tarot

Zurück




Das moderne Tarot-Spiel ist in seiner heutigen Form etwa 80 Jahre alt...




Die Karten

Es gibt insgesamt 78 Karten. Wir unterscheiden zwischen den "großen Arkana" und den "kleinen Arkana". Die Bezeichnung Arkana (oder auch Arkanen) geht auf den Plural des lateinischen Wortes für Geheimnis, arcanum, zurück.
Ich werde hier zunächst einmal auf Die Großen Arkana zurückgreifen:
Diese Karten stellen die großen Geheimnisse, die Urbilder gelebter menschlicher Erfahrungen in mystischer wie weltlicher Sicht dar. Sie beinhalten alle Ereignisse und Schicksalswendungen, die im Leben erdenklich sind. Falls während einer Tarotsitzung mehr Karten der Großen Arkana fallen, bist du in der Hand des Schicksals - deine Zukunft ist vorbestimmt. Sollten mehr Karten der Kleinen Arkana fallen, liegt dein Schicksal weitgehend in deinen Händen.




0 - Der Narr
Der Narr ist das Symbol für die spontane Lust am Leben und zugleich für die kindliche Unschuld. Nicht umsonst trägt der Narr eine weiße Rose in den Händen. Er handelt aus dem Bauch heraus - gefühlsmäßig und schlafwandlerisch sicher. In den Augen der Realisten ist sein Tun kindisch und naiv.
Astrologisch werden ihm der Planet Uranus und das Tierkreiszeichen Wassermann zugeordnet. Sein Element ist die Luft - er ist frei und ungebunden wie der Wind.
Niemand, nicht einmal er selbst, weiß, wohin seine Wege führen werden.
Deutung: Originalität und ein erstaunlicher Einfallsreichtum können von dieser Karte ausgehen. Das Unmögliche kann Wahrheit werden, wenn der Narr erscheint, und häufig kündigt er ungewöhnliche Menschen an, die in dein Leben treten werden.





1 - Der Magier
Ursprünglich war diese Person vermutlich ein reisender Gaukler und Schausteller, eine im mittelalterlichen Europa weit verbreitete Gestalt. Die Einschätzung seines Wesens ist stets mehrdeutig: Ist er ein Betrüger, ein Taschenspieler oder ein weiser Mann? Sind seine Vorführungen nur simple Tricks, oder hantiert er geschickt mit den göttlichen Gesetzen, um neue Zusammenhänge zu schaffen? Diese Mischung aus Misstrauen und Faszination kennzeichnet die Deutung der Karte: Der Magier kann Mittler zwischen Himmel und Erde sein, dessen Willenskraft und kundiger Umgang mit den Naturgewalten und Kräften des Kosmos beeindruckt. In dieser Deutung steht er zugleich positiv für das männliche Prinzip - seine Energie wirkt von innen nach außen.
In anderen Zusammenhängen weist der Magier darauf hin, dass jemand dich mit simplen Rosstäuschertricks hinters Licht führen will.

Nicht umsonst steht er unter dem Planeten Merkur (dem Stern der Händler und Diebe) und wird dem stets zwiespältigen Tierkreiszeichen Zwillinge zugeordnet.
Ob Wahrheit oder Täuschung - der Magier steht immer im Mittelpunkt. Er handelt, beeindruckt mit seiner Individualität, Suggestivkraft und Kreativität. Aber er lenkt auch vom Geschehen ab, das im Hintergrund abläuft.
Deutung: Die Karte des Magiers fällt im Tarot, wenn auf einen neuen Beginn, eine Arbeitsphase, ein wichtiges Vorhaben hingewiesen werden soll, das Entschlossenheit, Ehrgeiz und Initiative verlangt.





