*SCHMERZ*
Langsam aber unaufhaltsam nimmt er Besitz von mir
Schmerz, der mich nicht in Ruhe lässt
mir den Schlaf raubt
mich kaum mehr Atmen lässt
Immer wieder kommt er, lässt mir keine Chance
mich zur Wehr zu setzen
Ein Feuerspiess, der sich in meinen Körper bohrt
und sich nicht aufhalten lässt
Die Tabletten, die Erleichterung bringen
scheinen unerreichbar weit
Schritt für Schritt quäle ich mich vorwärts
jeder Meter treibt mir die Tränen in die Augen
das Telefon in der Hand
um nicht ganz hilflos zu sein
der Schmerz greift mich an
ohne Gnade
kann mich nicht wehren
mir bleibt die Luft weg, alles dreht sich
er soll endlich gehen............
wieder stellt er sich taub,
lässt nicht los
er soll endlich gehen.......
ich ertrag ihn nicht mehr
[c] Anne *Kind der Nacht* (A. Henschel)
Hier möchte ich ein wenig was über eine Krankheit schreiben, die mein Leben vor etwa 15 Jahren verändert hat. Angefangen hat es mit Schmerzen im Sprunggelenk, wobei damals noch lange keine entgültige Diagnose festgestanden hat. Es begann ein langer, schmerzhafter Weg von Arzt zu Arzt. Bis die entgültige Diagnose fesstand, verging über ein Jahr. Entgültige Gewissheit erhielt ich in einer Klinik in Bad Aibling:
Chronische Polyarthritis
Definiton und Geschichte der chronischen Polyarthritis (c.P.)
Der Begriff chronisch ist klar, poly bedeutet "viele": Die c.P. greift immer viele Gelenke gleichzeitig oder hintereinander an. Entscheidend ist das gleichzeitige Auftreten entzündlicher Symtome (Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerz, Funktionseinschränkung) an mehreren Gelenken. Für das Verständnis der c.P. entscheidend ist auch ihre Interpretation als Systemerkrankung. Das bedeutet, dass sie den ganzen Körper in Mitleidenschaft zieht, sich nicht auf ein Gelenk konzentriert ( in Abgrenzung zur Arthrose) und ihr Ursprung wahrscheinlich in einer den gesamten Körper beeinflussenden Ursache liegt. Die Geschichte der chronischen Polyarthritis reicht weniger weit in die Vergangenheit als die des Morbus Bechterew und der Gicht.
Immer wieder fragen sich gerade erkrankte chronische Polyarthritiker: Habe ich etwas falsch gemacht? Habe ich die Krankheit geerbt? Hängt meine Krankheit vielleicht mit psysischem Stress, der vor kurzem erlebten Schwangerschaft oder einem Unfall zusammen? Nach dem Stand des heutigen Wissens kann keine dieser Bedingungen eine c.P. verursachen. Da die c.P. bei ca. 0,8 bis 1,2 % der gesamten Bevölkerung auftritt, ist die Zahl der Erkrankten groß: In Deutschland ca. 800000 bis 1,2 Millionen. Man schätzt, dass pro Jahr etwa 28- bis 52ooo Menschen neu an c.P. erkranken. Sehr viele Menschen erleben im Rahmen ihres täglichen Lebens statistisch sehr viele anstrengende und/- oder schädigende Ereignisse. Ein gleichzeitiges Auftreten von c.P. und einem dieser Ereignisse verführt oft dazu, an einen Zusammenhang zu glauben und Beziehungen zwischen vermeintlicher Ursache und erlebter Wirklichkeit herzustellen, auch wenn das Zusammentreffen wirklich nur zufällig ist. Wie viele Krankheiten scheint auch die c.P. nicht aus einer einzelnen Ursachen zu entstehen: Viel bekannte und unbekannte Faktoren müssen zusammenwirken, damit die Krankheit ausbricht. Die c.P. tritt familär gehäuft auf. Das wurde in den letzten Jahren durch