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Notfallerkennung und -Behandlung

                               

Atemstillstand

Bei Atemstillstand handelt es sich um einen äußerst dringenden Notfall: Um das Tier zu retten, muss innerhalb von 3-5 Minuten die Versorgung mit Sauerstoff wiederhergestellt werden. Doch auch ein Hund mit langsam zunehmender Atemnot, beispielsweise durch Kreislaufschaden, muss baldmöglichst versorgt werden.


Wer erkrankt?
Hunde können aufgrund einer Verletzung von Brustkorb oder Lunge rasch zunehmende Atemnot zeigen. Es kommt auch eine Verlegung der Atemwege in Frage, beispielsweise durch Fremdkörper oder durch Schleimhautschwellung nach einem Wespenstich. Besonders Unfallhunde sollten sorgf�ltig beobachtet werden, da sie manchmal erst nach Stunden eine Verschlechterung zeigen.

Wie erkennt man es?
Die Hunde atmen anfangs noch angestrengt mit weit zur�ckgezogenen Lefzen und gestrecktem Hals, die Zunge kann sich bereits bläulich einfärben. Die Atmung kann sowohl verlangsamt und angestrengt als auch schnell und oberflächlich sein. Sobald die Atemfrequenz unter 6 Züge je Minute sinkt, ist höchste Eile geboten.


Was ist zu tun?
Ist der Hund bewusstlos, legen Sie ihn auf die Seite, ziehen Sie die Zunge nach vorne und versuchen Sie, eventuell die Atemwege verlegende Fremdk�rper zu entfernen, z.B. mit einem Löffelstiel. Schließen Sie das Maul mit der Hand und blasen Sie in die Nasenöffnung, bis sich der Brustkorb hebt. Lassen Sie anschließend die Luft wieder entweichen. Wiederholen Sie dies alle 3 Sekunden, bei Herzstillstand kombiniert mit Herzmassage im Sekundentakt. Bringen Sie den Hund schnellstm�glich zum Tierarzt.


Wie kann man vorbeugen?
Vermeiden Sie Unfälle: Erziehen Sie Ihren Hund verkehrssicher und gehen Sie in der Nähe von Straßen nur angeleint spazieren. Beobachten Sie den Hund sorgfältig nach einem vermeintlich glimpflichen Zusammenstoß und suchen Sie bei ersten Anzeichen den Tierarzt auf. Halten Sie Wespen und gefährdende Fremdkörper von Ihrem Hund fern.

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 Das Vestibularsyndrom

Ganz besonders an Herz legen möchte ich Ihnen die Symptome dieser relativ häufigen Erkrankung bei älteren Hunden und Katzen. Die Erkrankung wird leider noch viel zu oft mit einem Schlaganfall,der bei Hunden und Katzen so gut wie nie vorkommt, verwechselt und führt dann zum unnötigen Einschläfern des Tieres. Unsere Anouschka war davon betroffen und erholte sich fast vollständig innerhalb weniger Wochen.

Die Erkrankung tritt meist plötzlich auf. Es ist genauso wie bei einem Schlaganfall: Kurz vorher ist das Tier noch munter und läuft normal herum und von einem Moment auf den anderen kann es nicht mehr aufstehen! Ein Tier mit vestibulärer Störung hält seinen Kopf zur Seite geneigt. Meist haben die Tiere beim Geradeauslaufen Schwierigkeiten, weshalb sie häufig wie betrunken erscheinen. Sehr schwer betroffene Tiere können eventuell nicht mehr aufstehen oder laufen im Kreis, bevor sie umfallen. Die meisten Tiere zeigen bei Beginn der Symptome ein Augenzucken (Nystagmus)von einer Seite zur anderen. Diese Augenbewegungen hören gewöhnlich nach einigen Tagen wieder auf. Die Tiere fühlen sich meist relativ wohl und können auch essen und trinken - vorausgesetzt, sie schaffen es zu ihrem Futternapf. Manchmal erbrechen sie oder verweigern das Futter, weil ihnen so übel ist wie uns, wenn wir aus einem Karussell aussteigen.

Eine sehr interessante Seite mit Berichten von Hundehaltern zu der Erkrankung finden Sie hier


Was ist zu tun?

Suchen Sie möglichst schnell eine Tierklinik auf. Machen Sie die untersuchenden Tierärzte  auf das Vestibularsyndrom aufmerksam und unterstützen sie ihren Hund in den nächsten Tagen bei seinen alltäglichen Verrichtungen. Bedenken Sie bitte, ihr Hund kann in den kommenden 2- 3 Wochen weder selbstständig stehen,laufen noch ohne Hilfe fressen oder trinken.

 

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 Augenverletzungen

Mit Verletzungen am Auge ist nicht zu spaßen - auch wenn der Augapfel selbst unversehrt ist. Risse an Lidern müssen sofort fachmännisch genäht werden, damit keine Narben entstehen, die den Lidschluss beeinträchtigen.


Wer erkrankt?
Besonders häufig betroffen sind Jagdhunde, die in dichtem, evtl. auch dornigem Unterholz arbeiten oder Hunde, die anderweitig der Gefahr von Kopfverletzungen ausgesetzt sind, z.B. im


Wie erkennt man es?
Blutende Verletzungen in der Umgebung des Auges sind leicht zu erkennen, ebenso ein Vorfall des Augapfels. Bei Verletzungen oder Fremdkörpern zeigt der Hund Blinzeln, Lichtscheue, Reiben am Auge, Tränenfluss und offensichtliche Schmerzäußerungen, daneben oft Appetitlosigkeit.