2 - Die Hohenpriesterin Die Hohenpriesterin (oder Päpstin) wird als weise Frau in einem blauen Gewand dargestellt. In ihrem Erscheinungsbild gleicht sie der Jungfrau Maria oder einer Nonne. Sie trägt eine gezackte Krone ähnlich der gehörnten Krone der Göttin Isis. Auf dem Schoß hält sie eine Schriftrolle (Thora). Der Vorhang im Hintergrund ist, ein Hinweis auf die Mysterien von Leben und Tod, mit Granatäpfel gemustert. Die Hohenpriesterin steht für das weibliche Prinzip und zugleich für das Geheimnis. Versteckt hinter dem Vorhang zwischen der schwarzen und der weißen Säule, bleiben uns ihre tiefen Erkenntnise weitgehend verborgen. Die Säulen, die als Boaz und Jakim oder Alpha und Omega bezeichnet werden, stellen das männliche und weibliche Prinzip dar. Sie können auch als die weiblichen Eigenschaften Strenge und Milde gedeutet werden. Die Hohenpriesterin richtet ihre und die Kräfte des Kosmos nach innen. Ihr Planet ist der Mond, dessen Sichel zu ihren Füßen liegt. Der ihr zugehörige Tierkreis ist entsprechend der Krebs. Deutung: Wenn die Hohenpriesterin in den Karten erscheint, wirjkt starker weiblicher Einfluss, denn die Karte lässt mystische Kraft, seelische Stärke und ein einflussreiches Unterbewusstsein bis hin zur Hellsichtigkeit anklingen. Einfühlungsvermögen, Intuition und instinktiv richtiges Handeln, aber auch Verständnis, Nachsicht und Geduld werden eine Rolle spielen. Vielleicht wird auch in Kürze ein bedeutsames Geheimnis enthüllt werden. Für einen Mann kann die Hohenpriesterin auf die wichtigste Frau in seinem Leben und auf deren Kräfte verweisen.



3 - Die Herrscherin Die Herrscherin wird als Mutter dargestellt, fruchtbar und fürsorglich, liebenswürdugm stets großzügig und lebensvoll. Sie ist umgeben von Behaglichkeit und Überfluss. Ihre Krone wird häufig von 12 Sternen geschmückt, ein Verweis auf die 12 Tierkreiszeichen. Die Herrscherin steht astrologisch unter dem Planeten Venus, der Göttin, die neben ihrer bekannten Rolle als Gottheit der Liebe auch Fruchbarkeit und Ernte beherrscht. Deutung: Diese Karte verweist auf natürliches Wachstum und Wohlergehen, materielle Sicherheit und häuslichen Wohlstand, aber auch auf Geborgenheit und Beistand. Sie kann Mutterfreuden ankündigen, Befriedigung bei der Erziehung von Kindern verheißen oder für häuslichen Frieden oder eine dauerhafte und harmonische Basis für zukünftige Entwicklungen stehen.



4 - Der Herrscher Der Herrscher, ein majestätischer Mann mittleren Alters, strahlt Machtbewusstsein und Entschlossenheit aus. Sein strenger Blick trifft den Untertanen und lässt keinen Zweifel an seiner Autorität. Seine Erscheinung ist wahrhaft fürstlich: Gekrönt und reich gewandet, mit Zepter und Reichsapfel, zeigt er alle Symbole weltlicher Macht. Der Herrscher ist der Mann, der jede Situation unter Kontrolle hat und jedes Problem souverän und verantwortungsvoll löst. Die Armlehnen und der Rückenteil seines Thrones sind mit Widderköpfen dekoriert. Diese Symbole beziehen sich auf das Tierkreiszeichen, das diese Karte beherrscht, den Widder. In der Darstellung anderer Tarotspiele wendet sich der Herrscher seitlich ab, nur eine Seite seines Gesichts ist zu sehen. Dies soll Distanz zwischen dem Betrachter und dem Herrscher schaffen und so dessen Machtfülle unterstreichen. Anders ausgelegt heißt dies auch, dass der Herrscher nur mit der einen, väterlichen Seite der männlichen Rolle in Zusammenhang steht. Daher kann die Karte für eine Frau auf eine Begegnung mit einem wichtigen Mann mit väterlichen Charaktereigenschaften hinweisen. Deutung: Die Karte verheißt Beständigkeit, Ordnung und Sicherheit. Wer klare Ziele besitzt, kommt weiter. Eine hohe Ehrung oder Ruhm durch große Leistungen kündigen sich an. Ein einflussreicher Mann gewährt seine machtvolle Hilfe - der Ehemann oder Vater, aber auch der Vorgesetzte oder der Chef.



