Jede Veränderung schmerzt,egal wie sehr man sie sich ersehnte. Denn jeder Abschied ist auch ein kleiner Tod. Aber nur, wenn wir unter ein Leben einen Schlußstrich ziehen, können wir ein neues beginnen.

Fang den Tag von heute
nicht mit den Scherben von gestern an!


(Franz Kafka) 


WIEDER MAL...
Wieder mal so eine Nacht, ich schlafe nicht ein
wieder mal holt mich die Vergangenheit ein
Immer wieder kommt sie, sie lässt mich nicht los
die Angst vorm Dunkeln, vorm Schmerz ist zu gross
So viele Nächte schon schlaflos verbracht
zu viele Gedanken um Vergangnes gemacht
Tausendmal schon gesagt, "geschehn ist geschehn"
doch gerade nachts ist es so schwer zu verstehn
Die Erinnerung kommt, sie tut immer noch weh
am Tag bin ich so sicher, dass ich nun drüber steh
Nachts kommen sie oft, die finstren Gedanken
bringen meine heile Welt ins Schwanken
Am Tag bin ich so sicher, mir kann nichts passieren
um dann in der Nacht wieder den Mut zu verlieren
Und trotz allem liebe ich die Nacht
weil dann das kleine Nachtkind erwacht
Mit jeder Nacht, in der ich schlaflos bin
weiß ich wieder, es hat alles Sinn
Ich lass die Gedanken fliegen
weil...
...am Ende wird das Schicksal siegen
und...
ICH LASS MICH NIEMALS UNTERKRIEGEN!!!
[c] Anne *Kind der Nacht* (A. Henschel)



DÄMONEN 
Ich kenn sie zu gut, die dunklen Dämonen
die tief in meiner Seele wohnen
Dämonen, so düster mit so viel Macht
sie kommen immer, sie lieben die Nacht
Drängen zum Kampf, sie tun mir so weh
sie möchten, daß ich kein Licht mehr seh
bereiten mit Kälte so viele Schmerzen
suchen mit Gewalt den Weg zum Herzen
So viele Nächte schon verronnen
mal haben sie, mal ich gewonnen
Jede Niederlage endet mit Tränen
nach hellem Licht schreit all mein Sehnen
Will meine Seele, mein Herz befrein
keiner von denen soll in mir mehr sein
Sie rauben die Farben aus meiner Welt
sie wollen, daß nur das Schwarz noch zählt
Werde sie bekämpfen solange ich kann
fang jeden Tag mit der Hoffnung an
Und mit Gottes Kraft wird es mir gelingen
die Dämonen endlich zum Schweigen zu bringen


***Ich gab dir keine Chance***
Ich wollte dich lieben
doch es fehlte die Kraft
in den Armen dich wiegen
habs nicht geschafft
Hab dich niemals vergessen
trag die Schuld tief in mir
hab den Mut nicht besessen
keine Chance gab ich dir
Zwanzig Jahre
ich spür dich noch heut'
zwanzig Jahre
so tief bereut
Ich war zu feige, es fehlte die Kraft
und heute weiß ich, wir hätten's geschafft
hab die Hölle verlassen
doch der Preis warst du
kanns nie richtig fassen
ich find keine Ruh
In meinen Träumen red ich mit dir
in meinen Träumen bist du bei mir
in meinen Träumen ruf ich leise nach dir
und spür die Trauer so tief in mir
Anne *Kind der Nacht*


*Nimm mich mit*
Eng hält er mich umschlungen
ein Paar, er und ich
Es ist ihm gelungen
er hat die Macht über mich
Kälte dringt in mich, sie fühlt sich gut an
Schmerzen, Grauen, tut nicht weh, lange ertragen kann?
