Lexikon der Fachbegriffe: Optik


Lexikon der Fachbegriffe: Optik 

 

 

A

Abbeesche Zahl (Abbe number, reciprocal dispersive power)

Zur Kennzeichnung eines optischen Mediums bezüglich seiner Dispersion von Ernst Abbe eingeführte Größe:

Vd=nd-1/nf-nc

nc , nd, nf,= Brechzahlen für die Fraunhoferschen d-, C- und F-Linien < C= 656.3 nm, d=587.6nm, F=486.l nm). Große Abbeesche Zahl = niedrige Dispersion.

Abbildung, optische (Image formation, optical)

 

Die Umwandlung eines von einem Gegenstandspunkt ausgehenden homozentrischen Lichtbündels mit Hilfe eines optischen Systems in ein anderes homozentrisches Bündel derart, daß das Zentrum des neuen Bündels Bildpunkt des Gegenstandspunktes ist.

Abbildungsfehler, Aberrationen (Abberations)

 

Bei der Abbildung durch optische Anordnungen auftretende Fehler mit der Wirkung , daß die von einem Gegenstandspunkt ausgehenden Strahlen nicht restlos in dem konjugierten Bildpunkt vereinigt werden. Dazu gehören; öffnungsfehler, Koma, Astigmatismus, Verzeichnung, chromatische Aberrationen.

Abbildungsgleichungen (lens equation)

 

Gleichungen, die die optische Abbildung mit achsnahen Strahlen beschreiben.

Abbildungsmaßstab (magnification)

 

Achsensenkrechtes Seitenverhältnis von Bildgröße zur Gegenstandsgröße: m`= y'/y.

Absorption (absorption)

 

Die Umwandlung van Licht/Strahlungsenergie in eine andere Energie-Form beim Durchgang durch ein Medium.

Absorptionsgrad (absorption factor)

 

Das Verhältnis des in dem betrachteten Medium absorbierten Strahlungsflusses zu dem auf das Medium auffallenden Strahlungsfluss. Das Verhältnis des in Medium eindringenden Strahlungsflusses zu dem in dem Medium absorbierten Strahl nennt man Reinabsorptionsgrad.

Adaption

 

Adaption ist die Helligkeitseinstellung des Auges, das Umstellen auf verschiedene Helligkeitsstufen.

Die Adaption kann durch verändern des Irisdurchmessers (von 2 mm- 8 mm möglich) oder durch einsetzen der auf der Netzhaut liegenden Stäbchen und Zäpfchen geregelt werden. Man unterscheidet Helladaption(wirksame Zäpfchen) und Dunkeladaption (wirksame Stäbchen). Die Dunkeladaption ist ein langsamerer Vorgang als die Helladaption.

Airy- Scheibchen (Airy- disk)

 

Zentrales Maximum der Beugungsfigur kreisförmigen Öffnung, begrenzt durch dunklen Ring in der Beugungsfigur.

Akkomodationsfähigkeit

 

Anpassungsfähig, Nachgiebigkeit, Scharfstellen des Auges

Amorph

 

Formlos, gestaltlos, ungestaltet, nichts Regelmäßiges.

Anorganisch

 

Nicht von Pflanze oder Tier stammend, unbelebt.

Antireflex- Schichten

 

siehe reflexmindernde Schichten.

Apochromatisch

Apo: von- weg, entfernt, ausgehend, abgesetzt, von, ab, nach.

Chromatisch: 1)Farbig, Farblich

2)Halbtönen, fortschreitend

Astigmatismus (astigmatism)

 

Bei der Abbildung schiefer Bündel auftretender Abbildungsfehler, der in zwei zueinander senkrechten Ebenen (Meridional-/Sagittalebene) zwei unterschiedliche Brennpunktslagen auf weist.

Auflösungsvermögen (resolving power ,resolution power )

 

Die Fähigkeit eines optischen Bauteils oder eines Gerätes zwei eng benachbarte Objektdetails als deutlich erkennbare getrennte Details wiederzugeben. Im allgemeinen gibt man den Winkel abstand als Auflösungsvermögen an, unter dem erscheinen.

Austrittsluke (exit window)

 

Bildseitige Abbildung der Feldblende

Äustrittspupil1e (exit pupil )

 

Die bildseitige Abbildung der Aperturblende.

