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Hallo, hier seht ihr nun meine MZ. Wie so viele Motorräder ihre Geschichte haben so hat auch dieses
seine....... wie ich zur Mz kam? Irgendwann 1998 wurde in mir der Wunsch wach, Motorrad fahren zu
wollen...schließlich hatte ich ja seit 1978 den Führerschein dafür.
Aber außer auf dem Fahrschulmotorrad und einmal auf einer
geliehenen 80er hatte ich kein Motorrad mehr unterm Hintern
gehabt. Dann las ich in der hier ortsansässigen Kleinanzeigenzeitung
"DER HEISSE DRAHT" eine Anzeige: MZ ETZ 250, leichter Elektrikschaden, DM 200,- Ich dachte, so viel Elektrik kann an einer MZ nicht sein, ich
wußte zu dem damaligen Zeitpunkt schon, wie eine ETZ 250 aussah,
denn ich kannte jemanden, der eine solche als Gespann fuhr. Ich sah mir also diese ETZ an und....kaufte sie. Zustand: nicht
fahrbereit, TÜV 1/2 Jahr vorher abgelaufen. Unterlagen waren auch
dabei: Handbuch mit Schaltplan. Ich lieh mir einen Transporter, um die ETZ zunächst in die
Garage meines Bruders zu bringen, dort hatte sie erstmal einen
trockenen Platz und dort war es dann auch möglich, nähere
Untersuchungen vorzunehmen......als erstes baute ich die Batterie
aus und da diese ziemlich trocken war, befüllte ich sie und schloß
sie über Nacht ans Ladegerät an. Nachdem am nächsten Tag die Batterie geladen war und ich anhand
des Schaltplanes kontrolliert hatte, ob die wesentlichen
Verbindungen (Batterie, Lichtmaschine, Sicherungen, Zündung etc.)
vorhanden waren, prüfte ich zunächst alle Beleuchtungseinrichtungen
und stellte fest, das alles funktionierte. Nun dachte ich, könnte
ich es versuchen, den Motor zu starten. Nach einigen Versuchen
sprang dieser auch an, lief aber eher mäßig als gut. Es reichte
aber, um das Motorrad von Langenhagen nach Seelze zu
überführen. Vor der Wiederzulassung und der damit verbundenen TÜV- HU waren
aber noch einiges zu tun. Die Speichen und Felgen wurden gereinigt, Bremsbeläge vorne und
hinten erneuert und der Bilux-Scheinwerfer gegen einen H4
getauscht. Die HU wurde auf Anhieb bestanden. Nun konnte es nach der
Zulassung eigentlich losgehen, wenn da nicht........eines schönen
Tages der Tritt auf den Kicktstarter ins Leere ging. Ein Gang ließ
sich auch nicht einlegen.Also war Anschieben auch nicht möglich. Da
ich zu diesem Zeitpunkt keinen fachkundigen MZ-Fahrer kannte blieb
mir nur der gang in eine Werkstatt: Arne P. in Ronnenberg, der
allgemein alte Motorräder repariert. Auf dem Weg dorthin wurde die
MZ von einem unsachgemäß fahrenden Kurierfahrer unsanft auf die
Seite gelegt, dabei erhielt das Glas des Tachometers einen Sprung
und der rechte Spiegel ging zu Bruch. Es stellte sich heraus das die Kupplung von der Welle gerutscht
war, wie weshalb und warum auch immer......keine Ahnung.Das sollte
sich noch zweimal wiederholen, bis schließlich ein Zahnrad von
einer Welle abscherte, das vorher jemand der glaubte ganz schlau zu
sein, versucht hatte, anzuschweißen.Das war dann das Aus für diesen
Motor. Inzwischen hatte ich jemanden kennengelernt, der selber MZ
(Michael H.) fuhr und eine Hobbywerkstatt hatte und mir einen
gebrauchten Motor verkaufte.Wie alt der eine und der andere Motor
war, war mir nicht klar, nur eins......der vorhandene war Schrott
und der andere lief. Also gesagt gekauft und getan. das einzige
Teil was aus dem alten in oder an den "neuen" Motor wanderte,
war die komplette Lichtmaschine denn die andere daran befindliche
funktionierte nicht. Inzwischen schrieb man das Jahr 2001 und die zweite HU war ohne
Mängel bestanden und ich konnte es jetzt mal wagen kleinere
Ausflüge zu unternehmen. Da ich selber keine Schrauberecke habe, von den speziellen
Werkzeugen, die über das Bordwerkzeug hinausgehen ganz zu
schweigen, war ich froh, nach und nach immer mehr Leute
kennenzulernen, die MZ fuhren und mir bei technischen Problemen
helfen konnten. 2002 Anbau eines anderen, breiteren Lenkers, eines Gepäckträgers und
Lederpacktaschen. somit hatte ich es leichter, werkzeug und Öl
mitzuführen. eine kontaktlose Zündanlage, die EBZA von MZ wurde
eingebaut. 2003 ein 42 Liter Topcase kommt hinzu. Komplette Gabelrevision: neue Simmerringe, neues ÖL. Stoßdämpfer
hinten werden auch ersetzt.Federbeine vom Gespann werden
eingebaut.Elektronische Zündung will auf einmal nicht mehr.
