, was kein Problem für den 21-jährigen war, im zweiten Abschnitt gab er in dreißig Sekunden keine Wertung ab, welches auch zum Rundensieg reichte. Durch einen schönen Kopfhüftschwung sicherte sich Raimondo die dritte Runde und somit seinem Team den 30:9-Sieg. Die Konzentration liegt nun auf den beiden folgenden Wochen. Zunächst reist das Ehninger Team zum aufstrebenden TSV Benningen. In der Folgewoche haben die Oberliga-Cracks einen Doppelkampftag. Samstagabends bittet man den Tabellenführer aus Nendingen zum Tanz, bevor es sonntagmittags zum neu erkorenen Geheimfavoriten aus Sulgen geht. Es kribbelt bereits bei den Verantwortlichen und dem Team, dem ein heißer Oktober bevorsteht.

 

Kampfprotokoll:

 

Gewicht

TSV Ehningen

TSG Nattheim

Ergebnis

Runde 1

Runde 2

Runde 3

Runde 4

Runde 5

55 kg F

Manuel Weigl

Benjamin Rössler

3:2 PS

1:1

1:3

3:3

2:0

3:2

120 kg GR

Manuel Senn

Michael Dambacher

4:0 SS

6:0

6:0

4:0

 

 

60 kg GR

Benjamin Raiser

Michael Mailänder

4:0ÜG

6:0

9:0

8:0

 

 

96 kg F

Norbert Rozbora

Andreas Wiedemann

4:0 SS

5:0

 

 

 

 

66 kg F

Sinan Karaaslan

Martin Maurer

0:4 SN

0:6

 

 

 

 

84 kg GR

Martin Drasch

Jochen Schenek

4:0 SS

4:0

 

 

 

 

66 kg GR

Andrzej Szczepanik

Julian Fauth

4:0 TÜS

9:0

6:0

6:0

 

 

84 kg F

Fatih Eroglu

Jürgen Trinkle

1:3 PN

2:1

1:4

0:2

1:2

 

74 kg F

Maik Busch

Torsten Oppold

3:0 PS

1:0

4:3

2:1

 

 

74 kg GR

Daniel Raimondo

André Bauer

3:0 PS

1:0

1:0

3:0

 

 

 

 

4. Kampftag: Mit einem leistungsgerechten Remis endete die Begegnung zwischen dem TSV Ehningen und dem TSV Herbrechtingen in der Ringer-Oberliga. Dabei stellt das Remis jedoch nur das vorläufige Endergebnis dar. Am Mittwoch, dem 05.Oktober, wird der Kampf der 74-kg-Klasse zwischen Benny Senn und Christian Fetzer nachgeholt.

 

Im Gewichtslimit 55 kg debütierte Marco Sailer in der ersten Mannschaft. Der 14-jährige Ehninger musste dem kräftigeren Daniel Stark die Kampfführung überlassen, der auch schon letztes Jahr Oberligaerfahrung sammeln konnte. Mit einem Einsteiger legte dieser den Ehninger auf beide Schultern. (0:4)

Von Norbert Rozbora erwartete das Ehninger Team nur eines, einen sicheren Sieg gegen den alten Haudegen Bernd Biller. Nach der Niederlage letzte Woche in Musberg war der Ehninger auf Wiedergutmachung aus. Sicher gewann er die ersten beiden Runden mit 3:0 und 1:0. Im dritten Kampfabschnitt legte er schnell zum 1:0 vor, musste dann jedoch bis zum Schlussgong zittern, ehe der 3:0-Sieg in trockenen Tüchern war. (3:4)

