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Hier kommt halt ma so rein, was andre Site's, Zeitungen etc. zu VJ! sagen bzw. was ich von anderen übernommen hab... Augenzwinkern

 

Wie kam der Bandname Virginia Jetzt! zustande?

Virginia Jetzt! - allein die Namensgebung ist so nett wie das Universum der Musiker. Thomas war verliebt in ein Mädchen und spielte damals mit Nino in einer Band. Sie wusste den Ort im Süden von Brandenburg, kannte aber nicht den Club. Also schrieb und malte Thomas Wegweiser für seine Angebetete:"Virginia Jetzt!", dann folgte der Pfeil nach links oder rechts. Mathias fuhr auch zu dem Konzert, machte sich eine Notiz in sein Buch. Anderthalb Jahre später sind Thomas, Nino und Mathias dann gemeinsam unterwegs, natürlich im Auto. Man überlegt sich einen Bandnamen - den Mathias schon längst hatte.

Quelle: www.populario.de

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BIOGRAPHIE

Virginia Jetzt!

Nachdem Hamburg in Sachen Gitarren nach und nach sich selbst immer weiter austritt, kommen diejenigen an die Oberfläche, die mit der Hamburger Musik Anfang der Neunziger aufgewachsen sind. Und sie sind wie inzwischen so ziemlich jeder: aus Berlin. Die erfolgreichsten Vertreter sind vier Jungs aus dem brandenburgischen Provinz-Nest Elsterwerda und dessen Umgebung.

Also genau die Klientel von ländlichen Gymnasiasten, die sich Tocotronic-Trainingsjacken kaufen und deren Songs am Lagerfeuer des Jungschar-Zeltlagers nachspielen. Übliche Mittelstands-Kids, die Punkrock immer schon cool fanden, aber trotzdem auf keine Demos gegen den Staat gehen. Lieber macht man Musik und deutschlandweit hoch angesehen Fanzines, wie das Knaartz, das bis 2001 auf die Kappe von zwei Virginien ging. Alles streng im Indie-Kontext um Schrammel-Gitarren und Texte über die Liebe, Sehnsucht und dem ganzen Zeug das Mädchen wichtig ist.

Im April 1999 gründen sich Virginia Jetzt!, bestehend aus Thomas Dörschel an der Gitarre und Piano, Mathias Hielscher am Bass, Nino Skrotzki am Gesang bzw. Gitarre und Angelo Gräbs am Schlagzeug. Den Namen entleiht man sich aus einer Balz-Aktion von Thomas, der ein Auge auf eine gewisse Virginia gesetzt hatte und sie zu einem Konzert seiner damaligen Kapelle einlädt. Damit seine Angebetete den Gig in der brandenburgischen Einöde auch findet, bastelte er höllisch verliebt Schilder mit der Aufschrift "Virginia Jetzt!" und Richtungspfeilen. Ein guter kreativer Trick, mit dem man natürlich Jede rumkriegt und nebenbei noch einen Namen für seine nächste Band findet.

Die Combo zieht des Studiums und Zivildienstes wegen nach Berlin und landet dort in dem Stadtteil in dem alle Zugezogenen wohnen, die nichts mehr in Mitte bekommen haben: Friedrichshain. Eine erste EP mit einem Hahn auf dem Cover und vier Stücken wird selbstgebrannt verteilt und findet mit dem stärksten Song "Deine Welt" (die weiblichen Vocals singt übrigens Mieze von Mia) selbst im Tagesprogramm von Radio Fritz seine festen Fans. Mit dem dilletantischen Nichtskönner-Gehabe von Tocotronic hat man aber nichts mehr zu tun. Virginia Jetzt haben den Pop im Blut und schmuggeln ihn streng ausgedacht unter ihre Gitarren-Front. Selbst vor Piano-Only-Stücken, die in Sachen Romantik heftig punkten, machen sie keinen Halt. Müssen sie auch gar nicht, denn es funktioniert trotzdem ganz wunderbar. Nicht ohne Grund hängen Ben Folds und Echt Plakate an der Wand.