Bestimmungen von Gewebeverträglichkeitsantigenen bestätigt. So läßt sich das Antigen HLA-DR 4 bei c.P. Patienten 3- bis 4 mal häufiger nachweisen als bei gesunden Menschen. Die genetische Information über eine Anfälligkeit gegenüber der c.P. ist auf einem Chromosom verankert, dessen Struktur durch Vererbung bestimmt wird. Andererseits aber findet sich dieses Erbmerkmal bei vielen Menschen, die nie an einer c.P. litten und auch nie daran erkranken werden. Zur ererbten Bereitschaft, eine c.P. zu entwickeln, müssen also eine Reihe anderer (auslösender?) Ursachen hinzukommen, von denen die meisten (noch) nicht bekannt sind. Eine weitere ernstzunehmende Theorie über die Ursache der c.P. behauptet, dass das Immunsystem der unter c.P. leidenden Menschen von Geburt an "fehlerhaft" sei. Im Fall der c.P. behandelt unser Immunsystem körpereigenes Gewebe fälschlich als einen fremden schädlichen Eindringling und greift so den eigenen Körper an (Autoimmunerkrankung). Andere Wissenschaftler meinen, dass eine über Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte verlaufende Virusinfektion symtomlos, aber beständig das körpereigene Abwehrsystem verändert. An Röteln erkrankte Menschen leiden oft unter ähnlichen Gelenkschmerzen und -schwellungen wie c.P. Patienten. In der Gelenkflüssigkeit einiger Patienten mit chronischer Arthritis, die nie Röteln gehabt hatten, läßt sich manchmal das Rötelvirus nachweisen. Kernpunkt dieser These ist also die Vermutung, dass die jahrelange Auseinandersetzung mit einer Virusinfektion unsere Immunabwehr beeinflußt.
| Was geschieht im Gelenk? | |
| Rötung, Erwärmung, Schwellung, Schmerzen - das ist die Reaktionskette einer Entzündung. | Jede Entzündung im Körper verläuft nach dem gleichen "Muster". Bei einer Schädigung kommt es im betroffenen Gebiet zu einer Rötung und Erwärmung der Haut. Sie sind Zeichen einer gesteigerten Durchblutung. Mit dem Blut kommen auch vermehrt Zellen der Immunabwehr in den Bereich der Schädigung. Die Schwellung der Schädigung ist Zeichen eines Ödems, bei dem es zu vermehrter Wassereinlagerung im Gewebe kommt. Dadurch steigt auch der Druck auf die Nervenenden an und deshalb beginnt der Bereich zu schmerzen. Die Schmerzen im entzündeten Gebiet führen zu einer Schonhaltung. Am Ende dieser "Reaktionskette" steht dann eine Funktionsstörung des verletzten Organs, die aus der Schonhaltung und den beschriebenen organischen Störungen resultiert.
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| Eine Gelenkschwellung folgt dem gleichen Muster. | Eine Gelenkschwellung verläuft nach dem gleichen Muster. Die Blutgefäße in der Gelenkinnenhaut (Membrana Synovialis) erweitern sich und füllen sich mit Blut. Durch die Membranen der prall gefüllten Blutgefäße tritt "Blutwasser" in die Zellzwischenräume der Synovialis aus, die daraufhin anschwillt. Von dort aus gelangt die Flüssigkeit in die Gelenkhöhle. In diesem Stadium wird sie zum Gelenkerguß. Der Gelenkerguß ist reich an weißen Blutkörperchen und Gerinnungsstoffen. Sie werden als Folge der Entzündungsprozesse mit dem Blut in das Entzündungsgebiet geschwemmt und gelangen von dort in die Gelenkhöhle. Durch die Gerinnungsstoffe und die weißen Blutkörperchen bildet sich auf der Synovialis eine feine "Schorfschicht".