Benjamin Raiser hat es in diesem Jahr nicht leicht. Bislang traf er auf ausnahmslos starke Konkurrenz. Auch gegen Herbrechtingen sollte das nicht anders sein. Mihai Vranceanu ist zwar Freistilspezialist, das hielt diesen jedoch nicht davon ab, stets mit schnellen Angriffen für Gefahr zu sorgen. Die Zuschauer sahen in der Klasse bis 60 kg das ausgeglichenste Duell des Abends. Abschnitt 1 gehörte dem Gast, doch Raiser ging zunächst mit 3:0 in Führung. Vranceanu gab jedoch nicht auf, kämpfte sich zum Ende der Runde auf 3:3 heran und sicherte sich wenige Sekunden vor Rundenende den Sieg. In der zweiten Periode das umgekehrte Bild. Raiser, der nun seinerseits aktiver war, geriet zunächst in Rückstand. Doch wie schon bei den Deutschen Meisterschaften im April gesehen, setzte er in den letzten Sekunden alles auf eine Karte und holte sich mit einem Rumreißer in der Schlusssekunde den Ausgleich. Runde 3 und 4 sah zwar keine Aktionen, kosteten bei jeweiligen 1:0-Siegen jedoch reichlich Kraft, was sich in der entscheidenden fünften Runde bemerkbar machte. Beide Ringer waren zusehends erschöpfter, der Herbrechtinger konnte zweimal mit Überraschungsangriffen kleine Wertungen erzielen. Die letzte halbe Minute war dann was für Dramatiker. Raiser konnte noch einmal den Druck erhöhen und auf 1:2 verkürzen, als beide Kämpfer wenige Sekunden vor Kampfende nach nunmehr zehn Minuten völlig erschöpft am Boden liegen blieben. Letztendlich sollte es für Raiser nicht mehr reichen. Die Zeit war um, doch dem starken Rumänen lieferte er einen tollen Fight. (5:7)

Wolfgang Kötzle hatte gegen Markus Weinschenk die Aufgabe, sein Team mit einem möglichst klaren Punktsieg in Führung zu bringen. Zu Beginn zeigte er einen konzentrierten Kampf und sicherte sich Runde 1 mit einer Kopfrolle aus dem Stand und einem Konter derselben Griffaktion des Gegners. Die Fronten schienen in dem Duell geklärt, als der Herbrechtinger den Ehninger Halbschwergewichtler überraschte und auf beide Schultern legte. Die Stimmung in der Halle war auf dem Nullpunkt, wussten doch alle in der Halle, dass dieser Kampf die Entscheidung zu Ungunsten der Ehninger gebracht haben würde. (5:11)

 

Durch eine taktische Umstellung im Ehninger Team, Maik Busch rückte in die 74-kg-Klasse auf, stand Sinan Karaaslan erstmals in dieser Saison im Oberligateam. Gegen den sehr starken Freistilkönner Vasile Stefan hatte er wie erwartet nichts zu bestellen. Dieser sicherte seinem Team mit einem ungefährdeten Überlegenheitssieg den viel zu hohen 5:15-Pausenstand.

 

Nach der Pause beginnt in dieser Saison die Zeit der Ehninger. Michael Drasch begann diesmal die Aufholjagd in der Klasse bis 84 kg im griechisch-römischen Stil gegen Lars Strauß. Doch zunächst stand Drasch unter Druck, als er Kampfrunde 1 nach verlorenem Clinch abgeben musste. Doch wieder einmal war auf das Kämpferherz des Trainers Verlass. Der Gegner aus Herbrechtingen, der sich zu Beginn immer wieder geschickt aus kniffligen Situationen befreien konnte, musste dem Dauerdruck des Ehningers in den Runden 2 und 3 Tribut zollen und verließ jeweils einmal de Mattenfläche. Im vierten Abschnitt lag Drasch durch eine Verwarnung zunächst 0:1 in Rückstand. Als Drasch den Druck noch einmal steigern konnte, verwarnte Schiedsrichter Moser aus Unterelchingen, der den nicht einfach zu bewertenden Mannschaftskampf sicher leitete, den Herbrechtinger wegen zu passiver Ringweise. Einen weiteren Punkt sicherte sich Drasch ebenso noch wie den verdienten 3:1-Rundensieg. (8:16)

Neben Maik Busch der zweite Ehninger Ringer, der bislang alle  Kämpfe bislang gewann, ist Andrzej Szczepanik. Mit dem jungen Polen gelang dem TSV ein Glücksgriff. Szczepanik, der die Ehninger Zuschauer in der Kampfweise an seinen Landsmann und Ex-Ehninger Mieczyslaw Tracz erinnert, hätte in Kampfrunde 1 fast entscheidend gegen Markus Span gewonnen. Kurz vor Schluss beförderte der Ehninger seinen Kontrahenten in die gefährliche Lage, der Schultersieg gelang jedoch nicht. Die nächsten beiden Abschnitte siegte Szczepanik jeweils knapp für sich, behielt jedoch stets die Kampfführung inne und siegte daher sicher. (11:16)

