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Das soziale Umfeld Die mitmenschlichen Beziehungen leiden unter der Einengung des allein auf den Alkohol ausgerichteten Denkens, unter dem Verlust an Interessen und der Gefühlslabilität mit überschießenden, unangemessenen Reaktionen. All dies macht sich zuerst innerhalb der Familie negativ bemerkbar. Eine Mischung von Schuldgefühlen, Gereiztheit, Verstimmung und Unzufriedenheit mit sich selbst bildet den Anlass zu hartnäckigen Streitigkeiten. Die meisten Alkoholkranken ziehen sich mehr und mehr von einer verantwortlichen Rolle in der Familie zurück, so dass dem Partner zwangsläufig die Leitfunktion zufällt. Daraus entwickeln sich neue Konfliktstoffe, die dem Alkoholkranken den Vorwand liefern, sich wiederum mit Alkohol zu beruhigen. Und so beginnt der tragische Kreislauf von neuem. Trennung vom Partner und Ehescheidung sind als Konsequenzen an der Tagesordnung. Viel zu wenig wird beachtet, dass die Kinder in derartig gestörten Familien erheblichen psychischen Belastungen ausgesetzt und erfahrungsgemäß schwerstens alkoholgefährdet sind. Am Arbeitsplatz fällt der Alkoholiker wegen sinkender Arbeitsleistungen und häufigem Fernbleiben auf. Seine verminderte Aufmerksamkeit verursacht nicht selten Arbeitsunfälle. In größeren Betrieben kann bei nachlassender Leistung durch Versetzung an einen weniger verantwortungsvollen Platz ausgewichen werden, falls nicht gleich mit Entlassung gedroht wird. Im fortgeschrittenen Stadium der Alkoholkrankheit ist jedenfalls der berufliche Abstieg nicht mehr aufzuhalten. Die vorzeitige Berentung ist eine weitere zwangsläufige Folge, wenn sie auch häufig nicht unter der eigentlichen Diagnose der Alkoholabhängigkeit zum Tragen kommt. Auch kriminelle Folgen können sich im Verlauf einer Alkoholkrankheit einstellen. Ausgangspunkt hierfür sind die stark überhöhten Trinkmengen, aber auch die alkoholbedingte Wesensänderung mit Labilisierung und herabgesetzter Kritikfähigkeit. Zu den gehäuften Delikten im Zusammenhang mit der Alkoholabhängigkeit zählen Sachbeschädigung, Diebstahl, Beleidigung, Widerstand gegen die Staatsgewalt, Straßenverkehrsdelikte, Raub, Sexualdelikte, Brandstiftung und Körperverletzung bis hin zum Totschlag. Die sozialen Folgen betreffen nicht nur den Alkoholkranken selbst und seine Angehörigen. Letzten Endes haben für die Kosten und den Ausfall am Sozialprodukt die Versichertengemeinschaft und die Steuerzahler aufzukommen. Für manche Alkoholkranke endet die Sucht mit der Obdachlosigkeit. Von Untersuchungen an Obdachlosen ist bekannt, dass sich darunter ein hoher Anteil von Alkoholikern befindet, die es nicht geschafft haben, sich vom Alkohol zu lösen und dadurch in eine Außenseiterrolle geraten sind. Durch ihr fortgesetztes Trinken haben sie es schwer, auch nur vorübergehend eine Unterkunft zu finden, da viele Obdachloseneinrichtungen die Aufnahme von betrunkenen Nichtsesshaften ablehnen. Alkoholkranke Obdachlose sind deshalb im Winter besonders gefährdet, sich durch Erfrierungen schwere gesundheitliche Schäden zuzuziehen. Quelle: Bundesvereinigung für Gesundheit e.V., i. A. des Bundesministeriums für Gesundheit (Broschüre) | |||||||||||||||||

