ffdichzuliebkosen

Titel: Dich zu liebkosen

Paaring: Goku x Vegeta/ Andeutung Piccolo x Gohan und Goten x Trunks

Inhalt: Vegeta ist deprimiert, weil er in Goku verliebt ist und nicht weiß, was er mit seinen Gefühlen machen soll.

Warnung: Lemons; Der Schreibstill ist kitschig (typisch ich *zwinker*)

Disclaimer: Keine der folgenden Figuren gehört mir. Alle Charaktere sind Eigentum von Akira Toriyama.




Dich zu liebkosen


Kapitel 1


„In meiner Einsamkeit habe ich nur einen Traum. Den Traum dich einmal zu liebkosen... Nur einmal in deinen Armen zu versinken. Die Wärme deines Körpers in mich aufnehmen und den Nektar von deinen Lippen zu trinken. Ein einziges Mal... möchte ich meine Liebe zu dir schmecken.“

Mit einem Seufzer beendete der Prinz seinen inzwischen täglichen Eintrag im Tagebuch. Er fand es für sich gesehen erniedrigend einem Buch seine Gefühle anzuvertrauen, doch war es noch um Klassen besser, als sie irgendwelchen Menschen preiszugeben. Natürlich hätte er sie jederzeit Bulma anvertrauen können, ihr vertraute er zumindest, aber wie würde die Mutter seiner Kinder wohl darauf reagieren, das er sich in jemand anderen verliebt hatte? Und am aller schlimmsten war es auch noch, das seine Liebe Kakarott galt. Ausgerechnet Kakarott. Schöner, starker, unschuldiger Engel. Vor Vegetas innerem Auge sah er wieder das Bild von Kakarott, als er ihn neulich beim baden gesehen hatte. NACKT! Es war nur ein dummer kleiner Zufall gewesen. Vegeta hatte zusammen mit Kakarott trainiert und danach wollte dieser noch in der Capsule Corporation duschen. Dem Prinz was das egal gewesen, besonders, da Bulma ihn noch wegen irgendwas gerufen hatte. Bulma hatte den no Ouji wegen etwas an das er sich schon gar nicht mehr erinnerte angeschrieen. Keifend hatte er sie stehen lassen und war hinter der ersten Tür, die er erwischte verschwunden. Tja und das war das Problem. Plötzlich stand er vor einem Splitterfasernacktem Kakarott. Vegeta war so geschockt, als seine Augen die vollkommene Gestalt, mit diesen wundervollen Muskeln, der seidigen Haut, und der überaus prächtigen Männlichkeit vor ihm musterten. Und Kakarott? Blinzelte ihn nur überrascht an und fragte was es denn gäbe. Der Prinz schluckte einmal schwer bevor er, den Blick los riss und wortlos die Flucht ergriff. Seit diesem Tag schrieb Vegeta Tagebuch. Zwei Wochen was das jetzt her.

Son Goku machte sich so langsam Sorgen um Vegeta. Seit Vegeta vor zwei Wochen so komisch gewesen war hatte er ihn nicht mehr zu Gesicht bekommen. Wenn er zum trainieren kam hieß es immer der no Ouji wäre nicht da oder er hätte keine Lust. Bulma hatte dann Goku im Vertrauen erzählt, das Vegeta kaum noch was essen würde und seit Tagen keinen Fuß mehr in den Gravitationsraum gesetzt hatte. Goku kam das ganze wirklich äußerst merkwürdig vor. Das war doch sonst nicht Vegetas Art. Wo war der aggressive Saiyajin? Wo der stolze, arrogante Prinz? „Chichi“, schrie er quer durch die ganze Wohnung, „Chichi ich gehe zu Vegeta!“ Und verschwand noch bevor seine Frau reagieren konnte per Momentaner Teleportation.

Der Wind, unermüdlicher Wind. Sanft streichelte er durch das schwarze Haar des no Ouji. Er bemerkte es nicht. Bemerkte auch nicht die Kälte, welche seinen Körper einhüllte. Seit Stunden schon starrte er hier, in mitten der Wildnis umgeben von einer endlosen Weite vor sich hin. Seine Gedanken beschritten abgrundtiefe Pfade seiner selbst. Seit er Goku nackt gesehen hatte, war es als blutete sein Herz noch mehr als es das ohnehin schon tat. Warum konnte er nicht stark sein. Stark genug um seinem ehemaligen Feind seine Liebe zu gestehen? Aber der Prinz, der Stolz der Kriegerrasse Saiyajin war noch nie gut gewesen in diesen Dingen. Hatte lange Jahre gelernt seine Emotionen zu verbergen. Wie sollte, wie konnte man etwas das schon so zu dem eigenen Wesen gehörte einfach vergessen. „Kakarott, wunderschöner Kakarott...“ wieder einmal seufzte Vegeta diese Worte laut vor sich her. Was würde er nicht alles dafür geben, Kakarott sein Eigen nennen zu dürfen. Doch es sollte einfach nicht so sein. Kakarott würde nie auf die Idee kommen, das der Prinz ihn lieben könnte. Wie den auch? Ständig beschimpfte er ihn. Nannte in Baka, Bakayaro und schlimmer. Schnauzte ihn wegen Kleinigkeiten an. Und warum? Weil der Prinz der Saiyajin Angst hatte jemand könnte durch die Fassaden blicken und erkennen wie sehr er Son Goku liebte. Heimlich stall sich eine einzelne Träne die Wange Vegetas hinab. Das Rinnsal, dass sie hinterließ ein stiller Bote seines Kummers.

„Vegeta.“ Der Angesprochene erschrak, als plötzlich Son Goku vor ihm auftauchte. Vegetas Herz wäre vor schreck beinnahe stehen geblieben. „Was soll das du Baka?“ Verdutz weil ihn der Prinz so anschrie hielt Goku die Klappe und betrachtete sein Gegenüber. Und da fiel es ihm auf. Er sah das feuchte Rinnsal auf dessen Wange. Hatte Vegeta geweint? Nein! Das konnte nicht sein. Aber wenn doch? „Vegeta, wir müssen reden.“ „Was willst du?“ Gokus misstrauen wurde immer größer. Er spürte, dass der Prinz etwas vor ihm verbarg. Ein Kitzeln bereitete sich in Gokus Nervensystem aus. Ihm war, als hörte er ganz leise Vegetas Stimme in seinem Ohr, die flüsterte „Hilf mir“. Er schluckte und blickte in die glänzenden schwarzen Seen, welche Vegetas Augen waren. Warum ist mir nie aufgefallen, was für unglaublich schöne und tief traurige Augen Vegeta hat? Wenn ich mich nicht zusammen reiße, dann... ja, was dann? Kopfschütteln. „Vegeta, irgendetwas stimmt mit dir nicht.“ Das war eine Feststellung nicht mehr. „Ach...“ brummt der Prinz unwillig. „Hat es... hat es etwas mit mir zu tun?“ Als Goku merkte, das der no Ouji nicht gewillt war zu antworten packte er ihn an den Schultern und schüttelte ihn. Vegeta versuchte nicht einmal sich zu wehren. Die körperliche Nähe Gokus raubte ihm den Atem. Goku hörte auf ihn zu schütteln und sah in des anderen Augen. Sein Herz blieb stehen. Vegetas Wangen waren gerötet. Die Lippen leicht geöffnet und die Augen... in ihnen spiegelte sich so viel Zärtlichkeit, Erregung und am aller meisten Furcht. Der Jüngere wusste nicht warum, aber in diesem Augenblick wollte er ihn. Jawohl. Er beugte sich über den Älteren und presste seine Lippen leidenschaftlich auf dessen.