Was ist zu tun?
Offensichtliche Verletzungen sollten Sie mit einem feuchten Küchenhandtuch abdecken und den Hund sofort zum Tierarzt bringen. Ist äußerlich nichts erkennbar und lässt sich der Hund ins Auge sehen, können sie es vorsichtig auf Fremdkörper kontrollieren und gegebenenfalls versuchen, diese herauszuwaschen. Dazu gießen sie Wasser vorsichtig von oben auf das offengehaltene Auge. Bringt das keine Besserung oder steckt der Fremdkörper im Auge fest, muss der Hund zum Tierarzt. Üben Sie möglichst keinen Druck auf das Auge aus.

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Bandscheibenvorfall

Eine dramatische Erkrankung, die oft aus heiterem Himmel kommt.

Wer erkrankt ?
Dackel und andere kurzbeinige, chondrodystrophe Rassen sind besonders betroffen, da deren Kurzbeinigkeit auf einem Bindegewebsdefekt beruht, der auch die Bandscheiben betrifft. Grundsätzlich können jedoch auch andere Rassen erkranken.

Woran erkennt man es ?
In schweren Fällen weigern sich die Tiere plötzlich, sich zu bewegen, können nicht mehr stehen und schreien laut auf, wenn man sie tragen will. Erstes Anzeichen ist oft ein aufgekrümmter Rücken.

Was ist zu tun ?
Bei akutem Auftreten muss der Hund sofort zum Tierarzt gebracht werden, um bleibenden Lähmungen zuvorzukommen. Um zusätzlichen Schaden zu vermeiden, sollte der Hund möglichst schonend transportiert werden, am besten auf einem Brett oder in einem von zwei Personen getragenen Handtuch.

Wie beugt man vor ?
Dackel sollten keinen starken Wirbels�ulenbelastungen wie z.B. Treppensteigen ausgesetzt werden. Nach einem Vorfall sind Reha-Ma�nahmen sinnvoll. Bereits beim Kauf eines Tieres sollte man auf genug " Bodenfreiheit" achten.

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Starke Blutungen

Um größere Blutverluste zu verhindern, m�ssen starke Blutungen umgehend versorgt werden, insbesondere bei pulsierend hervorstr�mendem hellrotem Blut (Arterienblutung).


Wer erkrankt?
Hunde können durch Unfälle im Straßenverkehr, aber auch durch Schnitt-, Schuss- oder Bissverletzungen Blut verlieren. Besteht eine erh�hte Blutungsneigung durch eine Gerinnungsstörung, kann es auch zu spontanen Blutungen, z.B. aus der Nase, kommen.


Wie erkennt man es?
Äußerliche Blutungen fallen meist sofort auf, innere Blutungen geben sich erst später zu erkennen, meist durch Blässe, Apathie, evtl. auch Anzeichen eines Kreislaufschocks (kalte Beine, rasender Puls, verzögerte Füllung nach Druck auf das Zahnfleisch). Eine Gerinnungsstörung lässt sich durch eine Blutuntersuchung ermitteln.


Was ist zu tun?
Kleinere Blutungen kommen in der Regel von selbst zum Stillstand. Gefährlich sind pulsierende arterielle Blutungen, die durch einen Druckverband vorübergehend gestillt werden sollten, w�hrend der Hund zum Tierarzt gebracht wird. Notfalls kann w�hrend des Transports auch ein sauberes Hand- oder Taschentuch auf die Wunde gepresst oder ggf. ein betroffenes Bein abgebunden werden.


Wie kann man vorbeugen?
Zur Vermeidung von Unfällen, besonders bei erhöhter Blutungsneigung, sollten Sie Gefahrensituationen bewusst meiden und den Hund angeleint lassen.

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Darmverschluss

Ein Darmverschlus entsteht meist durch die Aufnahme von Fremdk�rpern, kann aber auch durch Tumoren verursacht werden, die die Darmpassage blockieren. Unf�lle, Vergiftungen oder Infektionen im Bauchraum k�nnen zu einer Darmlähmung mit ähnlichem Verlauf führen.


Wer erkrankt?
Vor allem junge Hunde, die immer wieder spielerisch Gegenstände aufnehmen und abschlucken, sind gefährdet. Von Darmlähmung oder Tumoren sind jedoch auch ältere Tiere betroffen.
Wie erkennt man es? Fast immer zeigen die Tiere Erbrechen und eine rasche Verschlechterung des Allgemeinbefindens. Kotabsatz kann noch vorhanden sein. Der Bauch schmerzt oft. Je näher am Anfang des Darmes der Verschluss lokalisiert ist, desto massiver sind die Beschwerden.


Was ist zu tun?
Bei länger andauerndem Erbrechen mit deutlichen Begleitsymptomen wie Verkriechen, Wimmern und Zittern sollten Sie m�glichst rasch Ihren Tierarzt aufsuchen, insbesondere wenn der Hund zuvor mit Steinen, Spielzeug oder ähnlichem gespielt hat, das er verschluckt haben k�nnte. R�ntgenaufnahmen des Bauchraums zeigen dann vor der Verschlu�stelle aufgegaste Darmschlingen und je nach Material auch einen Fremdk�rper. In der Regel mu� operiert werden.


Wie kann man vorbeugen?
Gewöhnen Sie dem Hund ab, Gegenstände aufzunehmen, und bieten Sie ihm als Alternative ungefährliche Kaumöglichkeiten wie Büffelhautknochen an. Räumen Sie Kinderspielsachen, Näh- und Strickzeug weg und füttern Sie keine Knochen, von denen Teile verschluckt werden können.

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Durchfall, Virusdiarrhoe

Parvo-Viren können bei jungen Hundewelpen einen starken Durchfall verursachen, der unbehandelt durch den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust rasch zum Tod führen kann.


Wer erkrankt?
Jedes Alter kann betroffen sein, besonders gef�hrdet sind aber junge Welpen, insbesondere, wenn sie nicht gegen Parvovirose geimpft sind. Doch auch bei geimpften Hunden kann es immer wieder einmal zu einer Erkrankung kommen.


