Die Prüfungen begleiten einen Auszubildenden in schöner Regelmäßigkeit über die gesamte Ausbildung. Umso wichtiger ist es, dass man Prüfungen sehr gut und konsequent vorbereitet. Neben dem ordentlichen Führen der Unterlagen sind noch viele weitere Punkte zu beachten, um sich so gut, wie irgend möglich auf Prüfungen vorbereiten kann.
Zu den Punkten gehören:
ein realistisches und gut geplantes Zeitmanagement
ein gut vorbereiteter Lernplatz
Lerntechniken, die gut strukturiert sind.
Methoden verschiedener Lerntechniken
Selbstmotivation
Konzentration
Für die meisten Studenten kommen Prüfungen meist „aus dem Nichts“ – gestern waren noch Wochen bis zur nächsten Prüfung und jetzt steht die Prüfung kurz bevor. Viele Studenten beginnen dann damit, unorganisiert so viel Wissen wir möglich zu lernen, um die Prüfung zu bestehen. Dabei kann man genau diese Panik vermeiden, wenn man sich die Prüfungstermine sichtbar markiert und rechtzeitig mit dem Lernen beginnt.
Die meisten Studierenden arbeiten heute mit einem Laptop oder einem PC. Hier kann man sich perfekt Prüfung- und Lerntermine eintragen und auch die verschiedenen Lernabschnitte koordinieren. Viele Anwendungen verfügen sogar über ein Programm für Projektmanagement – genau dieses Tool sollten Studenten nutzen, um ihre Lernphasen zu planen und sich auf die Prüfungen vorzubereiten.
Um sich auf eine Prüfung vorzubereiten, sollte man sich zunächst einmal einen guten Überblick über den thematischen Inhalt der Prüfung verschaffen. Hier helfen dann wieder die Mitschriften und auch ein Gespräch mit Kommilitonen oder dem entsprechenden Dozenten. Wenn man die Themen der Prüfung kennt, kann man folgende Schritte durchführen:
Stoffsammlung
Lesen des Stoffs (grob).
Kategorisierung der Themen
zielorientiertes Lernen und Wiederholen
Die Stoffsammlung wird erleichtert, wenn man die Mitschriften thematisch sortiert hat. Beim Lesen des Stoffes wird auffallen, wo die Wissenslücken am Größten sind und welche Themen man beherrscht. Dies erleichtert die Kategorisierung der Themen. Bei der Einsortierung der Themen gilt: Was man weniger gut beherrscht, muss länger und häufiger geübt werden, als Themen, in denen man sich sicher bewegt. Und genauso sollte man auch die Prüfungsvorbereitung aufbauen. Für Themen, die längere Übungszeit benötigen, sollte man eine längere Phase einplanen, sicherer Stoff sollte einige Tage vor der Prüfung noch einmal kurz wiederholt werden.
Wichtig: Eine gute Vorbereitung erleichtert das Lernen und kann die Lernphase erheblich verkürzen.
Die Konzentration und Selbstmotivation stellt für viele Studenten ein großes Problem dar. Die Konzentration kann man zum einen durch einen sinnvoll gestalteten Arbeitsplatz unterstützen. Ein gut organisierter Arbeitsplatz enthält ausschließlich die Materialien, die man zum Lernen braucht und nichts anderes. Lieblingszeitschriften, eine CD-Hülle mit Musik oder auch ein PC-Spiel sind nicht geeignet, die Konzentration hochzuhalten. Allerdings helfen diese Dinge bei der Selbstmotivation. Wenn man sich ein bestimmtes Lernziel setzt und ein Zeitlimit, in dem man die Lerneinheit beendet haben will, kann man sich eine Art Belohnung aussetzen. Wenn man zum Beispiel einen besonders umfangreichen und komplizierten Abschnitt wirklich verstanden hat, kann man sich mit dem neuen PC-Spiel belohnen, um abzuschalten und das Ende der Lernzeit für den Tag zu markieren.
Zudem kommen zahlreiche Lerntechniken, die helfen, sich auf Prüfungen vorbereiten zu können. Eine Technik ist die Zeitstruktur, dass man Stoff, den man kaum beherrscht häufiger lernt. Eine andere ist das so genannte „Karteikastensystem“. Jedes Studienfach hat Stichworte, Kernaussagen und Strukturen, die man kennen und erklären können muss. Hierzu gehören auch Fachbegriffe und fremdsprachliche Ausdrücke. Man kann hier einen Karteikasten in 3 Fächer gliedern: „neu“, „in Arbeit“, „gelernt“. Wenn man sich dann mit den Inhalten der Karten beschäftigt, wandern die Karten nach und nach von „neu“ zu „gelernt“. So sollte man z. B. jeden Fachbegriff der 5 Mal exakt benannt und erläutert wurde in das letzte Fach verschoben werden.
Wichtig: Es gibt zahlreiche Hilfsmittel und Techniken, um Prüfungen vorbereiten zu können. Wichtig ist auch hier, dass man genau die Hilfsmittel und Techniken findet, mit denen man sich am effektivsten vorbereiten kann.
Achtung: Plan- und Zielloses „Draufloslernen“ ist kontraproduktiv. Wenn man seinen Weg für gutes Lernen gefunden hat, sollte man diesen Weg bis zum Ende des Studiums konsequent beibehalten. Denn diese Lerntechniken sind nicht nur für Prüfungen, Hausarbeiten oder Klausuren sinnvoll, sondern auch für den Magister oder das Staatsexamen anwendbar.
Alleine oder in der Gruppe lernen? – Tipps
Beim Lernen am Wochenende bieten sich zwei Lernvarianten an:
Alleine lernen
In der Gruppelernen
Wer alleine lernen möchte, muss sich einen guten Plan erarbeiten, dafür sorgen, dass alle Materialien vorhanden sind und vor allem einen Ort ohne Störungen wählen. Das Lernen im Café, an einem See oder auf der Wiese des Campus ist nicht empfehlenswert. Hier besteht die Gefahr von Störungen und Ablenkungen, die man nicht brauchen kann, wenn man effektiv an einem Wochenende lernen will.
Wenn man in der Gruppelernen möchte, muss man einige Punkte beachten, damit diese Gruppenarbeit für alle Teilnehmer so erfolgreich wie möglich verläuft. Es ist nicht sinnvoll, ein Thema vorzuschlagen, an dem einige Teilnehmer kein Interesse haben und dafür andere Themen zu vernachlässigen. Das würde bedeuten, dass einige Teilnehmer hinterher noch Zeit aufwenden müssen, um die nicht behandelten Themen zu lernen – dies ist jedoch nicht Sinn und Zweck eines Lernzirkels am Wochenende.
Da an einem Wochenende meist komplexere Themengebiete erörtert werden, muss man gut vorbereitet in diese Gruppenlernphase gehen.
Es empfiehlt es sich, bei der Gruppenarbeit folgende Punkte zu beachten:
1. Festlegung des Themengebiets und der einzelnen Unterthemen
2. Verteilung der Themenbereiche auf die einzelnen Teilnehmer zur Vorbereitung
3. Verschiedene Techniken zum Lernen anwenden
4. Eine Tagungsordnung, einen Lehrplan aufstellen
5. Eine schriftliche Zusammenfassung für alle Gruppenteilnehmer erstellen.
Wenn man alleine lernen möchte, sollte man folgende Punkte beachten:
1. Geeigneten Ort zum Lernen finden und einrichten
2. Benötigte Materialien komplett zusammenstellen
3. Zeitplan für das Lernen aufstellen
4. Inhalt des Lernwochenendes festlegen
5. Zeiteinteilung in thematischen Abschnitten vornehmen
6. Entsprechende Pausen einlegen
7. Störungen, Ablenkungen etc. zwingend vermeiden
Sicherlich gilt für die Gruppenarbeit als auch für das Lernen allein am Schreibtisch oder in der Bibliothek, dass man nur dann effektiv an einem Wochenende lernen kann, wenn man sich voll auf diese Sache konzentriert. Gedanken an Freizeitaktivitäten, die Pläne für das nächste Wochenende oder auch für den gleichen Abend, Gedanken an die Termine der nächsten Woche sollten während des Lernens ausgeschaltet werden. Zudem kann ein einzelnes Lernwochenende nicht die gewünschte Wirkung erzielen. Man lernt auch Schwimmen nicht, indem man eine Stunde im Wasser bleibt. Das Lernen am Wochenende ist eine echte Alternative zum Lernen in Zeitfenstern in der Woche – aber nur, wenn man in regelmäßigen Abständen ausschließliche Lernwochenenden einplant und an diesem Plan kontinuierlich und effektiv festhält.
Tipp: Wenn ein Lernwochenende festgelegt wurde, sollte man sich strikt daran halten. Andere Termine haben entsprechend zurückzustehen oder sind zu verlegen.
Allerdings sollte man sich beim Lernen am Wochenende eines vor Augen führen: Diese Lernmethode ist nur sinnvoll zwischen den Vorlesungen, sie reicht im Allgemeinen nicht, wenn es um die Vorbereitung auf Prüfungen oder Vorträge geht. Hier ist eine wochenlange Vorbereitung notwendig. Wenn man diese Prüfungsvorbereitung ausschließlich am Wochenende betreiben möchte, so würde dies viel mehr Zeit in Anspruch nehmen, als eine Vorbereitungszeit für eine Prüfung eigentlich dauern sollte. Als Vorarbeit auf die „heiße Phase“ in den Prüfungsvorbereitungen kann man das Wochenendlernen jedoch durchaus nutzen und mit Erfolg anwenden
Mit diesen Methoden effektiv in der Gruppe lernen
Lernen in der Gruppe ist bei den meisten Studenten sehr beliebt. Immer wieder bilden sich im Laufe des Studiums Lernzirkel, die dann oftmals auch bis zum Ende des Studiums Bestand haben. Natürlich sollte man sich bewusst machen, dass das Lernen in der Gruppe allein nicht ausreicht. Man wird trotzdem immer noch allein lernen müssen. Doch das Lernen in der Gruppe hat einige wesentliche Vorteile. Zudem ist es wichtig, dass man sich zum Thema Lernen in der Gruppe – einfache Methoden einige Gedanken macht und diese mit den Gruppenmitgliedern festlegt.
