
Isis



Als mir GOTT die Inkarnation als Cleopatra nannte, hat mich das sehr überrascht und berührt. Das meiste, was wir heute von ihr wissen, stammt aus Römischen Quellen. Rom aber sah sie damals als Feindin an und betrieb entsprechende "Propaganda", um ihr Bild zu verzerren, sie zu verteufeln und lächerlich zu machen.
Sie, Cleopatra VII., versuchte jedoch, ihrem Reich, dem uralten Reich der Pharaonen, die Selbständigkeit zu bewahren, trotz der Bedrohung durch das expansive Römische Imperium, welches das Getreide, das Holz, das Gold, die Edelsteine und das gesamte Land Ägyptens für sich sichern wollte, um seinen unersättlichen Bedarf und seine Begehrlichkeit zu stillen. Dies allerdings gelang ihr nicht. Mit dem Sieg des Octavian, des späteren Kaisers Augustus, am 2. 9. 31 v. Chr. bei Actium (an der heutigen dalmatinischen Küste) über die Streitkräfte des Marcus Antonius und der Cleopatra war die letzte Hoffnung auf Unabhängigkeit Ägyptens, vielleicht auch der Traum Cleopatras von der eigenen Weltherrschaft, dahin.
Ich denke heute anders über sie, als es uns die offizielle Geschichtsschreibung nahelegt. Sie sah weder aus wie Liz Taylor, noch war sie so hässlich, wie es teilweise überliefert ist. Das Marmorköpfchen zeigt eine angenehm aussehende junge Frau, deren Nase kleiner ist, als römische Münzen sie darstellten. Deren Abbildung mag Blaise Pascal zu der Äußerung veranlasst haben, "Wäre Cleopatras Nase kürzer gewesen, das Antlitz der Welt hätte sich geändert" ('Pensées', 1670). Sachlicher und objektiver urteilte Al-Masudi in seinem 'Buch der Goldwäschen', 10. Jahrhundert: "Sie war eine Herrscherin, die mit den Wissenschaften vertraut war; der Philosophie sehr ergeben, zählte sie Denker zu ihren engsten Freunden. Sie war die Autorin von Werken über Medizin, Zauberei und andere Bereiche der Naturwissenschaften." (beide Zitate aus dem Buch 'Kleopatra' von Uwe Baumann, rororo Taschenbücher).
Sie soll außerordentlich anmutig und klug gewesen sein und vermutlich war sie sehr erotisch, sehr verführerisch oder wusste zumindest, sich so zu geben. Zweifellos setzte sie ihre Fähigkeiten für ihre Zwecke ein. Hätte sie das auch getan, wenn Ägypten über eine stärkere Streitmacht als Rom verfügt hätte? Auch soll sie höchst gebildet gewesen sein und viele Sprachen fließend beherrscht haben.
Nach den Quellen ist es möglich, dass sie Caesar und Marcus Antonius durchaus gemocht, wenn nicht gar geliebt hat. Sie dürfte dennoch verzweifelt und zu allem entschlossen gewesen sein. Ich meine, sie behielt bei allem die "Staatsraison" im Auge und ließ sich von Gefühlen nicht beherrschen.
Nähreres über sie durfte ich bisher nicht erfahren. Ganz sicherlich war es eine sehr schwere Inkarnation.
Von Marcus Antonius weiß ich heute, dass er einer meiner Seelenpartner war, und das müsste auch auf Caesar zutreffen.
In gewisser Weise erkenne ich hier Parallelen zu Katharina di Medici, die auch verzweifelt versuchte, das französische Reich gegen die Reformation im Innern und gegen Feinde von außen zu verteidigen, um die Einheit des Reiches und ihre Dynastie zu retten. Auch sie hatte eine erlesene Bildung genossen und lebte noch die verfeinerte Kultiviertheit des bereits untergegangenen Florenz der Medici; sie brachte z.B. dem kulturell noch unterentwickelten Frankreich eine erlesene Küche und feine Tischsitten (z.B. das Essen mit Messer und Gabel) sowie verfeinerte Architektur und Malerei. Katharina war jedoch mit ihrer Weisheit und ihrem politischen Geschick in ihrem Vorhaben erfolgreich - sie hatte auch eine längere Lehrzeit und nicht bereits in früher Jugend das Römische Weltreich gegen sich.
