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Kapitel 16: Shame
Der Raum, in dem das Abendessen gehalten wurde und der wohl eher einem Saal von dem gigantischen Ausmaßen her gleich kam, war milde beleuchtet, genauso wie Armaths Zimmer zuvor und die Wände waren, ebenso wie damals auf dem großem Bankett, wieder von schweren roten Stoff behangen, was diesem eine erhabene, aber auch düstere Atmosphäre verlieh. Herrlich duftendes Essen war in dampfenden Schüsseln und großen Tellern angerichtet und auch Wein und andere Getränke standen in Krügen auf der langen Tafel. Ein großes, mit fein geschwungenen Symbolen besticktes Tischtuch bedeckte diesen und kam viel zu wenig zur Geltung unter den Massen an Speisen und Kannen.
Jedoch war nichts von einer Festtagsstimmung zu merken, auf die das Essen eigentlich hindeutet hätte, es herrschte stattdessen ein drückendes Schweigen am Tisch, kein der anwesenden Dämonen sprach sonderlich viel und der Grund war auch schnell gefunden.
Vegeta spürte die interessierten Blicke auf sich, seine Anwesenheit sorgte, hingegen der optimistischen Zuversicht des jungen Prinzen, doch für ziemliches Aufsehen. Zunächst hatten ihn die Dämonenfürsten für einen Bediensteten gehalten, der hier nur den Wein einschenken sollte, als sie aber erfahren hatten, dass er an dem Essen teilhaben sollte war doch einigen heftigen Proteste aufgekommen, wo sich Molloc wohl am meisten gegen sein Beisein gesprochen hatte. Erst der König hat Ruhe in die Reibereien bringen können und mit scharfen Ton befohlen, dass der Mann am Tisch geduldet wurde.
Jetzt lag als Preis für seine Teilnahme eine schwere Spannung in der Luft und allein ein verächtliches Schnauben oder ein herabschätzender Blick zeigten dem Sklaven, wie wenig er doch hier erwünscht war, und dass er, wenn der König nicht wäre, schon längst in seine Schranken verwiesen worden wäre.
Der Sayajin fühlte sich elend, er hatte gewusst, dass dies nicht gut gehen würde, trotz Armaths tröstenden und bestimmten Worte hatte er gewusst, dass diese ihn nie freiwillig akzeptieren würden. >>Ich könnte jetzt genauso gut im Waschsaal meine Arbeit tun... dann würde mir wenigstens die Strafe, die sich dieser kranke rote Dämon gerade ausdenkt ersparen... ich will doch gar nicht hier sein! Ich will nicht "vorgeführt" werden, das alles ist doch lächerlich und so verdammt erniedrigend! Zum Teufel, ich bin ein Prinz und kein...> Ich hasse ihn... egal was ich mache, ich werde doch sowieso nie wieder von hier wegkommen... diese Kreatur hat mich völlig in seiner Hand... ich bin nichts weiter als ein einfacher Besitz... Kami, wieso kann das alles nicht nur ein einfacher Albtraum sein, warum kann ich nicht endlich aufwachen!? ... Weil ich auf ewig in diesem "Haus" bleiben werde... bis mein Geist alt und verdorrt ist und ich bis in alle Ewigkeiten zu einem Gefangenen in meinem eigenen Körper werde...<<
Eine schreckliche Befürchtung, von der der Sayajin nicht einmal so überzeugt war, dass sie nicht vielleicht schon längst Gewissheit geworden war zog sich, so wie schon etliche Male zuvor, vor seinem inneren Auge ab und senkte wieder betrübt seinen Kopf. Erneut musste er gegen den aufflammenden schmerzenden Druck in seiner Brust ankämpfen und war so in sich selbst gekehrt, dass er beinahe erschrocken zusammengezuckt wäre, als er plötzlich die Hand des weißen Dämonen auf seinen Schoß spürte.
Überrascht wandte er seinen Kopf leicht zur Seite und sah Armath ein wenig verwirrt an, doch dieser schenkte ihm nur ein freundliches und zuversichtliches Lächeln, wobei der schwarzhaarige Mann beim besten Willem nicht wusste wieso! Hier verachtete ihn jeder und es wäre für alle wohl am besten gewesen, wenn er erst gar nicht hierher gekommen wäre. Nur mühsam konnte er sich ein bekümmertes Seufzen unterdrücken und schob sich den nächsten Bissen Fleisch in den Mund, um ihn, so wie die letzen zuvor, einfach runterzuwürgen.
Vegeta saß mit zwölf weiteren Dämonen an einer langen Tafel. Der König saß deren Kopf, links von diesem Armath, rechts Horso und neben diesem Molloc. Er selbst hatte den Platz neben Armath und sein linker Nachbar war To, wofür er dankbar war, er wollte nicht neben einen dieser anderen Fürsten sitzen, diese sahen ihn alle an, als wäre er etwas Abstoßendes, was an so einem Platz eigentlich nichts verloren hatte. Der Tisch war in Dämonenmaßstab erbaut worden und der Sayajin, wo er ohnehin nicht ein Riese war, hatte ein paar Kissen bekommen um die fehlende Größe weg zu machen, was seine Laune nicht gerade steigerte.
>>Ich mache mich so lächerlich, ich bin hier nicht viel mehr als ein Zwerg... wenigstens sieht es niemand...> Ich hasse dich! Du verdammtes Scheusal, warum kannst du mich nicht in Ruhe lassen!? Was hab ich dir getan...>Mein Wort gegen das des roten Dämonen... das ist doch lächerlich...>Kakarott...<<
"Du verdammter Narr wagst es mich als..." "Genug, Molloc!" Wütend wandte der rote Fürst sein Gesicht ab und ballte zornig seine Fäuste, der König sah ihn scharf an, wandte sich dann aber zu Vegeta und seine Augen ruhten sehr lange auf diesem.
"Mir scheint, dass es genug für heute war, nicht, Vegeta? Armath, ihr könnt gehen." Der schwarze Dämon nickte seinem Sohn zu und dieser tat wie ihm geheißen. Der Sayajin stand ebenfalls auf und verlies unter leisen Raunen, das durch die Reihen ging, mit dem Prinzen den großen Saal. Ein seltsam lähmendes Gefühl hatte sich über ihn gelegt und hätte ihn Armath nicht sanft an der Schulter gehalten, dann wäre er sicher umgekippt.
Eine schreckliche Schwäche, kalt und grausam, kroch langsam in ihm hoch. Die Worte, die der weiße Dämon an ihm richtete verstand er nicht, sein Geist war betäubt, für alles was rund um ihn herum geschah.
Er wusste nicht wie lange sie gegangen waren, oder wie er in das Zimmer des Prinzen gekommen war, als er sich in diesem wiederfand. Das einzige was er genau wusste war, dass er hier nie mehr wegkonnte, dass all seine Hoffnungen nur pures Wunschdenken war, mehr nicht. Das schmerzende Pochen hinter seiner Stirn war stärker denn je und er fühlte sich plötzlich schrecklich krank.
Armath half dem Sayajin aus seinem Baraji und legte ihn dann behutsam ins Bett, er wusste, dass Vegeta schwer verletzt worden war:>> Ich hätte nicht gedacht, dass dich mein Vater das vor allen Fürsten fragen würde... aber früher oder später wäre es sowieso darauf raus gelaufen. Es tut mir leid, Vegeta...<<
>>Ich verstehe dich nicht, Mares, was sollte das bringen!? Ich hoffe nur, dass du mit Vegeta einverstanden bist! Dieser ist meine Wahl, jemand anderen möchte ich nicht, er ist so perfekt und schön...<< Der Prinz schüttelte leicht seinen Kopf und sah wieder zu dem Sayajin, welcher noch immer in der selben Position lag wie zuvor und sich nicht rührte, sein Blick ruhte einen Moment auf ihn, dann ging er ebenfalls zum Bett.
Als sich Armath reinlegte merkte er genau das Erschaudern des anderen und sah bekümmert zu ihm, er wusste, dass dieser Angst hatte und zornig war. Es war viel für ihn gewesen und er konnte sich vorstellen, wie frustrierend es für den anderen gewesen sein musste. Armath drehte sich auf die Seite und berührte den zitternden Körper vorsichtig an der Schulter, doch der Sayajin zuckte nur zusammen und rutschte etwas weg. Erneut seufzte der weiße Dämon, beließ es aber dabei und beobachtete ihn einfach ruhig, es dauerte nicht lange, bis dessen schwerer, stockender Atem einen langsamen und gleichmäßigen Takt annahm.
Der junge Prinz schlief nicht, denn einerseits war er nicht müde und andererseits dachte er nach, er fühlte sich schuldig dafür, dass es dem anderen nun so miserabel ging und überlegte sich, wie er diesen wieder aufmuntern könnte, doch es wollte ihm nichts einfach einfallen. So verbrachte er noch die nächsten Stunden still vor sich hingrübelnd, während er Vegeta stumm beobachtete und einfach nichts gegen ein wohlig warmes Gefühl machen konnte, dass sich in seinem Bauch auszubreiten begann.
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Es war 01:43 Uhr und Armath döste ruhig vor sich hin, als er plötzlich ein leises Wimmern vernahm und überrascht hoch schreckte. Zunächst wusste er nicht ob er sich getäuscht hatte oder nicht und horchte in die Stille der Nacht hinein. Besorgt stellte er fest, dass der Atem des anderen tatsächlich schnell und ungleichmäßig ging, so dass er vorsichtig zu ihm rutschte und ihn genauer beobachtete.
Wieder wimmerte Vegeta scharf auf und wälzte sich stöhnend zur Seite, so dass er nun mit dem Rücken zu Armath lag, welcher sich fragte, ob dieser vielleicht durch die psychische Belastungen Fieber bekommen haben könnte. Behutsam, um den anderen nicht zu wecken, legte er seine Hand auf dessen Stirn und fühlte, dass diese wirklich heiß und von einer feinen Schweißperlenschicht benetzt war. Er seufzte:>> Es war dumm von mir ihm das anzutun, ich muss wirklich langsam lernen besser zu überlegen! So schwer es mir auch fällt, ich muss doch zugeben, dass To ab und zu recht damit hatte, dass ich einfach zu schnell und ohne Nachdenken handelte.>Bitte lass mich nichts Falsches tun!<<
Der Sayajin gab ein lautes Winseln von sich und wurde plötzlich von einem starken Zittern gepackt:" Kakarott..." Erneut schluchzte er keuchend auf und Tränen begannen sich über die heißen, bebenden Wangen zu ziehen.
Der weiße Dämon lies seine andere Hand langsam nach unten wandern, er roch die Erregung des anderen und war nicht überrascht dessen Glied erhärtet vorzufinden. Seine Finger glitten zuerst vorsichtig über die Unterseite von diesem und Armath lächelte, als er fühlte wie ein starker Schauer den Sayajin durchlief. Nachdem er einige Momente mit seinen Fingerspitzen zärtlich und forschend über die Erregung des anderen getastet war, schloss er seine Hand um diese und veranlasse Vegeta dadurch leise aufzuschreien. Der Sayajin begann unruhig zu stöhnen und murmelte etwas winselnd vor sich hin, was der weiße Dämon nicht verstand.
Behutsam und gleichmäßig lies er seine Hand über das harte Glied des anderen wandern, wodurch dieser immer erregter und angespannter zu werden schien. Armaths andere Hand hielt Vegeta sanft fest, da dieser sich durch die Hitze, die in ihm immer größer wurde, unruhig hin und herwarf. Der Sayajin hatte wieder richtig zu weinen begonnen, seine Tränen rannen in Massen über sein heißes Gesicht und er stöhnte und schluchzte immer wieder den Namen der Person, die ihm in seinem Traum gerade vorsichtig über seine Haut fuhr und ihn so sanft berührte.
"Kakarott... ahhh..." Der weiße Prinz seufzte, als Vegeta verzweifelt zu versuchen begann sich umzudrehen, so dass er sich an den anderen festhalten hätte können, doch Armath wollte das nicht, denn der Sayajin sah im Augenblick seinen Artgenossen, der, der ihn berühren sollte, nicht ihn. Frustriert begann der kleinere zu winseln und zu keuchen, sein Körper zitterte nun schon so stark wie Espenlaub und das gequälte Weinen wurde auch immer lauter, er war schon kurz vor dem Orgasmus.
Ein schlechtes Gefühl packte den Dämonen so unvorbereitet, dass er eine Sekunde inne hielt und erst durch das aufgebrachte Schluchzen, des anderen wieder zum Weitermachen bewegt wurde. Ihm kam der Gedanke, was wenn der andere aufwachte? Er dachte im Moment, dass der andere Sayajin ihn liebkoste und berührte, was würde er machen, wenn er sich plötzlich hier wiederfand?
So als hätte diese Überlegung ein Wecksignal von sich gegeben, wurde das Weinen und Schluchzen plötzlich stockend und ein verwirrtes Keuchen legte sich in die sonst ruhige Luft. Armath stoppte mitten in der Bewegung und seine Gedanken rasten so schnell, dass er Kopfschmerzen bekam. Das war wirklich eine extrem blöde Situation!!!
"Kakarott..." Der Name wurde vorsichtig, beinahe behutsam ausgesprochen und eine irrsinnige Verwirrung und Angst kam mit diesem. Das Zittern wurde merklich stärker und der kleinere Körper verkrampfte sich von seiner Sekunde auf die andere so sehr, dass er sich völlig steif anfühlte. Vegeta bewegte sich nicht, er schien noch immer nicht ganz begriffen zu haben, was nun eigentlich passiert war, wo der andere Sayajin hin war und wieso er plötzlich so schreckliche Kopfschmerzen hatte.
Dann, als die Hand von Vegeta, ohne dass Armath es bemerkt hatte, nach unten geglitten war und nun zaghaft seine berührt hatte, glitt ein gepresster Schrei aus den Hals des Sayajins und der Dämon sah ihn erschrocken an. Als er darauf überraschend einen Schlag in den Magen bekam und automatisch seine Umarmung lockerte, stieß sich der Mann in seinen Armen mit einem lauten Winseln von ihm weg.
"Vegeta! Warte, beruhig dich..." Der weiße Dämon griff nach dem Sayajin, welcher völlig außer sich war und seinen Körper noch nicht richtig unter Kontrolle hatte, da dieser zu viel Schwung bekommen und sich geradewegs selbst über den Bettrand gestoßen hatte. Armaths Hand fasste ins Leere, denn Vegeta fand sich schon auf dem Boden wieder, wo er verzweifelt versuchte seine Beine wieder halbwegs unter Kontrolle zu bekommen um aufstehen zu können.
"Ahhh..." Ein zorniges und frustriertes Wimmern glitt über die Lippen des Sayajins, als er es nicht schaffte aufzustehen und wütend nach Armath schlug, welcher nun aus dem Bett gesprungen war und sich vor ihm niedergekniet hatte. Der weiße Dämon wich den Schlag ohne sonderliche Anstrengung aus und versuchte vergebens den aufgebrachten Mann mit Worten zu beruhigen. Vegeta schien im Moment überhaupt nicht ansprechbar zu sein und trat und schlug stattdessen verzweifelt nach dem weißen Prinzen.
"Vegeta, es ist alle gut, komm, ich gebe dir etwas, was dir hilft..."
"Nein!!! Ich will nicht... ich will das nicht!!! Geh weg!!! Ich will nicht..." Ein gequälter Schrei entwich Vegetas Lungen, als der Dämon, trotz der heftigen Gegenwehr, seine Handgelenke zu schnappen bekam und ihn festhielt. Verzweifelt trat der Sayajin weiter gegen ihn, er schrie erneut und presste seine Augen fest zusammen, er wollte ihn nicht sehen, er wollte nichts sehen, er wollte nur weg!!!
"Vegeta... beruhig dich doch... ich tue dir nichts!" Seufzend biss Armath seine Zähne zusammen und versuchte nochmals den schreienden und tretenden Mann etwas zu beruhigen, was ihm aber wieder nicht gelang. Der Sayajin schien um sein Leben zu fürchten, sein Geschrei wurde immer energischer und seine Tränen immer mehr und dann brach es so plötzlich ab, wie es begonnen hatte.
Mit einem leisen, verzagten Winseln sackte der schwarzhaarige Mann plötzlich in sich zusammen und begann nun still zu weinen, er keuchte heftig und er stieß immer wieder ein gepeinigtes Schluchzen hervor. Er hatte die Beine fest an sich angezogen und sein Kopf war so weit gesenkt, dass sein Kinn auf seinen Schlusselbein schon lag, nur noch seine Hände, die Armath hielt, waren von ihm gestreckt und verliehen ihm einen ganz elenden Ausdruck.
"Geh... ich will nicht... ich... kann nicht..." Ein Winseln, welches davon überzeugte, dass der Sayajin völlig am Ende war, lies den Dämonen erschaudern und er sah die kauernde Gestalt besorgt an.
"Hey, ich tue dir nichts, Vegeta." Aramth lies die Handgelenke von Vegeta los und sah besorgt mit an, wie dieser seine, nun freien Armen eng um sich schlang und noch heftiger zu weinen begann. "Ich will heim... ich will nicht... Kakarott..." Keuchend warf er seinen Kopf in den Nacken und begann ein grässlich mitanhörendes klagendes Schreien von sich zu geben. Die Tränen hatten inzwischen schon seinen Oberkörper mit einer dünnen, in dem schwachen Licht leicht schimmernden Schicht überzogen und seine Arme pressten sich beinahe verzweifelt um seine Brust.
"Shhh, Vegeta, bitte, beruhig dich, dir passiert nichts..." Eine Handfläche schlug völlig unerwartet gegen Armaths Gesicht und er verlor das Gleichgewicht und fiel nach hinten. Erschrocken sah er den Sayajin nach, der aufgesprungen war und in Richtung Tür stürmte, seine Beine trugen ihn inzwischen zwar wieder, aber trotzdem taumelte er noch heftig und deshalb hatte der Dämon auch kein Problem ihn zu fassen zu bekommen bevor er den Display erreichte.
"Vegeta! Beruhig dich!" Verzweifelt versuchte er den schreienden und sich heftig wehrenden Mann festzuhalten ohne ihn dabei weh zu tun. Er schlang seine Arme um Vegeta und hielt ihn so, doch der Sayajin trat wütend nach ihn und versuchte sich vergeblich irgendwie aus der festen Umklammerung zu befreien.
Doch dann durchfuhr Vegeta ein anderes Gefühl, sein Magen zog sich mit einen Mal ruckartig zusammen und er spürte nur noch wie dieser sich entleerte und er dann in ein dunkles Loch zu stürzen schien.
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So, das war Kapitel 16… in einem Stück… hm, das zergeht auf der Zunge… *g*
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Kapitel 17: Worry
Ich tupfte behutsam mit einem angefeuchteten Tuch über die heiße Stirn des Sayajins, auf welcher sich inzwischen schon wieder neue Schweißperlen gebildet hatte und seufzte leise. Einen Moment beobachtete ich Vegeta still, welcher kalkblass vor mir in dem großen Bett lag und unruhig keuchte. Ein leichtes Zittern war immer noch präsent und schien sich irgendwie in seien Körper gefressen zu haben, denn trotz meiner Medizin wurde es, genauso wie das Fieber, immer stärker.
Meine Hand tauchte samt Tuch wieder in die Schüssel voll kaltem Wasser und langsam fragte ich mich, ob ich nicht doch lieber einen neuen Tee holen sollte, da ich keine sonderliche Verbesserung feststellen konnte, hingegen sogar eine rapide Verschlechterung wahrnahm und wusste, dass der Mann das Fieber nicht mehr lange aushalten würde. Es war sehr sonderbar, dass Vegeta krank war, normalerweise konnten wir nicht krank werden, jedenfalls nicht so. Das wurde uns mit demselben Fluch mitgegeben, der uns auch diese furchtbare Unsterblichkeit verlief, aber irgendetwas schien da bei dem Sayajin anders zu verlaufen.
"Tima... wie geht es ihm?" Überrascht sah ich neben mich und erblickte erneut den besorgten Ausdruck, welcher schon die letzen Stunden das hübsche Gesicht des jungen Prinzen ungeheuer ernst und älter wirken lies. Er war heute Nacht, oder vielleicht sollte ich schon sagen, gestern Nacht, völlig aufgeregt zu mir gekommen, hat mich einfach aus meinem Bett gezerrt und hierher geschleppt. Zunächst dachte ich, dass ich träumen musste, denn dass mich das letzte mal ein Dämon einfach so aus dem Bett geholt hatte, war schon ein paar tausend Jahre her.
Seufzend strich ich wieder über die heiße Stirn und schüttelte den Kopf:" Prinz, ich weiß nicht wieso meine Medizin nichts hilft..." Meine Augen brannten plötzlich, ich mochte den Gedanken nicht denken, der mir gerade durch meinen Kopf schoss. Vegeta war hart im nehmen, das hatte er oft genug bewiesen, doch irgendwie hatte ich die schlimme Gewissheit, dass der Sayajin dies hier nicht mit seinen körperlichen Kräften überwinden würde können. Er war einfach verletzt, eine tiefe Wunde, die keine äußere Pflege oder Medizin heilen konnte, nicht einmal meine.
"Bitte, Tima, sag mir, was ich tun kann! Soll ich dir irgendetwas holen, oder sonst wie helfen!?" Ein leichter Hauch von Verzweiflung klang in der Stimme von Armath mit und ich wusste, dass er sich etwa so fühlte wie ich, oder vielleicht sogar schlimmer. Der junge Dämon hatte seine Wahl, wie ich schon vermutet hatte, bereits getroffen und niemand würde ihn davon abhalten können Vegeta in der Zukunft an seiner Seite zu haben. Zumindest niemand, gegen den er etwas ausrichten konnte, doch hier war etwas anderes der Feind und würde sich nicht so leicht geschlagen geben.
"Nein, es gibt leider nichts, was ihr tun könntet, Prinz. Vegeta ist einfach nur krank und trotz dessen, dass ich nicht an eurer Stärke argwöhne, bezweifle ich doch stark, dass selbst ihr hier etwas ausrichten könntet." Ich schüttelte sachte meinen Kopf und fuhr, nachdem ich meine Augen wieder zu dem Sayajin gewandt hatte leise fort:" Ich glaube, auch wenn ihr etwas gegen das Fieber unternehmen könntet, würde er nicht aufwachen."
"Was?! Tima, was meinst du!?" Ich schnitt mit einer Handbewegung den Strom an Worten ab, den Armath gerade an mich richten wollte und seufzte kopfschüttelnd:" Er will es ganz einfach nicht. Prinz, meine Medizin hat, und ich möchte wirklich nicht prahlen, noch bei niemanden versagt. Obwohl hier zwar noch nie jemand so stark krank wurde, da es ja durch den Bann von euch verhindert werden sollte, habe ich meine Tränke schon oft genug Sklaven verabreicht, die durch die schweren Verletzungen vielleicht die eine oder andere Nacht nicht überstanden hätten..." Mein Blick galt dem weißen Gesicht, welches augenscheinlich entspannt und ruhig wirkte, aber wenn man genauer hinsah, konnte man erkennen, dass die Muskeln unter der bleichen Haut sich immer wieder kurz verkrampften und der Mann leise aufkeuchte.
"Aber hier ist es was anderes, es ist Vegeta selbst. Er möchte nicht mehr aufwachen... ihr habt mir erzählt, dass er vor den Dämonen und eurem Vater zugegeben hat, dass er ein Sklave ist und ihr seine Herrn. Ich denke, dadurch ist irgendetwas in ihm gebrochen, eine Stütze, die ihn die letzen Jahre über aufrecht gehalten hatte. Er ist stolz, dass wisst ihr und für ihn sind es nicht nur die körperlichen Schmerzen, die ihm so zu schaffen machen, sondern er wird durch jede Berührung, jeden unfreiwilligen Körperkontakt zutiefst verletzt.
Soweit ich weiß, war er mal ein großer Kämpfer und vielleicht auch ein bisschen arrogant, doch genau das macht ihm hier alles tausendmal schwerer als für uns und demütigt ihn... echte Krieger kommen immer seltener vor, sie werden immer weniger und es ist die Ohnmacht, die sie hier, im Gegensatz zu ihren früheren Leben verspüren, die sie so quält. Vegeta fühlt sich schwach und schmutzig, wahrscheinlich will er deshalb nicht mehr aufwachen... und wird es auch nicht." Erneut tupfte ich behutsam die heiße Stirn des Mannes vor mir ab und musste mir ein neuerliches schweres Aufseufzen unterbinden. Mir tat der Sayajin sehr leid und es erschreckte mich fast, als ich tief in mir ein Gefühl verspürte, dass es ihm wünschte nicht mehr aufwachen zu müssen.
"Ich... ich hab ihn vorhin berührt..." Überrascht sah ich zu Armath, welcher plötzlich ebenso kreideblass aussah wie Vegeta und dessen Augen auf den schlafenden Körper ruhten. Ich brauchte einen Moment um zu begreifen was der Prinz meinte und wandte mich dann vollends zu ihm. "Ihr habt ihn genommen?" Ich fühlte Zorn in mir, aber als ich den besorgten und reuenden Ausdruck in dem Blick des Mannes neben mir sah, wusste ich, dass er es nicht getan hatte.
Der weiße Dämon schüttelte leicht den Kopf:" Nein... ich wollte es auch nicht... ich hab nur..." Einen Augenblick hielt er inne und schien seine Gedanken zu ordnen, dann sah er zu mir und seufzte schwer:" Ich wollte ihn nicht weh tun, er hat in der Nacht zu träumen begonnen, über jemanden...ähm..." "Kakarott." Nun sah Armath mich verblüfft an und ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen, dann fuhr ich mir lächelnd durch die Haare und erklärte:" Ihr müsst nicht überrascht sein, ich weiß, dass Vegeta diesen anderen Sayajin liebt, denn es kommt öfters vor, dass er so manche nassen Träume ihm zu verdanken hat. Er holt ihn in den Nächten oft zu sich, unbeabsichtigt, es ist sein Geist, der ihn ruft um etwas Trost zu bekommen. Vegeta liebt diese wirklich und er ist nach solchen Träumen immer verstört... ihr hättet ihn nicht berühren dürfen... zumindest noch nicht jetzt, er flüchtet in diesen Träumen zu Kakarott um dem Ganzen hier zu entkommen und es schadet ihm nur, wenn ihr ihn diesen sicheren Ort nehmt."
Ich stellte überrascht fest, dass meine Stimme einen viel ernsteren und strafferen Ton angenommen hatte, als ich es eigentlich wollte und so fügte ich etwas sanfter hinzu:" Ich weiß, dass ihr Vegeta helfen wollt und ich glaube, ihr seid nicht einmal auf dem falschen Weg. Doch lasst ihm die Entscheidung, ob ihr ihn berühren dürft oder nicht, das hilft vielleicht mehr als ihr denkt." Meine Finger glitten durch meine langen Haare und ich schüttelte leicht den Kopf:" Ich bin froh, dass ihr ihn ausgewählt habt, es ist sicher eine sehr gute Wahl."
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Kapitel 18: Usok & Vegeta
Armath war eben eingenickt, als ihn ein leises, beinahe vorsichtiges Klopfen wieder aus dem Land der Träume holte. Verwirrt, da der kurze Schlaf zwar nicht tief gewesen war, aber doch außerordentlich hartnäckig an ihm festhalten wollte, öffnete er seine dunklen Augen und erblickte als erstes den blassen Sayajin, welcher vor ihm auf seinem großen Bett lag und noch immer in der stummen Welt dieser unheilvollen Ruhe gefangen war.
Der junge Prinz biss seine Zähne fest zusammen und ballte seine Hände zu Fäusten, er spürte erneut die Frustration und Hilflosigkeit in sich aufflammen, welche in den letzten zehn Minuten für kurze Zeit von ihm gefallen war und nun wieder dabei war den Platz an seiner Seite einzunehmen, so wie nunmehr schon die vergangenen sechs Tage auch. Sein Schwanz zog still unruhige Schlingen durch die Luft und Armath musste sich zusammenreißen um diesen nicht einfach vor Verzweiflung in den Boden zu rammen.
"Vegeta..." Er presste seine Lippen fest aufeinander und schloss seine Augen für eine Sekunde, diese spiegelten neben der ganzen Verzagtheit auch die Schatten der letzten Nächte wieder, die er, bis auf gerade eben, verbissen ohne Rast verbracht hatte um den Mann, und somit vielleicht bald seinen zukünftigen Gefährten, ja nicht allein zu lassen.
>>Wie lächerlich es auch klingen mag, ich habe immer die Angst, dass du es genau spüren würdest, wenn ich dich auch nur für eine Sekunde verlassen würde... bitte wach auf, Vegeta...>Sie weiß, dass ich nicht gehen kann... ich würde so oder so keine Ruhe finden, wenn ich Vegeta verlassen müsste... >Ich sollte den Jungen samt Tee wohl lieber wieder weg schicken... anscheinend hat Tima ihr Vorhaben mich zum Rasten zu bewegen doch noch nicht ganz aufgegeben... hm, mir wird bei dem Geruch ganz schwummrig zumute...>Der denkt bestimmt, ich bin der größte Dummkopf vom ganzen Haus... argh, verdammt, hör auf zu zittern, du dämliche Hand!!!!>Ich kenne ihn kaum und doch, wenn ich könnte würde ich alles geben um die schrecklichen Sachen, die ihm angetan wurden rückgängig zu machen oder es ihm zumindest ein wenig zu erleichtern.<<
"Ist er ein guter Freund von dir?" Die dunklen Augen ruhten nun auf dem junge Sklaven, doch hingegen zu vorhin blieb dieser nun ruhig, schaute zu seinem schlafenden Kollegen und nickte dann:" Ja, mein bester..." Usok begann auf seiner Unterlippe rumzukauen und nach einigen Sekunden wandte er sich dann zu dem Dämonen um, wobei er einen ziemlich zerknautschten Eindruck machte.
"Wissen sie... ich war schon so schusselig als ich hier ankam... ich machte alles falsch, vom Anfang an..." Ein schmerzliches Lächeln zog sich über die Lippen des rothaarigen Jungen, er schien zu versuchen sich an das zu erinnernd. Der Prinz schwieg und ließ ihn nachdenken, es interessierte ihn, was diese junge Sklave zu erzählen hatte, vielleicht erfuhr er so mehr über Vegeta.
Schließlich fuhr Usok fort, seine Finger zwirbelten etwas nervös an seinem Ärmel:" Es war Nacht, als ich geholt wurde, ich war da gerade im Wald gewesen... na ja, mit meinem Großvater hab ich da öfters gezeltet... es war sehr dunkel in dieser Nacht, trotz des großen hellen Mondes... dieser war ganz rot gewesen, richtig unheimlich... Mein Opa hat mir gesagt, ich solle mich nicht allein im Walt rumtreiben, da zu dieser Jahreszeit alle paar Jahre junge Männer und Frauen verschwinden... eigentlich hab ich das als Gruselgeschichte abgetan, sie müssen wissen, dass mein Opa da ziemlich fantasievoll war... aber schlussendlich hatte er recht gehabt und ich... weil ich so dumm war und mich unbedingt im Wald rumtreiben musste, bin nun hier und werde ihn oder meine restliche Familie nie wieder sehen..." Die Augen des Jungen waren leer und glänzten, als die ersten Tränen begannen sich über seine Wangen zu ziehen.
Armath sah ihn mitfühlend an und sagte leise:" Das tut mir leid." Doch der Junge schüttelte nur lächelnd seinen Kopf und wischte sich die Tränen weg:" Nein... schon OK, mein Großvater hat immer gesagt, es kommt wie es kommen muss und... na ja, für mich musste es halt so kommen... jeder hat sein eigenes Schicksal... manche haben da halt mehr Glück und andere weniger..." Die Augen des rothaarigen Sklaven fuhren zu Vegetas blassen Gesicht und ruhten auf diesem während er weitersprach:" Das erste Mal... als Molloc mich zu sich holte hatte ich solche Angst, dass ich gar nicht sprechen konnte... es war so schrecklich gewesen und es hat so weh getan... ich wurde damals vorgeführt, es sollte entschieden werden zu wem ich kommen, so wie bei jeden anderen Sklaven auch... Molloc wollte mich und so bin ich halt hier gelandet... ich wurde zu Palles Gruppe eingeteilt und so lernte ich halt alle kennen und wie hier alles funktioniert und was ich zu tun habe..."
Usok seufzte leise und nahm dann das Tuch von der Stirn des schlafenden Mannes um es frisch anzufeuchten, dabei ging er ganz bedächtig vor und erzählte leise weiter:" Anfangs hatte ich mich vor Vegeta ein wenig gefürchtet, weil er immer so ruhig war und dauernd so finsteren dreinschaute... er hat mich auch ignoriert und bis auf das Notwendigste nichts mit mir geredet... ich dachte damals eigentlich, dass er einen schlechten Charakter hatte, weil er immer so unfreundlich wirkte... Aber dann, ich war da die zweite Woche hier, ich hab Waschmittel holen müssen und hab mich da versehentlich verlaufen, also an das falsche Becken, da war dann Pyre, eine ganz gemeine Schlange, die mit Revos zusammenarbeitet... ähm, dem Leiter, den sie... na ja..."
Ein stummes Nicken und ein finsterer Gesichtsausdruck bestätigten, dass Armath noch genau wusste, wer dieser Revos war und so fuhr der Junge lieber fort:" Jedenfalls hab ich Pyre nach dem Weg gefragt und sie hat ganz nett und freundlich getan und gesagt, dass ich nach hinten müsste, ich hab mich dann verwundert umgedreht, da ich ja aus der Richtung gekommen bin. Daraufhin hat sie mir einen Schlag in den Rücken versetzt, so dass ich mein Gleichgewicht verloren hatte und der Länge nach auf dem Boden gelandet bin, das Waschmittel hab ich dabei aus der Hand verloren und es ist in das Becken geschleudert worden... danach glich das Ganze eher einem riesigen Schaumbad als einem Waschbecken, keiner konnte da mehr arbeiten, weil man nicht ans Wasser kam, ohne sich dabei durch diese Massen an Schaum kämpfen zu müssen, welche man besser nicht auf die Haut bekommen sollte, da es ein sehr scharfes Mittel war..."
Ein tiefes Seufzen glitt Usok über die Lippen und legte seine Hände ineinander, dabei schaute er wieder zu seinem Freund:" Es dauerte keine Sekunde bis Revos dazustieß und Pyre, diese dämliche Kuh, ihm erzählte, dass ich mir da wohl einen Spaß daraus machen wollte... natürlich hat er ihr geglaubt und ich fand mich wenige Augenblicke später erneut auf dem Boden wieder... Revos lachte und meinte, ob er mich... vor den ganzen nehmen sollte... ich wusste, dass er das ernst meinte und... ich konnte mich wieder vor Angst nicht rühren, sondern war den Tränen nahe, was dieser gemeine Wichser..."
Die Hände des jungen Sklaven hatten sich ineinander verkrallt und er hatte seinen Kopf gesenkt, doch Armath kam nicht dazu ihm zu sagen, dass er nicht weiterreden musste, denn Usok fuhr schon fort:" Als ich dachte, dass ich nichts mehr tun könne... dass ich wohl vor den Augen der Sklaven da rund herum... vor dieser gemeinen Pyre, genommen würden, tauchte plötzlich Vegeta auf... ich weiß noch genau, dass er da einen Stapel frisch gebügelter Wäsche getragen hatte und ziemlich geschafft von der letzten Nacht, die er bei Molloc verbracht hatte, gewirkt hatte... er hat aber nicht überrascht ausgesehen, als ich ihn bemerkte... unsere Blicke haben sich damals kurz getroffen, aber ich konnte weder Hohn, Gleichgültigkeit oder Besorgnis darin sehen... nur Zorn..."
Wieder konnte sich der junge Sklave ein Seufzen nicht verkneifen und nach einer kurzen Pause, in der er den Sayajin stumm beobachtet hatte, wandte er seinen Blick nun zu Armath:" Vegeta sieht oft sehr zornig aus, Herr, er ist aber nicht nur zornig, wenn er genommen wird, sondern auch, wenn es jemand anders trifft... ich glaube es ist die Verzweiflung, die er spürt... weil er ja nichts machen kann, weder für sich selbst, noch für die anderen... ich kenne mich da aber nicht so aus... Auf jeden Fall hat er Revos dann angegriffen, aber nicht körperlich, sondern verbal... Revos ist ein eitler Bock und Vegeta weiß das genau und hat das ausgenutzt... er hat ihn beleidigt und sich über ihn lustig gemacht, etwas, was jeder anderen um alle Dinge zu vermeiden sucht, denn der Leiter wäre, hätte er die Macht, genauso schlimm wie der rote Fürst... Danach kümmerte sich Revos nicht mehr um mich, er hat sich voll und ganz auf Vegeta konzentriert, wenn sie verstehen..."
Usok fühlte sich schuldig, für das, was damals vorgefallen war, das konnte der weiße Prinz an seinen Gesicht ablesen und plötzlich hatte Armath ein irrsinniges Verlangen danach diesen Leiter erneut aufzusuchen und ihm für ein und alle Mal ein Ende zu bereiten. Doch er wusste, dass er das weder vom Gesetz her durfte, da er Mollocs Eigentum war und noch es wirklich wollte, das wäre dieser nicht wert gewesen.
Er wurde durch die Stimme des anderen aus diesen dunklen Gedanken gerissen, als dieser weitersprach:" Am darauffolgenden Abend hab ich vor dem Waschraum auf ihn gewartet... es hat so lange gedauert, bis er kam, ich hatte schon Angst, er würde gar nicht mehr von diesem Monster kommen... aber er kam, ich werde nie vergessen, wie blass und elend er da ausgesehen hatte... ich hab mir solche Vorwürfe gemacht... als er mich erblickte wirkte er kurz überrascht, so als würde er nicht verstehen, was ich da mache und ich hatte nicht anders gekonnt als zu weinen... er hat keinen blöden Spruch losgelassen oder mir was vorgeworfen, er hat einfach vor mir gestanden und gewartet, bis ich mich beruhigt hatte... eigentlich hatte ich damals geglaubt, dass er nur durch Zufall zu mir gestoßen war, aber Palles hat mir später erzählt, das er sich Sorgen gemacht hatte, weil ich so lange brauchte, auch wenn er gesagt hatte, er müsse nur die frischen Wäsche einsortieren... seitdem fühl ich mich zu ihm verbunden... er ist nicht so rau, wie er dauernd tut, er ist wirklich nett und geduldig, im Gegensatz zu vielen anderen, auch wenn er es nur selten offen zeigt... er hat mir schon sehr oft geholfen... er ist mein Freund, ich will einfach nicht, dass er..."
Der junge Sklave hielt inne und schloss seine Augen, er brauchte etwas um sich wieder zu fangen, anscheinend, wurde Armath klar, war er hier nicht der einzige, der sie solche Sorgen um den Sayajin machte.
"Mach dir keine Sorgen, Usok, ich bin mir sicher, dass er wieder gesund wird. Vegeta muss sich nur ein wenig ausruhen, dann geht es ihm gleich wieder besser, er ist nur etwas ausgelaugt, aber ich weiß, dass du ihm sehr hilfst, indem du hier bei ihm bist." Ein verblüffter Ausdruck legte sich über das Gesicht des Jungen, welcher nun wieder zu dem Dämonen sah und er wischte sich energisch die Tränen weg, die durch die beruhigend gemeinten Worte hervorgerufen worden war.
"Ja... ich weiß, er packt das schon." Usok nickte, wandte sich wieder zu Vegeta und versuchte ebenfalls zuversichtlich zu lächeln:" Er ist in solchen Sachen immer sehr hartnäckig." Der weiße Prinz spürte plötzlich, durch die Worte des rothaarigen Jungen, ein seltsam beruhigendes Gefühl in sich aufstiegen und er ließ sich seufzend nach hinten sinken:" Ich bin froh, dass Vegeta Freunde wie dich hat, Usok, wirklich."
"Herr, wollt ihr euch nicht etwas niederlegen, ich bleibe hier und passe solange auf Veget..." Die Worte verstummten, als der junge Sklave zu Armath blickte und sah, dass dieser bereits eingeschlafen war. Er lächelte und machte sich dann daran das Tuch für Vegeta neu anzufeuchten, während er flüsterte:" Ich glaube, Vegeta, dass es jetzt besser werden wird für dich."
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Tadaaa! Nummero 18 ist da!!!! Tja, ein bisserl verspätet, aber ich bitte nochmals um Vergebung *ganztiefverbeug*, aber ich war nun mal von der Projektwoche (na ja, da es mit der Schule war, war es ja kein wirklicher Urlaub) so geschlaucht, dass ich es gleich am Montag mit dem Kreislauf zu spüren bekam... aber egal, hier ist er und ich hoffe ihr könnte mir noch mal vergeben! *zwinker* Der nächste kommt wieder schneller, versprochen! *smile*
Baba, bis zum nächsten mal, Arima ^^
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Kapitel 19: A heavy descision
Als Vegeta erwachte fühlte er sich so mies, dass er am liebsten wieder weitergeschlafen hätte, doch dann wurde ihm die leichte Berührung auf seiner Wange bewusste und trotz der Müdigkeit bekam er plötzlich Angst und versuchte seine Augen einen Spalt zu öffnen: >>Wo bin ich... bitte, bitte lass es nicht Molloc sein, bitte nicht... ich kann das nicht... nicht jetzt, ich fühle mich so schrecklich geschafft...> Armath... warum ist er hier... und warum fühle ich mich so furchtbar geschlaucht? Bin ich in seinem Zimmer...>Er hat sich Sorgen gemacht... warum? Warum tut er das? Er ist ein Dämon!!! Verdammt, warum bringt er mich so durcheinander!!!> Meine Muskeln und Gelenke fühlen sich tatsächlich so an... was war bloß los mit mir... ich war schon wieder so verdammt schwach... und was der rote Teufel mit mir macht, wenn er mich in die Finger kriegt, will ich mir gar nicht ausmalen... Scheiße...>Was ist das nur... warum fühl ich mich in seiner Nähe nur so sicher... ich... es ist ähnlich wie bei...>Argh!!! Ich hasse dich du mieser ...> Was wenn ich wirklich ja sagen würde!? Würde ich es unbedingt bereuen müssen? Dieser Dämon... Armath, er ist nicht so wie die anderen, wie Molloc, er ist nett... sehr nett sogar und ich... ich fühle mich bei ihm wohl... wie bei...<<
Der Sayajin schluckte schwer und sah zur Seite:" I... ich... kann ich noch darüber nachdenken..." Die Hand zog sich zurück, aber nicht hastig oder wütend, sondern langsam, so als würde der andere ihn nicht bedrängen wollen. "Natürlich." Verwundert sah er auf und blickte direkt in das freundliches Gesicht des weißen Dämonen, welcher ruhig fortfuhr:" Deine Entscheidung ist nicht leicht, ich weiß. Ich werde dich nicht dazu zwingen, du hast die Freiheit es dir zu überlegen. Aber ich möchte, dass du eines weißt..." Armaths Gesicht näherte sich Vegetas bis auf ein paar Zentimeter und der angenehm warme Ausdruck darauf wurde nun von einem sanften Lächeln unterstützt:" Ich liebe dich wirklich, vielleicht denkst du, dass es albern klingt, da wir uns gerade erst kennen gelernt haben, doch ich weiß es ganz genau, ich fühle es tief in mir und ich möchte, dass du weißt, dass ich dir niemals wehtun würde."
Einen Augenblick, der zur Ewigkeit wurde, sah jeder der beiden dunklen Augenpaare tief in das jeweils andere und jeder schien in dem anderen zu lesen, wobei er seine eigenen Gefühle ebenfalls nicht zu verbergen vermochte.
"Ich..." Vegeta schloss seine Augen und schien zum ersten Mal seit jeher, tief in sich hineinzuhören. Er würde Kakarott nicht vergessen, er würde auf ihn warten, wenn es sein müsse bis zum Ende der Zeit, er liebte ihn, weit mehr als er jemals etwas anderes lieben konnte und vielleicht würde er ihn tatsächlich irgendwann einmal wiedersehen. Doch nun war es noch nicht so weit und es würde auch nicht morgen oder nächstes Jahr soweit sein und er wusste, dass er es nicht mehr lange bei Molloc aushalten konnte, irgendwann würde er den Verstand verlieren, da war er sich sicher.
Deshalb und vielleicht auch deswegen, weil ein kleiner Teil tief in dem Sayajin, welcher über die nächsten Jahre reifen würde, doch etwas für Armath empfand, was mehr war, als bloßes Mögen, öffnete er seine Augen und lächelte sachte:" Ich will."
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"Das pack ich nicht, du gemeiner Hund!!! Ich hasse dich!!!" Usok, welcher schon seit den letzen zwanzig Minuten seinen Frust freien Lauf gab und Vegeta mit den übelsten Beschimpfungen die er kannte bewarf, schien keineswegs dabei zu sein, sich langsam abzuregen. Sogar Tollum wich bei diesem Wutausbruch zurück und beobachtete das Szenario, welches sich langsam seinen Höhepunkt zuzuwenden begann, mit breitem Grinsen, denn der Sayajin versuchte vergebens den aufgebrachten Jungen ein wenig zu beruhigen und schien langsam wirklich am Verzweifeln zu sein.
"Itsch schlaube, Vescheta sollte lieber das Weite sutschen, bevor Uschok explodiert." Auch Tros, welcher neben dem größeren Sklaven stand, schien sich mächtig zu amüsieren und sein Grinsen wurde ebenfalls immer breiter. Eigentlich verfolgte der ganze Waschsaal das Spektakel mit und jeder schien, trotz der anfänglichen Enttäuschung, da er nun doch keine Chance mehr hatte, sich das Lachen verkneifen zu müssen.
Selbst Penelope, die sonst immer Ruhe und Ordnung sorgte, stand etwas Abseits, gegen einen Wäschewagen gelehnt und kicherte in sich hinein, denn sie wusste, dass Usok nun wirklich wütend war und etwas Dampf ablassen musste. Revos, welcher dem ganzen nur mit zornigen Blick folgte, aber nichts sagte, da er seit den letzen Zusammenstoß mit dem Prinzen jede Nacht bei Molloc verbringen durfte, verzog sich ziemlich schnell in die nächste Abteilung zurück, um den ganzen nicht länger folgen zu müssen.
"Du! Du!!! DU!!! Du bist sooo gemein !!! Weißt du eigentlich was ich alles auf mich genommen hab... was für Hoffnungen ich gehabt habe!!! Argh!!! Ich hasse dich!!!" Langsam schien Vegeta es leid zu werden, beruhigend auf den herumwütenden Mann einzureden und stand nur noch mit einem Ausdruck auf den Gesicht vor ihm, der soviel sagte wie: Wann geht dem denn endlich die verdammte Luft aus!?
"Mann, was ist denn hier los?" Palles, der gerade von einem Botentrip zurückkam blickte verwundert auf einen ziemlich verzweifelt dreinschauenden Vegeta und auf einen ziemlich rot angelaufenen Usok, die den gesamten Verkehr aufhielten, und dass Penelope nichts unternahm verwirrte ihn sichtlich noch mehr, machte ihn aber auch noch neugieriger.
"Was soll das, denn!? Hat Usok eine Wespe gestochen?!" Der braunhaarige Mann sah zu Tyla, welcher ebenfalls mit einem breiten Grinsen auf den Lippen dem Spektakel folgte. Sie schüttelte nur den Kopf und sah Palles mit einem enttäuschten Lächeln an:" Tja, der Prinz hat sich bereits entschieden und Vegeta ist der Glückliche... oder nun besser der Unglückliche, Usok keift ihn schon seit der letzen halben Stunde so an und ihm scheint noch lange nicht die Puste auszugehen." Palles riss seine Augen weit auf und sah verblüfft zu Vegeta, dann grinste er ebenfalls und ging sofort zu diesem, denn im Gegensatz zu dem Rest wollte er ihn doch von seinem Quälgeist erlösen.
"... ich habe so darauf gebaut, dass ich hier wegkommen könnte und was ist!? DU!!! Ich hasse dich!!! Ich glumb..." "Nun mal sachte. Usok, du bist ja ein toller Freund, ich meine, solltest du dich nicht ein wenig für Vegeta freuen, er würde es genauso tun und nicht den ganzen Anstalt mit einem Katzengejammer aufhalten!" Usok, welcher das zusammengeknüllte Stück Stoff, das ihm Palles in den Mund gestopft hatte, ausgespuckt hatte, wollte was sagen, aber der Gruppenleiter, hatte sich schon, unter manchen Buhrufen der anderen Sklaven, da das ganze Theater doch sehr witzig mit anzusehen war und vor allem weil sie nicht arbeiten mussten, wandte sich schon dem ziemlich genervt dreinblickenden Sayajin zu.
"Hey, Glückwunsch! Hätte ich, um ehrlich zu sein, nicht gedacht, weil... na ja, sagen wir mal, meine Traumfrau bist du nicht!" Geschickt wich der Mann lachend der Faust aus und sprang einen Meter zurück, wobei er bei dem nassen Boden das Gleichgewicht verlor und schmerzhaft auf dem Hosenboden landete. Unter einigem Gejammer richtete er sich wieder auf und rieb sich seinen schmerzenden Allerwertesten, dabei bestückte er Vegeta mit einem vorwurfsvollen Gesicht, konnte sich das Grienen aber nicht verkneifen und fragte schließlich:" Das ist cool, aber mal ehrlich, was suchst du dann noch unter uns "Fußvolk"? Ich meine, gehörst du jetzt nicht zu der Königsfamilie?"
Seufzend schüttelte Vegeta den Kopf sah seinen Gegenüber skeptisch an, lächelte dann aber auch, was schon allein für ein allgemeines "Wow" sorgte und sagte:" Noch nicht ganz, der dumme Wettbewerb geht ja noch weiter und wir gehen erst in zwei Wochen. Ich wollte zu euch..."
"Weil du uns jetzt schon vermisst!?" Palles machte eine ganz dramatische Geste und deutete einen Ohnmachtvorfall an, wobei er nur die hocherhobenen Augenbrauen des anderen erntete und seufzte beleidigt:" Mann, der Humor wird bei dir aber auch nicht mehr, hm?" Der Mann mit den kastanienfarbenen Haaren wurde unsanft zur Seite geschuppst und Tyla trat nun grinsend an Vegeta heran:" Mensch, ich kann es kaum fassen... ich werde dich wirklich vermissen, wir..."
Der Sayajin hob energisch die Hand um den bevorstehenden Tränenausbruch noch zu unterbinden und stöhnte genervt:" Jetzt haltet bitte mal alle die Luft an, ich bin nicht hier um mich zu verabschieden, ich möchte nur sagen, dass ihr auch mitkommt."
Ein allgemeines Schweigen trat auf, sogar Telev, der zuvor noch wild gequasselt und mit den Händen herumgefuchtelt hatte, hielt jetzt still und bestückte Vegeta mit den gleichen großen Augen wie alle anderen der Gruppe auch. Socco, war der erste, der wieder zu sich fand und seinen gegenüber ungläubig fragte:,, Das... ist nicht dein Ernst, oder... ich meine wie..."
"Mann, ihr seid echte Nervensägen und ich sollte mir wirklich überlegen, ob ich euch aussuchen soll." Mit einem vielsagenden Grinsen verschränkte der Sayajin die Hände vor der Brust und wartete genüsslich auf die Reaktion.
"Du... was!?"
"Äh... häh?"
"Wie aussuchen?"
"Bitte?"
Und einige weitere geistreiche Kommentare folgten, ehe Usok nach vorne Stürzte und sich Vegeta um den Hals warf, welcher so wenig damit gerechnet hatte, dass er es ihm ersten Moment gar nicht richtig begriff was da vor sich ging. "Er hat uns als seine Kammerdiener ausgesucht!!! Ich komm hier weg, ich komm hier weg, ich komm hier weg..." Fröhlich stimmte Usok, welcher endlich begriffen hatte, eine Liedchen an, und wurde so nur umso schneller wieder von dem Sayajin gestoßen.
"Das ist nicht dein Ernst!!!" Dieser Satz wiederholte sich in den nächsten zwei Stunden ununterbrochen immer und immer wieder und am Schluss bereute Vegeta schon, es nicht erst am letzen Tag gesagt zu haben, da er sich so das ganze peinliche Szenario vor den anderen Sklaven erspart hätte. Doch auch er musste nun immerzu lächeln und fühlte sich seltsam glücklich!
Ihm war richtig elend zu mute geworden, als er vorhin daran gedacht hatte, dass er sich nun von seinen Kammerden und Freunden trennen musste, doch Armath hatte ihm erklärt, dass er dazu keinen Grund hätte, da er sie ja einfach mitnehmen konnte, da er die Freiheit hatte sich nun ebenfalls Bedienstete zu halten.
Er würde er vielleicht nie zugeben, aber diese Leute, mit welchen er die letzen Jahre Stunde um Stunde gemeinsam verbracht und durchgestanden hatte, waren ihn so teuer wie nichts anderes, sie waren zu seiner verlorenen Familie geworden.
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Eine milde Briese... Sonnenschein... Wolken...
Ich seufzte schwer und lies mich in meinen Sessel zurücksinken, irgendwie hatte ich nun ganz und gar nicht mehr das Verlangen danach meine letzte Woche hier mit diesen dämlichen Papierkram zu vergeuden! Immerhin, in weniger als zwei Wochen saß eine andere an diesem Tisch und würde statt mir Buch führen und einteilen...
Irgendwie war dieses Gefühl doch seltsam, nach all den schier endlosen Jahren würde ich nun doch endlich hier weg kommen, zwar nicht von diesem Planeten, aber wieso auch, die Meinen waren ja sowieso schon seit Jahrtausenden tot. Ein dumpfes Gefühl der Trauer versuchte sich in meinen Geist zu fressen, doch ich vertrieb mir den Gedanken genauso schnell wieder, wie er gekommen war, denn schließlich konnte ich an dem sowieso nichts mehr ändern. Meine Hand strich über den losen Zopf, den ich mir heute Morgen geflochten hatte und ich seufzte nochmals schwer.
Nicht mal mehr eine Woche... Der Gedanke kommt mir immer noch unvorstellbar vor, vor wenigen Tagen hätte ich diese Hoffnung für absurd abgestempelt und nun würde ich doch endlich dieses "Haus", wie es von unseren Herrn genannt wurde, verlassen können und in ein größeres "Haus" umsiedeln, in den Palast! Obwohl ich eigentlich sonst eine eher gesonnene Person war, konnte ich mit die Spannung nicht verkneifen, ich war so aufgeregt wie schon sein Ewigkeiten nicht mehr und mein Verlangen dies hier endlich zu verlassen stieg von Sekunde zu Sekunde mehr an! Erst jetzt wurde mir richtig bewusst wie krank mich das alles hier schon gemacht hatte!!! Wie sehr ich es hasste und wie sehr ich mich wegsehnte!!!
Für mich war nicht nur der Gedanke endlich von Molloc wegzukommen so verlockend, mich brachte die Vorstellung endlich mal wieder frische Luft atmen zu können und Baume zu sehen ganz außer Häuschen!!! Seit ich hier war hatte ich nicht mehr den Sternenhimmel gesehen oder die brennende Scheiben der Sonnen. Neugier nistete sich immer mehr in mir ein und nach und nach gewöhnte ich mich an das Gefühl nun doch nicht bis an mein Lebensende hier bleiben zu müssen!
Eigentlich war ich doch sehr überrascht, dass der rote Dämon mich einfach so ziehen ließ, denn schließlich war ich doch eine seiner wichtigsten Sklaven, aber dem König musste er sich beugen, ob es ihm gefiel oder nicht... tja, da sag ich nur: Pech gehabt!
Aber irgendwie war ich auch traurig, dass ich Penelope und die anderen hier zurücklassen musste, sie werden mir sehr fehlen, ich wusste, dass ich sie trotz der Ewigkeit, die wir noch auf diesem Planeten verbringen würde, bevor unsere Seelen einschlafen werden, nie wieder sehen würde... Sie war meine beste Freundin, ich hatte sie vom ersten Tag an gekannt und gemocht...
Tränen schossen mir in die Augen und ich konnte mir ein leisen Schluchzen nicht unterdrücken. Ich hasse den Gedanken, dass wir alle doch so schwach sind, egal ob wir nun Freunde sind oder uns hassen. Wir könnten sowieso nichts daran ändern, dass wir uns, auf einen Wink unserer "Herrn", nie wieder sehen würden können!
Aber etwas gutes hatte die Sache ja, Penelope würde endlich Arovato werden, sie hatte seit jeher genörgelt wann ich die Stelle endlich an sie abtreten und in Ruhestand gehe würde... mir kam der Gedanke, sie nie wieder zu sehen fremd vor, unwirklich... ihr ging es genauso, aber ich konnte nicht sagen, dass ich nicht gerne von hier wegginge, trotz all der lieben Freunde, die ich hier zurücklassen musste.
Am meisten von allen würde mir wahrscheinlich die Umstellung zu schaffen machen, dass ich nicht mehr etliche hundert Sklaven unter mir habe, die ich einteilen müsse und etc., etc.... Das Leben in der Königsfamilie würde um vieles angenehmer für uns Sklaven sein als hier, denn dort würde wir nur Bedienstete sein und unsere Körper nicht irgendwelchen Monstern zur Verfügung stellen müssen... Am liebsten hätte ich Vegeta geküsst!!! Ich war so dankbar, dass ich hier wegkommen konnte, es ist unglaublich.
Als der Prinz vor zwei Tagen zu mir gekommen war um mir zu sagen welche Sklaven nun gehen würden, hatte ich mir nichts weiter dabei gedacht, ein wenig enttäuscht war ich schon gewesen und ein wenig traurig, denn mir waren alle lieb geworden, doch ich hatte schon viele Trennungen überwunden, dies wäre nun eine weitere von vielleicht noch Unzähligen gewesen! Und dann, als ich mir alles notiert hatte und noch ein wenig mit Armath herumgescherzt hatte, dieser Dämon war der umgänglichste den ich je getroffen hatte, sagte er mir plötzlich, ich zitiere:" Ach, übrigens, du kommst auch mit. Vergiss deine Tees bloß nicht."
Meine Augen schlossen sich und ich seufzte leise, es war nun doch ein wenig beängstigend, trotz all der Freude, wo würde ich hinkommen!? Wie sieht die Welt außerhalb dieses ganzen Reichs aus!? Bis jetzt habe ich noch keinen Sklaven getroffen der mit davon berichten konnte, denn einzig und allein die Sklaven in den Königshaus wissen es und diese kommen nur sehr selten her, um ehrlich zu sein war ich bis jetzt noch keinem begegnet! Ich hoffte, dass ich einen Sternenhimmel sehen würde können, das war mein größer Wunsch, einmal noch das Meer jener funkelnden, unzähligen Diamanten, die bis in alle Ewigkeit in der tiefen Schwärze leuchten würden, und selbst dann noch ihren Schein werfen werden, wenn wir alle, selbst wir Sklaven, nicht mehr da sind...
Auf diesen Tag werde ich warten.
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Kapitel 20: bad despair
Der seidene Stoff schimmerte in einem Azurblau, das selbst das schönste Meer vor Neid erblassen lassen hätte und der Glanz, der in diesem mitleuchtete kam dem feinsten Sternenstaub gleich, es war ein einfach ungemein schöner Stoff, anschmiegsam, weich und warm.
Vegeta schien dies jedoch leider zu übersehen, denn er stand mit skeptischen Gesicht vor dem Spiegel und erdolchte sich selbst mit einem noch skeptischeren Blick, während seine Hände immer wieder prüfend über das eng anliegende Gewand fuhren. Normalerweise machte er sich nicht viel aus dem, was ihm als Kleidung dienen sollte, doch nun war es etwas anderen, nun musste er gut aussehen! Morgen würde er noch einmal vor dem König treten, dieser würde noch einmal mit ihm reden, was ihm allein schon unglaublich nervös machte, und dann würde er endgültig aus dieser Hölle hier wegkommen!
Sein Enthusiasmus hielt sich trotzdem in Grenzen, im Gegensatz zu seinen Freunden erwartete er nicht zuviel von seiner neuen "Heimat", sie war von Dämonen erschaffen worden, das allein schon lies seinem Denken nicht mehr auf viel Schönes und Positives hoffen. Doch Armath hatte ihm erzählt, dass sie schöne Gärten hätten, mit vielen Tieren, was Vegeta sich zwar nur scher vorstellen konnte, aber weswegen er doch auch schon ein wenig aufgeregt war, denn schließlich zweifelte er nicht an den Worten des weißen Dämons, dieser würde ihn nie anlügen, jedenfalls nicht absichtlich. Vielleicht mochte die Gärten wunderschön für ihn sein und dem Sayajin wiederum befremdlich erscheinen, deshalb lies Vegeta seine Phantasie auch eher ruhen und malte sich nicht schon, wie Usok, ein Märchenland aus.
Selbst wenn es nicht so kommen sollte, es würde auf jeden Fall besser sein, als hier! Allein schon, weil Molloc nicht dort war und dieser Gedanke heiterte ihn wirklich auf!!! Es war einfach ein unbeschreibliches Gefühl, dass sich durch ihn zog, wenn er daran dachte, dass er nun nie wieder zu diesem roten Scheusal gerufen werden würde! Die zornigen und hasserfüllten Blicke von diesem nahm er gerne in Kauf, es war sowieso egal, in weniger als drei Tagen würde er von hier verschwunden sein und dann würde es besser werde... er hoffte es!
>>Wenn es dort genauso ist, dann... nein, das ist es bestimmt nicht, Armath würde das nicht zulassen... aber um dort mal hinzukommen muss ich morgen gut aussehen, so sehr ich den Gedanken auch hasse mich von diesen Kreaturen angaffen zu lassen... und überhaupt wenn ich in "so etwas" stecke...>Gott, bin ich froh, dass mich da niemand anfassen darf, ich bin mir sicher, der Hälfte von den Typen läuft das Wasser im Mund schon beim Ansehen von so einer "leichten Beute" zusammen...>Hätte ich mich vor acht Jahren so sehen müssen hätte ich vor Scharm wahrscheinlich Selbstmord begangen, ich hätte das niemals akzeptiert, was hier mit mir gemacht wird... und doch, ich tu es, ich nehme es einfach hin... mein elender Stolz kann daran auch nichts ändern... ich bin wie verkeilt, ich kann mich nicht bewegen, nicht frei entscheiden... ich bin wie gelähmt... gefangen und hilflos...<<
Ein Klopfen ließ den Sayajin erschrocken zusammenzucken und er wandte sich zur Tür, welcher aufging und entdeckte Socco, der mit einem breiten Grinsen auf den Lippen, hereinspaziert kam. Dieser pfiff begeistert, als er ihn in seiner neuen Garderobe erblickte und einem viel aussagenden Blick folgte.