Die EP "Pophymnen" - immer noch ohne Plattenvertrag - macht sie 2000 schon über die Hauptstadt-Grenzen bekannt. Nach etlichen Touren durch ganz Deutschland zieht man für die "Mein Sein"-EP einen kleinen Deal mit dem Blickpunkt Pop-Label des vierten Sportfreunds Marc Liebscher an Land. Dick produziert, rückt das Ziel des perfektionierten Gitarren-Pop-Songs näher. Ein Jahr später wagen die lieben Nachbarsbuben von nebenan mit einer (wiederum selbstgebrannten und streng limitierten) "Mein Sein"-Remix-CD erstmals einen Besuch in der elektronischen Zone. Geremixt haben u.a. Miles, Mia.

Im Juni 2003 erscheint endlich ihr erstes Album "Wer Hat Angst Vor Virginia Jetzt!". Mit gutem Gewissen kann man sagen, dass die Indie-Welt darauf gewartet hat. Hit-Garantie ist gegeben.

Quelle: www.laut.de

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VIRGINIA JETZT! | WER HAT ANGST VOR VIRGINIA JETZT!

Dieser Sommer wird groß! Mit der Vorab-Single "Von Guten Eltern" haben Virginia Jetzt! bereits gehörig Appetit auf ihren Erstling gemacht, so dass wir nun völlig angstlos die volle Breitseite wunderbar poppigen Gitarrenrocks mit quasigenialen Texten genießen können. Allen Freunden von Sportfreunden und gitarrenverstärkten Grandiospop ist Virginia Jetzt! ohnehin die Offenbarung der Stunde. Wunderbare Melodien, krachige Power und Textzeilen wie "Wir haben keine Sorgen, wir haben nicht mal ein Problem". Da schmelzen wir nur so dahin und freuen uns auf den VJ!-Durchmarsch! Ab nun: Virginia Jetzt! Und wie gesagt: Dieser Sommer wird groß!

 

Quelle: www.motor.de

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Auf den ersten Blick möchte man sagen, dass die Jungs von Virginia Jetzt! in ihrer noch nicht so weit entfernten Jugend wohl zu viel Tocotronic gehört haben. Das Quartett aus dem brandenburgischen Elsterwerda lässt es musikalisch allerdings etwas bedächtiger angehen. 1999 gegründet, werden in den folgenden 12 Monaten fleißig fröhliche Songs komponiert und einige davon in Eigenregie auf CD gebrannt.

Eine dieser kleinen Scheiben landete unter anderem bei den Veranstaltern des Immergut Festivals, bei dem VJ! mittlerweile Kultstatus genießen - nicht zuletzt, da die Jungs den offiziellen Festivalsong "Immergutrocken" komponiert haben. Mittlerweile ist, rechtzeitig zum Sommeranfang, das Debütalbum "Wer hat Angst vor Virginia Jetzt!" bundesweit in den Plattenläden erhältlich. Und da VJ! so gerne Regenmetaphern in ihre Songs einbauen, wird sich die Band auf der Kieler Woche sicher wohlfühlen...

Quelle: www.kiel4kiel.de

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Virginia Jetzt!

Die vier Brandenburger machen deutschen Gitarrenpop für verliebte Mädchen

Am Anfang von Virginia Jetzt! stand ein handgemalter Wegweiser. Thomas Dörschel wollte, dass eine gewisse Virginia auch ja zu einem Konzert seiner Band irgendwo tief im Südbrandenburgischen findet und stellte Schilder auf: "Virginia, jetzt abbiegen!"

Virginia kam tatsächlich an. Mathias Hielscher wollte schon lange mit Thomas eine Band gründen und fand, auf dem Schild stünde ein guter Name. Seit drei Jahren spielen Thomas und Mathias mit Nino und Angelo als Virginia Jetzt! zusammen: Nino singt mit weichgespülter Feenstimme, und seine Kollegen unterlegen das mit meist Melodiösem. Ab und zu fliegt dann auch mal ein Gitarrenbrett oder ein Stagediver durch die Luft.

Eine erste EP wird selbstgebrannt verteilt und findet mit dem Song "Deine Welt" (die weiblichen Vocals singt übrigens Mieze von Mia) im Tagesprogramm von Radio Fritz seinen Platz. Die nächste EP "Pophymnen" - immer noch ohne Plattenvertrag - macht sie 2000 schon über die Hauptstadt-Grenzen bekannt.

Nach Touren durch ganz Deutschland zieht man für die "Mein Sein"-EP einen kleinen Deal mit dem Blickpunkt Pop-Label des Sportfreunds Marc Liebscher an Land. Ein Jahr später wagt man sogar mit einer (wiederum selbstgebrannten und streng limitierten) "Mein Sein"-Remix-CD einen Vorstoß ins Elektronische.

