vergangenheit

Zurück

Jede Veränderung schmerzt,egal wie sehr man sie sich ersehnte. Denn jeder Abschied ist auch ein kleiner Tod. Aber nur, wenn wir unter ein Leben einen Schlußstrich ziehen, können wir ein neues beginnen.

 

Fang den Tag von heute
nicht mit den Scherben von gestern an!

 

 

 

Wenn du vor mir stehst und mich ansiehst,
was weißt du von den Schmerzen, die in mir sind
und was weiß ich von deinen.
Und wenn ich mich vor dir niederwerfen würde
und weinen und erzählen,
was wüßtest du von mir mehr als von der Hölle,
wenn dir jemand erzählt hat, sie ist heiß und fürchterlich.
Schon deshalb sollten wir Menschen voreinander
so ehrfürchtig, so nachdenklich stehen,
wie vor dem Eingang zur Hölle

 

(Franz Kafka)

 

WIEDER MAL...

 

Wieder mal so eine Nacht, ich schlafe nicht ein

wieder mal holt mich die Vergangenheit ein

 

Immer wieder kommt sie, sie lässt mich nicht los

die Angst vorm Dunkeln, vorm Schmerz ist zu gross

 

So viele Nächte schon schlaflos verbracht

zu viele Gedanken um Vergangnes gemacht

 

Tausendmal schon gesagt, "geschehn ist geschehn"

doch gerade nachts ist es so schwer zu verstehn

 

Die Erinnerung kommt, sie tut immer noch weh

am Tag bin ich so sicher, dass ich nun drüber steh

 

Nachts kommen sie oft, die finstren Gedanken

bringen meine heile Welt ins Schwanken

 

Am Tag bin ich so sicher, mir kann nichts passieren

um dann in der Nacht wieder den Mut zu verlieren

 

Und trotz allem liebe ich die Nacht

weil dann das kleine Nachtkind erwacht

 

Mit jeder Nacht, in der ich schlaflos bin

weiß ich wieder, es hat alles Sinn

 

Ich lass die Gedanken fliegen

weil...

 

...am Ende wird das Schicksal siegen

und...

 

ICH LASS MICH NIEMALS UNTERKRIEGEN!!!

 

[c] Anne *Kind der Nacht*  (A. Henschel)

 

 

 

DÄMONEN


Ich kenn sie zu gut, die dunklen Dämonen
die tief in meiner Seele wohnen


Dämonen, so düster mit so viel Macht
sie kommen immer, sie lieben die Nacht


Drängen zum Kampf, sie tun mir so weh
sie möchten, daß ich kein Licht mehr seh


bereiten mit Kälte so viele Schmerzen
suchen mit Gewalt den Weg zum Herzen


So viele Nächte schon verronnen
mal haben sie, mal ich gewonnen


Jede Niederlage endet mit Tränen
nach hellem Licht schreit all mein Sehnen


Will meine Seele, mein Herz befrein
keiner von denen soll in mir mehr sein


Sie rauben die Farben aus meiner Welt
sie wollen, daß nur das Schwarz noch zählt


Werde sie bekämpfen solange ich kann
fang jeden Tag mit der Hoffnung an


Und mit Gottes Kraft wird es mir gelingen
die Dämonen endlich zum Schweigen zu bringen
[c] Anne *Kind der Nacht* (A. Henschel)


 

 

***Ich gab dir keine Chance***

 

Ich wollte dich lieben
doch es fehlte die Kraft
in den Armen dich wiegen
habs nicht geschafft

Hab dich niemals vergessen
trag die Schuld tief in mir
hab den Mut nicht besessen
keine Chance gab ich dir

Zwanzig Jahre
ich spür dich noch heut'
zwanzig Jahre
so tief bereut

Ich war zu feige, es fehlte die Kraft
und heute weiß ich, wir hätten's geschafft
hab die Hölle verlassen
doch der Preis warst du
kanns nie richtig fassen
ich find keine Ruh

In meinen Träumen red ich mit dir
in meinen Träumen bist du bei mir
in meinen Träumen ruf ich leise nach dir
und spür die Trauer so tief in mir

 

Anne *Kind der Nacht*



 

*Nimm mich mit*

Eng hält er mich umschlungen

ein Paar, er und ich

Es ist ihm gelungen

er hat die Macht über mich

Kälte dringt in mich, sie fühlt sich gut an

Schmerzen, Grauen, tut nicht weh, lange ertragen kann?