Starr und mit weit aufgerissenen Augen lies der Prinz den Kuss über sich ergehen. So sehr er sich diese Berührung gewünscht hatte, in diesem Moment war er zu überrascht als das er sofort reagieren gekonnte hätte. Es kam so plötzlich. Doch als er spürte wie der Jüngere fordernder wurde, ließ auch er los. Versank in einem Meer aus Emotionen. Es waren keine Hemmungen mehr in ihnen. Wild umschlangen sie einander. Drückten ihre Körper immer enger aneinander. Waren wie zwei Ertrinkende. Goku drang mit seiner Zunge in Vegetas willigen Mund ein. Das Zungenspiel war gierig. Sie wollten einander schmecken, fühlen, vollkommen aufgehen. Schwer atmend lösten sie sich. Sahen sich in die Augen. Was Vegeta in Gokus schwarzen von dichten Wimpern umrahmten Augen erkannte war Lust. Aber ganz tief in ihnen, war noch etwas. Etwas das der no Ouji nicht deuten konnte. „Ich...“ Gokus Oberkörper hob und senkte sich schwer. Mit geröteten Wangen versuchte er zu begreifen, was er gerade getan hatte. Versuchte zu begreifen, was er gerade empfunden hatte. Noch nie war er aufgrund eines Kusses so aufgewühlt gewesen. Doch hatte er auch noch nie einen Mann geküsst. Lag es daran? Das Vegeta ein Mann war oder war da noch mehr? „Ist schon ok, Kakarott.“ Die Worte des Prinzen verwirrten ihn. Eigentlich hatte er die Wut des Älteren erwartet. Seinen Hass. Er bekam aber nur dessen Gleichgültigkeit. Gleichgültigkeit ausgesprochen mit einer vor Erregung leicht bebenden Stimme. Ihm war in dieser Minute, dieser Sekunde schlagartig klar das, dass was Vegeta bedrückte mehr war als nur ein oberflächliches Problem. Es musste etwas unglaublich Tiefgründiges sein, so wie die Liebe... War es das? War der Prinz in jemanden verliebt? In jemanden der nicht Bulma war? „Kakarott?“ „Ja?“ „Ich möchte, dass du mich jetzt wieder alleine lässt.“ „Aber Veg...“ „Kein aber! Geh jetzt!“ Zum Ende seines Satzes war der Prinz energischer geworden. Widerwillig tat Goku wie ihm geheißen.

Der no Ouji war wieder alleine. Sein Herz zitterte. „Kakarott... warum?“ War der Prinz zuvor schon durcheinander, so war sein jetziger Zustand nichts dagegen. Kakarott hat mich geküsst! Diese Worte hallten in Vegeta immer lauter. Nichts hatte er sich mehr gewünscht als das und doch wusste er, dass es falsch war. Zurzeit falsch war. Der Jüngere hatte ihn nicht geküsst weil er ihn liebte sondern höchstens weil er ihn begehrte. Vegeta war das nicht genug. Er wollte alles. Sein majestätischer Stolz konnte sich mit einer rein körperlichen Liebe nicht zufrieden geben. Nicht, weil er für das Objekt seiner Begierde Liebe empfand. Wie sollte der Frieden in seinem Herzen Einzug erhalten, wenn er wusste dass seine Liebe nicht erwidert wurde? Er lehnte sich an einen Baum, sank auf den Boden und weinte. Weinte Tränen der Liebe, des Schmerzes, der Kindheit und des Verlustes. Der gesamte aufgestaute Kummer seines Lebens floss aus ihm heraus. Die Dämme waren gebrochen. Nichts hielt der reißenden Strömung mehr Einhalt. Unter all den Tränen, schlief der Prinz ein. Zum ersten Mal seit schier unendlich langer Zeit schlief er einen ruhigen friedvollen Schlaf.


Kapitel 2


Die Finger strichen zärtlich über seine Lippen. Er meinte immer noch die Lippen des anderen auf den seinen zu spüren. Der Gedanke daran lies das Kribbeln in seinem Körper wieder verstärken. Er schloss seine Augen und rief sich alles noch einmal in Erinnerung. Vegeta wie er ihn schüttelte. Vegeta wie er ihn mit geröteten Wangen anstarrte. Und dann der Kuss... Hätte der Prinz ihn nicht weggeschickt, er hätte nicht gewusst was er getan hätte. Seine Lust, sein Bedürfnis den Prinzen in diesem Moment zu besitzen war fast ohnmächtig geworden. Oh Kami, er wollte Vegeta immer noch. Sein Puls raste. In seinem Gedächtnis wurden Erinnerungen wach. Erinnerungen die den Prinzen zeigten, wie er stolz und arrogant durch die Welt blickte, wie er nach dem Training erschöpft und verschwitzt war, wie er durch Freezers Hand starb und wie er in seltenen Augenblicken da stand mit verschränkten Armen und ein kleines kaum merkliches Lächeln seine Lippen umspielte. „Ahh... warum kommen jetzt all diese Bilder?“ Goku war durcheinander. Alles in ihm schrie nach Vegeta. Doch da war noch mehr als nur die Lust. Und dieses MEHR war es, was immer größer wurde. Konnte es sein, das er für den Prinzen mehr empfand als nur Freundschaft? Goku war ja schon so froh gewesen, das sich die Feindschaft und der ständige Konkurrenzdrang Vegetas in Freundschaft umgewandelt hatten. Ob er es wohl war den Vegeta liebte? Je länger er darüber nachdachte umso wahrscheinlicher wurde es für ihn. Der Kuss... der no Ouji hatte ihn nach kurzem zögern so... leidenschaftlich erwidert. Ein Schauer lief Gokus Rücken hinab. Goku brauchte Berührungen jetzt so sehr. Seine Hand wanderte über seinen Körper und während die sanften Liebkosungen seiner selbst ihre Wirkung nicht verfehlten, stellte sich sein Geist vor, dass es Vegeta wäre der ihn auf diese Weise verführte. Son Goku war so erregt, dass er seine Kleidung anbehielt und mit seiner rechten Hand in die Hose glitt. Er umfasst sein pochendes Glied und strich erst sanft und dann immer härter über den Schaft. Tippte die Eichel an, fuhr sanft darüber. Massierte über die Hoden. Der Saiyajin stöhnte und keuchte. Verlor mehr und mehr die Kontrolle. Merkte nicht, dass er Vegetas Namen stöhnte. Merkte auch nicht, das Gohan angelockt von den komischen Lauten seines Vaters, in der Schlafzimmertür stand. Gohans Gesicht blickte merkwürdig belustigt, als sein Vater mit einem lauten Aufschrei kam. „Vater, Vater hast du ein Glück das Mutter nicht zu hause ist.“ Erschrocken blickte Goku auf.

Es war schon dunkel als Vegeta erwachte. Er spürte eine befriedigende Mattigkeit. Genüsslich streckte er alle viere von sich. Und rollte sich dann wieder wie ein Kätzchen zusammen. Seit langer Zeit ging es im wirklich gut. Ein schmatzendes Schnurren entrang sich ihm und sein Blick fiel auf die Sterne über ihm. Wunderschön. Nun da er die einzelnen funkelnden Lichter über sich sah, standen seine Gedanken still. Alles war so friedlich. „Irgendwo da draußen war Vegeta-Sei.“ Er sprach es aus und seine Stimme klang ihm so laut in der stillen Nacht. Vegeta-Sei seine Heimat. Auf nichts war er stolzer als auf seine Heimat, die es eigentlich nie gewesen war. Er lebte jetzt schon wesentlich länger auf der Erde als er es auf seinem Heimatplaneten getan hatte. Hier fühlte er sich wirklich zu Hause. Mit Bulma hatte er eine Familie gegründet. Sie hatte ihm einen Sohn geboren, den er über alles liebte und er hatte sogar Freunde gefunden. Kakarott. In dieser Welt hatte er Kakarott getroffen. Sein feiges Herz ahnte was es zu tun hatte um endlich Frieden zu finden. Der Schleier der Melancholie hüllte sich wieder über den Prinzen. „Ja, ich werde es ihm sagen. Ich habe keine andere Wahl, “ dachte der no Ouji, „aber erst morgen...“ Vegeta flog nach Hause zu Frau und Sohn.