 

B

Beleuchtungsstarke (illuminance)

Der Lichtstrom pro Flächeneinheit: Lumen/ m² = Lux

Bestrahlungsstärke (irradiance)

 

Strahlungsleistung pro Flächeneinheit in W/cm²

Beugung (diffraction)

 

Abweichung einer Wellenbewegung (Licht) von ihrer Ausbreitung in Richtung der Wellenflächennormalen (geradlinige Ausbreitung), die nicht durch Brechung, Reflexion oder Streuung bedingt ist, sondern durch die Wellennatur des betrachteten Wellenzuges.

Beugungsgitter (diffraction gratinq)

 

Anordnung regelmäßiger, gleichanständiger untereinander gleichartiger lichtdurchlässiger,

absorbierender oder reflektierender Elemente in der Größenordnung der Lichtwellenlänge.

Blende (aperture stop )

 

Mechanische Begrenzung des Strahlenganges zwischen Objekt und Bild bei der optischen Abbildung.

Brechender Winkel ( prism angle)

 

Der Winkel zwischen zwei Flächen eines Dispersionsprismas, an denen beim Durchgang von Licht Dispersion auftritt.

Brechkraft (refracting power )

 

Reziproker Wert der auf Luft bezogenen Brennweite eines abbildenden optischen Systems.

Brechung (refraction)

 

Richtungsänderung des Lichtes beim Übergang van einem Medium in ein anderes bei nicht senkrechter Inzidens. Das Brechungsgesetz von Snellius behandelt die Brechung quantitativ.

Brechungsindex , Brechzahl (refractive index)

 

Verhältnis der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum zur Lichtgeschwindigkeit in dem betrachteten Medium; n=Cv/Cm

Brennweite (focal length)

 

Die wichtigste kennzeichnende Größe eines abbildenden optischen Systems, die aus den Systemwerten (Radien, Glassorten, Linsendicken, Abstande) gebildet wird. Sie wird von den Hauptebenen zum jeweiligen Brennpunkt für achsnahe Strahlen angegeben.

Brewster- Winkel (Brewsters angle)

 

Einfallswinkel, bei dem reflektierte und gebrochene Strahlen eines in ein durchsichtiges optisch isotropes Medium einfallenden Lichtbündels senkrecht aufeinander stehen. Der reflektierte Anteil wird linear polarisiert, wobei die Polarisationsebene mit der Einfallsebene zusammenfällt. Der Einfalls- bzw. Reflexionswinkel (Brewsterwinkel ) errechnet sich zu: dp = arc tg (n`/n) x n = Brechzahl des reflektierenden Mediums, n = Brechzahl des umgebenden Mediums ( z.B. Luft).

 

C

Chromatische Aberration (chromatic aberration)

Abbildungsfehler die durch die Dispersionseigenschaften der verwendeten Gläser entstehen. Man unterscheidet chromatische Längsaberrationen, die zu unterschiedlichen Brennpunktslagen für verschiedene Wellenlängen führen und chromatische Queraberrationen, die zu unterschiedlichen Abbildungsmaßstäben für verschiedene Wellenlängen -führen (Farbvergrößerungsfehler ).

D

Dielektrische Schichten (dielectric films)

Zur Erhöhung oder Verminderung van Reflexionen auf optische Bauteile aufgebrachte Schichten aus elektrisch nichtleitenden Materialien.

DIN-Normen (DIN Standard)

 

DIN-Normen empfehlen Maße, Toleranzen und Zeichnungsangaben. Sie ersparen aufwendige Spezifikationen eins einer Bauteile oder Geräte, wenn angegeben wird, welche DIN-Norm bei der Fertigung zugrunde gelegt wurde.

Dünne Schichten (thin films )

 

Allgemeine Bezeichnung für auf optische Bauteile aufgebrachte Schichten zur Erhöhung öder Verminderung der Reflexion.

Diskontinuirlich

 

Unterbrochen, unzusammenhängend.

Dispersion (dispersion)

 

Allgemein die Farbzerlegung oder auch spektrale Zerlegung von Strahlung. Im speziellen die Abhängigkeit der Brechzahl von der Wellenlänge.

Dispersionskurve (dispersion curve)

 

Die graphische Darstellung der Brechzahl eines Mediums als Funktion der Wellenlänge.

E

Eintrittsluke (entrance window)

Das objektseitige Bild der Feldblende

Eintrittspupille (entrance pupil)

 

Das objektseitige Bild der Aperturblende

Estern

 

=(Kunstwort) chemische Verbindung

 

Extraktion

 

Auszug, Auslaugung, Herausziehen zum Beispiel eines Zahnes.