Die Wärme weicht, das Licht nicht mehr hell

Herz klopft so laut, Blut fließt schnell

Grinsen im Gesicht

Lippen, küssen

Fürchte mich nicht

nichts hat Gewicht

Er und ich zählen

werd keinem fehlen

Er nimmt meine Hand

kennt das andere Land

Hör das Rufen, ich will dich

nichts scheint zu existieren, nur er und ich

Gedanken leer, Gefühle vereint

auf dem Weg in sein Reich, keine Sonne dort scheint

Dunkelheit, Kälte,

doch zieht es mich hin

andere Welten

gemeinsam mit ihm

Kein Schmerz, keine Trauer

um das Herz dicke Mauer

Mauer aus Narben, selbst gesetzt

Wunden bluten, mit Freude verletzt

Leckt an den Wunden

geben ihm Kraft

Seele verschwunden

gleich geschafft

Ein greller Blitz, es reißt mich zurück

wieder verloren, wieder zurück

Die Zeit noch nicht reif

man gönnt mich ihm nicht

Blut fließt so heiß

Verbindung zerbricht

Er kommt wieder, gehör ihm und nicht mir

ich gehör in sein Reich, ich pass nicht hierher

Der Sieg wird kommen

Zeit verronnen

Er wird euch besiegen

und mich kriegen

will mit ihm fliegen

 

Anne *Kind der Nacht*

 

*Gestorben*

Ich lebe, obwohl ich gestorben war
das Gefühl der Leere ist immer noch da
Ich hab mir einfach ein Loch gegraben
um einen Zufluchtsort zu haben


dorthin hab ich mich immer verzogen
wenn du mit einem Grinsen hast gelogen
Am Tag gelacht, in der Nacht so verletzt
hast dich zu oft einfach zu mir gesetzt


Das muss so sein, das ist doch nicht schlimm
schau doch nicht weg, so sieh doch hin
Hab so oft gewünscht, nichts mehr sehen zu können
mich nach Kraft gesehnt, um wegzurennen


Du warst so groß, ich noch zu klein
ich glaubte dir, das müsste so sein
Hast mich meiner Seele beraubt
hab deine Lügen zu lange geglaubt


Hab Angst vorm Dunkeln, hab Angst vor der Nacht
hab Angst vor den Menschen, vor derer Macht
Macht hat so früh meine Seele zerstört
nie hat jemand meine Rufe gehört


Hab mir viel zu lange die Schuld gegeben
dachte es muss so sein, das Kinderleben
Tag für Tag und Nacht für Nacht
hast du ohne Gefühl so viel kaputtgemacht


Jahre einfach weggenommen
bin viel zu spät der Macht entkommen
Hab mich versteckt, zurückgezogen
aus Angst vor der Wahrheit nur noch gelogen


Niemand hat verstanden, warum ich so war
warum ich immer nur traurig war
warum ich die Berührungen hasste
und niemals sagte, was mir nicht passte


Anstatt mich einmal nur zu fragen
aus Ärger dann eben mal zugeschlagen
Ich wurde bestraft, du hast nur gelacht

du hast mein Leben kaputtgemacht

[c] Anne *Kind der Nacht*

( Ein Beitrag aus meinem "alten Buch" )

*NIEMALS*



Kaum das Licht der Welt erblickt
schon auf den Weg zur Hölle geschickt

Im Buch der Bücher steht doch geschrieben
du sollst deinen Nächsten lieben

Ich zweifel immer mehr daran
weil ich danach nicht leben kann

Ich spür so viel Wut und frage mich
wie soll man lieben, so was wie dich

Einen Menschen, der nicht auf die Erde gehört
er, der ein kleines Leben zerstört

Wer hat ihm das Recht gegeben
SO auf dieser Welt zu leben

Und doch steht da geschrieben
du sollst deinen Nächsten lieben

Ich habs versucht und hab entschieden
Nein, DICH kann ich niemals lieben

[c] by Anne *Kind der Nacht* ( A. Henschel )

