By Nikami
Autorin: Nikami
E-Mail: Nikami@gmx.de
Titel: Chaos der Gefühle
Serie: Dragonball Z
Rating: R
Warnungen: yaoi, lemon,
Disclaimer: DragonballZ und die dazugehörigen Figuren gehören leider nicht mir sondern Akira Toriyama und diversen Firmen. Ich leihe sie mir nur aus und treibe meinen Unfug damit.
^_~ Außerdem handelt es sich um eine Fanfic, ich verdiene also leider keinen Cent damit. -.-#
Kommentar: Wer Yaoi, also Liebe und Sex zwischen zwei Jungen, nicht mag oder gar abstoßend findet der sollte schleunigst auf den Zurück Button klicken. Ansonsten kann ich nur sagen: Viel Spass beim Lesen!
Chaos der Gefühle
Es war 3.24 Uhr und die gesamte westliche Hauptstadt war in Stille gehüllt. Nur selten wurde diese Ruhe gestört; wie durch einen Zug oder eine Vollbremsung auf einer der zahlreichen Straßen der Hauptstadt. Den ganzen Tag über war es unerträglich heiß gewesen, und erst jetzt kühlte die Luft langsam ab. Nur einer konnte beim besten Willen nicht einschlafen: Vegeta!
Seit Stunden wälzte der Saiyajinprinz sich ruhelos in seinem Bett. „Was ist los? Warum kann ich nicht schlafen?“ Mit einem wütenden Knurren drehte der Saiyajin sich auf die Seite. Er hatte den ganzen Tag wie ein Irrer bei 650 G trainiert, hatte das letzte aus sich herausgeholt nur um dann festzustellen, dass Son-Goku ihm noch immer haushoch überlegen war. Sein erschöpfter Körper schrei geradezu nach Schlaf, aber sein rastloser Geist hielt den Prinzen wach. „Kakarott...“ Vegeta zuckte unwillkürlich zusammen. „Warum denke ich jetzt an diesen hirnverbrannten Baka?“
Vegeta schüttelte sich, als ob er den Gedanken an Son-Goku mit aller Macht loswerden wollte. Aber hartnäckig wie solche Gedanken nunmal sind, bahnte er sich immer wieder einen Weg in das Bewusstsein des Prinzen. Nachdem sich das „Spiel“ von Verdrängen und Erinnern einige Male wiederholt hatte, gab Vegeta auf. „Ich muss mich ablenken!! Ich habs!! Ein kleiner Imbiss!“
Mit einem Ruck erhob sich der Prinz und suchte sich im Stockdunklen mit traumwandlerischer Sicherheit den Weg zum Kühlschrank. Gierig riss er die Tür auf und begutachtete die Köstlichkeiten im Inneren. Zu seinem größten Erstaunen merkte der Saiyajin, dass er eigentlich gar keine Hunger hatte. Also schnappte er sich nur 10 Brötchen, belegte sie mit Käse und verschwand wieder in seinem Zimmer.
Wütend kauend saß Vegeta auf seinem Bett und versuchte mit aller Macht den Gedanken an Son-Goku, der plötzlich wieder in seinem Bewusstsein aufgetaucht war, zu verdrängen. „Kakarott du Baka! Du Trottel!“ Der Prinz schrie einen nicht-existierenden Son-Goku an. Als der kleine Saiyajin endlich in einen unruhigen Schlaf gefallen war, war es auch schon wieder Zeit zum Aufstehen.
Die Morgensonne, die mit ihren wärmenden Strahlen durchs offene Fenster fiel, streichelte sanft über den nackten Oberkörper Vegetas und kitzelte diesen vorsichtig in der Nase. Mit einem tiefen Seufzer erwachte Vegeta und setzte sich auf. Verschlafen rieb er sich den Schlaf aus den Augen und gähnte herzhaft. ‚Ich könnte heute mit Kakarott trainieren!‘ schoss es ihm durch den Kopf.
Er blieb stocksteif im Zimmer stehen. Voller Wut schlug er sich mit der flachen Hand an die Stirn und heulte auf. „Ich hasse dich Kakarott!!!“ knurrte er um sich zu beruhigen. Sein Atem normalisierte sich wieder und ein lautes Geräusch aus seinem Magen riss ihn aus seinen Gedanken.
Schnell zog er sich seine Trainingshose über seine Boxershorts und lief Richtung Küche. Ein köstlicher Duft nach gebratenem Schinken und Spiegeleiern stieg ihm in die Nase. Ohne von jemandem bemerkt zu werden stellte er sich in den Türrahmen und beobachtete seine kleine Familie. Der Saiyajin lächelte unwillkürlich. Trunks und Bra stritten sich um das letzte Spiegelei und Bulma nippte noch immer nicht ganz wach an ihrem Kaffee.
Als Vegeta Bulmas Eltern bemerkte, wich sein Lächeln wieder der üblichen kalten Miene und er stolzierte am Tisch vorbei zum Herd, wobei er seinen Kindern fast unmerklich über den Kopf strich, das einzige Zeichen seiner Zuneigung, dass er sich in aller „Öffentlichkeit“ erlaubte. Bulma schenkte er eins seiner seltenen Lächeln, nur ganz kurz, aber sie erwiderte es glücklich und strahlte den Prinzen an. Er errötete kaum merklich und wendete sich dem Herd zu.
Er häufte den Rest Schinken auf seinen Teller und briet sich 5 Spiegeleier, setzte sich neben Bulma und begann schweigend zu essen. „Also...Goten schläft dann bei dir im Zimmer, ChiChi im ersten Stock und Son-Goku bekommt das Zimmer neben Vegeta.“ Bulma hatte sich Trunks zugewandt und bei ihren letzten Worten Vegeta angeguckt. Dieser verschluckte sich daraufhin an seinem Spiegelei und bekam einen Hustenanfall. Er ließ sich keine Zeit sich davon zu erholen, sondern funkelte Bulma wütend an.
„Dieser Baka kommt hierhin und ich weiß nichts davon?“ Gelassen sah sie den Saiyajin an, hielt seinem eisigen Blick stand und erwiderte ruhig: „Ich habs dir gestern gesagt, wenn du`s nicht für nötig hältst mir zuzuhören, ist das dein Problem! Sie wollen ihr Haus renovieren und wohnen so lange hier! Basta!!“ Bulma hatte den letzten Satz mit solchen Schärfe ausgesprochen, dass selbst Vegeta es nicht wagte, ihr zu widersprechen. Er brummelte nur etwas unverständliches und stand vom Tisch auf.
Wütend rannte er in den Gravitationsraum. Er fuhr die Schwerkraft sofort auf 350 G und ohne sich lange mit Aufwärmen aufzuhalten, begann mit seinem Training und powerte zum SSJ. Seine schwarzen Haare färbten sich blond, die dunklen Augen nahmen eine aquamarinblaue Färbung an und eine gelb/rote Aura züngelte um seinen muskulösen Körper. Dann entlud er die ganze Wut auf Son-Goku, die er seit einiger Zeit mit sich herumtrug, in einem riesigen Final Flash. Nachdem sein Zorn sich ein bisschen gelegt hatte, verwandelte er sich zurück. Nur wenn er sich richtig anstrengte und sein Bestes gab, war er frei, war sein Geist leer. Er fuhr die Schwerkraft auf 650 G. Dem Saiyajin entfuhr unwillkürlich ein gequältes Stöhnen. Er biss die Zähne zusammen und verlangte seinem Körper die letzten Reserven ab. Langsam, in 10er-Schritten, erhöhte sich die Anziehungskraft. Nach einer Stunde war der Prinz an seine äußersten Grenzen gestoßen. Total ausgepowert schleppte er sich zu seinem Beutel mit den magischen Bohnen. Die Verletzungen, die er sich zugefügt hatte, waren nicht ohne und ihm war schwindelig. Er führte seine Hand zu dem Beutel und angelte nach einer Bohne, aber der Beutel war leer. „Shimata!!“ entfuhr es Vegeta. Bevor er den Kopf für die Schwerkraft betätigen konnte, wurde dem Prinzen schwarz vor Augen.
Trunks kippte vor Schreck von seinem Schreibtischstuhl, als er fühlte, wie die mächtige Energie seines Vaters verlosch. Ohne ein Wort der Erklärung in Bras Richtung, die friedlich in seinem Zimmer spielte, rappelte er sich hoch und hastete zum Gravitationsraum. Er stieß einen Fluch der übelsten Sorte aus, als er die Anzeige mit 725 G sah. Schnell fuhr er die Schwerkraft auf null und lief hinein.
Vegeta lag in der Mitte des Raums und rührte sich nicht. Für einen kurzen Moment breitete Panik sich auf Trunks´ Gesicht aus, als er Vegeta wie tot in der Mitte des Gravitationsraums liegen sah. Dann bemerkte er, dass der Brustkorb des Saiyajins sich kaum merklich hob und senkte. Ab und zu stöhnte er gequält. Trunks´ Blick fiel auf den leeren Beutel neben seinem Vater. ‚Typisch Vater! Erst fast umbringen, dann nachsehen, ob`s noch Bohnen gibt.‘ Er sah den Prinzen erleichtert an.
Vorsichtig, um ihm nicht noch mehr Schmerzen zuzufügen, hob Trunks seinen Vater hoch und trug ihn mühelos in sein Zimmer. Dort legte er ihn aufs Bett und behandelte notdürftig seine Wunden. ‚Hoffentlich bringt Son-Goku magische Bohnen mit, sonst muss ich gleich zu Meister Quitte fliegen!‘ dachte Trunks leicht verstimmt.
Plötzlich spürte er drei vertraute Auren im Wohnzimmer, von denen eine zweifellos Son-Goten war. Trunks kämpfte kurz gegen den Drang, seinen Vater einfach liegen zu lassen, konnte aber dann nicht anders und rannte seinem besten Freund entgegen. Während Son-Goku und ChiChi nun Bulma und Bra begrüßten, flogen die beiden Halbsaiyajin zu ihrem liebsten Trainingsplatz.
„Schön dass ihr da seid!“ Bulma umarmte ihre beste Freundin und machte eine einladende Handbewegung Richtung Küchentisch, wo sich allerlei Sorten von Kuchen stapelten. Son-Goku bekam glänzende Augen, hatte aber genug Anstand seine Freundin nicht sofort darauf anzusprechen. „Ich geh die Jungs holen, ich wette, die haben `nen Mordshunger!“ Son-Goku lächelte den zwei Frauen freundlich zu und legte zwei Finger an die Stirn, um sich zu seinem Sohn und dessem besten Freund zu teleportieren.