5 - Der Hierophant Der Hohepriester (oder Papst) ist die männliche Entsprechung zur Hohepriesterin. Er verkörpert die moralischen Grundwerte. Der häufig gebrauchte Name Hierophant stammt aus dem alten Griechenland und verweist auf einen hohen Priester der heiligen Mysterien. Das dreifache Kreuz (manchmal auch eine dreifache Krone) reoräsentiert Körper, Geist und Seele. In einer christlichen Deutung lassen sie die Dreifaltigkeit von Vater, Sohn und Heiligem Geist sichtbar werden. Astrologisch handelt der Hohepriester unter dem Zeichen Stier. Deutung: Der Hohepriester symbolisiert das Vertrauen in eine höhere Bestimmung. Die Suche nach dem Sinn des Lebens wird nicht ohne Erfolg bleiben. Er weist so auf den positiven Einfluss des festen Glaubens und die Kraft des bewussten Geistes hin. In dieser Deutung erinnter die Karte an die Vorzüge eines Lebens in Tugend und Regelhaftigkeit. Auch der kluge Vater, ein weiser Lehrer oder Ratgeber werden durch diese Karte verkörpert, deren Autorität nicht weltlicher, sondern spiritueller Natur ist. Sie spenden Rat und Trost zur riesigen Stunde oder gewähren gnädig Vergebung.



6 - Die Liebenden Diese Karte zeigte früher einen jungen Mann, der sich zwischen 2 Frauen entscheiden muss, während der Liebesgott Amor mit seinem Pfeil auf ihn zielt. Sie ist das Symbol für starke Gefühle, für eine Wahl des Herzens, die nicht vom Intellekt allein getroffen werden kann. Heutige Versionen dieser Karte zeigen eine Szene im Paradies, Adam und Eva und den Baum der Erkenntnis. Schützend hält der Erzengel Michael seine Arme über das Paar ausgebreitet. Doch auch hier geht es um die richtige Entscheidung. Es liegt auf der Hand, dass die Karte astrologisch vom stets zweifelnden Zeichen Zwillinge beherrscht wird. Deutung: Wenn diese Karte gelegt wurde, zeigt sie an, dass der Lebensweg einen entscheidenden Punkt erreicht hat. Eine richtige Alternative muss gewählt werden, bei der man seine ehrlichen Wünsche und Leidenschaften einbeziehen sollte. Schließlich symbolisiert diese Karte die Macht der Gefühle und deren Unumgänglichkeit. Wer auf seine Wünsche hört, lebt gemäß seiner tiefen emotionalen Natur. Denn nicht nur verstandesbetonte Verpflichtungen, sondern auch emotionale Faktoren sind für ein glückliches Leben von Bedeutung. Einfacher gedeutet steht die Karte für die Liebe und Liebesglück, für eine glückliche Beziehung, für Versöhnung bei Streitund die Freuden der körperlichen Liebe. Je nach Zusammenhang kann sie auch Harmonie im Privatleben oder Beruf bedeuten.



7 - Der Wagen Ein gekrönter Eroberer steht aufrecht in einem Streitwagen - ein Zeichen des Aufbruchs und der Veränderung: Alle Energien werden gesammelt, um etwas Neues zu beginnen, eine Aufgabe oder einen Konflikt zu lösen oder eine längst fällige Entscheidung zu treffen. Der STreitwagen wird von 2 Sphinxen ohne Zügel gezogen - Sinnbild der positiven und negativen Kräfte, die unser Leben bestimmen. Diese Karte wird dem Planeten Mond und dem Tierkreiszeichen Krebs zugeordnet. Das Element des Wagens ist das Wasser. Deutung: Die Kräfte des Schicksals treiben uns zu großen Taten. Reisen und Unternehmungen stehen unter einem guten Stern. Unerwartet gute Nachrichten führen zu Optimismus und frischer Initiative. Jetzt lassen sich auch Siege und Eroberungen realisieren. Selbst unter schwierigen Voraussetzungen führt Selbstvertrauen und forsches Vorwärtsdrängen zum Erfolg.



