ffzukunft

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Missmutig blickte Enma auf, als Dende mit einem jammernden Vejita im Schlepptau in sein Büro geschneit kam und sich mit Verschwörermiene vor seinem Schreibtisch aufbaute.

 

„Was ist denn nun schon wieder los, Erdengott?!“

 

Hastig verbeugte sich Dende, erhob sich aber sofort wieder und beantwortete die Frage.

 

„Enma-sama, es ist schrecklich, Vejita-kun sieht überall Freezer und seinen Vater! Er hat mich für Freezer gehalten und einen Ki-Blast abgefeuert!“

 

„Kann ich verstehen, du siehst ihm sehr ähnlich, besonders deine pinke Hautfarbe!“

 

Enma grinste, er liebte blöde Witze in noch blöderen Situationen.

 

„Jetzt ist nicht die Zeit für Scherze Enma-sama!“

 

Der kleine Namekianer bemühte sich nicht einmal um ein Schmunzeln obwohl er wusste wie empfindlich der Herr der Unterwelt war, wenn es um seine Witze ging.

 

„Nun gut, also was erwartest du von mir??“

 

Wieder gefasst wandte Enma sich erneut den geschäftlichen Angelegenheiten zu.

 

Auf diese Frage wusste  der junge Erdengott keine Antwort. Was erwartete er von Enma? Wieso sollte dieser eine Antwort auf seine Fragen haben? Was konnte er schon wissen, was sie nicht wussten.

 

„Wer ist Freezer?? Von dem hab ich ja noch nie was gehört!“

 

Fragend schaute der Junge vom einen zum anderen. Sein Gesicht drückte Verwirrung aus, er wusste wirklich nicht, worum es ging. Jetzt war es Dende, der völlig verdattert war.

 

„Wie du kennst Freezer nicht?? Eben hattest du doch noch furchtbare Angst vor ihm!“

 

„Wie meinst du das? Eben habe ich doch die Blumen in deinem Garten angeguckt!“

 

Ein ungutes, beklemmendes Gefühl breitete sich in Dendes Magengegend aus, erstreckte sich durch seinen ganzen Körper. Irgendwas stimmte hier absolut nicht!

 

‚Was wird hier gespielt? Eben war er noch völlig aufgelöst und zitterte vor Furcht!’

 

Kalte Schauer liefen ihm den Rücken hinunter, die Unwirklichkeit dieser Szene spürte er am ganzen Körper, sie erfüllte die Luft, kroch durch die Lunge in sein Inneres.

 

„Eben musste Goku ihn festhalten, aber trotzdem wurde es immer schlimmer! Er hat mit seinem Vater gesprochen!“

 

Es schien als habe der Herr der Unterwelt nicht zugehört, angeregt unterhielt er sich mit einem seiner treuen Untergebenen. Die Gleichgültigkeit des Höllenwächters machte den kleinen Erdengott rasend. Mit kalter Wut fixierte er den Riesen, die Fäuste geballt.

 

„Ich weiß, dass die Erde nur ein Planet unter unendlich vielen ist, aber wenn jemand sie um Hilfe bittet, könnten sie ihm wenigstens zuhören, oder ist das zuviel verlangt?! Wenn wir sie bei ihrer ach-so-wichtigen Arbeit stören, dann sagen sie es doch, dann verschwinden wir!!“

 

Vor Zorn zitternd stand er vor Enmas Schreibtisch, seine Augen funkelnd. Niemand hatte den Namekianer je so aufgebracht erlebt. Nur der Herr der Unterwelt lächelte.

 

„Sie finden das auch noch witzig?? Auch Sadismus hat seine Grenzen!!“

 

Eine kleine Träne rollte an seiner Wange hinunter.

 

„Sie wurden ja nicht mit diesem Ekelpaket Freezer verwechselt!!!!“

 

„Mein lieber Dende, ich habe dir zugehört, ich habe also nach Vegetas Vater geschickt!“

 

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Chichi zuckte zusammen, als sie die Eingangstür aufgehen hörte und eben diese mit einer solchen

Wucht zugeschlagen wurde und eine nicht mal eine Zehntelsekunde später neben ihr an der Wand

klebte. Wie einstudiert stellte sie die Frage, die sie seit jeher immer stellte, wenn jemand die Tür

eintrat.