Tipp: Lernen in der Gruppe und allein ergänzen einander sehr gut und führen zu guten Lernergebnissen.
Die Vorteile einer Lerngruppe sind:
1. Neues Wissen:
Jeder der Lerngruppenteilnehmer bringt sein eigenes Wissen mit ein. Dies kann dazu führen, dass man durchaus Neues erfährt. Zudem werden die meisten Lernzirkel so aufgeteilt, dass jeder Teilnehmer ein spezielles Thema bearbeitet. Alle profitieren also vom Wissen der anderen und geben ihr Wissen an alle weiter.
2. Vorhandenes Wissen wird gestärkt:
Sicherlich ist es so, dass die meisten Studenten sich bewusst sind, dass sie über Fachwissen verfügen. Doch wenn man das eigene Wissen von anderen bestätigt bekommt, bzw. bekannte Fakten von jemand anderen noch einmal hört, bestärkt dies das eigene Wissen und verankert es stärker im Gedächtnis.
3. Vergleich mit anderen: Woher weiß man, ob man den Anschluss im Wissen halten kann? Durch den Vergleich mit anderen. Wenn man also mit Studenten desselben Studienjahrs lernt, erfährt man viel über sich, seinen Wissensstand und den Abstand oder Vorsprung gegenüber den Kommilitonen. Ein wesentlicher Vorteil entsteht hieraus. Je eher man eventuelle Wissenslücken findet, umso eher kann man daran gehen, diese zu schließen.
4. Motivation:
Die Tatsache, dass mehrere Personen an einem Thema gemeinsam arbeiten und sich somit beim Lernen unterstützen, hebt die allgemeine Motivation. Es ist immer motivierender, in einer Gruppe zu lernen als allein am Schreibtisch. Diese Motivation führt dazu, dass das Lernen selbst mehr Spaß macht und damit das Lernen erfolgreicher wird.
Wenn man vorhat, eine Lerngruppe zu bilden, sollte man auf einige Punkte achten, damit das Lernen in der Gruppe auch wirklich ein Erfolg wird. So ist es zum Beispiel sinnvoll, eine Gruppe nicht zu groß zu machen. Auch sollte die Gruppe an sich in der ursprünglichen Form bestehen bleiben – Fluktuation der Mitglieder wird sich zwar nie ganz vermeiden lassen, sollte aber doch nach Möglichkeit in Grenzen gehalten werden. Auch sollte man feste Termine festlegen und sich regelmäßig während der gesamten Studienzeit zum Lernen treffen. Wie auch beim Lernen allein gilt, dass alle Ablenkungen oder Störungen in der Zeit des Lernens auf jeden Fall zu vermeiden sind.
Zum Thema Lernen in der Gruppe – einfache Methoden haben sich folgende Komponenten bisher sehr gut etabliert und sollten daher in der Gruppenarbeit auf jeden Fall auftauchen.
Tipp: Die Gruppe sollte eine Teilnehmerzahl von 5 Personen nicht überschreiten. Die Gruppe sollte sich regelmäßig treffen und einen festen Mitgliederstamm haben. Je seltener die Mitglieder der Gruppe wechseln, umso besser kann man gemeinsam lernen.
1. Thema festlegen: Erstellen Sie mit den anderen Gruppenmitgliedern ein Thema für das nächste Treffen. Hierzu gehört auch das Definieren der Unterthemen und Bereiche, die behandelt werden müssen. Legen Sie diese Themen schriftlich fest, erstellen Sie eine Art Agenda für das Treffen.
2. Themenverteilung:
Jedes Gruppenmitglied muss etwas zum Thema beitragen. Daher ist es sinnvoll, wenn jedes Mitglied einen Bereich bekommt, den es bearbeitet und den anderen Mitgliedern vermittelt.
3. Arbeitstechnik wechseln: Sorgen Sie dafür, dass es verschiedene Lerntechniken gibt, die zur Anwendung kommen. Wechseln Sie zwischen Gruppen – und Einzelarbeit und bauen Sie auch Teamarbeit mit ein.
4. Abschlussprotokoll:
Aus den einzelnen Bereichen wird ein gemeinsames Abschlussprotokoll erstellt, indem alle Informationen aus allen Bereichen noch einmal schriftlich fixiert werden. Dies wird an alle Mitglieder ausgehändigt und dient so dem Wiederholen allein.
5. Feedback:
Es ist wichtig, dass die Gruppenmitglieder einen Vortrag reflektieren können. Hierzu eignen sich Feedback-Runden nach jedem Thema.
Weiterhin sollte eine Gruppenarbeit folgende Bereiche beinhalten:
Einzel-, Gruppen- und Teamaufgaben
Diskussionsrunden
Feedback-Runden
Argumentationstraining
Pro- und Kontragegenüberstellungen
Anschauliche Folien, Tabellen oder Grafiken
Zusammenfassungen
Beim Thema Lernen in der Gruppe – einfache Methoden ist es wichtig, dass jeder Gruppenteilnehmer mit der Art der Technik einverstanden ist und zurecht kommt. Doch trotzdem ersetzt die Gruppenarbeit nicht das Lernen allein. Es empfiehlt sich daher, das Gelernte am Schreibtisch noch einmal zu wiederholen, sich dabei markante Situationen ins Gedächtnis zu rufen und die verschiedenen Blickpunkte der einzelnen Gruppenmitglieder zu einem Thema noch mal allein für sich gegenüberzustellen und Rückschlüsse aus dem Gehörten zu ziehen. Nur mit einer entsprechenden Nacharbeit und dem Aufarbeiten der Lernzeit kann das Lernen in der Gruppe dauerhaft Erfolg bringen.
kinderleicht büffeln mit diesen 2 Methoden
Wenn man das Gymnasium hinter sich gebracht hat und mit dem Studium beginnt, setzt man sich zuerst einmal nicht damit auseinander, dass die Zeit des intensiven Lernens noch nicht vorbei ist. Doch spätestens vor der ersten Prüfung kommt das meist ungeliebte Lernen wieder. Viele Studenten verbringen Wochen damit, sich intensiv vorzubereiten und haben immer das Gefühl, einen wichtigen Aspekt nicht berücksichtigt, ein wichtiges Thema nicht gelernt oder eine wichtige Quellenangabe nicht verfolgt zu haben.
Dabei gibt es zwei Methoden, mit denen man einfach kinderleichtlernen kann:
1. Mind Mapping
2. Karteikartentechnik
Obwohl beide Methoden völlig unterschiedlich sind, haben sie doch beide dieselben Grundlagen. Beide Methoden fußen darauf, dass man Dinge, die man selbst formuliert und niederschreibt, besser im Gedächtnis haften bleiben, als Wissen, dass man sich ausschließlich aus Büchern erliest. Bei beiden Methoden ist die Gliederung so gestaltet, dass man einfach kinderleichtlernen kann. Zudem regen beide Methoden das Langzeitgedächtnis an, eignen sich also hervorragend, um eine Vorbereitungsphase zu beginnen und während der ganzen Vorbereitungszeit weiterzuführen.
Tipp: Die Kombination der beiden Lernmethoden bietet optimalen Lernerfolg.
Das Mind Mapping schein auf den ersten Blick etwas komplizierter zu sein, als dies bei der einfacher aufgebauten Karteikartentechnik der Fall zu sein scheint. Mind Mapping ist vornehmlich etwas für Studenten, die weniger nach dem geschriebenen Wort lernen können, sondern mehr auf eine visuelle Methode zurückgreifen müssen, um sich bestimmte Sachverhalte anzueignen. Die Mind Mapping Methode ist eine visuell-kognitive Lernmethode, die praktisch wie eine Landkarte funktioniert.
Im Mittelpunkt des Mind Mapping steht das Thema. Daraus ziehen sich verschiedene Linien zu den ersten Teilbereichen. Diese Teilbereiche werden wiederum durch verschiedene Unterpunkte, Zitate, Gedanken und Stichwörter ergänzt. Wichtig ist, dass man beim Mind Mapping verschiedene Farben verwendet, um die einzelnen Stränge des Themas visuell eindrucksvoll darzustellen. Auch ist beim Mind Mapping kein Platz, um Thesen länger auszuformulieren und Quellenangaben anzugeben. Die Mind Mapping Methode setzt den Fokus auf präzise Stichpunkte, die dann dazu führen, dass man das Thema in seiner Gesamtheit versteht und die Inhalte des Themas lückenlos nachbilden kann. So, wie man anhand einer kurzen Wegbeschreibung mit Stichpunkten von Sehenswürdigkeiten und Geschäften den Weg in einer unbekannten Stadt finden kann, soll man mit dem Mind Mapping in der Lage sein, sich in einem neuen Themengebiet schnell sicher zurechtzufinden und die Prüfung zu bestehen. Das Mind Mapping ist also eine Art „Landkarte für das Gehirn“.
Das Mind Mapping zeichnet sich aus durch:
Stichpunkte
Jeder Unterpunkt wird mit dem vorgehenden Punkt verbunden.
Es entstehen mehrere Ebenen.
Alle Teilbereiche werden einbezogen.
Die Gesamtheit der Punkte, Stichworte und Gedanken münden im Verstehen eines Themas.
Die meisten Studenten werden jedoch mit dem Karteikartensystem lernen. Viele kennen dies schon aus der Zeit des Gymnasiums, denn vor allem Vokabeln werden mit diesem System gelernt. Durch diese Methode kann man einfach kinderleichtlernen.
Das Karteikartensystem verbindet folgende Elemente:
Konzentrationsfähigkeit
Eigenes Erstellen der Unterlagen
Systematisches Wiederholen
Motivation
Das Besondere an der Karteikartentechnik ist, dass man den Inhalt komplett selbst erstellt. Hierbei geht es dann nicht darum, dass man Kopien auf Karteikarten klebt oder Textstellen aus den Unterlagen herausschreibt. Vielmehr soll man sich zum einen auf das Thema, das man bearbeitet, konzentrieren. Zum anderen soll man seine eigenen Gedanken zu den einzelnen Bereichen niederschreiben. Es ist bekannt, dass Wissen, das man einmal mit eigenen Worten formuliert und geschrieben hat, besser im Langzeitgedächtnis verankert ist, als angelesenes Wissen oder Stichworte, die man abgeschrieben hat.
