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Grundwissen

 

1. Wie funktioniert eigentlich eine Fernsteuerung ??

Als Funkfernsteuerung bezeichnet man ein System, mit dem sich Flug-, Auto-, Schiffs- und andere Modelle drahtlos über Funk steuern lassen. Das ganze System besteht aus: Sender, Empfänger und Steuerelementen im Modell

Der Sender wandelt die Handbewegungen des Piloten (Steuerbefehle) in Funksignale um und sendet sie zum Modell. Der Empfänger im Modell wandelt die Funksignale in elektrische Steuerungs-Größen (Impulse) um. Diese werden an die Steuerelemente weitergegeben. Die Steuerelemente (Servos, Steller, Regler) werten die Impulse aus und bewirken damit die vom Piloten gewünschten Reaktionen am Modell. Diese Reaktionen können Bewegungen sein (z.B. Lenkung rechts/links im Automodell oder Höhenruder hoch/tief beim Flugmodell). In diesem Fall ist das Steuerelement ein Servo. Wenn das Steuerelement die Drehzahl eines Elektromotors (und damit die Fluggeschwindigkeit des Modells) steuert, haben wir es mit einem Fahrtregler zu tun.

Natürlich müssen Sender, Empfänger und Servos auch mit Strom versorgt werden. Der Senderakku liefert Strom für mehrere Stunden Betrieb. Im Modell versorgt der Empfängerakku mit einer Nennspannung von 4,8 V (4Zellen) - manchmal auch 6 V - den Empfänger und die Servos. In elektrisch angetriebenen Modellen kann der Strom für Empfänger und Servos auch aus dem Antriebsakku kommen. Die meisten Fahrtregler haben eine eingebaute Elektronik, die dafür die notwendige Spannung liefert. Diese Elektronik wird als BEC bezeichnet. BEC steht für Battery Eliminating Circuit. Das heißt soviel wie: „Empfängerakku überflüssig".

 

2. Verschiedene Akkuarten

NiCd: Dies ist die Abkürzung für Nickel-Cadmium. Diese Zellen werden sehr häufig im Modellbau eingesetz und bringen recht gute Leistung. Nachteile: Zellen müssen immer vollständig entladen werden, sonst entsteht ein Memoryeffekt,bei dem der Akku an Kapzität verliert. Spannung: 1,2 V pro Zelle.

NiMH: Abkürzung für Nickel-Metallhyrid. Diese Zellen bieten im Vergleich zu NiCd-Zellen mehr Kapazität (mehr Energie kann gespeichert werden) bei gleichem, oder sogar geringerm Gewicht. Nachteile: NiMH-Akkus können nicht so hoch belastet werden wie NiCd-Akkus. Müssen auch von Zeit zu Zeit entladen werden um einen Memoryeffekt zu vehindern. Spannung: 1,2 V pro Zelle

LiPo: Abkürzung für Lithium-Polymer. Diese Zellen haben bei sehr geringem Gewicht eine hohe Kapazität. Der Memoryeffekt entfällt völlig. Nachteile: Umständliches Ladeverfahren, nur mit speziellem Ladern möglich, Spannung darf nicht unter 3V pro Zelle fallen. Spannung: 3,7 Vpro Zelle

Li-Ion: Abkürzung für Lithium-Ionen. Auch diese Zellen haben eine sehr hohe Energiedichte bei geringem Gewicht. Der Memoryeffekt entfällt ebenfalls. Nachteile: Umständliches Ladeverfahren, nur mit speziellen Ladern und einzeln (Keine Packes) möglich, Spannung dar fnicht unter 3V pro Zelle fallen. Spannung: 3,6 V pro Zelle.

Lassen Sie sich am besten von Ihrem Fachhändler beraten, was am besten zu Ihrem Wunschmodell passt.

