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***Herz des Engels***

***Die Sprache der Engel***

***Einer unter vielen***

***Zauberwort***

***Keine Tränen mehr***

***Fantasieland***

Herz des Engels

         

Aus der weiten Ferne des Universums  
irgendwo zwischen Raum und Zeit
unergründliches Reich hinter den Wolken
gelandet auf der Wiese, die man Leben nennt.

*Willkommen Engel*

Sag wer bist du, wo kommst du her, was suchst du?
Gekommen um aufzufüllen, was mehr und mehr verloren geht
die Menschen aufzurütteln

Inventur machen, ERDENINVENTUR!

Aufräumen in dem Geschäft, das die Menschen "Leben" nennen
Lange hat niemand mehr nach dem Rechten geschaut

*dem Engel blutet das Herz*

Er sieht Berge von Hass, Gier, Neid
Regale gefüllt mit Schmerz und Leid
Sonderposten Trauer und Tränen
Irgendwo ganz hinten, verstaubt und fast vergessen
eine grosse Kiste, gefüllt mit Liebe
im Keller eine Kiste, vollgestopft mit Gefühlen
Gefühle, die dem Engel Tränen in die Augen treiben

*dem Engel blutet das Herz*

verstaubt in der Ecke die Liebe
versteckt im Keller die Gefühle
und verteilt wird Schmerz, Hass, Gier und Neid
Immer stiller wird der Engel auf seinem Rundgang
Dunkelheit und Kälte umgibt ihn
Wo ist das Licht und wo ist die Wärme geblieben?
Hierbleiben? Aufräumen?
Zurückfliegen? Vergessen?

*dem Engel blutet das Herz*

Leere Kisten - der Hass wird eingepackt
ausgetauscht mit Liebe
das Regal füllt sich, es wird heller
Austausch von Trauer gegen Freude
Gier gegen Zufriedenheit
Schmerz gegen Wohlgefühl
Tränen des Leids gegen Tränen der Freude
Die Dunkelheit weicht dem Licht
Die Wunde im Herzen des Engels schliesst sich
Licht und Wärme umgibt ihn
Schnell - die vollgepackten Kisten in den Keller

*Komm bald wieder Engel*

[c] by Anne *Kind der Nacht* (A. Henschel)

 
* DIE SPRACHE DER ENGEL* 

Weit oben, wo die Sonne ihren Platz hat,
von wo aus sie ihre warmen Strahlen zur Erde schickt
dort oben, wo auch der Mond zu Hause ist,
von wo aus er der Nacht einen besonderen Zauber verleiht,
dort hat auch eine große, weiße Wolke ihr Zuhause.
Auf dieser Wolke wohnen zwei Geschöpfe,
die wir Menschen Engel nennen.
Sie haben schon so oft staunend hinuntergeschaut,
hinunter auf die Erde,
sich gefragt, wie es wohl wäre,
wenn auch sie einmal dort unten sein dürften.

Sie machen sich auf den Weg,
verlassen ihre vertraute Wolke,
um zu erfahren,wie die Menschen da unten leben.
Was sie sehen erstaunt sie sehr
Sie sehen Orte, an denen Menschen nicht mal das Nötigste zum Leben haben,
verhungern müssen, weil sie geboren sind, wo Armut herrscht
Sie sehen Orte, an denen Menschen leben, die alles haben,
aber nie genug bekommen können.

*Warum nur ist es so schwer,
etwas denen zu geben,
die schon glücklich wären,
nur einmal satt zu sein?*

Die Engel schauen sich traurig an

Sie sehen so viele Menschen
Menschen, die so verschieden aussehen,
die so viele verschiedene Sprachen sprechen
Manche verstehen sich ohne Worte,
andere sprechen eine Sprache,
die die Herzen nicht erreichen kann,
die keiner versteht

*Wenn nur alle Menschen so miteinander reden könnten,
dass keine bösen Worte fallen*

Bösen Worten folgen oft böse Taten

Das gefällt den Engeln nicht

Sie wollen noch hier bleiben,
um den Menschen eine neue Sprache zu überbringen

Schau dich mal um,
du kannst sehen, wo die Engel schon gewesen sind
Dort wo Liebe gelebt wird
Wo Menschen friedlich nebeneinander leben, ohne böse Worte
mit viel Verständnis und Nächstenliebe

Die Engel haben noch einen weiten Weg vor sich

Wenn alle Menschen ihre Sprache gelernt haben,
dann werden sie auf ihre Wolke zurückkehren

Ich wünsche mir, ich kann irgendwann nach oben schauen
und die zwei Engel auf ihrer Wolke sitzen sehen


[c] Anne *Kind der Nacht* (A. Henschel)