Der Vorteil bei dieser Lernmethode ist, dass man die Abschnitte so klein wie nötig halten kann. Im Gegenteil: je höher der Stapel, umso größer die Motivation, wenn man sieht, wie der Stapel immer kleiner wird und das Lernergebnis wächst. Beim Schreiben der Karteikarten sollte man in jedem Fall auf eigenes Wissen zurückgreifen. Wenn man sich darauf konzentriert, die Inhalte zu einem Thema in knapper Form und selbst formuliert niederzuschreiben, hat man außerdem den Effekt, dass man eine Konzentrationsübung durchführt, von der man auch in anderen Situationen während des Studiums profitieren kann.
Die Karteikarten werden dann, wenn sie fertiggestellt sind, in 3 Fächer einsortiert. Diese Fächer sollte man beschriften: „neu“, „in Bearbeitung“ und „gelernt“. Zu Beginn werden sich alle Karten im ersten Fach befinden, dann später in das zweite Fach wandern und schließlich im letzten Fach landen. Wichtig ist, dass die Karteikarten so erstellt werden, dass man auf der Vorderseite nur ein einzelnes Stichwort notiert und dann auf der Rückseite die Antwort bzw. die relevanten Informationen, die man wissen muss. Nun lernt man die Vorder- und Rückseiten auswendig und fragt sich selbst nach und nach ab.
Tipp: Wenn man zu mehreren Wissensgebieten parallel lernt, kann man verschiedenfarbige Karten verwenden, um die Themen abzugrenzen.
Dabei wandern genau die Karten in das nächste Fach, die richtig beantwortet wurden. Man kann dies auch intensivieren, indem man mehrere Fächer benutzt, die dann die Anzahl angeben, wie oft man die richtige Antwort wusste. Spätestens nach dem 3. oder 4. Mal sollte die Karte dann jedoch im „gelernt“ Fach verschwinden. Wenn man das Thema komplett durchgearbeitet hat, werden am Ende alle Karten im letzten Fach liegen und man hat die Vorbereitungszeit perfekt genutzt und kennt nun den gesamten relevanten Stoff für die nächste Prüfung. Die Karteikastentechnik hat den Vorteil, dass man ständig einen guten Überblick über den Lernfortschritt hat. So kann man die Vorbereitungszeit perfekt einteilen. Doch man sieht auch während des Lernens, bei welchen Themen die meisten Defizite bestehen: Wenn ein Thema auch nach häufigem Wiederholen nicht im „gelernt“ Fach liegt, muss man für dieses Thema dringend weitere Arbeitszeit investieren.
Im Vergleich zur Mind Mapping Methode eignet sich die Karteikartentechnik auch hervorragend dazu, in der Gruppe zu lernen. Zudem kann man die Karteikarten überall bei sich tragen und ist so recht unabhängig vom Lernort.
Wichtig für die Karteikartenmethode ist:
Inhalte müssen selbst erstellt werden.
Fragen und Antworten auf eine Karte aber auf unterschiedliche Seiten
Thesen, die aufgestellt werden, müssen mit eigenen Worten bewiesen werden.
3 Fächer zeigen den Lernfortschritt an.
Sowohl mit der Mind-Mapping-Methode als auch mit der Kartenlerntechnik hat man zwei sehr gute Methoden zur Hand, um einfach kinderleichtlernen zu können. Selbstverständlich muss man für beide Varianten in der Vorbereitungszeit recht früh anfangen, sowohl die Karteikarten als auch die Mind Map lohnen sich nicht für das Lernen „auf den letzten Drücker“. Rechtzeitig erstellt und konsequent angewendet können sie jedoch das Langzeitgedächtnis aktivieren und sind auch gemeinsam sehr gut nutzbar.
Das perfekte Lernskript für Prüfungen
Ein Lernskript erleichtert das Üben und konzentrierte Lernen bestimmter Studieninhalte vor einer Prüfung. Doch wie sieht das perfekteLernskript aus? Viele Studenten verlegen sich auf das Schreiben von Notizkarten und lernen ausschließlich nach dem Karteikartensystem. Da dies jedoch nicht für alle Studiengänge empfehlenswert ist, sollte das perfekteLernskript folgende Punkte berücksichtigen:
Übersichtlichkeit: Ein Lernskript enthält die Essenz der Vorlesungen und Recherchen. Demnach muss es eine Gliederung enthalten, die es ermöglicht, den gesamten Stoff zu erfassen und sehr gut lernen zu können. Es ist dabei nicht wichtig, so viel Wissen wie möglich zu notieren, sondern vielmehr, die wichtigsten Inhalte eines Fachgebiets so übersichtlich und strukturiert wie möglich vorliegen zu haben. Dazu gehört auch, dass man nicht zu viele Hervorhebungen, Markierungen, Unterstreichungen oder Randnotizen im Skript unterbringt.
Inhalt:
Es bringt wenig, wenn man den Inhalt der ausgearbeiteten Mitschriften in einem Lernskript unterbringt. Dieser Inhalt ist zu groß, als dass man danach effektiv lernen könnte. Daher muss man vor der Erstellung eines Lernskripts entscheide, welche Inhalte besonders wichtig sind und diese dann in einem sinnvollen Ablauf in das Lernskript bringen. Je treffender und knapper die Texte für ein Lernskript geführt werden, umso leichter kann man mit diesem Lernskript lernen. Längere Textpassagen oder überflüssiges Nebenwissen nützt bei der Vorbereitung auf eine Prüfung nichts.
Fachliche Komponenten:
Das perfekteLernskript gibt einen bestimmten Sachverhalt wieder, auf den man sich für eine Prüfung vorbereiten will. Dieser Sachverhalt muss zwar in knapper Form, jedoch auch so vollständig wie möglich in ein Lernskript integriert werden. Zu dieser Vollständigkeit zählen neben wichtigen Merksätzen und Fachbegriffen auch Zitate, die inklusive der Quelle und eventuell einer Notiz zur Situation angegeben werden, falls dies nötig ist. Auch Grafiken, Tabellen, Zeichnungen usw. sind für das effektive Lernen wichtig, sie gehören also auch in das Lernskript. Zudem sollte man für jede These ein treffendes Beispiel benennen, das es ermöglicht, den Lernstoff nachzuvollziehen, den Inhalt zu begreifen und somit effektiv zu lernen.
Optik:
Auch wenn man ein Lernskript nicht während der gesamten Studienzeit verwendet, so sollte man doch auf die Optik Wert legen. Viele Studenten legen sich eine eigene Mappe für ihre Skripte an. Dies ermöglicht ihnen, auch zu einem späteren Zeitpunkt im Studium noch einmal dieses Material zur Prüfungsvorbereitung zurate zu ziehen. Auf keinen Fall jedoch sollte man ein Lernskript mit einer Kladde verwechseln! Wenn man nicht lesen kann, was man geschrieben hat, kann man den Inhalt nicht lernen. In einem Lernskript sind auch Randnotizen, Durchstreichungen und Ergänzungen zwischen den Zeilen nicht produktiv. Je sauberer und strukturierter das Lernskript erstellt wurde, umso leichter kann man damit lernen. Die Verwendung eines eigenen Ordners für Lernskripte ermöglicht nicht nur, dass man immer wieder auf seine Unterlagen zurückgreifen kann, sondern sorgt vor allem dafür, dass der Inhalt der Lernskripte nicht herausfällt und man alle wichtigen Informationen, die man zur Vorbereitung auf eine Prüfung benötigt, auch wirklich vorliegen hat.
Selbsttests:
Ein wichtiger Bestandteil für das perfekteLernskript ist auch ein separater Fragen-Antwort-Teil. Hier sollte man wichtige Fragen notieren, die so auch in der Prüfung vorkommen könnten. Die Beantwortung sollte man auf jeden Fall eigenständig durchführen, die Antwort überprüfen und an einer anderen Stelle im Skript notieren. Auf keinen Fall jedoch sollte die Antwort direkt unter der jeweiligen Frage stehen. Zu diesem Selbsttest gehört auch schon die Tatsache, dass man die Inhalte des Lernskripts nicht abschreibt, sondern aus dem Gedächtnis und den schriftlichen Unterlagen heraus selbst erstellt.
Diskussionsgrundlage:
Viele Prüfungsaufgaben bestehen aus der Diskussion über eine bestimmte These oder einen bestimmten Sachverhalt. Für den Inhalt eines Lernskripts bedeutet das, dass selbstverständlich hier die Grundlagen für eine Diskussion notiert werden müssen. Aus diesem Grund sollte man im Lernskript generell eine Grundlage in Form einer Pro- und Kontraausführung niederschreiben. Hierbei ist darauf zu achten, dass diese schon jetzt exakt durchdacht und strukturiert ist. Wer eine Diskussion strukturiert führen möchte, muss auch über ein gut strukturiertes Ausgangsmaterial verfügen.
Mit einem gut ausgearbeiteten Lernskript kann man allein und in der Gruppe sehr gut arbeiten. Ein gut geführtes Lernskript ist die perfekte Grundlage, um Inhalte auswendig zu lernen, sich abfragen zu lassen, aber auch in der Gruppe mit anderen Studenten das Material durchzugehen und gemeinsam zu üben. Daher ist es wichtig, dass man sich in der ersten Phase einer Prüfungsvorbereitung intensiv mit dem Lernskript auseinandersetzt.
Wichtig: Das Lernskript beinhaltet alle Aspekte, die in der Prüfungssituation vorkommen können.
