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Bittersweet Symphonie

 

Die Sonne strahlte hell auf das tiefblaue Meer in dem sich langsam die warmen und sanften Sonnenstrahlen in der schwarzen Tiefe verloren. Die Möwen zogen ihre Runden und stürzten hin und wieder ins Wasser um sich einen Fisch zu fangen.  Eine laue Brise wehte Kakarott durch sein rabenschwarzes Haar. Den Blick auf das Meer gerichtet und in Gedanken versunken, stand er schon den ganzen Tag am Strand. Er lauschte den Wellen, um zu vergessen, was er erlebt hatte. Dunkler Hass und brennende Liebe waren es, die seine Gefühle so sehr durcheinander brachten. Doch würde er es schaffen je zu vergessen, was ihm vor wenigen Tagen widerfahren war? ...

 

Jeden Tag denke ich an dich. Jeden Tag möchte ich dich sehen und deine Stimme hören, das alles kann ich wann immer ich will. Doch eines werde ich leider nie dürfen: Dich zu lieben und dir zu sagen wie viel du mir bedeutest. Und dennoch kann ich es nicht leugnen, dass ich mich in deinen Augen verliere, wenn du mir einen freundlichen Blick schenkst. Ich möchte dich auf ewig in meinen Armen halten und nie mehr loslassen, aber darf ich das überhaupt? Darf ich solche Gefühle für dich hegen, wo du doch einen anderen liebst? Mein Herz zerspringt fast wenn ich daran denke. Du sagtest mir, dass du mich hasst, mich widerwärtig findest und dir wünschtest du hättest mich nie kennen gelernt. Diese Worte prallen an mir ab, denn ich liebe dich! Doch ich werde es dir wahrscheinlich nie sagen können. Heute hattest du mich eingeladen, um mir deinen neuen Freund vorzustellen, was mich etwas traurig machte. Wie dem auch sei, ich ging hin, nur um dich zu sehen. Du sagtest: „Kakarott was stehst du das so rum? Komm rein!“ und ich betrat vorsichtig dein Haus. Mit wenig Begeisterung fragte ich dich: „Vegeta, wo ist denn dein neuer Freund?“, ich schnaufte ein wenig betrübt. „Du kennst ihn. Es wird dich sicher überraschen!“ sagtest du mir mit einem verspottenden Ton. Als er den Raum betrat, konnte ich meinen Augen kaum glauben! Mein Bruder, war dein neuer Freund? Das wollte ich einfach nicht wahr haben! „Tja Kakarott, der böse Zwilling kriegt eben immer den besten Freund nicht wahr?“ sagte er fies grinsend. Warum er? Ich wollte unbedingt in diesem Augenblick an seiner Stelle sein, aber du zeigtest keine Reaktion, fühltest nicht wie aufgewühlt ich war. Er schloss alle Türen ab und versteckte die Schlüssel. Keiner konnte rein noch raus. „Zeigen wir ihm wie stark unsere Liebe ist!“ flüstertest du ihm ins Ohr und kraultest dabei seinen Nacken. „Doch vorher...“ sagte er, als er auf mich zukam. Er fesselte mich an beiden Handgelenken zusammen und auch meine Knöchel band er fest aneinander. Ich konnte mich kaum rühren. Er wandte sich wieder dir zu und knabberte sanft an deinem Ohr, es schien dir zu gefallen. Als eure Zungen sich berührten und einen Kampf der Leidenschaft ausfochten, klammertest du dich fest an ihn. Wie gern hätte ich mit ihm getauscht. Er übersäte deinen, vor Erregung pulsierenden Hals mit Küssen und biss hin und wieder sanft in deine Haut. Du tatest es ihm gleich und wie von Geisteshand gesteuert streiftet ihr eure Shirts ab und warft sie achtlos zu Boden. Ich hatte nun direkten Blick auf deinen starken glänzenden Körper. Mit meinen Blicken schien ich dich zu durchbohren. Doch er riss mich aus meinen lüsternen Gedanken, als er dich erneut mit Küssen bedeckte. Er biss dir ins Ohr, sodass es blutete, doch dein Blut leckte er genüsslich weg. Ohne dass du es bemerkt hattest, warst du nur noch mit deinen Shorts bekleidet. Er liebkoste deinen Körper und in deinen Augen konnte ich deutlich sehen wie du mehr wolltest. Dieser Anblick brachte mein Blut zum brodeln und meine Lenden zuckten vor Erregung. Als er dich ganz deiner Kleidung entledigt hatte, kreiste er langsam und zärtlich mit seiner Zunge um dein steifes Glied. Ein lustvolles Stöhnen konntest du nicht zurück halten. Ich hielt es kaum noch aus, es wahr eine einzige Qual für mich. Ich wollte dich unbedingt haben, konnte es leider nicht. Es dauerte nur wenige Augenblicke bis du zum Höhepunkt kamst. Du wandtest mir eine erleichterten Blick zu und grinstest, weil du wusstest wie gern ich an seiner Stelle wäre und wie sehr du mich erregt hattest. Ich wusste was jetzt passieren würde, er würde dich verletzen und das konnte ich nicht ertragen, also schloss ich meine Augen und neigte meinen Kopf von euch weg. Ein schmerzerfüllter Schrei von dir hallte durch den Raum. Er war in dich eingedrungen und lies seinen Trieben freien Lauf. Dann blickte ich doch zu dir und ich sah wie dir eine Träne die Wange hinunterfloss, trotzdem schenktest du mir ein Lächeln, was voller Freude war. Ich konnte es mir nicht erklären. Liebtest du ihn etwa so sehr, dass es dich glücklich machte wenn ihr Eins wart? Nein! Das wollte und konnte ich nicht glauben! Als ich deine Träne sah verschwand meine Erregung und ich wollte dich einfach nur in meinen Armen halten. Er war nun auch gekommen und verließ deinen Körper. Du warst erschöpft und schlepptest dich zum Sofa um dich auszuruhen. Inzwischen nahm er mir die Fesseln wieder ab. „Siehst du nun was Liebe ist? Verschwinde jetzt!“ sagte er in einem hochmütigen Ton und schloss die Türen wieder auf. Ich blickte noch einmal zu dir bevor ich dein haus verlies. Tiefe Stille durchströmte meine Gedanken und dann mit einem Mal, musste ich nur noch an dich denken, wie so oft. Doch etwas war anders als zuvor....