F

Feldblende (field stop)

 

Die Feldblende, auch Gesichts- oder Sehfeldblende genannt, begrenzt den Gesichtsfeldwinkel. Sie erscheint vom Mittelpunkt der Eintrittspupille aus unter dem kleinsten Winkel. Je nach Lage der Feldblende im Objekt— oder Bildraum bezeichnet man sie auch als Objekt- oder Bildfeldblende.

Feldlinse (field lens )

 

Zur Bündelung der Strahlung bei wiederholter Abbildung am Ort des reellen Bildes angeordnete Linse. Sie hat auf die geometrische Größe und Laqe des Bildes keinen Einfluss.

Feldwinkel (field angle)

 

Winkel zwischen der optischen Achse und dem Hauptstrahleines Objektpunktes

Fizeausche Interferenzstreifen (Fizeau fringes )

 

Durch Interfernz des Lichtes entstehende Streifen, die den Orten konstanter Dickefolgen, z.B. Interferenzen an einem Keil.

Flintgläser (flint glasses)

 

Alle Glasarten (Alkali- Bleisilikatgläser) mit einer Abbeeschen Zahl < 50.

Fraunhofersche Linien (Fraunhofer lines )

 

Im Sonnenspektrum von Fraunhofer entdeckte dunkle Absorptionslinien. Sie anstehen durch Absorption in den schwächer leuchtenden Dämpfen verschiedener Elemente in der Cromossphäre der Sonne. Fraunhofer erkannte, daß diese Linien bestimmten Wellenlängen des Spektrums entsprechen und ermöglichte damit erstmalig die Messung der Dispersion optischer Gläser. Die stärksten Linien wurden von ihm mit den Buchstaben von A. bis H bezeichnet.

Fresnelsche Formeln (Fresnel equations)

 

Die F.F. behandeln die Intensitäten reflektierten und gebrochenen unpolarisierten Lichtes, das unter dem Einfallswinkel auf ein Medium mit der Brechzahl n` fällt. Der unter dem Reflexionswinkel ά reflektierte Anteil und der unter Brechungswinkel ά in das Medium eintretende Anteil werden dabei teilweise polarisiert. Die F.F. liefern für die zu der Einfallsebene des auf treffenden Strahles parallele und senkrechte Polarisationsrichtung gehörenden Intensitäten.

Fresnellinse (Fresnel lens)

 

Ein von J. A. Fresnel angegebener Linsentyp, der aus einer zentralen dünnen sphärischen oder asphärischen Linse besteht, umgeben von stufenartig angeordneten prismenförmigen Ringzonen, die alle den gleichen Brennpunkt und annähernd die gleiche Dicke haben wie die zentrale Linse. Fresnellinsen werden aus Kunststoff gespritzt. Sie sind für einfache Abbildungsaufgaben mit sehr großen Aperturen brauchbar (z.B. Overheadprojektor) und ersparen die sonst erforderlichen Linsen großer Dicke.

G

Gangunterschied, optischer ( optical path difference OPD)

Der Unterschied der optischen Weglängen (nxd) zweier Teilbündel bis zu ihrem Vereinigungsort (i.a. Interferenzart),

Gaußsche Optik (Dioptrik) (Gauss theory of lenses)

 

Die Lehre von der scharfen (punktförmigen) Abbildung im achsnahen (Paaraxialen) Raum. Sie ist die Grundlage der geometrischen Theorie der optischen Instrumente und Bauteile.

Geometrisehe MTF (geometrical MTF)

 

Siehe Modulationsübertragungsfunktion .

Geometrische Optik (geometrical optics)

 

Die Wellerlausbreitung der Strahlung wird nicht durch die Wellenflächen dargestel1t,sondern durch die Normalen dieser Flächen, die dann Lichtstrahlen genannt werden (deshalb auch "Strahlenoptik" statt geometrische Optik). Sie berücksichtigt nicht die Beugung und ist somit als Sonderfall ά = 0 in der Wellenoptik enthalten.

Gesichtsfeld (field of view)

 

Die bild- oder objektseitige Begrenzung des Strahlenraumes, hervorgerufen durch die Feldblende. Hierbei kann die Feldblende selbst oder aber ein Bild von ihr das Gesichtsfeld (auch Sehfeld genannt) begrenzen.

Glas, optisches (optical glass)

 

Ein strahlungsdurchlässiger, amorpher, -fester und weitgehend homogener Stoff, der durch Brechzahl, Dispersion und Transmissionsbereich gekennzeichnet ist.

Grenzfläche (media plane)

 Fläche des unmittelbaren Aneinandergrenzens zweier optischer Medien.

