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Republik Mahabad
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Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Westen des Irans von der Sowjetunion und Großbritannien besetzt, damit sich der Schah nicht auf die Seite der Achsenmächte stellten konnte. Die Sympathie des Schah zu den Achsenmächten war bekannt. Die Sowjetunion wollte in dieser Region Einfluß ausüben und suchte unter Aserbaidschanern und Kurden Leute, die sie für sich benutzen konnte. So wurden die Kurden z.B. dazu gedrängt eine neue Partei zu gründen und schließlich eine autonome Republik auszurufen. Dasselbe machten die Aserbaidschaner auch. Dieses Ereignis ist auch als Irankrise in die Geschichte eingegangen und markiert mit den Beginn des Kalten Krieges.
So wurde am 22. Januar 1946 die Republik Mahabad durch Qazi Mohammed auf dem Car-Cira-Platz (Vier-Lampen-Platz) ausgerufen. Sie war bis heute der einzige kurdische Nationalstaat der Neuzeit. Das Staatsgebiet war ein länglicher Streifen auf iranischem Territorium, der sich entlang der Grenzen zum Irak und der Türkei hoch im Norden bis zur Sowjetunion zog. Etwa zeitgleich kamen mehr als 3.000 aus dem Irak herübergekommene Stammeskrieger der Barzanis nach Mahabad. Sie flüchteten nach einem niedergeschlagenen Aufstand vor der irakischen Armee. Ihr Anführer war der bekannte Molla Mustafa Barzani. Sie schlossen sich der Republik an, so dass die Republik quasi über eine Miniarmee verfügte. Molla Mustafa Barzani wurde zum General ernannt. Die Hauptaufgaben der Republik waren der Aufbau und Entwicklung eines Bildungswesens und die Pflege der kurdischen Sprache und Kultur. Nach dem Rückzug der Sowjetarmee fiel die Republik der iranischen Armee zum Opfer. Diese eroberte die Republik am 16. Dezember 1946. Das Ergebnis des Krieges war die Zerschlagung der kurdischen Republik. Ihre Führungsschicht war ausgeschaltet. Wegen "Aufruhr" und "Hochverrat" wurde Präsident Qazi Mohammed zum Tode verurteilt. Im Morgengrauen des 31. März 1947 wurden die Repräsentanten hingerichtet. In der Folgezeit wurde die kurdische Kultur unterdrückt. Die Barzanis flohen in den Irak zurück und von dort in die UdSSR.
Regierung
- Präsident: Qazi Mohammed
- Ministerpräsident: Hadschi Baba Scheich
- Kriegs- und Verteidigungsminister: Mohammed Hossein Saif Qazi
- Innenminister: Mohammed Amin Mouini
- Gesundheitsminister: Mohammed Eiubian
- Minister ohne Portefeuille: Abdul Rahman Ilchanizadeh
- Verkehrsminister: Ismail Ilchanizadeh
- Finanzminister: Ahmed Ilahi
- Minister für kulturelle Angelegenheiten: Manaf Karimi
- Landwirtschaftsminister: Mahmud Valizadeh
- Propagandaminister: Sadik Haidari
- Arbeitsminister: Khalil Khosrowi
- Justizminister: Mullah Hossein Madschi
Fahne
Die Fahne der Republik bestand - von unten nach oben - aus den Farben grün, weiß und rot. In der Mitte war als Emblem eine Schreibfeder, die für Kultur und Wissenschaft stand, zwischen zwei Weizenähren, die für Produktion und Arbeit standen, und im Hintergrund die Sonne als Sinnbild der Freiheit. Die Fahne der Republik Mahabad, ist der offiziellen Fahne der Kurdische Autonome Region, die auf kurdisch Basûrê Kurdistanê heißt, ähnlich.
Folgendes Zitat stammt von Masud Barzani der über die Fahne der Republik sagte:
- "I was born in the shadow of Kurdish flag in Mahabad and I am ready to serve and die for the same flag”
Bis heute wird die Republik Mahabad in allen Teilen Kurdistans als Vorbild kurdischer Selbstverwaltung gesehen und auch idealisiert.
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