Am 2. Juni 2003 ist nun Zeit für ein noch größeres Label, für das Debütalbum "Wer hat Angst vor Virginia Jetzt!" und für die erste Auskopplung "Von guten Eltern".

Quelle: www.viva.tv

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Mathias (Bass), Thomas (Gitarre und Tasten), Angelo (Schlagzeug) und Nino (Gesang und Gitarre) haben 1999 in Elsterwerda eine Band eröffnet. VIRGINIA JETZT! sind eine Band, die sich städtisch anhört, im besten Sinne. Der Nino singt meistens ein bisschen feenhaft, ganz zart und klug, und seine Bandkollegen spielen dazu Lieder, die vor allen Dingen aus Melodien bestehen, die höchst erfreulich durch die Luft surren. Ab und zu fliegt dann auch mal ein Gitarrenbrett oder ein Stagediver in der Gegend herum, all das in einer angenehmen Balance.Das ist grundsätzlich eine gute Idee - man schlage im Lexikon mal unter "Beatles, The" nach - aber um zum eigenen Enzyklopädie-eintrag zu kommen muss man als Band etwas handfestes vorweisen können. Handfest ist zum Beispiel eine Demo CD. Die wiederum landete in den Fängen der Redakteure von Radio Fritz und das ist nun einmal ein sehr populärer Jugendradiosender für Berlin und Brandenburg. Lied läuft, Band freut sich und packt die Siebensachen ein, um nach Berlin zu ziehen. Und während die vier noch vor dem Badezimmerspiegel stehen, coole Posen und den Verzehr von Eisbein üben, kommt schon ein anderer Städter, Marc Liebscher vom Münchener Label Blickpunkt Pop, und will eine Schallplatte der Band veröffentlichen. Darauf enthalten ist das Lied "Mein Sein", das sofort einen hohen Popularitätsgrad erreicht. Populäre Musik aber ist ein Feld, in dem die sehr große Plattenfirma Motor/Universal federführend tätig ist. Ein Vertrag wird unterschrieben. Und schwupps sind wir im Jahre 2003 angekommen. Jetzt ist es an der Zeit, eine Langspiel-platte zu veröffentlichen. Sie heißt "Wer hat Angst vor Virginia Jetzt!".
Die Augsburger haben jedenfalls keine Angst vor den vier Jungs, und deshalb kommt Virginia Jetzt! zum Frischluft 2003.

Quelle: www.frischluft2003.de

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CD-Tipp aus der Fernsehzeitschrift "TV Today"

Virginia Jetzt!
Wer hat Angst vor Virginia Jetzt!

Gitarrenpop "Wir stellen die Weichen für neue Zeiten", singen die vier Jungs aus Brandenburg. Nach diesen elf Songs glaubt man ihnen das gern. Mit leichter Melancholie und entwaffnendem Charme werden Virginia Jetzt! Mädchenherzen erobern, die bisher nur für die Sportfreunde Stiller schlugen.

www.tvtoday.de

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Virginia Jetzt - Musterknaben
Freitag, 18.07.2003

An den guten Verhältnissen, aus denen die netten Ostbrote von 'Virginia Jetzt' stammen, sind natürlich ihre Erzeuger schuld. Und die mussten dann auch gleich mal im Video zur aktuellen Single 'Von guten Eltern' auftreten. Und was soll man sagen - da wurden Stars geboren! Matthias und Thomas zu den MTV News: 'Mit jeder Minute haben sie das Drehen mehr genossen. Unsere Eltern waren die Stars und wir waren die Typen, die hinten standen und sie bewunderten.' Denn die Boy Band aus den 'neuen' Ländern weiß, dass eine gute Elternstube noch lange nicht meint, dass man vor lauter Nettigkeiten nicht aus den Puschen kommt. Und dass man als Rocker nicht seine Eltern abgemurkst haben muss...

Nino klärt auf: 'In dem Song geht's nicht um Ironie und Wohlstandsübelkeit. Sondern vielmehr darum, dass wenn man aus behüteten Verhältnissen kommt, gute Musik machen kann. Das ganze Gedönse um 'Ghetto-Style' und rumasseln um richtig cool zu sein ist absoluter Blödsinn.'