Wie erkennt man es?
Wässriger, z.T. auch blutiger Durchfall sind stets ein Alarmzeichen. Oft kommt Erbrechen hinzu, die Hunde werden immer matter und können sich kaum noch auf den Beinen halten.


Was ist zu tun?
Am wichtigsten ist die Flüssigkeitszufuhr, am besten durch intravenöse Infusionen beim Tierarzt. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Patienten nicht zu stark auskühlen. Meist ist ein mehrtägiger Aufenthalt in der Tierklinik mit intensivster Betreuung auch über Nacht erforderlich, um die Welpen zu retten.


Wie kann man vorbeugen?
Hundewelpen aus gefährdeten Beständen sollten mehrmals und frühzeitig gegen Parvovirose geimpft werden, am besten ab der 5.-6. bis zur 18. Lebenswoche in drei- bis vierwöchigen Abständen.
Zusätzlich sind penible Sauberkeit und Desinfektionsmaßnahmen erforderlich, da das Virus sehr stabil ist und sich neue Würfe sonst leicht anstecken können. Bei geringem Infektionsrisiko reicht die Impfung in der 12.-15. Woche.

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Epileptische Anfälle

Hunde können, ähnlich wie Menschen, plötzliche epileptische Anfälle erleiden, welche sich mit nervösen Muskelzuckungen bemerkbar machen und teilweise zu schweren Krampfanfällen mit Bewusstseinsstörungen führen können. Dabei erscheint der Anfall oft schlimmer, als er für den Hund ist.


Wie erkennt man es?
Der Hund wird unruhig und sucht engen Kontakt zu seiner Bezugsperson. Ohne eine weitere Ankündigung fällt er auf die Seite und zuckt stark mit den Beinen. Dabei verdreht er die Augen und kann Kot und Urin absetzen. Nach wenigen Minuten ist der Anfall meist vorüber. Kurze Zeit darauf ist der Hund wieder fit und verlangt nach Futter und Wasser. Dauert der Anfall länger als 2 Minuten, sollten Sie mit dem Hund sofort den Tierarzt aufsuchen.


Was ist zu tun?
Schaffen Sie dem Hund Platz und versuchen Sie nicht, ihn zu berühren. Reden Sie ihm zu. Notieren Sie sich Datum und Dauer des Notfalls für den Tierarzt. Lassen Sie bei ihm durch einen Labortest die Ursachen klären. Oft ist jedoch das Gehirn selbst verantwortlich. Bei zu langen und zu häufigen Anfällen wird Ihr Tierarzt Ihnen den Einsatz eines Epilepsiemittels empfehlen.


Wie kann man vorbeugen?
Generell ist keine Vorbeugung möglich. Allerdings sollten Sie berücksichtigen, dass Belastungen und Veränderungen im Tagesablauf bei empfänglichen Hunden zu Anfällen führen können. Medikamente können jedoch die Anfälligkeit bei vielen Hunden herabsetzen.

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Plötzliches Erblinden

W�hrend ein allmählicher Verlust des Augenlichts bei Hunden ganz unbemerkt vor sich gehen kann, äußert sich ein plötzliches Erblinden meist dramatisch. Da einige der möglichen Ursachen gut behandelbar sind, sollte der Hund umgehend einem Augenspezialisten vorgestellt werden.

Wer erkrankt ?
Plötzliches Erblinden kann z.B. die Folge von Unfällen oder einer Aufnahme von Rattengift sein, wenn daraufhin Blutungen im Auge auftreten. Es kommen aber auch infektiöse Ursachen in Frage, daneben erbliche Sch�den des Augenhintergrundes, Glaukom ( Grüner Star ) durch erhöhten Augeninnendruck, Hormonstörungen ( Diabetes mellitus ) oder Bluthochdruck.

Wie erkennt man es ?
Deutlich tritt die Erkrankung erst in Erscheinung, wenn die Sehfähigkeit auf beiden Augen vollständig erloschen ist. Das kann innerhalb von stunden geschehen, etwa bei einem akuten Glaukom-Anfall, kann sich aber auch über Tage oder noch langsamer entwickeln. Der Hund wirkt unsicher, läuft gegebenenfalls gegen Hindernisse oder weigert sich überhaupt, vorwärts zu gehen, wenn er in nichtvertrauter Umgebung ist. Er reagiert nicht, wenn z.B. ein Wattebausch vor seiner Nase fallengelassen wird. Die Augen können völlig unverändert sein, können aber auch eine deutliche Entzündung bzw. Rötung und/oder stark erweiterte Pupillen aufweisen.

Was ist zu tun ?
Entscheidend ist in solchen Fällen eine rasche und genaue Diagnose, idealerweise durch einen Fachtierarzt für Augenheilkunde. Geht das Problem z.B. auf eine Infektion zurück, wird er die Erreger und die Entzündung gezielt bekämpfen. Bei Glaukom lässt sich durch Medikamente der Augendruck senken. Bei erblichen Ursachen ist das Erblinden nicht zu behandeln, da sich die Zerst�rung der Netzhaut am Augenhintergrund nicht aufhalten lässt.

Wie beugt man vor ?
Rassen mit erblichen Augendefekten müssen einer disziplinierten züchterischen Auslese unterworfen werden, um eine Verbreitung der Erbanlagen zu stoppen. Bei Veränderungen am Auge, z.B., beginnender Eintrübung der Linse oder Reiben mit der Pfote, sollte stets ein Tierarzt zu Rate gezogen werden.

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Eingespießte Fremdkörper

Fremdkörper in Maul und Rachen können durchaus lebensbedrohliche Verletzungen hervorrufen, etwa wenn ein großes Blutgefäß eröffnet oder die Atmung behindert wird.