An Bastian Bentz lag es nun, seinem Team die Siegchance zu erhalten. Durch die Teamumstellung rang Bentz in der Klasse bis 84 kg im freien Stil gegen Fadil Biljali. Dabei sahen die Ehninger Anhänger einen Kampf, den beide Ringer mit offenem Visier führten. Nach einem 0:1-Rückstand drehte Bentz Runde 1 mit einem „Ady-Weber-Spezial“ zum 3:1, die Runde war gesichert. Kampfabschnitt 2 diktierte Bentz mit zwei kleinen Einserwertungen. Zum Rundenende noch einmal eine brenzlige Situation, als der Herbrechtinger eine Kopfrolle ansetzte, die postwendend jedoch vom Ehninger gekontert wurde. In der dritten Runde hatte Bentz dem Gegner schließlich den Zahn gezogen. Mit fünf kleinen Wertungen siegte er schließlich 3:0 und gab damit seinem Trainer Busch die Steilvorlage zum nicht mehr erwarteten, möglichen Sieg. (14:16)

Doch so einfach, wie es sich nun einige Zuschauer vorstellten, war es für Maik Busch keineswegs. In Tobias Fischer hatte Busch in der höheren Gewichtsklasse einen Kontrahenten, der sich in der Oberliga etabliert hat. So gab Busch Kampfrunde 1 per Clinch ab. Der Ringertrainer des TSV war jedoch bereits in der ersten Runde der aktivere Ringer, wodurch er in den folgenden Runden Vorteile hatte. Immer wieder drängte er den Herbrechtinger in die Defensive. Nach einer deutlichen zweiten Runde zugunsten des Ehningers, musste in Kampfperiode 3 erneut der Clinch den Rundensieger ermitteln. Nach zwanzig Sekunden Kampf zum Mattenrand hatte Busch den Herbrechigner soweit und heimste mit einer Eins den Rundensieg ein. Durch einen Spaltgriff zehn Sekunden vor Ende von Runde 4 stellte Busch schließlich das vorläufige Unentschieden her. Nun muss am 05.Oktober um 20.30 Uhr das Duell entschieden werden. Christian Fetzer, der Vizeeuropameister auf Seiten der Gäste, musste für den Deutschen Ringerbund Repräsentationspflichten nachkommen. Benny Senn wird alles versuchen, um dem Herbrechtinger Aushängeschild die zweite Saisonniederlage beifügen zu können, wie dies bereits der Musberger Stefan Stäbler überraschend schaffte.

 

Kampfprotokoll:

 

 

Gewicht

TSV Ehningen

KSV Unterelchingen

Ergebnis

Runde 1

Runde 2

Runde 3

Runde 4

Runde 5

55 kg F

Marco Sailer

Daniel Stark

0:4 SN

0:4

 

 

 

 

120 kg GR

Norbert Rozbora

Bernd Biller

3:0 PS

3:0

1:0

1:0

 

 

60 kg GR

Benjamin Raiser

Mihai Vranceanu

2:3 PN

3:6

3:1

0:1

1:0

1:2

96 kg F

Wolfgang Kötzle

Markus Weinschenk

0:4 SN

5:0

0:4

 

 

 

66 kg F

Sinan Karaaslan

Vasile Stefan

0:4 TÜN

0:7

0:6

0:6

 

 

84 kg GR

Michael Drasch

Lars Strauß

3:1 PS

0:1

1:0

1:0

2:1

 

66 kg GR

Andrzej Szczepanik

Markus Span

3:0 PS

8:0

1:1

1:0

 

 

84 kg F

Bastian Bentz

Fadil Biljali

3:0 PS

4:2

4:3

5:0

 

 

74 kg F

Maik Busch

Tobias Fischer

3:1 PS

0:1

2:0

1:0

2:1

 

74 kg GR

Benjamin Senn

Christian Fetzer

05.10.2005

 

 

 

 

 

 

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2. Kampftag: Einen Traumstart in die neue Saison kann der TSV Ehningen in der Ringer-Oberliga vorweisen. Nach dem hart erkämpften Auswärtssieg in Korb behielt das Team um das Trainerduo Drasch/Busch auch in der heimischen Sporthalle Schalkwiesen gegen den KSV Unterelchingen die weiße Weste an und belegt nun hinter dem ASV Nendingen Rang 2 in der Tabelle. Nach dem 21:15-Erfolg steht nun dem Spitzenkampf beim Lokalrivalen aus Musberg am Samstag nichts mehr im Wege.

 

Der Beginn des Mannschaftskampfes war zunächst geprägt von zahlreichen Schultersiegen, bereits nach 30 Minuten ging es in die verfrühte Halbzeitpause.