Aber es gibt für mich noch eine andere Parallele: Beide Hauptakteure des damaligen Dramas, Cleopatra und Marcus Antonius, spielten immerhin später ihre Rollen als Königin Luise und Friedrich Wilhelm III. von Preußen. Da wir uns durchaus - wenn auch nicht bewusst - an frühere Traumata erinnern, denn sie sind ja in uns noch vorhanden, können diese Erlebnisse uns auch später noch beinflussen. Ich sehe durchaus eine Parallele zwischen der Seeschlacht bei Actium und der Schlacht bei Jena und Auerstedt, auch wenn Historiker diese Argumentation nicht anerkennen würden - ich sehe Geschichte anders als sie. Beides waren Schlachten gegen einen stärkeren Feind, der noch in der Aufschwungsphase seiner Machtausdehnung war, wobei man im Nachhinein, aus späterer Sicht, sagen konnte, diese Schlacht war garnicht zu gewinnen. Die Seeschlacht bei Actium und die darauf später folgende Einnahme Alexandrias durch Octavian leiteten den Freitod des Marcus Antonius und der Cleopatras ein. Friedrich Wilhelm III. nannte man einen Zauderer, weil er nicht gegen Napoleon kämpfen wollte... ich sehe auch ihn völlig anders! Beide, Luise und Friedrich Wilhelm, hatten auch vorher schon eine gewisse Schwere, eine Wehmut, eine innere Traurigkeit in sich, die nach Jena und Auerstedt ihre Bestätigung fanden (auch Luise hatte diese Veranlagung, wenn sie auch zuvor wohl diese Traurigkeit nicht gelebt hatte - ich hatte ja auch eine tiefe Traurigkeit in mir, die ich in meiner Jugend noch nicht gekannt hatte).
Es wurden 1806 vermutlich ganz tiefe, unbewusste Erinnerungen geweckt, die das Entsetzen und die abgrundtiefe Trauer über die Niederlage und in deren Folge die eigene existenzielle Bedrohung noch verstärkten. All diese Energien sowie die Erlebnisse und Erniedrigungen der folgenden Jahre brachten der durch schwache Konstitution, viele Krankheiten und 10 Geburten erschöpften Luise den Tod. Ich kenne diese Energien, denn sie waren noch in meiner Aura.
Ich weiß, dass ich immer in Wendezeiten kam, um wichtige Geistige und Spirituelle Impulse für das Neue zu geben. Auch damals war eine Wendezeit, und auch diese Pharaonin bereitete die Neue Zeit mit vor, so auch das Kommen des CHRISTUS.
Auch sie hatte die EWIG-SCHÖNE AUFGABE, "Das WORT der Welt zu bringen", auch sie hatte direkten Kontakt zu GOTT, wie alle meine Inkarnationen.
Und ist es nicht ein seltsamer 'Zufall', dass Cleopatra die letzte Herrscherin auf dem ägyptischen Thron war, sie - die, wie ich heute weiß - ja eine Inkarnation der ISIS war, der ersten Pharaonin Ägyptens, die selbst als Personifikation des ägyptischen Herrscherthrones galt, aber auch eine Inkarnation der Nofretete, die zusammen mit ihrem Gemahl Echnaton etwa 1300 Jahre zuvor in einem nahezu revolutionären Akt nur einen einzigen GOTT anbetete?
(Dem Büchlein 'Kleopatra' von Manfred Clauss, C.H. Beck 'WISSEN' ist Folgendes zu entnehmen, was ich z.T. zitiere:)
Auch Kleopatra sah sich als Personifikation der ISIS, ja, sie betonte dies besonders und nahm in Alexandria in der Zeit ihrer Verbindung mit Marcus Antonius förmlich den Titel der ISIS, "Königin der Könige" an. 'Von diesem Tag an stellte Kleopatra ihre Rolle als Göttin noch stärker heraus. Neben der Bezeichnung "Vater-Liebende Göttin", die sie von Anbeginn ihrer Herrschaft in der Tradition der Ptolemäer-Könige führte, nahm sie die Bezeichnung "Neue Isis" an, wie sie schon Kleopatra III. getragen hatte. Weitaus häufiger trug sie jedoch den Titel der "Jüngeren Göttin", was das Gleiche bedeutete: Die bekannte Göttin kehrte auf die Erde in der Gestalt einer neuen Frau zurück. Von nun an erschien sie bei offiziellen Anlässen stets im Gewand der Isis.
Vielleicht gingen ihr an diesem Tage in Alexandria Gebete durch den Kopf, wie sie in Ägypten und der gesamten hellenistischen Welt verbreitet waren. Gebete an Isis, wie Kleopatra sie selbst bei den Opfern im Tempel sprach, Gebete, die man allerdings auch an sie als Göttin Isis richtete. Ein solches Gebet oder Glaubensbekenntnis ist beispielsweise aus dem kleinasiatischen Kyme erhalten und kann illustrieren, was man mit Isis verband, was folglich auch bei dem Titel "Königin der Könige" mitgedacht werden konnte (Inscriptiones Graecae 12, 5, 739):
