Kapitel 5: Chak
Die Gruppe von Palles stellte sich, mit ihm selbst, als sechs Mannbetrieb raus, wovon jedoch einer eine Frau war. Zu Vegetas Erleichterung stellte er fest, dass diese die Leidenschaft für das Quasseln ihres "Chef" nicht teilten, zumindest die meisten nicht. Trotzdem wurde er mit teils neugierigen und teils bedauerten Blicken in Empfangen genommen und der große kastanienhaarfarbige Mann konnte es sich nicht verkneifen das Vorstellen gleich für ihn zu übernehmen, was den Trupp jedoch nicht sonderlich zu überraschen schien und der Sayajin von der Frau neben sich nur ein lächelndes Augenrollen für Palles anscheinend typischen Aktion mitbekam.
"OK Vegeta, dann mal quer durch die Bank! Das da..." Mit breiten Grinsen deutete Palles auf einen großen Mann mit pechschwarzen Haaren und dunklen Augen, der direkt neben Vegeta saß:"... ist Tullom, ein Den, er ist schon lange hier und zu meinem Bedauern leider keiner, der auf eine gepflegte Konversation Wert legt." Der Den bestückte den quasselnden Mann nur mit einen finsteren Blick, streife dann kurz den Sayajin, schien ihn aber nicht als sonderlich interessant abzutun und wendete sich so wieder seiner Arbeit zu, was Vegeta als tiefe Beleidigung empfand und den Kerl schon eine Ladung Beschimpfungen gegen den Schädel knallen wollte, als Palles auf den nächsten überging.
Palles wies auf einen blonden, mittelgroßen Mann, welcher gerade dabei war mit Seife und Bürste ein Laken zu reinigen und erklärte:" Das ist Telev, er ist so wie du neu hier, erst vor knapp drei Monaten hergekommen." Der junge Mann, welcher so um die Zwanzig zu sein schien, machte eine begrüßende Geste mit seiner Hand und nickte:" Tacha."
"Das heißt soviel wie "Hallo" oder so was ähnliches... er spricht leider nur Pyl, er ist Bara, aber glaub mir, du wirst kein Problem damit haben ihn zu verstehen, er kann sich prima per Gestikulation verständigen." Der blonde Junge grinste zustimmend, anscheinend schien es mit ihm wirklich keine Verständigungsprobleme zu geben.
"Das..."
,,Ich bin Tyla, ich kommen von Chakchylostyche. Freut mich dich kennen zu lernen, Vegeta." Die einzige Frau im Bunde lächelte kühl aber freundlich. Sie wirkte seltsam... irgendetwas Weises war an ihr, so als wäre sie schon viel älter als er selbst, obwohl sie aussah wie ein gerade mal 19 jähriges Mädchen.
"Tja, das ist..."
"Itsch bin Tros, ein Schischito freut mitsch ditsch kennen zu lernen, Vescheta." Ein hübscher Mann, mit langen weißen Haaren und einen ziemlich auffälligen Akzent (1) grinste ihn unverhohlen an und Vegeta hörte wie neben sich Tullom leise verächtlich schnaubte.
"Na gut, das ist dann..."
"Socco, ein Nephredo. Ebenfalls erfreut dich kennen zu lernen." Purpurne Augen blickten ihn ruhig an und der dazugehörige Mann, welcher groß und schlank wirkte, lächelte ebenso sanft.
"OK, wenn nun alles Förmlichkeiten ausgetauscht sind, können wir ja mit der Arbeit weitermachen." Palles, welcher anscheinend ein wenig beleidigt war, da ihm seine "Untermänner" so einfach das Wort abschnitten deutete Vegeta sich zu setzen und mit der Arbeit zu beginnen, was er selbst dann auch tat.
Der Prinz fühlte sich krank, das war doch lächerlich, er würde doch nicht Wäsche für jemanden waschen! Schon gar nicht für solche widerlichen Kreaturen! Er hatte seinen Stolz!
"He, mach dich an die Arbeit, ich will nicht wegen dir Probleme kriegen, Neuer." Aus seinen Gedanken gerissen wandte sich der Sayajin überrascht zur Seite, wo Tullom ihn nur kurz böse anfunkelte.
Vegeta, welcher diesen am liebsten eine gescheuert hätte, wusste, aus welchen Grund auch immer, dass dieser Koloss mit ziemlicher Sicherheit stärker war als er selbst und obwohl sein altbekannter Stolz ihn dazu bringen wollte eine Schlägerei mit diesen zu beginnen, behielt zum ersten Mal seit langer, langer Zeit sein Verstand die Oberhand und er nahm zögernd ein Wäschestück. Plötzlich fiel ihm ein, dass er noch nie zuvor Wäsche gewaschen hatte, schon gar nicht per Hand und spürte Ratlosigkeit in sich aufkommen. Vorsichtig warf er einen Seitenblick zu den anderen, welche alles fleißig am Arbeiten waren.
Sein suchender Blick blieb bei Tyla hängen und er beobachtete sie einen Augenblick: Wäsche in das Wasser, durchschwemmen, dann auf das Reibbrett und mit Seife bearbeiten... dann wieder abspülen. So schwer schien das gar nicht zu sein und Vegeta grinste siegessicher. Jetzt hieß es nur noch: Ran ans Eingemachte!!!
Leider hatte Vegeta nicht miteinkalkuliert, dass das Wasser doch eine beträchtliche Temperatur hatte und er völlig vergessen hatte seine Handschuhe anzuziehen. Was darauf folgte war folgendes:
Vegeta tauchte den Stoff ins Wasser, spürte keine Millisekunde später einen grässlichen Schmerz, schrie auf, zog überhastig die Hand samt nassen dampfenden Stofffetzen aus den Wasser und hatte dadurch eine unselige Flugbahn für den davon geschleuderten Fetzen erwischt, so dass dieser direkt in das Gesicht des soeben überrascht aufblickenden Tullom flog und sich um dessen Kopf wickelte. Dieser stimmte nun in das Geschrei mit ein sprang auf, rutschte am feuchten Boden aus und flog in den vor sich hinbrodelnden Swimmingpool.
"Tullom!!!" Tyla wollte ihm gerade nach um ihn zu helfen, als ein vor Wut fast zu platzen scheinender Mann mit einen Satz aus dem Wasser sprang und sich das Stück Stoff vom Kopf riss. Sein Gesicht hatte nun eine unnatürliche rote Farbe und ob das nun auf den in ihm immer größer werdenden Zorn oder auf das Hummersyndrom(2) zurückzuführen war, wusste keiner so recht. Nur Vegeta wusste, dass er ziemlichen Mist gebaut hatte, denn der riesige Mann fixierte ihn mit seinen dunklen Augen und lies seine Faust schließlich auf ihn niederraßen. Der Sayajin konnte sich gerade noch wegrollen und verfolgte entsetzt, wie der Boden, auf welchen er gerade noch gesessen hatte und nun mit Tulloms Faust Bekanntschaft machte, barste.
"Wuahhh..." Der wütende Mann wollte sich gerade nochmals auf Vegeta stürzen, als jemand schrie:" Tullom, sofort aufhören!!!" Augenblicklich verharrte der große Mann in seiner Bewegung und Vegeta spürte wie ihm jemand am Genick packte und hochzog.
"Was ist hier los? Verdammt du dämlicher Idiot, wieso führst du dich wie ein Berserker auf!?" Der Sayajin, welcher durch den Festen Griff seinen Kopf nicht bewegen konnte, konnte aber anhand der Stimme feststellen, dass es sich um einen Mann handeln musste und an Tulloms so plötzlich wieder erbleichter Gesichtsfarbe, dass dieser sehr mächtig sein durfte.
"Ich... es war der Neue, er hat mir dieses verdammte Stück Stoff voll kochenden Wasser ins Gesicht geschleudert!" Vegeta spürte, wie ihm übel wurde und der Mann, welcher ihn so fest gepackt hatte sich plötzlich zu ihn wandte.
"Schau mal an... Vegeta, nicht? Ich hab schon vom Herrn gehört, dass du einen außergewöhnlichen Drang dazu hast Schwierigkeiten zu machen... tja, aber glaub mir, bei mir wird so was nicht geduldet!" Der Druck auf das Genick des Sayajins erhöhte sich und dieser keuchte bei dem dadurch entstehenden Schmerz scharf auf.
"Revos, Herr, er hat es sicher nicht mit böser Absicht getan! Vegeta..." Palles wurde je von einen barschen Ton unterbrochen:" Schnauze, Hure!!! Das interessiert mich einen Dreck!!! Sei lieber froh, dass ich mich nicht gleich um dich kümmere!!!" Der kastanienhaarfarbene Mann verstummte und sah besorgt zu Vegeta, welchem inzwischen drohte das Bewusstsein zu verlieren, als der Druck um sein Genick immer größer wurde.
"Na was soll ich nun mit dir tun?" Die Frage war nicht an ihn gestellt, das wusste Vegeta und als er plötzlich die Hand des Mannes auf seinen Hüften spürte wurde ihm ganz schlechten. Ein bösartige Stimme flüstere ihm belustigt ins Ohr:" Würde es dir gefallen, gleich hier vor allen anderen genommen zu werden?" Entsetzen, blankes Entsetzen quoll plötzlich in Vegeta auf und der andere Mann, der dies bemerkte, lachte amüsiert und lies seine Hand weiterwandern.
Dem Unterfangen wurde jedoch ein jähes Ende gesetzt, als plötzlich eine erzürnte Stimme durch den Waschraum hallte:" Revos, verdammt, lass sofort deine dreckigen Griffel von meinen Arbeiter!!!" Der Sayajin musste nicht erst zur Seite schauen um zu erkennen, dass es Penelope war, welche nun wutschnaubend neben ihnen stand.
Revos lies seine Hand ruhig auf Vegetas Bauch und zischte nur:" Hau ab, Schlampe, du hast mir nichts zu befehlen..."
"Hüte deine Zunge, Revos!!! Ich dulde es nicht, dass du deine kranken Neigungen an meinen Leuten ausübst!!! Und wenn du Probleme haben willst, dann kannst du sie gerne haben!!! Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass Molloc ihn mit dir teilen möchte!!! Aber wenn du willst, still an ihm deinen widerlichen Durst und ich gehe inzwischen zu unserem Herrn und ziehe seine Meinung hier hinzu!!!"
Jäh wurde der Griff um Vegetas, inzwischen schon tauben Genick gelockert und er sackte stöhnend zu Boden. Als er neben sich aufsah, erblickte er Penelope, die Revos, einem wirklich großen, dunkelbrünetten Mann mit finsterem, kantigen Gesicht gegenüberstand und dessen wütende, gar verabscheuungswürdige Blicke erwiderte.
"Gut..." Zischte eine kalte erboste Stimme:" Dann nicht, aber glaub mir, immer bist du auch nicht bei deinen "Lieblingen", Schlampe!" Mit diesen Worten wandte sich der Mann um und trat dem Sayajin fest gegen die Körperseite, welcher jappend zur Seite kippte, und zischte:" Freu dich nicht zu früh, dich krieg ich auch noch, Sweety." Dann zog er mit finsteren Blick von Dannen um seine erweckte Gier an seinen Leuten auszulassen.
Vegeta keuchte, er fühlte sich schrecklich, am liebsten hätte er diesen verdammten Verlangen nachgegeben und zu heulen begonnen, als ihn plötzlich grob eine Hand hochzog und Penelope ihn streng ansah:" Hör zu, ich werde nicht dauernd in deiner Nähe sein um dich vor solchen Wichsern zu beschützen und selbst wenn hab ich nicht die Lust dazu, also halt dich ein wenig zurück! Kapiert!?" Ein leichtes Nicken signalisierte, dass er es soweit verstanden haben durfte und er wurde wieder losgelassen und sackte erneut zu Boden.
"Los!!! Was gibt's zu glotzen, weiter!!!" Wütend schritt die kräftige Frau davon und lies den Sayajin am Boden kauernd zurück.
"Alles OK!?" Palles hatte sich neben den Prinzen hingekniet und vorsichtig eine Hand auf dessen zitternde Schulter gelegt. Als Vegeta nicht antwortete fuhr er freundlich fort:" Mach dir keine Sorgen, jeder von uns hatte schon einen Zusammenstoß mit Revos. Manche frühe, andere erst später... Penelope wirkt vielleicht etwas bedrohlich und unwirsch, aber sie hält den Trottel in Zaun." Seine Stimme klang sanft und beruhigend und Vegeta fühlte sich plötzlich schrecklich elend und allein.
"Komm, ich zeig dir wie man das Abwaschen genau macht, dass ist nicht so schwierig." Tyla hatte sich nun ebenfalls neben den kauernden Mann niedergelassen, welcher sich immer noch nicht rührte und begann sanft den Rücken des Sayajins zu streicheln. "Du musst dich nicht schämen, Vegeta, jeder hier hat am Anfang Probleme gehabt sich zurechtzufinden, aber du hast Glück. Palles ist geradezu berüchtigt dafür zu sorgen, dass man sich hier schnell eingewöhnt, auch wenn er manchmal zu viel schwafelt. (Ein empörtes " WAS!?" von Palles...) Außerdem hat unser lieber Tullom haargenau den selben Fehler bei seinen ersten Tag hier gemacht, nur hat da halt Penelope hinhalten dürfen... und sie war auch nicht ins Waschbecken gestürzt." Den zornigen Blick des großen Mannes ignorierte sie beharrlich und sah besorgt zu dem Neuen.
Die Frau lächelte, als sich der Mann langsam wieder aufsetzte und sich dabei so unauffällig wie möglich über die Augen wischte. Er war ihr auf eine seltsame Art und Weise sympathisch.
"Schau, es geht ganz einfach, das Wichtigste sind halt die Handschuhe, ohne die geht nichts. Das Wasser hat manchmal um die 90°C und diese halten sozusagen die Temperatur von unserer Haut fern." Vegeta nickte nur und zog sich die weißen Handschuhe über, er war auf sich selbst wütend. Wieso verhielt er sich nur so schwach... warum war er so schwach? Seine Gedanken wurden unterbrochen, als ihm die junge Frau mit den aschblonden Haaren leicht an seinem Arm berührte und ihn so auf sich lenkte.
"Es geht so, zuerst weichst du den Stoff ein, du drehst ihn dabei, so durchdringt das Wasser schneller die Poren. Sieh her, dann druckst du ihn etwas aus, so dass er nicht mehr ganz so nass ist und dann beginnst du ihn mit der Seife und der Reibtafel zu bearbeiten... so... verstanden? Danach wäscht du die Seife wieder im Wasser aus dem Stoff raus und machst das ganze noch mal. Wenn du den Vorgang drei- oder viermal, wie oft es halt nötig ist, wiederholt hast, windest du den Stoff aus und gibst ihn dann in den Korb dort. Das ist alles." Tyla strich den noch immer ziemlich blass wirkenden Sayajin sanft über den Oberarm und begab sich dann mit einen verabschiedenden Lächeln wieder zu ihrer eigenen Schmutzwäsche zurück.
Vegeta machte es so, wie die Frau es ihm gezeigt hatte und hatte nach einiger Zeit schnell raus wie das Ganze ging. Irgendwie gefiel ihm sogar diese Arbeit, obwohl er diese doch geradezu "lächerliche" Idee schnell wieder aus seinen Gedanken vertrieb. Das einzige Problem bei all dem war, dass nun niemand sprach, von seinen Nachbarn Tullom ganz zu schweigen, dieser saß mit so einem finsteren Gesicht da, dass jedem die Lust, mit diesem ein Gespräch zu beginnen, schnell vergangen wäre, und sogar Palles konzentrierte sich voll und ganz auf die Wäsche. Dadurch hatten die Gedanken des Sayajins keinen Halt und begann schon nach kurzer Zeit umherzuschweifen.
Zuerst dachte er an die Leute hier, Palles und Anhang, dann glitten sie in die Geschehnisse der letzten Nacht und von gerade eben über und Vegeta begann, ohne dass er es richtig wahrnahm leicht zu zittern. Wenn er wirklich noch einmal so etwas wie vergangene Nacht durchstehen musste... das würde er nicht schaffen... es war so schrecklich... sie hatten ihn... einfach genommen... gelacht... sie hatten über ihn gelacht... je mehr er sich gewehrt hatte umso schlimmer war es geworden...
Auf einmal trat wieder das Bild von Son-Goku in seinen Kopf und er spürte wie sich plötzlich sein Magen verkrampfte und sein Herz zu schmerzen begann. Der andere Sayajin... wenn er ihn so gesehen hätte... wenn ihn einer von den anderen so gesehen hätte... er wollte... Heim... er...
"Hey, komm, Mittagspause, Essen fassen!!!" Palles hatte Vegeta durch einen leichten Stups aus seinen Gedanken gerissen und winkte ihm ihn zu folgen. Erst jetzt bemerkte der Sayajin, dass sich auch schon die anderen Sklaven dazu aufgemacht hatten sich in einer langen Schlange aus dieser Halle zu begeben. Er folgte den anderen, die nun wieder munter plauderten, die Ausnahme bildete Tullom.
Irgendwie fühlte er sich wieder schwach und müde.
Vegetas Blick streifte durch die Cafeteria, in welcher sich hunderte von Sklaven drängelten und sich in Reihen gliederten um an ihr Essen zu kommen. Diese Halle hatte ebenfalls beträchtliche Umfänge, sie war jedoch nicht so groß wie der "Waschraum" und trotzdem schienen Vegeta hier weit mehr Leute zu sein als dort. Die Halle war vollgestellt mit Tischen, welche eng an eng nebeneinander standen und gerade soviel Platz boten, dass man sich zwischen ihnen hinsetzten konnte. Auf den Tischen herrschte ebenfalls eine Drängelei, jeder versuchte einen, von den viel zu knappen Sitzplätzen zu ergattern, um nicht stehend sein Mahl zu sich nehmen zu müssen.
Dieses Mahl bestand aus ziemlich seltsam aussehenden "Matsch". Zumindest war dies Vegetas erster Gedanke als er sich überlegt hatte, wo er diese gräuliche Masse zuordnen sollte. Nun, als er sich endlich überwinden konnte, einen Löffel dieses nicht gerade ansehnlichen Gemisches zu probieren stellte er mit milder Euphorie fest, dass es nicht nur wie Matsch aussah, sondern auch so schmeckte. Trotzdem zwang er sich die Schüssel runter, er hatte Hunger, sein Körper verlangte nach Nahrung, trotz der Tatsache, dass er nicht trainiert hatte. Leider musste er feststellen, dass diese eine, nicht gerade sehr großzügige Portion, auch die einzige war, die er kriegen würde.
"Hier bekommt jeder schleitsch viel. Eine Portion, nitscht mehr und nitscht wenischer." Tros grinste den Sayajin aufmunternd an, als dieser gerade aufstehen wollte um sich noch was zu holen. So lies sich Vegeta knurrend wieder auf die Bank sinken, hier war es echt zum kotzen! Wenn er jetzt wirklich jeden Tag so wenig von diesem "Etwas" bekommen würde, dann würde er bald ausrasten!!! Er war ein Sayajin und so brauchte er ausreichend und nahrhafte Nahrung.
"Olk, netsch?" Der Mann drehte sich überrascht zur Seite, Telev, sein anderer Sitznachbar hatte ihn freundlich angeplaudert und nach seinem verdutzten Gesichtsausdruck wiederholte der Bara lachend und deutete dabei mit einer Hand auf das nunmehr leere Teller und mit der anderen auf seinen Magen, wobei er diese dann kreisend über seinen Bauch streicheln lies.
"Ob es mir geschmeckt hat?" Vegeta deutete nun mit seiner Hand auf sich und mit der anderen, obwohl es ihm teilweise wiederstrebte, wiederholte er die kreisende Bewegung, der blonde Mann nickte lächelnd. Der Sayajin schüttelte seinen Kopf und schob, um seine Meinung zu unterstreichen, das Teller von sich.
Telev begann zu lachen und nickte zustimmend, dann verzog er seine Gesicht zu einer angewiderten Grimasse und grinste:" Chak."
"Was?" Der Prinz sah seinen Nebenan fragend an. Obwohl er normalerweise nicht sehr viel Wert auf eine Unterhaltung legte, gefiel ihm diese hier doch, sie lenkte ihn ein wenig ab.
"Chak." Wiederholte der Bara und deutete rauf, gegen die Decke:" Tich."
Vegeta dachte kurz nach und sagte dann zögernd:" Himmel? Ähm... dort oben, außerhalb von der Halle?" Der Sayajin versuchte so gut es ging seine Worte zu gestikulieren, was aber nicht nach sehr viel aussah. Der Bara schien trotzdem zu verstehen und nickte, dann fuhr er fort:" Polloth..." Er hob seine Hand, begann seine Finger zu bewegen und lies sie langsam zu Boden sinken.
"Pollof... ähm, Regen? Äh... Tropf, Tropf?" Der schwarzhaarige Mann wiederholte die Gestik mit seinen Fingern und wieder nickte Telev lachend. "Nitsch..." Der Bara deutete auf den Boden und trat mit seinen Fuß auf. "Erde." Verstand der Sayajin diesmal schnell und trat ebenfalls leicht mit seinen Fuß auf, erst danach wurde ihm bewusst, wie albern er sich da doch eigentlich benahm. Doch sein Sitznachbar plapperte schon weiter, so dass der Mann nicht viel Zeit für Reue hatte.
"Uun..." Nickte der blonde Mann zustimmend und begann dann zu wiederholen:" Tich..." Er zeigte nach oben:" Polloth..." Lies seine Hand nach unten sinken und trat schließlich auf:" Nitsch..." Dann hob er eine Hand und sagte:" Pollot..." Dann hob er die Zweite:" Nitsch..." Und begann beide zu reiben:" Chak."
"Matsch!" Vegeta begann zu lachen, der andere schien die selbe Meinung über die Verköstigung hier zu haben wie er selbst und er nickte zustimmen:" Chak!"
"Telev ist sehr scheschwätzig, wenn er könnte, würde er soschar mehr als Palles reden." Tros lachte auch amüsiert und stimmte den Bara nickend zu, dabei strich er sich durch seine langen weißen Haare.
Dann wandte er sich an den Sayajin und legte seinen Kopf fragend zur Seite:" Du scheinst mir sehr traurisch... tröste ditsch, nach einischer Zeit schewöhnt man sitsch an das hier." Seine grauen Augen funkelten ihn kurz an und Vegeta spürte wie Röte in seine Wangen schossen.
"Haha, du musst nitscht rot werden... itsch matsche dir nur ein wenisch den Hof, OK?" Tros warf verführeririsch seine Haare zurück und lächelte keck. Vegeta knurrte nur was und sah dann zur Seite, er mochte so was nicht, es kam ihn dann dauernd so vor, als ob man sich so über ihn lustig machte.
Plötzlich ertönte eine Klingel und die ganze Meute begann aufzustehen und dann wieder aus den Raum zu traben. Palles, der etwas weiter weg, an einem eigenen Tisch, bei den anderen Gruppenführern gesessen war kam nun heran und scheuchte die Männer auf:" Kommt, Arbeit ruft. Machen wir was für unsere Traumbodys sonst werden wir noch auf Diät gesetzt!" Grinsend deutete er ihm zu folgen und so begab sich der kleine Trupp wieder an die Arbeit.
(1)Tros spricht "sch" statt "g" und "tsch" statt "ch" und "sch" (2)Ihr wisst doch sicher, dass ein Hummer, wenn man ihn ins heiße Wasser wirft, rot wird. Bei Tullom war's genauso!!! ;)
So, hier das fünfte Kapitel!
Langsam scheint es für Vegeta fix zu werden, dass er von da nicht mehr so schnell weg kommt! Unterstützt ihn indem ihr ihn bei seinem Abenteuer begleitet, bin mir sicher, dass er für jede Hilfe dankbar ist!
Reviews sind immer gern gesehen, also schreibt mir, was ihr von dieser FF hält!!! :)
Warnung: Violence, Rape, Angst
Kapitel 6: Black Night
Die große elektrischen Uhr an der Wand zeigte an, dass es kurz vor sieben war und langsam begann sich eine ungewöhnliche Spannung über die Arbeiter in dem großen Waschraum zu legen. Jeder einzelne hob immer wieder seinen Blick zu den großen Ziffernlettern und für einen kurzen Augenblick zeichnete sich auf dessen Gesichte ein schmerzender Ausdruck ab, bevor er sich wieder der Reinigung der Wäsche zuwendete. Auch Palles, Tyla und den Rest der Truppe ging es so, aber niemand war dermaßen nervös wie Vegeta.
Der Sayajin war so angespannt, dass er immer wieder zu fest zupackte und ihm die Seife durch die Finger glitt. Zu Tulloms Pech war wieder mal er derjenige, für den die Kernseife anscheinend die meiste Neigung empfand und bekam sie immer wieder an den Kopf oder ins Gesicht geschnallt. Doch all sein Schreien und Drohen brachte nichts, Vegeta hatte einfach zu viel Angst.
Es würde gleich Sieben Uhr schlagen und dann würden er ...
Hitze und Furcht durchströmten seinen Körper wie ein wilder Strudel und er war so in den Gedanken vertieft, dass er gar nicht merkte wie er zu zittern begann. Palles und die anderen allerdings schon, doch konnten sie nicht viel machen. Tullom, Telev und Tyla würden heute höchstwahrscheinlich ebenfalls drankommen, aber nicht von Molloc persönlich, sondern von ein paar seiner Diener. Palles und Tros waren für heute aus dem Schneider, sei hatten dafür die letzten Nächte hinhalten müssen und bei Socco stand es noch nicht fest. Doch war jedem es soweit egal, solange es nicht der große Herr persönlich war, dieser hatte eine Vorliebe für schreckliche Spielchen und quälte seine Opfer zu gerne. Jeder empfand Mitgefühl für den Sayajin, auch Tullom, aber sie konnten nichts machen, die Dämonen waren einfach zu stark und sie waren... nur Sklaven.
Erneut glitt Vegeta die Seife durch die Finger und erneut hielt Tollums Kopf als Zielscheibe hin, diesmal bekam es die Nase voll ab und da diese Seife ziemlich groß und ziemlich fest war, tat es auch gehörig weh.
"Ahhh!!!" Der große schwarzhaarige Mann hielt sich einen Moment seine schmerzende Nase und wandte sich dann wütend dem Sayajin zu:" IDIOT!!! Verdammt, halt deine dämliche Seife endlich in Schach!!!"
Dieser nickte nur und griff nach dem Stück, welches nun wieder zu ihm zurückgeschliddert war. Er fühlte sich grässlich, einfach schrecklich! Das konnte einfach nicht...
Ein lauter "Dong" signalisierte das Ende der Arbeit und die Sklaven verließen, diesmal viel langsamer als zu Mittag, die große Halle. Auch Palles und der Rest der kleinen Gruppe stand auf, nur Vegeta blieb einfach still sitzen.
"Na komm, Vegeta." Der braunhaarige Mann trat neben den Sayajin und legte eine Hand auf dessen Schulter. Der sitzende Mann sagte nichts, stand jedoch auf und Palles seufzte, er würde den Neuling zu gern helfen, er konnte sich noch daran erinnern, wie schlimm seine ersten Male waren.
So gingen sie zu der Schlange, die sich inzwischen am Ausgang gebildet hatte und trotteten langsam hinaus. Sie durchschritten gerade die große Eingangstür, als Penelope zu ihnen trat und sich mit ernster Miene an Vegeta wandte:" Neuer, komm. Der Herr wartet auf dich."
"Aber er hat noch nicht mal gegessen, Penelope!" Palles war zu Vegetas Seite getreten und sah die große Frau missverständlich an. Dieser gab nur scharf zurück:" Das sollte dich wenig kümmern, Palles! Du und der Rest deiner Truppe geht Essen fassen! Neuer, du kommst mit!" Ohne ein weiteres Wort wandte sie sich um und der erblichene Sayajin folgte ihr langsam, mit wankenden Schritten. "Viel Glück." Tyla war noch mal an seine Seite gelaufen und sah ihn schwach lächelnd an, er antwortete nicht, ihm war einfach nur übel.
Die Oberfrau führte ihn weg von den anderen Sklaven, einige Gänge entlang, bis zu einen Aufzug und sie stiegen ein.
"Hör zu, tu nichts, was Molloc erzürnen könnte. Schau ihn nie direkt ins Gesicht und schrei. Dämonen und besonders unser Herr finden es als befriedigend, wenn sein Spielzeug schreit. Versuch ihn durch nichts zu reizen, wiedersetze dich ihm nicht. Du kannst dich ihm sowieso nicht erwehren." Penelopes Augen sahen direkt in die von Vegeta und für einen Augenblick huschte ein sanftes Lächeln über ihre Lippen:" Hab Angst, das ist nicht schlimm und viel Glück."
Der Aufzug hielt an und Vegeta wurde schon von einem Dämonen erwartet, es war Kuro, welcher sich seine Fangzähne bleckte, als er den Sayajin erblickte.
"Komm, Prinzchen, der Herr Molloc erwartet dich schon sehnsüchtig!" Die Augen des Dämonen schienen einen Augenblick zu funkeln, dann wandte er sich der Frau zu und zischte:" Du kannst verschwinden!"
"Ja, Herr." Penelope nickte, drehte sich um, wobei sie Vegeta einen bedauernden Blick zuwarf und der Aufzug schloss sich wieder.
"Komm, Prinzchen. Lass deinen Herr nicht warten!" Kuro fasste den Sayajin am Hinterkopf und zog ihn zu sich, dann leckte er ihn über die Wange und grinste boshaft. Schließlich zerrte er ihn mit sich, zu der Unterkunft des roten Dämonen.
Der Raum, den Vegeta betrat, lies ihn trotz der Angst, doch einen Augenblick vor Erstaunen inne halten. Seine schwarzen Augen glitten über das Meer aus Kerzen, welches von schwarzen Kerzenständern ca. in seiner Schulterhöhe getragen wurde. Die Flammen waren seltsam, sie hatten keinen hellen, gelbweißen, gleißenden Schimmer, sondern ein mattes Rot bildete ihren Kern. Das Leuchten der Flammen war zwar sehr schwach, doch schimmerten die einzelnen auf den schwarzen, kalten Marmorboden wieder und verschwammen ineinander zu einen schummrigen Schleier.
Vegeta konnte, trotz allen Bemühens keine Wände erkennen, der Raum war einfach zu groß, die Kerzen waren im Kreis aufgestellt und ihr schwaches Licht erstarb einen halben Meter außerhalb des schwebenden Meeres. Und um diesen herum war alles Schwarz, ein dunkles, beängstigendes Nichts, welches zuglich unendlich und erdrückend wirkte.
Erst nachdem die Augen des Sayajins ein zweites Mal über die Kerzen streiften, erkannte er, dass inmitten dieses leuchtenden Kreises ein Bett stand. Es war groß, größer als das Ehebett von ihm und Bulma und es schien von schimmernden, dunkelroten Samt überzogen zu sein. Bei dessen Anblick wurde Vegeta kalt und er spürte, wie seine Glieder sich versteiften.
"Geh, oder bist du festgewachsen!?" Kuro, welchen der Mann beinahe vergessen hatte, gab ihn unerwartet einen schmerzlich kräftigen Stoß gegen sein Kreuz und Vegeta stolperte nach vorne, konnte sich aber gerade noch fangen, bevor er in den Ozean aus roten Lichtern gefallen wäre.
"Hat dir wohl die Sprache verschlagen?! Noch nie so was gesehen!? Nun, glaub mir, du wirst dir bald wünschen, das dies auch weiterhin der Fall gewesen wäre, Mol..." Der Dämon brach abrupt ab und Vegeta musste sich nicht erst umdrehen um zu wissen wieso.
"Geh, Kuro. Ich möchte den Prinzen nicht mit dir teilen... dieses mal nicht." Eine Stimme, die den Sayajin einen kalten Schauer über den Rücken laufen lies, wallte wie eine schwere Welle durch den schwarzen Raum und Vegeta fiel es plötzlich schwer zu atmen.
"Ja, Herr." Damit verschwand der kleinere Dämon und die Tür schloss sich.
Einige Sekunden, die den Sayajin wie endlose Stunden erschienen, herrschte ein Schweigen, eine komplette Stille in dem Quarttier, nicht einmal die Flammen schienen sich zu bewegen.
"Du hast es also vorgezogen, dich diesmal angekleidet zu mir zu begeben. Warum? Wurde dir kalt?" Arroganz und gut hörbarer Spott lagen in der Stimme, die das Schweigen so plötzlich beendete.
Vegeta antwortete nicht, er spürte etwas seltsames drückendes in sich und merkte, wie sein Atem wie von selbst beschleunigte.
"Diesmal bist du angezogen, dafür aber ohne Worte? Du scheinst nicht zu wissen, wie du dich mir entgegensetzten willst. Es ist witzig..."
Eine Wärme, nicht angenehm oder borgend, sondern wie eine kalte Hitze, verspürte der um einiges kleinere Mann, als sich der Dämon ihn bis auf wenige Zentimeter näherte.
"Hat der Prinz Angst?"
Finger glitten über den grauen, groben Stoff des langen Ärmels und ein warmer Atem schlug den Sayajin gegen den Nacken. Ein Hand legte sich auf das Becken von Vegeta, welcher sich plötzlich seltsam benommen vorkam.
"Antworte... hat der stolze Prinz Angst?"
Es traf Vegeta wie ein Schlag mitten ins Gesicht und riss ihn aus den dichten Nebel, welcher sich wie ein Schleier über seinen Geist gelegt hatte.
Stolz?... Stolz!?
Wie konnte diese widerwärtige Kreatur es wagen ihn... ihn, den Prinzen der Sayajins so zu spotten!?!? Nein! Nein!!! Er würde sich das nicht gefallen lassen, er war kein Sklave, er war kein Schwächling, der sich von jemanden vergewaltigen lies!!!
Vielleicht war es die Überraschung über den völlig unerwarteten Schlag, die Molloc einen Moment zurücktaumeln lies, die seinen Geist wie ein kalter Wasserstrom übergossen und den schwarzhaarigen Mann beinahe verblüfft anglotzen ließen, welcher sich für den Augenblick einer Sekunde wieder in seiner überlegenen Position fühlte, es durch ein überhebliches Grinsen auch signalisierte und so den schrecklichsten Fehler begann, den es für ihn nur gab.
Nun, Molloc ist keiner, der seine Wut offen preisgibt, er hält viel mehr davon seinen Feind oder auch sein Spielzeug durch langsame Folter und Spielerei zu strafen, wobei er jedoch nie das Gesicht als kalt und gefühllos verliert.
Doch dieses Mal war es nicht so, denn bisher hatte es niemand gewagt sich ihn zu wiedersetzen, oder besser seitdem es jemand gewagt hatte sich ihn zu wiedersetzten, ihn gar zu schlagen, war schon sehr viel Zeit vergangen, mehr als in Menschenjahren je abgezählt hätte werden könnte. Und so fühlte der rote Dämon einen grässlichen Zorn in sich auflodern, den sein zu einer widerwärtigen Grimasse verzogenes Gesicht niemals hätte wiedergeben können, trotz all seiner Schrecklichkeit.
Auch Vegeta war klargeworden, dass er einen schlimmen Fehler begangen hatte, als er den wütenden Gesichtsausdruck des Ungeheuers sah, welcher seine nun hellrötlichleuchtenden Augen auf ihn fixiert hatte und ihn, ohne einem Zeichen der Vorwarnung wie ein Blitz zu ihn geschossen war und seine Faust tief in seinen Magen vergraben hatte. Zum Glück des, nun am Boden kauernden Sayajins, hatte sein Körper das rare Mittagessen schon verdaut und er würgte nur ohne etwas hervorzubekommen.
Molloc zog ihn an den Haaren in die Höhe und schlug erneut mit gleicher Wucht in den Magen des Mannes, welcher vor Schmerzen seine Augen nach hinten drehte und nach Luft rang. Er hätte nicht schreien gekonnt, auch wenn er gewollt hätte, sein Hals war wie zugeschnürt, als wieder und wieder die Faust des Dämonen sich in den Bauch des inzwischen schon beinahe ohnmächtigen Sayajin grub, bis er schließlich Blut spuckte.
Als der Prinz schon dachte er würde bei dem nächsten Schlag sterben, lies der rote Dämon ihn plötzlich los und er sackte zu Boden, wo er zur Seite rollte und sich seinen schrecklich schmerzenden Magen hielt. Vegeta spürte wie ihm Tränen übers Gesicht rannten, ohne, dass er etwas dazu beitrug, der Schmerz betäubte seinen Geist beinahe völlig.
Wieder herrschte einige Zeit Stille, in welcher nur das Keuchen und Wimmern des am Boden kauernden Sayajin in der Luft lag.
"Steh auf, ich hab mir etwas anderes überlegt um dich zu erziehen." Ohne auf eine Antwort oder sonst etwas von Vegetas Seite zu warten, zog ihn der große Dämon erneut auf die Beine, welche aber unter den Gewicht des Prinzen nachgaben und Molloc wiederholte diese Prozedur so lange, bis der Mann auf zittrigen Beinen stand, immer noch seine Arme um seinen krampfenden Magen geschlungen.
"Du widerlicher Schwächling schlägst mich, du bist wirklich so dämlich? Und dann kannst du nicht einmal nach ein paar Klapsen stehen?! Du willst ein Prinz sein?! Sogar die schwächsten Weiber aus meinen Haus sind standhafter und edler als du!!!" Molloc begann amüsiert zu lachen und sein Schwanz zuckte über den Boden und schlug den Sayajin von hinten die Beine weg. Wieder zog der rote Dämon den Mann hoch und fuhr lachend fort:" Was hat dein Volk zu dir gesagt!? Diesen musste sicher jedes Mal schlecht geworden sein, wenn du vor sie getreten bist!!! Eine Schande!!! Einfach zum lachen!!!" Erneut schlug der Schwanz den Sayajin die Beine weg, welcher stöhnend nach vorne flog und erneut wurde er wieder an den Haaren hochgezogen, sooft, bis er stehen blieb.
