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Läppmittelkorngrößen
Vergleich der Korngrößen Mesh / µm - Mittlere Korngrößen +/- 15%
Betrachtung der Vorgänge beim Läppen
Im Laufe der Jahre wurden die Vorgänge beim Läppen und Polieren von Glas mehrfach untersucht, um die Wirkungsweise der Läpp- und Poliermittel möglichst genau zu erkennen. Diese Untersuchungen führten beim läppen sehr früh zu einer einheitlichen Auffassung, für das Polieren entstanden jedoch mehrere zum Teil erheblich von einander abweichende Erklärungen. Läppen. Der Optiker arbeitet meist mit losem Läppmittel, das mit Wasser zu einer Paste angerührt wird. Die einzelnen Körner dieser Paste
rollen beim Läppen zwischen der metallenen Läppschale und dem zu bearbeitenden Glas hin und her. Dabei drücken sich die scharfen Kanten des Läppmittels in die Glasoberfläche ein und brechen kleine Splitter aus dem Glase heraus. Mikroskopisch betrachtet, sind an den geläppten Flächen kleine muschelförmige Aussprünge zu erkennen, die man allgemein als Läppporen bezeichnet. Es zeigt sich dass grobkörnige Läppmittel tiefere Poren erzeugen als feinkörnige. In der folgenden Aufstellung ist eine Reihe solcher Läppproben an optischem Glase BK l (heute nicht mehr lieferbar) aufgezeichnet, wobei die Läppkorngrößen den Läppporentiefen gegenübergestellt wurden. Die Porentiefen wurden an den Trennkanten angesprengter Gläser gemessen.
Diese Messungen entlang einer Kante sind zwar kein Optimum an Genauigkeit, denn es ist nicht sicher, dass dabei die tiefsten und die flachsten Läppporen erfasst werden, sie zeigen aber deutlich, dass die kleineren Läppmittelkörner verhältnismäßig wirksamer sind als die großen. Die großen Körner der Messreihe erzeugen nur Poren die etwa 1/10 so tief sind wie ihre Korngröße, während die von den kleinen erzeugten bis zu 1/2 der Korngroße rief sind. Dies dürfte darauf zurückzuführen sein, dass die Läpparbeit hauptsächlich von den Kanten der Körner ausgeführt wird, also die Kornform einen stärkeren Einfluss hat als die Korngröße. Auch die Härte des Läppmittels sowie die des bearbeiteten Glases beeinflussen die Läppporentiefe. So erzeugt z. B. der weiße Edelkorund bei gleicher Korngröße tiefere Poren als das graue Läppmittel, der wesentlich weicher ist als der erstere. Ebenso werden die Poren in weichen Gläsern tiefer als in harten. Dies ist leicht zu erkennen, wenn auf einer Platte gleichzeitig Kron- und Flintglas bearbeitet wird (was allgemein nicht üblich ist). Die Teile aus hartem Kronglas polieren dabei schneller aus als die weicheren Flintglasteile, weil hier das gleiche Feinläppmittel tiefere Poren hinterlassen hat.
Es wurde herausgefunden das unter Berücksichtigung der läpphärte Hs der Gläser, sowie der Läppkorngröße und des Läppdruckes die man mit einigen andern Komponenten zu einem Faktor S zusammenfasst, die Rauhtiefe Rp durch die Formel Rp=S/√Hs auszudrücken
SIC ( Siliziumkarbid )
Bei Siliziumkarbid handelt es sich um ein hartes, scharfkantiges Korn, geeignet für eine Vielzahl von Anwendungen. Ein sogenanntes Rollendes Korn.
Die Nummerierung des Korn enthält die Größe in Maschen pro Quadratzoll eines Siebs (Je mehr Maschen, um so feiner die Korngröße).
Anwendungen:
Vor- und Feinläppen von Glas und anderen Materialien, Sägen von Schwingquarzen.
Microgrit WCA ( Aluminiumoxyd )
Beim Microgrit WCA handelt es sich um ein Aluminiumoxyd- Läppmittel mit spezieller, flacher (Kompakter) Kornform. Es wurde für kritische Oberflächen- Bearbeitungsaufgaben entwickelt. Microgrit WCA zeichnet sich gegenüber herkömmlicher Läppmittel durch eine größere Leistung, eine wesentlich bessere Oberflächenqualität sowie eine hohe Standzeit aus.
Die Nummerierung des Korn enthält die Größe in m (1/1000mm)
Anwendungen:
Granat
Ein vergleichsweise weiches Korn. Prozesse, in denen Granat Verwendung finden sind relativ unempfindlich, was Kratzerverhalten angeht.
Anwendungen: Fein- und Präzisionsoptik
Läppkonzentrate
Microlap- Konzentrat, erhältlich mit Siliziumkarbid, Normalkorund, Granat, und Microgrit WCA. Das vorgemischte Konzentrat kann vom Anwender mit entionisiertem Wasser (befreit von Salz und Kalk) weiter verdünnt werden. Verhindert Kratzerbildung durch unsachgemäßen Ansatz. Bildet einen optimalen Läppfilm.
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