 

 

 

Brennende Wut die in mir aufstieg, als ich daran dachte wie ihr euch geliebt hattet. Ich wollte dich dafür strafen, wollte dich dafür peinigen, deinen Körper durchstoßen mit aller Gewalt! Ich wollte dir beibringen nur mich zu lieben und nie mehr an einen anderen zu denken. Notfalls würde ich dich zusammen mit mir töten, nur damit er dich nie wieder bekommt, denn du bist mein! Ich liebe dich, doch noch weißt du es nicht. Ich ließ mich auf einer Wiese nieder und starrte in den wolkenbedeckten Himmel, um mich abzulenken, die Gedanken zu verdrängen in denen ich dich verletzte. Es fing an zu regnen, in heftigen Strömen, prasselte das kühle Nass auf mich nieder, doch es machte mir nichts aus. Durch den Regen beruhigt, fasste ich den Entschluss dir bei der nächsten Gelegenheit zu sagen, was ich für dich empfinde. Egal wie du dich entscheiden würdest, meine Gefühle für dich werden sich nie ändern. So lag ich nun im nassen Gras und dachte immerfort an dich und es machte mich schon heiß, wenn ich nur an deinen perfekten Körper dachte. Ich wollte dich unbedingt haben, mit dir schlafen und Eins mit dir sein und sei es mit Gewalt, ich werde dich bekommen! Plötzlich riss mich das Geschrei eines Uhus aus meinen Gedanken und ich merkte, dass es bereits dunkel war und die Regenwolken sich verzogen hatten. Triefnass wie ich war, kam mir der Gedanke ich könnte doch zu dir gehen und dich überraschen. Also flog ich los durch die kühle Nacht zu deinem Haus. Als ich gelandet war, überprüfte ich ob jemand bei dir war, doch du warst allein, was mir nur recht war. So klingelte ich und du öffnetest mir mit den Worten: „Kakarott! Was machst du um diese Zeit noch hier? Und warum bist du so nass?“ und ich gab lächelnd zurück: „Naja es hat eben viel geregnet und ich dachte mir ich schau mal vorbei.“ Mit einem amüsiertem Kopfschütteln ließt du mich in dein Haus hinein. Ich tropfte mit meinen nassen Sachen den ganzen Boden voll, das schien dich zu verärgern. „Mensch du machst ja alles nass! Los ausziehen und ab in die Wanne mit dir! Du kannst ja nicht in den nassen Sachen rumlaufen!“ schnauftest du wütend. Mit einem neckischen Grinsen verschwand ich augenblicklich in deinem Badezimmer, den Weg kannte ich ja von früheren Besuchen. Du folgtest mir und ließt das Badewasser ein, während ich mich schon mal entkleidete. Ohne dass du es bemerktest, schlich ich zur Badezimmertür und schloss diese ab. Doch das Klickgeräusch konntest du hören als ich den Schlüssel umdrehte und du blicktest mich verwundert an. „Was soll das?“ sagtest du mit etwas nervöser Stimme und mustertest meinen Körper ganz genau bis auf jeden einzelnen Zentimeter, wobei sich deine Wangen leicht rötlich färbten. „Lass uns doch gemeinsam baden und ein bisschen Spaß haben...“ sprach ich, während ich auf dich zukam. Grinsend entgegnetest du mir „Einverstanden, aber wehe du machst dann irgendeinen Rückzieher!“, als du direkt vor mir standest und ich dich langsam auszog. So ließen wir uns in das angenehm warme Wasser sinken. Die Zeit verging und wir schauten uns einfach nur an und ich betrachtete dich ganz genau. Ich konnte mich nicht zurückhalten und küsste dich. Du erwidertest den Kuss, was mich sehr überraschte, aber nicht aufhielt. Unsere Zungen trieben wilde Spielchen, wir konnten uns kaum von einander lösen. Du streicheltest mir meinen Rücken entlang, immer wieder. Als wir von einander ließen, drücktest du mich gegen den Rand der Badewanne und hast mir dabei am Ohr geknabbert. Ein leichtes Stöhnen entwich mir, als du mit deiner Hand knapp an meinem Glied vorbeifuhrst. „Gleich geht die Party richtig los!