"Du bist ja geradezu widerlich anzusehen, ein Waschlappen, zu dämlich um seinen mickrigen Verstand einzusetzen und zu überlegen, dass man jemanden, der einen weiten überragt besser nicht aufsässig werden sollte! Wahrscheinlich warst du auch bei deinen Volk für nicht mehr als einen Lacher gut!!! Hässlich und dumm, was denkst du dir, haben die wohl jedes Mal für einen Ekel empfunden wenn sie dich ansehen mussten!?" Die Stimme des Dämonen bohrte sich in das Bewusstsein von Vegeta und trotz des verzweifelten Versuches sie zu ignorieren füllten die abscheulichen Worte sein Bewusstsein mit Scharm und Wut. Und wieder schlug ein kräftiger Schwanz seine Beine zur Seite und wieder wurde er hochgezogen.
Er wusste nicht wie lange er das noch ertragen konnte, es war einfach schrecklich, er fühlte sich grässlich und hilflos. Die Worte des anderen hämmerten ohne Rücksicht auf ihn ein und das gellende Lachen brachte seinen ohnehin, von den Aufprallen, die er aufgehört hatte mit seinen Händen abdämpfen, schmerzenden Kopf beinahe zu bersten. Immer und immer wieder schlug das Monster seine Beine weg und immer wieder schlug er auf den Boden, während Spott und Hohn sich tief in seine Seele fraßen.
Schließlich war es zuviel und als Vegeta wieder an seinen Haaren hochgezogen wurde, um die Tortour von neuen über sich zu ergehen zu lassen, gab er den immer größer werdenden Gefühl, welches einen festen Knoten in seinen Hals gebildet hatte nach und brach in Tränen aus.
Schallendes Gelächter, das in den Ohren des Prinzen hämmerte erfüllte den großen Raum und Molloc zog ihn noch höher, so dass der Sayajin schon dachte seine Haare würden ausreißen:" Weint der stolze Prinz etwa!? Warum denn!? Hat er Angst, der jämmerliche Dummkopf!? Sieht er nun, dass er nichts ist!? Ein großes, dummes Nichts!!! Du bist eine Schande für deine Spezies! Sie können froh sein, dass sie dich nie mehr wieder sehen müssen, wahrscheinlich würden sie mir danken, wenn sie wüssten, wer ihnen diesen elenden Bastard vom Hals geschafft hatte!!! Jämmerlich... du bist einfach jämmerlich!"
Der Dämon ohrfeigte den noch immer weinenden Mann und riss ihm mit einen Ruck seinen Bojojab vom Leib. "Hör auf zu heulen du widere Kreatur! Dein Gejammer geht mir auf die Nerven!" Erneut ohrfeigte der Dämon den Sayajin welcher immer stärker zu weinen begann.
"Bist du zu schwach um deinen eigenen Körper zu lenken!?" Eine Ohrfeige folgte der nächsten, sie waren nicht stark, doch taten sie weh und darauf hatte es Molloc auch abgesehen. "Wie jämmerlich! Was würden deine Artgenossen wohl sagen, wenn sie dich so sehen dürften... wahrscheinlich wäre es keine sonderliche Überraschung für sie!!! Du Heulsuse!!!" Ein amüsiertes und spottendes Lachen begann erneut von den Wänden des großen Zimmers zu schallen und der rote Dämon gab sich noch eine lange Weile den anregenden Gefühl hin über Vegeta zu spotten und ihn zu ohrfeigen, welche immer stärker wurden.
Als Molloc jedoch bemerkte, dass seinen Spielzeug langsam das Bewusstsein schwand und auch die Tränen weniger wurden, zog er seine Hand zurück und grinste boshaft :" Was denn, schon müde!? Aber wenigstens scheinst du jetzt nicht mehr zu vorlaut zu sein. Hab ich den Prinzchen Manieren bebringen können?" Die eine Hand, die sich vorhin mit so viel Hingabe um die Wangen des Sayajins gekümmert hatte, streichelte nun leicht, beinahe sanft über den zitternden Körper von Vegeta.
"Hm, schön... du scheinst viel auf deinen Körper gehalten zu haben... kein Gramm Fett und sehnige Muskeln..." Wieder strichen sie Finger, wie in der Nacht zuvor, üben die muskulösen Pobacken, blieben dieses Mal jedoch nicht lange sondern zogen sich weiter über den athletischen Rücken. Dann zog er seine Hand plötzlich zurück und Vegeta konnte den roten Dämonen leise Lachen hören, was ihm noch heftiger zu zittern brachte.
"Wollen wir dir vielleicht wieder... ein schönes Geschenk machen, so wie gestern?" Seine Stimme klang ehrlich und munter und Vegeta wurde übel.
Der Sayajin keuchte scharf auf und begann ohne es verhindern zu können zu wimmern, als er die Hand Mollocs wieder auf seiner Männlichkeit spürte, wie sich diese darum schloss und mit dem Zeigefinger sanft zu streicheln begann.
"Was hat das Prinzchen denn, gestern hat es ihm noch gut gefallen! Oder hat es etwa vergessen, wie es gestöhnt und geschrieen hat, wie eine billige Hure..." Der Dämon begann Vegeta zu stimulieren, dieses Mal aber viel schneller und grober. Es dauerte auch nicht lange, bis der Körper des völlig am Ende gewesen Prinzen darauf reagierte und er knapp vor dem Orgasmus war. Doch bevor er diesen erreichen konnte wurde die Hand weggezogen und stattdessen bekam er eine kräftige Ohrfeige, nach der sich Vegetas rechte Gesichtshälfte völlig taub anfühlte und er spürte wie Blut von seiner Nase über seine Lippe lief. Dann wurde er losgelassen und sank zu Boden, wo er liegen blieb, er hatte nicht mehr die Kraft sich aufzusetzen und sich auf seinen Armen zu stüzen.
Aber wieder wurde dem Prinzen der Friede nicht gegönnt, ein eiserner Griff zog ihn nach hinten, so dass er saß und zu Molloc blicken musste. Dieser kniete sich neben den Sayajin nieder und lachte:" Nana, nicht schlafen, kleines Prinzchen, jetzt kommst doch erst du zu Zuge!" Der Dämon streifte sich den Lendenschurz, das einzige Kleidungsstück, dass alle dieser Monster trugen, ab und beugte sich nahe zu den Sayajin:" Los, ich freu mich schon... wenn du es gut machst, dann darfst du nachher gehen."
Vegeta fühlte sich schrecklich, er fühlte sich einfach ungemein grässlich, sein Körper schmerzen, ihm war übel und er fühlte sich so erniedrigt wie noch nie zuvor... und nun sollte er... das konnte er nicht! Er begann ohne es zu merken kräftiger zu weinen, er fühlte sich so hilflos!!!
"Nicht heulen, mein Prinzchen, sonst bleibst du die ganze Nacht bei mir und bekommst morgen kein Essen! Möchtest du das?... Sag, möchtest du das!?" Der Griff um Vegetas Genick wurde fester und der Sayajin wimmerte keuchend und schluchzend auf. "Ich verstehe dich nicht! Bist du zu blöd um eine normale Antwort zu geben!? Möchtest du heute die Nacht..."
"Nein... nein..." Der Prinz griff schluchzend und winselnd nach hinten und versuchte irgendwie den eisernen Griff etwas zu lockern, es tat so weh!!!
"Nein? Na gut, dann komm, lass mich nicht warten, sonst überleg ich es mir noch!" Die Stimme des Dämonen klang freundlich und auffordernd und drückten dabei den Sayajin in die Richtung seines Becken.
Vegeta tat es... er tat was man ihn befahl und in dem Moment zerbrach er innerlich... weder der Ekel, noch die Angst waren so groß, wie die Verzweiflung und die Scharm in diesem Augenblick.
Es dauerte erbarmungslos lange, bis Molloc kam, er lies sich wesentlich mehr Zeit als der Sayajin zuvor, und der Sayajin würgend nach hinten rutschen konnte.
"Gut, du warst nicht schlecht, dafür, dass du erst neu bist, hast du viele Lover gehabt?! Oder bist du einfach die geborne Hure?!" Das rote Monster sprach mit einer grässlichen Alltäglichkeit, so als wären es ganz normale Fragen und Vegeta wünschte sich nichts sehnlicher als endlich gehen zu könne. Doch Molloc grinste bösartig:" Nein, nein, du darfst gleich gehen, doch vorher nehme ich dich richtig... so wie gestern."
Darauf folgten schreckliche zwei Stunden, die Vegeta nie vergessen sollte, selbst in seinen späteren Zusammentreffen mit Molloc war dies wohl das grässlichste! Und so wurde am Ende doch von den Sayajin abgelassen, welchen ganz und gar die Kraft fehlte allein auf zwei Beinen zu stehen, geschweige denn zu gehen.
Molloc befasste sich jedoch nun nicht länger mit ihm, er war befriedigt und musst noch was erledigen, so packte er den Sayajin einfach und warf ihn aus seinen Zimmer.
Vegeta verlor das Bewusstsein und erblickte gerade noch zwei andere Sklaven, welche ihn nachher halfen, und sackte in eine unruhige Ohnmacht.
So, Nr.6 ist da und ich hoffe es hat euch gefallen. Schreibt mir eure Meinung dazu! :)
Spezialthanx to Sira-Chan (Freu mich immer wieder über liebe Kommentare!)
Kapitel 7: Where are you, Kakarott?
"Scheiße, hast du schon man gesehen, dass Molloc jemanden so... so zurichtet!? Der Arme lebt ja gerade noch so!" Penelope sah besorgt und verständnislos auf den zitternden Körper, welcher auf den Bett in meinem Arbeitszimmer lag, und schüttelte immer wieder den Kopf.
Ich selbst sagte nichts, ich war nicht minder erschüttert als sie, unser Herr war bekannt dafür besonders grausam zu sein, doch so hatte er noch nie jemanden zugerichtet. Der ganze Körper des Mannes war von blutenden Wunden und Schnitten überseht und sein Gesicht war ganz blau geschlagen.
"Verdammt... der Dummkopf, wahrscheinlich hat er Molloc erzürnt... warum hat er nicht auf mich gehört!?" Die weißblonde Frau fuhr mit ihren Fingerspitzen über ihren festen Haarknoten im Nacken, das tat sie immer, wenn sie aufgeregt war. Penelope erscheint manchmal vielleicht etwas mürrisch und streng, doch sie ist die liebste Person die ich hier kenne, sie sorgt sich wirklich um ihre Schützlinge... im Gegensatz zu mach anderen Leitpersonen.
Vorsichtig versorgte ich den zerschundenen Körper des Mannes und versuchte es um jeden Preis zu vermeiden ihn dabei aufzuwecken, er brauchte den Schlaf, er hatte schwere innere Verletzungen. Der schwarzhaarige Mann hatte vorhin Blut erbrochen und ich hatte ihn sofort einen Heiltrank eingeflößt, doch damit dieser wirken konnte, musste er schlafen. Mit einen feuchten Tuch reinigte ich ihn vom Blut und Schweiß, erst danach konnte ich ihm mit Salben und Mullbinden versorgen.
Die große Frau schritt inzwischen unruhig im Raum auf und ab, sie murmelte immer wieder etwas, was ich nicht verstand, doch wusste sich, dass sie sich darüber aufregte wie Molloc so was nur tun konnte und dass er immer schlimmer mit uns umginge.
Meine Augen fuhren über den zitternden Körper und ich seufzte leise, denn es stand fest, Vegeta würde es sehr schwer haben, Molloc hatte nun besonderes Interesse an ihm und das würde noch für viele Schmerzen bei den Sayajin sorgen.
"Penelope, er soll Morgen erst später zur Arbeit erscheinen, erst nach den Mittagessen, sag es Ima und wenn sie sich aufregt, soll sie zu mir kommen." Die große Frau nickte eifrig und stimmte mir zu, dass der Mann viel zu schlimm zugerichtet war um morgen groß Arbeiten gehen zu können. Leider würde er den Schlaf aber auch für den Abend gebrauchen, wenn unser Herr ihn nochmals zu sich rufen würde und er erneut diese Mater zu durchstehen müsse.
Sanft zogen meine Finge die Wangen des Sayajins nach, welcher unter meinen Berührungen zusammenzuckte und dessen Augen plötzlich Tränen auszuscheiden begannen. Er seufzte und begann etwas zu murmeln, ich hörte genauer hin. Das einzige Wort oder besser Name, den ich verstand war Kakarott... ob das jemand von seinem ehemaligen Leben war?
"Penelope, morgen wird er nicht arbeiten, er soll nach den Mittagessen zu mit kommen, verstanden?"
"Ja, sicher... aber meinst du Molloc findet das OK?" Die große Frau sah mich zweifelnd an, doch ich schüttelte den Kopf und seufzte:" Lass das meine Sorge sein... doch überleg. Vegeta hat heute viel mehr erlitten als nur Schläge, ich werde mich ein wenig mit ihm unterhalten... er ist so anders als die anderen... er war ein Kämpfer, so was gibt es nur noch selten. Doch leider wird es für ihm dadurch auch doppelt hart werden." Gedankenverloren sah ich auf das blasse Gesicht, welches nur bei den Wangen eine ungewöhnliche blaue Färbung aufwies und fuhr mir durch meine langen schwarzen Haare.
"Wärst du so nett ihn in den Schlafsaal zu tragen, Penelope. Es ist schon nach elf, sonst erwischt du Ima nicht mehr und sie macht wieder einen riesen Aufstand." Ich sah bittend zu der anderen Frau und lächelte als dieser seufzend nickte:" Sicher, ich freu mich schon mit Fräulein Zicki auszuhandeln, dass er morgen länger schlafen darf... puh, ich hoffe für den Neuen, dass es morgen nicht so hart wird wie heute." Ein stiller Blick von ihr fuhr über den, in einen unruhigen Schlaf liegenden Mann, den ich teilte.
Die Sonne strahlte hell und warm von Himmel und das Geräusch des Wasserfalls erfüllte die ganze Schlucht. Es war ein angenehmer Frühlingsmorgen in den Bergen und eine schwache Briese fuhr den beiden Sayajins, welche wieder, wie schon etliche Male zuvor miteinander trainierte, durch die Haare.
Son-Goku konterte geschickt die Schläge seines Gegners, doch kam er dafür auch an Vegeta nicht ran, welcher heute wiedereinmal ungewöhnlich hart zuschlug.
"Mann, Vegeta, was ist denn los?! Wir trainieren nur... du schlägst ja zu wie ein Berserker!" Den Worten folgte ein gewohntes Seufzen, welches der jüngere Sayajin immer von sich gab, wenn mit etwas nicht einverstanden war oder etwas ihm Sorgen machte.
"Klappe! Wenn es dich stört, dann streng dich mehr an!!!" Ein mürrischer Blick bohrte sich in die Augen des größeren Kämpfers, welche ihn jedoch ohne Probleme standhielten.
"Schlecht gelaunt?"
"Ggrrr... konzentriere dich lieber aufs Kämpfen!"
So beließ es der jüngere dabei und tat den nächsten Versuch erst, als beide keuchend voneinander ließen und im warmen Gras landeten. Son-Goku nahm sein Handtuch und wischte sich den Schweiß von der Stirn, er drehte sich zu seinen Freund, welcher verträumt auf das frische Grün starrte und lächelte fragend:" Na los, komm Vegeta. Du kannst mir sagen, was dich bedrückt."
Der ältere Sayajin sagte nichts, ermahnte den anderen aber auch nicht ihn zu lassen und mit dieser dummen Fragerei aufzuhören. So lies sich Son-Goku seufzend ins Gras fallen und schaute gegen den Himmel, während der andere Sayajin immer noch etwas abseits stand. Er fragte aber nicht noch mal, es würde sowieso nichts bringen, Vegeta war ein Sturkopf und würde nur etwas sagen, wenn er selbst dazu bereit war.
Als ein Schatten über das Gesicht des am Boden dahindösenden Mannes fiel öffnete er überrascht seine Augen und blickte auf zu den anderen Sayajin, welcher mit einem mürrischen aber auch einen seltsam besorgten Gesichtsausdruck neben ihn stand und die Sonne verdeckte.
"Was ist los?" Son-Goku setzte sich auf und deutete den anderen sich auch auf den Gras niederzulassen, was dieser dann auch nach einigem Zögern tat.
"Ich..." Die schwarzen Augen des älteren Mannes bohrten sich in den Boden und er begann abwesend Grasbüschel auszureißen:" Ich hab was seltsames g... geträumt..."
Der jüngere Sayajin hob überrascht die Augenbrauen und legte seinen Kopf etwas zur Seite:" Geträumt? Was denn?"
"Ich... ich weiß nicht... es war... beunruhigend... ich... ich hatte... ich fühlte mich komisch..." Vegeta seufzte über sich selbst wütend und schüttelte abwehrend den Kopf:" Sorry, es war nur ein dummer Traum, keine Ahnung warum ich dir davon erzähle..." Wieder verlor sich der Blick des Sayajins auf der grünen Grasfläche und er sah erst hoch, als der andere plötzlich die Stimme erhob:" Kein Problem, wenn du was auf den Herzen hast kannst du ruhig mit mir darüber reden. Ich werde dir immer zuhören, Vegeta."
Eine seltsame Stille legte sich über Schlucht und sogar das Wasser schien leiser zu werden, als sich die Blicke der beiden schwarzen Augenpaare trafen und einige Augenblicke so verweilten. Vegeta bekam ein ganz komisches Gefühl, so als... Plötzlich sprang Son-Goku auf und stöhnte genervt:" Sorry, Vegeta, aber ich muss nach Hause, Chichi will mit mir heute zu Son-Gohan. So schlimm ist das ja auch gar nicht, besonders weil es um ein Abendessen geht, aber die Frau wird von mal zu mal nerviger. Kannst du dir das vorstellen, statt dass sie nun, wo sie endlich Zeit hat, da die Jungs außer Haus sind, etwas entspannt und es sich (und vor allen mir) gut gehen lässt, zottelt sie nun einmal von einen zum anderen um ja zu schauen ob alles in Ordnung ist! So als würden die beiden keine Sekunde ohne ihre mütterliche Führsorge überleben können..." Der Sayajin lachte leise und seufzte dann jedoch genervt.
Es war etwas alltäglich vertrautes geworden, dass sich Son-Goku darüber beschwerte, wie sehr seine Frau noch an ihren Kindern hing, wo er doch selbst genauso mindestens jeden zweiten Tag einmal bei einen der beiden vorbeischaute, nur um mal "Hallo" zu sagen.
Nun stand der größere Sayajin auf und streckte sich gähnend:" Ist ja auch schon spät, die Sonne geht schon unter." Er blickte einen Moment in Richtung der nun in Flammen stehenden roten Scheibe und wandte sich dann wieder Vegeta zu:" Also, wir sehen uns sowieso morgen, ich komm vielleicht zehn Minuten später! Also, denk dir schon mal eine anständige Standpauke aus!" Mit einem Lächeln wandte er sich ab und stieß sich in die Luft.
Ein alarmierendes Gefühl nahm auf einmal von dem Prinzen Besitz, der den anderen einen Moment nachgesehen hatte und brachte ihn dazu aufzuspringen und ihm hinterher zurufen, bevor er es richtig registrierte:" K... Kakarott!!! ..."
Abrupt hielt der andere Sayajin an und wandte sich überrascht um:" Was?" Als er das verwirrte Gesicht des kleineren Kämpfers sah, lies er sich wieder zu Boden sinken und sah ihn fragend an:" Stimmt was nicht, Vegeta?"
Und der Prinz sprach, von einer merkwürdigen Ungewissheit getrieben:" Kakarott... wir sind... wir sind doch Freunde..." Hitze stieg in ihm aus, als ihm erst richtig klar wurde, was er da gerade von sich gegeben hatte und doch, irgendetwas in ihm schien es sehr wichtig zu sein, das nun sicher zu stellen.
"Vegeta..." Ein verwunderter Blick streifte den kleineren Sayajin und Son- Goku schien einen Moment nicht zu wissen, was er davon halten sollte. Dennoch ging er dann lachend auf den anderen zu und nickte:" Natürlich, Vegeta. Wir sind Freunde." Ein typisch freundliches Gesicht blickte nun mit den typisch freundlichen und gutmütigen Lächeln auf Vegeta herab, welcher sich auf einmal sehr müde und schwer vorkam.
Der jüngere Mann legte eine Hand behutsam auf die Schulter des anderen und sah ihn plötzlich mit einem eigenartig fremden und ernsten Ausdruck in den Augen an:" Ich werde immer bei dir sein, Vegeta. Immer. Egal wo du bist. Wir sind Freunde und ich werde immer in deiner Nähe sein."
Einen Herzschlag lang verharrte plötzlich alles, so als wäre es gefroren und dann zersprang das Bildnis von der Schlucht in den Bergen, der untergehenden Sonne und von dem anderen Sayajin, so als wäre es aus Glas.
Und nur Vegeta blieb allein zurück, in völliger Schwärze.
Palles seufzte, der Mann wollte einfach nicht aufwachen, aber er wollte ihn auch nicht anfassen, er sah wirklich schrecklich zugerichtet aus. Von Naphu und Kisa, die beiden die ihn gestern vor Mollocs Tür gefunden hatten und dann zu Tima gebracht hatte, wusste er schon wie schlimm der Herr Vegeta zugerichtet hatte. Der Mann mit den kastanienbraunen Haaren sah ihn besorgt an, er wusste nicht, wie der schlafende Mann vor ihm den Herrn so erzürnt haben konnte, damit er ihn so zurichtete.
"Vegeta, hey, aufwachen..." Vorsichtig begann der den Sayajin an seiner Schulter zu schütteln, wodurch dieser nur leise aufstöhnte und etwas undeutliches wimmerte. Seufzend zog Palles seine Hand zurück und fuhr sich durch seine Haare, er sollte eigentlich schon längst wieder bei der Arbeit sein, aber der Sayajin wollte einfach nicht aufwachen.
Penelope hatte ihn vorhin gebeten Vegeta zu wecken und ihn zu Tima zu bringen, irgendwie schien sie von der Idee, dem armen Kerl Ima aufzuhalsen nicht sehr begeistert gewesen zu sein. Wo Palles ihr nur zustimmen konnte, die Frau hätte den Sayajin glatt aus den Federn getreten, sie hatte es nicht gerade sehr mit der Feinfühligkeit.
Doch auch er musste sich langsam beeilen, sonst bekam er wieder Schwierigkeiten mit Ima. Im selben Moment, in dem er den schlafenden Mann nun seine Hand wieder auf die Schulter legte, wachte dieser auf.
"Hey, morgen du Murmeltier. Komm, du..." Palles verstummte als er sah wie der Mann, nachdem dessen Augen verwirrt umhergewandert waren, leise und verzagt zu weinen begann. Vegeta begann ohne es verhindern zu können oder auch nur zu wollen, sich den Tränen hinzugeben. Er fühlte sich einfach schrecklich! Schmutzig, gedemütigt und widerlich!!!
"Shhh, es ist alles OK, es ist vorbei." Der Sayajin spürte, wie sich Arme um ihn legte und er an den anderen gezogen wurde, welcher ihn sanft über den Rücken zu streicheln begann. Vegeta wehrt sich nicht, er war zu müde. Der braunhaarfarbige Mann begann den zitternden Prinzen vorsichtig zu wiegen und eine Melodie zu summen. Und es zeigte tatsächlich eine beruhigende Wirkung auf den Prinzen, welcher sich langsam wieder fing.
Trotzdem hielt Palles ihn noch eine Weile in der Umarmung, er war zwar im Vergleich zu manch anderen Sklaven, ebenfalls wie Vegeta, ein ,,Frischling", aber er konnte viel besser, als manche die hier schon eine ganze Ewigkeit ihr Dasein fristeten, mit jenen umgehen, die das erste Mal zu jenen Monstern geschickt worden waren, die von nun an ihre Herrn sein würden. Der Gegensatz zwischen ihm und diesen war, dass er wusste, dass man Zeit brauchte um sich an alles zu verkraften und sich hier einleben zu können. Was jedoch noch viel wichtiger als Zeit war, war das Gefühl von Sicherheit was man denjenigen entgegenbringen mussten.
Vegeta wurde allmählich richtig wach und als er sich an dem anderen Mann angeschmiegt wiederfand, fand er dies als gar nicht sicher oder beruhigend, sondern empfand es als lediglich peinlich und drückte sich knurrend von Palles weg, der ihm sofort los lies. Der Sayajin rutschte etwas zurück und wandte seinen Kopf beschämt zur Seite, er atmete schwer, irgendetwas musste seine Brust umklammern, er bekam kaum Luft. Seine Augen vergruben sich ins Weiß des zerknautschten Leintuchs und seine rechte Hand strich abwesend in einer monotonen Bewegung über die leichte Decke.
"Vegeta?" Die Stimme des anderen Sklaven klang ruhig und freundlich, aber trotzdem schien Vegeta in gerade diesen Augenblick eiskaltes Wasser über ihm ergossen zu werden. Seine Hand stoppte und er zog beide an sich, er legte sich gekreuzt um seinen Bauch. Er wusste warum der andere da war, dass er ihn nun wieder zu dem Monster bringen würde. Wieder würde er von diesen ,,genommen" werden... verhöhnt... gedemütigt...
Tränen begannen erneut über die blassen Wangen des kleineren Mannes ihre Bahnen zu ziehen, doch dieses Mal wurden sie energisch von ihm weggewischt und er keuchte über sich selbst wütend auf.
"Geht's wieder?" Palles sah Vegeta ruhig aber auch besorgt an und war nicht verwundert als dieser ihm einen wütenden Blick zuwarf.
"Ich geh nicht mehr zu ihm!!!" Ein Polster wurde gegen den Mann mit den kastanienfarbenen Haaren geschleudert, der ihn überrascht abfing und besorgt zu dem Sayajin schaute, welcher erneut zu weinen begann.
Vegeta wollte weg, einfach weit weg... zu den anderen... zu seiner Familie... nur weg... Er zog seine Beine an sich und legte seinen Kopf auf seine Knie, seine Hände hielt er schützend vor seinen Kopf, welcher so stark hämmerte, dass Vegeta befürchtete er würde jeden Moment bersten.
Palles legte behutsam eine Hand auf den zitternden Kopf, wodurch der Prinz ihn böse anknurrte, was nun jedoch eher elend als bedrohlich klang, und begann leise zu sprechen:" Es wird dir nicht viel mehr übrig bleiben, als zu dem Herrn zu gehen, Vegeta. Wenn du dich weigerst, wird er dich holen, es wird dann viel schlimmer werden, als wenn du von dir aus gegangen wärst... Dämonen und vor allem unser Herr wartet nur darauf, dass jemand aufmuckt... hier hat jeder Angst und jeder versucht so wenig wie möglich aufzufallen, deshalb ist es genau das was er will, wenn du dich einfach weigerst. Du darfst dich nicht wehren oder ihn nur wiedersprechen, auf das wartet er. Tu was er will, ohne dich zu sträuben, dann wird er schnell seine Interesse an dir verlieren... dann bist du so wie alle anderen."
Der Mann seufzte als er merkte wie Vegeta immer mehr den Tränen verfiel, er wusste, dass er ihm jegliche Hoffnung nahm indem er ihm sagte, er solle sich fügen, aber sonst würde er nur unnötig leiden, Dämonen waren bei so was ungemein grausam.
"Komm..." Palles wurde von dem Sayajin schluchzend unterbrochen:,, Nein..."
"Ich bring dich nicht zu Molloc. Vegeta, Tima möchte nur mit dir sprechen." Behutsam streichelte der größere Mann Vegeta über den Kopf, welcher nur wütend wimmerte.
"Vegeta, komm." Der Prinz rührte sich nicht, als Palles aufstand und dieser seufzte innerlich, er wusste, dass es für den Sayajin schwer war aber ihm würde keine Wahl bleiben. So sagte er diesmal mit einem etwas härteren Ton:" Komm, ich hab keine Zeit, Vegeta, ich hätte vor 15 Minuten schon wieder zurück sein müssen, ich bekomm nur Schwierigkeiten!"
Langsam, wie in Zeitlupe stand der schwarzhaarige Mann auf und blieb mit gesenkten Kopf stehen, er hatte beide Hände zu Fäusten geballt. Immer noch rannen Tränen über sein Gesicht und er sah erschrocken auf, als er eine Hand auf seinem Arm spürte.
"Komm... zieh dich an, ich weiß es ist schwer, aber du wirst es schaffen... so wie wir alle." Der größere Mann hatte diesmal wieder viel weicher gesprochen und Vegeta folgte zögernd seiner Anordnung. Als sich der Sayajin sein Bojojab übergestreift hatte, begaben sich beide wortlos auf den Weg zu Tima.
Ja, Vegeta hat's schwer, böse Dämonen, Sklaverei, Wäschewaschen... was gibt's denn noch schlimmeres!? Würde mich über Reviews freuen, ganz ehrlich, also bitte, bitte schreiben, es kann ja auch nur ein ganz kurzes Hallo sein, damit ich weiß, da ließt jemand! :)
Until next time, Arima!
Thanx to: Sira-Chan (Ich bin wirklich glücklich, dass du dich so mit der Geschichte auseinandersetzt! Und ebenso, dass sie dir so gut gefällt! :) SSJSweety(Ob es ein Happy-End gibt kann ich schlecht verraten, sonst ließt ja keiner mehr, aber ich verspreche, dass ich schnell weiter mache! ^^)
Kapitel 8: Bad Truth
"Hm..." Ich versuchte gerade verbissen die Einteilung für den morgigen Tag hinzukriegen, was sich für schwieriger als sonst erwies, da ein Grippevirus umherging und viele Sklaven das Bett hüten mussten, auch wenn es den Herrn wiederstrebte. Als ich aufsah um nach meinen Tee zu greifen, erblickte ich Palles und Vegeta, welche gerade die Tür hereinkamen.
"Hallo, Tima. Sorry, dass es ein wenig länger gedauert hat, Vegeta fühlt sich nur nicht gut." Der kastanienhaarfarbene Mann lächelte mich entschuldigend an und nickte leicht zu dem Neuen, welcher wirklich mehr als elend dreinblickend neben ihm stand.
"OK. Danke, Palles, du kannst jetzt wieder zurück an die Arbeit, sag Penelope das du bis jetzt von mir entschuldigt warst." Der Mann nickte und sagte dann noch ein leises "Bis später." zu Vegeta, der nun etwas verwirrt an der Tür stehen blieb. Er sah noch sehr müde aus, mein Heiltrank musste ihn sehr zu schaffen machen, ich beschloss ihm nächstes Mal eine niedrigere Dosis zu geben und begann meine Sachen von dem Tisch zu räumen, so dass etwas mehr Platz war.
"Setzt dich." Ich deutete ihm sich zu setzen und setzte lächelnd hinzu, als ich seinen misstrauischen Gesichtsausdruck sah:" Du musst dir keine Sorgen machen, zuweilen geschieht dir nichts. Möchtest du Tee? Es ist Nokosch-Tee, hat einen aromatischen Geschmack und ist gut für die Nerven. Ich denke du könntest gut eine Tasse gebrauchen!"
Ein böser Blick folgte auf meine Worte, aber Vegeta setzte sich schließlich doch und nippte sogar versuchsweise an der Schale Tee, die ich ihm reichte. Sonst jedoch gab er nicht sehr viel von sich und sah schweigend auf die polierte Oberfläche meines Schreibtisches.
So tat ich den ersten Schritt, viel anders hatte ich es mir auch nicht gedacht, es würde nicht leicht werden mit ihm darüber zu sprechen! Ich nippte ebenfalls an meiner Schale und stellte sie dann vor mir auf den Tisch:" Wie fühlst du dich? Hast du noch Schmerzen?" Meine Augen streifen eine Sekunde seine, als er zögernd aufsah, seinen Blick aber sofort wieder abwand.
"Nein... alles bestens." Seine Worte hatten einen Hauch von Zynismus, aber sicher nicht so viel wie der Sayajin es gerne gehabt hätte. Ich bemerkte, wie er eine Hand kurz an seinen Magen legte und sein Gesicht plötzlich furchtbar elend aussah.
"Du hast ihn gestern wohl ziemlich erzürnt." Ich sprach gedämpft und blickte ihn weiter ruhig an. Er gab keine Antwort, sondern senkte seinen Kopf soweit, bis sein Kinn an seinen Brustbein ruhte und ich sah wie Tränen sich langsam über die blassen Wangen zu ziehen begannen.
Es war seltsam. Er weinte, still ohne ein Laut von sich zu geben und hätte ich seine Tränen nicht gesehen hätte ich es nicht bemerkt. Aber trotzdem hatte ich bei ihm das Gefühl, dass er anders war, er schien auch in diesen Augenblick seltsam ruhig, anders als die anderen.
"Vegeta, was hast du gemacht?" Ich lies mich zurückfallen, sodass ich gegen die Sessellehne gelehnt saß und sah ihn weiter durchdringlich an. Der Sayajin antwortete wieder nicht, sondern begann nur leicht den Kopf zu schütteln, er schien immer noch große Schmerzen zu haben.
Seufzend strich ich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht und begann leise zu sprechen:" Du wirst heute, nachdem du mit mir gesprochen hast wieder zu Molloc gehen, er möchte dich heute wieder haben." Die Reaktion auf die Aufklärung war, dass Vegeta von einen Schüttelkrampf gepackt wurde und seine Arme um sich schlang, er tat mir plötzlich schrecklich leid.
"Nein..." Wieder schüttelte er seinen Kopf und keuchte scharf auf. Ich sah ihn bekümmert an und erklärte ernst:" Doch. Es wird nicht anders gehen, du wirst heute Nacht zu ihm gehen, so wie die folgenden. Du hast einen schweren Fehler gemacht indem du ihn gereizt hast, er findet dich nun interessant und das wirst du zu spüren bekommen... ich werde dir leider nicht jeden Tag frei geben könne, aber ich werde mit Molloc reden... er wird dich nicht mehr so schlimm zurichten... natürlich musst du dich auch dementsprechend benehmen. Die nächste Zeit wird hart, denn er wird dich herausfordern und wenn du dir nichts anmerken lässt, wird er wieder seine Interesse an dir verlieren. Verstehst du?"
Meine Augen ruhten auf den zitternden Körper, doch gab er keine Antwort, stattdessen hörte ich ihn immer wieder scharf nach Luft schnappen und leise wimmern. Ich wartete, bis er sich etwas beruhigt hatte und fuhr dann mit gedämpfter Stimme fort:" Du wirst heute wieder früher zu Molloc gehen... dieses Mal sind jedoch auch andere Dämonen anwesend... ich bitte dich, verhalt dich ruhig und unterwürfig, sie verlieren dann schnell den Spaß an dir."
Ich hob überrascht meine Augenbrauen, als seine dunklen Augen mich auf einmal fixierten, sie wirkten wie aus Glas und hatten eine ungemeine Angst ins sich, auch wenn er dies zu verbergen versuchte.
"Ich kann nicht..." Seine Stimme klang zitternd und rau, er keuchte wieder scharf auf und wischte sich die Tränen weg.
"Doch, Vegeta. Du kannst, so wie wir alle. Der Anfang ist immer schwer, du wirst dich jedoch daran gewöhnen, verlier nur nicht die Hoffnung."
"Hoffnung? Auf was bitte? Endlich abzukratzen!?" Der Sayajin klang wütend und zornig, doch ich ging nicht auf einen Streit ein, er war einfach nur verzweifelt.
"Vielleicht." Ein erschrockener Blick von ihm traf mich und als er mein ernstes Gesicht sah wurde er noch blasser. Ich schüttelte dann aber den Kopf:" Nein, Vegeta, soviel Freiheit haben wir nicht. Wir werden nicht sterben." Er sagte nichts, seine Augen ruhten jedoch auf mir und er bekam plötzlich einen seltsam abwesenden Gesichtsausdruck.
"Vegeta, wir..."
"Wie alt bist du?" Er sah durch mich hindurch und ich spürte wie in diesem Moment sein Wille und all das, was ihn am Leben hielt aus ihm rausgesogen wurde.
"Es ist 5034 Jahre her, seitdem ich hier das erste mal meine Augen aufschlug." Schweigen, er schloss seine Augen und lies sich zurücksinken, so dass er ebenfalls gegen den Sessellehne lehnte.
"Ich hab ihnen nicht auf Wiedersehen sagen können..." Seine Augen sahen vor sich ins Nichts und begannen wieder Tränen auszuscheiden.
"Das macht nichts, du wirst sie nie wiedersehen, du wirst sie überdauern... Jahr um Jahr, so wie wir alle." Nun fühlte auch ich eine seltsam lähmende Traurigkeit in mir aufflammen und seufzte leise.
"Wissen Palles und die anderen das?"
"Nein... ihr Bewusstsein würden in ein tiefes Loch stürzen... ein normaler Geist ist nicht dazu geschaffen, auf ewig zu leben, es ist wiedernatürlich und das wirkt sich nach der Zeit auch auf uns aus... wir werden sehr, sehr müde..."
"Du auch?"
"Ja... ich auch. Aber die Dämonen haben uns für ewig genommen, wir könne hier nie mehr weg... ich weiß wie schrecklich es für dich sein muss... ich habe es dadurch erfahren, dass ich, trotz dessen, dass ich schon Jahrzehnte hier war, nicht alterte, zumindest nicht körperlich. Palles und all die anderen werden es auch erfahren, sie werden es eines Tages einfach wissen." Ich strich mir wieder eine Haarsträne aus dem Gesicht und befestigte sie hinter meinem Ohr.
"Bist du am längsten von allen hier..." Seine Augen schienen mich einen Moment wahrzunehmen, verloren mich jedoch schnell wieder und blickten wieder in die eigene Unendlichkeit des Geistes.
"Nein... aber wie gesagt, man wird nach der Zeit müde und eines Tage ist man gestorben... nicht körperlich, sondern psychisch, der Geist schläft ein und man vegetiert nur noch vor sich hin, als eine verbrauchte Hülle... so erging es auch jener, die vor mir hier auf dem Stuhl saß... so wie all den anderen auch... und wie es eines Tages mir ergehen wird... ich bin bei weitem nicht die älteste... aber auch für mich wird die Zeit kommen, irgendwann und das ist meine Hoffnung... nenn es makaber, aber viel anderes bleibt dir hier nicht." Ich nahm die Schale Tee, setzte sie an meine Lippen und nahm einen Zug, dann blickte ich wieder zu Vegeta, welcher sich nicht rührte. Ich wusste nicht warum ich es ihn erzählt hatte, für eine Sekunde kam es mir falsch vor, doch dann hatte ich wieder dieses seltsame Gefühl in mir, was mich dazu bewogen hatte es zu tun.