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| Bei der RA bilden sich wuchernde Zellverbände, die sich über den Gelenkknorpel legen. | Erst an dieser Stelle kommt es im Rahmen der rheumatoiden Arthritis zu einer Abweichung im Ablauf der Entzündungsprozesse. Normalerweise würden sich jetzt die Entzündungsprozesse langsam zurückbilden. Bei der rheumatoiden Arthritis aber reagiert die Synovialis auf die feine "Schorfschicht" mit der Bildung von schnell wuchernden Zellverbänden. Diese Zellverbände greifen auch auf den Knorpelüberzug des Gelenkes über und fressen sich regelrecht in den Knorpel hinein. Sie greifen außerdem die Zellen des Knochens an, der an den Knorpelrändern am Ansatz der Gelenkkapsel freiliegt. Zwar bilden sich diese Zellwucherungen nach etwa einer Woche wieder zurück und sterben ab. Aber ein kleiner Teil bleibt übrig und wandelt sich in Faserzellen um. Aus diesen Faserzellen bildet sich eine Schicht, die auf dem zerstörten Knorpel liegt. Diese Faserschicht wird Pannus genannt.
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| Der Pannus läßt den Knorpel verhungern.
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Der Pannus selbst greift den Knorpel und den Knochen nicht mehr an. Überdeckt er aber größere Bereiche des Gelenkknorpels, so kann dieser nicht mehr von der Synovia ernährt werden. Der Knorpel "hungert". Die weißen Blutkörperchen, die wegen der Entzündung in so großer Zahl in der Gelenkflüssigkeit vorhanden sind, versuchen, die abgestorbenen Gewebeteile aufzulösen. Das ist ja schließlich ihre Aufgabe. Dabei setzen sie aber aggressive "Verdauungsstoffe" frei, die sogenannten Zytokine, die den Knorpel noch weiter schädigen und ihn daran hindern, neue Knorpelsubstanz zu bilden. Die Zytokine bewirken auch eine Anregung von Zellen im Knochen, die die Knochensubstanz abbauen. So wird auch die Substanz der Knochen angegriffen.
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| Rheumafaktoren sind Antikörper, die gegen Autoantikörper gerichtet sind. | Die weißen Blutkörperchen sind Bestandteil des Immunsystems und sorgen dafür, daß körperfremde Krankheitserreger unschädlich gemacht werden. Wie eine solche Reaktion abläuft, können sie hier nachlesen. Bei der rheumatoiden Arthritis werden Antikörper gegen körpereigene Strukturen gebildet. Diese Antikörper werden Autoantikörper genannt. Die Autoantikörper greifen Bestandteile des Gelenkkorpel, der Synovialis, des Knochens und sogar von Sehnen- und Sehnenscheiden an. Gegen die Autoantikörper versucht sich der Körper zu wehren, indem er wiederum Antikörper gegen sie bildet. Diese Anti-Antikörper werden Rheumafaktoren genannt. Sie bilden Immunkomplexe, die abtransportiert werden müssen. Dadurch ist das Immunsystem ständig überfordert. Die Immunkomplexe lagern sich im Gelenk ab. So gehen die Entzündungsprozesse immer weiter. Dieser Mechanismus zeigt, daß die rheumatoide Arthritis eine Erkrankung ist, die sich selbst weiter unterhält. Sie wird deshalb zu den "Autoimmunkrankheiten" gezählt.
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| Am Ende ist das Gelenk mehr oder weniger zerstört. | Die Entzündungsprozesse klingen nur langsam ab. Danach bildet sich Narbengewebe auf den Knorpel- und Knochenschädigungen. Jeder neue Entzündungsschub verläuft nach dem gleichen Muster. Es kommt zu weiteren Schäden. Am Ende steht ein mehr oder weniger zerstörtes Gelenk. Auch die Sehnen, Bänder und Schleimbeutel können betroffen sein. An ihnen können sich die typischen Rheumaknoten bilden. Sie bestehen aus Entzündungszellen, die kapselartig von Narbengewebe umschlossen sind.
