Meine Gedichte

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Leer ist dein Blick, dein Antlitz ist bleich,
steif deine Glieder, deine Lippen so weich.
So liegst du hernieder in deinem Grab.
Was ist mit der Liebe, die ich dir gab?

Ich schaue in die wunderbare Zeit zurück,
in der wir beieinander und strahlten vor Glück.
Du gabst mir die Wärme und Liebe, die mir fehlte,
du warst mein Beschützer, den ich mir erwählte.

Deine Nähe zu spüren, zu geniessen deine Küsse,
war für mich heilig, meine schönsten Genüsse.
Doch nun, ohne dich, wie soll ich nun leben,
wer kann mir jetzt all die Liebe geben?

Ich schaue hernieder, dein Anblick mich quält,
doch du hast dein Ende selber erwählt.
Ich kann es einfach nicht verstehen,
warum wolltest du von mir gehen?

Niemand hat Antwort auf meine Frage,
es ist egal, was ich jetzt sage.
Niemand bringt dich mir zurück,
zerstört ist mein Leben und all mein Glück.

Doch du wirst immer in meinem Herzen sein,
es flackert der Kerze strahlender Schein.
Dein Anblick, er quält mich, ich muss jetzt gehn.
Irgendwann werden wir uns wiedersehn...


Mein Blut

Traurig starr' ich an die leere Wand.
Warum muss mich das Leben so hassen?
Nun habe ich mich selbst erkannt.
Ich muss die Welt schon bald verlassen.

Dich lasse ich hier allein zurück,
du kannst mich nicht verstehen.
Ich dacht' ich hätt' gefunden mein Glück,
doch nun leider muss ich gehen.

Keinen Wert hat nun mein Leben mehr.
Nichts konnt' ich richtig machen.
Meine Seele - einsam und leer.
Nicht im Stande mehr zu lachen.

Brennende Kerzen umgeben mich.
Strahlend leuchtet ihre Glut.
Glaub mir, ich vergess dich nicht.
Meine Liebe gibt mir Mut.

Langsam setze ich nun an,
in meinen Augen glänzen Tränen.
Gleich, ja gleich da ist's getan,
ich darf mich nicht nach dir mehr sehnen.

Einen Moment zöger ich,
muss ständig an dich denken.
Mir vor Augen: Dein Gesicht.
Will mich nach hause lenken.

Doch, nun hält mich nichts mehr auf,
denke ich entschlossen.
So nimmt mein Tod nun seinen Lauf,
mein Blut - für dich vergossen... 

 


Für eine kleine Weile

Halt mich, für eine kleine Weile,
ich weiß, es ist nicht für immer,
ziehe mich aus des Lebens Eile,
aus dem lauten einsamen Zimmer.

Halt mich, für eine kleine Weile,
sei nur da, wenn ich dich brauch,
überbrücke die unendlichste Meile,
und die zähflüssigsten Zeiten auch.

Halt mich, für eine kleine Weile,
auch, wenn ich nicht darum bitte,
lies in meiner Seele längsten Zeile,
erfaß mich in meiner ernsten Mitte.

Halt mich, für eine kleine Weile,
gewähre mir, ich selbst zu sein,
trauerndem Gemüte zum Heile,
dem klaren Verstand zum Schein.

Halt mich, für eine kleine Weile,
bewahre mich vor der Dunkelheit,
vor tief stürzender Pfade Steile,
und vor einer kalten du-losen Zeit.

Halt mich, für eine kleine Weile,
aber sag, wenn du mich über hast,
ehe ich mich zu sehr in dir verkeile,
bevor ich dir zu sehr falle zur Last.

Halt mich, für eine kleine Weile,
für eine Weile namens Ewigkeit,
auf daß ich immer bei dir verweile,
auf daß ich zeitlos bin in der Zeit.


 


Das Gefühl

Der Regen klopft an meine Tür,
doch alles was ich wirklich spür,
ist die Trauer tief in mir.
Ich wär so gerne jetzt bei dir.
Ich fühle mich ja so allein,
wie gerne würd ich bei dir sein.
Doch wünschen, ja, das kann man viel.
Ich wünsche dir nur dies Gefühl,
das in meiner Seele lebt:
Wenn ich dich seh, die Erde bebt.
Ja, dies Gefühl wünsch ich dir auch,
weil jeder Mensch es in sich braucht.
Ich glaub nicht, dass es fehlt bei dir,
bitte offenbar es mir!


 

 

Lieber so als ohne dich irgendwann

Von mir aus könnte die Welt versinken,
wenn ich in diesem Moment bei dir bin,
begrüßen den Untergang, ihm winken,
in deinen Armen hätte selbst dieser Sinn.