"Fesch, wirklich, eine Frechheit, dass das nicht Standardmode ist, muss auf jeden Fall bequemer als unser altherbewerteter Bojojab sein, oder täusche ich mich, schöne Dame?" Ein giftiger Blick traf den lachenden Mann und Vegeta verschränkte ungerührt seine Arme vor der Brust, zumindest versuchte er es ungerührt aussehen zu lassen, aber er kam sich wirklich so vor, als würde er nun nackt vor seinem Kammerraden stehen, was seine sonst so fließende Bewegung etwas zögernd und unsicher erscheinen lies. Trotzdem knurrte der Sayajin gewöhnt genervt:" Spar dir deine Sprüche, wenn der König mir Morgen das OK nicht gibt, dann zerplatzt auch euer Traum vom "schönen Leben im Palast", also spotte nicht so dämlich!"
"Sorry, sollte nicht böse gemeint sein." Socco hob lächelnd die Hände, er spürte, dass der andere gereizt und nervös war, was er gut verstehen konnte, er wollte nicht wissen, wie sich der andere Mann wirklich fühlen musste! So trat er demonstrativ einen Schritt zurück und musterte ihn genau, wobei er mit einer Hand sein Kinn hielt, um professionell zu wirken, was er sogar recht gut hinbekam. Vegeta fauchte ihn nur genervt an:" Was!?"
"Nichts, du siehst nur gut aus, das Gewand ist sehr schön, ich denke man kann da sogar davon absehen, dass du ein Mann bist." Eine Vase flog in seine Richtung, ein Altherbewehrter Gegenstand für Wutausbrüche und komischerweise immer in Griffweite, und der große Mann konnte sich gerade noch wegducken um es nicht voll gegen die Birne geknallt zu bekommen.
"Du blöder Trottel!!! Wenn du das so witzig findest, dann tritt du doch Morgen vor den König und lass dich "begutachten"!!! Ich hab sowieso keine Lust dazu..." Vegeta brach je ab, als seine Stimme den Dienst versagte und bohrte seinen wütenden Blick in den Boden. Seine Augen brannten und ein unangenehmes Gefühl begann sich von seinem Gaumen in Richtung Magen zu fressen, er fühlte sich miserabel, ob er nun wollte oder nicht, er musste es nun durchziehen, Palles, Socco und selbst Tima zählten auf ihn... Er hasste es, sollten sie es doch tun, die lachten alle und grinsten dämlich, weil sie nun endlich wegkamen und er!? Er hatte nur ein Gefühl...
... Angst!
Eine Hand legte sich behutsam auf seine Schulter und Socco sprach nun mit ruhigem und ernstem Ton zu ihm:" Ich wollte mich nicht über dich lustig machen, auf keinen Fall. Ich beneide dich nun wirklich nicht darum, dass du morgen vor den König treten musst, ich weiß nicht wie schwer es ist, aber ich glaube, dass ich es nicht so gut hinnehmen würde wie du und deshalb hast du meinen Respekt. Viele sagen, dass sie hier wegwollen, für jeden Preis, aber schlussendlich ist es doch schwer, es ist eine Ungewissheit, die wir nicht durchschauen können, weder du noch ich oder Tima, wir alle sind aufgeregt. Doch wir zeigen das nun mal nicht so, wir versuchen es halt mit etwas Humor zu sehen, ich weiß, dass du das nicht kannst und ich will, dass du weißt, dass jeder von uns dir sehr dankbar ist dafür was du tust, aber wenn du das nicht tun möchtest, dann werden wir deshalb nicht weniger deine Freunde sein. Wir wollen ganz bestimmt nicht, dass du etwas machst, was dir weh tut." Der größere Mann lächelte ihn sanft an, er meinte seine Worte so, wie er sie gesagt hatte, das wusste der Sayajin mit Sicherheit und fühlte sich dadurch tatsächlich ein bisschen besser.
Flüchtig und so unauffällig wie möglich fuhr sich Vegeta mit seinem Handrücken über die Augen und schluckte schwer, dann drehte er sich zu dem anderen und wollte ihn eigentlich anschnauzen, dass er nicht dauernd so gefühlsduselig sein sollte, doch kam stattdessen ein Lächeln, welches sich ohne irgendeiner Erlaubnis von Vegetas Mund Besitz nahm. Er schüttelte nur leicht seinen Kopf und seufzte schwer, als er nun schon wieder das breite Grinsen des anderen sah und knurrte leise:" Was willst du, Socco, ich hab nun auch für die bestgemeinten Aufheiterungsversuche keine Zeit, ich... ich muss mich noch vorbereiten."
"Ja, ich weiß, Tima hat mir eigentlich ja strikt verboten dich zu stören, da du ja sowieso schon so nervös seiest... frag mich nicht, wieso diese Frau meint, dass ich dich nervös machen würde, ich meine, ich bin doch der Typ von Person, der eine gewisse Gesonnenheit an den Tag legt, wo andere nur staunen können!" Vegeta musste sich ein Lachen verbeißen und Socco, welcher erfreut feststellte, dass er den anderen nun doch ein wenig von seinen trüben Gedanken abbrachte, meinte nur gespielt beleidigt:" Was soll "das" nun wieder bedeuten? Ich meine, wer von uns hat Usok einmal beinahe die Gurgel umgedreht, wegen eines, ob man's glaubt oder nicht, "Desserts"!"
"Pah, halt doch den Mund, du weißt genau, dass das nur Geschwätz ist!!! Ich hab Usok nicht ein Haar gekrümmt... ganz gegen der Tatsache, dass er es verdient hätte... das ist aber egal, weil 1.) hat er ohne Erlaubnis mir mein Essen, und nicht wie fälschlich bekannt gegeben, den dämlichen Nachschlag, weggefuttert, wo ich 2.) schon die gesamten letzten zwei Tage nichts zu essen bekommen habe und 3.) in der Nacht Vollmond war!!!" Der Sayajin rümpfte nur ungerührt die Nase und grinste dann, er war doch froh, dass der andere ihm ein wenig Gesellschaft leistete, es war nicht zu leugnen, dass dieser es immer wieder schaffte ihn aufzumuntern.
"Von mir aus, belassen wir die unwiderlegbaren Tatsachen halt..." Socco wurde das Wort abgeschnitten und Vegeta lachte nur:" Welche "unwiderlegbaren Tatsachen" bitte, das Gerede von Palles darf man auch nicht 1:1 wörtlich übernehmen, bei dem kommt es leicht vor, dass eine Mücke zu einem Elefanten wird!" Der Sayajin fuhr sich nun schwer seufzend durch seine schwarzen Haare, die auf jeglichen Widerstand verzichteten seit er auf diesem Planeten gelandet war (1), und wandte seinen Blick dann wieder dem Spiegel zu, der Anblick war ihm noch genauso unlieb wie zuvor, wenn nicht sogar noch mehr, da nun der andere Sklave im Raum stand und, wie Vegeta im Spiegel gut sah, ihn mit einem vielsagenden Blick bestückte.
"Es ist schrecklich." Das war eine Festlegung und der kleinere Mann stöhnte nur genervt auf und fuhr fort:" So wie alle anderen auch. Ich komm mir vor, als wäre ich nackt! Ich begreif wirklich nicht, was Dämonen so anregend an dieser Kleidung finden..." Wieder wurde ein tödlicher Blick gegen das Spiegelbild gesendet, welches diesen nur ungerührt erwiderte und der Sayajin legte seinen Kopf in den Nacken und stieß die Luft in seinen Lungen gut hörbar raus.
"Na ja, ich weiß nicht, so abwegig stell ich mir das aber nicht vor, denn schließlich, dass kannst selbst du nicht bestreiten, bringt dieses... "Gewand", deine Hüften und den Po ziemlich gut zur Geltung." Socco lachte bei dem empörten Gesicht, das der andere zog, laut auf und konnte gerade noch einer weiteren Vase ausweichen. Vegeta giftete zuweilen laut los:" Bist du bescheuert!? Meinen Po... Du blöder Trottel, was fällt dir ein, meinen... Argh, eins verspreche ich die: Du kommst ganz bestimmt nicht mit!!! Dich tue ich meinen Nerven sicher nicht die nächsten tausend Jahre an!!!"
Die purpurnen Augen des großen Mannes wandten sich von dem noch immer wild schimpfenden Sayajin ab und sahen sich in dem großen Raum um, welchen er zwar in den letzen zwei Wochen schon öfters betreten, aber noch nie richtig betrachtet hatte. Und wieder kam er zu dem Entschluss, dass es einfach zu beneiden war! So groß und schön, er konnte sich gar nicht mehr daran erinnern, wann er das letzte mal in etwas derartig komfortablen Zimmer geschlafen hatte, die unfreiwilligen Besuche bei Molloc und Co. nicht mitgerechnet. Er seufzte leise ohne es zu merken und sah sich überrascht um, als das Geschimpfe überraschend verstummt war.
Als er sich umwandte, bemerkte er einen seltsamen Ausdruck in den schwarzen Augen des anderen und hatte plötzlich das Gefühl etwas Blödes gemacht zu haben. "Ähm, was ist?" Er sah ihn grinsend an, doch irgendwie wollte es wohl nicht überzeugend wirken, denn Vegeta schüttelte nur den Kopf:" Ich hab mich genauso gefühlt, als ich das erste Mal hierher kam, es ist schön, wirklich, und irgendwie angenehm, ich meine die Atmosphäre, man hat das Gefühl, hier drinnen sei einer der Sichersten Orte den es gibt." Nun lächelte der schwarzhaarige Mann sanft und verschränkte seine Arme:" Tima hat mir gesagt, dass auch eure Unterkünfte um einiges besser ausfallen werden als hier, ich meine pro Kopf ein Zimmer."
Socco nickte seufzend:" Ich weiß, du glaubst gar nicht wie ich mich schon darauf freue endlich mal wieder eine Nacht in meinen EIGENEN vier Wänden verbringen zu können, ohne Usoks nervenzermalmendes Scharchen ewig neben mir zu hören..." Der größere Mann seufzte verträumt und schien für einen Moment wirklich völlig weggetreten. Doch als er Vegetas vielsagendes Grinsen sah riss er sich schnell wieder aus seinen Träumen und sah den Sayajin plötzlich mit seltsam besorgten Augen an.
"Was?" Der dunkelhaarige Mann zog erwartend die Augenbrauen hoch und schaute seinen Gegenüber genervt an, Socco hatte die Gabe ihn immer und immer wieder mit seinen Blicken zur Weißglut zu bringen, denn er beherrschte, so gut wie wahrscheinlich kein anderes Wesen im ganzen Universum, diesen markzerfressenden Ausdruck in den Augen, der einen geradezu dazu trieben ein schlechtes Gefühl zu bekommen.
"Was denkst du wird der König mit dir besprechen wollen?" Ein eiskalter Schauer schlug mit einem Mal über den schwarzhaarigen Mann ein und er bemerkte erschrocken, dass er wirklich zusammengezuckt war. Eine Sekunde sah er seinen Gegenüber wütend an, doch dann wurde ihm bewusst, dass der andere dies sicher nicht gefragt hatte um das miese Gefühl in ihm wieder aufzuwecken, welches er die letzten Stunden so sorgfältig abgewürgt hatte.
Er schüttelte den Kopf:" Ich weiß nicht. Armath meint nur ich solle mir keine Sorgen machen... ich würde wirklich gerne seinen Rat befolgen, doch ich... Molloc und die anderen Dämonen werden auch wieder bei der Untersprechung sein... ich fühle mich, als müsse ich mich jede Sekunde übergeben. Wenn ich daran denke, was letztes Mal..." Vegeta biss seine Zähne zusammen und ballte seine Hände so fest, dass diese vor Anspannung zu zittern begannen.
Besorgt sahen ihn die purpurnen Augen des anderen Mannes an, dieser wusste, dass Vegeta noch immer sehr unter den letzen Treffen litt. Soweit er wusste hatte der König Vegeta ziemlich unangenehme Fragen gestellt, doch wusste er leider nichts genaues, Tima sagte er solle seine Nase aus diesen Sachen raushalten. Die Frau hatte manchmal Nerven! Sie behandelte ihn wirklich noch wie ein Kind, dies war auch einer der Gründe wieso er so oft mit ihr in den Haaren lag! Er mochte sie wirklich, nur kam sie von ihren Bevormundungstrip nie runter, Palles und die anderen nahmen es mit Humor, doch er fand die ganz und gar nicht zu lachen. Vegeta war ein guter Freund von ihm, er hätte ihn gerne geholfen, doch hielt die Arotavo ihn, sowie alle anderen seit kurzen, von dem Sayajin fern, deshalb hatte er auch höllisch aufpassen müssen, damit ihm niemand über den Weg lief, der ihm bei Tima verpetzen hätte können.
Vorsichtig legte Socco seine Hand auf die zitternde Schulter und versuchte so aufmunternd zu klingen wie es ging:" Mach dir nicht so viele Sorgen, Vegeta. Das ist das letzte Mal, dass du Molloc siehst, zumindest hier, und wenn wir erst einmal von hier verschwunden sind, dann wird es dir auch gleich viel besser gehen! Vergiss nicht, Armath ist nachher bei dir und sowohl Molloc als auch die anderen Fürsten dürfen dich nicht anrühren. Der König wird dir schon nichts zu leide tun, der Prinz würde es niemals zulassen, sosehr wie er in die verschossen ist!"
Ein triumphierendes Lächeln prägte nun Soccos Gesicht, da der andere Mann sich während seiner Worte tatsächlich beruhigt hatte und zum Schluss sogar hochrot anlief. So konnte er sich die Bemerkung nicht verkneifen, die ihm auf der Zunge lag und er giggelte amüsiert:" Und von deiner Seite mal ganz abgesehen, ich glaub bei deiner ansprechenden Röte würde es keiner übers Herz bringen euch zu trennen!"
Auf diese anstößige Anmerkung folgte die erwartete Reaktion und Vegeta schlug wütend die Hand des anderen weg und knurrte gefährlich, doch zu dem Leidwesen des Sayajins brachte er keinen allzu bitterbösen Ausdruck zusammen, höchst wahrscheinlich verminderte das ungewollte Grinsen den einschüchternden Effekt. Trotzdem fauchte er:" Lass den Scheiß, du solltest endlich lernen dich mal deines Alters entsprechend zu benehmen und diese dumme Kommentare zu verkneifen!"
Der Nephredo nickte zustimmend:" Klar, werd ich, irgendwann mal!"
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"13:00 Uhr... uhm..." Der Sayajin seufzte, stellte die Uhr wieder auf das Nachtkästchen zurück und drehte sich wieder zur Seite, wobei er die Decke weit über seinen Kopf zog. Ein herzhaftes Gähnen war zu hören, gefolgt von einem verschlafenen Schmatzen und etwas, was tatsächlich einem Schnurren gleich kam.
Mit dem Brautdasein kamen halt auch manch angenehme Nebeneffekte, wie zum Beispiel die Tatsache, dass man so lange schlafen konnte, wie man wollte, ohne von einer herumnervenden und kreischenden Leiterin ( alias Ima... *g*) aus den Federn gescheucht zu werden. Das große Bett und das reichliche Essen kamen dann auch noch zu den Vorzügen dazu, doch Vegeta war im Moment zu müde um weiter über sein momentanes "Glück" nachzudenken, so rollte er sich in die weiche warme Decke, denn trotz der Tatsache, dass geheizt wurde, war die Zimmertemperatur doch etwas unter dem Geschmack des Mannes, aber wie er schon zu Genüge feststellen hatte können, nahmen Dämonen ihre Umwelt oft mit anderen Sinneseindrücken wahr als Menschen oder er.
So döste der Sayajin ruhig vor sich hin, das wohlige Gefühl des eben aufgefüllten Magens im Hintergrund wahrnehmend und war kaum eine Sekunde später auch schon wieder im Traumland versunken. Soccos Besuch reichte schon ein paar Stunden zurück, er hatte schließlich noch vor dem Mittagessen seinen kleinen Abstecher hierher gemacht und Vegeta mit seiner Gegenwart beglückt (... ich hoffe man hört den strotzenden Sarkasmus raus...). Kurz nach ihm war auch schon Armath gekommen, nur um ihn zu sagen, dass er gleich wieder weg müsse, weil er mit ein paar der Fürsten noch was zu besprechen habe und dass er, Vegeta, sich keinen Sorgen wegen der späteren Unterhaltung mit seinem Vater machen sollte.
Und von diesen Sorgen war er im Moment so weit entfernt wie von nichts anderem, eine angenehme Entspannung und Ruhe hatte sich in ihm breitgemacht und er sah zuweilen auch keinen Grund sich über irgendetwas den Kopf zu zerbrechen, denn soweit hatte Socco schon recht gehabt, Armath würde ihn beschützen und er war ein angenehmes Gefühl diese Sicherheit zu haben.
Ein hartes, kurzes Klopfen weckte den Sayajin jedoch so schnell wieder, wie er auch eingeschlafen war und im ersten Augenblick hatte Vegeta einige Schwierigkeiten damit sich aus der Decke zu schälen. Als er es nun doch vollbracht hatte, setzte er sich auf und brauchte eine Sekunde um seine noch ziemlich träge vor sich hinschleifenden Gedanken zu ordnen. Jedoch schreckte ihn ein zweites Klopf hoch und er sprang teils wütend, teils neugierig auf, denn er konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, wer ihn jetzt besuchen kommen wollte!
>>Verdammt... wenn das wieder Socco ist trete ich dem Typen in seinen Allerwertesten... er hat wirklich die Gabe immer in den falschesten Momenten aufzukreuzen...<< Gähnend griff er nach dem zurechtgelegten Baraji und streifte ihn sich schnell über. Dann schritt er mit mulmigen Gefühl zur Tür, da ihm mit der Aufklärung seiner Gedanken auch klar wurde, dass ein zweiter Besuch von seinem Kameraden doch wirklich mehr als unwahrscheinlich war und drückte den Öffnungsmechanismus. Er hatte kein Problem damit ihn gleich auf Anhieb zu finden, denn inzwischen kannte er sich mit dem Ding beinahe besser aus als Armath selbst. Ein leises Zischen erfüllte den Raum und im selben Moment wich jegliche Farbe aus Vegetas Gesicht.
Ein großer, schwarzer Dämon, mit weißen Pigmentmusterungen stand vor ihm und sah ihn aus seinem harten Gesicht mit den rotenschwarzen Augen ruhig an. Erschrocken taumelte der Sayajin einen Schritt zurück und musste um seine Beherrschung kämpfen, damit er nicht laut zu schreien anfing. Er konnte es nicht glauben, der König stand vor ihm, er allein, und Armath war nicht da!!!
Für eine Wimpernschlag, der dem schwarzhaarigen Mann wie ein Jahrtausend vorkam, sahen sich beide nur ruhig an, Vegeta mit vor Entsetzen weit aufgerissenen Augen und der König, dessen Blick kühl und besonnen war. In dieser Sekunde starb der Sayajin tausend Tode, er malte sich aus was alles nun passieren würde und spürte wie sein Magen das kurz zuvor gegessenen wieder rauswerfen wollte.
"Ich hoffe ich störe nicht." Die dunkelrot schimmernden Augen sahen den völlig perplex dreinschauenden Mann fragend an und ein amüsierter Ausdruck machte sich in ihnen breit, als der König den beinahe verstört wirkenden Blick des anderen wahrnahm. Vegeta war nur im Stande den Kopf zu schütteln, doch das reichte als Antwort, der Dämon nickte und trat, ohne, dass er von Eile getrieben zu werden schien, ein. Überrascht sah ihn der Sklave nach und drehte sich dann auch vollends um, ihm gefiel der Gedanke nicht dem schwarzen Dämonen den Rücken zuzukehren.
"Mein Sohn ist zuweilen leider beschäftigt, Tocco, einer meiner Fürsten wollte mit ihm und seinen Brüdern eine Unterhaltung führen, so dachte ich mir, da ich im Moment sowieso etwas Zeit habe, werde ich das anstehende Gespräch, welches ich mit dir ja noch führen muss, etwas vorverlegen. Dass Molloc und die anderen meiner Leute fehlen wird doch wohl kaum stören, oder?" Der große König wandte sich, nachdem er seinen Blick eine kurze Weile durch das Zimmer wandern gelassen hatte, um und sah den Sayajin fragend an.
Diesmal fand Vegeta zu seiner Stimme und er stotterte unsicher:" N... nein, ich... nein, es ist OK... kein Problem... ich wusste nur nicht, d... dass ihr kommt, Herr... ich..." Er brach ab, als der Dämon lächelnd die Hand hob und meinte:" Du muss nicht so nervös sein, ich werde dir nichts tun, einerseits hat mein Sohn dich ausgewählt und andererseits liegt mir nichts daran mit dir zu schlafen, ich bin mit meiner Frau vollends zufrieden."
Vegeta nickte nur ungläubig, er war doch ziemlich überrascht so etwas zu hören, eigentlich dachte er, dass der König sich jetzt auf ihn stürzen würde... oder zumindest so etwas in der Art. Er kam jedoch nicht zum weiterdenken, denn der schwarze Dämon deutete ihn auf dem Bett Platz zu nehmen, was der Sayajin mit einigen Unbehagens dann auch tat. Der König lies sich ebenfalls auf die Knie sinken und so saßen sich beide gegenüber, der Mann am Bett, der Dämon am Boden, wobei der Zweite immer noch größer war als Vegeta.
Ein banges Gefühl machte sich in der Brust des Sayajins breit und lies ihn das Luftholen sichtlich schwer fallen, irgendetwas in ihm, etwas, was sich über die letzen sieben Jahren in seiner Seele eingenistet hatte und mit jeder Schändung von den Dämonen gewachsen war, lies ihn misstrauisch jede Bewegung seines Gegenüber mit seinen dunklen Augen verfolgen. Dass der König ihn nichts tun würde glaubte er ihn, zumindest ein sehr kleiner Teil in ihm, doch der größere, der sich mit den Misstrauen im Einklang fand, verbot ihn diesen Glauben zu sehr zu vertrauen.
"Du bist also kein Mensch?" Der schwarze Dämon hatte seine Hände ineinander gelegt und stütze sein Kinn darauf, seine Aufmerksamkeit war vollkommen auf Vegeta fixiert, was dieser auch mit einer unangenehmen Sicherheit wusste. Die Ruhe, die von dem anderen ausging, ließ die Unruhe in dem Sayajin nur noch wachsen und der Angesprochene vergrub seine Finger in dem weichen, samtartigen Stoff des Bettüberzuges, dadurch bekam er ein klein wenig mehr das Gefühl Halt zu haben.
"Ja, Herr." Es war schwer das zweite Wort über die Lippen zu bringen, immer wenn der Sayajin an sein Volk dachte oder daran erinnert wurde, konnte er die kleine bissige Stimme in sich nur mühsam unterdrücken, die ihn stetig dazu aufforderte einen weiteren, seiner vielen dummen Fehler zu begehen, die ihn bei Molloc und den anderen Dämonen so interessant gemacht hatte.
Der König nickte und wandte seinen Blick überraschenderweise von dem schwarzhaarigen Mann ab und lies es erneut durch das Zimmer streifen, wieder mit der gelassenen Art, so als hätte er keinen Grund zur Hast und wieder stieg das Unbehagen in Vegeta an. Die folgenden fünf Minuten wurden mit beiderseitigen Schweigen verbracht, zumindest nahm der Sklave an, dass es um die fünf Minuten gewesen sein mussten, denn seiner eigenen Wahrnehmung von fünf Stunden tat er nicht zuviel Wahres ab und verlies sich da eher auf den kleinen Wecker am Nachttisch.
Vegeta sprach nichts, einerseits wusste er beim besten Willen nicht was er mit dem Dämonen plaudern sollte, andererseits hatte er Angst, er verstand nicht was der andere damit bezwecken wollte ihn in Schweigen zu hüllen. Wollte er ihn verunsichern!? Wenn, dann hatte er es geschaffte, denn der Sayajin konnte sich es nur schwer unterdrücken unruhig hin- und herzurutschen.
"Armath ist mein jüngster Sohn, mein siebter um genau zu sein. Ich weiß nicht ob er dir das erzählt hat." Überrascht blickte Vegeta von dem Muster der Decke hoch, an welchem er seine Augen bis jetzt festgeheftet hatte und sah zu dem schwarzen Dämonen, der ihn nun wieder ruhig in Augenschein genommen hatte. Etwas verwirrt schüttelte er den Kopf, das hatte Armath in der Tat noch nicht, bis jetzt hatten sie nicht sehr viel Zeit miteinander verbringen können seit das Ergebnis der Brautschau festzustehen schien, da es nun sehr viel zu bereden gab und der junge Dämonenprinz von einer Unterredung zu nächsten rennen musste.
Jeder Dämonenfürst musste seine Zustimmung einreichen, und bis auch Molloc hatten das jetzt auch alle getan, bei Wein und einem freundlichen Plausch erklärte der weiße Dämon, dass er leider nichts passendes unter dem Angebot der anderen Fürsten gefunden hatte und versicherte ihnen, wie ausgezeichnet ihre "Ware" trotzdem sei.
Es wurde auch sehr viel über die folgende Krönung von dem baldigen neuen König geredet, soviel Vegeta mitbekommen hatte, wurde Armath, da er nun eine Braut hatte, bald gekrönt. Dies war doch ein recht seltsames Gefühl, musste sich der Sayajin eingestehen, wenn er daran dachte, es legte sich dann immer leises Bedauern über ihn... so dumm es auch klingen mochte, doch nach all den Jahren sehnte er sich immer noch danach seinen rechtmäßigen Platz als König einzunehmen. Nun, zumindest würde sich sein Wunsch ja in gewisser Weise erfüllen, er würde halt die Königin sein. Er konnte sich bei diesem Gedanken nur schwer die Tränen zurückhalten, doch in diesem Augenblick fuhr der schwarze Dämon fort, so als würde er den Schmerz des anderen genau spüren und ihm die Scharm ersparen wollen.
"Bei uns Dämonen gibt es einheitlich nur einen König, seit Jahrtausenden von Jahrtausenden und diese König ist etwas Besonderes. Dämonen wie Molloc oder die andern Fürsten sind von Magie geschaffene Wesen, sie wurden nicht aus einem Organismus heraus gezeugt und sie sind auch unsterblich." Verblüffung machte sich in Vegeta breit, dies war ihm gänzlich neu, eigentlich hatte er gedacht, dass Dämonen aus Eiern schlüpfen oder so etwas in der Richtung. Jetzt wurde ihm auch plötzlich klar, dass er bis jetzt noch keinen einzigen weiblichen Dämonen gesehen hatte!
Tima hatte ihm zwar erzählt, dass es nur männliche Dämonen gab, doch hatte er dies irgendwie als Märchen aufgefasst, da er sich dies wirklich nicht vorstellen hatte können. Molloc war ein Mann, davon hatte er sich oft genug selbst überzeugen müssen, und wo es Männer gab, gab es normalerweise doch auch Frauen! Plötzlich kamen ihn die Namekianer in den Sinn, aber diese waren ja Asexuell, das zählte also nicht. Nein, das hatte Vegeta nun wirklich nicht gewusst.
"Wir hingegen sind anders." Die Worte des Königs zogen die kurz abgeschweifte Aufmerksamkeit des Sayajins wieder auf sich und der schwarze Dämon erzählte weiter:" Ich, sowie mein Vater, mein Großvater, als auch meine Söhne, sind alle in dem Körper eines anderen Wesens herangereift. Wir sind die einzigen, die sich fortpflanzen können, die Nachwuchs zeugen können, jemanden der aus uns selbst hervorgeht und nicht aus dem Nichts geschaffen wird. Dadurch sind wir auch anders, wir sind stärker, in mancher Hinsicht klüger, weil wir überlegter handeln und nicht nur auf unseren Instinkt setzen und vor allem empfinden wir Gefühle wir Liebe und Zuneigung oder Mitleid.
Wegen unserer Siege in Schlachten und Auseinandersetzungen mit anderen Rassen werden wir von den anderen Dämonen geschätzt und es ist schon vor Jahrhunderten zu einer Regel geworden, dass wir, das Königshaus, führen und leiten. Vielleicht mögen wir Dämonen dir ungemein grausam und brutal erscheinen, aber unter uns selbst verbindet und ein starkes Band der Loyalität und Freundschaft. Ich weiß nicht wieso dies so ist, aber mein Vater hat es mir so erklärt, dass unsere Rasse, da wir uns durch Magie vermehren und so nicht auf ein anderes Geschlecht angewiesen sind, sich untereinander mit jeden Artgenossen sehr verbunden fühlt, wir hegen eine Zuneigung füreinander, wir sehen uns gegenseitig als Familie an.
So kam zum Beispiel auch noch nie eine Auflehnung gegenüber unserem Königsgeschlecht, sie lassen sich von uns leiten und vertrauen mir, so wie sie all meinen Vorfahren vertraut haben. Im Gegensatz zu ihnen sterben wir, wir werden zwar viel älter als Menschen, doch bleiben wir auf ewig Kinder im Vergleich zu unseren Artgenossen. Doch werden wir geachtet, als etwas besonderes, da unter unserer Führung kaum je eine Niederlage stattgefunden hatte und wir für viele Dinge Lösungen finden, die anderen niemals eingefallen wäre. Wir verstehen uns auf Verhandeln und halten unser Volk im Zaun, da es sonst schon oft zu einem gefährlichen Fehler gekommen wäre. Und genau das wissen sie auch.
Molloc wurde geschaffen, als der Ur-, Ur-, Urgroßvater, des Urgroßvaters meines Urgroßvaters gerade geboren wurde und trotz seines Alters und seiner ungestümen, manchmal auflehnenden Art ist er ein treuer Freund. Dir mag dies vielleicht unvorstellbar vorkommen, doch Dämonen sind nicht schlecht, zumindest nicht aus bösen Willen heraus. Es ist ihre Art Sklaven zu halten, dies war schon so als der erste meines Geschlechts geboren wurde und dies wird auch so sein, wenn der letzte dieser Rasse stirbt. Manchmal sehe ich voll Abscheu auf das Spiel, welches sie mit dir und den anderen Unglücklichen treiben, doch dann muss ich daran denken, dass diese, meine Artgenossen, Gefühle wie Liebe oder Mitleid euch gegenüber nicht empfinden können. Es ist ihre Natur, nicht das kranke Verlangen eines gestörten Geistes."
Vegeta war blass, er fühlte sich schlecht, er wollte diese Worte nicht hören, sie waren nicht wahr!!! >>Gemein und verlogen!!! Natürlich sagte er, dass die nicht böse sind, er ist der König, er selbst ist ja einer von ihnen!!!...<<
Lange Zeit konnte sich der Sayajin über diese Worte aber nicht ärgern, denn der schwarze Dämon fuhr ruhig fort:" Armath ist ungestüm, er weiß es tief in seinen Geist, doch ist er jung und mit vielem nicht einverstanden. Es ist kein Zufall, dass er der Siebte ist, es ist eine alte Überlieferung die besagt, dass nur jeder Siebgeborene der Leiter unseres Volkes werden darf. So hat er sechs Brüder, so wie ich auch, sie sind älter und meistens bedachter in ihrem Handeln, doch fehlt ihnen allen der ungemeine Wille oder besser gesagt der Sturkopf mit dem wir Jüngsten gesegnet werden." Der König lächelte plötzlich und schien für einen Moment völlig in Gedanken versunken zu sein.
"Es sind auch wieder die Letztgebornen, die Kinder zeugen können, Horso, To und die anderen Brüder Armaths fühlen wie du, sie empfinden Mitgefühl, Zuneigung und andere Gefühle dergleichen, doch sie könnten niemals so eine innige Bindung eingehen wie ihr jüngerer Bruder und sie können sich nicht fortpflanzen. Die sechs Brüder werden Armath immer beistehen und ihm bei mancher schweren Entscheidung helfen, die Gefühle bringen nämlich nicht nur Gutes mit sich, man darf sich nicht von ihnen verblenden lassen. Und Armath ist nun an der Reihe meinen Platz zu übernehmen, er hat sein Alter erreicht und musste sich nur noch eine Gefährtin oder einen Gefährten aussuchen. Das bist nun wohl du." Die rotschwarzen Augen wandten sich nun wieder Vegeta zu, welcher ihn unsicher ansah. In ihm hatte sich eine Vorahnung, eine wirklich schreckliche Vorahnung gebildet, er hoffte er würde sich irren!
"Herr... wie soll Armath Kinder zeugen, wenn... wenn er mit mir..." Der schwarze Dämon sah ihn ernst an, sehr ernst, so als hätte er nur auf diese Frage gewartet und begann mit gedämpft Stimme zu sprechen:" Vegeta, die Nanolath meines Maresokach war ein Mann. Bei uns zählt das Geschlecht nicht, jedenfalls nicht viel, ein Mann ist hier ebenso im Stande ein Kind in die Welt zu setzen wie eine Frau." Der Sayajin war leichenblass, er zweifelte nicht an der Wahrheit dieser Worte doch zwang sich eine Frage über seine Lippen:" Wie..."
"Magie, Vegeta. Sie wird dir ermöglichen ein Kind auszutragen, es wird in deinem Körper heranreifen wie in dem einer Frau, doch verlangt die folgende Geburt dann doch einen medizinischen Eingriff." Ein Schweigen folgte, der Dämon sagte nichts mehr, er bedachte Vegeta nur mit einem ruhigen Blick und schien zu warten.
Der Sayajin zitterte, er hatte wieder zu zittern begonnen, das soeben Gehörte kam ihm so suspekt vor wie nichts, dass er je in seinem bisherigen Leben gehört hatte und trotzdem wusste er das es nicht gelogen war. Aber dies stand hier auch nicht zur Debatte, er wusste nun warum der König gekommen war, dieser wollte mit ihm darüber ungestört reden, seine Meinung dazu wissen und ihn vielleicht sogar eine kleine Hilfestellung geben.
"I... ich..." Tränen begannen über seine blassen Wangen zu rinnen und der zitternde Mann begann seinen Kopf zu schütteln. Vegeta schluchzte auf und wischte sich über seine nassen Augen, wohl wissend, dass er dadurch den Tränenfluss nur umso stärker antrieb. "I... ich... nein... ich kann das ni... nicht..." Er vergrub sein Gesicht in seine Hände und begann immer heftiger zu weinen, er wusste, dass ihm nun keine Wahl mehr gestellt wurde, er hatte damit zugestimmt, indem er zu Armath "ja" gesagt hatte und nun, nachdem beinahe schon alle Vorbereitungen getroffen wahren konnte er gar nicht mehr nein sagen, schon gar nicht weil Molloc ihn zerfleischen würde, wenn er ihn in die Finger kriegen würde.
"Vegeta, dir bleibt keine Wahl und das weißt du. Doch es wird nicht so schrecklich sein, am Anfang wirst du etwas Angst haben, doch es wird nicht weh tun und du wirst ein Leben gebären, ein Leben, welches du lieben wirst." Der schwarze Dämon war aufgestanden und zu dem weinenden Mann gegangen, er stand knapp neben ihn und hatte eine Hand auf den zitternden Kopf gelegt.
"Nein..." Der Sayajin wollte sterben, er wollte so dringend sterben, es war ihm egal ob er einfach verschwinden würde, ob er die anderen nie wiedersehen würde, er wollte nur weg bevor... Er schluchzte scharf auf und wimmerte gequält, warum hatte Armath ihm dies nicht gesagt!? Er hätte nie und nimmer ja gesagt...
"Armath dachte, dass du es weißt, er hat es dir nicht deshalb nicht gesagt, weil er es dir verheimlichen wollte bis du plötzlich ein neues Leben in dir trägst. Er hat nicht darüber nachgedacht, dass du es nicht wissen könntest und um ehrlich zu sein war ich auch ziemlich überrascht als mit die Arotavo sagte, dass du noch keine Ahnung davon hast. Aber nun kannst du nicht mehr zurück, Molloc würde dich töten, oder noch schlimmeres mit dir tun und mein Sohn könnte dich dann auch nicht schützen. Vegeta, es wird nicht so schlimm und es gibt einen unvergleichlichen Lohn für deine Aufgabe." Vegeta hob zitternd den Kopf, er sah den Dämonen verwirrt an, was sollte das nun wieder sein!?
"Du darfst sterben." Die dunklen Augen sahen ihn ruhig an, währen die Hand weiter ruhig durch seine Haare strich. "Nachdem du sieben Kinder in die Welt gesetzt hast wirst du mit Armath sterben, deine Seele wird frei sein und du kannst von diesem Ort weg, das ist etwas, was andere Sklaven hier nie bekommen werden, ihre Seelen schlafen zwar ein, aber sie werden auf ewig hier, in ihren Körpern gefangen sein." Der Sayajin schauderte bei dem Gedanken, doch war dies wirklich ein lohnenswertes Argument.
Wenn er nicht lebend hier wegkommen könnte, so doch wenigstens tot und im Jenseits würde er die anderen wiedertreffen... Es war schrecklich, er wollte das nicht machen, er wollte keine Kinder kriegen, er wollte nicht noch tiefer sinken, er war ein Mann, ein Kämpfer, doch war dies egal, wenn er sterben wollte, oder auch wenn er es nicht wollte, er musste es tun, er konnte gar nicht mehr zurück!!!
Erneut schluchzte der Sayajin scharf auf und drückte sein Gesicht wieder in seine Hände, er fühlte sich einfach grässlich!!!
"Vegeta, glaub mir, es wird nicht ewig so schrecklich sein, du wirst dich daran gewöhnen, du wirst beginnen Armath zu lieben und die Kinder die du austragen wirst, so wie all die anderen vor dir auch. Vielleicht erscheint es dir undenkbar, aber du wirst es schaffen und nun schlaf, ich werde die Arotavo bitten die etwas Tee zu bringen, Armath kommt auch bald. Ruh dich aus." Vegeta fühlte sich plötzlich schwer, seine Augenlieder fielen ohne sein Zustimmen zu und er sackte nach hinten, und kaum eine Minute später war er in einen Schlaf übergeglitten, in welchen er all die Sorgen für kurze Zeit vergessen konnte. Und er träumte, er träumte von dem letzen anderen Wesen, welches ihm nun Trost spenden konnte, selbst wenn es nicht da war. (2)
Behutsam strich Armath über die blasse, weiche Haut des Sayajins, welcher noch tief zu schlafen schien. Er lag neben diesem in seinen großem Bett und beobachtete Vegeta schon seit er wieder von der Besprechung zurückgekommen war. Seine Fingerspitzen zogen sich langsam über die Konturen seines Gesichts, über das Kinn, fuhren die weichen Lippen nach, weiter über die Wangen, bis hin zur Stirn und wieder zurück. Der weiße Dämon seufzte leise und seine Augen schlossen sich für einen Moment.
Als er sich vorhin, nach einen kurzen Abstecher zu Horsos, auf den Weg hierher gemacht hatte, war er seinem Vater begegnet und er hatte sofort gewusst, dass dieser sich schon mit Vegeta unterhalten haben musste, da er aus seiner Richtung gekommen war. Eigentlich war er wütend gewesen, da er dem Sayajin beistehen hatte wollen und weil er wusste, dass dieser sich vor seinem Vater fürchtete. Doch der König hatte ihn gar nicht zu Wort kommen lassen und ihm nur gesagt, dass er mit Vegeta gesprochen hatte und nun alles geregelt sei. Armath war erleichtert, dass der König nun vollends zustimmte, aber dann war ihm der ernste Blick von diesem aufgefallen und er hatte gefragt ob es irgendwelche Probleme gab.
Nun war er hier, fühlte sich schlecht und schuldig:>> Ich hatte ja keine Ahnung davon gehabt, dass du nichts von der Nachwuchszeugung wusstest, eigentlich hatte ich angenommen gehabt, dass dies unter dem Sklaven im Allgemeinen bekannt sei, jedoch war dies anscheinend nicht der Fall.>Hätte ich gewusst, dass du nichts von der Pflicht wusstest, die mit dem "Königinnendasein" anfällt, hätte ich dich niemals ohne deine Zustimmung gefragt. Es tut mir so leid, ich wollte dir unter keinen Umständen weh tun... ich liebe dich so sehr, Vegeta... ich fühle mich deswegen so ungeheuer schuldig...<< Dieses wundervolle Wesen, er wollte ihm kein Leid zufügen, er wirkte so zerbrechlich und klein, Armath hätte ihm gerne alle Schmerzen die ihm je angetan wurden oder die ihm noch bevor standen abgenommen. Er empfand für den anderen etwas, was er noch nie für irgendjemanden empfunden hatte und was er auch nie wieder für irgendjemanden empfinden würde.
Wieder lies er seine Fingerspitzen sanft über den Körper des anderen fahren, über die Arme, mit den sehnigen Muskeln, die dem Sayajin eine ungeheure Eleganz verliehen, aber trotzdem keinen Schutz gaben. Der weiße Dämon fragte sich, wie stark der schlafende Mann wohl früher einmal gewesen sein musste, er konnte jetzt sogar noch eine schwache Präsenz dieser ehemaligen, nun durch Magie unterdrückten und verkümmerten, Stärke wahrnehmen. Wie gern würde er diesem seine Kraft und seinen Stolz wieder zurückgeben, ihm die Wunden und Schmerzen lindern, die ihm angetan wurden, so lange.
Armath hatte seinen Kopf auf seinen anderen Arm gebettet und seine, in der Dunkelheit schimmernden Augen, beobachteten die kleine Gestalt neben ihm und schenkten dieser seine vollkommene Aufmerksamkeit. Tima hatte ihm vorhin, nachdem er zu ihr wegen eines Beruhigungstees gegangen war, erklärt, dass er nun für Vegeta da sein müsste und ihm das Gefühl von Sicherheit geben sollte, da dieser es nun sehr schwer haben würde, was der junge Dämon sowieso schon wusste. Der Sayajin war stolz und nicht nur der Umstand, dass sein Stolz geradezu getreten wurde, indem er ein Kind austragen musste, sondern auch die Tatsache, dass etwas Fremdes in seinem Körper heranwachsen würde, machte diesem Angst.
Es war inzwischen schon später Abend, halb Zehn, aber bis auf Armath und Vegeta lag bestimmt noch niemand im gesamten Anwesen Mollocs in seinem Bett, da die Vorbereitungen für die Abreise, welcher spontan auf Morgen angesetzt worden war, eingehalten werden sollte. Der weiße Dämon hätte eigentlich auch noch einiges zu erledigen gehabt, aber sein Vater hatte ihm erlaubt nun doch bei seinem Liebsten zu verbringen. Manchmal wurde Armath aus seinem Erzeuger nicht schlau, er war streng und wirkte oft hart und gefühllos, doch dann wiederum gab er eine Seite zum Vorschein, an der man sehen konnte, dass er nicht so war, dass er sehr wohl mitfühlen konnte und, dass er genau wusste, wie man sich um eine verletzte Seele zu kümmern hatte.
Der schwache Schein des Nachtlichts lies die sowieso schon blasse Haut in einem wunderschön anzusehenden Weiß erstrahlen und der junge Prinz konnte seine Hände einfach nicht von dieser verlockenden Versuchung lassen, jede Berührung lies einen wohligen Schauer durch seinen Unterleib zucken und er stellte sich nur zu gerne vor, wie es wohl sein würde den anderen eng an sich geschlungen zu fühlen, den rasenden Herzschlag des anderen und dessen erregtes Keuchen wahrzunehmen...
Sanft glitten seine Finger über die Wange des anderen und Armath sog seine Lungen voll Luft und stieß sie bekümmert wieder aus. Er war aufgeregt und ein wenig besorgt wenn er an den Moment dachte, wo sie beide miteinander schlafen würden, wo er die süßen Lippen des anderen kosten durfte und seine Hände über dessen perfekten Körper wandern lassen konnte.
Ein leises, kaum hörbares Stöhnen ließen den weißen Dämon seine volle Aufmerksamkeit wieder dem Sayajin zuwenden, welcher nun langsam aufzuwachen schien. Seine Augen waren gebannt auf das Gesicht des anderen gerichtet, welches bis zu dem jetzigen Augenblick völlig entspannt gewesen war und dessen Muskeln nun langsam wieder zu erwachen schienen. Dann verharrte Vegeta ganz plötzlich eine Sekunde, als er die Nähe des anderen wahrnahm und er schien panikartig seine Gedanken zu ordnen zu versuchen.
"Vegeta..." Armath spürte ein Lächeln auf seinen Lippen, als er erkannte, dass seine Stimme den anderen tatsächlich etwas beruhigte und er strich dem Sayajin sanft über die Wange, nachdem dieser ihn mit seinen schwarzen Opalen erfasst hatte. Er wirkte blass und verwirrt, so als wäre er momentan noch nicht ganz Herr seiner Gedanken und müsse sich erst auf die Suche nach dem Schlüssel zu den Antworten von den Tausenden an Fragen, die sich in seinen Augen widerspiegelten, begeben.
Vorsichtig lies der Dämon seine Hand zu dem Rücken des anderen wandern und zog ihn behutsam an sich. Vegeta lies ihn, er sah ihn nur weiterhin still an. Armath seufzte innerlich, er sah in den schwarzen Augen des anderen, dass dieser die Antwort auf die Fragen soeben gefunden hatte, als sich ein leidlicher Ausdruck über das Gesicht des Sayajins legte.
Einige Zeit geschah dann nichts, der Prinz zog den anderen nicht näher an sich, da er diesen nicht beunruhigen oder bedrängen wollte und auch Vegeta verhielt sich vollkommen still. Dann ganz plötzlich, so als wäre von einer Sekunde auf die andere Leben in den kleineren Körper gefahren, schmiegte er sich an die muskulöse Brust des weißen Dämonen. Überrascht wusste Armath im ersten Moment nicht so recht ob er den anderen nun berühren durfte oder nicht, eigentlich hatte er damit gerechnet, dass dieser zu weinen beginnen würde oder ihn anschreien würde, weil er ihm nichts von der Pflicht des Kinderkriegens gesagt hatte.
Doch nichts dergleichen geschah, der Sayajin hatte sich eng an den größeren Körper geschmiegt und der weiße Dämon begann nun, nach einigen Zögerns, sanft durch die wirren Haare des anderen zu streicheln. Es war ein schönes Gefühl für den Prinzen Vegeta so nah an sich zu haben, seine Haut an ihn gepresst und seinen warmen Atem auf seiner Brust.
"Armath..." Der Angesprochne sah auf den Mann herab, welcher jedoch nicht aufsah und fragte freundlich:" Ja?" Eine kurze Pause folgte bevor Vegeta weiter sprach:" Ich habe... Angst..." Besorgt sah der Dämon auf den anderen herab, er spürte warme Tränen auf seiner Brust und zog ihn näher an sich.
"Ich weiß." Mit großer Umsicht begann er den anderen mit sich zu ziehen, als er sich auf den Rücken drehte, so dass der Kopf auf seiner Brust ruhte. Seine Finger begannen den zitternden Kopf zu kraulen und er sprach leise:" Es tut mir leid, Vegeta, ich wusste wirklich nicht, dass du keine Ahnung davon hast. Ich hätte es dir niemals verheimlicht, ich würde dir nie absichtlich wehtun, bitte glaube mir." Seine Hand hielt nun inne und ruhte auf den Kopf des anderen, als er ruhig fortfuhr:" Meine Nano hatte damals auch Angst, sie hat mir oft erzählt, dass sie damals nur ja gesagt hatte weil sie dem Gedanken, irgendwann sterben zu dürfen nicht widerstehen konnte. Anfangs liebte sie meinen Mares nicht, zumindest nicht richtig... doch nun ist es anders. Sie liebt ihn und ihre Kinder... Es ist schwer, das weiß ich und könnte ich, würde ich dir deine schwere Bürde abnehmen oder wenigstens erleichtern. Aber es geht nicht...
Du wirst meine Nanolath mögen, Vegeta, sie kann sehr gut mit anderen umgehen und ich glaube sie wird dir viel Trost geben können. Falls du Angst hast, dass du Schaden nehmen könntest, weil ein Kind in dir heranwächst, kann ich dich beruhigen, die Magie schützt dich davor, du wirst es nur fühlen, den Herzschlag, seine Bewegungen, sein..."
Armath brach ab, als der Sayajin laut aufschluchzte und sich von ihm wegdrückte, er sah ihn verwirrt an, er wusste nicht was er falsch gemacht hatte. Vegeta rutschte zum Rand und stand auf, seine Beine schienen ihn gerade noch so zu tragen, denn immer wieder kämpfte er damit nicht zusammenzubrechen. Als der weiße Dämon ihm behutsam seinen Arm um die Brust legte, so dass er besser stehen konnte, schrie der Sayajin nur leise auf und versuchte sich wütend von dem anderen loszureißen. Er schlug zornig gegen ihn, wohl wissend, dass diesen es nicht einmal kitzelte und begann sich immer mehr den Tränen hinzugeben.
Eine unverholende Verzweiflung hatte von ihm Besitz ergriffen und ließ ihn immer wütender gegen den anderen schlagen. Der weiße Prinz sah ihn besorgt an, ließ ihn seine Wut aber abreagieren, er wusste, dass der Sayajin schon lange keine Gelegenheit mehr gehabt hatte seinen Zorn und seine Verzweiflung raus zu lassen.
Vegeta fühlte sich schrecklich, er fühlte sich so ungemein elend, je mehr ihm klar wurde, was er nun wieder durchzustehen hatte, umso größer wurde seine Wut und Hoffnungslosigkeit. >> Ich werde nie hier wegkommen, ich werde eine Kind kriegen, ich werde es in mir heranwachsen fühlen...<<
"Oh Gott..." Der Boden wurde unter den Füßen des Mannes weggezogen, als er laut aufkeuchte und hätte Armath ihn nicht gefangen, wäre er zusammengesackt. Vegeta spürte wie er hochgehoben wurde und wie er sich kaum eine Sekunde später wieder im Bett wiederfand, wo er sich dem immer größer werdenden Gefühl der Verzweiflung hingab. Ihm war schlecht, er hatte Kopfschmerzen und eine ungemeine Kälte begann sich in seine Muskeln zu fressen und ihn zu erfüllen.
"Shhh, Vegeta, es tut mir leid, ich wollte dich noch mehr verletzen. Beruhig dich, es wird alles gut, du wirst sehen, meine Nano wird dir sicher helfen... Ich weiß, dass du Angst hast... dass du dich davor fürchtest etwas, was du hasst in dir wachsen zu spüren und... dass der Hass dann vielleicht nach und nach verschwinden könnte..." Der Sayajin wimmerte gequält auf und schüttelte schluchzend den Kopf, während er seine Hände fest auf sein Gesicht presste.
Vegeta keuchte scharf auf, als der Dämon seine Hände unter ihn durchschob und ihn an sich zog, so dass er dessen Wärme eng an sich fühlte. Das Zittern, welches von ihn wieder Besitz ergriffen hatte, wurde allmählich leichter und auch die Tränen ließen nach. Ein angenehmes Gefühl der Geborgenheit ging von Armath aus und der Sayajin beruhigte sich langsam.
Die Worte des anderen waren wahr, er fürchtete sich davor, dass er das Wesen, dieses widerwärtige Ding, welches in ihm heranreifen würde, tatsächlich lieben lernen könnte... Das durfte einfach nicht sein, dadurch würde er nicht nur sich selbst verraten, er würde auch seine Freiheit verlieren!!! Er war in einer Sackgasse, aus welcher es keinen Weg raus gab!!!
"Vegeta, ich liebe dich." Der Sayajin spürte, wie der andere ihn sanft zu wiegen begann und zudem ein Lied zu summen anstimmte. So dauerte es kaum zwei Minuten, bis der erschöpfte Mann herzhaft gähnte und kaum weitere drei Minuten später war er auch schon wieder eingeschlafen.
Der junge Dämon strich nochmals sanft über den, nun ruhig an ihn gebetteten Kopf des anderen und seufzte, er hoffte es würde diesem bald besser gehen. Morgen in der Früh würden sie aufbrechen und am Abend würden sie wieder zu Hause sein und dann würde er seine Mutter bitten mit dem Sayajin zu reden. Sie hatte wirklich ein außerordentliches Gespür dafür die richtigen Worte zu finden... ganz im Gegensatz zu ihrem Sohn. ;)
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(1) Durch den Zauber, der das ewige Leben des Sayajins bewerkstelligt hat sich auch Vegetas Körper verändert, also fehlende Kraft, weniger Muskulatur und die Haare von ihm wachsen nun auch (also nix mehr mit Friseur- Verweigerung!!! *g*). Außerdem hat er nun weiche, nicht mehr widerspenstige Haare!
(2) Falls jemand nicht wissen sollte, um wem es sich bei diesem Wesen handelt, es ist Son-Goku. :)
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Kapitel 21: A new home
"Genial!!!!!!!!!" Surok fielen beinahe die Augen raus, als er und die anderen nun endlich, nach einer zehnstündigen maternden Reise, den Umfang ihrer neuen Heimat richtig ermessen konnten. "Boah!!!" Erneut verlieh der rothaarige Sklave seinem Erstaunen lauthals Ausdruck und ließ seinen Blick, sowie die anderen Neuankömmlinge auch, bewundernd von einer Seite der riesigen Anlage zur anderen wandern und wiederholte seinen Enthusiasmus immer wieder gut hörbar, wobei ihm die umstehenden Dämonen schon genervte Blicke zuwarfen.
Der Komplex war riesig, so hoch, dass er schon in die Wolkendecke eintauchte, bevor man ein Ende sehen konnte und so breit, dass der Untergrund als eigenes Land durchgehen hätte könnten. Jeder der Sklaven sah fasziniert auf das gigantische Gebäude und jedem verschlug es im ersten Moment die Sprache (wohl gemerkt, bis auf den jüngsten von ihnen ;)!
Schon am Vormittag, als sie zum ersten Mal nach Jahren, Jahrzehnten oder Jahrtausenden ihr Gefängnis verlassen und seit dieser langen Zeit wieder einmal einen Himmel mit Wolken und Sonnenlicht zu Auge bekommen hatten, war jeder von ihnen in kurze Euphorie ausgebrochen, die sich ziemlich schnell wieder gelegt hatte, als sie die warnenden und giftigen Blicke ihrer dämonischen Begleiter gesehen hatten. Doch ihre Laune war nicht gesunken, im Gegenteil schien jeder von ihnen erpicht darauf zu sein seine neue Heimat zu sehen und sogar eine extrem lange Reise konnte diesen Enthusiasmus nicht mindern.
Sie waren auf dem Rücken eines riesigen Drachens geflogen bei dessen Anblick Socco gleich weiche Knie bekommen hatte, da dieser wirklich angsteinflößend gefährlich und vor allem mehr als hungrig aussah.
Mit Shenlong hatte er wenig am Hut, dass hatte Vegeta gleich erkannt als er dieses gigantische Wesen erblickt hatte. Dieser war nicht der Sprache mächtig und würde sie höchstens als keinen Happen zwischendurch ansehen, wenn die Wächter ihn nicht streng im Auge behalten hätten. Die mächtigen Zahnreihen, welche so lang waren wie sie selbst und aus seinem länglichen Maul ragten, taten nicht gerade dazu bei eine etwas innigere Beziehung zu dem Monster aufbauen zu wollen.
So hatten sie die folgenden Stunden auf dem großen Rücken dieses Ungetüms verbracht und nach anfänglichen Bedenken festgestellt, dass es nicht einmal so unbequem war. Nur der heftige Windzug hatten etwas gestört, da auf dem breiten Schuppenpanzer dieses mächtigen Wesens nicht sehr viele Schutz vor den Böen vorhanden gewesen war und es auch mit den Festhaltgelegenheiten eher schlecht ausgesehen hatte.
Unter ihnen waren weite Landstriche in unglaublicher Geschwindigkeit vorbeigezogen, manche bewohnt, die meisten jedoch leer, manche mit Wäldern, andere mit Felder und wieder ein paar nur mit Felsen und Gestein. Als sie ca. die Hälfte ihres Weges zurückgelegt hatten, hatte sich auf einmal ein weiter azurblauer Ozean unter ihnen auszubreiten begonnen und Palles hatte es tatsächlich geschafft sogar in dieser Höhe seekrank zu werden.
Die meisten von ihnen hatten nun steife, von dem Wind durchgefrorene Glieder und auch der Nacken tat von dem stundenlangen Sitzen und sich an den Drachen irgendwie Festklammern weh. Festklammern deswegen, da sie, trotz der Breite des Drachenrückens, nicht vollkommen drauf vertraut hatten, dass es sie nicht trotzdem wegblasen hätte können, allein schon deshalb, weil Tros am Beginn der Reise von einer Böe erfasst worden war und rücklings Purzelbäume zu schlagen begonnen hatte bis er beinahe über den Rand gestürzt wäre, wenn ihm nicht einer der vielen Dämonen, welche rundherum selbst flogen, aufgefangen hätte.
Dieser schien dann aber glatt einen Moment mit dem Gedanken zu spielen den Sklaven dennoch einfach fallen zu lassen, doch als Tros dies bemerkt hatte, hatte er so heftig zu schreien und zappeln begonnen, dass der arme Dämon von dem überraschenden Gebrülle beinahe einen Herzinfarkt bekommen hätte und der König, welcher etwas weiter vorne flog, diesen einen bösen und warnenden Blick zugeworfen hatte.
Nun standen alle halbwegs aufrecht und mit viel Geächze und Gestöhne da und bewunderten trotz der schmerzenden Gelenke die prächtige Aussicht, da die weiten Wälder um dem Schloss herum wirklich atemberaubend schön waren. Sie hatten alle ein tiefgrünes Blätterdach und der angenehme Geruch von Laub und nasser Erde lag in der Luft. Der Himmel, welcher hellblau strahlte und die zwei Sonnen, wo eine gerade unterging, gaben all dem hier beinahe ein märchenhaftes Aussehen und wären die Dämonen nicht da gewesen hätten sie sich sogar gefreut hierher gekommen zu sein.
Die Dämonen, nachdem alle gelandet waren, streckten sich nun ebenfalls ausgiebig und begannen ihre inzwischen schon träge werdenden Flügel anzulegen. Auch jeder von diesen schien nach der langen Reise ziemlich erschöpft, da, bis auch Armath, jeder aus eigener Kraft geflogen war und auf das Drachentaxi verzichtet hatte.
Der weiße Dämon hatte es vorgezogen auf dem Rücken des großen Ungetüms zu fliegen da er Vegeta den Flug so angenehm wie möglich bereiten hatte wollen, trotz des eiskalt einschneidenden Windes und des, für den noch immer recht erschöpft wirkenden Sayajins, recht unsicheren Haltes.
Armath hatte auf der Schuppenhaut Platz genommen und seinen zukünftigen Partner zu sich gezogen, ihn in seine Arme genommen und seine Flügel um ihn gelegt, damit es ihm nicht zu kalt wurde und er sich nicht festhalten brauchte.
Die ganze Reise über hatte sich Vegeta eng an den Dämonen geschmiegt und versucht zu schlafen, er war so unglaublich müde gewesen und ihm war auch ein wenig übel. Doch der weiße Prinz hatte ihn behutsam am Nacken zu kraulen begonnen, so dass der Sayajin sich schnell entspannt hatte und ziemlich bald eingedöst war.
Vegeta hatte mit halb geöffneten Augen den vorbeiziehenden Wolken zugesehen und die warme Nähe des anderen auf sich einwirken lassen. Die Kälte, die sich seit letztem Abend tief in seine Knochen genagt hatte, ließ, trotz der niedrigen Temperatur, die hier oben herrschte, tatsächlich etwas nach und der Sayajin hatte für einige Stunden sogar einschlafen können.
Ein leichter Nieselregen hatte ihn dann wieder aus dem Schlaf erweckt und der ehemalige Sklave war dann doch ziemlich froh gewesen die ledernen, wasserundurchlässigen Flügel um sich geschlungen zu haben. Um seine Freunde hatte er sich in diesem Augenblick aber um einiges mehr Sorgen gemacht als um sich selbst, da diese vor dem Regen weder durch einen Schirm noch einen Dämonenflügel geschützt waren. Armath hatte dies schnell bemerkt und etwas in seiner Muttersprache nach hinten gerufen. Darauf hatte kaum drei Minuten später jeder der anderen Fluggäste eine warme Decke fest um sich geschlungen und schickte Dankgebete zu seinen jeweiligen Gott, da es wirklich schrecklich kalt geworden war.
Vegeta, welcher in Gedanken versunken war, wurde durch das unwillige Knurren des Drachen wieder in das Hier und Jetzt zurückgerufen. Er blickte sich um und sah wie die riesige Echse langsam, mit widerwilligen Funkeln in den Augen, von ihnen weggeführt wurde, der sehnsüchtige Blick, der ihm galt, verriet ihm auch schnell den Grund für den Widerwillen. Das er nun der Gefahr entging als Abendessen oder Mittagessen, er wusste nicht was für eine Tageszeit hier war, zu enden, machte ihm den Abschied nicht sonderlich schwer und trotzdem wandte er seine schwarzen Augen nur ungern von dem großen, furchteinflößenden, aber trotzdem irgendwie schönen Wesen ab.
Sein Kopf kehrte sich wieder Richtung Schloss zu und er seufzte leise:>> Es ist gigantisch, wie es wohl erst von Innen aussehen wird... Ich will da nicht rein... ich will nicht...> Wenigstens bin ich nun von Molloc weg... aber ich hab das Gefühl, dass auf meine momentane Situation der Spruch "Vom Regen in die Traufe" perfekt passt... warum muss das alles nur passieren...<< Der Sayajin seufzte leise und schaute sich um, um auf andere Gedanke zu kommen. Die Dämonen rings um ihm herum begannen sich langsam wieder zu Gruppen zu formatieren und schienen nur noch auf einen Befehl des Königs oder ihres jeweiligen Vorgesetzten zu warten.
"Vegeta." Eine warme Hand legte sich auf sein Kreuz und der Mann sah überrascht auf, direkt in Armaths Gesicht. Der junge Dämon lächelte freundlich und blickte dann ebenfalls in Richtung Schloss, seine Augen schienen irgendwie Erleichterung auszustrahlen und er sprach ruhig:" Ich bin froh, dass wir hier sind, ich hatte schon befürchtet, dass Molloc seine Zustimmung wirklich verweigert, dem Dickkopf hätte ich es ohne Weiteres zugetraut." Der Prinz seufzte und grinste dann glücklich. Vegeta stimmte ihm zu, diese Befürchtung hatte er auch gehabt, besonders weil er die hasserfüllten Blicke immer auf sich ertragen musste, doch der rote Dämon hatte heute Morgen ohne viel Tara dem Prinzen seine Einwilligung gegeben und ihm viel Glück gewünscht. Ihm selbst, Vegeta, hatte er keinen Blickes gewürdigt, wofür der schwarzhaarige Mann auch wirklich mehr als dankbar war.