Nachdem Son-Goku die zwei Halbsaiyajin geholt hatte und alle satt waren, fiel Trunks siedend heiß ein, dass sein Vater noch immer schwer verletzt in seinem Zimmer lag. „Äh...Son-Goku...hast du vielleicht...rein zufällig...“ Trunks druckste rum und starrte eine anscheinend ziemlich interessante Stelle auf dem Fußboden an. „Was denn?“ Son-Goku blickte den jungen Halbsaiyajin mit einem naiven Ausdruck in den Augen an. „Hast du magische Bohnen mit?“ Trunks sah Son-Goku erwartungsvoll an. „Ja, wenn du eine brauchst, hier hast du sie!“ Mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen reichte er Trunks die Bohne. Innerlich allen Kaioshin und Göttern dankend, dass Son-Goku so naiv war, nahm er die Bohne und begab sich in das Zimmer Vegetas.
In der Zeit, in der Trunks seinem Vater die Bohne brachte, überzeugte Son-Goku Bulma davon, dass er unbedingt den Gravitationsraum benutzten musste. Schließlich willigte diese ein. „Aber pass auf, Vegeta is da drin! Wenn du einfach bei ihm rein platzt, könnte es deinem Gesicht schlecht bekommen!“ Son-Goku sah Bulma unbekümmert an, sagte aber nichts. ‚Vegeta wird schon seine Gründe haben, Bulma zu sagen, er würde trainieren!‘ Laut sagte er: „Ich geh dann ma! Dieser Gravitationsraum is schon eine tolle Erfindung!“ Bulma starrte ihn wie schon so oft ungläubig an. ‚Er hat kein Fünkchen Respekt vor Vegeta!‘
Vegeta lag noch schlafend in seinem Zimmer. Trunks hatte ihm zwar die Bohne gegeben, aber er war noch ziemlich erschöpft, da er letzte Nacht schon nicht geschlafen hatte. ‚Er sieht so...friedlich aus, wenn er schläft!‘ schoss es Trunks durch den Kopf. ‚Als wenn er niemandem weh tun könnte...‘ Ein lautes und ungeduldiges „Trunks, wir wollten doch kämpfen!!“ riss ihn unsanft aus seinen Gedanken. „Komme schon!“ schrie er zurück und setzte sich in Bewegung. Von dem Schrei war der Prinz wach geworden und setzte sich auf. „Was ist passiert? Und warum liege ich hier? Ich war doch im Gravitationsraum und habe trainiert!“ Plötzlich erinnerte er sich und mit der Erinnerung registrierte er eine starke Aura in SEINEM Gravitationsraum. Er seufzte. ‚Ich sollte erst einmal duschen, bevor ich Kakarott zur Schnecke machen.‘
Son-Goku hatte sein Aufwärmtraining beendet und erhöhte langsam seine Energie. Pure Freude durchströmte ihn, als sein Ki durch seinen Körper pulsierte und seine Aura in intensivem gelb um seinen Körper züngelte. Mit einem Schrei setzte er sein Ki frei und wollte gerade als SSJ weiter kämpfen, als er spürte, wie die Schwerkraft auf null sank und Vegeta den Schwerkraftraum betrat.
„Oh, hallo Vegeta!“ Son-Goku stellte sich vor den Prinzen. „Was is, willste `nen Übungskampf?“ Vegeta antwortete nicht, sondern musterte den jüngeren Saiyajin. Seine wachsamen Augen wanderten von den freundlichen, ja fast kindlichen Augen über den sehnigen Nacken zu dem nackten, perfekt gebauten Oberkörper, der von feinsten Schweißperlen benetzt war, die die starken Muskeln hervorhoben und die Konturen verstärkten.
‚Er sieht verdammt gut aus!‘ Dieser Gedanke durchzuckte Vegeta wie ein Blitz den Gewitterhimmel. Er riss seinen Blick von Son-Gokus Körper los und versuchte seine Gedanken unter Kontrolle zu kriegen. Nach einigen Sekunden hörte das Pochen in seinen Ohren auf und wortlos, ohne Son-Goku eines Blickes zu würdigen, ging er in Kampfstellung. Der Jüngere tat es ihm, kopfschüttelnd über sein Verhalten, gleich.
Schweigend und angespannt standen sich die zwei Saiyajin gegenüber, eine Minute...zwei Minuten. Plötzlich powerte Vegeta zum SSJ“ und griff den völlig überrumpelten SSJ Son-Goku an. Harte Tritte und Schläge hagelten auf den jüngeren Saiyajin nieder. Er versuchte sich zu wehren, aber sein Gegenüber war ihm weit überlegen. Son-Goku sammelte sein Ki und wollte aufs SSJ2 Level steigen, aber Vegeta ließ ihm keine Gelegenheit dazu. Mit einem gut platzierten Schlag in den Magen schleuderte er den Jüngeren in die Luft. Son-Goku keuchte, konnte sich aber nicht fangen und bevor er wusste, wie ihm geschah, war der Prinz über ihm und schmetterte ihn wieder abwärts.
Plötzlich spürte er verwundert, mit welcher Wut der Ältere auf ihn einschlug. Son-Goku nutzte die Zeit, die Vegeta brauchte, um zu ihm zu kommen und transformierte zum SSJ2. Gekonnt wich er nun den Tritten seines Gegenübers aus und „rettete“ sich in eine Ecke des Gravitationsraums. Vegeta hielt inne. Er musterte den anderen Saiyajin, der schwer atmend und aus zahlreichen Wunden blutend ihm gegenüber stand.
„Warum bist du so wütend auf mich?“ Son-Goku sah den Kleineren fragend an. Der fragende Ausdruck in den tiefschwarzen Augen und das feine Blutrinnsal, welches aus Son-Gokus aufgeplatzten Lippen floss, brachten Vegeta zu seiner eigenen Überraschung völlig aus der Fassung. Auf einmal verspürte er den unwiderstehlichen Drang, den Jüngeren zu berühren, ihm nah zu sein.
Ein kurzer, aber heftiger Kampf gegen sich selbst begann, aber die Gefühle des Prinzen behielten die Oberhand. Son-Goku starrte Vegeta unsicher an. „Alles in Ordnung?“ Vegeta antwortete nicht, sondern ging langsam auf ihn zu. Mit den nie gekannten Gefühlen, die plötzlich auf ihn einströmten, konnte er nichts anfangen, sie verwirrten ihn nur. Ein einziges,...ein einziges Gefühl füllte seinen Geist vollständig aus, bestimmte sein derzeitiges Handeln: Verlangen. Brennendes Verlangen.
Wohlwissend, dass der Andere ihn dafür hassen würde, dass er den Jüngeren verletzten würde und dass er dabei war, seinen Stolz zu vergessen, blieb er vor Son-Goku stehen. Kurz sahen sich die Zwei Saiyajin in die Augen; Vegeta wollte sich abwenden, seinen Grundsätzen treu bleiben, aber das Verlangen nach den anderen Saiyajin war stärker. Son-Goku wich bis an die Wand zurück. Vegeta sah die Unsicherheit, die Skepsis und die Angst, die wie ein unruhiges Feuer in seinen Augen loderte, aber er konnte nicht anders.
Der flache Atem Son-Gokus, der in kurzen Abständen seine Wange streifte, machte den Prinzen schier verrückt. Sein Verstand setzte aus und mit einer Hand fuhr er sanft in den Nacken des Anderen. Son-Goku verkrampfte sich, aber Vegeta beachtete es nicht, zog ihn zu sich und drückte ihm zärtlich einen Kuss auf den Mund.
Starr vor Schreck lehnte Son-Goku mit dem Rücken an der Wand des Gravitationsraums. Er konnte sich nicht bewegen, sich nicht rühren, nicht denken. Alles was er spürte, waren die Lippen des Prinzen auf seinen. Er wollte sich wehren, seinen Gegenüber auf den Boden schleudern, ihn schlagen, aber sein Körper gehorchte ihm nicht mehr.
Entgegen aller Vernunft deutete Vegeta Son-Gokus Schweigen, seine Bewegungslosigkeit als Aufforderung. Er streichelte mit den Fingerspitzen den Nacken des Anderen und küsste ihn noch einmal, diesmal fordender, leidenschaftlicher. Spielerisch knabberte er an Son-Gokus Lippen und fühlte, wie warmes Blut in feinen Fäden sein Kinn herunter lief. Mit der freien Hand strich er sanft über Son-Gokus Oberkörper, küsste zärtlich seinen Hals und schmeckte die salzige Haut.
Endlich bekam dieser wieder ein Gefühl in den Beinen und erwachte aus seiner „Trance“. Mit einem gezielten Faust in den Magen stieß er den Prinzen an die gegenüberliegende Wand. Vegeta sank an der Wand hinunter und blieb auf den Boden liegen. „Sag mal, hast du sie noch alle?? Du bist doch total hentai!!“ brüllte er Vegeta an. Son-Goku zitterte, seine sonst so naiven Augen strahlten eine nie gekannte Kälte aus. Vegeta stöhnte und stand wieder auf.
Dieses Entsetzten, die gesamte Haltung Son-Gokus jagte ihm eine Gänsehaut nach der anderen über den Rücken. Er machte zwei Schritte auf den Saiyajin zu. Es tat ihm weh, den Jüngeren so zu sehen, aber bevor Vegeta ein Wort der Erklärung loswerden konnte, hielt Son-Goku sich zwei Finger an die Stirn und warf dem Prinzen einen eisigen Blick zu. Vegeta fröstelte, dieser Blick hatte ihn tief ins Herz getroffen. „Kakarott, ich...“ Son-Goku schien ihn gar nicht zu hören, sondern murmelte nur noch „Scheiße, ich muss hier raus!“ und verschwand. An der Stelle, wo er Sekunden zuvor noch gestanden hatte, sank der wahrscheinlich stolzeste Krieger des Universums auf die Knie und vergrub das Gesicht in seinen Händen.
ChiChi und Bulma bekamen einen riesigen Schreck, als plötzlich Son-Goku neben ihnen auftauchte. „Ach du bists!“ murmelte ChiChi erleichtert, als ihr Herzschlag sich wieder normalisiert hatte. „Wie kannst du uns nur so erschrecken?“ Sie erhob drohend den Zeigefinger und ergriff Son-Gokus Hand. Bei der Berührung zuckte er unwillkürlich zusammen und entriss ChiChi seine Hand.
Jetzt bemerkten die beiden Frauen diesen ungewohnt entsetzten Ausdruck in den Augen des Saiyajins. „Ist was Goku-Schatz?“ ChiChi musterte ihn besorgt. Sie bemerkte mit Schrecken, dass er total verkrampft war und noch immer kaum merklich zitterte. ChiChi stand auf und ging auf ihren Mann zu. Sie wollte ihn in den Arm nehmen und trösten, sie wusste zwar nicht, was ihn so aus der Fassung gebracht hatte, aber es musste furchtbar gewesen sein.