Wer erkrankt?
Oft verletzen sich Hunde beim Spielen mit spitzen Stöckchen: Beim Fangen spießt sich ein Ende in den Boden und das andere in den Rachen des Hundes. Gelegentlich kann sich ein Fremdkörper auch zwischen den Zähnen oder im Rachen verkeilen.


Wie erkennt man es?
Der Hund verliert schlagartig das Interesse am Spiel, speichelt stark und blutet eventuell aus dem Maul. Verkeilte Fremdk�rper versucht der Hund durch st�ndiges Wischen mit der Pfote zu entfernen.


Was ist zu tun?
Steckt der Fremdkörper zwischen den Zähnen, können Sie ihn vorsichtig entfernen. Rechnen Sie aber damit, dass der Hund Sie beißen könnte. Bei tieferliegenden, insbesondere blutenden Verletzungen muss der Hund unbedingt zum Tierarzt.


Wie kann man vorbeugen?
Dicke oder morsche Stöckchen, die leicht brechen, sind besser zum Spielen geeignet als d�nnes, hartes, spitzes Holz. Sichern Sie durch Übungen außerdem, dass sich Ihr Hund jederzeit von Ihnen ins Maul fassen lässt.

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Gebärmuttervereiterung

Die Gebärmuttervereiterung oder Pyometra entwickelt sich anfangs meist schleichend, wird daher oft erst im Spätstadium bemerkt und kann dann zu einem lebensbedrohlichen Notfall werden. Die Gebärmutter füllt sich mit eitrigem Sekret und kann armdick anschwellen. Ins Blut übertretende Giftstoffe der Eitererreger bedingen eine rasche Verschlechterung des Allgemeinbefindens bis hin zum Kreislaufschock.

Wer erkrankt ?
Betroffen sind unkastrierte Hündinnen nach Eintritt der Geschlechtsreife, die oft bereits mehrmals läufig waren. gelegentlich geht der Eiterung ein hormoneller Eingriff in das Zyklusgeschehen voraus, beispielsweise eine Läufigkeitsunterdrückung durch Spritzen.

Wie erkennt man es ?
Anfangs ist kaum etwas zu bemerken, gelegentlich zeigt sich eitriges Sekret an der Scheide. Die letzte Läufigkeit liegt meist ein bis zwei Monate zurück. Im fortgeschrittenen Stadium ist das einzige Anzeichen oft starker Durst. In schweren F�llen wirkt die H�ndin abgeschlagen und matt, ihr Zustand verschlechtert sich zusehends.

Was ist zu tun ?
Wenn Ihnen starker Durst an Ihrer Hündin auffällt, sollten alle Alarmglocken läuten. Vermehrter Wasserkonsum ist niemals ein harmloses Zeichen, auch wenn nicht immer eine Pyometra dahintersteckt. Lassen Sie sich baldmöglichst einen Termin beim Tierarzt geben, damit dieser die Hündin untersuchen und ggf. operieren kann. Ist bereits das Allgemeinbefinden beeinträchtigt, handelt es sich um einen Notfall. Dann sollten Sie keine Zeit verlieren.

Wie beugt man vor ?
Die sicherste Maßnahme ist die Kastration. Bei Zuchthündinnen ist das natürlich keine Option, hier sollte man auf Hormonspritzen zur Zyklusbeinflussung verzichten, regelmäßig auf Scheidenausfluss achten und den Wasserkonsum aufmerksam verfolgen.-Mehr als 100ml je kg. Körpergewicht sind bedenklich. Außerdem ist es sehr hilfreich, sich Aufzeichnungen zum Zyklus der Hündin zu machen. Denn oft zeigen sich frühzeitig Abweichungen vom normalen Zyklusverlauf, beispielsweise eine Verl�ngerung der Läufigkeit.

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Gebärmuttervorfall

Der Gebärmuttervorfall steht in engem Zusammenhang mit einer Geburt. Dabei stülpen sich beim Hund beide Hörner des Uterus in sich selbst ein und treten durch die Scheide mehr oder weniger stark nach außen. Die Schleim haut liegt sichtbar an der Außenseite, da das Innere nach außen umgekehrt ist. Ein derartiger Vorfall muss ohne Umschweife dem Tierarzt vorgestellt werden!

Wer erkrankt ?
Meist trifft ein solcher Vorfall Hündinnen am Ende einer Geburt. Es kann aber auch sein, dass sich ein Gebärmuttervorfall schon während der Geburt ereignet. Oft ist eine erschlaffte Gebärmutter die Ursache, die durch starken Druck der Bauchmuskeln nach außen gepresst werden kann. Dieser Vorgang ist normalerweise nur innerhalb der ersten zwölf Stunden nach einer Geburt möglich, weil der Geburtskanal dann noch völlig geöffnet ist.

Wie erkennt man es ?
Es k�nnen verschiedene Grade bei Vorfällen beobachtet werden. Das reicht von einem kleinen Wulst am Scheidenausgang über ein fleischfarbenes, ballonartiges Gebilde, das aus der Scheide hervordrängt, bis zu einem vollst�ndig umgestülpten Uterus. Dieser hat gewisse �hnlichkeit mit einem Darm, da die Schleimhaut seiner Innenseite nach außen gekehrt ist.

Was ist zu tun ?
Da die Hündin bestimmt versuchen wird, die Gebärmutter zu belecken und sogar anzuknabbern, ist es unbedingt erforderlich, den Vorfall mit sauberen, feuchten und kühlen Tüchern zu bedecken. Dadurch kann auch ein weiters Anschwellen hinausgezögert werden. Dann muss die Hündin sofort zum Tierarzt gebracht werden, der evtl. Gebärmutter und Eierstöcke durch eine Operation entfernt, vor allem wenn es sich um einen größeren Vorfall handelt.

Wie beugt man vor ?
Eine sinnvolle Vorbeugung gibt es nicht, da h�ufig eine Bindegewebsschwäche eine Rolle spielt, was nicht vorhersehbar ist.