Ausgangspunkt können die Mitschriften sein, in denen bereits wichtige Stellen markiert wurden. Auch gemeinsame Recherchen mit Kommilitonen sind wichtig, um die Inhalte des Lernskripts zu erstellen. Auf jeden Fall darf ein Lernskript nicht erst einige Tage vor einer Prüfung erstellt werden. Zum einen ist das Lernskript die letzte Zusammenfassung eines prüfungsrelevanten Themas, zum anderen ist auch die Grundlage, um Sachzusammenhänge nachzuvollziehen, Fremdwörter zu lernen oder sich auf Diskussionen vorzubereiten. Aus diesem Grund ist Folgendes in jedem Fall zu beachten:
1. Keine Kladde, die Schrift sollte gut lesbar sein.
2. Keine losen Blätter; es besteht die Gefahr, dass Wichtiges verloren geht.
3. Inhalte nicht aus Büchern abschreiben, sondern selbst erstellen.
4. Systematischer Aufbau, der während des gesamten Studiums beibehalten wird.
5. Studienkollegen sollten das Lernskript überlesen.
6. Knapp formulierte Merksätze sind besser als lange Texte.
Wer diese Tipps für das perfekteLernskript beherzigt, dem wird die Vorbereitung auf eine Prüfung viel leichter fallen. Schlussendlich ist es bekannt, dass all die Dinge, die man selbst formuliert und schriftlich niedergelegt hat, besser im Gedächtnis haften bleiben. Somit übt man das erste Mal bereits schon bei der Erstellung des Lernskripts. Da man während des Schreibens auch oft genug über Stichwörter, Thesen und Zitate nachdenken wird, erweitert man die Vorbereitung. So kann es zum Beispiel durchaus passieren, dass man während der Erstellung eines Lernskripts plötzlich Aspekte eines Themas erkennt, die vorher nicht offensichtlich waren. Auf diese Weise erhält man durch die Erstellung eines Lernskripts einen wesentlichen Vorteil gegenüber den Studenten, die ausschließlich aus Büchern oder nach ihrer Mitschrift lernen.
Einfache Lernmethode: Die Mnemotechnik
Da das Studium komplett aus Lernen besteht, ist eine funktionierende Lernmethode, die sich auf jeden Fachbereich universell anwenden lässt, für Studenten ideal. Neben all den Techniken, die entwickelt wurden, gibt es eine ganz einfache Lernmethode: die Mnemotechnik.
Unter der Mnemotechnik versteht man eine Lerntechnik, die auf so genannte „Eselsbrücken“ baut. Diese Eselsbrücken kennen viele Studenten schon aus der Schulzeit, wo sich die Mnemotechnik zum Lernen von geschichtlichen Zahlen usw. sehr gut geeignet hat. Doch nicht nur für Zahlen und Daten eignet sich die Mnemotechnik, sie ist auch für Fachwissen sehr gut anwendbar.
Hinweis: Die Mnemotechnik ist eine Lerntechnik, die auf Gedächtnisstützen („Eselsbrücken“) aufbaut.
Zu den Merkhilfen der Mnemotechnik gehören:
Reime
Merksätze
Schemata
Grafiken
Geschichten
Mithilfe der Mnemotechnik schaffen es einige Menschen, Listen mit vielen Begriffen auswendig zu lernen oder eine Zahl mit vielen Tausend Stellen im Gedächtnis zu behalten.
Es gibt in der Mnemotechnik so genannte „Mentalfaktoren“:
Fantasie: Was man sich bildlich vorstellt, kann man sich besser merken. Hier ist das erste Bild wichtig, das beim Hören eines Begriffs erscheint.
Visualisieren:
Auch hier ist wichtig, dass man sich einen Ausdruck oder eine Zahl bildlich vorstellt. Diesmal geschieht dies jedoch ganz bewusst und nicht durch Fantasie.
Logik:
Erkennen der Struktur des Inhalts. Was man sich logisch erklären kann, kann man sich im Allgemeinen leichter merken.
Emotion: Auch hier sehr wichtig: die Gefühle, die man mit einem bestimmten Begriff verbindet. Begriffe, die positive Emotionen auslösen, lassen sich leichter merken.
Transformation:
Bei diesem Faktor geht es darum, dass man die Begrifflichkeiten, die zu einem Thema gehören von A – Z in Bilder umsetzt, die dann für den Lernenden schlüssig und gut merkbar sind.
Assoziation:
Die Anwendung der Mnemotechnik führt auf Dauer dazu, dass man nicht nur einzelne Begriffe und Themen in Bilder umsetzen kann. Vielmehr ist man in der Lage, Verbindungen zu anderen Bereichen herzustellen und diese mit der Mnemotechnik in die Bilderstruktur aufzunehmen.
Die verschiedenen Methoden, die unter dem Begriff Mnemotechnik zusammengeführt wurden, sollen dazu beitragen, dass man seine Merkfähigkeit erhöht und seine Lernleistung somit steigert. Dies alles ohne stundenlanges Sitzen an einem Schreibtisch.
Dazu bedienen sich alle Methoden der Mnemotechnik der Verknüpfung von Fachwissen mit alltäglichen Situationen. Egal, ob man zu einem bestimmten fachlichen Inhalt einen Reim produziert oder zu Begriffen bestimmte Bilder zu ordnet. Je alltäglicher, umso besser.
Zur Anwendung der Mnemotechnik kann man:
Eine Geschichte konstruieren
Ein Gedicht reimen
Einen Merksatz prägen
Bildergeschichten erfinden
Eine Route durch die Wohnung erstellen.
Generell ist wichtig, dass jedem wichtigen fachlichen Ausdruck ein alltägliches Bild zugeordnet wird. So kann man sich zum Beispiel die Hausse und Baisse ganz gut mit den Bildern merken, die im Börsengeschäft gang und gäbe sind: dem Stier und dem Bären. Wenn man durch die Wohnung geht, und verschiedenen Gegenständen einen Fachbegriff zuordnet, wird es einfacher, sich an die Fachbegriffe zu erinnern.
Die meisten Menschen haben einige Schwierigkeiten, sich mit der Idee „Geschichten erzählen, um sich Fachthemen zu verinnerlichen“ anzufreunden. Sämtliche „Gedächtniskünstler“, die man immer wieder mit herausragenden Leistungen im Fernsehen bewundern kann, arbeiten auf diese Art und Weise. So ist es möglich, sich komplizierte, lange Zahlenreihen zu merken, indem man die Zahlen von 0 – 9 mit einprägsamen Bildern verbindet und sich statt der Zahlen eine Geschichte einprägt, die man abspult und dabei nach und nach an allen wichtigen Zahlen der langen Reihe vorbeikommt.
Wichtig: Die Mnemotechnik bedarf einiger Übung, doch dann ist der Erfolg praktisch garantiert!
Die Mnemotechnik hilft jedoch nicht nur dabei, sich komplizierte Vorgänge schneller und länger merken zu können. Die Tatsache, dass man sich auf bestimmte Stichworte für diese Lerntechnik beschränken muss und diese in einer geordneten Form aufschlüsseln soll, hilft dabei, das gesamte Thema zu strukturieren. Wer sich ausschließlich auf die wichtigen Schlüsselworte beschränken muss, um zum Lernerfolg zu gelangen, wird so sicherlich auch „unnützes Wissen“ los. Somit kann die Mnemotechnik, die in erster Linie als Merk- und Lernhilfe gedacht ist, auch dazu führen, das überflüssige, zweitrangige Wissen in den Hintergrund zu drängen und den Geist freizumachen für die wichtigen thematischen Inhalte.
So vermeiden Sie Fehler
Zu Beginn sei eines festgehalten: Es gibt keine objektive Beurteilung von mündlichen Prüfungen! Prüfer werden immer auch die Körperhaltung und Körpersprache eines Studenten mit in die Beurteilung der mündlichen Prüfung mit einbeziehen. Hierzu gehört auch, inwieweit man sich auf den Prüfer einlässt, ob man Blickkontakt sucht und auch, wie das Erscheinungsbild des Studenten ist.
Hinweis: Prüfer beurteilen immer subjektiv, auch Nebensächlichkeiten zählen.
Diese 4 Pausen sind wichtig beim Lernen
Teilen Sie ihre Zeit effektiv und effizient ein! Dazu gehört auch, dass man fixierte Lernzeiten hat, die sich klar von der Freizeit oder Familienaktivitäten abgrenzen. Man sollte während einer Lernphase im Familien- und Freundeskreis nicht an den Lehrstoff denken, sondern sich mit völlig konträren Themen befassen. Das macht den Kopf frei für spätere Lerneinheiten.
Zudem sollte man lieber viele, zeitlich kürzere Lernzeiten einplanen, als einen Lernmarathon, der sich über das gesamte Wochenende erstreckt. Wer täglich 2 – 4 Stunden lernt, kann mehr erreichen, als wenn er Samstag und Sonntag den ganzen Tag über den Notizen und Fachbüchern sitzt.
Speicherpausen! Man sollte eine kleine Pause von max. 30 Sekunden einlegen, damit das Gehirn die Möglichkeit hat, einen gerade gelernten Abschnitt abzuspeichern. Diese Pausen kann man nach jedem Sinnabschnitt einlegen – je mehr, umso besser.
Themenpausen! Es ist nicht ratsam, ohne Pause von einem Thema zum nächsten zu wechseln. Wenn man ein neues Thema beginnt oder auch eine andere Lerntechnik anwenden will, sollte man dem Gehirn die Möglichkeit einräumen, sich auf diesen Wechsel umzustellen. Diese Pausen sollten max. 5 Minuten lang sein.
Abschnittspausen! Spätestens nach 1 ½ Stunden sollte man eine etwas längere Pause einplanen, um neue Konzentration aufzubauen. Hier empfiehlt es sich, dass man eine Kleinigkeit isst und trinkt. Auch sollte man für frische Luft sorgen und sich bewegen. Durch die Sitzhaltung kann es zu Verspannungen kommen, die man mit einigen Lockerungsübungen lösen kann.
Erholungspause! Länger als 4 Stunden am Stück sollte man auf gar keinen Fall lernen, ohne eine längere Pause einzulegen. Diese darf dann ruhig auch 2 Stunden beinhalten. Es ist zwischendurch immer sinnvoll, eine Erholungspause einzulegen, damit man anschließend wieder in der Lage ist, neues Wissen effektiv aufzunehmen.
Effektiv an einem Wochenende lernen
Nicht jeder Student hat die Zeit und Muße, sich während der Woche mit seinen Skripten auseinanderzusetzen und zu lernen. Daher ist es für die meisten Studenten wichtig, effektiv an einem Wochenende lernen zu können. Dabei muss man eine wichtige Sache im Auge behalten: Es reicht nicht, nur sporadisch am Wochenende zu lernen.
Wichtig: Effektiv an einem Wochenende lernen kann man nur, wenn dies kontinuierlich durchgeführt wird.
Wer nur am Wochenende lernen kann, der muss wirklich dauerhaft an den Wochenenden lernen. Es reicht nicht, nur einmal im Monat von Freitag bis Sonntag zu lernen. Mit dieser Taktung wird man den Lehrstoff nicht bewältigen. Auch sollte man sich vorher bewusst machen, ob man die Disziplin aufbringen kann, am Wochenende zu lernen, während die anderen Studenten ihre Freizeit genießen.