Angst flackerte in seinen Augen auf, als er ChiChi auf sich zukommen sah und er wandte sich ab. Ohne sie noch eines Blickes zu würdigen oder ein Wort der Erklärung für sein seltsames Benehmen abzugeben, transformierte er zum SSJ und flog aus dem Fenster. Bulma und ChiChi sahen ihm total perplex nach und einige Sekunden später war er auch schon aus ihrem Blickfeld verschwunden.
Ziellos und mit einer riesigen Wut im Bauch irrte Son-Goku über der westlichen Hauptstadt umher. Zuerst war er nach Hause geflogen, aber dort hatte er nur den Handwerkern im Weg gestanden und zu Videl und Son-Gohan wollte er nicht, ihren Auren nach zu urteilen waren sie gerade höchst beschäftigt. (XD) Seine Gedanken kehrten zu Vegeta zurück. Er musste sich beherrschen, um nicht so viel Energie frei zusetzten, dass er die Menschen der Hauptstadt gefährden würde. „Was ist eigentlich in ihn gefahren?? Sind jetzt alle seine Sicherungen durchgebrannt??“ Voller Zorn schoss Son-Goku einen Ki-Blast auf den erstbesten Berg und legte ihn in Schutt und Asche.
Was ihm am meisten verwirrte war, dass er sich eingestehen musste, dass er, jetzt wo er darüber nachdachte, den Kuss im Grunde genossen hatte. Zum ersten Mal in seinem Leben empfand er seine Gefühle als unangenehm, einengend und verwirrend zugleich. Seinem derzeitigen Gemütszustand mussten noch etliche Berge weichen, bis er sich erschöpft, auf eine seltsame Art erschöpft, nicht körperlich aber geistig erschöpft, auf einen der verbliebenen Hügel setzte und begann nachzudenken.
Währenddessen saß Vegeta noch immer im Gravitationsraum und starrte apatisch auf die gegenüberliegende Wand. ‚Warum Kakarott? Warum hast du mir nicht zugehört?‘ Seit Son-Goku verschwunden war, gingen ihm nur noch diese zwei Sätze durch den Kopf, die gelegentlich von einem ‚Du bist doch total hentai!‘ unterbrochen. Jedesmal, wenn er sich an diesen Satz erinnerte, zuckte er zusammen und eine einsame Träne rollte seine Wange hinunter und landete wie ein Kristall auf den Kacheln des Gravitationsraums. Dieser Träne folgten weitere, aber den Prinzen störte es nicht, ja er bemerkte es nichtmal.
Plötzlich klopfte es zaghaft an der Tür zum Gravitationsraum. „Kakarott!!“ schoss es Vegeta durch den Kopf, ohne dass er sich dagegen hätte wehren können. Die Schwerkraft sank auf null und ein ihm wohlbekannter Kopf erschien im Türspalt. „Vegeta??“ Jetzt betrat eine blauhaarige Frau den Raum. Vegeta drehte sich um, er wollte nicht, dass seine Frau ihn weinen sah. „Was willst du?“ fragte er barsch und ohne sich umzudrehen. Bulma zuckte zusammen, diesen Tonfall hatte sie schon lange nicht mehr von ihm gehört. Sie sammelte all ihren Mut und lief zu ihm hin.
„Ich wollte...“ weiter kam sie nicht, denn sie stolperte und fiel hin. Sie schloss reflexartig die Augen und erwartete den Aufprall, aber er kam nicht. Vegeta hatte sie am Kragen gepackt und somit verhindert, dass Bulma auf der Nase landete. „Das war knapp!“ knurrte er und Sie blickte ihn dankbar an. Plötzlich bemerkte sie seine tränennassen Augen und schlang ihre Arme fest um seinen Hals. Sie sagte instinktiv kein Wort und stellte keine Fragen, sondern drückte Vegeta ganz fest an sich. Vegeta wurde rot und schubste sich sanft von sich.
„Rede mit ihm!“ murmelte Bulma und blickte in seine unergründlichen Augen. Vegeta schluckte. ‚Hat dieser Baka etwa Bulma etwas davon erzählt?‘ Ihm wurde abwechselnd heiß und kalt. Als Bulma seinen schockierten Gesichtsausdruck bemerkte, fügte sie unsicher hinzu: „Es ist doch irgendetwas zwischen euch vorgefallen, oder?? Son-Goku ist wie ein Irrer nach draußen geflogen und wirkte leicht weggetreten! Er hat kein Wort geredet, sondern hat uns nur seltsam angesehen!“ Vegeta unterbrach sie. „Bis gleich!“ Und weg war er.
Als Son-Goku die Aura bemerkte, die sich mit irrsinniger Geschwindigkeit auf ihn zu bewegte, löschte er seine und flog in großem Bogen zurück zur Capsule Corporation. „Shimata!!!“ fluchte Vegeta, als er spürte, wie die Aura des Anderen verlöschte. Er stieß noch einige seiner schlimmsten Flüche aus und tat das einzig sinnvolle: Er ließ ebenfalls seine Aura verlöschen und startete Richtung Capsule Corporation. Etwas außer Atem kam er knappe 7 Minuten später an. Inzwischen spürte er Son-Gokus Ki wieder und lokalisierte diesen daher im Wohnzimmer. Mit einem mulmigen Gefühl in der Magengegend betrat er das riesige Wohnzimmer.
Son-Goku saß zusammengekauert auf einem Sessel und las ein Buch. Vegetas Herz zog sich schmerzhaft zusammen, er musste den Anderen wirklich tief verletzt haben, wenn dieser sogar einen Schundroman à la Rosamunde Pilcher las. Er trat vor den Jüngeren und räusperte sich unüberhörbar. Son-Goku ignorierte den Prinzen dennoch völlig. Nur ein Zittern seiner Hände verriet seinen wahren Gemütszustand.
„Kakarott, ich muss mit dir reden!“ er bemühte sich, seiner Stimme den üblichen festen Klang zu geben, aber er konnte nicht jede Spur von Weichheit und Reue verdrängen. „Worüber denn?“ Son-Goku hob seinen Blick und sah dem Prinzen in die Augen. Diesen verletzten Ausdruck in den Augen seines Gegenübers würde Vegeta nie mehr vergessen können, er brannte sich fest in seine Seele.
Er konnte den Blick nicht lange standhalten und drehte seinen Kopf weg. Mit einiger Überwindung schaffte er es dann doch, Son-Goku anzusehen. „Über...“ ein gequälter Ausdruck huschte über sein Gesicht. „Über den Kuss.“ Son-Goku holte tief Luft, als wollte er etwas sagen, aber er kam nicht dazu. „Nein Kakarott!! Lass mich ausreden!! Ich werde es nie wiederholen, also hör gut zu!!“ Er sah sich noch einmal um, ob auch ja niemand im Raum war, und wendete sich wieder Son-Goku zu.
„Es tut mir leid!“ Es war nicht mehr als ein Flüstern, aber Son-Goku verstand jedes Wort. Vegeta ließ die Schultern hängen. „Ich hätte es niemals tun dürfen, aber weißt du...ich...ich liebe dich Kakarott!!“
Auf Son-Gokus Gesicht wechselten sich nun Erstaunen, Ungläubigkeit und Skepsis ab. Vegeta wandte sich ab. Die Sekunden, in denen Son-Goku nachdachte, zogen sich für den Prinzen in die Länge wie Kaugummi. Verstohlen beobachtete er seinen Gegenüber und versuchte seinen Gesichtsausdruck zu lesen. Nach einer schier endlos scheinenden Zeit seufzte er und setzte sich auf. Vegeta sah ihn erwartungsvoll an, verschloss dieses Gefühl allerdings sofort wieder hinter einer emotionslosen Maske.
„Hör zu Vegeta! Ich mag dich ja, aber eben nur als Freund, als Kampfgefährten.“ Son-Goku hielt kurz inne, um zu sehen, welche Wirkung seine Worte auf den Prinzen hatten. Da Vegeta keine Miene verzog, fuhr er fort. „Ich kann damit leben, dass du.....dass du mich liebst, aber..“ Er blickte Vegeta jetzt mit einem undefinierbaren Gesichtsausdruck an. „...bitte versuch nicht mehr.....bitte küss mich nicht mehr.“ Diese Worte lösten bei Vegeta ein seltsames Gefühl aus. Er wollte etwas sagen, aber der Kloß in seinem Hals schnürte ihm die Kehle zu.
„Versprich es!!“ Son-Goku sah Vegeta dabei fest in die ebenholzschwarzen Augen. Vegeta schluckte, nickte aber dann. ‚Ich würde alles versprechen, wenn ich nur in deiner Nähe sein kann!‘ dachte Vegeta und warf Son-Gokus Rücken (er hatte sich inzwischen umgedreht) einen schwer verletzten Blick zu. Als er das Wohnzimmer verließ, hatte er das Gefühl, als würde etwas in seinem Inneren zerreißen, etwas, das gerade erst entstanden und sehr verletzlich war.
Für Son-Goku aber, war die Welt wieder in Ordnung. Am Tisch alberte er mit Trunks und Son-Goten rum, lachte über Bulmas dämliche Witze und aß wieder wie ein Scheunendrescher. Für Vegeta hingegen, war nichts in Ordnung. Jede Bewegung Son-Gokus versetzte ihm einen Stich. Wenn er Son-Goten liebevoll durch die Haare strich, ChiChi umarmte oder mit Trunks um die Wette futterte, glaubte Vegeta, einen tiefen Schmerz in seinem Körper zu spüren.
Plötzlich bemerkte Bulma, dass Vegeta noch wortkarger als sonst war und nur lustlos in seinem Essen stocherte und sie stutzte. Schuldgefühle überkamen sie, sie hatte nicht mehr nach Vegetas Gemütszustand gefragt, sie war davon ausgegangen, dass Vegeta (genau wie Son-Goku) wieder normal war. Auf einmal wurde es ruhig am Tisch. Alle blickten Vegeta an. Dann, wie auf Kommando, wechselten ihre Blicke zu Son-Goku. Dieser verschluckte sich an seinem Abendessen und hustete wie verrückt. Son-Goten drehte seine Augen wieder in Vegetas Richtung. „Wiescho ischt du nischts?? ..*kau*...Isch doch ..*schluck*...total lecker!“ nuschelte er mit vollem Mund. Wie zur Bestätigung seiner Worte schob er sich noch ein riesiges Stück Brot in den Mund.
Plötzlich stand Vegeta vom Tisch auf. „Ich hab keinen Hunger! Ich gehe ins Bett!“ Mit diesen Worten verschwand er Richtung Treppe. Oben angekommen sank er neben einem Fenster zu Boden. Er lehnte seine heiße Stirn an das kühle Glas und schloss die Augen. Von unten konnte er die Stimmen der Anderen hören, die anscheinend gerade Son-Goku über ihn ausquetschen. „Was weiß dieser Baka denn schon??“ dachte er bitter. Jetzt tönte lautes Lachen zu ihm herauf. Vegeta erhob sich. Diese Geräusche konnte er nicht mehr aushalten. Er schritt mit gesenktem Kopf in sein Zimmer und warf sich auf sein Bett. Zwei Minuten später war er eingeschlafen.