"Ich vermisse sie..." Mit einem Ruck schien der Mann wieder im hier und jetzt zu sein und schaute mich mit blassen Gesicht an. Ich nickte nur und lächelte sanft:" Ja, ich auch."
"Ich werde sterben... ich kann nicht noch mal zu ihm... ich werde sterben..." Wieder begannen seine Schultern zu zittern und Tränen auf seinen Wangen zu glänzen, ich fühlte wie schrecklich er sich vorkam und ich fühlte mich deshalb elend.
"Vegeta, hör mir zu... du wirst überleben und vielleicht wirst du einen Weg hier rausfinden... gib die Hoffnung nicht auf... versteck sie nur, hüte sie als Geheimnis und zeige sie niemanden... nähre dich von ihr und vielleicht wird dann der Tag kommen, an dem es sich bewehrt." Wieso ich das gesagt hatte wusste ich nicht, normalerweise setzte ich keinem falsche Hoffnungen in den Kopf, doch irgendwie fühlte ich etwas Wahres an ihr, obwohl ich nicht wusste wieso.
Der Mann mit den dunklen Haaren sah mich kurz überrascht an und einen Herzschlag schien wirklich Zuversicht in ihm aufzusteigen. "Vielleicht..." Er nickte nur und drehte sich plötzlich, von dem selben Gefühl getrieben wie ich, zur Tür, wo wenige Sekunden später Kuro, ein Diener Mollocs erschien und Vegeta mit seinen schlitzförmigen Pupillen fixierte.
"Komm Prinzchen, wir erwarten dich schon." Seine Stimme schnitt sich in mein Bewusstsein ein, ich hasste ihn, ich hasste diesen Bastard mehr als ich jemals Molloc hassen könnte. "Kuro, ich hab noch nicht gesagt, dass ich fertig mit ihm bin." Meine Augen ruhten ruhig auf den sich vor Zorn verzerrenden Gesicht.
"Schlampe, halt deine Zunge in Zaun oder ich beiß sie dir ab!" Nun war er auf mich konzentriert, doch ich war für ihn unnahbar, allein Molloc durfte mich nehmen, dass wusste er und deshalb hasste er mich vielleicht genauso sehr wie ich ihn. Jedoch grinste er plötzlich:" Lassen wir das Weib und wenden wir uns dem Prinzchen zu. Komm, oder soll ich dir wieder tragen!?"
Vegeta sagte nichts, er stand auf und ging ohne etwas zu erwidern zu Kuro, welcher sich schon voller Vorfreude seine scharfen Eckzähne bleckte. Eine Sekunde war mir so, als schaue er noch mal zu mir und lächle mich schwach an, dann verschwand er samt dem Dämonen aus meinen Büro und hinterlies in mir nur ein tiefes Gefühl der Reue. Ich hätte ihm gern geholfen.
Kapitel 9: 7 years later
7 Jahre später:
"Ich glaub das nicht!!! Leute!!! Leute!!! Leute!!!" Vegeta und die anderen Sklaven in dem Schlafsaal drehten sich in Richtung Eingangstür, der Quelle für das Geschrei. Und keine Millisekunde später kam ein Mann, jung mit dunkelroten Haaren hereingestürzt, zielstrebig auf Vegeta fixiert und konnte gerade noch verhindern, dass er in ihm reingerast wäre, dafür glaubte aber der Sessel mit den zusammengelegten Kleidungsstücken dran und verteilte sein Traggut über den ganzen Boden.
Der Sayajin verdrehte genervt die Augen und begann seufzend die erst frisch gereinigten Kleidung aufzusammeln. Ein tadelnder Blick fiel auf den Verursacher der Unordnung und er knurrte leise:" Usok, verdammt, nächstes mal schau wohin du Trottel stolperst."
"Ups, sorry! Aber..." Der junge Mann begann aufgeregt herumzuzappeln und konnte es nicht erwarten nach der Neuigkeit, welche ihn so aus den Häuschen brachte, gefragt zu werden, und plapperte deshalb wild drauf los:" Hör mal Vegeta!!! Der Prinz, er kommt!!! Der König auch!!! Wir sollen servieren!!! Er schaut sich nach einer Braut um und wir sollen servieren!!! Vielleicht... ich meine wenn wir Glück haben!!!! Es ist so cool!!! Glaubst du der Herr ist auch dabei... aber der König ganz sicher!!!"
"Hey, hey! Hol mal wieder Luft, Usok, du wirst schon ganz rot im Gesicht!!!" Socco trat lachend neben Vegeta und sah fragend zu den nun zwar nach Luft schnappenden, aber immer noch wirr herumplappernden jungen Mann:" Was ist denn passier?!"
"Das... das wirst du nicht glauben!!! Der Prinz kommt!!! Mit dem König!!! Der Prinz muss sich ja eine Braut aussuchen!!! Du weißt ja, er wird demnächst gekrönt und dann braucht er ja eine!!! Und er kommt hierher, zu Molloc." Den Namen hatte der rothaarige Mann leiser, beinahe ängstlich ausgesprochen und schaute jetzt erwartungsvoll einmal von Socco zu Vegeta und wieder zurück.
Vegeta sagte nichts, er hatte inzwischen die Kleidungsstücke wieder aufgesammelt und ordentlich gefaltet auf den Sessel gelegt. Usok bemerkte nicht, dass sein Gesicht sich verfinstert hatte und begann so unbeirrt weiterzureden:" Und das Beste ist, wir sollen servieren, an den Tag, wenn er kommt!!! Ist das nicht cool!?!?! Ich meine, ich will ja nichts sagen, aber vielleicht könnte er ja an einen von uns Interesse zeigen!!!"
"Du meinst, vielleicht könnte er an dir Interesse zeigen, ne!?" Socco bestückte den jungen Mann mit einem vielsagenden Grinsen, was zur Folge hatte, dass dieser hochrot anlief und mit seinen Händen abwehrend herumzufuchteln begann:" N... nein, so hab ich das nicht gemeint... i... ich bin doch ... ich meine jeder hat gleich viele Chancen..." Der Mann mit den purpurnen Augen schlug ihm lachend gegen die Schulter und schüttelte den Kopf:" Na ja, ich glaube du solltest dir da nicht so viele Hoffnungen machen, immerhin gibt es hier auch ziemlich süße Girls und wieso sollte sich er gerade einen er aussuchen und nicht eine sie!?"
"Mann, bist du fies, zerstör meine schönen Jugendträume nur, aus dem schmutzigen Loch hier doch irgendwie rauszukommen!!! Und übrigens, sooo schlecht sehe ich auch nicht aus!!!" Usok streckte Socco die Zunge raus und wandte sich mit neuer Hoffnung, vielleicht doch etwas Verständnis für seinen Enthusiasmus zu finden an Vegeta:" Vegeta!? Was sagst du dazu!? Ist doch eine coole Chance hier endlich rauszukommen!!! Glaubst du, du hä..."
"Jeder sollte froh sein, mit so einen Monster nicht tagtäglich das Schlafgemach teilen zu müssen, Usok! Oder vergisst du was mit dir jedes Mal gemacht wird, wenn du zu unserem liebsten Herrn Molloc oder seinen Gefolge geschickt wirst!?" Zornige schwarze Augen hatten nun den jungen Mann fixiert, welcher überrascht zurückgewichen war und stotterte:" N... nein... a...aber, wir... wir würden dann..." Doch Vegeta hörte nicht mehr zu, er hatte sich umgedreht und war samt der Ladung Wäsche in Richtung Tür marschiert.
"Was hab ich denn jetzt schon wieder falsches gesagt!?" Usok blickte den Sayajin seufzend nach und strich sich über seine kurzen Haare. Er spürte plötzlich eine Hand auf seiner Schulter und als er sich umsah bemerkte er Socco, der zu ihm getreten war. Dieser schüttelte den Kopf und lächelte:" Nichts, aber, du weißt, dass Vegeta nicht gut auf das zu sprechen ist. Im Gegensatz zu dir oder mir muss er fast jede Nacht zu Molloc und da darf es dich nicht wundern, dass er verständnislos darauf reagiert, wenn du hier rumjubelst weil du vielleicht dann wirklich jede Nacht zu einen Dämonen musst." Soccos Blick wanderte eine Sekunde in die Richtung, in welche der Mann gegangen war und sah dann wieder zu den jüngeren Sklaven, der nun blässlich aussah.
"Meinst du er ist böse auf mich?" Usok wandte sich nun ebenfalls um und sah besorgt zum Eingang. Er war neu hier und Vegeta war sein Freund, der, der ihm damals geholfen hatte, als Revos sich ohne Genehmigung an ihm vergreifen wollte. Seitdem war der rothaarige Sklave dauernd bei dem Sayajin, der es zur Überraschung der anderen auch gestattete, da er sonst es nicht sehr mochte, wenn sich jemand an ihm dranhängte (dass es dann auch noch so eine Quasselstrippe wie Usok war, sorgte nur umso mehr Verblüffung :).
Usok wurde von Socco leicht angestupst und sah zu ihm, dieser schüttelte nur den Kopf und seufzte lächelnd:" Nein, er ist heute nur nicht gut drauf, er hatte vorhin wieder einen Zusammenstoß mit Pyre. Die Tussi hat dafür gesorgt, dass er bis vor einer knappen Stunde bei Revos sein durfte." Als der größere Mann den bedauernden Blick den jüngeren sah, welcher sich wieder zum Tor wandte, fügte er schnell hinzu:" Ich meine du könntest ihm aufmuntern, indem du ihn ein wenig hilfst, er darf nun eine Ladung Überstunden abarbeiten, aber Penelope hat sicher nichts dagegen, wenn du ihm ein wenig zur Hand gehst."
Von der Idee beflügelt verabschiedete sich Usok von seinem Freund und machte sich sofort auf den Weg in Richtung Waschsaal. Soccos purpurne Augen sahen ihn einen Moment nach, dann wandte sich der größere Mann ebenfalls um und murmelte:" Na, ich hol mir auf jedenfall eine Mütze Schlaf..." Das sollte an sich kein Problem sein, da sich schon etliche Sklaven aufs Ohr gelegt hatten und sich die große Halle allmählich von dem Stimmenwirrwarr säuberte, da es immerhin schon 21:00 Uhr war.
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Vegeta verstaute einen zusammengelegten Deckenüberzug in der dafür vorgesehen Lade, er fühlte sich müde und wäre nun auch gerne, so wie seine Kollegen schon, mit dieser stupiden aber auch anstrengenden Arbeit fertig. Er ging zu dem Wagen voll frisch getrockneter Wäsche und schnappte sich das nächste Stück, wobei er sich zur Uhr drehte und wütend aufseufzte. Neun!!! Das war doch wirklich ein Witz!
Sein Blick streife durch den riesigen, aber leeren Raum, er war der einzige, der noch hier sein musste. Mit einem leisen bekümmerten Seufzen wandte er sich wieder der Wäsche zu, welche sich ja nicht von selbst zusammenlegen würde. Ein Gutes hatte das ganz, der Stoff, aus welchem die gesamten Überzüge gemacht wurden war so fliesend, dass er nicht gebügelt werden musste, eine Arbeit die der Sayajin wirklich verabscheute.
Für einen Moment hielt der Mann inne und strich über den weichen, kühlen Stoff, er fragte sich wie es sich wohl anfühlte auf so einen zu schlafen? Er selbst hatte, wie all die anderen Sklaven auch, einen rauen, gestärkten Überzug, der sich nicht sonderlich angenehm auf der Haut griff. Seine dunklen Augen bekamen plötzlich einen verträumten Ausdruck und er begann mit monotonen Handgriffen das Wäschestück zusammenzulegen.
7 Jahre, eine lange Zeit, sehr lange. Irgendwie war sie langsam und schnell zugleich vergangen, Vegeta konnte sich nicht an viel erinnern, dass meiste verdrängte sein Geist, aber er hatte immer die dumpfe Erinnerung an Schmerz, wenn er sich zurückbesann. Dem ungeachtet hatte er auch Freunde gefunden, welche die ihm zum Lachen brachte, sich um ihn kümmerten, ihn trösteten. Ein seltsames Gefühl... Natürlich gab er es auch zurück, nur eben anders als sie, doch sie verstanden, sie hatten sich an ihn gewöhnt, ihn verstehen gelernt.
Der Sayajin seufzte leise und trug das Wäschestück wieder zum Kasten um es einzuordnen. Zu anfangs hatte er gedacht, dass sich die Sklaven alle untereinander helfen würden, doch hatte er bald mitbekommen, dass es auch unter ihnen miese Kreaturen gab, die andere ausnützten und für den guten Eindruck an die Dämonen verpfiffen, falls sie mal aus Versehen oder Frust was falsches machten.
Die Schlimmste in Mollocs Haus war Pyre, eine falsche Schlange, die eine Schar von Mitläufern um sich herumscharte und auf Schwächere losging. Ihr hatte er es zu verdanken, dass er nun hier stand, anstatt endlich schlafen gehen zu können. Wegen ihr hatte er auch beinahe den ganzen späten Nachmittag mit Revos verbringen dürfen, Vegeta wusste, dass sie mit dem Arsch Hand in Hand ging und bekam das oft zu spüren. Weder Pyre noch Revos waren sehr von dem Sayajin angetan, er wiedersetzte sich ihnen und bot ihnen die Stirn. Den gebührenden Lohn konnte er aber trotzdem nicht entrinnen, er wusste, dass er der am meisten verachtetste Sklave unter den Dämonen war und dass diese ihn nur zu gern jeden Tag nehmen würden um ihn zu erniedrigen. Es war hart...
"Ah, da bist du!!!" Vegeta drehte seinen Kopf überrascht zur Seite und erblickte Usok, welcher auf ihn zugerannt kam und wieder erst kurz vor ihm ans bremsen zu denken schien. Zur Sicherheit ging der Sayajin samt Wäsche einen Schritt zur Seite, aber ohne Grund, denn der junge Mann kam noch vor den potentiellen Opfern zu stehen.
"Was suchst du hier? Usok verschwinde, sonst kriegst du Ärger." Der ältere Mann sah ihn ernst an, doch der rothaarige Sklave schüttelte nur grinsend den Kopf und lachte:" Ich helfe dir, Penelope hat's erlaubt und..." Usok hielt Vegeta etwas entgegen, was in Papiertüchern eingewickelt war:" ... Palles hat mir dein Abendessen mitgegeben."
Ein Lächeln zog sich über das sonst so erste Gesicht und das Grinsen des jüngeren Mannes wurde noch breiter. Vegeta nahm es nickend:" Danke, hat Palles gesagt wann er mit seiner Strafe fertig wird?" Palles hatte den Sayajin vorhin gegen Pyre kräftig unterstützt und durfte nun ebenfalls nicht freiwillige Überstunden leisten, aber in der Küche, was um ehrlich zu sein um einiges angenehmer war.
"Ähm, er sagte Hilla würde für morgen noch ein neues Rezept ausprobieren wollen und da bräuchte sie unbedingt seine Hilfe... er hat irgendetwas von explosiv geschwafelt."
Vegeta schwante bei der Vorstellung, dass Hilla morgen wieder eines ihrer streng geheimen Kreierungen auf den Tisch bringen würde, nichts gutes. Sie war vor knapp zwei Jahren zur neuen Leiterin der Küche befördert worden und trotz der manchmal vorkommenden Unfälle und Vergiftungen, war ihr Essen um einiges schmackhafter als das des letzten Koches.
Aber, dass Palles nicht nur wegen des Essens gerne in der Küche war, war dem Sayajin und den anderen seiner Gruppe kein Geheimnis, er und Hilla hatten einen Faible füreinander und so war die Strafe von Revos eigentlich gar keine richtige Strafe für den großen Mann mit den kastanienbraunen Haaren und das fand Vegeta trotz aller Freundschaft doch ein wenig ungerecht. :)
Vegeta begann sein Abendessen, welches aus einem Käsebrot bestand, langsam zu verspeisen. An den ziemlich mickrige Umfang des Essens hatte sich der Sayajin schon lange gewöhnt, da er nun nicht mehr trainieren konnte brauchte sein Körper auch weniger und trotz der anfänglichen Probleme, wo er unter Schlafmangel und anderen Entzugserscheinungen litt, hatte sich sein Körper daran anpassen können.
Seine Muskeln waren geschrumpft, und doch hatte er noch etliche mehr als alle anderen. Ein muskulöser Körper war hier für alle Männer Standard, Vegeta wusste nicht wie, aber es schien an dem Zauber der Dämonen zu liegen, welchen diese über sie gelegt hatten. Tima hatte ihm mal erklärt, dass dies irgendwie mit den Tätowierungen zusammenhängen würde und die Dämonen all ihren Opfern diese verpassten, damit sie schön anzusehen waren.
Trotz des Vorteils, die diese Magie mit sich brachte, hielt der Sayajin nicht viel davon, wie von all den anderen, was Dämonen schufen auch nicht und stand diesen eher skeptisch gegenüber.
"...meinst du, das würde gehen?" Vegeta sah überrascht von seinem Brot hoch zu den jungen Mann, welcher inzwischen schon kräftig am Wäsche zusammenfalten und reden war, und ihn nun fragend ansah.
"Was? Ich hab kurz nicht zugehört, was hast du gesagt?" Der Sayajin schüttelte leicht seinen Kopf und rieb sich mit seiner linken Hand seinen Nacken, welcher sich schrecklich verspannt anfühlte, er wollte ins Bett!!!
"Ähm..." Usok hob verwundert die Augenbrauen und meinte:" Alles OK, Vegeta?"
"Ja, sag endlich was du vorhin wissen wolltest oder lass es bleiben!" Da der jüngere Sklave spürte, dass sein Gegenüber gereizt war und wiederholte schnell seine Frage von vorhin:" Ich meinte, ob es klar gehen würde, wenn wir nachher noch mal bei Tima vorbeischauen, sie hat Norros nämlich vorhin gesagt, dass der Prinz kommt und ich würd gern genaueres wissen!"
Der Blick des Sayajins spiegelte genau das wieder was er sich dachte, nämlich wie man nur so kindisch sein konnte. Usok, der das genau deuten konnte murrte nur:" Du musst aber doch zugeben, dass es aufregend ist! Angeblich soll der Prinz noch ganz jung sein, also ich meine in Dämonenmaßstäben."
"Wieso kannst du nicht warten bis es offiziell bekannt gegeben wird? So wie wir alle anderen auch?" Vegeta warf ihm einen tadelnden und genervten Blick zu, doch der jüngere begann sofort zu betteln, als er merkte, dass ihm die Chance doch noch mehr zu erfahren durch die Finger glitt:" Weil es spannend ist!!! Bitte, Vegeta! Du willst doch sicher auch wissen um was genau es da geht!!!"
"Nein." Enttäuscht sah ihn Usok an und stellte sich gleich darauf ein es noch mal zu versuchen, er war da ein ausharrender Zeitgenosse. Bevor er aber ein Wort sagen konnte knurrte der Sayajin genervt:" Halt bloß die Klappe. Ich hab heute schon genug Kopfschmerzen ohne dein dummes Gejammer!" Vegeta setzte aber etwas nachsichtiger hinzu, als der andere Mann richtig blass wurde:" Aber von mir aus, wenn du mich dafür jetzt die angenehme Ruhe auskosten lässt, die so eine nächtliche Strafarbeit mit sich bringt!"
Mit einen breiten Grinsen nickte der rothaarige Mann eifrig und lachte:" Klar, kein Problem, mein zweiter Vorname ist Ruhe!!! Weißt du, ich würde nur..."
"USOK!!!" Vegeta sah ihn genervt an und der Angesprochne verstummte und murmelte nur kleinlaut:" Entschuldige."
Die nun einkehrende Ruhe, auf welcher der ältere Mann erpicht war, hielt jedoch wieder nicht lange an, denn der Jünger konnte, trotz aller Mühe seine Aufregung nur schlecht verbergen und fragte nach kaum fünf Minuten gedämpft:" Vegeta?"
"Hm?" Zu Usoks Überraschung schien sein Zeitgenosse und Mitsklave nicht mal wütend zu sein, anscheinend hatte er sowieso schon gewusst, dass er sein Schweigegelöbnis nicht sehr lange halten könnte. Durch diese, für ihn frohe Erkenntnis etwas ermutigt sah er den anderen nachdenklich an:" Machst du dir eigentlich gar keine Hoffnungen hier mal rauszukommen?"
"Nein." Vegeta sah ihn nicht an als er die Frage beantwortete, doch wusste der Jüngere, dass dieser es ernst meinte und hatte plötzlich ein seltsam flaues Gefühl in seinem Magen. Eine kurze Weile herrschte wieder Schweigen, doch gab sich Usok mit der Antwort nicht zufrieden und hackte nach:" Aber... na ja, ich für meinen Teil hoffe schon, dass ich hier mal wegkomme... ich meine, ewig möchte ich nicht hier bleiben... ich möchte..." Der junge Mann verstummte und sein Griff um das Stück Stoff verkrampfte sich.
"Ob du möchtest oder nicht interessiert sie nicht, Usok. Wir sind Sklaven und das ist unser Los, wir können sowieso nichts machen." Verwundert hob der Mann mit den dunkelroten Haaren den Blick und wandte ihn zu den Sayajin, welcher ruhig weiter die Wäsche zusammenfaltete. "Glaub mir, ich wäre auch lieber bei... bei meiner Familie... als hier. Ich würde alles geben..." Vegeta verstummte, nachdem er kurz zuvor das Wort wieder aufgenommen hatte und hielt nun seinerseits inne.
"Ich habe Angst, dass sie mich... vergessen." Usok fuhr mit seinen Daumen vorsichtig über den weichen Stoff und sah vor sich auf den Boden.
"Das werden sie nicht, sie werden dich ebenso wenig vergessen wie du sie. Sie werden immer an dich denken... so ist es nun mal mit einer Familie." Der junge Mann merkte, wie schwer sich sein Gegenüber tat diese Worte zu sprechen und sah auf.
Nach einer erneuerten Ruhepause richtete Usok seine Worte wieder dem Sayajin zu, diesmal sprach er aber viel leiser als zuvor:" Glaubst du, sie haben dich vergessen?"
Eisiges Schweigen und der junge Mann bereute sogleich seine unüberlegte Frage. Ein Schauer schien sich durch den Körper des Älteren zu ziehen und er keuchte durch zusammengepresste Zähne scharf auf. Usok versuchte sich zu entschuldigen, er wusste wie heikel der andere dauernd auf dieses Thema reagierte:" Das wollte ich nicht, es war blöd von mir, ich meine, natürlich haben sie dich nicht vergessen!!! Hihi, wie könnte man jemanden wie dich vergessen, du bleibst einen so sicher wie blauen Flecken in Erinnerung! Du weißt, dass ich viel Stuss reden, das ist doch normal für mich, hör am besten gar nicht drauf! Ich..."
"Bitte... sie still." Der Mund des jüngeren Mannes schloss sich automatisch und er sah besorgt zu dem anderen, welcher nun mit gesenkten Kopf seine Strafarbeit verrichtete. Usok fühlte sich schrecklich, er wollte nicht, dass es dem anderen wegen ihn schlecht ging!!! Wieso musste er bloß dauernd solchen Mist reden!?
"Meine Mutter... sie hat dauernd gemeint, dass ich immer spreche ohne nachzudenken... sie hatte wohl recht, hm?" Vorsichtig lugte der jüngere der beiden zu dem anderen, er hoffte dieser würde etwas erwidern, von ihm aus hätte es ruhig eine zynische Zustimmung sein können, nur sollte er reden um zu zeigen, dass er nicht böse auf ihn war.
Der scharfe Geruch des Waschmittels, welches hier zu Litern benutzt wurde, lag schwer in der Luft und das leise Blubbern der Waschbecken leistete diesen Gesellschaft. Vegeta musste mit sich ringen, die Frage hatte die selbe Wirkung gehabt wie ein Schlag in den Magen! Am liebsten hätte er den anderen eine geknallt, doch wusste er, dass dieser es nicht böse gemeint hatte, Usok war ein Spezialist dafür sich ungeschickt auszudrücken. Er fragte manchmal einfach aus den Stehgreif heraus, ohne nachzudenken was das für Konsequenzen haben könnte. Und es tat weh, die Frage, die er selbst sich nicht traute auszusprechen!
"Vegeta, ich..."
"Ich weiß." Der Sayajin nickte nur leicht und fuhr mit seinen Handwerk fort. Wieder trat Stille wie eine dicke Mauer zwischen beide und dieses mal durchbrach sie Usok nicht, er wollte seine Situation nicht noch verschlimmern. Deshalb tat er es seinen Freund gleich und legte schweigend die Wäschestücke zusammen.
Es vergingen Minute um Minute, bis es schließlich zu einer Stunde wurde als die beiden Sklaven endlich nur noch eine Ladung frisch getrockneter Wäsche vor sich hatten. Usok, der so ein mitteilsamer Typ war, dass er es normalerweise sogar pflegte mit sich selbst eine Konversation zu führen, tat sich schwer nicht laut zu gähnen und die Augen offen zu halten. Langsam bereute er es nicht in dem Schlafsaal bei den anderen geblieben zu sein.
"Warum glaubst du, dass der... Prinz gerade einen Mann aussuchen wird?" Überrascht wandte sich Usok zur Seite und fragte ungeschickt:" Hä?"
Vegeta wiederholte sich knurrend:" Woher willst du wissen, dass dieser Prinz sich einen Mann und nicht eine Frau aussuchen wird!?"
"Oh... uhm... na ja, so genau weiß ich das ja nicht..." Gab der rothaarige Mann zögernd zurück und überlegte kurz. Schließlich gab er sein Durchdachtes zum besten:" Weißt du... ich hab gehört, dass Dämonen, also die von der königlichen Familie immer den Sklaven wählen, welcher ihnen am besten gefällt... also egal ob weiblich oder männlich, sie suchen einfach jemanden aus, den sie wollen... oder so ähnlich..." Verlegen lachend zuckte er die Achseln und fuhr fort:" Deshalb möchte ich auch zu Tima, ich möchte wissen, was ich anstellen muss um die besten Chancen zu haben!"
Der Sayajin verstaute den letzten Überzug in dem Kasten und streckte sich kräftig durch, sein Körper fühlte sich nur müde an, sonst nichts, er konnte die Neugier seines Kammerraden bei besten Willen nicht teilen, allein schon weil er sich nicht vorstellen konnte, dass ein Dämon, welche, wie er von Tima erfahren hatte, alle männlich waren, wirklich einen Mann als Braut wählen sollten. Trotzdem murmelte er:" Verstehe," und deutete Usok sich ein wenig zu beeilen, da er schließlich doch noch in die Federn wollte.
So, hoffe ihr habt den kleinen Zeitsprung gut überstanden, Vegeta scheint sich da ja irgendwie durchgewunden haben, aber... tadaaa, er lebt noch!!!! *freu*
Wieder ein Kapitel... es ist knapp vor Mitternacht... hab es Ausnahmsweise jetzt noch überarbeitet, weil ich morgen erst eine Stunde später Schule hab... hm, trotzdem schlaf ich gleich ein... ich glaub, ich kann Vegeta nachvollziehen, wie er sich fühlt... *gähn...*
Das nächste Kapitel kommt erste nächste Woche oder frühestens Sonntag, werde schauen, dass ich es noch irgendwie einschieben kann! :)
Kapitel 10: Where's the party?
Die Uhr tickte leise ihren Takt und war das einzige hörbare Geräusch als die beiden Sklaven meinen Arbeitsraum betraten. Derjenige, der das Licht anmachte ohne zu überlegen, dass ich vielleicht versuchte etwas Schlaf vor den morgigen Tag zu erringen, an welchen ich mich mit den Arotavo der anderen Herrn treffen würde um den genauen Ablauf des Abends zu besprechen, an dem der Prinz ankommen würde, war Usok, da bestand für mich kein Zweifel. Der Junge musste einfach mal beginnen seinen Grips zu gebrauchen, ansonsten würde seine Zukunft hier nicht sehr rosig aussehen... allein schon weil ich ihn bei noch so einer unüberlegten Tat den Hals umdrehen würde!
"Warte bis... ach, vergiss es." Ich musste lächeln als ich Vegeta genervt aufstöhnen hörte, er hatte sich inzwischen schon an die Regeln hier gewöhnt. Anfangs war für ihn die Tatsache, dass man anklopft bevor man ein Zimmer betritt oder das er fragt ob er gehen darf, allerdings auch nicht sonderlich geläufig. Aber die Zeit verändert einen, verformt einen, so dass man sich hier anpasst, so dass man überleben kann.
"Schon gut... kommt rein..." Seufzend richtete ich mich auf, meine Couch, die mir als Bett dienen hätte sollen, war nun dafür verantwortlich, dass ich einen verspannten Nacken hatte und meinen Kopf nicht richtig bewegen konnte. Ich übernachte nur selten hier, aber heute war ich einfach zu müde gewesen um ins Nebenzimmer zu gehen.
Ich weiß, ich weiß, ich werde bequem, aber das ist auch das Alter, oder meint ihr etwa, dass ihr mit 5041 Jahren ohne einer anständigen Federkernmatratze noch viel anfangen könntet!?(
Nachdem ich meine Augen durch ausgiebiges Reiben wieder halbwegs taugfähig gemacht hatte warf ich einen verschlafenen Blick auf die Uhr nur um sie mit einen lauten Stöhnen wieder zu schließen.
"Jungs, falls ihr es noch nicht bemerkt habt, es ist 23:00 Uhr!!! Ich hab einen harten Tag morgen vor mir und ihr seid beide ebenfalls wieder eingeteilt, also was treibt ihr hier!? Wieso liegt ihr nicht, wie alle andern braven Sklaven, in euren Betten und lässt eurer überarbeiteten Arotavo etwas Ruhe!?" Ich hatte mich wieder auf die Couch zurücksinken lassen, so dass ich saß und lies meinen Kopf Kreise ziehen um die schmerzenden Verspannungen in meinem Nacken wenigstens etwas zu lösen.
"Revos hat Vegeta eine Strafarbeit aufgebrummt und ich hab ihm ein bisschen geholfen, deshalb sind wir noch wach! Aber eigentlich wollen wir wis..."
"Was!? Strafarbeit!?" Ich sah fragend zu dem Sayajin, welcher nur still dastand und mehr als geschafft aussah. Schließlich überwand er sich aber zu einer kurzen, knurrenden Erläuterung der Situation:" Ich hatte mit Pyre eine Meinungsverschiedenheit... Revos kam dazu und hat mir Strafarbeit erteilt, von welcher ich nun mehr als erledigt bin."
Seine Augen waren auf meinen Tisch gerichtet und vermieden es meinen Blick zu treffen, das hieß Revos hatte wieder seinen Spaß mit ihm gehabt. Ich unterdrückte mir ein bekümmertes Seufzen, diese Sayajins waren nach diesem Exemplar nach eine wirklich sture Rasse! Ich hatte Vegeta sicher schon hundert Mal gesagt, dass, wenn Revos oder ein andere Nicht-Dämon, ohne Erlaubnis des Herrn, sich an ihm seine kranken Phantasien ausleben wolle, er sich weigern sollte und zu mir kommen soll.
Natürlich wusste er selbst, dass Revos, als Leiter kein Recht dazu hatte ihn zu nehmen, das blieb allein den Dämonen vorbehalten, doch war der schwarzhaarige Mann vor mir einfach viel zu stur um meine Hilfe anzunehmen, stattdessen stand er lieber den kranken Typen durch!
Ich verstand ihn manchmal nicht, es war doch nichts dabei... Ich schüttelte meinen Kopf leicht und seufzte leise. Für Vegeta schon, er wollte keine Hilfe, nicht von mir, nicht von niemanden, er zeigte dadurch, dass er alles auf sich nahm, dass diese Monster ihn nichts anhaben konnten, er würde es wegstecken. Also eine reine Stirnbieterei!
"OK..." Ich belies es dabei, vor Usok wollte ich mit Vegeta nicht darüber reden, also fragte ich nach den eigentlichen Grund ihres späten Besuchs:" Warum seid ihr nun hier!? Ist was passiert oder wer gestorben, denn wenn dein Belangen..." Ich funkelte bewusst den rothaarigen jungen Mann an, welcher ganz blass wurde und fuhr fort:"... nicht von großer Bedeutung ist, habe ich gleich den nächsten Freiwilligen für den Bodenschrupptrupp auf den Toiletten!"
"Äh... äh... ähm... äh... ähm... uhm... äh..."
"Er möchte wissen, was es nun mit der komischen Brautschau des Prinzen auf sich hat!" Genervt half der Sayajin den nun völlig aus dem Konzept geworfenen Usok auf die Sprünge, welcher sofort nickend zustimmte und mir erklärte:" Ich... ich wollte nur wissen, ob es stimmt... also ob wir da servieren und wann das ist und was wir da genau machen müssen und wo es ist und..."
"Halt mal die Luft an, Usok, bitte..." Ich rieb mir genervt meine Schläfen und fragte beinahe ungläubig:" Wegen so was bringst du mich um meinen Schlaf!?" Ein harscher Blick traf den jungen Mann, welcher sofort um einen Meter zu schrumpfen schien und sich Deckung hinter Vegeta verschaffte.
"Äh... tut mir leid... ich wollte nur wissen..." Der rothaarige Mann schien gleich im Boden zu versinken und ich konnte mir ein amüsiertes Grinsen gerade noch verbeißen, doch der andere Besucher riss mich aus meine Gedanken:" Tima, wann ist das? Muss ich da auch hin?" Vegetas Blick strahlte nicht gerade sonderliche Begeisterung aus und ich konnte dies auch verstehen, obwohl der Mann sich nicht im klaren darüber zu sein schien, was für Vorteile das haben könnte... aber woher sollte er dies auch wissen!?
Ein Gähnen rang sich den Weg über meinen Mund frei und ich wischte mir die von der Müdigkeit in die Augen getriebenen Tränen weg:" Na gut, setzt euch mal. Ich hole etwas Tee." Dem überraschten Gesicht des Sayajins brachte ich als Erklärung:" Ich denke ich kann es euch doch erzählen, überhaupt habt ihr bessere Chancen, wenn ihr wisst, wie ihr euch verhalten müsst."
"Bessere Chan... Tima, ich will keine Braut sein!!! Ich meine... ich bin ein Mann und... ahhh, du bist ja schon genauso schlimm wie Usok!!!" Stöhnend lies sich der ältere der beiden auf einen der Sessel vor meinem Schreibtisch nieder und fuhr sich gähnend durch die Haare. Usok tat es ihm begeistert gleich und ganz im Gegensatz zu Vegeta schien er es kaum noch erwarten zu können etwas mehr zu hören!
Ich setzte frisches Wasser auf und fischte aus einen der oberen Regale meines Schrankes eine der vielen, verschiedenfarbigen Blechdöschen, in welchen ich mein kostbares Gut aufbewahrt. Tee war etwas rares und ich bekam es auch nur, weil ich einen Lieferanten gut kannte, der für meinen Geschmack jedoch viel zu selten hier zu tun hatte!
Nach nicht einmal fünf Minuten erfüllte schon ein angenehmer fruchtiger Geruch mein Arbeitszimmer und nahm mir sogar etwas von meiner Müdigkeit. Summend stellte ich drei Tassen auf meinen Schreibtisch und schüttete überall die dampfende rote Flüssigkeit ein, von Zucker hielt und halte ich nichts, deshalb gab es in meinen Büro auch keinen, leider war Usok kein echter Teeliebhaber und ich konnte an seinen enttäuschten Blick sehen, dass er das Aroma diesen kostbare Guts nur zu gern mit den weißen Süßstoff verschandelt hätte.
Schließlich lies ich mich auch wieder in meinen Sessel fallen und nahm meine Tasse. Ich atmete einen tiefen Zug des angenehm warmen Geruchs ein und stieß ein leichtes Seufzen aus, dann wandte ich mich meinen Gästen zu.
"Der Prinz wird nächste Woche eintreffen, am Nono (1), und er wird dann für ein paar Wochen hier bleiben, schließlich haben wir hier viel Auswahl für ihn. Ihr werdet, auch du Vegeta, am Abend wenn sie eintreffen, ihnen das Essen servieren. Es werden auch Sklaven von anderen Häusern hier sein, da der König Molloc ausgewählt hat. Dies ist ein Vorteil für euch, da, wenn es anders gekommen wäre und der König sich ein anderes Haus ausgesucht hätte, nur eine bestimmte Anzahl von euch die Möglichkeit gehabt hätte vor den Prinzen zu treten."
Ich konnte der herrlich vor mir dahin dampfenden Flüssigkeit nicht wiederstehen und nahm einen Schluck, diese Unterbrechung nahm Vegeta zu Gelegenheit um nun das Wort an sich zu nehmen und zu fragen:" Was werden wir an dem Abend tun müssen? Nur servieren und wieder abziehen oder dort rumstehen und uns begaffen lassen... oder werden wir genommen..."
Usok, der nun ebenfalls erachtet hatte einen Schluck dieses nicht gezuckerten Drinks zu probieren spuckte ihn vor Entsetzten sofort wieder auf und blickte mit einem befürchtenden Ausdruck im Gesicht abwechselnd von dem Sayajin zu mir.
"Nein, das ist eine der guten Seiten des Besuchs von dem Prinzen: Ihr werden in der Zeit, in der er euch begutachtet nicht angerührt. Der Prinz möchte schließlich nicht mit etwas verunreinigten seinen Spaß haben." Ich konnte leider nicht genauer auf meine eigentliche Erklärung, die ich nun erläutern wollte, eingehen, da ich durch ein sarkastisches Lachen von Vegetas Seite unterbrochen wurde.
Er knurrte bitter grinsend:" Nicht verunreinigt?! Heißt das, dass wir die Keuschheit vom Lande sind, wenn Molloc mal eine Woche die Finger von uns lässt!?" Sein Zorn war gut raus hörbar und seine angespannte, teilweise schon drohende Körperhaltung zeigte den Rest seines Unwillens gegenüber der Sache.