8 - Kraft Kyrene, die griechische Nymphe, zähmt den wilden Löwen mit bloßen Händen. Sie wendet weder Gewalt noch Waffen an. Aber: Sie führt diesen Zähmungsakt mit sanfter Entschlossenheit aus, die dem Löwen keinen Zweifel an ihrer Unbeirrbarkeit lässt. So versinnbildlicht sie den Sieg des zivilisierten Menschen über seine animalische Natur - und zugleich die Aussöhnung mit ihr für ein ganzes Leben, wie es das Unendlichzeichen über dem Kopf der Frau zeigt. Das Tier im menschlichen Wesen wird gezähmt, damit nicht Kraftreserven für die Unterdrückung der Instinkte aufgewendet werden müssen. So gewinnt der Mensch in doppelter Weise an Lebenskraft, Mut und Leidenschaft, denn auch die animalischen Energien können sinnvoll und zielgerecht genutzt werden. Zwar wird der Löwe auf der Karte vom Menschen beherrscht, doch astrologisch beherrscht wiederum das Zeichen Löwe diese Karte. Deutung: Große Kräfte stehen für ein Vorhaben oder eine Problemlösung zur Verfügung. Die nähere Zukunft ist von Mut, Lebensenergie, Unternehmungslust, Tatkraft und Erfolgsstreben geprägt. Die daraus entstehenden Belastungen werden als natürlich empfunden.



9 - Der Eremit Ein bärtiger Greis in einer Mönchskutte benutzt eine Lampe, um zurückzublicken. Er stützt sich auf einen Stab. Einsamkeit und innere Einkehr prägen diese Karte. Es ist der zurückliegende Lebensweg, den der Eremit sinnend betrachtet. Er will seine früheren Erfahrungen nutzen, um das Beste aus der ihm verbleibenden Zeit in der Zukunft zu machen. Deutung: Die Karte kann für Ernsthaftigkeit und innere Einkehr, aber auch für Vorsicht, Geduld und Erfahrung, die Qualitäten des Alters, stehen. Vielleicht willst du durch Selbstbesinnung zum eigenen Wesenkern gelangen. Auch die Erkenntnis, dass man nie auslernt, schwingt mit. Vorsichtiges Handeln ist geraten, da plötzliche Kursänderungen zur Zeit Gefahren bergen - eine Warnung vor Gedankenlosigkeit.



10 - Das Rad des Schickskals Das Rad des Schicksals ist ein mittelalterliches Symbol der Hilflosigkeit der Menschen, die schutzlos den Mächten des Schicksals ausgeliefert sind. Es geht zurück auf das Spinnrad der drei Nornen, der Schicksalsgöttinnen im alten Griechenland. Unaufhaltsam dreht es sich und reißt Menschen mit - im Guten wie im Bösen. Es kann unverhofft Glück und Reichtum, aber auch Unheil und Leiden bringen. Wer sich gegen sein Schicksal stellt, zerbricht daran. Wer sein Schicksal annimmt, kann es in einem gewissen Rahmen selbst gestalten. Er muss sich aber auch bereit finden, sich auf einen engen Handlungsrahmen oder alltägliche Routine einzulassen. Deutung: Steht die Karte aufrecht, ist ihre Bedeutung positiv. Eine Veränderung der Lebensumstände, eine Wende zum Besseren kündigen sich an; vergangene Arbeit, durchlebte Leiden zahlen sich aus. Auch das Ende gegenwärtiger Schwierigkeiten und eine Glückssträhne können gemeint sein.



11 - Gerechtigkeit Zwischen den Säulen Gnade und Strafe sitzend hält die gekrönte Figut der Justitia Waage und Schwert in den Händen. Ihr Gesicht ist entschlossen, sie ist unbestechlich: Sie wird alle Tatsachen berücksichtigen, und persönliche Gefühle werden ihr Urteil nicht beeinflussen. Absolute Ehrlichkeit, Ausgewogenheit und Fairness sind die Qualitäten der Göttin der Gerechtigkeit. Astrologisch beherrscht natürlich das Zeichen Wage diese Karte. Die Karte erinnert daran, dass Menschen stetes Gerechtigkeit erfahren - wenn nicht vor Gericht, so durch die Urteile und Strafen des Lebens. Dessen Gesetze müssen befolgt werden, wenn man Strafen vermeiden will. Sie warnt aber auch davor, zu streng mit sich und den anderen zu sein, denn dann gerät die Waage aus der Balance. Auch wenn es gelingt, menschliche Gerechtigkeit zu täuschen - der göttlichen Gerechtigkeit kann niemand entfliehen. Deutung: Gleichgewicht, Fairness und Ausgleich haben die Oberhand. Das richtige Urteil wird gesprochen. Du hast Erfolg in rechtlichen Angelegenheiten. Allgemeiner: Eine Entscheidung wird zu deinen Gunsten getroffen. Vertragsabschlüsse stehen unter einem guten Stern, es herrschen Einmütigkeit, Ausgewogenheit und Harmonie. Eine Ungerechtigkeit wird aufgeklärt, erlittene Fehlurteile können revidiert werden. Noch weiter gefasst: Von einer ausgewogenen Geschäftsidee profitieren alle.