H

Haidingersche Ringe (Haidinger fringes )

Interferenzerscheinung an Planplatten, die Kurven gleicher Neigung darstellen.

Halbwertsbreite (half width)

 

Differenz der beiden Wellenlängen, bei der die Durchlässigkeit eines optischen Filters ( speziell Interferenzfilter) auf den halben Wert der maximalen Durchlässigkeit abgefallen ist. Bei Spektrallinien die Breite der Linie an der Stelle der halben maxi malen Intensität.

Hauptebenen ( principal planes )

 

Durch die Hauptpunkte achsensenkrecht gesogene Ebenen. Die Annahme einer Hauptebene ist nur für den paraxialen Bereich zulässig

Hauptpunkte (principle points)

 

Diejenigen Punkte einer Linse, die im Abbildungsmaßstab m = l ineinander abgebildet werden. Sie stellen die Kardinal punkte dar, von denen aus die Kardinal strecken Brennweite, Objektweite und Bildweite gemessen (gerechnet ) werden.

Hauptstrahl (chief ray,principal ray)

 

Der Strahl, der van einem Objektpunkt ausgehend die Mitte der Aperturblende durchsetzt. Dieser Strahl übernimmt die Funktion der Optischen Achse in schiefen Bündeln.

Hygroskopisch

 

Feuchtigkeit anziehend und anzeigend.

I

Infrarotstrahlung (infrared radiation)

 

Derjenige Teil des Spektrums, dessen Wellenlänge länger als die der sichtbaren Strahlung (Licht ) ist. Der Spektralbereich erstreckt sich etwa von 750 nm bis ca. l mm Wellenlänge.

Inhomogen

 

Ungleichartig, nicht gleichen Stoffes

Interferenz (interference)

 

Die Überlagerung von zwei oder mehreren Wellen derart, daß Auslöschung oder Verstärkung eintritt

Interferometer (interferometer)

 

Optische Gerate, bei denen die Interferenz Lichtes Strahlung die Messgrundlage bildet. Sie

gehören in heutigen Technik zu den genausten und empfindlichsten Messgeräten überhaupt.

Irisierend

 

Schillernd

K

Köhlersche Beleuchtungsanordnung

 

Optische Kondensoranordnung zur gleichmäßigen Ausleuchtung von Mikroskopobjektiv und Präperat.

Knotenpunkte (nodal points)

 

Diejenigen Punkte einer Linse, in denen ein von einem Punkt außerhalb der optischen Achse ausgehender Objektstrahl und der ihm konjugierte Bildstrahl gleiche Winkel mit der optischen Achse einschließen. Objekt- und Bildstrahl verlaufen folglich parallel zueinander. Ist die Linse allseitig vom gleichen Medium umgeben, fallen die Knotenpunkte mit den Hauptpunkten zusammen.

Kohärenz (coherence)

 

Konstanz der Phasenbeziehung zwischen zwei Wellenzügen. Nur Kohärente Wellen können miteinander Interferieren. Man unterscheidet räumliche und zeitliche Kohärenz.

Kohärenzlänge ( coherence length)

 

Der größte Gangunterschied zwischen zwei Teilwellen, einer Strahlungsquelle, bei dem noch Interferenzen auftreten.

Kollektivlinse (field lens)

 

Spezielle Bezeichnung für eine Feldlinse z.B. in Okularen.

Kollimator (collimator)

 

Optische Vorrichtung, eine Strichmarke virtuell ins Unendliche abbildet, indem sie in der Brennebene des Abbildungsobjektivs positioniert wird. Allgemein die Abbildung eines Fokalpunktes (z.B. beim Laserkollimator, der ein aufgeweitetes paralleles Lichtbündel liefern soll ) .

Koma (coma)

 

Bildfehler in schiefen Bündeln, der nicht rotationssymmetrisch (Meridionalebene ) auftritt. Die Koma kann auch als öffnungsfehler in schiefen Bündeln betrachtet werden, wobei der Hauptstrahl die Funktion der optischen Achse übernimmt. Man unterscheidet meridionale (tangentiale ) und sagittale Koma. Die sagittale Koma besitzt Symmetrie und ist stets kleiner als die tanqentiale Koma.

Kondensor (condensor)

 

Eine optische Einrichtung mit der Aufgabe, von einer Lichtquelle ausgehende Licht möglichst vollständig zu erfassen und einem zu beleuchtenden Objekt zuzuführen.