Rückrüstung auf Normale Kontaktzündung. Mechanischer Regler wird
gegen elektronischen ersetzt. Vergaser wird zerlegt, gereinigt und
neu gedichtet. danach etwas besserer Leerlauf. Normale Sitzbank ersetzt durch Einzelsitze, danach erheblich
besseres Sitzen vor allem auf längeren Fahrten. Vorderrad wird komplett erneuert, Tüv- Vorführung, Lenker wird
eingetragen.HU ohne Mängel. Im September wird deutlich, das nun eine Motorüberholung
ansteht.der Motor macht unnormale Geräusche. Nach Abnehmen vom
Zylinder und Kolben zeigt sich: Kolbenbolzenlager ist hin. Im November erfolgt dann die Überholung des Motors: neue
Kurbelwelle, neue Lager, Schaltgabel vom 3.Gang neu, Schaltfeder
neu.Zylinderblock wurde ausgeschliffen auf das nächste Übermaß,
Zylinderdeckel erneuert. Inzwischen habe ich jemanden kennengelernt, der mir um vieles
bei meiner mz weiterhelfen konnte, insbesondere mit enormen
fachwissen und seiner werkstatt. Hartmut G. hab ich zu verdanken das meine MZ so gut läuft wie
heute. Nach der Motorüberholung, 2004: Die MZ erhält ein komplett neues Gepäckträgersystem mit 2
Koffern. Dazu kommt noch eine Dessauer Bugkanzel, die Hartmut G.
mit der passenden Farbe versieht. Erste größere Touren wurden bereits gemacht, denn im Winter
stand die MZ nicht still. Der Motor läuft gut und hat jetzt ca
2000km runter. Der Vergaser wurde teilerneuert. nun läßt sich der
Leerlauf noch besser einstellen, der Motor tourt nach Gaswegnahme
besser ab, weniger Schieberuckeln beim Gaswegnehmen und
bergabfahren. 13.06.2004 Ein schwarzer Tag für mich und die MZ. Auf einer Fahrt von Helmstedt nach hause benutzte ich die A2 um
den Weg zu verkürzen. In der Höhe von Braunschweig passierte es
dann.....Kolbenklemmer!! ich hab nicht schnell genug reagiert mit dem ziehen der
Kupplung....und da lag ich auch schon mitsamt motorrad auf dem
Seitenstreifen.....zum Glück war es der Seitenstreifen..... Mit Prellungen und Schürfungen wurde ich ins nächste Krankenhaus
gebracht....zunächst hatte alles den Anschein, das nichts gebrochen
ist.....den gebochenen Zeigefinger entdeckte erst eine Woche später
mein Hausarzt. Die MZ wurde per Pickup-Service vom ADAC zu mir nach
Hause gebracht. 3 Wochen nach dem Unfall machte ich eine
Bestandsaufnahme..... Lenker verbogen, Fußraste verbogen, von der Scheibe fehlt ein
Stück, Handprotektor weggebochen , Spiegel weggebochen (alles auf
der rechten Seite) Vorderrad mitsamt Bremsscheibe ein Fall für den
Schrotthaufen.... Eine nähere Untersuchung des Rahmens und der Gabelholme ergab
das beides unversehrt geblieben ist. Nach und nach machte ich mich
an die Reperatur.....ein neuer Lenker mußte her, den fand ich recht
schnell bei Ebay, eine Fußrastenanlage, eine klappbare mit
Seitenständer (NVA-Ausführung) hatte ich bereits vor dem
Unfall erworben. Der Motor wurde ausgebaut, der Zylinder und
der Kolben zu einer Zylinderschleiferei in Freital gechickt.Da der
Motor seit der letzten Überholung erst ca 3500km gelaufen war,
reichte das nachhohnen des Zylinders aus, um die Klemmspuren zu
beseitigen, der Kolben wurde ebenfalls von Klemmspuren
gereinigt,und somit konnte ich beides wieder
verwenden. Nun muß nur noch ein neues Vorderrad beschafft
werden, sowie Ersatz für den zerstörten rechten Spiegel. September 2004 Nach einigem Suchen fand ich bezüglich des Vorderrades eine
preisgünstige Lösung. Ein MZ-Teilehändler (didt in
mutterschied) bot mir im Tausch gegen die alleinige Radnabe
ein preisgünstiges Vorderrad. Also speichte ich die ohnehin
schrottreife Felge aus und schickte die Nabe weg. Neben der Bremssscheibe erneuerte ich auch die Bremszange und
die Bremsleitung mit fachkundiger Hilfe von Hartmut G. Die ersten
Fahrten zeigten, das der Leerlauf nicht einwandfrei sich einstellen
ließ und es irgendwo ein Problem im Bereich der Zündanlage gab.