12 - Der Gehängte Der Gehängte ist eine der merkwürdigsten Karten im Tarot. Ein Mann hängt kopfüber an einem Ast oder Baum (in einigen Kartenspielen ist es auch ein Schafott). Sein Gesichtsausdruck zeigt jedoch deutlich, dass ihm dies offenbar nichts ausmacht. Im Gegenteil: Sein Haupt ist von einem Kranz der Erleuchtung umgeben, denn er genießt tiefere Einsichten. EIn Thema dieser Karte ist entsprechend die neue Sicht der Dinge durch die Umkehrung des Erwarteten. Hintergrund dieser seltsamen Abbildung sind mythologische Vorstellungen. Ist es der angeschmiedete Titan Prometheus, der nach der griechischen Sage den Menschen das feuer brachte und zur Strafe von zeus an einen Felsen des Kaukasus geschmiedet wurde? Oder ist es der Gott Odin an der Weltesche Yggdrasil? Deutung: Eine zeitweilige Unterbrechung im Lebenslauf wird angezeigt. Jemand steckt fest oder befindet sich in einer bindenen Situation. Dies kann eine persönliche Krise oder eine chronische Krankheit sein, die durchlebt werden müssen. Geduld und Demut helfen dabei, durchzuhalten. Da die Karte vom Planten Neptun (dem Meeresgott) und dem Element Wasser beherrscht wird, empfiehlt es sich eher, mit dem Strom zu schwimmen und abzuwarten als gegen die Situation aufzubegehren. Umdenken führt weiter als starres Festhalten an einer einmal gewählten Richtung. Veränderungen und Opfer sollen akzeptiert werden, dess es gilt vielleicht, Größeres erreichen zu können.



13 - Der Tod Der unheimliche Sensenmann reitet ein weißes Pferd, dess Hufe auf die Körper der Menschen zu treten drohen. Niemand wird verschont, auch der Prinz und der Bischof sind in Gefahr. Alles Menschliche unterliegt diesem Schicksal. Doch mit jedem Ende ist eine Veränderung und ein Neuanfang verbunden: Stirb und werde! In diesem Sinne kündigt die Karte nicht das Ableben, sondern häufig Neubeginn oder Wandlung an. Etwas Altes geht zu Ende, etwas Neues kann seinen Lauf nehmen. Die Karte wird von Saturn und dem Tierkreiszeichen Skorpion beherrscht. Deutung: Sehr selten zeigt diese Karte den Tod an. Sie steht für ein natürliches Ende einer Entwicklung, für Transformation und Wandel, die einen auf den ersten Blick verborgenen Segen enthalten. Sie kann aber auch einen lange erwarteten Abschied oder das blinde Schicksal meinen, das ohne Ansehen der Person zuschlägt.



14 - Die Mäßigkeit Die Engelsfigur auf dieser Karte war im Ursprung vielleicht Nemesis, die griechische Göttin des rechten Maßes und der göttlichen Ordnung. Sie gießt das Wasser aus einem Kelch in einen anderen. Der Augleich zwischen Körper und Seele, zwischen Kopf und Herz, zwischen Unbewusstem und Bewusstein wird so dargestellt. Gleichklang, Ausgeglichenheit, Gelassenheite und Seelenfrieden sind die Folge innerer Harmonie. Astrologisch beherrschen das Zeichen Schütze und der Planet Venus diese Karte. Deutung: Es gibt mehrere Interpretationsmöglichkeiten, die von dem Umfeld abhängen, in dem diese Karte auftaucht.
  • Sie kann die harmonische Gemeinsamkeit, den Ausgleich von Handeln und Fühlen und die wiedergewonne Einigkeit nach einer Krise anzeigen.
  • Die Karte kann aber auch zur Vorsicht mahnen: Der Blick für das recht Maß und das Machbare, Selbstdisziplin und Anpassungsfähigkeit sind angeraten. Nur sorgfältiges Abwägen der Umstände führt zu einer richtigen Entscheidung. Bei Kranken kann die Karte Heilung bedeuten - Körper und Seele finden zu neuem Einklang.



