Impfplan
Hunde müssen, ebenso wie Menschen, regelmäßig gegen die gefährlichsten Erkrankungen geimpft werden. Generell sind Virusinfektionen nicht heilbar, so dass ein Tierarzt lediglich die Krankheit abschwächen und sie mildern, sie jedoch nicht heilen kann.
Impfstoffe beugen diesem Fall vor. Eine Schutzimpfung stellt daher einen sehr sicheren- aber niemals 100%igen Schutz gegen bakterielle oder virale Erkrankungen des Hundes dar, der sonst schwere bleibende Schäden davonträgt oder im schlimmsten Fall an dieser Erkrankung stirbt.
Welpen verfügen meist schon unmittelbar nach der Geburt über eine Grundausstattung von Antikörpern gegen bestimmte Infektionskrankheiten, die sie über die Plazenta der Mutter bekommen haben. Des Weiteren erhalten sie in den ersten drei Lebenstagen über die Muttermilch Antikörper.
Diese Antikörper verlieren etwa ab der 6. Lebenswoche ihren Schutz; und bis zur 14. Lebenswoche sind sie vollkommen abgebaut. Innerhalb dieser Zeit sollte der Welpe das erste Mal geimpft werden, wobei man meist in der 8. Lebenswoche mit der Grundimmunisierung beginnt.
Die Impfungen enthalten Erreger in abgeschwächter oder abgetöteter Form, die dem Welpen injiziert werden. Sie führen dazu, dass der Welpe Antikörper gegen den Erreger bildet und bei einem weiteren Kontakt mit diesem immun gegen ihn ist. Da die Erreger in abgeschwächter Form verabreicht werden, ist es bei einigen Krankheiten notwendig noch ein zweites Mal zu impfen um einen vollkommenen Impfschutz auf zu bauen. Diesen Zustand nennt man dann Grundimmunisierung.
Da jedoch auch diese Antikörper sich mit der Zeit verringern ist es notwendig Wiederholungsimpfungen durch zu f�hren, die einen permanenten Impfschutz des Hundes gewahrleisten.
Um dem Hund viele einzelne Injektionen zu ersparen hat man Impfkombinationsseren entwickelt, so dass meist zwei Spritzen gen�gen um einen wirksamen Impfschutz gegen die haufigsten Krankheiten zu erreichen.
Eine Impfung fordert den Körper jedes Mal zu einer Reaktion heraus, die nicht immer unauffallig bleiben muss. So können nach einer Impfung auftreten: Abgeschlagenheit, Fressunlust, Schmerz oder Schwellung an der Injektionsstelle. Auch muss man beachten, dass der Impfschutz erst 1 bis 2 Wochen nach der Impfung vollständig vorhanden ist.
Generell werden nur Hunde geimpft die
- gesund sind
- entwurmt sind( man sollte 14 Tage vor der anstehenden Impfung eine Wurmkur bei seinem Hund durchführen )
Falls man mit seinem Hund ins Ausland will, so sollte man sich vorher über die notwendigen Einreisebestimmungen informieren.
Grundimmunisierung:
Alle Impfungen in den ersten beiden Lebensjahren, d.h :
Wiederholungsimpfungen:
Leptospirose: jährliche Wiederholungsimpfungen(in Endemiegebieten häufiger)
HCC, Parvovirose, Staupe: Wiederholungsimpfungen ab dem 2. Lebensjahr in dreijährigem Rhythmus sind ausreichend.
Tollwut: In Deutschland gelten seit Änderung der Tollwutverordnung vom 20.12.2005 die in den Packungsbeilagen genannten Wiederholungsimpftermine. In den meisten europäischen Ländern wird die Tollwutimpfung nur noch alle 3 Jahre empfohlen.
Staupe:
Die Staupe wird durch ein Virus verursacht. Die Ansteckung erfolgt zumeist durch direkten Kontakt von Hund zu Hund, aber auch indirekt durch Einschleppung mit Schuhen oder Kleidung. Die Erkrankung beginnt mit hohem Fieber, Augen- und Nasenausfluss und mit der absoluten Nahrungsverweigerung der Hunde. Im weiteren Verlauf der Erkrankung äußert sich die Staupe auf verschiedene Art und Weise. Man unterscheidet drei Verlaufsformen, die aber ineinander übergehen können:
� Bei der Darmstaupe leiden die Hunde an beinahe unstillbarem Durchfall und an starkem Erbrechen.
� Bei der Lungenstaupe werden hauptsächlich quälender Husten, Nasenausfluss und eine manifeste Lungenentzündung beobachtet.
� Bei der Nervenstaupe leiden die Hunde an Krämpfen und Lähmungen und verlieren teilweise sogar das Bewusstsein. Viele Staupe-Erkrankungen verlaufen tödlich.