“ flüstertest du mit einem fiesen Unterton in deiner Stimme. Ich spürte einen gezielten Handkantenschlag im Nacken, bevor ich bewusstlos wurde. Ich konnte nicht genau sagen wie spät es war als ich aufwachte und wo ich war. „Na endlich aufgewacht?“ fragtest du mit so einer Kälte in deiner Stimme, dass ich Angst bekam. Ich wollte davonlaufen, doch ich war mit Handschellen an ein Bett gekettet. Angstschweiß lief mir über die Stirn und ich wusste nicht was ich tun sollte. Da trat er in den Raum und schloss wieder einmal die Tür ab. „Keine Sorge Bruderherz, es wird dir schon gefallen,...“, flüsterte er kaum hörbar „... doch vorher fehlen noch kleine Details!“
Er legte dir ein schwarzes Satinhalsband an und band dich daran an eine Hundeleine. Du und ich wir waren nackt, nur er hatte noch enge Hotpants an. Er band dich an die hinterste Ecke des Betts, sodass ich dich gut sehen konnte, deinen perfekten Körper und deine wunderschönen Augen, die mehr sagten als tausend Worte. Sie sagten: Ich will dich! Das Gefühl einer rauen Zunge, die über meine Brust leckte holte mich aus meinen Gedanken. „Tales... Was tust du...?“ fragte ich ihn keuchend. Mit dumpfer Stimme antwortete er: „Das wirst du schon noch merken...“ Mit seiner Hand streichelte er mein Glied und ich konnte mich einfach nicht dagegen wehren, also stellte ich mir vor es sei deine Hand.
Mit lüsternen Blick schaute ich dich an und sah wie erregt du von dem Anblick warst, der sich dir durch ihm und mir bot. Er küsste meinen Hals und streichelte mich weiterhin, ich konnte es kaum aushalten. Du hieltest diesen Anblick scheinbar auch nicht aus und ich sah wie du dich selbst befriedigtest. Als er das mitbekam ließ er von mir ab und band dich los. Wie ein wildes Tier warfst du dich auf mich und reibtest deinen Unterleib an den meinen. Laut stöhnend tat ich es dir gleich. Wir waren kurz vor dem Höhepunkt, als er dich in letzter Sekunde von mir riss. Mein Blut pumpte und ich hielt es einfach nicht aus und rief: „Vegeta! Ich will dich!“ Als er das hörte, packte er blitzschnell meine Beine und blickte mich mit böse funkelten Augen an. „Diesen Satz wirst du bereuen!“ sagte er und drang gleichzeitig hart und schnell in mich ein. Ich schrie vor Schmerzen auf und konnte meine Tränen nicht zurückhalten. „Hör auf Tales, bitte...“ wimmerte ich, doch er machte mit kräftigen Stößen einfach weiter, so als hätte er mich nicht gehört. Immer wieder bat ich ihn aufzuhören, die Schmerzen waren unerträglich und Blut floss mir mittlerweile die Beine runter. Wieder und wieder stieß er hart und schnell zu, jeder Stoß war eine Qual. Als er endlich kam stieß er noch mal besonders hart zu und ich schrie wieder auf. Ich spürte sein warmes Sperma in mir und konnte vor Erschöpfung kaum noch meine Augen offen halten. Als er dann meinen Körper verließ, sagte er mit verachtender Stimme: „Weichei!“ und verschwand. Du hattest dich in der Zwischenzeit selbst zum Höhepunkt gebracht und kamst nun langsam auf mich zu. „Ve...Vegeta....“ brachte ich gerade noch heraus und schlief vor Erschöpfung ein. Ich spürte nur noch kurz einen sanften Kuss von dir auf meiner Wange und hörte dich sagen: „So war es nicht gedacht, dass du leiden musst....“ Dann schlief ich fest und versuchte im Traum das gerade Geschehene zu vergessen.