Quelle: www.mtv.de

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Virginia Jetzt! auf dem Sonnendeck. Fotos: Band-Homepage
Bild vergrößernVirginia Jetzt! auf dem Sonnendeck. Fotos: Band-Homepage
Virginia Jetzt! präsentiert unbeschwerten Pop
 
Frankfurt/Berlin (rpo). Nett, zart, romantisch - mit den gängigen Werturteilen der Musikkritik kommt die Berliner Popband Virginia Jetzt! ganz gut zurecht. Denn anders als der Albumtitel "Wer hat Angst vor Virginia Jetzt?" glauben macht, verbreitet die Debütplatte des Quartetts überwiegend unbeschwerten Gitarrenpop.

"Kein Party- oder Bolzrock, sondern Musik, die man eher allein oder zu zweit Zuhause hört" - so umschreibt es Bassist Mathias Hielscher im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP. Live auf der Bühne sind "VJ!" aber nicht nur nett und niedlich, sondern deutlich rockiger. "Das überrascht manche Konzertbesucher. Aber diese Steigerungsmöglichkeit brauchen und mögen wir. Vielleicht animiert das auch den einen oder anderen, unsere Konzerte zu besuchen", sagt der 23-Jährige Wahl-Berliner.

Mit dem Stück "Mein Sein" hat Virginia Jetzt! im vergangenen Jahr bereits einen kleinen Hit gelandet. Das flotte Liebeslied, dessen Refrain spontan zum Mitsingen animiert, wurde zunächst lediglich von Berliner Sendern und einigen Campusradios gespielt und erreichte schließlich auch Musiksender wie MTV und Viva. In diesem Jahr ist die Band von dem kleinen Münchner Label "Blickpunkt Pop" zum Musikgiganten Motor/Universal gewechselt - greifbares Ergebnis ist nun das erste Album. Die Texte und Melodien stammen sämtlich aus der Feder von Thomas Dörschel, der Gitarre und Tasteninstrumente spielt. "Mit seinen Songideen tritt Thomas quasi zu uns ans 'Band-Lagerfeuer' und trägt sie auf der Gitarre vor. Dann wird das genaue Arrangement meist gemeinsam diskutiert und ausgefeilt", berichtet Mathias.

Aufgetaucht aus dem Bermudadreieck.
Bild vergrößernAufgetaucht aus dem Bermudadreieck.

Dass bei Virginia Jetzt! Deutsch gesungen wird, wurde nach der Bandgründung im Jahr 1999 rasch entschieden: "Nur während der ersten drei Monate haben wir es auf Englisch versucht, aber dann schnell gemerkt, dass wir ziemlich schlechte Englischsprecher sind." Zudem gerieten einige Texte in der Fremdsprache inhaltlich "ziemlich Banane", wie Mathias erzählt. Da Bands wie Tocotronic, Die Sterne, Blumfeld und auch die Ärzte ohnehin zu den Favoriten der Vier gehörten, fiel der Wechsel zur Muttersprache leicht.

Aufgewachsen im Bermudadreieck

Aufgewachsen sind die Mittzwanziger Mathias, Thomas, Nino Skrotzki (Gesang/Gitarre) und Angelo Gräbs (Schlagzeug) in verschiedenen Dörfern nahe der Kleinstadt Elsterwerda in Südbrandenburg - mitten im "Bermudadreieck" zwischen Dresden, Leipzig und Berlin. Treffpunkt war die örtliche Indie-Disco: "Da lernte man sich zwangsläufig kennen, wenn man eine Trainingsjacke anhatte." Zum Thema "Heimat in der Provinz" passt der Titel "Von guten Eltern", der gedanklich um das behütete Zuhause, die Langeweile und den Neuanfang und Aufbruch kreist: "Und sollte alles still stehen / dann werden wir sehen wie es klingt / wenn man die alten Dinge / in eine neue Ordnung bringt." Das Gerücht, das Virginia Jetzt! viele Mädchen zu ihren Fans zählen, entspricht übrigens der Wahrheit.