    15 - Der Teufel Luzifer, der gefallene Engel, herrscht über zwei seiner Knechte, die an seinen Sockel gekettet sind. Dies ist die Karte der Unmäßigkeit, der Habsucht und der Tyrannei des triebhaften Körpers und der lüsternen Sinne über Seele und Geist. Der Teufel verkörpert schwarze Magie, nackten Materialismus, Lust und Gier, Willenlosigkeit, Abhängigkeit und das Vergnügen als Selbstzweck. Auch ist der Teufel das Symbol des Unvermeidlichen, des blinden Verderbens und des Leidens. Astrologisch beherrschen das gehörnte zeichen Steinbock und der finstere Planet Pluto diese Karte. Deutung: Diese Karte symbolisiert die finsteren Schattenseiten unserer Person: unerbittliche Macht, die Willkürherrschaft von Lust und Gier. Künstliche Welten und verbotene Begierden locken, der blanke Mammon vertreibt die Moral. Beste Absichten werden unterlaufen, gute Vorsätze fallen. Du wirst massiv in Versuchung geführt. Eine andere Deutung: Das Böse stellt sich dir als eine unverrückbare Barriere in den Weg, die weder bezwungen noch umgangen werden kann. Verdrossenheit und Hoffnungslosigkeit drohen zur Grundstimmung zu werden. Überstarke Fesseln binden dich.



    16 - Der Turm Tand ist das Gebilde von Menschenhand: Blitze zucken herab, der Turm zu Babel fällt dem göttlichen Zorn zum Opferd, Sodom und Gomorrha gehen unter. Zwei Gestalten stürzen ins Bodenlose. Das feste Bauwerk als Symbol der Geborgenheit ist zerstört, die Sicherheit war trügerisch. Nichts vom Meschen Geschaffenes kann dem Schicksal, dem göttlichen Willen standhalten; alle weltliche Herrhschaft, versinnbildlicht durch die Krone, stürzt. Es ist eine Zeit heftigsten Aufruhrs. Astrologisch beherrscht der Planet Mars (in anderen Quellen Uranus oder Saturn) diese Karte. Deutung: Etwas bricht mit der Gewalt einer Katastrophe über dich herein: Erstarrtes geht zu Bruch, ein überkommenes Wertesystem zerfällt, sichere Erwartungen scheitern. Nach der Bestürzung folgt zuerst Erleichterun, danach eine Neuorientierung. Althergebrachte Fesseln werden abgestreift, selbstauferlegte Beschränkungen fallen durch Einwirkung von außen. Irritationen sind unvermeidbar, aber man geht aus dieser Erfahtung als neuer und stärkerer Mesch hervor. Im Beruf könnte eine Firmenauflösung, eine Kündigung, das Scheitern von Plänen, im Privatleben eine plötzliche Trennung oder ein Skandal gemeint sein.



    17 - Der Stern Diese Karte ist eine der geheimnisvollsten Karten des Tarot. Sie symbolisiert die Hoffnung und die Zuversicht, die tiefe Weisheit des Universums und den Einblick in höhere Sphären. Sie fordert dich auf, nach den Sternen zu greifen und nicht immer nur Ziele materieller Art zu verfolgen. Atsrologisch beherrschen das Zeichen Wassermann und der Planet Jupiter die Karte des Sterns. Deutung:Hoffnung als metaphysische Dimension der Existenz sollte nicht gering geschätzt werden. Wünsche können in Erfüllung gehen, wenn sie aus tieferen Einsichten und Verständnig für höhere Zusammenhänge beruhen. Idealismus ist angesagt. Engagierte Vorhaben stehen unter einem guten Stern. Auch bedeutet diese Karte allgemeines Wohlbefinden. Sie kündigt verheißungsvolle Begegnungen und wertvolle, aber nicht materielle Gaben und Geschenke an, die dich weiterbringen. Deine Beziehung hat beglückende Tiefe.



    18 - Der Mond



    19 - Die Sonne



    20 - Gericht



    21 - Die Welt


    Diese Tarot-Seite ist noch im Aufbau.
    Die Kleinen Arkana folgen noch...!




  • Kostenlose Homepage von Beepworld
     
    Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
    Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!