Joh 3,1Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern, namens Nikodemus, ein Oberster der Juden. Joh 3,2Dieser kam des Nachts zu Jesus und sprach zu ihm: Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen; denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm! Joh 3,3Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen! Joh 3,4Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Er kann doch nicht zum zweitenmal in seiner Mutter Schoß gehen und geboren werden? Joh 3,5Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen! Joh 3,6Was aus dem Fleische geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geiste geboren ist, das ist Geist. Joh 3,7Laß dich's nicht wundern, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von neuem geboren werden!
Der einzige Weg in den Himmel: Wiedergeburt!
Jesus sagt ganz klar, dass niemand in das Reich Gottes kommen kann, der nicht von neuem geboren ist. Willst du sicher sein, die Ewigkeit bei Jesus zu verbringen, untersuche gründlich die Frage, ob du von neuem geboren bist.
Der große Betrug!
So viele "Christen" reden sich ein, sie seien von neuem geboren, aber sie sind es nicht. Sie betrügen sich selbst. Man kommt nicht durch positives Denken in den Himmel. Lies die Warnung Jesu an die Gemeinde in Laodizea in Offenbarung ab 3,14, Auch durch Gemeindemitgliedschaft wir der Weg in den Himmel nicht frei, egal in welcher Gemeinde man sich eingeschrieben hat. Auch die Taufe, egal ob als Kind oder Erwachsener, egal ob durch Untertauchen oder Besprenkeln, ist keine Zugangsbereichtigung in den Himmel. Die einzig entscheidende Frage ist: Bist du wirklich von neuem geboren?
Der Unterschied zwischen einem "frommen Sünder" und einem wiedergeboren Kind Gottes
Solange Gott unser Herz nicht grundsätzlich erneuert hat, sind wir bestenfalls "fromme Sünder", die sich bemühen gute Dinge zu tun, aber unser Herz ist immer noch Selbst-zentriert statt Gott-zentriert. Das ist kein Christentum, sondern Pharisäertum.
Das Herz wird erneuert im Augenblick einer echten Bekehrung zu Gott, einer wirklichen Lebensübergabe an Jesus als den Herrn über unser Leben.
Es sind nicht die Taten, die von einer Wiedergeburt zeugen, sondern die Herzenshaltung. Aus einem erneuerten Herzen werden dann zwangsläufig die entsprechenden Taten folgen.
Mach dir also nichts vor. Begnüge dich nicht damit, dass du fromme Werke aufzuweisen hast. Durchforsche dein Herz ehrlich und gründlich. Wenn du dich in der nachfolgenden Übersicht auf der linken Seite wieder findest, ist es Zeit für eine echte Lebensübergabe, egal wie lange du schon getauft bist und in die Gemeinde gehst.
Der fromme Sünder
Der wiedergeborene Christ
sucht Anerkennung bei Menschen
sucht Anerkennung bei Gott (2.Tim.2,4)
fragt: was ist erlaubt, was ist verboten?
schaut in Gottes Herz, weiß was ihm gefällt
fühlt sich unter Druck gesetzt
denkt niemals, dass er zuviel für den Herrn tun könnte
rechtfertigt sich, entschuldigt seine Fehler, will sich nicht ändern
will verändert werden, christusähnlicher werden
will Recht haben
sucht die Wahrheit
neigt dazu, sich verletzt zu fühlen
sorgt sich mehr um andere als um sich selbst
neigt dazu, sich zurückzuziehen, sein Herz zu verschließen
will dass jeder sein Herz und seine Gedanken kennt
will dass seine Werke gesehen werden
will dass Christus verherrlicht wird
verachtet den Sünder
hat eine Not und Erbarmen für den Sünder
bewertet die Predigt
hört in der Predigt Gottes Stimme zu sich sprechen
beschäftigt sich mit geistlichen Dingen, um sein Wissen zu mehren
sehnt sich nach Gott und Gottes Reich, will dass sein Wille geschieht
geleitet von Gefühlen, Wünschen, Impulsen, Umständen
geleitet von göttlichen Prinzipien
klagt gern
ist voller Lob, Freude und Vertrauen für den Herrn
fragt sich, wie soll ich das schaffen
sucht Gottes Kraft und Hilfe, um das Unmögliche zu schaffen
arbeitet für sich, für seine Anerkennung
arbeitet für den Herrn
strebt nach Selbstverwirklichung
sucht die Werke, die Gott vorbereitet hat, damit Gott verherrlicht wird
sieht die Ursache für seine Probleme in den Fehlern anderer
hat alle seine Probleme Jesus gegeben
wird man persönlich erweckt?
