Hier sind 'n paar Gedichte, die zum Nachdenken anregen!
Alle von Terry Pratchett
Die Apokalypse
Zerstörung, Tod und Untergang
Verderben, Krieg und Niedergang
Die Erde leblos aufgehang'
Nahe ist der Tod von vielen
Exeme, Hautausschlag und Schwielen
Die Erde wird mit eurem Leben spielen
Blumen werden Herrschaft an sich reißen
Tiere ekelhaft den Mensch zerfleischen
Panik, Flucht und lautes Kreischen
Der Mensch wird sich selbst vernichten
Niemand kann da Frieden schlichten
Keiner bleibt um zu berichten
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Tod
Im Schatten der Nacht
reitet er zu seinen Taten
auch wer noch so gut bewacht
wird bald liegen in seinem Garten
die Sense geschickt er schwingt
während ihr um euer Leben ringt
die Klinge so scharf wie das Licht
so dass sie eure Knochen bricht
Humor, Freud und Leid
alles ist ihm unbekannt
gereist ist er zwar weit
doch von Emotionen wird er nicht gebannt
statt dessen tut er seine Pflicht
entwischen läßt er euch nicht
aus seinen Klauen gibt es kein entrinnen
es lohnt nicht die Flucht zu beginnen
Hungersnot
Leid und Magenschmerz
leere Felder, schwaches Herz
die Menschen müssen Hunger leiden
bevor sie von dannen scheiden
Essen wird zur Mangelware
die Toten füllen jede Bare
die Leichen werden irgendwo gelagert
sind dünn und abgemagert
Nur noch Haut und Knochen
schon mancher hat sich da erbrochen
beim Anblick jener tot geweihten
Angst und Schrecken verbreiten
die, die noch auf Erden wandeln
da kann man nichts behandeln
gegen das Fehlen von Nahrung nur
gibt es keine Kräuterkur
Krieg
Morden, töten und vernichten
niemand wird sie richten
sie kämpfen für ihre Sache
doch in Wahrheit nur für Rache
Menschen bluten, leiden, sterben
und stürzen sich in ihr Verderben
In Angst, Furcht und Schrecken
werden die Menschen entdecken
dass der Krieg sie wird ausradieren
und elendiglich werden sie krepieren
Immer wird es Böses geben
damit müssen wir leider leben
doch wegen nichts zu beginnen einen Krieg
nur für einen Sieg
ist töricht, menschlich und behämmert
dass, das noch Keinem ist gedämmert
Pest
Zu Dutzenden sind sie am sterben
schon freuen sich die Erben
der schwarze Tod hat sie dahin gerafft
ob in Freiheit oder Gefangenschaft
vor der Pest gibt es kein entfliehen
enden tun sie im Liegen oder Knien
Junge, Alte, Schwarze, Weiße
alle sitzen in der Scheiße
die Seuche unterscheidet nicht
erwartet das jüngste Gericht
denn unaufhaltbar kommt sie heran
die Pest bringt euch ins Grab
schon gefüllt mit Maus und Mann
und wer sonst noch so verstarb
Weder seht noch hört ihr sie
doch aufhören zu fürchten könnt ihr nie
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Freiheit
frei zu sein, was ich sein will
unabhängig will ich sein
niemand dem ich verbunden
gerade da und schon wieder verschwunden
weil mich hier nichts hält
und es mir so gefällt
frei zu tun, was ich tun will
anders will ich sein
nicht so wie jedermann
will tun was ich kann
so bin ich nun mal
es war meine eigene Wahl
frei zu leben, wie ich leben will
alleine will ich sein
nur ich und die Ruhe
keiner sieht was ich tue
so kann sich mein Selbst entfalten
niemand da, der es kann halten
frei zu leiden, was ich erleiden will
unbeeinflußt will ich sein
ich denke auf meine eigene Art
nicht nur in Raum und Gegenwart
das geht niemanden etwas an
an meine Gedanken laß‘ ich keinen ran