Achtung: Das Lernen an Wochenenden muss genauso geplant werden, wie andere Lerneinheiten. Das Lernen muss an Wochenende längerfristig geplant und regelmäßig durchgeführt werden, damit es erfolgreich ist.
Lernen am Wochenende kann folgende Vorteile haben:
Keine Kollision mit anderen Terminen
Einfacheres Zeitmanagement möglich
Konzentration auf ein Themengebiet pro Wochenende
Ruhe in der Lernumgebung
Man kann besser Arbeit und Freizeit planen und kombinieren
Wer ausschließlich am Wochenende lernt, der muss sich innerhalb der Woche keine Zeitfenster schaffen. Vor allem bei Studenten, die auch arbeiten gehen, ist es meist nicht möglich, unter der Woche zu lernen, da eben einfach bei allen Verpflichtungen kein Zeitfenster für Wiederholungen zu finden ist. Umso wichtiger ist es, wenn die Lernwochenenden dann so gut wie möglich vorbereitet und geplant werden.
Tipp: Ein geordnetes Lernumfeld, ein strukturierter Arbeitsplan und gute Konzentration sind beim Lernen am Wochenende besonders wichtig.
Vor allem, da man am Wochenende besonders effektiv lernen muss, ist es wichtig, dass man nicht plan- und ziellos mit dem Lernen beginnt. Wer nur 3 Tage Zeit zum Lernen hat, der muss einen genauen Plan aufstellen, welche Bereiche gelernt werden müssen.
So teilst Du Deine Zeit effizient ein
Eine effiziente Zeiteinteilung ist das absolute A und O beim Lernen während des Studiums. Ungeplante „Hau-Ruck-Aktionen“, in denen vor den Vorlesungssälen auf dem Boden schnell noch Wissen aufgenommen wird, werden ebenso wenig zum Erfolg führen, wie das Lernen in Cafés oder im Stadtpark bei schönem Wetter. Wer 4 Stunden im Park lernt, hätte meist dasselbe Pensum auch in 2 Stunden in seinem Zimmer oder in der Bibliothek lernen können.
Wichtig ist, dass man mit der Zeit, die zum Lernen zur Verfügung steht, haushalten muss. Die Zeit, die täglich oder wöchentlich zur Verfügung steht, muss so effizient genutzt werden, wie es geht. Lernen muss geplant werden, sowohl inhaltlich als auch von der Zeit her. Ein vernünftiges Zeitmanagement ist daher unabdingbar und sollte folgende Punkte berücksichtigen:
Tagesrhythmus
Lernmenge
Andere Termine
Mögliche Lernumgebung
Struktur der Lernzeit
Der Tagesrhythmus ist bei der Zeitplanung sehr wichtig. Es ist nicht immer die Zeit, zum Lernen und ein Lernen zwischen zwei Vorlesungen ist ineffizient und bringt meist nicht viel. Daher sollte man, wenn man die Zeit perfekt und effizient einteilen will, auf die Zeiten der Vorlesung genau achten. Lernen sollte man nur, wenn man ausreichend Zeit finden kann, sich auf den Stoff zu konzentrieren und sich auf das Lernen einzulassen. Auch eine kurze Lernphase zwischen Studium und einem Treffen mit Freunden ist nicht sehr sinnvoll, denn die Gedanken werden immer wieder abschweifen.
Um alle Termine im Kopf zu behalten und sich dann wirklich über einen gewissen Zeitraum ausschließlich aufs Lernen konzentrieren zu können, sollte man eine Prioritätenliste entwickeln. Diese kann sich auf außerstudentische Termine ebenso beziehen, wie auf studienbezogene Lerninhalte. Wer weiß, welche wichtigen Termine anstehen und wer weiß, welches Thema am dringendsten gelernt werden muss, kann seinen Tagesablauf den Bedürfnissen anpassen und so effektiv lernen. Wer sein Lernpensum nach Prioritäten organisiert, läuft nicht Gefahr, sich zu verzetteln, wichtige Themen aus den Augen zu verlieren und eventuell wichtige Zeit mit „Nebensächlichkeiten“ zu verschwenden. Themen, für die man eine intensivere Vorbereitungszeit benötigt, erhalten dabei immer eine höhere Priorität als Themen, die man nur noch einmal wiederholen muss.
Wichtig: Zur Vorbereitung der Lernphasen gehört auch, dass man ein gutes Zeitmanagement hat und seine Termine organisiert.
Auch die Lernmenge sollte in die Zeitplanung einfließen. Wer in 2 Stunden eine Stoffmenge verarbeiten will, zu der man gut 4 Stunden benötigt, wird nicht viel von diesen 2 Stunden lernen. Es ist wichtig, dass man ausreichend Zeit einplant und den Lernstoff entsprechend auswählt und dabei wirklich realistisch vorgeht. Dazu gehört auch, dass man andere Termine nicht vernachlässigt. Wie ein guter Terminplaner muss man auch einen Lernplaner strategisch planen. Es bringt nichts, wenn man eine Lernzeit einplant, wenn man kurz vorher in einer anderen Stadt war und die Unterlagen und Arbeitsmittel, die man braucht, nicht zur Hand hat.
Die Lernzeit muss genau strukturiert werden. Dazu gehört auch, dass man ausreichend Pausen einlegt. Damit ist nicht gemeint, dass man unregelmäßig eine Pause macht, um etwas zu Essen oder zu Trinken zu holen. Der Geist braucht gelegentliche Pausen, um wieder neues Wissen aufnehmen zu können. Zu diesen Pausen sollte man auch für Bewegung sorgen und das Fenster öffnen, denn Sauerstoff erleichtert das Lernen.
Die Vorbereitungszeit perfekt nutzen
Das Lernen für eine Prüfung sollte gut vorbereitet sein. Die Vorbereitungszeit beginnt idealerweise nicht erst kurz vor der Prüfung, wenn man dringend mit dem Wiederholen des Stoffs beginnen muss, sondern bereits nach jeder einzelnen Vorlesung. Die Struktur der Vorbereitungszeit ist in mehrere Bereiche gegliedert, die sich zum Beispiel nicht so sehr von der idealen Vorbereitung in der Schule unterscheiden. Was hier gilt, gilt in gleichem Maße auch für das Studium. Generell unterscheidet man bei der Vorbereitungszeit folgende Bereiche:
Langfristige Vorbereitung
Mittelfristige Vorbereitung
Kurzfristige Vorbereitung
Wer die Mitschriften überarbeitet, Quellenangaben prüft und Recherchen betreibt, führt bereits eine langfristige Vorbereitung durch. Generell versteht man unter einer langfristigen Vorbereitung, dass man den Verlauf des Semesters aktiv durch Lernen verfolgt, die Zügel nicht schleifen lässt und Skripts immer wieder überarbeitet und ergänzt. Wer das gesamte Studium über auf dem Laufenden bleibt, wird bei der mittel- und kurzfristigen Vorbereitungszeit weniger Arbeit haben.
Die langfristige Vorbereitungszeit
Aufmerksames Lernen während des gesamten Zeitraums
Strukturiertes Arbeiten in definierten Arbeitsabläufen
Aktualisierung der Unterlagen, die zum Lernen benötigt werden.
Dies bedeutet, dass man zum Beispiel die Zeiten, in denen Hausarbeiten oder Referate erstellt werden, ebenso zur Stoffwiederholung nutzen kann und so zu einem späteren Zeitpunkt Zeit einsparen kann. Ähnliches gilt für das strukturierte Arbeiten: Lernmethoden, die konsequent durchgeführt werden, kann später wertvolle Zeit einsparen und das Lernen automatisieren. Wer die Unterlagen zudem noch immer aktuell vorliegen hat, braucht sich in der „heißen Prüfungsphase“ nicht erst darum kümmern, die richtigen Fachbücher zu besorgen oder ausführliche Recherchen im Internet durchzuführen. Natürlich kann man sich für diese Aufgaben auch verschiedener Listen bedienen. Für verschiedene Themen bzw. Aufgaben feste Prioritätenlisten einzuführen, die dann konsequent bis zu einem festen Termin abgearbeitet werden müssen, hilft dabei den Überblick über alle anstehenden Aufgaben zu behalten.
Die mittelfristige Vorbereitungszeit:
Sie beginnt einige Wochen vor der eigentlichen Prüfung. Hier sollte man die Vorbereitungszeit vom Ende an durchplanen. D. h., man beginnt am Tag vor der Prüfung und erstellt einen Plan für die Vorbereitungszeit bis zum aktuellen Tag. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass man wirklich jedes verfügbare Zeitfenster nutzt, rechtzeitig mit dem Lernen beginnt und nicht in die Gefahr kommt, wichtige Themen nicht mehr in die Vorbereitungszeit unterbringen zu können. Zu dieser Planung gehört auch, dass man einen so genannten „Ist-Bestand“ notiert: Was weiß ich, was muss ich lernen, was muss ich nur wiederholen?“ Diese Strukturierung hilft dabei, Prioritäten beim Lernen zu setzen.
Die kurzfristige Vorbereitungszeit:
Sie beginnt meist mehrere Tage vor der eigentlichen Prüfung. Hier geht es bei der Vorbereitungszeit darum, dass man sich mit der bevorstehenden Prüfung aktiv auseinandersetzt. Nun ist auch die Zeit gekommen, wesentliche Stichpunkte noch einmal zu wiederholen. Als Grundlage dafür sollten die Themenbereiche sein, die für die Prüfung festgelegt wurden. Auch hier ist eine Struktur vonnöten. Doch trotzdem sollte man bei der Vorbereitungszeit nicht außer Acht lassen, dass der Tag direkt vor der Prüfung in jedem Fall lernfrei bleiben sollte, damit man sich vor der Prüfung noch einmal entspannen kann.
Achtung: Nur alle drei Zeitphasen können einen Erfolg bei der Prüfung garantieren.
Wer die Unterlagen für die Vorbereitungszeit zusammenstellt, sollte folgende Punkte beachten, damit man so effektiv wie möglich lernen kann:
Ordnung
Die Unterlagen sollten thematisch geordnet sein. Mitschriften sollten erst nach Themenbereichen und dann chronologisch geordnet werden. Auf diese Weise kann man ein Thema von Anfang bis Ende nachvollziehen. Hier zahlt es sich aus, wenn man bei Mitschriften eine einheitliche Struktur verwendet hat.
