
Ja ja, typisch Boxer ....
Der Boxer, "wenn es IHN nicht gaebe, dann muesste man IHN erfinden !!! Zu dieser Schlussvolgerung wuerden sicherlich viele Boxerfreunde kommen, wenn sie alle Vorzuege ihres Boxers aufgezaehlt haben.
Es gibt einen Mehrzeiler, der das Wesen des Boxers sehr treffend beschreibt und nahezuallen Boxerfreunden bekannt ist, und das nur zu gut. Mit ihm begruenden sie, weshalb sie sich einen Boxer angeschafft haben. Die gereimte Antwort hierzu lautet : Weil er kurzhaarig und glatt ist, nicht zu gross noch zu klein ist .weil er koerperlich derb , charakterlich fein ist. weil er intelligent und orginell ist,weil er folgsam, kein Freund von Gezaenk und gebell ist,auch kein Spielzeug der Halbwelt, kein modischer Putz ist, sondern immer ein achtungsgebietender Schutz ist, weil er unbestechlich, vol Kraft und voll Mut ist,aber trotzdem zu Kindern behutsam und gut ist,weil er dankbar und treu bis zur letzten Stunde ist ... genuegt als Antwort, warum er mein Hund ist. Bei aller Poesie sagen diese Zeilen sehr viel ueber den Boxercharakter aus. Denn in der Tat : Wer sonst kann die Stirn so in Falten legen? Wer kann einen so treu anblicken, das man ihm einfach nicht boese sein kann? Vielfach werden Boxer als die Philosophen unter den Hunden bezeichnet. Dies mag daher ruehren, da sie manchmal etwas vertraeumt und abwesend wirken. Dabei koennen sie im naechsten Augenblick hellwach sein und bereit, die Familie vor allem zu beschuetzen. Das Wesen (Charakter) eines Hundes setzt sich zusammen aus Trieben und Anlagen, mit all den Abaenderungen, die die Umwelteinfluesse verursacht haben. Typisch fuer den Charakter des Boxers und mit Sicherheit dessen hervorstechendstes Merkmal ist das nebeneinander sehr unterschiedlicher Buendel von Wesenseigenschaften, die aber zueinander in einem vollkommen harmonischen Verhaeltnis stehen: Auf der einen Seite zeigt der Boxer Nervenstaerke und unerschrockenen Mut.Dabei ist er selbstbewusst und besitzt ebensoviel Temperament wie Energie. Seine Wachsamkeit ist von alters her beruehmt. Auf der anderen Seite zeichnet ihn zugleich aber eine ausgepraegte Anhaenglichkeit und Treue gegenueber seinen Bezugspersonen und allen anderen Mitgliedern der Familie aus. Zu seinen besonderen Merkmalen zaehlt ausserdem sein Spieltrien, der bis ins hohe Alter anhaelt.Hinzu kommt seine Liebe zu den Kindern und seine Unbestechlichkeit gegen ueber Fremden. Alle diese Eigenschaften machen ihn zu dem Hund, der trotz seiner Groesse problemlos zu halten ist und ideal in eine Familie passt. Zeigt der Boxer gegenteilige Eigenschaften, sind dies Fehler diese Tieres, die ihm als Wesensschwaeche ausgelegt werden m�ssen. Durch seine Lebhaftigkeit und seinen Bewegungsdrang verlangt der Boxer viel Zuwendung und Einsatz seines Herrchen.
Die Entstehung der Rasse ...
die Boxer haben eine lange Geschichte, die bis ins Altertum zurueck reicht. Alexander der Grosse brachte von seinem Feldzug nach Indien maechtige doggenartige Hunde mit, deren besonders Kennzeichen ihr breites Maul war.die anderen Hunde des Altertums waren dem gegenueber spitzmaeulig. Die von Alexander eingefuehrten Hunde bildeten wahrscheinlich die Ausgangsbasis fuer die Zucht des Molosser. Die Rasse heisst so, weil sie aus der griechischen Province stammt, in der das molossische Koenigshaus regierte. Spaeter wurden Hunde dieser Herkunft auch an die Roemer weitergegeben. Sie galten solange als unbesiegbar, bis die >> britannischen Doggen <<auftauchen. Sie hatten ein noch viel breiteres Maul und waren ausserdemstaerker dann die Molosser. Deshalb verdraengten sie diese nach und nach. Denn fortan kreuzte man die beiden Rassen miteinander, nante die Nachkommenschaft aber weiterhin Molosser. Sie bilden die eine Linie der Vorfahren unserer heutigen Boxer. Die zweite repraesentieren die Mastiffs, die aus den britannischen Doggen gezuechtet wurden. Je nach Verwendung wechselten Aussehen, Groesse und Koerpergewicht. Die dritte Linie entwickelte sich bei den Kelten und germanischen Staemmen. Auch sie zuechteten grosse Hunde, die besonders schwer und kraeftig waren. Neben der Verteidigung von Hab und Gut dienten sie zur Jagd auf Baeren und Wildschweine. Deshalb hiessen sie auch - Sau- und Baerenbeisser -. Mit der Zeit entwickelten sich aus ihnen verschiedene Typen. In Mitteleuropa entstanden der Grosse