Willkommen auf der Sonderseite meiner HP zum Aufstieg "meiner"

Mannschaft

dem TSV EHNINGEN

Fathi "Zitat" Eroglu nach dem Aufstieg: "Heute ist der geilste Tag meines Lebens....!"

 

 

Die Homepages der Kontrahenten:

(ab zu den Gästebüchern und reinsenfen!!)

Neutrale Presse: http://www.hkb-presse.de/

http://www.tsv-ehningen-ringen.de 20 Punkte 16 Punkte http://www.asv-nendingen.de

DIE EMOTIONEN:
(einfach trotzdem draufklicken auch wenn ihr die Bildchen nicht sehen könnt)


 

Der Bericht: (Zeitungsbier: Bastian Bentz)

In einem denkwürdigen Finale holte sich der TSV Ehningen beim Mitkonkurrenten aus Nendingen den Meistertitel in der Oberliga Württemberg. In einem mit Überraschungen gespickten Spitzenduell setzte sich letztlich das Schönbuch-Team vor über 150 mitgereisten Fans mit 20:16 durch und steigt damit als Oberligameister in die Regionalliga Baden-Württemberg auf.

Unbeschreiblich war vor allem die Stimmung in der Halle. Bereits zwanzig Minuten vor Kampfbeginn duellierten sich beide Fanlager mit Sprechchören und übertönten dabei ein ums andere Mal den Hallensprecher. Wer die Mannschaftsaufstellung nicht vorher bereits wusste, der wurde durch den Einmarsch beider Teams auch nicht schlauer, die Namen gingen im Jubel der ca. 600 Zuschauer unter.

Bereits zwei Stunden vor Kampfbeginn fuhren die Fanbusse des TSV Ehningen in Nendingen ein. Man spürte bei allen Beteiligten die Nervosität, die sich auch nach dem Bekanntwerden der Mannschaftsaufstellung des Gegners nicht zu legen vermochte. Aus kalkulierten drei Schlüsselkämpfen sind durch gravierende Umstellungen auf Nendinger Seite plötzlich sechs offene Duelle geworden. Letztlich erwies sich die ungeschriebene Regel als wahr, die besagt, dass sich das taktische Umstellen einer Mannschaft vor wichtigen Kämpfen nicht auszahlt und nach hinten losgehen wird.

 

Eine Umstellung, die viele Experten erwartet und auf der Nendinger Seite größtenteils Befürworter gefunden hätte, wären die leichten Gewichtsklassen gewesen. Doch hier blieb im Team von Gurgen Bagdassaryan, dem Europameister von 1980, alles beim Alten, sodass in der Klasse bis 55 kg Manuel Weigl auf Rando Sauter traf. Dieser wurde bereits mehrere Male Deutscher Jugendmeister und dominierte den Kampf mit Durchdrehern. Doch in Runde 2 wäre Manuel Weigl fast die Sensation gelungen, als er den haushohen Favoriten zwischenzeitlich für einen kurzen Moment in die gefährliche Lage bringen konnte. Bereits zu diesem Zeitpunkt war dem letzten Zuschauer in der Sporthalle klar, dass dieser Kampf kein gewöhnlicher werden würde. Schlussendlich gewann Sauter wie erwartet technisch überlegen. (Mannschaftsstand 4:0)

Im Schwergewicht bis 120 kg war es die Aufgabe von Norbert Rozbora, einen eingeplanten Sieg zu holen. Gegner Andreas Kosing ließ sich wieder einmal zum Ende der Saison reaktivieren und bot dem Ehninger erheblichen Widerstand. Doch Rozbora gelang durch all seine Routine und technischen Fähigkeiten ein ungefährdeter 3:0-Punktsieg – Durchschnaufen auf Ehninger Seite, denn immer bei eingeplanten Siegen kann man nur verlieren. (4:3)

