
Haben Sie ein Herz für Katzen ?
Wildlinge im Abteipark Pulheim-Brauweiler suchen Paten !
Von Susanna Wilding
Leider sind alle der hier vorgestellten Katzen Wildlinge, d.h. aufgrund unüberwindbarer Scheu vor dem Menschen, nicht an ein Zuhause vermittelbar. Um jedoch ihre Versorgung (Futter, tiermedizinische Massnahmen, Kastrationen, etc.) sicher zu stellen, sind die Tierversuchsgegner Pulheim e.V. auf finanzielle Unterstützung angewiesen.
Mit einer Patenschaftsspende von 5, 10 oder 20 Euro monatlich können Sie gezielt helfen, den sympatischen Wildlingen das Leben im Abteipark Pulheim-Brauweiler so angenehm wie möglich zu gestalten. Selbstverständlich freuen sich die Katzen auch über eine einmalige Spende !
Alle Paten erhalten ein Foto und die Geschichte ihrer Patenkatze per Post !
Schon jetzt möchten wir uns im Namen aller Katzen im Abteipark sehr herzlich für Ihre Hilfe bedanken!
Nachfolgend stellen wir Ihnen schon ein paar der Katzen vor, die dringend Unterstützung benötigen. Die Seite wird laufend erweitert.
ist der älteste Kater im Abtei-Park.
Oschi tauchte eines Tages am Futterplatz auf. Trudi Straeten sah ihn immer nur schemenhaft unter Sträuchern sitzen oder davonlaufen. Manchmal blieb er tagelang unsichtbar, aber sein Napf war immer bis auf einen kleinen Rest leer und er scharrte, wenn er genug hatte, welke Blätter und Erde darüber, eine Angewohnheit, die sonst keine der Katzen zeigt. Längere Zeit später glaubte Trudi an einem anderen Futterplatz eine neue Katze zu sehen, die etwas abseits von den Futterhäuschen zwischen Sträuchern saß und maunzte. Sie war überhaupt nicht scheu, begann sofort zu essen und nach einigen Tagen konnte Trudi sie schließlich streicheln – das konnte unmöglich Oschi sein !
Wieso war er plötzlich so handzahm ? – Es war kinderleicht, ihn für die Kastration einzufangen und die Antworten auf Trudis Fragen beantwortete schließlich der Tierarzt.
Oschi war bereits kastriert worden und es schien auch noch nicht lange her zu sein, deshalb hatte er keine Scheu mehr. Ein anderer Katzenfreund hatte sich wohl zu dieser tierfreundlichen Maßnahme entschlossen und ihm anschließend seine Freiheit zurückgegeben.
In der Zwischenzeit ist Oschi ein großer, stattlicher Kater geworden und so dominant, dass er den schwächeren Katzen mit Prügel öfter einmal seine Überlegenheit zeigt. Trotzdem ist er ein sehr sympathischer Vertreter seiner Gattung.
Oschis ganze Geschichte können Sie hier nachlesen : Click auf : “In eigener Sache-Dringende Hilfe für Wildlinge” unter :
www.tierversuchsgegner-pulheim.de.vu
Möhrchen war sehr scheu und ausgehungert,
als Trudi und Gerd Straeten, zum ersten mal versuchten, sie einzufangen.
Sie wurde vom Tierarzt versorgt und kastriert und zurück in den Abteipark gebracht, wo sie heute lebt.
Aufgrund Ihrer Not um Futter in der Vergangenheit und natürlich auch mit Katzenschläue behinderte sie spätere Einfangaktionen dadurch, dass sie immer wieder in die Lebendfalle ging und dort nicht wieder herauskam, bevor sie sich satt gefressen hatte. Stets war der Hunger stärker als ihre Angst.
Vor einiger Zeit war sie wochenlang verschwunden. Als sie wieder auftauchte, konnte sie kaum gehen. Nach jedem zweiten Schritt setzte sie sich hin und jammerte.
Der Tierarzt stellte eine Gelenkarthrose fest und bei Regenwetter und im Winter hat sie extreme Schwierigkeiten beim Gehen !
Benny ist eine Tochter von Minki und wurde im Park geboren. Sie war im Laufe der Zeit so zutraulich, dass Trudi sie auf den Arm nehmen konnte.
Dann eines Tages fand Trudi sie mit einer Schussverletzung vor, von der sie eine bleibende Gehbehinderung zurückbehielt.
Sie ist nicht mehr schnell auf den Katzenbeinen und bezieht deshalb oft Prügel von Oschi. Heute ist sie so scheu, dass sie separat unter Sträuchern gefüttert werden muss.
Timmy, Bruder von Benny, fand Trudi von Tierquälern in einem Erdloch vergraben, das glücklicherweise mit Tonscherben und Zweigen verschlossen worden war, so dass sie wenigstens genug Luft zum Atmen hatte.
Er wäre dort elend verhungert, wenn er nicht rechtzeitig gefunden worden wäre.
Und das ist Minki, die Mutter von Benny und Timmy.