„Gohan?!“ „Nana Vater... ich hätte nie gedacht, dich bei so was zu erwischen“, vorwurfsvoll schüttelte Gohan seinen Kopf. Son Goku hatte Angst. Angst davor, dass sein Sohn ihn nun nicht mehr achtete, Angst davor, dass er es seiner Mutter sagte. „Bitte Gohan, es ist nicht so...“ „Wie ich denke?“ ergänzte der Halbsaiyajin den Satz. „Ist schon in Ordnung Vater, ich bin ja kein Kind mehr. Aber das du dabei an Vegeta denkst...“ Gohans grinsen wurde breiter, als er sah wie sein Vater errötete. Vielleicht war jetzt der richtige Moment seinem Vater zu sagen, dass er es mit Piccolo trieb. Gohan war zwar mit Videl verlobt und sie wollten auch bald heiraten, aber das tat er nur weil er es seiner Mutter versprochen hatte. Piccolo hatte Gohans Entscheidung akzeptiert. Doch Gohan sah nicht ein, warum er sich von dem, den er liebte fernhalten sollte. Alle paar Wochen trafen sie sich zum „trainieren“. Die Zeit, die Gohan damals als sein Vater zum ersten mal gestorben war und die Bedrohung durch die Saiyajin bestand, mit Piccolo verbracht hatte, hatte ihn geprägt. Der Namekianer und der Halbsaiyajin waren sich auf einer Ebene näher gekommen, als man hätte annehmen können. Es dauerte noch Jahre, bis sie erkannten, was für eine Art der Liebe sie wirklich miteinander verband. Gohan war so um die 16 Jahre alt gewesen, als sie sich zum ersten Mal berührten. Sich küssten. Aus Eifersucht hatte Piccolo Gohan zur Rede stellen wollen, was zwischen ihm und Videl war. Doch als er in Gohans unschuldige Augen blickte brachte er kein Wort mehr heraus. Unfähig zu sagen was er fühlte zeigte er es ihm. Von da an waren sie zusammen. Keiner ihrer Freunde und schon gar nicht Chichi und Videl sollten es wissen. Ein Geheimnis für die Ewigkeit.

„Die Tage verrinnen so schnell. Ich weiß nicht genau wie lange es jetzt schon her ist, dass ich mir vornahm ihm meine wahren Gefühle zu gestehen. Wenn mein Vater noch lebte und wüsste, wie feige sein Sohn geworden ist, so hätte er mich schon längst verstoßen und getötet. Seit diesem Kuss will ich ihn nur noch mehr. Meine Unsicherheit würde vielleicht verfliegen, wenn ich nur wüsste, ob er mehr für mich empfindet als nur Lust. Vielleicht... hätte ich ihn nicht von mir gewiesen, so könnte ich mich weiter in seiner Wärme und Nähe ergötzen. Was soll ich nur tun? Ich habe solche Angst...“

Vegeta legte das Tagebuch wieder in sein Geheimfach. Niemand sollte seine Gedanken je finden. Er hatte Goku schon lange nicht mehr gesehen. Nun ja, seit dem Kuss nicht mehr gesehen. Sie waren sich wohl beide aus dem Weg gegangen. Den Schmerz von Vegetas unerfüllter Liebe hatte es allerdings nicht gelindert. Der Prinz fürchtete Kakarott wieder gegenüber treten zu müssen, wieder in dessen Augen zu blicken. Zumal er auch fürchtete man könnte es ihm ansehen. Ihm ansehen, dass etwas zwischen Goku und ihm geschehen war. Um Bulma und Trunks zu täuschen hatte er wieder mit seinem Training begonnen. Von morgens bis spät abends unterzog er sich nun wieder der körperlichen Züchtigung. Anders konnte man das harte Training nicht bezeichnen. Wenn er dann erschöpft wieder in die Wohnung kam, duschte er, aß etwas und verkroch sich in seinem eigenen Zimmer. Dort schrieb er heimlich in seinem Tagebuch. Es war in der letzten Zeit ziemlich an Inhalt gewachsen.

„Vegeta? Kommst du mal bitte.“ „Was willst du Weib?“ „Komm doch einfach...“ Mürrisch folgte er dem Ruf Bulmas. „Was ist?“ „Ich gehe kurz noch etwas in der Stadt holen und möchte, dass du hier bleibst. Chichi und Son Goku kommen heute Abend zu essen. Das hast du doch nicht vergessen?“ Natürlich hatte er es vergessen. Wie konnte er so was vergessen? Kakarott kam. Sein Herz hatte einen merkwürdigen Hopser gemacht. „Nein, natürlich hab ich das nicht vergessen“, log der Saiyajin ohne rot zu werden. Als Bulma gegangen war stürmte der Prinz ins Bad. Duschte sich gründlich. Er wusste noch nicht einmal was daran schuld war, dass er sich so sorgfältig Zu Recht machte. „Was zieh ich bloß an?“ Bis der Prinz seine Wahl getroffen hatte, lag der halbe Kleiderschrank auf seinem Bett verteilt. Er entschied sich schließlich für eine enge schwarze Jeans und einem dunkelblauem Hemd, dessen Kragen weit offen war und somit einen Blick auf seine muskulöse Brust lies. Kaum das er fertig angezogen war klingelte es. Er wollte schon zur Tür eilen, als er hörte wie Trunks aufmachte. „Hi Chichi, hi Goku wie geht’s?“ „Ah hallo Trunks, gut und dir?“ Chichis Stimme klang in Vegetas Ohren schon so, dass er das Weib am liebsten geröstet [1] hätte. Wie Kakarott es mit ihr nur aushalten konnte? Den Rest vom Smalltalk bekam er nicht mehr mit, da Trunks die zwei wohl ins Wohnzimmer geleitet hatte.

Goku war nervös. Seine Hände spielten unaufhörlich mit dem grellen Hawaii-Hemd das Chichi ihn genötigt hatte anzuziehen. Vegeta. Er wurde Vegeta wieder sehen. Nach dem Gespräch mit Gohan, das Goku im Übrigen mehr als nur peinlich gewesen war, schließlich sprach sein Sohn mit ihm über Sex. Son Goku der ja eigentlich einen sehr offenherzigen Charakter hatte, war geschockt gewesen, als Gohan ihm erzählte das er mit Piccolo schlief. Anbei bekam Goku gleich noch einen homosexuellen Aufklärungsunterricht verpasst [2]. Alle seine Beteuerungen, dass er nicht in Vegeta verliebt war, das nichts zwischen Vegeta und ihm passiert war, hatte Gohan übergangen. Der Halbsaiyajin hatte seinen Vater sogar dazu gebracht ihm die Geschichte mit dem Kuss zu erzählen. Und letztendlich war sich Son Goku nicht mehr sicher gewesen, ob er Vegeta nicht doch liebte. Stunden und Tage hatte er damit verbracht sich darüber im Klaren zu werden. Bis er diesen Traum hatte. Den Traum in dem Vegeta ihm ganz alleine gehörte, sie sich einander hingaben. Aufgingen in vollkommener Ergebenheit. Und dann sich das Szenario abrupt änderte und sie gegen unsichtbare Feinde kämpften. Feinde denen sie nicht gewachsen waren. Vegeta starb. Der Schmerz der daraufhin Gokus Brust verkrampfte war so intensiv gewesen, dass er dadurch erwachte. Ohne es zu kontrollieren, weinte er. Durch diesen schrecklichen und doch so schönen Traum hatte der Saiyajin erkannt, dass er den anderen liebte. Und jetzt durfte er ihn wieder sehen. Vegeta betrat den Raum. Son Goku stockte der Atem. Der Prinz sah einfach umwerfend aus. Wenn sie doch alleine wären.