*Kinderseele*


~~Kinderseele~~
~klein~
~rein~
~dein~

~~Kinderseele~~
~~kleiner~~
~~schmutzig~~
~~mein~~

~~Kinderseele~~
~~verschwunden~~
~~zerschunden~~
++tot++


[c] by Anne *Kind der Nacht* (A. Henschel)

 

Mit jedem Wort, das du schreiben kannst, wird der Schmerz weniger

~~~~~~~~~~~~~~~~~

Ein paar Worte, die ein sehr lieber Freund 1988 für mich geschrieben hat:

Deine Angst,

deine Angst vor Nähe,

deine Angst auch von mir so verletzt zu werden,

deine Angst, daran zu zerbrechen,

deine tausend Ängste machen mir solche Angst

Ich werde alles mir mögliche dazu beitragen, dir deine Ängste zu nehmen

Ich werde warten, für dich da sein, immer,

werde versuchen, dich zu verstehen, auch wenn es oft schwerfällt

werde versuchen, dir Kraft zu geben

werde versuchen, da zu sein, wenn du mich brauchst

ich werde auf dich aufpassen, dich auffangen, wenn du zu fallen drohst

Oft ist es so schwer für mich,

wie schwer ist es erst für dich?

Ich wünsche dir all die Kraft, die du brauchst

Ich habe nur eine einzige Bitte an dich:

GIB NICHT AUF...

....ich liebe und brauche dich

                   

Ich habe diese Worte immer bei mir getragen und ich habe nicht aufgegeben. Aber Harald konnte es nicht mehr erleben. Im Januar 1990 verschwand er spurlos und wurde als vermisst gemeldet. Im August fand man seine Leiche in einem Wald bei Heidelberg. Er wurde erschlagen und einfach verscharrt, wie ein Stück Dreck. Sein Mörder wurde bis heute nicht gefasst. Damals habe ich mir den Schmerz von der Seele geschrieben, habe in Gedanken immer mit ihm geredet. In meinem "alten Buch" habe ich die Gedanken aus dieser Zeit festgehalten. Er ist immer noch da und passt auf mich auf. Er hat mir in meiner schlimmsten Zeit zur Seite gestanden, war für mich da und dann mußte er so früh gehen. Oft wünsche ich mir, ich könnte die Zeit zurückdrehen, seinen grausamen Tod verhindern.

Harry, heute war ich bei dir.. Ich glaube, es kümmert sich keiner um dich. Vergessen? Keiner mehr da? Ich habe die Pflanzen weggetan, die du noch nie gemocht hast. Ab und zu schaut  vielleicht doch jemand nach dir. Dein Vater.....ja er war da. Gebrochen. Gebrochen an der Frage: Wer? Warum? Er ist alt geworden. Deine Mutter leidet, krank, der Krebs zerfrißt sie. Ich erzähl ihr von dir. Die Augen leuchten ein bißchen. Bald sieht sie dich, Harry, pass auf sie auf. Weißt du, was so schlimm ist? Du bist nur noch eine Akte, die sie jetzt zumachen. Verschwindest einfach irgendwo im Keller. Keiner gibt sich mehr die Mühe nach deinem Mörder zu suchen. Aber derjenige trägt die Schuld mit sich, ein wenig Gewissen muss er doch haben. Ich wünsche ihm, daß er unter der Schuld leiden muß, so wie du leiden mußtest.

Du, ich wollte dir noch so viel sagen......irgendwann, ja? Weißt du was: Ich vermiß dich noch immer

Anne

 

Deine Wärme umhüllt mich sanft,
erschrecke als ich dich erkenne,
und weine Freudentränen.
Wir sind uns so vertraut, so nah,
möchte dich ganz fest umarmen,
wie früher, leibhaftig.
Dein Lachen strahlt noch immer,
alles ist wie es einmal war,
bin geborgen, glücklich.
Du musst gehen, sagst du,
ich flehe dich an zu bleiben,
doch deine Zeit ist begrenzt.
Brauche Hilfe und schreie nach dir,
doch sehe dich nicht,
bleibe allein.
Und wieder dieses Gefühl der einsamen Leere,
nie wieder deine Wärme,
auf ewig Totenstille.
So hast du mich besucht in meinem Traum,
hast mir gezeigt wie schön es mit dir war,
wie schön es sein könnte.
Doch nun sehe ich dich in deinem kalten Grab,
nichts ist mehr übrig von alledem,
außer der Erinnerung.

So zeigst du mir deine Nähe,
doch als ich erwache,
ist es kälter, stiller denn je.
Das Verlangen dich im Arm zu halten ist unermesslich,
noch einmal deine zarte Haut streicheln,
noch einmal gestreichelt werden.

Die Verzweiflung begräbt mich,
der Gedanke, dass alles vorbei ist,
die Angst, dass wir nie wieder zusammen sein werden.
Auch wenn der Schmerz nun näher ist als sonst,
die Einsamkeit bedrückender,
danke ich dir für diesen kurzen Besuch.

Dieses kurze Geschenk deiner Wärme im Traum,
auch wenn es weh tut,
weil es nie wieder so sein wird.

Du fehlst mir so unendlich!

 

Je schöner und voller die Erinnerung,
desto schwerer ist die Trennung.
Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in stille Freude.
Man trägt das vergangene Schöne nicht wie ein Stachel,
sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.
(Dietrich Bonhoeffer)

 

                   

Tears in heaven
Eric Clapton

Wenn ich Dir jetzt da oben im Himmel begegnen würde,
würdest Du mich dann wiedererkennen?
Wüßtest Du überhaupt noch, wie ich heiße?
Wäre dann alles wieder wie vorher?

Würdest Du mir die Hand geben, mich festhalten, mir helfen?
Ich muß halt stark sein. Weitermachen.
Weil ich nicht dahingehöre, wo Du jetzt bist.
Aber ich werde es schaffen, weil ich nicht da bleiben kann,
wo Du jetzt bist.

Zeit. Zeit kann Dich kaputtmachen, kleinmachen, brechen.
Dich in die Knie zwingen, Dich soweit runterholen,
daß Dein Stolz zerstört wird und Du zum erstenmal wieder um etwas bitten kannst.
Ich stehe vor dieser Tür, und Du bist dahinter.
Du und Frieden.
Weil es im Himmel keine Tränen gibt.
Davon bin ich überzeugt.