"Es sind zwar nicht mehr Mädchen als Jungs, aber es sind mehr Mädchen als bei anderen Bands", sagt Mathias. Nach seiner Beobachtung haben Frauen auch ein anderes Fan-Bewusstsein. "Ich wüsste zum Beispiel keine Band, wo ich mich früher mal ins Gästebuch auf der Homepage eingetragen hätte nach dem Motto: 'Ich find euch super' oder 'Das hat mir nicht gefallen'. Ich kenne auch keinen Jungen, der sowas machen würde. Aber es gibt viele Mädchen, die das bei uns machen - und gar nicht mal auf blöde Art und Weise." Männliche Fans seien da anders: "Die fragen nach dem Plektron, den Akkorden und der Setlist." Zum Schluss eine Rätsellösung: Der mysteriöse Bandname verdankt sich einer Flirt-Aktion von Thomas, der vor Jahren ein Auge auf eine gewisse Virginia geworfen hatte. Damit die Erwählte das Konzert in der brandenburgischen Einöde auch fand, bastelte er Schilder mit der Aufschrift "Virginia Jetzt!" und Richtungspfeilen. Ein kreativer Trick, mit dem man Jede rumkriegt - wie nun auch die Fan-Basis beweist.

Quelle: www.rp-online.de

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Meistens geben Band-Infos nicht viel her oder stecken voller Abgeschmacktheiten, so dass ich dann oft gezwungen bin, mir selbst was auszudenken. Bei Virginia Jetzt! liegt der Fall anders. Was über diese zuckersüße und zartbittere Band geschrieben wird, lässt sich herrlich eins zu eins abschreiben, da kurioserweise aber auch alles so wunderbar wahr ist: "Der Nino singt meistens ein bisschen feenhaft und klug und seine Bandkollegen spielen dazu Lieder, die vor allen Dingen aus Melodien bestehen, die höchst erfreulich durch die Luft surren. Ab und zu fliegt dann auch mal ein Gitarrenbrett oder ein Stagediver in der Gegend herum. `Dieses Leben ist nicht tragbar´, singt der Nino beispielsweise und alle versinken kollektiv in tiefe Schwermut. Wunderschön und überhaupt nicht weinerlich. Dann wieder wird testosteronhaltig gerockt. Charmante Indie-Popper sind die vier Burschen, romantisch, poetisch, witzig und stets entspannt. Man muss sie einfach lieb haben. Und noch eins ist sicher: So schön ist die Erinnerung an einen Sommertag, so schön sind Virginia Jetzt!"
 
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Virginia Jetzt!, Foto: Phrank

Virginia Jetzt!, Foto: Phrank

Virginia Jetzt!, Foto: Phrank



[...]Bei Virginia Jetzt! steigerte sich das Mitwippen zu einem lockeren Kopfwackeln und Beine hin- und herschwingen. Die Burschen brachten vor ein paar Wochen ihr erstes Album herraus, begeistern seitdem die halbe Republik und lassen jeden wissen, dass sie von "guten Eltern" sind. Auf der Bühne benehmen sie sich tadellos, die Menge ist begeistert und ihre Erzeuger können stolz auf sie sein....
 
 
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Ein Grinsen in der Stimme

Es ist schwer, sie nicht zu mögen: Von der Berliner Band Virginia Jetzt! gibt's nun die erste CD

von Johanna Merhof

Matthias schlendert barfuß um die Ecke, an seinen Füßen klebt Dreck, und der Pförtner des ehemaligen Rundfunkgeländes der DDR lüpft eine Augenbraue. Die Sonne brennt. Überall wuchern Gräser, blitzen zersprungene Fensterscheiben aus maroden Gebäuden - die Nalepastraße wirkt wie ein Ort von vorvorgestern. Matthias trägt zerrissene Jeans inklusive abgerocktem Nirvana-Button, Schlabber-Shirt und verwuselten braunen Haaren, streckt seine Hand aus und sagt: "Na, dann willkommen in unserer bescheidenen Hütte". Matthias kann mit seiner Stimme grinsen.

Wir gehen die Treppen zum Probenraum rauf, irgendwo klimpert eine Gitarre, wir sind am Hintern der Welt. Matthias spielt Bass bei der Östrogengruppe von heute: bei Virginia Jetzt!. Er lehnt sich in den Türrahmen, zeigt auf drei fläzende Jungs auf dem Teppichboden, Verursacher von Jungmädchenohrwürmern. "Das sind Thomas, Nino und Angelo" - die Herren Anfang zwanzig nippen am Bier, zaubern sich kollektiv ein Strahlen zwischen die Ohren und schieben flugs einen Stuhl neben die Getränkekisten. "Komm, ich kitzel dich so lang, bis du umfällst, irgendwann." Das kann ja heiter werden.