Vegeta schreckte hoch. Er wusste nicht, wie lang er geschlafen hatte, aber draußen war es noch stockdunkel und noch kein Vogel hatte sein Morgenlied angestimmt. ‚Wir müssten ungefähr 4 Uhr haben!!‘ dachte Vegeta, als seine Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt hatten. Ein Blick auf die Uhr verriet ihm, dass er total falsch lag, es war erst kurz nach Mitternacht. Er hatte ein seltsames Gefühl in der Magengegend und schlagartig erinnerte er sich an die gestrigen Geschehnisse. Und damit war ihm auch wieder bewusst, dass Son-Goku nur ein Zimmer weiter lag. ‚Na und, das ist dir doch egal!! Du bist ein Prinz, du brauchst nichts und niemanden!‘ versuchte er sich mehr oder weniger erfolgreich einzureden.
Irgendwann gab Vegeta sich geschlagen, er konnte nicht mehr, seelisch nicht mehr. ‚Fühl dich geehrt Kakarott, nicht vielen gelingt es, den Stolz eines Saiyajinprinzen zu brechen!‘ dachte er teils sarkastisch, teils niedergeschlagen. Er setzte sich auf. Bevor er wusste, wie ihm geschah, stand er auf den Flur und lugte durch den Türspalt in Son-Gokus Zimmer. Das Mondlicht, welches durchs halbgeöffnete Fenster fiel, gab dem Schlafenden etwas unwirkliches. Wieder einmal kämpfte Vegeta gegen sich selbst und wie schon so oft an diesem Tage behielten seine Gefühle die Oberhand. Lautlos wie ein Tiger öffnete er die Tür und schlich sich in Son-Gokus Zimmer.
Einige Sekunden stand er unschlüssig in der Mitte des Zimmers und sah sich um. Der ganze Raum war in silbrig fahles Mondlicht getaucht. Die Stille wurde nur von den gleichmäßigen Atemzügen des schlafenden Saiyajins durchbrochen. Fast widerwillig bewegte Vegeta sich Richtung Bett und setzte sich auf die Bettkante. Aufmerksam musterte er den Anderen. Sein tiefschwarzes Haar war wirr auf dem Kissen verteilt und ein paar Strähnen hingen ihm im Gesicht. Ein warmes Lächeln lag auf seinem entspannten Gesicht.
Das Herz des Prinzen hämmerte gegen seine Brustkorb, als er zögerlich eine Hand ausstreckte und ganz sachte die Haarsträhnen aus dem Gesicht des Anderen strich. „Wie friedlich er schläft!“ schoss es Vegeta durch den Kopf. Kein Spur von Entsetzten oder von dem verletzten Ausdruck waren mehr zu sehen. Das Mondlicht ließ ihn blass aussehen. Dadurch wirkte er auf einmal zerbrechlich auf den Prinzen.
Vegetas Hand schwebte zögernd über Son-Gokus Gesicht. Dann berührte er seine Wange und fuhr mit dem Zeigefinger unendlich vorsichtig die Konturen des ihm so vertrauten Gesichts nach. Jede dieser Berührungen jagten ihm einen wohligen Schauer über den Rücken. Er wollte ihm nah sein, diesem Saiyajin, den er so liebte.
Ganz langsam beugte Vegeta sich vor. Mit einer Hand fuhr er dem Schlafenden zärtlich durchs Haar. Mit seinen Lippen berührte er jetzt fast die Son-Gokus. Auf einmal hielt er inne. Er meinte eine kleine Stimme zu hören, die ihn ermahnte. „Vegeta!! Du hast es ihm versprochen!! Du hast ihm versprochen, ihn nicht mehr zu küssen!!“ Ruckartig setzte er sich auf. Die Stimme hatte Recht. Es war in seine Augen schon ein Wunder, dass Son-Goku ihm überhaupt verziehen hatte. Er richtete seine Augen noch mal auf den Anderen.
„Pah!! Küss ihn doch einfach, du bist der Prinz, tu was du willst!!“ Eine andere, harte Stimme hatte die erste Stimme verdrängt. Vegeta kämpfte mit aller Macht gegen die zweite Stimme an. Sie schien jetzt seinen Kopf völlig auszufüllen. Er atmete schwer und zum ersten Mal an diesem Tag, siegte er über sich selbst. (<- ich weiß, scheiß Formulierung!! *gg*) Bevor seine Gefühle ihn wieder übermannen konnten verließ er mit einem letzten sehnsüchtigen Blick zu Son-Goku fluchtartig den Raum.
Vegeta saß völlig übermüdet am Frühstückstisch. Seit drei Stunden war er schon wach, ja er bezweifelte sogar, in dieser Nacht überhaupt geschlafen zu haben. Nach einem schier endlosen Kampf gegen seine Gefühle (wen wunderts, er kämpfte ja fast nur noch gegen sich selbst!! *gg*), hatte er beschlossen, diese sorgfältig hinter der Fassade von Gleichgültigkeit und Stolz zu verbergen, die ihn schon sein ganzes Leben begleitet hatte. Trübselig und nippte er an seiner Kaffeetasse und hing dunklen Gedanken nach.
Plötzlich wurde die Tür schwungvoll aufgerissen und ein „Guten Morgen allerseits!!“ wurde durch den Raum geflötet. Ein gut gelaunter Son-Goku stand im Türrahmen und blickte durch die Küche. Als er bemerkte, dass niemand außer Vegeta sich dort befand, setzte er ein verlegenes Grinsen auf und kratzte sich am Hinterkopf. „Morgen Baka!“ erwiderte Vegeta den Gruß. „Das is ja ma wieder typisch, kaum hab ich meine Selbstbeherrschung wieder, kommt dieser Idiot an und macht alles zunichte!!“ sagte Vegeta in Gedanken wütend zu sich selbst.
Als Son-Goku realisierte, dass Vegeta am liebsten nicht mit ihm reden wollte, nahm er sich einen Teller und setzte sich schweigend dem Prinzen gegenüber. Dieser wandte sich wieder seiner Kaffeetasse und seinen trüben Gedanken zu und bemerkte daher nicht, dass der andere Saiyajin ihn verstohlen musterte.
„Irgendwie sieht er ja echt süß aus!“ schoss es Son-Goku durch den Kopf und eine Sekunde später erglühte sein Gesicht schon in der Farbe einer Tomate. Schnell drehte er sich zu seinem Teller runter. Dennoch konnte er nicht verhindern, dass sein Blick ein zweites Mal auf den Prinzen fiel. Seine Falkenaugen wanderten von den ebenholzschwarzen Augen in dem das Feuer des Stolzes loderte, über den kräftigen Nacken zu den kleinen Händen, die jetzt nervös die Tasse umklammerten.
Die Küche war in tiefes Schweigen gehüllt, kein angenehmes Schweigen, eher ein Bedrückendes. Nach und nach trudelten dann glücklicherweise die anderen Familienmitglieder ein und in der Küche herrschte wieder reges Treiben und eine Lautstärke weit über der Schmerzgrenze. Plötzlich sorgte Bulma mit einem markerschütterndem Schrei für Ruhe und stellte sich strahlend vor den Rest der Familie. „Für heute habe ich ein wunderschönes Programm vorbereitet!!“ Bulma blickte wichtig in die Runde. „Wir werden.....in den Zoo fahren!!“
Begeistert ließ sie ihrem Blick über die Anderen schweifen und wartete auf deren Reaktion. Diese fiel ziemlich verschieden aus: Trunks und Son-Goten brachen in Jubelgeschrei aus, ChiChi murmelte irgend etwas von großen und gefährlichen Elefanten und Vegeta und Son-Goku sahen sich nur entsetzt an. „Das is ja wohl nicht dein Ernst!!“ schrien sie wie aus einem Munde. „Da mach ICH nicht mit!“ Bulma strafte beide eines bösen Blickes und kniff den Mund zusammen. Vegeta drehte seinen Kopf in Son-Gokus Richtung und lächelte ihm zu.
Son-Goku wurde warm ums Herz, ein solches Lächeln hatte er von dem Prinzen noch nie gesehen, es weckte etwas in ihm, ein seit langem vergessen geglaubtes Gefühl, tief versteckt in seinem Gedächtnis. Zaghaft erwiderte er dieses Lächeln und Vegeta konnte nicht verhindern, dass er sich darüber freute. Dieser Augenblick währte nur kurz, wenig später sahen sich beide einer wutschnaubenden Bulma gegenüberstehen.
„Natürlich kommt ihr mit, ich hab doch extra Videl und Son-Gohan eingeladen. Ich glaube, sie bringen sogar Mr. Satan mit!“ Son-Goten und Trunks unterbrachen ihren Freudentanz und guckten Bulma entsetzt und mit weit aufgerissenen Mündern an. „DER kommt auch mit?!“ „Ich glaub, ich spinne! Was will der Baka denn im Zoo?“ das kam von Son-Goku. Keiner bemerkte den dunklen Glanz, der plötzlich in Vegetas Augen trat.
„Wie schön!!“ Trotz der gehörigen Portion Ironie, die in der Stimme des Prinzen mitschwang, jetzt alle Vegeta total entgeistert an. Son-Goku legte besorgt seine Hand auf seine Stirn und murmelte erleichtert: „Fieber hat er keins!“ Mit einem zornigen Knurren schlug er die Hand und blickte in die Runde. „Bedenkt die Möglichkeiten! Der Typ kommt uns einmal dumm und wir können ihn ganz legal verprügeln!“ Bulma war das sadistische Grinsen und das böse Funkeln in den Augen des Kriegers unheimlich. Trunks und Son-Goten hingegen waren sofort Feuer und Flamme. „Ja, und zwar vor allen Leuten im Zoo!“ Sogar Son-Goku ließ sich für die verlockende Idee begeistern.
„Worauf warten wir noch?“ fragte er mit ungewohnt fiesem Lachen und packte alle am Arm. Zwei Sekunden später standen sie in der großen Küche der verdutzten Videl. Noch erstaunter war sie, als der sonst so wortkarge, emotionslose Vegeta sie am Shirt packte und schrie: „Son-Gohan, beweg deinen A**** hier runter und schnapp dir diesen Satan, wir wollen in den Zoo!“
Drei Minuten später tauchten sie (Dank der Flugkünste der Saiyajin) vor dem Zoo der östlichen Hauptstadt auf, und knapp eine halbe Minute später hatte auch der letzte Reporter geschnallt, dass Mr. Satan den Zoo besuchen würde und die kleine Gruppe wurde von einer riesigen Menschentraube umzingelt denen Mr. Satan lang und breit seine Lebensgeschichte berichtete. Als sie an den Elefanten vorbeikamen, erzählte er von seinem ersten Kampfanzug, die Pinguine bekamen die Story der ersten Prügelei mit und im Affenhaus gab er seinen ersten Kampf zum Besten.