Die Wärme weicht, das Licht nicht mehr hell
Herz klopft so laut, Blut fließt schnell
Grinsen im Gesicht
Lippen, küssen
Fürchte mich nicht
nichts hat Gewicht
Er und ich zählen
werd keinem fehlen
Er nimmt meine Hand
kennt das andere Land
Hör das Rufen, ich will dich
nichts scheint zu existieren, nur er und ich
Gedanken leer, Gefühle vereint
auf dem Weg in sein Reich, keine Sonne dort scheint
Dunkelheit, Kälte,
doch zieht es mich hin
andere Welten
gemeinsam mit ihm
Kein Schmerz, keine Trauer
um das Herz dicke Mauer
Mauer aus Narben, selbst gesetzt
Wunden bluten, mit Freude verletzt
Leckt an den Wunden
geben ihm Kraft
Seele verschwunden
gleich geschafft
Ein greller Blitz, es reißt mich zurück
wieder verloren, wieder zurück
Die Zeit noch nicht reif
man gönnt mich ihm nicht
Blut fließt so heiß
Verbindung zerbricht
Er kommt wieder, gehör ihm und nicht mir
ich gehör in sein Reich, ich pass nicht hierher
Der Sieg wird kommen
Zeit verronnen
Er wird euch besiegen
und mich kriegen
will mit ihm fliegen
Anne *Kind der Nacht*



*Gestorben*
Ich lebe, obwohl ich gestorben war
das Gefühl der Leere ist immer noch da
Ich hab mir einfach ein Loch gegraben
um einen Zufluchtsort zu haben
dorthin hab ich mich immer verzogen
wenn du mit einem Grinsen hast gelogen
Am Tag gelacht, in der Nacht so verletzt
hast dich zu oft einfach zu mir gesetzt
Das muss so sein, das ist doch nicht schlimm
schau doch nicht weg, so sieh doch hin
Hab so oft gewünscht, nichts mehr sehen zu können
mich nach Kraft gesehnt, um wegzurennen
Du warst so groß, ich noch zu klein
ich glaubte dir, das müsste so sein
Hast mich meiner Seele beraubt
hab deine Lügen zu lange geglaubt
Hab Angst vorm Dunkeln, hab Angst vor der Nacht
hab Angst vor den Menschen, vor derer Macht
Macht hat so früh meine Seele zerstört
nie hat jemand meine Rufe gehört
Hab mir viel zu lange die Schuld gegeben
dachte es muss so sein, das Kinderleben
Tag für Tag und Nacht für Nacht
hast du ohne Gefühl so viel kaputtgemacht
Jahre einfach weggenommen
bin viel zu spät der Macht entkommen
Hab mich versteckt, zurückgezogen
aus Angst vor der Wahrheit nur noch gelogen
Niemand hat verstanden, warum ich so war
warum ich immer nur traurig war
warum ich die Berührungen hasste
und niemals sagte, was mir nicht passte
Anstatt mich einmal nur zu fragen
aus Ärger dann eben mal zugeschlagen
Ich wurde bestraft, du hast nur gelacht
du hast mein Leben kaputtgemacht



*NIEMALS*
Kaum das Licht der Welt erblickt
schon auf den Weg zur Hölle geschickt
Im Buch der Bücher steht doch geschrieben
du sollst deinen Nächsten lieben
Ich zweifel immer mehr daran
weil ich danach nicht leben kann
Ich spür so viel Wut und frage mich
wie soll man lieben, so was wie dich
Einen Menschen, der nicht auf die Erde gehört
er, der ein kleines Leben zerstört
Wer hat ihm das Recht gegeben
SO auf dieser Welt zu leben
Und doch steht da geschrieben
du sollst deinen Nächsten lieben
Ich habs versucht und hab entschieden
Nein, DICH kann ich niemals lieben
[c] by Anne *Kind der Nacht* ( A. Henschel )



*Kinderseele*
~~Kinderseele~~
~klein~
~rein~
~dein~
~~Kinderseele~~
~~kleiner~~
~~schmutzig~~
~~mein~~
~~Kinderseele~~
~~verschwunden~~
~~zerschunden~~
++tot++
[c] by Anne *Kind der Nacht* (A. Henschel)


Mit jedem Wort, das du schreiben kannst, wird der Schmerz weniger
~~~~~~~~~~~~~~~~~





Ein paar Worte, die ein sehr lieber Freund 1988 für mich geschrieben hat:
Deine Angst,
deine Angst vor Nähe,
deine Angst auch von mir so verletzt zu werden,
deine Angst, daran zu zerbrechen,
deine tausend Ängste machen mir solche Angst
Ich werde alles mir mögliche dazu beitragen, dir deine Ängste zu nehmen
Ich werde warten, für dich da sein, immer,
werde versuchen, dich zu verstehen, auch wenn es oft schwerfällt
werde versuchen, dir Kraft zu geben
werde versuchen, da zu sein, wenn du mich brauchst
ich werde auf dich aufpassen, dich auffangen, wenn du zu fallen drohst
Oft ist es so schwer für mich,
wie schwer ist es erst für dich?