„Ah hallo Vegeta. Wo ist Bulma?“ Chichis Stimme jagte dem Angesprochenen unangenehme Schauer den Rücken runter. „Sie ist kurz in der Stadt irgendwas holen. Müsst aber bald wieder da sein.“ Schweigen. Keiner wusste was man sagen sollte. Der Stimmungsmacher namens Bulma war nicht da. Erst als Trunks die Tür reintrampelte und „Dad ich gehe zu Goten“ sagte, löste sich die gespannte Atmosphäre im Raum. „Wann kommst du heim?“ die Frage kam von Bulma, die gerade gekommen war. „Hm weiß nicht. Chichi, Goku kann ich heute bei euch schlafen?“ „Klar“, antworte Goku mit seiner klaren Stimme noch bevor seine Frau irgendetwas sagen konnte. „Danke.“ Und schon war der Halbsaiyajin verschwunden. Das runzeln der Stirn war das erste Zeichen für Chichis aufkommende Wut. Sie hatte es nicht gern wenn Goku sie einfach überging. Doch den Wutausbruch unterdrückend und schließlich als Bulma sie in die Küche entführte vergessend endete diese Situation für Goku ausnahmsweise mal glücklich. Nun aber war er mit Vegeta alleine. Als er merkte, dass der Prinz nicht bereit war den Anfang zu machen tat er es. Er ging auf Vegeta zu und drängte ihn, da dieser automatisch zurück wich, mehr oder weniger an die Wand. Mit einer Hand umfasste er das Kinn des no Ouji und zwang ihn, ihm in die Augen zu sehen. „Vegeta, wir müssen reden.“ Das Herz Vegetas schlug so wild, so schmerzhaft, er wollte fliehen. Goku erkannte es rechtzeitig packte den Kleineren bei den Armen und hob sie ihm über dem Kopf fest. „Geta, mir ist es ernst wir müssen die Sache klären.“ „Kaka...“ weiterkam er nicht. Goku hatte besitzt von seinem Mund genommen. Drängte sich fester an den gefangenen Körper des Prinzen. Stich mit der Zungenspitze so lange über die weichen vollen Lippen, bis ihm Einlass gewährt wurde. Entlockte seinem „Opfer“ ein leises Keuchen. Der Kuss wurde fordernder, leidenschaftlicher. Vegeta schlang seine Arme, die Goku losgelassen hatte, um diesen. Der Prinz konnte sich kaum mehr beherrschen. Ernst als beide nach Luft ringen mussten, lösten sie von einander. Keuchend starrten sie sich an. „Vegeta ich muss es dir jetzt sagen. Ich...“ „Vegeta, Goku kommt ihr bitte ins Esszimmer!“ „Mist!“ Goku fluchte. Gerade als er seine Liebe Vegeta gestehen wollte hatte Bulma Chichi geschickt um sie zu holen. Der Saiyajin mochte nicht wissen, was sein Hexenweib jetzt wohl dachte, da er so nahe bei dem Prinzen stand.

Das Essen verlief wie immer. Die Frauen tratschten über dies und das. Gelegentlich machten sie einen Scherz auf Gokus Kosten. Am liebsten erzählten sie dann, wie naiv er als Kind war und zum Teil auch immer noch ist. Die Männer hingegen aßen was das Zeugs hielt. Während des gesamten Essens tauschten sie scheue Blicke aus, die ihren Frauen komplett entgingen. Die aktuelle Mode war interessanter, als ihre Lebensbegleiter. Ursprünglich wollte sich Vegeta sofort nach dem Essen verziehen, doch Bulma machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Kartenspielen war angesagt. Knurrend ergab sich der no Ouji von Vegeta-Sei seinem Schicksal. Zufrieden stellte er nach einer ganzen Stunde fest, das er beim pokern wohl eine Glückssträhne hatte. Goku schien das Spiel noch nicht mal ansatzweise zu verstehen und die reichliche Menge Alkohol die beiden Frauen tranken halfen dem no Ouji dabei. Total beschwipst verschärften die Frauen die schließlich die Spielregeln. Jetzt musste der Verlierer nicht nur brav seinen Einsatz zahlen, sondern auch noch ein Glas von Chichis Selbstgebrannten hochprozentigen Schnaps trinken. Vegeta der seiner Glückssträhne vertraute war sofort einverstanden und Goku hatte keine andere Wahl mehr. Der Prinz wurde plötzlich jedoch von seinem Spielerglück verlassen. Nach einer weiteren Stunde waren es die beiden Saiyajins die kaum noch stehen konnten. Die Frauen grinsten. Hatten sie doch ohne Ende geschummelt und keiner der beiden hatte es bemerkt. Kichernd gingen sie zu Bett und ließen die Besoffenen da wo sie waren.

„Arrh... mein Kopf...“ total verkatert wachte Goku auf. Das fahle Licht, das in das Zimmer fiel tat ihm in den Augen weh. Aber als er noch einmal blinzelte und er sah, dass er an Vegeta gekuschelt geschlafen hatte, war er hell wach. Das Hemd des Prinzen war ganz aufgeknöpft und bot dem Jüngeren einen unwiderstehlichen Anblick. Zärtlich strich er von Vegetas Hals hinab über die muskulöse gebräunte Brust. Die weiche Haut kitzelte unter seinen Fingern. Als er sich vergewissert hatte, dass der Prinz noch tief und fest schlief, beugte er sich hinab und liebkoste mit seinen Lippen vorsichtig die Stellen, die er eben noch mit seinen Fingern gezeichnet hatte. Wie von selbst glitt seine Zunge aus dem Mund und schmeckte den Prinzen. Streichelte über dessen Brustwarzen bis sie verhärtet waren. Ein wolliges keuchen des no Ouji war die Antwort. Goku grinste. Unter federleichten Streicheleinheiten weckte er den Prinzen, der etwas geschockt dreinblickte als er erkannte, dass es Kakarott war, der ihn auf diese himmlische Weise so verwöhnte. Doch er wehrte sich nicht. Begann stattdessen mit seinen Fingern durch die Haare des Jüngeren zu wandern. „Mh...“ „Gefällt das dir mein Prinz?“ „Oh ja...“ Goku knabberte gerade an Vegetas Ohrläppchen und fuhr mit seinen Fingern zur Hose des Älteren. Berauscht von der Willigkeit des Prinzen öffnete er die Jeans und wanderte mit einer Hand in die Boxershorts. Der Prinz stöhnte auf, als Goku seine leicht erigierte Männlichkeit umfasste. Unwillkürlich drängte er sich enger an den Unterklassenkrieger. Ein Zittern durchlief Vegeta. Kakarott strich sacht über die empfindsame Eichel des no Ouji. Gohans detaillierter Aufklärungsunterricht, die eigene Erfahrung welche einem Selbstbefriedigung schenkt und unbändige Lust den anderen zu verwöhnen weckten den Anschein, dass Goku genau wusste was er tat. „Vegeta, ich...“ „Ja Kakarott...“ Die Art wie Vegeta die Worte aussprach war mehr ein sinnliches beben seiner Stimmbänder, als gesprochen. „Vegeta, bevor wir weitermachen möchte ich dir was sagen.“ Für einen kurzen Augenblick gelang es ihm die ganze Aufmerksamkeit des Prinzen auf sich zu ziehen. Tief blickten sie sich in die Augen. „Es fällt mir nicht leicht das zu sagen, aber wenn ich es jetzt nicht sage... Vegeta, no Ouji von Vegeta-Sei, ich Unterklassenkrieger Kakarott, Sohn des Bardock habe mich unsterblich in euch verliebt.“ Es war raus. Ängstlich er könnte sich geirrt haben und Vegeta liebte vielleicht jemand anderen verharrte er.

„Was hat Kakarott da gerade gesagt? Er liebt mich? Aber ist das auch wirklich wahr? Seine Augen, sie sind so... ehrlich. Oh Kami er liebt mich wirklich, “ die Gedanken pochten gegen seine Schläfen. „Kakarott... ich... oh.... Ich liebe dich auch.“ Goku küsste ihn vor Freude. Genoss ebenso wie Vegeta das Gefühl absoluter Glückseligkeit. Nun, da sie alles zwischen sich geklärt hatten konnte Goku seinen Prinzen ohne einen Hauch von schlechtem Gewissen berühren. Und begann dort wo er aufgehört hatte. Des Prinzen Männlichkeit war noch immer zu einer eindrucksvollen Größe aufgerichtet. Gegenseitig befreiten sie ihre Leiber von den störenden Kleidungsstücken. Vergaßen, das sie ihm Wohnzimmer des Hauses Brief waren und liebkosten einander. Schauer der schönsten Weise überzogen Vegetas Körper, als Kakarott an ihm hinab glitt und sein steifes Glied mit der Zunge sanft leckte. Sie streichelte den Schaft hinab und tippte die Penisspitze. Vegeta stöhnte laut auf, als Goku „ihn“ ganz in den Mund nahm. „Oh... Kakarott.. was, was... tust du da?“ Verschmitz grinste der seinem Prinzen ins Gesicht und sagte: „Ich blas dir einen“, beugte sich wieder hinab und machte weiter mit seiner äußerst stimulierenden Tätigkeit. Der Prinz war knallrot geworden dank Gokus Direktheit. Doch entschwebte er sofort wieder in das Land der Lüste. Krallte sich in den Haaren des Jüngeren fest und trieb im Strudel seiner Gefühle. „Ich, Goku... ich kom...“ Die Warnung des Prinzen kam nicht nur spät, sie war auch ziemlich unnötig gewesen, da der Unterklassenkrieger es auf den Saft Vegetas abgesehen hatte. Er wollte seinen no Ouji schmecken und schluckte die für ihn so köstliche Flüssigkeit. Befriedigt lag Vegeta unter Goku. Der rutschte an dem Kleineren hoch und küsste ihn. „Hab ich eben richtig gehört? Hast du mich gerade Goku genannt?“ „Ja, du Baka, “ murrte Vegeta wieder rot im Gesicht. Er spürte die Erregung des Jüngeren an seinem Bein. „Komm, wir tauschen. Jetzt will ich dir Erlösung schenken.“ Vegeta packte Goku und drückte diesen auf den Boden.