Vegeta war langsam aber sicher immer nervöser und ungeduldiger geworden, aber der bösartige Glanz in seine Augen hatte sich nur verstärkt. Als Mr. Satan dann anfing, von seiner ersten Weltmeisterschaft erzählte, reichte es den Prinzen. Er riss sich seine Jeansjacke vom Leib und ging mit einem dunklen Funkeln in den Augen in Kampfstellung. „Jetzt zeig doch ma, ob du seit diesem Tage etwas gelernt hast!!“ Satan bekam einen riesigen Schreck, fasste sich aber sofort wieder und sah sich ängstlich um.
Eine große Menschenmenge hatte sich zwischenzeitlich Satan und Vegeta gebildet. Alle feuerten ihren „Weltmeister“, dem inzwischen der Angstschweiß auf der Stirn stand. Son-Goku nutzte die Zeit sinnvoll und musterte den wütenden Prinzen. Unwillkürlich formte seine verkorkste Phantasie Sätze, die er weiß Dende nicht einordnen konnte.
„Er sieht verdammt gut aus, wenn er sich so aufregt! Am liebsten würd ich ihn...“ Solche und ähnliche Gedanken hämmerten in Sekundenbruchteilen durch seinen Kopf, ohne dass er sich hätte wehren können. Sein Herz flatterte wie ein Vogel in einem zu engen Käfig und sein Atem ging stoßweise. Verzweifelt versuchte er, diese wohlbekannten Sätze, die er sonst nur in seinen Träumen zuließ, zurück in die dunkelste Ecke seines Unterbewusstseins zu drängen. Dort, wo sie schon immer gewesen sind und wo niemand sie jemals gesucht hat oder sie jemals suchen wird. Er wusste, wenn er diese starken Emotionen für Vegeta zulassen würde, würde dies sein geordnetes Weltbild auf den Kopf stellen.
Wie zum Schutz vor diesen Gefühlen, ließ er seine Aura in intensivem gelb aufleuchten. Spätestens jetzt, hatte jeder gemerkt, dass da etwas nicht stimmte. Er erhielt jetzt die ungeteilte Aufmerksamkeit der Zoobesucher und Satanbewunderer, aber er selbst bekam nichts davon mit. Vegetas Gesicht war ein einziges Fragezeichen. Seine sensiblen Sinne hatten ihm schon längst mitgeteilt, dass der Jüngere gerade einen aussichtslosen Kampf gegen sich selbst führte. Aber der seltsam abwesende, glasige Blick seines geliebten Saiyajins verwirrten den Prinzen. Liebend gern hätte Vegeta dem Anderen geholfen, aber instinktiv wusste er, dass Son-Goku das alleine durchstehen musste.
„Warum hab ich Angst vor meinen Gefühlen? Oder ist es Angst vor Vegeta? Oder vor ChiChi?“ Son-Goku wusste es nicht. All diese Fragen wirbelten durch den Kopf des Saiyajins. Je mehr Fragen er stellte, desto absurder kam ihm seine Angst vor. Er kannte ja nicht einmal den Grund für seine Angst. Trotzdem wollte er kämpfen, aber er konnte nicht mehr. Er spürte, wie sein Wille schwächer und schließlich gebrochen wurde. Er ließ den Kopf hängen, entspannte seine Muskeln. Jetzt war er bereit, nachzugeben. Er atmete ein letztes Mal tief durch und konzentrierte sich wieder auf die Außenwelt. Vegeta blickte immer noch Son-Goku an und bemerkte nicht, wie Mr. Satan auf ihn einschlug.
Langsam hob der Saiyajin den Kopf. Er lächelte, eines dieser seltenen Lächeln, die den ganzen Körper in eine wohlige Wärme hüllen, die man einfach erwidern muss und die man nie vergisst. Vegeta fühlte ein sanftes Kribbeln in seiner Magengegend, das langsam auf seine gesamten Körper überging. Es schien, als würde Son-Goku durch dieses Kribbeln an der Tür zu seine Gefühlen für ihn rütteln, die er erst heute morgen sorgfältig verschlossen hatte. Auf einmal vernahm er wieder diese Stimmen, er wollte sich die Ohren zuhalten und schreien, aber in diesem Moment spürte er zum ersten Mal einen Schlag von Mr. Satan.
„Dich gibt’s ja auch noch!“ rief er erstaunt und glücklich über die Abwechslung dem empörten Möchte-gern-Weltmeister zu. Mr. Satan hatte gerade noch genug Zeit, um beleidigt in eine der zahlreichen Kameras zu gucken, bevor eine gut plazierte Faust seitens Vegeta ihn ins Löwengehege beförderte. Auf einmal wollte alle Reporter den Prinzen interviewen; dieser löste das Problem, indem er zum USJ transformierte und die gleiche Pose wie einige Jahre zuvor beim großen Turnier einnahm.
Plötzlich wurde der Zoo in Stille getaucht, angespannte Stille. Als Vegeta dann noch seinen Ki lud, explodierte die Anspannung in markerschütternden Schreien. In alle Richtungen stoben die Menschen davon und innerhalb einer Minute war der Zoo leer gefegt. Der leicht angeknabberte Mr. Satan, den Videl vor den Löwen „gerettet“ hatte, warf Vegeta hinter dessen Rücken böse Blicke zu, fiel aber fast in Ohnmacht, als er den Energieball in seiner Hand sah. „Ich glaube, den Löwen ist richtig schlecht geworden!“ witzelte Trunks, als er die Löwen torkelnd durch das Gehege gehen sah. Bulma und ChiChi beschlossen daher, mit dem „armen Mr. Satan“ einen starken Cognac trinken zu gehen. Videl und Son-Gohan hingegen, besuchten mit Trunks und Son-Goten den Rest des Zoos. „Ich flieg nach Hause!“ brummte Son-Goku und mit diesen Worten flog er, gefolgt von einem gutgelaunten Vegeta, der soeben einer Strafpredigt von Bulma entgangen war, Richtung Capsule Corporation.
Während des 3-minütigen Fluges mieden die beiden Saiyajin jeglichen Augenkontakt, und redeten nur über so belanglose Dinge wie das Wetter. In der C.C. angekommen, hatte keiner der beiden so richtig Lust auf einen Trainingskampf (oh Wunder), also guckten sie sich einen Film an. Niemand konnte sich auf die Handlung konzentrieren, denn beide hatten genug damit zu tun, ihre Gefühle unter Kontrolle zu kriegen. Das Schweigen, welches den Raum nun füllte, war erdrückend.
„Ich mach uns schnell Popcorn!“ murmelte Vegeta, nur um aus dem Wohnzimmer flüchten zu können. Son-Goku nickte, folgte aber dem Prinzen in die Küche. Sein Herz schlug bis zum Hals und feine Schweißperlen hatten sich auf seiner Stirn und seinem Hals gebildet, als er lautlos den Raum betrat. Sein ganzer Geist war nur von einem Gedanken erfüllt: seinem Prinzen nah zu sein. Schweigend betrachtete er seinen Prinzen. Er musste seine ganze Kraft dazu verwenden, nicht zu ihm hinzufliegen und ihn zu umarmen.
Sinnend ließ er seine Blick wie so oft an dem muskulösen Körper des Prinzen entlanggleiten. Entgegen besseren Wissens näherte er sich Vegeta. Noch immer bemerkte dieser die fremde Präsenz nicht und fuhr mit seiner Tätigkeit fort. Son-Goku wurde abwechselnd heiß und kalt. Sein ganzer Körper war zum Zerreissen angespannt. Ohne weiter darüber nachzudenken, flog er hinter den Prinzen und legte seine Arme um dessen Hüfte.
Vegeta schnappte überrascht nach Luft, als er spürte, wie er sanft von hinten umarmt wurde. Sein erster Gedanke war, dass es Bulma sei, die ihn so liebevoll in den Arm genommen hatte, bemerkte aber dann, dass er gut einen Meter über dem Boden schwebte. „Kakarott?“ hauchte er leise fragend, als wollte er diesen Moment nicht zerstören. Statt einer Antwort fühlte er einen zärtlichen Kuss im Nacken und eine sanfte Berührung an seiner Hüfte.
Vorsichtig löste Vegeta die Umarmung, drehte sich um und blickte geschockt in Son-Gokus ebenholzschwarze Augen. Er hatte mit allem gerechnet, nur damit nicht. Nur zu gut erinnerte er sich an das Entsetzten im Gesicht des Jüngeren, einen Tag zuvor im Gravitationsraum. Mit vor Aufregung eiskalten Fingern fuhr er die feinen Linien in Son-Gokus Gesicht nach. Dieser zuckte aufgrund der eisigen Finger des Prinzen zusammen, sah Vegeta aber immer noch mit diesem warmen Ausdruck in den dunklen Augen an.
Son-Goku wollte etwas sagen, aber bevor die Worte seinen Mund verlassen hatten, drückte der Prinz seine Lippen sanft auf den halbgeöffneten Mund des Jüngeren Saiyajins und fuhr mit seiner Hand durch dessen schwarze Haare. Mit der anderen Hand streichelte er sanft über den Rücken seines Gegenübers. Zuerst erwiderte Son-Goku den Kuss nur zaghaft, aber als er die vorlaute Zunge des Prinzen an seiner spürte, ließ er jede Zurückhaltung fallen.
Mit seinen Fingern glitt der jüngere Saiyajin unendlich zart über den nackten Oberkörper seines Prinzen, diesen überliefen wohlige Schauer der Erregung. Grinsend und mit einem lüsternen Glimmen ließ er seine Finger tiefer rutschen, und machte Anstalten, dem Prinzen die Jeans auszuziehen. „Lass das bitte, Kakarott! Nicht hier!“ Fast widerwillig stieß er seinen Koi mit einem liebevollen Schubs von sich. „Die Anderen kommen gleich zurück!“ fügte er entschuldigend hinzu, liebkostete als Entschädigung zärtlich die Lippen des Jüngeren mit seinen eigenen.
Zwei Sekunden später schnappte auch schon die Haustür geräuschvoll ins Schloß.