Ein Schlüsselkampf war der Fight in der Klasse bis 60 kg, der sich diesen Titel in fünf Kampfrunden redlich verdienen sollte. Benjamin Raiser und Florin Matei lieferten sich ein mitreißendes Duell, das stark an die Nerven ging. Zu Kampfbeginn sah es für Raiser nicht gut aus, Runde 1 gab er per Kampf zum Mattenrand ab, im zweiten Kampfabschnitt verfing er sich in einem Hüftschwung. Doch wie Raiser in dieser Saison schon so oft eindrucksvoll zeigte, muss man gegen ihn halt eben erst einmal die dritte Runde gewinnen. Fortan war Raiser dem nun völlig erschöpften, obwohl amtierenden rumänischen Meister und Ringerprofi überlegen und diktierte das Kampfgeschehen. Unerklärlich, jedoch allen Ehningern natürlich egal, war der konditionelle Einbruch des jungen Nendingers, der nur noch mit sich selbst kämpfte, wie es den Anschein hatte. Raiser ging nach der ersten Verwarnung für Matei in der fünften Runde volles Risiko, um über drei Verwarnungen gegen Matei zu einem hohen Mannschaftssieg zu gelangen. Mutig war dabei noch ein anderer Beteiligter auf der Matte. Respekt vor Kampfleiter Engel aus Münster, der sich im Hexenkessel von Nendingen nicht davor scheute, dem Heimringer völlig berechtigt, jedoch erst 15 Sekunden vor Kampfende die dritte Verwarnung auszusprechen. Somit holte Raiser statt einem 3:2-Sieg mit seinen vier Zählern fürs Team den ersten Big Point. Auf Nendinger Seite haben sich spätestens jetzt viele gefragt, wie der junge Freistilspezialist Rando Sauter wohl gegen Raiser gerungen hätte. (4:7)

Keine Chance zum Durchschnaufen hatten die Zuschauer. Jürgen Kallab traf im Halbschwergewicht bis 96 kg auf Altmeister Oliver Hauser. Runde 1 war eine enge Kiste. Hauser ging mit 1:0 in Führung. Kallab machte Dampf, um wenige Sekunden vor Schluss noch zu Punkten zu kommen. Wie er das schaffte, war ebenso sehenswert wie spannend. Fünf Sekunden vor Rundenende setzte er zum Wurf an und beförderte Hauser in die gefährliche Lage. Nur der Gong verhinderte den Schultersieg, der wohl die Vorentscheidung zugunsten Ehningens gebracht hätte. Doch wie das Schicksal manchmal so spielt, wurde Kallab in kurzer Zeit vom möglichen Held zum eventuellen Verlierer des Abends. Unmittelbar nach Beginn von Runde 2 legte Hauser seinen Ehninger Kontrahenten auf beide Schultern. Nach jubelnden Ehninger Fans waren nun die Heimzuschauer aus dem Häuschen. (8:7)

Den einzigen Kampf zur Nervenberuhigung bot Andrzej Szczepanik bis 66 kg griechisch-römisch. Im Kampf vor der Pause kam er gegen den Jugendlichen Stefan Rutschmann zu einem ungefährdeten Schultersieg und brachte damit sein Team in eine 11:8-Pausenführung. Mit seinem Schultersieg ist Andrzej Szczepanik der beste Punktesammler aller Oberligaringer in dieser Saison. Ein Volltreffer für den TSV Ehningen, der sich in der Saison mit großartigen Kämpfen zu einem der Publikumslieblinge entwickelt hat.

Nach fünfzehn Minuten Halbzeitpause und vielen Fachsimpeleien mit der angereisten Ringkampfprominenz ging es weiter mit einem ungewissen Duell bis 84 kg freistil. Auch hier hatte der ASV Nendingen sein Team verändert. Fatih Eroglu musste gegen Orhan Bolat antreten, da Daniel Recihle eine Gewichtsklasse tiefer bis 74 kg antreten sollte. Somit war für Eroglu ein Sieg für machbar empfunden worden. Doch für den Ehninger begann der Kampf nicht gut. Runde 1 ging mit 3:0 an den Nendinger. Doch der Wille des Ehningers war für alle deutlich in der Halle erkennbar. Die folgenden Runden gestaltete Eroglu mit mehr Kopf und ergatterte sich sichere Punkte zu knappen Rundensiegen. Als er auch Runde 4 denkbar knapp für sich entscheiden konnte, brachte er damit seine Mannschaft ein ganzes Stück näher an den Oberligatitel heran. (9:14)