„Mal sehen, was stellen wir mit dir an? Wie wär’s mit dem?“ Vegeta strich mit seiner Zunge den Pfad auf den Bauchmuskel bis zum Nabel hinab, glitt weiter hinunter und stoppte kurz vor Gokus Glied. Goku keuchte, versuchte Vegeta weiter hinab zu drücken, doch dieser stemmte sich dagegen. „Oh bitte Geta... spiel nicht mit mir. Bitte ich brauch dich JETZT!“ Überrascht, blickte der no Ouji auf. „Kakarott, weißt du, was du mir da anbietest?“ Durch tausend Schleier hörte der Angesprochene die Worte. „Bitte... bitte Geta, ich will dich in mir spüren.“ Dem Prinz wurde klar, dass sein Angebeteter es ernst meinte. Nur, der Prinz war noch nicht so weit. Er küsste Goku wild, biss ihn dabei mehrmals. Rieb seinen schweißnassen Körper an dem des anderen. Knabberte an den harten Brustwarzen. Massierte das pulsierende Glied Gokus, dessen wimmern immer stärker wurde. In all den harten Kämpfen in denen Vegeta Goku gesehen hatte, war er noch nie so hilflos gewesen. Der Prinz genoss den Zustand, den er in Kakarott auslöste mit jeder Faser seines Seins. Es dauerte nicht lange und Vegeta war wieder so erregt, das er endlich das tun konnte worum Goku ihn so eindringlich gebeten hatte. Vorsichtig, ohne dem anderen allzu große Schmerzen zu bereiten, stieß er mit seinem Glied in den Jüngeren hinein. Die feuchte enge, die ihn umschloss war atemberaubend. Doch auch Goku ging es nicht anders. Vegeta verweilte einen Moment still, bevor er langsam anfing sich in dem Jüngeren zu bewegen. Genießend fing Goku zu schnurren an, passte seine Beckenbewegungen den Stößen Vegetas an. Und als er kurz aufblickte, sah er wie Vegeta ihn mit halbgeschlossen Augen beobachtete. Seine Stöße wurden fester, gieriger je näher er sich dem Höhepunkt näherte. Um ein allzu lautes Stöhnen zu unterdrücken biss sich der Jüngere auf die Lippen. Das rote schimmernde Blut wurde ihm vom Prinzen heiß weggeküsst. Der Geschmack des Blutes löste bei beiden die animalischen Instinkte eines Saiyajins aus. Ihre Erregung wuchs ins Unermessliche. Mit einem letzten harten Stoß kamen beide zum Höhepunkt. Völlig ermattet blieben sie liegen. „Vegeta... das war unglaublich.“ Der no Ouji flüstere lächelnd: „Ja, das war es.“ Mit einer Hand nahm er Gokus und kuschelte sein Gesicht in die warme Fläche. Sein Körper schmiegte sich an den Jüngeren, sein Geist entfleuchte in die Welt der Träume. Still betrachtete Goku das geliebte Wesen. Niemals würde er ihn wieder alleine lassen. Niemals. Über diese Gedanken schlief auch er ein.


Kapitel 3

Die Anklage war erdrückend! Stundenlang gingen die Verhöre jetzt schon. Weder Goku noch Vegeta konnten leugnen, das sie miteinander geschlafen hatten. Die einzige Lüge, die sie vielleicht zustande gebracht hätten, wäre das es im Suff passiert war. Auf solche Mittel wollten sie jedoch nicht zurückgreifen. Beide waren zu stolz dazu. Chichi und Bulma waren entsetzt gewesen, als sie ihre beiden Männer in der offensichtlichen Situation vorfanden. Die Beweise am Teppich waren eindeutig gewesen und die Schreie der Frauen unerträglich. Als dann auch noch Goten und Trunks irgendwann auftauchten und die ganze Tragödie mitbekamen, war es mit der Geduld der Frauen endgültig zu Ende gewesen. Zornig hatten sie ihre Sachen gepackt und waren mit unbestimmtem Ziel davon gefahren. Sie wollten in Ruhe die Fakten verdauen. Fakten, die sagten das Goku und Vegeta sich ineinander verliebt hatten. Zurück blieben zwei ziemlich eingeschüchterte Saiyajins, die vor ein Gericht bestehend aus Piccolo, Gohan, Goten und Trunks geschickt wurden. Man wollte entscheiden, ob es wohl sinnvoll war, die Väter oder in Piccolos Fall die Freunde zu meiden. Doch woher hätten Vegeta und Kakarott wissen sollen, das es für die vier nur eine Art Farce war? Denn so wie Piccolo und Gohan, waren auch Goten und Trunks ein Paar. Wie sollte es ihnen da etwas ausmachen, dass ihre Väter sich ineinander verliebt hatten. Um ehrlich zu sein, hatten die Jungs sogar eine Wette laufen, in der es darum ging ob Goku und Vegeta erkannten das sie wie für einander bestimmt waren. Nun, aber spielten der Namekianer und Gohan die Fürsprecher und Goten und Trunks die Gegner. Gohan hatte den dreien ja von seinem Gespräch mit Goku erzählt. Während Piccolo nur geschmunzelt hatte, hatten die Kleinen einen regelrechten Lachanfall bekommen. Die Schilderung von einem sich total schämenden Goku war zu amüsant gewesen.

„Vater wie konntest du nur? Ich meine sieh dir Goku doch mal an! Er ist ein Mann!“ Trunks schauspielerisches Talent war grandios. Der Prinz zuckte bei jedem der anklagenden Worte zusammen. „Aber Trunks..“ „Trunks aber was? Findest du es nicht eklig mit einem Mann... ich meine du hast das aus freien Stücken getan.“ „Bitte Trunks beruhig dich. Ich meine was ist daran so schlimm?“ „Ach halt doch deinen Mund Gohan.“ „Ich finde Trunks hat Recht Gohan. Stell dir doch mal vor, du würdest mit… mit Piccolo ins Bett gehen.“ „Oh, ich weiß nicht Goten, aber ich denke...“ „Was? Du könntest, würdest mit Piccolo... das ist doch pervers. Und so was ist mein Bruder.“ „Jungs, seid doch mal ruhig. Wenn Goku und Vegeta sich lieben...“ „SICH LIEBEN! Piccolo du spinnst.“ die beiden Kleinen spieen diese Worte förmlich aus. Um Gohans Mundwinkel zuckte es gefährlich. Die Darstellung seines Bruders und Trunks war umwerfend gut. Die beiden sollten ernsthaft über eine Karriere als Komödianten nachdenken. Ein Blick auf die Angeklagten bestätigte den Erfolg. Dort saßen sie, Vegeta und Goku auf der Couch und blickten etwas beschämt in die Runde. Die Wangen von beiden butterrot. Unbewusst drückten sie sich ganz nah aneinander. Beide waren so verwirrt. Sie hatten gewusst, das es mit ihren Familien nicht leicht werden würde, aber so was? Irgendwann im Laufe der „Verhandlung“ hatte Goku Vegeta ins Ohr geflüstert, das Piccolo und Gohan ein Pärchen waren und sie von den beiden mal nichts zu befürchten hatten. Die Nervosität des Prinzen war dadurch nur minimal gesunken. Etwas musste geschehen um Trunks und Goten von ihrer „Unschuld“ zu überzeugen. Vegeta spürte, das es nun an ihm war. Son Goku hatte den Mut besessen, ihm seine Liebe zuerst zu gestehen. Wenn ein Unterklassenkrieger über so viel innere Kraft besaß, wie groß war dann die Kraft eines Prinzen? Sein Puls beschleunigte sich. Vegeta erhob sich. Schritt auf die vier zu. Blieb stehen. „Ruhe!“ seine Stimme war gebieterisch. Alle Augen richteten sich auf ihn. Stille trat ein. Unheimliche Stille. „Es ist mir egal, was ihr sagt. Es ist mir egal, was ihr denkt. Aber ICH LIEBE KAKAROT.“ Der Schabernack war sofort beendet. Goten war der erste der zu kichern anfing. Verdutzt starrten der no Ouji und Goku auf den Jungen. Als dann zu allem Überfluss auch noch die anderen einschließlich Piccolo [1] lachten platzte dem Prinzen endgültig der Kragen. „Was zu Hölle soll das?“ „Oh Vater... es... tut mir... so... leid. Aber, das war alles nur ein Scherz... Wir können dich sehr gut verstehen...“ „Nani?“ „Oh Vater, Goten und ich sind genau wie Piccolo und Gohan ein Paar.“ “WAS? Goku und mich... arhh Trunks...“ „Bitte Vater nicht böse sein.“ Das anfängliche glucksen seines Sohnes war nun echter Sorge gewichen. Die finstere Mine Vegetas hellte sich erst wieder auf, als Goku sich nun ebenfalls von der Couch erhob und seinen Geliebten in die Arme zog. „Schatz, nicht grübeln. Das macht Falten.“ Der Prinz zog eine Braue hoch und blickte in das lächelnde Gesicht seines Sons. Jetzt mussten sie nur noch mit den Frauen Frieden schließen. Hoffentlich konnten diese das nach einer Weile akzeptieren und respektieren. Jeder der Saiyajins empfand schließlich auf seine Weise etwas für sein Weib. Goku fühlte sich Chichi durch ein Versprechen verpflichtet und außerdem war sie ihm steht’s eine treue und gute Frau gewesen. Bulma war für Vegeta die Mutter seines Sohnes, ein Kumpel dem man vertrauen konnte und eine gute Gefährtin. Keiner von ihnen wollte seinen weiblichen Part missen [2]. Nur was die Liebe anging, die konnten sie den Frauen nicht mehr geben. Das Band, das die Seelen Gokus und Vegetas miteinander verknüpfte würde sich nie wieder lösen können.