~~~~****~~~~

Wir haben tausendmal gelacht,
keinen Augenblick bereut,
wir hatten auch sehr viel gemeinsam,
ja wir hatten unsere Zeit.
Und ich weiß, dass Du da wartest,
und ich freue mich auf Dich,
Du wirst mir ziemlich fehlen,
aber ändern kann ich´s nicht.

es wird wohl noch dauern,
bis wir uns da sehen,
aber Zeit ist ja für Dich kein Problem....
denn im Himmel geht es weiter-
wo sich die Herzen wieder finden,
gemeinsam weiterziehn,
denn im Himmel geht es weiter-
mach Dir keine Sorgen um mich,
ich finde schon dahin, zu Dir,

Als der Anruf kam,
es war mitten in der Nacht,
ich gebe zu ich hab geweint,
und dann lag ich lange wach.
Und die Erinnerung,
ein ganzer Film von Dir,
ich schliess es ganz fest in mein Herz,
denn es bleibt bei mir.

Refrain..
Denn im Himmel geht es weiter.....


Ich hab ein bisschen Angst,
vor der nächsten Zeit,
ich bin einfach sehr traurig,
ich weiß das geht vorbei.
Hey, kannst Du mich jetzt sehen ?
Ich Dich leider nicht...
Danke für die Zeit,
hey, ich vermisse Dich.
Es wir wohl noch dauern,
bis wir uns da sehen,
aber Zeit ist ja für Dich kein Problem...