>>Ja... wenigstens bin ich nun von dem roten Dämon weg, das allein ist ein Gedanke, der mich fröhlich stimmen sollte...<< Das stimmte wirklich, das wusste der Sayajin auch, aber aus einem ihm unklaren Grund vernahm er keinerlei Erleichterung oder Frohsinn.
Armath bedachte seinen zukünftigen Gefährten mit einen ernsten und besorgten Blick:" Ich hoffe, dass es Vegeta bald nicht mehr so schwer fällt mit seinem Schicksal überein zu kommen... Ich weiß wie unfair es ihm gegenüber ist aber ich werde alles tun, damit es nun nicht mehr so schwer auf seinen Schultern lastet...<< Der junge Dämon legte behutsam eine Hand auf den rücken des anderen und sprach leise:" Komm, Vegeta, wir müssen los." Seine Hand begann ihn sanft zu drücken und er setzte sich ohne Widerstand mitsamt ihm und dem Rest in Bewegung.
Teilweise war es die Verzweiflung der neu über ihn hereinbrechende Schmach, die Vegeta jeglicher Kraft für einen weiteren Aufstand beraubte, doch andererseits wuchs seine Neugier und Aufregung ins Unermessliche und vermochten es sogar die trotzigen Befürchtungen und Ängste ein wenig wieder in den Tiefen seines Geistes zu vergraben. So trat er nun durch eines der vielen gigantischen Tore, die in das Schloss führten und zugleich in einen weiteren neuen Lebensabschnitt.
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Kapitel 22: In the castle
Das allmählich aufkommende Dämmerlicht durchflutete den großen Saal, in welchem der neue Gefährte des weißen Prinzen willkommen geheißen wurden. Tischreihe an Tischreihe war mit Essen und Wein und andren Leckereien gedeckt, die hohen Wände waren mit dickem weißen und silbrig schimmernden Stoff behangen und das Geräusch von Hunderten, sich gut unterhaltenden Stimmen lag in der Luft. Wie damals in Mollocs Haus wurde nun auch hier ein prachtvolles Fest geschmissen, an die zweihundert Dämonen hatten sich in der mächtigen Halle eingefunden und reichten Speis und Trank mitsamt gutgelaunten Geplauder herum.
Vegeta saß zusammen mit Armath, seinen Brüdern, dem König und noch weiteren Dämonen an einer langen Tafel am oberen Ende des Saales, hinter welcher ein riesiges, in der Höhe nach ovales Fenster die Sicht auf ein weites Tal mit See und Wasserfall preisgab. Die Scheibe war aus bläulichem Glas und warf einen weichblauen Film auf den Sayajin, sowie auf die anderen Gäste am Tisch. Außer ihm war noch ein anderer Nichtdämon in der Reihe, Kima, Armaths Mutter, der er vorhin nur flüchtig vorgestellt worden war, weil der Hunger gedrängt hatte.
Die schwarzen Augen des Mannes warfen der Frau immer wieder einen schnellen und vorsichtigen Blick zu, bevor er sie wieder auf das köstliche Essen richtete, welches bei ihm jedoch nur geringen Appetit abverlangte. Er war aufgeregt, müde und ihm war ein wenig schlecht, er hatte die Befürchtung, dass er wieder krank werden würde, irgendwie ging es ihm nicht gut.
>>Es muss wegen der ganzen Aufregung sein... und der Furcht... haha, kaum zu glauben, was für ein jämmerlicher Angsthase ich doch geworden bin...<<
Der Sayajin konnte sich nur mit aller Macht ein schmerzliches Aufkeuchen unterdrücken und ließ seinen Blick stattdessen wieder vorsichtig durch die Halle wandern, um sich ein wenig auf andere Gedanken zu bringen, wobei ihm jedoch augenblicklich wieder ein Schauer durchzog:>> So viele Dämonen auf einen Haufen... für meinen Geschmack viel zu viele... am liebsten wäre ich wieder im Waschsaal... irgendwo anders, nur nicht hier... nicht unter diesen Bestien...<< In dieser Sekunde war der größte Wunsch des ehemaligen Sklaven, dass er sich wo verkriechen und das Ganze, ohne davon Notiz nehmen zu müssen, an sich vorbeiziehen lassen hätte können.
Aber nicht nur die Gegenwart der gefährlichen und mächtigen Wesen setzen ihm dieses Mal zu, sondern die Tatsache, dass er immer wieder mit großem Interesse in Augenschein genommen wurde. Jeder Dämon in dem Saal hatte sich schon mindestens zwei Mal zu ihm umgewandt und ihn genauestens mit dem Blick abgetastet.
Und genau das hasste er! Er wollte nicht von allen begafft und angeglotzt werden, er kam sich so dumm und schändlich vor:>> Ich bin keine verdammte Puppe, die man wie dämlich angafft weil sie "neu" ist!!! Scheiße...<< Vegeta verschloss für einen Moment seine schwarzen Opale vor diesem für ihn schrecklich demütigenden Spektakel und atmete tief durch:>> Ich sollte endlich aufhören mir vorzumachen, als wäre ich es nicht... ich bin hier doch nicht mehr als eine einfach „Puppe“...<< Der Gedanke, welcher leider sehr viel Wahrheit in sich trug, schmerzte furchtbar und dem Sayajin kam es einen Moment so vor, als würde eine unsichtbare macht sich um seinen Brustkorb winden und ihm die Luft rauspressen.
Er musste in dieser Sekunde einfach den Blick heben, er musste etwas finden, egal was, etwas woran er sein Denken haften konnte, so dass er nicht mehr so schnell auf diese furchtbare Einsicht zurückkam, ihn vor Augen holte wie schwach er doch war und was er hier wert war. Und in diesem Augenblick erstarrte er, als seine schwarzen Opale den blaugrauen Kristallen der Königin begegneten und ihn für einen Moment, welcher ihm unrealistisch langgezogen vorkam, gefangen nahmen. Es war als würden ihre Augen durch ihn durch sehen, in ihn sehen und obwohl Vegeta im ersten Moment Panik in sich aufflammen spürte, da er nicht verstand, was ihm da genau festhielt, schwand dieses Gefühl schnell wieder und genauso schnell kam er wieder frei und senkte seinen Blick.
Der erste Schreck, der von dieser seltsamen Begegnung stammte, verlosch schnell wieder und statt diesem stieg in Vegeta Zorn und Scham hoch:>> Mist, ich... verdammt, wieso benehme ich mich nur so lächerlich, das ist doch nur ein Mensch, kein Dämon, warum kann ich nicht mal mehr einen schwachen, dummen Menschen in die Augen schauen ohne dabei meinen Blick zu senken...<<
Wieder wollte der Sayajin diesen Gedanken nicht nachgehen, er wusste, dass er sich dadurch keineswegs besser fühlen würde, es würde nur das Gegenteil bewirken und das konnte er nun wirklich nicht gebrauchen. Deswegen hob er erneut seinen Blick, vorsichtig, tastend, so dass er den der Königin nicht noch einmal ins Netz ging.
Sie hatte dunklen, blaugrauen Augen, welch eine angenehme Ruhe an sich hatten, dies war ihm vorhin schon aufgefallen, als er sie das erste Mal gesehen hatte und allein schon die warme Präsenz in diesen schönen kristallklaren Seen hatte sie ihm sympathisch erscheinen lassen. Obwohl sie Vegeta um gut zehn Zentimeter überragte wirkte sie zierlich und klein, ihre helle Haut, ihre langen weißen Haare und ihr kluges Gesicht verliehen ihr wirklich etwas erhabenes, königliches. Und so wie er war wie ebenfalls in einen Baraji gekleidet, der ihr, das ließ sich Vegeta noch schäbiger vorkommen, viel besser stand als ihm, und ihm wieder auf den Begriff „Kleid“ zurückkommen ließ.
Der seidige weiße Stoff glitzerte in dem hellen Licht, welches durch die vielen Fenster fiel und der Anblick der Königin lies ihn an ein Bild von einer Fee erinnern, dass er mal in einem der Kinderbücher seiner Tochter gesehen hatte. Plötzlich kam ihm der Gedanke, dass das alles hier wirklich irgendwie einem Märchen glich, das Schloss, König und Königin, sowie die Prinzen und eine wundervolle Landschaft voll Wälder und Seen, und sogar ein Drache, welcher immer noch verheißungsvoll auf einen kleinen Imbiss zwischendurch, tief unten, in den Ställen, zusammen mit vielen seiner Art, erpicht war.
Nun, zumindest wäre es so gewesen, wenn man den Umstand weggelassen hätte, dass er hier gefangen war, unter Tausenden von Monstern, gequält, geschändet und erniedrigt, ein Sklave und bald würde es noch schlimmer werden!
Vegeta schloss seine Augen, er hatte seinen Kopf gesenkt und atmete tief durch, er wusste, dass er im Augenblick nicht so denken sollte, immerhin war es nicht mehr so schrecklich, Armath war hier, dieser liebte ihn wirklich und er würde ihn schützen... aber es ging leider auch eine Gefahr von dem Prinzen selbst aus, vor welcher dieser ihn nicht behüten konnte. Wieder kam das starke Gefühl der Verzweiflung in ihm auf und wieder war nur ein Gedanke in seinem Kopf: Er wollte hier weg, nach Hause, zu seinem nach Hause!
>> Es ist wohl mein Schicksal, dass ich jeglichen Stolz verloren habe... ich werde nie wieder frei sein...<< Vegeta schloss gedemütigt seine Augen, er hatte seinen Kopf gesenkt und atmete tief durch: >> Ich sollte nicht so denken, immerhin ist es jetzt nicht mehr so schrecklich... und Armath ist auch hier... er liebt mich... wirklich... und er wird mich beschützen...<< Der Sayajin ballte seine Hände unter dem Tisch zu Fäusten, darauf bedacht, dass es niemand merken sollte und biss sich gequält auf seine Unterlippe, seine Augen hatten furchtbar zu brennen begonnen und ein Kloß schmerzte erneut in seinem Hals.
>>Was bin ich nur für eine widerliche Kreatur... ich... ich empfinde tatsächlich was für dieses Monster... ich... nein, nein, nein!!! Nein!!! Ich will nicht, ich darf das nicht, das ist schlecht und nicht normal...<< Die so plötzlich aufgeloderte Hoffnungslosigkeit und Angst gegenüber seinen eigenen Gefühlen zogen sich wieder zurück, als ihm ein anderer, noch beunruhigenderer Gedanke kam:>> Aber selbst wenn... es geht von Armath genauso viel Gefahr wie von den anderen aus... und vor dieser kann er mich nicht "behüten"... Gott... ich will hier weg, nach Hause... zu meinem nach Hause...<<
Einen Moment überschwemmte die Verzweiflung seinen Geist sosehr, dass er den Kampf gegen dieses immer stärker anwachsende Gefühl schon aufgeben wollte, doch dann fing er sich, der Sayajin in ihm, welcher ihn die letzten sieben Jahre immer wieder hatte aufraffen lassen, versagte auch diesmal nicht seinen Dienst und so behielt er den kühlen, aber dennoch ein wenig unsicheren Gesichtsausdruck bei, die Maske, die er schon seit seiner Kindheit zu wahren wusste.
Leise seufzend hob er seinen Kopf und begann nach einem kleinen Kampf mit seinem Wiederwillen den restlichen Kartoffelbrei zu löffeln um sich auf andere Gedanken zu bringen. (kleine Nebeninfo: Nun, ob es wirklich Kartoffelbrei war darauf wollte sich Vegeta nicht festlegen, zumindest sah der Brei so aus und schmeckte danach, aber ob er tatsächlich aus Kartoffeln zubereitet worden war wieder eine andere Frage. ^^*) Ihm fiel aber nach kurzer Zeit auf, dass ihm jemand beobachtete und er blickte vorsichtig auf, geradewegs erneut in die blaugrauen Augen der Königin.
Ihr Gesicht spiegelte offene Besorgnis wieder, sie sah, dass es ihm nicht gut ging und schien auch zu wissen warum. Vegeta war dies sehr unangenehm und er senkte seinen Blick wieder und fixierte das Püree von neuem. Doch irgendetwas in ihm lies so lange nicht locker bis er, so wie zuvor, widerwillig wieder aufsah und wieder von den graublauen Augen in Empfang genommen wurde, dieses Mal lächelte die Königin jedoch freundlich und dem Sayajin war mit einem mal so, als würde etwas von seiner Unsicherheit von ihm genommen werden und er begann sich augenblicklich tatsächlich etwas besser zu fühlen.
Es war ein beruhigendes Gefühl, dass diese Person ihm freundlich gesonnen war, da sie das Schicksal, welches ihm noch bevor stand, schon hinter sich hatte, und vielleicht könnte sie ihm ja sogar wirklich helfen, so wie Armath gemeint hatte.
Die Königin wandte ihren Blick aber bald wieder ab, da sie von ihren Mann angesprochen wurde, welcher am Kopfende des Tisches neben ihr saß und sie beteiligte sich dann bald auch schon an dem Gespräch, dass dieser mit einem ihrer Söhne führte. Vegeta hatte die restlichen sechs Prinzen nun beisammen an dem Tisch und betrachtete sie still und leise mal genauer.
Er selbst saß neben Armath, welcher wiederum links vom König saß und links neben dem Sayajin saß Nor, der zweitjüngste Sohn, etwas kleiner als Armath, komplett weiße Haut, dunkelgraue Haare, tiefschwarze Augen und ein gesonnenes, freundliches Gesicht. Der junge Thronprinz schien sehr nach Nor geraten zu sein, dieser hatte sich vorhin ohne einen abwertenden Blick oder was dergleichen neben ihn gesetzt und sogar schon ein paar nette Worte mit Vegeta gewechselt. Nun war der Prinz in ein munteres Gespräch mit Imaph, dem Drittgeborenen verwickelt.
Imaph war trotz seines furchteinflößenden Auftreten Vegeta angenehm, er hatte eine ruhige Art und überließ seinem jüngere Bruder dem Löwenanteil beim Reden. Dieser Dämon hatte eine rötlichgraue Hautfarbe und seine Haare waren dunkelschwarz, seine Augen hatten genauso einen roten Schimmer wie sein Vater und auch seine mächtigen Schwingenpaare schien er nach diesen bekommen zu haben. Imaphs Blick galt für eine Sekunde dem Sayajin, welcher erschrocken zusammenzuckte und sofort wegsah, er fühlte sich ertappt und hoffte, dass der Dämon es übergehen würde. Dieser tat dies auch, der Sayajin konnte nicht das amüsierte Lächeln von diesem sehen, doch spürte er es und er schämte sich sogleich wieder.
Nachdem er die folgenden Minuten wieder mit starren Blick auf sein Teller verbracht hatte, lies er seine Augen vorsichtig nach oben wandern, zu der gegenüberliegenden Tischseite. Horsos, der fünftgeborne Sohn, saß rechts neben seiner Mutter und war gerade in ein Gespräch mit ihr und Armath verwickelt, welches beide sehr zu amüsieren schien. Der ältere Bruder von Armath war gar nicht so schrecklich wie Vegeta es sich zunächst gedacht hatte, er hatte mit ihm sogar schon ein paar mal gesprochen und Horsos war sogar recht umgänglich, er verstand Humor, den Spaß, welchen der Sayajin damals am Bankett durchstehen musste, mal ausgenommen, und war im Gegensatz zu seinem jüngsten Bruder nicht so aufbrausend.
Vegetas Blick wanderte weiter, zu To, den viertgeborenen, er unterhielt sich gerade mit seinem älteren Bruder Lon, ein Riese, sogar unter Dämonenmaßen, er war fast zwei Köpfe größer als der König und brauchte auch dementsprechend viel Platz, allein für seine breiten Schwingen nahm er links und rechts neben sich die Sitzplätze gleich mit ein. Er war ebenfalls grau, jedoch viel heller, beinahe schon an weiß grenzend und seine Haut leuchtete seltsam in dem violetten Licht, welches durch das Abendrot und dem Blau der großen Scheibe hinter ihnen entstand und einfiel. Seine Augen waren so graublau wie die seiner Mutter und trotz des harten Gesichtes hatte er etwas Offenes an sich, was ihm einen angenehmen Touch verabreichte.
Lon war der zweitälteste und er und To schienen sich über irgendetwas aufzuregen, Vegeta verstand leider nicht was, weil die Dämonen es in ihrer Muttersprache redeten, er hoffte aber, dass es nicht um ihn handelte, komischerweise hatte er Angst davor, dass wegen ihm eine Meinungsverschiedenheit unter der Königsfamilie ausbrechen könnte. To hatte damals nicht sehr begeistert gewirkt, als er erfuhr, dass der Sayajin die Wahl seines jüngsten Bruders war, nun ja, inzwischen schien er nichts mehr dagegen einzuwenden zu haben, denn trotz der Tatsache, dass sie in den letzen Wochen nicht mehr als acht Wörter miteinander gewechselt hatte, war er doch freundlich zu ihm gewesen.
Der letzte und älteste Bruder, welcher neben Lon saß, war Sarik, dieser schien ganz nach dem König gekommen zu sein, er glich diesem bis auf das letzte Haar, jeder Hautmusterung, jeder Muskel, sogar die Größe stimmte beinahe überein, der einzige Unterschien war das Gesicht, oder besser der Ausdruck. Vegeta kannte Sarik seit geschlagenen drei Stunden und hatte ihn noch kein einziges Mal ohne ein Lächeln, Grinsen oder Lachen gesehen, dieser schien das Stehaufmännchen in der Familie zu sein, lachte viel, unterhielt sich ausgelassen und warf Vegeta immer wieder ein Lächeln zu, wenn sich ihre Blicke kreuzten. Er schien wirklich ein munterer Typ zu sein, eigentlich hatte der Sayajin angenommen, dass dieser der ernsteste von allen sein würde, so wie To, aber das war nun wirklich nicht der Fall!
Nachdem er die Brüder eine Weile still und heimlich beobachtet hatte, wandte er sich nun an dem Dämonen an seiner rechten Seite zu. Armath unterhielt sich schon die letzen zwei Stunden unentwegt mit seinen Eltern und Brüdern, zu Vegetas Leid aber wieder in seiner Muttersprache, so dass er nichts verstand. Der weiße Prinz schien den Blick jedoch augenblicklich zu fühlen, denn er wandte sich überraschend an dem Sayajin, welcher sofort rot anlief und wieder auf sein Essen blickte.
Eine Hand legte sich auf seinen Schoß und begann ihn sanft zu streicheln, wodurch Vegeta leicht zusammenzuckte und seinen Augen nicht tiefer in den letzen Rest seines Kartoffelbreies bohrte:>> Er... soll aufhören... das ist peinlich, wenn es jemand sieht... ich... hoffentlich bemerkt das niemand... ich... ich will nicht mehr unter Dutzenden von diesen widerwärtigen Wesen sitzen und mich von einem nach den anderen angaffen lassen... ich bin so verdammt müde... ich...<<
Der Sayajin hatte sich merklich verkrampft und Armath wirkte einen Moment besorgt, sah dann aber ein, dass dieser schon sehr geschafft sein musste und überhaupt die ganze Aufregung und die neunen Umstände ziemlich viel für ihn waren:>> Das kann ihm auch niemand verdenken, es dauert ja auch schon wirklich lang, zumindest für ihn. Ich werde Mares bitten dem Essen nun ein Ende zu machen... und danach Vegeta in mein... unser Zimmer bringen. Ich kann nicht fassen, dass mir schon so flau im Magen ist. Vor zwei Monaten hatte ich noch darüber gelacht, wenn Nano mich darüber aufklären wollte, was man empfindet, wenn man wirklich verliebt ist, doch jetzt... es ist als hätte ich Schmetterlinge in Bauch, mir ist warm, nicht körperlich, sondern geistig, es ist, als wäre Vegeta ein warmes Licht, das mich anzieht, ohne das ich nicht mehr leben kann... Ich freue mich schon auf heute Nacht, obwohl ich auch ein wenig Angst habe...<<
Der junge Prinz lächelte und wandte sich an seinen Vater neben sich und bat ihn leise darum langsam zu einen Ende zu kommen, da Vegeta müde sei. Der König, welchem dies nicht entgangen war stimmte schließlich zu und wandte sich an seine Frau, diese nickte ruhig lächelnd, sie war auch der Meinung und so, da das Essen offiziell eigentlich sowieso schon vorbei war und nur noch ab und zu an einem Stück Fleisch geknabbert wurde, stand Armaths Vater auf, was das Zeichen dafür war, dass das Essen somit beendet sei.
Allmählich begann sich die große Halle zu leeren, es verging noch eine gute Viertelstunde bis schließlich nur noch Armaths Mutter, der weiße Dämon und seine Brüder und der Sayajin da waren. Der König hatte mitsamt ein paar anderen Dämonen die Runde verlassen und überließ nun seiner Frau den Neuankömmling Willkommen zu heißen.
Es legte sich ein Schweigen über die Tafel, als die letzten Dämonen den Saal verlassen hatte und Vegeta sich nun allein unter der Familie seines zukünftigen Gefährten wiederfand. Eine unangenehme Spannung nahm von ihm Besitz und begann sich in seinen Muskeln auszubreiten und sie steif werden zu lassen. Er war wirklich hundemüde und er wäre am liebsten auf der Stelle eingeschlafen, doch konnte er das nun schlecht machen, denn er fühlte die Augenpaare aller Anwesenden auf sich.
Die Frau mit den langen Haaren, welche die Farbe von frisch gefallenen Schnee hatten, brach die Stille und begann lächelnd zu sprechen:" Vegeta, es freut mich dich in unserer Familie begrüßen zu dürfen. Ich bin froh, dass Armath dich erwählt hat, er hat eine gute Entscheidung getroffen."
"Ganz gegen seine sonstige Gewohnheit." Überrascht sah der Sayajin zur Seite, Sarik grinste breit und der Schalk leuchtete geradezu aus seinen Augen. "Wenigstens komm ich ab und zu von dieser Gewohnheit ab, dir ist es ja bis jetzt noch nie gelungen!" Armath gab ihm das kecke Grinsen nur retour und man hörte ein genervtes Stöhnen von Tos Seite:" Bitte, könnt ihr den Blödsinn nicht auf später verschieben, ich dachte du und dein Liebling wollen endlich ins Bett, Armath!"
Vegeta wurde heiß und kalt zugleich und er senkte beschämt seinen Kopf, er fühlte sich so furchtbar dumm, er wollte weg, er fühlte sich schlecht!!! >>Ich mach mich hier nur zum Idioten...<<
"To, bitte!" Eine scharfe Stimme richtete sich an den älteren Dämonen und seine Mutter sah ihn ernst und mahnend an. Der Dämon seufzte und lies sich zurücksinken, er schien selbst schon müde zu sein und murmelte nur etwas von "Tut mir leid..." oder in der Richtung, wobei er eine abtuende Bewegung mit der Hand machte.
Die Frau seufzte selbst leise und wandte sich dann wieder an den Sayajin:" Vegeta, du darfst das nicht ernst nehmen, To und seine Brüder wirken manchmal etwas schroff oder einschüchternd, aber sie sind sehr nett und helfen dir gerne wenn du was brauchst. Ich werde mich mit dir morgen, nachdem Armath dir das Schloss gezeigt hat, etwas unterhalten und dir alles erklären, OK? Wenn du Fragen haben solltest oder jemanden zum reden brauchst kannst du jederzeit zu mir kommen. Aber nun glaube ich, dass du ein weiches Bett besser vertragen würdest als viel Gerede."
Sie stand bei den Worten auf, die Prinzen und auch Vegeta taten es ihr gleich und sie richtete noch einmal ihre Worte freundlich an ihm:" Ich wünsche dir eine gute Nachtruhe und..." Sie wandte sich an ihre Söhne, mit Ausnahme Armaths:" ... mit euch möchte ich noch ein Wort sprechen." Keiner der Dämonen schien in Euphorie für die folgende Unterredung mit ihrer Mutter zu haben, doch warf niemand etwas ein (... schließlich ist es ja doch die Nano...).
Dann trat sie noch an ihren Jüngsten heran sprach leise ein paar Worte auf Dämonisch zu ihm, bevor sie sich Vegeta zu wand und ihm nochmals eine gute Nacht wünschte. Daraufhin verließen der weiße Dämon und der Sayajin die große Halle, wobei der Zweite sah, dass in eben diesen Augenblick sich eine riesige leuchtend weiße Mondscheibe über den Horizont zu schieben begann.
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Kapitel 23: Their first night
„Gefällt es dir?“ Zwei Hände legten sich behutsam auf die Schultern des vor sich hinstaunenden Mannes, der durch die sanfte Berührung aus seinen Gedanken gerissen wurde und sich überrascht umwand. Dabei ließ er die kleine Kristallfigur wieder auf polierte Tischplatte sinken und nachdem seine Finger noch ein letztes Mal über das glatte, kühle Material des Kristalls gestrichen waren, drehte er sich ganz zu Armath um, welcher ihn ruhig, mit einem gewohnt freundlichen Lächeln ansah.
„Ja...“ Vegeta nickte leicht, während er seine Augen nochmals durch das gigantische Zimmer streifen ließ und somit alles noch einmal unter Blickfang nahm. Dem riesigen weichen Himmelbett, das geradezu danach schrie sich in es fallen zu lassen und einzuschlafen, hatte sofort sein erster Blick gegolten als er reingekommen war. Es war sogar so groß, dass sich Armath locker dreimal reinlegen hätte können und dies wollte was heißen (die Schwingen mitgerechnet)! Das Bettzeug war mit einem seltsam weiß schimmernden Stoff überzogen und der Sayajin stellte sich schon vor, wie es sich wohl anfühle, wenn er sich nachher da reinlegen würde.
Weiters kam die Schrankreihe, welche links neben dem Bett stand, zwei große Schränke, aus dunklen glatten Holz, schlossen jeweils zwei kleinere Schränke ein, die wiederum einen etwas längeren, in die Höhe gezogenen Schrank in die Mitte nahmen. Das Holz war mit schönen Musterungen und Symbolen verziert und erweckten einen sehr edlen Eindruck, wobei Vegeta sich trotzdem fragte, was in diesen Schränken wohl aufbewahrt wurde, denn das Armaths Kleidung, die eigentlich nur aus Lendentüchern bestand, diese ausfüllen könnte, bezweifelte der Sayajin schwer.
Das Licht des Mondes, welches durch die westliche Wand fiel, die ganz und gar aus einer gläsernen nach außen gewölbten Kuppel bestand, traf auf das dunkle Holz und lies es beinahe verzaubert erscheinen, da die meisten Symbole zu leuchten begannen und die kleinen, dunkelroten Edelsteine, welche dann und wann das Ende eines der Zeichen bildete, ebenfalls hell glitzerten sobald das weiße Hell sie berührte. Vegeta hatte seine Hände unbewusst zu Fäusten geballt, es war das erste Mal, seit sehr, sehr langer Zeit, dass er Mondlicht wieder sah und spürte wie sich deswegen ein leichtes Ziehen und Kribbeln in seinem Unterleib auszubreiten begonnen hatte und eine wohlige Hitze in ihm aufstieg.
>>Ich... ich fühle mich so komisch...<< Er schluckte schwer und wandte seinen Blick zu der großen, hell leuchtenden Himmelsscheibe, welche schon steil über ihnen ihren Platz eingenommen hatte:>> Heute Nacht... es wird passieren... ich spür es, aber... ich weiß nicht ob es... ich will nicht verletzt werden, nicht wieder, nicht... von ihm...<< Vegeta schloss seine schwarzen Augen, in welchen sich der weiße Mond wiederspiegelte und atmete tief durch:>> Und am meisten fürchte ich mich vor morgen... wenn alles vorbei ist und ich mit dem Wissen leben muss mich freiwillig hingegeben zu haben...<<
Trotz der ganzen aufwühlenden Gefühle, die auf den Sayajin einströmten, nahm dieser sie nicht wirklich wahr. Eine unbekannte Taubheit hatte von seinem Geist Besitz ergriffen und obwohl er sich der Konsequenzen der heutigen Nacht mehr als bewusst war, tat der Gedanke an sie nicht weh, es war, als hätte irgendetwas in ihm die Unruhe abgeschnurrt, so dass sie nicht störten. Störten bei seiner ersten Nacht mit Armath, in welcher er sich zum ersten Mal, seit er in dieser so furchtbaren und beängstigenden Welt war, ohne dazu gezwungen zu werden hingab.
Die Glasscheiben selbst, die sich über sie beide zog und durch welche dieser Himmelskörper schien, konnte Vegeta nicht erkennen, es sah so aus, als wäre ein großes Loch an der westlichen Wandseite, nur das lange Band aus schwarzgrauen Metall, welches sich als Umrandung um das Glas schob und ein schräges Gittermuster über dieses zog, machte auf die Scheibe aufmerksam. Der Sayajin hatte trotzdem leise Zweifel ob diese Glasscheibe wirklich existierte, denn er nahm das Mondlicht wahr, als fiele es ohne Hindernis auf seine Haut und würde sich tief in ihn fressen.
Vegeta lenkte seine Augen von der weißen Kugel weg, welche eine betörende Auswirkung auf ihn hatte und schaute stattdessen zu dem langen Esstisch, welcher auf der Südseite des Zimmers seinen Platz einnahm. Die Tafel war ebenfalls mit weißem schwer wirkendem Stoff bedeckt und gab einen schmackhaft aussehenden Früchtekorb zur Schau, der auf der Tischmitte stand. Die Sessel rund herum waren ebenfalls weiß gepolstert und das Holz war auch hier mit feingearbeiteten Verzierungen überseht.
Auf den Tisch folgte ein richtiger Miniaturwasserfall, er war ca. zwei Meter hoch und das Wasser stürzte in ein 2x2m großes Becken, welches mit Steinen, Moos und anderen Wasserpflanzen ausgeschmückt war. Seerosen, die in dem hellen Mondlicht schwach rose leuchteten, schwammen an der Oberfläche des plätschernden Wassers und gaben dem ganzen einen fantastischen Touch.
Der Sayajin seufzte scharf auf, als eine Berührung seiner Lenden ihn seinen Blick zurück auf Armath richten ließ. Ein elektrischer Strom durchzog ihn und er wich erschrocken einen Schritt zurück, doch hatte er da schon den Rand des Schreibtisches im Kreuz, welcher neben dem Eingang stand. Verunsichert sah er sich um und blickte dann wieder nach vorne, wo der weiße Dämon ihn mit einem beruhigenden Lächeln empfing.
„Vegeta, du musst keine Angst haben, ich tue nichts, was du nicht willst... ich dachte nur, dass dir meine Berührungen vielleicht gefallen würden...“ Der weiße Prinz lies sich wieder auf die Knie sinken und beugte sich nach vorne, bis er kurz vor dem Gesicht des anderen war und schon dessen warmen, schnellen Atem fühlen konnte:„ Dir ist heiß, nicht?“ Armath sah ihn ruhig an, er berührte ihn nicht, sondern wartete nur auf die Antwort.
Hitze, unerträgliche Hitze begann immer mehr in den Körper des Mannes mit den schwarzen Haaren aufzuflammen und er keuchte unsicher auf, wobei seine Hände nach hinten glitten und an dem Tischrand Halt suchten. Wieder glitt ein Keuchen über seine Lippen, was jedoch einem verzweifelten Wimmern ähnlicher kam und er spürte wie Tränen über seine Wangen zu rinnen begannen, denn mit einen Mal war die Mauer aus Stumpfheit gegenüber jeglicher Gefühle weg, so als hätte sie nur darauf gewartet, dass der weiße Dämon tatsächlich den ersten Schritt tat. Ein schreckliches Gemisch aus Erregung, Angst und Scharm hatte sich in ihm eingenistet und wurde immer stärker.
„Wenn du es mir erlaubst, berühre ich dich, Vegeta. Aber wenn du es nicht willst, werde ich es nicht tun, ich werde dich auf keinen Fall zu etwas zwingen, was du nicht willst oder dich verletzen.“ Armath hatte die Worte leise gesprochen, wobei er jedoch sehr ernst klang und ließ den Sayajin erneut verzweifelt aufseufzen.
>>Nein... ich kann nicht... ich darf nicht, es... es würde mir nicht gefallen!!!<< Vegeta biss nervös auf seine Unterlippe, er war hin und hergezogen, er wollte es nicht, es tat nur wieder weh... aber etwas in ihm, eine kleine, sehr, sehr leise Stimme flüsterte, dass es nicht so war, dass er ja sagen sollte, er brauchte so unerbittlich dringend eine Berührung, eine Berührung die ihn nicht vor Schmerzen fast wahnsinnig werden ließ, sondern ihm Trost schenkte und Zuneigung...
Ein kaum merkliches Nicken und ein leises verzweifeltes Schluchzen waren die stumme Antwort und Armath lächelte glücklich. Er hatte gehofft, dass der andere ihm so vertrauen würde, ohne Vertrauen würde die Bindung zwischen ihnen nie richtig Wurzeln schlagen und wachsen können und deshalb musste er ihm jetzt auch beweisen, dass er sein Vertrauen verdiente:>> Ich werde dich nicht verletzten, Vegeta, das könnte ich gar nicht.>>
Vorhin hatte seine Mutter ihm zugeflüstert, er solle vorsichtig sein und sofort aufhören, wenn es dem anderen wehtat, da Dämonen manchmal etwas zu hart seien. Deshalb legte der weiße Prinz zuerst seine Hände behutsam auf das bebende Becken des anderen und schaute auf die Reaktion von Vegeta. Dieser begann leicht zu zittern und keuchte überrascht auf, er war wirklich schon sehr erregt, dass konnte der junge Dämon riechen, der schwarzhaarige Mann sonderte immer einen süßlichen Duft ab, wenn er in Hitze kam.
Vorsichtig und ganz langsam lies er seine Hände über den dünnen Stoff gleiten, nach oben, über das Becken, den muskulösen Bauch, bis hin zur Brust, wo er kurz Inne hielt und dann wieder seine Finger sanft zurückschob. Der Sayajin atmete durch dieses sinnliche Spiel erneut scharf auf und wimmerte leise etwas unverständliches, die Berührung des anderen lies ihn beinahe verrückt werden:>> Oh Gott, das kann nicht sein... es ist schön... es gefällt mir... das darf nicht sein... aber ... es tut so gut...<<
Armath stoppte wieder am Becken und sah dann den zitternden Mann fragend an:„ Ist es in Ordnung?“ Eine Weile herrschte Stille, dann nickte der Sayajin, der seinen Kopf gesenkt hatte, wieder schwach und der weiße Dämon fuhr fort. Sein Finger wanderten nach hinten und begann sanft die Pobacken des anderen zu streicheln und nach kurzem Wartens, wobei er auf die Reaktion des anderen achtete, welcher leise zu stöhnen anfing, begann er sie vorsichtig zu massieren und zu kneten.
Vegeta schrie leise auf und begann still den Tränen nachzugeben, welche seine Augen schon bis zum Übergehen füllten:>> Hahhh... Gott, ich... es tut so gut... es ist so wundervoll...<< Das wohlige Gefühl von Erregung und leichten Schwindel hatte sich über seinen ganzen Körper ausgebreitet und allmählich nahm auch der Rausch der daraus resultierenden Benommenheit von seinem Geist Besitz, was dazu fühlte dass er seine schwarzen Opale schloss und sich völlig dieser Berauschung und den Sinneseindrücken hingab. Jedoch nur so lange, bis das anregende Zeihen in seinen Lenden immer stärker wurde und ihm klar wurde, was er da eigentlich gerade im Begriff war zu tun. >>Nein... nein, das...<< Er öffnete entsetzt seine Augen und bemerkte nicht, wie die Erregung in ihm nun wieder von der Schwarm verdrängt wurde. >>Nein... ich kann nicht... ich... will nicht, dass er mich so...<< Der ehemalige Sklave legte seine Hände auf Armaths Arme und versuchte sie wegzudrücken, es war einfach zu viel.
Der junge Dämon verstand zog seine Hände zurück, er sah den andern besorgt an und seufzte Innerlich enttäuscht:>> Ich hätte gedacht, er würde es zulassen... es ist wahrscheinlich noch zu früh für ihn...<< Dann sah er, dass der Körper des Sayajins auf seine Berührungen schon reagiert hatte, denn dieser war steif geworden und versuchte sich nun verzweifelt von ihm wegzudrehen wobei er immer mehr in Tränen ausbrach.
„Shhh, Vegeta, es ist OK, du musst dich nicht schämen. Niemand ist dir böse oder lacht dich aus, hab keine Angst.“ Behutsam fasste der weiße Dämon den Mann erneut am Becken und drehte ihn vorsichtig in seine Richtung. Dieser schrie scharf auf und schlug auf Armaths Hände, er hatte plötzlich wieder Angst! >>Es war ein Fehler Armath zu erlauben mich zu berühren... ich will nicht, ich mach mich so lächerlich...<< Schluchzend versuchte er erneut die Hände des anderen verzweifelt wegzudrücken, doch dieses Mal zog der weiße Prinz sie nicht zurück, sondern verharrte ruhig in seiner Position und wartete bis der andere sich etwas beruhigt hatte.
Die Angst, die durch den kleineren Körper strömte, ließ diesen von einem immer stärker werdenden Zittern gepackt werden und das Weinen nahm ebenfalls an Kraft zu. Es war einfach zu viel für den Sayajin, sein ganzes Ich reagierte ganz normal darauf, indem es sich vor diesen Berührungen fürchtete, da bis jetzt diese immer nur auf Schmerzen und Erniedrigungen hinausgelaufen waren. So steigerte sich auch Vegeta immer mehr in die Tränen und die Verzweiflung hinein, die Hitze zwischen seinen Beinen tat ebenfalls ihren Teil dazu bei, er schämte sich durch die so offene Reaktion seines Körpers und wollte nicht, dass Armath dies sah.
„Bitte...“ Der zitternde Sayajin versuchte immer noch verzweifelt die Hände des anderen wegzuschieben, doch lies der Dämon dies nicht zu und schließlich gaben die Beine unter Vegeta nach und er sackte nach vorne. Erschrocken und wütend schrie er auf, als Armath ihn behutsam auffing und festhielt:>> Ich hasse ihn!!! Ich hasse ihn... er soll weg gehen...<<
„Vegeta, bitte, beruhige dich, ich werde dich nicht nehmen, ich sagte schon, dass ich dir auf keinen Fall weh tun möchte.“ Zärtlich fuhr der größere der beiden durch die Haare des anderen und drückte dessen Kopf sanft nach vorne, so dass er gegen seine Brust lehnte. Zunächst sträubte sich der Sayajin gegen die Berührung und die Nähe des anderen und versuchte sich verzweifelt zu befreien, doch dann, als der Prinz ihm sanft den Rücken zu streicheln begann, lies die so plötzlich über ihn hereingebrochene Angst nach.
In der Dunkelheit der Nacht, nur von dem hellen Mondlicht beleuchtet, saßen beide in enger Umarmung auf dem Boden und das einzige Geräusch, das neben den leisen, zaghaften Schluchzen des schwarzhaarigen Mannes noch in der Luft lag, war das leise Plätschern des Wasserfalles. Eine seltsam ruhige Atmosphäre hatte sich eingestellt, um die beiden Körper herum schien alles irgendwie an Existenz zu verlieren, nach und nach schien alles zu verblassen, nur die beiden Körper, die vom hereinfallenden Licht in einem schwachen Weiß leuchteten waren da.
„Shhh, es ist alles gut.“ Armath strich behutsam über den immer noch leicht bebenden Rücken von Vegeta und betrachtete ihn ruhig. Die sowieso schon helle Haut des Sayajins leuchtete Weiß im Licht des hoch am Himmel stehenden Mondes und der Dämon konnte nur schwer ein Lächeln verbergen. Der Mann in seinen Armen sah einfach unglaublich schön aus, so wunderschön wie nichts anderes:>> Wie ich ihn liebe, es ist unglaublich, ich habe mich noch nie so sehr nach einen Wesen verzerrt.<<
Auch Vegeta hatte zur Ruhe gefunden, er lag nur noch leise keuchend in den Armen des anderen und lies seine Tränen ohne irgendeine Gegenwehr über seine Gesicht laufen, er fühlte sich nicht im Stand diese daran zu hindern und teilweise wollte er es auch gar nicht. Seine Seele brauchte diese kleine Schwäche, in diesem Moment war sie unerlässlich, eine Angst, die ihm über die letzten sieben Jahre auferlegt worden war, die er aber nie zeigen konnte, war mit einen Mal aus ihm herausgebrochen. Hätte er vor Molloc oder jemanden dergleichen zu weinen begonnen wäre er gestorben, er hätte das letzte Hindernis, das ihn diese Monster von der Seele gehalten hatte hinweggerissen.
Doch nun war es anders, diese Barriere war nun überflüssig, sie hätte eher geschadet als geholfen und deshalb hatte sein Geist ganz automatisch reagiert. Vegeta schluchzte leise und drückte sich etwas fester gegen Armath, welcher ihn immer noch sanft streichelte und liebkoste. Ein angenehmes Gefühl von Ruhe und Entspannung öffnete sich in ihm und ein müdes Seufzen entfuhr dem geschlauchten Mann. Langsam, ganz langsam, die schützende Nähe und Wärme des andere an sich spürend, glitt der Sayajin nahe an die Grenze des Schlafes und hätte diese beinahe überschritten, wenn nicht plötzlich ein Zeihen und Kribbeln in seinem Lenden erneut seine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hätte.
Armath küsste den Kopf des anderen sanft, während seine Hände diesem Halt und Trost gaben, er wusste, dass der andere nun so reagieren hatte müssen, die Mauer, die Vegeta um sich herum aufgebaut hatte, hatte zuerst gebrochen werden müssen, bevor er zu diesem durchkommen konnte. Nun lag der andere eng an ihm und schien langsam aber sicher in den Schlaf zu gleiten, was dem weißen Dämonen beinahe ein bekümmertes Seufzen abverlangt hätte, da dieser sich doch ein wenig mehr von dieser Nacht erhofft hatte.
Die Augen des jungen Prinzen, welche sich kurz zuvor geschlossen hatten, öffneten sich wieder und er sah überrascht auf den, in seinen Armen liegenden Sayajin herab. Dieser lag immer noch unverändert gegen ihn gelehnt, hatte seinen Kopf an ihn geschmiegt und seine Augen geschlossen und Armath lächelte. Vegeta hatte vorsichtig, ganz zaghaft begonnen sein Becken gegen den anderen zu drücken, während seine Hände an ihm nach Halt suchten.
Die Hitze, die immer noch wie einer Welle über ihn hinwegrollte und vorübergehend schwächer geworden war, wurde allmählich wieder stärker und nahm an Intensität zu. Vegeta hielt seine Augen immer noch fest geschlossen, doch wartete er gebannt darauf, was der andere nun machen würde. Aufregung begann sich in ihm breit zu machen, gepaart mit unglaublicher Erregung, dann plötzlich, hielt die streichelnde Hand auf seinem Rücken Inne und der Sayajin begann wieder leicht zu zittern:>> Bitte... bitte, es soll nicht weh tun...<<
Als sich die Hand des anderen dann langsam, ganz langsam ihren Weg nach unten zu suchen begann, über die angespannten Muskeln und die empfindsame Haut und schließlich wieder den muskulösen Po des anderen sanft berührte, keuchte der Mann mit den schwarzen Augen, welche nun halb geöffnet waren, scharf auf. Ein pochendes Gefühl begann sich von neuem in seinen Lenden zu erheben und er wimmerte stockend auf, es war wieder so erregend wie zuvor, sogar noch stärker und es schien immer noch an Kraft zuzunehmen.
Ruhig und behutsam begann nun der junge Dämon den Po des anderen zu streicheln und zu kneten, wobei er seine andere Hand ebenfalls dazunahm. Er hörte, wie das leise Keuchen schneller wurde und der Sayajin leise zu winseln begann, es gefiel ihm. Seine Finger begannen sich etwas fester in das rundliche muskulöse Fleisch zu graben und Armath lächelte, als sich der andere dadurch noch enger an ihn zog. Ihm selbst gefiel das Gefühl ebenfalls den anderen zu berühren und so genossen es beide, wobei jeder spürte, wie das Kribbeln in seinen eigenen Lenden zunahm.
Enttäuscht und protestierend keuchte Vegeta auf, als der weiße Dämon unerwartet seine Hände zurückzog und so die anregende Massage beendete. Er blickte auf und wollte was sagen, doch Armath legte sanft einen Finger auf seine Lippen und lächelte:„ Shhh, ich mach gleich weiter... ich möchte nur nicht unser erstes Mal auf dem Boden verbringen...“ Mit diesen Worten hob der Prinz den Sayajin vorsichtig hoch und trug ihn zum Bett, wo er ihn behutsam auf die weiche Matratze legte.
Vegetas Erregung war bei den letzen Worten des anderen noch gestiegen, es war ihm ein wenig peinlich, doch andererseits war ein verzweifelte Verlangen nach Zuneigung und Liebe in ihm, so dass er nur leise seufzte als sein Rücken das weiche, seidige und kühle Bett berührte. Er wollte genommen werden und in diesen Moment dachte er auch nicht an den anderen Sayajin, sein Kopf hatte ihn einfach weggeschalten, denn sonst könnte er sich niemals so berühren lassen, nicht ohne Schuldgefühle und ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Und doch, Vegeta spürte ihn bei sich, eine Präsenz, die beruhigend auf ihn wirkte, teilweise berührte ihn nicht Armath, sondern Son-Goku, zum Teil spürte er ihn, seine Wärme, seine Nähe und all das trug dazu bei, dass dem Sayajin immer heißer wurde.
Spielerisch ließ der weiße Dämon seine Finger über den Bauch und die Brust des anderen gleiten, was diesen zu einen flehenden Keuchen und Stöhnen veranlasste. Schließlich setzte Armath Vegeta vorsichtig auf und zog ihn den störenden Baraji aus. Seufzend ließ sich der schwarzhaarige Mann wieder nach hinten drücken, er spürte jede Berührung des anderen so ungemein genau und es tat so gut:>> Gott... ich hätte nie geglaubt, dass es sich so gut anfühlen könnte...<<
Die dunklen Augen, welche in dem Mondlicht hell leuchteten, fuhren jeden Muskel, jede Kurve Vegetas Körpers aufs Genauerste ab, der Dämon konnte sich nicht satt sehen an ihm, er hatte noch nie etwas schöneres gesehen:>> Wie ein Gott, es ist unglaublich, dass ich ihn tatsächlich gefunden habe, er ist derjenige mit dem ich mein gesamtes Leben verbringen möchte. Ich hatte Maresokach und Nanoleth nicht geglaubt, dass es so was gibt... ich bin dankbar diesem schönen Wesen begegnet zu sein.<<
Die kleinen Schweißperlen, welche die Haut des Sayajins überzogen, glänzten schwach im hereinfallenden blassen Lichtschein und Armath konnte der Verlockung nicht wiederstehen seine Hände über diese fahren zu lassen. Vegeta seufzte erneut auf, als er die warmen, weichen Hände des anderen auf sich spürte und er konnte sich ein Stöhnen nicht unterbinden, als diese seinen ganzen Körper zu erkundschaften begannen.
Zufrieden stellte der junge Dämon fest, dass sich dessen Haut tatsächlich so gut anfühlte, wie er gedacht hatte und begann langsam und gründlich den anderen zu erforschen. Seine Fingerspitzen zogen sich sanft über den bebenden Sayajin, welcher unter jeder Berührung scharf aufkeuchte und stöhnte, es schien ihm genauso viel Vergnügen zu bereiten wie Armath. Dadurch ermutigt, fing der Prinz an den Oberkörper des anderen mal etwas mehr Zuneigung zu schenken. Zärtlich zog er immer enger werdende Kreise um die inzwischen schon harten Brustknospen des schwarzhaarigen Mannes, welcher sich auf Lippen biss um nicht laut aufzuschreien.
Sanft wurden die empfindlichen Stellen berührt, gestreichelt und als Vegeta immer lauter und ausgiebiger stöhnte, beugte sich Armath nach vorne und begann die Brustknospen mit seiner Zunge zu bearbeiten. Vorsichtig begann er diese zu lecken, was den Sayajin durch seine raue Zunge beinahe zum Wahnsinn treib.
„Ahhh... hah...“ Der Prinz lächelte, als sich zwei Hände in scheine Haare vergruben und ein leiser Schrei folgte, dies waren wirklich erogene Stellen des anderen Mannes und er begann sich nun mit noch mehr Hingabe diesen zu widmen. Neckisch knabberte er an ihr, leckte sanft und begann an ihr zu saugen, während seine Hände den restlichen Körper streichelten und liebkosten.
Vegeta spürte wie erneut Tränen über seine Wangen rannen, doch war es dieses Mal nicht wegen Schmerzen sondern weil er die Lust, welche sich in ihn eingenistet hatte und stetig stieg, kaum mehr aushalten konnte und wimmernd aufstöhnte, wobei er seine Finger immer tiefer in das dichte schwarze Haar des anderen vergrub. Es war einfach unglaublich, nie hätte er gedacht, dass er so berührt werden könnte, dass es so schön sein würde! Ein scharfes Keuchen drang erneut aus seinen Mund und er wimmerte leise, er hatte das Gefühl nicht mehr länger warten zu können.
Dies schien Armath jedoch zu ignorieren, denn seine Zunge und Küsse begann er nun über den gesamten Oberkörper des anderen zu ziehen und überall dort wo er seinen Weg nahm kam es Vegeta vor als würde er eine heiße, kribbelnde Feuerspur hinterlassen. Den Schultern, sowie dem Schlüsselbein und dem Hals samt Nacken wandte er sich aufmerksam zu und der Dämon wurde mit jeden Stöhnen und Seufzen genauer, dem Sayajin kam es sogar schon so vor, dass dieser sich Millimeterweise über seinen Körper arbeiten würde. Jede Stelle seiner Haut, jeder Muskel wurde zuerst sanft von seinen Fingern liebkost und gestreichelt, bevor der Dämon mit erregender Hingabe diese mit seiner Zunge und Lippen zu kosten begann.
Armaths Finger glitten über jeden Muskel, massierten ihn manchmal oder streichelten ihn sanft, dann, als das Stöhnen des anderen immer schneller wurde und ihm ein betörend süßer Geruch in die Nase stieg, schob er seine Hände behutsam unter den Rücken des anderen und hob ihn hoch. Überrascht schrie Vegeta leise auf und sah verwirrt zu den Dämonen, während er nach Luft schnappte, da ihm bei dem hingebungsvollen Liebesspiel wortwörtlich die Luft wegblieb.
Die Hände hatten ihn nun so platziert, dass er über Armath Schoß war und als der Sayajin merkte, was nun folgen sollte, begann er sich zu verkrampfen und leise zu wimmern. Wieder war Angst der Begleiter und wieder begann er zu weinen, er fürchtete sich davor, vor dieser einen Berührung, vor dem stechenden Schmerz, der langsam seinen ganzen Unterleib mit Feuer zu füllen begann und ihm Höllenqualen bereitete. Winselnd und schluchzend versuchte er sich von dem anderen wegzudrücken, sein Körper wurde wieder von einem Zittern gepackt und durchgeschüttelt.
„Vegeta, shhh, beruhigruhig dich, ich bin ganz vorsichtig und wenn es dir nur ein wenig weh tut, höre ich augenblicklich auf. Shhh...“ Die weichen Lippen des anderen hatten begonnen ihm die Tränen wegzuküssen und Vegeta spürte, wie er nach vorne gedrückt wurde, so dass seine Lenden gegen Armaths Bauch geschmiegt wurde. Dadurch wurde der Sayajin erst richtig auf seine harte Erregung und der damit verbundenen Hitze, die sich mit einem gewaltigen Druck in seinem Becken eingenistet hatte, aufmerksam gemacht und er konnte sich ein überraschtes Aufstöhnen nicht verkneifen.
Tränen tropften auf die Brust des weißen Dämonen, während seine Lippen weiter behutsam die Wangenknochen, das Kinn und die Stirn des anderen Mannes liebkosten. Es würde nicht mehr lange dauern, dann würde dieser kommen, um ihn selbst stand es im Übrigen nicht viel anders, er hatte ebenfalls eine unbekannte Hitze in seinen Lenden und konnte sich nur mit Mühe zusammenreißen um den anderen nicht einfach auf sich draufzusetzen. Er war schon die ganzen letzen Wochen aufgeregt und gespannt gewesen, wie es sich wohl anfühlen würde, wenn er mit dem andern Schlafen würde und nun wusste er, dass es das schönste war, was es gab, er fühlte sich Vegeta so nah und er konnte das Verlangen des anderen genauso spüren.
„Ahhh... ahhh... hah...“ Der Sayajin biss seine Zähne zusammen und keuchte scharf, er war so erregt und plötzlich wollte er, dass der andere ihn auf sich setzte und, dass er diesen in sich spüren konnte. Dies merkte Armath im selben Moment und nach einigen Zögerns, nun von seiner Seite, ließ er den anderen vorsichtig sinken, bis er in ihn eindrang.
Vegetas Augen drehten sich nach hinten und auch sein Kreuz streckte sich durch, als er spürte, wie ein unglaublicher Sturm aus Erregung durch ihn zog und er laut aufstöhnte. Der junge Dämon hielt ebenfalls inne und hatte die Augen auch fest geschlossen, er konnte das Gefühl, welches sich durch seine Lenden und seinen Körper zog mit keinen Worten, die er kannte beschreiben, es war einfach wunderschön und es tat gut.
Den ersten Moment hielten beide still, jeder schien zuerst das Gewitter an Gefühlen, welches in ihm ausgebrochen war, sich legen zu lassen, bevor er etwas unternehmen konnte. Doch als der erste Schauer sich gelegt hatte, drückte Armath ihn behutsam und so vorsichtig wie möglich etwas gester gegen sein Becken, wodurch der Sayajin seinen Kopf in den Nacken warf und laut aufschrie, denn ein weiterer ungemeiner Schauer durchzuckte ihn. Dem weißen Prinzen ging es nicht anders und durch die Reaktion des anderen etwas ermutigt, begann er, zunächst ganz langsam, sein Becken vorsichtig zu Bewegen.
Dadurch rang sich erneut ein Schrei über Vegetas Lippen und ein erregtes Stöhnen folgte, denn der Druck in seinen Lenden nahm stetig zu und das Kribbeln und die Hitze wuchsen ebenfalls ins Unermessliche. Er hätte niemals geglaubt, dass es sich so gut anfühlen würde, dass in ihm so eine unglaubliche Erregung sein würde und vor allem, dass es ihm so sehr gefallen würde. Immer mehr Tränen zogen ihre Wege über die Wangen des Mannes, auf welchen ein Hauch von Röte lag und er begann sich nun von sich aus gegen den anderen zu drücken, er wollte den anderen tief in sich spüren!!!
Wieder keuchte er scharf auf, als Armath ihn etwas fester gegen sich drückte, während sein Becker schneller wurde, so wie das Stöhnen, das von beiden in der Luft lag und laufend an Tempo zunahm. Für den jungen Dämonen war es genauso betörend und erregend wie für Vegeta, es war das erste Mal, dass er Sex hatte und etwas schönere hätte er sich nicht vorstellen können, er hatte noch nie so etwas erlebt, es tat so unglaublich gut!!! Seine Hände hatten den anderen am Becken gefasst und halfen diesen sich richtig und rhythmisch zu bewegen, da der Sayajin durch diesen plötzlichen Gefühlseinbruch völlig neben sich war.
Das ansteigende Gefühl der Lust, der wachsende Druck und das benebelnde Gefühl von dieser Hitze, hatten den Geist des schwarzhaarigen Mannes völlig eingenebelt, er stöhnte und keuchte und hatte sich nach vorne gegen Armaths muskulöser Brust gestützt, da er sonst die Befürchtung hatte umzukippen, denn sein Körper kam ihm im Augenblick so unglaublich klein vor und dieses Gefühl so unvergleichlich gigantisch! Doch die Hände des anderen führten ihn sanft und sicher, so dass er sich voll auf das wachsende Gefühl konzentrieren konnte und still den Tränen nachgab, welche stumm über seine Wangen ihren Weg suchten.
Es dauerte nicht mehr lange bis beide kurz vor dem Höhepunkt waren, Armath erhöhte das Tempo seines Beckens und drückte Vegeta fester gegen sich, der leise aufschrie und seine Hände nach Halt an dem anderen suchen ließ. Blitze aus purer Erregung und das Gefühl des beinahe nicht mehr ertragenden Drucks in ihren Lenden waren das einzige, woran sie in den Momenten noch denken konnten. Als sie den Höhepunkt gemeinsam erreichten, drückte Armath den anderen fest gegen sich, lies aber sofort wieder los, als er dessen schmerzhaftes Keuchen hörte und zog ihn stattdessen fester an sich, so dass er den rasenden Herzschlag des anderen und dessen bebenden Körper genau fühlen konnte.
In beiden Lenden begann sich eine wohlig warme Entspannung breit zu machen, von der aus sich elektrische Impulse die gesamten Körper der beiden zu erfüllen begannen und diese immer wieder von einen schwachen Schaudern durchziehen ließ. Der Hitze wich angenehme Wärme, sowie eine ungemeine Müdigkeit, die sich in ihren Muskeln und alle anderen Glidern niederließ und ein Zittern der Erschöpfung legte sich über beide Körper.
Sie blieben noch einige Minuten still beisammen, eng an eng, den Geruch des anderen tief einsaugend und die wohlige Wärme genießend. Dann schließlich ließ Armath locker, setzte sich etwas zurück und begann den Rücken des anderen zu streicheln, welcher still gegen ihn lehnte. Vegeta war schon eingeschlafen, dass wusste der Dämon und er hob ihn vorsichtig von sich und legte ihn sanft zurück. Für diesen war die Anstrengung zu viel gewesen, doch Armath war sich sicher, dass es diesen genauso gefallen hatte.
„Kakarott...“ Der weiße Prinz hielt in seiner Bewegung inne und sah verwundert auf den schlafenden Sayajin, welcher immer noch einen Hauch von Röte im Gesicht hatte und einen zufriedenen und glücklichen Ausdruck dazu. Einen Moment fühlte sich Armath schlecht, er fragte sich, warum dieser an diesen Kakarott dachte und nicht an ihn!? Aber dann sah er die Tränen, die sich immer noch still und leise ihren Weg über die heißen Wangen suchten und hatte plötzlich das Gefühl, dass er Vegeta nicht böse sein durfte und dass, wenn er ihn wirklich für sich haben wollte, wenn er wollte, dass dieser irgendwann Mal seinen Namen rief, er geduldig sein musste und dass er sich dies erarbeiten musste.
Ein Lächeln zog sich über die Lippen des Dämonen und er seufzte leise, er liebte den anderen wie nichts sonst und er würde diesen auf Ewig schützen und immer trösten wann er es brauchte, denn, dass dieser es viel schwerer hatte als er selbst war keine Frage. So legte er sich neben den anderen, nahm diesen in seine Arme und zog die weiche, warme Decker über sich und über Vegeta.
Der Sayajin seufzte leise und schmiegte sich an die Brust des anderen:„ ...Kakarott...“ Armath strich Vegeta zärtlich durch die Haare und küsste ihn sanft auf die Stirn, dann grinste er.
„Wer du auch sein magst, Kakarott, ich erkläre dir hiermit den Kampf!“
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Es war ein ungewohntes Gefühl für Vegeta ohne verspannte Muskeln oder Kopfschmerzen aufzuwachen, so dass er im ersten Moment dachte, er würde noch träumen. Eine angenehme Wärme hatte sich in seinen Gliedern niedergelassen und sein Körper fühlte sich müde, aber zugleich auch leicht und wunderbar befreit an. Dann bemerkte der müde Sayajin, welcher immer noch seine Augen geschlossen hatte, dass er gar nicht in seinem Bett im Schlafsaal lag, da statt der gewohnten rauen Decke und der harten Matratze, ein seidig warmer Überzug um ihn geschlungen war und sein Kopf auf einem weichen Poster ruhte.
Verdutzung machte sich in ihm breit, denn zunächst konnte er das Ganze nicht richtig zuordnen und trotzdem fühlte er sich nicht erschrocken oder verängstigt, da noch immer eine tiefe Ruhe und Sicherheit in ihm lag, die ihn sich geborgen fühlen ließ, so dass er wusste, dass ihm nichts passieren würde. Und schließlich wurden ihm die Arme bewusste, welche sich von hinten um ihn gelegt hatte und ihn sanft hielten.
„Morgen...“ Mit diesen Worten wurde er empfangen, als er sich, nun doch etwas verwirrte, umsah und direkt in die dunklen, ruhigen Augen von Armath blickte. Eine Sekunde kam Entsetzen und Furcht in ihn hoch, er begriff nicht, was das zu bedeuten hatte, doch spürte er, wie der andere sanft seine Wange zu streicheln begann und seine soeben angespannten Muskeln lösten sich wieder. Es dauerte noch einige Augenblicke, bis er verstand, warum er hier, nackt, in den Armen des weißen Dämonen lag, aber als er alle Erinnerungen an die letzte Nacht und an die unglaublichen Berührungen wieder beisammen hatte, stellte er überrascht fest, dass sein Körper weder zu zittern oder zu verkrampfen begann, noch er sich fühlte, als müsse er jeden Moment vor Scharm sterben.
Irgendwie war Befriedigung und Wärme das einzige, was von der letzen Nacht übrig geblieben war und er verspürte tiefen Dank dafür. Vegeta, der sich für die letzen Minuten in der unergründlichen Tiefe dieser Augen verloren hatte, erwachte und senkte seinen Blick, hob ihn aber wieder, bevor Armath zu sprechen beginnen konnte und lächelte:„ Danke...“
Amrath wirkte doch ziemlich verblüfft, lächelte dann aber ebenfalls und fuhr sanft mit seiner Hand durch die zerzausten Haare seines Gegenübers:„ Gern geschehen.“ Wieder verloren sich die beiden Blicke ineinander und Vegeta spürte wieder eine angenehme Wärme in sich aufsteigen. Diese Augen waren wunderschön, irgendwie beruhigend und herausfordernd zugleich, und sie schienen dasselbe von ihm zu denken.
Der Sayajin nahm wahr, wie sich ihre Gesichter langsam, ganz langsam näherten und wie sich ein kribbelndes Gefühl der Neugier und Aufregung in ihm breit machte, was ihn dazu trieb den Atem anzuhalten. Und dann berührten sie sich, vorsichtig, zunächst zögernd, darauf bedacht keinen Fehler zu machen, nichts Falsches zu tun, nichts um diesen wundervollen Moment zu zerstören.