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Hitzschlag

Bei sommerlichen Temperaturen leiden auch Hunde unter der Hitze. Ihr Fell sch�tzt die Haut zwar vor direkter Sonneneinstrahlung, erschwert aber die W�rmeabgabe. Direkte Sonneneinstrahlung ohne R�ckzugsm�glichkeit kann rasch zu einem Hitzschlag f�hren.


Wer erkrankt?
Vor allem �ltere oder kreislaufgesch�digte Hunde sind an schw�len Tagen gef�hrdet. Aber grunds�tzlich kann jeder Hund einen Hitzschlag erleiden, der ungesch�tzt der Sonne oder hohen Temperaturen ausgesetzt ist, beispielsweise im Inneren eines Autos.


Wie erkennt man es?
Ein Hitzschlag zeigt sich durch starkes Hecheln, Bewegungsst�rungen und Taumeln. Ein Blick aufs Zahnfleisch zeigt die intensiv hellrot gef�rbten Schleimh�ute. Im fortgeschrittenen Stadium tritt Erbrechen, Schock und Bewu�tlosigkeit ein.


Was ist zu tun?
Der Hund, insbesondere dessen Kopf, mu� umgehend abgek�hlt werden, am besten durch Abbrausen mit kaltem Wasser. Massieren Sie die Gliedma�en, um den Kreislauf anzuregen. Bei Anzeichen f�r einen Schock (schnelle Atmung, rasender Puls, blasse Schleimh�ute, die nach Druck mit dem Finger erst nach �ber zwei Sekunden wieder rosafarben werden) mu� der Hund schnellstm�glich zum Tierarzt gebracht werden.


Wie kann man vorbeugen?
An schw�len (auch bew�lkten) Tagen sollten Hunde weder l�ngere Spazierg�nge oder gar Fahrradtouren machen noch im Auto zur�ckbleiben. Bei Aufenthalt im Freien m�ssen sie stets Zugang zu Schattenpl�tzen und genug frisches Trinkwasser zur Verf�gung haben.

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Insektenstich

Bienen, Wespen, Hummeln - im Sommer summt und brummt es überall. Fühlen sich die mehr oder weniger friedfertigen Insekten in die Enge getrieben, gebrauchen sie ihren Stachel als wirksame Waffe. So ein Insektenstich ist nicht nur schmerzhaft. Er kann zum Notfall werden, wenn der Hund allergisch auf das Insektengift reagiert oder im Rachenraum gestochen wird.


Wer erkrankt?
Alle Hunde k�nnen gestochen werden. Besonders gef�hrdet sind junge neugierige Hunde, die noch naiv die Welt erkunden, und eingefleischte Fliegenj�ger - sie machen keinen Unterschied zwischen stechenden und nicht stechenden Insekten.


Wie erkennt man es?
Wenn der Hund pl�tzlich aufjault, sich heftig leckt oder beknabbert, k�nnte ein Insektenstich dahinter stecken. Suchen Sie Ihr Tier nach Schwellungen ab. Schwellungen im Gesicht erkennt man am leichtesten, wenn man die beiden Gesichtsh�lften miteinander vergleicht. Hat das Insekt im Rachenraum zugestochen, wird der Hund w�rgen und schwer atmen, eventuell auch husten und sabbern.


Was ist zu tun?
Falls noch ein Stachel in der Haut steckt, entfernen Sie ihn vorsichtig mit einer Pinzette. K�hlen Sie die Stichstelle mit feuchtkalten T�chern oder Eisbeuteln. Man kann auch eine halbe Zwiebel mit der Schnittstelle auf die Stichstelle dr�cken - dieses Hausmittel l�sst die Schwellung oft abklingen. Bei einem Stich in den Rachenraum legen Sie Eisbeutel von au�en auf den Kehlgang und den Kehlkopfbereich. Fahren Sie sofort zum Tierarzt, denn es besteht Erstickungsgefahr! Das gilt auch, wenn der Hund Atemnotsymptome zeigt, dann k�nnte eine Allergie vorliegen.


Wie kann man vorbeugen?
Verbieten Sie Ihrem Hund konsequent, nach Fliegen zu schnappen, und lassen Sie ihn nie lange unbeaufsichtigt im Freien.

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Knochenbruch

Am h�ufigsten sind Knochenbr�che an den Gliedma�en, aber auch Kiefer- und Rippenbr�che sind nicht selten. Lebensbedrohlich k�nnen Sch�del- und Wirbelbr�che sein. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen geschlossenem und offenem Bruch. Beim geschlossenen Bruch ist der Knochenbruch noch von Haut bedeckt, beim offenen Bruch ist eine �u�ere Wunde sichtbar - es besteht Infektionsgefahr.

Wer erkrankt?
Autounf�lle und St�rze verursachen die meisten Knochenbr�che. Junge, ungest�me Hunde sind naturgem�� unfallgef�hrdeter als �ltere, ruhige Tiere. Da bei einem Unfall ungeheure physikalische Kr�fte auf den K�rper einwirken, muss man auch immer mit Verletzungen anderer Organe und der Gefahr des Schocks rechnen.

Wie erkennt man es?
Knochenbr�che gehen mit gro�en Schwellungen und starken Schmerzen einher. Bei einem Beinbruch belastet der Hund das betroffene Bein nicht mehr, manchmal wirkt es verdreht. Bei Sch�del- oder Kieferbr�chen f�llt die Asymmetrie des Gesichts bzw. des Kopfes auf. Verletzungen der Wirbels�ule f�hren in der Regel zu L�hmungen, aber Vorsicht: Ein aufgekr�mmter R�cken und hart angespannte R�ckenmuskulatur k�nnen auch auf einen Wirbelbruch hinweisen. Rippenbr�che verursachen Atembeschwerden, der Brustkorb des Hundes ist �u�erst schmerzhaft.