Refrain..
Denn im Himmel geht es weiter

~~~~****~~~~

Es tut weh so weh so weh


Von Gefühlen getrieben,die sonst keiner hat, ist es schwierig zu lieben.

Das dünne Eis ist auch glatt, ich kenn' diese Stelle,ich war da selbst schon. Du siehst deine Felle, doch sie schwimmen davon, vielleicht hilft es ein bißchen, dort wo du gerade bist, zu hören und zu wissen, daß ich weiß wie es ist.

Ich spreche von Herzen, glaub' mir ich seh das Leid und die Schmerzen.

Allein und verlassen vom Rest dieser Welt, beginnt man zu hassen was die Seele entstellt.

Ich sing'diese Zeilen um ein Trost zu sein, vielleicht helfen sie einem, nicht loszuschreien, vielleicht hilft es ein bißchen dort wo du gerade bist, zu hören und zu wissen, daß ich weiß wie es ist.

Ich spreche von Herzen, glaub' mir das ich seh' das Leid und die Schmerzen.

Verdammt und verraten, verloren und verkauft, kann man lange drauf warten, doch der Schmerz hört nicht auf.

Das von Kränkung durchbohrte Herz erstickt an der Last, vielleicht geben meine Worte einem ein wenig mehr Kraft, vielleicht hilft es ein bißchen dort wo du gerade bist,zu hören und zu wissen,das ich weiß wie es ist.

Ich spreche von Herzen, glaub' mir ich seh',das Leid und die Schmerzen.

*Das Seelchen*

 

Es war einmal ein winzig kleines Seelchen, ganz klein und so zart wie die Frühlingsluft am Morgen. So unberührt wie die erste Rosenknospe, die gerade erwacht. Ein Seelchen, so wunderschön und einzigartig in allem. Nichts vergleichbares gab es auf der ganzen Welt. So kleine Seelchen muss man schützen und auf sie aufpassen. So kleine Seelchen werden gerne gestohlen.

Das Seelchen sah das erste Mal das Leben, freundlich und hell, ganz bunt, rot und blau und gelb und grün. Es sah andere Seelen und alle waren wunderbar und alle unterschiedlich, jede auf ihre Weise. Und das Seelchen lachte und fühlte sich so leicht, denn Seelchen sind leicht und können fliegen, sie sind schwerelos. Sie tanzen, lachen und singen, sie sollen die Welt kennenlernen, das Leben, die Sonne, die Nacht und den Tag. Seelchen tanzen im Licht des Lebens und riechen den Duft des Fröhlichseins. In der Nacht schlafen die Seelchen ganz friedlich und träumen vom Tag, vom Licht und vom Tanzen.

Das Seelchen lachte und so manches Mal stand es nachts heimlich am Fenster und zählte die Sterne. Sterne mochte es so gerne, sie waren seine Freunde. Manchmal sangen die Sterne Lieder, die so schön waren, so dass das Seelchen weinen musste, denn die Sterne waren so weit weg und es hätte gerne einen der Sterne in seinen kleinen Händchen gehalten. Aber Sterne zerbrechen, wenn man sie vom Himmel holt, das wusste das kleine Seelchen. Deshalb stand es nur da und beobachtete die vielen Sterne. Oft war es lange wach, denn jeder Stern sieht anders aus. Manche Sterne lachten, manche weinten und andere funkelten so hell, dass sie blendeten, auch wenn sie so weit weg waren.

In solchen Nächten fühlte sich das Seelchen geborgen unter den Sternen, die ihm freundlich zustrahlten. Alles war so friedlich, das Leben war so warm und freundlich.