In deine Augen wollte ich dann schauen,
um so in ihrer tiefen Mitte zu ertrinken,
während sich Wetter zusammenbrauen,
da Tag und Nacht im Chaos versinken.

Halten wollte ich deine wärmende Hand,
deren Greifen so zart und kräftig zugleich,
während die Meere fließen über den Rand,
da sie wütend zerbrechen jeden Deich.

Deinen Mund wollte ich zärtlich küssen,
der Glück verheißt ohne daß er spricht,
während Glut sich sammelt in Flüssen,
da die Welt langsam auseinanderbricht,

In deiner Seele wollte ich untertauchen,
die tief verborgen, versteckt in dir lebt,
während sich Berge zusammenstauchen,
da der innerste Weltenkern brüllend bebt.

In dein Herz wollte ich mich legen hinein,
dessen Schlag gleicht betörendem Klang,
während die Welt wieder wird lebloser Stein,
da endgültig beschlossen ist ihr Untergang.

Nur in deiner Umarmung wollte ich sein -
lieber so gehen als ohne dich irgendwann -
während aller Welten Ende bricht herein,
da ich mit dir doch nicht alt werden kann.


 


Niemandsland

Niemandsland im Herzen,
verloren im eigenen Ich,
Tränen brennen im Gesicht,
hoffnungslos auf das Ende wartend.
Das Ende der langen Nacht,
ohne Wärme, ohne Licht,
Müdigkeit die nicht schlafen läßt,
leise Musik, die in die Stille schreit.
Kein Glaube an das Morgen,
an die Helligkeit des Tages,
Zeit der Zweifel,
dehnt sich ins Unendliche.
Schmerzen im Kopf,
Hölle im Herzen.





Dorn

In Einsamkeit versunken,
in düstrer' Trauer ertrunken,
hättest Du mich nicht gefunden,
wär' in schwarzen Schatten ich verschwunden.

Oh! - Dieser Dorn in meinem Herzen,
er will nicht aufhörn', mich zu schmerzen!

Tiefer sticht er mich,
tiefer in mein Herz,
tiefer als so mancher Schmerz,
tiefer nur für Dich

Oh! - Dieser Dorn bohrt tiefer als das Leben,
trotz Liebe, kann ich ihm mein Herz nicht geben.

Wie sehr die Sehnsucht mich zerstört,
warum denn niemand mich erhört,
Mein Schrei, er hallt laut durch die Nacht,
und doch kein Mensch durch ihn erwacht.

Oh! - Dieser Dorn in meiner Seele,
ich mich tagtäglich mit ihm quäle!

Du fehlst mir so,
lässt mich allein.
Ich frag' mich: "Wo
magst Du nur sein?"

Der Dorn mich alle Tage quält -
Ich hatte doch nur Dich erwählt!

In ew'ger Pein die keiner sieht,
in dunkler Finsternis verglüht,
für einen Moment - Sternenglimmer,
erloschen bin ich nun für immer.

Oh, dieser Dorn in meinem Herzen,
hat endlich aufgehört, zu schmerzen.
(in Zusammenarbeit mit LadyMaharet, Karilla,
HaerDalis & Razoreth)





Wieder

Wieder den Tag ohne dich begonnen,
du bist fort, so unendlich weit,
und eh' ich mich recht besonnen,
umschlingt mich die Traurigkeit.

Wieder einen Morgen dich vermissen,
an dem ich alleine aufgewacht bin,
von der Sehnsucht fast zerrissen,
quäle ich mich durch den Tag dahin.

Wieder Mittags ohne dich gewesen,
und in meinem einsamen Pausenraum,
endlos deine lieben Worte gelesen,
die entführen in einen Tagestraum.

Wieder einen Abend wartend erhofft,
dass ich dich ein paar Minuten sehe,
und schließlich, wie schon so oft,
ohne deine Gegenwart sehnend vergehe.

Wieder die Nacht ohne dich verbracht,
allein die sanften Träume geträumt,
nicht von dir zur Vollendung gebracht,
pulsaufgepeitscht, bluthochgeschäumt.

Wieder den Tag ohne dich begonnen,
weit über Morgen, Mittag und Abend,
auch die Nacht ohne dich verronnen,
mich nicht an deiner Umarmung labend.


 


Gedanken

Wenn mein Gefühl mir sagt,
dass du traurig bist und allein,
lass ich meine Gedanken an dich,
wie eine innige Umarmung sein.

Wenn mein Gefühl mir sagt,
dass Dunkelheit über dich bricht,
leuchten meine Gedanken an dich,
wie ein wärmendes, helles Licht.

Wenn mein Gefühl mir sagt,
dass dein Leben ein farbloser Raum,
zaubern meine Gedanken an dich,
dir einen Regenbogen in den Traum.