 

„Goten, Schatz, bist du zurück?"

 

Wie immer bekam sie keine Antwort, hörte nur ein Stockwerk höher eine zweite Tür knallen. Und wie

immer seufzte sie nur, widmete sich wieder ihrer Küche.

 

Plötzlich hörte sie ein zweites Mal eine Tür aufgehen, dieses Mal die Küchentür. Zwar war direkt

neben dieser das Loch, welches die Eingangstür dort hinterlassen hatte, aber das störte den

Besucher, der sich jetzt ziemlich ratlos in der verwüsteten Küche umschaute, scheinbar nicht.

 

„Das sieht nicht gut aus! Ich werds reparieren!"

 

Mit einem sanften Lächeln sah Goku seine Frau an, als sei er nie weg gewesen. Chichi blickte ihn an,

sprachlos. Dann füllten sich ihre Augen mit Tränen, sie schmiss sich ihm um den Hals.

 

„Geh nie wieder fort! Lass mich nie wieder so allein!"

 

Ein Flüstern, fast von ihren Tränen erstickt war alles, was sie hervorbringen konnte. Ein weiteres

Lächeln war die Antwort, so warm, wie es immer gewesen war.

 

Eine Weile standen sie nur da, sich gegenseitig in den Armen haltend. Sie waren glücklich, für einen

Moment waren sie einfach nur glücklich.

 

„Wer ist da Mutter?"

 

Eine emotionslose, Goku unbekannt vorkommende Stimme. Ein schwarzer, Goku wohlbekannter

Haarschopf kam um die Ecke. Goten setzte an, wollte etwas sagen. Bei Gokus Anblick stocke er,

starrte seinen Vater einfach nur an.

 

„Was willst du denn hier?"

 

Damit war das Thema „wer ist da?" für ihn abgeschlossen, mit einem verächtlichen Blick in Richtung

Goku wandte er sich wieder seiner Mutter zu, musterte sie abschätzig.

 

„Und du freust dich auch noch, dass der Baka nach 10 Jahren wieder auftaucht?! Wahrscheinlich

braucht er Geld oder so!"

 

Sprachlos starrte Chichi ihren Sohn an. Wieso benahm er sich so? Als Kind war er so lieb gewesen.

 

‚Das ist mein Sohn. Warum? Warum hasst er seinen Vater?'

 

„Wenn du dir von diesem Arsch auf der Nase rumtanzen lassen willst, bitte, mein Vater ist vor 10

Jahren gestorben!!"

 

Wütend drehte der Halbsaiyajin sich um, wollte erhobenen Hauptes aus der Küche marschieren.

Wollte dem Mann, der einmal sein Vater gewesen war, den Rücken zudrehen.

 

„Junger Mann, ich erlaube es nicht, dass du in dem Ton mit deinem Vater redest!!!"

 

In Chichis Stimme schwang unterdrückte Wut mit, ihr Ton war so kalt, dass Goten nicht umhin konnte,

stehenzubleiben. Eigentlich hatte er keinen Streit vom Zaun brechen wollen, aber dieser Vorwurf, der

unbeantwortet in der Luft hin, brachte seinen Entschluss zum Wanken.

 

„Mein Vater....was heißt das schon??"

 

Also entschloss er sich für den Angriff. ‚Verletze sie, bevor sie dich zerbrechen!'

 

„Was hab ich von einem nicht einmal körperlich anwesenden Vater?? War er da? Ist er jemals für

mich da gewesen?"

 

Inzwischen schrie der jüngste der Sons fast, seine Stimme ein einziger Vorwurf, die ganze Wut, die er

seit Jahren mit sich rumschleppte.

 

„Hat er mir jemals zugehört?....nein....er hatte ja seine eigenen, ach so wichtigen Probleme!"

 

Wie versteinert starrte Chichi ihren Sohn an. Sie verstand seine Wut nicht, er hatte niemals nach

seinem Vater gefragt.

 

„Du hast nie gefragt, ob dir jemand zuhört! Du hast nie nach Aufmerksamkeit gefragt!"