Ich wünsche dir all die Kraft, die du brauchst
Ich habe nur eine einzige Bitte an dich:
GIB NICHT AUF...
....ich liebe und brauche dich



Ich habe diese Worte immer bei mir getragen und ich habe nicht aufgegeben. Aber Harald konnte es nicht mehr erleben. Im Januar 1990 verschwand er spurlos und wurde als vermisst gemeldet. Im August fand man seine Leiche in einem Wald bei Heidelberg. Er wurde erschlagen und einfach verscharrt, wie ein Stück Dreck. Sein Mörder wurde bis heute nicht gefasst. Damals habe ich mir den Schmerz von der Seele geschrieben, habe in Gedanken immer mit ihm geredet. In meinem "alten Buch" habe ich die Gedanken aus dieser Zeit festgehalten. Er ist immer noch da und passt auf mich auf. Er hat mir in meiner schlimmsten Zeit zur Seite gestanden, war für mich da und dann mußte er so früh gehen. Oft wünsche ich mir, ich könnte die Zeit zurückdrehen, seinen grausamen Tod verhindern.
Harry, heute war ich bei dir.. Ich glaube, es kümmert sich keiner um dich. Vergessen? Keiner mehr da? Ich habe die Pflanzen weggetan, die du noch nie gemocht hast. Ab und zu schaut vielleicht doch jemand nach dir. Dein Vater.....ja er war da. Gebrochen. Gebrochen an der Frage: Wer? Warum? Er ist alt geworden. Deine Mutter leidet, krank, der Krebs zerfrißt sie. Ich erzähl ihr von dir. Die Augen leuchten ein bißchen. Bald sieht sie dich, Harry, pass auf sie auf. Weißt du, was so schlimm ist? Du bist nur noch eine Akte, die sie jetzt zumachen. Verschwindest einfach irgendwo im Keller. Keiner gibt sich mehr die Mühe nach deinem Mörder zu suchen. Aber derjenige trägt die Schuld mit sich, ein wenig Gewissen muss er doch haben. Ich wünsche ihm, daß er unter der Schuld leiden muß, so wie du leiden mußtest.
Du, ich wollte dir noch so viel sagen......irgendwann, ja? Weißt du was: Ich vermiß dich noch immer
Anne
Deine Wärme umhüllt mich sanft,
erschrecke als ich dich erkenne,
und weine Freudentränen.
Wir sind uns so vertraut, so nah,
möchte dich ganz fest umarmen,
wie früher, leibhaftig.
Dein Lachen strahlt noch immer,
alles ist wie es einmal war,
bin geborgen, glücklich.
Du musst gehen, sagst du,
ich flehe dich an zu bleiben,
doch deine Zeit ist begrenzt.
Brauche Hilfe und schreie nach dir,
doch sehe dich nicht,
bleibe allein.
Und wieder dieses Gefühl der einsamen Leere,
nie wieder deine Wärme,
auf ewig Totenstille.