Die Lippen von Armath fühlten sich wunderbar weich und warm an, sie waren so sanft und Vegeta kam es vor, als würde diese einen herrlich süßen Geschmack haben, so dass er nicht lange dauerte, bis beide den Kuss etwas inniger gestalteten. Dem jungen Prinzen, kam es genauso vor, er hatte noch nie von etwas köstlicheren gekostet als von diesen weichen und warmen Lippen, sie fühlten sich so gut an und irgendetwas tief in ihm sagte ihm, er solle weitermachen, einen Schritt weitergehen.
So begann der weiße Dämon, zögernd mit seiner Zunge um Einlass zu bitte und lächelte, als der Mann, welcher seine schwarzen Augen geschlossen hatte, ihn diesen, mit einen leisen Seufzen, gewährte. Seine Zunge forschte von Neugier und Lust getrieben, sie erkundschaftete jeden Zentimeter und begann schließlich sanft an Vegetas zu reiben, welcher den Kuss zaghaft erwiderte.
Es war seltsam, den anderen so zu spüren, so nahe und so intim, es fühlte sich gut an und erregte ihn, doch irgendwie... Vegeta wusste es nicht, er hatte das Gefühl etwas Falsches zu tun. Bevor er diesen Gedanken zu ende gedacht hatte, wurde der Kuss auch schon unterbrochen und Armath setzte sich etwas zurück. Der Sayajin spürte wie ihm schlecht wurde, er fühlte sich mies, eigentlich sollte er sich nicht so anstellen, allein schon weil der andere ihn gestern so etwas wunderschönes gegeben hatte. Aber...
Vegeta senkte seinen Kopf, er schämte sich, er wollte Armath nicht verletzen oder erzürnen, es war nur so...
„Du denkst an ihn, hm?“ Eine Hand begann sanft seinen Nacken zu kraulen und der Sayajin sah erschrocken hoch. Im ersten Augenblick wusste er nicht ob der Dämon das wirklich gesagt hatte, woher sollte er auch von Son-Goku wissen, er hatte ihm zwar etwas von ihm erzählt, aber doch nicht so etwas.
Bei dem verunsicherten und ertappten Blick, schüttelte der weiße Prinz nur leicht seinen Kopf:„ Du scheinst diesen Kakarott sehr zu lieben, Vegeta. Du redest viel von ihm.“ Als die Verwirrung in dem Sayajin ins Unermessliche zu steigen schien, erklärte Armath lächelnd:„ Als du krank warst, warst du jeden Tag bei ihm... so wie gestern Nacht.“
„Nein!... Ich... ich hab nicht... du verstehst es falsch...“ Der schwarzhaarige Mann spürte wie er wieder den Tränen nahe war, doch bevor er weitersprechen konnte, legte sich schon eine zweite Hand auf seine Wangen und er sah verzweifelt auf. Die ruhigen Augen von dem weißen Dämon hatten nichts Böses oder erzürntes, sie wirkten so sanft und wissend wie eh und je.
„Ich bin dir nicht böse, Vegeta. ... Tima hat mir erzählt, dass dieser dich die letzen Jahre über am Leben gehalten hat, ich sollte ihm eigentlich dankbar sein...“ Armath küsste den anderen behutsam auf der Stirn und fuhr flüsternd fort:„ Es ist nichts schlimmes daran, dass du diesen liebst... deine Gefühle für ihn sind schon viel älter, als deine für mich. Du kennst mich seit sechs Wochen und um ehrlich zu sein liebst du mich nicht... zumindest noch nicht wirklich. Ich bin dir jedoch nicht böse, denn du wurdest von diesem geliebten Wesen weggerissen und du vermisst ihn... doch ich werde auf den Tag warten, wo du mir erlaubst, einen Platz in deinem Herzen einzunehmen, der seinem ebenbürtig ist.“ Vorsichtig küsste der Prinz die Tränen weg, welche wieder über das Gesicht des Sayajins zu laufen begonnen hatten und zog ihn etwas näher an sich.
Der Mann leistete keine Gegenwehr, ihn berührten und beruhigten die Worte des anderen ungemein und er war wirklich froh, dass dieser ihm nicht böse war. Er legte seine Hand, auf die von Armath und hob seinen Kopf, so dass er diesen in die Augen sehen konnte. Der junge Dämon erwiderte lächelnd den Blick und Vegeta spürte wie Röte in seine Wangen schoss und er seinen Kopf wieder etwas zur Seite legte. Wieder näherten sich die Lippen, den warmen Atem des anderen wohlig auf der Haut spürend, vorsichtig und behutsam.
„Morgen, bringe Essen!!!“ Die Tür wurde aufgerissen und ein rothaariger, gut gelaunter junger Sklave kam rein, der jedoch augenblicklich stehen blieb, als er auf das Geschehen vor sich blickte und sofort hochrot anlief.
Armath, sowie Vegeta waren erschrocken zur Seite gewirbelt und sahen nun einerseits verdattert, andererseits wütend auf den Sklaven. >>Argh, das gibt’s nicht, dieser Depp!!! Ich sterbe, das ist so extrem peinlich!!! Ich werde Usok bei der nächsten Gelegenheit den Hals umdrehen, dieser Blödmann hat immer noch nicht begriffen, dass man anklopft, bevor man hereinplatzt!!!<< Wütend und schamrot zog der Sayajin die Decke, welche ihn während der zärtlichen Berührungen etwas verrutscht war, bis zu seinem Hals hoch und schimpfte wütend:„ USOK!!! Du Blödmann!!! Bist du zu beschränkt um an die verdammte Tür anzuklopfen!!??!!“
„E... en...e...e...“ Der Junge sah völlig perplex aus, mit dieser Situation hatte er nun wirklich nicht gerechnet! Doch da wurde er schon zur Seite geschupst und zwei weitere Sklaven traten ein, wobei einer einen Essenswagen führte, und beide ebenfalls wie angewurzelt stehen blieben, als sie ihren ehemaligen Sklavenkollegen und den Thronprinzen gemeinsam in dem Bett erblickten.
« Usok!!! Du Dämlack!!! Wieso hast du nicht angeklopft!? Kann man dich wirklich nirgends allein hingehen lassen!?“ Palles gab den immer noch in Schock steckenden Usok einen kräftige Kopfnuss und drehte sich dann entschuldigend zu den beiden:„ Herr, es tut mir unendlich leid, Usok ist ein Tölpel wenn es um das Themengebiet „Ich und die Welt des Anklopfens“ geht!!! Verzeiht bitte, dass wir sie bei ihrem gemeinsamen Schäferstündchen gestört haben...“ Der braunhaarige Mann bekam nun ebenfalls eine deftige Kopfnuss und hielt sich jaulend den dröhnenden Schädel, während Tyla, welche die Dritte im Bunde bildete, seufzend vortrat.
Sie warf Vegeta einen um Verzeihung bittenden Blick zu und entschuldigte sich dann:„ Herr, es tut uns sehr leid, wir werden draußen auf ihren Ruf warten.“ Mit diesen Worten drehte sie sich um und zog beide Männer mit sich hinaus auf den Gang. Der Essenswagen wurde ebenfalls wieder mitgenommen und so blieben nur der Sayajin, welcher dachte, dass er vor Scharm im Boden versinken müsse und Armath, der immer noch ziemlich überrascht war, zurückt.
„Das sind wirklich interessante Leute...“ Vegeta sah überrascht zu dem weißen Dämonen welcher vergnügt zu lachen begonnen hatte. Mit dieser Reaktion hatte er nun nicht unbedingt gerechnet, doch dann wurde ihm wieder klar, wie anders als die andere Dämonen Armath doch war und konnte sich nun ebenfalls ein Grinsen nicht verbeißen.
„Ich glaube...“ Die Fingerspitzen des anderen strichen sanft die rechte Wange von dem Sayajin hoch und schließlich legte er seine ganze Handfläche auf diese:„ ... wir sollten unser Gespräch später fortsetzen. Ich hab nämlich Hunger.“ Der letzte Teil klang gespielt elend und er grinste wieder, während er seine Hand langsam, so als würde er diese Bewegung sehr bedauern, zurückzog.
, Gespräch’, nun ja, so konnte man es auch nennen. Vegeta musste bei den Gedanken lächeln und nickte dann:„ OK.“ Er hatte heute gute Laune, er fühlte sich gut! Es dauerte jedoch noch eine Minute bis der andere sich überwinden konnte, den Blick von dem Sayajin zu wenden, was diesem beinahe schon peinlich war und so standen beide auf um sich anzuziehen, denn nochmals wollte Vegeta den anderen so einen Anblick nicht leisten, guter Freund hin oder her.J
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Kapitel 24: Rage and Tears
Das helle Sonnenlicht flutete die langen Gänge des Schlosses, sie fielen durch die torbogenartigen riesigen Fenster, welche alle paar Meter an der Mauer eine wundervolle Aussicht über das weite, freie Land gaben. Der weiße Marmorboden schimmerte in den hellen Morgenstrahlen sanft und es kam einen so vor als würde der Stein die Wärme absorbieren und sie in sich speichern, wie Vegeta und die anderen Neuankömmlinge bald bemerken würden, wenn sie in den langen kalten Nächten des Winters durch diese Gänge streifen und die Wärme des vergangenen Sommers noch unter ihren Füßen spüren können werden.
Doch wusste der Sayajin in Moment noch nichts um dieses, vergleichsweise kleine Geheimnis, welches dieses riesige Gebäude in sich hütete, denn seine schwarzen Augen streifen verwundert und staunend von einen Flur in den nächsten, von einem Wandbild zum anderen, er betrachtete Raum für Raum, Stock für Stock und blickte immer wieder in die Weiten der Wälder und Berge, die sich um seine „neue Heimat“ türmten. Es war wirklich beeindruckend, dieses Schloss war so viel größer, als er zunächst gedacht hatte, er und Armath wanderten jetzt schon gute drei Stunden durch das gigantische Anwesen und sie schienen noch nicht einmal ein Viertel von dem Ganzen geschafft zu haben!
Soeben durchschritten sie wieder einen der großen Säle, waren an den vielen, so kunstvoll angefertigten Wandteppichen und Bildern vorbeigegangen, sowie an einer großen Tafel, welche wie so viele andere auch in solchen Räumen standen und auf welcher herrliche Blumengestecke zurechtgelegt worden waren. Vegeta hätte sich wirklich nicht vorstellen können, dass die Heimat des weißen Prinzen so schön, so anders als das was er bei Molloc gesehen hatte, sein könnte und er bewunderte all die schönen Bilder, die keinen Krieg oder Kampf wiedergaben, sondern Natur und Dämonen in Frieden.
In jeden der weiten Säle standen auch wunderschöne Skulpturen, Miniaturausgaben von Drachen oder Darstellungen von Tieren, manche kannte der Sayajin nicht und eines sah sogar wie ein Einhorn aus. Es waren aber auch Bildnisse von Menschen dabei, von Frauen, die in weiten Tüchern gehüllt waren und weite Flügel hatten, und so Engel gleichkamen. Interessiert blieb der schwarzhaarige Mann vor einem dieser Figuren stehen und betrachtete sie einen Moment genauer, sie sahen wirklich wunderschön aus, in dem weißen Stein, aus welchen sie gehauen wurden, wirkten sie beinahe lebendig.
„Das sind die Nornen, die Götter meiner Urväter, sie sollen vor sehr langer Zeit uns Dämonen das Leben geschenkt haben.“ Armath hatte sich neben Vegeta gestellt und begann liebevoll durch seine Haare zu streicheln, während er ebenfalls die weiße Frau, mit einem beinahe ehrfürchtigen Blick betrachtete. So schnell der junge Prinz dies gesagt hatte, so schnell war auch die Sympathie verschwunden, welche der Sayajin so wenige Sekunden zuvor für diese noch empfunden hatte. Wenn diese Wesen wirklich seine Peiniger geschaffen hatten, wollte er nichts von ihnen wissen, gleich wohl, er sie sowieso nie zu sehen bekommen würde.
Seufzend wandte der Mann seinen Blick ab und streifte wieder zu einen der vielen glaslosen Fenster, die den ganzen Raum mit Licht erfüllten und besah das weite grüne Meer von neuem. Er wollte gerne da raus, mal wieder die Nähe von Bäumen, Gras und Wasser spüren, und so ließ er seine Augen über die wundervolle Farbenpracht gleiten, staunend, was dieser Planet nicht alles zu bieten hatte:>> Es ist so lange her, seitdem ich das letzte Mal so dicht an diesem dran war, dass ich es schon berühren konnte. Damals, als ich beinahe jede freie Minute in der Schlucht am Wasserfall trainiert hatte und mit...<<
Eine Kälte suchte sich still und leise ihren Weg durch die verletzte Seele, schlängelte sich um diese und ließ Vegeta erzittern, er fühlte sich auf einmal wieder verloren, so schrecklich allein. Doch bevor sich dieses, über die letzten Jahre so vertraut gewordene Gefühl in ihm einnisten konnte, legten sich zwei starke Arme um ihn und Armath zog ihn an sich. Der Dämon hatte gespürt, dass der andere sich wieder schlecht fühlte, dass dessen Gedanken sich wieder zu seinen vergangenen Leben begaben und die Wunden tief in seinem Bewusstsein wieder zu bluten begannen.
Sie standen ruhig beisammen, ohne dass ein Wort gefallen wäre, fühlten die Nähe des anderen und Vegeta versuchte sich wieder zu fangen, er hasste es, wenn er sich so schwach verhielt, so lächerlich schwach und hilflos, wo er doch einmal, vor nicht mal allzu langer Zeit, das zweitstärkste Wesen im Universum war... in seinem Universum, weit weg von all dem hier. Wo er all dies hier für niemals möglich gehalten hätte, wo er für das, was er nun war, vor Scharm in den Boden versunken wäre... >>Gott... was mach ich hier? Ich erniedrige mich selbst mehr, als es je ein anderer tun könnte... ich hasse sie... sie alle... sie haben mir mein Leben genommen... meinen Stolz...<<
Tränen, stumme Boten der Trauer und des Schmerzes begannen sich, wie so etliche Male zuvor, über die weiche Haut des Sayajins zu ziehen und er spürte gleich viel Wut, wie Verzweiflung in sich aufsteigen, als er vergeblich versuchte, seinen Geist wieder in das Jetzt und Hier zu ziehen.
>>Ich bin war widerlich, so schrecklich schmutzig... sie haben mich entstellt, mir meinen Stolz genommen und zerrissen, alles wofür ich gelebt habe, den Kampf, die Kraft, der Glaube und die Hoffnung eines Tage stärker zu sein als... Son-Goku... Sie haben mir einfach alles genommen und mich... einfach zu einem Sklaven gemacht, zu etwas, was nichts wert ist... zu etwas, was ich ja eigentlich schon immer gewesen bin...<< Zornig riss er sich von dem jungen Dämonen los und wischte sich wütend die Tränen weg, er wollte nicht andauernd so verflucht schwach sein, er war es nicht, er war stark!!!
Keuchend wich er einen Schritt zurück und ballte seine Hände zu Fäusten, er konnte es nicht glauben, er konnte es einfach nicht glauben!!! Ein Teil des längst tot geglaubten ehemaligen Kämpfers erwachte in ihm, klein, doch noch genauso stur wie vor sieben Jahren und hätte er gekonnt, hätte er auf sich selbst gespuckt!!!
>>Wie konnte ich diese Schande nur über mich ergehen lassen!? Die gestrige Nacht!!! Ich habe mit diesem Monstrum geschlafen, habe ihn erlaubt mich anzufassen und zu küssen... und das schrecklichste ist... es hatte mir gefallen...<< Vegetas Augen hatten sich zu zornigen kleinen Schlitzen verengt und schieden trotzdem noch Tränen aus, er fühlte sich so gedemütigt, so schrecklich schmutzig und dumm!!!
Armath sah ihn überrascht und verwirrt an, er wusste zunächst nicht, was das Verhalten des anderen sollte, was war so plötzlich in diesen gefahren!? Vorsichtig tat er einen Schritt auf ihn zu, doch der Sayajin wich nur nochmals um einen zurück und seine Augen spieen geradezu vor Abscheu und Hass, was den weißen Dämonen wirklich traf. Er wollte den anderen behutsam berühren, doch wurde seine Hand wütend weg geschlagen und der schwarzhaarige Mann knurrte nur gefährlich.
„Vegeta, was ist los? Was hast du?“ Der junge Prinz sah den Sayajin verwirrt und besorgt an, hatte er was Falsches gemacht oder gesagt!?
„Ich hasse dich!!!“ Verblüfft sah Armath zu Vegeta, welcher ihn nun wütend anzuschreien begonnen hatte:„ Ich hasse dich!!! Du verdammtes Monster!!! Du und deine dämlichen Artgenossen, ihr verdammten Wichser, ich hasse euch!!! Ihr habt mich gedemütigt und geschlagen!!! Ihr habt mich tausendmal genommen... ihr habt über mich gelacht... mich gequält... Ich habe wegen euch geweint, wie ein verdammtes Kind!!! Ihr miesen Kreaturen... ich bin aber nicht schwach!!! Ich bin nicht schwach!!!“ Das Geschrei ging nun in ein gequältes Wimmern unter, welches ebenso plötzlich über den Sayajin hereinbrach, wie der Wutausbruch.
Vegeta hatte seinen Kopf gesenkt und seine Augen fest geschlossen, seine Zähne waren so fest zusammengebissen, dass sein Kiefer schon schmerzte und seine Arme waren eng um seinen Brustkorb geschlungen. Der weiße Dämon sah ihn betroffen und ernst an, er sah wie Tränen in kleinen Strömen über das Gesicht des anderen flossen und er hörte das klägliche Schluchzen und Wimmern, welches der Sayajin gepresst von sich gab.
Vorsichtig, ganz langsam ging er auf den anderen zu, wartete einen Moment, ob dieser ruhig blieb oder wieder zu schreien beginnen würde, und legte, als der andere keine Anstalt tat sich irgendwie zu bewegen oder in einen neuerlichen Wutausbruch auszubrechen, seine Hand behutsam auf dessen Rücken und zog ihn an sich. Der kleinere Körper wurde von einem richtigen Schüttelkrampf heimgesucht und Armath sah ihn besorgt an, er hätte ihn gern geholfen und versuchte es zumindest, indem er den Kopf und Rücken von Vegeta sanft zu streicheln begann.
Es zeigte nach einigen Minuten tatsächlich Wirkung als das Beben schwächer wurde und das stockende Schluchzen und Wimmern nachließ.
„Ihr habt mir alles genommen. Ich bin so schmutzig...“ Die Hände hielten inne und der junge Prinz sah auf den Sayajin herab, welcher wieder stärker zu weinen begonnen hatte. Armath wusste nicht, was er machen sollte, er fühlte den Schmerz des anderen und dadurch fühlte er, wie verletzt dieser eigentlich war, zuvor war ihm dies nicht aufgefallen:>> Vegeta... ich hatte nicht bedacht, wie verletzt er doch in Wirklichkeit ist... ich war ein Dummkopf mit ihm die gestrige Nacht zu verbringen, dadurch hab ich ihn nur noch mehr weh getan...<< Sanft begann er den Kopf des anderen zu kraulen und ging auf die Knie, wobei er den anderen mit sich zog. Vegeta ließ sich ebenfalls auf den Boden sinken, es war ihm egal, sollte er doch bestraft werden, was machte das schon, er war doch sowieso schon so gut wie tot...
Der Arm, welcher zuvor auf seinem Rücken geruht hatte, zog ihn plötzlich hoch, so dass sein Kopf auf der Schulter des Dämonen ruhen konnte, der anderen Arm legte sich ebenfalls um sein Kreuz und so lag er eng an Armath geschmiegt, in den Händen des anderen. Er fühlte sich so schrecklich müde, so barmherzlos erschöpft und er hatte wieder Kopfschmerzen.
„Es tut mir leid.“ Vegetas Augen öffneten sich, verwirrt und unsicher zugleich sahen sie zu den jungen Prinzen, welcher ihn immer noch fest, aber behutsam hielt. „Es tut mir leid, Vegeta, es tut mir leid, dass dir das alles angetan wurde... ich würde alles rückgängig machen, wenn ich könnte... ich würde dir alles geben, was du willst... was dir genommen wurde... doch ich kann nicht. Vegeta, bitte verzeih mir.“
Es folgte kein Antwort, ein Schweigen legte sich über beide und niemand sprach mehr. Der schwarzhaarige Mann hatte seine Augen wieder geschlossen und gab seinen Tränen freien Lauf, er sagte nichts, aber er gab Armath trotzdem ein Zeichen, dass er es wusste, dass er wusste was der andere für ihn empfand und was dieser wirklich für ihn tun würde, denn er legte zaghaft und langsam seine Arme um den anderen und hielt sich an diesem fest.
Das Sonnelicht fiel immer noch unverändert in den großen Saal, überflutete die zwei am Boden sitzenden Gestalten und gab den schwächern von ihnen ein wenig Wärme. Beide suchten Halt an den jeweils anderen und schenkten sich das Vertrauen, welches für ihre Zukunft unerbittlich nötig war.
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Kima war eigentlich noch nicht alt, zumindest nicht so alt, wie manch andere Sklaven es bisher geworden waren. Sie zählte 462 Jahre, denn ebenso wie der zukünftige Partner ihres Sohnes, war sie auch noch nicht lange in Tichs Haus gewesen, als der Prinz seine „Brautsuche“ veranstaltet hatte. Es war damals eher Zufall oder besser Glück gewesen, da eigentlich nicht sie, sondern eine Kollegin zu der „Auslese“ hätte geschickt werden sollen, doch diese brach sich ein Bein und so musste Ersatz her, alias sie.
Nun war sie schon beinahe 400 Jahre mit Kemath, dem schwarzen König, verheiratet und hatte ihre Aufgabe, diesem sieben Söhne zu gebären auch erledigt. Somit würde nun bald ihr Lohn kommen, sie würde sterben, zusammen mit dem Dämonen, welcher über 390 Jahre ihr Gefährte gewesen war. Wenn sie heute daran dachte, dass sie damals dieser „Hochzeit“ nur zugestimmt hatte um schlussendlich „frei“ zu sein, musste sie lächeln. Es war schon lange keine Zwangsehe mehr, sie liebte Kemath und ihre Söhne und sie hatte sich auch mit ihren Leben als gefangene Königin abgefunden.
Damals, als sie hier, in diesem riesigen, beinahe unüberschaubaren Käfig, angekommen war, fühlte sie noch nicht so, sie hatte Angst gehabt, fühlte sich hilflos und befleckt, und vor allem allein. Ihre Mutter, ihre Familie und Freunde, all das hatte sie verloren, als sie eines Nacht von einem dieser Monster, zu denen auch ihr Gatte zählte, geholt worden war. Nun war es nicht mehr so, sie fühlte weder Trauer noch Verzweiflung, sie konnte mit guten Gewissen sagen, dass sie keiner mehr vermisste, da keiner mehr lebte, der sie kennen könnte und so hinterließ sie in keinem Herzen Schmerzen.
Kemath war damals genauso wie Armath gewesen, jung, rücksichtsvoll, lieb und immer um sie besorgt. Das hatte sich über die langen Jahre hinweg nicht geändert, er liebte sie genauso wie am ersten Tag, nur ihre Gefühle ihm gegenüber hatten sich gewandelt, sie liebte ihn nun genauso sehr wie er sie, er schützte sie und ihre Kinder. Manchmal musste sie noch an ihr vergangenes Leben denken, wie anders es wohl gelaufen wäre, wenn sie bei ihren Liebsten geblieben wäre.
Und doch bereute sie im Nachhinein nichts, sie hatte ein schönes Leben, zumindest so schön man es als Nicht-Dämon unter Dämonen haben konnte, und sie hatte eine wundervolle Familie. Hatte sie früher oft die Tage gezählt, wann dies alles enden würde, kam es ihr jetzt doch seltsam kurz vor, sie würde in etwa zwei Jahren sterben und einer anderen Königin platz machen, sowie ihren Sohn als Regenten.
Armath war feinfühlig und klug, er verstand manche Dinge eher, als andere Dämonen sie verstanden hätten und er hatte das herrliche Talent jemanden zum lachen zu bringen. Er war ihr jüngster Sohn und im Gegensatz zu To oder Lon manchmal etwas zu überhitzt, er wollte lieber mit dem Kopf durch die Wand, als den Weg zur Tür zu suchen. Doch war es keine Frage, dass er einmal genauso ein hervorragender König werden würde wie sein Vater. Er war noch jung, doch auch schon im Alter für die Brautwahl und Krönung, so dass er vor zwei Monaten losgezogen war, mitsamt seinem Vater, als Berater, sich eine zukünftige Gefährtin zu angeln, wie er es immer wieder zu sagen pflegte.
Aber auch wenn ihr Jüngster das Thema immer mit soviel Gelassenheit überspielte, konnte sie doch genau sehen wie aufgeregt und nervös er die letzen Wochen vor dem Termin gewesen war. Nun hatte er seine Wahl bereits getroffen und würde, sobald der erste Nachwuchs da war, gekrönt werden und somit sie und Kemath ablösen. Die Wahl ihres Sohnes war so gut gewesen, wie sie es gewusst hatte, nur war sie doch ein wenig überrascht gewesen, dass die Braut ein er war. Als sie den zukünftigen Gefährten ihres Sohnes Gestern das erste Mal begegnet war, hatte sie sofort gespürt, dass er der richtige Wahl war. Bei solchen Dingen hatte sie ein Gespür!
Jedoch würde er es schwer haben, besonders anfangs, sie konnte sich noch an ihre erste Zeit hier erinnern, es war wirklich schrecklich gewesen, besonders die erste Schwangerschaft, einerseits hatte sie schon Gefühle für Kemath entwickelt gehabt und doch sträubte sich ihr Geist dagegen, etwas von so einem Wesen auszutragen. Dann hatte sie plötzlich Sarik in den Händen gehalten und alles war so anders geworden. Diese hässliche Kreatur, wie sie sich das Ding in sich vorgestellt hatte, was klein, zerbrechlich und wunderschön gewesen, sie hatte es sofort abgöttisch geliebt, so wie all ihre anderen Söhne auch.
Vegeta war da jedoch ein wenig anders als sie, die ehemalige Arovato von Molloc hatte ihr erzählt, dass dieser einmal ein Kämpfer gewesen war, das hieß, dass die Sache für ihn um einiges schwerer sein würde als für sie. Sie hatte sich vorgenommen mit ihm zu reden, was in diesem Augenblick auch geschehen sollte, denn sie riss sich nun endlich aus ihren Gedanken und blickte auch den blassen, unsicher vor ihr sitzenden Mann, der seinen Blick gesenkt hielt. Er war vor knapp zehn Minuten hereingekommen, Armath hatte ihn hergebracht, eigentlich hätte dieser auch dabei bleiben wollen, doch sie hatte ihn weggeschickt und nach einigen hin und her war der weiße Dämon auch mit nicht zu geringem Widerwillen gegangen.
Sehr viele Worte waren seit dem noch nicht gefallen, sie hatte sofort bemerkt, dass es diesem nicht gut ging und hatte so nach etwas Tee schicken lassen. Dieser wurde nun auch gebracht, denn Isa, ihre Kammerdienerin und beste Freundin schenkte ihnen gerade etwas ein. Die Sklavin, welche kurze rote Haare hatte, warf Kima nur einen besorgten Blick zu und nickte dann unauffällig in Richtung Vegeta, welcher es aber auch nicht bemerkt hätte, wenn sie einfach auf ihn gezeigt hätte, da sein Blick auf den Boden gerichtet war und sich sowieso im Unendlichen verlor.
Nachdem der Tee eingeschenkt worden war, verließ Isa sie wieder und zog sich samt Tablett zurück. Die Königin sah ihr nach und wandte ihre Augen dann wieder dem Sayajin zu, sie hatte bis jetzt geschwiegen, um dem aufgewirrten Geist des anderen ein wenig Zeit zu geben um sich zu ordnen, doch nun würde sie langsam mit einem Gespräch beginnen.
„Wie gefällt dir das Schloss, Vegeta?“ Ihre Stimme klang ruhig und sanft, den Sayajin erinnerte sie an Armaths und er sah zögernd auf. Die blaugrauen Augen ruhten auf ihm und der schwarzhaarige Mann fühlte erneut Unbehagen in sich aufsteigen, eigentlich hatte er gehofft, dass diese niemals zu sprechen beginnen würde, so lächerlich diese Hoffnung auf war.
„Gut...“ Er schluckte, seine Stimme klang noch so belegt wie zuvor bei dem weißen Dämon und er spürte auch noch den unangenehmen, stechenden Knoten in seinem Hals. Seine Hände legte er ineinander, sie zitterten noch leicht und er hoffte die Frau mit den langen weißen Haaren würde es nicht bemerken. Wieder bohrte er seinen Blick in den marmornen Boden, er hatte das Gefühl, dass, wenn er dieser Königin längern in die Augen schauen würde, er wieder in Tränen ausbrechen müsse.
Kima lies ihren Blick weiter auf ihrem Gegenüber ruhen und nippte dann an ihrer warmen Tasse Tee. „Hat Armath dir schon alles gezeigt? Soweit ich mich besinnen kann hab ich damals, als ich hier ankam, beinahe zwei Wochen gebraucht um das ganze Gebäude so halbwegs zu erfasse. Nun bin ich schon beinahe 400 Jahre hier und hab immer noch so manche Probleme mich hier nicht zu verlaufen.“ Sie lächelte freundlich und stellte ihre Tasse wieder zurück auf den kleineren Tisch.
Der Sayajin biss seine Zähne fest zusammen, während sich seine Finger in die jeweils andere Hand zu bohren begannen, er konnte sich nur mit Mühe ein schmerzhaftes Aufkeuchen unterdrücken:>> Ich will nicht so lange hier sein!!! Das kann ich nicht!!! Ich will hier endlich weg!!!<<
„Es ist nicht so schlimm.“ Überrascht richtete er seinen Blick auf die Königin, welche ihn nun sehr ernst ansah, sie hatte sich zurück sinken lassen, so dass sie gegen die weiche Polsterung ihres Sessel lehnte und seufzte leise.
Eine weiße Strähne, welche ihr ins Gesicht gefallen war, strich sich Kima hinter ihr Ohr und begann dann ruhig weiter zusprechen:„ Anfangs haben wir alle Angst gehabt. Ich bin damals die Bindung mit Kemath nur eingegangen, damit ich nicht so wie alle anderen auf ewig hier gefangen sein würde, ich hatte Angst davor gehabt eines Tages einfach einzuschlafen und auf alle Ewigkeiten in meinem Körper gefangen zu sein... deshalb habe ich ja gesagt.
Zu jener Zeit hatte ich jedoch noch keine so rechte Vorstellung von dem, was ich nun machen sollte, eigentlich hatte ich mir gedacht, dass ich einfach nur das Bett mit ihm teilen müsse, so wie mit den anderen Dämonen zuvor auch. Ich mochte ihn wirklich, er war so anders gewesen als sie, er war nett und zärtlich und er hat mich dauernd umhegt wie einen Schatz. Die erste Zeit dachte ich, dass das nur ein Spiel ist, einerseits widerstrebte es mir, von so einen Wesen geliebt zu werden, denn ich könnte, wenn ich wüsste, dass diese Monster zu etwas anderen fähig sind, als nur zu quälen und zu erniedrigen, sie nicht mehr so hassen.
Dann erfuhr ich, dass ich noch eine weitere Aufgabe haben sollte, ich sollte ihm, wie du Armath, sieben Söhne gebären... Glaub mir, ich war am Anfang genauso geschockt und abgeneigt der Sache gegenüber wie du. Ich ekelte mich davor so was fremdes und abstoßendes in meinem Körper heranwachsen zu lassen und fühlte mich so verzweifelt wie noch nie zuvor. Doch es blieb mir nichts anderes übrig, ich hatte schon zugestimmt und deshalb war ich dazu verpflichtet, was mir einerseits egal gewesen war, doch andererseits wollte ich nicht zu Tichs zurück und bis zum Ende der Zeit mein Leben hier verbringen, deshalb stimmte ich zu und wurde schwanger.
Anfangs weinte ich viel, ich spürte etwas in mir heranreifen, vor dem ich Angst hatte, etwas was so fremd war, ich hatte damals die Vorstellung von einen kleinen Ungeheuer, welchen in mir heranwuchs. Weißt du, wenn ich jetzt daran denke kann ich kaum glauben wie schwer es mir gefallen ist ein Kind von Kemath auszutragen. Heute bin ich froh für jeden von ihnen, sie sind einfach wunderbar, jeder ist ein Teil von mir und ich liebe sie so, wie sie mich lieben. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man jemanden hat, den man so lieben kann, Vegeta, auch wenn du dir das jetzt noch nicht vorstellen kannst.“ Die Frau strich sich wieder eine weiße Strähne, es war die widerspenstige von vorhin, aus dem Gesicht und faltete ihre Hände über ihren Schoß. Sie hörte den unruhigen Atem des anderen, welcher immer noch seinen Blick in den schweren Steinboden bohrte und spürte wie dieser gegen ein immer mächtiger werdendes Gefühl seiner Seele ankämpfte.
„Armath liebt dich wirklich, Vegeta. Dämonen, die aus der Königsfamilie stammen, sind allein dazu im Stande zu lieben und sie lieben auf ewig denjenigen, den sich ihr Herz geöffnet hat. Wahrscheinlich denkst du, dass das alles, was ich dir soeben erzählt habe, reiner Wahnsinn ist und ich verstehe das. Du hast Angst, das ist auch verständlich, aber du wirst diese bald überwinden, wenn du erst einmal das erste deiner Kinder in den Armen hältst, ist alles leichter.“ Die Königin sah ihn lächelnd an, sie wusste, dass dieser sich im Moment schrecklich fühlte und sie hatte große Anteilnahme für ihn, denn er würde schon bald dieses kleine Ding, vor welchem er solche Angst hatte, in sich tragen.
„Wann... wann muss ich...“ Die Stimme zitterte und brach schon kurz, nachdem der Sayajin die Kraft aufgebracht hatte den Satz zu beginnen, ab, bevor er ihn beenden konnte. Kima verstand die Frage jedoch, sie hatte auf diese gewartet und so strich sie sich erneut mit einer Handbewegung hinter das linke Ohr, obwohl gar kein Strähnchen ihr die Sicht versperrte und antwortete sanft:„ Armath und du werden sich in acht Tagen das Bett teilen und dann wirst du es empfangen. Aber hab keine Angst, es wird nicht weh tun, ihr werdet miteinander schlafen, ohne dass du Schmerzen hast. Du wirst zuvor einen Trank bekommen, welcher deinen Körper auf die Magie vorbereitet und dann wird sich ein Narref darum kümmern.“
Der verwirrte Blick der glänzenden Augen, welche mehr elend ausstrahlten, als ein einziges Wesen ertragen durfte, verriet der Königin, dass sie die Situation etwas genauer erläutern musste, so unangenehm es ihr auch war. So fuhr sie fort:„ Narref sind Magier, dämonische Magier, gefährliche Wesen, gefährlicher als Molloc oder sonst einer der Dämonen denen du bis jetzt begegnet bist. Sie sind sehr stark und gerissen, doch interessiert sie der Kampf und das Wesen normaler Dämonen nicht und so bleiben sie lieber unter sich. Allein zu der Königsfamilie haben sie eine gute Verbindung und lassen sich mit ihnen auf Geschäfte ein. Das kommt daher, weil Kemat, Armath und all die anderen königlichen Blutes ebenfalls magische Wesen sind, es gibt sogar die Legende, dass das Königsblut dem Blut der Narref entsprungen sein soll. Doch das tut jetzt nicht zur Sache, Vegeta.“
Die schöne Frau sah ihn ernst und besorgt an und der Sayajin spürte, dass noch etwas Schlimmes kommen würde, etwas, was er noch nicht wusste! Und er hörte sie weiter sprechen, mit ruhiger, beinahe leiser Stimme:„ In der Nacht, wo du und Armath den nächsten Prinzen zeugen, wird ein Narref, sowie der König und drei Hichas (1) anwesend sein.“
Es folgte keine Reaktion, die Kima erwartet hätte, eigentlich hatte sie damit gerechnet, dass der Mann zu weinen oder zu schreien beginnen würde, dass er seinen Schmerz und seine Panik offen legen würde, doch nichts dergleichen geschah und genau das machte ihr Sorgen.
Vegeta saß still da, hatte seinen Blick wieder gesenkt und sagte kein Wort, er schien wie gefroren, so als wäre er erstarrt, nur seine Hände, welche fest ineinander verkrallt waren, zitterten leicht. „Vegeta, du musst keine Angst davor haben, es wird dir nichts passieren, niemand außer Armath wird dich berühren und du musst keine Scharm empfinden, alle Königinnen die es je gab, haben die ersten Zeugung ihrer Kinder unter den Augen von dem König und den drei Hichas vollziehen müssen. Der Narref ist notwendig, damit dein Körper dazu bereit ist ein Lebewesen aufzunehmen, da du diese Veranlagung leider nicht von Natur gegeben hast.“
Wieder galt Schweigen als Antwort und wieder war die Königin kurz davor besorgt aufzuseufzen, sie hätte ihm gerne geholfen, doch das konnte sie nicht, der Sayajin würde es überstehen, so wie sie und alle vor ihr auch. Und doch tat er ihr sehr leid, denn sie wusste, dass diese Tatsache kein Trost für ihn war.
Die Augen von Vegeta waren wie tot, leer und kalt starrten sie den weißlich schimmernden Boden an und schienen die Gefrierung seines Geistes zu symbolisieren, welcher verzweifelt dagegen ankämpfte den schmerzenden Drang nachzugeben, sich etwas besser zu fühlen zu lassen. Dann spürte er die warme, sanfte Hand über seinen Kopf streicheln und eine weitere sich auf sein Rücken, und die Mauer aus Verzweiflung, Furcht und Zorn, als auch der ungemeinen Müdigkeit, brach. Die bekannte nasse Hitze zog sich über seine Wangen und er schluchzte leise auf, er hatte Angst, so schreckliche Angst!!! Er wollte hier weg!!!
Behutsam wurde er in die Arme der Königin geschlossen und lies seinen Schmerz raus, er fühlte sich verloren, er verlor seine einzige Freiheit die er noch gehabt hatte...
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(1) Hichas sind Dämonen höherer Schicht und zählen meist schon zum Fürstentum.
Kapitel 24: Pieces of Embroidery and Tears
„Was ist das? Soll man das wirklich essen können?“ Misstrauisch beäugte Usok die vor sich hinbrodelnde grüne Pampe und bekam sogleich einen Kochlöffel schmerzlich für seine unüberlegte Meldung zu spüren. Jaulend sprang der junge Mann herum und rieb sich die Beule, welche seinen Kopf nun zierte.
„Du Blödmann, schalt mal deine Birne von Leerlauf auf Normal zurück!“ Zornig fauchte ihn eine große schlanke Frau, wessen grüne Augen ihn gerade erdolchten, gefährlich an. Myra war eine der sieben Kammerdiener/innen von Kima und sie war bei weitem Usok am unsympathischsten, was höchst wahrscheinlich damit zusammenhing, dass sein Kopf schon mehr als einmal diesen Morgen den Holzlöffel zu spüren bekommen hatte.
Vorsichtshalber entfernte sich der junge Sklave von seiner derzeitigen Genossin und brachte sich so außer Treffweite, dafür aber in Reichweite von der herrlich duftenden Schokoladentorte, welche schon den ganzen Morgen seine Aufmerksamkeit auf sich zog.
„Denk nicht mal dran.“ War das einzige was die blonde Frau von sich gab und der Junge fragte sich, wie die ihn sehen konnte, wo sie selbst doch diesem widerlich anzusehenden Etwas zugewandt war. Leider waren er und die Sklavin die einzigen, die sich im Moment in der riesigen Küche befanden und so musste er allein die Gegenwart dieser Furie ertragen. Palles und die anderen, zu welchen auch die sechs weiten Diener und Dienerinnen von der Königin zählten, sowie etliches anderes „Hilfspersonal“, waren gerade dabei den großen Festsaal zu decken, da nun ja doch allmählich Zeit für das Mittagessen wurde.
>>Toll... jetzt hab ich dieses Mannsweib ganz alleine am Hals...<< Der Junge konnte sich nur mit Mühe ein Seufzen unterdrücken, welches sicher wieder ein Anlass für seine derzeitige Vorgesetzte gewesen wäre ihm eine weitere schöne Beule zu verpassen, da die Frau geradezu darauf zu warten schien, dass er sich irgendwie unüberlegt bezüglich ihrer zur zeitigen Zusammenarbeit äußerte und sie ihre marsochisitische Ader ein wenig ausleben konnte. Zumindest nahm dies Usok nach den schmerzlichen Erlebnissen der letzten Stunden mehr oder weniger an. So durfte er Myra ganz allein bei den Massen an Töpfen voll von vor sich hinbrodelnder Leckereien helfen und alles im Auge behalten, damit auch ja nichts anbrannte, was nur zu leicht passieren konnte, wie er an einer der anderen Beulen, die seinen Hinterkopf prägten noch zu gut in Erinnerung hatte.
„Wann essen wir eigentlich?“ Während Usok versuchte alles im Auge zu behalten, warf er seiner Kollegin schnell einen fragenden Blick zu. Dieser war gerade damit beschäftigt diese seltsame Masse nachzuwürzen und antwortete ohne ihm auch nur einen Blick zu würdigen:„ Wenn die Herrn fertig sind.“
„Hey cool, kriegen wir dann die Reste von dem hier?“ Der Blick des Sklaven wanderte sehnsüchtig zu der Torte, doch da hörte er schon das trockene Lachen der großen Frau:„ Nein, Dämonen haben die Eigenschaft an sich, nie etwas übrig zu lassen, aber tröste dich, ich zaubere uns nachher schon was feines.“ Ein nicht gerade begeisterter Blick, welcher auf das brodelnde Grüne etwas gerichtet war, galt als Antwort und schon hatte der junge Mann die nächste Kochlöffel abbekommen.
Im selben Augenblick kam Tima, Palles, Socco und Isa herein, jeder von ihnen konnte sich ein Grinsen bei der Szene mit dem fliegenden Küchengut nicht ersparen und Usok schimpfte nur beleidigt, wie gemein das alles doch war und dass er immer alles abbekäme. „Menno, beruhige dich mal wieder, Kleiner, du lebst ja noch.“ Palles schlug dem jüngeren freundschaftlich auf die Schulter, erntete aber nur ein Murren:„ Ja, sonst würde mein Schädel auch nicht so brummen.“
„Zu recht, Dämlack!“ Keifte Myra von hinten, welcher immer noch weit über den Topf gebeugt dastand und dabei schon richtig professionell aussah und Socco lachte:„ Da hat sie recht, lern mal etwas feinfühliger mit deiner Wortwahl zu sein, vielleicht werden dann nicht mehr so viele Dinge nach dir geworfen!“ Die blonde Frau drehte sich nun grinsend um und schüttelte den Kopf:„ Lass das, mein Freund, du möchtest mir doch nicht mein neues Hobby kaputt machen?“
„Neues Hobby!? Wie jetzt, etwa: Wer trifft den Usok!?“ Zornig sprang der soeben genannte herum und konnte schon einem weiteren Löffel ausweichen. So trat der junge Mann die Flucht an, bevor mit noch etwas auf ihn gezielt wurde und verließ mitsamt einem Stapel Teller die Küche.
„Schade, jetzt ist er weg.“ Myra grinste immer noch und drehte sich dann wieder zu ihrem Eintopf um, welcher nun langsam fertig zu sein schien. Seufzend schob sie den Topf von der heißen Platte und drehte diese ab, dann streckte sie sich stöhnend und sah zu Isa:„ Hey, Isa, jetzt bist du dran, ich geh mir ein bisschen die Beine vertreten und leg das Besteck auf.“ Die Frau mit den kurzen Haaren nickte nur lächelnd:„ Klar, lass aber den Jungen ein wenig in Ruhe, sonst bekommt er wirklich bald noch eine Gehirnerschütterung.“
„Jaja...“ Den Rest des Gemurmels bekam man nicht mehr mit, da die Frau hinter der Tür verschwand. Die Sklaven begaben sich so ihrerseits nun dazu die restlichen Töpfe von den Platten zu nehmen und in ansehnlicheres Geschirr zu füllen, da Dämonen ziemlich pingelig waren wenn es um die Appetitlichkeit der Anrichtung ihres Essens ging.
„Hey, ist hier eigentlich jeden Tag so ein großer Aufwand wenn es um die Mahlzeiten geht oder ist das nur zur Ehrung unsereins soooo... Aaaaaaahhhhhhhh!!!!!!!!!!“ Palles, dessen Gesicht mit Rekordgeschwindigkeit von vor Anstrengung verkrampft zu überrascht und dann von vor Schmerzen verzerrt gewechselt hatte, ließ den heißen Kochtopf, der eine Größe von ca. 1x1x1m hatte schreiend los und begann johlend und wimmernd herumzuhüpfen, während er seine Hände wie verrückt wedelte.
„Palles?“ Tima und die anderen sahen erschrocken zu ihren Kameraden, da sie zunächst nicht ganz verstanden was das plötzliche Kriegsgebrüll von diesem heraufbeschworen hatte. Isa schaltete am schnellste, rannte zu den immer noch herum springenden Mann, schnappte sich ihn und zog ihn in Richtung Spülbecken, wo sie dessen Hände in das, inzwischen kalte, Waschwasser tauchte. Der Mann stand mit hochrotem und schmerzverzogenem Gesicht da und winselte leise. Tima die inzwischen auch schon begriffen hatte, was passiert war, ging zum Erste-Hilfe-Kasten und kaum fünf Minuten später stand Palles mit zwei, in dicke Verbände eingewickelte Hände da und stöhnte immer noch kläglich vor sich hin.
„Tts, sei mir nicht böse, Palles, aber eigentlich solltest du nach 17 Jahren Küchendienst schon wissen, dass man einen kochenden Topf nicht mit bloßen Händen anrührt!“ Die ehemalige Arotavo sah ihn tadelnd an und der braunhaarige Mann stöhnte nur etwas lauter. Es war ihm schon peinlich, er hatte versucht den Kochtopf umzuhieven, damit der noch immer brodelnde Inhalt in ein große Schüssel rinnen konnte, leider war ihm erst mitten in der Aktion eingefallen, dass er wohl doch besser die Thermohandschuhe anziehen hätte sollen, so dass er den restlichen Tag nichts mehr anfassen konnte. Und das schlimmste war, dass Socco das alles zum schreien komisch fand und vor Lachen schon am Boden lag!
„Schnauze...“ Presste der große Mann gequält durch seine zusammengebissenen Zähne und warf den anderen Mann einen zornigen Blick zu, dieser beruhigte sich jedoch erst, als auch Tima ihn ermahnte und zog sich keuchend, und noch immer ein wenig vor sich hinkichernd, auf den Stuhl neben seinen Kumpel zurück, welcher ihn immer noch mit seinen Augen erdolchte. Die Frauen nahmen ebenfalls auf dem Küchentisch Platz, betätigten sich ihrerseits jedoch mit etwas Arbeit, zu welcher Socco schließlich auch verdonnert wurde.
Isa schien das ganze Szenario auch ziemlich amüsant zu finden, denn ihre Mundwinkel wanderten immer wieder in die Höhe, als sie aber den elenden Blick des verletzten Mannes sah, versuchte sie auf ein anderes Thema zu lenken:„ Weil du vorhin gefragt hast. Nein, normalerweise sind solche Festessen nicht die Regel, aber da Armath nun eine Braut gefunden hat und so die Krönung bald ansteht, ist nun halt ein wenig Partystimmung angesagt, natürlich auf unsere Kosten, aber was soll man machen?“ Sie lächelte charmant und seufzte leise, während ihre Gedanken wieder Richtung Mittagessen segelten, was in 20 Minuten beginnen sollte!
„Apropos Braut! Isa, du kommst doch gerade von Kima und Vegeta, wie sieht‘s aus?“ Der Mann mit den purpurnen Augen sah seine neue Kollegin fragend an, bemerkte doch ziemlich schnell, dass eine Antwort überflüssig gewesen wäre, denn ihr besorgter Blick sprach Bände!
„Nicht gut, er wurde soeben von Armath wieder abgeholt und sah ziemlich fertig aus... Ich glaube es ging um die Schwangerschaft, also wegen der Zeremonie in acht Tagen.“ Die kurzhaarige Frau knackte mit den Fingern, eine Angewohnheit, die ihre Freunde hassten, und stierte ihre dunklen Augen bekümmert in die weite Decke über ihnen.
„Welche Zeremonie?“ Socco sah fragend zu seiner Gegenüber, während seine Hand zu dem Obstkorb wanderte, dem einzigen, was sie während ihrer Arbeitszeit in sich hineinstopfen durften, Necis (apfelartige Dinger) und Mej (kamen Pflaumen gleich), aber immerhin besser als das, was sie bei Molloc bekommen haben, eine große Portion Garnichts!
Die Augen der Sklavin streiften wieder zu den anderen und sie wirkte kurz überrascht:„ Wisst ihr nichts von der Hido?“ Einen Moment schien jeder angestrengt nachzudenken, jedoch folgte dann allgemeines Kopfschütteln und die Frau begann bitter lächelnd zu erklären:„ Die Hido ist eine „Überwachungszeremonie“, was bedeutet, dass Überwacht wird, ob der Prinz auch der wirkliche Zeuger des Kindes ist, welches euer Freund austragen wird.“
„Hä?!“ Die Wortwahl des unverletzten Sklaven schien der Meinung von den anderen gleichzukommen, welche ebenso missverständlich Isa ansahen und schließlich fuhr er fort:„ Überwachungszeremonie?! Ob auch wirklich Armath das Kind zeugt... Ist das nicht ein bisserl überflüssig, weil ich eigentlich dachte, dass nur Armath als einziger seiner Art kleine Dämonen zeugen kann, oder vertue ich mich da?“
Die Sklavin schüttelte den Kopf:„ Nein, es ist aber eine Art Sitte oder besser Brauch, welcher sich über die letzten Jahrtausenden oder gar Jahrmillionen gefestigt hat.“ Sie wurde unterbrochen als der Mann noch mal das Wort ergriff:„ Also, das heißt, dass denen jemand zuschaut, wenn sie... du weißt schon!?“ Socco schien mehr als skeptisch zu sein, die anderen Beiden übrigens auch.
„Ja, der König, drei hohe Fürsten und der Narref, welcher aber immer dabei sein werden muss, da er die Schwangerschaft überhaupt ermöglicht.“ Isa seufzte wieder schwer und fuhr sich durch ihre kurzen Haare, sie fand es für genauso blödsinnig wie die Neuen, doch konnte man an dieser Regelung nichts ändern, die Dämonen bestanden darauf, dass die ersten Zeugung überwacht wurde.
„Also, tut mir leid, aber das find ich krank! Ich hätte da auch fertig ausgesehen, wenn mir eine sagt, dass ich mich beim Sex beobachten lassen muss!“ Der Sklave mit den purpurnen Augen warf seiner Gegenüber einen ernsten Blick zu und verschränkte die Arme. Er sah das nun wirklich nicht ein!
„Socco, ich denke, dass Vegeta weniger wegen der Sache mit dieser Tradition so verzweifelt ist, er hat einfach Angst davor ein Kind in sich zu spüren.“ Tima hatte ihren Blick gehoben, so dass sie, wie die andere Sklavin zuvor, ihre Augen in die weiß gekachelte Decke bohrte und seufzend fortfuhr:„ Du musst wissen, dass er dann an das hier gebunden ist, er kann dann nicht mehr so einfach weg, falls sich für ihn wirklich irgendwann man eine Gelegenheit zur Flucht ergeben würde. Wenn man etwas in sich spürt, etwas, was ein Teil von einen selbst ist, beginnt man es zu lieben, egal wer der Vater ist oder was der Vater ist, das ist ganz natürlich und das weiß er.“ Mollocs ehemalige Vorsklavin blickte den Mann, welcher sie nun betroffen ansah, sehr ernst an und auch die anderen wirkten irgendwie bedrückt.
„Kima ging es damals genauso, nur kommt der Faktor bei euren Freund dazu, dass er ein Mann ist und er die Schwangerschaft an sich psychisch sowie physisch auch schwer nehmen wird.“ Müde legte die kurzhaarige Sklavin ihren Kopf in den Nacken und rieb sich ihre Augen. Sie hatte Mitgefühl für den anderen, sie wollte auf keinen Fall mit diesem tauschen.
Dann jedoch begann sie plötzlich weiter zusprechen:„ Ihr seid seine einzige wirkliche Unterstützung die er die nächsten Jahrhunderte hier haben wird, helft ihm, dass ist eure Aufgabe, dafür dürft ihr schlussendlich auch diese Welt verlassen, was doch Lohn genug ist.“ Die dunklen Augen schimmerten leicht und Isa schüttelte bei der aufgekommenen Stillen, die auf einmal über die anderen gefallen war, lächelnd den Kopf:„ Seid unbesorgt, ihr werdet ein gutes Leben haben, ihr seid so etwas wie „Obersklaven“, das heißt, dass nicht ihr für den Haushalt zuständig seid, sondern die anderen (welche in der Zwischenzeit mit Tischdecken beschäftigt waren oder andere Aufgaben nachgingen) und ihr eigentlich allein der Königin... ähm, nun Vegeta untergestellt seid. So habt ihr es leicht... Ich gebe euch einen Rat: Seid für euren Freund da, er wird es nicht leicht haben, überhaupt die erste Zeit. Nach und nach wird er sich daran gewöhnen und irgendwann wird das hier wirklich zu seiner Heimat geworden sein, aber bis dahin ist es einer schwerer und steiniger Weg für ihn.“
Socco und Palles tauschten ein paar Blicke miteinander, während Tima sehr nachdenklich wirkte und sich der anderen Frau zuwandte:„ Das werden wir, keine Sorge, er ist unser Freund und dank ihm hat das alles Mal ein Ende für uns.“ Isa lächelte und nickte, ließ ihren Blick über die Wand gleiten und sprang mit einem Mal, wie von der Tarantel gestochen auf und rief:„ Wir tratschen hier wie die alten Weiber, obwohl in fünf Minuten das Essen beginnt und alles in dem Festsaal sein soll!!! Hopp, hopp, Socco du läufst in den Saal und fragst meine werten Kollegen wo sie so lange bleiben und Tima, du hilfst mir bitte bei dem Salat!!!“
Der verletzte Palles durfte ausnahmsweise einfach sitzen bleiben, musste aber dafür im Laufe des Tages noch manche Kommentare bezüglich seiner thermohandschuhlosen Aktion anhören. So gingen beinahe alle wieder an ihre Arbeit und mit einer kleinen Verspätung konnte das Essen beginnen!
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Ein frohes und munteres Wirrwarr an Stimmen ging, wie die letzten Tagen zuvor durch den großen Festsaal und wieder lag der süßliche Duft des schweren Weines, dem anscheinenden Lieblingsgetränk der Dämonen, in der Luft, welcher nur von den herrlichem Geruch der Hunderten an Speisen übertroffen wurde, welche die Tische unter sich begruben.
Es war der gleiche Ablauf wie an dem Tag von der Ankunft des weißen Prinzen, der sich nun schon beinahe über eine ganze Woche hinwegzog und so den Dämonen herrliche Mahle bereitete, dafür die Sklaven aber ziemlich ins schwitzen brachte, da es keine leichte Arbeit war, ein paar hundert Dämonen satt zu bekommen, und das dreimal am Tag! So sah man zwischen jeden der vielen langen Tische, mindestens achte Sklaven hin und her wuseln, denen nach und nach wirklich die Lauft ausging und beteten, dass dieser ganze Zirkus nun bald ein Ende haben würde, damit der normale, nicht so extreme Alltag wieder einkehren würde, an dem sie mindestens sechs Stunden Schlaf bekamen!
Den Dämonen störte das Leiden ihrer Diener herzlich wenig, solange es um Essen und Kampf ging, kannten sie keine Gnade und überhaupt hatten sie doch allen Grund zu feiern! Armath, der junge Prinz würde nun bald den ersten Nachwuchs zeugen und damit seine Krönung heranziehen, und dass er ein genauso guter König wie sein Vater werden würde, bezweifelte niemand. Zwar war jeder zu Beginn ein wenig skeptisch gewesen, als sie die Braut gesehen hatte, Molloc hatten sein Bestes dazu beigetragen, doch immerhin schien der Prinz ihn zu wollen, und solange dieser Nachwuchs erbrachte, konnte er sonst was sein!
Trotz der Tatsache, dass Vegeta mittlerweile schon bei jedem bekannt war und jeder mindestens schon dreimal einen Blick auf ihn geworfen hatte, schien er an Interesse keinesfalls zu verlieren! Immer wieder wanderten Augenpaare in seine Richtung, auch wenn man es versuchte nicht zu offen zu tun, spürte es der Sayajin und fühlte sich elend unter diesen Blicken! Der Mann fühlte sich unwohl und verloren unter all dem hier:>> Es ist, als wäre ich ein simples Ausstellungsstück, dass jeder einfach interessiert und amüsiert betrachten kann... es ist furchtbar... diese schrecklichen Kreaturen sind alles so einschüchternd... so groß und gefährlich und ich... ich bin klein und hilflos... verdammt...<<
Vegetas Gedanken tauchten nun immer öfters in den dunklen See seiner Erinnerungen ein und er holte sich immer wieder mit viel Reue und Scharm vor Auge, wie stark er früher doch gewesen war und was er nun war...
Der ehemalige Sklave aß nicht viel, er hatte keinen Hunger, er war müde und wollte am liebsten den lieben langen Tag schlafen, er fühlte sich einfach nur geschafft und schwach. So als würde ihm jemand seine Lebensenergie aussaugen und er war sich nicht einmal sicher ob den nicht so war, denn er war dem Narref schon begegnet, der ihnen in der morgigen Nacht beiwohnen sollte und um ehrlich zu sein hätte er sich niemanden schrecklicheren vorstellen können.
>>Er hat mich mit abwertenden und angewiderten Blicken die ganze Zeit gemustert... er hätte mir genauso gut sagen können wie eklig er mich findet, dass wäre auch nicht viel weniger direkt gewesen...<< Der Magier hatte ihn nach einer, für den Sayajin sehr unangenehmen Musterung zu untersuchen begonnen. Dabei hatte er ihn grob angefasst und immer wieder scharf angefahren, wenn er sich zu langsam oder zu schnell bewegt hatte. Armath hatte zwar den großen Dämonen andauernd ermahnt, doch dieser war gar nicht erst auf ihn eingegangen, allein als der König ein scharfes Wort gesprochen hatte, da diesem die wachsende Angst des Sayajins kein Geheimnis gewesen war, wurde der Narref ruhig und vorsichtiger.
„Hey, in welchen Wolken schwebst denn du heute?“ Erschrocken sah Vegeta, der inzwischen wieder tief in seinen Gedanken gesunken gewesen war, auf und erblickte Nor, der zweitjüngste Prinz, welcher ihn nun freundlich ansah. Der ebenfalls weiße Dämon, saß schon seit seinem ersten Tag neben dem Sayajin und hatte schon ein paar Mal einen kurzen Plausch mit ihm begonnen, hatte sich ziemlich schnell jedoch wieder Imaph, dem drittgeborenen Prinzen zugewandt, da der ältere der Beiden immer über irgendetwas zu streiten begann.
Heute schien das jedoch anders, denn Imaph diskutierte fleißig mit Sarik, dem ältesten der sieben Brüder und schien Nor völlig vergessen zu haben, denn dieser schien sich weder an dem Gespräch beteiligen zu wollen, noch ein eigenes beginnen zu möchten und so hatte er mal Zeit, den Freund seines Bruders ein wenig genauer unter Augenschein zu nehmen.
„Du solltest mehr essen, soweit ich von Armath weiß, gehörst du doch zu einer Rasse die sowieso gerne isst.“ Der Dämon überging seine erstgestellte Frage, da der Sayajin nicht zu wissen schien, was er sagen sollte und nur wieder seinen Kopf leicht senkte und seinen Blick abwandte. Vegeta war ihm dankbar dafür, denn die vielen peinlichen Schweigen, die er in der letzten Woche immer und immer wieder über sich ergehen haben lassen müssen, wenn ihm jemand gefragt hatte und er einfach nicht wusste wie er darauf reagieren sollte, setzten ihm doch zu.
„Ich hab keinen Hunger.“ Der schwarzhaarige Mann sprach leise, er wollte nicht, dass noch mehr Dämonen sich an dem Gespräch beteiligten, er tat sich schon mit einem schwer. Nor merkte das und antwortete so ebenfalls leiser:„ Ich weiß, trotzdem solltest du was essen. Dein Körper wird morgen sehr gefordert werden, stärk ihn ein wenig.“ Ein freundliches Lächeln folgte dem Worten und der Dämon deutete auf ein grünes Etwas mitten am Tisch und flüsterte:„ Von dem lass allerdings die Finger, das hat Myra, eine Kammerdienerin meiner Mutter zubereitet und jedem der bis jetzt den Mut hatte etwas von ihr zu probieren, kommt immer noch das Essen hoch, wenn er ihre Speisen nur sehen muss. Die Frau ist ein Phänomen, 1900 Jahre Küchendienst und bekommt immer noch nichts hin, was den Sandkuchen eines Kleinkindes geschmacklich übertreffen könnte!“
Der Sayajin lächelte, jedoch nur kurz, bis er die Blicke der anderen Dämonenprinzen auf sich spürte, welche nur stumm Nors Darlegung von dem grünen Pampe gelauscht hatte und allesamt vielsagend grinsten. „Als ich klein war hab ich mal eine Schüssel von dem Zeugs, ich glaube Myra nennt es „Auflauf a la Myra“, geklaut und hab es einem Drachen unters Futter gemischt. Das arme Vieh hat die nächsten drei Wochen eine drastische Pigmentverfärbung von rötlichbraun auf giftgrün gehabt... ich glaube er ist mir bis heute noch böse.“ Sarik ließ sich in Erinnerungen schwelgend nach hinten sinken uns seufzte:„ Der arme Kerl, der sich um das Futter der Drachen gekümmert hatte, hätte beinahe den Kopf verloren... was ich natürlich nicht beabsichtigt hatte... dafür hab ich heute noch die blauen Flecken von Meras.“ Der schwarze Dämon grinste schief und schüttelte nur seufzend den Kopf.