 

Ihre Worte machten den Jungen nur noch wütender. Jetzt war der Zeitpunkt gekommen, an dem er

alles rauslassen musste.

 

„Meine Probleme hätten nicht in deine heile Welt gepasst! Wie hätte ich dir meine Probleme

begreiflich machen sollen, wenn du doch nur deine Familie retten willst??? Du bist blind!! Es gibt bei

uns nichts mehr zu retten!"

 

Keine Zehntelsekunde später bereute er seine Worte fast schon. Jetzt wo er sie gesagt hatte, wollte er

sie aber auch nicht zurücknehmen, blickte seine Mutter nur kalt an. Diese wusste nicht, was sie tun

sollte. Er sah sie frösteln.

 

Nicht dass es ihn wunderte, die Wärme der Küche war zwar gleich geblieben, aber in ihrem Herz

mussten Minusgrade herrschen. Als sie zum Sprechen ansetzte schien es, als würde eben diese Kälte

nun an die Luft der Küche abgegeben.

 

„Was willst du eigentlich? Wenn du niemanden um Hilfe bittest, kannst du auch keine Hilfe

bekommen!"

 

„Ich werde dich auch niemals um Hilfe bitten!! Ich bin alleine stark, ich brauche niemanden!!"

 

Mit von Zorn funkelnden Augen standen sich Mutter und Sohn gegenüber. Goku war sich sicher, dass

die Temperatur nicht mehr sinken konnte.

 

‚Schlimmer kann es sowieso nicht werden!'

 

Mit diesem Gedanken entschloss sich der Saiyajin dazu, sich ebenfalls in die Diskussion der beiden

einzumischen.

 

„Bitte schreit euch nicht so an! Okay, ihr habt ne Menge falsch gemacht, und ich sicher am Meisten

von allen, aber ihr könntet es wie zivilisierte Menschen regeln!"

 

Ein eiskalter Blick seitens Goten traf den Saiyajin, voller Wut und Abscheu.

 

„Halt du dich da raus ...Vater!"

 

Das letzte Wort hatte er zwischen den Zähnen hervorgepresst als sei es etwas besonders dreckiges,

etwas außerordentlich widerliches.

 

Trotzdem lächelte Goku unverändert. Die Fassade des ewigen Gutmenschen ohne Sorgen leistete

ihm auch hier hervorragende Dienste. Lieber hätte er auch geschrieen und getobt, aber er wollte nicht

vor seinem Sohn, den er trotz allem liebte, die Kontrolle über sich verlieren.

 

„Mir wird schlecht wenn ich dich ansehe! Dein bescheuertes Grinsen, dein lächerlicher Aufzug! Du bist

kein Vater, du bist eine Witzfigur! Ich hasse dich!!!"

 

Gotens Gesichtszüge zeigten nichts als Missachtung. Und doch bemerkte Goku den Schmerz, den

sein Sohn in sich verbarg. Gotens Worte hatten ihn tief getroffen, ihm war zum Heulen zumute, aber

er lächelte unverändert.

 

„Das ist dein gutes Recht! Aber....was habe ich gemacht, damit du mich so hasst?"

 

Unbeirrtes Lächeln. Nur die schwarzen Augen verrieten Schmerz.

 

‚Was er falsch gemacht hat?? WAS ER FALSCH GEMACHT HAT????'

 

Wut brodelte in ihm hoch, heißer Lava gleich, alles verbrennend, was ihr in den Weg kommt. Die letzte

Bemerkung brachte das Fass zum Überlaufen. Kurzschluss.

 

„Was du falsch gemacht hast?? Nie warst du für mich da!! Immer hast du andere beschützt! Ich habe

dich nie interessiert!! Warum hast du mich damals nicht beschützt?? Warum warst du nicht da, als ich

dich gebraucht habe??"

 

Die Worte sprudelten nur so aus ihm heraus, der Zustand war unerträglich gewesen. Seine zu

Fäusten geballten Hände waren weiß, seine Fingernägel gruben sich tief in sein Fleisch.

 

„Wo warst du, als Trunks mich so verletzt hat??"

 

 

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