So hast du mich besucht in meinem Traum,
hast mir gezeigt wie schön es mit dir war,
wie schön es sein könnte.
Doch nun sehe ich dich in deinem kalten Grab,
nichts ist mehr übrig von alledem,
außer der Erinnerung.
So zeigst du mir deine Nähe,
doch als ich erwache,
ist es kälter, stiller denn je.
Das Verlangen dich im Arm zu halten ist unermesslich,
noch einmal deine zarte Haut streicheln,
noch einmal gestreichelt werden.
Die Verzweiflung begräbt mich,
der Gedanke, dass alles vorbei ist,
die Angst, dass wir nie wieder zusammen sein werden.
Auch wenn der Schmerz nun näher ist als sonst,
die Einsamkeit bedrückender,
danke ich dir für diesen kurzen Besuch.
Dieses kurze Geschenk deiner Wärme im Traum,
auch wenn es weh tut,
weil es nie wieder so sein wird.
Du fehlst mir so unendlich!
Je schöner und voller die Erinnerung,
desto schwerer ist die Trennung.
Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in stille Freude.
Man trägt das vergangene Schöne nicht wie ein Stachel,
sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.
(Dietrich Bonhoeffer)




Tears in heaven
Eric Clapton
Wenn ich Dir jetzt da oben im Himmel begegnen würde,
würdest Du mich dann wiedererkennen?
Wüßtest Du überhaupt noch, wie ich heiße?
Wäre dann alles wieder wie vorher?
Würdest Du mir die Hand geben, mich festhalten, mir helfen?
Ich muß halt stark sein. Weitermachen.
Weil ich nicht dahingehöre, wo Du jetzt bist.
Aber ich werde es schaffen, weil ich nicht da bleiben kann,
wo Du jetzt bist.
Zeit. Zeit kann Dich kaputtmachen, kleinmachen, brechen.
Dich in die Knie zwingen, Dich soweit runterholen,
daß Dein Stolz zerstört wird und Du zum erstenmal wieder um etwas bitten kannst.
Ich stehe vor dieser Tür, und Du bist dahinter.
Du und Frieden.
Weil es im Himmel keine Tränen gibt.
Davon bin ich überzeugt.
~~~~****~~~~
Wir haben tausendmal gelacht,
keinen Augenblick bereut,
wir hatten auch sehr viel gemeinsam,
ja wir hatten unsere Zeit.
Und ich weiß, dass Du da wartest,
und ich freue mich auf Dich,
Du wirst mir ziemlich fehlen,
aber ändern kann ich´s nicht.
es wird wohl noch dauern,
bis wir uns da sehen,
aber Zeit ist ja für Dich kein Problem....
denn im Himmel geht es weiter-
wo sich die Herzen wieder finden,
gemeinsam weiterziehn,
denn im Himmel geht es weiter-
mach Dir keine Sorgen um mich,
ich finde schon dahin, zu Dir,
Als der Anruf kam,
es war mitten in der Nacht,
ich gebe zu ich hab geweint,
und dann lag ich lange wach.
Und die Erinnerung,
ein ganzer Film von Dir,
ich schliess es ganz fest in mein Herz,
denn es bleibt bei mir.
Refrain..
Denn im Himmel geht es weiter.....
Ich hab ein bisschen Angst,
vor der nächsten Zeit,
ich bin einfach sehr traurig,
ich weiß das geht vorbei.
Hey, kannst Du mich jetzt sehen ?
Ich Dich leider nicht...
Danke für die Zeit,
hey, ich vermisse Dich.
Es wir wohl noch dauern,
bis wir uns da sehen,
aber Zeit ist ja für Dich kein Problem...
Refrain..
Denn im Himmel geht es weiter
~~~~****~~~~
Es tut weh so weh so weh
Von Gefühlen getrieben,die sonst keiner hat, ist es schwierig zu lieben.