Alkohol am Steuer: Tod einer Unschuldigen
Ich ging zu einer Party, Mami, und dachte an Deine Worte.
Du hattest mich gebeten, nicht zu trinken, und so trank ich keinen Alkohol.
Ich fühlte mich ganz stolz, Mami, genauso, wie Du es vorhergesagt hattest.
Ich habe vor dem Fahren nichts getrunken, Mami, auch wenn die anderen sich mokierten.
Ich weiß, dass es richtig war, Mami, und dass Du immer recht hast.
Die Party geht langsam zu Ende, Mami, und alle fahren weg.
Als ich in mein Auto stieg, Mami, wusste ich, dass ich heil nach Hause kommen würde:
aufgrund Deiner Erziehung - so verantwortungsvoll und fein.
Ich fuhr langsam an, Mami, und bog in die Strasse ein.
Aber der andere Fahrer sah mich nicht, und sein Wagen traf mich mit voller Wucht.
Als ich auf dem Bürgersteig lag, Mami, hörte ich den Polizisten sagen, der andere sei betrunken.
Und nun bin ich diejenige, die dafür büßen muss.
Ich liege hier im Sterben, Mami, ach bitte, komm' doch schnell.
Wie konnte mir das passieren? Mein Leben zerplatzt wie ein Luftballon.
Ringsherum ist alles voll Blut, Mami, das meiste ist von mir.
Ich höre den Arzt sagen, Mami, dass es keine Hilfe mehr für mich gibt.
Ich wollte Dir nur sagen, Mami, ich schwöre es, ich habe wirklich nichts getrunken.
Es waren die anderen, Mami, die haben einfach nicht nachgedacht.
Er war wahrscheinlich auf der gleichen Party wie ich, Mami.
Der einzige Unterschied ist nur: Er hat getrunken, und ich werde sterben.
Warum trinken die Menschen, Mami? Es kann das ganze Leben ruinieren.
Ich habe jetzt starke Schmerzen, wie Messerstiche so scharf.
Der Mann, der mich angefahren hat, Mami, läuft herum,
und ich liege hier im Sterben. Er guckt nur dumm.
Sag' meinem Bruder, dass er nicht weinen soll, Mami. Und Papi soll tapfer sein.
Und wenn ich dann im Himmel bin, Mami, schreibt "Papis Mädchen" auf meinen Grabstein.
Jemand hätte es ihm sagen sollen, Mami, nicht trinken und dann fahren.
Wenn man ihm das gesagt hätte, Mami, würde ich noch leben.
Mein Atem wird kürzer, Mami, ich habe große Angst. Bitte, weine nicht um mich, Mami.
Du warst immer da, wenn ich Dich brauchte.
Ich habe nur noch eine letzte Frage, Mami, bevor ich von hier fortgehe:
Ich habe nicht vor dem Fahren getrunken, warum bin ich diejenige, die sterben muss?
ANMERKUNG:
Dieser Text in Gedichtform war an der Springfield High School (Springfield, VA, USA) in Umlauf,
nachdem eine Woche zuvor zwei Studenten bei einem Autounfall getötet wurden.

Lange habe ich darüber nachgedacht,ob ich diese Gedanken auf meine Page setzen soll. Nach langem Hin und Her bin ich aber zu der Überzeugung gekommen, dass sie hierhergehören. Diese Erfahrungen gehören nun mal zu meinem Leben und ich möchte damit Hoffnung machen. Es ist nicht leicht, den Schritt zu wagen, aber es ist zu schaffen. Diese Worte habe ich vor langer Zeit geschrieben...........
DER TEUFEL HAT DEN SCHNAPS GEMACHT
Den Trost im Alkohol schon so viele suchten
oft hinterher darüber laut fluchten
Der Schädel brummt, der Kopf so sehr schmerzt
mit dem sinnlosen Trinken so viel verscherzt
Am Tag danach, du erinnerst dich nicht
lachst denen, die du verletzt hast, noch frech ins Gesicht
Schau in den Spiegel und sage mir dann
was an so einem Menschen noch liebenswert sein kann
Ein Lied fällt mir ein, wie wahr es doch ist,
weil du darin beschrieben bist:
"Der Teufel hat den Schnaps gemacht"
so wurde gesungen und darüber gelacht
Doch der Schnaps machte einen Teufel aus dir
er hat so vieles zerstört in mir
Die Wunden verheilen, der Schmerz heilt wohl nie
der Wunsch oft so stark, dass einen Schlußstrich ich zieh
Der Teufel hat den Schnaps gemacht
der Teufel hat mich ausgelacht
der Teufel hat nur zugeschlagen
hör ihn heut noch verletzende Worte sagen
Ich wünsch dich zur Hölle, dort gehörst du wohl hin
weil ich nicht mehr länger dein Opfer bin
Deine Schläge und Tritte, NEIN, ich dulde sie nicht
die Faust in den Magen, der Schlag ins Gesicht
Ja, geh doch zum Teufel, ich kann jetzt nicht mehr
mein Körper schmerzt, ich fühl mich so leer
Das Quälen scheint dir Freude zu machen
ich hör doch den Teufel in dir lachen
Dann schläfst du ein, als wär nichts geschehen
ich seh mich, vor Schmerzen krümmend, noch vor dir stehen
So hilflos und zitternd, das Messer in der Hand
doch es fehlte an Mut, es siegt der Verstand
Nie wieder, das schwör ich, tust du mir so weh
ich tu, was ich tun muß:
Ich verlasse dich
ICH GEH!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
[c] Anne *Kind der Nacht* (A. Henschel) aus meinem alten Buch