Aktualisieren
Sind wirklich alle Unterlagen, die man zum Lernen braucht, auf dem neuesten Stand? Gab es da nicht eine Tabelle, die man sich im Internet noch ansehen wollte? Wie hieß doch gleich das wichtige Fachbuch? Mit diesen Fragen sollte man sich während der langfristigen Vorbereitung beschäftigen. Die Unterlagen sollten vor Beginn der Lernphase auf dem neuesten Stand gebracht worden sein. Wer mit unvollständigen Materialien arbeitet und wichtige Recherchen vor sich hergeschoben hat, wird keine effektive Vorbereitung durchführen können. Aus diesem Grund sollte man die Mitschriften nach entsprechenden Markierungen durchsuchen und eventuelle Versäumnisse schnell nachholen. Beim Aktualisieren sollte man die Notizen auch kritisch betrachten und sehen, ob man jede Fachfrage für sich klären kann. Jetzt ist auch der Zeitpunkt, um stichpunktartig Fragen zu notieren, wenn man auf Schwachstellen im Wissen stößt und diese in der Folgezeit abzuarbeiten.
Lernstruktur
Auch das Lernen geht in der Vorbereitungszeit nicht ohne Struktur. Hierbei sollte man sich eine Prioritätenliste erstellen: Themen, in denen man sicher ist, sollte man später lernen als Stoff, bei dem Nachholbedarf besteht. Auch die Unterlagen zu den einzelnen Themen sollten nun noch einmal neu gegliedert werden, damit ein effektives Lernen möglich ist. Je besser diese Lernstruktur und die Gliederung der Unterlagen innerhalb der Lernstruktur aufgebaut ist, umso besser lässt sich später das Lernen strukturieren und in definierten Lerneinheiten eingliedern.
Erstellung des Lernskripts
Die Informationen, die man aus den Unterlagen sammelt, werden in einem Lernskript in Stichpunkten wiedergegeben. Auf diese Weise fungiert das Lernskript zum einen als Inhaltsverzeichnis für die Lernmaterialien und als Zusammenfassung des Inhalts. Darüber hinaus ist ein Lernskript eine Möglichkeit, die Vollständigkeit der Informationen noch einmal zu prüfen.
Karteikarten anlegen
Das Lernen mittels Karteikarten ist bei Studenten sehr beliebt. Zu Beginn der Vorbereitungszeit ist es ratsam, diese Karteikarten zu beschriften. Hier können auch das Lernskript und die Gesamtheit der Unterlagen helfen. Wichtig: Das Karteikartensystem besteht aus wenigstens 3 Fächern: „neu“ „in Bearbeitung“ und „gelernt“.
Um diese ganzen Aufgaben im Kopf zu behalten und vor allem eine gute Einteilung der einzelnen Lernphasen durchzuführen, kann man sich verschiedener Software-Tools bedienen. Es ist ratsam, die einzelnen Phasen der Vorbereitungszeit als Termin zu verteilen, eventuell hier auch die Lernzeiten einzutragen. Spezielle Tools zum Thema „Projektmanagement“ helfen dabei, den Überblick über den Fortschritt zu behalten. Auf diese Weise kann man immer überprüfen, ob man noch im Zeitplan liegt, eine längere Pause einlegen kann oder ob man mit dem Lernen in Rückstand geraten ist. Bei der Planung der Vorbereitungszeit gilt: lieber mehr Zeit einplanen als vielleicht notwendig wäre. Auf diese Weise kann man bei unvorhergesehenen Problemen mit bestimmten Themen aus diesem „Mehr an Zeit“ profitieren. Auch lassen sich Zeitpläne nicht immer 100%ig einhalten. Wer ein kleines Zeitpolster einplant, hat die Sicherheit, trotzdem das Arbeitspensum schaffen zu können.
Blackout bei der Prüfung – Hinweis
mmer mehr Studenten kennen den Blackout während einer mündlichen Prüfung. Unter Blackout versteht man im Allgemeinen eine Panikattacke, die dafür sorgt, dass der Kopf sprichwörtlich „leer“ ist. Die gesamte Vorbereitung scheint umsonst gewesen zu sein und man ist nicht in der Lage, die gerade gestellt Frage zu beantworten. Doch es gibt einige Tricks, mit denen man den Blackout erfolgreich vermeiden kann.
Tipp: Ein Blackout ist nicht selten, doch man kann ihn wirksam bekämpfen und vermeiden.
Die meisten Studenten, die unter dem Blackout, also unter Prüfungsangst, leiden, haben diese Angst bereits länger und sind damit vertraut. Schon bei den Abiturprüfungen werden erste Blackouts aufgetreten sein. Für diese Studenten ist es wichtig, dass sie sich rechtzeitig Hilfe organisieren, um der Prüfungsangst Herr zu werden. An vielen Hochschulen und Universitäten kann man spezielle Kurse besuchen, in denen die Prüfungsangst therapiert wird.
Tipp: Ob auch an Ihrer Universität Kurse gegen Prüfungsangst angeboten werden, erfahren Sie am Schwarzen Brett oder im Sekretariat. Auch die Studentenvereinigung kann hier weiterhelfen.
Die meisten Studenten jedoch haben oftmals zum ersten Mal bei der mündlichen Prüfung einen Blackout. Um zu wissen, wie man den Blackout erfolgreich vermeiden oder auch bekämpfen kann, sollte man wissen, was ein Blackout überhaupt ist.
Der Blackout ist:
Eine Unterbrechung des Informationsflusses im Gehirn
Er wird ausgelöst durch übermäßigen emotionalen Stress
Er ist eine Form der Panikattacke
Er entsteht durch eine Nervenüberreizung bei hoher nervlicher Anspannung
„Dramatisieren“ von „Worst Case Szenarios“
Wie reagiert man nun am Besten bei einem Blackout? Zum einen ist es ratsam, sich genau die Frage zu stellen, die generell bei Panikattacken hilft:
Was kommt nach der Angst? – NICHTS!
Es ist durchaus in Ordnung, wenn man den Prüfer über den Blackout informiert, anstatt den Eindruck zu erwecken, man habe eine wirkliche Wissenslücke. Die meisten Prüfer können mit einer solchen Situation sehr gut umgehen und unterstützend wirken. So ist es zum Beispiel ratsam, eine Pause einzulegen, den Raum zu verlassen und sich zu beruhigen. Insofern helfen alle Maßnahmen, die auch bei einer anderen Panikattacke wirken.
mündliche Prüfung ohne Probleme meistern
Die schriftliche Prüfung ist meist nur eine Hälfte der gesamten Prüfung. Wenn man den schriftlichen Teil hinter sich gebracht hat, kommt es meist darauf an, dass man auch mündliche Prüfungen perfekt meistern kann. Auch hier gibt es einige Ratschläge, mit deren Hilfe man sicher und erfolgreich durch eine mündlichePrüfung kommt.
Tipp: Das Fachwissen gibt Selbstsicherheit. Sie sind ein Profi, kein dummer Schüler!
Wichtig ist, dass man die mündlichePrüfung weniger als Prüfung ansieht, sondern mehr als Diskussion zwischen Fachleuten. Die Prüfer sind „von ihrem Fach“: Medizinstudenten werden von Medizinern befragt, Informatikstudenten von Informatikern. Sicherlich wird das Gespräch nicht in entspannter Atmosphäre verlaufen, denn immerhin hängt von der korrekten Antwort viel ab. Doch trotzdem muss sich kein Student vor seiner mündlichen Prüfung verstecken, denn es ist ja Wissen vorhanden. Bei der mündlichen Prüfung muss man nun dieses Wissen zeigen.
Hinweis: Die schriftliche Prüfung ist die Pflicht, die mündlichePrüfung ist die Kür.
Wenn man mündliche Prüfungen perfekt meistern will, sollte man die einfachen Regeln der Kommunikation beachten:
1.)Selbst wenn man die Richtung ahnt, in die eine Frage zielt: Der Prüfer muss die Frage zu Ende stellen. Niemals den Prüfer unterbrechen und mit der Beantwortung beginnen.
2.)Blickkontakt zum Prüfer herstellen. Bei der Beantwortung sollte man sich nicht im Raum umsehen und auch nicht zu Boden blicken. Der Prüfer muss das Gefühl haben, man beantwortet die Frage ausschließlich ihm.
3.)Niemand kann einer Antwort folgen, wenn sie zu langsam oder zu schnell ausgesprochen wird. Wer zu langsam spricht, läuft Gefahr, dass man glaubt, er müsse sich jedes Wort genau überlegen, weil er unsicher ist. Ähnliches gilt für zu schnelles Sprechen. Wer zu schnell spricht, erweckt den Eindruck, die Fragen nur ganz schnell „hinter sich bringen“ zu wollen.
4.)Füllwörter sind auf jeden Fall zu vermeiden! Leere Worthülsen wie „äh“, „ähm“ oder Ähnliches haben in der Beantwortung einer Frage nichts zu suchen. Diese Füllwörter sollen in der sprachlichen Kommunikation für „Luft zum Nachdenken“ sorgen und sind ein Zeichen dafür, dass man den Stoff nicht beherrscht. Wer weiß was er sagen will, benötigt keine Worthülsen.
5.)Wer schreit hat Unrecht! Dieses Sprichwort gilt auch für die Prüfung. Eine angemessene Stimmlage und Lautstärke senden genau die richtigen Signale an die Prüfer aus: Ich bin entspannt und mir meiner Sache ganz sicher.
Natürlich hat man, trotz der Prüfungssituation die Möglichkeit, eine Fragetechnik in eine gewünschte Richtung zu lenken. Der Prüfer hört genau zu. Wenn er das Gefühl hat, einen Schwachpunkt gefunden zu haben, wird die nächste Frage genau darauf zielen. Daher sollte man die Beantwortung so strukturieren, dass die nächste Frage auf einen Bereich zielt, den man sicher beantworten kann. Man kann also durchaus die Prüfungsinhalte aktiv mitgestalten, wenn auch nur bis zu einem gewissen Punkt.
Tipp: Der Prüfungsverlauf kann durch strukturierte Antworten zugunsten des Studenten geleitet werden.