Maik Busch hatte im folgenden Kampf bis 66 kg freistil die Gelegenheit, seinem Team einen beruhigenden Vorsprung zu geben. Doch gegen Florian Schwarz stand der Ehninger Ringertrainer vor einer schweren Aufgabe. Zwar gewann er den Hinkampf per Schultersieg, doch auch damals war das Duell heiß umkämpft mit dem aktiveren Schwarz auf der Matte. Busch gewann am Samstagabend Kampfabschnitt 1 aufgrund seiner Cleverness mit 1:0 per Beinangriff. Doch der Nendinger schien in dem Kampf vom Publikum beflügelt zu werden. Deutlich ging Runde 2 an den Nendinger. Da Busch jedoch Runde 1 bereits holte, hätte Ehningen zu diesem Zeitpunkt mit einer 1:3-Niederlage leben können. Doch leider kam wie in einigen Kämpfen zuvor das völlig Unerwartete. Als Busch kurz vor Ende von Kampfperiode 3 einen Angriff des Nendingers kontern wollte und sich somit die Runde sichern wollte, legte dieser den Ehninger kurzerhand auf beide Schultern. Aus dieser Situation heraus völlig überraschend, sodass einige erst merkten was los war, als die Nendinger Mannschaft zu ihrem Helden auf die Matte rannten. Die Nendinger wussten nun, dass Schwarz sie zurück in den Mannschaftskampf gebracht hatte. Schade für Busch, der eine so großartige Saison rang und nun drohte, zum tragischen Helden der Saison zu werden. (13:14)

Michael Drasch war nun in der Klasse bis 84 kg gegen Adrian Oszda gefordert. Der Nendinger rückte eine Klasse auf, da der etatmäßige Mittelgewichtler Bernhard Scheuring ausfiel. Für Drasch war dies allerdings keine leichtere Aufgabe. Der agile Rumäne nahm den Fight mit dem zweiten Ehninger Ringertrainer bis zur Grenze des Erlaubten und manchmal darüber hinaus auf. Einen einzigen Wertungspunkt sahen die Zuschauer in der regulären Kampfzeit. Dieser gelang Drasch in Runde 1 fünfzehn Sekunden vor Schluss per Kampf zum Mattenrand. Die Kampfabschnitte 2 und 3 wurden im Clinch entschieden. In Runde 2 siegte Drasch, als er Griffansätze des Rumänen 30 Sekunden lang verhindern konnte. Dieser gewann das Los und war daher unter Zugzwang. Wie man seinen Lossieg in einen Rundengewinn ummünzen kann, zeigte Michael Drasch seinem Kontrahenten im dritten Abschnitt. Bis zur roten Zone hielt er den Rumänen fest im Griff, dann beförderte er ihn vollends von der Matte, womit der wichtige 3:0-Sieg unter Dach und Fach war. (13:17)

Nicht zu beneiden waren die letzten beiden Kämpfer des TSV Ehningen, der Druck stieg immer weiter an in einer Halle in Festtagsstimmung. Wie bei einem Boxkampf in verdunkelter Halle und nur mit Lichtspot über der Matte warteten die Fans auf ihren Athleten, eine tolle Atmosphäre. Der nächste Gladiator auf Ehninger Seite war Benny Senn im Kampf bis 74 kg im klassischen Stil. Gegen Semih Bosyan war er der körperlich stärkere Ringer, konnte seinen Gewichtsvorteil jedoch nicht nutzen. Bosyan mühte sich, um an Punkte zu kommen, Senn verließ sich auf den Clinch. Doch diese Rechnung ging nicht auf. Den Clinch der ersten Runde verlor Senn, nachdem sein Wurfversuch erfolglos blieb. Kampfrunde 2 ging nicht in den Clinch, der Nendinger sicherte sich diese mit zwei Einserwertungen. Erneut eine Verlängerung gab es im dritten Abschnitt. Wieder durfte Senn fassen, doch erneut ging Bosyan als Sieger hervor, womit die Zuschauer im letzten Kampf ihren absoluten Showdown erhielten. (16:17)

Bange dachten nun einige Ehninger Fans für einen kurzen Moment zwei Jahre zurück. Damals trat der TSV Ehningen ebenfalls zum letzten Saisonkampf in Nendingen an. Der Sieger der Begegnung durfte seinerzeit an der Aufstiegsrunde zur Regionalliga teilnehmen, der Verlierer würde als Dritter nicht aufsteigen können. Im letzten Duell des Abends standen sich der favorisierte Ehninger Bastian Bentz und Daniel Reichle gegenüber. Reichle wuchs in dem Kampf über sich hinaus und gewann unerwartet.

