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In Ägypten gab es sieben Königinnen mit diesem Namen, doch nur die letzte Pharaonin (69 - 30 v.Chr.) von Ägypten wurde mit diesem Namen weltberühmt (nicht zuletzt durch den Film mit der schönen Elizabeth Taylor). Sie besaß eine umfassende Bildung, und konnte mit den Vertretern der meisten orientalischen Völker in deren jeweils eigener Sprache diskutieren, sie galt als zielstrebig und willensstark.
Kleopatra, "Die durch den Vater Berühmte", ist 18 Jahre alt, als ihr Vater stirbt. Zusammen mit ihrem damals 10-jährigen Brudergemahl Ptolemäus XIII übernimmt sie 51 v.Chr. die Herrschaft und gibt sich den Beinamen Philopator (Die den Vater Liebende).

Zwei Jahre später wird sie von ihrem machtbessenen Bruder und seinen Beratern aus Alexandria vertrieben. Auch seinen römischen Vormund Pompeius lässt der Kindkönig bei der Landung im Nildelta erschlagen.

Diese Geschehnisse rufen Caesar und seine Legionäre auf den Plan, bei den folgenden militärischen Auseinandersetzungen kommt der ptolemäische Kindkönig ums Leben.

? Caesars Geliebte...

Kleopatra, politisch klug und ebenso machtbessen wie ihr Bruder, sieht jetzt ihre Chance gekommen, die Herrschaft wieder an sich zu reißen. Mit einem kühnen Trick versucht sie, Caesar näher zukommen. Der Berichterstatter Plutarch erzählt u.a.:

"Da sie nicht wusste, wie sie unentdeckt in die Räume von Caesar gelangen konnte, ließ sie sich in einen Teppich einrollen, den ein Diener mit Riemen zuschnürte, und ihn dann durch die Tür zu Caesar trug. Der Teppich wurde ausgerollt und Kleopatra fiel ihm vor die Füße. Von soviel weiblichem Einfallsreichtum war  Caesar tief beeindruckt."

Diese mutige Art weiblicher List verfehlt auf Caesar nicht seine Wirkung. Kleopatra kannte die Schwächen der Männer und wusste so auch Caesars Schwächen für sich zu nutzen. Caesar galt als sehr leidenschaftlich und ausgesprochen sinnlich und fühlte sich als 30 Jahre älterer Mann durch Kleopatras Mut, ihn kennen zu lernen, mehr als geschmeichelt. Cassius Dio berichtet, dass

"Kleopatra sehr schön war und als junge Frau in der Blüte ihres Lebens stand. Ihre Stimme war äußerst lieblich und bezauberte jeden Hörer. Mit ihrer weiblichen Ausstrahlung und dem Klang ihrer Stimme konnte sie jeden Mann für sich einnehmen, auch wenn es sich bei den Männern um kühle Charaktere und arge Weiberfeinde handelte. Jeder ging ihr ins Netz, wenn sie es wollte". 

Caesar war kein Kostverächter, was seine sexuellen Vorlieben betraf. Er war dafür bekannt, dass er nichts anbrennen ließ. Seine Legionäre verrieten den Römern, dass er dem König von Bythinien (heute Nordtürkei), Nikomedes, als Lustknabe gedient hatte. Als er 46 v. Chr. mit seiner siegreichen Armee in Rom einzog, musste er sich, der Tradition folgend, als Heerführer von seinen Soldaten verspotten lassen. Vor den Römern skandierten sie...

"Caesar seht ihr triumphieren, der die Gallier unterwarf, Nikomedes triumphiert nicht, der den Caesar unterwarf",

während die nächste Kolonne die gutgelaunten Römer aufklärte:

"Bürger, hütet eure Frauen, denn ein geiler Glatzkopf kommt."

? Kleopatra überzeugt Caesar mit weiblichen Argumenten...

Um Caesar von ihren rechtmäßigen Ansprüchen auf den ägyptischen Thron zu überzeugen, benötigte Kleopatra eine Nacht. Während dieser ersten gemeinsamen Nacht dürften weder politische oder staatsrechtliche Argumente eine große Rolle gespielt haben. 

Es ist anzunehmen, dass dieses erste Aufeinandertreffen der Beginn einer Liebe wurde, in der Sympathie und politisches Kalkül untrennbar miteinander verbunden waren.

Am 23.06.47 v.Chr. wird Kleopatra von einem Jungen entbunden, dem sie den Namen Ptolemäus Caesar gibt. Die Alexandriner nennen ihn spöttisch Caesarion, kleiner Caesar, was durchaus nicht als Freundlichkeit gedacht war, denn Kleopatra war auch im eigenen Volk umstritten.  Bis heute ist man sich nicht einig, ob Caesar tatsächlich der Vater ihres Sohnes war. Das Kind wurde später Ptolemäus XV.
Auf Einladung Caesars verbrachte sie die Jahre 46-44 v.Chr. in Rom, wo er sie angeblich zu seiner Gattin erheben wollte, obwohl er noch rechtmäßig verheiratet war. Doch Kleopatra ging es wohl in erster Linie um die Thronfolge für ihren gemeinsamen Sohn nach Caesars Tod.

Sie zog also mit viel orientalischem Pomp und einem riesigen Hofstaat in Rom ein, um die Römer damit zu beeindrucken. Doch mit diesem Aufzug machte sie sich schon am ersten Tag bei den Römern unbeliebt. Aufgrund ihres selbstbewussten Auftretens und als Caesars offizielle Geliebte war sie bei den Römern von Beginn an wenig angesehen. Nach Caesars Ermordung kehrte sie nach Ägypten zurück, ließ ihren Bruder vergiften und machte ihren Sohn zum Mitregenten.

 

 


 



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