Nach langem Suchen entpuppte sich der Zündkondensator als
Fehlerquelle. Nach einiger Zeit, wohl dann, wenn der Motor
betriebswarm war, neigte die Zündanlage zu plötzlichen Ausfällen,
sobald der Motor eine Drehzahl von ca 2000 UPM unterschritt. Das
Auswechseln des Kondensators schaffte insofern Abhilfe, das diese
Ausfälle unterblieben. Ein Leerlauf mit Drezahlen unter 1000 UPM
läßt sich zur Zeit nicht realiesieren. Bei einer Leerlaufdrehzahl
etwas unter 1000UPM neigt der Motor nach ca 2 Minuten zum
Absterben. Muß vielleicht doch anderer, ein BING-Vergaser
her?. Der vorhandene BVF hat zwar eine neue Haupt und neue
Leerlaufdüse bekommen, alle anderen Teile wurden lediglich intensiv
gereinigt und wieder verbaut. Im Januar 2004 konnte ich dann endlich einen BING-Vergaser
erwerben. Gabor P. ein Mz-Teilehändler aus Berlin brachte mir einen
BING-Vergaser samt passenden Ansaugstutzen und Bowdenzügen mit zum
Wintertreffen auf Schloß Augustusburg. Der wurde dann eine Woche
später angebaut. Es war genau so wie Gabor es sagte: anbauen,
warmfahren, Leerlauf einstellen, fertig. Nun ließ sich auch ein
Leerlauf mit einer Drehzahl um die 800Upm einstellen es gab kein
Nachschlagen mehr und der Motor hing besser am Gas als je zuvor.
Auch der Kaltstart war kein großes Problem mehr. Mai 2005 Durch den Unfall infolge des Kolbenklemmers traumatisiert (immer
mit zwei Fingern am Kupplungshebel fahren war auf Dauer doch etwas
nervig) machte ich mir so meine Gedanken ob nicht ein Motorrad mit
4Takt-Motor für mich besser wäre. Da ich aber gerne bei MZ
bleiben wollte sah ich mich nach den 500er Modellen mit dem
Rotax-Motor um. Ich wurde schließlich bei Motorrad Ente in
Wolfenbüttel fündig. Und so kam ich zu einer Saxon Country 500,
fast eine Rarität, denn von diesem Modell wurden nicht allzu viele
hergestellt. Dieses Motorrad hatte trotz seiner 12 Jahre sage und
schreibe erst 4010km auf dem Tacho! Passend zu diesem Motorrad erwarb ich dann noch ein Trägersystem
von Hepco&Becker. Die ETZ 250 konnte ich recht schnell und unkompliziert
verkaufen, das einzige Zubehör was ich behielt, war das
Kappa-Topcase, welches alsbald auf die "Country" montiert
wurde. Da Koffer von H&B neu sehr teuer und gebraucht auch nicht
viel billiger waren, ging ich auf das Angebot eines Anbieters ein,
der bei Ebay Metallboxen für Enduros verkaufte, die sich an jeden
Rohrträger montieren ließen. So erwarb ich zwei 29 Liter Boxen und
mit Hilfe meines Freundes Hartmut G. wurden diese dann an den
Träger angepaßt. Im Juni bei ca 5500km wollte auf einmal die Zündung nicht mehr.