„Das ist doch gar nichts, weißt du noch was ich mit dem „Eintopf a la Myra“ gemacht habe!? Einen besseren Sprengstoff haben sie bis heute noch nicht gefunden!“ Horsos lachte amüsiert bei dem Gedanken an die in die Luft geflogene Königsstatue, die den Ur-, Ur-, Ur-, Urgroßvater vom Urgroßvater seines Urgroßvaters darstellte und die heute mit einem steilen Zacken mitten durchs Gesicht in einen der hintersten Gemäuer dieses Schlosses ihr Dasein fristen musste... aber dafür hatte er damals auch eine deftige Bestrafung bekommen, die er heute noch spürte! Tja, Kindertage sind doch was schönes...
„Müsst ihr euch unbedingt mit diesem Blödsinn zur Schau tragen? Wenn man euch so zuhört bekommt man glatt die Meinung, dass unsere Königsfamilie nur solche Deppen wie euch hervorgebracht hat.“ To sah sie ernst an, erntete dafür aber nur das Zischen von Imaph:„ Stimmt, an dein Kaliber kommen wir noch in tausend Jahren nicht ran!“ Der jüngere der beiden Brüder verzog verärgert das Gesicht, beließ es aber dabei, er wusste, dass dieser Streit nun nichts bringen würde, er war in mancher Hinsicht wirklich der Überlegenere von ihnen, was ihm leider nicht sehr geschätzt wurde.
Lon seufzte:„ Könnt ihr diese Zankereien nicht bis nach dem Essen warten lassen? To hat recht, wir sind die Repräsentanten unserer Familie, also benehmt euch ein wenig.“ Ein Murren von den Jüngeren war zu vernehmen, doch dann wandten sie sich wieder ihren Gesprächspartnern zu, da die ewige Zurechtweisung ihres älteren Bruders (auf Sarik ist das aufgehoben) gut verzichten konnten und weil sie Nor das Gespräch mit dem Sayajin fortführen lassen wollten.
Dieser hatte sich zwar von den Dämonen abgewandt, aber gespannt gelauscht, es war doch eine komische Erfahrung, dass diese mal Lausbuben gleichgekommen sind! Ob bei ihm...
„Wie gefällt dir eigentlich das Schloss? Hast du die Gärten schon gesehen?“ Der ältere weiße Dämon sprach ihn wieder ruhig lächelnd an und Vegeta fühlte sich wieder unwohl, doch antwortete er dieses mal ein wenig offener:„ Nein, ich bin noch nicht einmal mit der Schlossrundführung fertig... ich bin ein wenig müde...“ Der Sayajin brach ab und presste seine Lippen fest aufeinander, es ging den anderen doch nichts an, wieso redete er überhaupt mit ihm?
„Das sieht man dir an, deshalb solltest du auch mehr essen. Glaub mir, die Gärten sind eine Mahlzeit wert.“ Vegeta bemerkte, dass Nor den gleichen sanften Ausdruck in den Augen hatte wie Armath und nickte nur leicht, während er versuchte sich ebenfalls ein Lächeln abzuringen. Er war doch recht froh, dass es hier auch andere gab, die ihm gegenüber nett waren, das kam leider nur selten vor.
Überrascht seufzte er auf, als sich ein Arm um seine Taille schlang und er die weichen Lippen von Armath auf sich spürte, dieser hatte eine kleine Weile zugesehen und gewartet, ob sein Bruder es tatsächlich zusammenbringen würde ein Gespräch mit Vegeta beginnen zu können. In den letzten Tagen war er immer verschlossener geworden und schlief am liebsten nur, was der junge Prinz auch verstand, seine Mutter hatte ihn sicher schon tausend Mal gesagt, seit der zukünftige Partner ihres Sohnes hier war, dass er nachsichtig sein sollte und zärtlich.
Diese Zärtlichkeit, welche er nur zu gerne anwendete, wie in eben diesem Moment, war dem Sayajin zwar nicht unangenehm aber peinlich, so dass er sich hochrot leicht wegdrückte und ihn Armath auch lächelnd losließ. So senkte der schwarzhaarige Mann seinen Kopf wieder und spürte mit Scham, dass wieder die bekannte Hitze in seine Wangen stieg und mit ihr die verdammte Röte, welche er schon mehr als einmal verflucht hatte.
Doch keiner sagte was, die Dämonen, welchen die kurze Szene allesamt nicht entgangen war, behielten ihre Worte für sich und warfen ihren jüngsten Bruder nur ein vielsagenden Blick zu, bis auf Lon und To, die das alles nur nasenrümpfend mitverfolgten. Der weiße Dämon achtete nicht darauf, er hatte nur Augen für den anderen, schon die gesamte Woche tat er sich schwer den Gesprächen zu folgen, welche er mit seinen Eltern oder Brüdern führte, er hätte das ganze aufwendige und nervenzerreibende Warten schon gerne hinter sich, auch die morgige Nacht, trotz dessen, dass er sich schon sehr darauf freute, denn seit ihrer ersten Nacht hier, hatte er mit dem Sayajin keinen Sex mehr gehabt, dieser wollte nicht und Armath respektierte das, auch wenn ein wenig enttäuscht.
„Ich möchte dir nachher etwas zeigen, Vegeta.“ Der weiße Prinz hauchte die Worte leise seinen Nebenan ins Ohr, so dass es keiner seiner, manchmal doch etwas neugierigen, Brüder mitbekam. Dabei legte er eine Hand unter dem Tisch auf den Schoß des anderen und begann ihn sanft zu streicheln.
Erschrocken und überrascht konnte sich der Sayajin nur mit Mühe ein leises Aufstöhnen unterdrücken, der andere berührte ihn so empfindlich, hier, mitten unter all den... Mit zitternder Hand drückte er die von Armath weg und betete, dass es niemand gemerkt hatte, doch es sah niemand zu ihn, jeder hatte wieder die Gegenwart seines Nebenan oder Gegenüber in Anspruch genommen und auch Nor hatte sich wieder seinen Brüdern zugedreht.
„Shhh, ich tue nichts, was du nicht auch willst.“ Vegetas Augen hatten wieder zu glänzen begonnen, er hatte mit Entsetzen bemerkt wie sein Körper auf diese warme Berührung reagiert hatte und war nun den Tränen nah, das hatte auch der junge Dämon bemerkt und versuchte ihn zu beruhigen. Das hatte er nicht beabsichtigt und schon spürte er den ernsten und vorwurfsvollen Blick seiner Mutter auf sich, die keine Sekunde später eine Sklavin zu sich winkte und ihr etwas zuflüsterte. Die Sklavin war Neho, eine der engsten Freunde seiner Mutter und Armath wusste, dass die Königin die Situation wieder völlig durchschaut hatte. Manchmal fragte er sich wie sie das tat, es kam ihm gar schon unheimlich vor, wo sein Vater und seine Brüder nichts von all dem hier mitzubekommen haben schienen.
Kaum zwei Minuten später kam die kleinere, zierlichere Frau, mit den hellen blauen Augen und brünetten Haaren auch samt einen Krug wieder zurück und ging zu Vegeta. Sie schenkte ihm ein, wobei sie diesem etwas zuflüsterte und zog sich wieder zurück um zu sehen ob nicht einer der anderen Gäste etwas benötigte. Der Sayajin war blass und war bei den Worten der Sklavin noch bleicher geworden, doch griff er gehorsam, wie diese es ihm gesagt hatte zu seinem Becher und trank. Er stellte überrascht fest, dass die klare, rötlich schimmernde Flüssigkeit einen starken Pfefferminzgeschmack hatte und sich wie ein angenehm warmer Schleier über seinen Körper und besonders über seine Lenden legte und diese dabei entspannte.
Der peinliche Druck ließ nach und verschwand schließlich ganz, so dass nur noch ein ganz leichtes Ziehen als Nachgeschmack übrig blieb und Vegeta war wirklich dankbar dafür, denn so eine Schmach hätte er nicht überlebt. Armath sah ihn entschuldigend an aber der Sayajin senkte nur seinen Kopf, einmal mehr wurde ihm bewusst wie wenig er über sich selbst bestimmen konnte, nicht einmal seinen eigenen Körper konnte er beherrschen...
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Das Essen war ohne weitere nennenswerte Ereignisse vorrübergegangen, bis auf einen kleinen Zwischenfall, wo einer der neuen Sklaven, eine Schüssel kochende Suppe über einen der höheren Dämonenfürsten, welche ja auch den Tisch mit der Königsfamilie teilten, schüttete und von diesem beinahe erschlagen wurde. Lange Rede, kurzer Sinn, Usok kam noch mal glimpflich davon, da der König den Dämonen zurechtgewiesen hatte, dass die Sklaven von seinem Hause nicht angerührt werden. Mit viel Geknurre und Gemurre hatte sich der Dämon wieder hingesetzt und den jungen Sklaven nur mit ein paar tödlichen Blicken zerfetzt.
Nun, nachdem der König sich mit den Hichas zu einer Unterredung betreffend der baldigen Machtübergabe auf seinen Sohn, sowie auch wegen Geschäftlichen, zurückgezogen hatte, verließ auch bald der Rest den Saal, die Prinzen zogen sich dieses Mal ein wenig schneller zurück, als sonst, da sie ebenfalls zu der Unterredung mit ihrem Vater einberufen waren und so verließen Kima und Vegeta als Letzte den riesigen Raum.
Für den Sayajin war das ungewohnt, da normalerweise Armath immer bei ihm war und da dieser heute ebenfalls an der Besprechung teilnehmen musste stand er plötzlich ganz allein da. Der weiße Dämon hatte ihm den Weg zwar extra noch einmal beschrieben, doch war das plötzlich wie weggeblasen und Vegeta kam sich nun doch ziemlich verloren vor in diesem gigantischen Gemäuer.
„Komm, ich würde mich freuen, wenn du mir heute etwas Gesellschaft leisen würdest. Der König wird seine Söhne heute etwas länger bei sich verlangen, da doch Wichtiges besprochen werden muss, so wäre dir sicher die ganze Zeit alleine zu verbringen etwas langweilig und überhaupt denke ich, dass du mal wieder ein wenig Unterhaltung bräuchtest.“ Eine sanfte Berührung hatte die Aufmerksamkeit des Sayajins auf sich gezogen und Kima sah ihn lächelnd entgegen, sie machte eine einladende Geste ihr zu folgen und drehte sich um.
Vegeta folgte ihr, auch wenn ein wenig zögernd, einerseits hatte er keine Ahnung was nun passieren würde und war ein wenig neugierig, und andererseits hätte er sich doch lieber Schlafen gelegt. >>Aber auf jeden Fall ist es besser als hier alleine durch das Schloss zu ihren... hier streifen ja überall Dämonen um und ich bin nicht gerade versessen darauf einen von denen alleine zu begegnen.<< Mit dieser Überlegung im Hinterkopf rang sich der Sayajin durch dem Angebot der Königin nachzugehen.
Diese führte ihn durch einige Gänge, Treppen und sogar über eine lange Terrasse, wo er einen wundervollen Ausblick auf ein reges Treiben unter sich hatte und stellte überrascht fest, dass er sich recht hoch befand und schließlich, nach guten fünf Minuten, gelangten sie zu einer großen, schöne geschnitzten Holztür. Eine Sklavin, eine große blonde, mit etwas härteren Gesicht, welche Vegeta etwas an Tullom erinnerte, war ihnen bis hierher schweigend gefolgt und öffnete die Tür, dem Sayajin kam das geradezu lächerlich vor, doch er beließ es dabei und trat ein. Zu seiner Erleichterung blieb die Frau draußen, so dass er allein mit der Königin nun in das große Zimmer trat, welches sich vor ihm auftat.
Erstaunen legte sich über ihn und er sah sich wundernd um, dieser große Raum war wirklich schön und geschmackvoll gestaltet und Kima musste nicht erst sagen, dass es ihr eigener war damit Vegeta das bewusst wurde. Hell und freundlich, mit vielen kleineren Fenstern, welche von weißen seidenen Vorhängen behangen wurden, durch welche das helle Sonnenlicht der zwei Sonnen fiel, und von Wandteppichen und Tüchern gezierte Wände, sowie eine große 14x6m große Mauer, welche völlig von einem Regal abgefüllt mit Büchern bedeckt wurde und ein prasselnder Kamin, machten diesen herrlich einladend wirkenden Raum aus. Der Mann konnte seine Augen kaum davon abbringen interessiert sich von einem Punkt des Raumes zum nächsten zu tasten:>> Kaum zu glauben, dass es so schöne Räume hier gibt... dieses Zimmer wirkt irgendwie unwirklich... es erinnert mich an die Erde, Bulma hatte einen ähnlichen Geschmack...<<
„Setzen wir uns, ich denke, ich habe was für dich, das dir gefallen wird.“ Die Königin schritt an ihm vorbei, zu einem der vier großen, gepolsterten Sesselkörbe vor dem Kamin und deutete dem Sayajin Platz zu nehmen, während sie einen kleinen, aus weißen Holz gemachten Korb von dem Kamin nahm und sich dann ebenfalls setze. Vegeta war neugierig geworden, er wollte doch wissen, was ihm gefallen könnte und als er den Inhalt des kleinen Korbes sah lief ihm ein kalter Schauer den Rücken hinab!
„Sei nicht so voreilig, es ist genau das richtige, wenn man entspannen möchte oder viel Zeit hat und auch wenn du so schaust, es macht wirklich Spaß.“ Lächelnd begann sie die Sticksachen auszupacken und überging den skeptischen und missmutigen Blick ihres Gegenübers einfach. Sie hatte sehr wohl gewusst, dass der andere nicht sehr von der Idee angetan sein würde so etwas wie „Sticken“ zu lernen, aber sie war es damals ja auch nicht gewesen.
„Ich bin keine Frau...“ Vegeta hatte seine Zähne fest zusammengebissen und klang recht matt, er schien wirklich eher ins Bett zu wollen, doch dauernd konnte er nicht schlafen, auch wenn sein Körper dies nun als Ausweg sah um dem allen hier zu entfliehen, es ging nicht. Sanft lächelnd hielt die Frau ihm eine Sticknadel entgegen, mitsamt einem weißen, feinen Garn und antwortete ruhig:„ Das behauptet auch niemand, Vegeta. Probier es einfach mal, OK?“
Es dauerte einige Sekunden, bis sich der Sayajin dazu durchringen konnte den feinen Garn und die Nadel zu nehmen, dabei zog er so ein Gesicht als würde er in einen sauren Apfel beißen und Kima konnte sich ein amüsiertes Lachen nicht verkneifen. Sie lächelte den Mann sanft zu und schüttelte den Kopf, wobei sie nun selbst ihr Werkzeug hernahm:„ Vegeta, bitte nimm das hier nicht als Beleidigung an. Ich kann mir gut vorstellen, dass das Sticken nicht ganz dein Geschmack ist, aber probier es doch erst einmal, bevor du dir eine Meinung bildest. Vielleicht magst es ja und wenn nicht habe ich noch viele andere Ideen, was du mit deiner Zeit anfangen könntest.“
„Wieso glauben sie, dass ich so was mit meiner Zeit anfangen möchte? Ich bin müde und möchte schlafen, nicht so etwas Lächerliches machen! Und warum sollte ich mir unbedingt eines dämliches Hobbys zulegen?! Ist das Leben hier so langweilig?!“ Vegeta schnitt ihr das Wort ab, er war gereizt, unglaublich gereizt und wütend, er wollte schlafen und was machte die?! Sie schleppte ihn hierher um ihm „Handarbeiten“ beizubringen!!! Sein Körper fühlte sich unangenehm verspannt und heiß an, und er war überrascht, als seine Hände wie von selbst das Stickwerkzeug wegschleuderten.
Als die, so plötzlich über ihn hereingebrochene Welle aus Wut und Zorn genauso schnell wieder abgeklungen war, wie sie aus ihm herausgebrochen war, fühlte er sich komisch, irgendwie als wäre er leer, als hätte der Hass, der ihn soeben ausgefüllt hatte, nur eine Höhle hinterlassen, in der sich nun eine unangenehme Spannung und Frustration einnistete. Er sah zögernd auf, es war ihm peinlich, dass er so ausgerastet war und er wusste nicht, wie die Frau darauf reagieren würde, war sie nun böse?
Graue weise Augen, alt und junge zugleich, blickten schweigend auf ihn, Kima sah ihn still an, sprach kein Wort und bewegte sich auch nicht, sie wirkte sehr ernst. Vegeta fühlte sich unwohl, er hatte die schlimme Sicherheit, dass er etwas falsch gemacht hatte, obwohl er dafür doch gar nichts konnte!
„Wenn man so eine lange Zeit hier verbringen muss, wie ich es getan habe und du es wirst, wird es sehr schnell langweilig, allein schon deswegen, weil man nichts Arbeiten muss oder besser darf. Als Königin hat man keine Arbeiten zu erledigen, man muss nicht Kochen oder Waschen, man hat einfach nur Zeit, so viel, dass sie nach und nach zu einen unerwünschten Begleiter wird und wenn man nichts machen kann, womit man sich ablenken könnte, beginnt man nachzudenken. Glaub mir, dass ist schlimmer, als alle Strafen die man je durchstehen musste.“ Die Königin hatte ihren Blick abgewandt, sie sah in das knisternde Feuer, welches immer wieder leise knackte und seufzte schwer.
Vegeta sagte nichts, er stand auf und sammelte das aufgegangene Garnknäuel, sowie die Nadel wieder ein, er spürte eine nagende Müdigkeit in sich, doch behielt er es für sich und setzte sich ohne ein Wort wieder hin. Der dünne weiße Garn fühlte sich weich an und der Sayajin begann das offene Knäuel wieder aufzurollen:>> Warum tu ich das eigentlich... die Frau kann mir doch gar nicht gefährlich werden, wieso widersetzte ich mich ihr also nicht!?<< Der Sayajin spürte plötzlich einen Kloß in seinem Hals:>> Wieso zeige ich nicht wenigstens, dass ich noch ein ganz kleines Fünkchen an Kraft besitze, dass ich nicht vollkommen gebrochen bin...<< Die Anwort wusste er selbst, es hätte nichts gebracht, weder hätte er dadurch seine „Macht“ demonstrieren können, noch würde sich an seiner verdammten Lage etwas ändern, Morgen würde er so oder so mit Armath schlafen und dann ein Kind bekommen müssen...
„Kannst du eigentlich Sticken?“ Die glänzenden Augen hoben sich überrascht und der Sayajin schüttelte nur leicht den Kopf, so etwas blödes, für was sollte er so einen Mist auch können? Würde ihm das mal das Leben retten, wenn er... Er schüttelte wieder seinen Kopf, aber diesmal nicht als Antwort auf die Frage, sondern einfach weil er all diese dummen, schrecklich unnützen Gedanken endlich vertreiben wollte, denn, half ihm seine Kraft hier etwas!?
„Ich hab es auch erst hier gelernt, ich hab es gehasst um ehrlich zu sein, meine Finger waren, nachdem ich es früher mit meiner Mutter immer probiert habe, ganz zerstochen und auch sonst begeisterte es mich nicht besonders.“ Kima lächelte und hob ihre Hände, in einer die Nadel, in der anderen einen langen weißen Faden des Garns und fuhr fort:„ Als erstes musst du einmal die Nadel einfädeln, schau her, so machst du das am besten...“ Sie nahm den Garn, befeuchtete ihren Daumen und Zeigefinger mit der Zunge und zwirbelte dann an dem Ende des Fadens eine dünne Spitze, welche sie durch das kleine Nadelloch geschickt schob und es lächelnd dem Sayajin demonstrativ zeigte:„ Jetzt du.“
Widerwillig tat Vegeta es ihr gleich, es widerstrebte ihm „Frauensachen“ zu tun, doch was sollte er viel streiten, besser als sich den Kopf zu zerbrechen war es, so schnitt er ein längeres Stück Faden ab, befeuchtete ebenfalls seinen Zeigefinger und Daumen und zwirbelte die Garnspitze, genauso wie die Königin. Ein wütendes Knurren war zu hören, als der Sayajin feststellen musste, dass sich sein Faden nicht nach dem selben Gesetzen zu verhalten schien, wie der von Kima, denn er bekam keine feine Spitze hin, sondern hatte plötzlich ein ausgefranstes Ende in der Hand.
„Ggrrr, Mist...“ Erneut versuchte er es, doch sah dieses Mal das Ergebnis sogar noch schlimmer aus, als das Vorherige und er pfauchte den armen Faden giftig an, zwirbelte erneut und am Schluss konnte er sich als stolzer Besitzer eines Knoten sehen. „WAS!?“ Ungläubig sah der Mann auf den Faden, welcher nun schon ziemlich zerschunden aussah und knurrte zornig, das gab es doch nicht!
Ein fröhliches Lachen riss ihn aus seinen Überlegungen was er falsch gemacht haben könnte und er sah verwirrt und ein wenig beleidigt zu seiner Gegenüber welche ihm nur die Hand entgegenhielt und schmunzelte:„ Gib her, ich helfe dir, das Einfädeln nehmen wir ein anders Mal durch.“ Missmutig gab er ihr den Faden, eigentlich war es doch lächerlich, dass man so ein blödes Stück Schnurr nicht spitz bekam!
Mit einer geschickten Handbewegung war der Garn auch schon durch das Nadelloch und Vegeta machte nur große Augen, das war doch einfach nur fies! So nahm er den Faden samt Nadel wieder und grummelte nur ein Dankeschön, während er die Sticknadel vor seinem inneren Augen gerade tausend Tode sterben ließ. Doch nun sah er die Frau fragend an, was sollte jetzt passieren?
„Hier, das ist neben Garn und Nadel das Wichtigste bei der Stickerei, pass auf, es ist ein feiner Stoff.“ Kima hielt ihm ein 20x35 cm großes, rechteckiges Stück Stoff entgegen, welches er überrascht nahm, denn um ehrlich zu sein hatte er keinen blassen Schimmer davon, um was es bei diesem Hauskram wirklich ging. Der Weiße Stoff war gewebt und hatte eine gerippte Struktur, das konnte er genau spüren, als er seine Finger probeweise darüber fahren ließ.
„Schau, da hab ich dir die Muster eingezeichnet, siehst du, die kleinen Kreuze, Punkte und Kreise. Das sind alles verschiedene Stiche, aber keine Sorge, ganz einfache, schau her, ich zeig es dir vor.“ Wieder hob sie gut sichtbar ihr Arbeitszeug und zog langsam, damit der Sayajin es auch genau beobachten konnte, die Nadel durch den Stoff, zählte dabei hörbar die kleinen Rippungen ab und zog sie dann wieder raus, dann stach sie wieder zurück und etwas weiter vorne wieder raus. „Das ist ein Rückstich, ein leichter, du musst einfach abzählen, so wie ich es gemacht habe, das sind die kleinen länglichen Striche auf deinen Stoff, probier mal die fünf Reihen zu machen, dann zeig ich dir den nächsten Stich. Also, einfach sechs Rippen unten nach vor, drei oben zurück, das ist alles, wenn du Probleme dabei hast, frag mich, OK?“ Die Königin wartete, bis Vegeta leicht nickte und wandte sich dann wieder ihrer eigentlichen Stickarbeit zu, welche, wie der Sayajin zugeben musste, doch herrlich anzusehen war, genau und ordentlich! Ob er das wirklich auch so hinbekommen würde?
Unsicher sah er auf die Nadel und auf das Stück Stoff in seiner Hand, wie war das doch gleich noch mal? Sechs vor... drei zurück... oder so. Er musste sich ein Seufzen unterdrücken, das war doch lächerlich, er wollte nicht Sticken oder sonst was in der Art! Bevor seine Gedanken aber wieder auf einen für ihn sehr viel unangenehmeren Bereich schwenken konnten, setzte der Sayajin zum Stich an und stach die Nadel durch, und kaum eine Millisekunde später schrie er scharf auf und zog seine Hand zurück, auf welcher kurz zuvor noch der Stoff geruht hatte. Wütend steckte er sich seinen Zeigefinger in den Mund und seufzte, dann fiel ihm der amüsierte Blick der Frau gegenüber auf und er begann knurrend, samt verletzten Finger, einen neuen Anlauf zu nehmen. Mit dem selben Ergebnis, nur war es dieses mal der Daumen, was den Schmerz aber nicht kleiner werden ließ.
So ging es weiter bis er die Hand durch hatte und wütend den Stoff zu Boden warf:>> Ich hasse es, was solle ich so‘n Scheiß auch lernen, das werde ich doch nie benötigen!!!<<
„Hier.“ Überrascht hob er seinen Blick und sah auf ein kleines, silbernes Ding, ein Fingerhut! „Nimm ihn, ich denke, dann dürfte es dir leichter fallen.“ Mit einem vielsagenden Schmunzeln auf den bösen Blick des Mannes, begann die Königin von neuen an ihren Stickereien zu arbeiten und ließ Vegeta von neuen sein Glück versuchen.
Kaum zwei Stunden später, hatte er die erste Reihe geschafft (eine lange Zeit, doch es ist zu berücksichtigen, dass Vegeta sich anfangs äußerst tolpatschig anstellte ;), obwohl, wie Kima im Stillen bei sich dachte, als sie die fertige Arbeit betrachtete, die Rückstiche, eher Kreuzstichen gleich kamen, doch behielt sie es für sich, sie wusste, dass der Sayajin sich wirklich Mühe gegeben hatte und, dass er es hinschmeißen würde, würde sie ihn nun kritisieren, schließlich hatte sie damals ja auch nicht anders begonnen! Deshalb nickte sie lächelnd und reichte die Stickerei, welche aus verwackelten Strichen bestand und einer Horde betrunkener, hintereinander herschwankender Nudeln gleich kam:„ Gut, siehst du, so schwer ist es doch gar nicht.“ Der bitterböse Blick des anderes sagte ihr jedoch, dass er sehr wohl wusste, wie schlecht seine Arbeit war und er nahm sie nur leise Murrend zurück, denn eigentlich hatte er erhofft, dass sie ihn nun endlich gehen lassen würde!
Weitere Stunden vergingen, in denen der Sayajin trotz größter Vorsicht und Konzentration immer und immer wieder die Nadel zu spüren bekam, er war sich allmählich sicher, dass seine Unsympathie der Nadel gegenüber auf Gegenseitigkeit beruhte und war erleichtert, als die Frau endlich, leise gähnend, das Stickzeug beiseite legte und seufzend aus einen der vielen Fenster sah:„ Oh, es ist schon dunkel, hm, ich hab gar nicht gemerkt wie die Zeit vergeht. Tja, siehst du, so fesselnd kann es sein.“ Sie lachte bei dem empörten Blick des anderen, welcher seine Finger kaum noch bewegen konnte und fuhr fort:„ Wenn du möchtest, können wir für heute aufhören, ich denke du hast sowieso sehr viel für einen Tag gemacht...“
Sie beugte sich vor und nahm seine Arbeit in die Hand, dann begutachtete sie diese prüfend, wobei sie überrascht feststellt, dass diese gar nicht mal schlecht aussah. Vegeta hatte insgesamt sechs Reihen geschafft, wobei man bei jeder einen genauen Fortschritt sehen konnte, die letzten beiden Reihen sagen sogar sehr sorgfältig aus und sie hätte gar nicht glauben, dass der schwarzhaarige Mann heute das erste Mal Stickte, denn um ehrlich zu sein, hatte sie das nicht so schnell gekonnt. *g*
„Sehr schön, wirklich! Du bist ja ein Naturtalent!“ Lächelnd reichte sie Vegeta, der nicht sonderlich überzeugt aussah, die Arbeit zurück und stand seufzend auf:„ Weißt du, es ist gleich dreivierte Sieben und das Essen beginnt um Sieben, wir sollten also langsam gehen.“ Sie fuhr sich durch ihre langen weißen Haare, welche wie fließendes Wasser durch ihre Finger glitten und begann leise summend die Sticksachen wieder in kleinen Korb zu verstauen. Vegeta half ihr, wobei er immer wieder einen skeptischen Blick auf sein „Werk“ warf, denn für ihn sah es eher schlecht als recht aus!
„Vegeta, Morgen sei einfach ganz entspannt, schließ die Augen und denk einfach an Armath... oder an jemanden den du sehr liebst, dann geht es schnell vorbei.“ Die ruhigen, blaugrauen Augen waren auf ihn gerichtet und sahen ihn ernst aber auch freundlich an und Vegeta nickte nur, er hatte gewusst, dass die Frau etwas über die morgige Nacht sagen würde und um ehrlich zu sein war er froh gewesen, er kam sich allein vor, hilflos und schutzlos.
„Wenn du zu aufgeregt bist, sag es mir, ich komme vorher sowieso noch einmal zu dir, dann gebe ich dir etwas, was hilft, OK?“ Kima strich sich ihre langen Haare nach hinten und trug den kleinen Korb wieder zurück, dann drehte sie sich um und deutete Vegeta zu kommen, das Essen begann ja bald. Und der Sayajin folgte ihr mit einem seltsamen Gefühl von Ruhe in sich, denn er kam sich plötzlich nicht mehr ganz so klein vor.
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Das helle Licht der unzählig, vor sich hin schimmernden Sterne an dem unendlich wirkenden Firmament über dem Schloss, fiel durch die klaren Scheiben, der riesigen Fenster von Armaths Gemach und tauchte es in einen angenehmen, warmen Ton. Es herrschte Stille in dem großen Raum, nur das leise Plätschern des Wasserfalls, welcher aussah, als würde er aus der Wand selbst seinen Ursprung nehmen, war zu hören, sonst nichts.
Es war schon nach Mitternacht, Vegeta lag auf der Seite, hatte sich die Decke bis an sein Kinn gezogen und seine Augen geschlossen, trotzdem schlief er nicht. Er konnte nicht. Morgen würde etwas geschehen, was ihn für Ewig hieran band, an all das hier, was ihm doch so verhasst und gefürchtet war. Sein Atem ging ruhig und doch wusste er, dass sein Herz im Moment schneller raste, als jemals zuvor, denn die Verzweiflung, welche die letzten Tagen immer in kleinen Schüben über ihn hergefallen war, hatte sich in den letzten Stunden, tief in sein Inneres, bis tief in seine Gedärme gefressen und sich dort verankert.
>>Ich werde sie nie wiedersehen, niemals. Keinen von ihnen, keinen der Idioten von diesem lächerlichen Gewürm, keinen meiner Familie, weder Trunks, Bra, noch Bulma... Keine Erdlinge, die mir doch immer schon durch ihre bloße Anwesenheit auf die Nerven gegangen waren und... <<
... kein er...
Son-Goku... Wie es ihm wohl ging? War er inzwischen noch mal Großvater geworden? Vielleicht sogar noch mal Vater? Hatte er immer noch so ein unschuldiges, freundliches Wesen? War er immer noch das stärkste Wesen? Trainierte er noch so oft... vermisste er ihn...
Eine Welle leiser Trauer rollte über den Sayajin hinweg und er schloss seine Augen fester, als er spürte, wie wieder dieses wohlbekannte und verhasste Brennen anfing. Seine Finger vergruben sich in dem weichen Stoff und er zog ihn etwas näher an sich, ihm war so kalt und er fühlte sich so allein, so verlassen und vergessen! >>Wenn die anderen mich wirklich gesucht haben, wieso haben sie mich dann noch nicht gefunden!? Wollen sie mich überhaupt finden... mich, den arroganten, selbstliebenden Bastard, den niemand je wirklich leiden konnte...<< Ein Schauer durchzog den müden Körper und weitere Gedanken bohrten sich in seinen Schädel:>> Sie haben mich vergessen, wahrscheinlich haben sie nicht einmal richtig nach mir gesucht... wieso sollten sie auch?<<
Vegeta sah mit halb geöffneten Augen stumm in das unendliche Schwarz des großen Schattens, den die große Kastenkette warf, die warmen Tränen, welche über seine blassen Wangen rannen, nahm er nicht war, sein gesamtes Gesicht war wie erstarrt, kein Muskel bewegte sich, deutete auf ein Hauch Leben in diesem zerstörten Wesen hin.
Hatte Kakarott ihn vergessen? Hatte dieser dumme Idiot ihn einfach vergessen, trainierte er nun jeden Tag einfach mit jemand anderen, scherzte, schenkte diesem sein fröhliches Lächeln und trieb ihn mit seiner unschuldig kindlichen und doch manchmal ziemlich nervtötenden Art beinahe zur Weißglut? War es dem anderen Sayajin vielleicht sogar nur recht, dass er verschwunden war? Wenigstens musste er sich jetzt nicht jeden Tag seine schlechte Laune und Gemeinheiten gefallen lassen... die Art, welche die anderen Kämpfer so hasste und nicht verstanden, wieso Son-Goku sich die Beleidigungen und Unfreundlichkeit jeden Tag gefallen ließ und nur mit einem Lächeln antwortete.
Sie hassten ihn nicht, nein. Nach all den Jahren hatten sie sich an ihn gewöhnt, ihn ertragen gelernt, so wie Kopfschmerzen, die man einfach nicht loswerden konnte. Er lebte nun mal bei ihnen, Son-Goku, ihr bester Freund und Beschützer wollte ihn unbedingt als einen Teil ihrer Gruppe sehen und so akzeptierten sie ihn. Bulma liebte ihn, sie hatte ihn als einzige, neben dem anderen Sayajin wohl richtig durchschaut und glaubte an ihn. Wie es der Erdenfrau wohl ging?
Neben ihr, Son-Goku und ihren Kindern waren jedoch nicht mehr all zu viele, die ihn wirklich mochten. Kuririn war der beste Freund des anderen Sayajins und war auch sonst ein eher offener und freundlicher Typ, der ihn anerkannte, vielleicht sogar als Kameraden zählte. Tenshinhan, sowie Picollo hatten nicht sonderlich viel mit ihm zu tun, ab und zu hatten sie zwar trainiert, wenn Son-Goku mal wieder ein Treffen unter den alten Freunden arrangiert hatte, aber sonst war er ihnen, wie auch umgekehrt egal. Yamchu mochte ihn nicht, er hatte es nie gezeigt, aber Vegeta hatte es genau gespürt, der Erdling hatte ihn wohl nie richtig verziehen, dass er ihn Mal, um ein Eck herum, umgebracht hatte. Vielleicht war es aber auch seine abweisende Art ihnen gegenüber gewesen, oder sein Hochmut, er verstand sie im Nachhinein und genau das ließ eine tiefe Leere in ihm aufgehen.
Wollten sie ihn zurück? Vegeta wusste es nicht, oder besser, er hatte eine Antwort auf die Frage, doch er wollte sie nicht denken, sie würde ihn töten. Erst über die letzten Jahre hinweg war ihm bewusst geworden, wie wenig Freunde er doch hatte und wie viele Leute ihn dafür verabscheuten oder hassten, und er selbst daran schuld war! Er war ein Prinz, der Gedanke allein ließ einen scharfen Schmerz durch seinen Brustkorb zucken, so lächerlich dieser Titel doch geworden war, und es hatte seit jeher in seinem Denken gelegen, dass er besser sei als andere. Einfach weil er er war, ihm wurde anerzogen so zu denken und nachdem er plötzlich völlig allein gewesen war, ohne Familie, ohne Rasse, ohne Schutz, hatte er dieses Denken zum Überleben gebraucht. Seine Kindheit, seine Jugend, sowie sein frühes Erwachsenensein, war hart gewesen, es tat weh, wenn man erniedrigt wurde, auch wenn man es nicht zeigt, er hatte einfach einen Leitfaden gebraucht, an den er sich klammern konnte.
Und er wollte nie allein sein, dem war er sich auch erst hier, in seiner eigenen Hölle bewusst worden, er wollte Freunde haben, jemanden die ihn respektierten, mochten, liebten. Er hatte sich das alles selbst genommen, weil er so unglaublich dumm gewesen war, weil er es nicht ertragen konnte, dass jemand anderer besser sein konnte, dass so mickrige Würmer, wie diese Erdlinge, allein schon durch ihr Freundschaft dem anderen gegenüber, ihn so tief verletzten konnten. Es war wirklich Hass gewesen, den er gespürt hatte, das hatten diese auch bemerkt und ihn einfach wiedergegeben, leider war der Hass zwar verschwunden, eine Freundschaft aber nie entstanden, sie hatten sich nicht für ihn interessiert, so lächerlich ihm der Gedanke auch vorkam, nun wusste er, dass er sich einfach verletzt und eingeschüchtert durch diese Gleichgültigkeit gefühlt hatte...
Eine sanfte Berührung auf seinem Arm, eine Hand, die sich behutsam draufgelegt hatte, weckten den Sayajin aus seinen trüben Gedanken und erst jetzt wurde sich Vegeta bewusst, dass er weinte. Er fühlte sich matt und schlecht, seine Überlegungen stürzten ihn jedes Mal in ein tiefes Loch aus Schmerz und Unsicherheit, doch im Moment, sein Geist war zwar noch immer ein wenig betäubt, wurde ihm klar, dass er Armath völlig vergessen hatte und dieser ihn wohl schon eine ganze Weile ruhig beobachtete.
Röte und eine unangenehme Scham stieg in ihm hoch, er fühlte sich ertappt und nackt, und vor allem so schwach. Der weiße Dämon sagte nichts, er hatte sich inzwischen eng an den anderen geschmiegt, so dass der Sayajin dessen muskulöse Brust auf seinen nackten Rücken spüren konnte und auch bemerkte, dass er selbst leicht zitterte. Vegeta hatte seine Augen leicht geöffnet und schluchzte leise, er war selbst ganz überrascht über die plötzliche Äußerung seine Körpers, er fühlte sich so ohnmächtig und schwach, er konnte nichts ausrichten, war völlig allein und zu schwach um irgendetwas an dieser aussichtslosen Situation zu ändern.
Er spürte, wie Armath seine Hand unter die Decke verschwinden ließ und seufzte leise auf, als diese seinen Oberkörper sanft zu streicheln begann. Ein leises Keuchen folgte, der weiße Dämon überzog den Nacken des anderen mich federleichten Küssen, ließ seine Hand währenddessen weiterwandern, über den muskulösen Bauch, welcher sich einfach traumhaft unter seiner Hand anfühlte, bis hin zu dem eigentlichen Ziel. Vegeta keuchte scharf auf, als er eine sanfte Stärke seine Männlichkeit umschließen spürte und merkte, wie er im selben Moment hart wurde.
Armath jedoch bewegte sich nicht, er verharrte ruhig in seiner Bewegung, wodurch der Sayajin nach einigen Sekunden unruhig zu Wimmern begann, schließlich war doch eine beträchtliche Hitze in seinen Lenden emporgestiegen, die immer noch wuchs.
Überrascht stöhnte der schwarzhaarige Mann auf, als der andere sanft, aber auch lustvoll seinen Nacken und Hals zu lecken begann, die raue Zunge, die seine Haut hingebungsvoll und leidenschaftlich ergründete und zum brennen brachte, Vegeta keuchte leise auf, die Hitze wurde dadurch nur noch angestachelt und der weiße Dämon bewegte die geschlossene Hand immer noch nicht.
„Hah...“ Wimmernd begann Vegeta sein Becken zu bewegen, er konnte nicht mehr, ihm war so heiß, er war so heiß! „Armath...“ Der Sayajin spürte wie er leise bettelnd schluchzte und flehend seine Hand auf die des anderen legte, damit dieser sie endlich bewegte. Er war so erregt, sein ganzer Körper war angespannt und ein starker Druck herrschte in seinen Lenden, den er kaum mehr ertragen konnte. Dann endlich begann der andere langsam und rhythmisch ihn zu stimulieren, sodass der Mann in den Händen des Dämonen laut aufstöhnte und sich keuchend nach hinten drückte, damit er den anderen mehr spürte.
Vegeta wusste nicht wieso er heute damit einverstanden war, dass Aramth ihn wieder berührte, die letzten Tage zuvor hatte er es ihm verwehrt, er hatte sich einfach schmutzig gefühlt. Das tat er heute auch, aber nun war es was anders, es war egal ob dieser ihn anfassen würde oder nicht, es war egal, ob er sich diesem hingeben würde, er würde ja sowieso auf ewig hier bleiben, die nächsten vierhundert Jahre an der Seite dieses Wesens, welches so liebevoll war und doch so fremd. Der Sayajin spürte, wie in diesem Augenblick etwas, tief in ihm einschlief, geschwächt, geschändet und ohne Hoffnung, vielleicht würde es sogar zu Grunde gehen, doch nun war es sowieso fehl am Platz, denn Morgen würde er für ewig an den anderen gebunden werden, sich ihm hingeben und dann auf an seiner Seite bleiben, bis er endlich die Seite des Lebens verlassen konnte, bis er sie wiedersah...
„Hah... ahhh...“ Erregt und mit einem unbeschreiblichen Gefühl in seinem Becken, griff der Sayajin nach hinten, seine Hände suchten hilflos nach Halt und klammerten sich an Armath fest, welcher nur verstehend seinen freien Arm um den anderen legte und ihn enger an sich schmiegte. Es war ein schönes Gefühl, so ein unglaublich schönes Gefühl, als der Druck nachgab und sich der Unterleib von Vegeta entspannte, so dass nur noch ein leichtes Kribbeln an die vorherige Berührung und Liebkosung erinnerte.
Erschöpft entspannte sich auch der Rest seines Körpers und der Sayajin schloss müde die Augen, seine Hände, die sich zuvor hilfesuchend an den anderen geklammert hatten, erschlafften ebenfalls, er war einfach nur noch müde, er wollte schlafen, alles vergessen, zu dem anderen, weit weg von all dem hier!
„Ich liebe dich...“ Vegetas Blick war müde und glasig, seine Augen schieden immer noch Tränen aus und starrten wieder in die tiefe Schwärze. Die Worte von Armath ließen ihn leicht erschauern und er hörte sich selbst erneut aufschluchzen, wobei sich dieses Mal der Arm um seinen Oberkörper fester zog und er nun die Wärme des anderen in sich übergehen spürte.
Er war ein Verlorener, der nicht wusste, dass er nicht vergessen worden war, und in der Nacht in den schützenden Armen des anderen einschlief um am nächsten Morgen wieder in diesen zu erwachen, so wie in all den darauffolgenden Jahren auch.
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Kapitel 26: The end of hope
Ein Gefühl, als müsse er jeden Moment erbrechen hatte sich in seinem Magen eingenistet und kroch langsam seine Speiseröhre, Richtung Gaumen, hoch. Das Atmen fiel ihm schwer, trotz dessen, dass sein Herz raste, als wäre er gerade mitten in einem Marathonlauf und sein Beine fühlten sich so wackelig und kraftlos an, als hätte er gerade einen solchen beendet. Neben dem Herzrasen und der Atemnot machte ihm das Gefühl der permanent ansteigenden Nervosität am meisten zu schaffen.
„Vegeta, alles OK?“ Der Sayajin wandte sich erschrocken zur Seite, wo ihm Tima mit einem ernsten und besorgten Blick empfing. Die Sklavin versuchte ihren Freund mit einem freundlichen Lächeln aufzumuntern, doch wusste sie, dass keine freundliche Geste dieser Welt ihm im Moment helfen konnte:>> Mein Gott, er sieht leichenblass aus und seine Stirn ist übersät von Schweißperlen... ich hoffe nur, dass das Beruhigungsmitte, das die Königin bringen will, wirkt, denn wenn Vegeta sich weiter so aufregt fällt er in Ohnmacht noch bevor er das Schlafgemach von Tillion erreicht hat.<< Die Frau mit den kurzen schwarzen Haare spürte wie Bedauernd, welches ihren Freund gewidmet war, langsam aber sicher ihre Brust zu füllen begann:>> So schlimm war es nicht mal als Molloc ihn zu seinen „Gemeinschaftsabenden“ geholt hatte... wenn ich dir nur helfen könnte...<<
Tima stand auf und ging um den kleinen Tisch. Sie war schon den gesamten Nachmittag bei dem Sayajin, da die Königin, welche eigens noch ein paar Sachen erledigen musste und so leider keine Zeit für ihren baldigen Nachfolger hatte, sie darum gebeten hatte diesem ein wenig Gesellschaft zu leisten und wenn möglich auf andere Gedanken zu bringen. Sie waren in dem großen Raum, in welchen Vegeta am Vortag das Sticken erläutert bekommen hatte, da hier am wenigsten von dem ganzen Trubel, welcher heute das gesamte Schloss vereinnahmt hatte, zu spüren war und dem zukünftigen Nahu so vielleicht ein wenig Ruhe ermöglicht wurde.
Allerdings schien diese Hoffnung der Königin nicht aufzugehen, denn obwohl der Sayajin zunächst ungewöhnlich ruhig gewesen war und sogar ein wenig gestickt hatte, hatte sich diese seltsame Ruhe in den letzten drei Stunden in das genaue Gegenteil umgewandelt und ließ ihn nun, von einem seltsamen Beben eingenommen, am ganzen Körper wie Espenlaub erzittern. Nun war es nur noch kaum eine Stunde bis zur Zeremonie, in der Vegeta nun endgültig an das ganze hier gebunden werden sollte und mit jeder verstreichenden Sekunde schien die Angst in dem schwarzhaarigen Mann zu wachsen.
„Vegeta, beruhige dich. Die Königin wird gleich kommen, sie bringt einen Beruhigungstrank mit, dann wird es dir gleich besser gehen.“ Tima hatte sich rechts neben ihren zitternden Freund, welcher wie sie zuvor an einem Stuhl an dem kleinen Tisch saß, niedergelassen und fasste nach einer Hand von diesem, welcher die Finger beider in dem fein geknüpften Stoff seines Baraji vergraben hatte. Sie begann seine Hand zärtlich zu streicheln und drückte sie fest, seine Handflächen waren nass vor Schweiß und zitterten so wie der Rest seines Körpers.
Es wurde nichts auf ihre Worte erwidert, Vegeta sah sie zwar kurz an, doch glitt sein Blick schnell durch sie hindurch in eine unermessliche Ferne, in welche die Sklavin nie zu folgen vermocht hätte. Der Sayajin versuchte sich zwar immer in der Gegenwart zu halten, aber es wollte ihm einfach nicht gelingen, seine Gedanken schweiften immer wieder ab, jedoch fanden sie nirgendwo Halt, sie schienen an nichts wirklich heranzukommen, allein eine fassbare Unruhe hatte sich in seinem Verstand breit gemacht und jagte seinen Geist von einem Ende seines Bewusstseins zum anderen, um ja nicht an das so kurz bevorstehende Ereignis zu denken.
>>Ich werde sterben... ich kann das nicht... ich kann das nicht... ich stehe das nicht durch... ich werde daran zerbrechen und verrückt werden...<< Er wusste nicht ob es ihm nur so vorkam, aber ein weitaus schlimmeres Zittern schien sich an ihm zu klammern, kaum hatte er den Gedanken zu ende gedacht. Es war schrecklich, er wollte nicht verrückt werden, nicht geschwängert werden und schon gar nicht auf ewig hier bleiben. Das einzige, was er wollte, den einzigen Wunsch, den er im Moment empfand und für den er alles gegeben hätte, war hier wegzukommen, fort zu können, weit weg von all dem noch vor ihm liegenden Schmerz und Scham.
Besorgte Augen folgten jeder seiner Bewegung, versuchten mit seinen Augen Kontakt aufzubauen, schafften es jedoch nicht und die Sklavin seufzte schwer. Doch bevor sie erneut versuchen konnte das aussichtslosen Unterfangen fortzuführen Vegeta doch noch in ein Gespräch zu verwickeln und ihn so vielleicht etwas von der, in seiner Brust von Minute zu Minute anschwellenden Furcht, zu nehmen, erklang ein kurzes Klopfen und die Tür wurde geöffnet.
Mit einem erschrockenen Ruck wirbelte der Sayajin herum, seine Augen waren weit aufgerissen und die Finger seiner linken Hand verkrampft in die Sessellehne gebohrt. Als er die Königin und einen nicht weniger als er selbst erschrockenen Usok erblickte, entspannte er sich augenblicklich wieder und schien mit einem Mal mit den Tränen kämpfen zu müssen, weswegen er sich wieder von den Neuankömmlingen abwandte. Er hatte seine Augen geschlossen und hielt seinen Kopf gesenkt, sein Atem ging schnell, viel zu schnell und unregelmäßig, es kam ihn so vor, als müsse er geradezu um Luft kämpfen.
„Vegeta...“ Der schwarzhaarige Mann spürte, wie sich eine Hand auf seine Schulter legte und zuckte dabei automatisch etwas zusammen. Kima, welche neben den blassen Sayajin getreten war, bedachte ihn mit einem besorgten aber ruhigen Blick und stellte eine Tasse Pachilles-Tee (1 eine milchig orange Flüssigkeit, welche aus den Blütenblätter der Pachilles-Blume gemacht wurde und eine stark beruhigende Wirkung auf die Nerven ausübte) auf die Tischplatte vor Vegeta. „Komm, trink davon, danach wird es dir gleich besser gehen.“ Mit einer zärtlichen Bewegung fuhr sie über den Nacken des anderen, dabei ging sie ganz langsam vor, so dass sie ihn nicht erschreckte, da sein momentan angespanntes Nervenkostüm ihn mehr als schreckhaft und nervös machte.
>>Er zittert als hätte er Fieber und ich bin mir sicher, selbst da könnte er sich nicht schlechter fühlen.<< Die Königin, deren lange fließend weiße Haare in einem eleganten Knoten im Nacken endeten, fasste mit einer Hand nach diesen, so als wolle sie Prüfen ob er noch richtig säße, eine Angewohnheit von ihr, die sie pflegte wenn sie selbst aufgeregt oder besorgt war. Ihre Gedanken galten weiterhin Vegeta, welcher nach anscheinendem inneren Hin und Her sich dazu durchgerungen hatte etwas von dem Tee zu probieren:>> Ich hoffe Kemath hat diesen widerlichen Narref eingeschärft, dass er Vegeta nicht unnötig nervös machen soll... ich weiß zu gut, dass dieses Ekel, wenn es könnte, ihm die ganze Sache gerne noch erschweren würde...<<
Ihr Kopf wandte sich zum Kaminsims, wo eine kleine, hübsch anzusehende Uhr stand und stieß ein teils besorgtes, teils aufgeregtes Seufzen aus:>> Noch 43 Minuten... Da Vegeta aber vor der Zeremonie noch den Lych-hia-Trank einnehmen muss, wird der Narref zehn Minuten früher nach ihm schicken lassen... so wenig Zeit also nur mehr.<< Sie ließ ihre Augen wieder zu dem blässlich wirkenden Mann vor ihr wandern und sah, dass dieser die Tasse des Beruhigungstees schon bis zur Hälfte geleert hatte. Das würde ausreichen, dass er zumindest vor der Zeremonie nicht zusammenbricht, jedoch konnte der Tee die bevorstehende Nacht nicht ungeschehen machen und so würde es für Vegeta so oder so noch schwer werden, sehr schwer.
Usok hatte inzwischen auch den Weg nach vorne, zu seinen ehemaligen Kollegen gefunden und schaute ihn bedrückt an, er hätte ihm gerne geholfen, wirklich, doch konnte er rein gar nichts tun. >>Ich komm mir so überflüssig vor... er hat mir so oft geholfen und ich kann nichts machen...<< Der rothaarige Mann sah auf seinen Freund herab und sagte leise, beinahe zaghaft:„ Du musst keine Angst haben, Vegeta, Armath ist da und die anderen Dämonen kannst du vergessen, sie dürfen ja sowieso nichts machen...“
Ein erstickendes Aufschluchzen sagte Usok, dass er seine Worte lieber für sich behalten hätte, auch wenn er den anderen nur Trost geben wollte, sein Tun wurde nur mit einem bösen, unmissverständlichen Blick von Tima belohnt. Er sah seinen Freund besorgt an und kam sich plötzlich furchtbar schäbig und dumm vor:>> Ich bin so ein Blödmann...<<
„Shhh, Usok hat es nur gut gemeint und er hat ja auch recht, niemand darf dir etwas tun.<< Mit zärtlicher Vorsicht begann die Frau mit den eleganten Haarkonten den Rücken des nun weinenden Mannes zu streicheln. Sie fuhr mit einer ruhigen Stimme, die etwas unerklärlich Tröstliches an sich hatte fort:„ Es wird dir nichts passieren, Vegeta, du wirst nur wieder mit Armath schlafen und er wird behutsam sein, das weißt du. Du musst dich wegen dem König und den anderen Dämonen nicht schämen, es ist eine normale, seit Jahrmillionen abgehaltene Zeremonie und niemand wird sich über die lustig machen oder sonst wie wehtun, der König sorgt dafür.“ Kima hatte begonnen mit ihren Fingern liebevoll durch die Haare des anderen zu streicheln, sie wusste, wie furchtbar es für diesen sein musste.
„I... ich will nicht... ich...“ Immer mehr Tränen fanden ihren Weg über die blasse Haut der Wangen des Sayajins und er schüttelte widerstrebend den Kopf:„ I... i... ich... kann n... nicht...“ Schluchzend bettete er sein Gesicht in seinen Händen, das klamme Gefühl von Verzweiflung und Furcht begann seinen gesamten Körper immer mehr auszufüllen, es kam ihn schon so vor, als würde es ihm das nicht vorhandene Essen hoch drücken. Er begann zu würgen, ihm war mit einem mal so schlecht, das Zittern wurde ebenfalls schlimmer und der kalte Schweiß rann ihn von der Stirn und den Schläfen.
Die Königin und auch die anderen beiden spürten neben Mitgefühl auch große Besorgnis, sie wusste, dass er sich jetzt nicht so in dieses Gefühl hineinsteigern durfte, das würde nur dazu führen, dass es noch schwerer als ohnehin für ihn werden würde. So ging die Gattin des derzeitigen Königs in die Knie und legte ihre Arme um den weinenden Mann. Sie zog ihn an sich, wobei die Sessellehne etwas störte, aber das fiel keinem von beiden auf, und begann ein Lied zu summen, während sie ihn in einem langsamen Takt zu wiegen begann.
Es war ein Lied aus ihren eigenen Kindestagen, ihre Großmutter hatte es ihr immer als kleines Mädchen vorgesungen wenn sie nicht schlafen konnte oder Angst hatte. Und auf seltsame Weise schien die beruhigende Magie, die es vor so etlichen Jahren verströmt hatte, heute noch Wirkung zu zeigen, denn Vegeta wurde ruhiger. Zunächst merkte man nichts davon, doch dann spürte Kima, dass das Beben, welches den gesamten Körper des Sayajins erfasst hatte, nachließ und sich dessen Magen beruhigt haben musste.
„Shhh...“ Sie hielt ihn in einer sachten, aber sicheren Umarmung und fuhr mit ihren Wiegen fort:„ Shhh, Vegeta, atme ruhig, es ist alles gut.“ Der Mann in ihren Armen war zu ausgelaugt, als dass er etwas von sich geben konnte und so war ein Schweigen seine Antwort, doch die Frau verstand es. Niemand sagte mehr etwas in der folgenden halben Stunde, nur das Summen einer hellen, weichen Stimme erfüllte den Raum und machte das Warten auf den Anfang von Vegetas Alptraum etwas erträglicher.
Und schließlich war es soweit, ein kurzes, hartes Klopfen ließ jeden in dem Raum aufschrecken und zur Tür blicken, welche sich einen Moment später öffnete. Ein großer Dämon, wessen Haut ein dunkelgrünen Schimmer hatte, so dass er an Moos erinnerte, betrat den Raum und deutete der Königin, welche unpassend ruhig wirkte, gegenüber eine Verbeugung an. Er war ein Hanto, ebenfalls ein Magier, aber eine Unterart, nicht so mächtig wie ein Narref und auch nicht so unausstehlich. Kima spürte wie Vegeta in ihren Armen wieder stärker zu zittern begann und sich an sie klammerte, so als würde es für ihn vielleicht doch noch irgendwie ein Entrinnen aus dieser schrecklichen Situation geben.
Der Hanto tat einen Schritt auf die Königin und den Sayajin zu, blieb dann aber stehen, seine silbrig schimmernden Augen strahlten eine erhabene, beinahe unantastbare Ruhe aus und er begann mit eben solch einer Ruhe in seiner Stimme zu sprechen:„ Ich bin hier um den zukünftigen Nahu, Vegeta, zu holen. Ich bitte euch mir zu folgen.“ Vegeta sah ihn nur mit weit aufgerissenen, vor Angst beinahe überschäumenden Augen an. Er würde nicht gehen, er konnte nicht, doch die Königin, in deren Armen er noch immer geruht hatte, stand nun ihrerseits auf und sah ihn ernst an:„ Komm Vegeta, es beginnt.“
Am liebsten hätte er zu weinen begonnen, er fühlte sich verraten, allein gelassen, warum schickte sie ihn weg, innerlich hatte er tatsächlich gehofft, dass ihn Kima helfen würde, doch das tat sie nicht, sie ließ ihn allein. Allein mit diesen Dämonen, welcher ihn zu dem Ende seines Lebens führen würde... das konnte er nicht, er wollte es doch nicht.
„Ich bitte euch, euch etwas zu eilen, da der Narref, sowie der König als auch der Prinz schon warten.“ Der große Dämon wirkte weiterhin ruhig, strahlte aber etwas aus, das seine Worte unterstrich und jedem das Gefühl gab, dass es nun wirklich keine Zeit mehr für viel Hin und Her gab. „I...“ Der Sayajin spürte wie die Königin ihre Finger auf seine Lippen legte und ihren Kopf leicht schüttelte:„ Geh, Vegeta.“ Tränen kamen zur Antwort und der schwarzhaarige Mann sah Hilfe suchend zu Tima und Usok, welche jedoch nicht viel weniger ratlos und verzweifelt wirkten.
„Kommt nun, bitte, zukünftiger Nahu, die Zeit lässt sich nicht bitten.“ Der Hanto klang nicht unfreundlich oder genervt, aber man spürte, dass er es ernst meinte und er keine weitere Verzögerung abwarten würde. So stand Vegeta auf, wobei er nicht wusste, woher er die Kraft nahm, denn er fühlte sich so schwach wie nie zuvor in seinem gesamten Leben. Mit unsicheren Schritten ging er zu den Dämonen, blieb aber mit einem gehörigen Abstand vor diesen stehen und schien sich einfach nicht an ihm vorbei zu trauen. Das spürte dieser auch und lächelte freundlich, was Vegeta teilweise unrealistisch und teilweise absurd vorkam:„ Keine Angst, ich tue euch nichts, kommt, ich führe euch nur.“
Wieder wandte sich der Sayajin zu Kima um, er wollte sie fragen, ob sie nicht mitkomme, doch sie antwortete schon, bevor er dazu kam ein Wort zu sagen:„ Nein, leider, ab hier musst du alleine gehen. Hab keine Angst, es wird dir niemand wehtun, das verspreche ich dir.“
Teilweise beruhigten ihm diese Worte, da er ihr glaubte, ihr glauben wollte und so, nach einen kurzen innerlichen Willenskampf, folgte er den Untermagierdämonen, welcher ihn zunächst voraus gehen ließ, so dass er die Tür hinter ihnen schließen konnte und ihn dann zum ausgewählten Zimmer führte. Tima und Usok hatten ihn beide ein freundliches und tröstliches Lächeln geschenkt, doch hatte dieses der Mann gar nicht mehr wahr genommen, genauso wenig wie den nun folgenden Weg, welchen er hinter sich brachte um zu Armath zu gelangen.
Sein Geist war wie gelähmt, er nahm nicht wahr, dass die ganzen Flure und Gänge wie leergefegt waren und dass überall nur halb so viele Kerzen wie ansonsten brannten, so dass sich ein trüber Schleier über alles und jedem gelegt hatte, genauso wie über sein Bewusstsein.
Sie erreichten die Tür, welche in das Zimmer führte, in dem Vegeta die vergangenen Nächte seit seiner Ankunft verbracht hatte, in einer erschreckend kurzen Zeit, zumindest kam es dem blassen Mann so vor und er spürte wieder wie ein aufstrebendes Zittern von seinem Körper Besitz zu ergreifen begann, als der Hanto die große, schön verzierte Holztür öffnete.
Ein kalter Schauer zog sich über Vegetas Rücken nachdem sich seine Augen an die schwache Beleuchtung, die in dem großen Raum herrschte, gewöhnt hatten und er das Innere erkannte. Ein Meer aus dicken Stoffen, welche die darunter liegenden Wände komplett begruben und Tausende von Kerzen empfingen seinen scheuen, ängstlichen Blick. Es blieb einem kein Zweifel, dass hier ein zeremonieller Ritus durchgeführt werden würde, denn alles war mit Fragmenten, Symbolen, Diagrammen und dergleichen überzogen.
Der schwere schwarze Stoff aus dem die Dutzenden und Aberdutzenden an Tüchern waren, die erst beim zweiten Blick dunkelrot erschien und überall hingen, hatte etwas Einschüchterndes. Die Kerzen, welche, wie Vegeta nach einigen Sekunden erkannte, nicht einfach irgendwie aufgestellt worden waren, so wie er zunächst gedacht hatte, sondern ebenfalls Symbolketten und Kreise bildeten, hatten, wie damals bei seiner ersten Nacht mit Molloc, schwarze Flammen und zogen mit gleicher Faszination seinen Blick auf sich. Dem Sayajin fiel auch auf, dass die gesamte, allein aus Glas bestehende Wand, die er wegen der Aussicht gerne mochte, ebenfalls mit dicken Stoff zugehangen war und so auch von den außen leuchtenden Sternenhimmel kein Licht hereinfallen konnte. Und mit einem Mal fühlte er sich allein, zum ersten Mal seit der langen Zeit, die er hier war, fühlte er sich wahrhaftig allein. Kein Son-Goku, keine Bulma, kein Trunks, kein Niemand, der ihn helfen würde, ihn aus dieser aussichtslosen Situation erretten würde.
Bis zu eben diesen Moment hatte er noch Hoffnung gehabt, er hatte gehofft, vielleicht doch irgendwie noch hier weg zu kommen, vielleicht dass er selbst den Weg fand, vielleicht dass sie ihn holten. Vielleicht sogar, dass er erwachte, erwachte aus einem unfassbar grausigen Alptraum und sein normales Leben fortführen konnte. Er würde es nicht können, nie wieder, nun war es aus, seine Hoffnungen, Wünsche, Träume, all das, was ihn das furchtbare Leben hier erträglich gemacht hatte war dahin. Und genau in dieser Sekunde zerbrach diese irrwitzige Vorstellung, dass er tatsächlich nochmals seine Familie und Freunde sehen würde können und mit ihr sein ganzer Widerwillen.