Dabei hatte Manuel Weigl in der Klasse bis 55 kg den erwartet schweren ersten Kampf seiner jungen Laufbahn vor heimischer Kulisse. Gegen den internationalen Topmann Nikolai Dobrev hatte er folglich keine Chance und verlor nach einer schönen Aktion des Unterelchingers entscheidend. (Mannschaftsstand 0:4)

Im Schwergewicht gab es zur Überraschung der heimischen Zuschauer einen Aufstellungswechsel. Der letzte Woche noch stark auftrumpfende Manuel Senn blieb außen vor, für ihn stand Publikumsliebling Jürgen Kallab auf der Matte. Warum er dies ist, demonstrierte er nach gut einer Minute mit einem sehenswerten Kopfhüftschwung gegen Routinier Rainer Hartwig. Genau aus diesem Grund entschied sich das Trainergespann für den taktischen Wechsel, der mit dem Schultersieg Kallabs voll aufging und die Halle beben ließ. (4:4)

 

Lehrmeister gegen Schüler, so lautete das Duell in der Klasse bis 60 kg im griechisch-römischen Stil zwischen Benjamin Raiser und dessen Verbandstrainer Tariel Shavadze. Zu Beginn sahen die zahlreich erschienenen Zuschauer einen Rollentausch. Der erfahrene Shavadze ging etwas übermütig zu Werke, Jungspund Raiser konterte zweimal clever zum 2:0. Doch bevor die Ehninger Anhänger von einer Sensation zu träumen begannen, stellte der Unterelchinger Ringertrainer die Kräfteverhältnisse per Ausheber wieder her. Schade für Raiser, dass er kurz vor Ende der ersten Runde mit einem Kopfhüftschwung auf beide Schultern musste, was gegen den starken Georgier jedoch gewiss keine Schande darstellt. (4:8)

 

Wolfgang Kötzle stellte sich während der Woche auf einen übermächtigen Gegner ein. Da Ntante Chavempashvili jedoch in der Klasse bis 84 kg auf Kötzles Trainer Michael Drasch treffen würde, hatte Kötzle durch den taktischen Teamwechsel der Gäste auf einmal die Aussicht auf einen Erfolg. Im Wissen seiner Chance ging er gegen Manuel Tögel konzentriert zu Werke, jeder Punkt könnte ausschlaggebend sein. So entschied Kötzle folglich Runde 1 mit zweimal rausschieben seines Gegners. Kampfabschnitt 2 stellte dasselbe Kräfteverhältnis dar. Kötzle sicherte sich diese Runde ebenfalls in Sumo-Manier mit 3:1.

Im Ehninger Lager freute man sich bereits auf einen ungefährdeten Sieg, als Kötzle eine weitere Überraschung parat hatte. Nach einem Angriff von Tögel konterte er diesen und gewann per Schulersieg. Der dadurch gewonnene Zusatzpunkt konnte nach Meinung der Verantwortlichen noch eine wichtige Rolle spielen. (8:8)

 

Durch die vielen Schultersiege kam Trainer Maik Busch viel früher als erwartet zu seinem ersten Kampf mit der Doppelbelastung als Trainer und Aktiver. Gegen Tobias Sättler gewann er letztes Jahr knapp, auch dieses Jahr wurde dies von Busch erwartet.

Dass man sich auf den gebürtigen Weißenfelser verlassen kann, zeigte er drei Runden in beeindruckender Art und Weise. Ein ums andere Mal in der Bedrängnis durch den agilen Unterelchinger, schaffte er es immer wieder geschickt, sich zu befreien und seinerseits zu Punkten zu gelangen. Mit 3:1, 3:0 und 3:0 holte er wichtige drei Punkte für sein Team zum 11:8-Halbzeitstand.

 

Den stärksten Gästeringer bekam am Samstagabend ausgerechnet Michael Drasch vor die Nase gesetzt. Ntante Chavempashvili wird in zwei Wochen an den Weltmeisterschaften in Budapest teilnehmen. Als willkommene Trainingsgelegenheit unter Wettkampfbedingungen nutzte er den Kampf in der Schalkwiesenhalle. Doch Michael Drasch machte es dem als übermächtig überlieferten Gegner nicht leicht. In einem hochklassigen Kampf kam der Grieche lediglich zu kleinen Wertungen, in Kampfperiode 2 schnupperte Drasch gar am Rundensieg. Mit 0:2, 0:1 und 0:2 erreichte Drasch ein tolles Ergebnis, welches ihm dieses Jahr in der Oberliga sicher keiner nachmachen wird. (11:11)