„Wir sind wieder dahaa!! schrie eine gut gelaunte Bulma Richtung Küche. Erschrocken und mit vor Aufregung klopfenden Herzen lösten sich der Prinz und Son-Goku sich voneinander und versuchten eine unschuldige Miene aufzusetzten, als ChiChi und Bulma die Küche betraten und sich etwas zu Trinken holten. Misstrauisch musterten die beiden Frauen die verschwitzten Gesichter der Saiyajin. „Ihr habt doch nicht etwa...!“
Vegeta reagierte blitzschnell und schnitt ihr bestimmend das Wort ab. „Doch, wir haben eine Trainingskampf in deiner Küche veranstaltet!“ Er sah ihr fest in die blauen Augen und etwas in seinem Blick sagte ihr, dass es besser wäre, nichts zu sagen. „Komm Kakarott, wir gehen!!“ Mit diesen Worten drehten sich die zwei Saiyajin Richtung Ausgang, verschwanden in der inzwischen eingetretenen Dämmerung und ließen eine ziemlich verblüffte Bulma und eine ärgerliche ChiChi zurück.
Ziellos flogen die Saiyajin über der westlichen Hauptstadt. Sie sagten kein Wort, sie verstanden sich auch so und genossen einfach nur die Nähe des Anderen. Langsam senkte sich der Schleier der Dunkelheit über die Stadt aber keiner der beiden wollte jetzt schon umdrehen. Wie in heimlichem Einverständnis näherten sie sich einem kleinen, sternenbeschienenen Hügel und setzten sich schweigend nebeneinander.
Nach einer Weile spürte Vegeta eine liebevolle Berührung an seiner Wange und drehte den Kopf, um in tiefschwarzen Seen zu versinken, in denen das Feuer der Leidenschaft brannte. Er lächelte den Jüngeren an, zog ihn zu sich und drückte ihm einen zärtlichen Kuss an den Mund, den dieser gierig erwiderte. Plötzlich löste er sich von dem Prinzen und bedachte ihn mit einem auffordernden Grinsen. Ehe er sich versah, deckte Son-Goku den ganzen Körper (bis zur Jeans XD) seines Koi mit liebevollen und sanften Küssen. Vegeta keuchte leise, aber Son-Goku hörte es und fuhr fort, den gut gebauten Oberkörper des Prinzen zu liebkosten.
Auf einmal hielt er inne, legte sich neben den Anderen und strich zärtlich über jeden einzelnen Muskelstrang, der in dem hellen Mondlicht deutlich hervor gehoben wurde. Er wendete seinen Kopf dem Prinzen zu. „Ich liebe dich, und ich will dich; hier und jetzt!“
Halb erstaunt, halb amüsiert wandte Vegeta seinen Kopf zu Son-Goku und blickte diesen mit überlegenem Lächeln an. „So?“ Einen halben Wimpernschlag später, wurde der Jüngere von Vegeta, der, immer noch lächelnd, über ihm kniete, auf den harten Felsen zu Boden gedrückt. Das leichte Glimmen in den Augen verstärkte sich. „So wehrlos gefällst du mir noch viel besser!“ Um seine Mundwinkel spielte ein lüsternes Grinsen. Durch einen gut gezielten Ki-Strahl des Prinzen trennte dieser seinen Gegenüber von dessem Kampfanzug und verbrannte im gleichen Atemzug die Reste.
„Und so gefällst du mir gleich noch mal so gut!“ Mit einem erregten Leuchten in den dunklen Augen musterte er den Saiyajin. Seinem scharfen Blick entging nichts, jedes Detail wurde unwiderruflich in sein Gedächtnis gebrannt. Langsam wanderte sein Blick nach unten und wieder zurück. Mit katzenartigen Augen fixierte er den Jüngeren. Ohne den Blickkontakt zu unterbrechen, näherte er sich dem Saiyajin; ihr Atem vermischte sich, er fing an, mit seiner Zunge die Brustwarzen des Anderen zu umspielen, fast ohne diese zu berühren.
Son-Gokus Atem ging schneller, er keuchte auf, aber Vegeta unterbrach seine Behandlung nicht, im Gegenteil, er ließ seine Hände immer tiefer gleiten und spürte, sehr zu seiner Zufriedenheit, wie Son-Gokus Männlichkeit sich langsam aufrichtete. ‚Wie lange warte ich schon darauf, dich so zu berühren?‘ dachte Vegeta glücklich und warf seinem Koi einen liebevollen Blick zu.
Jetzt begann er, wie zuvor Son-Goku, den Jüngeren am ganzen Körper zu küssen und glitt vorsichtig nach unten. Der Atem des Anderen wurde stoßweise aus dessen Lunge gepresst, nur selten von einem Keuchen unterbrochen. Sanft streichelte Vegeta an den Hüften seines Geliebten entlang. Eine heiße Welle der Erregung schwappte durch Son-Gokus Körper und machte ihn fast wahnsinnig. Der Ältere bemerkte das wohl, grinsend setzte er seine Folter fort und strich mit einem Finger zart über das ohnehin schon steife Glied seines Koi.
Der Jüngere stöhnte laut und wand sich unter dem Prinzen. Dieser nahm mit einem leicht sadistischem Lächeln die Zunge zur Hilfe und umspielte liebevoll die erregte Männlichkeit des Saiyajins. Zischend zog dieser die Luft durch seine zusammengepressten Zähne. Der Druck in seinen Lenden wurde immer stärker, wurde fast unerträglich. Vegeta hatte sich inzwischen seiner Jeans und der Boxershorts entledigt und setzte sich vorsichtig zwischen die gespreizten Beine seines Geliebten.
Plötzlich spürte er den Jüngeren in sich und sein ganzer Körper spannte sich vor Schmerz, vor süßem Schmerz. Dieser verflog sofort, als er starke Arme an seine Brust fühlte, die langsam tiefer wanderten und begannen, mit den Fingern unendlich zärtlich seine Männlichkeit streichelten, die sich augenblicklich aufrichtete. Beide stöhnten, bewegten sich immer schneller und leidenschaftlicher. Mit einem Schrei der Erlösung kamen sie zum Höhepunkt.
Nach einer schier unendlich langen Zeit, oder vielleicht waren es nur Sekunden, lösten die zwei Saiyajin sich voreinander und Son-Goku kuschelte sich total erschöpft an seinen Prinzen. „Ich liebe dich!“ murmelte er noch, bevor er, völlig geschafft, mit den Kopf auf dem Schoß des Anderen einschlief.
Lange Zeit saß Vegeta schweigend auf dem Hügel und dachte nach. Er hob den Kopf und beobachtete die Sterne; ein wenig Heimweh packte ihn. ‚Wo Vegeta-sei wohl wäre?‘ schoss es ihm durch den Kopf. Die Luft roch würzig, wie immer, wenn Saiyajin Sex hatten. Vegeta seufzte. Ohne es zu merken, strich er dem Jüngeren durch die Haare. Dann sah er ihn an, mit einem liebevollen Leuchten in den tiefschwarzen, unergründlichen Augen. „Ich liebe dich auch Kakarott!“
Ein lauter Hahnenschrei riss den Prinzen aus seinen Träumen. Die Sonne ging gerade auf und tauchte die Berge in zart schimmerndes Gold. Vegeta hatte kein Auge für die morgendliche Schönheit, ihm tat jeder Knochen im Leibe weh, er hatte sich die ganze Nacht nicht gerührt. Noch immer lag leise schnarchend der Jüngere auf seinem Schoß. Lächelnd beugte er sich vor, strich dem Saiyajin vorsichtig über die Wange und weckte ihn mit einem zärtlichen Kuss.
Son-Goku schlug die Augen auf und blickte in die des Prinzen. Ein Aufblitzen in eben diesen verriet dem Saiyajin, was er vorhatte, aber Son-Goku war schneller, er legte eine Hand in den Nacken seines Koi, zog ihn zu sich und drückte ihm einen leidenschaftlichen Kuss auf die Lippen. Seine Zunge bat gierig um Einlass, der sofort gewährt wurde. Ihre Zungen trafen sich, spielten miteinander, erforschten sich. Liebevoll strich Vegetas Zunge über die Son-Gokus, der jetzt anfing, den Rücken des Prinzen zu streicheln. Ein wohliger Schauer entfuhr dem Prinzen, ohne das Zungenspiel zu unterbrechen, legte er sich auf den Felsen zurück und zog den Jüngeren mit sich.
Nach einer Weile löste er den Kuss und ließ sich neben Vegeta fallen. Einige Zeit lagen sie nur nebeneinander, genossen die Nähe des Anderen. Auf einmal brach Son-Goku das Schweigen. „Vielleicht sollten wir mal zurück gehen!“ murmelte er, ohne seinem Geliebten in die Augen zu sehen. Sehr zu seiner Überraschung war Vegetas einziges Kommentar: „Du hast Recht.“
Son-Goku lächelte den Saiyajin an, küsste ihn kurz und sprang dann auf. „Das Schwierigste wird sein, eine plausible Erklärung zu finden! Deine letzte Erklärung war echt nicht das Wahre!!“ Er blickte Vegeta schief an. Der konnte sich nur mit Mühe ein Grinsen verkneifen. „Wenn du so gehst, bestimmt!“ Verwirrt sah Son-Goku an sich herunter und wurde knallrot.
„Du hättest meine Sachen ja nicht verbrennen müssen!“ Vegeta war hinter ihn getreten und umarmte ihn. „ICH mag dich so....!“ Ziemlich widerwillig befreite er sich aus der Umarmung des Prinzen und sah ihn ernst an. „Ich muss nach Hause fliegen und mir einen Kampfanzug holen!“ „Stimmt“ war das trockene Kommentar seines Koi. „Wenn dieser Feuermelder ChiChi uns so sieht, dann platzt unser schönes Trommelfell!“ Ein diabolisches Grinsen huschte über sein Gesicht und ein missbilligender Blick seitens Son-Goku traf den Prinzen. Er mochte es nicht, wenn Vegeta abfällig über ChiChi redete. Dieser grinste nur. Kopfschüttelnd zuckte Son-Goku mit den Schultern, transformierte zum USJ und flog der aufgehenden Sonne entgegen.
Kurz nachdem Son-Goku angekommen war, betrat auch Vegeta, leise und unbemerkt wie ein wilder Puma auf Beutezug, den kleinen Raum. Der Jüngere stand so wie ihn die Götter geschaffen hatten vor seinem Kleiderschrank und wühlte darin herum. Dabei fluchte er so laut, dass der Prinz sicher war, dass ChiChi jedes einzelne Wort verstand. „Bei Dende, wieso hab ich in diesem Kaio-samaverdammten Schrank keinen einzigen Kampfanzug, sondern nur Sonntagsklamotten?“ Lächelnd beobachtete der Ältere den Anderen, als dieser plötzlich einen überraschten Schrei ausstieß und eine nicht ganz neue Boxershorts aus einer dunklen, lange nicht gebrauchten Ecke des Schrankes hervorzauberte.