Die Geschichte der Band Virginia Jetzt! ist die Geschichte einer Jungsfreundschaft. Einer Freundschaft, die in der ostdeutschen Provinz großgeworden ist, mit Indiemusik, Trainingsjacken und einem wolkigen Dagegen-Gefühl im Bauch. Nino Skrotzki, Thomas Dörschel, Angelo Gräbs und Matthias Hielscher sind aus Elsterwerda. In Elsterwerda werden jährlich 320 Millionen Liter Milch zu Joghurt und Käse verarbeitet, man benickt seinen Nachbarn und weiß, wer mit wem wo knutscht. Wer hier aufwächst, weiß, was es heißt, das Kribbeln von großen Träumen plus Fernweh nach der weiten Welt bis in die Fingerspitzen zu fühlen.

Mitte der neunziger Jahre spielte sich die Band in sämtlichen Dorfkellern des Ostens die Finger wund, wurde auf Wettbewerben stets Zweiter, zog in die Hauptstadt, trank Bier darauf und fühlte sich "so puuhh". Da Thomas aufs wildeste für eine Dame namens Virginia flackerte und ihr Wegweiser zum Spielort à la "Jetzt links abbiegen" malte, hatte man plötzlich einen luftig-lässigen Bandnamen zur wachsenden Fangemeinde. Virginia Jetzt! klangen mit ihrem kuscheligen Gitarrenrock unverschämt gut gelaunt, leicht kitschig und ziemlich ansteckend.

Es ist schwer, sie nicht zu mögen. Als Mädchen ist es unmöglich. Radio Fritz liebte sie. Der Song "Mein Sein" vom ersten Demo lief dort rauf und runter, die erste EP kam im Sturzflug, der Major Deal mit Motor folgte. Das Ergebnis dudelt derzeit im Kopf einer Jugend fröhlich in der Endlosschleife - die erste CD: "Wer hat Angst vor Virginia Jetzt!" Angst? Keiner! Virginia Jetzt! sorgen für Kicheranfälle, Sommertrunkenheit und Verzückungsseufzer.

Matthias klopft Sprüche, Thomas sinniert, Nino lächelt und Angelo schweigt. Die Herren sind bester Dinge. Sie sind, ganz ehrlich und mit Verlaub, einfach zu süß. "Musik ist unsere Luft zum Atmen", sagt Matthias und einige Worttänze später: "Ich halte es mit den Kastelruther Spatzen: Liebe ist alles." Ach je.

Wie genial muss es sich anfühlen, Teil der ultimativen Mädchenband zu sein? Na? Thomas runzelt die Stirn, Angelo pafft genervt Rauchwölkchen und Nino zwinkert müde: "Uns ist das voll egal." Wie bitte? "Schließlich sind die Mädchen bei unseren Konzerten ja nicht mehr zwölf." Thomas seufzt: "Ein Journalistenabschreibeklischee. Limp Bizkit singen doch auch über Gefühle, und auf unserer CD sind nur drei Liebeslieder".

Man möchte den Jungs zuflüstern, dass es ganz toll ist, dass ihre Musik feenhaft, schwebend und romantisch klingt, und man möchte sie schleunigst in den Arm nehmen. Ich nicke bloß. "Pessimisten hassen uns", sagt Nino, "wir klingen eben zu jungenhaft fröhlich." Matthias ist in Fahrt: "Diese Mittelstandskinder, die von Revolution singen - Kinder, so ist es doch nicht." Thomas nickt: "Wir müssen uns doch nicht dafür entschuldigen, dass wir uns gut fühlen."

Schon kapiert: Virginia Jetzt! haben einen wunden Punkt. Sie fühlen sich nicht ganz ernst genommen. Und sie haben etwas sehr Sympathisches an sich: Sie denken viel nach. Und zwar laut. Also reflektieren sie munter über eine frische Liebe in Zeiten des Krieges oder über ihr Vorhaben, das kreative Potenzial mit dem industriellen zu vereinen. "Mit befreundeten Bands wie Mia oder Wir sind Helden redet man eher über den Steuerberater als über den frischesten Akkord", sagt Thomas. Zuviel Realität für meinen Rockstar-Traum, schnell Jungs, spielt was.