oder Danziger Bullenbeisser und der Kleine oder Brabanter Bullenbeisser <<. Der Danziger Bullenbeisser - wurde hauptsaechlich im norden Deutschlands und in Polen zue Jagt von Grosswild eingesetzt. In den Waldreichen Gebieten am noerdlichen Rand der Alpen kam dagegen eher der - Brabanter Bullenbeisser - zum Einsatz. Denn durch seine geringere Groesse war er wendiger und daher besser fuer die Jagd von Wildschweinen geeignet. Dieser kleine Bullenbeisser gilt als der unmittelbarer Vorfahre unserer Boxer. Die direkten Vorfahren... Die damalige Zucht der Bullenbeisser lag meistens in den H�nden der Juegern, die ihren Dienst ausschliesslich in Herrscherhaeusern versahen. Aufgabe der Bullenbei�er war es, das von den Hetzhunden getriebene Wild zu packen und festzuhalten, bis der Jaeger kam um die Beute zu erlegen. F�r diese Aufgabe musste der Hund ein m�glichst breites Maul mit breitem Zahnstand haben. Nur damit konnte er sich richtig festbeissen und seine Beute anschliessend festhalten. Duch die Zucht kam es zu einer verkuerzung der Oberkiefers. Es entstand der Vorbiss, der dem Hund beim packen der Beute immer noch Raum zum Luftholen liess. Dieser Vorbiss ist typisch fuer den Boxer. Damit die Baerenbeisser ihre Aufgabe noch besser versehen konnten, wurden ihnen zusaetzlich die Ohren gestutzt. Denn beschnittene Ohren waren weniger verletzungsanfaellig. Auf den damaligen Verwendungszweck geht also der Brauch zurueck, auch dem Boxer die Ohren zu stutzen (kupieren). Seit 1987 ist das kupieren der Ohren in Deutschland verboten.
Mit dem niedergang der Fuerstentuemer in Deutschland als Folge der Franzoesichen Revolution ging die Zucht von Bullen- beziehungsweise Baerenbeisserhunden fuer die Jagd zurueck. Nun wurden diese Tiere bevorzugt von Metzgern als Helfer beim Viehtreiben eingesetzt. Die gezielte Boxerzucht dieser Rassezucht begann erst in der 2. Haelfte des 18. Jahrhunderts in Deutschland. Die Bullenbeisser des 18. Jahrhunderts stellten aber noch keinen einheitlichen Typ dar. Viele Tiere waren Bastarde oder eine Vermischung aus Bulldoggen. Dennoch gab es eine Jahrhundertlange Tradition der Reinzucht des Bullenbeissers. Sie machte es moeglich einen Einheitstyp herauszuzuechten. Der Name > Boxer < fuer diesen einheitlichen Typ tauchte erstmals zwischen 1860 bis 1870 auf. Wenig spaeter schliessen sich auch einige Freunde der Reinzucht des Boxers zusammen und gruenden in 1895 einen Boxer-Klub in Muenchen. Sie sind es auch, die aus dem damaligen "Bierboxer" den beliebten Familien- wie auch Gebrauchshund machen, wie wir ihn heute kennen. Heute ist es nur noch schwer vorstellbar, wie schwierig dies ohne Kenntnis der Vererbungslehre und der Blutlinien war. Zu den Verdiensten des neu gegruendeten Boxer - Klubs gehoert auch, den Rassestandard verbindlich verstgelegt zu haben. Denn zuvor wurde lediglich nach praktischen Gesichtspunkten gezuechtet. Die Verpaarung fanden nach dem Verwendungszweck statt. Erst jetzt gab es eine davon losgeloeste Richtlinie, an die sich sowohl Zuechter als auch Richter halten konnten. Einer der ersten Boxerzwinger, der sich mit seiner Zucht einen Namen machte, war der "vom Dom ". Die Besitzerin Friderun Stockmann, legte mit ihm den Grundstein zu einer im In- und Ausland angesehenen Boxerzucht. Aus ihr stammt auch der legendaere "Lustig vom Dom" Viele Boxer unserer Zeit gehen auf diesen Boxer-Rueden zurueck.
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Der Deutsche Boxer Steckbrief : Ursrungsland: Deutschland Verbreitung: auf allen Kontinenten der Erde, als beliebter Haus-,Schutz- und Gebrauchshund vertreten. Rassegruppe: Gebrauchs- und Schutzhund Eignung: als Begleithund; idealer Familienhund ins-besondere auf Grund seiner starken Kinderliebe. Charakter: ruhiges, ausgeglichenes Wesen; ausgepraegter Spieltrieb; gut erziehbar. Haltungsansprueche: Wohnraum darf nicht beengt sein. Fuetterung: unproblematisch; Frischfleisch oder Fertigfutter, zus�tzlich Quark, zwischendurch einen Kauknochen, Hundekuchen und zur Belohnung ein Leckerchen. Pflege: zweimal am Tag gut ausbuersten Bewegung: regelmaessiger Auslauf Vertraeglichkeit: mit anderen Haustieren: individuell, von der Erziehung und Gewoehnung abhaengig. Groesse: mittelgross Lebenserwartung: circa 9 bis 11 Jahre
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(Verfasser unbekannt)