Als der Prinz sah, wie ein triumphierender Ausdruck über dessen Gesicht glitt, wurde er ohne Vorwarnung von einer heißen Welle der Erregung überspült, wie der weiße Sandstrand von dem wilden, aufgepeitschten Meer. Unbemerkt schlich er sich hinter Son-Goku, der sich gerade mit den Boxershorts abmühte, riss ihm das Kleidungsstück aus der Hand, pfefferte es nicht gerade sanft auf den Boden und umarmte den Jüngeren zärtlich von hinten. „Vegeta! Ich hab dich gar nicht kommen sehen!“ Eine große Portion Überraschung schwang in der warmen Stimme des Saiyajins mit. Der Ältere antwortete nicht, sondern küsste seinen Koi liebevoll in den vor Aufregung verschwitzten Nacken und schmeckte das Salz der braungebrannten Haut.
Seine Hände strichen sanft über dessen Hüfte, nicht fester als ein Windhauch. Vegeta spürte, wie Son-Gokus Brust sich nun schneller hob und senkte, und seine Finger rutschten tiefer. Abrupt drehte der Jüngere sich um. Vegeta sah ihn überrascht an und wollte protestieren, aber ein kleiner Schubs beförderte ihn auf das ungemachte Bett. „Was zum...?“ weiter kam er nicht, er musterte aufmerksam seinen Koi, der mit anzüglichem Grinsen vor dem Bett stand.
[„Du kriegst wohl nie genug was?“ Vegeta hatte einen herausfordernden Gesichtsausdruck aufgesetzt und in seiner Stimme schwang ein spöttischer Unterton mit. „Du hast angefangen!“ verteidigte der Jüngere sich, ohne dass das anzügliche Lächeln von seinem Gesicht wich. Dann ließ er sich neben den Prinzen fallen und einen Augenblick später kniete er über ihm. Mit gemischten Gefühlen musterte dieser seinen Geliebten. Einerseits wollte er ihn haben, hier und jetzt, andererseits hasste er es noch immer, wenn der Andere ihm überlegen war. Sein Blick fiel auf Son-Gokus Augen, Augen die ihn verzauberten, wie magischer Kristall und er sah das warme Lächeln, welches ihm so eigen war.
Jetzt konnte er nicht mehr anders, er ließ sich einfach fallen und wurde daraufhin sofort mit einem sanften Kuss belohnt. Ihre Augen schlossen sich automatisch, als ihre Lippen sich berührten. Eine angenehme Wärme breitete sich in dem Prinzen aus. Liebevoll begann er, an Son-Gokus weichen Lippen zu knabbern und ein wohliger Seufzer entfuhr dem Saiyajin. Unwillkürlich musste Vegeta lächeln.
Plötzlich schnappte er überrascht nach Luft, als er spürte, wie der Jüngere ihn vorsichtig am Hals küsste und mit einer Hand sanft seinen Nacken streichelte, während die andere dem kleineren Saiyajin die Jeans auszog. (was für eine Verschwendung, sie überhaupt anzuziehen! *g*) Mit einer geschickten Bewegung beförderte er das störende Kleidungsstück in die Ecke und seine Finger begannen nun, mit unendlich zarten Bewegungen den muskulösen, gut gebauten Oberkörper des Prinzen zu liebkosten.
Dieser lehnte sich in die weichen Kissen zurück und schloss die Augen. Er gab sich vollkommen Son-Goku hin, dessen liebevolle Berührungen Feuerwerke der Erregung und brennendes Verlangen hinterließen. Die Finger des Saiyajin wanderten tiefer, zogen kleine Kreise über jeden einzelnen Muskel seines Körpers. Vegetas Atem ging nun stoßweise und die Hitze in seinen Lenden stieg immer weiter an. Grinsend nahm Son-Goku dies zur Kenntnis aber wie auch für den Prinzen, war es auch für ihn kein Anlass aufzuhören.
Seine Finger waren bei Vegetas aufgerichteter Männlichkeit angelangt. Ganz langsam begann er, seinen Prinzen zu quälen, umspielte sein steifes Glied, nur um seine Folter fortzusetzten. Vegeta war nun wie Wachs in seinen Händen. Der Prinz keuchte hob unwilkürlich seine Hüfte dem Jüngeren entgegen, der es als Aufforderung nahm, die Konturen seiner erregten Männlichkeit noch langsamer und sanfter nachzufahren, was Vegeta ein halb gequältes, halb erregtes Stöhnen entlockte.
Der Jüngere liebkostete noch das aufgerichtete Glied seines Koi, als Vegeta sich plötzlich keuchend aufsetzte und ehe Son-Goku sich versah, wurde er nun seinerseits von dem Prinzen auf das weiche Bett gedrückt. Der Sayiyajin verkrampfte sich ein wenig, als der Ältere ihn vorsichtig auf den Bauch drehte und ihm liebevoll, wie zur Beruhigung, durch die Haare strich und sich hinter ihn kniete.
Son-Gokus ganzer Körper war gespannt wie ein in die Enge getriebenes Kaninchen, als der Prinz in ihn eindrang. Ein stechender Schmerz, als ob tausend Nadeln ihn durchbohren würden, breitete sich mit irrsinniger Geschwindigkeit in seinem Unterleib aus. Vegeta spürte das leichte Zittern seines Koi und umarmte ihn. Jeder einzelne Zentimeter dessen Haut überhäufte er mit zärtlichen Küssen, bis der Jüngere sich wieder entspannte. Dann erst drang er weiter ein. Der Druck in seinen Lenden erhöhte sich immer weiter, seine Hände an Son-Gokus Hüfte, die verkrampften Muskel, die er an jedem Finger spürte...das alles machte ihn fast wahnsinnig.
Er stöhnte kurz auf. Diesmal gab er dem anderen nicht die Zeit, sich an das ungewohnte Gefühl in seinem Unterleib zu gewöhnen, er drang so tief in ihn ein, wie er konnte. Für einen Moment hörte er das angespannte Keuchen seines Geliebten nicht mehr, er bewegte sich immer schneller in Son-Goku, bis er dem Druck in seinem Körper nicht mehr standhalten konnte und sich mit einem lauten Schrei in ihm ergoss.
Plötzlich strömten alle Geräusche und Gefühle, die er für einen kurzen Moment verdrängt hatte, mit aller Macht auf ihn ein. Er spürte wieder den verkrampften Körper Son-Gokus unter sich und hörte seinen gepressten Atem. Schuld wusch über ihn hinweg wie eine Welle über den Strand.
Er löste sich von seinem Koi und jetzt bemerkte er auch das Blut, welches auf dem Bett verteilt war und das Laken in helles Rot tauchte. „Es tut mir leid!“ hauchte der Prinz in Son-Gokus Ohr, er war sich sicher, den Jüngeren verletzt zu haben. Dieser drehte sich nur um und küsste seinen Geliebten zärtlich am Hals. „Hab schon schlimmeres gesehn!...Du wirst dir doch nicht etwa Sorgen um mich machen?“ fügte er noch spöttisch hinzu.
Einen Moment lang blickte der Prinz den Jüngeren erstaunt an, fasste sich aber dann wieder und lächelte sein gewohntes, überlegenes Lächeln. Mit sanfter Gewalt schubste er seinen Koi auf das von Blut verfärbte Laken zurück und umspielte liebevoll seine erregte Männlichkeit. Son-Goku stöhnte kurz auf und hob kaum merklich sein Becken an. Dieser grinste nur, führte seine süße Folter fort, bis er etwas Klebriges an seinen Fingern spürte.]
Auf einmal fühlte er sich unglaublich müde, als habe er drei Wochen ohne Pause trainiert. Er gähnte herzhaft und strich über Son-Gokus Brustwarzen. „Was is Kakarott? Duschst du zuerst, oder ich?“ Der Jüngere musterte seinen Geliebten kurz, grinste dann und schob seinen Koi ins Badezimmer. „Es soll doch schnell gehen, oder?“ - „Es würde schneller gehen, wenn wir nacheinander gingen!“ war Vegetas brummiges Kommentar, welches noch immer einen freudigen Unterton aufwies. .....“Schön, du hast gewonnen!“ Er seufzte, Son-Gokus bittenden Blick konnte er nie lange standhalten und stieg nach seinem Geliebten in die Duschkabine.
Erschöpft lag der Prinz auf dem Bett. Diese Dusche hatte ihn geschafft! XD Er linste zur Badezimmertür, die gerade von Son-Goku, nur mit Boxershorts bekleidet, geöffnet wurde. Der Prinz rutschte ein Stück zur Seite, aber der Jüngere ging an dem Bett vorbei zum Schrank und zerrte nach kurzer Suche einen verstaubten Kampfanzug hervor. „Typisch! Das war die einzige Stelle, wo ich nicht gesucht hatte!“ Er musterte den Anzug eingehend und stieß plötzlich einen überraschten Schrei aus. „Oh Dende! Den hat mir ChiChis Vater zur Hochzeit geschenkt!“ Ungläubig ließ Vegeta seinen Blick über das antike Stück gleiten. „Dass der so lange überlebt hat...“ Grinsend drehte er seinen Kopf in Son-Gokus Richtung. „Wegen mir brauchst du ihn nicht anziehen!“
„ChiChi ist bestimmt nicht erfreut, wenn ich nur in Unterwäsche komme!...Apropos ChiChi, was wollen wir denen eigentlich sagen?“ Ein nachdenklicher Zug spielte um Vegetas Mundwinkel. „Die Wahrheit!“ Die Nachdenklichkeit wich einem sadistischen Grinsen. „Das haut sie von den Socken!“ Son-Gokus Gesicht wurde aschfahl und nahm dann ein ungesundes Grün an. „Sie würden uns umbringen! Es sind unsere Frauen, schon vergessen?“ Der Prinz lächelte nur. Stille breitete sich in dem kleinen Raum aus, keine angenehme Stille, eher eine angespannte Stille.
Der kleiner Saiyajin stand auf, umfasste Son-Gokus Hüfte und küsste ihn zärtlich unters Kinn. „Das war ein Scherz...Baka!“ Dem letzten Wort gab er unwillkürlich einen liebevollen, zärtlichen Unterton, sanfter als er eigentlich wollte. >Verd****! Wenn das so weitergeht, wird er alle meine Gefühle kennen!< Ein triumphierender Schrei seines Geliebten riss den Prinzen aus seinen Gedanken. „Wir sagen einfach, wir hätten trainiert!!“ Der Jüngere strahlte den Saiyajin an. „Hmpf! Und das nennst du eine gute Ausrede?!“
Jetzt war es Son-Goku, der lächelte. Zärtlich legte er zwei Finger unter das Kinn des Prinzen, hob es an und berührte seine Lippen zärtlich mit seinen eigenen. „Vertrau mir!“ Vegeta sah seinen naive Geliebten skeptisch an. Er seufzte. „Was bleibt mir anderes übrig?“ Ein vernichtender Blick traf den Älteren und er schmunzelte. Zwischenzeitlich hatte sich der Jüngere umgezogen und winkte den Anderen ungeduldig zu sich. „Lass uns gehen!“ Dieser Aufforderung kam der Prinz nur zu gerne nach und umklammerte seinen Koi. Dieser warf ihm einen liebevollen Blick zu und meinte spöttisch: „Etwas auffällig, nicht wahr?“ Mit einem gemurmelten Fluch ließ der Prinz Son-Goku los und packte dessen Gürtel. „Zufrieden?“ Mit einem warmen Lächeln auf den Lippen sah er ihn an, hielt sich zwei Finger an die Stirn, konzentrierte sich auf die wohlbekannten Auren und teleportierte sich nach Hause.