Ein leise Klappern von Geschirr war zu hören, als ich meine, noch immer vor sich hindampfende Tasse Tee auf die Untertasse aufsetzte und mich nach hinten sinken lies. Ich legte meine Hände ineinander und sah den nun doch ziemlich aufgebrachten Sayajin ruhig an:" Nach dem Glauben der Dämonen bedingt es einer gewissen Zeit der Keuschheit um den Körper und den Geist zu reinigen, deshalb macht es auch nichts, dass die zukünftige "Braut" vorher schon sexuelle Begebenheiten hatte. Ihr werdet die nächsten Wochen, es werden so um die drei bis fünf sein, von niemanden angerührt und sogar Molloc muss sich daran halten, deshalb könnt ihr euch vorstellen, dass er trotz der großen Ehrerbietung des Königs, da sein Haus ausgesucht wurde für die Brautschau, nicht sonderlich begeistert davon ist. Nun muss er sich in Enthaltsamkeit von seinen Lieblingen halten und ihr könnt mir glauben, keinen Dämonenfürsten stinkt das so dermaßen wie ihm!" Trotz meines Bemühens ernst und ruhig zu wirken, konnte ich mir ein amüsiertes Kichern nicht verkneifen und zog es nun vor den beiden Sklaven wieder eine Chance zu geben mir eine Frage zu stellen, während ich einen Schluck Tee zu mir nahm.
"Das heißt unser Herr und all die anderen Dämonen rühren uns nicht an?! Mann, das ist ja voll krass!!!" Vegeta schüttelte nur leicht den Kopf bei den überschwänglichen Enthusiasmus des jungen Mannes neben ihm und schnitt ihm kurzerhand das nächste Wort ab:" Was gibt es noch für Veränderungen? Besucht uns der Typ auch bei der Arbeit oder werden wir ihm einzeln vorgeführt?"
"Hm, dafür ist das Abendbankett gut, welches nächste Woche stattfindet. Da sind alle Sklaven anwesend... schau nicht so, es gibt weitaus mehr Dämonenfürsten und Gefolge als du denkst Vegeta. Sklaven werden hier in Hülle und Fülle gebraucht und der Abend wird lang werden! Dämonen haben die Eigenschaft an sich, dass sie Unmengen an Essen verschlingen können ohne ein wirklichen Völlegefühl zu bekommen, sodass ihr Sklaven genug Zeit habt um alle nacheinander zu servieren und abzuservieren. Der Prinz und auch der König, schauen sich euch an und die, welche ihnen am besten gefallen, werden dann in die engere Wahl genommen, der Rest hat die Chance vertan und kommt auch nicht unter den Keuschheitsschutz." Ich nippte noch einmal an meiner Tasse und stellte sie schließlich ab, dann sah ich zu dem Besuch vor mir.
Usok grinste breit und schien ganz hin und weg zu sein, das volle Gegenteil spiegelte der Mann mit den schwarzen Haaren wieder, er sah nur angewidert vor sich auf den Boden und verfluchte anscheinend schon den kommenden Nono.
"Seid mir nun nicht böse, dass ich euch nun bitte zu gehen, aber ich bin doch mehr als müde und ich wünsch euch eine angenehme Nachtruhe." Mit diesen Worten beendete ich diese nicht geplante nächtliche Zusammenkunft und schickte die beiden Männer zu ihrem Schlafsaal, nicht zuletzt um mir selbst noch eine gehörige Mütze Schlaf vor dem nächsten Morgen zu holen.
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"Das ist nitscht dein Ernst?!" Tros blickte mit ungläubigen Augen vor sich auf das kleine Bündel des rötlich seidenen Etwas. Nachdem er es probeweise in der Luft zu seiner gesamten Größe entfalten lies wurde sein Gesichtsausdruck, sowie der all der anderen Sklaven in der kleinen Kabine noch düsterer und entsetzter.
"Das ziehe itsch nitscht an!!! Niemals, das ist ja ... obszön!!!" Der Gigito warf das Stück seidenen Stoff wieder zurück auf den Tisch, wo noch zwanzig weitere Exemplare dieses anschienend zu kurz geratenen Nachtgewand lagen und auf ihre noch wiederwilligen Besitzer warteten.
Ein fassungsloses Murren ging durch die Runde an Sklaven und Tullom fand am ehesten die Worte die diese Situation beschrieben:" Scheiße! Einfach nur Scheiße! Die ganze blöde Sache!!! Ich trete doch nicht in so etwas vor drei Dutzend Dämonen, die bespringen uns dann ja auf der Stelle!!!" Um seine Aussage noch zu verstärkten verschränkte er trotzig seine Arme vor seiner Brust und warf einen zerstörerischen Blick auf die Kleidungsstücke.
Der große Mann genoss das ihm zustimmende Murren und fühlte sich in seiner Rolle als "Anführer" wieder mal bestätigt. Jedoch musste er sich umwenden als Palles neben ihn trat und seufzend den Kopf schüttelte:" Tullom, entweder du ziehst das an, oder du handelst dir einen großen Haufen Ärger ein. Tima ist es egal ob dir diese "Gewänder" gefallen oder nicht. Und vergiss nicht, je mehr Haut du zeigst umso bessere Chancen hast du beim Prinzen." Dann wandte er sich an die anderen, welche immer noch missmutig auf den Tisch mit den Stoffstücken sahen:" Das gilt auch für euch! Vergesst nicht, ihr habt dann die Gelegenheit die nächsten fünf Wochen ohne Molloc oder einem anderen seiner Gefolgsleute die Nächte verbringen zu können!"
Diese Tatsache machte die Situation doch ziemlich schmackhaft und trotz noch einigen missbilligen Blicken und abgeneigtes Gemurmel, begann nach und nach doch jeder seine normale Gattrobe gegen dieses exotischen Kostüme zu wechseln.
"Hey, Vegeta, du siehst richtig süß aus!!!" Alle wandten ihre Köpfe in Richtung des amüsiert Gerufenen und sogleich brach ein schallenden Gelächter aus. Als Dank für diese nicht gewillten Annerkennung bekam Socco, derjenige der den Sayajin als ersten erblickt hatte, einen totbringenden Blick geschenkt und konnte gerade noch einer Faust ausweichen.
Vegeta war der erste, der sich vollends in dieses komische Gewand gehüllt hatte und bereute es sogleich nicht gewartet zu haben, dass jemand vor ihm als Vorzeigemodell herhalten durfte. Wütend verschränkte er seine Arme, pfauchte jedoch ruhig und mit überlegener Miene:" Socco, soweit ich gesehen habe, haben die hier nur Einheitsgröße! Ich bin schon gespannt wie es bei dir aussieht, wo es bei mir schon eher schlecht als recht das Nötigste verbirgt! Tja, Größe ist eben nicht immer ein Segen!!!"
Die zynische Bemerkung verfehlte ihr Ziel nicht und Socco, sowie etlichen anderen Sklaven bemerkten in den Augenblick, dass der Sayajin recht hatte. Nun sank der soeben noch hochgeschossene Beliebtheitsgrad der Kleider wieder unter die Minimumgrenze und nicht nur Tullom fluchten genervt vor sich hin als sie versuchten den dünne und leider nicht dehnbaren Stoff doch etwas in die Länge zu ziehen.
"Hey, Vegeta, wo sind eigentlich Tyla und die anderen Mädels?" Palles, welcher es aufgegeben hatte gegen die Tatsache anzukämpfen, dass dieses Kleid einfach zu kurz war, trat mit einem entnervten Blick neben den kleineren Mann.
"Die sind von Penelope in eine andere Kabine geführt worden, oder glaubst du die Frauen wollen sich wirklich vor uns umziehen?" Der Sayajin sah ihn mit hochgezogenen Augenbrauen skeptisch an und Palles konterte lachend:" Nun, stören würde es wohl keinen von uns! Oder, Herr Prinz?" Der kastanienhaarfarbene Mann raffte schnell, dass er einen Fehler begangen hatte und stöhnte über sich selbst wütend auf, als sich sein soeben noch gewillter Nebenan mit zornigen Blick von ihm abwand.
"Sorry." Der größere Mann entschuldigte sich mit ernster Miene, ihm war klar, das sein normal häufig genützter Kosename für den Sayajin hier ziemlich schlecht ankommen musste. Vegeta tat es sonst mit einen warnenden Blick oder scharfen Wort ab, doch schien das zur gegebener Zeit eine andere Bedeutung für den Mann mit den tiefschwarzen Augen zu haben.
Palles wusste schon lange, dass Vegeta mal ein Prinz war und das war für diesen gewöhnlich auch ein Punkt an dem er festhalten konnte wenn es ihm sehr schlecht ging. Heute schien es jedoch gerade ein Hieb gleichzukommen und der größere Mann wusste, dass er nun diesen empfindlichen Punkt geradezu getreten hatte.
Erneut versuchte der Sklave seinen Fehler durch eine Entschuldigung abzutun und versuchte so elend wie möglich zu klingen:" Es tut mir leid... entschuldige bitte! Du weißt, dass das keine Absicht war!"
"Könntest du bitte mit dem Theater aufhören! Ist schon gut, glaub mir, ich habe in den letzten sieben Jahren schon gerafft, dass du deinen Mund schneller Aufmachst, als dein Hirn arbeiten kann!" Knurrend warf ihm Vegeta einen scharfen Blick von der Seite zu und wandte sich dann in Richtung Tür:" Wann werden wir eigentlich geholt? Es ist schon 17:39 Uhr ich dachte wir erhalten von Tima noch ein paar Anweisungen, bevor wir in die Höhle des Löwen müssen, oder hat sich schon wieder was geändert?"
"Pf, keine Ahnung, Tima ist normalerweise immer darauf bedacht ein Vorbild in Punkto Pünktlichkeit zu sein. Vielleicht platzt das ganze Fiasko und wir müssen nicht in diesen Rotlichtklamotten vor einen Kongress Dämonen treten... mich würde es nicht stören, Prinz hin oder her." Der große Mann mit den kastanienfarbenen Haaren fuhr sich genervt durch diese, schreckte jedoch entsetzte auf, als neben ihn plötzlich eine schrille Stimme schreiend protestierte:" NEIN!!! Das ist doch nicht wahr, oder!? Das Bankett wird doch nicht abgesagt!? Bitte nicht!!! Ich will nicht..."
"Halt den Mund Usok!!!" Der junge Mann zuckte erschrocken zusammen als Vegeta ihn wütend anbrüllte und für einen Augenblick herrschte komplette Ruhe in der Kabine voll Sklaven und die Augen waren alle auf den Sayajin gerichtet, welcher nun mehr als gereizt und nervös erschien.
"Mann, schreit hier nicht so rum! Ich möchte nachher keine Kopfschmerzen wegen euch Idioten haben!" Tullom sah Vegeta und Usok warnend an, doch bevor er sich weiter aufplustern konnte ging die Tür auf und eine wohl bekannte Gestalt trat ein.
"Penelope, habt ihr uns vergessen!?" Der rothaarige Sklave trat nach vorne, vor die Leiterin und sah sie besorgt an. Diese konnte sich ein Lächeln bei den eigenwilligen Gewändern, welche eng anliegend fast nirgends richtig alles verdeckten, nicht verkneifen, räusperte sich jedoch sogleich und erklärte kurz und bündig:" Kommt, es gab ein Problem wegen der Einteilung, deshalb habt ihr Hübschen etwas warten müssen."
Das "ihr Hübschen" lies sämtliche Männer, inklusive Tullom und Vegeta, peinlichst erröten und jeder knurrte nur etwas unverständliches. Schließlich aber verließen sie die viel zu enge Kabine und wurden durch die langen Gänge des Gebäude geführt, welches ihnen manchmal schon seit Jahrzehnten die Heimat ersetzte.
(1) Nono ist das dämonische Wort für Dienstag! Die Wochentage lauten: Iqua, Nono, Tryon, Pihi, Nini, Ollos.
So, hier das nächste Kapitel! Nr. 10!!!! Hoffe es hat euch gefallen und, tja, hab es doch noch vor nächster Woche fertig gekriegt! :) Das nächste wird höchst wahrscheinlich am Donnerstag kommen, weiß es aber noch nicht sicher, kann etwas früher oder auch später sein! Tschühüß!!!
Kapitel 11: The banquet
Als Vegeta einen Blick durch die immer wieder auf- und zugehende Tür erhaschte wurde ihm trotz der spärlichen Bekleidung heiß. Er war hier in dem Vorraum zum Festsaal und wartete mit etlichen anderen Sklaven an die Reihe zu kommen und endlich diese Demütigung hinter sich zu haben, zumindest er empfand dieses ganze lächerliche Schauspiel als solche.
Der Vorraum in welchem sie sich im Augenblick befanden bildete eigentlich das Mittelstück von der Küche, wo gerade eifrig an dem Nachschlag der Vorspeise gearbeitet wurde und von dem großen Festsaal, welcher um die hundert Dämonen beinhalten durfte, nachdem was der Sayajin soeben sehen konnte.
Der Festsaal war riesig, fast so groß wie der Waschraum oder das Vestibül von Molloc, welches Vegeta bis jetzt jedoch nur ein oder zweimal zu Gesicht bekommen hatte, wofür er auch ziemlich dankbar war, da der rote Dämon sich dort mit etlichen anderen Dämonen zu Besprechungen traf.
Es stimmte wirklich, die Dämonen hier waren nicht nur gestörte, sexbesessene Sklavenhalter, sondern hatten ein richtiges Imperium und führten Kriege um dieses zu erweitern.
Hilla, die Köchin, welche vor Jahren eigentlich einen anderen Herrn angehört hatte, der sie jedoch als ein Zeichen der gute Freundschaft an Molloc weitergegeben hatte, hatte den schwarzhaarigen Mann schon öfters von den Tätigkeiten als Krieger ihres ehemaligen Besitzers erzählt. Sie war damals eine enge Vertraute von ihm gewesen, eine Art Arotavo, Vegeta hatte jedoch vergessen, was genau sie dort mal war, sie hat es schon öfters erwähnt, aber die quirlige Frau, welche durch ihr anscheinend unermüdlichen Sprechorgan schon Palles Konkurrenz machen konnte und vielleicht deshalb auch so gut zu ihm passte, redete sehr viel und meistens sehr uninteressantes Zeugs wenn sie konnte, so dass Vegeta schon mal etwas vergaß, was er jedoch wirklich nicht absichtlich machte. :)
Ein Sklave, welcher gerade ein schweres Tablett mit Wein balancierte, rempelte den Sayajin, der gar nicht bemerkt hatte, dass er mitten vor der Tür stand, unsanft an und warf ihn so aus seinen Überlegungen. "Mach Platz!" Pfauchte der Mann sauer und glitt schon durch die Tür, wohinter wieder das Bildnis von etlichen, sich gut amüsierenden Dämonen erschien, die auf unzähligen Tischreihen aßen und tranken.
Vorsichtshalber zog sich der Sayajin zurück, als wieder vier Sklaven eiligst an ihm vorbeirasten. Diese gehörten zu Hause Iffor, das war an der Farbe ihres knappen Gewandes zu erkennen, welches in einen weichen blau schimmerte.
Vegeta fand, dass dieses viel besser aussah als das, was sie anziehen mussten, zumal er noch nie etwas für die Farbe Rosa übrig gehabt hatte und auch die etwas längeren Ausgaben des seidigen Gewandes, welche Tima noch auf den letzten Drücker auftreiben hatte können, da sie es als nicht so erheiternd wie Penelope oder die anderen Leitern empfand, dass es manchen nur knapp bis um Po reichte, wollte ihm die Sache nicht schmackhafter machen.
Leise seufzend sah sich der Sayajin nach einer Sitzgelegenheit um, der Vorraum war zwar überseht von langen Bänken, doch hatte die Arotavo nicht übertrieben als sie gemeint hatte, dass es an Sklaven nicht mangeln würde. Hier saßen nun etliche Männer und Frauen und einzig und allein an den Farben ihrer Gewänder konnte sich die Arotavos der verschiedenen Herrn sich halbwegs orientieren.
"Hey, Vegeta, komm her, hier ist noch ein Platz frei!!!" Überrascht schweifte der Blick des düster aussehenden Mannes über das Meer an bunten Farben und fand schließlich den Urheber des Rufes. Tyla winkte ihm munter lachend und der Sayajin fragte sich wiedereinmal wo diese Frau ihren Optimismus hernahm, er selbst fand nichts lachendwertes an der ganzen Situation, doch konnte er nicht leugnen, dass es gut tat das freundliche Gesicht der jungen Frau zu sehen.
Durch die stehende Masse, welche trotzdem noch unglaublich zahlreich war obwohl die Bänke bis auf den letzten Platz aufgebraucht waren, drängelte sich Vegeta zu der aschblondhaarigen Frau, wo er auch auf Tros, Socco, Tullom und Usok traf. Telev erblickte er erst beim zweiten Hinsehen, der Mann stand munter plaudernd bei einer Gruppe in Smaragdgrün gehüllten Sklaven und ungeachtet der Tatsache, dass er noch immer kein Wort in der Allgemeinsprache sprach, schienen diese ebenso wenige Probleme zu haben ihn zu verstehen, wie er sie.
"Na, hast dich ein bisschen umgesehen? Wie sieht's da draußen aus?" Tyla sah den herangetretenen Mann neugierig an und aus Usok fragte gespannt:" Hast du den Prinzen gesehen!? Wie sieht er aus!?" Vegeta verbiss sich seine zynische Antwort und zuckte nur die Schultern:"Ich hab den Prinzen nicht gesehen, dort draußen herrscht auf jedenfall ein reges Treiben, Dämonen gibt es da in Überfluss." Er lies sich neben Socco nieder, der etwas zur Seite gerutscht war um ihn Platz zu machen und warf seinen Kopf in den Nacken. Unter keinen Umständen wollte er da raus!
"Was schaust du denn so verzagt? Keine Sorge, die tun dir nichts, jedenfalls nicht jetzt!" Die purpurnen Augen des größeren Mannes sahen ihn freundlich und beruhigend an, doch Vegeta half das nicht sonderlich viel gegen das ständig wachsende unruhige Gefühl in sich. Er knurrte schließlich:" Wie lange müssen wir hier noch warten? Ich will es endlich hinter mir haben!" Leise stöhnend lies er sich nach vorne Kippen und legte seine Hände ineinander.
"Soweit ich es vorhin richtig mitgekriegt habe werden wir noch eine ganze Weile hier sitzen und Dämchen drehen dürfen. Wir sind, soviel ich weiß, die Letzten und kommen erst nach der Nachspeise dran um den süßen Wein zu servieren." Socco warf nun ebenso wie Vegeta zuvor seinen Kopf in den Nacken uns seufzte schwer, auch er schien nervös zu sein, auch wenn er es nicht zeigen mochte.
"Itsch schlaube, dass wir nitscht mehr lansche warten müssen, hier kommen alle paar Minuten unzählische Sklaven mit notsch mehr Essen vorbei... sonst müssten die ja platzen!" Tros folgte gerade mit den Kopf einen an ihnen vorbeiziehenden Zug von Sklaven, die vollbeladen waren mit Schüsseln, als er seine Ansichten erläuterte, doch entgegnete ihm Tollum mit einen geringschätzigen Lachen:" Glaubst du das wirklich? Ich denke die werden noch die nächsten sechs Stunden so weiterfressen! Wir könnten uns inzwischen genauso gut aufs Ohr hauen!"
"Puh, was hat den der arme Tullom, schlecht gelaunt, weil er weiß, dass so ein hässlicher dummer Frosch wie er niemals in die nächste Runde kommt?!" Überrascht wandten sich alle um und jeder sah genau das was er befürchtet hatte, Pyre inklusive Anhang.
Die große, schlanke Frau mit den mattglänzenden schwarzen Haaren grinste Tullom herausfordernd an und brachte dabei ihre weißen, etwas zu großen Eckzähne zur vollen Geltung. Ihr Körper war ebenfalls in die feine rosige Seide gehüllt doch sah es an ihr im Gegensatz zu den Männern auch gut aus. Vegeta hätte sich am Anfang keine Person vorstellen können, die weniger einen gemeinen Bastard glich als sie! Sie war schön und bewegte sich elegant, ihre dunklen Augen mussten in so manchen Träumen einsamer Sklaven vorkommen und doch war ihr Gesicht eine selten hässliche Fratze wenn sie ihren überheblichen Ausdruck aufsetzte.
"Pyre, du dämliche Schlampe, willst du dich mit mir anlegen!?" Der große Mann, welcher natürlich sofort auf ihr Spiel eingestiegen war, stand drohend auf und wirkte sehr gefährlich, was die Frau jedoch zu ignorieren schien. Denn sie lachte mit heller Stimme, bei welcher man beim genaueren hinhören einen unangenehm rauen Unterton bemerkte:" Willst du dummer Gorilla etwa eine schwache Frau anrühren?! Obwohl, ich hätte mit deiner widern Visage auch einige Komplexe!!!" Den letzten Satz gellte sie laut, so dass er durch den ganzen Saal hallte und jeder seinen Kopf überrascht zu ihr und den wütenden Mann drehte.
"Nicht, das bringt dir nur Ärger!!!" Tyla versuchte ihren Freund zu beruhigen, doch Tullom schien das Nervenkostüm gerissen und er wollte sich gerade mit einen lauten Schrei auf die noch immer selbstsicher vor sich hinlächelnde Sklavin stürzen, als plötzlich eine ruhige aber gefährliche angespannte Stimme einwarf:" Sie hat recht Tullom, du würdest Probleme kriegen und wenn du Pech hast, wirst du dann gleich disqualifiziert. Und wenn du das wegen so einem gehässigen Scheusal machst, kann ich ihr in Punkto Dummheit nur zustimmen."
Der große Mann sah überrascht zu Vegeta, der seinen Blick ruhig erwiderte und biss wütend die Zähne zusammen. Knurrend stellte er sich wieder gerade hin und funkelte Pyre böse an:" Tja, leider muss ich ihm da zustimmen. Wegen so einer falschen Schlange wie dir werde ich mich sicher nicht ausbooten lassen, auch wenn es dir sicher gefallen hätte."
Eine Sekunde flammte Zorn in den Augen der großen Frau auf, doch dann erstarb dieser und sie bekamen stattdessen eine unheimliche Kälte, als sie sich von Tullom abwand und zu Vegeta sah. Pyre warf mit einer typisch lässigen Geste ihre Haare zurück und demonstrierte den Sayajin dadurch, als wie unwichtig sie ihn ansah. Dann ging sie ruhig an dem noch immer stehenden großen Mann vorbei und sah den Sayajin von oben herab an, mit einem breiten Grinsen auf den Lippen.
"Na wen haben wir denn da? Ist das nicht der Herr Prinz?! Hm, wieso schauen Erhabenheit heute so griesgrämig? Oh! Könnte es vielleicht deshalb sein, dass das werte Prinzchen heute einen richtigen Prinzen gegenübertritt... der ihn höchstwahrscheinlich auch schön durchnehmen wird um ihn seinen dummen Glauben auszutreiben, dass er zu gut ist, um hier bei uns normalen Fußvolk zu sein? Tja, tja, eigentlich dachte ich Molloc hätte dir deine Arroganz schon ausgetrieben! Schließlich..." Nun beugte sie sich vor, so dass Vegeta ihren Atem schon im Gesicht spüren konnte:" ...investiert er wirklich viel Zeit in deine Erziehung, oder täusch ich mich da, Herr Prinz!?"
Ungemeiner Hass loderte mit einem Mal in den sitzenden Mann auf und in diesem Augenblick war es ihm egal ob er bei diesen dämlichen "Vorschauwettbewerb" ausgeschlossen würde, er wollte der Schlampe einfach das Genick brechen!!! Er stand auf und...
"Stop!!!" Eine Hand ergriff Vegetas Handgelenk und dieser schaute überrascht, wie all die anderen auch, auf die Person neben ihn. Tima stand hatte neben ihm Platz bezogen und sah ihn unmissverständlich an:" Lass den Blödsinn und setzt dich!!!" Sie klang ungewöhnlich hart und trotz dessen, dass alles in dem Sayajin sich gegen ihre Anweisung lehnte, tat er wie ihm geheißen, denn sein Verstand, welcher vorrübergehend ausgesetzt hatte, hatte sich nun wieder eingeschalten.
"Und du..." Mit diesen Worten wandte sie sich zu Pyre, deren Blick nicht minder vor Zorn loderte und baffte sie drohend an:" Du verschwindest wieder in das stinkende Loch zurück, aus welchen du hervorgekrochen bist!!! Kapiert!?"
Einen Moment schien sich die größere Frau mit den matten Haaren zu überlegen ob sie sich nicht wiedersetzen sollte, doch nur einen Wimperschlag, denn sie wusste, dass diese Person, welche sie wirklich verabscheute, über ihr stand und sie hier nur Schwierigkeiten bekommen würde. So lächelte sie Tima von oben herab an, machte jedoch ohne ein weiteres Wort kehrt und verschwand samt ihres Fanclubs zwischen den Sklavenmengen, welche sich nun langsam wieder ihren zuvor besprochenen Themen zuwandten.
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"Vegeta, leg dich nicht mit ihr an. Auch wenn ich weiß, dass sie Schuld ist, muss ich euch beide bestrafen, das weißt du doch!" Seufzend blickte ich zu dem nun böse vor sich in den Boden stierenden Mann und er nickte leicht als Zeichen, dass er verstanden hatte. Ich wusste, dass es für ihn schwer war und ich musste mir doch ein erfreutes Lächeln verkneifen, wenn ich daran dachte, wie unüberlegt er doch früher in solchen Situationen gehandelt hatte.
"So, ich wollte eigentlich nur vorbeikommen um zu sagen, dass ihr in etwa drei Stunden drankommt. Ihr müsst leider in der Halle bleiben, da es jederzeit zu einer Umeinteilung kommen kann... ich hasse diesen aufwendigen Blödsinn, warum gibt es keine weiblichen Dämonen denen der Prinz schöne Augen machen kann... dann würde mir der ganze Organisationsdreck erspart bleiben und ich würde nun einen Tee trinken. Ich meld mich wieder, wenn sie was ändert, versucht euch irgendwie abzulenken, dann vergeht die Zeit schneller!" Mit einen Wink verabschiedete ich mich und trat davon um den Rest meiner Schäfchen die ungefähre Wartezeit, die ihnen noch bevorstand mitzuteilen.
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Vegeta sah der Arotavo mit zusammengebissenen Zähnen nach und wandte erst den Blick von ihr ab, als Tros ihn anstupste und aufmunternd lächelte:" Komm, vielleitscht ist heute dein Schlückstasch!" Der Sayajin erwiderte nichts, ihm war die ganze Laune irgendwie vergangen und so saß er schweigend mit finsterer Miene da um seinen Gedanken nachzuhängen.
Die drei Stunden kamen und gingen ohne weitere Vorfälle und auf diese folgen noch weitere zwei bis Mollocs Haus drankam, da die Dämonen mehr Gefallen als erwartet an Hillas Speisen fanden. Es kamen jedoch etliche vor Palles, Vegeta und Co., so dass nochmals ein halbe Stunde draufgelegt wurde bis schließlich sie an die Reihe kamen und in die Küche geschickt wurden um die Tabletts mit den Gläsern und Weinkrügen zu holen.
Die Weinkrüge waren groß und schwer, und der Sayajin hatte einige Probleme damit diesen mit einer Hand zu halten und mit der anderen das volle Tablett mit den Gläsern zu balancieren. Für Usok war es noch schlimmer, da er so aufgeregt war, dass seine Hände zitterten und er das erste Tablett fallen ließ und die Gläser in tausend Stücke zersprangen. Das Gefluche der Küchenhilfen half jedoch nichts und erst nach den dritten Anlauf hatte er sich soweit unter Kontrolle, dass er es halten konnte.
"Gut, schaut, ihr geht auf die rechte Seite und verteilt euch bei den Tischen." Tima deutete auf Palles, Tollum und anderen Sklaven und wandte sich dann in Tros, Tylas und Soccos Richtung:" Ihr geht in die Mitte und verteilt euch ebenfalls!" Dann sah sie zu Telev, Usok und den Sklaven in ihrer Umgebung zu:" Ihr geht nach links und verteilt euch!" Und schließlich kam sie zu Vegeta und den Rest:" Ihr geht nach hinten auf das Podium und verteilt euch dort! So und jetzt an alle! Ihr seid die letzte Gruppe, ihr bleibt oben stehen! Stellt euch abseits hin und schenkt nach wenn die Herrn es verlangen! Kapiert!? Dann mal an die Arbeit!!!" Die Arovato scheuchte die Männer und Frauen aus der Küche in den Vorraum, wo sie stehen blieben und hintereinander in den Festsaal traten.
Das Erste Gefühl war Entsetzen!
Vegeta hatte noch sie so viele Dämonen gesehen, er hatte vorhin, als er durch die Tür einen Blick errungen hatte wohl nur einen kleinen Teil von den wirklichen Ausmaßen erkennen können!!! Hier hatten locker um die vierhundert Dämonen Platz genommen, welche sich alle munter in ihrer röhrenden Muttersprache unterhielten und als sie die Sklaven mit dem Wein kommen sahen, laut und vergnügt nach den berauschenden Getränk zu vordern begannen.
Der Sayajin konnte acht große und sehr lange Tische je links, recht und in der Mitte zählen, an welchen er und die anderen Sklaven vorbeigingen. Die Gruppe wurde immer kleiner, da sich die Sklaven an die ihnen vorgeschriebenen Tische verteilten und schlussendlich ging nur noch Vegeta und ein Dutzend anderer weiter nach vorne.
Er bestaunte die großen, festlich geschmückten Tische mit den, mit seltsamen Zeichen wunderschön bestickten, Tischdecken, welche alle eine andere Farbe hatte und er brauchte nicht lange um zu begreifen, dass die Farben zu den verschiedenen Häusern gehörten. Sein Blick wanderte aber auch über die Massen an Dämonen und ihm wurde unvermeidlich eiskalt als er daran dacht, dass es so viele von diesen Monstern gab!!!
Er war dabei so in sein Staunen vertieft, dass er beinahe aus der Reihe getreten wäre und ihn eine Frau von hinten anstupste:" Hey, träum nicht."
Und dann kamen seine Augen endlich an den Fleck wo er und die restlichen Sklaven hinsollte! Auf einer erhobenen Plattform, welche ca. zwei Meter über den Boden ragte, stand eine lange Tafel und diese schien allein schon durch ihre Erhabenheit, die sie ausstrahlte, die Tafel für die Hausherrn und das Königshaus zu sein.
Mit einen leichten Schauder fand Vegeta auch den, den er befürchtet hatte, den roten Dämon!!! Dieser saß links vom oberen Kopfende und schien gerade eine interessante Unterhaltung mit dem... König zu haben...
Ein weiterer Schauder durchfuhr den Sklaven, als er den König erblickte, denn das es der König war, stand außer Frage!
Der Dämon war riesig, seine Haut war tiefschwarz und nur an seinen Oberkörper bis hin zum Gesicht zogen sich weiße Muster, so wie seine Tätowierungen nur waren dies wirkliche Pigmentunterschiede! Zwei riesige Hörner drehten sich nach hinten ein und verliehen ihn, trotz Vegetas Wiederstreben, etwas Majestätisches. Er war einfach nur groß und die großen ledernen Schwingen auf seinen Rücken, welche sich der Sayajin bei sitzen als ziemlich stören vorstellte, trugen auch noch ihren Zoll bei. Molloc kam ihn dagegen wie ein noch nicht ausgewachsener Jugendlicher vor und wirkte auch nicht im geringsten dermaßen angsteinflößend!
Der König wandte sich kurz Molloc ab und drehte sich zu seinen anderen Sitznachbarn, und auch dieses mal wusste der Sayajin sofort wer das war! Der Prinz!
Ein großer Dämon, welcher jedoch noch nicht ausgewachsen zu sein schien im Vergleich zu seinem Vater, da er sogar etwas kleiner als Molloc war, was jedoch nichts hieß, da kaum ein anderer Dämonenfürst die stattliche Größe von diesem erreichte, nickte seinen den König nur kurz zu, wobei es ihn jedoch nicht im geringsten zu interessieren schien was die zwei da besprachen und nahm dann einen Schluck von dem Wasserglas. Sein Körper war perlweiß und hatte das selbe Hautmuster wie sein Vater in Schwarz, auch er hatte zwei große Hörner, welche jedoch auch noch im Wachstum zu sein schienen und seine schwarzen Haare standen wild ab.
Für eine Sekunde dachte Vegeta, dass er Usoks und das Verhalten der anderen verstehen könnte, der junge Dämon wirkte nicht so kalt und bösartig wie der rote Dämon und er sah auch wirklich nicht schlecht aus. Dieser Gedanke erschreckte den Sayajin sosehr, dass er für einen Moment stehen blieb und hätte die Frau hinter ihm ihn nicht leicht gegen den Fuß getreten und etwas wütendes gefaucht, wäre es ihm gar nicht aufgefallen!
Zu seiner Erleichterung schien es niemanden aufgefallen zu sein, als er sich vorsichtig umsah. Die Dämonen waren alle zu sehr damit beschäftigt die ihnen zugeteilten Sklaven nach Wein zu bestellen und sich aufzuregen weil sie zu lange brauchten. Beruhigt schaute er wieder nach vorne nur um nochmals leichenblass zu werden. Denn der Prinz sah ihn an! Er sah nicht nur in seine Richtung, nein, er schaute ihn direkt in die Augen und Vegeta spürte wie seine Beine unter ihn nachzugeben drohten.
Doch dann bemerkte er, dass der junge Dämon ihn nicht bösartig oder belustigt ansah, sondern sein Blick spiegelte ein wenig Überraschung und sehr viel Interesse wieder. Das war nun zwar nicht so schlimm, aber Vegeta störte es, dass dieser ihn unverhohlen anstarrte und senkte seinen Kopf deswegen ein wenig. Hitze stieg in ihm auf und er hätte sich am liebsten geohrfeigt, als er die Röte spürte, die in seine Wangen schoss. Warum fühlte er das? Er machte sich lächerlich, vor sich selbst!!! Er hasste Molloc, Kuro und alle anderen Dämonen, er hasste sie abgrundtief!!! Wieso also stieg in ihm diese verdammte Hitze hoch!?
Sie erreichten die Stufen und schritten langsam hoch, jeder schien nun sehr damit kämpfen zu müssen um sich nicht der Aufregung und Angst hinzugeben, alle wirkten nun ungemein angespannt. Als der Sayajin seinen Blick wieder hob stellte er teils erleichtert und teils enttäuscht fest, dass der Prinz seinen Blick wieder seinem Vater zugewandt hatte und er schien nicht viel mehr Begeisterung für die Unterhaltung aufzubringen als zuvor.
Die Sklaven verteilten sich über den langen Tisch und im Gegensatz zu den Tischen unten, schenkte ihnen niemand auch nur die geringste Aufmerksamkeit, was doch auch so manchen Vorteil hatte, zumindest verschwand die Aufregung so etwas.
Vegeta hatte extra weiter von Molloc entfernt den Wein zu verteilen begonnen, doch ganz ohne Grund, wie er schnell merkte, da der rote Dämon viel zu sehr in das Gespräch mit den König und seinen anderen Nachbarn vertieft war, der wohl ein weiterer Prinz sein musste, wie der Sayajin überrascht feststellte, da dieser den König genauso wie sein Bruder sehr ähnlich sah. Dieser Prinz schien jedoch älter und dem schwarzhaarigen Mann wurde ganz schlecht, er hoffte wirklich nicht, dass der seine Braut suchte, er wirkte wieder genauso hart und kalt wie die anderen Dämonen.
Wie er seinen Blick von diesen wieder abwand um sich wieder seinen Tablett zu zuwenden, streifte er die dunkel schimmerten Augen des jüngeren Dämon, der ihn nun wieder interessiert ansah und Vegeta wurde heiß und kalt zugleich als dieser ihn plötzlich freundlich anlächelte. Der Sayajin konnte gerade noch verhindern, dass er den Wein verschüttete, was sicher für unangenehmes Aufsehen gesorgt hätte und beeilte sich so nun mit gesenkten Kopf seine Weinbecher loszuwerden.
Nachdem er und die anderen ihre Tabletts gelehrt hatten, zogen sie sich, wie Tima angeordert hatte, zurück, um darauf zu warten, dass man nach ihnen für eine Nachschenke bestellte. Sie stellten sich nebeneinander bei den riesigen, aus schweren dunkelroten Stoff gemachten Vorhängen auf, welche die Wände verdeckten und eine etwas drückende aber auch eindrucksvolle Atmosphäre schafften.
Es würde einige Zeit vergehen bis jemand wieder nach Wein verlangen würde, da hier, ganz im Gegensatz zu den unteren Tischen, die Dämonen langsam und gehalten tranken. Sie nippten nur ab und zu, und schienen viel zu sehr in ihre Gespräche vertieft zu sein, als dass sie diese mit diesem berauschenden Getränkt stören wollten. Und so verstrich viel Zeit und Vegeta hatte Gelegenheit einen Blick auf den Prinzen zu werfen, was er jedoch so unauffällig wie möglich machen wollte.
Zu seinem Glück beanspruchte nun der König den jungen Dämonen und bezog ihn in sein Gespräch mit Molloc und den anderen Prinzen mitein. Jedoch schien der junge Prinz nicht sonderlich viel für das Thema übrig zu haben und nickte immer wieder nur abwesend, während seine Augen immer schwer zu sein schienen. Es war ein komisches Gefühl für den Sayajin den jungen Dämonen dabei zu beobachten und plötzlich fragte er sich ob es bei ihm wohl genauso verlaufen wäre wenn seine Rasse weiter existiert hätte. Vegeta spürte wieder ein Gewicht auf seiner Brust, welches ihm das Atmen erschwerte und wandte seinen Blick ab.
Das Stimmenwirrwarr wurde leiser und auch die Beleuchtung schien dem Sayajin plötzlich schwächer zu werden, er fühlte sich nicht gut, er war müde. Er seufzte leise und begann mit seiner freien Hand an seinem dünnen Gewand zu zupfen, das, wie ihm im Augenblick einfiel, doch ziemlich dämlich an ihnen aussehen musste, zumindest an den Männern.
Als er seinen Blick wieder hob schaute der Prinz wieder zu ihm, jedoch hatte er dieses Mal nicht den Kopf zu ihm gedreht, sondern nur seine Augen hatten ihn erfasst und schienen ihn ruhig zu betrachten. Der weiße Dämon schien wirklich keinerlei Interesse an dem Gespräch seines Vaters und Mollocs zu haben, er hatte seinen Kopf auf eine Hand gestützt und nickte nur noch ab und zu.