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Ursachen | |
| Konkrete Ursachen können nicht genannt werden. | Die konkreten Ursachen für die rheumatoide Arthritis sind bis heute nicht bekannt. Zwar wird die Krankheit heute, wegen des Entstehens der Rheumafaktoren, als Autoimmunkrankheit angesehen, es spielen aber auch noch andere Aspekte eine Rolle. So spielt auch eine genetische Disposition eine Rolle beim der Krankheitsentstehung und auch bei der Stärke der Krankheitsentwicklung. Als Auslöser werden verschiedene Viren und Bakterien diskutiert.
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| Autoimmunkrankheit, Vererbung, Hormone. | Auch Hormone scheinen eine Rolle zu spielen. Dafür spricht die Tatsache, daß Frauen gegenüber Männern 3mal häufiger betroffen sind. In der Schwangerschaft kommt es bei den meisten betroffenen Frauen zu einer Rückbildung der rheumatoiden Arthritis. Günstige Effekte auf die Krankheit scheinen auch hormonelle Verhütungsmittel zu haben.
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Verlauf | |
| Allgemeine Symptome verdecken den Beginn der Krankheit. | Der Beginn der rheumatoiden Arthritis ist häufig gekennzeichnet durch ein allgemeines Krankheitsgefühl. In dieser Vorphase treten auf:
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| Schmerzen und Kraftlosigkeit sind ein erstes Alarmzeichen. | Nach dieser Phase beginnt das Frühstadium, in dem Schmerzen in verschiedenen Gelenken, z. B. in den Finger und Zehen hinzukommen. Die Schmerzen können in Ruhe, bei Bewegungen und/oder als Dauerschmerzen auftreten. Kraftlosigkeit führt oft dazu, daß Betroffene z. B. eine Kaffeetasse nicht mehr richtig halten können oder ein Glas nicht mehr öffnen können. Sie lassen auch öfter Gegenstände fallen. In dieser Phase treten auch öfter Sehenscheidenentzündungen auf. Das sind Alarmzeichen.
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| Die Beschwerden treten symmetrisch auf. | Hinzu kommen dann auch die Gelenkschwellungen mit den typischen Zeichen der Überwärmung und Schmerzen. Besonders am Morgen sind die Gelenke oft steif. Oft dauert es einige Zeit, bis die Bewegung wieder leichter wird. Typisch für die rheumatoide Arthritis ist, daß die Beschwerden immer symmetrisch (rechts und links gleichzeitig) auftreten, auch wenn die betroffenen Gelenke wechseln können.
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| Schleichend oder schlagartig - die Krankheit beginnt unterschiedlich. | Die rheumatoide Arthritis beginnt auf unterschiedliche Weise. Bei vielen Betroffenen setzten die typischen Beschwerden langsam und schleichend ein. Manchmal kann dieser Prozeß Jahre dauern. Das führt oft dazu, daß zu Beginn nicht die richtige Diagnose gestellt wird. Bei anderen setzen die Krankheitssymptome schlagartig ein. Warum das so ist, ist bis heute nicht bekannt.
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| RA kann sich in Schüben oder langsam steigernd entwickeln. | Der weitere Verlauf kann ebenso unterschiedlich sein, wie der Beginn der Erkrankung. Häufig verläuft die rheumatoide Arthritis in Schüben. Dann klingen zwischen den einzelnen Entzündungsphasen/Schüben die Beschwerden der Betroffenen wieder ab. Zurück bleiben aber die Gelenkschäden, die sich bei jedem neuen Schub summieren. Bei anderen Betroffenen entwickelt sich die rheumatoide Arthritis über Jahre langsam und steigernd. Bei diesem Verlauf kommt es nur selten zu Schüben.