Als die vier die ersten Töne in den winzigen Übungsraum schicken, ist wieder alles gut. Nino singt: "Du musst dahin, wo es wehtut", und dazu klimpert und groovt es herrlich herzerwärmend. Draußen zwinkert noch immer die Sonne. Auf dem Weg zur Tram holt mich Thomas ein. "Weißt du, mein Musikprofessor meinte, wir würden so amerikanisch klingen. Das war ein Wahnsinnskompliment." Im buntesten Friedrichshain hüpft er aus der Bahn und spaziert die Straße lang, ein blonder Junge mit dem Pop in den Adern. Randvoll mit Tönen und in bester Laune: "Mein Kopf, mein Mund, mein Bauch, mein Herz klingt so" - So wie ein Luftsprung ohne Anlauf. So wie die Welt mit einem Lächeln.

Artikel erschienen am 22. Aug 2003

Quelle: www.welt.de

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Pannenhilfe aus der 3.Reihe SUBJECTSTOPP -->


Es ist rappelvoll in Leipzigs wichtigstem Club für unabhängige Musik. "Das liegt an der Band", sagt Ilses-Erika-Programmer Donis: "so was hört man heute!" Die Hipsters des Abends heißen Virginia Jetzt!, kommen aus dem brandenburgischen Elsterwerda und haben seit ihrer Gründung 1999 eine beachtliche Karriere hinter sich. Diese führte in die Herzen vieler junger Leute um die 20 und die Vertragsabteilung beim Branchenriesen "Motor". Dort wurde kürzlich ihr Debüt mit dem geistreichen, weil an das berühmte Albee-Stück angelehnten Titel "Wer hat Angst vor Virginia Jetzt!" veröffentlicht. Die zermürbend tiefenpsychologische Grundhaltung der Schriftstellerin Virginia Woolf scheint die vier Jungens aus Elsterwerda jedoch nicht sonderlich beeinflusst zu haben.

Denn vor allem sind sie furchtbar liebenswürdig und natürlich. Die vielen Mädels im Publikum finden das am Mittwoch auch, und als einer aus der Band offen über sein Unterwäscheproblem spricht - ein großes, gern verschwiegenes Konfliktfeld im Tourneeleben - bietet ein Girl in der dritten Reihe spontan Pannenhilfe aus eigenen Beständen an. Wie im ganz großen Rock'n'Roll!

Virginia Jetzt! haben zwar seit kurzem einen Majordeal, aber sie stehen ebenso wie ihre Anhänger felsenfest auf der guten Seite des schmutzigen Biz. Ehrlicher Indie-Pop mit Krachgitarren, Bollerbass und deutschen Texten in jener freundlichen Mischung aus Schein-Naivität und träumerischer Poesie, wie sie seit längerem auf Pennälerschulhöfen gerne gehört wird. Der Gitarrenbeat dazu macht einfach Spaß: Harmoniesüchtig, aber gegen den Strich gebürstet; unheimlich nett, aber nicht harmlos. So hat es damals angefangen im Hamburger Starclub, so ähnlich hört man es heute von stillen Sportfreunden aus dem Bayerischen. Der Charme dieser Musik scheint sich nicht zu verbrauchen. Das hört man schon mindestens 40 Jahre, lieber Donis, denn es ist einfach nicht totzukriegen. Und das ist gut so!

Peter Matzke

Quelle: www.lvz-online.de

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Von guten Eltern
Virginia Jetzt! freuen sich in und über Dresden
Von Oliver Reinhard


Die 68er bis 90er Jahre sind lange vorbei. Mit ihnen die Not, dass man sich als deutscher Popmusiker von der Spießergeneration der Eltern distanzieren muss, um als zeitgeistvoller Künstler ernst genommen zu werden. Heute bekennen gleich mehrere Bands ihre totale Normalität und Alltäglichkeit und beichten freimütig ihre Herkunft aus korrektem Hause. „Wir sind von guten Eltern, wir wissen, was sich ziemt“, singen zum Beispiel Paula. Dem setzten die vier gebürtigen Elsterwerdaer von Virginia Jetzt! mit ihrer Debüt-CD noch eins drauf: „Wir sind von guten Eltern, wir haben alles schon gesehn, wir haben keine Sorgen, wir haben nicht mal ein Problem“, tönt es dort.