Das dünne Eis ist auch glatt, ich kenn' diese Stelle,ich war da selbst schon. Du siehst deine Felle, doch sie schwimmen davon, vielleicht hilft es ein bißchen, dort wo du gerade bist, zu hören und zu wissen, daß ich weiß wie es ist.
Ich spreche von Herzen, glaub' mir ich seh das Leid und die Schmerzen.
Allein und verlassen vom Rest dieser Welt, beginnt man zu hassen was die Seele entstellt.
Ich sing'diese Zeilen um ein Trost zu sein, vielleicht helfen sie einem, nicht loszuschreien, vielleicht hilft es ein bißchen dort wo du gerade bist, zu hören und zu wissen, daß ich weiß wie es ist.
Ich spreche von Herzen, glaub' mir das ich seh' das Leid und die Schmerzen.
Verdammt und verraten, verloren und verkauft, kann man lange drauf warten, doch der Schmerz hört nicht auf.
Das von Kränkung durchbohrte Herz erstickt an der Last, vielleicht geben meine Worte einem ein wenig mehr Kraft, vielleicht hilft es ein bißchen dort wo du gerade bist,zu hören und zu wissen,das ich weiß wie es ist.
Ich spreche von Herzen, glaub' mir ich seh',das Leid und die Schmerzen.








*Das Seelchen*
Es war einmal ein winzig kleines Seelchen, ganz klein und so zart wie die Frühlingsluft am Morgen. So unberührt wie die erste Rosenknospe, die gerade erwacht. Ein Seelchen, so wunderschön und einzigartig in allem. Nichts vergleichbares gab es auf der ganzen Welt. So kleine Seelchen muss man schützen und auf sie aufpassen. So kleine Seelchen werden gerne gestohlen.
Das Seelchen sah das erste Mal das Leben, freundlich und hell, ganz bunt, rot und blau und gelb und grün. Es sah andere Seelen und alle waren wunderbar und alle unterschiedlich, jede auf ihre Weise. Und das Seelchen lachte und fühlte sich so leicht, denn Seelchen sind leicht und können fliegen, sie sind schwerelos. Sie tanzen, lachen und singen, sie sollen die Welt kennenlernen, das Leben, die Sonne, die Nacht und den Tag. Seelchen tanzen im Licht des Lebens und riechen den Duft des Fröhlichseins. In der Nacht schlafen die Seelchen ganz friedlich und träumen vom Tag, vom Licht und vom Tanzen.
Das Seelchen lachte und so manches Mal stand es nachts heimlich am Fenster und zählte die Sterne. Sterne mochte es so gerne, sie waren seine Freunde. Manchmal sangen die Sterne Lieder, die so schön waren, so dass das Seelchen weinen musste, denn die Sterne waren so weit weg und es hätte gerne einen der Sterne in seinen kleinen Händchen gehalten. Aber Sterne zerbrechen, wenn man sie vom Himmel holt, das wusste das kleine Seelchen. Deshalb stand es nur da und beobachtete die vielen Sterne. Oft war es lange wach, denn jeder Stern sieht anders aus. Manche Sterne lachten, manche weinten und andere funkelten so hell, dass sie blendeten, auch wenn sie so weit weg waren.
In solchen Nächten fühlte sich das Seelchen geborgen unter den Sternen, die ihm freundlich zustrahlten. Alles war so friedlich, das Leben war so warm und freundlich.