 

In der Klasse bis 66 kg im griechisch-römische Stil stellte sich Neuzugang Andrzej Szczepanik mit einer bravourösen Leistung dem Ehninger Publikum vor, die erkennen konnten, dass sie an Szczepanik in dieser Saison noch viel Freude haben werden. Gegen den zur deutschen Jugendspitze zählenden Daniel Böck ging er voller Elan zu Werke und sicherte sich mit Aushebern und toll errungenen Wertungen wie einer Kopfrolle oder einem Durchdreher alle Runden technisch überlegen mit 6:0. Kampfrunde 3 beendete er gar mit einer sehenswerten Fünferwertung, die ihm durch seinen tollen Ausheber zugesprochen wurde. (15:11)

 

Ein Schlüsselkampf machten die Experten in der Halle in der Klasse bis 84 kg aus. Fatih Eroglu stand dort im freien Stil dem als etwa gleichwertig eingeschätzten Frank Steck gegenüber. Die Spannung in der Halle war zum Greifen, als Eroglu sich in Kampfabschnitt 1 zwar mühte, die Runde jedoch per rausschieben abgeben musste. Mindestens ein Rundensieg war vom Ehninger gefordert worden, um die Elchinger weiterhin in Schach halten zu können. Und Eroglu bewies ein Kämpferherz, mit 4:0 sicherte er sich dank seiner besseren konditionellen Verfassung Runde 2. Einmal in Siegerpose, begnügte sich der Ehninger nicht mit einem Rundensieg, auch Runde 3 und 4 sicherte er sich mit 2:0 und 1:0 und avancierte dadurch neben Kallab und Kötzle zum Matchwinner des Abends. (18:12)

 

Den Sieg eintüten sollte im vorletzten Kampf schließlich Bastian Bentz gegen Michael Möse, der in der Vorwoche mit einem respektablen Ergebnis aufhorchen ließ. Doch Bentz war gewarnt. Als er in Runde 1 mit 0:1 in Rückstand lag, fasste er sich eine halbe Minute vor Rundenende noch einmal ein Herz und glich zum 1:1 aus. Nach Ende der zweiminütigen Kampfzeit wurde der Ehninger aufgrund der zuletzt erzielten Wertung zum Rundensieger erklärt – Erleichterung im Ehninger Lager machte sich breit. Noch ein Rundensieg wurde für den Mannschaftserfolg benötigt, um nicht vom letzten Kampf von Benny Senn gegen den sehr starken Dato Shavadze abhängig zu sein. Kampfrunde 2 spiegelte den Kampfverlauf aus Abschnitt 1 exakt wieder, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Diesmal machte Möse den Ausgleich eine halbe Minute vor Rundenende. Zum Glück für Ehningen beging Möse kurz vor Ende einen schwerwiegenden taktischen Fehler. Durch die neue Regelauslegung wird die Inanspruchnahme der Verletzungszeit mit einem Punkt für den Gegner bestraft, sofern die Unterbrechung konditionelle bzw. taktische Gründe hat. Da Möse und dessen Trainer Shavadze dies zu deutlich zu Tage trugen, blieb dem umsichtig leitenden Kampfleiter Schreiber aus Obereisesheim keine andere Wahl, als Bentz die entscheidende Eins zum 2:1-Rundensieg zu geben. Befreit durch den zweiten Rundensieg, lief es für Bentz in der dritten Runde noch besser. Auch seine konditionelle Stärke kam ihm beim 4:0-Sieg zu Gute. (21:12)

 

Nachdem der Mannschaftskampf  bereits entschieden war, blieb Dato Shavadze im Kampf gegen Benny Senn nur die Möglichkeit, Ergebniskosmetik zu betreiben. Mit einem ungefährdeten 3:0-Sieg gelang dies dem Unterelchinger auch, was im Ehninger Lager jedoch keinen mehr vom Feiern abhalten konnte. (21:15)

 

Kampfprotokoll:

 

  

Gewicht

TSV Ehningen

KSV Unterelchingen

Ergebnis

Runde 1

Runde 2

Runde 3

Runde 4

Runde 5

55 kg F

Manuel Weigl

Nikolai Dobrev

0:4 SN

0:3

 

 

 

 

120 kg GR

Jürgen Kallab

Rainer Hartwig

4:0 SS

3:0

 

 

 

 