So klingen sie auch. Die vier machen kraftvollen, abwechslungsreichen und trotzdem entspannten Gitarrenpop, dem man anmerkt, dass Virginia Jetzt! mit Tocotronic und Blumfeld und den Sternen aufgewachsen sind. Doch ist ihnen die Schlaumeierei von Blumfeld fremd, ebenso die tocotronische „alles ist schlecht“-Attitüde und das ostentative Loser-Dandytum der Sterne. Virginia Jetzt! erzählen unverschnörkelt und gradheraus, was ihnen passt oder missfällt; natürlich haben auch sie Probleme! Die Jungs verhandeln Herzens- und Generationsfragen auf ihre eigene, unauf- aber eindringliche Art, die „Arroganz der Jungen, Ignoranz der Alten“, und klagen: „Auf dem Gebiet der Rockmusik herrscht längst nur noch Eitelkeit und Neid.“

Es liegt wohl gerade an seiner Uneitelkeit, dass VJ! nach vier Jahren harter Arbeit und der ersten CD „Wer hat Angst vor Virginia Jetzt!“ auf dem deutschen Popmarkt als größte, hoffnungsvollste Entdeckung des Jahres gefeiert wird. Doch für ihren guten Ruf bei den Fans haben sie vor allem selbst gesorgt, auf etlichen Konzerten, unter anderem in Dresden. Für viele waren es alte Bekannte, die am Donnerstag im gut – und vornehmlich weiblich – gefüllten Star Club auftraten. Entsprechend geriet die Stimmung: Ab dem ersten Lied tobte zur schmissigen Virginia-Musik der Pogo im Publikum, begann ein endloses Stage-Diving und zeigte sich die Combo droben sehr verblüfft ob eines solch fulminanten Empfangs. „Ihr seid ja echt Wahnsinn“, staunte Sänger Nino Skrotzki. Noch nicht einmal das klang aufgesetzt. Ob die Folgeaussage – „Dresden ist Rock ’n’ Roll“ – zutrifft, bleibe mal dahingestellt.

Alles war hörbar hand- und herzgemacht

Der Abend aber wäre beinahe zu einem Erlebnis reinsten und schönsten Rock ’n’ Rolls geworden. Nino Skrotzki und Thomas Dörschel schrammelten ihre altmodischen Fender-Gitarren, mit denen sich keine Innovationspreise holen lassen, schön in den Vordergrund. Angelo Gräbs spielte sein geradliniges Schlagzeug, zuckelte ab und an etwas hinterher, schloss dann aber wieder auf zu Mathias Hielschers unbeirrbar groovendem Bass. Dazwischen gab es leiseres zur Pianobegleitung, sanft, gefühlsecht und unter gekonnter Umgehung jeglicher Schmalzgefahrstellen vorgetragen vom großartigen Frontmann Nico. Alles war hörbar hand- und herzgemacht, mit Rock in der Seele und Pop im Blut. Immer wieder kasperten die Virginias mit dem Publikum, erzählten Witze, pflaumten sich gegenseitig an, liebevoll, natürlich. Man war begeistert.

Aber 60 Minuten Konzert plus drei Zugaben; bei aller Liebe, das ist noch kein Rock ’n’ Roll. Zeit, dass Virginia Jetzt! ihren niveauvollen Songvorrat ein wenig aufstocken. Dann stimmt’s auch mit dem Rock.

Quelle: www.sz-online.de

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"Virginia Jetzt!" rockte
Wie? Elsterwerda, kennt doch jeder, immerhin ein Zentrum der deutschen Käse- und Joghurtproduktion! Der Verdacht läge nahe, dass aus diesem Örtchen nur Milchbubis kommen können. Is' aber nicht so. "Virginia Jetzt!" rocken weg, wovon sich vorwiegend jüngere Leute am Mittwoch im gut gefüllten Linzer Posthof überzeugen konnten.

Enorm melodiöser Pop, der Platz lässt für ordentlichen Gitarren-Lärm. Schon nach den ersten Liedern ist Party-Stimmung angesagt. Deutschsprachige Songs über Liebe und Gefühle, aber mitnichten Weichei-Pop: das Du als subversivste Kraft in einer infantilen Ego-Gesellschaft. Ein starker Auftritt von Sänger/Gitarrist Nino Skrotzki, dessen Stimme von der Band selbstironisch als "feenhaft" beschrieben wird. Ja, auch sanfte Selbstironie, Ansagen an das Publikum werden mit "Ich hab's nicht verstanden" kommentiert. Das Konzert hätte ruhig länger dauern können. Wer "Virginia Jetzt!" zumindest hören will, muss FM4 aufdrehen, wo die Band rauf und runter gespielt wird.

Quelle: www.nachrichten.at

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