Doch auch für den Inhalt der Antwort gibt es einige Punkte, die man beachten sollte. Dazu gehört zum Beispiel, dass man sich gewisse Schlagworte merkt und diese an passender Stelle einbaut. Natürlich sollte man diese Schlagworte verstanden haben und gewisse Aussagen stichhaltig belegen können. Denn Schlagworte und Fachbegriffe werden immer Nachfragen zur Folge haben.
Tipp: Die richtige Wortwahl und das Einbringen von Fachbegriffen bringen Vorteile für die Prüfung.
Wenn man eine Frage gestellt bekommt, sollte man sich Zeit nehmen, um die Frage zu beantworten. Dies bedeutet:
Nachdenken über die Fragestellung
Antwort überlegen
Struktur der Antwort festlegen
Niemals sollte man eine Antwort „aus dem Stehgreif“ heraus beantworten. Die Antwort muss so gestaltet sein, dass sie die Frage beantwortet, ohne zu ausschweifend zu sein. Dazu gehört, dass man knapp aber präzise antwortet, Beispiel anführt und die Antwort mit einer kleinen Zusammenfassung abschließt. Auch sollte man nur auf das antworten, was Gegenstand der Frage war. Der Prüfer hat nach einem ganz bestimmten Punkt gefragt, Rahmenbedingungen oder Auswirkungen interessieren nicht. Man sollte niemals den Fehler machen, der nächsten Frage bereits mit einer Antwort vorzugreifen und Gefahr laufen, eine Frage zu beantworten, die (noch) nicht gestellt wurde.
Um eine Antwort so treffsicher wie möglich zu gestalten, sollte man sich gut vorbereiten. Dies kann man während der Prüfungsphase, indem man zu jedem wichtigen Thema Beispiele, Vergleiche oder Rückschlüsse erstellt. Auch das Zitieren von wichtigen Aussagen aus Fachbüchern kann bei einer mündlichen Prüfung Pluspunkte einbringen. Selbstverständlich muss alles so gestaltet sein, dass der Prüfer den Eindruck gewinnt, dass der Student sich wirklich gut in dem Thema auskennt und sich auf diesem Terrain sicher bewegen kann.
In diesem Zusammenhang hilft es auch, dass man sich typische Fragen zu dem jeweiligen Bereich heraussucht. Wenn man weiß, welche Fragen sehr wahrscheinlich Bestandteil sind, kann mit diesen Fragen perfekt umgehen. Wer sich zu möglichen Fragen die passenden Antworten zurechtlegt, kann diese abspulen, wie ein Programm, und gewinnt somit mehr Sicherheit.
Die wichtigsten Tipps für die mündlichePrüfung noch einmal zum Schluss:
Über die Frage nachdenken, bevor man antwortet.
Langsam und ruhig reden
Prüfer ansehen
Antwort knapp formulieren
Ausführung durch Beispiele, Zitate, Vergleiche belegen
So vermeiden Sie Fehler bei der mündlichen Prüfung
1. Zu spät kommen
2. Ungepflegtes Äußeres
3. Unangemessene Kleidung
4. Offensichtliche Nervosität
5. Überheblichkeit gegenüber dem Prüfer
Zu spät kommen schließt sich bei der Prüfung generell aus. Dazu gehört auch, wenn man den Zug verpasst, oder wegen eines Staus oder Streiks nicht rechtzeitig erscheint. Der Student ist hier in der Informationsschuld. D. h., wenn ein Streik ansteht, muss er sich informieren, wie er am Besten zur Prüfung kommt und gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen, die dies sicherstellen.
Vor allem sollte man sich vor „faulen Ausreden“ hüten! Es interessiert den Prüfer nicht, dass der Zug nicht kam, man keinen Parkplatz gefunden hat oder der Wecker kaputt gegangen ist. Der Prüfungsbeginn steht lange vorher fest, der Student hat das Seinige zu tun, um pünktlich zu erscheinen.
Gleiches gilt für eine angemessene Kleidung. Es handelt sich um ein staatliches Prüfverfahren, dementsprechend sind legere Kleidungsstücke tabu.
So vermeiden Sie Fehler beim optischen Auftritt:
Unordentliche Kleidung
Bauchfreie Tops
Kurze Hosen, auch bei sehr hohen Temperaturen
Im Sommer: Flip-Flops und Sandalen ohne Socken
Verschmutze Kleidung
Überschminken
Die korrekte Kleidung drückt in gewissem Maße den Respekt gegenüber dem Prüfer aus. Wenn dies fehlt, wird der Student von Beginn an schon Punkte gutmachen müssen, bevor er Punkte für seine Benotung einsammeln kann.
Wenn die Hürde des pünktlichen Erscheinens und der Kleidung genommen ist, gibt es noch das Problem, mit Lampenfieber und Nervosität umzugehen. Auch hier ist die Körpersprache ein Kriterium, das unbewusst in die Benotung der mündlichen Prüfung
Tipp: Jeder Student ist nervös. Die Kunst liegt darin, den Prüfer die Nervosität nicht oder nur kaum spüren zu lassen.
Auf gar keinen Fall sollte man wie „ein Häufchen Elend“ auf seinem Stuhl sitzen, an den Fingernägeln kauen oder sonstige Anzeichen von starker Nervosität zeigen. Dies ist meist ein Indiz dafür, dass der Student berechtigte Angst vor der Prüfung hat. Jeder Prüfer wird nun versuchen, die Schwachpunkte und damit den Grund für die Nervosität zu finden. Also die Prüfung wird unter Umständen ein bisschen schwieriger als geplant.
Achtung: Wer gut auf die mündlichePrüfung vorbereitet ist, braucht nicht nervöser zu sein, als nötig – Angst vor den Fragen ist dann unbegründet.
Doch auch bei der Beantwortung von Fragen kann einiges durchaus falsch machen. Besonders gefürchtet sind die folgenden Fehler:
Prüfer unterbrechen / nicht ausreden lassen
Zu schnell / zu laut sprechen
Zu weitschweifig antworten
Eine Antwort geben, die nicht zur Frage passt
Dem Prüfer widersprechen
Das Problem ist meist leicht behoben: Wer sich die Frage anhört und kurz über den möglichen Inhalt der Antwort nachdenkt, wird nicht in die Versuchung kommen, am Thema vorbei zu antworten oder weitschweifige Exkursionen in andere Themenbereiche zu unternehmen. Je knapper und genauer die Antwort, umso zufriedener der Prüfer.
Dies gilt übrigens auch für das Anführen von Beispielen. Man muss den Prüfer nicht mit seiner Vorstellungskraft beeindrucken. Daher sollte man realistische Beispiele nennen. Es gibt keine 5,40 m großen Menschen, auch wenn der dargestellte Sachverhalt dadurch drastischer veranschaulicht werden kann! Der Prüfer wird sich davon nicht beeindrucken lassen und dieses Beispiel wird sicherlich nicht zum Bestehen der Prüfung beitragen.
Tipp: Realismus bei der Auswahl von Beispielen bürgt für Professionalität.
In diesem Zusammenhang hilft es auch, wenn man über den Prüfer ein wenig Bescheid weiß. So lange, wie der Prüfungstermin bekannt ist, steht auch der Name des Prüfers in den meisten Fällen fest. Es spricht nichts dagegen, sich über den Prüfer zu informieren. Wichtig sind vor allem die folgenden Informationen:
Name des Prüfers:
Wer den Prüfer mit seinem Namen ansprechen muss, hat schon einmal einen Pluspunkt gesammelt.
Steckenpferd kennen:
Jeder Prüfer hat spezielle Lieblingsthemen in einem Fachgebiet. Wenn man diese kennt, ist es leicht, die Prüfungsfragen in eine entsprechende Richtung zu lenken. Das Interesse für das gleiche Thema weckt Sympathien beim Prüfer und kann so die Prüfung positiv beeinflussen.
Meinung teilen:
Damit ist nicht gemeint, dass man dem Prüfer „nach dem Mund“ reden soll. Es ist lediglich ein großer Vorteil, wenn man die Meinung des Prüfers zu einem Thema kennt und so eine Konfrontationssituation während der Prüfung vermeiden kann.
Zum Schluss ist es wichtig, dass Sie folgende Fehler vermeiden:
Keinen Dialekt verwenden, bei Prüfungen wird Hochdeutsch gesprochen
Starrsinniges Beharren auf die gegebene Antwort
Mehr Wissen suggerieren, als eigentlich vorhanden ist
Kein Augenkontakt zum Prüfer bei den Antworten herstellen.
Wenn man sich überlegt, dass der Prüfer nicht unbedingt aus dem gleichen Bundesland kommt, versteht sich die Benutzung von Hochdeutsch von selbst. Auch das Beharren auf Antworten und Ansichten ist nicht ratsam. Wenn ein Prüfer nachfragt, sollte man sich überlegen, ob er dass nicht sehr wahrscheinlich tut, weil man in der Antwort falsch liegt. Wenn man mehr Wissen vorgibt, als man hat, wird ein Prüfer das schnell durchschauen und entsprechende Fragen stellen. Der Augenkontakt mit dem Prüfer hat die Wirkung, dass der Prüfer die Gewissheit hat, dass man sich bei der Antwort auf ihn konzentriert und direkt mit ihm spricht.
Die wichtigsten Tipps vor der Prüfung
Nach wochenlanger Vorbereitungszeit steht dann am Ende die eigentliche Prüfung. Was anfangs noch ganz weit entfernt ist, steht plötzlich unmittelbar bevor. Wenn die Vorbereitungszeit gut geplant und strukturiert wurde, sind die eigentlichen Vorbereitungen abgeschlossen. Man wird das Lernpensum bewältigt haben, die wichtigsten Inhalte sind verstanden, man hat auch an alle Lerninhalte gedacht und gut geübt. Die meisten Studenten sind in dieser Situation zwar sehr gut vorbereitet aber sehr nervös.
Im Prinzip sollte die aktive Phase der Prüfungsvorbereitung 3 Tage vor der eigentlichen Prüfung abgeschlossen sein. Wer jetzt Fakten nicht verinnerlicht hat, wird „auf den letzten Drücker“ kein weiteres Wissen erwerben und im Langzeitgedächtnis speichern können. Die wichtigsten Tipps vor der Prüfung sollte man genau anwenden, damit man perfekt vorbereitet in die Prüfung gehen kann.