Doch dann passierte etwas, was dem Seelchen den Boden unter den Füßen wegzog. Das Seelchen hat keine Erinnerung mehr daran, ging es schnell oder ging es langsam, es wusste es nicht mehr. Alles ist schwer geworden, die Sonne war nicht mehr da und auch die Sterne funkelten nicht mehr. Das Seelchen sucht, aber es kann nichts finden. Nachts wandert es ruhelos umher, aber die Sterne funkeln nicht mehr. Dicke Wolken kann es sehen. Das Seelchen fühlt sich einsam, keine anderen Seelen sind mehr da. Nur noch Hände, viele Hände. Das Seelchen möchte davonrennen, aber es ist gefesselt. Es will sich verstecken, aber alle Verstecke sind schon besetzt von düsteren Gestalten. Es möchte sterben, aber auch der Tod zieht sich zurück vor ihm. Das Seelchen hat das, was man Angst nennt. Es sieht keine Farben mehr. Alles ist dunkel. Es steht in der Dunkelheit und sucht die Sonne. Es sucht nach der Freude, der Unbeschwertheit, der Leichtigkeit, aber alles ist nur noch grau und düster. Keine Blumen mehr, als nur grau. Es will trinken, aber es findet kein Wasser. Es will essen, doch es kann nicht. Es sieht das Leben, aber kann nicht danach greifen. Es ist gefesselt. Es möchte schreien, aber kein Laut kommt über seine Lippen. Das Seelchen fängt an, zu zerbrechen. Es wird immer stiller und kleiner, es sitzt gefangen in einem Käfig. Ganz klein hat es sich dort gemacht. Es kauert in der Ecke, in seinem weißen Kleidchen, es ist feucht von den vielen Tränen, manchmal ist es auch rot. Es weint manchmal Blut. Manchmal ist es auch schwarz vom Schmutz. Man hat ihm die Reinheit gestohlen. Das Seelchen friert, obwohl es in der Hölle sitzt. Wer hat dem Seelchen die Reinheit genommen? Wer hat es so beschmutzt?
Das Seelchen wird sterben, denn es ist so einsam und hat solche Angst im Dunkeln. Es kann doch nur im Licht leben. Es ist zerbrochen, blutig und nass und alles ist so kalt.
Es freut sich darauf, wenn er es holen kommt, der Tod. Es wartet jeden Tag darauf. Bis jetzt war er noch nicht da. Es wartet und wartet, irgendwann wird er es erlösen. Ohne Sonne und Licht, ohne Farben und die Sterne, ohne seine Freunde kann das kleine Seelchen nicht leben.
Es stirbt......gefangen im Käfig der Begierde
Anne *KInd der Nacht*



***Morgen***
So, das wars! Kämpfen? Warum?
Immer noch eins drauf
Es gibt einen einfachen Weg
Er ist ihn gegangen, habe ich gerade erfahren
Ja, noch eins drauf
Wieder ne Spritze, alles wird gut.
Die wissen doch gar nichts, keine Ahnung haben die
In den Keller geschickt, kann mich nicht wehren, keine Chance
Es hat gutgetan, die Wut kam raus
Ich habe geschrien, die Wut rausgeschrien
Der Idiot, der Feigling, einfach davonstehlen,
ohne Rücksicht auf die, die zurückbleiben
Wegen ihr,die sowieso nur mit ihm gespielt hat
er wollte es nicht sehen
FEIGLING!!!!
Alles noch vor dir, dein Leben, dein Kind wachsen sehen, ihm helfen
Wo war deine Kraft?
Meine Wut ist draussen
Hab eingeschlagen auf den Sack, der da von der Decke hing.
wieder und immer wieder
Was bleibt ist Traurigkeit
Der Schlaf kommt nicht, ich lass ihn nicht zu
Oder doch? Schlafen......nicht mehr aufwachen
NEIN! ich kämpfe, stelle mich dem Leben, lass mich nicht kleinkriegen
von niemandem
Auch wenn es ruft, ich halt die Ohren zu. Höre nicht hin
Lasst mich doch einfach in Ruhe
Morgen, was ist morgen? Wieder so ein Tag...... und noch einer
Wie sagen die alle? Lass ein bisschen Zeit vergehen, das wird schon.
Was wissen die denn? Denen geht es gut.
Ja, gute Ratschläge können sie geben, aber wer ist da, wenn ich alleine bin,
die Gedanken wieder kommen.