Sie hatte ihre Jungen in einem Kaninchenbau untergebracht, und jedes Mal, wenn Trudi kam, um die Futternäpfe aufzustellen, schien ihr aus der Ferne, als ob Mäuse oder Ratten davon stoben. Doch es waren Minkis Katzenkinder, die sie zu absolutem Mißtrauen gegenüber dieser fremden Frau, die täglich kam, erzogen hatte. Nachdem dies Trudi bewußt geworden war, stand fest, diese Kleinen müssten eingefangen und vermittelt werden - doch die Lebendfalle blieb lange Zeit leer. Eines schicksalhaften Abends, zog ein heftiges Unwetter auf und Trudi mußte hilflos mit ansehen, wie die Wassermassen sich in den Kaninchenbau ergossen. Es gelang Minki trotz des engen, steilen und glitschigen Ausstiegs, zwei ihrer Kinder vor dem ertrinken zu retten, doch für die restlichen drei konnte sie nichts mehr tun, ohne selbst ihr Leben zu verlieren. Sie floh. Die Überlebenden waren Benny und Timmy, die Trudi aufsammelte und in einen Transportkorb setzte. Das Fell der Katzenkinder war nass und schmutzig, Ohrmilben und Schnupfen plagten sie sehr. Da sie für eine Vermittlung schon zu lange wild gelebt hatten, brachte Trudi sie nach der tierärztlichen Versorgung zurück in den Abteipark. Minki aber, war viel zu klug, um in die Lebendfalle zu gehen. Trudi mußte noch sehr lange darauf warten. Es gelang schließlich Käthe Laufenberg, einem leider viel zu früh verstorbenen Mitglied des Vereins. Die beiden Frauen saßen wieder einmal geduldig im Park und warteten. Trudi, die nicht bemerkt hatte, daß Minki in eines der Futterhäuschen gegangen war, wunderte sich über das Verhalten ihrer Freundin. Käthe nahm einen Transportkorb in die linke Hand und versuchte, ihn hinter ihrem weiten Rock zu verstecken. In die rechte Hand hatte sie eine Futterschale genommen und ging nun langsam in gebückter Haltung zum Futterplatz. Sie sprach leise auf die scheue Minki ein und stellte die Futterschale in den Eingang des Häuschens. Dann holte sie den Transportkorb hinter ihrem Rock hervor, stellte ihn direkt vor den Eingang und Trudi sah sprachlos zu, wie Minki schließlich ganz selbstverständlich in den Korb schlüpfte und sich von Käthe in den Wagen tragen ließ. Nach der Kastration bleib Minki wie immer drei Tage zur Genesung in Trudis Obhut. Zurück im Abteipark lief sie aus dem Transportkorb hinaus, schnurstarcks über die Wiese auf eine mit Bäumen und Sträuchern bewachsene Insel zu. Dort blieb sie einen Augenblick stehen und schaute sich nach Trudi um, als ob sie “Danke” sagen wollte und verschwand nun zwischen den Sträuchern. Sie erschien am nächsten Tag wie gewohnt am Futterplatz, doch Nachwuchssorgen muss sie sich seitdem nicht mehr machen !
Blacky sah sehr vernachlässigt aus,

als er im Park auftauchte. Sein Fell war stumpf und voller kleiner Kletten. Er war offensichtlich schon längere Zeit auf sich allein gestellt, bevor er den Fütterungsplatz im Abteipark fand. Das Imponiergehabe der anderen Katzen beeindruckte ihn nicht. Er ließ sich nicht vertreiben und wartete geduldig unter einen Strauch, bis die anderen Katzen gesättigt ihre Plätze verließen, um anschließend selbst nach den Resten zu schauen. Nur wenige Tage nachdem Blacky tierärztlich versorgt und kastriert war, wurde er im Park von einem Rottweiler gebissen. Dem Halter des Hundes schien das auch noch Spaß zu machen, denn er lachte, als Trudi ihn aufforderte den Hund azuleinen. Zum Glück war Blacky nur leicht verletzt, doch die zwei Bißwunden an der Schwanzwurzel bluteten so stark, dass er mehrmals dem Tierarzt vorgestellt und behandelt werden mußte.
Diese und andere Geschichten erlebte Trudi Straeten während langer Jahre Ihres Engagements im Abteipark, und dass die Gegenwart für all ihre Schützlinge heute etwas heller aussieht als die Vergangenheit, ist dem Wechsel in der Direktion des Abtei-Parks Pulheim-Brauweiler zu verdanken.
Direktor Westkamp händigte Trudi Straeten einen Schlüssel aus und schlug den Platz für die Futterhäuschen vor, die Gerd Straeten baute und aufstellte.
Heute sind auch die Wärter und Gärtner des Parks angewiesen, auf die Katzen zu achten.
Trudi Straeten, die sich bei Wind und Wetter und jeden Tag auf´s Neue, mit dem Futterkorb auf den Weg in den Park zu ihren Schützlingen macht, wird dort von allen Katzen stets sehnsüchtig erwartet !
Weitere Fotos der bedürftigen Wildlinge können Sie ebenfalls dort einsehen!
Wenn Sie sich zu einer Patenschaft entschließen, nehmen Sie bitte Kontakt auf. Trudi und Gerd Straeten freuen sich auf Sie !
Tierversuchsgegner Pulheim e.V.
Menschen für Tierrechte
Bernhardstr. 62
50259 Pulheim-Brauweiler
tel. : 02234-812 84
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Ein weiteres Projekt der Tierversuchsgegner Pulheim ist die Hilfe für ungeliebte Stadttauben