DEIN FREUND
Ich hörte es schon am Klang deiner Schritte
gleich hagelt es wieder Schläge und Tritte
Du warst wieder mit deinem Freund, dem Schnaps zusammen
bist mit ihm gemeinsam nach Hause gegangen
Ich hab die Gefahr viel zu spät erkannt
erst als der Schmerz auf der Haut gebrannt
Das erste Mal konnte ich dir noch verzeihen
war so naiv, dachte es könnte uns nicht entzweien
Du liebtest ganz schnell den Schnaps mehr als mich
hast meine Liebe getötet, ich verabscheute dich
Ich wollt dir doch helfen, die Antwort Gewalt
nicht mal vor deinem Kind machtest du Halt
Der Schnaps hat einen Fremden aus dir gemacht
du hast weiter getrunken, mich ausgelacht
Am Tag danach war für dich alles vergessen
sasst am Tisch, hast gefordert dein Essen
Ich habs wortlos vor dich hingestellt
dein blosser Anblick hat mich gequält
Viel zu lang hab ich dich ertragen
war zu feige, was von Trennung zu sagen
Hatte Todesangst vor deiner Wut
eins stand fest, es wird nie wieder gut
Ich konnte mit dir nicht mehr leben
es mußte für mich eine Lösung geben
Ein guter Freund hat mich aus der Hölle befreit
ich war für ein Leben ohne Schmerzen bereit
Er hat für mich die Koffer gepackt
mit mir zusammen die Flucht ausgedacht
Du hast mich gesucht, wolltest das Trinken lassen
doch ich konnte nur eins, deine Schwäche hassen
Es war viel zu spät, doch eins sollst du wissen
du mußt leben........mit deinem Gewissen
[c]by Anne *Kind der Nacht (A.Henschel)

Die Wirkungen des Alkohols,mal anders gesehen
da drück ich ein Auge zu und lass es geschehen
dieses Pils, das gönn ich ihm gerne
schicke ihm liebe Grüße in die Ferne
er hat so viele Worte in mein Herz geschrieben
so einen Menschen muss man einfach lieben
Ein liebes Geschenk von Theo:
Dichten wollen für Anne - mit Hindernissen
Dichten, so weiß ich, ist ´ne hohe Kunst
und wer es kann, hat meine Gunst.
Wie kann ich ihr danken dass es sie gibt
ihr sagen, dass hier einer sitzt der sie liebt?
Ich weiß es: gerne würde ich Anne was dichten
und ich sag mir (wie Anne): "du wirst das schon richten!"
Wenn Anne das auch kann, so denke ich mir
setz ich mich nun hin und trinke ein Bier.
Auf dass mir der Gerstensaft, das wär nicht verkehrt
recht süße und schöne Gedanken beschert.
Die schreib ich dann nieder, das wär ja gelacht
also, vorwärts: die Flasche auf gemacht!
Das erste Glass, ich trink mit Genuss
noch immer kein Satz, ich seh´s mit Verdruss.
Na ja, auf zwei Beinen muss man schon stehen
möchte man schnell nach vorne gehen.
Also, noch schnell das zweite gefüllt
nee, das war nix: ein Blatt Papier schon wieder zerknüllt.
Gut dann, ok, aller guten Dinge sind drei
und hol mir noch schnell ne Flasche herbei
das Glas sieht gut aus, mit leckerem Schaum
ich fang an zu schreiben, man glaubt es kaum.
Die erste Zeile geschrieben, eins zwei drei
oh, - komisch - jetzt sehe ich zwei!
Das ist doch ein Anfang denke ich mir
und gönn zur Belohnung ein viertes Glas Bier
und dann stell ich fest, oh, das macht richtig Spaß
auf dass ich genieße das nächste Glas.
Und so geht es weiter, recht bald schlaf ich ein
als ich wach werde denk ich, verdammt, musste das sein?
Nun sitz ich seit Stunden alleine daheim
und hab noch keinen einzigen Reim.
Das Blatt vor mir ist immer noch leer
ein Satz zu schreiben fällt mir so schwer.
Ich habe einfach keine Idee
das Blatt bleibt weiß, so weiß wie Schnee
Ich denk´ mir, "Mensch Theo!", das kann doch nicht sein!
Ok, ich lass es. Mir fällt einfach nichts ein!
Aber weil wirklich klare Worte ich lieb
wenigstens diese Zeilen der Anne ich schrieb.
Damit Anne sieht, ich strenge mich an
und Anne sieht dass dichten ich kann.
Mit nüchternem Kopf an die Sache ich ging
und diese Zeilen zu Papier ich bring.
Doch weiter zu schreiben, das macht keinen Sinn,
ich glaub es ist besser ich fahr zu ihr hin.
Und sag ihr, du, Liebling, statt dass ich es schrieb
SAG ich dir lieber: ich habe dich lieb!

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