Ein Lächeln, weich und freundlich, schenkte ihm der Prinz erneut und Vegeta wurde erneut rot und wandte sich ab. Er konnte seine Neugier nicht lange unterdrücken und hob seinen Blick sogleich wieder zögernd, was zu Folge hatte, dass das Lächeln des Prinzen weiter wurde und seine Augen heller. Dieser schien ihn mit seinen dunkel schimmernden Opalen genau zu mustern, jede Kurve seines Körpers, jede Falte des viel zu kurzen Gewandes, das Vegeta nun umso spärlicher erschien und ihn noch mehr erröten lies, und schließlich blieben der Blick bei seinen Augen hängen und der Sayajin wurde nun genauso von den dunklen Rubinen gefangen wie umgekehrt.
Eine seltsame Wärme breitete sich in dem Körper von Vegeta aus und ihm wurde ein wenig schwindelig, er schien sich in der tiefe der Augen zu verlieren und nicht mehr rausfinden zu können. Er vergaß komplett alles um sich herum, die Massen an Dämonen, die anderen Sklaven und Molloc, da waren nur noch diese seltsam berauschenden Augen.
Der Zauber lies den Sayajin los als der Prinz von seinem Vater angesprochen wurde und überrascht zu diesen sah. Molloc begann etwas mit den Dämonen zu bereden und Vegeta konnte sehen, dass der Prinz am liebsten laut aufgestöhnt hätte. Irgendwie tat er ihm leid, der rote Dämon erschien auch dem Sayajin nicht als der mitreißenste Gesprächspartner den man sich vorstellen konnte und Vegeta musste ungewollt lächeln.
Das Gefühl der Erheiterung verschwand jedoch jäh, als er bemerkte, dass nun ein anderer Blick auf ihm lag und zwar der des Königs. Dieser sah ihn jedoch nur einen Moment an und Vegeta versuchte die rotschimmernden schwarzen Augen zu deuten, was ihm jedoch nicht gelang, da sie sich schnell wieder abwanden. Ein Schauer durchzog seinen Körper und er musste aufpassen die Weinkanne in seiner Hand nicht fallen zulassen.
Es vergingen endlose Minuten, die dem Sayajin wie Jahrhunderte vorkamen, bis endlich der erste Dämonfürst seinen Becher geleert hatte und eine Sklavin neben ihm zu sich winkte damit sie nachfüllte. So verging ein wenig mehr als eine Stunde und nach und nach wanderten die Weinkrüge wieder um den Tisch. Vegeta spürte wie in ihm Müdigkeit aufkroch und er sich am liebsten gegen die Wand hinter sich gelehnt hätte, es war ja auch schon spät, er wollte gar nicht wissen wann er heute in sein Bett kommen würde.
Sein Blick begann über die anderen Tische zu schweifen und er sah sich nach seinen Freunden um, welche ebenso wie er gelangweilt an den Rändern standen und darauf warteten, dass sie gerufen wurden und ihre Krüge erleichtern konnten. Vegeta spürte in diesem Augenblick wie schwer sein Krug eigentlich war und seine Hand begann zu schmerzen, so dass er sie wechseln musste.
Ihm stieg auf einmal der bittersüße Geruch des dunkelroten Getränks in die Nase und er bekam das Verlangen ebenfalls einen Schluck zu machen, was er sich jedoch unterband, da er wusste, dass er damit nur Schwierigkeiten bekommen würde. Jedoch hang im Allgemeinen schon der Dufte des Weines schwer in der Luft und schien selbst die Dämonen da unten zu benebeln. Auf den unteren Tischen wurde es allmählich leiser, es herrschte immer noch rege Unterhaltungen doch nahmen die Stimmpegel ab und auch das laute Auflachen kam immer vereinzelter vor.
Wein war nun mal nicht zu unterschätzen, er berauschte, machte aber auch müde, das wusste der Sayajin von sich aus, seine Rasse vertrug so was nur sehr schlecht und wenn, dann nur sehr wenig davon. Und so wirkte er sich ebenso auf die Dämonen aus und lies auf ein baldiges Ende des Ganzen hoffen.
"Sklave, komm her, ich möchte mehr Wein." Überrascht erwachte Vegeta aus seinen Gedanken und blickte in Richtung Tisch, von wo der Befehl herkam. Ihm wurde schlecht, der Prinz neben Molloc sah ihn lächelnd an und auch Molloc sah belustigt zu den Sayajin. Der rote Dämon hatte etwas beunruhigend bösartiges in seinen Augen und Vegeta musste sich zusammenzureißen damit ihm seine Beine nach vorne trugen.
Er wusste was jetzt folgte, es war immer das gleiche, der rote Dämon würde mit ihm spielen, er würde ihn demütigen... vor allen hier! Es war eines der so heiß geliebten Spiele des Monsters, er liebte es ihn vor anderen zu erniedrigen, ihn zu zeigen wie schwach er war und dass er sein Eigen war.
Aber nicht nur Molloc erschien Vegeta beängstigend, auch der Dämon neben ihm sah ihn mit eindeutigen Spott entgegen. Wahrscheinlich hatte ihm der rote Teufel mitgeteilt wer er war und wie sehr er ihn hasste! Vegeta spürte Angst in sich aufkochen und er konnte fühlen, dass sämtliche Farbe aus seinem Gesicht gewichen war.
Der Weg zu den beiden kam ihn unsäglich kurz vor, trotz der Tatsache, dass es sicher 15 Meter waren. So versuchte er mit gesenkten Blick und so schnell es ging den Wein nachzuschenken, obwohl er wusste, dass er nicht soviel Glück haben würde Mollocs Spielchen zu entgehen.
Vegeta trat zwischen die Beiden Dämonen um an den Becher zu kommen und er versuchte die Angst und den Widerwillen so gut es ging zu verbergen. Er schenkte, trotz allen Bemühens, mit zitternder Hand nach und spürte plötzlich eine Hand auf seinen Becken.
"Warum zitterst du denn so?" Der Mann wandte seine schwarzen Augen unfreiwillig in die Richtung der Stimme und sah in das spöttisch grinsende Gesicht des älteren Prinzen. Seine weißen und scharfen Zähne kamen dabei zur vollen Geltung und er fuhr fort:" Ich tue dir doch nichts. Oder ist es was anderen?" Der Dämon legte seinen Kopf leicht zur Seite und sah den Sklaven fragend an.
Schreckliche Panik stieg in dem Sayajin hoch, er fühlte sich müde und völlig ausgelaugt, er wollte hier nicht stehen, nicht gedemütigt werden und vor allem schämte er sich, dass er diesmal vor all den anderen Sklaven, vor seinen Freunden so hergeführt wurde. Denn es war Ruhe eingekehrt im Saal und alle Augenpaare waren auf die Tribüne gerichtet um sich aufmerksam den Schauspiel zu widmen.
"Na los, was bringt dich so zum zittern?" Die Hand auf seinen Becken begann ihn langsam zu streicheln, doch für ihn fühlte es sich jede einzelne Bewegung wie ein schwerer Schlag an. Plötzlich hörte er eine Stimme von der andern Seite scharf sagen:" Antworte, Prinzchen, oder hat es dir die Sprache verschlagen?!" Der rote Dämon grinste ihn bösartig an und Vegeta spürte plötzlich furchtbare Übelkeit in sich aufsteigen.
"I... ich bin nur müde..." Er wollte weg, sich verkriechen, einfach in ein Loch verschwinden und sterben!!! Es war offensichtlich worauf Molloc hinauswollte! Er wollte ihn lächerlich machen, ihn mit seiner Herkunft demütigen!!!
"Hm... ist es das?! Oder bist du zornig?!" Die schwarzen, trüben Augen des Dämonen durchbohrten ihn und spießten ihn auf:" Du warst ein Prinz, nicht wahr?!" Seine Stimme hallte plötzlich laut durch die riesige Halle und Vegeta fühlte sich auf einmal so, als würde ihm jemand seine gesamte Kraft aus ihn raussaugen.
"Antworte!" Die Hand streichelte ungehindert weiter über sein Becken und der ältere Prinz schien immer mehr gefallen an dem Spiel zu finden.
"Ja..." Vegeta hauchte das Wort geradezu, er konnte einfach nicht lauter, sein Hals war wie zugeschnürt! Doch schüttelte der Dämon den Kopf und sagte lächelnd:" Sag es laut, man versteht dich ja so nicht!"
Es tat weh. Schrecklich weh, doch der Sayajin schluckte schwer und sagte diesmal laut, so dass es gut hörbar war:" Ja..."
Und ein Lachen begann sich durch die Tischreihen zu zeihen, wie eine Welle und der Hohn brach direkt über Vegeta ein. Tränen stiegen in seine Augen und er wollte ihnen am liebsten nachgeben, doch er hatte so lange nicht mehr geweint, er würde das auch nicht hier tun! Das Lachen erstarb, als der ältere Prinz wieder zu sprechen begann:" Ach?! Und was ist das denn nun für ein Gefühl?! Ich meine, dass du nun hier bist und bedienst?! Von Prinzen zum Sklaven, amüsant, muss ich schon sagen! Ich hab auch gehört, dass du ein Kämpfer warst, das erscheint mir als ziemlich witzig, du siehst nicht aus wie jemand, der kämpfen kann! Klein und schwach, du warst kein guter Prinz, oder?!"
Die Hand hielt plötzlich inne und die Augen des Dämonen bohrten sich erneut in Vegetas Gedanken und er wiederholte grinsend:" Oder?!"
Vegeta konnte nicht antworten, würde er seinen Mund öffnen würde er den Kampf gegen den elendigen Drang verloren haben und sich hier vor allen in Tränen ausbrechen. Doch der Prinz schien genau das beabsichtigt und so fragte er ruhig:" Wieso antwortest du nicht?! Ist dir die Frage zu schwer oder schämst du dich nur!?" Dann ruhten die Augen einen schreckliche Moment auf ihn und schließlich sagte der Dämon mit feststellender Stimme:" Du bist schwach! Und niemand, der schwach ist, kann ein guter Prinz oder ein guter König sein! Deine Augen füllen sich mit Tränen und du beginnst jede Sekunde hier vor uns allen zu heulen!"
Eine reine Reflexreaktion, der Sayajin wusste nicht wieso er es tat, es war allein sein Körper, der den schweren Krug mit aller Macht gegen das Gesicht des völlig überraschten Prinzen schlug und ihn aus seinen Sessel schleuderte. Das Lachen, welches zuvor immer mehr angeschwollen war, erstarb mit einem Mal und alle schienen das was sie sahen nicht so recht Glauben schenken zu können.
Ein harter Schlag von Molloc erwischte Vegeta an der Seite und schleuderte ihn ebenfalls zurück, doch flog er um ein schönes Stück weiter als der Dämon und blieb nach Luft schnappend liegen. Er sah wie der Prinz schon wieder auf den Beinen stand und sich das Blut von der aufgeplatzten Lippe leckte. Vor Zorn leuchtende Augen fixierten ihn und der Prinz schrie:" Du dämliche Kreatur, deine jämmerliche Schwäche wird ja sogar noch von deiner Dummheit übertroffen!!! Glaub mir, das hättest du besser bleiben lassen, denn nun werde ich dir deine Gedärme rausreißen!!!"
Wütend trat er zu dem am Boden liegenden Mann und packte ihn am Hals. Mit einer ungemeinen Brutalität zog er ihn hoch und formte seine freie Hand zu einer Faust, die dafür bestimmt war Vegeta zu zerfetzen. "Prinzchen, nun demonstriere ich dir, was ein echter Prinz können muss!" Auf der immer noch von Zorn verzerrten Grimasse zog sich ein boshaftes Grinsen und Vegeta spürte wie in ihm plötzlich alle Kraft, aller Wille sich zur Wehr zu setzen verschwand. Er nahm kaum mehr das Lachen und Grölen im Hintergrund war, er fühlte sich plötzlich seltsam schwer.
"Horso, hör auf!" Ein gefährliches Pfauchen hallte durch den Saal und augenblicklich verstummte das ganze ausgelassene Gejohle.
Der Griff um den Hals des Sayajins blieb unverändert und drückte ihm den Atem ab, so dass ihm allmählich schwarze Punkte vor den Augen zu tanzen begann, die immer zahlreicher wurden. Mit letzter Kraft wandte Vegeta seinen Kopf zur Seite um zu sehen wer da sprach und er erblickte den weißen Dämon, der nun ebenfalls aufgesprungen war und seltsam bedrohlich wirkte.
"Armath, was redest du da!?" Horso sah seinen Bruder scharf und unmissverständlich an:" Der Wichser hat mich geschlagen!!! Ich gehöre zum Königshaus, willst du so was etwa dulden!?" Ein zorniger Blick traf den Sayajin, welcher langsam aber sicher das Bewusstsein verlor.
"Ich sagte, hör auf!!! Chalars neg irk..." Die scharfen Worte des jüngeren Prinzen gingen in seine Muttersprache über und der Sayajin spürte wie der harte Griff um seinen Hals plötzlich an Kraft verlor. Er konnte wieder nach Luft schnappen und stellte erleichtert fest wie das schmerzliche Pochen hinter seiner Stirn langsam nach lies. Neugier erwachte in dem allmählich wieder zu sich kommenden Verstand und Vegeta drehte vorsichtig seinen Kopf leicht zur Seite.
Der Prinz sprach nicht mehr und Horso auch nicht, beide starrten sich unnachgiebig an und niemand der beiden schien sich auch nur einen Millimeter zu bewegen. Die drückende Ruhe, die nun im Saal aufgetreten war schien stetig an Unerträglichkeit zuzunehmen, alle sahen mit gemischten Gefühlen zu den zwei Prinzen und jeder schien einen Kampf zwischen den beiden zu fürchten.
An das dachte Vegeta im Moment nicht, er dachte auch nicht an die Tatsache, dass, wenn der Dämon nun seine Hand zudrücken würde, er sterben würde. Sein Blick galt voll und ganz dem Gesicht des jüngeren Prinzen, es sah nicht so gefährlich aus, wie das seines älteren Bruders und auch seine Augen spiegelten nicht so viel Bedrohung wieder, doch er hatte eine ungewöhnliche Ruhe in sich, so als hätte er vor dem Älteren nichts zu befürchten, so als würde er ihm um nichts nach stehen, weder an Alter noch an Kraft.
In diesem Augenblick öffnete sich der klammernde Griff und der Sayajin fiel zu Boden, wo er sich trotz seines Bemühens nicht sofort wieder aufrichten konnte, sein Körper fühlte sich wieder sehr schwer an und auch sein Geist schien auf einmal sehr müde.
"Wie du willst. Ich werde mich deinen Wunsch nicht wiedersetzen." Angestrengt hob Vegeta seinen Kopf um in das Gesicht des Dämonen zu sehen und was er sah überraschte ihn sehr. Es war kein Hass oder Zorn, sondern nur ein ruhiger Ausdruck und ein freundliches Lächeln. Jedoch konnte der Dämon sich einen geringschätzigen und wütenden Blick auf den noch immer am Boden liegenden Sayajin nicht verbeißen und wandte sich dann ohne ein weiteres Wort an Vegeta zu verschwenden wieder seinem Platz zu.
Vegeta richtete sich schließlich auf unsicheren Beinen auf und stellte sich zu den anderen zurück, seine Seite tat weh und es kam ihn so vor als würde er jeden Augenblick ohnmächtig werden. Seinen Krug musste er nun wenigstens nicht mehr halten, da dieser in Splittern über den Boden verstreut lag und so blieb er einfach mit gesenkten Blick stehen. Er sah nicht auf, weder zu Molloc, welcher nun sicherlich eine furchtbare Wut in sich trug, die er in der nächsten Nacht zu spüren bekommen würde und auch nicht zu dem jüngeren Prinzen.
So verlief der Abend wie vor dem kleinen Zwischenfall und zog ohne ein weiteres, erwähnenswertes Vorkommnis an Vegetas müden Geist vorbei. Er wollte nicht daran denken, was Molloc mit ihm nach dem Bankett anstellen würde und er kämpfte immer noch gegen die Tränen an, die immer zahlreicher zu werden schienen.
Er wollte hier weg, so sehr wie schon lange nicht mehr! Und er sah wieder das Gesicht, das ihn schon seit seiner Ankunft Gesellschaft und Trost schenkte. Vegeta war klar, dass er heute nicht mehr ins Bett kommen würde, der rote Dämon würde ihm irgendeine Strafarbeit aufbrummen und ihm so den dringend benötigten Schlaf verwehren.
Der Sayajin schloss die Augen, er fühlte sich sehr, sehr schlecht.
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Bitte sehr, Kapitel 11 ist da und um ehrlich zu sein gefällt mir es sehr gut, da ich endlich einen der Kernpunkte der Story einbauen konnte! Welchen!? Na das Treffen zwischen Armath und Vegeta! Was sich daraus entwickelt!? Hehehe, also, da müsst ihr schon selbst lesen! :)
Kapitel 12: Don't say Lord to me, I'm Armath
Die riesigen Lichter an den Decken und Wänden waren nach dem Fest ausgeschaltet worden und nur noch ein paar schwache Kerzenflammen erschienen wie kleine Leuchttürme in diesem unermesslich großen Raum und schenkten ein spärliches Hell, welches kaum genügte um die Hand vor der Nase zu erkennen.
Stille hatte sich über alles gelegt, keine Sessel, die herumgeschoben wurden und keine Geschirr das klirrte, kein Stimmengeflute, nur alles umschließende Ruhe. Doch wurde dieses angenehme Schweigen immer wieder von dem Geräusch von Wasser und nassen Stoffes, der auf eine harte Oberfläche aufschlägt unterbrochen.
Inmitten der Stühle des mittleren langen Tisches an der rechten Seite, wo nur ein schwaches Kerzenlicht etwas Helligkeit spendete, stand Vegeta und wischte leise keuchend den Tisch ab. Er war nun seit geraumer Zeit hier und reinigte den gesamten Saal alleine, das war Mollos Strafe für sein unerhörtes Verhalten und keiner durfte ihn helfen. Palles und die anderen wollten ihn unterstützen, doch wurde es den Sklaven verboten, wenn sie nicht ebenfalls eine Reihe an Strafarbeiten auferlegt haben wollten. Nun stand er also allein in den großen Raum und hatte Probleme damit den immer schwerer werdenden Kübel Wassers und die restlichen Putzutensilien zu tragen.
Unerträgliche Müdigkeit breitete sich immer mehr in ihm aus und raubte ihn beinahe den Geist, er befürchtete jeden Moment einzuschlafen und versuchte sich in dem schummrigen Licht irgendwie wach zu halten. Er hatte den riesigen gekachelten Boden schon gereinigt und auch die schweren Tischdecken waren alle in den Waschräumen verstaut. Nun waren noch die Tische an der Reihe, die linke Reihe hatte er schon gemeistert, jetzt fehlte nur noch die mittlere und rechte Reihe und dann noch der große Tisch auf der Erhöhung.
Seine Arme fühlten sich kraftlos an und er hatte kaum noch genug Kraft den nassen, kalten Fetzen richtig zu halten, so dass er immer wieder umgreifen musste. In seinem Kopf hämmerte es unerträglich und seine Augen brannten vor Müdigkeit und Tränen, er fühlte sich einfach grässlich. Seine Gedanken waren genauso müde wie er, so dass er an gar nichts dachte, bis auf den Gedanken an sein Bett, was ihm jedoch nicht gerade viel half. Er fragte sich wie lange er wohl schon alleine hier war, er musste eine ganze Ewigkeit sein!
Plötzlich war das leise Knarren der Tür zu hören und vor Schreck stieß der Sayajin den Kübel kalten Wassers neben sich um und es verteilte sich auf den erst kürzlich so mühevoll gereinigten Boden. Der erste Gedanke, der dem Sayajin kam war Molloc und er hätte am liebsten geschrieen, doch dann stellte er überrascht fest, als die Gestalt mit gemäßigten Tempo auf ihn zukam, dass es sich nicht um diesen handelte, denn er war ein wenig kleiner und hatte auch nicht die selbe Statur.
Unbehagen stieg in Vegeta auf und er ballte unsicher seine, von dem eiskalten Wasser unterkühlten, Hände zu Fäusten. Auch wenn es nicht Molloc war hieß das nicht, dass er nun keine Schwierigkeiten bekommen konnte, er hatte in dieser Hinsicht schon viel mit den Dämonen mitmachen müssen und deshalb stieg seine Furcht umso mehr, als der Fremde weiter auf ihn zukam.
Dann plötzlich blieb er etwa vier Meter vor dem Sklaven stehen und Vegeta wusste, dass dieser ihn genau sah, auch wenn er selbst nichts als ungefähre Umrisse feststellen konnte. So wich er etwas zurück, bis er in seinem Kreuz den Tisch spürte und versuchte verzweifelt etwas zu erkennen.
"Du musst keine Angst haben, ich tue dir nichts." Überrascht blickte der Sayajin zu den Fremden und er erkannte ihn sofort an der Stimme. Es war der weiße Dämon, Armath! Vegeta wusste gleich, dass dieser es war, trotz dessen, dass er seine Stimme vorhin nur ungenau wahrgenommen hatte und mit Entsetzen bemerkte er, wie sich sein Körper ohne sein Zustimmen entspannte.
Armath ging nun schließlich ganz zu den Sayajin, so dass das wenige Licht auch ihn erhellte und sah diesen mit einen freundlich Ausdruck entgegen. Der Dämon war nicht so groß wie Molloc, dass stimmte, er war um ein gutes Stück kleiner, dies führte Vegeta aber allein auf das Alter des jungen Prinzen zurück und so musste der Sayajin zwar aufsehen um in sein Gesicht blicken zu können, aber seinen Kopf nicht ganz in den Nacken legen, was ihn auch ein wenig beruhigte.
"Wie heißt du?" Die Stimme des Dämonen klang irgendwie angenehme und der Mann antwortete zögernd:" Vegeta, Herr..." Es lag Angst in seinen Worten und dies merkte auch Armath, denn er lies sich plötzlich auf die Knie fallen, so dass er ca. Vegetas Größe hatte und lächelte:" Du musst mich nicht Herr nennen. Ich heiße Armath."
Ein unsicheres Nicken galt als Antwort und der Sayajin stotterte:" I... ich weiß... ich hab es vorhin gehört, als eurer Bruder..." Er brach ab und begann ohne es verhindern zu können zu zittern, ob der Dämon ihn wohl jetzt bestrafen würde, weil er vorhin seinen Bruder geschlagen hatte? Plötzlich kam ihn seine vorige Aktion unglaublich dämlich vor und seine Hände suchten an dem Tischrand halt.
"Horso handelt oft sehr unüberlegt, ich möchte mich dafür entschuldigen. Es war sicher nicht böse gemeint, er findet dies nun eben... witzig." Die dunklen Augen schimmerten in den schwachen Kerzenlicht und strahlten etwas angenehm verzauberndes aus. Vegeta war von den Worten jedoch so sehr verwundert, dass er auf die zwei funkelnden Opale nicht achtete, sondern nur verwirrt auf den Dämonen vor sich starrte. Hatte dieser das ernst gemeint!? Er hatte sich entschuldigt und er schien keineswegs böse oder wütend zu sein!!!
"Vegeta, was machst du hier noch so spät? Ich war überrascht zu hören, dass du hier bist, wo doch die anderen Sklaven schon längst wieder ihre Betten hüten." Das Zittern wurde merklich stärker und der Sayajin fühlte sich plötzlich komisch, er wusste nicht was er machen oder sagen sollte.
"M... mein Herr hat mich bestraft... wegen vorhin... ich soll hier alles in... Ordnung bringen..." Es war entsetzlich, sein Körper schien ihn mit einem Mal gar nicht mehr zu gehorchen, er begann ohne auch nur etwas dagegen tun zu können zu weinen. Tränen bahnten sich ohne seine Erlaubnis den Weg über sein blasses Gesicht und sein Zittern wurde noch stärker.
Irgendetwas in ihm schien sich durch die grässliche Müdigkeit, die Furcht und die Verzweiflung nicht mehr länger zusammenzureißen zu können und der Sayajin versuchte sich vergebens wieder zu fangen. Er drückte sein Gesicht in seine Hände, er wollte nicht, dass dieser ihn weinen sah, er hatte schon so lange nicht mehr geweint, warum konnte er es nun nicht mehr zurückhalten!?
Vorsichtlich legten sich zwei Arme um seine Taille und Armath zog ihn zu sich. Vegeta schrie leise auf und begann zu wimmern, er versuchte sich verzagt von diesem wegzudrücken, doch hatte er keine Kraft mehr um auch nur ein wenig Wiederstand leisten zu können, so sackte er in den Armen des Dämonen zusammen und weinte. Er fühlte sich in den Moment so ohnmächtig wie nie zuvor und seine Hände suchten ohne, dass er es merkte nach Halt bei dem anderen.
Es vergingen etliche Minuten in denen der Sayajin verzweifelt um seine Beherrschung kämpfte, doch als der weiße Dämon ihn vorsichtig und sanft zu streicheln begann wurden die Tränen immer mehr und schließlich gab er sich ihnen völlig hin. Vegeta merkte den Übergang in den Schlaf nicht, es wurde alles einfach Schwarz.
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Um ehrlich zu sein hätte ich mir das nicht gedacht! Zumindest nicht so schnell...
Vorsichtig ordnete ich den Stapel an Papieren, die ich die letzten Stunden genauestens überarbeitet hatte, in den dicken Ordner und stellte das viel zu schwere Ding wieder ins Regal, zu den anderen Kolossen an Papierplaner, um die ich mich schon die letzen Wochen gekümmert hatte. Zufrieden, da der unangenehme Teil der Arbeit nun endlich erledigt war, fuhr ich mir durch meine langen Haare und schlenderte schmunzelnd zu meiner Teekanne, die den herrlichen Duft von frischen Früchtetee verbreitete.
Ich konnte mir dieses Schmunzeln, welches mich schon seit den letzen Stunden begleitete einfach nicht abstellen, es war als würden meine Gesichtsmuskeln ihren eigenen Willen haben und ich fürchtete schon allmählich, dass es bis zu Mittag, wo das Treffen mit dem Prinzen und den König noch bevorstand, immer noch nicht verschwunden sein würde.
Dieses Treffen ging ganz allein darum, dass ich über die Sklaven, welche ausgesucht wurden und so immer noch im Rennen waren, genauestens informierte. Wo ich mit gestern noch Sorgen gemacht hatte was ich wohl am besten bei wem sagen sollte, kam es mir heute geradezu überflüssig vor!
Das Schmunzeln mutierte zu einen richtig breiten Grinsen und ich lies mich auf meine weiche Couch nieder um mich noch mal geistig in den heutigen Morgen zu versetzen. Es war halb Vier gewesen und ich hatte mir ernstliche Sorgen um Vegeta gemacht, die Strafarbeit von Molloc ihn allein den ganzen Saal reinigen zu lassen war wohl das gemeinste was sich der rote Dämon bis jetzt ausgedacht hatte. So wurde demonstriert, dass der Mann keine geeignete Wahl sei und schwierig war und unter normalen Umständen hätte schon die Show die der Sayajin da gestern dargebracht hatte dafür gesorgt, dass er disqualifiziert werden würde oder noch schlimmeres mit ihn gemacht werden würde.
Ich nippte an dem warmen Getränk und seufzte leise. Er hatte unverschämtes Glück, der Prinz hatte ihn wirklich davor gerettet von dessen Bruder zerfetzt zu werden und ich hatte mir schon da meine Vermutungen gemacht. Aber nun war ich mir ziemlich sicher, dass die weitere ,,Brautschau" nichts als Zeitverschwendung sein würde, da Armath sich schon entschieden hatte!
Jedenfalls wurde ich um halb vier Uhr morgens plötzlich durch ein Klopfen von meinen Papierkram abgelenkt und als ich nachsah wer der lebensmüde Trottel war, der so früh bei mir hereinplatzte, war ich so überrascht gewesen, dass ich beinahe vor lauter Starren vergessen hätte mich vor dem Prinzen, nämlich dieser stand da, zu verbeugen. Jedoch verwirrte mich die Tatsache, dass der Prinz höchstpersönlich bei mir in Herrgottsfrüh hereinschneite nicht so sehr, wie die, dass er einen schlafenden Sayajin in seinen Armen trug.
Nun ja, Vegeta lag nun in seinen Bett und hatte Dank dem Prinzen heute frei. Ich frage mich ob er schon aufgewacht ist oder ob er noch schläft? Imas blasses und blödes Gesicht, als Armath plötzlich vor ihr stand und dass noch blödere als er sagte, sie solle den Sayajin nicht wecken, hatte mich für alle Überraschung entschädigt. Ich hatte mir nur mit Mühe das Lachen zurückhalten können und konnte mir nur zu gut vorstellen wie Ima in diesen Augenblick mit saurer Miene auf irgendwelche armen Sklaven rumtrampelte um ihren Frust loszuwerden, dass sie Vegeta doch nicht schikanieren konnte, so wie sie es eigentlich erhofft hatte.
Der Prinz war an ihm interessiert, richtig interessiert, das habe ich in seinen Augen sehen können! Er hatte mich vorhin genauestens mit einen besorgten Blick beobachtet als ich mich um die Verletzungen von Vegeta gekümmert hatte und schon da hat dieses verdammte Schmunzeln begonnen, welches langsam immer breiter wurde!
"Puh... irgendwie gemein... hach, ich hätte halt auch gern eine Chance gehabt..." Ich begann leise zu lachen und rollte mich zur Seite, ich würde bis zur Versammlung noch ein wenig Schlafen, die gestrige Aufregung über das, was ich nun genau von jeden einzelnen erzählen sollte, war irgendwie verflogen.
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Nr.12 ist da!!! :) Hoffe euch hat es gefallen, es ist zwar nicht sooo viel weltbewegendes passiert, aber das kommt ja noch... zumindest für Vegeta!!! *g* Bitte reviewd, freu mich über jede flinzelkleine einzelne!
Kapitel 13: guility feelings
Als Vegeta die Augen aufschlug war sein erster Gedanke wie er hierher gekommen war und warum ihn Ima noch nicht aus den Bett gescheucht hatte. Überrascht stellte er fest, dass die schmerzende Prellung, die er sich gestern eingehandelt hatte verschwunden war und als nächstes, dass er noch immer dieses dämliche Kleid anhatte!
Leise stöhnend richtete sich der Sayajin auf und sah mit Entsetzen, dass es schon beinahe fünf Uhr war! Er hatte den ganzen Tag verschlafen!!! Er war zwar immer noch müde, doch die Befürchtung, dass er sich nur Ärger einhandelte, wenn er sich jetzt nicht langsam zu seiner Arbeit begab, dämpfte die Müdigkeit bemerkenswert ein und er stand seufzend auf, denn das Bett war warm und die Temperatur in dem Schlafsaal nicht.
Seine Kleidung hang wie gewöhnlich über den Sessel geworfen, er hatte sich diese am Vortag vorbereitet, da er sie griffbereit haben wollte, wenn er von dem Bankett zurückkam und ...
Ein kleines Pochen begann sich mit einen Schlag in Vegetas Kopf auszubreiten und er ließ sich wieder zurück auf das Bett sinken, als seine Beine plötzlich den Dienst versagten. Seine Augen starrten mit Entsetzen vor sich auf den Boden und ihm wurde schlecht. Armath... der Dämon, er hatte vor diesem zu weinen begonnen... wie ein verdammtes Baby... und dann... was war passiert!?
Der Sayajin legte sich eine Hand auf den Kopf und schloss die Augen, er war eingeschlafen. Wie konnte das sein!? Er war in den Armen eines Dämonen eingeschlafen! Mit einen Ruck stand Vegeta auf und sah erschrocken auf sein Bett, eine Frage begann an ihm zu nagen und er fuhr sich mit leicht zitternder Hand durch seine dunklen Haare.
Hatte ihn der Dämon hierher gebacht? Und durfte er wegen diesen so lange schlafen? Vegeta warf den Kopf in den Nacken und schloss seine Augen, er versuchte das Gefühl zu deuten, welches sich auf einmal wie prickelndes Wasser in seinem Magen ausbreite und ihn Hitze in den Kopf trieb, so dass ein anderer befürchtet hätte, dass der Sayajin Fieber haben könnte.
Zornig begann der schwarzhaarige Mann seinen Kopf zu schütteln und ballte seine Hände zu Fäusten. Er war durcheinander!!! Das war alles!!! Er spürte, nichts!!! Gar nichts!!! Er war... nur noch müde!!! Zu den angenehm warmen Gefühl begann sich eine beklemmende Schuld dazu zugesellen und Vegeta schüttelte erneut seinen Kopf. Das Bildnis des jüngeren Sayajins kam ihn wieder in die Gedanken und ihm wurde schlecht, er wusste nicht was das bedeuten sollte!
Fühlte er sich Son-Goku gegenüber schuldig!? Niemals!!! Er brauchte sich nicht schuldig zu fühlen, er hatte schließlich nichts getan!!! Ihm hatte die Nähe des weißen Dämonen gestern nicht gefallen! Nein!!! Er war nur so müde gewesen und er hatte jemanden gebraucht...
Wütend schlug Vegeta seine Fäuste in die Matratze neben seinen Beinen, nachdem er abermals auf diese zurückgesunken war und biss seine Zähne zusammen, Tränen begann erneut durch die geschlossenen Augen zu sickern und er keuchte leise auf. Es war doch egal! Er würde ihn sowieso nie wieder sehen! Hier würde er nie wegkommen und er würde bis in alle Ewigkeit hier gefangen sein!!! Bis nur noch sein Körper als leere Hülle zurück bleiben würde...
Nochmals brach ein Schwall an Tränen aus dem Sklaven heraus, der sein Gesicht nun wimmernd im Polster vergrub, er fühlte sich schrecklich allein und hilflos. Es war egal ob er sich nun den anderen gegenüber schuldig fühlte oder nicht! Wieso auch, er wusste ja nicht einmal ob dieser seine Gefühle erwiderte, er war damals so verdammt stur gewesen und war einfach weggelaufen anstatt mit ihn darüber zu reden! Er war so blöd!!!
Der Kopf des weinenden Sayajins begann wieder zu hämmern und er zog die Decke ganz über sich, in diesen Moment war er froh, dass die anderen Sklaven erst in ca. zwei Stunden zurückkommen würden, er wollte nicht, dass ihn jemand so sah. Pyre würde sich, sobald sie ihn zu Gesicht bekommen würde, wieder über ihn lustig machen und auch die anderen würden sich das eine oder andere bissige Kommentar nicht verkneifen...
Er wollte weg, heim, zu den anderen... er war allein... Son-Goku war nicht da, der edle Retter konnte ihn nicht finden, Tima hatte ihn vor längerer Zeit erklärt, dass magische Gegenstände wie es z.B. Dragonballs waren hier nichts halfen, da dieses Universum vor solch einer Magie geschützt war.
Doch suchten sie überhaupt noch?!
Vegeta wurde so schlecht, dass er sich auf den Rücken drehen musste um sich nicht zu übergeben. Der Gedanke tat weh, richtig weh und machte furchtbare Angst!!! Wenn sie suchten, würden sie ihn vielleicht irgendwann ja doch finden... doch wenn sie es nicht taten, dann blieb das hier für ewig sein Gefängnis... Aber wieso sollten sie auch nach ihn suchen!? Er war schon sieben Jahre weg, sie hatten sich sicher schon längst mit der Tatsache, dass er nie mehr wiederkommen würde abgefunden. Und es war kein Geheimnis, dass er nicht gerade der beliebteste unter den Kämpfern war...
"Kakarott..." Der Sayajin schloss die Augen und versuchte nicht mehr daran zu denken, er wollte an nichts denken, am liebsten wäre er gestorben, doch der Schlaf schenke ihn einen milderen Trost.
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"Hey, aufwachen, ewig kannst du nicht schlafen, sonst fällst du von Fleisch oder verdurstest uns... und um ehrlich zu sein, wir haben keinen der so gut nörgeln kann wie du, Tollum mal ausgenommen..." Eine Hand rüttelte sanft an der Schulter des langsam erwachenden Mannes und weckte ihn so schlussendlich ganz aus den traumlosen Schlaf.
Als Vegeta aufblickte sah er in das grinsende, aber trotzdem besorgte Gesicht von Palles, welcher, wie schon so etliche Male zuvor, an seinen Bettrand saß und ihn weckte. Stöhnend richtete sich der Sayajin auf und sah sich einen Moment verwirrt um, zu seinen Bedauern war Palles nicht der einzige Besucher, sondern auch der Rest seiner Gruppe stand mehr oder weniger mit einen Lächeln um ihn herum.
"Du bist ein Trottel..." Trotz der Tatsache, dass Tollum in dieser Hinsicht ein offener Kerl war, war dies doch ein Schlag ins Gesicht und Vegeta sah ihn verwirrt und fragend an. Doch kam der große Mann gar nicht dazu seiner Wut weiter Platz zu machen, denn Tros knuffte ihn unsanft in die Seite und knurrte:" Du sei still! Du bist wirklitsch aufmunternd, itsch könnte mir ditsch super als Seelenklempner vorstellen, deine Patienten würden natscheinander aus den Fenster sprinschen!!!" Dann drehte er sich mit einen freundlichen und teilweise entschuldigenden Lächeln zu den immer noch ziemlich geschafft aussehenden Mann vor sich:" Weißt du Vescheta, wir sind froh, dass du notsch lebst und es dir gut geht..."
"Und du regst dich über Tollum auf!? Du bist ja genauso schlimm!!!" Socco gab den Sklaven mit dem seltsamen Akzent eine saftige Kopfnuss und sah seufzend in Vegetas Richtung:" Hör mal, wir haben uns echt Sorgen um dich gemacht! Weil du nicht zur Arbeit gekommen bist, dachten wir schon Molloc hätte dich gevierteilt! Geht's wieder?"
Ein leichtes Nicken galt als Antwort und dann sah der Sayajin fragend zu Palles:" Wie spät ist es eigentlich?" Vegeta wusste, dass er lange geschlafen hatte, viel länger, als jemals in den letzen sieben Jahren zuvor und trotzdem fühlte sich fast doppelt so müde wie nachdem er das erste Mal heute aufgewacht war.