 

 

Liebe, Leid und Sehnsucht, dass alles waren Gefühle die mir wiederfahren waren. In meinem Traum sah ich mich selbst. Ich stand am Meer und lauschte den Wellen. Die Sonne durchdrang mit ihren sanften und warmen Strahlen die dunkle Tiefe des Wassers. Der Wind wehte mir durchs Haar, ich war in Gedanken versunken. Ich hörte Schritte durch das sommergrüne Gras stapfen. Du kamst auf mich zu, ich wollte dir entgegen kommen, aber ich konnte nicht, Irgendetwas hielt mich fest. Ich wand mich in dem festen Griff hin und her und wollte dich erreichen, aber du entferntest dich immer weiter von mir. Alles wurde blutrot um mich und ich sah wer mich so grob umklammerte, es war mein Bruder! Er drückte mich zu Boden, ich konnte mich nicht wehren, ich war starr vor Angst. Er riss mir meine Kleidung vom Leib und krallte sich in meine Haut. Ich wollte aufschreien, als er mich schändete, meinen Körper durchstieß, mit aller Gewalt und einer Kälte die mich erzittern ließ. „NEIN!“ schrie ich als ich aufwachte und von meinem Albtraum erlöst wurde. Zitternd saß ich in dem Bett, an das ich nun nicht mehr gekettet war. Ich war schweißgebadet und hatte Angst, fürchterliche Angst. Ich legte mich wieder hin und zog mir die Decke über den Kopf. Ich wusste nicht, was ich jetzt tun sollte. Ich war ganz allein, Niemand der mir beistand, Keiner der mir Liebe schenkte. Überall nur Hass und Pein. Mein Körper schmerzte, ebenso wie mein Herz. Wolltest du mich strafen? Wolltest du, dass er mir das antut? Ich fühlte mich so allein gelassen, verstoßen, weggeworfen wie ein Stück Dreck. Ich setzte mich wieder auf, denn ich hörte ein Geräusch. Schritte, die auf die Tür zukamen. Verängstigt zog ich meine Beine zu mir und wartete ab. Die Tür öffnete sich und ich sah wie du hereinkamst. Ich zeigte jedoch keine Reaktion, ich konnte dich nicht ansehen. Mit leerem Blick starrte ich vor mich hin. Ich hörte wie du etwas auf einen Tisch stelltest. Als du mir behutsam ein paar Strähnen aus dem Gesicht streichtest zuckte ich zusammen. Zärtlichkeiten war ich von dir nicht gewohnt. Mit beruhigender Stimme flüstertest du mir zu: „Keine Angst, er ist weg. Ich habe ihn fortgeschickt. Verzeih mir, ich wollte nicht, dass das passiert!“. Ich hörte deine Worte zwar, schenkte ihnen aber keinerlei Beachtung. Ich sah wieder die Bilder in mir aufsteigen, wie er dich genommen hatte, wie glücklich ihr dabei wart. Es schmerzte mich zu wissen, dass er dich glücklich gemacht hatte, der, der mich gepeinigt hatte, mir Leid zugefügt hatte und den es nicht kümmerte wie ich mich dabei fühlte. Du blicktest mir direkt in die Augen und ich konnte sehen, dass es dir wirklich Leid tat. Du nahmst mich in die Arme und sagtest immer wieder: „Verzeih mir!“ Doch ich hatte bereits alles aufgegeben, mich damit abgefunden, dass du ihn liebst und nicht mich. Ich wusste genau er würde wiederkommen und mich erneut quälen und dich mir wegnehmen.
Ich hatte die Zeit vergessen. Mir war allerdings bewusst, dass ich wohl einige Tage bei dir war. Du brachtest mir zu Essen und zu Trinken und batest jedes Mal um Verzeihung. Immer wenn ich einschlief gabst du mir einen Kuss auf die Wange. Ich hatte immer wieder diesen einen schrecklichen Traum, in dem ich dich nicht erreichen konnte. Wenn ich dann davon schreiend aufwachte warst du da um mich zu trösten, mir beizustehen. In diesen paar Tagen, schenktest du mir so viel Aufmerksamkeit und Liebe wie ich es nie erwartet hätte. Langsam kehrte dass Gefühl in mir wieder, welches mich dazu trieb bei dir sein zu wollen. Die grausamen Erinnerungen wurden durch dieses starke Gefühl verdrängt.