Der Sayajin Vegeta wurde nun schlussendlich doch von all den Qualen erdrückt, jetzt gab es ihn nicht mehr, er verschwand, möglicherweise für immer, möglicherweise nur bis er eine neue Chance bekam wieder aufzuerstehen, jetzt gab es niemand mehr als den Nahu Vegeta, einen schwachen, weinenden Sklaven, der auf ewig seinem Leben nachtrauern würde. Den Sehnsüchte Tag für Tag in den folgenden zwanzig Jahren heimsuchen würde und an ihnen in manch schwerer Stunde beinahe zerbrechen würde...
Vegeta wurde durch die Hand des Hanto aus den Gedanken gerissen, welcher ihn durch einen leichten Druck gegen die Schulter zum Weitergehen bringen wollte. Der ehemalige Kämpfer tat es auch, mit unsicheren Schritten betrat er nun den großen Raum, spürte den nicht unangenehm kühlen Boden unter seinen nackten Füßen und hörte, wie die große Tür hinter ihm geschlossen wurde. Erst jetzt wurde er auf die sechs weiteren Personen aufmerksam, von denen drei, wo er sich sicher war, dass es sich bei diesen um die Hichas handelte, eher am Rand der gegenüberliegenden Wand standen und drei, der Narref, der Prinz und der König, sich in der Raummitte befanden.
Alle hatten ihr Augenmerk auf ihn gerichtet, wobei aus den schwarzen Tiefen des Magiers nur Abwertung und Abscheu zu lesen war. Armath lächelte ihn freudig und zärtlich zu, er stand mitsamt des Narrefs in einem 2x2 Meter großen Kreis aus blutroten Kerzen und wurde anscheinend gerade irgendeinen Ritual unterzogen, da der Zauberer seine Hände auf seiner Brust gelegt hatte und fortwährend etwas murmelte, selbst während er ihn mit abstoßenden Blick betrachtete. Der König stand außerhalb des Kreises und empfing ihn ebenfalls mit einem ruhigen Lächeln, was Vegeta weder freute noch schreckte, für seinen Verstand war im Augenblick alles unbegreiflich.
Er bemerkte erst, dass er immer noch wie angewurzelt am Eingang stand, als der Narref die Arme von dem Prinzen nahm und sich zu ihm wandte, wobei er Armaths warnenden Blick ignorierte und grob zischte:„ Komm endlich, du bist schon mehr als spät dran.“ Jetzt erst fiel dem Sayajin auch auf, dass der Hanto verschwunden war, anscheinend hatte dieser sie verlassen nachdem er eingetreten war. Es dauerte eine Sekunde bis Vegeta seine Beine dazu brachte nach vorne zugehen wo der Anbruch seiner neuen Zukunft bereits wartete.
Unschlüssig blieb er vor dem Kranz aus Lichtern stehen, er sah keine Öffnung durch die er hindurch treten hätte können und suchte so unsicher den Blick von Armath auf, welcher ihn mit der gleichen Freundlichkeit empfing wie zuvor, doch bevor dieser etwas sagen konnte, kam der Narref schon auf Vegeta zu und fauchte giftig:„ Auf was wartest du? Bist du zu blöd um hindurch zu treten!?“ Die scharfen Worte ließen die Furcht und Nervosität des Mannes erneut steigen und er wich automatisch zwei Schritte zurück, weg von dem unfreundlichen und einschüchternden Dämonen.
Dieser schien wegen diesem Verhalten mehr als erzürnt und schrie:„ Verdammt, du dämliche Kreatur, jetzt komm schon her! Wir haben nicht die ganze Nacht Zeit, bist du wirklich zu dumm um das zu begreifen?!“ Eine weitere erhobene Stimme folgte, doch dieses Mal kam sie nicht von dem Zauberer, sondern vom König, welcher ernst und warnend dem Narref etwas in ihrer Muttersprache sagte, worauf dieser ziemlich wütend wirkte und den Eindruck erregte, dass er einen Moment überlegen musste, ob er den großen schwarzen Dämon nicht einfach widersprach. Aber der Magier war nicht dumm, er wusste, dass dies allein hier schon den Tod begründen konnte und der König an sich sehr mächtig war, deshalb nickte er nach kurzen Schweigen und suchte erneut Vegeta mit seinen Augen auf.
„Komm her, tritt durch die Kerzen hindurch, dir kann nichts passieren.“ Der Narref klang nun ruhig, aber deswegen noch kein bisschen weniger einschüchternd oder ablehnend und der Sayajin musste alle Kraft aufwenden, die er besaß um sich nach vorne zu trauen. Vor den Kerzen blieb er erneut stehen, er verstand nicht wirklich was sie von ihm wollten, wie sollte er durch diesen Ring hindurch? Er würde sie umstoßen und dann erst wieder den Zorn des Magiers auf sich ziehen. Doch bevor er noch viel überlegen konnte packte schon eine Hand grob nach ihm und zog ihn in den Lichterkreis, durch die kleine tanzende Flammenkette hindurch.
Verwirrt blickte sich Vegeta um:>> Eine Illusion?<< Das kam ihn unwahrscheinlich vor, da er die Wärme der vielen kleinen Flammenköpfe auf seiner Haut spüren konnte, doch ihm blieb keine Zeit sich länger darüber Gedanken zu machen, der Narref richtete erneut das Wort an ihn:„ Komm, zieh dich aus.“ Entsetzen folgte den Worten und der ehemalige Sklave sah den Dämonen nur nicht verstehend an. Dieser schien sich zusammenreißen zu müssen um ihn nicht sofort eine zu scheuern und knurrte:„ Was ist so schwer an meiner soeben genannten Order? Zieh dir den Baraji über den Kopf, dass wir endlich mit der Zeremonie beginnen können!“
„Vegeta, hab keine Angst, der Narref muss deinen Körper noch auf die bevorstehende Befruchtung vorbereiten, es wird nicht wehtun, dafür sorge ich.“ Armath hatte sich mit seiner gewohnt ruhigen Stimme an ihn gewandt, wobei sich der letzte Teil seines Satzes mehr wie eine Drohung an den anderen Dämonen angehört hatte, was dieser ihn mit einem bösen Blick vergütete. >>Was? Ich soll mich vor... nein! Ich will nicht!!! Sollen wir etwa hier in dem Kreis miteinander schlafen!?<< Tränen kamen den Sayajin und er konnte sich nur mit Mühe zurückhalten diesen nicht freien Lauf zu lassen.
Jedoch gehorchte er, teilweise, weil er ja sowieso keine andere Wahl gehabt hätte und teilweise, weil er Angst hatte, dass er bestraft werden würde, wenn er es nicht tat. Mit zittrigen Händen zog er sich den viel zu dünnen Stoff hoch, über den Kopf und stand schließlich nackt da, wobei er das Gewand vor seinen Lenden hielt, da es ihm furchtbar peinlich war. Der Narref machte nur ein spottendes Gesicht und fasste dann zu einem kleinen Beutel, welchen er an dem Gürtel, den er um das Lendentuch trug, befestigt hatte. „Hier, trink das.“ Der Dämon hielt Vegeta den kleinen Beutel entgegen, den der Sayajin zunächst nur mit großen und fragenden Augen betrachtete, als der Magier jedoch eine auffordernde Geste machte, griff er zaghaft danach und merkte, dass er aus Leder war und Flüssigkeit sich in diesem befand.
Es roch widerlich, nach Verwesten und Verrottenden und der Mann hielt er mit einem angewiderten Gesicht von sich weg:>> Das trinke ich nicht! Das kotz ich es ja sofort wieder aus!!!<< Ein zorniger Blick des Narrefs galt ihm als Lohn und er sah verängstig und Hilfe suchend zu Armath, der ihn ernst, aber verstehend entgegen blickte:„ Vegeta, es riecht vielleicht scheußlich, aber nur mit Hilfe dieses Tranks stellt sich dein Körper um, ansonsten bringt die ganze Zeremonie nichts. Bitte, trink es.“ Der weiße Prinz sah ihn bittend an, wobei er ihn nicht drängen wollte und schließlich zwang sich Vegeta dazu dieses eklig riechende Gesöff zu sich zu nehmen.
Mit einem Schluck hatte er es unten und überrascht stellte er fest, dass es zwar widerwärtig schmeckte, aber bei weitem nicht so schlimm wie es roch, so dass seine Befürchtung, dass er sich übergeben müsse ausblieb. Nun vernahm er wieder die Stimme des Zauberers, der sich zu seinem Entsetzten vor ihm auf die Knie fallen ließ:„ Los, gib die Hände zur Seite.“ Zuerst sah er ihn nur verängstigt an, doch dieses Mal wiederholte sich und wartete der Narref nicht, denn mit einer groben Bewegung zog er die Hände, welcher sich immer noch verkrampft den weichen Stoff des Baraji vor seine Lenden gehalten hatte, auseinander.
Vegeta war so erschrocken, dass er keinen Laut von sich gab und auch nichts unternahm, er verfolgte nur mit stetig wachsenden Entsetzten wie der vor ihm kniende Dämon dessen Hände über seinem Körper wandern ließ und dabei in einen seltsamen Singsang verfiel. Das Zittern, welches von der ganzen Überraschung vorübergehend abgenommen hatte, fing mit einen Mal an wieder stärker zu werden und der Sayajin spürte Panik in sich aufsteigen. >>Er... er soll das lassen... ich will das nicht...<< Stocksteif und bebend folgte er jeder Bewegung des Narrefs, wessen Hände zunächst auf seinem Bauch ruhten, wobei ein seltsames Zeihen in seinem Inneren begann.
>>Was geht hier vor?! Wa...<< Die Hände des Dämonen begannen sich langsam zu bewegen, sie fuhren über den Bauch, nach oben zu seiner Brust, ruhten dort einen Moment, wobei es dem Sayajin so vorkam als würde ihm immer übler werden, und setzten dann ihren Weg nach hinten fort, zu seinem Rücken, wo sie ebenfalls eine Minute ruhten um kurz darauf zu sinken. Vegetas Augen weiteten sich vor Entsetzen, als er die Hände des Narrefs auf seinem Po spürte, wo diese ebenfalls kurz ruhten. Seine Angst und Scham stieg als er den boshaften Blick von diesem wahrnahm und da der Dämon sich so gesetzt hatte, dass er halb mit dem Rücken zu den anderen war, nahm es weder Armath noch der König wahr.
Ein bekanntes Ziehen begann sich in seinen Lenden breit zu machen, als der Magier seine Finger in das runde muskulöse Fleisch des Sayajins vergrub. Der zitternde Mann biss seine Zähne zusammen und ballte seine Fäuste, er wollte das nicht! >>Was macht dieser da? I... ich... er darf das nicht...<< Vegeta spürte mit Entsetzen, wie sich zwischen seinen Beinen etwas aufrichtete und er konnte die Tränen dann einfach nicht mehr zurückhalten. Es war so schrecklich, er machte sich über ihn lustig, er führte ihn hier vor!!!
Wimmernd vergrub er sein Gesicht in seinen Händen und spürt wie das Zittern immer schlimmer wurde:>> Ich will heim, ich will heim...<< Die Finger des anderen, welche sich in sein Gesäß gebohrt hatten ließen augenblicklich locker und im selben Moment hörte er auch die aufgebrachte Stimme Armaths, welcher den Narref in ihrer Muttersprache wütend anfuhr. Dieser stand jedoch mit einer erschreckenden Gleichgültigkeit auf und meinte nur lächelnd:„ Seid mir nicht böse, aber macht es einen Unterschied ob ihr seinen Körper dazu bringt oder ich? Ihr könnte immer noch mit ihm schlafen, ich habe ihn nichts getan.“
Der weiße Dämon musste sich mit aller Macht zusammenreißen um den Magier nicht an die Gurgel zu springen, doch da nahm plötzlich der König das Wort an sich:„ Narref, noch so ein „Ausrutscher“ und ich breche euch das Genick. Ihr seid hier ein Mittel zum Zweck und wenn ihr euch meinen Anordnungen weiter widersetzt verwirkt ihr euer Leben.“
Vegeta bekam nichts mit von den wütenden und gefährlichen Blicken des Narrefs und den ernsten und drohenden Ausdruck in den Augen des Königs, er bekam auch nicht mit, dass sich Armath zu ihm begab und wurde erst durch eine zärtliche Berührung auf seinem Nacken auf ihn aufmerksam. Zitternd hob er seinen Kopf und sah zu dem weißen Dämon, welcher ihn besorgt und freundlich zugleich entgegen blickte:„ Vegeta, hab keine Angst, der Narref darf dir nicht weh tun, er begreift seine Schranken nur noch nicht.“ Die Worte brachten keinen Trost, das hatte Armath auch vorhergesehen, jedoch hoffte er, dass er den Sayajin dadurch vielleicht etwas beruhigen konnte.
Für den zukünftigen Nahu war es schrecklich, alles hier, jeder einzelne Bestandteil dieser Nacht, er wollte nicht mehr, am liebsten wäre er einfach gestorben, doch nicht einmal das konnte er noch. „A... Armath...“ Ein schmerzerfülltes Schluchzen glitt über seine Lippen und Vegeta fand sich eher er es richtig begriff in den Armen des anderen wieder, welcher ihn zärtlich zu liebkosen begonnen hatte. >>Ich will nicht hier...<< Bevor er seine Gedanken zu Ende bringen konnte richtete der Narref, nachdem sich dieser mit dem König ein stummes Willensgefecht geliefert hatte, seine Worte an ihn und dem weißen Prinzen:„ Die Vorbereitungen für das Merlon-tja sind beendet, ihr könnt mit der Zeremonie beginnen.“ Der Zauberer klang nicht gerade glücklich, jedoch gab es keine weitere Verzögerung seinerseits, er ließ sich erneut auf die Knie sinken und begann etwas zu Murmeln, und dieses Gemurmel ging mit der Zeit zu einem Singsang über.
Zwei starke Arme hoben den zitternden und noch immer mit ganzen Situation überforderten Mann hoch und Armath ging mitsamt ihn zu seinem Bett, welches, wie Vegeta nun mit einem Mal auffiel, ebenfalls komplett anders aussah. Es war zwar noch dasselbe aber ganz in schwarzen Samt gekleidet, welcher mit Symbolen und anderen mystischen Zeichen übersät war. Durchschimmernde, feine Stofftücher waren um es herum aufgehängt, jedoch würden diese nicht den Blick auf sie versperren, das wusste der Sayajin mit benommener Sicherheit:>> Sie werden alles sehen... ich... das kann ich nicht, ich will nicht, dass sie uns zuschauen... ich...<< Tränen fanden erneut ihren Weg auf seine Wangen zurück und er wimmerte leise, während er sich so klein wie möglich zu machen versuchte.
Armath beobachtete das Verhalten seines Geliebten besorgt, allerdings wusste er, dass es so kommen hatte müssen, denn für diesen war die heute Nacht eine einzige Qual und das tat ihm selbst sehr leid, da er sich darauf schon lange gefreut hatte. „Shhh, ich bin ganz vorsichtig, ich versprech‘s.“ Vegeta spürte den weichen, samtenen Stoff im Kreuz, als er auf das Bett gelegt wurde, dieser gab eine seltsame Kühle ab, welche sich in sein Fleisch fraß bevor er richtig merkte, was geschah und seinen Geist für einen kurzen Augenblick in einen Dämmerzustand über gleiten ließ.
>>Was... passiert mit mir? Es... es ist kalt...<< Die Augen des zukünftigen Nahus wurden mit einem Mal schwer und dieser musste sich gegen ein müdes Gähnen erwehren. Dann spürte er, wie die Matratze nachgab, als sich der Dämon ebenfalls auf diese niederließ. Der weiße Prinz hatte sich vor ihm gesetzt und sah ihn nun ruhig an, dessen Hände streichelten sanft über Vegetas Beine und dem Sayajin wurde erst jetzt wieder bewusst, dass er ja schon steif war. Ein Gefühl von Scham jagte in seinem Innersten hoch und er konnte sich ein nervöses Aufseufzen nicht verkneifen:>> Es ist so peinlich... ich bin so verdammt schwach...<< Tränen suchten weiterhin ihren Weg über sein Gesicht und er drehte sich wimmernd zur Seite, so dass er die Beine anziehen konnte und legte seine Arme schützend um seinen Kopf, welcher auf seinen Knien ruhten, auch wenn er wusste, dass er nichts mehr tun konnte um die bevorstehende Nacht zu verhindern.
„Vegeta...“ Armaths Augen spiegelten große Besorgnis wieder, ihm war zum einem klar, dass es schwer für diesen war aber dieser konnte die gesamte Nacht auch kompliziert machen, was jedoch wegen dem Zauber nicht sein durfte, da die Zeit der Befruchtung feststand und der Narref bezüglich den Worten, dass sie nicht die gesamte Nacht Zeit hatten, recht gehabt hatte. „Hey, weine doch nicht.“ Der junge Dämon schob seine Hände unter den anderen und drehte ihn so wieder auf den Rücken, was diesem überhaupt nicht gefiel, da er wütend aufschluchzte und nach seinen Händen schlug. „Hör auf...“ Vegetas schwarze Opale, welche wegen der Tränen wie ein See schimmerten, funkelten Armath zornig an, doch dieser erwiderte nur einen ruhigen Blick, da der Prinz neben der Wut und dem Zorn die Angst genau in den Augen des anderen wahrnehmen konnte.
Vorsichtig begann er den keuchenden Mann zu streicheln, was diesem Entsetzen auf seine schönen Züge jagte und ihn dazu brachte sich wieder dem schlimmen, stetig wachsenden Gefühl hinzugeben. >>Er ist so verkrampft und hat solch eine Angst... es ist wirklich ein selten dämlicher Brauch, dass wir beobachtet werden müssen, das macht ihn nur noch um so nervöser.<< Der weiße Dämon seufzte und wandte sich erneut den weinenden Sayajin zu, wessen Körper von einem immer stärker werdenden Beben gepackt wurde:„ Vegeta, bitte, versuch dich zu beruhigen, ich will dir doch nicht weh tun.“ Vorsichtig ließ er seine Hände unter den Rücken des anderen gleiten und hob ihn dann etwas an, so dass er halbwegs aufrecht saß.
„Nein... geh weg...“ Vegeta war schlecht, furchtbar schlecht und er hatte Angst. Er konnte die anderen Dämonen sehen, wie sie ihn beobachteten, wie sie ihnen zusahen und je mehr er sich ihrer Gegenwart bewusst wurde um so mehr verkrampfte er sich. „Geh!!!“ Seine Hand schlug gegen den Arm von Armath und am liebsten hätte er zu schreien begonnen, denn ihm wurde klar, dass er so viel um sich schlagen konnte, wie er wollte und er trotzdem nicht aus dieser aussichtslosen Situation entkam. „Geh...“ Die Stimme des Sayajins wurde leiser und das Weinen lauter, er war zu schwach! Viel zu schwach!!!
„Oh Gott... Hilfe... Hilfe...“ Die Panik trieb immer mehr Tränen in seine Augen und er hatte furchtbare Kopfschmerzen, es kam ihn so vor, als würde jemand mit Hämmern hinter seiner Stirn und seinen Schläfen auf ihn einschlagen. >>Ich will nicht... nicht... nein... ich...<< Verzweifelt versuchte er sich aus den Armen des anderen zu befreien, ohne Erfolg und so steigerte er sich immer mehr in einen regelrechten Weinkrampf hinein.
Armath blickte verzweifelt und besorgt auf den Mann in seinen Händen, dieser war schon beinahe weggetreten und schien kaum noch in der Verfassung zu sein für irgendetwas, schon gar nicht für diese Zeremonie. >>Was mach ich nur!? Ich kann ihn doch nicht einfach dazu zwingen... aber wir müssen beginnen, wir sind sowieso schon zu spät... Wenn ich ihn doch nur irgendwie beruhigen könnte...<< Der Dämon wusste, dass Vegeta nun allmählich neben der Furcht und Verzweiflung auch die in ihm anwachsende Erregung zu schaffen machte, welche der zuvor von ihm eingenommene Zaubertrank hervorrief, denn zwischen den Wimmern und Schluchzen war auch immer häufiger ein gepresstes Keuchen zu hören.
>>Was kann ich bloß tun!? Wenn er sich nicht beruhigt wird das Merlon-tja heute nicht stattfinden...<< Armath biss sich auf die Unterlippe und sah besorgt auf seinen zukünftigen Partner, welcher nicht den Eindruck machte sich sonderlich bald etwas zu fangen. >>Er hat Angst, das ist verständlich und diese dumme Überwachungszeremonie setzt ihn noch zusätzlich zu... er will nicht hier bleiben, nicht bei mir... er will zu seinen zurück und das kann er nicht mehr, wenn er unser Kind in sich trägt...<< Bedauern stieg in dem Dämonen hoch und er fragte sich, ob das alles nicht ein großer Fehler war und sie nicht noch warten hätten sollen.
>>Er will zu diesem Kakarott, zu seinem...<< Der weiße Prinz hielt inne, mit einem Mal wusste er ganz genau, was er tun konnte um den anderen diese Nacht erträglich zu machen und er hoffte wirklich, dass es klappen würde. Er beugte sich zu dem anderen, welcher ihn nur verängstigt ansah und flüsterte ihn leise in sein Ohr:„ Vegeta, denk an Kakarott.“ Armath spürte, wie den anderen ein Schaudern durchzog und er ihn mit großen Augen ansah, er selbst fuhr währenddessen fort seine Hände zärtlich über dessen Haut streifen zu lassen:„ Denk an ihn, wie er dich berührt, dich liebevoll streichelt und küsst.“
Das Schaudern, welches Vegeta bei jedem Wort durchzog, nahm allmählich zu und führte dazu, dass die Erregung in seinen Lenden ebenfalls wuchs. Schluchzend schloss der Sayajin die Augen und wimmerte leise, kaum hörbar den Namen der Person, die er so unglaublich vermisste:„ Kakarott...“ Er spürte, wie sich eine warme Hand um seine Erregung legte und diese kurz darauf leicht und zärtlich massiert wurde. „Er liebt dich Vegeta... denk an ihn, denk an dein zu Hause, wo er auf dich wartet...“ Armath fuhr leise fort, es war die einzige Möglichkeit, die ihm eingefallen war um den anderen zu beruhigen und er hoffte wirklich, dass es etwas bringen würde.
Es legte sich ein Schleier über die schwarzen Opale des Sayajins und das Weinen ließ allmählich tatsächlich nach, das Schluchzen verlor an Heftigkeit und das Wimmern verstummte beinahe, nur noch das leise Säuseln des Namen von seinen ehemals so verhassten Kampfkollegen war zu vernehmen. „Kakarott... Kakarott...“ Tränen rannen weiterhin als stumme Boten des Trauer und Sehnsucht über Vegetas Gesicht, doch er hatte sich beruhigt, die Panik hatte sich etwas gelegt, denn nun war er wieder auf den Weg zu ihn, zu Son-Goku, welcher schon auf ihn wartete, wie jedes mal, wenn es ihm so schlecht ging und er einfach eine Zuflucht brauchte.
„Kakarott...“ Teilweise rief dieser Name das unangenehme Gefühl von Eifersucht in dem weißen Prinzen hoch, doch dieser wusste, dass der genannte Mann niemals hierher kommen würde und er war froh, dass Vegeta sich dadurch etwas fing. Sollte er doch den anderen sehen, solange es ihm dadurch besser ging und außerdem hatte er alle Zeit diesem seinen Platz im Herzen des keuchenden und nun langsam auf seine Massage ansprechenden Mann streitig zu machen. >>Gut, er beruhigt sich...<< Armath ließ seine Hand etwas fester zupacken und an Tempo gewinnen, was dazu führte, dass der Sayajin in seinen Armen seine Augen schloss und seinen Kopf in den Nacken warf:„ Hah... ahhh...“ Für Vegetas Geist war im Moment nicht wirklich klar wer genau diese anregende Berührungen auf ihn ausübte, doch sie kamen ihn nicht mehr so schrecklich und bedrohlich vor, im Gegenteil, sein Glied wurde dadurch immer steifer und der Druck in seinen Lenden immer spürbarer.
Der weiße Dämon begann den Nacken des anderen mit seinen Lippen zu überziehen, führte seine hingebungsvolle Arbeit über den Hals fort, ließ seine Zunge über die Brust des in seinen Armen liegenden und keuchenden Mann wandern und neckte dessen Brustknospen liebevoll mit seinen Zähnen. „Hnnnh... Kakrott... hanh...“ Durch die immer intensiver werdenden Berührungen wurde das Keuchen und Stöhnen des Sayajins auch immer lauter, er hatte begonnen, sein Becken leicht gegen die Hand des anderen zu bewegen, da er nach Erlösung suchte und nicht mehr lange warten konnte.
Dies blieb Armath keineswegs ein Geheimnis, er selbst nahm ebenfalls schon ein kräftiges Ziehen in seinen Lenden wahr, so ließ er seine Hand zu seinem Lendentuch wandern und zog dies mit einer eiligen Bewegung von sich. Die anregende Massage wurde beendet und ein enttäuschtes, protestierendes Keuchen war von der Seite des unter ihn liegenden Mannes zu hören. Es ruhten nun beide Hände von ihm auf dem Rücken des anderen und gaben ihn Halt, er sah genau, dass Vegetas Geist wieder in den Tiefen seines Bewusstseins gesunken war und so vor dem hier geschehenen Ereignis flüchtete.
>>Ich hoffe, dass ich ihm nicht weh tue...<< Der junge Prinz wollte nicht an den nächsten Morgen denken, wo Vegeta dann mit der Realität konfrontiert wurde. „...Kakarott...“ Der Sayajin hielt seine Augen immer noch fest geschlossen und atmete schnell und unregelmäßig, die Erregung in ihm stieg allmählich ins Unermessliche und er konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen.
Hingegen Armaths Glauben, dass Vegeta nun statt ihn vollkommen den anderen Sayajin wahrnahm, spürte dieser sehr wohl auch die Gegenwart des anderen. Son-Goku war da, in seinen Gedanken, er sah diesen, spürte ihn, nahm dessen Lächeln und unbefangenes Erscheinen wahr, wie er ihn tröstete und streichelte, aber das war nur mental, körperlich spürte er die Anwesenheit des Dämonen, dadurch schlich sich dieser auch in seinen Kopf und der erregten Mann konnte nicht mehr mit Sicherheit sagen, welcher von beiden nun bei ihm war. Einerseits spürte er den Freund aus vergangenen Tagen und doch war die Präsenz von Armath unabstreitbar.
Als der ehemalige Sklave vorsichtig hochgehoben wurde, ließ ihn diese Bewegung halb aus seiner Trance erwachen, denn er hatte in seinem Hinterkopf immer noch das Wissen, was heute Nacht geschehen sollte, auch wenn er es verdrängte. „Ahhh... hn...“ Widerwillig öffnete er seine Augen und verließ so die Sicherheit seiner eigenen Phantasie. Es war ein beängstigendes Gefühl vom angenehmen Schutz seiner Traumwelt wieder in diese schreckliche Wirklichkeit zu stolpern und als er merkte, was nun folgen sollte, begann er wieder zu weinen.
„Ni... nicht... ich w... will nicht...“ Seine Arme kamen ihn unglaublich schwer vor, er hatte Mühe sie überhaupt zu heben um zu versuchen sich von dem anderen weg zu drücken, was jedoch ein aussichtsloses Unterfangen war. Die schwarzen Opale glitten von Armath, welcher ihn bedauernd ansah ab und er stieß plötzlich auf die drei Dämonen abwärts, welcher ihn ruhig beobachteten. In der Sekunde kam ihn wieder in den Sinn, dass sie ja beobachtet wurden und sein gesamter Körper begann sich augenblicklich zu verkrampfen:>> Nein... oh Gott... nein... das darf nicht passieren...<<
Der junge Prinz folgte Vegetas Blick und verstand was in dem zitternden Mann vorging und obwohl das eigentlich gegen die Regeln war, da verlang wurde, dass auf das zeugende Paar eine gute Sicht zu sein habe, spannte er seine großen Schwingen aus und schottete sie so vor den Blicken des andern ab. Er suchte den Augenkontakt zu Vegeta auf, welcher ihn nur verängstigt und verwirrt ansah:„ Niemand sieht uns, ist es nun besser?“ Der weiße Dämon lächelte sanft und der Sayajin benötigte eine Sekunde um zu begreifen was da eigentlich gerade passiert war und mit einem mal, als er verstand was Armath schon die ganze Zeit tat um ihn zu beruhigen und den Schmerz zu nehmen, schoss ein warmes angenehmes Gefühl in ihm empor und löste die verkrampfte Furcht ein wenig auf.
„Danke...“ Vegetas Stimme war leise, das Wort war mehr gehaucht als gesprochen worden, doch sein Partner verstand und lächelt nur zärtlich. Eine Hand des jungen Dämonen strich sanft über die Wange des Sayajins und er küsste ihn behutsam auf die Stirn. Nachdem eine weitere Minute in dieser beruhigenden Zweisamkeit verstrichen war, wo beide einfach nur den anderen spürten und Armath so versuchte Vegetas Körper etwas mehr auf das bevorstehende Ereignis einzustellen, nahm der weiße Prinz einen Finger in den Mund und befeuchtete ihn etwas.
Der zukünftige Nahu keuchte leise auf, als er spürte, wie der andere mit den Finger in ihn eindrang um es ihn für das folgende zu erleichtern. Dann zog ihn der zukünftige König zu sich, hielt jedoch kurz bevor er in ihm eindringen konnte inne und sein Blick wandte sich wieder Vegetas zu:„ Erlaubst du es mir?“ Ein Ausdruck von Verblüffung, welches sich schnell in tiefe Berührung umwandelte machte sich auf dem Antlitz des Sayajins breit und nachdem er einen Moment nur still Armath angesehen hatte, nickte er leicht.
Ein bekannter kurzer Schmerz folgte, so wie jedes Mal, wenn jemand in ihn eindrang und dadurch einen Stich durch seine Wirbelsäule jagte. Dieser Schmerz hielt jedoch nicht lange an, denn der größere der beiden wusste genau, wie er den anderen ebenso Freuden bereiten konnte, wie sich selbst. Die Finger des Prinzen suchten die empfindsame Stelle von Vegeta auf, wo ehemals sein Schwanz begonnen hatte und fing an, diese vorsichtig und zärtlich zu massieren, indem er seinen Mittel und Zeigefinger behutsam kreisförmig bewegte.
Ein lautes Seufzen und darauf folgendes Stöhnen kamen als Antwort und der Sayajin fand sich kurz darauf in einem anregenden Spiel ihrer Becken wieder, wodurch sich eine anstachelnde Hitze in seinem Bauch und Lenden breit machte. „Hah... hah... hn...“ Das Keuchen, welches den großen Raum zu füllen begonnen hatte, fand seinen Ursprung bei den beiden Körpern, die sich gegenseitig zu ihren physischen als auch psychischen Höhepunkt trieben. Armath bewegte sein Becken schnell und rythmisch, das anfänglich peinliche Gefühl, dass er beim Liebesakt beobachtet wurde, war schon nach wenigen Minuten verflogen und so konzentrierte er sich nun nur noch voll und ganz auf Vegeta, welcher seine Beine breit gespreizt und sie um das Becken des Dämonen geschlungen hatte.
>>Es ist schön... Gott... das darf es nicht... hng...<< Die schwarzen Augen des keuchenden Mannes der in den Armen des weißen Dämonen lang hatten sich verklärt, er wehrte sich nicht mehr, er war gar nicht mehr im Stande dafür, das anwachsende Gefühl in seinen Lenden benebelte seinen Verstand, ob das nun wegen dem Zaubertrank kam oder wegen dem Adrenalin, das durch seine Adern gepumpt wurde, wusste er nicht. Ihm war nur klar, dass er verloren hatte, dass er den Kampf um seine Freiheit aufgegeben hatte und es somit keinen Unterschied machte ob er sich hier nun seinen zukünftigen Lebensgefährten hingab oder nicht.
>>Kakarott... ich vermisse dich... ich werde dich immer vermissen...<< Vegeta schloss seine Augen, als ein berauschendes Gefühl seinen Kopf hochgeschossen kam und schrie wenige Sekunden später laut auf, als nach etlichen Minuten der Erregung, welche durch den immer schneller werdenden Rhythmus ihrer Becken und der zärtlichen Hand, die sich dem Punkt seines ehemaligen Schwanzansatzes widmete, hervorgerufen wurde, der erlösende Höhepunkt über ihn hereinbrach, wie ein Sturm und er keuchend zusammenbrach.
Armath hatte seinen Partner fest an sich gezogen als er mit ihm zusammen den Orgasmus erreichte, er war noch immer tief in ihm und sein Atem ging ebenfalls rasselnd und unregelmäßig. Ein Rausch hatte sich über seine Gefühle gelegt und er spürte, wie der Saft des anderen an seinem Bauch hinunter rann. „Vegeta...“ Er öffnete seine Augen, die er um das unbeschreibliche Gefühl besser auskosten zu können geschlossen hatte und blickte auf Vegeta hinab, welcher gegen seiner Brust lehnte und erschöpft keuchte. Seine Finger strichen durch die nass geschwitzten schwarzen Haare des anderen und er flüsterte glücklich:„ Ich liebe dich.“
Der Sayajin erwiderte nichts darauf, er hatte seine schwarzen Opale nur noch halb geöffnet und ließ seinen Blick einfach ins Nichts verlaufen. >>K...<< Tränen begannen sich in seinen Augen zu sammeln und als er seine Lider schloss suchten sie sich ihren Weg über seine Wangen. Er war müde und fühlte sich seltsam, nicht so schlecht und furchtbar wie er erwartet hatte aber auch nicht gut, irgendetwas stimmte nicht mit ihm. >>Ob das von dem Trank kommt, den ich vorhin trinken musste? ... Mir ist übel...<< Ein leises Seufzen folgte als Armath ihn von seinem Schoß nahm und sich der erschöpfte Mann kurz darauf in dem weichen Bett wiederfand.
Der Samt fühlte sich gut an unter Vegetas Haut, er war weich und kühl, ein willkommener Trost in dieser dunklen Stunde. >>Ich will hier, w...<< Der ehemalige Kämpfer biss seine Zähne wütend zusammen, als er sich selbst dazu zwang den Gedanken aufzugeben bevor er ihn zu ende denken konnte. Es gab hier kein Entkommen, er würde hier nie mehr weg kommen, von nun an würde er an so was nicht mehr denken. >>Es tut sonst nur noch mehr weh...<< Ein Schluchzen fand seinen Weg ohne seine Erlaubnis über seine Lippen und für eine Sekunde kam es ihn so vor, als würde er tatsächlich in ein tiefes, dunkles Loch fallen.
„Shhh...“ Zwar starke Arme schlossen sich um seinen Oberkörper und zogen ihn sachte zu einer muskulösen Brust. Die Haut des weißen Dämonen war warm und erst jetzt fiel Vegeta auf, dass er zitterte. Er konnte spüren, wie Armath sich leicht aufsetze um nach unten zu greifen und kurz darauf legte sich eine ebenso kühle als auch warme Decke über ihn und gab ihn etwas Sicherheit. Die anderen Dämonen, der Narref, der König, sie alle waren vergessen, sein Kopf tat weh, in ihm hatte wieder dieses leichte Pochen hinter den Schläfen begonnen und der Druck in seiner Stirn.
Ein seltsames Gefühl nistete sich in dem Sayajin ein und ließ ihn sich schwer und schläfrig vorkommen, was ihn nur recht war, sollte er schlafen, dann würde er aus dieser grausigen Welt entkommen, für ein paar Stunden und Son-Goku wieder sehen. Doch als er gerade dabei war, die Grenze zum Reich der Ruhe zu überschreiten, ging mit einem mal ein heftig stechender Schmerz durch seinen Unterleib und genauso heftig ein Ruck durch seinem gesamten Körper. „Ahhh...“ Verwirrt riss er seine Augen auf, erneut kamen ihm Tränen doch dieses Mal nicht wegen der Trauer, sondern wegen einem grässlichen, allmählich zu pulsieren beginnenden Schmerz in seinem Bauch.
>>Was zur...<< Der Schmerz nahm dermaßen schnell zu, dass er schon wenige Sekunden später das Gefühl hatte keine Luft mehr zu bekommen. >>Ich ersticke...<< Er schlug wütend um sich, als der junge Prinz seine Arme um seine Brust noch enger zog, trotz der Tatsache, dass dieser es nur gut gemeint hatte. >>Ich... es tut so weh!!!<< Sein Gesicht verzog sich zu einer Schmerz verzogenen Grimasse und mit einem Mal hatte er das dringende Verlangen sich zu übergeben.
Armath sah teilweise entsetzt und besorgt zu seinem Geliebten, er verstand auch seinerseits nicht was das sollte:>> Es dürfte ihn doch gar nicht wehtun!!! Normalerweise sollte der Zauber seinen Lauf nehmen ohne dass Vegeta Notiz davon nimmt... dieser verdammte Narref!!!<< Zornig wandte er seinen Blick von dem nun zu schreien begonnen Sayajin ab, zu dem Narref, welcher einstweilen schon in eine ziemlich hitzige Diskussion mit dem König verwickelt war, welcher ihn für diesen unplanmäßigen Ablauf verantwortlich machte wogegen der Zauberer jede Schuld von sich wies und nur meinte, dass das damit zusammenhängen musste, dass Vegeta nun mal als Sayajin sich von dem typischen Humanoiden unterschied.
„Dann macht etwas damit eure lächerliche Magie endlich richtig funktioniert!!!“ Der große schwarze Dämon herrschte den Magier gefährlich an, welcher durch diese Beschimpfungen schon etwas unüberlegtes tun wollte, da er das persönlich auffasste, doch dann wurde ihm bewusst, dass die drei Hichas ebenfalls eingreifen würde, wenn er auch nur andeutungsweise etwas gegen ihren König unternahm. Und da er keinerlei Mittel hier hatte, mit denen er einen Zauber sprechen konnte, der stark genug war um mit ihnen fertig zu werden, sah er sich dazu gezwungen der Anordnung Folge zu leisten.
Vegeta schrie sich in der Zwischenzeit schon die Seele aus dem Leib, wobei ihm langsam jedoch die Kraft ausging, da er von dem vorangegangenen Liebesakt noch sehr ausgelaugt war und der Schmerz sich langsam daran machte sich in seinem gesamten Körper auszubreiten und diesen mit seiner Grausamkeit zu betäuben. >>Es tut so weh... ich kriege keine Luft... es tut so schrecklich weh...<< Seine Augen waren zu schmalen Schlitzen zusammengezogen und er hätte sein Körper nicht darauf bestanden, dass er frische Luft brauchte, hätte er zu Atmen aufgehört, da der daraus resultierende Schmerz furchtbar war.
„Ruhig, Vegeta, versuch dich zu beruhigen, es wird gleich wieder gehen...“ Armath versuchte den weinenden und schreienden Mann zu beruhigen, welcher immer wieder nach ihn schlug, wenn er ihn zu berühren versuchte. >>Was hast du bloß!? Was kann ich tun... dieser beschissene Narref!!!<< Er wandte seinen Blick erneut zu dem Zauberer, welcher soeben mit einen Beutel allerhand verschiedenster Mittelchen das Bett erreichte und mit einen wütenden Ausdruck die Decke zurückschlug und den Sayajin grob zu sich zog. Wimmernd schlug Vegeta gegen die brutale Hand und bekam prompt als Revanche einen Hieb ins Gesicht versetzt, was dazu führte dass er von einem heftigen Schüttelkrampf gepackt wurde.
Für den weißen Prinzen war das zu viel und bevor der Narref irgendwie reagieren konnte, wurde eine Faust hart gegen seinen Magen gerammt. Mit wutverzerrten Gesicht und blitzenden Augen griff der ältere Dämon nun an seine Seite, wo er einen Dolch, wohl ein magisches Fragment, stecken hatte, jedoch kam er nicht dazu, diesen zu ziehen.
„Wagt es und ich breche euch das Genick...“ Die Stimme des Königs wurde von einem tiefen Grollen begleitet und er funkelte den Narref nun seinerseits erbost an, welchen er an der Gurgel gepackt und einen Meter über den Boden gehievt hatte. Einen Moment schien der Magier tatsächlich noch mit dem Gedanken zu spielen nach der Waffe zu greifen, doch schlussendlich wandte auch die zweite Hand zu dem selben Platz, wo seine erste schon längst ruhte, an das Handgelenk des Königs, welcher ihm die Luft abdrückte. Der Herrscher fuhr wütend fort:„ Wenn ihr dem Sayajin nicht sofort helft, werde ich Maccaruh davon in Kenntnis setzen, dass ihr euch gegen meinen Befehl aufgelehnt habt und dass ihr eure dreckige Hand an den zukünftigen Nahu gelegt habt.“ Die rotschwarzen Pupillen hatten sich zu dünnen Schlitzen zusammengezogen und jeder wusste, dass Kemath es in diesem Moment ernst meinte.
„Wie... ihr wünscht...“ Der Narref hatte einige Probleme damit diese Worte über seine Lippen zu bringen, nicht nur wegen der Hand, die ihm langsam aber sicher den lebensnotwendigen Atem raubte. „Gut...“ Der König öffnete seine Hand und der Zauberer fiel zu Boden, auf seine Füße und machte sich, nachdem er den größeren seiner Art einen giftigen Blick zugeworfen hatte, sofort daran den Geheiß von Kemath auszuführen, da er auf einen weiteren solchen Zusammenstoß gerne verzichten konnte. So ging er erneut zu Vegeta, welcher inzwischen nur noch leise schluchzend und wimmernd unter den Schmerzen litt, die seinen ganzen Körper von Krämpfen durchzucken ließ.
Armath hatte eine Hand auf den Bauch des anderen gelegt und ihn zärtlich zu streicheln begonnen, was jedoch nicht viel brachte, aber Vegeta hatte wenigstens das Gefühl, dass jemand da war, denn wie zuvor die Lust wirkten sich auch diese Qualen betäubend auf seinen Geist aus und er nahm kaum noch etwas über seine Sinnesorgane wahr. >>Vegeta, bitte, halte durch...<< Der weiße Prinz spürte unter seiner Hand, wie sich die Bauchmuskeln des anderen rhythmisch zusammenzogen und den schon halb weggetretenen Mann bei jeder einzelnen Kontraktion ein immer schwächer werdendes Winseln abverlangte. Seine nachtschwarzen Augen verfolgten jede Bewegung des Narrefs genau, denn er würde es nicht noch mal zulassen, dass dieser den Sayajin schlägt:>> Wie ich diese Kreatur hasse...<<
Der Narref ignorierte den überwachenden und verabscheuenden Blick des anderen, er war ihn recht egal, aber die anderen Dämonen in seinem Nacken bereiteten ihm mehr Sorgen, so dass er wohl oder übel den Befehl des Königs nachgehen musste, auch wenn er persönlich es recht erheiternd fand, wie aus dem wimmernden Haufen Abschaum vor ihm immer mehr das Leben gesaugt wurde. Er hatte schnell die verschiedensten Kräuter und anderen Gewächse zusammen, die er benötigte, doch ließ er sich Zeit, da er wusste, dass dieser Sayajin zwar litt aber keineswegs so schnell sterben würde.
„Beeile dich oder ich schwöre dir, du erlebst gleich ebenso solche Schmerzen!!!“ Rein aus Trotz hätte der Magier jetzt gerne noch langsamer gemacht, doch der Prinz war gefährlich, auch wenn dieser es im Moment mit ihm noch nicht aufnehmen konnte, bei dem nächsten Merlon-tja würde er sich diesem gegenüber nicht mehr so verhalten können, deshalb machte er schneller, auch weil er spürte, dass der König ihn schon wieder zu nahe rückte. Die getrockneten Kräuter wurden schnell per Finger gerieben und kamen in einen kleinen Beutel, in genauso einen wie aus dem Vegeta zuvor getrunken hatte, dann kamen noch ein paar Tropfen der verschiedensten Mittel dazu und schließlich fauchte er Armath an:„ Mach ihm den Mund auf.“
Dieser gehorchte und brachte Vegeta durch leichte Gewalt dazu sein Kiefer zu öffnen, wobei dieser sowieso keinen Widerstand mehr leistete, und so träufelte der Narref dem leidenden Mann diesen Trank ein und kaum hatte dieser ein paar Tröpfen davon geschluckt wurde er ruhiger und als der Beutel leer war, verfiel er in einen tiefen Schlaf, aus den er erst zwei Tage später erwachen sollte, mit der Gewissheit, dass nun ein kleines Monster in ihm heranreifte.
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Kapitel 27: What will time change?
20 Jahre später:
Das dumpfe, widerhallende Geräusch von Fußtritten erhob sich in einem rhythmischen Takt in einem der langen, sonnendurchfluteten Gänge des großen Schlosses und Socco, deren Verursacher, kam keine Sekunde später um die Ecke gebogen, welche aus einem der vielen kleineren Nebengänge führte, wobei er gekonnt ein Tablett mit seiner rechten Hand balancierte. Ein fröhliches Summen lag auf seinen Lippen und seine Augen verloren sich Mal wieder in die Weiten der Felder, welche zur Ostseite des Schlosses lagen und das frische Gemüse, Obst, als auch Getreide einbrachten, welches er und seine Kameraden jeden Tag für die Mahlzeiten benötigten.
Das Widerhallen seiner Fußschritte wurden langsamer und der große Mann blieb nach wenigen Schritten schließlich stehen um das Essen noch einmal zu überprüfen, da er Usok inzwischen zwar zutraute, dass er eine halbwegs nahrhafte und vor allem essbare Mahlzeit zusammenbrachte, doch immer noch davon überzeugt war, dass der inzwischen immerhin schon erwachsene, aber doch noch sehr kindsköpfige, Mann hier und da etwas vergaß oder vertauschte. So flog der Blick des Sklaven noch einmal prüfend über das frische, noch warme Gebäck, die Konfitüre, die Butter, den Honig, den verschiedenen Sorten an Wuscht, den Eiern und noch all dem anderen, was das Tablett so unglaublich schwer werden ließ.
Zufrieden stellte er fest, dass er sich den Weg zurück sparen konnte und so nicht wieder zehn Minuten verloren gingen, wie etwa am Tag zuvor, als Usok versehentlich die Brötchen von vorgestern genommen hatte, anstatt das Frische. Irgendwie war ja das ganze Tara darum auch unnötig, da sich der Nahu (1), bis jetzt noch nie darüber aufgeregt hatte und es immer noch ungern sah, wenn man so ein Spektakel um sein Essen oder sonst eine Sache, die für ihn bestimmt war, machte.
Vegeta hatte kein Problem damit sein Essen mal etwas später zu bekommen, er fand es auch nicht so unglaublich schrecklich wenn man ihm Mal Gebäck von Gestern vorsetzte, aber Socco selbst wie auch die anderen von Palles ehemaliger Gruppe wollten das nicht. Sie standen immer noch in seiner Schuld, er hatte es ihnen ermöglicht von Molloc wegzukommen und schließlich würden sie eines Tages sogar von diesem Planten verschwinden können, und so machte es ihnen nichts aus wegen dem Sayajin einmal eine extra Runde zu gehen, was diesen schon ein paar Mal nahe an die Grenze der Reißfestigkeit seines Nervenkostüms gebracht hatte.
"Hm... scheint Regen zu geben..." Die purpurnen Augen sahen nachdenklich in das aufkommende Meer aus dicken Wolken, welche von dunkelgrau bis tiefschwarz reichten und erinnerte sich selbst daran die Wäsche gleich abnehmen zu gehen, da er keine Lust hatte diese noch mal per Hand durchzuschrubben, nur weil die werten Herrn Dämonen hier noch nie etwas von einer Waschmaschine gehört hatten. Die aufkommende Düsternis in den Augen des Sklaven wegen des schlechten Wetters hellte sich sogleich auf als sie zufällig wieder auf den kleinen Umschlag trafen, welcher neben dem Obst lag und nur darauf wartete geöffnet zu werden.
Ein verräterisches Grinsen machte sich auf dem Gesicht des Mannes breit und er schob zur Sicherheit, damit auch keiner dieser Säfte den armen Brief etwas antun konnte, die Gläser, gefüllt mit diversen Getränken, etwas von diesem weg, da er doch schon ziemlich gespannt darauf war, was der werte Herr Armath wohl geschrieben haben würde! Aber das war nicht der einzige Grund, Neugier war zwar immer einer der Hauptanlässe dafür, dass er seine Arbeit vergaß, aber er wollte auch den Ausdruck in Vegetas Augen sehen, wenn er nach längerer Zeit Mal wieder etwas von dem König hörte.
Der Steinboden, welcher trotz der inzwischen beträchtlich abgekühlten Temperatur warm war, spiegelte durch dumpfe Silhouetten die aufquellenden Wolken am Himmel wieder und Socco schauderte als eine frische Briese über sein, leider nicht sehr dickes, Gewand fegte und beinahe den kleinen weißen Umschlag wegfegte. Der Sklave bekam ihn gerade noch zu fassen, musste dafür aber von einem der beiden kleinen Gläschen Iquamarmelade (2) kommt zirka Marillenmarmelade gleich, nur etwas saurer ) verabschieden, die Trennung war aber kurz und schmerzlos, weil er sowieso wusste, dass Vegeta sie kaum vermissen würde, da er diese geradezu verabscheute und nicht einmal angerührt hatte als er Schwanger gewesen war.
Trotzdem stellte Tyla immer eine kleine Portion dieser selbst gemachten Marmelade dazu, wobei ihr doch aufgefallen sein müsste, dass der Nahu dies nicht mochte, doch diese Frau konnte solche Sachen einfach übergehen. Lächelnd musste der Mann daran denken, dass seine Kollegin wirklich einmalig war wenn es darum ging ihren Kopf durchzusetzen, nicht einmal die am bösesten dreinblickenden Dämonen konnten daran etwas ändern, sie ignorierte diese einfach.
Ein leises Grollen, welches ungewöhnlich langsam über den Himmel zu rollen schien und sich so außerordentlich lange in der Luft hielt, ließ Socco erschaudern, er mochte Gewitter nicht und als einzigen Vorteil, dem er damals unter Mollocs Dienerschaft erlegen hatte war der gewesen, dass er durch die ständige Abnabelung von der Außenwelt nichts von all den Gewittern, die hier ziemlich heftig sein konnten und relativ oft übers Land fegte, mitbekommen hatte.
Mit energischen Kopfschütteln brachte er sich wieder ins Hier und Jetzt und seine Gedanken von dem trüben Dunkel, welches von dem sonst morgendlich so wunderschönen blauen Himmel Besitzt genommen hatte weg. Er war sowieso schon spät dran, normalerweise sollte er um 8:00 Uhr das Essen abliefern, jetzt war es schon 8:09 Uhr und die Zeit schien trotz seiner Beeilung keine Rücksicht auf ihn nehmen zu wollen. Aber er war ja sowieso schon da, zumindest stellte er dies überrascht fest, als er beinahe an der Tür vorbeigelaufen wäre weil er doch noch zu tief in seinen Gedanken steckte.
Leise keuchend, da der Weg von der Küche hierher nicht gerade kurz war und er ihn heute mit schnellem Schritt bewältigen musste, klopfte er kurz und leise an und wartete, denn es konnte ja sein, dass sein ehemaliger Mitsklavenkollege vielleicht noch schlief, was bei Vegeta zwar nicht oft vorkam, aber manchmal halt doch. Seine Hoffnungen, dass der Nahu nichts von seinem zu späten Kommen mitkriegen würde wurden jäh zerstört als ein "Komm herein." die Antwort war und so öffnete er seufzend die Tür und trat an.
"Guten Morgen, Nahu, habt ihr gut geschlafen?" Socco konnte sich ein Grinsen bei dem funkelnden Blick des anderen Mannes nicht verkneifen und winkte lachen ab:" Vegeta, du bist Nahu, du müsstest normalerweise darauf bestehen, dass ich dich mit "euer oder ihr" anrede!"
Der Angesprochene hob nur seine Augenbrauen und setzte seinen typisch genervten "Ach, sollte ich?"-Blick auf, dann legte der Sayajin seufzend sein Stickzeug (3) beiseite und begann den kleinen Tisch abzuräumen, auf welchen er jeden Morgen seit Armaths und Tillions Abwesenheit frühstückte.
Das Angebot, dass der andere abräumen könnte tat er nur mit einem bösen und genervten Blick ab und ließ sich dann in den weich gepolsterten Sessel zurücksinken, er war noch ein wenig müde, sowieso hatte er letzte Nacht schlecht geschlafen, irgendwie raubte ihm der Vollmond jeden Monat den Schlaf und das würde sich wohl auch weiter nicht ändern.
Socco stellte das Tablett auf den Tisch und begann es abzuräumen, dabei passte er gut darauf auf, dass der Sayajin nichts von dem kleinen Umschlag sah. Stattdessen fragte er lächelnd:" Wie geht es dir, du siehst müde aus, wieder der Vollmond?" Ein leichtes Nicken und ein Seufzen war die Antwort von Vegeta, welcher seinen Kopf inzwischen nach hinten gelegt hatte seine Augen geschlossen hielt.
"Tima hat sich das schon gedacht und mir einem ihrer zwar hilfreichen, dafür aber ziemlich wenig schmackhaften Tees mitgegeben. Mach einfach die Augen zu und denk an was leckeres, dann hat man das Zeug schnell unten!" Der Sklave kicherte vergnügt und auch Vegeta konnte sich seinerseits ein Lächeln nicht kneifen, denn an den Worten des anderen war doch ziemlich viel Wahres dran.
Der Sayajin setzte sich seufzend wieder gerade hin und rieb sich seinen verspannten Nacken, während seine Augen über die vielen Leckereien flogen. "Iquamarmelade?" Ein abgeneigter Blick galt der gelben Glibbermasse und Vegeta sah fragend zum anderen:" Tyla hat sich wohl immer noch nicht davon abbringen lassen aus diesem ekligen Beeren Marmelade machen zu lassen?" Socco schüttelte nur gespielt betrübt den Kopf:" Manche Angewohnheiten kriegt man einfach nicht los, wie absonderlich sie auch sein mögen."
Der Nahu lächelte nur still und blickte plötzlich fragend zu seinem Gegenüber, welcher nur überrascht die Augenbrauchen hochzog:" Ist was?" "Was versteckst du hinter dem Tablett?" Die ruhigen schwarzen Augen sahen ihn auffordernd an, Vegeta wusste, dass der andere Mann es liebte um alles und jeden ein großes Geheimnis zu machen und um ehrlich zu sein störte es ihn auch gar nicht, zumindest solange dieser ihm damit nicht auf die Nerven ging.
"Ach, komm schon, raten ist viel span..." "Socco!" SHm." Der Sklave zog mit beleidigtem Gesicht den kleinen Umschlag hervor und reichte ihn grummelnd Vegeta, welcher eine Sekunde verblüfft darauf schaute und dann plötzlich einen leuchtenden Ausdruck in seinen schwarzen Opalen bekam. Er griff beinahe zögernd nach dem Brief, welchen Socco ihm entgegenhielt und lächelte als er in der Hand hatte.
"Armath." Seine Finger fuhren prüfend über das weiche, glatte Papier des Umschlages und für einen kurzen Moment schien er den anderen im Raum völlig zu vergessen. Der Sklave sagte zwar nichts, konnte sich ein breites Grinsen aber nur schwer verkneifen, er wusste dass das kleine Stück Papierbogens den Tag des anderen mit guter Laune überlaufen werden lassen würde und fragte sich auch was der weiße König wohl geschrieben hatte.
Als einige Minuten des bedachten Schweigens vergangen waren, konnte Socco sich seine Neugier nicht mehr verkneifen und fragte:" Vegeta, könntest du mal lesen was er so schreibt? Ich meine, dich interessiert es doch sicher, oder? Und da ich schon mal da bin, dachte ich mir..."
"... dass Du deine Nase gleich wieder tief in die Neuigkeit stecken könntest. Ich hab doch gewusst, dass irgendetwas los ist, heute hätte doch Palles Frühstücksdienst und, wie soll ich sagen, du bist nicht gerade der, der gerne aus dem lieben Fleiß heraus Überstunden macht." Vegeta sah ihn grinsend an, er kannte seine Freunde inzwischen so gut, wie niemand sonst und keiner von ihnen konnte ihm in irgendeiner Weise was vormachen, wobei eigentlich sowieso nur die Männer dieser Versuchung zu oft erlagen.
Der Mann mit den purpurnen Augen, welche nun etwas Verlegenheit widerspiegelten aber keineswegs die Absicht nun kleinbei zu geben, seufzte ertappt und meinte nur:" Ach komm, jetzt sei nicht so, schließlich hab ich Palles angeboten, dass ich ihn die Arbeit abnehme und er hat ja gesagt!" "Hat er gewusst, dass ein Brief gekommen ist?"
,,Nein."
Der Sayajin lachte amüsiert auf und schüttelte nur seinen Kopf, dann deutete er den anderen ebenfalls Platz zu nehmen, was dieser auch dankend tat, und öffnete den Umschlag vorsichtig, wobei er nur das schimmernd weiße Siegel aufbrechen musste.
Behutsam zog er den ordentlich zusammengefalteten Papierbogen heraus und öffnete ihn nach einem Augenblick des stummen Betrachtens. Seine Augen begannen sogleich die einzelnen Zeilen der schön geschlungenen Schrift zu lesen, die Worte, die Armath vor wenigen Tagen erst frisch an ihn geschrieben hatte, und er lächelte freudig und erleichtert, als er die Sätze zu entziffern begann, was ihm nach so langer Zeit auf diesem Planeten nicht mehr all zu viele Schwierigkeiten machte:
Mein geliebter Vegeta,
ich wünschte ich hätte dir früher schreiben können, aber im Moment habe ich leider wenig Zeit um mich solch schönen Dingen widmen zu können. So wie du lesen kannst bin ich wohlauf, um unseren Sohn musst du dir ebenfalls keine Sorgen machen, Tillion ist jung und aufgeweckt, er würde gerne schon ganz vorne mitkämpfen, doch ist mir bewusst, dass ich mir dann eine deftige Ohrfeige von seiner Nanoleth einfangen würde, so halte ich ihn immer etwas im Hintergrund. Er ist ein sehr guter Kämpfer, stark und schnell, um ehrlich zu sein waren wir doch alle überrascht, dass er so ein außergewöhnliches Talent für den Kampf hat. To und die meisten anderen denken, dass er das von Mares hat, doch ich weiß genau, dass er dir in solchen Dingen ähnlicher ist als sie es jemals für möglich halten würden.
Ich weiß auch, dass du nichts von diesem Krieg wissen möchtest, so lass ich ihn auch wieder weg, statt dessen würde ich dir aber zu gerne etwas von diesem wundervollen Land erzählen, da ich, im Moment zumindest, noch nicht vermag es dir zu zeigen. Die Wälder sind tief und jung, Flüsse, Bäche und Seen, so weit und klar wie der Himmel, jedes Mal wünschte ich mir, dass du hier bei mir sein könntest. Der Geruch des jungen, unberührten Landes, welcher hier überall in der Luft schwebt lässt mir all das hier wirklich lohnenswert erscheinen. Hier gibt es Pferde und Einhörner, weiß wie frisch gefallener Schnee und Hirsche, deren Geweih so groß und stattlich ist, dass man diese Tiere einfach nur als wunderschön und unnahbar empfinden kann. Hier sind auch Waldgeister vertreten, gefährliche Wesen, wo ich dann doch froh bin einige dieser Zauberer bei mir zu haben, wie unsympathisch sie mir auch sein mögen. Ich bin gestern auf einen Tempel gestoßen, tief in den weiten Wäldern, er war gigantisch, natürlich kann er an das Schloss, in welchem du dich gerade befindest nicht herankommen, aber trotzdem unglaublich für die Wesen, die hier einst lebten. Dass er schon seit sehr langem verlassen ist, war keine Frage, da der Geruch, der mir mit dem ersten Windhauch entgegengekommen ist, als ich diesen uralten, verlassenen Eingang betrat, der Tot war. Ein seltsamer Ort, leise und leer, ich und Horsos haben ihn gestern durchforscht, jedoch nichts interessantes gefunden, zumindest Ipho, der Anführer der Narref, scheint seine Bezahlung schon gefunden zu haben. Etliche alter Texte und Schriftrollen, sowie Amulette und weitere Zauberartefakte sind nun in seinem Besitz. Ich bin manchmal wirklich froh, dass ich mich mit diesem fernen Verwandten gut verstehe, du kannst dir sicher vorstellen was es bedeuten würde so ein mächtiges Wesen gegen dich gestellt zu haben.
Doch lass ich nun das Thema ruhen, ich hab etwas anderes, etwas wunderschönes für dich gefunden, ein Geschenk und ich hoffe doch, dass du schon etwas gespannt bist. Da ich nun aber doch noch einmal zu den Details über den Kampf zurückgreifen muss, hoffe ich, es wird als kleine Entschädigung angenommen, da ich mir es nicht nehmen lassen kann, dir zu sagen, dass wir diese Schlacht gewonnen haben und der Planet seit gestern Abend nun zu meinem Reich gehört. Omorgh hat einfach zu unüberlegt gehandelt und seine Truppen zu schlecht verteilt. Überhaupt würde es diesem seltsamen Wesen nicht schaden, wenn es mal an einem Kampf teilnehmen würde und seine Kämpfer moralisch unterstütze, anstatt sich immer auf seinem Planeten zu verschanzen. Aber diese Spezies scheint mir trotz ihrer Zähigkeit, nicht sehr viel von Kriegsführung zu verstehen. Sie kämpfen zwar gut, sehr gut um der Wahrheit zu entsprechen, aber sie haben keinen wirklichen Willen, sie sind arrogant und selbstherrlich. Sie waren sogar so dreist uns in der Nacht, in unserem Element, anzugreifen, das hat ihnen gestern jedoch das Genick gebrochen.
Vegeta, verzeih mir, dass ich nun doch etwas von dem Krieg erzählt habe, wo du es nicht hören möchtest, aber ich hab es nur aus einem bestimmten Grund getan, denn da dieser Kampf nun gewonnen ist und die restlichen feindlichen Krieger auch ohne mein Zutun geschlagen werden können, hab ich beschlossen nun wieder heimzukehren. Du wirst nicht glauben können was ich fühle, 34 Kör ( ca. 15 ½ Monate ) von dir getrennt zu sein ist wohl das Unerträglichste am ganzen Krieg gewesen. Jede Nacht ohne dich an meiner Seite zu spüren einzuschlafen, deine Wärme nicht zu fühlen, deinen wundervollen Körper nicht berühren zu können, deinen Kuss nach einen harten Kampf als Trost oder als Lohn zu empfangen. Ich wartete seit dem ersten Moment wo ich dich verlassen musste darauf wieder zu dir zurückzukommen und ich kann es kaum erwarten morgen aufzubrechen. Wir werden fünf Tage brauchen um ans westliche Ende des Qillet zu kommen, dort wird uns Ipho zurück auf Isorvor (4) bringen und dann brauen wir noch einmal einen Tag um nach Acaver zu kommen, wo ich hoffe, dass du mich erwartest.