frei zu denken, was ich denken will
nicht auf mein Wohl bedacht will ich sein
es geht nicht immer nur
auf die leichte Tour
auch Schweres ignoriere ich nicht
sondern tue meine Pflicht
und auch frei zu sterben, wie ich sterben will
mein eigener Herr will ich sein
da es mein Leben ist
setze ich mir die Frist
warum soll ich mich länger quälen
wenn ich den Tod kann wählen
FREI will ich sein
doch kann ich es? -NEIN-
bin gebunden an andere
wenn ich durch die Welten wandere
gehöre nicht in diese, auch nicht in jene
doch diesbezüglich hab‘ ich keine Pläne
nur frei sein von möglichst viel
darum geht’s in diesem Spiel
Der perfekte Augenblick
sicher und geborgen
umgeben von Freunden
die Musik spielt laut
der Rhythmus betäubt
vollkommen angenommen
grenzenloses Vertrauen zu den anderen
das Licht flackert
die Zeit steht still
sich fallen lassen
ohne jegliche Angst
mit jedem Beat ein Herzschlag
die Bewegung wie in Zeitlupe
jetzt ist es möglich
der Augenblick, das Leben
wie ein endloser Sonnenuntergang
voller Freude und Harmonie
der Himmel brennt
gleißendes Rot
das Feuer der Seele
setzt das Herz in Flammen
das Spiel der Farben am Firmament
wird zum Spiel des Lebens im Inneren
alles andere wird unwichtig
verschwimmt und dreht sich
...der perfekte Augenblick...
Teil der Musik
einen intensiven Herzschlag lang
Teil der Freude
Teil des Lebens
die Freude der anderen
wird zur eigenen
...der perfekte Augenblick vergeht...
...die Musik wird leiser...
...das Licht erlischt...
...das Gefühl bleibt!
Das Gefühl des ewigen Augenblicks
Unsterblich
| Wir sind unsterblich... ...weil wir Freunde haben ...weil wir die Zeit mit ihnen verbringen ...weil wir mit ihnen unsere Freude teilen ...weil wir mit ihnen Spaß haben ...weil wir mit ihnen Erfahrungen sammeln Erfahrungen die unser Leben prägen! Wir sind unsterblich... ...weil wir den Moment leben ...weil wir spüren, daß wir wirklich leben ...weil wir nicht zurück blicken ...weil wir nicht zu sehr an Morgen denken ...weil wir jeden Moment bewußt erfahren Jeder Augenblick ist einzigartig und wertvoll! Wir sind unsterblich... ...weil wir in Ruhe für einen Moment verweilen ...weil wir unser Leben betrachten ...weil wir uns über unser Selbst klar werden ...weil wir diesen Moment in uns aufnehmen ...weil wir ihn wirklich fühlen Fühle das Leben! |
Traum
ich gleite hinfort in einen Traum
verliere mich in Zeit und Raum
lasse meinen Körper hinter mir
bin weder dort noch hier
mein Geist ist losgelöst
denn ich bin eingedöst
schlafe und entspanne zugleich
wohl behütet liege ich so weich
doch meine Gedanken wandern fort
fort von diesem Ort
in diese andere Welt
die mir so gefällt
dort bin ich frei
doch am Morgen ist’s vorbei
ich wache auf aus meinem Schlaf
vergesse, wen ich dort traf
bin nicht ruhig, nur angespannt
als wäre ich die Nacht gerannt
doch nur durch fremde Welten
-das kann doch nicht gelten-
wandelte ich in der Nacht
sah Leben in all seiner Pracht
flog durch die Luft, schwamm durch’s Meer
doch morgens kam ich wieder her
dann ist alles Schöne wieder weg
aus meinem Kopf, wie durch ein Leck
kann mich an nichts erinnern
es bleibt nur ein geistiges Flimmern
nur Fragmente und Teile
seh‘ ich noch ‘ne Weile
doch zusammen bleibt es ohne Sinn
denn zu unglaublich was geschehen in
meinem Traum
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