*EINER UNTER VIELEN*


Ein kleiner Stern unter vielen
so gerne möchte er doch etwas Besonderes sein
"Was soll ich nur tun, damit man mich sieht, damit ich beachtet werde?"
Er macht sich auf die Reise zur Erde
Sein erster Weg führt ihn in den Wald,
doch die Tiere fürchten sich vor ihm
sie laufen erschrocken davon
so etwas haben sie in ihrem Wald noch nicht gesehen
Traurig geht der kleine Stern weiter
Staunend steht er vor dem großen Meer
Ob ich wohl schwimmen kann?
Ob ich hier was Besonderes sein kann?
Vorsichtig wagt er sich ins Wasser
Das gefällt ihm, hier möchte er gerne bleiben,
wenn er willkommen ist
Doch auch die Fische fürchten sich
Sie schwimmen blitzschnell davon
so etwas haben sie in ihrer Welt noch nicht gesehen
Traurig verlässt das Sternchen das Meer
Zwei kleine Tränen kullern aus seinen Augen
Es schaut hoch zum Himmel, sieht die vielen Sterne
"Nein, dorthin möchte ich nicht zurück"
Als die Sonne aufgeht, sieht es vor sich viele Häuser
"Ob ich hier was Besonderes sein kann?"
Staunend läuft es durch die vielen Strassen
Von oben sieht das alles so anders aus
Ein kleiner Junge entdeckt den kleinen Stern
So ein schönes Spielzeug hat er noch nicht
Er nimmt das Sternchen mit nach Hause
Er hat viel Freude und Spass mit ihm
dort in seinem kleinen Zimmer
Auch der kleine Stern ist glücklich
Endlich ist er was Besonderes
Nicht nur einer unter vielen
Doch plötzlich ist alles anders
Der kleine Junge hat ein neues Spielzeug gefunden
Er vergisst den kleinen Stern
Lange Zeit liegt das Sternchen unbeachtet in der Ecke
ganz traurig und einsam ist es
Es setzt sich ans Fenster und schaut hinaus in die Nacht
Sieht die vielen Sterne da oben und fühlt einen seltsamen Schmerz in seinem Herzen
Es entdeckt die Lücke, dort wo sein Platz einmal war
Ganz verwundert betrachtet der kleine Stern die Stelle am Himmel,
wo er eigentlich hingehörte
Da bin ich ja doch etwas Besonderes,
ICH kann die Lücke schliessen, ich ganz allein
Ich bin zwar nur einer unter vielen,
aber ohne mich ist der Sternenhimmel nicht vollkommen


[c] by Anne *Kind der Nacht* (A. Henschel)

 

*ZAUBERWORT*

 

So viel Leid.
So viel Böses gibt es überall auf der Welt.
Man verschliesst einfach die Augen,
weil man es nicht sehen will.

Egoismus, Selbstschutz oder einfach nur Feigheit?

Jeder trägt sein Päckchen,
viele ein Paket.
Mancher bricht unter der Last zusammen.

Warum tragen wir es nicht gemeinsam?
Helfen, die Last des anderen leichter zu machen.
Einfach nur ein offenes Ohr haben,
das hilft so ungemein.

Offen sein für die Probleme des anderen,
sie an deinen teilhaben lassen.
Warum nur ist das so schwer?
Vergibt man sich etwas dabei?

Für alles gibt es eine Lösung,
meist liegt sie vor uns
doch wir können sie nicht sehen.
Rede, dann sieht sie ein anderer
und findet sie für dich.

Reden heisst das Zauberwort!

Aber das verlernt man irgendwann,
weil keiner mehr zuhört.
Lerne es wieder neu und rede.
Schluck nie wieder Worte,
schweig nie wieder, wenn dir etwas auf der Seele liegt.

Irgendwann ist sie eingewickelt in ungesagte Worte.
Nicht mehr erreichbar.
Wo bleibt dann die Seele?
Sie erstickt!
Lass es nicht zu.
Befrei dich, befrei deine Seele...

....Rede


[c] by Anne *Kind der Nacht* (A. Henschel)




* KEINE TRÄNEN MEHR*

 

Ich habe zu lange geweint,

geweint um dich

Wir waren doch glücklich,

warst alles für mich

 

Du hast grausam zerstört,

was uns beide verband

Hatten uns mal gehört,

gingen Hand in Hand

 

Kein Wort warum,

kein Wort, das erklärt

dein Mund bleibt stumm

Gefühle zerstört

 

Ich werd's überstehen

weine nicht mehr um dich

werd's vielleicht mal verstehen

eine Antwort finden für mich

 

Vertrauen ist Mut

und Treue ist Kraft

wir haben verloren...

...es nicht geschafft

[c] Anne *Kind der Nacht* (A. Henschel)



* FANTASIELAND*

Stell dir mal vor, der Himmel wär grün
gelbe Wolken würden vorrüberziehn


Die Menschen würden rückwärts gehen
könnten die Sprache der Tiere verstehen


Das Wasser im Meer wär nicht mehr nass
und blau die Kirschen, silberfarben das Gras


Das Meer wäre rosa, die Bäume ganz bunt
der Mond ein Rechteck, er wär nicht mehr rund


Es würde nur noch Farben regnen,
dir ganz viele bunte Menschen begegnen


Du hörst mit der Nase und riechst mit den Ohren
ohne Fantasie ging so viel Schönes verloren


Es wär doch viel schöner auf unserer Welt
wenn alles einen Klecks Farbe erhält


Schau dich mal um, mal die Welt dir bunt an
entdecke wie schön die Fantasiewelt sein kann

[c] Anne *Kind der Nacht*  ( A. Henschel)




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