 

3. Wie funktioniert eigentlich ein (Modell-)Flugzeug ?

Ein Flugzeug bzw. Flugmodell läßt sich mit den Rudern um folgende 3-Achsen steuern - Hochachse, Querachse und Längsachse. Die Betätigung des Höhenruders ergibt eine Veränderung der Fluglage um die Querachse. Bei Seitenruderausschlag dreht das Modell um die Hochachse. Wird Querruder gesteuert, so rollt das Modell um die Längsachse. Da Einsteigermodelle eine große V-Form im Tragflügel haben, kann hier auf Querruder verzichtet werden. In diesem Fall wird das Modell mit dem Seitenruder um die Hochachse und um die Längsachse gesteuert werden. Je nach äusseren Einflüssen wie z.B. Turbulenzen, die das Modell aus der Flugbahn bringen, muß der Pilot das Modell so steuern, dass es dort hinfliegt, wo er es haben will. Mit Hilfe des Antriebs (Motor und Luftschraube) wird die Flughöhe gewählt. Die Drehzahl des Motors wird dabei von einem Regler stufenlos verstellt. Wichtig ist, dass alleiniges Ziehen am Höhenruder das Modell nur solange steigen lässt, bis die Mindestfluggeschwindigkeit erreicht ist. Je nach Stärke des Antriebs sind somit unterschiedliche Steigwinkel möglich.

Erklärungen am Beispiel der Easystar von Multiplex.

 

3.1 Das Tragflügelprofil

Die Tragfläche hat ein gewölbtes Profil an der die Luft im Flug vorbeiströmt. Die Luft oberhalb der Tragflächelegt gegenüber der Luft auf der Unterseite in gleicher Zeit eine größere Wegstrecke zurück. Dadurch entsteht auf der Oberseite der Tragfläche ein Unterdruck mit einer Kraft nach oben (Auftrieb) die das Flugzeug in der Luft hält. Abb. A

3.2 Der Schwerpunkt

Um stabile Flugeigenschaften zu erzielen muss Ihr Flugmodell wie jedes andere Flugzeug auch, an einer bestimmten Stelle im Gleichgewicht sein. Vor dem Erstflug ist das Einstellen des richtigen Schwerpunkts unbedingt erforderlich. Das Maß wird von der Tragflächenvorderkante ( in Rumpfnähe) angegeben. An dieser Stelle wird das Modell mit den Fingern oder besser mit einer Schwerpunktwaage unterstützt und soll waagerecht auspendeln. Abb. B

Wenn der Schwerpunkt noch nicht an der richtigen Stelle liegt wird dieser durch Verschieben der Einbaukomponenten (z.B. Antriebsakku) erreicht. Falls dies nicht ausreicht wird die richtige Menge Trimmgewicht (Blei oder Knetgummi) an der Rumpfspitze oder am Rumpfende befestigt und gesichert. Ist das Modell schwanzlastig, so wird Trimmgewicht in der Rumpfspitze befestigt - ist das Modell kopflastig so wird Trimmgewicht am Rumpfende befestigt.

3.3 Die EWD

Einstellwinkeldifferenz gibt die Differenz in Winkelgrad an, mit dem das Höhenleitwerk zur Tragfläche eingestellt ist. Durch gewissenhaftes, spaltfreies montieren der Tragfläche und des Höhenleitwerks am Rumpf wird die EWD exakt eingehalten. Wenn nun beide Einstellungen (Schwerpunkt und EWD) stimmen, wird es beim Fliegen und insbesondere beim Einfliegen keine Probleme geben. Abb. C

3.4 Ruder und die Ruderausschläge

Sichere und präzise Flugeigenschaften des Modells können nur erreicht werden, wenn die Ruder leichtgängig, sinngemäß richtig und von der Ausschlaggröße angemessen eingestellt sind. Die in der Bauanleitung angegebenen Ruderausschläge wurden bei der Erprobung ermittelt und es ist zu empfehlen die Einstellung zuerst so zu übernehmen. Anpassungen an Ihre Steuergewohnheiten sind später immer noch möglich.

3.5 Steuerfunktionen am Sender

Am Fernsteuersender gibt es zwei Steuerknüppel, die bei Betätigung die Servos und somit die Ruder am Modell bewegen. Die Zuordnung der Funktionen sind nach Mode A angegeben - es sind auch andere Zuordnungen möglich.

Folgende Ruder sind mit dem Sender bedienen:

Das Seitenruder (links / rechts) Abb. D

Das Höhenruder (hoch / tief) Abb. E

Die Motordrossel (Motor aus / ein) Abb. F

Der Knüppel der Motordrossel darf nicht selbsttätig in Neutrallage zurückstellen. Er ist über den gesamten Knüppelweg rastbar. Wie die Einstellung funktioniert lesen Sie bitte in der Bedienungsanleitung der Fernsteuerung

 

Bei weiteren Fragen posten Sie diese doch im Hilfeforum, oder fragen Sie den Autor persönlich per Email.

 

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