„Nach Monaten des Sehnens, nach Monaten des Kummers hat sich mein größter Wunsch erfüllt. Endlich hat mein Herz Frieden gefunden. Die Stürme meines Herzen haben ihren Bezwinger gefunden. Nie zuvor habe ich so viel Liebe zu geben gehabt. Und, das schönste ist, er liebt mich auch. Keine Nacht wird mehr sein wie davor. Als unsere Körper sich vereinten fühlte ich mich zum ersten Mal in meinem ganzen Leben komplett. Ich weine, doch sind es keine Tränen für die ich mich schämen müsste. Es sind Tränen des Glücks...“

Die Wochen verrannen. Weder von Bulma noch von Chichi war auch nur irgendeine Form der Nachricht gekommen. Auf Vegetas Wunsch hatte sich Son Goku erst mal in der Capusule Corporation einquartiert. Jede Nacht schliefen sie nach einem sinnlichen Liebesspiel aneinander gekuschelt ein. Vegeta liebte es aufzuwachen und den anderen neben sich zu spüren. Schmiegte sich dann noch enger an seinen Koibito. Manchmal merkte er, das Kakarott wach war und ihn beobachtete. Kakarott fand es faszinierend, wie süß und schutzbedürftig sein Prinz im Schlaf aussah. In solchen Momenten wurde ihm sein Entschluss wieder in Erinnerung gerufen. Niemals würde er seinen Liebsten alleine lassen. Niemals. Sanft strich er Vegeta eine Strähne seines Haares aus dem Gesicht. „Einfach kawaii“, flüsterte er, bevor er seine Lippen sacht auf die des no Ouji drückte. Mit seiner Zunge streichelte er die Unterlippe und als der Prinz noch im Halbschlaf auf die Berührung reagierte, glitt er in dessen Mund hinein. „Mh... so verführerisch... du schmeckst so...“ Goku murmelte die Worte in seinen Kuss. Mittlerweile ganz wach erwiderte der Prinz den Kuss mit all seiner Liebe. Es bedurfte keiner Worte. Ihre Gedanken war eins. Beide wussten was der jeweilig andere wollte. Seit sie sich vor fünf Tagen auf einer Waldlichtung unter dem silbrig glänzenden Licht des Vollmondes geliebt hatten, waren sie ganz miteinander verbunden. Die Magie des Mondes, welche die Physiologie der Saiyajins beeinflusste und das Blut welches sie in dieser Nacht gegenseitig austauschten, hatte sie geeint. Nach den Gesetzten der Saiyajins waren sie den Bund des Lebens eingegangen. Für ihre Art kam dies einer Ehe gleich. Goku hatte zuerst bedenken wegen seiner Noch-Ehe mit Chichi gehabt, doch letztendlich war er ein Saiyajin und somit in erster Linie den Gesetzen seines (leider zerstörten) Planeten verpflichtet [3]. Vegetas Augen hatten den Jüngeren geleitet. Die Lust, die Schmerzen und die Liebe ihrer selbst hatten dieses Erlebnis in ihre Gedanken fest gebrannt. Was beide nun darstellten war ein Gliederpaar einer unzerstörbaren Kette. Für immer zusammen geschweißt. Keine Kraft könnte sie wieder von einander trennen. Keine? All das berührte die zwei nicht. Aufgehend im sinnlichen Liebesspiel entschwebten sie wieder einmal in himmlische Gefilde.

Der Mond, helles Licht in dunkler Nacht. Stummer Zeuge der Vergangenheit. Unter seinem Leuchten offenbarten sich zwei finstere Schatten. Seit mehreren Tagen schon beobachteten sie die beiden verliebten Saiyajins. Ihre Energien waren unterdrückt. Niemand sollte ihre Anwesenheit bemerken. Ein heißeres Kichern erfüllte die Stille der Nacht. Bald, schon sehr bald, würden die beiden Äffchen wissen, was wahre Schmerzen sind...

Weitere Tage verstrichen. Noch immer hatte man nichts von Chichi und Bulma gehört. Die Männer wie die Söhne begannen sich Sorgen zu machen. Vor allem, da man die Auren der beiden Frauen nicht orten konnte. Was wenn sie sich etwas angetan hatten? Man durchforstete Zeitungen auf jeden noch so kleinen Hinweis, doch erreichte man nichts. Schließlich sah man keinen anderen Ausweg mehr, als zu Gottes Palast zu fliegen und Dende einen Besuch abzustatten. Vielleicht hatte ja der allsehende Gott eine Ahnung wo die Vermissten waren. Doch auch Dende hatte keinen Hinweis auf den Verbleib der Beiden. Was Dende jedoch gesehen hatte, waren zwei Gestalten die plötzlich auf der Erde aufgetaucht waren. Er hatte sie aber aus den Augen verloren und konnte nicht mehr sagen, ob sie sich noch auf dem blauen Planeten aufhielten oder nicht. Auch war ihm nicht bekannt, ob es gutartige oder bösartige Wesen waren, da sie keine spürbaren Auren hatten. Es war alles so mysteriös.