"Neun Uhr Nachts! Aber sei beruhigt, wären wir früher gekommen hättest du schon eher unseren Besuch erwarten dürfen, nur wurden vorhin die Namen erläutert, die in die nächste Runde kommen." Palles begann nun geradezu zu strahlen:" Und ich kann erfreut mitteilen, dass wir alle dabei sich, inklusive dir!"
Vegeta sagte nichts, einen Moment schien er nicht richtig zu begreifen was der Mann da eben von sich gegeben hatte und dann sah er plötzlich schrecklich elend aus, so als würde er gleich umkippen. Palles bemerkte dies sofort und sah ihn verwirrt an:" Ähm, Vegeta, ich glaub du hast da was missverstanden! Du bist in der nächsten Runde! Verstehst du? Das heißt, Molloc rührt dich mindestens die ganze nächste Woche nicht an! Na, wäre das nicht wenigstens einen kleinen Smile wert?" Der kastanienhaarfarbene Sklave versuchte mit seinen Händen eine "Taa-daa" Geste hinzukriegen und sah noch verzagter aus der Wäsche als der Sayajin plötzlich die Augen schloss und seinen Kopf auf seiner Hand abstützte.
Tyla trat nun näher an den irgendwie kränklich wirkenden Mann heran und ging neben ihm in die Hocke:" Geht es dir nicht gut? Soll ich Tima holen?" Sie legte behutsam eine Hand auf seinen Arm und spürte, dass er leicht zitterte. "Nein, mir geht's gut... ich will nur schlafen... bitte..." Die Frau sah ihn besorgt an, zog dann aber ihre Hand zurück und stand auf:" OK, ruh dich aus." Dann deutete sie den anderen ihr zu folgen und warf ihnen einen totbringenden Blick zu, als sie protestieren wollten.
Dass sie gingen merkte der Sayajin nicht, er fühlte sich nicht gut. Er war also für die nächste Runde qualifiziert, ihm wurde irgendwie heiß bei dem Gedanken, doch er hatte auch wieder das nagende Schuldgefühl in sich und vergrub sich deshalb wieder unter seiner Decke um zu schlafen.
Als ich ihn dann eine Stunde später einen Tee von mir einflößte, bekam er es auch nicht mehr mit, am nächsten Morgen würde es ihn schon wieder besser gehen. Das ganze war wohl doch ein wenig zu viel für ihn gewesen.
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Kapitel14: Lunchtime with a Demon
Es war heiß in der Abteilung des Waschsaals in welcher Palles und Co. die Ladung Wäsche, die diesmal doch einen ungewöhnlichen Umfang besaß, waschen mussten. Das es so viel mehr Wäsche gab, war darauf zurückzuführen, dass ja auch die Kleidung und die restliche Wäschestücke der anderen Dämonen und der anderen Sklaven, welche natürlich auch zupacken musste, gesäubert werden musste.
Dies war auch der Grund gewesen, wieso Ima sie schon um halb vier mit ihrem lieblichen "Aufstehen ihr faulen Säcke, oder ihr könnt euch euer Essen in die Haare schmieren!!!" aufgeweckt hatten und nun jeder mehr schlafend als wach die Wäsche in den heißen Wasser hin und herzog, sie ausbeugte und dann zu den Wagen mit den frisch gesäuberten Sachen warf.
Die Tatsache, dass die meisten Stücke nicht Vorschriftsmäßig gereinigt wurden, da es schon ab und zu vorkam, dass man das Wäschestück einfach nur ins Wasser eintauchte und dann in den Wagen warf, ohne aus auch im entferntesten mit Seife in Berührung zu bringe, wurde von Penelope einfach übersehen.
Da die stämmige Frau es als Frechheit ansah schon so Früh beginnen zu müssen, wo sie doch Gestern normal durchgearbeitet hatten, sagte sie auch nichts, wenn sie es mal sah. Revos war es auch egal, er schrie nur die an, die er nicht mochte und lies andere einfach in Ruhe herumlehnen und quatschen, so wie Pyre und andere der Sorte.
Inzwischen war es schon 11:30 Uhr und nicht mehr lange hin bis zum Mittagessen, welches von allen schon sehnlichst erwartet wurde, da das Frühstück sehr schmächtig ausgefallen war. Hilla hat den morgendlichen Haferbrei gesalzen statt gezuckert und war erst dahinter gekommen, als ein angewidertes Würgen durch die Bankreihen gegangen war. Die Sitzplätze waren ebenfalls rarer als sonst ausgefallen, da die Halle fast doppelt so viele Sklaven nun Platz bieten musste wie zuvor und so mussten die meisten heute im Stehen ihren salzigen Brei löffeln.
"Vescheta, schlaust du, dass das jetzt jeden Morschen so scheht?" Tros, der mit einen seltsam abwesenden Blick neben Vegeta saß und gerade versuchte einen trockenen Stoff auszubeugen, stöhnte leise. Im Gegensatz zu dem Sayajin war der Schlaf bei allen anderen beträchtlich kürzer ausgefallen und dies war auch gut merkbar. Sogar Usok hielt seine Euphorie, dass er nun in der nächsten Runde war, in Grenzen und musste alle paar Minuten von Tollum angestoßen werden, damit er nicht einnickte.
"Weiß nicht." Der Mann mit den dunklen Augen fühlte sich heute wirklich viel besser als den Tag zuvor, doch er war immer noch ein wenig durcheinander und versuchte es ganz und gar zu vermeiden an die ganze Sache erinnert zu werden. Als er jedoch den beleidigten Blick seines Nebenan bemerkte setzte er seufzend hinzu:" Aber ich glaube bevor das alles hier nicht vorbei ist, müssen wir uns nun jeden Morgen so früh von unseren Betten trennen."
"Itsch hoffe, dass du nitscht Retscht hast." Der hübsche Mann gab ebenfalls ein bedauernswertes Seufzen von sich und hob genervt seinen Blick, er wollte gerne in eine der so verlockend frisch gewaschen und getrockneten Wäscheberge fallen und dort bis in alle Ewigkeit schlafen.
Vegeta konnte es ihm nachfühlen, er erinnerte sich nur zu gut daran, wie erschöpft er sich gestern gefühlt hatte. So wandte er sich erneut den Haufen Berg, der nun eigentlich nur noch ein klägliches Häufen war, im Gegensatz zu den monströsen Umfang, den er am Anfang gehabt hatte, und griff nach dem nächsten Stück. Er freute sich ebenso wie alle anderen schon auf das Mittagessen. Genauso wie die Arbeit nun früher begann, gab es auch früher Essen und so trennte ihn nur noch zwanzig Minuten von diesen!!!
Er war dabei so in Gedanken, dass er gar nicht bemerkte, dass er das Stoffstück nur eintauchte, dann ausbeugte und schließlich in den Korb hinter sich warf. Kaum eine Sekunde später traf ihn ein harter Tritt an der Seite und wurde durch dessen Wucht ein Stück von Boden abgehoben.
Nach Luft schnappen und sich seine höllisch schmerzende Seite haltend sah er erschrocken hoch und erblickte entsetzt Revos, der ihn boshaft entgegengrinste:" Na, Herr Prinz, zu faul um richtig zu arbeiten!? Oder kommst du dir einfach zu gut vor!?" Der große Mann schien den verzweifelt umhersuchenden Blick von dem Sayajin sehr zu genießen und er lachte laut:" Was denn!? Suchst du Penelope!? Sorry, aber die ist nicht da um der Hoheit zu helfen !!!"
"Revos, ich habe versehentlich..." Vegeta wurde von einen scharfen Lachen unterbrochen:" Versehentlich!? Tja, ich glaube eher, dass du einfach zu blöd bist um deine Arbeit zu tun! Du bist ein einfacher Sklave, Vegeta, nicht mehr, ein einfaches Nichts!!! Du scheinst nicht zu begreifen, wie wenig du eigentlich wert bist!!!" Das Grinsen wurde noch breiter, als Revos sah, wie der Sayajin bleich wurde und fuhr amüsiert fort:" Du kommst dir sicher vor, weil du noch im Spiel bist, aber glaub mir, es wird sicher keinen stören, wenn ich dich in der Mittagspause kurz nehme!!! Vielleicht lernst du dann deine Arbeit richtig zu tun." Erneut lachte der Mann gehässig auf und schien seinen Spott mehr den je zu genießen.
Jedoch bemerkte Revos plötzlich die seltsam Blicke der Sklave, die direkt hinter ihn starrten und vernahm auf einmal eine ruhige, aber ungemein einschüchternd wirkende Stimme:" Sklave... Hm, du heißt Revos? Du bist doch auch nur ein Sklave, oder irre ich mich da? Ich dachte bis jetzt eigentlich immer, dass das "Nehmen" nur den Dämonen vorbehalten ist und... bist du ein Dämon?" Entsetzt wirbelte der Mann um und sein Entsetzen stieg sogar noch als er sah, wer da stand.
"Prinz... Herr, es tut mir leid, ich... verstehen sie, sie sind in einem sehr schlechten Moment gekommen! Vegeta hat einen Fehler gemacht und es ist meine Aufgabe als Leiter ihn darauf hinzuweisen! Er gehört zu der Sorte, die denkt, dass für sie die Regeln nicht gelten, er hatte da schon immer Probleme..." Der stotternde Mann brach ab, als er sah, wie sich die Augen des großen Dämonen verengten, bis sie nur noch dünne Schlitze waren und ihn gefährlich anfunkelten.
"Revos, ich glaube ich hasse dich." Diesen Ausdruck, den der Angesprochene nun auf seinen Gesicht abzeichnete, würde nie wieder irgendeiner von den hier anwesenden Sklaven vergessen. Er sah richtig elend aus, so als würde er am liebsten in Grund und Boden versinken und stammelte nur:" A... aber... Herr, sie missverstehen mich... ich... ich wollte den Sklaven nur eine Lehre erteilen..." Erneut brach der Mann, in welchen langsam Panik aufflammte ab, da der weiße Dämon sich bis auf wenige Zentimeter seinem Gesicht genähert hatte.
"Hör zu..." Armath sprach leise, aber gut verständlich und mit einen unüberhörbaren Ton an Verachtung:" Ich glaube der, der hier lernen sollte seine Arbeit richtig zu tun bist ganz allein du. Und hör mir nun genau zu..." Nun näherte er sich Revos noch mehr, so dass er ihn schon beinahe mit seiner Nasenspitze berührte und der Mann seinen heißen Atem spüren konnte:" Rühre mir Vegeta nicht an, wenn dir dein Leben lieb ist, denn du scheinst mit hier der einzige zu sein, der nicht weiß, wie wenig er wert ist!"
Revos, welcher schon soweit zurückgewichen war, dass er am Rand des Wasserbeckens stand und verzweifelt versuchte nicht das Gleichgewicht zu verlieren, bekam einen harten Schlag in den Magen und flog rücklings in das kochende Wasser. Jeder sah ihn entsetzt nach, doch kaum war er untergetaucht folgte ihm schon die Hand des weißen Dämonen und dieser zog ihn ohne ein Zucken im Gesicht heraus. Die dunkelbrünetten Haare klebten in nassen Strähnen an dem Gesicht und der Mann schrie vor Schmerzen, als Armath ihn auf den Boden sinken lies.
"Schau an, was ist denn, Revos? Kommst du deiner Arbeit etwa nicht gut nach? Dafür, dass du vorhin solch große Töne gespuckt hast, enttäuscht du mich, du jämmerlicher Waschlappen! Weißt du was, ich glaube, du bist einfach zu blöd um deiner Arbeit richtig nachzukommen! Denn das Bestrafen solltest du doch eher den Herrn überlassen!" Revos blickte mit weit aufgerissenen Augen auf den Dämon vor ihm, welcher ihn mit einem gefährlich überlegenen Grinsen und voll Abscheu anblickte.
"Was ist den hier los!? Herr!? Was tut ihr denn da!?" Alle wandten überrascht ihren Kopf in Richtung Vorhang, welcher die Abteilungen voneinander trennte und erblickten Penelope, die verdutzt abwechselnd von Armath zu Revos ihren Blick schwenkte. Der weiße Dämon wandte sich nun von dem am Boden kauernden Leiter ab und der rustikalen Frau zu, der die Verwirrung ins Gesicht geschrieben war.
"Penelope, oder?" Nachdem die Frau zaghaft genickt hatte hellte sich der Ausdruck auf Armaths Gesicht merklich auf und er sprach freundlich:" Es tut mir leid, dass ich die Arbeiter unterbrechen musste, doch dein Kollege scheint einige Probleme mit der Autorität zu haben. Ich hab ihn nur darauf hin verwiesen." Er warf Revos einen missbilligten Blick zu und deutete dann jedoch zur anderen Seite, auf Vegeta, welcher erschrocken aufsah:" Ich bin jedoch eigentlich gekommen um einen ihrer Arbeiter zu entführen. Geht das in Ordnung? Ich dachte, wo jetzt sowieso gleich Mittagspause ist, wird es doch nicht stören, wenn er etwas früher geht. Oder braucht ihr ihn unbedingt?" Seine Augen sahen sie freundlich an und Penelope stotterte verwirrt:" N... nein... nein, eigentlich nicht. Er kann ruhig gehen."
Armath lächelte erfreut auf und wandte sich dann zu dem Sayajin, der ihn noch immer erschrocken ansah:" Es ist natürlich nur, wenn du möchtest, Vegeta." Es war viel Wärme in den Worten und der noch immer am Boden sitzende Mann wusste, dass der weiße Dämon es ernst meinte und ihm wirklich die Freiheit lies zuzusagen oder abzulehnen.
"Komm tschon, sasch ja." Tros knuffte ihn von der Seite leicht an und grinste aufmunternd:" Die Einladunsch solltest du dir nitscht entschehen lassen." Vegeta sah ihn verwirrt und ängstlich an, blickte dann wieder zu Armath und stellte überrascht fest, dass dieser geduldig lächelte.
Schließlich, nachdem er noch einmal unsicher zu den anderen gesehen hatte und Palles auch vielsagend grinsend nickte, schluckte der Sayajin und hauchte leise:" OK." Der weiße Dämon nickte und bot ihn die Hand beim aufstehen, doch Vegeta war das zu peinlich, so dass er sich schnell selbst aufrichtete und sofort zusammenzuckte, da er den Tritt von Revos noch immer genau an seiner Seite spürte. Als er bemerkte was für einen bösen Blick Armath den noch immer am Boden kauernden Leiter zuwarf, spürte er sich seltsam befriedigt aber auch beängstigt.
Doch der Prinz kehrte sich nicht noch mal Revos zu, sondern wandte sich zu Vegeta und deutete lächelnd mit einer einladenden Geste:" Komm." Zögernd ging der Sayajin an dem Dämonen vorbei und verlies, von diesem gefolgt, den Waschraum. Er spürte wie Hitze in ihm aufstieg und ihm seltsam schummrig wurde, die Blicke der anderen nahm er gar nicht mehr war, er war nun doch viel zu aufgeregt!
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Armath führte Vegeta in den Bereich des Hauses, wo er sonst nur hinkam, wenn er von Molloc oder einen der andern Dämonen gerufen wurde. Dementsprechend hoch war auch seine Nervosität, die immer weiter zu wachsen schien, wenn sie an einen anderen Dämon vorbei kamen. Die meisten kannte Vegeta nicht und umgekehrt war es genauso, doch jeder warf ihnen einen neugierigen Blick nach, wenn sie an ihnen vorbeigingen.
Die langen Gänge waren noch genauso verwirrend wie das erste Mal und der Sayajin gab es schnell auf zu versuchen sich den Weg zu merken. Stattdessen überlegte er, wieso der Prinz ihn wohl geholt hatte? Er glaubte nicht, dass dieser ihn nehmen wollte, sonst würde er sich anders verhalten... zumindest nahm er das an.
Sie gingen immer weiter, Vegeta wusste längst nicht mehr wo er war und alles kam ihm fremd vor, doch irgendwie auch schöner als bei ihnen. Hier war ein roter Teppich, mit etlichen schwarzen Mustern, der sich unter seinen nackten Füßen angenehm weich anfühlte und auch an den Wänden hingen Wandteppiche, die den ganzen Gang etwas nobleres verlieh und der Sayajin bekam immer mehr das Gefühl, dass er sich hier eigentlich nicht herwagen durfte.
Der weiße Dämon schritt ruhig hinter ihm und lächelte immer nur, wenn er zaghaft einen verunsicherten Blick nach hinten warf. Vegeta fühlte sich schrecklich nervös, sie gingen sicher schon zehn Minuten und er wusste immer noch nicht wo genau er hingeführt wurde. Sein Blick schweifte über die Wände und den Boden, und er versuchte eine Weile lang die Wandteppiche zu zählen, doch diese schienen hier in unbegrenzter Zahl und Variation zu hängen.
Als er, nachdem er eine Weile lang das Muster auf dem Teppich gefolgt war, welches sich als eine anscheinend endlos lange Schlange herausstellte, wieder aufsah, blieb er erschrocken stehen. Molloc stand da vorne und unterhielt sich mit zwei anderen Dämonenfürsten. Plötzlich bekam er schreckliche Angst und sah sich verwirrt um, doch Armath legte nur sanft eine Hand auf sein Becken und flüsterte ihn beruhigend ins Ohr:" Keine Angst, Molloc ist nicht eingeladen. Er ist nur zufällig hier, also geh ruhig weiter"
Teilweise beruhigt, aber immer noch mit viel Unbehagen folgte er den Worten und versuchte den Herrn seines Hauses nicht anzusehen. Jedoch spürte er dessen Blick auf sich, als er nun kaum noch drei Meter von ihm entfernt war. Als er aufsah wurde ihm kalt, der rote Dämon sah ihn zornig an und schien sich viel Mühe geben zu müssen um sich nicht sofort auf ihn zu stürzen und ihn zu erdrosseln.
"Hallo, Molloc." Vegeta spürte wieder den Körper des anderen ganz nah bei seinen und wieder stieg diese seltsame Hitze in ihm auf. Armath fasste ihn plötzlich sanft an der Schulter und signalisierte ihn so stehen zu bleiben. Der Sayajin tat es wiederwillig, er wusste, dass sein Herr einen ungemeinen Hass gegen ihn hegte und wollte nicht in dessen Nähe sein.
"Hoheit, was für eine Überraschung. Ich dachte ihr wärt beim Mittagessen, gab es Probleme?" Mit dem Wort Probleme folgt ein scharfer Blick auf den kleineren Mann neben dem weißen Dämon, doch der Prinz unterbrach ihn kopfschüttelnd:" Nein, keineswegs. Ich begebe mich gerade zum Essen und habe nur meine Gesellschaft geholt." Der Ausdruck auf Mollocs Gesicht war für einen Moment blanke Überraschung, doch dann versiegte wieder jegliche Emotion bis auf Verachtung, welche er Vegeta entgegenbrachte und sprach leise:" Ach? Ihr scheint mir jedoch eine schlechte Wahl getroffen zu haben, der Sklave tut sich schwer damit den richtigen Respekt einer so hohen Person wie ihnen entgegen zu bringen." Dem Sayajin wurde kalt, er hasste den roten Dämonen, wieso musste er ihn vor dem anderen bloß schlecht machen.
Doch dann hörte er Armath lachend sagen:" Ob es eine schlechte oder eine gute Wahl ist, lieber Molloc, das bliebt doch wohl mir überlassen und ich denke, dass ich keine Probleme wegen Sachen Respekt mit Vegeta haben werde. Aber ich kenne da jemanden, Revos, ein Leiter eures Hauses, dieser scheint mir einige Probleme damit zu haben sich seines Posten gemäß zu verhalten. Ich hoffe doch, dass ihr euch diesem annehmen werdet." Das ruhige Lächeln schien Molloc geradezu eine ins Gesicht zu schlagen und der rote Dämon schien etwas sagen zu wollen, verbiss es sich dann und nickte nur:" Natürlich."
Vegeta konnte genau spüren, wie viel Abscheu der anderen ihm gegenüber im Augenblick verspürte und versuchte dessen Blick irgendwie auszuweichen. Es legten sich plötzlich zwei Hände auf seine Schultern und der Dämon hinter ihm begann erneut zu sprechen:" Molloc, ich möchte Vegeta nur für mich allein beanspruchen, das heißt keiner deiner Leute und auch du nicht, wo ich aber weiß, dass du dich sicher an die Regeln hältst, darf ihn anfassen. Wenn jemand von deinen es machen sollte, werde ich das nicht dulden, verstehst du?"
Der rote Dämon bedachte den Prinzen mit einen, für Vegeta, undefinierbaren Blick und nickte nur leicht:" Natürlich, Herr." Dann spürte der Sayajin, wie er leicht nach vorne gedrückt wurde, so dass er weiterging und um ehrlich zu sein war er sehr froh darüber.
Als sie um die nächste Kurve gegangen waren und außer Sichtweite Mollocs, sah Vegeta unsicher zu seiner Begleitung, der seinen Blick schnell bemerkte und lächelnd fragte:" Was möchtest du wissen?" Der Sklave brauchte einige Sekunden bis er die Worte endlich über seine Lippen brachte und stotterte:" Molloc... ich meine der Herr... er will nicht, dass ich..."
Armath unterbrach ihn mit einen seltsam amüsierten Ausdruck in den Augen:" Molloc ist ein guter und starker Kämpfer, und er ist ein sehr guter Freund meines Vaters, doch interessiert es mich nicht im geringsten ob er nun damit einverstanden ist, dass ich mit dir zu Mittag esse oder nicht." Vegeta sagte nichts mehr, sondern ging schweigend weiter, er hatte ein seltsames Kribbeln im Bauch.
Sie gingen noch weitere fünf Minuten in den wirren Labyrinth aus Gängen, bis Armath ihn endlich zu einer Tür deutete und eine Stelle auf dem kleinen Display neben dieser drückte und so den Öffnungsmechanismus betätigte. Einen Moment schien Vegeta nicht so recht zu wissen, doch dann spürte er wieder die Hand auf seiner Schulter und hörte den Prinzen leise sprechen:" Geh rein, es wird dir nichts passieren. Ich habe kein Monster drinnen versteckt, dass nur darauf wartet dich zwischen die Zähne zu bekommen." Die Hand strich ihn sanft über den Nacken und schien ihn so etwas beruhigen zu wollen.
So betrat der Sayajin zögernd den Raum und seine Augen mussten sich erst an das gedämpfte Licht, welches hier herrschte, gewöhnen. Als er sich allerdings an die Dämmerung gewöhnt hatte verschlug es ihm beinahe den Atem! Vor ihm auf einer großen Decke, welche auf den Boden ausgebreitet war, waren unzählige an Speisen und Getränke angerichtet, und erst jetzt stieg ihm der leckere Geruch in die Nase und lies seinen Magen laut aufknurren.
"Komm, du scheinst ja ziemlichen Hunger zu haben." Vegeta wurde sanft nach vorne gedrückt und hörte wie sich hinter ihnen die Tür wieder schloss. Zögernd trat er nach vorne, neben das aufbereitete Festmahl und sah verunsichert auf die vielen Leckereien.
Überrascht stellte er fest, dass Armath einfach an ihm vorbeiging und sich setzte, dann wandte dieser seinen Kopf zu dem immer noch stehenden Mann und lächelte:" Wenn du dich nicht etwas schneller hinsetzt wird das Essen noch kalt bevor du den Boden erreichst." Bei dem Erröten des Sayajins musste der weiße Dämon leise lachen und griff zu einem Teller, welches er dem sich nun auch setzenden Sklaven reichte, der es zögernd entgegennahm.
Vegeta blickte auf das Essen und er spürte wie sein Hunger stetig zunahm, so dass er trotz der Unsicherheit etwas von dem Hünchen nahm, zumindest sah es so aus wie Hünchen, schmeckte aber wie Fisch (kennen wir das nicht alle von Fertiggerichten :). Armath begann es dem Sayajin gleichzutun und nahm sich ebenfalls etwas, dies beruhigte seinen Gast, wie er zufrieden feststellen konnte, als dieser nun richtig zuzulangen begann.
Es war seltsam nach so langer Zeit mal wieder richtig Essen zu können und soviel man wollte. Das Gefühl des Hungers, welches über die Jahre ein ständiger, stiller Begleiter geworden war, wurde immer kleiner und der Sayajin immer gieriger. Es schmeckte köstlich, viel besser als das Essen, welches sie dauernd bekamen! Vegeta schlug sich von jeder Speise mindestens zweimal nach und griff auch bei den süßen Wein unbedacht zu. Armath war nicht schlecht überrascht, dass dieser so viel aß, aber es erinnerte sich schnell daran, dass dieser ja auch keiner normal humanen Spezies angehörte, wie die meisten anderen.
Eine dreiviertel Stunde später hatte Vegeta so viel gegessen, dass es die letzen Jahre des Hungers locker entschädigen konnte, zumindest kam es ihm so vor und er lies sich seufzend nach hinten sinken. Sein Magen war gefüllt und sein Körper fühlte sich von dem Wein schön warm an, aber auch ein wenig schläfrig.
"Hat es dir geschmeckt?" Überrascht sah der Sayajin zu dem Dämonen, der ihn nun mit einen sanften Lächeln bedachte und nickte leicht:" Ja, danke."
"Das freut mich, du scheinst ja ziemlich hungrig gewesen zu sein. Du wirst hier wohl nie satt." Die Frage war eher eine Feststellung, die Armath tat und er griff nach den schweren Weinkrug und schenkte sich nach, dann schaute er fragend zu Vegeta:" Möchtest du noch etwas Wein?"
Eigentlich wollte er nein sagen, aber sein Mund fühlte sich schon wieder so trocken an und er nickte lächelnd, so füllte sich auch sein Becher von neuen und wurde wieder geleert, viel zu schnell als es eigentlich gemacht werden sollte, doch der Sayajin fühlte sich plötzlich seltsam, irgendwie gefiel ihm das warme Gefühl, dass sich in ihm breit machte und die Angst und Unsicherheit ersetze.
"Wie lange bist du schon hier, Vegeta?" Der Prinz sah den anderen fragend an und nippte dabei selbst von seinem Becher Wein. Ihm war nicht entgangen, dass der Sayajin anscheinend viel empfindlicher auf das süßliche Gesöff reagierte als die andern und bot ihn so nicht noch mal an seinen Becher zu füllen.
"Sieben Jahre..." Vegeta stellte überrascht fest, dass sich seine Zunge plötzlich schwerer anfühlte und er musste schlucken. Sein Gegenüber sah ihn mit einen seltsamen Blick an, den der Mann nicht deuten konnte und so fragte er:" Kann... ich... noch Wein... haben?" Armath begann wieder zu lächeln und auch Vegeta musste diesmal lächeln, es fühlte sich bei diesem wohl.
"Ich denke, dass es schon genug Wein war, sonst wirst du noch betrunken." Der weiße Dämon sah ihn freundlich an doch der Sayajin verzog nur sein Gesicht und knurrte lallend:" Blödsinn... i... ich werde... nicht... betrunken..."
Mit einen breiten Grinsen, welches sich der Dämon nicht verkneifen konnte nickte er lachend:" Da scheinst du recht zu behalte, denn du bist schon betrunken." Vegetas Augen sahen ihn verwundert an, dann schüttelte er aber energisch den Kopf und wiedersprach:" Nein... ich... ich..." Er verstummte und griff sich plötzlich an den Kopf, so als wäre ihm schwindelig.
"Alles OK?" Armath sah besorgt zu den plötzlich leisen Mann und sein Blick wurde noch alarmierter, als er sah, dass sich Tränen über dessen Gesicht zu ziehen begannen. Vegeta schüttelte wieder den Kopf, diesmal jedoch leichter und begann plötzlich zu keuchen.
Er fühlte sich schlecht, ungemein schlecht, die angenehme Wärme hatte sich zu einer unangenehmen Hitze umgewandelt und sein Kopf tat plötzlich weh. Der Sayajin fühlte sich verloren, allein und einsam, und wieder kam in ihm das Verlangen hoch endlich von hier weg zu kommen, weit weg von all dem hier! So begann er ohne es richtig zu registrieren zu weinen, er war zu betrunken um alles um sich herum geordnet wahrnehmen zu können und fing leise zu schluchzen an.
Dann spürte er auf einmal, wie sich jemand hinter ihm niedersetze und er wurde nach hinten gezogen, so dass er gegen eine muskulöse Brust lehnte. Verwirrt wollte er sich umblicken, doch sein Kopf wurde sanft nach vorne gedrückt, so dass sein Nacken frei war und er spürte auf einmal einen angenehm kribbeligen Schauer, als der Dämon ihn sanft zu lecken begann. Es war ein komisches Gefühl, die raue Zunge des anderen schien jedoch genau zu wissen was sie tat und bald begann sich ein angenehm entspannendes Gefühl in den Sayajin auszubreiten.
Hitze stieg erneut in ihm auf und er begann leise zu stöhnen, seine Hände wandten nach hinten und suchten an dem muskulösen Körper Halt. Auch in seinen Lenden breitete sich die Hitze erneut aus, diesmal jedoch viel stärker als zuvor und er spürte, wie er steif wurde.
Armath bekam dies auch mit und hörte auf den Mann so zu berühren, wodurch dieser jedoch scharf und protestierend aufkeuchte:" N... nein..." Seine Zunge war noch so schwer wie vorhin, sie kam ihn sogar noch schwerer vor und er drückte sich gegen den anderen.
"Vegeta, es ist gut, komm, ich hol dir was, wonach es dir gleich besser geht." Der Dämon wollte aufstehen doch der Sayajin versuchte ihn so gut es ging ihn festzuhalten:" Nein... n... nein... bitte..." Tränen begannen sich erneut ihren Weg über die nun etwas rötlich gefärbten Wangen zu ziehen und Vegeta wimmerte protestierend.
Einen Augenblick, welcher den Sayajin wie ein Jahrtausend vorkam, machte Armath gar nichts, er schien zu überlegen, doch dann legte er seine Hand auf den Bauch des Sklaven und lies sie langsam sinken. Vegeta stöhnte währende der Berührung laut auf und drückte sich fester gegen den Dämon, welcher ihn mit der anderen Hand sanft an der Brust festhielt, damit er etwas ruhiger war.
"Bitte..." Wimmernd warf er den Kopf nach hinten und keuchte scharf auf, er wollte, dass der andere ihn berührt, ihn hielt und ihn schützte!
Schließlich zog Armath den Bojojab hoch, über Vegetas Lenden und umfasste behutsam dessen Erregung, wodurch dieser schreiend zusammenzuckte und verzweifelt versuchte sich umzudrehen. Der weiße Dämon hielt ihn sanft fest und versuchte ihn zu beruhigen:" Es ist alles OK, beruhig dich, ich werde ganz vorsichtig sein." Dann begann er seine Hand behutsam zu bewegen und der Sayajin schrie noch mal auf und warf weinend seinen Kopf in den Nacken. Er schien völlig von diesem Gefühl eingenommen zu werden.
Der Prinz sah ihn teils neugierig, teils besorgt an, er spürte, dass der Mann durch die Kreuzung zwischen Wein und Erregung unglaublich empfindlich auf jede Berührung reagierte, so bewegte er seine Hand langsam und rhythmisch. Vegeta jedoch drückte sich noch fester nach hinten und legte seine eigene Hand auf die des anderen drauf und versuchte ihn dazu zu bringen sie schneller zu bewegen.
"Bitte... bitte... ahhh..." Er hatte seine Augen fest geschlossen und sein lautes Stöhnen wurde immer wieder von einen Schluchzen unterbrochen, er versuchte sein Becken gegen die verwöhnende Hand zu bewegen und wimmerte frustriert, als der andere sein Tempo nicht erhöhte. Er sollte schneller werden, er musste einfach, es tat so gut! Der viele Wein schien seinen Körper geradezu verrückt gemacht zu haben, er empfand alles so genau, so schrecklich schön und ihm wurde immer heißer!!!
"Ah..." Wimmernd versuchte er sich etwas besser aufzusetzen, ihm tat der Rücken in der halb sitzend, halb liegenden Position weh und auch der Schwindel nahm ihn immer mehr in Besitz. Sein Kopf fühlte sich schwer und federleicht zugleich an, seine Haut brannte und kribbelte überall dort wo Armath ihn berührte und zu den langsam unerträglich werdenden Druck gesellte sich eine starke Spannung hinzu. Es war schön und sein benebelter Geist lies ihn plötzlich den anderen Sayajin sehen, ihn spüren und riechen. Für die folgenden Minuten war es wirklich so, als würde dieser bei ihm sein und sein Körper reagierte demgemäss darauf. Dieser ließ ihn immer tiefer in die Traumwelt sinken und die Geborgenheit, aber auch die Erregung, welche mit diesen Gedanken kamen, stetig wachsen.
Armath beobachtete den Mann, wessen schwarze Haare durch die ganze Anstrengung nass schimmerten, ruhig und lies ihn schreien und stöhnen so laut er wollte, der Dämon roch den süßlich herben Geruch der Erregung, der den ganzen Körper des in seinen Armen liegenden Sklaven überzogen hatte und zog ihn etwas näher an sich. Er wusste, dass der Sayajin an jemand anderen dachte, das konnte er in seinen verklärten Augen sehen und er fragte sich, wer dieser oder diese war.
Im Gegensatz zu den meisten anderen seiner Art hatte er kein Verlangen danach jemanden Schmerzen oder Demütigungen zuzufügen, er sah dies mit Abscheu und manchen Entsetzen an, doch wusste er, dass er daran nichts ändern konnte, selbst wenn er später einmal König sein würde, hatte er keine Macht dazu, da diese ganze Sklavenhalterei schon seit Anbeginn ihrer Zivilisation tief in ihre Gesellschaftsstruktur eingebunden war.
Und teilweise verstand er oder besser, zwang er sich auch dazu es zu verstehen, denn es gab keine weiblichen Dämonen, was jedoch nicht hieß, dass männliche Dämonen untereinander nicht auch die eine oder andere Beziehung hatten, nur war es eben eine Art Symbol an Macht je mehr und je schönere, kräftigere und bessere Sklaven man zu seinen Besitz zählen konnte. Molloc, Kirs oder andere Dämonen waren nicht von einem Lebewesen gezeugt worden, sondern aus Magie heraus geschaffen worden und sie verspürten keinerlei Mitleid oder Zuneigung für ihren Besitz, er war dazu gut für sie die Arbeit zu erledigen und ihnen Gesellschaft im Bett zu leisten, zu mehr nicht. Sie meinten es jedoch nicht einmal böse, es war einfach ihre Natur, während sie kämpften um immer mächtiger zu werden versuchten, kümmerten sich Schwächere um ihr Heim und ihr körperliches Wohl.
Der König, das wusste Amarth, auch wenn dieser es nicht zeigte, fühlte genauso und der Prinz wusste auch den Grund. Sie, also er, seine Brüder und sein Vater, waren nicht aus reiner Magie heraus gezeugt worden, sondern in ihnen floss auch ein Teil des sterblichen Blutes eines Sklaven. Kima, seine Mutter liebte er beinahe über alles, sie war schön und gut, doch dies sahen nur er, seine Brüder und der König. Normale Dämonen konnten es nicht verstehen, sie konnten es nicht fühlen und wollten es auch nicht, für sie war es so wie es war am besten.
Trotz der Tatsache oder gerade wegen dieser, dass sie teilweise sterbliches Blut in sich hatten, waren die Könige, welche bis jetzt die verschiedenen Fürstenhäuser und das Volk geführt hatten, sehr mächtige und gute Herrscher gewesen, sie waren stärker und in mancher Hinsicht klüger als andere Dämonen und sie empfanden Gefühle wie Mitleid und Liebe. Die Kämpfer achteten sie und waren ihnen treu untergeben, denn auch wenn Dämonen Monster gegenüber ihren Sklaven waren, verband sie doch ein starkes Band der Freundschaft untereinander, welches keiner zu trennen wagte.
Er war der siebte und jüngste Sohn von Kemath, seinem Vater und würde deshalb auch sein Thronfolger sein. Im Gegensatz zu seinen Brüder musste er sich eine Gefährtin oder einen Gefährten, da bestand für sie kein Unterschied, suchen und so fühlte er deshalb auch mehr Mitgefühl für die Sklaven und Arbeiter, als diese. Schließlich musste er für den nächsten Thronfolger sorgen und so eine innige Verbindung mit jemanden den er liebte eingehe, da es, nach einer alten Überlieferung, immer nur der Siebgeborne war, der den nächsten Königstitel tragen konnte. Er hatte sich oft überlegt wie es wohl sein würde, wenn er sich in jemanden verlieben würde und hatte die ganze Idee mit dem Bankett auch am Anfang für einen großen Schwachsinn gehalten, da er sich nicht vorstellen konnte unter Tausenden von Sklaven auf gut Glück die oder den richtigen zu finden.
Doch dann hatte er ihn gesehen und eine seltsame Wärme hatte sich über ihn gelegt, er hatte sofort gewusst, dass dieser der richtige war. Sein ganzes Auftreten war irgendwie verzaubernd und seine unsichere, verlegen Art, als er seinen Blick bemerkt hatte war einfach süß und wunderbar zu gleich gewesen. Er hätte ihn am liebsten sofort zu sich gerufen, doch konnte er das ganze Tara leider nicht aufheben und so musste er noch die nächsten vier Wochen so tun als würde er sich den Kopf darüber zerbrechen, wem er sich wohl nehmen sollte. Sein Vater wusste es, das war keine Frage, er wusste immer schon was er tat, bevor er es tat und da er nichts dagegen zu haben schien, würde es in Ordnung gehen.
Das schwerste kam jedoch noch, er wollte, dass dieser ihn auch wollte und so würde er ihn verführen und um ihn werben, seine Mutter hatte ihn oft erzählt wie sein Vater ihr den Hof gemacht hatte und um ganz ehrlich zu sein konnte er sich das heute bei seinem immer mit ernster Miene rumrennenden Zeuger gar nicht vorstellen. Er...
"Ahhh..." Der weiße Dämon wurde aus seinen Gedanken gerissen als der Sayajin aufschrie und sich an ihm festzuhalten versuchte, er war kurz vor seinem Höhepunkt und stöhnte laut und erregt. Vorsichtig begann Armath seine Hand etwas schneller zu bewegen, wodurch Vegeta seinen Kopf noch fester in den Nacken drückte und noch lauter zu keuchen und zu stöhnen begann. Er hatte seine Augen weit aufgerissen und der weiße Dämon spürte dessen Hände, die sich zitternd an ihn zu klammerten.