Keiner! Da sind sie nicht da
Knopf drehen, Erinnerungen weg, das wärs
Nicht mehr denken müssen
Ich mach es auf meine Weise.....
Ich schaff es......egal wie
Bin stark....will stark sein
Bin müde..........nur noch müde
aufstehen, denken, leiden, kämpfen
Wofür? Für wen?
Antwort finden..........ja, das werde ich
MORGEN
[c] by Anne*Kind der Nacht* (A. Henschel) 


*Alles Lüge*
Du wirst in das Leben geschickt
keiner fragt dich, ob du das auch willst.
"Das Leben ist schön, du wirst es sehen"
***sagen sie***
Ich schau mir die Welt an, mit grossen Augen
Was soll hier schön sein?
Ich seh Armut
"Die sollen doch arbeiten gehen und was tun"
***sagen sie***
Ich seh Gewalt
"Die sollen doch sehen, wie sie klarkommen"
***sagen sie***
Ich sehe Hass und Neid
"Jeder ist sich selbst der Nächste"
***sagen sie***
Ich sehe Schmerz
"Stell dich nicht so an, halb so schlimm"
***sagen sie - und schlagen gleich wieder zu***
Jetzt will ICH was sagen:
Was soll daran schön sein?
**Hier bleibe ich nicht!!!**
[c] byAnne *Kind der Nacht* (A. Henschel)
( ein Gedanke aus meinem "alten" Buch)



*WARUM?*
Wieder hat es keiner gehört
wieder eine kleine Seele zerstört
grausam, es ist schon wieder geschehen
und wie so oft hat es keiner gesehen
Voller Entsetzen die Nachricht gehört
wieder eine kleine Seele zerstört
gequält, geschunden, gezeichnet für immer
der Schmerz so groß, die Folgen viel schlimmer
Und die, die dieses Leid ihm angetan
auf freiem Fuss nach ein paar Jahren
kein Mensch das Urteil kann verstehen
und immer wieder wird es geschehen
Dass keiner sieht und keiner hört
wenn ein Monster eine kleine Seele zerstört
[c] by Anne *Kind der Nacht* (A. Henschel)



~ GESTERN * HEUTE * MORGEN ~
Viel zu lange hab ich geschwiegen
das ~Heute~ ist auf der Strecke geblieben
Das ~Gestern~ bestimmte zu lange mein Leben
ich mußte dem ~Heute~ eine Chance geben
Wollte so gerne lieben, Vertrauen schenken
doch ich ließ mich immer vom ~Gestern* lenken
Konnte kein Vertrauen fassen
das ~Gestern~ hat es nicht zugelassen
Zwei Schritte vor, gleich drei dann zurück
mit dem ~Gestern~ im Schlepptau, gab es kein Glück
Ich stand am Abgrund, nahm Abschied vom Leben
wollte nie mehr dem ~Gestern~ Macht über mich geben
Doch da war plötzlich eine helfende Hand
hat die Gefahr, meinen Kampf erkannt
Mit ihr dem ~Gestern~ den Kampf angesagt
einen Blick nach vorne ins ~Morgen~ gewagt
Ich konnt mich ein Stück weit dem ~Gestern~ entziehn
endlich ein Licht am Horizont sehn
Der Weg ins ~Heute~ begleitet von Tränen und Wut
ich konnt endlich mal weinen, bekam wieder Mut
Ich weiss, ich werde den Kampf gewinnen
das ~Gestern~ wird nie mehr mein ~Morgen~ bestimmen
Es ist mir klar, ich brauche noch Zeit
doch bin ich im ~Heute~ fürs ~Morgen~ bereit
So lange war mein Leben vom ~Gestern~ bestimmt
fast bin ich soweit, dass das ~Morgen~ gewinnt
Ich kann endlich lieben, ich kann schon vertrauen
mit deiner Liebe getrost ins ~Morgen~ schauen
[c]by Anne *Kind der Nacht* (A. Henschel)