Futter


Gern nehmen Hunde  selbstgekochte vollwertige Nahrung zu sich. Wichtig ist dabei, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Aber bitte keine Speisereste mit starken Gewürzen, Fett usw. füttern. Es sollten eigene Portionen zubereitet werden. Mein Goldi mag sehr gerne Nudel, Reis, Gemüse, gekochte Kartoffeln, gekochtes Hühnerfleisch, Lamm und gerne auch Wild. Niemals gefüttert werden darf rohes Schweinefleisch!

Als Diät sind kurz gekochte oder eingeweichte Haferflocken als Einzelkost, z. B. bei Durchfall, oder mit Magerquark empfehlenswert. Haferflocken enthalten viele Vitamine.

Wird der Hund zu dick, kann man 1 x pro Woche nur gekochte Kartoffeln (abkühlen lassen!) geben, ruhig mehrfach am Tag. Ist eine ideale Diät. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht.

Die häufigsten Ernährungsfehler:

Dem Hund niemals Knochen zum Fressen geben! Scharfe Knochensplitter könnten im Hals stecken bleiben oder zu Verletzungen im Magen-Darm-Bereich führen. Auch ein Ausbeißen der Zähne ist möglich! Bitte nur geeignete Kauknochen geben.

Keine Tischabfälle verfüttern. Diese Speisen sind häufig stark gewürzt oder fettig und geräuchert. Was uns Menschen schmeckt, kann den Hund krank machen. Hunde sind keine lebendigen "Müllschlucker".

Schokolade, Kekse, Chips und Co sind für Hunde tabu. Auch sie machen krank und dick.

Schaut auf die Zusammensetzung eures Hundefutters! Futter mit den Inhaltsstoffen: Zucker, Farbstoffe, Karamel, Konservierungsstoffe (ausgenommen Tocopherol = Vitamin E) etc. Zucker ist häufig ein billiger Konservierungsstoff, der den Hund krank macht. Auch der Aufdruck tierische Nebenerzeugnisse sollte euch nachdenklich werden lassen. Einige Futterherstellen beziehen ihre Futterzusätze aus Abdeckereien, was sich darin befinden kann, könnt ihr nachfolgend lesen.

Fertigfutter

Die Inhaltsversprechen der Tierfutter-Hersteller sind groß! Jedoch erkranken besonders Hunde in letzter Zeit immer häufiger an Krebs und Allergien, außerdem gibt es eine Zunahme an Herzerkrankungen, u. a. ausgelöst durch ranziges Fett, Sojabohnen, Weizen, Mais. Futtermittelherstellen behaupten oft, dass ihr Futter nur mit Vitamin E oder C konserviert wurde. Aber wie erklären sie, dass das Futter trotzdem bis zu 9 Monaten haltbar ist? Auch ein Aufdruck wie „ohne Konservierungsstoffe" ist nicht immer glaubwürdig, denn Konservierungsstoffe müssen vom Hersteller nur angegeben werden, wenn er sie selbst zusetzt, nicht aber, wenn sie in den Ausgangsprodukten oder beim Einkauf der Zutaten schon enthalten sind, d. h., die Hersteller kaufen ihre Grundsubstanzen so ein, dass die Konservierungsstoffe schon enthalten sind, denn dann brauchen sie keine Zusatzstoffe mehr zufügen und diese auch nicht zu deklarieren. Ansonsten wird der Käufer verwirrt durch die Deklarationen „Antioxidantien" und „Konservierungsstoffe". Antioxidantien sind Substanzen, die chemische Radikale binden und dadurch den oxidativen Verderb des Futters verzögern. Konservierungsstoffe hingegen greifen in den Stoffwechsel von Mikroorganismen (Bakterien, Pilze) ein oder verzögern den mikrobiellen Verderb durch ph-Wert-Absenkung mit organischen Säuren. Beide Stoffgruppen verlängern die Haltbarkeit.