Kapitel 4


„Geta-Chan, kommst du mal?“ Vegetas Antwort war ein zartes „Was gibt’s denn Baka?“
„Geta, wann hab ich dir eigentlich das letzte Mal gesagt, dass ich dich liebe?“
„Mh…“, den Kopf in den Nacken stützend entgegnete Vegeta, „ich glaube das war vor fünf Minuten.“ Beiderseitiges Grinsen. Spitzbübisch senkte der Unterklassenkrieger seine hungrigen Lippen, auf die seines Prinzen. „Wie lecker du schmeckst.“
„Ach.“
„Ja und weißt du was?“ Kopfschütteln. „Ich kann von dir gar nicht genug bekommen.“ Abermals fanden sich ihre Münder zu einem leidenschaftlichen Kuss. Gierig wie zwei halbverhungerte Wölfe verschlangen, sie einander. Abrupt unterbrach der schöne Prinz das flammende Zungenspiel. „Goku...“
„Was dann?,“ murrte dieser.
„Findest du nicht auch, wir sollten schleunigst Bulma und Chichi suchen? Sie müssen doch irgendwo sein.“
„Bist du krank?,“ in gespielter Besorgnis legte Goku seine Hand auf Vegetas Stirn, „Fieber scheinst du ja keins zu haben.“
„Hör mir doch mal zu. Es geht weniger um mich, schau dir doch mal unsere Söhne an. Ist dir denn nicht aufgefallen, was für große Sorgen sich die Jungen, um ihre Mütter machen? Es ist bestimmt schon fünf Tage her, seit Goten und Trunks miteinander rumgeturtelt haben. Und Gohan, hat sich auch schon ewig nicht mehr mit Piccolo getroffen, stattdessen mimt er den perfekten heterosexuellen Familienvater. Gibt dir das nicht zu denken?“ Vegeta war wütend. Er unterdrückte seinen Groll schon zu Beginn der erfolglosen Suche nach den Frauen. Aber der eigentliche Grund seines immer stärker werdenden Zorns, war Son Goku. So schön ihre neugefundene Liebe auch war, aber der Jüngere hatte nichts mehr im Kopf außer Sex. Ohne Chichi war er – man könnte sagen – zu einer männlichen Nymphomanin mutiert. Nicht das Vegeta, das schlimm fände, es kam ihm ja auch zugute, doch entgingen dem Krieger wichtige Dinge. Das Verschwinden der Frauen, das Auf- und Abtauchen der unbekannten Auren und merkwürdige kleinere Ungereimtheiten in ihrem Umfeld. Gestern waren zum Beispiel nach dem Training der Gi von Son Goku verschwunden. Sie hatten ursprünglich angenommen, ein Reinemacheroboter hätte sich das dreckige Teil geschnappt – aber Vegeta hatte seine Zweifel. So viel verschwand und tauchte an anderen Orten wieder auf. Irgendwas ging vor sich. Diese unsagbare Ruhe, erschien ihm, wie die besagte Ruhe vor dem Sturm. Sämtliche seiner Instinkte waren in Alarmzustand. Da waren sie wieder. Diese Auren. Und schon waren sie wieder weg. Sie tauchten für wenige Sekunden auf. Zu kurz um sich dorthin zu teleportieren. Kaum das man sie geortet hatte, waren sie wieder weg. Doch sie kamen immer Näher. Wie eine schleichende Gefahr.

„Ok Vegeta. Dann lass uns der Sache halt weiter nachgehen. Du weißt, ich tue alles was dich glücklich macht.“
„Wirklich alles?“
„Ja.“
„Dann lass mich dich heute Nacht verwöhnen.“
„Eurer Wunsch ist mir Befehl Majestät“, dann kleinlaut, „erst heute Nacht?“
„Baka.“

Die Suche ging weiter. Sie hatten sich aufgeteilt. Piccolo und Goku, Gohan und Trunks und Goten mit Vegeta. Sämtliche Pärchen waren sich einig gewesen, dass, wenn sie getrennt von ihrem jeweiligen Partner agierten, die Suche schneller vonstatten ging. Team Eins suchte die östliche Region ab, Team Zwei die südliche und Team 3 die westliche. Die nördliche Region hatten sie sich für den Schluss aufgehoben. Dort wollte man sich später treffen.

Vegeta und Goten, kamen nach unzähligen Kuhdörfern, an einer Gebirgskette an. Die Sonne ging schon langsam unter. Der Himmel wurde bereits mit Röte überzogen. Es war ein schöner Anblick, den die beiden Krieger, während ihrer Pause genossen. Die Pause hatten sie auch gebraucht. Es war ganz schon anstrengend, wenn man jedes einzelne Kaff genau absuchen musste. Sie waren fast fünf Stunden unterwegs gewesen und waren immer noch nicht weit gekommen. Die berühmte Suche nach der Nadel im Heuhaufen hatte begonnen. „Vegeta?“
„Was?“
„Denkst du, wir finden Bulma und Chichi?“ Unwirsch drehte sich der ältere Saiyajin Goten zu. Eine Weile lang mustere er den Heranwachsenden mit einer unergründlichen Miene. Fast hatte Goten schon bereut Vegeta diese Frage gestellt zu haben, als dieser Antwort gab.
„Ich weiß es nicht.“ Wie konnte der Prinz auch auf diese Frage antworten? Er selbst hatte seine größten Zweifel. In seinem Herzen, war die unbestimmte Gewissheit, dass Bulma und Chichi etwas zugestoßen war. Selbst wenn die Frauen (berechtigterweise) einen solchen Zorn, auf ihre Männer hatten, so war es dennoch untypisch für die Beiden, so lange fortzubleiben. Egal wo sie waren, sie waren ohne Geld unterwegs. Trunks hatte sämtliche Kreditkartenabzüge von Bulma überprüft. Eine Luxusschnecke, wie Bulma könnte selbst durch einen Wutanfall höchstens zwei Tage in der Wildnis aushalten und bei Chichi war es wohl so ähnlich.
„Goten?“
„Hm?“
„Denkst du Bulma und Chichi können Kakarott und mir irgendwann verzeihen?“ Jetzt war es an Goten, den Prinzen zu mustern. Ihm war klar das Vegeta sich extrem verändert hatte. Auch wenn der stolze Krieger noch mürrisch war und gerne böse blickte, so war seine Art viel ruhiger, nachdenklicher und besorgter geworden. Goten war klar, warum sein Vater sich in den no Ouji verliebt hatte. Wie oft vielen Goten an Trunks Mimiken auf, die er unverkennbar von seinem Vater geerbt hatte?
„Gibst du dir die Schuld, dass die Zwei weg sind?“
„Ja... wenn ich nicht so egoistisch gewesen wäre und Kakarott für mich gewollt hätte, wären sie noch da.“
„Mh, mag zwar sein, aber dann wäre Vater weiterhin unglücklich. Es ist besser zu wissen woran man dran ist.“
Etwas aufgebaut, nickte der Prinz zustimmend. Schlagartig veränderte sich sein Gesichtsausdruck. Die Auren! Die fremden Auren, sie waren nicht weit weg. Hastig schaute er zu Goten. Ja, auch Goten konnte sie spüren. Kommentarlos hetzten sie los. Ihre Auren verursachten zurrende Geräusche in der Luft. Sie mussten sich beeilen. Was wenn die Fremden ihr Energielevel gleich wieder unterdrückten? Das durfte nicht sein. Niemals.


~~*~~


Die Nacht lag über der Capsule Corporation, doch lediglich eine der fünf anwesenden Personen schlief. Es war absolut still. Keiner sagte etwas, auch wenn im Raum Tausende von Fragen schwirrten. Gohan hatte sich an Piccolo geschmiegt, Son Goku saß mit versteinerter Miene und leerem Blick auf einem alten Holzstuhl und Trunks lief besorgt hin und her. Über eine Stunde war es her, seit sie Goten blutüberströmt gefunden hatten. Von Vegeta hatte jede Spur gefehlt. Als alle am vereinbarten Treffpunkt gewesen waren, und Son Goten und Vegeta nach einer dreiviertel Stunde immer noch nicht aufgetaucht waren, hatten die Freunde nach deren Auren gesucht. Trunks war derjenige, der als erstes bemerkte, wie niedrig und schwindend die Lebensenergie von seinem Freund gewesen war. Trunks war es auch, der seinen Geliebten gefunden hatte. Es war ein Schock für ihn gewesen. Nach keinem bisher stattgefunden Kampf hatte der Halbsaiyajin so schrecklich ausgesehen. Beide Arme waren gebrochen, mehrere Rippen hatten durch das blanke Fleisch geblickt, das Gesicht war nicht mehr als eine rote, aufgequollene Masse gewesen. Goku hatte unverzüglich eine magische Bohne organisiert, während Piccolo dafür Sorge getragen hatte, das Goten in die CC gebracht worden war. Zuerst jedoch hatte er Trunks, der hysterisch geworden war einen kleinen Schlag ins Genick verpassen müssen, damit dieser sein Bewusstsein verlor. Die Bohne war gerade noch rechtzeitig eingetroffen, jedoch waren die Verletzungen so schlimm gewesen, dass der Saiyajin nicht sofort aufgewacht war. Keiner der Z-Krieger war auf einen Angriff wie diesen vorbereitet gewesen. Keiner.