60 kg GR

Benjamin Raiser

Tariel Shavadze

0:4 SN

2:8

 

 

 

 

96 kg F

Wolfgang Kötzle

Manuel Tögel

4:0 SS

2:0

3:1

4:0

 

 

66 kg F

Maik Busch

Tobias Sättler

3:0 PS

3:1

3:0

3:0

 

 

84 kg GR

Michael Drasch

Ntante Chavempashvili

0:3 PN

0:2

0:1

0:2

 

 

66 kg GR

Andrzej Szczepanik

Daniel Böck

4:0 TÜS

6:0

6:0

6:0

 

 

84 kg F

Fatih Eroglu

Frank Steck

3:1 PS

0:2

4:0

2:0

1:0

 

74 kg F

Bastian Bentz

Michael Möse

3:0 PS

1:1

2:1

4:0

 

 

74 kg GR

Benjamin Senn

Dato Shavadze

0:3 PN

0:6

0:4

2:12

 

 

 

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1. Kampftag: Einstand nach Maß für das neue Trainerduo des TSV Ehningen. Beim ersten Saisonkampf in der Ringer-Oberliga gelang dem Team um die Ringertrainer Michael Drasch und Maik Busch ein hart umkämpfter 20:15-Erfolg beim SC Korb, dem letztjährigen Verbandsligameister.

 

Ungewissheit dominierte die Woche vor Saisonbeginn im Lager des TSV Ehningen. Die eigenen Mannen waren vom Trainergespann zwar in einer langen und anstrengenden Saisonvorbereitung fit gemacht worden, doch die Frage war, ob das reichen würde gegen einen Aufsteiger, der in seinen Reihen zahlreiche unbekannte Neuzugänge aufzuweisen hatte.

Des Weiteren sollte der Auswärtskampf in Korb der erste nach den neuen Ringkampfregeln werden.

Doch der Ungewissheit wich am Samstag die Begeisterung auf Ehninger Seite über ein kampfstarkes Team, das sich vom wieder erstarkten Schwergewichtler Manuel Senn motivieren ließ. Dieser machte seinen Mannschaftskameraden deutlich, dass mit Kampfmoral und Ehrgeiz an diesem Abend etwas zu holen war.

Zuvor gab Manuel Weigl in der Klasse bis 55 kg sein Debüt in der Oberliga. Gegen Marc Winkels war er zwar chancenlos, doch für den erst 14-jährigen Jungspund gilt es, sich diese Saison stetig zu verbessern und auf Sicht eine Alternative für die arrivierten Oberligaringer zu werden.

In der Klasse bis 120 kg sahen die mitgereisten Ehninger Fans einen hochmotivierten Manuel Senn, der sich in starker Verfassung präsentierte. Gegen den Slowaken Jan Folvarsky beherrschte er von Beginn an das Geschehen auf der Matte. Runde 1 ging mit 1:0 an den Ehninger. Um einen Kampf als Gesamtsieger zu gewinnen, muss man drei Kampfrunden gewinnen. Dass Senn dieses Vorhaben in die Tat umsetzen wollte, demonstrierte er eindrucksvoll in Runde 2. Anstatt per rausschieben eine Einserwertung zu erkämpfen, ebenfalls eine neue Regelung, die dem Sumoringen etwas ähnelt, riskierte er am Mattenrand einen Wurf, welcher mit 3 Punkten belohnt wurde und schließlich Runde 2 sicherstellte. Auch der dritte Kampfabschnitt zeichnete dasselbe Bild. Senn, dem Gegner trotz 30 Kilo Mehrgewicht konditionell überlegen, nutzte seine Cleverness aus und sicherte sich kurz vor Ende der dritten Runde eine Eins und somit den Gesamtsieg. (Mannschaftsstand 4:3)

 

Benjamin Raiser rückte eine Klasse auf, nachdem er die Jahre zuvor stets in der 55-kg-Klasse angereten war. Bis 60 kg traf auch er gegen einen in Deutschland bislang unbekannten Ringer. Erik Farkas stellte sich als unbequemer Kontrahent heraus. Nach zwei Minuten Kampfzeit war noch keine Wertung gefallen, der Clinch (Zwiegriff) musste die Entscheidung über den Rundensieg fällen. Losverlierer Raiser war nun in der Situation, dass er dreißig Sekunden keine Wertung abgeben durfte, dann würde er die Runde gewinnen. Eine Neuerung gegenüber der alten Regel besagt, dass die Kämpfer die Arme nicht mehr geschlossen halten müssen, sie dürfen den Griff also auch lösen. Genau das machte der Ehninger. Geschickt wehrte er in den folgenden Sekunden die Angriffe des Korbers ab und ließ sich somit den Rundensieg nicht mehr nehmen. Die folgenden beiden Runden waren schnell beschrieben. Raiser war konditionsstärker als der Slowake und sicherte sich über die bessere Kampfhärte jeweils eine Einserwertung zum 3:0-Sieg. (4:6)