Auch diesmal hofften die Nendinger, dass Reichle die Überraschung schaffen könne und ließen ihn statt bis 84 kg in der 74-kg-Klasse antreten, worauf viele Nendinger Fans im Nachhinein sauer auf Trainer Bgdassaryan waren, die lieber einen sicheren Sieg von Reichle bis 84 kg gesehen hätte, der letztlich zum Titelgewinn gereicht hätte.

So musste die Neuauflage von 2003 auch im Jahr 2005 die Entscheidung bringen. Als Reichle nach 20 Sekunden mit 2:0 in Führung ging, befürchteten viele Ehninger Zuschauer schon das Schlimmste. Doch Bentz ließ sich diesmal nicht lumpen und demonstrierte, dass er der bessere Ringer war. Mit großem Kampfgeist drehte er Abschnitt 1 zu seinen Gunsten mit vier Einserwertungen. Weiter ging es unter dem Jubel der Ehninger Fans in der zweiten Runde. Mit einem Durchdreher klärte Bentz rechtzeitig die Fronten, um die Ehninger Anhänger zu beruhigen. Nach der gewonnenen zweiten Runde hatte Bentz das Ziel erreicht, bei drei Rundenverlusten wäre der TSV Ehningen bei einem Unentschieden dennoch Meister geworden. Nur eine Gefahr drohte noch, eine Schulterniederlage. Doch sicher holte sich Bentz Punkt um Punkt, bevor die Kampfzeit von den Ehninger Anhängern per Countdown zum Meistertitel heruntergezählt wurde.

Für die Mannschaft gab es nun kein Halten mehr. Sie jagten Bentz über die Matte, bevor dieser von DRB-Vizepräsident Günter Maienschein den Wimpel für den Gewinn der Meisterschaft erhielt. Dieser würdigte später beide Teams, die sich einen tollen Kampf um den Oberligatitel lieferten. Nach den Feierlichkeiten vor Ort wurde das erfolgreiche Team in Ehningen von Bürgermeister Unger und vielen Fans spontan an der Sporthalle empfangen, bevor die Feierlichkeiten bis in die frühen Morgenstunden andauerten.

 

 

Kampfprotokoll:

 

Gewicht

ASV Nendingen

TSV Ehningen

Ergebnis

Runde 1

Runde 2

Runde 3

Runde 4

Runde 5

55 kg GR

Rando Sauter

Manuel Weigl

4:0 SN

6:0

8:2

6:0

 

 

120 kg F

Andreas Kosing

Norbert Rozbora

0:3 PS

0:2

0:3

1:1

 

 

60 kg F

Florin Matei

Benjamin Raiser

0:4 DQS

1:0

4:1

0:2

0:2

0:3

96 kg GR

Oliver Hauser

Jürgen Kallab

4:0 SN

1:3

3:0

 

 

 

66 kg GR

Stefan Rutschmann

Andrzej Szczepanik

0:4 SS

0:8

1:7

 

 

 

84 kg F

Orhan Bolat

Fatih Eroglu

1:3 PS

3:0

0:1

0:2

2:3

 

66 kg F

Florian Schwarz

Maik Busch

4:0 SN

0:1

5:0

4:2

 

 

84 kg GR

Adrian Oszda

Michael Drasch

0:3 PS

0:1

0:1

0:1

 

 

74 kg GR

Semih Bosyan

Benjamin Senn

3:0 PN

1:0

2:0

1:0

 

 

74 kg F

Daniel Reichle

Bastian Bentz

0:3 PS

2:4

1:4

0:5

 

 

 

               

 

Kostenlose Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!