Doch dann passierte etwas, was dem Seelchen den Boden unter den Füßen wegzog. Das Seelchen hat keine Erinnerung mehr daran, ging es schnell oder ging es langsam, es wusste es nicht mehr. Alles ist schwer geworden, die Sonne war nicht mehr da und auch die Sterne funkelten nicht mehr. Das Seelchen sucht, aber es kann nichts finden. Nachts wandert es ruhelos umher, aber die Sterne funkeln nicht mehr. Dicke Wolken kann es sehen. Das Seelchen fühlt sich einsam, keine anderen Seelen sind mehr da. Nur noch Hände, viele Hände. Das Seelchen möchte davonrennen, aber es ist gefesselt. Es will sich verstecken, aber alle Verstecke sind schon besetzt von düsteren Gestalten. Es möchte sterben, aber auch der Tod zieht sich zurück vor ihm. Das Seelchen hat das, was man Angst nennt. Es sieht keine Farben mehr. Alles ist dunkel. Es steht in der Dunkelheit und sucht die Sonne. Es sucht nach der Freude, der Unbeschwertheit, der Leichtigkeit, aber alles ist nur noch grau und düster. Keine Blumen mehr, als nur grau. Es will trinken, aber es findet kein Wasser. Es will essen, doch es kann nicht. Es sieht das Leben, aber kann nicht danach greifen. Es ist gefesselt. Es möchte schreien, aber kein Laut kommt über seine Lippen. Das Seelchen fängt an, zu zerbrechen. Es wird immer stiller und kleiner, es sitzt gefangen in einem Käfig. Ganz klein hat es sich dort gemacht. Es kauert in der Ecke, in seinem weißen Kleidchen, es ist feucht von den vielen Tränen, manchmal ist es auch rot. Es weint manchmal Blut. Manchmal ist es auch schwarz vom Schmutz. Man hat ihm die Reinheit gestohlen. Das Seelchen friert, obwohl es in der Hölle sitzt. Wer hat dem Seelchen die Reinheit genommen? Wer hat es so beschmutzt?

Das Seelchen wird sterben, denn es ist so einsam und hat solche Angst im Dunkeln. Es kann doch nur im Licht leben. Es ist zerbrochen, blutig und nass und alles ist so kalt.

Es freut sich darauf, wenn er es holen kommt, der Tod. Es wartet jeden Tag darauf. Bis jetzt war er noch nicht da. Es wartet und wartet, irgendwann wird er es erlösen. Ohne Sonne und Licht, ohne Farben und die Sterne, ohne seine Freunde kann das kleine Seelchen nicht leben.

Es stirbt......gefangen im Käfig der Begierde

Anne *KInd der Nacht*

 

***Morgen***

So, das wars! Kämpfen? Warum?
Immer noch eins drauf


Es gibt einen einfachen Weg
Er ist ihn gegangen, habe ich gerade erfahren
Ja, noch eins drauf
Wieder ne Spritze, alles wird gut.


Die wissen doch gar nichts, keine Ahnung haben die
In den Keller geschickt, kann mich nicht wehren, keine Chance
Es hat gutgetan, die Wut kam raus
Ich habe geschrien, die Wut rausgeschrien
Der Idiot, der Feigling, einfach davonstehlen,
ohne Rücksicht auf die, die zurückbleiben
Wegen ihr,die sowieso nur mit ihm gespielt hat
er wollte es nicht sehen

FEIGLING!!!!


Alles noch vor dir, dein Leben, dein Kind wachsen sehen, ihm helfen
Wo war deine Kraft?

Meine Wut ist draussen
Hab eingeschlagen auf den Sack, der da von der Decke hing.
wieder und immer wieder


Was bleibt ist Traurigkeit
Der Schlaf kommt nicht, ich lass ihn nicht zu
Oder doch? Schlafen......nicht mehr aufwachen
NEIN! ich kämpfe, stelle mich dem Leben, lass mich nicht kleinkriegen
von niemandem


Auch wenn es ruft, ich halt die Ohren zu. Höre nicht hin
Lasst mich doch einfach in Ruhe
Morgen, was ist morgen? Wieder so ein Tag...... und noch einer
Wie sagen die alle? Lass ein bisschen Zeit vergehen, das wird schon.