Wenn mein Gefühl mir sagt,
dass eine Trauer dich tief erfüllt,
sorgen meine Gedanken an dich,
dass dich ein Trostmantel umhüllt.

Wenn mein Gefühl mir sagt,
dass du aufgeben willst, verzagen,
werden meine Gedanken an dich,
in meiner Liebe zu dir alles wagen.

Nicht meine Welt

Die Geschichten, Märchen ausradiert,
kein Platz, keine Zeit für solche Dinge,
kalt wird es und die Phantasie erfriert,
als ob das Eiszeitalter wieder beginne.

Die Träume von der Realität erschlagen,
in einer Welt aus totem und kaltem Stein,
neben Hektik und Getriebe können Sagen,
Märchen, Träumer nicht willkommen sein.

Kein Drachenflug mehr Schneisen schlägt,
in des Himmels leucht-strahlendes Blau,
keine Elfe ein verwundetes Einhorn pflegt,
einstmals weiße Engelsschwingen - Grau.

Wo verklingen des Herzens Zauberlieder,
wo Gefühl dem Verstand zum Opfer fällt,
merke ich schmerzlich wieder und wieder,
ich bin falsch, das ist nicht meine Welt.


Du fehlst mir

Du fehlst mir, wenn der Tag neu erwacht,
und wenn ich die Nacht ohne Dich verbracht,
die Sonne hell zu mir scheint ins Zimmer,
doch nein, eigentlich fehlst Du mir immer.

Du fehlst mir, wenn ich in Arbeit stehe,
und wie ein Kreisel rotiere, mich drehe,
ich denke: dieser Tag vergeht wohl nimmer,
doch nein, eigentlich fehlst Du mir immer.

Du fehlst mir, wenn das Tageswerk vollbracht,
und ich mich schleppend nach Haus gebracht,
mein Körper schmerzt stärker und schlimmer,
doch nein, eigentlich fehlst Du mir immer.

Du fehlst mir, wenn der Abend kommt heran,
und ich endlich durchatmen, luftholen kann,
sich Menschen hüllen in Glanz und Glimmer,
doch nein, eigentlich fehlst Du mir immer.

Du fehlst mir, wenn der Tag sich neigt,
und wenn ringsum alles stille schweigt,
der Himmel erstrahlt im Sternenschimmer,
doch nein, eigentlich fehlst Du mir immer.

 

 Sag mir...

Sag mir, was Du für dich alleine willst,
was Du Dir erhoffst von Deinem Leben,
und womit Du den Lebenshunger stillst,

was Du sehen möchtest und was erleben.

Sag mir, was Dich quält, ängstigt, peinigt,
was Dir tiefsten Seelenkummer bereitet,
und auch, was Dich lawinengleich steinigt,
was mit Bergeslasten über Dich schreitet.

Sag mir, woran Du fest glaubst im Leben,
was Einstellung und Prinzipien bestimmt,
und was Dir kann Mut und Hoffnung geben,
was Dir vielleicht mal den Glauben nimmt.

Sag mir, was Du Dir sehnlichst erträumst,
was Dir Sehnsucht ist und auch Verlangen,
und wann Du vor Glück, Freude schäumst,
was zum Erglühen bringt Dir die Wangen.

Sag mir, was Du mit ganzen Herzen liebst,
was Dir wichtig, unentbehrlich und teuer ist,
und wofür Du verzichtend Dich selber gibst,
was Du, wenn's fehlte, am meisten vermißt.

Sag mir, was Du fühlst, nur dann und wann,
was Dich traurig macht, bitter und weinen,
und sage mir, wie ich Dir dabei helfen kann,
was tun, Dir Herz und Seele wieder zu einen.


 

Einladung

Ich lade dich ein, dich bei mir auszuruhen,
deinen Kopf an meine Schulter anzulehnen,
für ein paar Minuten einmal nichts zu tun,
als nur das, was deine Sinne sich ersehnen.

Schließ deine Augen, lass dich ruhig fallen,
meine Arme werden dich sanft-sicher halten,
alle Stimmen ringsum sollen leis verhallen,
meine Hände still in deinen sich verhalten.

Löse dich von deinen Sorgen, deinen Qualen,
schließe aus deinen Kummer und deine Pein,
lass dir von mir weiche Gedankenbilder malen,
komme zu Ruhe im Kerzenschimmerschein.

Lass dir streicheln über die Stirn, das Haar,
dich mit warmer Zärtlichkeit sacht umhüllen,
lass mich - jeglich drückender Gedanke bar -
dich mit leisklingenden Träumen neu füllen.

Ich lade dich ein, immer wieder zu kommen,
so oft du dich nach meiner Zuwendung sehnst,
gerade wenn - dein Blick müde-verschwommen -
du dich am Ende deiner Kräfte wähnst.
(für Slayer *knuddel*)



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