Als Vegeta fühlte, wie sich sein Unterlieb mit einem Mal entspannte und der Druck einen unglaublich kribbelnden Schauer wich, zog er sich an dem anderen für eine Sekunde hoch und schrie durch zusammengepresste Zähne:" Kakarott..." Dann wich jegliche Kraft und Spannung aus ihm und er sackte schwer keuchend zurück. Seine Haare klebten nass an seiner Stirn und seiner Schläfe und ein Zittern durchzog ihn als Begleitung zu dem angenehmen Schauer an Wärme, Befriedigung und Erschöpfung.
Seine Augen waren halb geschlossen und strahlten eine unglaubliche Müdigkeit aus, seine Wangen hatten einen ungewöhnlichen Touch an Röte und sein Atem ging schnell und schwer. Er schien sich kaum noch wach halten zu können und wimmerte wiederwillig auf, als Armath ihn nach vorne drückte, so dass er saß und ihn dann den völlig nassgeschwitzten Bojojab abstreifte.
Der Mann war schon eingeschlafen, als der weiße Dämon ihn in sein weiches Bett legte und ihn, nachdem er ihn zugedeckt und sich neben ihn niedergekniet hatte, sanft zu streicheln begann. Auch in Armath war eine wohlige Wärme und er musste lächeln als er das erschöpfte Gesicht sah, er fragte sich wie lange es wohl dauern würde, bis dieser seinen Namen rufen würde? Seine Augen bekamen plötzlich einen Hauch von Neugier und er fragte sich wieder, wer dieser Kakarott wohl war.
Ein leises Klopfen an der Tür riss ihn aus seinen Gedanken und er löste sich nur wiederwillig von dem ruhenden Gesicht um zu öffnen, bevor das Klopfen Vegeta weckte. Überraschung zeichnete sich in seinen Augen deutlich ab, als sich die Tür geöffnet hatte und er seinen älteren Bruder erblickte.
"Horso, was machst du denn hier? Solltest du nicht bei deinem Mittagessen sitzen oder irgendeiner wichtigen Besprechung mit Molloc nachgehen?" Sein neckisches Grinsen breitete sich beinahe über sein gesamtes Gesicht aus, als den genervten Ausdruck des anderen Prinzen sah.
"Armath, bitte lass deine bissigen Bemerkungen, du weißt Molloc ist nicht mein Typ. Und überhaupt solltest du ganz andere Sorgen wegen der Brautwahl haben, aber..." Horso warf deutlich erkennbaren einen Blick über die Schulter seines Bruders und fuhr fort:" ... du scheinst deine Wahl bereits getroffen zu haben, oder hab ich das Gestöhne und Gekeuche vorhin falsch gedeutet?" Der größere Dämon sah seinen jüngeren Bruder skeptisch an und verschränkte seine Arme vor seiner muskulösen Brust:" Er ist keine gute..."
"...Wahl. Ich weiß, Molloc hat es mir vorhin schon erklärt, aber ich keine Worte nur wiederholen: Ob es eine gute Wahl ist oder nicht, dass lass meine Sorge sein, Horso! Schließlich such ich mir eine Braut aus und nicht du!" Der jüngere Prinz hatte einen gereizten und unmissverständlichen Ton in seiner Stimme und sah seinen älteren Bruder nur böse an.
Dieser verdrehte genervt die Augen und schüttelte leicht den Kopf, er wusste, dass er seinen Bruder nicht umstimmen konnte und warf dann seinerseits einen neckischen Blick auf den jüngeren Prinzen und dann zu den schlafenden Mann. Er zog seine Lippen über seine weißen, scharfen Zähne und grinste breit:" Was hältst du davon, dass wir ihn uns mal kurz teilen, er scheint mir nicht uninteressant zu sein."
"Ja, aber dein Leben scheint dir dafür umso lästiger zu sein, wie!?" Armath verzog ernst das Gesicht, doch musste er bei dem leichten Schlag, welcher sein Bruder ihm in die Seite gab, überrascht aufkeuchen und konnte sich ein Kichern nicht verbeißen:" Du bist ein Blödmann, Horso! Wieso ich mit dir gestraft wurde..."
"Umgekehrt wäre die Frage wohl passender, Armath, aber ich wollte eigentlich nicht wegen der Aufklärung dieser und mach anderer Fragen, die uns beide befassen, kommen, sondern dich zu einem Treff, zu dem Fürsten Torroc und noch ein paar anderer holen, die gerne ein wenig mit uns plaudern würden." Horsos sah den jüngeren Prinzen seufzend an und schüttelte lächelnd den Kopf:" Aber ich befürchte du erbringst nur einen schlechten Eindruck von unserer Familie."
"Ich? Haben sie dich etwa noch nicht kennen gelernt?" Armath wich einen spielerischen Schlag seinen Bruders aus und hob lachend die Hände:" War nicht so gemeint, den schlimmsten Eindruck bring immer noch To." Nun konnte sich auch Horso das Lachen nicht verkneifen und meinte nur:" Sei froh, dass dein lieber Bruder das nicht gehört hat, sonst bliebe nicht mehr viel von dir übrig, das später einmal auf dem Thron sitzen könnte!"
Der weiße Dämon mit den schwarzen Pigmentmusterungen wurde plötzlich wieder ernst und wandte sich um, er sah auf den schlafenden Sayajin und schien auf einmal gar keine Lust dazu zu haben zu irgendeinem dummen Meeting zu gehen. Doch dann hörte er seinen Bruder, ebenfalls wieder mit ernster Stimme sprechen:" Ihm wird nichts passieren, kein anderer Dämon darf in dein Quarttier, dass weißt du." Armath schüttelte nur leicht den Kopf und erklärte leise:" Das ist es nicht... ich wäre gerne dabei wenn er aufwacht."
"Puh, hör mal, Armath, das Meeting wird nicht den ganzen Tag dauern und außerdem scheint er mir ziemlich erschöpft zu sein, er wird sicher lange schlafen." Der ältere Dämon sah ihn zuversichtlich an und schnappte ihn dann plötzlich am Handgelenk um ihn mit sich zu ziehen. Armath konnte gerade noch den Display berühren um die Tür wieder zu schließen, dann folgte er seinen Bruder, welcher ihn auf andere Gedanken zu bringen versuchte, was jedoch nicht so ganz klappen wollte.
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So, anscheinend entwickelt sich da ja was zwischen dem sayanischen und den dämonischen Prinzen... Tja, wenn ihr aber wissen wollt wie es weitergeht bleibt euch nur eine Möglichkeiten und zwar das nächste Kapitel! Also, schön brav schmökern! ;) Reviews sind, wie immer, gern gesehen!
Kapitel 15: What shall I do?
Es war der süßer Geruch von Tee und Marmelade, welcher Vegeta als erstes in die Nase stieg als er aufwachte und von seinem Magen einen knurrenden Laut abrang. Die unendlich Müdigkeit, die der Mann in sich verspürte wurde allein von dem Durcheinander in seinem Kopf, welches sogleich über ihn hereinbrach, als er dem Land des Traumes entglitt, übertroffen und um ein wenig seine Orientierung wiederzuerlangen öffnete er verwirrt seine Augen einen Spalt:>> Was... was zum Teufel duftet hier so... ich träum muss noch...<<
Keine Sekunde später riss der Sayajin seine schwarzen Opale vor Entsetzen so weit auf, wie es ihm möglich war und setzte sich erschrocken auf. Er mussten sich an die milde Helligkeit nicht lange gewöhnen und bemerkte schnell wo er war.
"Nein..." Vegeta keuchte scharf auf, als ein Strudel der Ohnmacht sich in ihm auftat, ballte seine Hände dann aber zu Fäusten und unterband sich so jeglicher weiterer Äußerung seiner aufgewühlten Gefühle. Statt dessen ließ er seinen Blick eilig durch den großen Raum fliegen, doch konnte er Armath nirgends entdecken, stattdessen aber ein Tablett mit dem wohl herrlichst aussehenden Frühstück, das er je gesehen hatte.
>>Essen!?<< Und sein Magen erinnerte ihn nur zu gut daran, dass er auf dieses nicht verzichten wollte, so entschloss er sich nach einigem Zögern aufzustehen und das Gebäck nicht warten zu lassen.
Als er jedoch einen Fuß auf den Boden setzte, bemerkte er ziemlich schnell und mit Entsetzen, dass er nackt war und verkroch sich gleich wieder ins Bett zurück.
>>Ver... was... warum bin ich nackt!? Wo ist mein Baraji... und wieso lieg ich in einem fremden Bett?!<< Angestrengt versuchte sich der Mann daran zu erinnern, was zuvor geschehen war. Doch die Antworten ließen nicht lange auf sich warten und auch die schreckliche Erkenntnis, dass er sich vor dem Dämonen zum Idioten gemacht hatte!
"Scheiße..." Vegeta keuchte zornig auf und schlug seine Fäuste wütend in die Matratze, wobei er mit viel Zorn aber auch genauso viel Ohnmacht spürte, dass er sich wieder dieser Schmach hingab und zu weinen begann. Er vergrub sein Gesicht in den weichen Polster und zog die Decke bis über den Kopf, er fühlte sich einfach schlecht!
>>Gestern... wieso hab ich so viel getrunken... oh Gott, wo ich doch weiß, wie ich auf Wein... wie wir Sayajins darauf reagieren... diese schreckliche Hitze, die sich dann in mir breit gemacht hat... es... es hat sich so gut angefühlt und Kakar...<< Vegetas Augen weiteten sich und darin erschien ein Ausdruck blanken Grauens. >>Nein! D... das kann nicht wirklich... ich... Nein!!! N... Kakarott... Kakarott... du warst es nicht... ich ...bin so ein verdammter Trottel...<<
Der Sayajin zog seine Beine an sich und legte einen Arm um sie, den anderen hatte er schützend über seinen Kopf gelegt und gab sich diesem dumpfen Gefühl der Trauer hin, das in ihm nun stetig an Kraft gewann, denn er wusste, dass er sowieso nicht dagegen ankommen konnte. Aus irgendeinen Grund erlaubte sein Körper ihm nun nicht mehr seine Schmerzen zu verbergen, sondern stellte ihn damit lächerlich. Er schluchzte laut auf und drückte sein Gesicht wimmernd noch tiefer in den großen, weichen Polster und erst jetzt kam ihn der Gedanke, dass er ja gar nicht in seinen Bett lag.
Verwirrt hob er seinen Kopf und sah sich um.
>>Das muss Armaths Bett sein... er muss mich hineingelegt haben... warum?... hm, wenn man darin liegt ist es sogar noch größer, als es von außen scheint...<< Seine Hand fuhr über den weichen Samt des Bettüberzugs und er lies sich zurück, in den weichen Polster sinken:>> Aber es ist genauso bequem wie ich es mir gedacht habe... herrlich... ts, wenn Molloc es ebenfalls vorzieht in so etwas zu schlafen, wünsch ich ihm von der weichen Matratze Notalgien auf den Buckel...<< Vegeta grinste bei der Vorstellung kurz auf, wurde augenblicklich wieder ernst und schloss seine Augen:>> Hm, wann hab ich das letzte Mal in so einem großen Bett gelegen... es muss eine Ewigkeit seit dem vergangen sein, kaum zu glauben... es ist so schön warm... <<
Ein angenehm entspannendes Gefühl nahm nun von ihm Besitz und löste die Verzweiflung und Scharm ab, er fühlte sich auf einmal seltsam sicher und geborgen, es war so, als würde ihm hier nichts passieren können. Seine Augen wurden wieder schwerer und sein ganzer Körper träge, so dass er leise aufgähnte und sich schmatzend über die feuchten Augen wischte.
Jedoch gestattete dem erschöpften Sayajin sein Magen keine weitere Rast und knurrte wütend und protestierend auf um den herannahenden Schlaf nochmals abzuwimmeln, so dass Vegeta wieder auf den herrlichen Duft verwiesen wurde. >>Ggrrr... warum kann man dich nicht abstellen?<< Sein Magen antwortete mit einer weiteren lauten Beschwerde und er schien zu wissen was er tat, denn der Mann stand nach einigen Wiederstrebens nun schließlich doch auf.
Aber nur um sich sofort wieder zurücksinken zu lassen, da ihm erneut bewusst wurde, dass er nichts an hatte. Suchend sah er sich nach seinem Bojojab um, konnte diesen doch nirgends entdecken. Dafür aber etwas anderes: Ein zusammengelegtes Wäschestück, direkt neben den Tablett mit Essen und es schien ihn geradezu anzustrahlen.
Nach einigem Zögerns rang sich Vegeta dazu durch aufzustehen, er war neugierig, um den Hunger erst gar nicht zu erwähnt. So ging er schnell zu den großen Schreibtisch, aus dunklem Holz, welcher an der anderen Seite des Raums stand und griff unsicher nach dem Kleidungsstück.
>>Hmpf... die Hoffnung hier jemals männliche Kleidung zwischen die Finger zu bekommen kann ich mir wohl sparen.<< Seufzend betrachtete er den Stoff, den er in der Luft ausfallen hatte lassen und ungefähr soviel mit Hosen gemeinsam hatte wie Katze mit einem Auto, doch seine Enttäuschung wich schnell dem Erstaunen. Es war wieder ein Bojojab, zumindest nahm er an, dass dieses Ding wieder so heißen würde, denn es hatte ca. den selben Schnitt, kleidartig und sehr lang, so wie sein voriger auch.
Aber als seine Augen über die feinen Stickerein wanderten und über den edlen Stoff, kam ihn doch trotz allen Wiederstrebens der Begriff Kleid in den Sinn und seine Bewunderung schlug sich erneut ins Gegenteilige rum. :)
>>Irgendwie müssen die das hier wohl witzig finden... arch...<< Trotz seines inneren Wiederstrebens nahm er den Stoff etwas genauer unter Augenschein und stellte bedauernd fest, dass er sich nicht getäuscht hatte: dieser war wunderschön!
Es war dunkelviolett und die genauen Muster und Zeichen silbrig oder weiß, sie sahen wunderschön aus, das musste der Sayajin zugeben und als seine Hand vorsichtig über den samtigen Stoff fuhr wurde ihm warm, dieser fühlte sich viel besser als das kratzige Material an, aus dem die normale Sklavenkleidung gemacht wurde und es schien auch viel genauer gearbeitet zu sein. Bei den langen Ärmelenden und beim Hals waren jeweils zwei fingerbreite weiße und silberne Bänder angenäht und diese glimmerten in dem schwachen Licht, als wären sie mit lauter kleinen funkelnden Sternen besetzt.
Vegeta betrachtete dieses Kleidungsstück lange mit einer Mischung aus Ehrfurcht und Skepsis, doch dann zog etwas anderes sein Augenmerk auf sich, denn er erblickte in dem Korb mit den frischen, herrlich duftenden Gebäck, ein kleines, zusammengefaltetes Kärtchen.
>>Ob das Armath geschrieben hat... für mich... *seufz* ich muss hier irgendwie in einen falschen Film geraten sein...<<
Nachdem er das Kleid vorsichtig über den Sessel gelegt hatte, griff er mit gemischten Gefühlen nach der kleinen Karte und schlug sie neugierig auf. Zu seiner Verwunderung war in schönst leserlicher Schrift geschrieben worden und er las:
Guten Morgen,
Ich hoffe du hast gut geschlafen. Ich habe dir was zu Essen bringen lassen und frische Kleidung (gefällt sie dir). Eigentlich wollte ich bei dir sein, wenn du aufwachst, aber ich musste leider zu einer Besprechung. Es wird nicht sehr lang dauern, es würde mich freuen, wenn du später mit mir zusammen zu Mittag essen würdest. Du wartest am besten in meinem Zimmer auf mich, wenn du willst kannst du dir in der Zwischenzeit ein Bad nehmen.
Armath
Ein eigenartiger Schauer durchlief den Sayajin als er zuende gelesenen hatte und seine Augen immer und immer wieder über die hübsch geschwungenen Schrift flogen. Ein Lächeln zog sich ganz unbewusst über seinen Mund und einen Moment hatte er das Gefühl eine angenehme Wärme in seinem Bauch zu fühlen, doch dann kam ihm in den Sinn was er da gerade empfand und er legte schwer seufzend das kleine Kärtchen beiseite:>> Ich werde ja langsam wirklich verrückt, was ist bloß los mit mir... aber es ist schon nett von Armath, dass er... WAS ZUM TEUFEL DENK ICH DA!?<<
Sein Blick blieb einen Augenblick auf der dunklen, glattpolierten Tischplatte hängen und er überlegte fieberhaft, was seine dummen Empfindungen zu bedeuten hatten.
Mit einem Mal zuckte der Mann zusammen und griff noch einmal nach der Nachricht, um sie abermals zu überfliegen, dann schaute er sich suchend um und er fand schnell wonach er Ausschau gehalten hatten! Eine kleiner elektrischer Wecker stand auf dem Nachtisch neben dem Bett und zeigte 10:04 Uhr an, und versetze Vegeta so einen Schlag in den Magen.
>>Das ist nicht wahr... ich... nein, das wird ja immer schlimmer...<< Er hatte den ganzen letzen Nachmittag und die ganze letzte Nacht hier geschlafen!!! Stöhnend fuhr er sich durch seine schwarzen Haare und legte seinen Kopf seufzend in den Nacken. Verwirrung und Scharm schossen in ihm empor und ließen ihn das noch vor sich hin duftende Essen ganz vergessen. Das Kärtchen ruhte immer noch in seiner Hand und Vegeta kam es so vor als würde es pulsieren, es war einfach peinlich und blöd!!! >>Dieser dämliche Dämon macht sich über mich lustig, er lacht sich einen runter, während ich mich hier zum Narren mache... oder?<<
Vegeta biss die Zähne zusammen und warf erneut einen Blick auf das zusammengefaltete Stück Papier in seiner Hand, ein unsichtbares Gewicht schien dieses zu erschweren und mit einen erneuten Seufzen legte er es wieder auf den Schreibtisch. Eine wiederholte Meldung von seinem Magen drang ihm ins Ohr, dieser schien sich an der ganzen Sache nicht sonderlich beteiligt zu fühlen und knurrte wütend vor sich hin, um nochmals auf das Frühstück hinzuweisen.
Nach einigen Zögern und Überlegen nahm er schließlich ein, noch angenehm warmes Gebäck und hielt es sich unter die Nase. >>Hm... das ist das am herrlichst duftende Brötchen das ich je gerochen hab... ab ich bei Bulma damals auch solche Köstlichkeiten hatte? Nicht zu fassen wie gut so ein dummes Gebäck riechen kann...<< Der herrlich süßliche Duft wurde schnell von seinen Geruchszellen erfasst und sofort kam ihn die Erinnerung an die Semmeln wieder, die er jeden Morgen in der CC verspeist hatte. Es kam ihm beinahe unfassbar vor, wie nebensächlich ihm dieser Schatz damals erschienen war, aber es war eben etwas alltägliches, etwas ganz normales gewesen.
Nun hingegen fragte er sich, wann er das letzte Mal eine Semmel auch nur gesehen hatte, plötzlich wirkte alles hier so unrealistisch. Konnte es wirklich sein, dass er schon sieben Jahre hier war?! Sieben Jahre von zu Hause weg, von den anderen, seiner Familie und Freunden... und von Son- Goku.
Sein Mund öffnete sich automatisch, um das weiche Gebäck zu kosten, doch entschloss sich Vegeta anders und legte es wieder zurück. Stattdessen sah er sich um, denn Armath hatte ihm gesagt, dass er baden konnte, wenn er wollte. Und er wollte! Baden!!! Er hatte nicht mehr gebadet, seit er hier war. Nun, eigentlich war er noch nie ein großer Fan von Bädern gewesen, es war ihm eigentlich egal gewesen, denn eine Dusche tat es auch, doch ihm kam der Gedanke sich in ein angenehm warmes Wasser zu legen, zu verlockend vor.
Die Tür, die zum Bad führen musste, fand er schnell, sie war auf der anderen Seite des Zimmers, in der linken Ecke. Und, das zornige Rumoren seines Magens ignorierend, ging er schnellen Schrittes hin, denn er war gespannt wie dieses wohl aussehen würde! Als er nach den Türknauf fassen wollte, griff er aber ins Leere und ihm fiel wieder ein, dass hier ja alles mit diesen dummen Displays gesteuert wurde! Dieser befand sich neben der Tür auf der linken Seite, genau in seiner Augenhöhe und schien außer Betrieb zu sein, da die Oberfläche dunkel war.
Zögernd tippte er kurz mit seinem Finger drauf und tatsächlich schien dies den Computer zu neuen Leben zu erwecken, denn ein helles, blaues Licht erschien und links und rechts eine Palette voll komischer Zeichen, die Vegeta alle samt nicht kannte und so ihm nicht viel weiterhalfen.
>>Verdammt... wie hat Tyla das noch einmal gemacht... oben links... nein, unten rechts... nein, oder? Argh, das gibt's nicht, ich komm an dieser dämlichen Tür nicht vorbei und schlimmstenfalls mach ich was kaputt und werde bestraft.<< Angespannt versuchte er sich daran zu erinnern was seine Kollegin dauernd drückte, wenn sie in die Räume mussten um sauber zu machen. Die Tatsache, dass die Symbole zwar sehr verschieden Aussahen, aber dafür auch sehr kompliziert, vereinfachte die Sache nicht gerade und so versuchte er es einfach auf gut Glück und berührte eines der Zeichen.
Ein Piepsen ertönte, sonst blieb eine Reaktion aber leider aus und nachdem der Sayajin eine Minute angespannt gewartet hatte, mit der schlimmen Befürchtung, er könnte irgendetwas kaputtgemacht haben, probierte er es mit dem nächsten. Diesmal ging das Licht aus und ein schweres Seufzen folgte der Dunkelheit:>> Toll, jetzt sitzt ich im Privatraum eines Dämonenprinzen im Dunkeln fest... heute ist nicht mein Tag... sowenig wie es die letzten 2600 waren...wieso konnte mir Armath nicht freundlicherweise auch schreiben "wie" man dieses Dinge bedient..."
Zu Vegetas Erleichterung gingen die Lichter aber wieder an, als er ein zweites Mal auf dasselbe Symbol tippte. So folgten einige mehr oder wenig erfolgreiche Versuche, er wusste am Schluss zumindest wie das Licht zu steuern war, bis sich die Tür endlich mit einem leisen Zischen öffnete.
Ein kurzer Vorraum kam zum Vorschein, wo man anscheinend seine Kleidung ablegte und Handtücher nehmen konnte, und führte zu einer nächsten Tür. Diese war jedoch aus Milchglas (Vegeta nahm zumindest an, das es so etwas in der Art sein musste) und öffnete sich automatisch als er davor trat. Seine Augen wurden groß als er auf den beinahe schon gigantischen Raum vor sich blickte und sah, dass dieser keine einfache Badewanne beinhaltete, sondern sich ein ganzer Swimmingpool vor ihm erstreckte.
>>Wow...<<
Die Wände, die Decke und Boden waren alles mit kleinen dunkelroten Kacheln gefliest und ein schummriges Licht, das von den schwachen Lampen an der Decke und den Wänden fiel, gab dem ganzen eine etwas düstere, aber auch angenehme Atmosphäre. Zwei lange Drachen, welche sich unter seinen Füßen wanden, zogen ihre langen und eleganten Körper über den ganzen Boden, sie bildeten mit ihren leuchteten Weiß und dunklen Schwarz einen starken Kontrast zu den sonstigen Rot. An den Wänden, oder besser in diesen war ein Aquarium eingebaut, das sich von einer Wand, bis zur nächsten zogen um dann eine Kurve zu machen und sich schließlich oberhalb der Tür zu schließen. Es leuchtete in einem angenehmen weißhellgrün und Vegeta beobachtete einen Moment fasziniert das rege Treiben darin.
Fische und andere, seltsamere Kreaturen tummelten sich in diesem und gingen ihren Alltag nach, ohne Vegeta auch nur ein wenig Beachtung zu schenken. Die kühlen Kacheln unter seinen nackten Füßen fühlten sich angenehm an und die Neugier trieb ihn dazu zu dem großen Pool zu gehen, welcher seine Bahnen in der Raummitte zog. Denn er war nicht nur eckig oder rund, sondern hatte eine seltsame Form, die wieder an eines der vielen fremden Symbole erinnerte. Zur Überraschung des Mannes war er bereits mit Wasser gefüllt und erst jetzt bemerkte er, dass feiner Dampf von der klaren Oberfläche aufstieg.
Vorsichtig prüfte er mit seinem Fuß die Temperatur und stellte fest, dass es schön warm war.
>>Hat es Armath eingelassen? Oder ich selbst als ich vorhin an den Knöpfen herumprobiert habe?<< Diese ziemlich unwichtige Nabensache lies er schnell auf sich beruhen, denn er war froh nun nicht herumexperimentieren zu müssen wie man da Wasser einlassen sollte, die Erfahrung mit der Tür hatte ihm gereicht. ^^
Er lief eilig zurück in das Zimmer des weißen Dämonen und holte das Tablett mit dem Essen und den Bojojab, welchen er aber im Vorraum ablegte um ihn nicht nass zu machen, und schnappte sich dann noch eines der vielen Handtücher.
Als das warme Wasser seinen Körper umschloss, breitete sich Entspannung in Vegeta aus und er lies sich in das angenehme Nass sinken. >>Fantastisch... wie ein Traum... bitte, lass es Wirklichkeit sein.<< Er stellte fest, dass der Pool am Rand nicht sehr tief war, so dass man gut sitzen konnte und er kein Problem hatte das Tablett zu erreichen. Nach innen hin wurde er aber tiefer und der Sayajin beschloss nach dem Essen ein wenig zu schwimmen (1), die Aussicht auf ein wenig Sport steigerte seine Laune sofort aufs Maximum. So begann er nun endlich dem Drängen seines Magens nachzugeben und seinen inzwischen schon beträchtlichen Hunger zu stillen.
>>Ich würde zu gerne wissen, wo die hier so etwas her haben, in der Küche haben wir immer nur diese seltsamen Pulver, die sich mit Wasser in ein haferschleimartiges Zeug verwandeln... hätte mich aber gewundert, wenn Molloc sich selbst auch so etwas vorsetzten würde... <<
Neben Marmelade und Butter, etlichen Konfitüren und Wurst gab es sogar etwas Gemüse und Obst. Zwei Lebensmittel, die er bisher noch nie hier gesehen hatte und so war er doch ziemlich erpicht darauf diese zu kosten. Die große rote, ovale Frucht schmeckte picksüß und hatte ein cremiges Fruchtfleische, welches geradezu auf der Zunge zerging. Dagegen schmeckten die kleinen runden Beeren etwas bitter, hinterließen am Gaumen aber einen angenehmen Nachgeschmack. Das Gemüse, welches aus einen Bündel Bambussprossen ähnlicher Dinger, die nach Paprika schmeckten und einem großen blauen rundlichen Ding, das Vegeta allein schon wegen der Farbe lieber mied, bestand, mussten aus der einheimischen Küche stammen. Doch er hielt sich sowieso am meisten an der Wurst und am Käse, die hier viel besser schmeckten als auf der Erde, nur so nebenbei erwähnt. :)
Kauend verfolgte er die verschiedenen Lebewesen hinter den dicken Glasscheiben und begann die schönen leuchtendvioletten Fische zu zählen. Nachdem er aber feststellte, dass dies bei den vielen Algen und Korallen, hinter welchen einer verschwand und drei wieder auftauchten, ein ziemlich aussichtsloses Unterfangen war, beließ er es bei der Zahl 287.
Nachdem er das Gebäck vollends vertilgt hatte und auch von den Konfitüren nur noch die Gelbe, welche widerlich bitter schmeckte, übrig geblieben war, das seltsame blaue Gemüse nicht zu vergessen, stieß sich der Sayajin vom Rand ab und begann eine Runde nach der anderen zu ziehen.
Zu seinem großen Entsetzen musste er feststellen, dass er schon nach 23 Längen aus der Puste kam und zog so nochmals 26 nur um der Tatsache, dass er an Ausdauer und Kraft verloren hatte, die Stirn zu biete. Er blieb lange in dem angenehmen Nass, dass auch nicht abkühlte, denn anscheinend hatte es eine Heizung, und nachdem er sich mit der Realität, dass er keine weitere Runde mehr schaffen würde, ohne dabei kläglich abzusaufen, abgefunden hatte, lies er sich ruhig auf dem Rücken treiben.
Seine Arme lagen seitlich von ihm ausgestreckt im Wasser und er paddelte leicht mit seinen Füßen, sein Blick verlor sich in den Mustern, welches durch das schwache Licht der Lampen an die rote Decke geworfen wurden und ein verwobenes, schimmerndes Netz bildeten. Es war nur das Plätschern des Wassers zu hören, welches über den Rand floss und von den ableiteten Kanälen aufgenommen wurde.
"Hm..." Vegetas Augen waren halb geschlossen und er hing seinen Gedanken nach, die ihn wieder an den gestrigen Tag denken ließen. Ein bekommenes Gefühl hatte sich über ihn gelegt und er seufzte leise. Er wusste nicht warum er sich dem Dämonen so hingegeben hatte, aber er vermutete mal, dass sein Körper einfach etwas gebrauch hatte und dieser es ihm geben konnte.
"Kakarott..." Es folgten kleine Ringe den Handflächen, die über die glatte Oberfläche strichen und schließlich auf dem Bauch des Mannes zur Ruhe kamen. Es war ein komisches Gefühl, dass er gestern tatsächlich geglaubt hatte, dass der andere Sayajin bei ihm wäre... er hatte ihn wirklich gespürte und auch dessen Haut gerochen.
Ein leises Seufzen durchzog den Raum und Vegeta schloss seine Augen, er versuchte sich daran zu erinnern wie es sich gestern angefühlt hatte, als Armath ihn angefasst hatte, und mit einem bedrückenden Gefühl merkte er, dass es ihm tatsächlich gefallen hatte. Seine Hand war so warm gewesen und es hatte so gut getan als sie sich bewegt hatte.
Vegeta fragte sich im diesem Moment ob sich Son-Goku auch so angefühlt hätte und wie er ihn wohl berührt hätte, doch der Sayajin schüttelte bei den albernen Überlegungen wütend seinen Kopf. Er malte sich oft solche Nächte mit dem anderen aus, es tat gut an ihn zu denken und die aufgestauten Gefühle waren in seinen Gedanken viel leichter abzulassen als in der Realität. Der andere Kämpfer hatte in den letzen Jahren sehr oft die Einsamkeit der Nacht mit ihm verbracht, sogar als einfache Traumfigur gab dieser ein ungewöhnliches Gefühl von Schutz und Geborgenheit von sich.
Tränen sammelten sich in den Augen des Sayajins ohne, dass dieser es merkte, er öffnete sie wieder und keuchte leise auf.
>>Ich vermisse dich, Kakarott, ich vermisse dich so sehr...<<
Er wandte sich um und tauchte mit einem Atemzug zum Poolrand zurück, er war sicher schon über eine Stunde hier drin und wollte nicht, dass der weiße Dämon ihn hier sah, es war ihm peinlich wenn er daran dachte, dass dieser ihn gestern nackt gesehen hatte...
Wieder schüttelte er leicht seinen Kopf und wollte sich aus dem Wasser stemmen, als ihm das Kärtchen von vorhin in den Augenschein viel. Überrascht hob er seine Augenbrauchen:>> Wie kommt das denn hierher? Hab ich es vielleicht wieder auf das Tablett gelegt?<<
Mit einem leisen Seufzen lies sich der Sayajin wieder in das warme Wasser zurücksinken und griff nach dem Papier, um es noch einmal aufzuschlagen. Seine Augen fuhren die einzelnen Zeilen noch einmal langsam ab und er lächelte unbewusst, als er leise las:" Eigentlich wollte ich bei dir sein, wenn du aufwachst..." Er betrachtete die einzelnen Buchstaben genau und fand plötzlich, dass es eine sehr schöne Schrift war.
"Was mach ich denn da..." Stöhnend warf er das Kärtchen zurück aufs Tablett und stieg dieses Mal wirklich aus dem Wasser, aber das Lächeln blieb zu seinem Leid erhalten. Er warf sich sein Handtuch über die Schulter und nahm das leere Geschirr. Seine Augen fuhren noch einmal über den großen Raum und mit einen leisen Seufzen ging er in Richtung Vorraum um nun endlich den neuen Bojojab zu probieren.
Außerdem war es sicher schon Zeit für das Mittagessen.
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Die Hände des Sayajins fuhren über den samtenen Stoff, welcher nun eng an seinem Körper lag und sich als wirklich sehr bequem rausstellte. Er war dünn, aus feinen Garn gewebt, eine wunderschöne Arbeit, die erst getragen sich ganz entfaltete und er war überraschend warm. Ganz anders als die Bojojabe, den er nun schon seit geraumer Zeit trug und der sich auch dementsprechend anfühlte, denn als Sklave besaß man drei dieser Arbeitsgewänder, die man nur wechselte, wenn die anderen bei der Wäsche oder schmutzig waren.
Seine Finger glitten über die eleganten Stickerein, die sich über das gesamte Gewand zogen und leicht in dem wenig Licht vor sich hin schimmerten. Vegeta warf mit einen beinahe elend aussehenden Gesichtsausdruck nochmals eine Blick in den Spiegel, der sich oberhalb des Schreibtisches an der Wand befand und wieder stellte er fest, dass dieses Gewand wunderschön war, doch er hatte irgendwie das dumpfe Gefühl, dass es eher für eine Frau als für einen Mann bestimmt war.
>>Das ist... peinlich... ich mach mich lächerlich mit dem... mit diesem "Kleid"!<<
Es war lang, länger als seine vorige Kleidung, so dass es ihn sogar ein wenig über die Füße reichte und seine weiteren Ärmel glitten ebenfalls über seine Hände, was aber beabsichtig war, da es so einen eleganten Anschein erweckte. Es lag am Hals an und die glitzernden Bänder schienen sich wie zwei Schlangen um diesen zu winden.
Der dunkle Stoff lag ebenso an seinem Oberkörper bis zum Becken eng an und wurde nach unten hin weiter, Vegeta kam der alberne Gedanke, dass der Dämon ihn in der Nacht wohl abgemessen haben musste, damit es so genau passte und verbiss sich ein Grinsen. Er fragte sich allmählich was mit ihm los war, er fühlte sich seltsam gut gelaunt seit er wieder aus dem Bad war und sich dieses neue Gewand übergezogen hatte.
"12:09 Uhr..." Vegeta wandte sich von der kleinen Uhr, welche er soeben gesucht hatte, ab und wieder dem Spiegel zu. Sein Blick fuhr immer noch skeptisch über den matt glänzenden Stoff, doch irgendwie wurde ihm der Anblick immer erträglicher, sogar sympathischer, je öfter er es betrachtete. Vielleicht war es ja doch nicht so schlimm...
Seine Augen verfinsterten sich und er drehte sich jäh von seinem Spiegelbild weg, es kam ihn plötzlich völlig idiotisch vor was er da tat. Er war ein Mann und keine Tussi die sich wegen irgendeines Fummels zum Narren machte. >>Was mache ich da!? Wieso bin ich so gut gelaunt!? Man erniedrigt mich und ich lache dumm!!! Der Dämon will mich als ,,Braut" und ich... ich benehme mich, als hätte ich rein gar nichts dagegen!!! Verdammt, ich bin ein Sayajin!!!! Ich bin ein Prinz...<<
Zornig biss der Sayajin die Zähne zusammen und ballte seine Hände zu Fäusten. Er kam sich auf einmal furchtbar lächerlich und dämlich vor, er verhielt sich so ehrlos... Warum war er hier? Es war so erniedrigend, alles, immer wieder machte er sich selbst zum Trottel, egal was er tat! Immer war er zu schwach...
Ein scharfes Keuchen zerschnitt die Stille und Vegeta wischte sich wütend über seine Augen, er weinte schon wieder!!! >>Ich Trottel... warum kann ich mich nicht zusammenreißen!? Wieso bin ich nur so lächerlich!?<< Es folgte ein Schluchzen und der Sayajin trat wütend auf, er fühlte sich schon wieder sich selbst gegenüber ohnmächtig, er konnte einfach nichts gegen dieses erniedrigende Gefühl unternehmen!!! Seine geballten Hände zitterten vor Anspannung, die sich langsam auch über den restlichen Körper auszubreiten begann und er fing an stockend zu keuchen.
Das zischende Geräusch der sich öffneten Tür lies den Mann erschrocken zusammenfahren und sich automatisch mit der Hand über die Augen wischen. Dann blickte er zur Seite und mit einem Gefühl der Erleichterung, welches ihn aber auch wieder eine zornige Unruhe bescherte, entdeckte er Armath, hinter welchem sich die Tür wieder mit einen leisen Zischen schloss.
Hingegen Vegetas Hoffnungen, dass dieser es übersehen haben könnte, dass er gerade in Tränen ausgebrochen war, merkte der Prinz es sofort, dass konnte der Sayajin an dem überraschten und besorgten Blick erkennen. Es folgte ein kurzes, für Vegeta sehr peinliches Schweigen und er spürte wütend wie seine Augen schon wieder feucht wurden.
>>Er soll verschwinden! Er macht mich schwach... er macht sich über mich lustig...<< Ein Kloß in dem Hals des Sayajins begann grässlich zu schmerzen und dieser musste ein paar mal schwer schlucken, damit dieses Gefühl ihn nicht übermannte.
Der weiße Dämon setze sich plötzlich, nachdem er seinen Gegenüber einen Moment ruhig beobachtet hatte, in Bewegung und ging auf den Mann langsam zu, wessen schwarzen Augen ihm nun verängstigt folgten, und blieb kurz vor ihm stehen. Ein schmerzendes Pochen begann sich wieder in der Stirn des Sklaven auszubreiten und er wich einen Schritt zurück, er fühlte sich plötzlich schlecht, so als wäre er krank. Er senkte seinen Kopf und schloss seine Augen, Tränen begannen trotzdem ihren Weg über seine heißen Wangen zu ziehen und er schluchzte erneut leise auf:>> Ich bin so lächerlich... i... ich habe Angst...<<
Eine Hand strich plötzlich sanft über seinen Kopf und er keuchte wiederwillig auf, er wollte nicht, dass der andere ihn so anfasste, er durfte das nicht! Doch dann lies sich Armath wieder auf die Knie sinken, so dass er etwa die selben Größe wie der Sayajin hatte und seine Hand drückte Vegetas Gesicht am Kinn sanft noch oben, so dass er ihn ansah. Die dunklen Augen des Dämonen wirkten ruhig und warm, sie ruhten auf ihn und schienen zu versuchen in ihm zu lesen.
