Dosierung:
Bei Arzneipflanzen, die herzwirksame Glykoside enthalten, ist die therapeutische Breite gering, es sollten daher nur Zubereitungen eingenommen werden, die auf einen bestimmten Gehalt an diesen Wirkstoffen eingestellt sind.
Zubereitungen:
Bestandteil einiger Arzneimittel aus der Gruppe der Kardiaka.
Hinweise:
Nicht während Schwangerschaft und Stillzeit oder bei Kindern anwenden!
Nicht anwenden, wenn bereits ein anderes Arzneimittel eingenommen wird, das Herzglykoside enthält!
Nicht anwenden bei schwereren Störungen der Herzleistung (Herzinsuffizienz NYHA III und IV)!
Nicht anwenden bei zu langsamen Herzschlag (Bradykardie) oder ventrikulären Tachykardien!
Nicht anwenden bei Störungen des Elektrolythaushalts wie zu hohe Calciumblutspiegel oder zu niedrige Kaliumblutspiegel!
Bei Hyperkalzämie oder Hypokaliämie werden die toxischen Wirkungen verstärkt.
Vor Beginn einer Selbstbehandlung müssen die Beschwerden erst durch einen Arzt abgeklärt werden. Bei der Herzinsuffizienz z.B. handelt es sich um eine ernste Erkrankung, für die wesentlich wirkungsvollere Medikamente zur Verfügung stehen. Zur Vorbeugung oder bei plötzlichen Beschwerden eingenommen sind solche pflanzlichen Zubereitungen nutzlos.
Wechselwirkungen:
Gefährliche Wechselwirkungen können bei gleichzeitiger Behandlung mit Medikamenten entstehen, die den Elektrolythaushalt stören können, z.B. Diuretika, best. Abführmittel oder Glucokortikoide oder Medikamente, die auf den Herzschlagrhythmus wirken, wie z.B. Chinidin. Informieren Sie sich vor Behandlung bei Ihrem Arzt oder Apotheker!
Vergiftung:
Eine Vergiftung oder Überdosierung äußert sich ähnlich der Digitalisvergiftung (s. Fingerhut) zunächst in Übelkeit, Durchfall, Schwindel, Störungen des Farbsehens und raschem Puls. Schwere Vergiftungen führen zunächst zu Blutdrucksteigerung, dann -abfall und Herzrhythmusstörungen. Der Tod tritt schließlich durch Kammerflimmern ein.
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Akelei, Gemeine Pflanze: Aquilegia vulgaris L. Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
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Die bis zu 60 cm hoch wachsende Gemeine Akelei ist in verschiedenen Formen und Blütenfarben als Gartenpflanze beliebt. Die traubig angeordneten, glockenförmigen Blüten sind dukelblau, dunkelviolett, rosa oder weiß gefärbt. Zumindest die frische Pflanze enthält cyanogene Glykoside und kann zu Vergiftungen führen! Die Wildvorkommen stehen unter Artenschutz
Herkunft:
Die Akelei ist in Mittel- und Südeuropa beheimatet.
Synonyme:
Adlerblume
Glockenblume
Handschuh
Harlekinsblume
Hoselätzli
Klockenblume
Narrenkappen
Schlotterhose
Waldakelei
Weiberkappen
Anwendung:
Die Inhaltsstoffe der Gemeinen Akelei sind bisher nur unzureichend untersucht, so dass keine Anwendung empfohlen werden kann. Die Pflanze enthält in geringen Mengen cyanogene Glykoside, die möglicherweise zu Vergiftungen führen können.
Dosierung:
Keine Empfehlung möglich.
Zubereitungen:
Homöopathische Zubereitungen.
Hinweise:
Zumindest die Frischpflanze enthält cyanogene (Blausäure bildende) Glykoside, Vergiftungen sind aber vermutlich wegen der geringen Menge selten. Da zu Wirkung und Sicherheit einer Anwendung keine Daten vorliegen, kann ein Gebrauch der Akelei nicht empfohlen werden.Hinweise:



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Alant Pflanze: Inula helenium L. Familie: Korblütengewächse (Asteraceae = Compositae) |
Der Alant ist eine bis zu 1.8 m hoch wachsende, ausdauernde Staude. Die intensiv gelben Blüten bestehen aus sehr schmalen Zungen- und vielen kleinen Röhrenblüten. Die großen, derben Laubblätter sind fein gezähnt und an der Unterseite filzig behaart. Die Pflanze wirkt stark allergen und kann schwere Hautausschläge (Kontaktdermatitis) verursachen! | |