Zündbox kaputt. Und das Teil sollte teuer sein......ca 250
Euro! Ich rief bei MZ an und schilderte mein Problem in der Hoffnung
das sich vielleicht noch auf dem Kulanzwege etwas bewegen ließ
(weil die Maschine doch erst so wenige km runter hatte) Antwort: vielleicht.....aber das Motorrad mußte in eine
MZ-Vertragswerkstatt. Diese war schnell gefunden und die "Country"
einige Tage später dort hin verfrachtet. Die tatsächliche Diagnose
lautete Zündbox im Eimer und von MZ das Angebot 50% Kulanz auf das
Ersatzteil. Immerhin dann nur noch 125 Euro....das war doch schon
was. Darüber hinaus wurde dann auch noch gleich die 6000er
Inspektion gemacht. Mit neuer Zündbox und frischem ÖL ging es einige Tage später
heimwärts. Einige Sorgen bereitete mir der Dellorto-Vergaser der immer
wieder dazu beitrug den Motor im Leerlauf aus heiterem Himmel
absterben zu lassen. LL Drehzahlen unter 2000 UPM waren nicht drin.
Und diese Drehzahl schwankte beträchtlich. Hinzu kam das sich die
Leerlaufgemisch-Schraube nur mit einem Spezialwerkzeug verstellen
ließ das es aber von MZ nicht mehr gab. Also machte ich mich auf
dem Weg nach Wolfenbüttel zu Motorrad Ente. Mit dem Erfolg, das wir
beide feststellen mußten das jemand diese Schraube verklebt hatte,
warum auch immer....jedenfalls saß diese bombenfest. Nach langen Hin und Her entschloß ich mich einen Bing-Vegaser zu
erwerben. Mit diesem wurden die zuletzt gebauten 500er Modelle
ausgestattet. der Anbau gestaltete sich schwierig denn der
Bing-Vergaser war etwas klobiger als der Dellorto und es ist sehr
wenig Platz zwischen Motor und Luftfilterkasten, es war eine ganz
schön langwierige Popelei bis der Vergaser endlich richtig
saß.Anschließend mußten auch neue Züge verlegt werden. (für Choke
und Gas). Die mühevolle Anbauarbeit wurde schließlich belohnt durch einen
wesentlich ruhigeren Leerlauf bei einer Drehzahl von ca 1500
UPM. Hier nun die "Country" im reisefertig ausgerüsteten Zustand.Das
Foto entstand bei einer Pause in Quedlinburg anläßlich einer
Ausfahrt im Rahmen des Sommertreffen des MZ-Club Deutschland. Aber nicht nur bei diesem Treffen sah man mich mit meiner neuen
Errungenschaft. Im August 2005 erfolgte die bislang weiteste Reise
nach Zschopau zum Emmenrausch. An dem besagten Wochenende legte ich
mit der "Country" ca 1000km zurück. Ankunft am Quartier in Zschopau, Emmenrausch 2005 Im September 2005 fuhr ich noch zum MZ-Treffen in Hollriede Im Winter 2005/2006 konnte ich die "Country" bei meinem Freund
Hartmut G. in der Werkstatt unterstellen, diese Gelegenheit nutzte
ich dann auch, einige Arbeiten zu erledigen, die erforderlich
waren. Zunächst wurden die Räder poliert, eine mühevolle Arbeit,
dann mußte der vom Rost befallene Auspuff ausgebaut und lackiert
werden. Beim Ausbau stellte ich fest, das kurz vor dem
Schalldämpfer der Auspuff zu brechen drohte. Hier half nur noch
Hartmut mit dem Schweißgerät und es war die bange Frage ob das denn
mit dem E-Schweißgerät überhaupt machbar war. Mit der
allerkleinsten Elektrode klappte das schließlich. Anschließend
verteilte ich eine ganze Dose Auspuff-Lack (von Louis) gleichmäßig
auf dem Auspuff. Natürlich in mehrern Arbeitsgängen. Der Steinschlagschutz, aus einfachem Plastik, wurde ersetzt
durch einen aus Blech, angefertigt von Hartmut G. Die nachfolgenden Bilder zeigen die Country am bzw im
Winterquartier |
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