Tillion vermisst dich auch sehr, es war ja schließlich das erste Mal, dass er so lange von dir getrennt war. Er redet in letzter Zeit, neben der Tatsache von Kampf und seinen Siegen, nur noch von dir, ich glaube er ist noch ungeduldiger dich wieder zu sehen als ich. Im Moment ist er gerade dabei zu helfen die Lager abzubauen und packt überall mit an, was wohl der Grund dafür ist, dass er überall auch gern gesehen ist, er hat eine unerschöpfliche Flamme an Lebenswillen in sich und ich tue mir manchmal schon schwer ihn genug Freiraum zu geben. Er ist einfach noch zu jung, wäre es nicht das Gesetz, dass ein Dämon mit 29 Ano ( ca. 18 Jahre ) mit in den Kampf ziehen muss, hätte ich ihn noch in deiner sicheren Obhut gelassen, denn ich denke, trotz seinen Enthusiasmus für den Kampf, hasst er das Töten noch. Er wird nach solch einen Erlebnis immer ganz still und zieht sich zurück, manchmal mach ich mir Sorgen, ob es nicht ein Fehler war ihn mitzunehmen. Doch möchte ich dich nicht beunruhigen, denn er ist stark und gerade jetzt, wo wir so kurz davor sind wieder zurück zu kommen, ist er wieder ganz aufgedreht und unermüdlich. Ich hab ihn nicht gesagt, dass ich dir schreibe, sei mir nicht böse, aber du kennst Tillions Liebe zu Worten, ich könnte dir dann den Brief also bestenfalls überreichen, wenn wir in Acaver ankommen.
Ich vermisse dich, deine Stimme, dein Antlitz, deine Gabe mich glücklich zu machen, denn trotz dessen, dass ich wirklich stolz darauf bin diese Schlacht endlich gewonnen zu haben, bin ich dem Ganzen hier langsam müde. Ich sehne mich nach deiner Nähe, deinen wundervollen Körper, deiner weichen Haut und deinem sanften Atem.
So werde ich dich also am zweiten Vollmondabend des Javi (5) erreichen, ich kann es kaum erwarten dich in meine Arme zu schließen. Ich wünsche dir alles Gute, bis ich zu Hause bin und ich möchte mich nochmals entschuldigen, dass es so unglaublich lange gedauert hat.
In Liebe,
Armath
Vegeta lächelte sanft und fuhr mit seinen Fingerspitzen vorsichtig die geschriebenen Zeilen nach, die ihm nun so frohe Botschaft brachten. Er konnte es immer noch nicht fassen was er soeben gelesen hatte! Armath und Tillion kamen endlich nach Hause, nach so furchtbar langer Zeit, welche mit Sorgen und Bangen ausgefüllt worden war, da der Sayajin sich gut vorstellen konnte wie es an den Fronten des Kampfes zugehen musste! Er hatte Dämonen schon ein paar Mal Kämpfen gesehen und um ehrlich zu sein hätte er sogar mit all seiner ehemaligen Kraft darauf verzichtet sich mit diesem mächtigen Wesen zu messen.
Seine Gedanken kreisten nun jedoch besonders um einen Punkt, Tillion. Er war so unglaublich froh, dass dem Jungen nichts passiert war, dieser war zwar sehr klug und handelte immer bedacht, doch trotzdem war er immer in Gefahr gewesen. Der Nahu hätte ihn damals gar nicht gehen lassen wollen, auch der junge Dämon hatte nur schwer von ihm Abschied nehmen können, da er wirklich die meiste Zeit seines Lebens mit ihm verbracht hatte. Armaths häufige Abwesenheit, die meinst mehrere Wochen umfasste und auch die vielen Besprechungen, die ihn auch zu Hause an seine Arbeit banden hatten zu Folge, dass die Erziehung ihres Sohne komplett ihm überlassen, was Vegeta anfangs völlig neu gewesen war, da bei Trunks und Bra Bulma diese Aufgabe übernommen hatte.
Wenn er heute an Tillions Geburt dachte, wurde ihm noch genauso warm wie in dem Augenblick, als er dieses wundervolle Wesen, welches so unglaublich winzig gewesen war, gesehen hatte. Er hatte schneeweiße Haut, sogar noch heller als sein Vater und seine Haare waren so schwarz wie Vegetas, nach Armath Meinung hatte der Junge auch die Augen und die Nase nach seiner Nanoleth. Der Mund jedoch kam eher nach väterlicher Seite, er konnte so hart und stur sein wie von jedem anderen jungen Dämon, aber er konnte auch so liebevoll lächeln, immer dann wenn Vegeta sich schlecht fühlte.
In der Sache kam der Junge sehr nach Armath, Tillion spürte genau wenn es Vegeta nicht gut ging und versuchte ihn dann immer auf so wundersam wirkungsvolle Art aufzuheitern, dass es jedes Mal klappte. Allein schon die Anwesenheit des jungen Prinzen raubte dem Sayajin die meisten trüben Gedanken und es war wirklich so, wie Kima es ehemals gesagt hatte, er liebte ihn vom ganzen Herzen und war froh, dass er ihn haben durfte, auch wenn dies viel Schmerz mit sich führte.
"Was ist nun?" Soccos beinahe schon quengelnder Appell ließen Vegeta aus seinen Gedanken erwachen, in welche er kurz zuvor gesunken war. Er blickte ruhig lächelnd zu dem anderen und ließ sich mit geschlossenen Augen nach hinten sinken, so dass er in die weichen Polster leicht einsank. Ruhig und ohne Eile, ganz zu Leide des Sklaven, legte der Mann das Stück Papier wieder zusammen und steckte es sorgfältig in den Umschlag zurück, denn hielt er noch einen Moment inne, wobei er seine Augen weiterhin geschlossen hatte und zufrieden wirkte.
"Armath und Tillion werden heute Abend ankommen, der Kampf ist vorbei und gewonnen." Das Lächeln wollte sich immer weiter über das Gesicht des Sayajins ziehen, welcher leise zu Lachen begann, er war einfach nur glücklich und erleichtert!
"Wirklich!? Heute!? Gewonnen!? Wow!!!" Die purpurnen Augen schienen plötzlich genauso zu leuchten, wie die des anderen und der Sklave lachte ebenfalls:" Das ist ja klasse! Ich muss sofort den anderen Bescheid geben, damit wir noch rechtzeitig das Essen hinbekommen!!! Mann, mir wird jetzt schon flau wenn ich daran denke, was das wieder für Überstunden bedeuten!" Socco ließ sich scher seufzend, nachdem er vor Begeisterung aufgesprungen war wieder zurücksinken und versuchte dabei so elend wie möglich zu wirken um auf sein schweres Los aufmerksam zu machen.
Vegeta lächelte:" Ach komm, jetzt stell dich nicht so an, immerhin heißt das auch, dass ihr heute wieder etwas von dem herrlichen Wein abbekommen werdet, der dir so schmeckt, oder? Und außerdem musst du das ganze schließlich nicht alleine erledigen, wobei mir sowieso so manch böse Zungen geflüstert haben, dass du bei solchen Anlässen immer auf seltsamster Weise verschwindest und immer erst danach wieder auftauchst, wenn schon alles wieder abgewaschen und auf seinen Plätzen verstaut ist." Der empörte Blick des Sklaven rang dem Sayajin ein amüsiertes Lachen ab und er meinte nur schmunzelnd:" Ich habe nie gesagt, dass ich dieses bösen Zungen auch Glauben schenke."
"Das solltest du auch nicht! Aber glaub mir, einer dieser bösen Zunge wird heute eine kräftige Kopfnuss bekommen, ich hoffe nur, dass du solchem Geschwätz keinen Funken Aufmerksamkeit schenkst!" Der Mann mit den purpurnen Augen, in welchen der Schalk leuchtete, grinste vielsagend zu seinen Worten und der Sayajin schüttelte nur amüsiert den Kopf, sein Freund war manchmal doch etwas sehr dreist.
"Hey, aber Vegeta, wieso kommen sie heute, wo du erst den Brief bekommen hast? Ist der Sinn des modernen Briefverkehrs nicht der, dass man Nachrichten eigentlich schon viel früher kriegen sollte?" Der Sklave sah ihn fragend an, wobei er die Brötchen in Visier nahm, welche noch immer herrlich dufteten. Sein Gegenüber antwortete überlegend:" Nun, ich kann es mir so erklären, dass Armath den Brief wieder an Pwe gegeben hat, der ihn weiterschicken hätte sollen, aber da dieser immer fünf Dinge zugleich tun will, es wahrscheinlich vergessen hat. So wird ihm gerade noch im letzten Moment eingefallen sein, dass er den Umschlag ja noch bei sich hat und da er seinen Ruf als zuverlässiger Krieger nicht verlieren will, wird ihn dieser alte Kauz wahrscheinlich einen seiner Männer in die Hand gedrückt haben und dieser wird dann wie ein Verrückter hierher geflogen sein, da ihm Pwe mit dem Tot oder was weiß ich für einer Sache, die er mit ihm machen würde, wenn er ihn nicht rechtzeitig abliefern werde, gedroht haben wird."
Der Sayajin konnte sich ein amüsiertes Grinsen nicht verkneifen, als er an den schon etwas schusseligen, aber doch recht liebenswerten Dämonen dacht und er konnte immer noch kaum glauben, dass dieser ein rein magisch geschaffenes Wesen war und so eigentlich wie all die anderen gemein und bösartig sein sollte.
Socco nickte zustimmend, so kam ihn die Sache auch einleuchtend vor, den Alten kannte er im Übrigen auch, dieser kam ihn vor als hätte er schon an die Millionen Jahre auf dem Buckel, so zerstreut wie der dauernd herumlief. "Wie geht es Armath und Tillion, sind der junge Prinz und der Herr wohlauf?" "Ja, es geht beiden gut, wofür ich sehr dankbar bin." Vegeta seufzte erleichtert auf und streckte sich genüsslich, jetzt wo so frohe Botschaft eingetroffen war, hatte er auch wieder richtigen Appetit, sodass die lecker vor sich hindufteten Eier seine Augenmerk auf sich zogen.
Der Sklave bemerkte dies ebenfalls und stand so lächelnd auf:" Ich lass dich dann in Ruhe Frühstücken, ich denke du solltest dich für heute Nacht kräftigen, ich bin mir sicher sie wird lang werden." Der scharfe Blick von dem Sayajin ließ den Mann schnell das Weite suchen, er wusste wie empfindlich der andere auf solche Anspielungen reagierte und doch liebte er es ihn damit aufzuziehen. Nun, jetzt müsste er auf jeden Fall aber den anderen wegen des Essens bescheit sagen, schließlich machte sich dies wirklich, trotz allen guten Glaubens, nicht von selbst.
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Es war schon dunkel, die hell leuchtende Scheibe des Mondes hatte sich vor knappen zehn Minuten vollkommen über der weiten Gebirgswand, welche man von der östlichen Seite aus sehen konnte, geschoben und der leise Gesang der Liphas, scheue Wasserwesen, welche man kaum zu sehen bekam, aber wenn man es mal durch Zufall schaffte, nie mehr vergessen würde, hatte sich wie eine weiche Decke über alles Land gelegt und schien jedem Ruhe zu bringen.
Allein im Schloss herrschte ein reges Treiben, hunderte von Sklaven rannten noch immer zwischen Küche und Festsaal hin und her um auch die letzten Vorbereitungen zu vollenden und die Speisen noch einmal auf den letzten Drücker nachzukosten, damit sie auch ja den Herrn mundeten. Palles und Tros scheuchte die einzelnen Arbeiter wild umher, damit auch niemand nur faul in der Gegend rum stand und mehr behinderte als half. Tyla, Usok und Miria, eine junge Sklavin, deren goldene Locken es Usok angetan hatten, waren zuweilen in der Küche beschäftigt und gaben noch hier und da eine Anweisung, wenn sie fanden, dass etwas noch ein wenig Würze vertrug oder die Teller nicht ausreichend verziert waren ( was völlig unnötig war, da kein Dämon jemals einen Blick darauf verschwendet hatte und es auch nie tun würde... ). Socco war, welch Wunder, wieder auf sonderbarer Weise verschwunden und würde erst so gegen 00:20 Uhr auftauchen, wenn es für die Sklaven was zu Essen gab. Tullom würde ihn dann schon mit einer gehörigen Standpauke von wegen Kameradschaft und Faulheit in Empfang nehmen, sodass Socco zwar gelangweilt aber trotzdem wieder einmal um die Arbeit gekommen war.
Auch die Dämonen waren noch mit den Vorbereitungen für Empfang und etc. beschäftigt, der Sieg musste ordentlich gefeiert werden, so dass schon vor dem eigentlichen Fest die Weinkrüge fleißig auf Wanderschaft geschickt wurden. Telev, der einzige Sklave, der es jemals geschafft hatte, sich mit Dämonen anzufreunden, war gerade unter so einer Partie und langte ebenfalls kräftig beim Wein zu, wobei er jedoch dank seines schnellen Stoffwechsels nicht betrunken werden konnte und so den führ seine Rasse sehr leckeren Geschmack ganz ohne Nebenwirkungen genießen konnte. Auf die Frage, ob er schon ein Wort Allgemein- oder Dämonensprache konnte, nein, aber dies war so wenig wie eh und je ein Problem, sodass er sich prächtig unterhielt, während er doch eigentlich auch fest mit anpacken sollte, dies aber bei dem ganzen Wirbel glatt vergessen hatte.
Einzig und allein Vegeta hatte sich aus dem ganzen Trubel verzogen und stand draußen auf der Terrasse fern ab von all dem Lärme und wartete ruhig, wobei seine Augen den hellen Himmel immer und immer wieder überflogen und nach einem Zeichen von Armath oder Tillion Ausschau hielten. Ein kühler Windhauch zerzauste seine Haare und er verschränkte seine Arme vor seiner Brust, es wurde allmählich kalt und es war keine Frage, dass spätestens in einem Monat alles hier in einer dicken Decke aus weiß gehüllt sein würde. Die Winter auf diesem Planeten waren genauso kalt und lang wie auch schön, es sah alles wie aus einem Märchen aus, einfach phantastisch anzusehen.
"Armath..." Vegeta lächelte breit, seine Augen hatten soeben gefunden wonach sie schon seit einer knappen Stunden so sehnlich Ausschau gehalten hatten und er musste all seinen Willen aufbringen um sich von dem Anblick der herannahenden Dämonen abzuwenden damit er den anderen Bescheid geben und sie ebenfalls begrüßen konnte.
Tima, welche ihm entgegen kam, da sie fragen wollte, ob der Sayajin nicht lieber doch in die Wärme des Schlosses kommen wollte, wusste auf den ersten Blick sofort, dass der König und die anderen Dämonen also schon zu sehen waren und begleitete den Sayajin sogleich mit runter. "Sie kommen also endlich?" Ihre hellen Augen sahen ihn fragend an, wobei sie bei den Treppen ihr langes Gewand etwas anheben musste, da dies trotz all der Bequemlichkeit völlig unpraktisch in Sachen Treppensteigen war.
Der Mann nickte lächelnd:" Ja, sie müssen gleich da sein." Vegeta hätte am liebsten laut aufgelacht, doch konnte er es sich gerade noch verkneifen. Tima beobachtete ihn von der Seite her schmunzelnd, sie konnte sich vorstellen, wie erleichtert ihr Freund nun war, das letzte Jahr war hart für ihn gewesen und umso froher war sie, dass es Armath und dem Jungen gut ging.
So kamen sie endlich im Erdgeschoss an und der Sayajin sah fragend zur Sklavin, als diese sich in eine andere Richtung wendete. "Ich muss noch schnell was erledigen, ich bin sowieso gleich beim Essen!" Die Frau winkte lächelnd und machte sich auf den Weg in Richtung Küche, wo nun ein Souffle im Backrohr auf sie wartete. Vegeta beeilte sich währenddessen so schnell wie möglich zum Eingang zu kommen, was gar nicht so einfach war, da inzwischen auch schon die Dämonen mitbekommen hatte, dass der König wieder eintraf. Als Nahu wurde er natürlich mit Respekt angesehen, doch ging es trotzdem langsam voran, auch wenn ihm jeder Platz zu machen versuchte.
In diesem Moment war dem Sayajin der Verlust seiner Flugfähigkeit so nervig wie selten zuvor, denn dann hätte er nicht in dieser dummen Drängelei feststecken müssen, ihm kam es so vor, als wollten alle Dämonen des gesamten Schlosses zugleich zu dem Eingangstor. Doch auch so dauerte es nicht lange bis er endlich im Freien war und die kühle Luft, die ihm plötzlich entgegenschlug, ihn leicht zum Zittern brachte.
Seine Schritte wurden langsamer und schließlich blieb er stehen, seine schwarzen Augen waren auf die beiden weißen Dämonen ungefähr 20 Meter vor ihm gerichtet, welche sich mit anderen ihrer Art, die ihnen entgegengekommen waren und sie beglückwünschten, sprachen und lachten. Ein seltsam beklommenes Gefühl machte sich in seiner Brust breit, irgendwie war ihm ganz elend und ganz glücklich zugleich zu mute und am liebsten hätte er laut gerufen, damit diese endlich hersahen. Doch wäre dies unnötig gewesen, denn der jüngere der beiden wandte seinen Kopf zu ihm, so als hätte er seine Bitte gehört und lächelte breit als er ihn erblickte.
"Nano!!!" Es dauerte keine zwei Sekunden bis der junge Prinz bei Vegeta war und ihn lachend umarmte und ihn fest an sich drückte. Der Sayajin hatte seine Arme um den Hals des Jungen gelegt und er lachte ebenfalls glücklich auf, irgendwie fühlte er eine Leichtigkeit in sich, als könne er wieder fliegen! Er spürte wie Tränen sich ihren Weg über seine Wangen suchten und er drückte sich noch fester an Tillion, welcher dies nur erwiderte.
Nach einem innigen Moment ließ Vegeta widerwillig los, er wusste, dass er später noch genug Zeit hatte den Jungen in die Arme zu nehmen, so dass es nicht unter all den Augen hier geschehen musste. Der junge Dämon stellte sich wieder gerade hin, wobei er ihn selbst beinahe um drei Köpfe überreichte und er war noch mitten in der Wachstumsphase. Tillion betrachtete seine Nano genauso froh und erleichtert wie umgekehrt und er lächelte:" Weine nicht, mir geht's doch gut." Der schwarzhaarige Mann wischte sich lachend die Tränen weg und knurrte:" Du bist noch genauso ein Kindskopf wie zuvor." Dann sagte Vegeta mit ernsten, aber trotzdem liebevollen Ausdruck in seinen Augen:" Ich habe dich so vermisst, Tillion."
Der weiße Prinz nickte:" Ich dich auch, Nano." Beide sahen sich einen Moment stumm an, jeder schien den anderen so viel sagen zu wollen, wie sehr sie sich doch vermisst hatten, wie sehr sie sich freuten, sich endlich wieder in die Arme nehmen zu können, einfach, dass der andere wieder in der eigenen Nähe war. Dann trat plötzlich eine größere Gestalt hinter Tillion, wobei die herumstehenden Dämonen ehrfürchtig Platz machten, und beide blickten zu Armath, welcher soeben zu ihnen gestoßen war.
"Hallo." Seine Augen waren so ruhig und freundlich wie seit jeher und sie schienen Vegeta einfach nur ruhig zu betrachten, die Sekunde auskosten zu wollen, einfach sein Angesicht zu genießen. Dann schritt er langsam an seinem Sohn vorbei zu den Sayajin und legte behutsam eine Hand auf seinen Hinterkopf und beugte sich vor um seine Begrüßung zu empfangen. Die weichen, warmen Lippen des jeweils anderen ließen Armath wie auch Vegeta innerlich erschaudern, es war einfach ein schönes Gefühl den anderen zu spüren, so nah, nach so langer Zeit.
"Ich habe dich vermisst." Der weiße König kraulte sanft den Nacken des anderen und lächelte, als er dessen wollenden Blick bemerkte, ihm war es kein Geheimnis, dass heute Vollmond war und somit Vegeta besonders empfindlich gegenüber jeglicher Berührungen war. So ließ er von seinem Geliebten ab und küsste ihn nur noch einmal sanft auf die Stirn, bevor er sich wieder gerade hinstellte und freundlich sprach:" Wir sollten reingehen, das Essen fängt sicher gleich an und ich bin wirklich dankbar endlich Mal wieder etwas schmackhaftes auf mein Teller zu bekommen."
Nochmals strich Armath sanft über die Wangen des anderen und deutete ihn dann rein zu gehen, was dieser auch lächelnd tat, er verspürte ebenfalls etwas Hunger, aber noch mehr Verlangen verspürte er auf die darauf folgenden Nacht mit dem anderen, welchen er schon so lange nicht mehr an sich spüren gekonnt hatte.
So wurde der Platz vor dem Tor allmählich leer, während der Festsaal immer mehr gefüllt wurde und das Essen schlussendlich begann.
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Die Tür wurde von dem König geschlossen, als er und Vegeta eingetreten waren, und er wandte sich lächelnd zu dem anderen um, welcher ihn nur ruhig ansah. Der Sayajin war kurz vor ihm stehen geblieben und hatte seine Arme vor seiner Brust verschränkt, so wie er es immer tat, wenn er aufgeregt war und es nicht zeigen wollte. Armath konnte den erhöhten Atem des anderen und das Rauschen dessen Blutes, das ungewöhnlich schnell durch seine Adern schoss, hören, er wusste, dass dieser den Mond schon den ganzen Abend über stark spürte und ging so langsam zu ihm.
Behutsam legte er seine Hände auf das Becken des anderen und sah ihn nur ruhig in die Augen, in diese wundervollen schwarzen Opale, welche ihm so lange verwehrt worden waren. Langsam, bedacht nicht zu hastig zu handeln, so dass sie es länger auskosten konnten, ließ er sich auf die Knie sinken und begann den Nacken des anderen mit Küssen zu überziehen. Er lächelte als er das leise Keuchen des anderen hörte und kurz darauf dessen Hände an seiner Brust spürte und fuhr mit seinem süßen Werk fort, denn in ihm war kein minderes Verlangen, als in dem Sayajin, so dass er jede Berührung auch seinerseits vollends genoss.
"Armath..." Der weiße Dämon, welcher tief in die Nähe des anderen versunken war, hielt kurz Inne und blickte fragend auf:" Hm?" Vegetas Augen schimmerten und auch sein Gesicht spiegelte stumme Trauer wieder, so dass der König ihn besorgt ansah und sanft seine Hand auf dessen Wange legte:" Was hast du, Vegeta?" Der Angesprochene senkte seinen Blick und trat näher an den anderen ran, so dass er dessen Wärme an sich spüren und er seinen Kopf an dessen Schulter stützen konnte.
"Wieso lässt du mich so lange allein. auf diesen Planeten, unter all den Dämonen?" Armath spürte wie Tränen auf seine Brust trafen und seufzte leise, dabei legte er einen Arm um die Taille des anderen und die andere Hand auf dessen Kopf, so dass er ihm das Gefühl von Halt geben konnte, welches der Sayajin oft sehr dringend benötigte, weil ihm alles hier manchmal einfach noch zu fremd und zu beängstigend war. Das war auch einer der Gründe gewesen, wieso er Vegeta nur sehr ungern allein gelassen hatte und besonders über so einen langen Zeitraum, denn der Mann fühlte sich trotz all der Jahre, die er schon hier lebte immer noch fremd und allein, einfach unpassend zwischen all den wundersamen und andersartigen Wesen hier, das war auch dem weißen Dämon bewusst. Und Tillion hatte Vegeta dieses Mal auch gehen lassen müssen, was ihm das Ganze sicher noch viel schwerer gemacht haben musste.
"Es tut mir leid. Hätte ich gekonnt, wäre ich schon viel früher wieder hier gewesen, das weißt du doch... ich hab dich doch auch vermisst." Vegeta spürte wie er fest an den anderen gedrückt wurde und ließ das Gefühl von Geborgenheit auf sich einwirken, er hatte so lange darauf gewartet. Einige Augenblicke blieben beide stumm in der engen Umarmung, jeder genoss die Nähe des anderen und war einfach froh, dass er diesen wieder spüren konnte.
Ein leises Seufzen wies den Dämonen darauf hin, dass der Sayajin wieder die Einwirkung des Mondes spürte und drückte diesen sanft weg, so dass er von neuen beginnen konnte den Nacken und Hals des anderen mit seinen weichen Lippen zu erkundschaften, denn es war sehr lange her, seit er dies das letzte Mal getan hatte. Seine Hände wanderten sanft über den Rücken des anderen, rauf zu den Schultern, den Schulterblättern, wieder weiter runter zu dem Becken, bis zu den muskulösen Po, dem er sich nun behutsam zuwendete.
Vegeta durchlief ein Schauer, als er die Hände des anderen auf sich spürte und keuchte leise als er wahrnahm wie sein Körper darauf reagierte und er hart wurde. Es war ein schönes Gefühl, es tat so gut und er konnte ein leises Stöhnen nicht unterdrücken, wobei er sich automatisch etwas gegen den andern lehnte, so dass er eine Stütze hatte. "Armath..." Seine Augen waren fest geschlossen und sein Atem ging schnell, er spürte wie das Verlangen sein Becken gegen den anderen zu drücken immer stärker wurde.
"Shhh, ruhig, Vegeta..." Der weiße König ließ von dem muskulösen Pobacken des anderen ab und zog ihm stattdessen den Baraji über den Kopf, während er dessen Brust sanft mit schwebendleichten Küssen zu überziehen begann, wodurch der Sayajin erneut aufkeuchte und sich etwas mehr gegen Armath lehnte, da seine Beine ihn nicht mehr lange tragen würden.
Seufzend vergrub der Sayajin seine Finger in der schwarzen Mähne des anderen um seine Beine etwas zu entlasten, welche jede Sekunde unter ihm nachzugeben drohten. Ein seltsam berauschendes Gefühl, wie schon alle Male zuvor wenn Vegeta mit dem Dämonen diesen Liebesakt durchzog, stieg in ihm hoch bis in seinen Kopf und er seufzte erneut leise während er seine Augen schloss um den Schwindel zu entgehen, der ihn gepackt hatte und alles um ihn herum seltsam unwahr erscheinen ließ. Es tat gut, so wunderbar gut, diese weichen Lippen und die kräftigen, schutzbietenden Hände auf sich zu spüren, wie sie unglaublich sanft seinen Körper überzogen, ihn berührten, immer darauf achtend, ihn ja nicht zu verletzen, ihn kein Leid zuzufügen.
Es berührte den Mann immer sehr tief wenn er die Behutsamkeit und Zärtlichkeit des anderen spürte, mit welcher dieser ihn immer anfasste. Eigentlich hatte Vegeta anfangs gedacht, dass Armath sich in dieser Hinsicht überhaupt völlig von den Dämonen unterschied, doch nach und nach war ihm klar geworden, dass der weiße König genauso gefährlich und brutal sein konnte, er war es nur eben viel seltener als die anderen seiner Art. Als der Sayajin das erste Mal mitbekommen hatte, wie sich sein Gatte mit einem anderen Dämonen in die Haare gekriegt hatte, war ihm ganz schlecht geworden.
Damals war Armath erst seit kurzem König gewesen, Tillion war gerade drei Monate alt und Vegeta noch ziemlich unsicher wie er sich den bedrohlichen Wesen gegenüber verhalten sollte. Sie hatten ihn zwar nicht mehr angefasst seitdem er mit Armath den Bund eingegangen war, doch respektierten sie ihn nicht, sie mochten ihn ganz einfach nicht. Molloc war sicher der Verursacher des Groll gewesen, den diese gegen ihn verspürt hatten, da war sich der Sayajin sicher gewesen, da der rote Dämon schließlich viel Einfluss und Macht hatte und es überhaupt nicht gern sah, dass sein Spielzeug plötzlich eine bedrohliche Machtposition bekam.
Jedenfalls war es an einem lauen Herbstabend gewesen, Vegeta und der kleine Tillion, der die damalige Zeit meistens schlafend verbracht hatte, waren bei dem Norosch-See gewesen, ein klares Gewässer, das eines von vielen in den Tiefen der Wälder rund um das Schloss darstellte. Die Sonne war schon halb hinter der Bergkette versunken, die sich Meile um Meile in den Himmel fraß und es war schon dämmrig geworden, als sich damals Cecji zu ihm gesellt hatte. Cecji war Dämonenfürst gewesen, welchen der Sayajin schon von früher her gekannt hatte, von der Zeit wo Molloc ihn noch zu gerne mit Freunden geteilt hatte.
Natürlich hatte Vegeta Angst bekommen, trotz dessen, dass er versucht hatte ruhig zu wirken, er hatte die Gefahr genau gespürt, ihm war klar, dass der Dämon seinen Spaß mit ihm haben wollte und dass dieser die Tatsache, dass er nun Nahu war einfach übergehen würde. Es war damals das erste Mal gewesen, dass der Sayajin keine wirkliche Furcht vor den Berührungen oder den Erniedrigungen gehabt hatte, er hatte sicht viel mehr um das kleine Bündel Leben in seinen Armen gesorgt, welches unruhig zu quengeln begonnen hatte, da auch Tillion die Gefahr oder besser die Angst seiner Nano gespürt hatte.
Cecji war völlig kalt gewesen, weder hatte er irgendeine Besorgnis wegen Bestrafung oder etwas in der Art gespürt noch das weinende Baby berücksichtigt. Er hatte sich einfach mit einer beängstigen Ruhe mit dem Sayajin unterhalten aber wieder genauso wie in Mollocs Haus. Er hat ihn verhöhnt und sich über ihn lustig gemacht, drohend umschlichen, wie eine Raubkatze, die darauf wartete zuzuschlagen und hatte seine Kreise immer enger gezogen. Es war nackte Panik, die Vegeta damals gepackt hat, die ihn zu zittern gebracht hatte und durch welche er sich ohnmächtig gefühlt hatte irgendetwas zu tun.
Tillion war damals seine einzige Sorge, er wusste, dass die Dämonen den neuen Prinzen respektierten, sogar liebten, doch Cecji war wie Molloc, eine kranke, gefährliche Kreatur, die einzig und allein Hass für ihn empfand weil er kein Dämon war. Er hatte den kleinen fest an sich gedrückt, war zurückgewichen, wohl wissend, dass er rein gar nichts tun konnte und hatte nur dumpf das Weinen des kleinen Babys war genommen. Ihm war furchtbar schlecht geworden, der kalte Schweiß und reine Angst waren aus ihm hervorgebrochen und er hatte nur die Fratze gesehen, ein Gesicht, welches jung und alt zugleich wirkte, schön und hässlich, so wie bei allen Dämonen, in welchen aber ein Spott in unnatürlichen Ausmaßen lag.
Dann hatte er die Hand des anderen auf sich gespürt, wie sie sich auf sein Kreuz legte, beinahe schon behutsam und die andere Hand auf seiner Wange, verhöhnend zärtlich streichelnd, dieser hatte die Tränen, die immer mehr wurden, weggewischt und schließlich hatte der Sayajin den heißen Atem des anderen auf seiner Stirn gefühlt, folgend von dem vertrauten Schmerz der scharfen Krallen, welche sich in seine Haut bohrten und dann hatte er die Augen geschlossen. Vegeta hatte alle Kraft zusammennehmen müssen um das Baby nicht fallen zu lassen, denn er fühlte sich plötzlich schrecklich schwach, so als würde alle Kraft mit einem Mal aus ihm herausströmen.
Die gefürchtete Erniedrigung blieb aus, denn im selben Moment, wo der Dämonenfürst seine Zähne an den Hals des anderen angesetzt hatte, wobei er ihn etwas hochgezogen hatte, damit es etwas bequemer für diesen war, traf Cecji eine unglaubliche Wucht, durch welche nicht nur der Dämon weggeschleudert wurde sondern auch der Sayajin rücklings nach hinten fiel. Vegetas erster Gedanke nach der verwirrenden Überraschung war der, dass Tillion sich etwas getan hatte aber den kleinen Kerlchen ging es gut, nur dass er wie verrückt schrie und anscheinend genauso eine Angst verspürte wie er selbst.
Als er dann aufgesehen hatte, war Erleichterung in ihm aufgestiegen, denn Armath stand vor ihm, doch die Erleichterung wich schnell Entsetzen, denn der weiße Dämon schlug wütend auf den anderen ein, welcher, wie der Mann schon nach dem ersten Moment wusste, keine Chance gegen ihn hatte und verbiss sich geradezu in ihm. Armath war ihm in diesem Augenblick so große und schrecklich vorgekommen, wie kein Wesen jemals zuvor, nicht einmal Molloc, denn die schwarzen, schimmernden Krallen des Königs hatten sich tief in der Fleisch gebohrt, die mächtigen Zähne waren im Hals von Cecji versenkt und schnitten ihm die Luft ab.
Der Dämonenfürst kämpfte um sein Leben, das wurde dem Sayajin erst nach einigen Sekunden klar, als er dessen Todesangst in den roten Augen sah. Cecji hatte keine Chance gegen Armath gehabt, dieser war größer, stärker und wütender gewesen, so dass er an diesem Tag sicher sein Leben gelassen hätte, wären Imaph, Sarik und Horsos nicht dazu gestoßen und hätten den weißen Dämonen von dem schon mehr tot als lebendigen Dämonen weggeschleift. Erst da war dem Sayajin Tima und Palles aufgefallen, welche beide neben ihn knieten und besorgt auf ihn einredeten. Sie waren es auch gewesen, die Armath geholt hatten, die ehemalige Arotavo hatte Vegeta etwas Gesellschaft leisten wollen, als sie den anderen Dämonen erblickt und hatte sofort begriffen was da vor sich ging.
Cecji ließ sein Leben drei Tage später, als Warnung an alle Dämonen, die es jemals wagen sollten Armaths Braut auch nur anzufassen. Vegeta empfand bei dessen Tot keine Genugtuung oder Freude, ihm war nur seltsam übel gewesen, irgendwie hatte er das Gefühl gehabt, dass er den weißen König nicht gekannt hatte, dass dieser genauso töten konnte, wie all die anderen seiner Art auch und das hatte ihm unheimliche Angst gemacht. Seit diesem Tag hatte ihn nie wieder jemand auch nur schief angeschaut, jeder wich ihm aus, war höflich aber kalt, was ihm auch sehr zugesetzt hatte, damals war er sich so verloren vorgekommen und hatte fast den ganzen Tag nur geweint, er hatte unbedingt weg wollen, fort von so einem schrecklichen Ort wo er überhaupt keine Macht über irgendetwas besaß, nicht einmal über sich selbst!
Mit Armath hatte er damals nicht schlafen wollen, er hatte sich ihn verwehrt, hatte weniger mit ihm gesprochen, sich von ihm zurückgezogen und seine Berührungen und Zärtlichkeiten abgewiesen. Er war ihm plötzlich so anders erschienen, nicht mehr als der nette, sanfte, immer scharmante Prinz, sondern wie ein mächtiger, gefährlicher König, vor dem er sich fürchtete. Armath hatte das damals auch wehgetan, das wusste der Sayajin im Nachhinein und es tat ihm leid, denn er hatte ihn sehr verletzt.
Tima war damals eines Nachts, als er den König wieder abgewiesen und fortgeschickt hatte, zu ihm gekommen und hatte sich mit ihm unterhalten. Sie hatte ihm keinen Trost gebracht, wie bis dahin, sondern hat ihn ernst ins Gesicht gesagt, dass er sich nicht so verdammt stur verhalten sollte, was Vegeta doch ziemlich vor den Kopf gestoßen hatte. Dann hatte sie erklärt, dass Armath ein Dämon ist, dass er immer ein Dämon sein würde, egal wie lange sie zusammen sein würden und, dass er nun mal auch wie ein Dämon handeln müsse, es liege einfach in seiner Natur.
Armath hatte für ihn getötet, er wusste es und er hasste den Gedanken, er fühlte sich schuldig dadurch, doch die Frau hatte ihn vor Augen geführt, dass der König so handeln musste, es war normal das Dämonen anfangs aufmüpfiger waren, sie stellten ihn auf die Probe wie weit sie bei ihn gehen konnte und Vegeta bot ihnen die bestmögliche Gelegenheit dazu. Hätte er Cecji einfach verschont, wäre er als schwach dagestanden und das durfte er sich zu Beginn seiner Regentschaft nicht leisten.
Vegeta wusste, dass Tima ihm dadurch nicht nur sagen wollte, dass dieses Handeln in der Natur jedes Dämonen lag, sondern auch, dass der Sayajin nicht schuld war. Dass der König den Dämonen nicht wegen ihm getötet hatte und dass er deshalb auch nicht diese Schuldgefühle haben musste, welche ihn eigentlich zu dieser Abkapselung trieben.
Darauf war er den weißen König näher gekommen, anders als zuvor, er hatte begonnen zu versuchen ihn so zu sehen wie er wirklich war, wie Dämonen wirklich waren, nicht einfach nur ein stures Bild von diesen zu haben, und nach und nach hatte er herausgefunden, dass auch diese Wesen nicht nur schrecklich, widerwärtig und böse waren, sondern auch empfanden und eine starke Zuneigung zu ihren Artgenossen fühlten. Vegeta wusste nun, dass es Armath auch schwer gefallen sein musste einen seiner Art zu töten, sie sahen sich gegenseitig als Familie, als Brüder an und sie verbanden ein enges Band der Freundschaft miteinander.
Vegeta, den diese neue Seite an seinem Gefährten anfangs so schrecklich und einschüchternd vorgekommen war, fühlte nun Geborgenheit darin, er fühlte sich sicher dadurch, dass er wusste, dass der andere ihn immer beschützen würde und, dass dieser das auch konnte. Der weiße Dämon hatte sich in den Jahren verändert, er war ernster geworden, erwachsener, aber die gewisse Kälte, die ihn anderen Dämonen gegenüber so unnahbar erscheinen ließ, legte er immer den Sayajin gegenüber ab, er war dann so freundlich und sanft wie zuvor und das freute den Nahu auch, er fühlte sich in seiner Nähe wohl und geborgen...
Eine angenehm warme Hand umschloss die Erregung des Mannes, welcher dadurch wieder in das Hier und Jetzt gerissen wurde und ließ diesen leise aufwimmern, es tat so gut, es war unglaublich schön, wie lang hatte er darauf gewartet den anderen wieder so zu spüren, so nah und so wunderbar sanft. Ein leises, erregtes Stöhnen glitt über die Lippen des Sayajins, als die wohltuenden Berührungen schneller wurden und der Druck an Intensität gleichfalls zunahm. Kleine Wogen begannen in Vegetas Schoß hinwegzurollen, die ihn erneut seinen intimen Empfindung Ausdruck verleihen ließ und er leise aufkeuchte, als er sich dem Gipfel seiner Lust näherte.
Ein enttäuschtes Keuchen und Wimmern unterbrach das allmählich rhythmisch gewordene Stöhnen, als die freudenspendende Berührung jäh endete und der weiße Dämon seine Hand zurückzog. Ein protestierendes Knurren war alles was Vegeta dem noch entgegensetzten konnte bevor ihm die weichen Lippen seines Gegenübers weiteren Protest versperrten.
Die Hände des Königs streichelten sanft über den muskulösen Rücken des Mannes und gaben ihn Halt, als dessen Beine wirklich unter dem anderen wegzusacken drohten. Eine Hand ruhte auf Vegetas Kreuz, während die anderen weiter über die weiche Haut strich, die Fingerspitzen darüber wandern ließ und sich schlussendlich am Hinterkopf des anderen niederließ, um ihn sanft zu kraulen. Armath durchforschte mit seiner Zunge die so lange nicht mehr ergründeten Regionen von Vegetas Mund und lockerte den innigen Kuss manchmal etwas auf indem er spielerisch sich etwas zurücklehnte, sodass der andere ihn folgen musste wenn er den Kuss weiter aufrechterhalten wollte, was dieser auch tat.
Armath lächelte als er das wütende, beinahe schon genervte Knurren des anderen vernahm, das ihn signalisierte, dass er mit ihm nicht so spielen sollte und begann so versöhnlich an des Lippen des anderen zu nippen, was diesen auch wieder etwas wohliger stimmte. Der Sayajin hatte seine Augen geschlossen, das tat er immer wenn sie sich küssten. Anfangs hatte Vegeta dies getan weil er zu ihm fliehen wollte, weil er den anderen Sayajin statt den Dämonen spüren wollte, doch mittlerweile hatte der weiße König nicht mehr das Gefühl, dass sein Gefährte sich wo anders aufhielt, wenn sie sich so innig berührten. Über die Jahre hinweg hatte Armath es tatsächlich geschafft, diesen anderen, den er zwar nie kannte, aber trotzdem von Anfang an als Rivalen gehabt hatte, zu verdrängen.
Zumindest dachte der König dies, die Wahrheit sah jedoch etwas anders aus, denn Vegeta war nun wirklich bei Armath, er floh nicht mehr in solchen Situationen zu Son-Goku, doch hatte er ihn nicht vergessen oder ihn sich verdrängen lassen. Er hatte ihn einfach tief in sich verschlossen, als wohl gehütetes Geheimnis, wartend auf einen wohl niemals wahr werdenden Traum, so wie Tima es ihm vor so vielen Jahren geraten hatte.
"Ahhh..." Der Sayajin drückte sich wimmernd an dem anderen, er war einfach zu heiß, er wollte nicht mehr warten, er mochte diese sinnlichen Spielchen zwar, aber im Moment wollte er einfach nur den Höhepunkt erlangen. Das wusste auch der weiße Dämon und zog den anderen von sich aus etwas näher, so dass dessen Erregung gegen seinen Bauch gepresst wurde und Vegeta scharf aufkeuchte. Armath hatte sich selbst etwas zurücksinken lassen, die Hitze in seinen Lenden wurde ihm auch immer bewusster und er zog sich sein Lendentuch, das für Dämonen wohl einziges Kleidungsstück, runter.
Bedacht darauf den anderen so vorsichtig und behutsam auf sich zu setzten wie es ging, da der Körper eines Dämonen den eines anderen Wesens nicht nur im Kampf Schmerzen bereiten konnte, einfach weil sie viel zu stark und mächtig waren, legte er seine Hände auf die Hinterseite der Oberschenkel des andern und schob diese leicht auseinander, wobei er ihn sanft nach untern drückte.
Der gewohnt stechende Schmerz, welcher sich wie ein Impuls vom unteren Ende seiner Wirbelsäule nach oben zog erfüllte einen kurzen Moment Vegetas Bewusstsein komplett.
Doch schon wenige Sekunden später wich dieser durch die gekonnten Bewegungen und Zärtlichkeiten von Armath, einem Schauer aus purer Lust, welcher sie bei durchlief.
Es war für beide ein inniger Augenblick als sie sich den andern so nah fühlten und verharrten mitten in dieser Bewegung um diesen besser auszukosten. Vegeta seufzte leise auf, als der andere spielerisch seinen Nacken zu kraulen begann, so wie er es immer tat um ihm seine Zuneigung zu zeigen und stöhnte leise als Armath ihn mit der anderen Hand, welche wieder auf seinem Kreuz platziert war, nach unten drückte, so dass er den anderen etwas mehr in sich aufnahm.
Wieder, wie alle Male schon zuvor, begann Armath zunächst langsam, zögernd, immer darauf achtend den andern nicht zu fest oder zu hart anzufassen und steigerte sich nach den ersten Minuten, welche immer die längsten und intensivsten waren, in denen die Lust zwar nie voll ausgelebt wurde, aber immer einen kleinen Anstoß bekam und ihre Sinne mit Wogen voll Hitze überrollt wurden. Das Stöhnen und Keuchen von beiden begann sich nach kurzer Zeit aufeinander abzustimmen und bald waren beide in einem symbiotischen Einklang, völlig bereit sich den anderen voll hinzugeben und zu vertrauen.
Vegetas Körper war mit Tausenden von kleinen Schweißperlen überseht, die ihn im hellen Mondschein schwach schimmern ließen, welcher ungehindert durch die gläserne Kuppel, welche das Dach des gigantischen Raumes bildete, auf ihn fiel. Der Sayajin hatte seine Hände hinter den Nacken des weißen Königs geschlungen und er bewegte sein Becken gegen das des anderen, ließ sich jedoch mehr von Armaths Hand führen als selbst die Initiative zu ergreifen, da dies ihn sehr viel Mühe kostete. Er genoss die Wärme des anderen, das immer stärker werdende Gefühl in seinem Schoß und den Rausch, der sich langsam aber sich über sein gesamtes Bewusstsein legte.
Als sich die Wellen der Erregung über ihnen zusammenschlugen und ihnen den Höhepunkt bereiteten, schrie der schwarzhaarige Mann kurz auf, zog sich keuchend und leise wimmernd an den anderen und suchte dessen Nähe und Wärme, die Armath ihn auch gerne gab. Das Feuer in ihren Lenden, das langsam an Kraft verlor, dafür aber eine angenehmes Kribbeln zurückließ, war das letzte das Vegeta wahrnahm bevor er in einen ruhigen und entspannten Schlaf glitt, da sein Körper nicht nur von den Liebesakt erschöpft war, sondern auch den Schlaf von unzähligen Nächten voller Sorgen nachhohlen musste, die der Sayajin sich tagsüber nie anmerken hatte lassen.
Armath hielt ihn eine Weile noch eng an sich geschlungen, genoss von sich aus das angenehme Gefühl in vollen Zügen und hob den schlafenden Mann schließlich behutsam auf, damit er ihn nicht weckte und trug ihn zum Bett. Er legte den noch immer leicht zitternden Sayajin auf die weiche Matratze und strich ihn sanft über den Nacken, wodurch Vegeta nur leise etwas Unverständliches murmelte. Dann nahm er neben diesen Platz und zog ihn zu sich, so wie er es ihm über ein Jahr lang verwehrt worden war.
Wenn der weiße Dämon ehrlich war, konnte er sich kaum vorstellen, dass es so eine lange Zeit gewesen war, es war ihm zwar unbarmherzig lang vorgekommen, aber irgendwie doch erschreckend wie einfach so eine lange Trennung vorüberging, er hoffte wirklich, dass die Nächste dieser Art nicht in all zu naher Zukunft liegen mochte, denn er wollte von seinen Liebsten auf keinen Fall bald wieder so lange getrennt werden.
Der Schlaf legte sich auch bald über den König und so versanken beide, die beruhigende Nähe des anderen wahrnehmend, in eine ruhige Nachtruhe, die eine ihrer letzten sein würde.
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(1) Nahu ist die Bezeichnung für eine "männliche Königin".
(2) Iquamarmelade kommt zirka Marillenmarmelade gleich, schmeckt nur etwas saurer und ist kerniger. An sich eine sehr unbeliebte Marmeladesorte, jedoch hat Tyla einen Narren daran gefressen, ganz zum Leid ihrer Freunde.
(3) Diese Tätigkeit war trotz anfänglicher Skepsis zu einer seiner liebsten Freizeitbeschäftigungen geworden. und ja, ich weiß, so was würde der echte Vegeta nie tun, aber der echte Vegeta war auch nicht 27 Jahre lang auf einen Planeten voller gemeiner, lüsterner Dämonen gefangen und das ist ja auch schließlich nur eine FF, nicht wahr? ^.^
(4) Heimatplanet der Dämonen
(5) Bezeichnung für Oktober
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Kapitel 28: Liberation?
„Mmh...“ Vegeta schlug seine müden Lieder auf und sah sich ein wenig verwirrt um, als er jedoch den weißen König erblickte, und somit die Ursache seines Erwachens, der ihn sanft anlächelte, schloss er seine Augen wieder beruhigt und genoss die Hände des anderen, die ihn geweckt hatten. Der weiße Kämpfer ließ seine Hände verwöhnend über den Rücken des Sayajins gleiten und beugte sich zu ihm hinunter. Ein angenehmes Kribbeln breitete sich an Vegetas linker Gesichtshälfte aus, als Armaths Atem gegen sein Ohr schlug:„ Gut geschlafen?“
„Hm... ja...“ Grinsend öffnete der Sayajin seine Augen nun wieder einen Spalt und sah den anderen mit einem zufriedenen und liebenden Ausdruck an, während dieser seine Hände von seinen Schultern zu seinem Nacken wandern ließ. Vegeta liebte diese Art geweckt zu werden, sein Gefährte war einfach unglaublich geschickt wenn es darum ging ihn mit seinen Fingern zu verwöhnen und hatte ihn dadurch noch jedes Mal dazu gebracht von seinen Träumen abzulassen. Dieses Mal sollte auch keine Ausnahme bilden.
Jedoch gab sich die Müdigkeit redlich Mühe damit ihn nicht so schnell loszulassen, wie dieser es gerne gehabt hätte. So steckten die Nachwirkungen der Nacht noch immer tief in seinem Körper und gähnte herzhaft, wobei er genau spüren konnte, wie die Versuchung nicht doch noch ein wenig weiterzuschlummern in ihm wieder mit einem gewaltigen Satz zunahm und er seinen gesamten Willen aufbringen musste um nicht nochmals unter Armaths wundervollen Händen einzuschlafen.
In den letzten Jahren hatte er sich immer mehr zu einem Morgenmuffel gewandelt, zumindest wenn es die Morgen noch „solchen“ Nächten betraf, und für den König war es ein Spaß ihn dadurch ein wenig necken zu können, da dieser wusste, dass Vegeta es gar nicht mochte sich diese kleine Schwäche einzugestehen.
Der Nahu streckte sich leicht, um so den Schlaf vielleicht völlig Herr zu werden, aber er fühlte sich heute einfach zu entspannt, als dass dies viel gebracht hätte. Jedoch wurde ihm auf einmal bewusst, dass es draußen schon hell war und plötzlich drängte sich die Frage in seinen Kopf, wie spät es wohl sei, denn nach dem Sonnenstand musste schon kurz vor 12:00 Uhr sein.
Trotz der herrlichen Massage, drehte sich Vegeta leise seufzend auf den Rücken und fuhr sich über seine Augen, er fühlte noch immer ein großes Verlangen danach, sich einfach wieder umzudrehen und weiterzuschlafen, doch dieses verdrängte der Sayajin nun beharrlich und sah zu Armath. Dieser blickte ihn überrascht an:„ Gefällt es dir nicht?“ Dabei ließ er seine Hände spielerisch über den Bauch des anderen wandern und der Nahu konnte nicht anders als zu grinsen, versuchte aber mit ernsten Ton zu antworten:„ Unsinn... aber wie spät ist es? Vertue ich mich oder haben wir das Frühstück versäumt?“
Erneut schlich sich ein müdes Gähnen über Vegetas Lippen, wobei er seine Hand auf die des anderen legte, welche inzwischen auf seiner Brust ruhte. Der König lächelte verschmitzt und erklärte:„ Ich denke, dass ich es uns einmal gönnen darf, lange zu schlafen, schließlich eilt nichts, dem ich so unverbindlich nachgehen müsste.“ Vegeta seufzte überrascht, als sein Gegenüber sich zu ihm runtergebeugt hatte und ihn mit einem langen Kuss begrüßte, wobei er seine Hände über den Rücken des Sayajins wandern ließ. Nun war auch der Hauch eines spitzbübisches Lächelns auf den Lippen des Nahu zu erkennen, der sich von dem Kuss löste und den anderen dabei anblickte:,, Armath, ich versteh dich… aber Tima wird es sicher nicht gerne sehen, wenn wir nun auch noch das Mittagessen ausfallen lassen, schließlich steht sie und die anderen wegen dir schon seit halb sechs Uhr Morgens in der Küche.“
Sanft streichelte der Sayajin über die muskulöse Brust des anderen, der ihn kurz enttäuscht ansah und schließlich seufzend nickte:„ Ich weiß... eigentlich dachte ich, dass du es begrüßen würdest, wenn wir Mal einen ganzen Tag zusammen verbringen.“ Um seinen Worten Nachdruck zu verleihen, wanderte seine Hand zu dem Po des anderen, der diese jedoch weg schob und grinsend seufzte, wobei der vorwurfsvolle Ton einfach nicht rüberkommen wollte:„ Einen ganzen Tag mit dir zusammen zu verbringen wäre wirklich wunderbar, Armath, aber ich glaube du scheinst da andere Vorstellungen zu haben als ich wie wir diesen Tag gestalten könnten.“ Überrascht keuchte der Sayajin auf, als der andere ihn sanft näher zu sich zog und seinen Nacken anregend zu lecken begann, so dass sich der Mann ein gepresstes Stöhnen unterdrücken musste.
„Wieso denn? Wären dir meine „Vorstellungen“ wirklich so unbehaglich?“ Erneut leuchtete der Schalk in den sonst so ernsten schwarzen Augen und Vegeta lachte genervt auf, wobei er sich gleichzeitig aus der sanften Gefangenschaft befreite:„ Nein, du Kindskopf, das nicht... aber ich würde ihn doch ein wenig anders gestalten. Schließlich...“ Der König wusste gar nicht wie ihm geschah, denn sein Gefährte schmiegte sich nun von sich aus lächelnd an ihn und meinte mit honigsüßer Stimme:„... haben wir heute Nacht so viel Zeit wie wir wollen, so dass wir den Tag doch ein wenig im Freien verbringen könnten.“
Armath seufzte, er konnte nicht widersprechen, nicht nur weil er einsah, dass es eine alberne, aber desto trotz sehr verlockende Idee war, sondern weil er seinen Liebsten nichts abschlagen konnte, wenn er ihn einmal „so“ um etwas bat.
Das war Vegeta auch klar, in all den Jahren hatte er gelernt trotz seiner fehlenden Kraft seinen Kopf zu bekommen und dies war manchmal sogar einfacher als früher gewesen! (… Köpfen muss man haben, bzw. sexy Körper… *g*) So lächelte er triumphierend als der weiße König seufzend nickte:„ Wenn du willst, gehen wir halt etwas spazieren, obwohl ich meine Idee auch nicht so schlecht finde...“ Der Sayajin schüttelte grinsend seinen Kopf und küsste ihn zärtlich:„ Das ist sie auch nicht, aber ich hab dich nach so langer Zeit wieder und möchte dies halt nicht nur im Bett feiern.“
Nach dieser für Armath viel zu kurzen Zärtlichkeit, machte sich Vegeta daran aufzustehen und schnappte sich das Gewand, das er am Vortag zurecht gelegt hatte. Summend zog er sich den kirschroten Baraji über und fuhr sich durch seine Haare, welche trotz der augenscheinlichen Struppigkeit keinerlei Widerstand leisteten.
Armath tat es dem anderen gleich und zog sich ebenfalls wieder sein Lendentuch über, dann streckte er sich genüsslich und sah nach oben, zu der Glaskuppel. Ein leises, missmutiges Knurren war zu hören und Vegeta wandte sich überrascht um:„ Was ist denn?“ Der König deutete nach oben, wobei er sich ein kleines triumphierendes Lächeln nicht verkneifen konnte:„ Nichts, nur scheint Narvia (1 Wettergöttin) etwas gegen deine Idee zu haben, denn sie schickt uns ihre Kinder.“ Verdutzt sah der Sayajin nach oben und seufzte enttäuscht, erst jetzt bemerkte er, dass sich schwarze, schwere Wolken über den strahlend blauen Himmel zogen und er wusste, dass sein Gefährte Recht behalten sollte und diese das ganz Firmament bald verdeckt haben würden!
Eine Hand legte sich auf Vegetas Wange und drückte seinem Gesicht sanft in Armaths Richtung, so dass er diesen in die nun doch ernsten Augen sehen konnte. „Mach dir nichts draus, ich leiste dir eben so Gesellschaft, wenn du nun wirklich nicht hier bleiben möchtest. Wir könnten doch auch einen kleinen Spaziergang durch das Schloss machen, oder du zeigst mir wieder einige deiner Bilder.“ Der weiße König lächelte freundlich und aufmunternd und schien seinen Gefährten mit dieser Idee zu begeistern, denn ein strahlende Flackern fand seinen Weg in Vegetas schwarze Opale zurück und der Sayajin nickte zustimmend:„ OK.“
„Dann lass uns gehen, denn das Essen beginnt gleich und ich möchte nicht dafür verantwortlich sein, dass Tima wegen mir in ein tiefes Loch der Enttäuschung stürzt.“ Ein neckisches Grinsen machte sich auf dem Gesicht des Königs breit und Vegeta seufzte lächelnd:„ Du bist kindisch, Armath.“ Der Dämon nickte grinsend, wobei er den Sayajin sanft durch die Haare fuhr:„ Ich gebe mir auch alle Mühe.“ Dann küsste er ihn sanft und geleitete ihn schließlich zum Speisesaal, wo Tima wirklich schön funkelnd nach ihnen Ausschau hielt, da das Loch der Enttäuschung irgendwie der Flamme der Wut Platz gemacht hatte.
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Regen prasselte in Strömen auf alles und jeden hernieder und schuf durch die aufkommende Stille, die sich über das gesamte Schlossareal zu ziehen schien, eine ruhige, beinahe friedliche Atmosphäre, so als wäre durch die Dunkelheit, die mit dem Regen gekommen war, alles und jeder stumm und schläfrig geworden. Das Feuer, das in dem großen Kamin knisterte, warf einen schwachen Schein in den sonst nicht beleuchteten Raum und tauchte die beiden Gestalten, welche vor diesem saßen in dessen hellen Schimmer.
Tillion leistete seiner Nano Gesellschaft, da Armath, trotz seiner Absicht den Tag mit ihm zu verbringen, zu einer Besprechung mit einigen Dämonenfürsten musste und Vegeta die Zeit nutzen wollte um sich ein wenig mit seinem Sohn zu unterhalten. Der Sayajin war dem König nicht böse, ein wenig enttäuscht zwar, aber er wusste, dass dieser den ersten Tag hier auch lieber mit ihm verbracht hätte, als über die weiteren Verläufe der Kämpfe zu debattieren.
Nun regte sich auch die Befürchtung in ihm, dass ihn der andere wieder viel zu schnell verlassen könnte und um sich diese trüben Gedanken zu vertreiben hatte er den jungen Prinzen zu sich gerufen und saß mit ihm nun in dem Kaminzimmer, welches eines von vielen in diesem großen Schloss war, aber ihm am meisten bedeutete, da es das von damals war, wo Kima ihn in Sachen Sticken unterwiesen hatte.
Das Feuer knisterte leise und der Sayajin, der auf einem der gepolsterten Sessel Platz genommen hatte und ein Buch las, warf einen Blick über den Rand von diesen zu dem jungen Prinzen, der gerade dabei war einige seiner Zeichenmappen zu durchstöbern. Denn im Gegensatz zu seinem Vater hatte Tillion wirklich Talent wenn es um das Thema Zeichnen ging und da Vegeta selbst darin auch nicht unbegabt war, zeigte er ihn ab und zu ein paar Tricks wie er etwas besser hinbekommen konnte.
Er selbst hatte kurz nachdem er den jungen Prinzen empfangen hatte zu Malen und Zeichnen begonnen, wieder hatte die ehemalige Königin ihm den Anstoß dazu gegeben und bald einsehen müssen, dass sie es lieber bleiben lassen hätte sollen, denn der Sayajin hatte sie selbst bald darin überholt, auch wenn ihre Übung schon in Jahrhunderten ausgereift war. „Du hast ein unverschämtes Talent, Vegeta.“ Hatte sie dann immer gelacht und seine Bilder mit interessanten Blicken gemustert, genauso wie der junge Prinz im Augenblick. Denn er zeichnete nicht nur Dinge, die es auf diesem Planeten gab, sondern auch Dinge und Wesen aus seiner Vergangenheit, die ihm fehlten und die er sich so etwas näher holen konnte.
Lächelnd wandte sich der Nahu wieder seinem Buch zu, in welches er bis vor zwei Minuten noch vertieft war, denn zu seiner Überraschung pflegten auch Dämonen es Bücher zu schreiben und manchmal konnte er es gar nicht glauben wie kreativ diese sein konnten. Es gab aber auch Bücher von ehemaligen Königinnen und Nahus, die in ihren Jahrhunderten, welche sie auf diesem Planeten verbracht hatten, all ihre Gedanken, Phantasien und etliches mehr auf Papier brachten, so dass nicht nur Romane hier zu finden waren, sondern auch Tagebücher, die der Sayajin jedoch nur ungern anfasste, da er irgendwie das Gefühl hatte, dass noch immer die Privatsphäre dieser Leute sei und es ihm nichts anginge.