Ich schlief nun bei dir im Bett, weil du befürchtet hattest, ich würde mir etwas antun.

Dieser Morgen war etwas ganz Besonderes. Du kamst mit Frühstück in unser Zimmer und stelltest es wie immer auf einem kleinen Tisch ab. Als du mich jedoch wecken wolltest, packte ich dich und zog dich zu mir ins Bett. Überrascht wie du warst, konntest du nicht einmal was dazu sagen. Ich lächelte dich an, wie ich es seit jenem grausigem Ereignis nicht getan hatte. Freudentränen stiegen dir in die Augen und du lächeltest zurück. Ich stand auf und holte das Frühstück mit ins Bett. Ich steckte dir ein Honigtoast bis zu einem Viertel in den Mund und sagte: „Wer als Erster aufhört hat verloren!“ und biss mich in das andere Ende. So knabberten wir uns immer weiter an den anderen heran. Plötzlich holtest du mit deiner Zunge, das Stück Toast aus meinem Mund und aßt es auf. Grinsend entgegnetest du mir: „Gewonnen! Aber ich glaube ich habe da etwas vergessen!“ Noch ehe ich etwas dazu sagen konnte, hattest du meine Zunge in Besitz genommen und küsstest mich innig. Ich ließ dich gewähren, vielleicht war es ja das einzige Mal, dass du mich von dir aus küsstest. Langsam drücktest du mich aufs Bett und begannst mir den Nacken zu kraulen. Keuchend brachte ich heraus: „Hör auf...!“ Du ließt sofort von mir ab, als du sahst wie sich die erneute Angst in meinen Augen spiegelte. Ich hatte befürchtet, er würde wiederkommen, wenn ich erneut versuchen würde Eins mit dir zu sein. Du standest auf und schautest zum Fenster raus. Ich stand ebenfalls auf und zog mich an. „Vegeta, ich werde dich verlassen...“ sagte ich leise und mit betrübter Stimme. Ich wollte weg von dir, denn ich hatte Angst vor ihm. Doch als ich deine Umarmung spürte, zögerte ich zu gehen. Sollte ich nun bei dir bleiben, dich lieben und Schmerzen dafür ertragen, oder sollte ich gehen und an einem vor Sehnsucht schmerzenden Herzen sterben?

 

 