Was ist zu tun?
M�glichst nicht bewegen ist die Devise bei allen Knochenbr�chen. Leider sind Tragen in der Regel nicht zur Hand, wenn ein Unfall geschieht. Sie k�nnen sich mit einem Brett behelfen und den Hund mit Seilen oder G�rteln darauf festbinden. Bei Br�chen der Gliedma�en bis zum Ellbogen (Vorderbein) oder bis zum Sprunggelenk (Hinterbein) k�nnen Sie versuchen, eine Schiene anzulegen. Lassen Sie aber bitte von dem Versuch ab, wenn das Bein verdreht ist oder der Hund starke Schmerzen hat. Offene Br�che sollten steril abgedeckt werden. Bei Rippenbr�chen transportieren Sie den Hund auf der verletzten Seite liegend. Der Hund kann so leichter atmen. Denken Sie auch an den Selbstschutz: Selbst der liebste Hund kann bei�en, wenn er starke Schmerzen hat.

Wie kann man vorbeugen?
An Stra�en sollte der Hund grunds�tzlich angeleint werden. Por�se Knochen, wie sie bei bestimmten Krankheiten und bei schlechter Ern�hrung (reiner Fleischnahrung) entstehen, k�nnen leicht brechen. Mit der richtigen F�tterung und leichtem Aufbautraining kann man dem vorbeugen.

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Magendrehung

Die Magendrehung ist ein akuter Notfall, bei dem der stark gef�llte Magen seine Lage ver�ndert und dabei Ein- und Ausgang abschn�rt. Die entstehenden Gase bl�hen den Magen ballonartig auf, bis dieser Blutgef��e abdr�ckt, die Atmung erschwert und zu einem lebensbedrohlichen Kreislaufversagen f�hrt. Rechtzeitiges Erkennen und rasches Handeln sind daher sehr wichtig.

Wer erkrankt ?
Gef�hrdet sind vor allem gr��ere Hunderassen. Oft hat der Hund nach einer �ppigen Mahlzeit ausgelassen gespielt oder war starkem Stress ausgesetzt. Eine Verz�gerte Entleerung des Magens kann ebenfalls zur Entstehung beitragen.

Wie erkennt man es ?
Der Hund ist unruhig, versucht erfolglos, sich zu erbrechen, und zeigt zunehmend Atemnot. Der aufgegaste Magen ist kurz hinter dem Rippenbogen als riesiger harter Ballon zu sp�ren. Besteht bereits ein Kreislaufschock, bricht der Hund zusammen, seine Schleimh�ute sind bla� und die Gliedma�en kalt.

Was ist zu tun ?
Suchen Sie schnellstm�glich einen Tierarzt oder eine Tierklinik auf. Das Leben des Hundes ist oft nur durch eine sofortige Operation zu retten. Erste Hilfe durch den Besitzer ist hier verlorene Zeit !

Wie beugt man vor ?
Anf�llige Hunde sollten die Tagesration auf zweimal verteilt bekommen und sich nicht unmittelbar nach dem F�ttern w�lzen oder herumtoben. Damit die Magendrehung sich nicht unbemerkt nachts entwickeln kann, sollte die F�tterung nicht zu sp�t am Abend stattfinden.

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Akutes Nierenversagen

Die Nieren dienen als lebenswichtige Filterstationen, die dem Blut giftige Abbauprodukte entnehmen und sie im Harn ausscheiden. Beim akuten Nierenversagen l��t diese F�higkeit abrupt nach, der Harnflu� versiegt, und Giftstoffe sammeln sich im Blut an. Nur durch tier�rztliche Soforthilfe kann ein Hund dann gerettet werden..


Wer erkrankt?
Als Hauptursachen kommen Durchblutungsst�rungen der Nieren in Frage, beispielsweise bei Blutverlusten nach einem Unfall, nach Operationen oder bei Fl�ssigkeitsverlusten durch Verbrennungen. Au�erdem kann die Aufnahme von Giftstoffen die Nieren akut sch�digen, beispielsweise Ethylenglycol, das im Frostschutzmittel enthalten ist und von Hunden aufgrund des s��en Geschmacks gerne aufgeleckt wird. Ungeimpfte Hunde sind auch durch Leptospiren, die Erreger der Stuttgarter Hundeseuche, gef�hrdet, daneben gibt es eine Reihe weiterer Erreger.


Wie erkennt man es?
Im Gegensatz zum chronischen Nierenversagen tritt kein vermehrter Durst auf. Vielmehr verschlechtert sich abrupt das Allgemeinbefinden, d.h. der Hund zeigt Erbrechen, Appetitlosigkeit, Schw�che und Apathie, der Harnabsatz verringert sich bzw. fehlt v�llig, gelegentlich haben die Hunde starke Schmerzen in der Lendengegend und stehen oder liegen mit aufgekr�mmtem R�cken.


Was ist zu tun?
Nur eine intensive tier�rztliche Betreuung mit Infusionen, harnf�rdernden Medikamenten und Elektrolytausgleich kann einen Hund mit schwerem Nierenversagen retten. Der Patient sollte also m�glichst umgehend in eine Tierklinik gebracht werden, die auf eine Notfallversorgung eingerichtet ist. Ist eine Vergiftung die Ursache, kann innerhalb der ersten 4-6 Stunden Erbrechen ausgel�st werden.


Wie kann man vorbeugen?
Bei gr��eren Fl�ssigkeitsverlusten, die die Funktion der Nieren beeintr�chtigen k�nnen, etwa in Folge von Durchfall, Erbrechen oder Verbrennungen, sollte der Hund tier�rztlich �berwacht bzw. vom Besitzer genau beobachtet werden, um erste Anzeichen rechtzeitig zu erkennen, ebenso beim Vorliegen von Kreislaufproblemen. Die Aufnahme von Giftstoffen kann verhindert werden, indem der Hund von Tankstellen, M�llhalden oder �hnlichen Gefahrenzonen ferngehalten wird.