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| Im Spätstadium entstehen charakteristische Schäden an den Gelenken. Verformungen der Hände sind besonders häufig. | Im Spätstadium der Erkrankung entstehen verschiedene charakteristische Schäden. Am häufigsten sind Verformungen der Hände, wie sie in der Grafik übersichtlich gezeigt werden.
Oft sind bei verschiedenen rheumatischen Erkrankungen typische Gelenke betroffen. Ein Vergleich für die Gelenke der Hand zeigt die nachfolgende Grafik.
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| Häufig sind, außer den Hand- und Fingergelenken auch noch andere Gelenke betroffen. | Rheumatoide Arthritis kann sich auch an anderen Gelenken zeigen. Die Häufigkeit, mit der andere Gelenke befallen werden, ist sehr unterschiedlich. Der Befall äußert sich durch Schwellung, Schmerzen, Deformität und Bewegungseinschränkungen der betroffenen Gelenke mit unterschiedlichem Schweregrad. Die prozentuale Verteilung der betroffenen Gelenke liegt ungefähr bei:
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Die Grafik zeigt, wie entzündliche rheumatische Erkrankungen im Gelenk typischerweise verlaufen.
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| Haut und Haar sind ebenfalls betroffen. | Bei vielen Betroffenen wird die Haut trockener und benötigt mehr Pflege. Auch die Schleimhäute können trockener sein. Das führt z. B. zu trockenen Augen, oder auch zu einer trockenen Scheide bei Frauen. Letzteres kann beim Geschlechtsverkehr unangenehm sein. An Händen und Füßen kann es auch zu verstärktem Schwitzen kommen. Das Wachstum der Nägel kann beeinträchtigt sein. Nägel werden brüchig. Haare wachsen langsamer und brechen schnell. Es kann auch zu Haarausfall kommen.
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| Selten aber gefürchtet ist die Beteiligung von Organen. | Am gefürchtetsten ist ein Organbefall bei rheumatoider Arthritis. Das kommt aber mit 2 bis 5 Prozent nur selten vor. Dann sind aber häufig das Herz, die Lunge und die Augen betroffen. Das Krankheitsbild zeigt die für Vaskulitiden typischen Leitsymptome.
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Therapie | |
| Die Therapieziele können nur durch eine individuelle und vielseitige Therapie erreicht werden.
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Die rheumatoide Arthritis verläuft sehr unterschiedlich. Deshalb sind Entscheidungen über ein bestimmtes Vorgehen bei der Therapie keine endgültigen Entscheidungen. Die Therapie muß fortlaufend kontrolliert und bei Bedarf angepaßt werden. Das bedeutet aber auch, daß mit der Diagnosestellung langfristige therapeutische Ziele verfolgt werden die mit den verschiedensten therapeutischen Mitteln, wie z. B. Krankengymnastik, Physikalische Therapie, Ergotherapie, Psychosomatik, Operationen und medikamentöse Therapie, erreicht werden können. Als Therapieziele können gelten (Quelle: Klinikleitfaden Rheumatologie):
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| Symptomatische Behandlung: | Zur symptomatischen Behandlung bei rheumatoider Arthritis kommen insbesondere NSAR zum Einsatz. Die Dosis muß der jeweiligen Krankheitssituation angepaßt werden. Über die verschiedenen Wirkstoffe und ihre Dosierung können Sie sich hier informieren. Reicht die schmerzlindernde Wirkung von NSAR nicht aus, so sollten außerdem noch Schmerzmittel verordnet werden. Glukokortikoide können sowohl bei einem akuten Schub, als auch zur Basistherapie eingesetzt werden.
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| Basistherapie:
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Die Basistherapie richtet sich nach der Krankheitsaktivität. Sie darf nur eingeleitet werden, wenn die Diagnose sicher gestellt werden kann. Eine Basistherapie fachgerecht durchzuführen, erfordert viel Erfahrung. Sie sollte von einem Rheumatologen durchgeführt werden. Bezogen auf die Krankheitsaktivität werden häufig folgende Medikamente verordnet.
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