Die Tiere, die eine Staupe überlebt haben, behalten haufig lebenslange Schäden wie Zahnschmelzdefekte, spröde rissige Pfoten und unter Umständen Verhaltensstörungen zurück
Hepatitis:
Nicht weniger gef�hrlich als das Staupevirus ist das der ansteckenden Leberentzündung, die der Tierarzt Hepatitis contagiosa canis oder H.c.c. nennt. Die Ansteckung erfolgt auf gleichem Wege wie bei der Staupe. Auch die Krankheitssymptome gleichen denen der Staupe. Die Tiere haben hohes Fieber, verweigern die Nahrungsaufnahme und leiden an starken Bauchschmerzen. Viele Hunde, besonders Welpen, sterben in dieser Phase. Bei �lteren Tieren kann es im weiteren Verlauf der Erkrankung zu Erbrechen, Durchfall, Mandel-, Rachen- und Bindehautentzündungen kommen. Auch sind nervöse Störungen in diesem Zusammenhang beobachtet worden. Hunde, die die Krankheit überlebt haben, behalten häufig Trübungen der Augenhornhaut zurück, die zur Erblindung führen können.
Leptospirose:
Eine weitere gefährliche Erkrankung ist die Leptospirose. Sie ist auch unter dem Namen Stuttgarter Hundeseuche oder Weilsche Krankheit bekannt. Die Erreger dieser Erkrankung geh�ren zu den Bakterien. Verschiedene Leptospirenarten sind nicht nur für den Hund, sondern auch für den Menschen gefährlich. Hunde, Ratten, Mäuse und andere Tiere gelten als Ansteckungsquellen. Auch verschmutzte Teiche, Tümpel, Gräben oder Sümpfe beherbergen das Bakterium.
Die Krankheit beginnt oft mit abnormer M�digkeit und schwankendem Gang, der besonders das Springen und Treppensteigen erschwert. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es dann zu Fieber, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall und zu Schädigung der Leber und der Nieren.
Parvovirose:
Es handelt sich um eine besonders häufig auftretende Krankheit, die durch Parvoviren verursacht wird. Da diese Erreger extrem widerstandsfähig sind und Monate bis Jahre in der Außenwelt überleben können, wird die Parvovirose nicht nur durch Kontakt von Hund zu Hund, sondern h�ufig �ber den Menschen und leblose Gegenstände übertragen. Die Erkrankung kann rasant verlaufen und innerhalb von Stunden zum Tod durch Herzmuskelentzündung führen. Heute treten jedoch vornehmlich Magen-Darm- Entzündungen auf. Sie äußern sich in anfänglichem Fieber, begleitet von starkem Erbrechen und Durchfall, der wässrig, schleimig oder blutig sein kann. Die Tiere fressen nicht, sie magern schnell ab und verlieren viel Flüssigkeit, was schließlich zum Tod führt.
Tollwut:
Die Tollwut ist für alle Säugetiere - ebenso für den Menschen lebensgefährlich. Das Tollwutvirus wird bei unseren Haustieren fast ausschließlich durch den Biss infizierter Füchse übertragen. Es greift das zentrale Nervensystem an und ruft Aggressivität, Wesensveränderuähmungen führen schließlich zum Tode. Der Mensch infiziert sich seltener an Füchsen als am Biß durch tollwutkranke Hunde und Katzen. Aufgrund der enormen Gefahr für den Menschen gehört die Tollwut zu den anzeigepflichtigen Seuchen und unterliegt als solche der staatlichen Kontrolle. Behandlungsversuche sind bei tollwutkranken und tollwutverdächtigen Tieren verboten. Tollwutverdacht besteht auch dann, wenn ein Kontakt mit einem tollwutkranken oder tollwutverdächtigem Tier nur vermutet wird. In einem solchen Fall kann die Tötung angeordnet werden, es sei denn, Ihr Tier ist nachweislich gegen Tollwut geimpft.
Es ist es sehr wichtig, frühzeitig mit der Entwurmung zu beginnen.
Die erste Behandlung erfolgt in der zweiten Lebenswoche; sie verhindert die Geschlechtsreife und die Eiablage der Würmer. Solange Larven über die Muttermilch aufgenommen werden künnen und darüber hinaus mindestens bis zu einem Alter von vier Monaten müssen die Welpen regelmäßig entwurmt werden.
Entwurmung von Hunden ab dem vierten Monat
Ältere Welpen verfügen über größere Widerstandskräfte als junge Welpen. Das Risiko eines Wurmbefalls ist bei ihnen entsprechend geringer.
Im Alter von 4 bis 6 (evtl. 8) Monaten sollte die Behandlung in vierzehntägigem Abstand fortgesetzt werden. Welpen sind in diesem Alter noch sehr neugierig, nehmen alles in den Mund und lecken überall alles ab.
Ab einem Alter von 6-8 Monaten ist die Behandlung wie für erwachsene Tiere durchzuführen.
Entwurmung erwachsener und alter Tiere
Erwachsene und alte Hunde müssen 4x im Jahr entwurmt werden. Jede dieser Wurmkuren ist nach 14 Tagen zu wiederholen. Für Rundwürmer gilt: erst durch die Wiederholung ist eine Wurmfreiheit gewährleistet. Entwurmung, Zusammenfassung:
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Säugende Hündinen (ab der 2. Woche nach der Geburt): |
wöchentlich (zusammen mit den Welpen) |
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Welpen zwischen 2 Wochen und 4 Monaten: |
Wöchentlich, spätestens alle zwei Wochen |
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Junge Tiere ab dem 4. Monat: |
alle 2-3 Wochen |
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Jungtiere ab dem 6./8. Monat und erwachsene Tiere: |
4x pro Jahr |