Oft hört man besonders von Futtermittelherstellern in den USA, dass die Tiernahrung dort sogar dem Lebensmittelrecht unterworfen sei, also besonders gut wäre. Dabei verschweigen sie aber, dass diese Hersteller oft großen Lebensmittelketten angeschlossen sind, die so preiswert ihre verdorbenen Reste entsorgen können!

Problematisch ist auch die Undurchsichtigkeit der Herkunft und der Qualität der Zutaten. Dazu kommt, dass die in den Bottichen verkochten Kadaver auch reich an Giften sind, denn Laborratten aus der Pharma-Industrie, denen Krebs erzeugende Chemikalien gespritzt wurden, enden ebenso in der Tierkörperverwertung wie tote Zootiere, überfahrenes Wild, tote und kranke Haustiere, die in tierärztlicher Behandlung waren oder Medikamente einnahmen. Teilweise werden den toten Tieren vor der Weiterverarbeitung nicht einmal die Floh- und Zeckenhalsbänder entfernt. Verdorbene Nahrungsmittel, die zurückgeführt werden, werden häufig mit kompletter Verpackung verarbeitet! Dazu kommt der Abfall von Getreidemühlen und Gemüseverarbeitungsfabriken.

Die meisten Hundefuttersorten bestehen zum größten Teil (mitunter bis zu 90 %) aus Getreide. In der Analyse wird jedoch jede Getreidesorte einzeln aufgeführt, so dass man dieses Problem galant umgeht. So steht Fleischmehl dann meist an erster Stelle.

Die meisten Vitamine, Enzyme, Aminosäuren und essentiellen Fettsäuren werden zerstört oder beschädigt durch das Herstellungsverfahren, viele in den Kadavern enthaltene Narkosemittel und Medikamente sowie andere Giftstoffe jedoch nicht!

Die unverdächtig klingende Zutat „Zellulose" ist meist nichts anderes als die Bezeichnung für „Sägemehl".

Zur Deklaration aller Inhaltsstoffe ist kein Tiermehlhersteller verpflichtet!

Aufgrund all dieser Erkenntnisse ist guter Rat teuer und mitunter auch gefährlich.

Z. B. gibt es mittlerweile Empfehlungen, den Hund „naturgemäß" zu ernähren, d. h., mit rohem Fleisch und Knochen mit der Begründung, dass Wölfe in freier Natur auch kein gekochtes Fleisch finden würden. Hier kann man nur empfehlen: Hände weg von solchen Versuchen. Wer solchen Rat erteilt, weiß nicht, wie gering die Lebenserwartung eines Wolfes ist. Außerdem beziehen Haushunde bereits seit Jahrhunderten ihre Nahrung nicht mehr aus der Natur. Durch rohes Fleisch können eine Menge Krankheiten übertragen werden, vor allem durch Schweinefleisch – Aujeszkysche Krankheit – eine Virusinfektion – der Hund verstirbt innerhalb 2 – 3 Tagen. Übertragen werden können auch Salmonellen, Bakterien, die Darmkrankheiten hervorrufen. Auch Parasiten werden durch rohes Fleisch übertragen: Bandwurmfinnen (führen zu schweren Darmentzündungen), nicht völlig ausgeblutetes Fleisch, z. B. vom Herzen, kann ungekocht schwere Durchfälle verursachen.

Ist der Hund ein Fleischfresser oder kann man ihn vegetarisch ernähren? Die Mischung macht es – also jein. Besser als die Zuordnung zum Carnivor ist die Zuordnung zu den Zoophagen. Selbst der Hund nimmt, wie sein Vetter Wolf, zusätzlich pflanzliches Material auf. Auch Stadthunde suchen instinktiv nach Gras, um ihren Verdauungsapparat zu entlasten.