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Pfotenverletzungen

Kleinere Verletzungen k�nnen zwar schmerzhaft sein, geh�ren aber nicht unbedingt zu den Notf�llen. Bei offenen Br�chen, tiefen Schnittwunden, starken Blutungen oder ausgedehnten Verletzungen hingegen, sollten Sie rasch handeln.

Wer erkrankt ?
Hunde k�nnen sich beim Auslauf oder Herumtoben z.B. durch Glasscherben verletzen, oft ist die Ursache aber auch ein Verkehrsunfall oder eine Bei�erei.

Wie erkennt man es ?
Der Hund lahmt und setzt das betroffene Bein nur noch kurz oder gar nicht mehr auf. Dann sollte man das Bein an der Pfote beginnend auf Wunden oder Blutungen untersuchen. Findet sich keine Verletzung, kann das Lahmen auch durch Gelenkerkrankungen verursacht werden.

Was ist zu tun ?
Bei starken Blutungen sollte das Bein abgebunden werden, in leichteren F�llen gen�gt es, die Wunde unter flie�endem Wasser vorsichtig zu s�ubern, und anschlie�end zu verbinden, bevor man einen Tierarzt aufsucht. Polstern Sie die Zehen und das Bein rundum mit Watte ab und ziehen Sie die ersten Lagen des Verbandes nur leicht an, um das Bein nicht abzuschn�ren.

Wie beugt man vor ?
Leinen Sie den Hund an, wenn sich Glasscherben in der N�he befinden k�nnten. Zur Sicherheit kann auch ein Schnellverband bei Wanderungen oder l�ngeren Spazierg�ngen mitgef�hrt werden.

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Schlangenbiss

Zur Urlaubszeit steigt für Hunde die Gefahr, von Giftschlangen gebissen zu werden, da zum einen entsprechende Gebiete (Gebirge, Urlaubsl�nder) h�ufiger aufgesucht werden und zum anderen die warme Witterung die Tiere hervorlockt..


Wer erkrankt?
Giftschlangen wie die Kreuzotter kommen z.T. bereits in der Nähe von städtischen Naherholungsgebieten vor. Dennoch sind Bisse sehr selten, da die Schlangen in der Regel flüchten.


Wie erkennt man es?
Nach einem Biss finden sich zwei kleine schlitzf�rmige Bisswunden, die jedoch schwer zu entdecken sind. Nach kurzer Zeit schwillt das Gewebe um den Biss stark an. Sp�ter k�nnen Allgemeinsymptome wie Ateml�hmung, Erbrechen oder Kreislaufschock hinzukommen.


Was ist zu tun?
Der sofortige Transport zum Tierarzt hat oberste Priorit�t. Als Besitzer k�nnen Sie lediglich das Bein des Hundes ruhigstellen, falls hier der Biss sitzt. Merken Sie sich das Aussehen der Schlange. Hat tats�chlich eine Giftschlange zugebissen, sollte der Hund in den n�chsten 24 Stunden unbedingt unter tier�rztlicher �berwachung stehen. Als Behandlung bieten sich Antiseren und Fl�ssigkeitsinfusionen an.


Wie kann man vorbeugen?
Lassen Sie den Hund in gef�hrdeten Gebieten nicht frei laufen. Halten Sie die Augen auf: Schlangen sonnen sich gerne auf Steinen oder am Wegesrand.

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Der Schock

Unter Schock, im engeren Sinne Kreislaufschock, versteht man allgemeines Kreislaufversagen. Jeder Schock bedeutet h�chste Lebensgefahr und bedarf sofortiger Ma�nahmen !

Wer erkrankt ?
Es gibt keine Altersgrenze. Die ausl�senden Faktoren sind vielgestaltig. H�ufige Ursachen sind Blutungen ( nach au�en wie nach innen ), Erbrechen, Durchfall, Verbrennungen und �berhitzung, also hohe Fl�ssigkeitsverluste, aber auch �berempfindlichkeitsreaktionen, zum Beispiel Medikamente oder Insektenstiche.

Wie erkennt man es ?
Die Anfangssymptome sind schneller Puls, beschleunigte Atmung, blasse Schleimh�ute, leichte Untertemperatur, kalte Gliedma�en und Ohren. Diese Symptome steigern sich. Der Puls wird flacher, der Herzschlag schw�cher, die K�rperoberfl�che ist kalt und der Hund ist benommen oder sogar bewu�tlos.

Was ist zu tun ?
Ein Schock erfordert sofortige Behandlung vor allen anderen Notfallma�nahmen. Lagern Sie das Tier auf der Seite mit gestrecktem Kopf und heben Sie das Becken und Hinterl�ufe mit Hilfe eines Kissen oder �hnlichem an. Blutungen m�ssen unbedingt durch einen Druckverband gestillt werden, eine Decke sch�tzt vor weiterer Unterk�hlung. Es ist unbedingt erforderlich, den Hund sofort zum Tierarzt zu bringen, der eine gezielte Behandlung durchf�hrt.

Wie beugt man vor ?
Eine Vorbeugung ist schwierig, da ein Schock meist durch unvorhergesehene Dinge ausgel�st wird, wie zum Beispiel Unf�lle oder allergische Reaktionen. Am wichtigsten ist die rasche Erkennung und sofortige tier�rztliche Versorgung.

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Unterk�hlung

Bei Minusgraden sind die meisten Hunde durch ihr Fell gut gesch�tzt. Fallen sie aber in eisiges Wasser, k�nnen sie ebenso wie Menschen rasch ausk�hlen. Bei extremen Temperaturen sind auch �rtliche Erfrierungen an Ohren, Pfoten und Schwanz m�glich.