Tipp: Jetzt nichts Neues mehr hinzulernen. Wer jetzt noch neue Fakten lernt, wird nur verunsichert und kommt durcheinander.
Die einzigen Vorteile, die es hat, sich 3 Tage vor der Prüfung noch mit dem Stoff zu befassen, sind:
1. Verankerung des Wissens im Langzeitgedächtnis
2. Erlangung der inneren Ruhe
3. Wissen: „Ich habe alles getan“
4. Selbstsicherheit, dass man den Stoff verstanden hat.
Jetzt ist es an der Zeit, allerhöchstens das Lernskript noch einmal zu überfliegen. Wenn vorher die Lernphasen kontinuierlich durchgeführt worden, ist nichts mehr unklar und es handelt sich nur noch um ein überfliegen der Unterlagen. Das Lernen sollte nun nicht mehr im Vordergrund stehen, vielmehr sollte man innerhalb der 3 Tage versuchen, sich zu entspannen, einem Hobby nachzugehen oder sich mit Freunden zu treffen. Ein wenig Ablenkung vor der Prüfung ist genau das, was man braucht, um neue Kraft für die Prüfung zu tanken.
Tipp: Gönnen Sie sich eine Auszeit! Sammeln Sie neue Kräfte!
Dann kommt der Tag, an dem die Prüfung stattfindet. Um Hektik am Morgen zu verhindern, sollte man auf jeden Fall folgende Punkte beachten:
Vorbereitung:
Am besten ist, man legt alle Unterlagen und Materialien, die für die Prüfung dringend benötigt werden, am Abend schon zusammen. Dazu gehört auch, dass man die wichtigen Dokumente und ausreichend Essen und Getränke bereitstellt. Wer abends vorbereitet, muss am nächsten Morgen nicht hetzen.
Ausschlafen:
Wer am Tag der Prüfung ausgeschlafen ist, kann sich besser konzentrieren. So sollte man am Abend vor der Prüfung nicht zu schwer essen, keinen Alkohol trinken und nach Möglichkeit für mindestens 8 Stunden Schlaf sorgen.
Wecker stellen!
Es ist wichtig, dass man entspannt in eine Prüfung geht. Dazu gehört auch, dass man entspannt aufsteht und den Tag beginnt. Wer den Wecker rechtzeitig stellt, hat Zeit genug, wach zu werden und zu frühstücken.
Gesund frühstücken:
„Ein leerer Geist studiert nicht gern.“ – Ein leerer Geist kann auch keine Prüfung bestehen. Ein gesundes Frühstück aus Müsli und Obstsaft ist genau das Richtige, um die grauen Zellen in Schwung zu bringen. Den Kaffee sollte man besser weglassen: Das Koffein reizt die Nerven und macht einen nervösen Studenten nur noch nervöser.
Rechtzeitig losgehen:
Man sollte rechtzeitig vor Beginn der Prüfung vor Ort sein. Um dies zu gewährleisten, sollte man rechtzeitig von Zuhause aufbrechen. Nichts ist schlimmer, als wenn wertvolle Minuten verloren gehen, weil man den Zug verpasst oder im Stau steht. Wer zu spät zur Prüfung erscheint, wird entweder ausgeschlossen oder er muss das gesamte Pensum in weniger Zeit bestehen.
Es ist üblich unter Studenten, sich vor der Prüfung abzufragen, nach Fachbüchern zu fragen, die man „unbedingt gelesen“ haben muss. Wenn man die wichtigsten Tipps für die Prüfung beherzigt, sollte man sich die Vorarbeit auf die Prüfung nicht durch eine sinnlose Diskussion über Fachbücher oder irritierende Themen zunichte machen. Bei der Fülle von Fachbüchern kann man in der Vorbereitungszeit nicht jedes Fachbuch lesen. Doch bei diesen Diskussionen unter Studenten macht sich meist eine Verunsicherung breit. Was ist, wenn das Fachbuch, das man nicht gelesen hat, genau das ist, was man hätte lesen müssen? Solche Fragen sorgen für Unruhe und Verunsicherung und sollten deshalb überhört werden.
Wichtig: Gespräche über die Prüfung sind kurz vorher auf jeden Fall zu vermeiden!
Selbst wenn man viel zu früh am Prüfungsort ist, sollte man auf keinen Fall jetzt noch lernen. Die Anspannung steigt mit jeder Minute und man wird in dieser Nervosität nichts mehr lernen, was man noch nicht kann. Im Gegenteil: Lernaktionen „auf den letzten Drücker“ sorgen nur dafür, dass man bestehendes Wissen verwirft und plötzlich auf einem ganz falschen Weg ist.
Achtung: Die Prüfungsphase wird nicht bis zum Prüfungsbeginn gezogen. Vor der Prüfung sollte nicht gelernt werden.
Wenn dann die Prüfung beginnt, sollte man einige Punkte beachten, um sowohl den Überblick nicht zu verlieren und hektisch zu werden, zum anderen aber auch die Zeit im Auge zu behalten. Eine Prüfung besteht immer aus einer gewissen Anzahl Fragen, die in einer gewissen Zeit beantwortet werden müssen.
Wichtig ist, dass man sich zuerst einen Überblick über den Aufgaben- und Fragenkatalog der Prüfung macht. Hierzu muss man sich die gesamten Prüfungsfragen durchlesen. Anschließend liest man jede einzelne Frage noch einmal durch und beginnt mit der Beantwortung.
Tipp: Erst die Fragen beantworten, die man sicher weiß. Aufgaben mit längerer Bearbeitungszeit nach hinten anstellen.
Nun ist es wichtig, dass man sich überlegt, wie viele Minuten man pro Aufgabe zur Verfügung hat. Die Zeit, die man bei der Bearbeitung der „einfacheren“ Fragen einspart, kann man für die Fragen nutzen, zu deren Antwort man mehr Zeit benötigt.
Auf jeden Fall muss man daran denken, dass die Prüfung benotet wird. Nicht nur die Korrektheit der Fakten ist ausschlaggebend. Viele Professoren ließen Studenten durchfallen, weil sie nicht lesen konnten, was auf den Unterlagen geschrieben stand. Ein gut leserliches Schriftbild und eine geordnete Struktur sind wichtig für die Prüfung.
Mit diesen Methoden den Blackout vermeiden
1. Situation verlassen
2. Pause einlegen
3. Atemtechnik einsetzen
4. Autogenes Training einsetzen
5. Gedanken umlenken
Autogenes Training ist eine wirksame Methode, wieder zur Ruhe zu kommen und sich seelisch zu entspannen. Die Atemtechnik, die man anwenden kann, hat denselben Effekt. Der Blackout entsteht durch eine übermäßige Sauerstoffanreicherung im Blut, d. h., es ist zu wenig Kohlendioxid im Blut vorhanden. Um dies auszugleichen, ist es ratsam.
1. In die Hände zu atmen
2. Einen Wechsel zwischen normaler Atmung und Luftanhalten durchzuführen
Wie kann man aber nun den Blackout erfolgreich vermeiden? Ein wesentlicher Bestandteil ist die gute Vorbereitung. Wer die Selbstsicherheit besitzt, dass er sich gut auf eine Prüfung vorbereitet hat und dass er sich darauf verlassen kann, dass er Wissen jederzeit zuverlässig abrufen kann, wird entspannter in eine Prüfung gehen. Darüber hinaus kann man viel an seinem Verhalten vor der Prüfung tun, um keinen Blackout zu bekommen. Hierzu gehört vor allem, dass man alle Gedankengänge vermeidet, die eine solche Panik hervorrufen können. Besser ist es, man stellt sich eine realistische Prüfungssituation vor, um mit der Situation und den zugehörigen Emotionen vertraut zu werden.
Hinweis: Es gibt viele Wege, dem Blackout zu begegnen. Man ist ihm nicht hilflos ausgeliefert. Oft kann man schon im Vorfeld viel dagegen unternehmen.
Natürlich kann es auch helfen, sich im Vorfeld bereits aktiv mit seiner Prüfungsangst auseinanderzusetzen und mit Atem- und Entspannungsübungen für Ausgeglichenheit zu sorgen. Hier haben sich die o. g. Atemtechnik und das autogene Training besonders bewährt. Zusätzlich hilft es, wenn man die Prüfungssituation mit Kommilitonen in Arbeitszirkeln durchspielt. Wer schon einmal eine Prüfungssituation simuliert und gut überstanden hat, dem wird auch die eigentliche Prüfungssituation keine Angst mehr einjagen.
Wer dazu neigt, sich unrealistische Gedanken über Prüfungssituationen zu machen, kann einiges unternehmen, um diese Gedanken zu verändern. Wer merkt, dass eine panische Situation entsteht, sollte sich gedanklich „von dem Ort entfernen“ – also statt an die bevorstehende Prüfung an etwas absolut Positives denken und dabei bleiben. Auch ist es möglich, den Blackout zu verhindern, idem man die Gedanken an die bevorstehende Prüfung umkehrt und mit einer optimistischen Grundstimmung sieht. Diese Gedanken werden im Allgemeinen „angsthemmende Gedanken“ genannt. Wer sich geistig entspannt, wird der Panikattacke und damit dem Blackout ein Schnippchen schlagen können.
Mögliche Gedanken gegen den Blackout:
Vorstellung des letzten / nächsten Urlaubsorts
Gedanken an das Lieblingstier
Die Prüfung nicht als „Bürde“ sehen, sondern als „Möglichkeit, zu zeigen, was man kann“.
Generell sollte man die Zeit vor der Prüfung so positiv formulieren wie möglich. Die Prüfung sollte nicht als „Problem“ angesehen werden, sondern als Chance und Herausforderung, der man gewachsen ist.
Tipp: Optimismus hilft gegen Blackouts. Eine Prüfung ist kein Problem, sondern eine Chance!
Und sollte sich der Blackout nicht vermeiden lassen: Kommunizieren Sie ihn! Teilen Sie sich dem Prüfer bitte sofort mit. Sie werden merken, dass auch der Prüfer Techniken besitzt, mit denen er Sie wieder von der Panik wegbekommt und Ihnen über den Blackout hinweghilft. Und schon kann die Prüfung in aller Gelassenheit weitergehen.