Was wissen die denn? Denen geht es gut.
Ja, gute Ratschläge können sie geben, aber wer ist da, wenn ich alleine bin,
die Gedanken wieder kommen.
Keiner! Da sind sie nicht da
Knopf drehen, Erinnerungen weg, das wärs
Nicht mehr denken müssen


Ich mach es auf meine Weise.....


Ich schaff es......egal wie
Bin stark....will stark sein
Bin müde..........nur noch müde
aufstehen, denken, leiden, kämpfen
Wofür? Für wen?
Antwort finden..........ja, das werde ich

MORGEN

[c] by Anne*Kind der Nacht* (A. Henschel)


 

*Alles Lüge*

Du wirst in das Leben geschickt
keiner fragt dich, ob du das auch willst.

"Das Leben ist schön, du wirst es sehen"
***sagen sie***

Ich schau mir die Welt an, mit grossen Augen
Was soll hier schön sein?
Ich seh Armut

"Die sollen doch arbeiten gehen und was tun"
***sagen sie***

Ich seh Gewalt
"Die sollen doch sehen, wie sie klarkommen"
***sagen sie***

Ich sehe Hass und Neid
"Jeder ist sich selbst der Nächste"
***sagen sie***

Ich sehe Schmerz
"Stell dich nicht so an, halb so schlimm"
***sagen sie - und schlagen gleich wieder zu***


Jetzt will ICH was sagen:

Was soll daran schön sein?

**Hier bleibe ich nicht!!!**

[c] byAnne *Kind der Nacht* (A. Henschel)
( ein Gedanke aus meinem "alten" Buch)

 

 

 

*WARUM?*


Wieder hat es keiner gehört
wieder eine kleine Seele zerstört
grausam, es ist schon wieder geschehen
und wie so oft hat es keiner gesehen

Voller Entsetzen die Nachricht gehört
wieder eine kleine Seele zerstört
gequält, geschunden, gezeichnet für immer
der Schmerz so groß, die Folgen viel schlimmer

Und die, die dieses Leid ihm angetan
auf freiem Fuss nach ein paar Jahren
kein Mensch das Urteil kann verstehen
und immer wieder wird es geschehen

Dass keiner sieht und keiner hört
wenn ein Monster eine kleine Seele zerstört

[c] by Anne *Kind der Nacht* (A. Henschel)


 

~ GESTERN * HEUTE * MORGEN ~



Viel zu lange hab ich geschwiegen
das ~Heute~ ist auf der Strecke geblieben

Das ~Gestern~ bestimmte zu lange mein Leben
ich mußte dem ~Heute~ eine Chance geben

Wollte so gerne lieben, Vertrauen schenken
doch ich ließ mich immer vom ~Gestern* lenken

Konnte kein Vertrauen fassen
das ~Gestern~ hat es nicht zugelassen

Zwei Schritte vor, gleich drei dann zurück
mit dem ~Gestern~ im Schlepptau, gab es kein Glück

Ich stand am Abgrund, nahm Abschied vom Leben
wollte nie mehr dem ~Gestern~ Macht über mich geben

Doch da war plötzlich eine helfende Hand
hat die Gefahr, meinen Kampf erkannt

Mit ihr dem ~Gestern~ den Kampf angesagt
einen Blick nach vorne ins ~Morgen~ gewagt

Ich konnt mich ein Stück weit dem ~Gestern~ entziehn
endlich ein Licht am Horizont sehn

Der Weg ins ~Heute~ begleitet von Tränen und Wut
ich konnt endlich mal weinen, bekam wieder Mut

Ich weiss, ich werde den Kampf gewinnen
das ~Gestern~ wird nie mehr mein ~Morgen~ bestimmen

Es ist mir klar, ich brauche noch Zeit
doch bin ich im ~Heute~ fürs ~Morgen~ bereit

So lange war mein Leben vom ~Gestern~ bestimmt
fast bin ich soweit, dass das ~Morgen~ gewinnt

Ich kann endlich lieben, ich kann schon vertrauen
mit deiner Liebe getrost ins ~Morgen~ schauen


[c]by Anne *Kind der Nacht* (A. Henschel)

 

 

 

 

 

 

 

 



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