Kaninchen sind gesellige Tiere, die in der Natur stets in Kolonien zusammenleben.
Sie kuscheln sich gerne zusammen, putzen sich gegenseitig das Fell und
hoppeln munter umeinander. In Gesellschaft fühlen sich Kaninchen am wohlsten.
Wenn man mehrere Kaninchen halten möchte entscheidet man sich am besten
für ein Pärchen, dabei sollte das Männchen natürlich kastriert werden.
Mehrere Häsinnen zusammen zu halten ist auch möglich,wenn diese sich
als Jungtiere aneinander gewöhnen können.
Ausgewachsene, sich fremde Häsinnen können dagegen heftige
Rangordnungskämpfe führen.
Das Kaninchenheim sollte für ein bis zwei Zwergkaninchen eine Mindestfläche
von ca. 120 cm/50 cm (L/B) haben. (je größer desto besser)
Der Käfigstandort sollte hell und luftig, jedoch vor der prallen Sonne und Zugluft geschützt sein.
Käfiginventar:
Standfester Futternapf z.B. aus Ton, welcher sich gut reinigen läßt und nagefest ist.
Als Trinkgefäß eignen sich am besten Nippeltränken mit Kugelventiel im Trinkröhrchen.
Heuraufe, Schlafhäuschen, Salzleckstein, Kaninchentoilette.
Pflegetips:
Gesunde Kaninchen brauchen nur wenig Hilfe zur Pflege von uns Menschen, wenn
Sie denn richtig gehalten und ernährt werden. Kaninchen sind sehr reinliche Tier und
verwenden sehr viel Zeit für die Körperpflege.
Zahnkontrolle: Kaninchen besitzen wurzellose Zähne, was heißt das sie ständig
nachwachsen. Bei ausreichender Ernährung mit Grün-und
Knabberkost nutzen sich die Zähne aber auf natürliche Weise ab,
indem die Zähne aufeinander reiben. Die Zwerge müssen viel nagen und
ihr Futter intensiv kauen, tun sie das nicht werden die Zähne immer
länger und der Zwerg kann irgendwann nicht mehr richtig kauen.
Aus dem Grund sollten die Zähne regelmäßig geprüft werden .
Krallenpflege: Die Krallenpflege ist genauso wichtig für das Kaninchen. Zu lange
Krallen können das Kaninchen beim Laufen behindern. Gerade bei
Kaninchen die in der Wohnung leben ist es wichtig, da sie nur wenig
Möglichkeiten haben sich ihre Krallen abzunutzen.
Fellpflege: Kaninchen wechseln im Frühjahr und im Herbst ihr Fell.
Wohnungskaninchen dagegen haaren häufig ganzjährig. Man kann dem
Kaninchen helfen, indem man es bürstet und so die abgestorbenen Haare
los wird, gleichzeitig tut man etwas für sein Wohlbefinden, da die Tiere
die Massage mit der Bürste genießen.
Augen&Ohren:Sehen Sie bei Ihrem Kaninchen auch nach den Augen und Ohren, kleine
Schlafkörnchen können Sie selber mit einem weichen Tuch vorsichtig
wegwischen. Tränen die Augen aber ständig und weisen starke
Verkrustungen auf, sollten Sie sofort einen Tierarzt aufsuchen.
Käfigreinigung: Natürlich gehört die Reinigung des Käfigs genauso zur Pflege.
Tägliche Reinigung von:> Futterschüssel täglich mit heißem Wasser auswaschen und gut
abtrocknen.
> Damit die Kotbällchen nach unten fallen, sollte auch das Stroh
täglich aufgelockert werden.
1 - 2 mal in der Woche: > Käfigstreu komplett wechseln.
> Toilettenstreu erneuern, am besten sogar täglich wechseln.
> Bodenwanne mit heißem Wasser abduschen und gut
trocknen lassen.
> Nippeltränke mit einer Flaschenbürste ausschrubben
Monatliche Reinigung: Gitteroberteil mit heißem Wasser abwaschen und gut abtrocknen.
> Falls notwendig können Sie den Urinstein auf der Bodenschale
mit 1 Esslöffel Zitronensäure auf 1 Liter Wasser warmen Wasser
reinigen, dazu das ganze ca. 1Stunde einwirken lassen.
Auf keinen Fall scharfe Reinigungsmittel verwenden
lieber harte Verschmutzungen mit einer Bürste bekämpfen.
> Falls notwendig das Schlafhaus mit heißem Wasser abbrausen.
> Falls notwendig die Heuraufe mit heißem Wasser abwaschen.
Das frißt das Kaninchen:
Kraftfutter: Körnerfutter, welches im Handel erhältlich ist. Da dieses Futter sehr
energiereich ist, werden ca 3 Eßlöffel pro Tag und Kaninchen empfohlen.
Grün-und Saftfutter: Fenchel, Karotten, Stangensellerie, Brokkoli, Salat (vorsicht bei
Kopfsalat) Chicoree, Feldsalat, Rettich, Radieschen (nur Blätter),
Erbsengrün, zartjunge Maiskolben
Obst: Apfel, Birne, event. mal eine Erdbeere oder Himbeere.
Kräuter:Kerbel, Liebstöckel, Petersilie, Löwenzahn, Gräser, Wild-und Küchenkräuter,
Blattpetersilie, Möhrenkraut
Ihrem Kaninchen sollte täglich frisches Wasser in der Nippeltränke und gutes Heu
zur Verfügung stehen.
Krankheiten:
RHD ist eine für Kaninchen sehr ansteckende Viruserkrankung. Die Symptome sind deutliche Atembeschwerden, Anstieg der Körpertemp. um 4°C, Blutungen aus den Nasenöffnungen, schnelles Sterben. Vorbeugung nur durch wiederholte Schutzimpfung möglich.
Myxomatose wird durch blutsaugende Insekten übertragen. Symptome sind eitrige Lidbindehautentzündung sowie Schwellungen im Kopfbereich. Die Tiere sterben nach wenigen Tagen. Schutz gegen diese Krankheit ist wiederum eine wiederholte Schutzimpfung.
Frage Sie hierzu ihren Tierarzt, er kann ihnen Auskunft zur Häufigkeit der Schutzimpfung geben, da es regionale Unterschiede gibt.