Müde blinzelten seine Augen. Er sah nichts. Auch wenn Goten wusste, dass seine Augen geöffnet waren, so sah er dennoch nichts. Krampfhaft versuchte er sich zu erinnern, was geschehen war. Sie hatten seine Mutter gesucht – Vegeta und er und dann waren zwei fremde Energien aufgetaucht gewesen. Und weiter? Goten wusste es nicht. Dafür nahm er jetzt Trunks war. Sein Freund ging nur wenige Meter von ihm entfernt unruhig auf und ab. Matt lächelte der Semi-Saiyajin. „Trunks...,“ die Stimme war nicht mehr als ein leises Krächzen. „Kami Son Goten..“ Sofort stürzte Trunks sich auf seinen Freund. Küsste ihn immer wieder auf Stirn und Wangen. Vor Freude liefen ihm Tränen über das Gesicht. Schwach versuchte sich Goten aus dieser Umklammerung zu wehren. „Hey, du machst mich ja ganz nass.“ Unbeabsichtigt musste Trunks lächeln. Das war typisch für seinen Schatz - selbst jetzt noch Humor zu beweisen.
„Goten weißt du eigentlich was für einen Schreck du mir eingejagt hast? Ich dachte schon... ich dachte, ich hätte dich verloren.“
„Dummkopf, ich hab dir doch schon mal gesagt, du wirst mich nie wieder los.“ Ja das hatte er. Das hatte Goten in der Tat einmal gesagt. Damals, als sie ihren ersten Kuss miteinander getauscht hatten, als sie sich ihre unsichere und beängstigend intensive Liebe gestanden hatten. Damals, als die Welt noch in Ordnung war. Trunks Hände drückten die von Goten, während sein Kopf auf der nackten Männerbrust zum liegen kam. Er konnte das Herz seines Geliebten ruhig und gleichmäßig schlagen hören – nie hatte er etwas wundervolleres gehört.

Ein Räuspern. Piccolo und die Anderen standen hinter ihnen. „Es tut mir leid aber... Goten wo ist Vegeta?“
„Vegeta? Ist er nicht bei mir gewesen?“ Der Halbsaiyajin war durch die Frage des Namekianers sichtlich irritiert.
„Nein.“ Die ernste Stimmung um ihn herum waren drängend. Trotz der quälenden Kopfschmerzen, versuchte sich Goten nochmals zu erinnern. Mit beiden Händen glitt er zu seinen Schläfen. Versuchte durch eine kleine Massage die Kopfschmerzen zu verbannen und seine Gehirnzellen anzuregen. Es funktionierte nicht. Da war nur Leere.
„Es tut mir leid... ich... Kami, ich weiß es nicht...“ Er hatte Tränen in den Augen, die nur Sekundenbruchteile in seinen Augenwinkeln ruhten, dann flossen sie über seine Wangen. „Ich... Vegeta und ich, wir hatten diese merkwürdigen Auren geortet...“ Pause. „Sie waren nicht weit weg gewesen, da sind wir hingeflogen... aber an mehr, an mehr kann ich mich nicht erinnern.“ Obwohl noch Blind, merkte er, wie das Gesicht seines Vaters in sich fiel. Der Abbruch seiner Energie war für jeden spürbar.

Für Son Goku brach eine Welt zusammen. Schlimm genug, dass er gesehen hatte, was mit seinem jüngsten Sohn geschehen war, doch dass Vegeta jetzt spurlos verschwunden war... Selbst der telepatische Kanal, der ihn seit kurzem mit dem Prinzen der Saiyajins verband, war durchbrochen. Verzweifelt hatte er sich bemüht, die Verbindung wieder herzustellen, hatte sich gefragt, warum Vegeta keine Hilfe über diesen Weg geordert hatte. Inständig hoffte er, dass es nur sein Stolz war, der den Älteren davon abgehalten hatte. Betete dafür, dass es Vegeta gut ging, aber Gokus Kraft schwand. Ohne Vegeta war er nichts mehr. Diese frische und ewige Liebe war alles, was Son Goku für sein Seelenheil brauchte. Sein Herz war so sehr gefangen von dem Prinzen, dass der Saiyajin sterben würde, sollte Vegeta nicht mehr sein. Die Anwesenden bekamen einen Schock, als sie sahen, wie der starke Krieger plötzlich in sich zusammensackte und fiel. Piccolo war es, der ihn auffing und von dem Sturzbach heißer Tränen durchdrängt wurde.
„Was ist los?“ Son Gotens Frage brachte Trunks und Gohan dazu ihre Köpfe wieder zu wenden.
„Das siehst du doch?“ Statt zu antworten senkte der Jüngste den Kopf und schüttelte diesen. Noch bevor jemand die Symbolik erkannte sprach er: „Nein, tue ich nicht. Ich kann nicht sehen.“
„Du kannst nicht sehen?“
„Nein.“ Ein neuerlicher Schock für das Gemeinwesen der Z-Truppe.
„Jungs ich...“ Piccolo deutete auf Son Goku, der in seinem Heul- und Erschöpfungskrampf nichts mitbekam. Sie nickten und der grüne Hüne verließ mit seinem ehemaligen Feind auf den Armen den Raum.



~~*~~


Die Sonne, der goldene Glanz des Himmels, war gerade aufgegangen. Ihr Rot und Orange leuchte einen neuen Tag ein. Vögel zwitscherten schon und flatterten aufgeregt durch die Lüfte, als gälte es neue Botschaften aufzuschnappen. Genau diesem fröhlichen und heiteren Tagesanbruch blickten Vegetas Augen aus seinem Gefängnis schwach entgegen. Sein ganzer Körper schmerzte und brannte, als ob er von Hunderten von Nadeln durchstochen wäre. Er wollte einen Kloß in seinem Hals runterschlucken, doch es ging nicht, seine Kehle war zu sehr ausgetrocknet. Er konnte spüren, dass seine Lippen aufgeplatzt waren. An den Rest von seinem Gesicht wollte er nicht denken. Blut lief ihm über das breiige Etwas, das wohl einst (und wie ihm schien vor Jahrhunderten) sein Gesicht gewesen war. Es tropfte ihm auf den nackten Oberkörper, vermischte sich dort mit dem Blut aus unzähligen anderen Wunden, bis es irgendwann zu der großen Lache vor seinen Füßen gelangte. Vegeta wusste nicht, warum er noch lebte. Seine Verletzungen waren so schwer, dass es selbst ihn wunderte, noch am Leben zu sein. Manchmal konnte es schon ein Fluch sein, zu der stärksten Kriegerrasse zu gehören. Ein zynisches Grinsen stahl sich auf seine Lippen und er bereute es zugleich. Der Schmerz war schier unerträglich. Offensichtlich war sein Kiefer gebrochen. Sein rechtes Bein und sein linker Arm auch, wenn er es aus den zu gequollenen Augen richtig sah. Die Ketten, mit denen man ihn an die Wand gefesselt hielt, waren der einzige Grund, weshalb er noch stand. Am liebsten hätte er seine Augen geschlossen und wenn er sie wieder öffnete, wäre er in der Capsule Corporation und bei Kakarott. Kakarott... Er seufzte, etwas was er auch gleich bereute. Jeder Atemzug, egal wie oberflächlich, entbrannte einen neuen, einen kräftigeren Schmerz in seinem Leib. Bestimmt würde Kakarott sich Sorgen machen. Oder würde der Jüngere annehmen, dass Vegeta tot war? „Bestimmt,“ dachte Vegeta. Gleich, als er wieder bei Bewusstsein war, hatte er die Ruhe in seinem Kopf gespürt. Kakarott war nicht da gewesen. Der Krieger hatte umsonst nach seinem Geliebten gesucht. Das Schlimmste aber war, dass Vegeta nicht wusste, weshalb er hier und in dieser misslichen Lage war. Er konnte sich an Goten und die fremden Auren erinnern, jedoch fehlte alles, was danach kam.
„Oh wie süß, dass Äffchen ist wach.“ Eine schneidende Stimme zerstörte die Stille des Morgens. Erschrocken versuchte Vegeta die Richtung aus der die Stimme kam zu deuten, aber es gelang ihm nicht. „Hast du uns vermisst?“ Kalte Hände begannen an seinem geschundenen Körper entlang zu streicheln. „Wer seid ihr?“ Vegeta spuckte Blut bei jedem seiner Worte.
„Aber, aber... sag bloß du kennst uns nicht mehr?“, tadelte ihn die zweite Person. Tatsächlich – in Vegeta wurden Erinnerungen der vergangen Nacht und was noch schlimmer war, Erinnerungen aus einem anderen Leben, einem Leben vor der Erde wach. Das blanke Entsetzen stand ihm ins Gesicht geschrieben. Das schlimmste Übel seiner Vergangenheit war dabei ihn einzuholen.



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