Bevor du errettet werden kannst, mußt du erweckt werden - aufwachen!
1.Bewußtsein für die Gegenwart Gottes ("Gott meint jetzt mich!")
2.Sündenerkenntnis, Sündennot, Gerichtserwartung ("Ich kann mich nicht retten!")
3.Erkenntnis: "Ich brauche einen Erlöser!" - Nur Jesus kann mich retten!
... und wie wird man errettet?
Wende dich in diesem Zustand voller Demut, aber auch voller Vertrauen Jesus zu und bekenne ihm diesen Zustand. Glaube, dass er dich sieht und hört. Du sprichst persönlich zu ihm. Bekenne ihm deine Rebellion und deinen Eigensinn. Stelle dich ganz und gar unter seine Herrschaft. Und vertraue ihm, dass er dir jetzt einen völlig neuen Anfang gibt, ein neues Leben schenkt. Wenn du dich ihm nicht ganz und gar auslieferst, kannst du kein neues Leben empfangen.
Wiedergeburt ist kein Prozess, sondern ein Ereignis
Denke nicht, dass dir Gott allmählich ein neues Herz schenkt. Es geht nicht darum, dass Gott den alten, sündhaften Menschen allmählich verändern will. Die Taten mögen sich ändern, aber das Herz ist immer noch das alte. Du mußt deine grundsätzliche Verdorbenheit erkennen, all deine Schuld am Kreuz ablegen und dich ganz und gar unter Jesu göttliche Herrschaft stellen. Dann schenkt der Herr dir neues Leben.
Die zwei verlorenen Söhne (Lk.15,11)
Im Gleichnis vom verlorenen Sohn war nicht nur der weltliche Sohn verloren, sondern auch der "religiöse". Er steht für die Pharisäer, die Jesus als Kinder des Teufels bezeichnet (Joh.8,44). Nikodemus war ein frommer, gottesfürchtiger Mann. Aber Jesus sagt, das reicht nicht aus, "du mußt von neuem geboren sein!"
Bist du wirklich von neuem geboren?
Betrüg dich nicht selbst! Bist du wirklich ein neuer Mensch oder bist du immer noch der alte selbstzentrierte Egoist, der nur etwas neues (frommes) tut. Deine frommen Handlungen werden Dich nicht retten. Nur deine 100%ige Umkehr zu Gott.
Jesus herrscht entweder ganz und gar oder gar nicht in deinem Leben.
Und ich fiel zu Boden und hörte eine Stimme, die zu mir sprach. Saul, Saul, was verfolgst du mich? Ich aber antwortete: Wer bist du, Herr?Apostelgeschichte 22,7.8
Nicht jeder erlebt eine Bekehrung wie Saulus von Tarsus. Dennoch erkennen wir in Verbindung mit seiner Umkehr wichtige Merkmale, die sich immer dann zeigen und entfalten sollten, wenn ein Mensch zu Gott umkehrt:
1. In das Licht Gottes gestellt, erfährt Saulus' eine völlige Sinnesänderung. Jetzt sieht er sein vergangenes Leben mit den Augen Gottes und gibt Gott Recht.
2. Durch die Worte: "Wer bist du, Herr?", erkennt er die Autorität Jesu . an, der ihm in den Weg , tritt.
3. Durch die Frage: "Was soll ich tun, Herr?", bekennt er Christus als seinen Herrn und zeigt sich gehorsam.Er wünscht nun das zu tun, was dem Herrn gefällt.
4. Ananlas, der Jünger des Herrn, soll Saulus daran erkennen: "Siehe, er betet!" Ananias findet einen Menschen vor, der mit Gott redet und im Gebet seine Abhängigkeit von seinem Herrn und sein Vertrauen auf Ihn ausdrückt.
5. Er wird mit Heiligem Geist erfüllt und bekennt sich durch die Taufe öffentlich zu seinem Herrn.
6. Er ist bereit, seinem Herrn zu dienen und "predigt, dass Jesus der Christus ist".
7. Schließlich zeigt sich die Echtheit seiner Bekehrung auch darin, dass er sich den Jüngern des Herrn anschließt und praktische Gemeinschaft mit ihnen übt.
Neues, göttliches Leben zeigt sich auch nach außen. Wenn dieses göttliche Leben bei einem Christen so deutlich sichtbar wird wie bei Saulus von Tarsus, ist das ein glaubwürdiges Zeugnis für seinen Herrn und für die umgestaltende Kraft des Wortes Gottes.