ChiChi stieß einen lauten Schrei der Überraschung und Erleichterung aus, als Son-Goku und Vegeta plötzlich neben ihr auftauchten. Entgegen allen Erwartungen stellte sie keine Fragen, sondern fiel dem Saiyajin um den Hals. „Du kannst doch nicht einfach trainieren, ohne mir Bescheid zu sagen! Ich hab mir solchen Sorgen gemacht!“ Auf Son-Gokus Gesicht breitete sich Unbehagen aus. Für den von Grund auf ehrlichen Saiyajin war es eine mehr als schwere Prüfung, seine Lebensgefährtin so zu belügen. Er fühlte sich äußerst unwohl in seiner Haut, aber er konnte ChiChi nicht die Wahrheit sagen. „Äh...ja, wird nicht wieder vorkommen!“ Ein liebevolles Lächeln erschien auf ChiChis Gesicht. „Du stirbst einfach zu oft! Wenn dir das nicht so oft passieren würde, müsste ich mir nicht solche Sorgen machen!“ Mit diesen Worten drückte sie ihm einen zärtlichen Kuss auf die Lippen.
Von Vegeta kam ein leises Schnauben, als er seinen Koi und dessen Frau sah. Es tat ihm weh, die beiden so zu sehen, obwohl er Son-Gokus Widerstand spürte. Alle seine Sinne waren auf seinen Geliebten gerichtet, so dass er Bulmas Blicke nicht bemerkte, die seit einiger Zeit auf ihm ruhten. Instinktiv wusste sie, dass mit dem Prinzen etwas nicht stimmte. „Willst du drüber reden?“ Ihre Worte rissen den Saiyajin aus seinen Gedanken und er reagierte harscher als gewollt. „Worüber? Mir geht’s bestens, also lass mich in Ruhe!“ Bulma zuckte mit den Schultern. Derartige Reaktionen war sie von dem Prinzen bereits gewohnt, sie hatte es aufgegeben, sich darüber aufzuregen.
Plötzlich stürmte Trunks, wie immer mit Son-Goten im Schlepptau, in die Küche und bremste knapp Son-Goku. „Ich hab gute Neuigkeiten euer Haus ist in zwei Tagen fertig kann Goten noch ein bisschen bleiben?“ Dieser Satz sprudelte ohne Punkt und Komma aus ihm heraus und entlockte dem Saiyajin ein amüsiertes Lächeln. „Wenn Bulma nichts dagegen hat!“ Bei diesem Satz wendete er sich wieder seiner besten Freundin zu. Diese nickte nur und strich ihrem Sohn über die fliederfarbenen Haare.
Bei Vegeta hingegen lösten die Worte seines Sohns so etwas wie Panik aus. Wie sollte er sich unauffällig mit Son-Goku treffen, wenn sie tausende von Kilometern auseinander wohnten und offiziell nicht mal Freunde waren? Angst, richtige, echte Angst seinen Geliebten zu verlieren, pulsierte durch seinen Körper. Seine Gefühle für den Jüngeren waren aufgepeitscht wie das Meer bei Sturm. Krampfartig versuchte er, wieder Herr der Situation, und vor allem seiner Gefühle, zu werden. Sein Blick glitt unruhig über den muskulösen Körper des anderen, der gerade eine große Portion Reis verputze.
Instinktiv spürte der Saiyajin die Augen des Älteren auf sich ruhen und hob den Kopf. Ihre Blicke trafen sich. Das kalte Onyx in Vegetas unergründlichen Augen vermischte sich mit dem warmen Samt in Son-Gokus tiefschwarzen Augen. Die Zeit schien stillzustehen, die Saiyajin waren tief in dem Schwarz der jeweils anderen Augen eingetaucht. Das dringende Bedürfnis den Jüngeren zu umarmen, in seinen Küssen zu versinken, ergriff plötzlich gewaltsam Besitz von dem Prinzen. Eine grausame Schlacht entbrannte in seinem Geist, seine zwei stärksten Antriebe wurden miteinander konfrontiert. Sein Stolz und seine Liebe.
Schon von klein auf hatte sein Stolz sein Tun und Handeln bestimmt. Keine Schwäche zeigen! Nur sich selbst vertrauen! Nie die Fassung verlieren! Keine Gefühle zeigen! Nach diesen Grundsätzen zu handeln, das hatte man ihm mit aller Gewalt eingebläut. Son-Goku aber, dieser naive, auf der Erde aufgewachsene Saiyajin, hatte seine Gefühle aufgeweckt, er liebte ihn, mehr als seinen Stolz, er vertraute ihm. Wenn er ihn jetzt umarmte, in aller Öffentlichkeit, würde er seinen Stolz verraten, seine wirksamste Waffe gegen Gefühle. Bis jetzt war er zu stolz gewesen, sie zu zeigen, jemanden zu lieben.
Er wusste nicht mehr, was er tun sollte. Er wollte schreien, seinen Geist leeren. Keins der Gefühle konnte und wollte er verraten. Plötzlich fiel sein Blick auf Son-Gokus Gesicht, dieses sanfte, fast zerbrechliche Gesicht, auf dem jetzt ein fragender Ausdruck erschien. Auf einmal waren alle Zweifel, Gefühle, Widerstände wie weggeblasen. Glücklich wollte er aufspringen, seinen Geliebten umarmen, als seine geistigen Fühler ihm leise und heimtückisch die Präsenz von Bulma und ChiChi meldeten. Stocksteif verharrte er auf seinem Stuhl und schluckte. „Kakarott, wir müssen reden!“ Der Angesprochene verzog keine Miene, sondern erhob sich schweigend von seinem Platz und bewegte sich auf Vegeta zu.
„Moment!! Bevor ihr sonst wohin geht, um sonst was zu bereden, erklärt ihr uns erst mal euer seltsames Verhalten!“ Bulmas türkisfarbene Augen fixierten die zwei Saiyajin und schienen ihre schulbewussten Gesichter mit Funken zu besprühen. „Erst streitet ihr euch aus unerfindlichen Gründen, dann verschwindet ihr ohne ein Wort zu sagen, und wenn ihr wiederkommt, habt ihr beide einen leidenden Ausdruck in den Augen! Also...was ist jetzt?!“ Einen Moment lang herrschte totale Stille in der modernen Küche der Briefs´, nur von dem Summen des vollautomatischen Toasters unterbrochen. Dann ergriff Vegeta das Wort. Seine OnyxAugen waren wieder so kalt wie der Halbedelstein dem sie ihren Namen verdanken.
Mit einem Hauch von Bitterkeit und Härte richtete er seinen Blick auf seine Lebensgefährtin und begann mit einem gefährlich ruhigen Ton zu sprechen: „Das geht dich nichts an, Weib! Das ist eine Sache zwischen mir und ihm. Also misch dich nicht ein!!“ Bulma zuckte zusammen. So hatte Vegeta seit seinem ersten Jahr in der Capsule Corporation nicht mehr mit ihr gesprochen. „Komm Kakarott, wir gehen!“ Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, schwebten die Saiyajin an den total perplexen Frauen vorbei in den Garten.
Einige Minuten lang flogen sie nur schweigend nebeneinander her, keiner wollte das heikle Thema anbrechen. Plötzlich flog Vegeta vor den Jüngeren und blickte ihm fest in die Augen. Aprupt hielt der Jüngere an und starrte den Prinzen an. „Kakarott, ich liebe dich!“ Wie um seinen Worten Nachdruck zu verleihen, küsste er ihn ganz zärtlich und strich ihm über den Rücken. Sein Zunge bat um Einlass, aber Son-Goku löste den Kuss und sah den Prinzen aus traurigen Augen an. Der Ältere öffnete empört den Mund um etwas zu sagen, aber der andere legte ihm vorsichtig die Hand auf die Lippen „Kannst du das wirklich?“ Obwohl er wusste, was gemeint war, fragte er nach, mit einem unguten Gefühl in der Magengrube. „Was kann ich wirklich?“
„Kannst du Bulma, Bra und Trunks so wehtun? Mit mir zusammensein und sie so verletzten?“ Ein schmerzhafter Ausdruck schlich sich in Vegetas dunkle Augen. „Aber...“ „Ich kann es nicht Vegeta! So sehr ich dich auch liebe, meine Söhne liebe ich genauso. ...Und ChiChi!“ Eine Träne bahnte sich den Weg über die Wange des Prinzen und fiel zu Boden. „Kakarott, sie würden es nie herausfinden!“
Der verletzte Ausdruck in seinen Augen und die Verzweiflung in seiner Stimme brach dem Jüngeren fast das Herz. Trotzdem redete er weiter. „Ich könnte niemandem mehr in die Augen sehen. Meine Söhne würden mit einer Lüge leben!...Deine Kinder auch, Vegeta!“ Jetzt musste der Prinz sich abwenden, Tränen rannen an seinem Gesicht herunter, diese Situation schien ich die Seele zu zerreißen. Der Jüngere flog hinter ihn, umarmte ihn und strich ihm sanft durch die Haare. „Könntest du wirklich glücklich sein, wenn du deine Frau und deine Kinder derartig verletzt hättest? Wärst du dann wirklich glücklich?“
Der Ältere drehte sich um, tief in seinem Inneren wusste er, dass sein Geliebter Recht hatte. Dieser Schmerz, der sich jetzt in seinem ganzen Körper ausbreitete, war schlimmer, als alles, was er bis jetzt ertragen musste. Seine Gefühle tobten durch seinen verletzten Geist und ließen keinen klaren Gedanken zu. Alles was er wusste, war, dass er seinen geliebten, naiven Saiyajin verlassen musste, und allein der Gedanke, seine Liebe zu ihm verleugnen zu müssen, den braven Familien-Papi mimen zu müssen, brachte ihn um den Verstand. Er würde ihn wieder diese verletzenden Gemeinheiten an den Kopf werfen und ihn beleidigen müssen. Wie ein kleines Kind barg er seinen Kopf in Son-Gokus Halsbeuge und Tränen durchnässten seinen Kampfanzug.
„Vegeta...“ Mehr konnte er nicht sagen, sondern küsste ihn noch einmal liebevoll, bevor er wieder zurück ins Haus flog, wissend, dass er das letzte Mal zärtlich zu ihm sein könnte.
.-~*owari*~-.