Wer erkrankt?
Welpen, alte Hunde und Unfallpatienten, daneben Nackthunde und kleinere Hunderassen mit kurzem Fell tolerieren K�lte am wenigsten. Werden sie durch und durch na�, wird die K�lte allerdings f�r alle Hunde gef�hrlich.


Wie erkennt man es?
Unterk�hlte Hunde zittern, atmen flach und haben einen langsamen, schwachen Puls (sp�rbar an der Innenseite des Oberschenkels). Das Bewu�tsein kann bereits getr�bt sein. Durch Messung der Rektaltemperatur l��t sich die Unterk�hlung am sichersten nachweisen, der Normalbereich liegt zwischen 38,0 �C und 39,0 �C.


Was ist zu tun?
Bei starker Unterk�hlung bringen warme B�der (aber nicht �ber 40 �C) den K�rper schonend wieder auf Normaltemperatur, anschlie�end mu� der Hund gr�ndlich abgetrocknet und evtl. mit einer W�rmelampe bestrahlt werden. Liegt die K�rpertemperatur unterhalb von 36 �C, sollte der Tierarzt eingreifen, der auch warme Infusionen verabreichen kann. Gleiches gilt f�r Erfrierungen. Welpen, die ohne Mutter aufgezogen werden, brauchen auf jeden Fall eine W�rmelampe, die aber wegen der Verbrennungsgefahr nicht zu nahe stehen darf.


Wie kann man vorbeugen?
Meiden Sie bei Spazierg�ngen im Winter br�chige Eisfl�chen und Gew�sserr�nder, lassen Sie den Hund angeleint und bleiben Sie nicht zu lange drau�en.

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Verbrennungen

Die Vierbeiner der Rettungshundestaffel Wesel wissen, wie man durch Flammenreifen springt, ohne sich die Pfoten zu verbrennen. Andere Hunde hingegen machen oft unliebsame Bekanntschaft mit dem Feuer.


Wer erkrankt?
Gef�hrdet sind Hunde bei Hausbr�nden, bei Unf�llen in der K�che, z.B. durch siedendes Wasser oder hei�es �l, aber auch bei elektrischem Stromschlag, wenn Welpen z.B. stromf�hrende Kabel benagen.


Wie erkennt man es?
Bei leichten Verbrennungen r�tet sich die Haut, und die Haare sind versengt oder verbr�ht. Ist die Hitzeeinwirkung gr��er, bilden sich Blasen bis hin zu gro�fl�chigem Verlust der Oberhaut und verkohlten R�ndern. Brandwunden durch Stromschlag haben ein helles Zentrum mit ger�tetem Rand.


Was ist zu tun?
Sp�len Sie die betroffenen K�rperstellen sofort 20 Minuten lang mit flie�endem kaltem Wasser. Offene Wunden sollten dann mit sterilen Mullbinden oder einem frischen Handtuch abgedeckt werden. Tragen Sie keine Brandsalbe auf, sondern bringen Sie den Hund zum Tierarzt. Gro�fl�chige Verbrennungen haben eine schlechte Prognose, da auch nach Tagen noch Komplikationen durch den Fl�ssigkeitsverlust und die Entz�ndungsreaktion der Haut auftreten k�nnen.


Wie kann man vorbeugen?
Lassen Sie Hunde nicht in der K�che allein, wenn Herd oder Friteuse in Betrieb sind. Decken Sie stromf�hrende Kabel ab oder bespr�hen Sie sie mit einem bitter schmeckenden Spray. Legen Sie beim Grillen den Rost au�erhalb der Reichweite des Hundes ab.

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Vergiftungen

Trotz gr��ter Vorsichtsma�nahmen kommt es immer wieder einmal zu Vergiftungen. Klassisches Beispiel sind mit Rattengift pr�parierte K�der, die auch Hunde anlocken. F�r den Notfall sollten Sie die Telefonnummer einer Giftnotrufzentrale (z.B. GIZ-Nord, Universit�t G�ttingen, Tel. 05 51/3 83 18 81) und nat�rlich die Telefonnummer Ihres Haustierarztes greifbar haben.er.


Wer erkrankt?
Vergiftungen kommen oft bei Hunden vor, die unbeaufsichtigt sind und Zugang zu potentiellen Gefahrenquellen, wie M�lltonnen, Industriearealen, Autowerkst�tten, Sch�dlingsbek�mpfungsmitteln oder Medikamenten haben. Aber auch beim Spazierengehen an der Leine kann es zur Giftaufnahme kommen, wenn es sich um attraktive Substanzen wie z.B. Rattengift-K�der handelt.


Wie erkennt man es?
Das Erscheinungsbild ist abh�ngig von dem jeweils aufgenommenen Stoff und dementsprechend vielgestaltig. M�gliche Alarmzeichen sind Zittern, Speicheln, Unruhe, Bewegungsst�rungen, Erbrechen, Durchfall und Atemnot mit Tendenz zur Verschlechterung.


Was ist zu tun?
Wenn die Aufnahme des Stoffes erst vor kurzem stattfand, kann der Tierarzt durch eine Spritze Erbrechen ausl�sen. Gegebenenfalls sollte eine Probe des Giftes mitgebracht werden. Liegt die Giftaufnahme bereits mehrere Stunden zur�ck, wird der Tierarzt versuchen, den Patienten zu stabilisieren, bzw. ein Gegengift verabreichen, falls es eines gibt.


Wie kann man vorbeugen?
Halten Sie Medikamente, Tabak, L�sungsmittel, Haushaltsreiniger u.�. gut verschlossen, lassen Sie den Hund auf gef�hrlichem Terrain, z.B. in der N�he von Industrie oder bespr�hten Feldern, nicht frei laufen und gew�hnen Sie ihm schon fr�hzeitig ab, Unbekanntes aufzunehmen.


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Entnommen aus der Zeitschrift" Partner Hund"