Knochen sind kein Futterersatz und sollten überhaupt nicht gefüttert werden (sie können splittern und verstopfen), Ausnahme: Kauknochen. Ebenfalls sollte kein rohes Fleisch gefüttert werden. Rohes Schweinefleisch kann wegen des Aujetzkischen Virus todbringend sein. Süssigkeiten sind mit leckerer Tierquälerei zu vergleichen. Milch bzw. Milchzucker in größeren Mengen kann vom Hund nicht verdaut werden. Abwechslung ist auch beim Hundefutter oberstes Gebot. Grundlage sollte ein solides, ausgewogenes Hunde-Fertig-Hauptfutter sein, Qualitätsunterschiede erkennt man meist sofort an der Fell- und Kotbeschaffenheit. Das Fertigfutter sollte frei von Konservierungsstoffen, Farbstoffen, Zucker und anderen chemischen Zusätzen sein. BITTE IMMER DAS KLEINGEDRUCKTE AUF DER PACKUNG LESEN! Ergänzt werden sollte das Futter mit Magerquark, Hüttenkäse, Gemüse (gedünstet und kleine Mengen roh) und Obst. Gemüse wird gedünstet und dann grob püriert. So bleiben die Vitamine erhalten und die Tiere können das Gemüse optimal verdauen. Eiweiß darf nur gekocht verfüttert werden. Rohes Eiweiß behindert die Vitaminaufnahme. Reis (hochwertigen Natur-Reis, ungeschält) und Getreideflocken müssen ganz weich gekocht sein, um sie gut verdauen zu können!Auch gekochte Kartoffeln werden gern angenommen. Gern mögen sie auch getrockneten Fisch, den man ab und zu anbieten kann. Gelegentlich kann man auch Haferflocken in Wasser kochen, vor allem bei Durchfall. In Haferflocken und Haferschleim sind wichtige Vitamine enthalten, während Reis und Reisschleim aus weißem Reis diese fehlen.

Selbstvertrauen?

Auch Zutaten zum selbergemachten Fressen müssen zugekauft werden. Nur wer wirklich alles selber herstellt, der weiss, was drin ist!

Wie füttere ich richtig!

Es ist verdaulicher, wenn der Hund zwei kleinere Portionen bekommt. Danach sollte der Hund zwei Stunden ruhen, obwohl es in einer US-Studie widerlegt wurde, dass es durch einen vollen Magen beim Toben nach einer Mahlzeit zu Magendrehungen kommen kann. Mir selbst sind im Bekanntenkreis Hunde bekannt, die nach einer Fütterung tobten und eine – zum Glück nicht tödliche – Magendrehung erlitten, die operativ gut versorgt werden konnte.

Nahrungsmittelallergie!

Es gibt viel gepriesene Trockenfutter, die man bei Nahrungsmittelallergien reichen soll. Hat ein Hund eine solche Allergie, dann sollte dies dringend vom Tierarzt abgeklärt werden. Handelt es sich nämlich dabei um eine Allergie gegen Futtermittelmilben, ist Trockenfutter tabu! Darauf wird aber auf den Packungen nur selten hingewiesen! Futtermittelmilben lassen sich auch durch das Einweichen des Futters nicht beheben. In diesem Fall sollte nur Nassfutter verabreicht werden – alles bitte in Rücksprache mit dem Tierarzt.Mein Golden Retriever leidet an verschiedenen Allergien, u. a. an einer Futtermilbenallergie. Die Quälerei mit Juckreiz und ständigem Kratzen kann deutlich eingedämmt werden, wenn Feuchtfutter gereicht wird.

Zusammenfassend

Gefordert werden sollte von der Futtermittelindustrie eine eindeutige, ausführliche und ehrliche Deklarierung, war wirklich im Futter, vor allem in den Grundstoffen drin ist. Die Zukunft gehört den Herstellern von wirklichem, also auch in den Grundstoffen nachweisbarem Qualitätsfutter.

Leider gibt es in Deutschland noch keinen wirklich fundierten Test von Hundefutter aller Arten.

 

Quelle: www.hundezeitung.de

 

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