Ich wusste nicht mehr weiter. Doch ich musste mich entscheiden, für Liebe oder Einsamkeit. Ich löste mich aus deinen Armen und sah dich nicht an. Ich ging einfach und verließ dein Haus. Ich hörte dich zwar rufen: „Geh bitte nicht!“, aber ich zeigte keine Reaktion darauf. So stand ich nun draußen unter wolkenfreiem Himmel und machte mich auf den Weg. Wohin ich ging wusste ich selbst nicht. Mir war nur bewusst, dass ich mir meine Entscheidung gut überlegen musste. Dass du lieb und zärtlich zu mir warst, ich bei dir sein wollte und es nicht konnte, weil er mich sonst geschändet hätte, das alles war wie eine Bittersüße Symphonie. Das süße Gefühl von Liebe und Geborgenheit. Der bittere Gedanke daran, dass du einen anderen liebst und die Symphonie die zwischen uns entstand, als unsere Herzen für kurze Zeit eins waren. Doch mittlerweile stellte ich mir die Frage: Liebst du ihn wirklich? Oder ist es nur eine Täuschung um meine Liebe zu gewinnen? Deine Augen verrieten mir, dass du dich sehnst, nach Liebe. Ich stoppte meinen Weg ins Ungewisse und hielt inne. Ich war mir sicher: Du liebst mich! Doch warum musste ich dann leiden? Warum konntest du es mir nicht offen zeigen was ich dir bedeute? Lange dachte ich darüber nach und es vergingen einige Wochen, in denen ich dich nicht wieder gesehen hatte. Mir war klar geworden, dass du mich auch besitzen wolltest. Doch Liebe hat nichts mit Besitz zu tun, was du noch nicht wusstest. Ich beschloss dich zu besuchen und machte mich auf den Weg. Mir war zu Ohren gekommen, dass du nicht mehr mit ihm zusammen warst und er mir keine Gefahr mehr darstellte. Als ich endlich zu deinem Haus kam, rannte ich sofort ins Wohnzimmer, weil du dich dort des öfteren befandest. Ich hatte Glück und fand dich dort vor. Deine Augen zeigten Verwunderung und Freude als du mich erblicktest. Mir schien als hättest du nur einen einzigen Schritt benötigt um zu mir zu kommen und mich in deine Arme zu schließen. „Du bist zurück! Endlich bist du wieder bei mir!“, sagtest du, als währe alles nur ein Traum. Ich blieb stumm und sagte keinen Ton, stattdessen drückte ich dich zu Boden auf das weiche Bärenfell, welches vor dem Kamin lag. Es hatte in den Wochen während ich nicht bei dir war angefangen zu schneien. So kam mir die Wärme des Kamins sehr wohlig vor. Als ich gerade in Gedanken schwelgte, zogst du mich zu dir runter und küsstest mich innig. Lange hatte ich von so einem Augenblick geträumt, doch dem war nun nicht mehr so. Dennoch erwiederte ich den Kuss mit einer Leidenschaft die ich nicht von mir kannte. Ich löste mich von deinen Lippen und sah in deinem Blick ein wildes Verlangen, dass so heiß wie Höllenfeuer zu sein schien. In mir staute sich jedes Gefühl endlich Eins mit dir zu sein. Dennoch wollte ich aufstehen und wieder gehen, doch dein Griff hielt mich fest. Als ich deine Zunge an meinem Ohr spürte, dachte ich schon es gäbe kein Zurück mehr, denn mit jeder deiner Berührungen wollte ich bleiben und dich spüren. Meine Gedanken wirbelten durcheinander und ich konnte nicht klar denken. Noch eh ich mich versah hattest du deine Kleidung abgelegt und saßt auf mir. Ich konnte mir nicht erklären wie ich so plötzlich auf dem Rücken lag und du nackt warst. Ohne das ich es wollte glitten erst meine Hände über deinen Körper, dann meine Zunge. Wir waren wohl etwas zu nah am Kamin gewesen, denn ein kleiner Feuerfunken, der auf meinem Hals landete holte mich aus diesem Tranceähnlichen Zustand zurück in die Wirklichkeit. „Alles in Ordnung mit dir?“, fragtest du mich besorgt. „Ja, nichts weiter passiert.“, gab ich tonlos zurück. Ich wusste ich musste dir jetzt sagen weshalb ich zu dir gekommen war, sonst wäre ich vielleicht nicht mehr Herr der Lage gewesen. „Es... Es gibt einen bestimmten Grund warum.. ich hier bin.“ , fing ich an zu erklären, „Ich liebe dich,..“. Du fielst mir ins Wort indem du mich freudig umarmtest. Ich drückte dich von mir weg: „Ich liebe dich, aber wir können nicht zusammen sein.“. Tränen füllten deine Augen und deine Stimme klang unsicher und zitternd: „Aber Warum? Warum können wir nicht zusammen sein?“. Ich hob dich von mir runter und stand auf. „Das musst du selbst herausfinden. Erst wenn du es verstanden hast, können wir zusammen sein.“, sagte ich zu dir und wandte dir den Rücken zu.
Ich warf dir einen letzten Blick zu bevor ich, wie so oft, dein Haus verließ. Deine Tränen zeigten mir deine Sehnsucht nach mir.

Ich stehe nun am Meer und der Wind weht mir durch mein Haar. Das alles ist jetzt 3 Jahre her. Ich beobachte die Möwen wie sie sich ihre Beute aus dem Meer holen. Mein Herz schlägt noch immer für dich, doch bis heute hast du nicht verstanden, was Liebe bedeutet. Und so warte ich weiterhin auf dich.

 

 

 Fin



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