 

Auch Wolfgang Kötzle hatte im Halbschwergewicht einen slowakischen Gegenüber. Martin Folvarsky, 5. Kadetteneuropameister 2001, zeigte aber zu keiner Zeit, warum er die Nummer 1 in der Slowakei ist. In Kampfrunde 1 gelang dem Ehninger beinahe der große Coup, als er erst 5 Sekunden vor Rundenende in Führung liegend, einen Punkt abgeben musste.

Auch im zweiten und dritten Kampfabschnitt war Kötzle dem Korber ebenbürtig, jeweils knapp mit 0:1 unterlag der Ehninger. (7:6)

 

Die Klasse bis 66 kg ist bei den Ehningern die wohl am stärksten besetzte Gewichtskategorie. Im freien Stil bringt seit zwei Jahren Maik Busch Woche für Woche Topleistungen. So auch zum Saisonauftakt in Korb und das erstmalig auch als verantwortlicher Trainer. Marc Schubert hatte den Beinangriffen und Einsteigern des Bankkaufmannes nichts entgegenzusetzen. Jeweils technisch überlegen, also mit mehr als sechs Punkten Differenz, sicherte sich der Ehninger neben den drei Rundenpunkten einen Zusatzpunkt für die technische Überlegenheit und führte damit sein Team in eine viel versprechende 10:7-Pausenführung.

Nach der Halbzeitpause machte der andere Ringertrainer dort weiter, wo Busch zuvor aufgehört hatte. Mit großem Selbstvertrauen ging Michael Drasch in den Kampf gegen Pawel Wiedehoeft, der letzte Saison in der Verbandsliga ungeschlagen blieb. Im Vertrauen in die eigene Stärke im Clinch riskierte Drasch nichts, wartete ab. Im Clinch musste er als Lossieger in dreißig Sekunden punkten. Mit Bärenkräften umklammerte der Ehninger seinen Kontrahenten, bis ihm am Mattenrand durch das Rausschieben seines Gegners die entscheidende Wertung zum Rundensieg gelang.

Kampfabschnitt zwei zeigte den Zuschauern die Klasse von Drasch auf. Einmal in Führung liegend, ist es gegen ihn ganz schwer, die Runde noch zu drehen. Nachdem er mit 1:0 in Führung ging, musste dies auch Wiedehoeft erkennen, Drasch brachte den Vorsprung in souveräner Manier über die Zeit. (7:13)

Der einzige Neuzugang des TSV Ehningen ringt in dieser Saison in der Klasse bis 66 kg im griechisch-römischen Stil, Andrzej Szczepanik, der letzte Saison für die KG Botnang/Kornwestheim auf der Matte stand, ersetzt dort die Abgänge Laszlo Bona und Maurizio Stedile mit Sicherheit mehr als nur gleichwertig. Eindrucksvoll war sein Einstand beim SC Korb. Sein Gegner, Fabian Fritz, konnte einem fast schon ein wenig Leid tun. Vor vier Monaten wurde dieser noch in der Ehninger Sporthalle Schalkwiesen Deutscher Vizemeister der A-Jugend. Doch diesmal jubelten andere. Szczepanik brannte ein wahres Griffefeuerwerk ab, mit 8:0, 7:0 und 8:0 sicherte er sich die drei Kampfrunden jeweils souverän und nährte die Hoffnungen der Ehninger auf einen erfolgreichen Saisoneinstand. (7:17)

Nach dem Abgang von Sascha Kaltenbach wurde im Gewichtslimit bis 84 kg freistil ein Platz für Fatih Eroglu frei. Dieser hatte gegen Jaroslav Novak, den letztjährigen Fünften der Junioreneuropameisterschaft nur eine Aufgabe – möglichst keine vier Mannschaftspunkte abgeben. Doch dieses Vorhaben schien nach der ersten Kampfrunde in weite Ferne gerückt. Schnell hatte der Slowake sechs Punkte zur Überlegenheit beisammen.