"Warum weinst du?" Eine warme Hand streichelte sanft über sein Gesicht und der Sayajin keuchte überrascht auf und biss sich wütend auf die Lippe, er fühlte sich so furchtbar schwach und lächerlich vor ihm. Und genau das schien Armath in den teilweise verwirrten und verängstigen, aber auch ungeheuer zornigen Augen zu lesen und seine Hand zog sich von Vegetas Gesicht zurück.
Die erneute folgende Ruhe war für den Sayajin schrecklich, er hatte Angst, dass der andere ihn nun bestrafen würde, weil er sich so abweisend verhielt und sein Körper wurde von einem Zittern gepackt, das ihn nicht mehr loslassen wollte.
"Es... tut mir leid..." Vegeta hatte seinen Kopf wieder gesenkt und sein Gesicht in seine Hände gebettet, ihm war übel und er hatte Angst, so furchtbare Angst. Zwei Hände legten sich auf sein zitterndes Becken, behutsam und sanft, nicht so, als würde dieser ihn nun nehmen wollen, und plötzlich hörte der Sayajin Armaths Stimme:" Vegeta?"
Der Sayajin drückte sein Gesicht noch fester gegen seine Hände und schluchzte wütend auf, er hatte das Gefühl, dass seine Beine bald unter ihn wegsacken würden und ihn beschämte der Gedanke, dass er vor dem weißen Dämonen so schwach dastehen würde. Wieder vernahm er seinen Namen, doch er wollte nicht, er wollte sich nicht schon wieder lächerlich machen! Wieso konnte er ihn nicht einfach in Ruhe lassen!?
"Was..." Seine Stimme zitterte und hörte sich belegt an, es überraschte ihn, dass dieses Wort aus seinem Mund gekommen war, denn er hatte dies nicht gewollt.
"Warum schämst du dich? Es ist nichts schlimmes daran zu weinen und schon gar nicht, wenn man so verletzt wurde wie du." Armath sah ihn ruhig an, als Vegeta unsicher zu ihn blickte und sich erneut ein stockendes Schluchzen aus seinen schmerzenden Hals rang. Ein komisches Gefühl begann den Sayajin langsam zu durchziehen, dass den Drang den festen Knoten in seinem Hals zu lockern immer stärker werden ließ.
Armath legte einen Arm um die Taille des noch zitternden Mannes und zog ihn vorsichtig an sich, was dieser auch ohne Protest zuließ, und begann ihn den Rücken sanft zu streicheln. Das stockende, wiederwillige Wimmern und Keuchen formte sich immer mehr zu einen, den ganzen Körper mit sich reißenden Schluchzen und Weinen um, der Sayajin lehnte gegen den großen Dämonen und gab sich den grässlichen Gefühlen hin, die seine ganze Seele zu vergiften schienen.
Die Kopfschmerzen wurden immer schlimmer und die Übelkeit immer großer, es war so, als würde sich sein ganzer Körper gegen ihn wenden, ihn bestrafen für etwas, wofür er nichts konnte. Er merkte nicht, wie seine Hände sich zaghaft an den anderen klammerten und nach etwas Halt suchten und er wimmerte scharf auf, als seine Beine unter ihn nachgaben.
"Shhh... es ist OK, weine ruhig, es ist nichts schlimmes dabei." Armath spürte, dass es Vegeta immer schlechter ging und er machte sich ernste Sorgen um diesen. Eigentlich wollte er ihn zu einen Essen mit seinen Vater und seinen Bruder holen, aber dies ließ er nun besser ausfallen, der Mann brauchte nur Ruhe. So hielt er ihn sanft und streichelte behutsam seinen Kopf und seinen Rücken, er ließ ihn weinen, den Schmerz rauslassen und ihn so sich etwas beruhigen.
Vegeta verlor ganz das Zeitgefühl, als die Tränen langsam weniger zu werden begannen und das laute Schluchzen zu einem leisen, erschöpften Keuchen wurde, wusste er nicht wie lange er schon so gegen den anderen gestützt kniete, es kam ihn jedoch wie eine ganze Ewigkeit vor. Sein Kopf ruhte auf der Brust des anderen und seine Arme hangen schlaff herab, er fühlte sich einfach nur geschafft und müde und sein schmerzender Kopf war wie leergefegt.
Als der weiße Dämon ihn aufhob und zum Bett trug drehte sich alles um den Sayajin, er hatte plötzlich die Angst sich übergeben zu müssen, doch als sein Kopf auf den weichen Polster Ruhe fand, beruhigte sich auch seine Wahrnehmung wieder. Seine Augen waren halb geschlossen und sein Atem ging ungewöhnlich schnell, und plötzlich hatte er das Gefühl, dass sich in seinem Mund eine schreckliche Dürreperiode niedergelassen haben musste und er schluckte schwer. Er rang mit sich, nach etwas Wasser zu fragen, doch ganz unnötig wie er schnell feststellte, denn Armath setze sich neben ihn und hob seinen Kopf leicht an um ihn etwas Flüssigkeit einzuflößen.
Ein widerlicher Geschmack breitete sich in seinem Mund und Gaumen aus, als er die ersten Schlucke gierig gemacht hatte und jetzt widerstrebend seinen Kopf wegzudrehen versuchte. Es schmeckte salzig und einfach ekelhaft! Sein Magen schien sich plötzlich wie unter Krämpfen zusammenzuziehen, als das Getränk in ihm ankam, und Vegeta begann zu würgen.
"Ruhig, das hilft dir, es schmeckt zwar scheußlich, aber dafür geht es dir gleich besser." Der weiße Dämon zog den Becher mit den abscheulichen Gesöff zurück und legte den Kopf des Sayajins behutsam zurück, wo dieser immer noch mit einen angewiderten Gesichtsausdruck hustete. Vegetas Hals begann zu brennen, doch mit Verwunderung stellte er fest, dass er nun nicht mehr durstig war und kaum eine Sekunde später begann sich ein angenehm warmer Schleier über ihn zu legen.
Die pochenden Kopfschmerzen begann nachzulassen und auch die Übelkeit nahm ab, so dass er nur noch die wieder hochkriechende Müdigkeit zu schaffen machte. Sie war jedoch von kurzer Dauer, sie erhob sich wie eine Welle und einen Moment schien Vegeta sogar ihr erliegen zu müssen, doch dann sank ihre betörende Macht wieder und er blickte mit erschöpften, aber nicht mehr so müden Augen neben sich.
Als er den Blick Armaths traf wurde ihm heiß und er wandte seinen beschämt ab, er fühlte sich besser, aber trotzdem hatte er das schlechte Gefühl sich schon wieder vor diesen entblößt zu haben. >>Ich hab mich schon wieder wie ein Schwächling benommen... er muss mich für einen kompletten Weichling halten... Es ist doch egal, ich will ja auch nicht, dass er mich mag!!! Ich hasse ihn, ich hasse alle Dämonen... aber er soll mich nicht für schwach halten...<< Vegeta keuchte überrascht auf, als sich eine Hand auf seinen Bauch legte und ihn sanft zu streicheln begann. Röte schoss in sein Gesicht und er drehte es weg, ihm war das alles so verdammt peinlich!!!
"Das Baraji steht dir sehr gut, du siehst wunderschön aus." Der weiße Dämon merkte schnell, dass er etwas falsches gesagt hatte, denn der Mann verkrampfte sich unter seinen Augen und seine Hände ballten sich erneut. Unsicher, worüber dieser nun so empfindlich reagieren konnte, ließ er seine Hand inne halten und sah ihn nur fragend an:" Gefällt es dir nicht?"
>>Das ist doch... ich... dieser... dieser Monster hat mich "wunderschön" genannt!!! Das darf doch einfach nicht wahr sein!!!<< Mit aller Macht versuchte er sich nun aufzusetzen, doch schaffte er es nicht, was ihn noch zorniger machte und er pfauchte ohne viel nachzudenken:" Ich bin keine Frau! Ich bin ein Kämpfer, ich bin nicht "wunderschön"! Ich..." Abrupt hielt er inne, als ihn in den Sinn kam, was er da gerade machte und ihn wurde wieder ganz elend zu mute. Doch als er verängstigt zu dem Dämonen blickte, sah er überrascht, dass dieser nur sanft lächelte und plötzlich spürte er dessen Hand erneut seinen Bauch streicheln.
"Es tut mir leid." Armath konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen und schüttelte nur über sich selbst leicht den Kopf. Er fuhr mit einem angenehm beruhigenden Schein in den Augen fort:" Ich wollte dich auf keinen Fall kränken, ich wusste nicht, dass es bei deiner Rasse so ist, dass man diese Bezeichnungen gegenüber den Männern nicht benutzt. Du kannst es mir ruhig sagen, wenn ich etwas Falsch mache oder etwas Falsches sage, denn ich möchte dir nicht weh tun. Niemals." Der angenehme Schein in seinen Augen verzauberte Vegeta für einen Augenblick und er spürte bei den Worten des weißen Dämons eine angenehme Wärme tief in sich drinnen.
"Jedoch..." Der Sayajin sah unsicher zu dem anderen, der ihn aber immer noch freundlich entgegenlächelte:" Meine Worte waren ernst gemeint, das Baraji steht dir sehr gut." Sein Blick ruhte auf Vegeta, welcher unter den letzen Worten eine unangenehme Hitze wahrnahm, die ihm in den Kopf schoss und eine leichte rötliche Farbe auf seinen Wangen zauberte. Der Mann wandte wieder seinen Kopf ab und versuchte seine Gesichtsfarbe wieder halbwegs unter Kontrolle zu kriegen, es war wirklich peinlich, wieso reagierte er nur so darauf!?
"Du riechst gut, warst du baden?" Erneut stieg eine Wallung an Hitze in dem Sayajin hoch und er hätte am liebsten laut aufgeschrieen, doch er nickte nur leicht. Eine Hand fasste ihm plötzlich am Gesicht und drehte ihn mit behutsamen Druck zu dem Gesicht des Dämonen. Dieser sah ihn ruhig und schüttelte lächelnd den Kopf:" Warum bist du so schweigsam, Vegeta? Es wird ganz bestimmt nichts Schlimmes passieren, wenn du mich deine Stimme ein wenig hören lässt. Du darfst ruhig sprechen, ich werde dir nicht böse sein, ich bin nicht dein Herr, Vegeta. Ich bin Armath."
Ein seltsamer Satz und doch berührte er den Sayajin tief, dieser sah einen Moment verwirrt aus, spürte wie diese schreckliche Hitze noch mehr zunahm und nickte nur leicht. Dann, als er begriff, dass er schon wieder nichts sagte, antwortete er leise:" OK." Es tat gut, dass dieser ihn nicht als weniger Wert erachtete und dass er frei sprechen konnte, wieder breitete sich ein kribbeliges, warmes Gefühl in seinem Magen aus und er konnte sich nur mit größer Mühe ein Seufzen unterdrücken.
"Puh..." Vegeta blickte überrascht auf und sah, dass Armath seinen Kopf zur Uhr gewandt hatte. Er sah nicht gerade erfreut aus und seufzte:" Drei Uhr... Meras wird mich umbringen..." Trotz der ernsten Stimme tauchte ein Grinsen auf den Lippen des weißen Dämonen auf.
"Wer... wer ist Meras..." Der liegende Sayajin, hatte seinen Körper soweit wieder unter Kontrolle, dass er sich aufsetzen konnte und mit einem, noch immer ziemlich starkem Gefühl der Unsicherheit zu Armath blickte, welcher ihn nur erfreut ansah und lachend erklärte:" Mein Vater. Wir Dämonen nennen unsere... also wir königlichen Dämonen, nennen unsere Eltern nicht so wie ihr. Vater heißt Merasokach, und weil mir das ein wenig zu lang ist, nenn ich ihn halt Meras, was er aber nicht sehr gern hört." Ein schelmisches Grinsen folgte den letzten Teil des Satzes, doch dann fuhr er fort:" Mutter bedeutet bei uns Nanolath, aber ich und meine Brüder sagen einfach Nano, dass klingt irgendwie nicht so ernst. Eigentlich hab ich sie nur Nanolath genannt, wenn ich, als ich noch klein war, irgendeinen Blödsinn gemacht habe und sie mit mir schimpfte... sie hat mich dann auch immer mit voll Namen gerufen."
Ein glücklicher Ausdruck legte sich über das Gesicht des Dämonen und er sah lächelnd zu Vegeta:" Wie hat man sie bei euch genannt... ich meine, da du ja auch kein Mensch bist." Der Mann dachte einen Moment nach, was er antworten sollte, doch dann schüttelte er den Kopf:" Schon, aber die Sprache, die du von den Menschen kennst haben wir auch gesprochen, es war eine Einheitssprache, in welchen wir Verhandlungen mit anderen Rassen geführt haben und so war sie auch bei uns bald geläufiger als unsere eigene. Aber..." Der Sayajin schien einen Augenblick angestrengt nachzudenken und sagte schließlich:" Ich glaube, dass Vater Riseck und Mutter Paref geheißen hat."
Armath nickte nur und erkundete sich neugierig weiter:" Was für Verhandlungen hat deine Rasse betrieben?" Der weiße Dämon sah ihn aufmerksam an, als Vegeta zögernd zu erzählen begann:" Wir, Sayajins, waren eine Kämpferrasse. Wir sind von Planet zu Planet gezogen und..." Es war ein ganz elendes Gefühl, das den Sayajin plötzlich heimsuchte und zum ersten Mal in seinem Leben kam ihm der Gedanke wie schrecklich das gewesen war, was sie gemacht hatte... Wesen ihre Heimat genommen, sie für teures Geld als Sklaven verkauft...
Seine schwarzen Augen begannen glänzend zu schimmern und presste seine Lippen fest aufeinander, er fühlte sich schlecht. Vegeta sah mit bleichen Gesicht zu Armath, als dieser seine Wange sanft zu streicheln begann und spürte wie Tränen sich wieder ohne seine Einwilligung über diese zu ziehen begann.
"Ich... ich hab nicht... es..." Er schloss seine Augen, er kam sich plötzlich schrecklich schmutzig vor, noch mehr als zuvor und sein Magen begann sich schmerzen zusammenzuziehen. Eine ruhige Stimme drang zu ihm durch und ließ Vegeta zu Armath blicken, der ihn ernst, aber nicht böse oder mit Abscheu ansah:" Wir alle machen Dinge, die wir später bereuen und wir alle können manche dieser Dinge nicht mehr rückgängig machen. Aber das heißt nicht, dass man sich deshalb bis an sein Lebensende Vorwürfe machen muss, denn wenn du Reue, wahre Reue für diese Dinge empfindest, die du mal begangen hast, dann wird dir Verziehen. Ganz sicher."
Vegeta verstand nicht, nicht ganz, doch der ernste und ehrliche Ausdruck in den dunklen Augen, ließen das schmerzende Gefühl in ihm etwas abklingen, so dass die Tränen wieder versiegten. Der Sayajin wischte sich mit einem beschämten Gefühl über die Augen und sah vor sich auf sein langes Gewand, er kam sich sehr schlecht vor. Er hatte viele Fehler begannen...
"Vegeta, sei nicht betrübt wegen Sachen, die nun überhaupt keinen Wert mehr haben, denn die schlimmste Strafe, die du erleiden konntest hast du erlitten. Ich glaube jeder würde dir verzeihen, wenn er wüsste, was du hier durchmachst." Armath sah ihn lächelnd, aber auch ernst an, er wollte den Mann durch seine Frage nicht weh tun.
"Du magst das Kämpfen?" Der weiße Dämon stellte erfreut fest, dass eine Flamme in den Augen des anderen kurz aufflammte, als er diese Frage vernahm und musste innerlich grinsen:>> Volltreffer.<< Vegeta nickte:" Ja... ich war einmal sehr stark." Der Sayajin nahm seine Hände ineinander und legte seufzend seinen Kopf zurück. Er wollte wieder so stark sein.
"Ich weiß." Überrascht wandte er seinen Blick zu Armath, der ihn nickend anlächelte:" Ich hab es gleich gewusst, als ich dich das erste Mal gesehen hab. Du hast etwas an dir, das einen sagt, dass du eine starke Person bist, nicht nur körperlich, auch geistig." Er grinste plötzlich wieder und fügte schmunzelnd hinzu:" Außerdem hat es noch niemand geschafft Horso so eine zu verpassen wie du." Einen Augenblick sah Vegeta ihn verdutzt an, doch dann zog sich auch ein Grinsen über seinen Mund er lachte leise auf. Es tat irgendwie gut mit Armath zu reden. Dieser war nett, das tat sehr gut.
"Warst du der Stärkste deines Volkes?" Der weiße Dämon sah ihn fragend an und Vegetas Grinsen verblasste, einen Moment sah er unangenehm berührt zur Seite und schüttelte dann seinen Kopf:" Nein... es ist... mein Volk ist tot." Die munteren Augen des Prinzen wurden wieder ernst und er entschuldigte sich:" Oh, das tut mir leid, das wusste ich nicht."
"Nein, ist schon OK. Es ist lange her, dass sie ausgelöscht wurden... Ich war damals noch selbst ein Kind und eigentlich hat es mich nie sonderlich berührt... ich war nur enttäuscht, dass ich nun kein König mehr sein konnte..." Leere Augen starrten vor sich auf den dunklen violetten Stoff und ebenso eine Leere verspürte der Sayajin nun in sich.
Armath wollte was sagen, doch Vegeta fuhr fort ohne den Blick an ihn zu wenden:" In unserer Rasse war es nicht so, dass man sehr viel von Familienbildung oder Freundschaft hielt... es war wichtig stark zu sein... wenn man stark war, dann war man jemand... es ist doch sowieso immer so... ich war dann lange bei demjenigen Kämper, Freezer, der mein Volk eigentlich ausgelöscht hatte... ich wusste es nur nicht... dort war ich auch ein Sklave... ich musste zwar das ganze erniedrigende Zeug nicht tun, das ich hier machen muss, aber ich hatte doch keine Freiheit... später, ich war damals schon ein guter Krieger und... ich dachte ich würde der Beste sein... ich traf dann auf dem Planeten, wo ihr mich aufgegriffen habt, auf einen weiteren meiner Rasse... Kakarott... er war ein ... er war der größte Idiot den ich je getroffen hab..." Der Sayajin lächelte bei dem Gedanken an den anderen, fuhr dann aber fort:"... und stärker... er vernichtete auch Freezer und nicht ich... dann blieb ich auf dem Planeten... bei Kakarott und dessen bescheuerten Freunden... lernte meine Frau kennen... Bulma, eine schreckliche Nervensäge... zeugte zwei Kinde..." Es folgte ein langes Schweigen, doch der weiße Dämon wartete geduldig und lies den anderen seine Gedanken und Gefühle ordnen.
Schließlich flüsterte Vegeta, kaum hörbar:" Ich vermisse sie... ich..." Dieses Mal kamen jedoch keine Tränen, eine seltsame Taubheit hatte sich über seine Seele gelegt und schirmt den Schmerz irgendwie ab. Stattdessen schüttelte er den Kopf und lächelte bitter:" Ich hab ihnen nie gesagt, dass ich sie mag... es ist komisch, dass es immer so kommen muss, dass man das, was man hat, erst dann zu schätzen lernt, wenn es einen weggenommen wird." Der Sayajin sah mit einem bedauernden Ausdruck vor sich aufs Bett und schloss schließlich seine Augen, er fühlte sich nicht gut.
>>Ich will dir helfen, Vegeta. Ich hab noch nie so ein wundervolles Wesen wie dich gesehen, ich will nicht, dass du Schmerzen hast.<< Der weiße Dämon blickte den anderen mitfühlend an und fragte schließlich:"Möchtest du, dass..."
Ein hartes und lautes Klopfen erschallte von der Tür und beide schauten überrascht in ihre Richtung. Armath, der schon eine schlimme Vorahnung hatte, sprang auf und ging schnell zur dieser, Vegeta sah ihm nur verwirrt nach und hatte plötzlich das Verlangen nach seinem Bett im Schlafsaal, denn dieses Klopfen hörte sich nicht sonderlich nach froher Botschaft an.
"Nachak ros, du Idiot!!!" Der weiße Dämon konnte sich gerade noch ducken, als ihm eine Faust entgegengeschmettert wurde und sprang vorsichtshalber einen Meter zurück. Vegetas Augen wurden zuweilen immer größer vor Entsetzen und er fragte sich ob es nicht besser wäre sich hinter dem Bett in Sicherheit zu bringen.
"Hey, To, was suchst du denn hier!?" Armath sah breit grinsend in Richtung Tür, wo ein, ihn beinahe um drei Köpfe überragender, dunkelgrauer Dämon stand, dessen Augen rötlich leuchteten und im Gegensatz zu dem weißen Dämon überhaupt nichts freundliches an sich hatten. Dies schien der kleinere der Beiden jedoch zu übersehen, denn er ging ruhig, ohne ein Anzeichen von Furcht oder Besorgnis zu dem großen Dämon, der immer noch gefährlich aufgebracht aussah.
"Du Trottel!" Wiederholte dieser verächtlich und gab ein tiefes Knurren von sich, was dem Sayajin die Nackenhärchen zu Berge stehen lies. To betrat den Raum und sein Blick streifte nur flüchtig den, noch immer ab Bett sitzenden Mann und verengten sich dabei noch mehr. Er wandte seine, noch immer schwach leuchtenden Augen wieder Armath zu und knurrte:" Weißt du eigentlich, dass du seit einer geschlagenen bei uns in der Halle sein solltest!? Kannst du dir eigentlich vorstellen, wie das ausschaut, wenn du Blödmann einfach nicht erscheinst!? Was denkst du, baldiger König, bringt das wohl für einen Eindruck bei dein Fürsten!? Zuerst die lächerliche Bitte einen Sklaven beim Essen dabei haben zu wollen, wo die Schau gerade begonnen hat und jetzt..."
Erneut ertönte ein Knurren, jedoch kehliger und viel lauter, Vegeta zuckte erschrocken zusammen und sah schaudernd zu den beiden Dämonen, doch zu seiner Überraschung kam dieses nicht von To sondern von dem weißen Dämon, dessen Augen nun auch auffällig in hellem Weiß zu leuchten schienen.
Armath schaute den größeren Dämon gefährlich an und pfauchte:" Mein lieber Bruder, es ist nicht mein Anliegen, dass dieser dumme Wettbewerb noch die nächsten fünf Wochen andauern soll! Und diese lächerliche Bitte hätte Meras auch wiedersprechen können, doch er hat zugestimmt, also hüte deine Zunge!!!"
Vegeta war wie gefesselt, der jüngere Prinz sah nun plötzlich völlig anders aus, er wirkte gefährlicher und sein Körper war bis aufs äußerste angespannt und so wirkte er beinahe so groß wie der andere. Doch was dem Sayajin eigentlich Sorgen bereitete, was, dass wenn die beiden Dämonen jetzt zu kämpfen beginnen würden, dann würde von dem Raum, inklusive ihm, nicht mehr viel übrig bleiben!
>>Egal was ich mache... würde mir einer dieser Wesen auch nur einen Klaps verpassen, wäre ich auf der Stelle tot... wenn ich Freiheit zu sterben besäße...<<
Aber wiedereinmal kam es nicht dazu, denn nachdem beide sich ungefähr zwei Minuten, die Vegeta wie zwei Stunden vorkamen, wütend angefunkelt hatte seufzte der größere schwer und schüttelte nur den Kopf:" Armath, du wirst bald König, du musst dich auch dementsprechend benehmen." Er klang völlig anders als vorhin, ruhig und ernst.
"To, ich konnte wegen dieser "lächerlichen Bitte", wie du sie nennst, leider nicht kommen und musste auf deine doch so süße Gesellschaft verzichten!" Das breite Grinsen und der helle Ausdruck war nun auf Armaths Gesicht zurückgekehrt und verwies mit einer Hand auf Vegeta, welcher mit einen Schlag ganz bleich wurde. Zu dem Entsetzen des Sayajins und zur Überraschung des weißen Dämons, ging To an diesem vorbei, direkt zu dem schwarzhaarigen Mann, welcher sich ein Aufschreien unterdrücken musste.
Er blieb kurz vor ihm stehen und blickte mit strengen, aber nicht überheblichen Ausdruck in den Augen auf ihn herab. "Wie heißt du?" Seine Stimme klang auf einmal nicht mehr so hart und Vegeta, welcher versuchte ruhig zu wirken, antwortete unsicher:" Vegeta...Herr..."
"Ich bin nicht dein Herr, Vegeta. Anscheinend hat mein nichtsnutziger Bruder seine Wahl mit dir bereits getroffen, ganz entgegen unserer Tradition... doch wenn dem wirklich so ist, dann ist nur er dein Herr." Die dunkelroten Augen sahen ihn streng an und dem Sayajin wurde immer kälter, er wäre nun tausendmal lieber bei der Wäscherei als hier vor diesem Dämonen gewesen!
"Ach, halt die Luft an!" Überrascht wandte Vegeta, als auch To, den Kopf zur Seite, wo Armath ihn genervt sah:" Erstens, ich, dein nichtsnutziger Bruder, wäre dir das nächste Mal dankbar, wenn du mich fragend würdest, ob du mein Zimmer betreten darfst und zweitens, ich bin nicht sein "Herr"!" To blickte ihn kurz finster an, seufzte dann aber und schüttelte erneut genervt den Kopf:" Von mir aus. Er gehört dann ja sowieso dir. Und..." Der Dämon hatte das letzte Wort extra laut ausgesprochen um so seinen jüngeren Brüder den angehenden Protest gegen seine soeben gemachte Bemerkung abzuschneiden und endlich zu dem zu kommen, warum er eigentlich hier war. "Maresokach möchte, dass du nachher zum Abendessen kommst, schau nicht so, du kannst ihn mitnehmen, nur beschränk dich diesmal mit der Wahl deiner unüberlegten Worte. Molloc ist nur nicht mehr sauer, weil Horso mit ihm geredet hat, denk daran, er ist mächtig."
"Ja, ja! Mächtig und arrogant, wenn dieser Pinkel beleidigt war, dass ich ihn nur mein Recht mitgeteilt hab, dann tut es mir leid, aber du weißt, dass der sich nicht sonderlich an die Enthaltsamkeitsfrist hält, ich hab ihn nur verdeutlicht, dass er Vegeta nicht anfassen darf, so schwer wird das doch nicht zu begreifen sein! Er "müsste" ja sowieso seine Griffel von ihm lassen!" Der kleinere Dämon schimpfte wütend vor sich hin und To verdrehte nur genervt die Augen und knurrte:" Ist ja gut! Vielleicht belassen wir solche Entscheidungen das nächste mal doch besser Maresokach, OK!?" Ein aufgebrachtes Schnauben folgte den Worten und der Dämon wandte sich dann plötzlich erneut dem Sayajin zu, welcher erneut jegliche Farbe verlor
Die dunklen Augen musterten ihn genau und schauten ihn dann direkt an:" Wie alt bist du?" Einen Moment sah Vegeta völlig perplex aus, mit der Frage hätte er nun am allerwenigsten gerechnet, allein schon deswegen, weil hier ja sowieso niemand alterte. Doch er antwortete leise:" 57... ungefähr." Genau wusste er es wirklich nicht, er hatte keine Ahnung welches Datum sie heute schrieben, doch so ca. dürfte es schon hinkommen.
Ein verächtliches Schnauben folgte, was jedoch nicht an ihm gerichtet war, sondern an Armath, der nun neben Vegeta getreten war und To seufzend ansah:" Was?" "Er ist noch nicht lange hier, Armath, das heißt, er kann schwierig sein!" Der große Dämon lies erneut ein leises, grollendes Knurren verlauten und der Sayajin sah, wie dessen muskulöser Schwanz unruhig hin und her zu schlagen begann.
"Bitte, lass das meine Sorge sein und Mares scheint damit kein Problem zu haben!" Der weiße Dämon seufzte laut und sah seinen Bruder genervt an. Es war kein Geheimnis, das diese beiden anscheinend die Zankhähne in der Familie waren, doch hatte Vegeta irgendwie das Gefühl, dass sie es nicht ernst meinten.
Wieder kam ein Knurren als Antwort und To verschränkte nur kopfschüttelnd die Arme vor seiner muskulösen Brust:" Dickschädel bleibt Dickschädel. Doch ob Maresokach wirklich mit deiner Wahl einverstanden ist, wird sich noch herausstellen. Er hat dir erlaubt ihn zum Essen mitzubringen, weil er ihn sehen möchte und wenn du nicht auftauchst, dann bezweifle ich, dass er weder ja noch nein dazu sagen wird, doch tippe ich da eher aufs Zweitere!"
"Ist ja gut, ich weiß, sorry! Jetzt tu nicht so, als hätte ich jemanden erschlagen, zum Abendessen kommen wir, ich und Vegeta, einverstanden!?" Armath seufzte schwer und sah seinen Bruder bittend an, dieser sagte nichts, sondern ließ erneut einen Blick zu dem schwarzhaarigen Mann wandern. "Er ist keine schlechte Wahl, Armath, ich denke sogar, dass du diesmal keinen Unfug im Sinn hast. Doch wird Molloc ihn nicht hergeben wollen, soweit ich von Tima gehört habe, hat er einen Narren an ihm gefressen." Vegeta sah verblüfft zu To, einerseits war er doch überrascht, dass dieser anscheinend doch nicht so abgeneigt ihm gegenüber war und andererseits: woher kannte dieser Tima!?
"Nun, da werden wir dem roten Fürsten diesen Narren wohl austreiben, ob er will oder nicht, du kennst die Regeln, mir liegt meine Wahl frei und keiner, nicht einmal der große Molloc, kann sich dieser wiedersetzen! Außerdem wird Mares Vegeta sicher mögen, schließlich ist er nicht so eine Nervensäge wie du!" Mit kecken Grinsen verfolgte Armath amüsiert den beinahe eingeschnappten Gesichtsausdruck seines Bruders und fügte hinzu, bevor sich dieser wieder aufregen konnte:" Und warum sollte Mares auch was dagegen haben? Soweit ich weiß war Nano auch seine Wahl und nicht die seines Maresokach!"
"Nun, magst du recht behalten, ich wünsch es dir. Doch komm dieses Mal pünktlich und benimm dich, sonst wird es vielleicht doch nichts mit deiner Wunschbraut!" Mit einen leichten Lächeln als Abschied wandte er sich ab und verlies den Raum ohne ein weiteres Wort.
Verblüfft sah Vegeta diesem nach, er hatte nun viele Fragen und ein mächtig schlechtes Gefühl!!! So wandte er sich an Armath, welcher immer noch neben ihm stand, doch dieser blickte ihn schon lächelnd an und schüttelte nur leicht seinen Kopf:" Mach dir keine Sorgen, Mares wird dich mögen und wegen der anderen Dämonen musst du auch keine Angst haben, sie werden dir nichts tun und sie werden es nicht wagen dich zu verspotten, wobei die meisten dich sowieso nur flüchtig von dem Bankett her kennen. Doch dank der tollen Darbietung meines Bruders hätten alle wahrscheinlich mit einer anderen Wahl gerechnet." Ein genervtes Seufzen folgte und Armath schüttelte lächelnd seinen Kopf, doch bemerkte er schnell den besorgten und zweifelnden Blick des anderen.
Eine Hand legte sich aufs Vegetas noch immer etwas blasse Wange und der weiße Dämon sprach lächelnd weiter:" Doch bist und bleibst sie du, Vegeta. Wenn du es erlaubst, du hast noch Zeit um es dir zu überlegen." Die Hand zog er zurück, wobei er sanft über die wieder errötete, warme Haut strich.
Der Sayajin senkte seinen Kopf, er kam sich dumm vor, er oder besser sein Körper verhielt sich wie ein 16 jähriger Teenager! >>Ich hoffe, dass das alles bald vorbei geht. Ich will nicht ...eine Braut sein, ich bin ein Mann... mir wird gar keine Wahl bleiben... und trotzdem benehme ich mich wie der größte Idiot, warum? Möglichweise wegen den warmen Hände und dem freundlichen Lächeln von A...<< Erschrocken über seine eigenen, unerwarteten Gedanken schüttelte er energisch seinen Kopf und als er den überraschten Ausdruck des anderen sah, wurde ihm wieder heiß.
"Ähm... Armath... das Essen, ich glaube, dass das keine gute Idee ist... dein Vater, er... ich bin nicht..." Vegeta, der versucht hatte, durch Reden die peinliche Situation zu übergehen, fühlte plötzlich noch größeres Unbehagen in sich aufkommen und suchte verzweifelt nach den richtigen Worten. Auf einmal wurde ihm klar, dass er am Abend, was nicht mehr lange hin war, auch wenn er nicht wusste, wann genau dieses Abendessen stattfinden würde, sich an einen Tisch mit dem roten Dämonen und anderen desgleichen Schlages wiederfinden würde. Ein unmerklicher Schauer überkam ihn, die beruhigenden und zuversichtlich gemeinten Worte des weißen Dämonen hin oder her, er hatte Angst!
Überrascht löste der Sayajin seine Augen, die sich nachdenklich an eines der vielen Muster auf seines Baraji geheftet hatten und sahen zu Armath, welcher neben ihn wieder in die Knie gegangen war. Ein sanftes Lächeln umspielte dessen Lippen und er neigte seinen Kopf leicht zur Seite. Er blickte ihn ruhig an und seine Hand legte sich auf den Bauch von Vegeta, welcher unter der Berührung überrascht aufatmete. Eine lange Sekunde schien dieser Moment sich in die Ewigkeit zu ziehen und der Mann mit den tiefschwarzen Augen erwiderte zunächst nur verwundert den Blick, drehte dann aber wieder seinen Kopf weg, als ihm klar wurde, was er da gerade machte:>> Du sollst mich nicht angreifen... ich will das nicht! Es ist mir unangenehm und vor allem fühlt es sich vertraut an, obwohl das gar nicht sein darf!!! Ich will nicht, dass ich dich mag, ich will das Kribbeln in meinem Lenden nicht spüren, wenn du mich angreifst!!!< Er hoffte innigst, dass dieses lästige Schweigen endlich gebrochen werden würde.
So als hätte der weiße Dämon verstanden begann er plötzlich mit ruhiger Stimme zu sprechen:" Mares wirkt vielleicht ein bisschen einschüchternd, doch er ist wirklich nett, er muss sich nun mal hart vor Molloc und den anderen geben, er ist der König und muss sich auch, wie To schon sagte, dementsprechend benehmen. Aber er wird dich ganz bestimmt mögen, ich kenne ihn, sonst hätte er schon längst etwas gesagt." Armath begann mit seiner Hand den Bauch des Sayajins sanft zu streicheln und seine Augen ruhten auf diesen.
Vegeta biss die Zähne zusammen:>> Ich weiß das! Ich weiß, wie man sich als König geben muss, ich wäre ja selbst...<< Wieder schüttelte er leicht den Kopf und besann sich in dem Augenblick auch darauf, was die Hand des anderen machte. Es fühlte sich gut an, aber er wollte das nicht! Es war nicht richtig! Deshalb rutschte er auch ein wenig weg, er wollte den Prinzen nicht beleidigen, aber dieser durfte ihn nicht anfassen, nicht so. Der Dämon verstand und zog seine Hand zurück, er war doch etwas enttäuscht, wusste aber, dass er etwas schnell vorging, doch er wollte den anderen für sich gewinnen:>> Vegeta, ich werde dir niemals weh tun und dich niemals anfassen, wenn du es nicht willst... ich könnte so jemanden wundervollen wie dir nie weh tun...<<
"Seit wann ist dein Bruder, da? Ich meine, ich habe ihn nicht auf dem Bankett gesehen." Verunsichert versuchte der Sayajin die unangenehme Pause, die nun gefolgt war zu beenden und sah den anderen fragend an. Armath wirkte überrascht, legte seinen Kopf kurz in den Nacken, so als würde er nachdenken und schüttelte ihn dann lächelnd:" Keine Ahnung, ich weiß nicht was er hier treibt, normalerweise sollte nur ich und Horso hier sein, aber wie es scheint hat Mares seine Meinung geändert und To als Berater hinzugezogen." Eine feine Spur an Spott war in der letzen Bemerkung rauszuhören und er grinste wieder breit.
Dann stand er auf und ging zwei Schritte zurück, er deutete Vegeta ebenfalls aufzustehen und herzukommen. Als er dessen misstrauischen Blick sah, erklärte er:" Ich möchte noch mal genau sehen wie dir der Baraji steht." Der Sayajin folgte zögernd der Anweisung, langsam verging in ihm die Angst, dass dieser über ihn herfallen könnte und stellte sich deshalb gerade hin. Es war ein komisches Gefühl die Augen des anderen auf sich zu spüren, anders als bei Molloc oder dessen Gefolge, irgendwie machte es ihn nervös, aber auf einer nicht sehr unangenehmen Weise.
Armath betrachtete Vegeta einige Minuten ruhig, bemerkte aber, dass der Sayajin langsam ungeduldig wurde und nickte plötzlich:" Schön, wirklich, ich muss wohl doch etwas Acht auf dich geben, sonst schnappt dich vielleicht doch noch ein anderer Dämon bei deinem Anblick weg." Der Prinz lächelte verlegen, als er das beinahe wieder empörte Gesicht des andere sah und entschuldigte sich lachend:" Sorry, ich sollte solche Art von Komplimenten wohl doch lieber bleiben lassen, hm?"
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(1) Jaja, ich weiß: Nach Essen schwimmen ist ungesund, aber er ist ja schließlich auch ein Sayajins, die sind hart im nehmen und überhaupt lass ich ihn nicht gerade wo es spannend wird absaufen! *g*
OK, das war jetzt der 15 Teil, hoffe er hat euch allen gemundet! *g* Freu mich über Reviews, also ob der jetzt besser war oder nicht, etc.! Also, bis zum nächsten Mal! :)
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