Polierpeche


Pech ist ein Naturprodukt. Der Nachteil ist das einige Pechsorten mit der Zeit altern und ihre Eigenschaften verändern (z.B. Pech der Firma Gugolz kurz GG).Man sollte es bis ca. 1,5 Jahre nach Lieferung aufbrauchen.

Das Pech der Firma Tivolie (gibt’s leider nicht mehr) und Gugolz hat eine bestimmte Norm

Je höher die Kennzahl desto härter das Pech

z.B. Gugolz liefert Pech in den Härten 55, 64,73,82,91

das 55er Pech ist ziemlich weich und wird oft zum Mischen verwendet mit härteren Pechen, Kolophonium oder Schellack um eine bestimmte Eigenschaft bzw. Härte, Sprödheid oder Zähigkeit zu bekommen.

Das Pech der Firma Zeiss hat andere Bezeichnungen aber hier gilt auch je höher die Zahl desto härter das Pech. Die zahlen wären 28, 30, 32, 34, 36,Härte ist nach der ehemaligen Zeiss-Norm definiert als die Temperatur, bei der eine Nadel mit einer Grundfläche von 1mm² bei einer Belastung von 1Kg in 10 Sekunden 2mm tief eindringt.

 

Hier eine kleine Hilfe zur Auswahl von Pechen

Es kommt auf die Größe des Körpers an- je größer der Körper um so weicher das Pech

Material, Härte (Glas; Kristall, Kunststoff, Metall, Halbleiter)-je empfindlicher das Material um so weicher das Pech

Wärme im Bearbeitungsraum- je wärmer der Raum um so härter das Pech

Arbeitsgang ( Vor- oder Nachpolieren)- Vorpolieren hartes Pech das sich nicht so schnell verändert

                                                   Nachpolieren weiches Pech das sich gut anpassen kann

 

Hartes Polierpech für

Weiches Polierpech für

Kleine Werkstücke

 

Große Werkstücke

 

Kleine Linsen auch auf großen Linsenkörpern

 

Große Linsen auch auf kleinen Linsenkörpern

 

Hartes Glas

 

Weiches Glas

 

Weniger genaue Arbeiten, wobei mit großer Spindeldrehzahlen und starker Gewichtsbelastung gearbeitet wird

 

Erhabende Flächen

Genaue Arbeiten, wobei mit kleinerer Spindeldrehzahl und geringerem Gewicht gearbeitet wird

 

Hohlflächen

 

Schellack: Dies ist ein natürlicher, seit Jahrtausenden bekannter Rohstoff. Er entsteht als Stocklack aus dem Sekret der weiblichen Lackschildläuse, wenn diese durch einen Stich in die Jungtriebe bestimmter Bäume in Indien und Thailand den Zweigen einen Harzsaft entlocken.
Nach dem Trocknen wir das Harz abgenommen, aufgearbeitet, mehrfach gereinigt und zu Blättchen gebrochen.

Mit Schellack wird das Pech zäher und härter. Mann kann es mit weicherem Pech mischen und zum Vorpolieren von Linsen benutzen. Ein Vorteil ist das es seinen Radius nicht so schnell verändert und dadurch eine hohe Standzeit aufweist

 

Kolophonium: Kolophonium wird aus dem Rohbalsam (Harz) der Kiefer gewonnen. Durch Destillation und Wärmebehandlung werden dem Rohbalsam Terpentinöl und andere flüssige Bestandteile entzogen. Die nach dem Reinigungsprozess zurückbleibende, erkaltete Masse nennt man Kolophonium. Kolophonium ist eine spröde, beinahe geruchs- und geschmacklose, nicht in Wasser lösliche Masse. In reinem Zustand fühlt es sich klebrig an und ist durchsichtig. Kolophonium hat keinen definierten Schmelzpunkt und löst sich in Aceton, Alkohol Äther und verschiedenen anderen Lösungsmitteln. Man benutzt es zum mischen von weichen Pechen.

Gugolspech hat einen Kolophoniumanteil von 20% vom Lieferanten her schon

Um eine sprödere Oberfläche des Peches zu bekommen und dadurch den Polierabtrag zu erhöhen, mischt man Pech mit Kolophonium.

 



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Polierpeche

Hier ist eine kleine Übersicht über Polierpeche, Normen, härte Mischungen mit Kolophonium und oder Schellack.

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