Auch der zweite Kampfabschnitt begann für den Ehninger alles andere als viel versprechend, doch nach etwa einer Minute fing sich der Student der Wirtschaftsinformatik. Plötzlich konnte er die Durchdreherversuche und Beinangriffe abwehren. Durch das 0:5 war dem Korber ein Überlegenheitssieg verwehrt, das Ziel des Ehningers war erreicht. Kampfrunde drei ging durch ein 0:3 an Novak. (10:17)

Im vorletzten Fight würde die Entscheidung über Sieg und Niederlage fallen. Benny Senn wurde im abschließenden Kampf gegen den Europameisterschaftssiebten Marciej Panasiuk aus Polen keine Chance eingerechnet. So hatte Bastian Bentz in der Klasse bis 74 kg im freien Stil gegen seinen gleichaltrigen Rivalen Konstantin Druker den Druck auf seinen Schultern. In den Jahren zuvor waren die Duelle gegen den Korber stets sehr spannend, daher traute man dem Ehninger zumindest einen Rundensieg zu, welcher den Mannschaftssieg bedeutet hätte.

Doch zu Beginn kam alles anders. Beide Kotrahenten neutralisierten sich gegenseitig. Fünf Sekunden vor Schluss eine brenzlige Situation für Bentz. Er befand sich im Vierfüßlerstand und glücklicherweise kam der Wertung des Korbers der Gong dazwischen. Alle dachten an einen Clinch, der den Rundensieger ermitteln sollte, doch der Kampfleiter erkannte, selbst für die Korber unverständlich, eine Wertung für Druker, wodurch dieser die Runde gewann.

Auf Ehninger Seite wuchs die Nervosität. Auch die 1:0-Führung des Korbers in Runde 2 wirkte nicht unbedingt als Nervennahrung. Doch Bentz wollte sich noch nicht geschlagen geben. Mit eisernem Willen kam er in den Kampf zurück und sicherte sich mit einem Durchdreher und per Ankippen Runde 2. Einmal richtig in Fahrt, sicherte sich Bentz nach dem gleichen Strickmuster Runde drei mit 3:0.

Im Ehninger Lager begannen bereits die Feierlichkeiten, als Bentz den dritten Rundensieg mit einer Einserwertung in Runde 4 Sekunden vor Schluss perfekt machte. (11:20)

 

Die Niederlage von Benny Senn im abschließenden Kampf bis 74 kg i griechisch-römischen Stil konnte den positiven Gesamteindruck nicht mehr unterdrücken, auch wenn er gegen den bereits erwähnten Panasiuk in Runde 1 entscheidend verlor. (Endstand 15:20)

 

Kampfprotokoll: 

Gewicht

SC Korb

TSV Ehningen

Ergebnis

Runde 1

Runde 2

Runde 3

Runde 4

Runde 5

55 kg F

Marc Winkels

Manuel Weigl

4:0 TÜN

7:0

6:0

7:0

 

 

120 kg GR

Jan Folvarsky

Manuel Senn

0:3 PS

0:1

0:3

0:1

 

 

60 kg GR

Erik Farkas

Benjamin Raiser

0:3 PS

0:1

0:1

0:1

 

 

96 kg F

Martin Folvarsky

Wolfgang Kötzle

3:0 PN

2:1

1:0

1:0

 

 

66 kg F

Marc Schubert

Maik Busch

0:4 TÜS

0:6

0:6

0:7

 

 

84 kg GR

Pawel Wiedehoeft

Michael Drasch

0:3 PS

0:1

0:1

0:1

 

 

66 kg GR

Fabian Fritz

Andrzej Szczepanik

0:4 TÜS

0:8

0:7

0:8

 

 

84 kg F

Jaroslav Novak

Fatih Eroglu

3:0 PN

6:0

5:0

3:0

 

 

74 kg F

Konstantin Druker

Bastian Bentz

1:3 PS

1:0

1:5

0:3

1:2

 

74 kg GR

Marciej Panasiuk

Benjamin Senn

4:0 SN

5:0

 

 

 

 

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Diesen Bericht verfasste ich als GFS für das Fach Deutsch.

noch ein Link zu einer größeren datei meines Zeitungsberichts.

 

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Anlässlich meiner Bronzemedallie erschien ich mit Janine Sorg auf der Titelseite der Böblinger-Kreiszeitung am 11.4.05

 

Hier noch zum der Link zur vergrößerten Datei des Zeitungsberichts.

 

 

 

 

 

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