Optische Bauelemente


Optische Bauelemente

Planparallele Platte

Eine planparallele Platte ist ein durchsichtiger Körper, dessen optisch wirksame Flächen plan sind und parallel zueinander verlaufen.
Die Wirkung der planparallelen Platte besteht darin, das sie einen einfallenden Lichtstrahl um den Betrag vp parallel-, längs- oder höhenversetzt. Angewandt wird die planparallele Platte bei Planspiegeln, Farbfiltern, Testmarken, Deckgläsern, Abschlussgläsern und Ausgleichsplatten. Wegen der auftretenden Abbildungsfehler sollte eine planparallele Platte nicht im konvergenten oder divergenten Strahlengengang, sondern nur im parallelen Strahlengang angewandt werden.


Prismen

Unter einem Prisma versteht man im optischen Sinne einen durchsichtigen Körper, dessen optisch wirksame Flächen plan sind und geneigt zueinander stehen.

Optischer Keil
Die Wirkung der Optischen Keile besteht darin, das sie das Licht ablenken. Befindet sich vor und hinter dem Prisma Luft, so erfolgt die Ablenkung immer zur dickeren Seite des Prismas. Die Ablenkung wird umso größer, je größer der Brechende Winkel und die Brechzahl des Prismas werden.
Zu den optischen Keilen gehören z. B. das Achromatische Prisma und das Geradsichtprisma.
Eingesetzt werden die Optischen Keile in Stereovorsätze für fotografische Objektive.

Dispersionsprisma
Die Dispersionsprismen zerlegen das Licht in seine einzelnen Farben.
Zum Einsatz kommen die Dispersionsprismen in Spektralapparaten.

Reflexionsprisma
Bei Reflexionsprismen findet eine Parallelversetzung und Richtungsänderung der Lichtstrahlen oder die Drehung und Seitenvertauschung von Bildern statt.
Zu den Reflexionsprismen gehören z. B. das Rhombusprisma, Umkehrprisma, 90°-Prisma, Prisma nach Dove, 90°-Pentaprisma, Pentaprismen anderer Ablenkung....
Angewandt werden die Reflexionsprismen in Entfernungsmessern, bei Schrägeinblick am Mikroskop, bei Feldstechern und Prismensuchern bei Spiegelreflexkameras.


Linsen

Linsen haben gewölbte Flächen von den die sphärischen Flächen die am häufigsten verwendete Form darstellen. Bei den sphärischen Flächen unterscheidet man die Hauptformen sphärisch konvexe oder konkave Flächen. Eine sphärische Fläche weißt in allen Meridianen die gleiche Krümmung auf. Die Krümmung eines Meridians ist an allen Stellen gleich groß. Eine sphärische Linsenfläche ist um so stärker gekrümmt, je kleiner ihr Krümmungsradius ist.
Konvexlinsen sind in der Mitte dicker als am Rand und sammeln die Lichtstrahlen.
Konkavlinsen sind in der Mitte dünner als am Rand und zerstreuen die Lichtstrahlen.
Der größere Radius wird bei Linsen immer zu erst genannt.

Das Gegenteil von der sphärischen Fläche ist die Asphäre. Eine asphärische Fläche ist eine Fläche, die in ihrer Form von der Kugelgestalt abweicht, und zwar derart, dass die einzelnen Meridiane zwar untereinander gleich gestaltet sind, aber in sich verschiedene Krümmungen aufweisen. Asphären werden seltener verwendet.

Zum Einsatz kommen Linsen in der Beleuchtungsoptik als Kondensoren, Kollektoren und Linsenscheinwerfer. In der Abbildungsoptik als Brillengläser, Objektive, Okulare und Lupen.


Spiegel

Unter einem Spiegel ist ein Körper zu verstehen, bei dem die dem Licht zugewandte Fläche vollkommen glatt ist. Seine Wirkung beruht auf der regelmäßigen Reflexion.

Als Verspiegelungswerkstoff werden am häufigsten Silber, Aluminium und Chrom verwendet. Man unterscheidet zwischen Vorder- und Rückflächenverspiegelung und planen oder gewölbten Spiegeln. Wovon auch ihre Wirkung, wie Richtungsänderung, Sammeln oder Zerstreuen von Lichtstrahlen abhängt.

Anwendungen für die Spiegel sind in der Beleuchtungsoptik: Spiegelscheinwerfer und Beleuchtungsspiegel in Projektionsapparaten und Mikroskopen. In der Abbildungsoptik als Abbildungsspiegel in astronomischen Fernrohren, Umlenkspiegel in Projektoren und Spiegelreflexkameras.

 Ausgearbeitet von A. Schönekäs
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