„Du hast Kakarott hier ziemlich knapp bekleidet, Nano, meinst du nicht, dass Mares eifersüchtig werden könnte, wenn er sieht, dass du an anderen Männern denkst, wenn er weg ist?“ Vegeta sah überrascht von seiner Lektüre hoch und wurde Augenblicklich knallrot, was sein Nachwuchs anscheinend auch beabsichtigt hatte, denn ein vielsagendes Grinsen prägte nun dessen Gesicht, während er seiner Nanoleth eine Bleistiftskizze entgegenhielt. Wütend schnappte sich der Sayajin diese doch etwas freiere Darstellung seines ehemaligen Kampfkameraden und schimpfte aufgebracht:„ Dummkopf! Red keinen Blödsinn, Kakarott... Du sollst nicht in dieser Mappe stöbern, wie oft hab ich dir das schon gesagt!!!“ Böse und beinahe verletzt sah der Nahu seinen Gegenüber an, der kurz überrascht wirkte und sich dann entschuldigte:„ Tut mir leid, ich wollte mich nicht über dich lustig machen oder deine Privatsphäre verletzen, Nano.“ Er lächelte versöhnlich:„ Ich finde das Bild sehr schön.“
Vegeta sagte nichts darauf, einen Moment sah er vor sich auf den Boden, stand dann aber auf und legte das Bild zu den anderen zurück, die nicht für andere Augen gedacht waren und verstaute diese wieder in einer der Laden im Kasten, es tat weh, wenn er diese sah und er wollte nicht vor Tillion weinen. Aber um ehrlich zu sein fragte er sich, wie der junge Dämon es immer wieder schaffte an diese Mappe ranzukommen, wo er die Lade doch zusperrte und den Schlüssel immer bei sich trug. (Betriebsgeheimnis ;)
Missbilligend wandte er sich zu dem anderen um, der ihn freundlich entgegenlächelte und seufzte, manchmal war der Junge wirklich so durch seine spontane und unschuldige Art wirklich so nervend wie sein Vater! Der Sayajin wollte sich jedoch von den soeben wieder aufgekommenen Erinnerungen trennen und seufzte, wobei er seinen Sohn ernst ins Auge fasste:„ Lass bitte deine Finger von diesen Sachen, die gehören mir, verstehst du? Ich zeige dir gerne all meine Bilder, aber es gibt auch welche, von denen ich nicht möchte, dass sie von anderen gesehen werden.“ Der Prinz nickte erneut entschuldigend:„ Klar, ich rühr sie nicht mehr an, tut mir wirklich leid.“
„Schon gut, sag mir lieber wie du die neuen Zeichnungen findest, die du eigentlich offiziell betrachten darfst?“ Der Mann trat zu seinem Sohn und ließ sich neben diesen nieder. Tillion grinste breit:„ Klasse, wie sollte ich sie denn sonst finden? Es gibt niemanden auf diesem Planeten der besser Zeichnen kann als du, das weißt du doch, Nano.“ Vegeta nickte zustimmend:„ Natürlich weiß ich das, aber trotzdem hört man solche Komplimente gerne.“ Beide lachten amüsiert und der Sayajins strich den Jungen seufzend durch die Haare:„ Du wirst immer großer, Tillion, du glaubst gar nicht wie verdammt schnell das geht. Ich kann mich noch erinnern wo du nicht viel größer als meine Hand warst.“ Lächelnd lehnte sich der Nahu gegen den Prinzen welcher nickte:„ Schon, aber das ist nun mal der Lauf der Dinge und überhaupt bekommst du ja sowieso einen neuen kleinen Schreihals.“
Zärtlich strich der Dämon seiner Nanoleth über die Wange und lächelte tröstend, wodurch der Sayajin ebenfalls lächelnd musste, denn der junge Prinz hatte recht, in weniger als einem Monat war wieder eine Merlon-tia, eine Empfängnisnacht, die ihm bald einen zweiten Sohn schenken würde und wenn Vegeta ehrlich war, freute er sich diese Mal schon darauf. „Ich liebe dich, Tillion.“ Irgendwie fühlte sich Vegeta plötzlich glücklich, er war wirklich froh, dass er so einen wundervollen Sohn hatte, doch im selben Moment durchlief ihn ein kalter Schauer, als er daran dachte, dass dies nicht sein einziger Sohn war, denn er hatte noch zwei Kinder, auch wenn diese unendlich weit weg sein mochten und schon längst erwachsen waren.
Trunks war inzwischen schon 44 Jahre und Bra 35 Jahre, unheimlich, wenn er daran dachte. Er fragte sich oft wie es ihnen wohl gehe und ob sie ihn vielleicht schon zum Großvater gemacht hatten? Waren sie glücklich und gesund? Er hoffte es, er hoffte es wirklich, denn irgendwie kam er sich schuldig vor, dass er sie nicht beschützen konnte, dass er nicht für sie da sein konnte, dass er sie allein gelassen hatte. Aber das stimmte nicht, sie waren nicht allein, Bulma war noch da, Son-Goku und all die anderen ebenfalls und so hatten sie den Verlust durch sein Verschwinden sicher schnell überwunden.
Es tat immer wieder weh, wenn sich diese Gedanken in seinen Schädel bohrten und ihn sich immer wieder so unglaublich alleine fühlen ließen. Er war allein und verlassen, nicht umgekehrt...
Ein Arm legte sich um ihn und Tillion zog ihn an sich, er hatte genau gespürt, dass es seiner Nano wieder schlecht ging, das tat es immer, wenn er in Erinnerungen an früher versankt und an seine Kinder von damals dachte, an sein Leben von damals. Dem jungen Prinzen war es kein Geheimnis, dass Vegeta nicht freiwillig hier war, dass er viel verloren hatte und sich noch immer oft danach sehnte. Ihm waren auch die Misshandlugen und Erniedrigungen, die er als ehemaliger Sklave durchmachen musste sehr wohl bewusst und er hasste Molloc nicht minder als der Sayajin, denn der junge Dämon fühlte sich für seine Nanoleth verantwortlich, genau so wie dieser sich früher um ihn gekümmert hatte.
„Ich hab dich auch lieb.“ Tillion streichelte sanft den Rücken des Nahu, welcher, so wie der Rest von diesem, von einem leichten Beben heimgesucht wurde. Dieser hatte sich an seinen Sohn gepresst und kämpfte verbissen gegen das aufkommende Gefühl von Trauer und Verzweiflung an, die ihn in den letzten Jahren so oft schon überschwemmt hatten. Ein bekanntes Jucken hatte sich in seinen Augen ausgebreitet, denn eine beinahe unbezwingbare Macht versuchte ihn wieder für sich einzunehmen, allerdings war Vegeta zäh.
Er keuchte gepresst auf und versuchte die Gedanke an sein verlorenes Leben zu verdrängen und sich stattdessen auf Tillion zu konzentrieren, wessen Hand nun auf seinen Rücken ruhte. Die Nähe des jungen Prinzen war sehr wichtig für ihn, er brauchte einen Halt und sein Sohn konnte ihn diesen Halt geben, denn er verlor seinen oft einfach und fühlte sich dann selbst verloren in dieser Welt, die für ihn zu gewissen Stunden immer noch so fremd und erschreckend war wie am ersten Tag.
Dem weißen Prinzen tat es leid, dass er durch seine doch ziemlich unüberlegte Aktion von vorhin seine Nano wieder so unglücklich gemacht hatte, obwohl er wusste, dass er selbst eigentlich nicht viel dafür konnte, denn wäre es ihm möglich gewesen, hätte er ihn in seine Welt zurückgebracht. Was jedoch auch keine Lösung gewesen wäre, da der junge Dämon wusste, dass Vegeta viel zu lange weg gewesen war und viel zu viel durchgemacht hatte, als dass er sein Leben dort normal weiterführen hätte gekonnt, so wie zuvor.
Arme legten sich um den jungen Prinzen, suchten den Halt, fanden ihn und so beruhigte sich der Sayajin auch bald wieder. Der Nahu lag schwer atmend in den Armen seines Sohnes und ließ dessen Nähe auf sich einwirken, es war ihm peinlich, dass er in der Gegenwart seines Sohnes wieder soviel Schwäche gezeigt hatte, gleichzeitig war er aber auch dankbar, dass er die den schmerzenden Kloß in seinem Hals niederkämpfen hatte können, da ihm dies noch um einiges unangenehmer gewesen wäre. Er fühlte sich nun aber ein wenig besser and als er sich wieder halbwegs gefangen hatte, drückte er sich von seinem Sohn weg und setzte sich wieder aufrecht hin. Vegeta atmete tief durch und zwang sich ein Lächeln über die Lippen, er wollte nicht, dass sich Tillion Sorgen machte, das brauchte er nicht, es ging wieder.
„Nano, es tut mir leid.“ Der Junge sah Vegeta ernst an, der nur leicht den Kopf schüttelte:„ Nein, Tillion, es war nicht deinetwegen… ich war nur ein wenig durcheinander, es ist Vollmond und du weißt, dass ich da ziemlich verrückt spielen kann.“ Der Sayajin fuhr sich seufzend durch seine Haar, er wusste, dass das eben auch auf die Monate, die er allein in diesem großen, komfortablen und unheimlichen Schloss verbracht hatte, alleingelassen unter etlichen dieser einschüchternden Wesen, zurückzuführen war.
Tillion schien so etwas in der Richtung zu ahnen und versuchte seine Nano auf ein anderes Thema zu bringen, wobei er sich eine der neuen Zeichnungen schnappte, die es ihm besonders angetan hatten.
„Was ist das eigentlich für ein komisches Ding, es sieht fast aus wie ein Jec (2 Dämon in Katzenform, ziemlich niedlich anzusehen ) aus, nur der Kopf ist etwas zu groß.“ Vegeta sah überrascht auf ein Bild von Pool, die er vor einigen Wochen gezeichnet hatte, was er sich selbst nicht erklären konnte, denn eigentlich hatte er mit diesem Katzenvieh höchstens zwei Worte in all der Zeit gesprochen, als er noch auf der Erde war. Aber zumindest war sie ihm sympathischer als das nervende Schwein, was auf irgendeine Weise mit dem Herrn der Schildkröten verbunden zu sein schien, denn sonst kannte er niemanden, der noch so weibergeil war. Der Sayajin lächelte als ihm die Erinnerungen hochkamen, wie dieser alte Sack dauernd vergeblich versucht hatte Bulma abzutatschen und jedes Mal eine gescheuert bekommen hatte.
„Das ist Pool, eine sprechende Katze.“ Eigentlich war die Katze ihm gut gelungen, sie sah so skurril niedlich aus, wie in der Realität, doch war bei ihr auch nicht sonderlich was schwer hinzubekommen, denn schließlich machte ihr Kopf 50% ihres Körpers aus. Der junge Dämon schien jedoch ganz hin und weg zu sein, denn er schien dieses Vieh mehr als putzig zu finden und lachte:„ So ein Haustier hätte ich gern, wäre doch cool, wenn man mit ihm sprechen könnte und es dazu noch so süß aussieht.“ Vegeta verdrehte die Augen, sein Sohn war einfach zu leicht für „süße“ und „niedliche“ Dinge zu begeistern, das konnte man an seinen etlichen Haustiere sehen, die zwar „süß“ und „niedlich“ waren, dafür aber meistens so gefährlich wie ein ausgewachsener Drache! Das ging schon von Hexenelfen bis zu Nooro-Fischen, alles Viecher, die der Sayajin nie wieder näher als vier Meter an sich rankommen lassen wollte.
„Na ja, eigentlich war sie nur nervig.“ Meinte der Nahu knapp und erntete einen fragenden Blick seines Sprösslings:„ Warum?“ Vegeta seufzte, begann aber zu erklären, denn er wusste, dass er bei seinem Sohn nicht weit mit einem seiner „so halt“ -Antworten kam:„ Sie gehörte Yamchu oder war eine Freundin von ihm... wenn es überhaupt eine Sie war, das konnte man nicht so leicht sagen, jedenfalls hatte sich einen „Yamchu -Tick“, Yamchu hier, Yamchu da und dauernd hat sie geflennt, das konnte einen auf die Nerven gehen, das glaubst du nicht. Meistens hat sie bei den Frauen rum gehangen und sich verkrochen wenn es ums Kämpfen ging... obwohl ich bezweifle, dass sie uns sonderlich eine Unterstützung gewesen wäre.“ Der Sayajin seufzte und lächelte, als er an das quirlige Wesen dachte, das er nie gemocht hatte.
„Hm... du hast da diesen Namekianer wieder gut getroffen. Aber Mal ehrlich, hat der wirklich immer so böse geguckt, oder mochtest du ihn nur nicht?“ Der Prinz lachte, als er das wütende Gesicht seiner Nano sah und hob abwehrend die Hand:„ War nur ein Scherz.“ Vegeta nahm die Zeichnung und schüttelte den Kopf, nachdem er diese einen Moment gemustert hatte:„ Nein, Picollo hat dauernd dreingeschaut als hätte er auf eine Zitrone gebissen, das hat nichts mit mögen zu tun, das war einfach so ein Typ.“ Tillion nahm das Bild wieder und betrachtete es noch mal genau, ihm kam der Gedanke, dass man sein ganzes Leben so durch die Welt schritt irgendwie unglaubwürdig vor, das merkte auch der Sayajin und erklärte lächelnd:„ Ich hab früher auch immer so in die Welt geblickt, das gehörte einfach zum Kämpfer Image.“
Tillion wirkte beinahe geschockt, als er diese Worte gehört hatte:„ Du hast mal so dreingeschaut?“ Sein Blick flog flüchtig prüfend über die Zeichnung und er schüttelte nur verwundert den Kopf:„ Wow, das kann man sich gar nicht vorstellen, bin aber froh, dass du dir das abgewöhnt hast, so bist mir viel lieber.“ Der Dämon grinste als er das skeptische Gesicht seiner Nano sah und deutete dann aber auf ein Bild auf welchem ein fröhlich vor sich hinlächelnder Mann zu sehen war:„ Kakarott war doch auch ein Kämpfer, wieso zeichnest du ihn dann dauernd lächelnd?“ Vegeta stöhnte genervt, manchmal konnte Tillion einen wirklich auf die Nerven gehen und er wusste, dass dieser das nicht ganz unabsichtlich tat, denn so konnte dieser ihn am ehesten von trüben Gedanken wegbringen, wofür er ihn dann auch wieder dankbar war.
„Er hat halt gelächelt, er war sowieso anders als normale Sayajins, er war immer freundlich und hat in allem was Gutes gesehen, das konnte manchmal genauso lästig sein wie deine Neugier.“ Der Mann lächelte und legte seinen Kopf in den Nacken, irgendwie hatte er das Gefühl, dass heute noch etwas passieren würde, vielleicht hatte Armath wieder eine seiner Überraschungen parat. Ein Gefühl in seinem Magen lenkte seine Gedanken jedoch von dieser Themenrichtung ab und er stand nach einiger Überleg seufzend auf. Tillion sah ihn nur fragend an:„ Was machst du?“
„Ich geh in die Küche, ich habe Hunger und da das Abendessen heute wegen dieser dummen Besprechung platzt, hab ich völlig darauf vergessen. Jetzt ist es schon halb zehn, wenn du willst kannst du mich gerne begleiten.“ Ein einladendes Lächeln erschien auf Vegetas Lippen und der junge Dämon stand nickend auf:„ Klar, nur, wieso lässt du dir nichts bringen, ich meine du könntest Palles oder Usok rufen.“
Der Sayajin seufzte gequält:„ Also bitte, ich kann mir mein Essen sehr gut selbst holen und vielleicht möchte ich mir ja mit Tima und den anderen unterhalten.“ Er sah seinen Sohn lächelnd an und deutete ihm zu folgen:„ Vielleicht hat Tyla noch was von ihren Schokokuchen, in den bist du doch so vernarrt.“ Tillion nickte grinsend:„ Ja klar, ich bin in alles was mit Schokolade zu tun hat vernarrt.“
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Das Gewitter nahm stetig an Kraft zu und seit gut zwanzig Minuten rollte ein Donner nach dem andern über die mächtige, schwarze Wolkendecke, gefolgt von grellen Blitzen, die sich über das gesamte Land zogen und mehr als nur einen Baum in Flammen setzten. Es lag etwas Seltsames in der Luft, eine eigenartige Spannung, so als würde der gesamte Planet von einem gewaltigen Strudel herumgerissen werden. Stürme fegten über die Baumwipfel hinweg, rissen das Laub mit sich und ließen die Äste nackt zurück, wenn sie diese nicht auch gleich zusammen mit diesem abrissen und mit sich zogen.
Tiere und Dämonen, sowie alle anderen magischen Wesen hatten sich in ihre Höhlen und Heimen zurückgezogen, die Wachen von Acaver, die das Pech hatten draußen positioniert worden zu sein, hatten so manche Probleme nicht von dem kräftigen Wind einfach weggeblasen zu werden, denn waren ihre Schwingen auch für den Kampf einfach perfekt, zeigten sie nun ihren Nachteil.
Im Schloss selbst herrschte Ruhe, die meisten Bewohner hatten sich bereits Schlafen gelegt, da es bereits spät nachts war und es nur noch wenige Stunden bis zum Morgen waren. Selbst der Großteil der Sklaven lag schon in seinen Quartieren, nur noch wenige erledigten missmutig und müde die restliche Arbeit, die noch anfiel, um sich danach ebenfalls auf den Weg zu ihren Betten zu machen.
Armath, sowie einige andere Dämonen waren immer noch im Hauptsaal und diskutierten dort über weitere Vorgangsmaßnahmen wegen der Aufteilung des Landes und Einnahme weiterer Länder und Planeten, was dem König jedoch allmählich schon leid wurde und er dies die anderen Fürsten, die sich untereinander wie Halbwüchsige stritten, auch spüren ließ, da sich immer noch kein Ende nähern wollte.
Einzig und allein in der Küche herrschte noch eine ausgelassene Stimmung, Palles, Tima und die anderen feierten mit Vegeta und Tillion eine kleine private Willkommensparty für den jungen Prinzen, der jedoch eher auf den Schokokuchen fixiert war, als auf die muntere Unterhaltung. Doch auch hier legte sich allmählich der Stimmpegel, denn es ließ sich nicht vermeiden, dass sich auch über sie der dünne Schleier des Schlafes niederließ und so wurde es bald jeder von ihnen müde gegen diesen anzukämpfen, trotz des Lachens und süßen Weins.
Schließlich verkündete die Standuhr in der Küche mit einem lauten und dröhnenden Gongschlag, der sich durch den gesamten Raum zog, dass es soeben ein Uhr morgens geworden war. Da jetzt nur noch Vegeta, Tima und Tillion in der Küche waren (die anderen hatten sich vor zehn Minuten verdrückt, da sie Frühschicht hatten), beschlossen auch sie die kleine Runde nun doch gänzlich aufzulösen, da die Frau im Bunde in etwa vier Stunden wieder tipptopp auf der Matte stehen musste, damit das Frühstück nicht in einem Fiasko endete, wie all die Male, wo die Sklavin durch diverse Gründe verhindert gewesen war.
Tima begleitete Vegeta noch ein Stück zu seinem Zimmer, da ihre Unterkunft auf dem Weg lag und sie so noch etwas reden konnten. Der junge Dämon hatte denselben Weg vor sich, da sein Zimmer auch auf demselben Stock wie das seiner Nanoleth lag und er sich so ebenfalls noch ein wenig an dem Gespräch beteiligen konnte, welches doch noch sehr heiter geführt wurde.
„Tja, ich wünsch dir eine gute Nacht, Vegeta, und dir auch, Tillion. Seid morgen bitte unter den Gästen, ich hab heute so herrliche Pavarour (3 luftige Küchlein ) gemacht und was ist, die Hälfte des Schlosses liegt noch in den Federn um sich den Rausch auszuschlafen, den sie sich in der Nacht davor angesoffen hatte!“ Die Frau mit den langen Haaren sah beide streng an und nicht nur Tillion kam sich plötzlich wie vor seiner Nano vor. Der Sayajin winkte lächelnd ab:„ Da musst du dir keine Sorgen machen, Tima. Heute gab es kein Abendessen und so auch kein Saufgelage, ergo, es wird Morgen sicher mehr als die Hälfte zum Frühstück erscheinen.“
Tima seufzte mit einem leisen Zweifel in ihrer Stimme:„ Wenn du nur Recht behalten magst, aber Dämonen haben es halt nicht so mit dem Frühstück, sie würden sich nur aufregen, wenn es nicht zubereitet werden würde, ob es dann gegessen wird, ist ja eine andere Sache.“ Die Frau wandte sich schließlich mit einem letzten Wink von ihren Freunden ab und machte sich daran einen weiteren Gang zu folgen, der nach links abbog und sie zu ihrem Quarttier bringen würde, wobei sie den beiden noch lachend zurief:„ Trotzdem, hoffe, dass du richtig liegst, Vegeta. Gute Nacht, ihr beiden.“
So gingen der Nahu und der junge Prinz noch ein Stückchen miteinander, bis nun Vegeta in einen Gang einschlagen musste um zu dem Schlafgemach von sich und Armath zu gelangen. Bevor er dies aber tat, zog er seinen Sohn zuvor noch ein Stückchen zu sich runter und fuhr ihre zärtlich durch die Haare, wobei er ihn lächelnd ansah:„ Schlaf gut, Tillion.“ Tillion nickte lächelnd:„ Du auch, Nano, Gute Nacht.“ Dann trennte sich auch ihre Wege und der Sayajin ging nun leise vor sich hinsummend die restlichen 300 Meter zu seinem Schlafzimmer, wo er, nach seinem Gefühl nach, sofort ins Bett fallen würde, denn er hatte wohl doch wieder ein wenig zu viel von dem schweren und vor allem süßen Wein genommen. Insgeheim hoffte er, dass Armath schon im Zimmer auf ihn wartete, doch hatte er die Vorahnung, dass dem wohl nicht so sein würde und er konnte sich nur schwer ein enttäuschtes Seufzen verbeißen.
Das restliche Stück des Weges wurde von kleinen Glühtierchen, ähnlich Glühkäfern, beleuchtet und so hatte der Sayajin kein Problem damit etwas zu sehen. Anfangs, als er hier neu gewesen war, hatte er sich unwohl gefühlt, wenn er das Stück allein gegangen war, denn auch wenn der Gang breit und übersichtlich war, war er doch auch etwas düster. Im Moment jedoch schenkte der Mann diesem Gedanken keine Aufmerksamkeit sondern sinnte danach, wie er Armath wohl am nächsten Morgen davon überzeugen konnte, natürlich nur wenn das Wetter besser war, einen kleinen Regenspaziergang zu machen, denn er wollte unbedingt ein wenig an die frische Luft mit dem König, da auch ein Spaziergang im Regen ziemlich anreizend sein konnte.
Der Sayajin war so in seinen Überlegungen vertieft, dass er nicht mehr stoppen konnte, als plötzlich jemand vor ihm auftauchte und er gegen diesen stieß. Überrascht und erschrocken taumelte der Mann etwas zurück und sah verwirrt auf, denn er fragte sich wer außer ihm noch so spät hier rum lief, an sich war dieser Korridor nur für die Königsfamilie bestimmt, nicht einmal Wachen durften ihn betreten. Vegetas Augen weiteten sich, als er in ein bekanntes Gesicht blickte und er spürte wie jegliche Farbe aus ihm verschwand.
„Vegeta?“ Picollo, welcher nach seinem perplexen Gesichtsausdruck zu urteilen nicht minder überrascht war den Sayajin zu sehen, wandte sich überrascht zu ihm. Viel Zeit blieb den beiden jedoch nicht zum staunen, denn einen Augenblick später wurde Vegetas Aufmerksamkeit von dem Namekianer gerissen, als eine wohlbekannte Stimme von weiter hinten zu seinem Ohr drang:„ Picollo? Alles in Ordnung?“ Kaum waren diese Worte ausgesprochen, tauchte auch schon Tenshinhan aus einem der abzweigenden Gänge auf, die zwanzig Meter von ihnen entfernt lag, und nachdem dieser den so lange verschollenen Sayajin erblickte, blieb er ebenfalls wie angewurzelt stehen und sah ihn genauso erstaunt an, wie der andere Kämpfer.
„Vegeta?“ Unglauben schwang gut hörbar in der Stimme des Mannes mit, doch er zwang sich diesen zu überwinden und legte das letzte Stück zwischen ihm und seinen ehemaligen Kampfkollegen zurück, wobei er seine Umgebung nicht aus den Augen zu lassen schien. Tenshinhan blieb kurz vor dem Sayajin und dem Namekianer stehen, er sah Vegeta noch immer verblüfft an, wirkte dabei aber auch besorgt, das Erscheinungsbild des Kämpfers hatte sich seit dem er ihn das letzte Mal gesehen hatte, ziemlich gewandelt:„Vegeta, wie geht es dir?! Bist du OK?“ Der Kämpfer sah seinen ehemaligen Kollegen ernst an, der Nahu konnte jedoch nicht antworten, eine völlige Fassungslosigkeit hatte von ihm Besitz genommen. „Hey, was ist, Vegeta? Ist alles OK?“ Picollo klang etwas nervöser als Tenshinhan, auch er blickte sich unruhig um, ihm schien das alles hier genauso wenig zu gefallen wie dem anderen Kämpfer und der Sayajin konnte sie gut verstehen.
Plötzlich drang das hallende Geräusch von weiteren Schritten zu ihnen und Tenshinhan wandte sich lächelnd um:„ Gut, die andern kommen, sie scheinen wenigstens geschlossen hier gelandet zu sein.“ Nach diesen Worten stieg in Vegeta mit einem Mal eine unbekannte Übelkeit auf und er sah mit vor Entsetzen weit aufgerissenen Augen vor sich in die Dunkelheit, von der das Geräusch der näher kommenden Kämpfer immer lauter wurde. >>Die anderen!? Die anderen!?!? Son-Goku!? Nein… nein, das kann doch nicht passieren… verdammt, er darf mich doch so nicht sehen…<< Der Sayajin spürte wie sich sein Körper anspannte und in ihm das Verlangen aufkam, sich einfach umzudrehen und wegzurennen, allerdings war es da schon zu spät.
Vegetas Magen krampfte sich zusammen und eine unsichtbare Macht schnurrte ihn die Kehle zu, denn in eben dem Moment tauchten sie aus dem Gang auf und dann waren sie auch schon bei ihnen, Yamchu, Kuririn, Son-Gohan, Son-Goten und Trunks! Aber seine Augen waren allein auf den Kämpfer ganz vorne gerichtet, der ihn einen Augenblick genauso überrascht darüber schien ihn zu erblicken wie die anderen, die Überraschung wich jedoch schnell und ein Ausdruck der, wie der Nahu teils erfreut, teils beschämt feststellte, Erleichterung machte sich auf dessen Gesicht breit. Ein seltsam vertrautes Lächeln empfing den kleineren Sayajin und Vegeta wurde ganz schwindelig, denn nur ein Gedanke füllte seinen Kopf aus:>> Son-Goku ist da! Er ist wirklich da, hier auf diesem Planeten!<<
„Vegeta!“ Der jüngere Sayajin war kurz vor seinen so lange verschollenen Freund zu stehen gekommen und sah ihn strahlend an, allerdings zügelte sich die Freude und er wurde sofort wieder ernst, als er das beinahe entsetzte Gesicht des anderen bemerkte. „Vegeta, was hast du?“ Son-Goku wirkte sehr besorgt, er fühlte, dass es dem anderen nicht gut ging, doch wurde er im selben Moment zur Seite geschoben und der lavendelhaarfarbene Kopf eines, um die 30 Jahre alten Mannes tauchte auf, der glücklich lachte:„ Dad!!!“ Trunks trat vor und wollte seinen Vater umarmen, wohl bewusst, dass dieser ihn dafür wahrscheinlich eine scheuern würde, doch als der Sayajin entsetzt zurückwich sah ihn auch der jüngere Kämpfer verwundert an und versuchte zu erklären:„ Dad, ich bin’s, Trunks.“
Vegeta machte einen Schritt zurück, unbewusst begann er seinen Kopf zu schütteln und keuchte scharf auf, er konnte sich nur mit größten Willen die Tränen, die sich in seinen Augen zu sammeln begannen zurückhalten. Er keuchte erneut auf und biss seine Zähne fest zusammen, sein Kopf schien mit einem Mal zu bersten:>> Das alles ist einfach grauenhaft… Sie sind da…. Sie sind da!!! Hier, wo ich schwach und schmutzig bin… jetzt, wo ich nicht mehr weg kann…<< Er wischte sich wütend und energisch über die Augen, als die ersten Tränen ihren Weg über sein Gesicht suchen und verfluchte sich innerlich dafür.
„Vegeta!?“ Son-Goku trat besorgt auf seinen Freund zu und berührte ihn vorsichtig am Arm, er hatte keinen Schimmer, was das bedeutete, was in Vegeta vorging oder was mit diesem passiert war, er spürte nur, wie dieses Verhalten unglaubliche Sorgen um seinen Freund in ihm hervorrief. Er sah aber schnell ein, dass es ein Fehler war, diesen zu berühren, denn mit der Berührung keimte Panik in dem ehemaligen Kämpfer dieser Gruppe auf und ehe Vegeta selbst irgendwas dagegen tun konnte schrie er auf, denn in ihm kam in gleichen Moment die entsetzliche Befürchtung hoch, dass der andere dadurch all den Schmutz in ihm spüren oder sehen könnte, und so versuchte er dessen Hand weg zuschlagen, was ihn jedoch nicht gelang. Erschrocken sah ihn sein Artgenosse an, doch blickte er im selben Moment auf, an Vegeta vorbei, wie auch die anderen Kämpfer und der Nahu wusste schon, dass er einen gewaltigen Fehler gemacht hatte.
Der Nahu sah sich nun ebenfalls um und erblickte, wie befürchtet, Armath und Horsos, sowie Sarik, welche alle drei völlig konsterniert auf die Szene, die sich vor ihnen abspielte, blickten. Vegeta konnte sehen wie die Augen des Königs auf ihn haften blieben, er konnte spüren, dass diese auf der Hand des anderen, welche immer noch seinen Arm festhielt, ruhten, und dass genau in diesem Moment ein schrecklicher Irrtum seinen Lauf nahm. Armath hatte sicher seinen Schrei gehört und nun glaubte er sicher, dass...
„Armath, n...“ Doch Vegeta kam nicht zu seiner Erklärung, der Dämon war mit einer unglaublichen Geschwindigkeit auf den anderen Sayajin gestürzt, hatte diesen mit einem wuchtigen Fausthieb gegen die Wand gepresst und schlug nun wütend auf ihn ein. Natürlich griff Rest der Gruppe Z in den Kampf ein, da sie ihrem Freund helfen wollten, nicht wissend, dass sie alles damit nur noch schlimmer machten! Ein grelles Licht erleuchtete den Gang, als die Energieauren um die einzelnen Kämpfer erschienen und sie sich auf Armath stürzten. Weit kamen sie aber nicht, denn sie wurden schon vorher von Horsos und Sarik abgefangen und hatten nun ihrerseits genug mit diesen zwei gigantischen Wesen zu tun hatten.
Yamchu, Kuririn und Trunks versuchten Sarik irgendwie in Griff zu bekommen, der zwar einige Probleme mit ihnen hatte, aber noch keineswegs am verlieren war. Horsos hatte sich auf Son-Goten gestürzt und sich in seinem Arm verbissen, wodurch der Mann schmerzhaft aufschrie, denn die scharfen Zähne drohten durch den Kieferdruck seinen Arm abzutrennen und Son-Gohan hatte alle Mühe den Dämonen von seinem Bruder los zubekommen. Picollo half Son-Goku, der nur knapp Armaths scharfen Zähnen entgangen waren, dafür aber seine Krallen zu spüren bekommen hatte, da nun tiefe Schnitte an seinem linken Arm prägten.
Picollo schlug den Dämonen, der selbst ihn um das doppelte überragte hart gegen den Schädel, bekam dafür aber den sehnigen Schwanz von diesem gegen den Brustkorb geschlagen und wurde rücklings nach hinten gegen die Wand geschleudert, in dessen harten Gestein er eine tiefe Kerbe hinterließ. Der benommene Namekianer konnte gerade noch von Kuririn weggezogen werden, als Sarik seine Krallen dort zentimetertief in den Stein versenkte, wo kurz zuvor noch Picollos Kopf gewesen war. Dafür bekam dieser von Yamchu eine Energiekugel gegen die Flanke und heulte schmerzlich auf, als ihn das Geschoss traf.
Horsos hörte den Schrei seines Bruders, ließ den mittlerweile vor Schmerzen von fast ohnmächtigen Son-Goten los und stürzte sich auf Yamchu, jedoch erreichte er diesen nicht, da Tenshinhan ihn vorher einen Tritt gegen die Seite verpasste und so etwas wegdrängte. Der Dämon, welcher nun wirklich wütend war, wandte sich um und bohrte eines seiner Hörner in Tenshinhans Arm, wodurch dieser nun ebenfalls scharf aufgellte. Das mächtige Wesen bekam dafür einen Harten Faustschlag gegen Schädel gedonnert und taumelte überrascht zurück, während Son-Gohan erneut auf ihn eindrosch.
Inzwischen hatte auch Son-Goku einige Probleme damit den riesigen weißen Dämonen auszuweichen, trotz der Tatsache dass er schon zu Super Sayajin 2 aufgepowert war. Der Sayajin hatte nicht mal Gelegenheit zu sprechen, denn Armath ließ ihm keine Zeit dazu, der König wollte ihn töten oder zumindest außer Gefecht setzen, das spürte der Kämpfer und wollte gerade dazu ansetzen ihm ein Kamehameha entgegenzuschleudern, als er in einem unachtsamen Moment, den der König blitzschnell für sich nutzte, den muskulösen und schnellen Schwanz gegen seine Schläfe geschleudert bekam und gegen die Wand krachte. Ihm war klar, dass er nun einen erheblichen Fehler gemacht hatte, den er nun schlimmstenfalls mit seinem Leben zahlte, aber das konnte er nicht zulassen, er hatte Vegeta jetzt gerade erst wieder gefunden!!!
Doch aus dem Plan, nun zu Super Sayajin 5 aufzupowern wurde nichts, denn nachdem er eigentlich mit einen harten Schlag oder etwas dergleichen gerechnet hatte und nicht passiert war, hob er seinen Kopf und seine Augen erblickten den Rücken des andern Sayajins, der sich vor ihn hingestellt hatte und ihn mit seinem Körper deckte. Armath hatte ebenfalls angehalten, seine Faust war nur wenige Millimeter vor dem Brustkorb seines Gefährten gestoppt und der Dämon wirkte mehr als verwirrt und wütend.
Auch die anderen hatten aufgehört aufeinander einzudreschen und sahen überrascht zu Vegeta, der immer noch vor dem weißen König stand, wobei sein gesamter Köper den Eindruck machte wie Espenlaub zu zittern, und ihn mit weit aufgerissenen Augen entgegenstarrte. „Was soll das, Vegeta!? Geh zu Seite!!!“ Der Zorn und die Kampfeslust waren in der Stimme des Dämonen nicht zu überhören und wirklich nur der bebende Sayajin schien ihn davon abzuhalten den andern in Stücke zu reißen.
Vegeta, welcher zunächst nur völlig neben sich dem ganzen Spektakel gefolgt war, wurde mit einem Schlag aus seiner Trance rausgerissen, als Son-Goku mit einem harten Hieb gegen die Wand geschleudert wurde und Armath sich auf diesen stürzen wollte. Automatisch, völlig selbstverständlich, hatte er sich vor den anderen Sayajin gestellt um ihn zu schützen und plötzlich fühlte er sich so schrecklich schwach, dass er Angst hatte jeden Moment umzukippen.
„Vegeta, geh aus dem Weg!!!“ Der Dämon knurrte wütend und Son-Goku beobachtete, wie sein Freund unter den Worten zusammenzuckte und noch mehr zu zittern begann. >>Was soll das alles!? Was hat das zu bedeuten!?<< Der Kämpfer konnte sich daraus keinen Reim machen, anscheinend genauso wenig wie dieser gigantische, weiße Dämon einen Meter vor ihm.
„...Kakarott...“ Verwundert sah Armath seinen Gefährten an, nachdem er dessen heisere, leise Stimmer vernommen hatte, und fragte verwirrt:„ Was!?“ Auch die anderen Dämonen schienen plötzlich hellhörig geworden zu sein, denn sie ließen die restlichen Kämpfer plötzlich links liegen ohne sie weiter zu beachten.
Mit einem Mal wurde Vegeta die ganze schreckliche Aussichtslosigkeit seiner Situation bewusst, es war ein grausiges Spiel, sie waren endlich da und er konnte ihnen nun nicht mehr folgen, niemals, da er nun ein Teil dieser Welt geworden war. Er schloss seine Augen, die Tränen, die nun langsam an Zahl zunahmen, zogen sich über sein müdes Gesicht und er wimmerte schließlich kaum hörbar:„... das ist... Kakarott...“ Er hatte Angst, schreckliche Angst, und er schämte sich, er fühlte sich so dreckig und lächerlich…
Armath schien einen Moment nicht zu begreifen was dieser meinte, wandte sich jedoch dann an den, noch immer am Boden sitzenden Sayajin und plötzlich fiel ihm auf, dass dieser wirklich wie der Mann aussah, den der Nahu immer und immer wieder zeichnete!
„Vegeta, was soll...“ Son-Goku kam nicht weiter, der andere Sayajin hatte sich kurz zu ihm umgewandt, wo er ihn mit einer unglaublichen Verzweiflung angesehen hatte und war dann einfach ohne ein Wort der Erklärung weggerannt, den Weg zurück, aus dem Armath und seine zwei Brüder gekommen waren.
Vegeta wollte einfach nur weg!!! Sich verstecken, einfach verschwinden!!!
Der Nahu wusste später nicht mehr wie er zu Tima gekommen war und was im Rest der Nacht passiert war, er wusste nur, dass er die ganze Nacht in einem unruhigen Trau, gefangen war, aus dem er einfach kein entkommen gab.
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Regengetropfe waren das erste Geräusch, das der erschöpfte und verschwitzte Mann wahrnahm, nachdem er endlich aus dem Labyrinth voller Alpträumen aufgewacht war. Sein Kopf schmerzte und im ersten Moment hatte er das Gefühl, dass ihn jemand versuchte seinen Magen den Hals hoch zudrücken. Was war passiert, warum fühlte er sich so unglaublich schrecklich!? Vegeta öffnete seine Augen, die er sofort wieder schmerzend zusammenkniff und leise keuchte, als ein scharfer Stich durch seinen Kopf zuckte.
„Shhh, bleib liegen.“ Ich seufzte leise und strich den Mann beruhigend über seine heiße Stirn, brachte ihn jedoch nur dazu kläglich in Tränen ausbrach, anscheinend war sein Gedächtnis sofort wieder eingesetzt. Behutsam versuchte in ihn zu beruhigen, er war noch so aufgelöst und durcheinander wie zuvor:„ Hey, Vegeta, es ist alles OK. Deinen Freunden geht es gut, Tyra versorgt sie in der Küche gerade mit Frühstück.“ Als ich Vegeta entsetzten Gesichtsausdruck bemerkte, wusste ich, dass ich mir das besser hätte sparen sollen.
„Nein! Sie dürfen nicht... ich will nicht, dass sie wissen...“ Winselnd zog er die Decke über seinen Kopf und begann noch stärker zu weinen. Ich seufzte leise, denn ich verstand ihn, ich konnte mir vorstellen, was in ihm vorging, doch gleichzeitig wusste ich, dass er einen Fehler machte, den er früher oder später bereuen würde. Vorsichtig zog ich die Decke wieder zurück, der Mann leistete keinen Widerstand, sondern schien nur verzweifelt versuchen wieder Herr über seine aufgewühlten Gefühle zu werden.
„Vegeta, niemand sagt ihnen was, sie essen nur ein wenig, mehr nicht. Keiner wird ihnen etwas sagen, wenn du nicht willst.“ Zärtlich begann ich den Nacken des Weinenden zu kraulen und versuchte ihn so ein wenig das Gefühl von Sicherheit zu geben. Was ich schließlich auch schaffte, denn der Mann wurde ruhiger und blieb schließlich nur erschöpft und schwer atmend liegen.
Seine Augen waren glasig und man konnte den Schmerz, der ihn gerade heimsuchte, in ihnen wieder erkennen. Er wirkte ungewöhnlich blass und hatte Fieber, so wie er es jedes Mal bekam, wenn er sich so furchtbar aufregte und sein Körper ihn dadurch zu Ruhe bringen wollte. Deshalb war es wichtig, dass er sich nun ein wenig find, denn nicht nur sein Geist hatte Schmerzen, dieser überlagerte sie gekonnt auch auf die physische Ebene und darunter hatte der Nahu nun zu leiden.
Der Sayajin lag in meinem Bett, Aramth war vorhin hier und hätte ihn in ihr Zimmer tragen wollen, doch ich hielt es für besser, dass er ihn nun hier ließ, Vegeta würde es nun nicht als tröstlich empfinden, wenn er neben dem König aufwachen würde, es würde ihm höchstens noch mehr aufregen. Als er vorige Nacht, kurz nachdem wir uns getrennt hatten, so außer sich und verzweifelt zu mir gekommen war, hatte ich am Anfang nicht begriffen, was passiert sein könnte, denn zuvor war es dem Sayajin noch sehr gut gegangen, so dass dieses Verhalten gar nicht zu ihm gepasst hatte.
„Beruhig dich, es ist alles OK, niemand wird etwas tun, was dich verletzt, Vegeta.“ Sanft begann ich mit einem feuchten, kühlen Tuch die Stirn des anderen, welche mit kleinen Schweißperlen überzogen war, abzutupfen und seufzte innerlich, als dieser gepresst schluchzte und seine Augen schloss. Es war viel für ihn gewesen, dass seine Freunde so plötzlich aufgetaucht waren, um ehrlich zu sein war ich selbst völlig verblüfft gewesen, dass diese hier waren, da dies normalerweise unmöglich war. Auch dieser andere Sayajin, Kakarott, war hier, er hatte tatsächlich so viel Charisma wie Vegeta es beschrieben hatte und war mir von Anfang an gleich sympathisch gewesen.
Dieser machte sich sehr große Sorgen um den Nahu, er hatte unbedingt zu ihm wollen, aber das konnte ich nicht zulassen, er hätte diesen nur noch mehr aufgebracht und außerdem hatte es der König verboten, was ich als kein gutes Omen auffasste. So saß dieser und auch die anderen Männer gerade in der Küche unten und aßen, Surok und die anderen waren ganz aus dem Häuschen, es ist ihnen nicht zu verübeln, schließlich kommt es nicht alle Tage vor, dass hier jemand von einem anderen Universum reinkommt und dabei den Schicksal entgeht ein Sklave zu werden.
Das Thema bereitete mir Kopfschmerzen, wenn Vegeta jetzt schon so verzweifelt reagierte, was würde dann erst passieren, wenn seine Freunde erfahren würden, dass er selbst das Schicksal von uns geteilt hatte, etwas, was für ihn von Beginn an ungemein erniedrigend war. Ich hoffte, dass diese ihm da helfen konnten, denn ich konnte mich noch gut daran erinnern was für ein stures, uneinsichtiges und unbeugsames Wesen er einst besaß und verloren hatte, das würde Kakarott und diesen anderen auch nicht verborgen bleiben und genau davor fürchtete sich der Sayajin so sehr. Er hatte Angst, dass sie ihn verstoßen würden, er war noch immer so verletzt...
„Sie sollen wieder gehen...“ Überrascht hob ich meinen Blick und sah zu dem anderen, welcher erneut verbissen gegen die Tränen ankämpfte, jedoch dabei nur wenig Erfolg hatte, seine Verzweiflung war direkt zu spüren. Vorsichtig schob ich meine Hand unter das heiße Gesicht und hob es etwas an, dann beugte ich mich vor, so dass meine Stirn auf die des anderen ruhte und sprach beruhigend:„Vegeta, sag so etwas nicht, du hast dir doch so gewünscht, dass sie kommen würden. Hab keine Angst, ich bin mir sicher, dass sie es verstehen werden.“ Tröstend begann ich erneut den Nacken des anderen zu kraulen, welcher verzweifelt aufkeuchte, sich dann jedoch wieder etwas fing. Zu meiner Überraschung war er kurz darauf sofort in einen ruhigeren Schlaf gesunken, nachdem ich ihn ein wenig Schlaftee eingeflößt hatte.
Nun würde eine schwere Zeit für meinen Freund beginnen, nicht nur die Neuankömmlinge, sondern auch Armath bereiteten mir Sorgen. Der König war zwar einsichtig und liebte Vegeta über alles, aber er würde ihn nie freiwillig gehen lassen, das war eine traurige Sicherheit. Seufzend stand ich auf und holte frisches, kaltes Wasser um der heißen Stirn des anderen erneut etwas Kühlung und Linderung zu verschaffen. Es würde für uns alle eine harte Zeit werden.
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„Ähm... das... das ist Suppe?“ Kuririn zog, nach einiger Überwindungskraft, seinen Löffel durch dieses dickflüssige, graue Etwas und merkte wie ihm schlecht wurde, als diese Masse dadurch einen schmatzenden Laut von sich gab. TOCK!!!! Der kleinere Mann wäre beinahe vom Sessel gefallen, als plötzlich eine Faust hart neben seinem Teller auf dem Tisch landete, wodurch das Geschirr beinahe drei Zentimeter über die Tischfläche gehoben wurde, und sich seine Nackenhärchen aufstellten, als er neben sich blickte.
„Du musst es ja nicht Essen, Gnom!!!“ Tullom, der den Menschen vor seinem inneren Auge gerade zu Schaschlik verarbeitete und gefährlich anfunkelte, wurde einfach von Tyra zur Seite geschupst, welche das Teller voller Etwas nahm und Kuririn lächelnd zuzwinkerte:„ Nimm’s ihm nicht übel, er ist heikel wenn es um seine Kochkünste geht.“ Die Frau wandte sich ab um ein etwas annehmbareres Gericht zu holen und ignorierte den großen Sklaven der ihr wütend nachschimpfte.
Die Kämpfer, welche an einem der mehreren Küchentische Platz genommen hatte und nun verschiedene Speisen aßen, welche bis auf Tulloms Beigabe, eigentlich sehr gut schmeckten, wirkten immer noch etwas verwirrt und verwundert, denn all das hier kam ihnen sehr nach wie vor sehr seltsam vor, schon allein weil niemand ihnen ihre Fragen beantwortet wollte und sie einfach hier abgespeist wurden.
Am schwersten fiel es Son-Goku einfach Nichts zu tun und abzuwarten, er wollte nach Vegeta sehen, eigentlich hätte er sich längst zu ihm teleportieren können, aber er vertraute der Frau, welche sie vorhin hierher gebracht hatte, sie schien sich auch wirkliche Sorgen um den anderen Sayajin zu machen und mit dieser Tatsache stieg auch seine Neugier, denn er konnte sich das unnatürliche Verhalten seines Freundes von vorhin noch immer nicht erklären. Vegeta hatte nicht so ausgesehen, als würde er sich freuen sie wieder zusehen, er hatte im Gegenteil richtig entsetzt gewirkt, aber was dem Kämpfer noch mehr beunruhigte war, dass der Mann in Tränen ausgebrochen war. Er hatte tatsächlich geweint, dass hatte der andere Sayajin niemals getan, zumindest nicht so!
In Gedanken vertieft schob sich der schwarzhaarige Kämpfer ein Stück Fleisch in den Mund und kaute nachdenklich drauf rum, er konnte sich so manches nicht erklären, obwohl er eigentlich erhofft hatte, dass er hier nun die Antworten auf die Fragen bekommen würde, die ihn über die letzten 27 Jahre gequält hatten. Aber zumindest war es ein Trost, dass er Vegeta endlich gefunden hatte, er hatte eigentlich schon nicht mehr daran geglaubt diesen jemals wieder zu sehen.
„Was meinst du, was hat das alles hier zu bedeuten?“ Son-Goku sah auf zu Picollo, welcher seine Arme verschränkt hatte und ihn ernst entgegenblickte. Dem Namekianer war das alles hier ungeheuer, allein schon wegen dieser mächtigen Wesen, die sie vorhin beinahe zerfetzt hätten, wäre Vegeta nicht eingeschritten. Ihm kam hier alles nicht minder Spanisch vor als dem Sayajin oder den anderen, doch irgendwie hatte er jetzt schon das Gefühl, dass diese „Rettungsaktion“ nicht so schnell zu Ende geführt werden konnte, wie sie es sich eigentlich erhofft hatten.
„Ich weiß nicht, offen gesagt hab ich nicht mit so einer Reaktion von Vegeta gerechnet.“ Besorgnis sprach aus den schwarzen Opalen des jüngeren Sayajins und er fuhr sich seufzend durch die Haare, er wollte am liebsten zu dem andern, schauen ob es ihn gut ging, irgendetwas tun, nur nicht einfach so dasitzen und Löcher in die Luft starren.
Tenshinhan, der Yamchu eine Weile zugesehen hatte, wie dieser vergeblich versuchte sich mit diesem Mann, er meinte, dass das Mädchen ihn vorhin Telev genannt hatte, zu unterhalten ( was jedoch irgendwie auf der Strecke blieb und den Sklaven zutiefst entsetzte, da er bis jetzt noch keinem lebenden Wesen begegnet war, dem es nicht möglich war einen kleinen Plausch mit ihm zu führen ) meldete sich nun ebenfalls zu Wort und wirkte nicht weniger unruhig:„ Er scheint große Angst vor diesen Wesen gehabt zu haben, er war leichenblass und hat gezittert wie Espenlaub. Sie scheinen ihm irgendetwas angetan zu haben, vielleicht...“
„… ist er auch so ein Dienstbote wie diese Leute da!“ Alle wandten sich überrascht zu Son-Gohan, der nur auf die Sklaven nickte, die eiligst hin und her liefen und herumwerkelten um das Mittagessen noch rechtzeitig hinzubekommen. Jeder sah einen Moment stumm auf diese, die ebenfalls immer wieder interessierte Blicke auf sie warfen, und niemanden schien der Gedanke des Mannes sonderlich zu gefallen, denn sie wusste, dass ihr ehemaliger Kampfkollege diese erniedrigende Arbeit, so wie er das immer bezeichnet hatte, niemals freiwillige gemacht haben würde.
Eine Stimme meldete sich hinter Trunks, der ein wenig blass wirkte und sich überrascht umdrehte als er hörte:„ Ich muss euch enttäuschen, wir sind keine Dienstboten, wir sind Sklaven.“ Auf Palles, der soeben wieder von dem Speisesaal zurückgekehrt war, waren nun alle Augenpaare gerichtet und Son-Goten sprach am ehesten aus, was jedem auf der Zunge lag:„ Wie bitte?“ Der große Mann mit den kastanienbraunen Haaren lächelte freundlich und erklärte:„ Ihr dürft euch nicht vorstellen, dass wir „freien“ Mitarbeiter wären, wir sind Sklaven, wir gehören den Herrn.“
Für geschlagene zehn Sekunden schien jeder an dem soeben gehörten herumkauen zu müssen, bevor sie es verdauen konnte und Picollo, welcher am schnellsten damit war, fragte knurrend:„ Was soll das heißen, ihr gehört den „Herrn“?“ Sie wussten alle jetzt schon, dass ihnen die Antwort nicht gefallen würde, allein schon deswegen, weil sie eine schlimme Vorahnung hatten.
Der Sklave lächelte jedoch ruhig und sprach:„ Ihr habt Armath und zwei weitere der Königsfamilie gestern schon kennen gelernt, unter schlechten Umständen wie ich leider sagen muss, aber diese sind jedenfalls unsere Herrn, dieses Schloss wird von dem Dämonen der Königsfamilie geführt und wir sind dessen „Eigentümer“, wenn man es so ausdrücken darf.“
Kein Funken Verständnis sprach aus irgendeinen der Augen, die auf ihm gerichtet waren, doch er blieb ruhig, er hatte dies erwartet, diejenigen, die das nicht kannte, reagieren immer so, Vegeta und sogar er selbst waren damals bei ihrer Ankunft keine Ausnahme gewesen.
„Was meinst du damit, dass ihr ihre Eigentümer seid? Was ist das hier eigentlich!?“ Trunks, der Zorn in sich auflodern fühlte, sah den Sklaven böse an, er hatte ein schlimmes Gefühl und wollte dieses auf keinem Fall begründet bekommen. Palles jedoch seufzte und ließ sich auf dem Sessel neben Yamchu nieder, von dem er ebenfalls skeptisch gemustert wurde und fuhr lächelnd fort:„ Wir sind nicht freiwillig hier... Jeden von uns hatte Mal ein „anderes“ Leben... bevor wir von den Dämonen verschleppt wurden und nun hier fortan unser Dasein fristen müssen...“ Schmerz trat auf das Gesicht des Mannes und jeder verspürte plötzlich auf seltsame Weise Mitleid für diesen aufkeimen, obwohl sie dessen Geschichte nicht kannten, doch Palles winkte ab, als er dies bemerkte:„ Macht euch deshalb keinen Kopf, wir haben uns damit abgefunden, überhaupt ist es hier eh nicht so schrecklich. Nur Vegeta...“
Ein Teller landete auf dem Kopf des Sklaven und zerschellte laut, der braunhaarige Mann jaulte auf und hielt sich seinen schmerzenden Schädel, wandte sich jedoch im selben Moment um und blickte in die, ihn böse und warnend anfunkelnden Augen von der ehemaligen Arotavo. „Palles, geh und hilf den anderen, Usok hat gerade Probleme mit der Organisation im Speisesaal.“ Der Sklave verstand den Wink, nickte und verabschiedete sich lächelnd von den Neuankömmlingen, wobei er seinen schmerzenden Schädel rieb:„ Wir werden uns sowieso noch sehen, bis später.“ Dann verließ er die Küche und schritt zur Tat seinen Mitsklavenkollegen im Esssaal ein wenig unter die Arme zu greifen, denn auch wenn Tima das jetzt nur als Ausrede genommen hatte um ihn wegzuschicken, kam es schon Mal vor, das Usok hoffnungslos überfordert mit seinem Aufgabenbereich als Organisator war.
Nun stand die Frau im Kreuzfeuer der fragenden Blicke, die eine Antwort erwarteten, sie sah ihren Kollegen einen Moment nach, um sich ein wenig Zeit zu verschaffen, sie wusste, dass es schwer werden würde diesen Leuten Fragen zu beantworten, ohne dabei etwas über Dinge zu verraten, die Vegeta ihnen besser selbst erzählen sollte, aber sie konnte sie schließlich nicht für ewig hier sitzen lassen, auch wenn dies eine Methode gewesen wäre, die ihr viele Probleme erspart hätte.
„Hallo, wie geht es euch?“ Tima wandte sich zu den Kämpfern um und lächelte diese ruhig an, während sie sich auf den nun freien Platz neben Yamchu setzte. Keiner schien so recht in der Stimmung für so einen Smalltalk-Versuch, aber Son-Goku übernahm das, er hatte immer schon ein Händchen dafür Dinge nicht zu eskalieren zu lassen, wenn es um Sache Freundlichkeit ging. Er erwiderte das Lächelnd, wirkte dabei aber nicht weniger ernst:„ Danke, soweit gut. Aber könnten sie uns sagen, wie es Vegeta geht und wann wir zu ihm können?“
Die Frau wirkte überrascht, ein wenig direkt der Liebe, aber na ja, er war ja schließlich ein Kämpfer, diese waren immer so direkt, zumindest am Anfang, bevor sie von einen der Fürsten zu sich gerufen worden waren, danach waren diese immer am schweigsamsten von allen ...
Die Frau mit den langen blonden Haaren seufzte leise und strich sich eine lose Strähne zurück, welche ihr störend ins Gesicht hing. So oder so konnte sie dem Thema nicht entgehen, stellte sie sich ihm halt sofort, sie sah Son-Goku und die anderen ernst an und erklärte:„ Nicht gut. Er fühlt sich schlecht weil ihr plötzlich hier seid.“
„Was!? Was soll das jetzt heißen!? Wir haben die letzten zwei Jahrzehnte damit verbracht nach ihm zu suchen!“ Yamchu sah sie wütend an, doch Tima hob beschwichtigend die Hand und fuhr mit fester Stimme fort:„ Das meinte ich nicht!“ Sie blickte den Mann mit der Narbe auf der Wange ernst an, sie hatte das Gefühl, dass dieser Yamchu sein musste, Vegeta hatte ihr gesagt, dass dieser nicht gerade zu seinem engsten Freundeskreis zählte und die Sklavin wusste, dass dieser es den ehemaligen Kämpfer schwer machen konnte, denn der Sayajin hatte sich verändert, nur wussten es seine Freunde nicht und wenn sie sich ihm jetzt gegenüber so wie früher verhielten, war es gut möglich, dass sie ihn dadurch unabsichtlich verletzten.
Nachdem eine kurze Pause eingekehrt war, sprach sie weiter:„ Natürlich freut sich Vegeta, dass ihr gekommen seid, glaubt mir, er hat sich nichts sehnlicher gewünscht als das, doch es ist für ihn nicht leicht. Dinge haben sich verändert, er hat sich verändert und er hat Angst davor, dass ihr ihn nicht mehr akzeptiert, so wie er jetzt ist.“ Ihre Augen wanderten erwartend von einem Gesicht zum anderen, sie suchte nach der Reaktion, leider fand sie auf den meisten nur Missdeutung, keiner schien zu verstehen, was sie meinte.
„Wie hat sich Vegeta verändert? Warum?“ Die dunklen und ernsten, aber trotzdem nicht unangenehmen Augen des schwarzhaarigen Sayajins ließen Tima aus ihres Sorgen aufwachen und sie war erleichtert, dass jemand zu begreifen schien, dass der Nahu vielleicht ein anderer geworden war. Sie lächelte sanft und versuchte es irgendwie zu erklären, ohne dabei etwas von Vegetas Privatsphäre zu verletzen:„ Er hat hier viel durchmachen müssen, er ist nicht mehr so, wie er bei euch vielleicht war.“ Yamchu warf lachend ein:„ Also kein arroganter Schnösel mehr?“
Die Sklavin sah ihn wütend an, sie fand es gar nicht komisch und auch Son-Goku nicht:„ Yamchu, bitte.“ Der Sayajin blickte ihn ernst an und der Mann deutete nur eine Entschuldigung an und ließ sich dann seufzend wieder in den Sessel zurücksinken.
„Was hat er durchgemacht? Warum ist er überhaupt hier?“ Die Frau wandte sich zu dem Namekianer, der sie finster ansah, und fuhr fort:„ Ich kann das leider nicht beantworten, das ist Vegetas Sache ob er es euch erzählen wird. Warum wir allerdings hier sind ist einfach zu erklären, wir sind Sklaven der Herrn, der Dämonen, wir kochen, waschen und dienen ihnen noch in anderer Weise. Euren Freund ist das alles sehr schwer gefallen...“ Wieder wurde sie durch Yamchu unterbrochen, der nur geringschätzig dem Ganzen entgegensah:„ Klar, ich bin mir sicher er hat bis dahin in seinem Leben noch nie Wäsche gewaschen.“
„Yamchu!“ Son-Goku warf ihn einen warnenden Blick zu, doch der Mann sah ihn wütend an:„ Was!? Jetzt haben wir ihn endlich gefunden und was ist, er sträubt sich! Wenn er so unglücklich hier ist, dann soll er verdammt noch mal kommen! Ich meine wir haben die letzten 27 Jahre nach ihm gesucht und ich finde das war lange genug, Son-Goku! Es soll sich nicht immer so verdammt stur anstellen, dauernd muss alles nach seinem Kopf gehen, wenn du mich fragst will er nur wieder im Mittelpunkt stehen! Ich bin es leid wegen ihn hin und her zu reisen und jetzt wo wir ihn endlich gefunden haben stellt er sich quer, ich meine das ist doch lächerlich, bei aller Freundschaft!“ Der Kämpfer klang gereizt und wütend, Tima fragte sich wieso er so schlecht auf ihren Freund zu sprechen war, mochte er ihn wirklich so wenig?
„Halt den Mund!“ Überrascht sahen alle zu der blonden Frau, welche zornig aufgesprungen war und Yamchu böse anfunkelte:„ Du weißt überhaupt nichts, also reiße dein Maul nicht so weit auf!!! Glaub mir, hättest du das durchmachen müssen was wir, was dein „Freund“ durchmachen musste, würdest du nicht so große Töne spucken, ich bezweifle, dass du dann überhaupt noch in der Verfassung wärst so etwas Rücksichtsloses von dir zu geben!!!“ Nicht nur die verwunderten und überraschten Augen der Fremden, sondern auch all der anderen Sklaven, die hier in der Küche gerade an der Arbeit waren, waren nun auf Tima gerichtet, welche einen Augenblick tatsächlich mit dem Gedanken rang diesen Mann einfach eine schallende Ohrfeige zu verpassen, doch dann besann sie sich wieder und beruhigte sich.
Die Frau seufzte schwer und hob entschuldigend die Hand:„ Es tut mir leid, verzeiht, ich vergesse, dass ihr nicht wissen könnt, was hier passiert... Ist auch egal, ich kann euch leider nichts Genaueres sagen, es liegt an Vegeta wie viel er euch erzählen möchte, wenn überhaupt. Doch muss ich euch leider mitteilen, dass euer Freund nicht mich euch gehen kann.“ Der lavendelhaarfarbene Mann sah sie nicht verstehend an, Trunks machte sich durch das ganze Gerede große Sorgen um seinen Vater und er spürte wie Gereiztheit in ihm hoch kroch, denn was sollte das schon wieder bedeuten:„ Was heißt das? Wieso nicht?“ Der Halbsayajin fühlte sich immer unwohler, er wollte nun wirklich nicht mehr einfach hier sitzen bleiben und warten, was wohl passieren werde, er wollte zu seinem Vater, nach ihn sehen. Die Worte dieser Frau hatten ihn mehr als beunruhigt!
„Der König wird es nicht zulassen, Vegeta gehört ihm, Armath hat kein böses Wesen, nur wird er euren Freund niemals freiwillig gehen lassen.“ Tima wirkte beinahe selbst verzweifelt, ihr tat ihr Freund so leid, dieser hatte keine Wahl, er musste hier bleiben, es war geradezu verteufelt, dass nun, wo er sich gerade begonnen hatte einzuleben und gerade begann mit all dem Erlebten fertig zu werden, diese auftauchen mussten.
„Blödsinn, nur weil so ein dummes Vieh nicht will, dass Vegeta mit uns kommt?! Wir sind schon mit anderen Wesen fertig geworden!“ Son-Goten, der die Dämonen noch gut in Erinnerung hatte, größten Teils wegen seines bandagierten Armes, sah die Frau entschlossen an, doch diese warf nur einen verächtlichen Blick auf dessen Verletzung, die nur Dank ihrer Salben jetzt halbwegs verheilt worden waren, und sprach:„ Das haben wir ja letzte Nacht gesehen. Nein, gegen Dämonen könnt ihr mit all eurer Kraft nichts anfangen, schlimmstenfalls haben sie Mittel euch diese wegzunehmen, so wie es bei Vegeta der Fall war. Oder ist euch noch nicht aufgefallen, dass er keine Kampfkraft mehr besitzt?!“
Tatsächlich wirkte Son-Goten etwas überrascht, nach den Blicken der anderen jedoch zu urteilen, schien es für diese kein Geheimnis zu sein und bevor jemand diese Debatte nochmals aufnehmen konnte, warf Son-Goku sein Wort ein:„ Können wir zu ihm?“
Einen Augenblick sah Tima ihn zögernd an, sie dachte fieberhaft nach, sie war sich nicht so sicher ob es eine gute oder eine schlechte Idee war, schließlich schüttelt sie den Kopf:„ Nein.“ Doch bevor der Sayajin protestieren konnte, fuhr sie fort:„ Du darfst, die anderen nicht. Ich glaube es ist besser, wenn nur du ihn zunächst besuchst.“ Die Frau sah wie der Mann erfreut lächelte und nickte:,, Einverstanden.“ Die anderen schienen weniger davon zu halten, besonders Trunks schien seinen Unmut darüber nur schwer zurückzuhalten können, doch widersprachen sie nicht, sie wussten, dass Son-Goku wohl am besten von ihnen allen dafür geeignet war mit Vegeta zu sprechen, die beiden Sayajins verband schon seit jeher ein eigenes Band untereinander.
„Gut.“ Nickte die Sklavin ebenfalls:„ Dann folge mir.“
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