Konglomerate

 

Sedimentgestein, Gemisch

Konjugierte Punkte (conjugate points)

 

Paarweise Zuordnung von Punkten im Objekt- und Bildraum, die über die Abbildung miteinander verknüpft sind.

Kontrast (contrast)

 

Allgemeine Sammelbezeichnung für den Helligkeitskontrast und den Farbkontrast. Man unterscheidet zwischen photometrischen Kontrast (Helligkeitsdifferenz zweier leuchtender Flächen bezogen auf die Helligkeit einer dieser Flachen ) und dem physiologischen Kontrast ( einer Kontrastfunktion ). Hinweis: Der früher übliche Kontrast im Zusammenhang mit optischen Übertragungsfunktionen wird neuerdings Modulation genannt.

Kontrastübertragungsfunktion

 

siehe Modulationsübertragungsfunktion

Krongläser ( crown glasses)

 

Krongläser (Alkali Bohrsilikat Gläser) sind alle optischen Blassorten mit einer Abbezahl > 50.

Kuvette

 

1)flache Schälchen mit Abflußrinne

2) Schutzdeckel der Taschenuhren

L

Läppen

Bearbeitung mit losem Korn: Abtrag in mehreren Schnittrichtungen

Latent

Vorhanden, aber nicht wirksam, aufspeichert.

Leuchtdichte (luminance)

 

Lichtstärke bezogen auf eine Flächeneinheit, in Candels pro m (cd/m²).

Leuchtdichteindikatrix (luminence indicatrix)

 

Abhängigkeit der Leuchtdichte von der Ausstrahlungsrichtung einer flächenhaften Lichtquelle.

Licht (visible liaht, VIS)

 

Sichtbare Strahlung, die unmittelbar eine Gesichtsempfindung hervorzurufen vermag. Der spektrale Bereich erstreckt sich etwa von 380 bis 780 nm.

Lichtleitwert

 

Lichtleitwert stellt eine strahlengeometrische Beziehung dar und bestimmt den optischen Fluss durch ein optisches System, Die Einheit ist cm x sr.

Lichtstärke (luminous itensity)

 

Der auf den Raumwinkel bezogene Lichtstram, I = Φ/Ω (lm/sr=cd).

Lichtstärkeindikatrix (indicatrix of luminous intensity)

 Die räumliche Verteilung des abgegebenen Lichtstromes einer leuchtenden Fläche als Funktion der Lichtstärkeverteilung in einem ebenen Schnitt.

Lichtstrahl (light beam)

 

Die Normale zur Wellenfläche eines Wellenzuges. Allgemein die Richtung des Energieflusses der Lichtenergie.

Lichtstrom (light flux )

 

Das Produkt Φ aus Lichtleitwert, Leuchtdichte der Lichtquelle und Durchlassgrad der betrachteten Optik. Allgemein die von einer Lichtquelle ausgestrahlte Leistung, Die Einheit ist das Lumen (Im).

Linear polarisiertes Licht (linaer polarised light )

 

Licht mit definierter Lage der elektromagnetischen Feldvektoren in nur einer Ebene.

Linienfilter (line Filter)

 

Optische Filter, das für eine vorgegebene Wellenlänge einen maiximalen Transmissionsgrad aufweist, bei gleichzeitig geringer Halbwertsbreite. Meist durch Interferenzfilter realisiert.

Löschungsvermögen (damping power)

 

Das Transmissionsverhältnis von Polarisatoren in Parallelstellung (maximale Transmission) und gekreuzter Stellung (minimale Transmission).

M

Medium (medium)

 

Allgemeine Bezeichnung für einen Stoff, der vom Licht durchlaufen werden kann und dabei in Wechselwirkung mit dem Licht tritt.

Meridionalebene (meridian plane, tangential plane)

 

Ebene durch ein optisches System, in der ein seitlich der optischen Achse liegender Objektpunkt, der zugehörige Bildpunkt, sowie die Krümmungsmittelpunkte der brechenden Flächen liegen, üblicherweise wird diese Ebene durch die Zeichenebene repräsentiert.

Metallschichten (rnetal filme)

 

Reflexionserhöhende elektrisch leitende Beschichtungen optischer Bauteile.

Minimum der Ablenkung (minimum deviation)

 

Der Ablenkwinkel bei einem Dispersionsprisma als Funktion des Einfallswinkels weist für symmetrischen Strahlendurchgang ein Minimum auf.

Modulation (modulation)

 

Als Modulation einer strahlungstechnischen Größe I bezeichnet man das Verhältnis;

M = Imax – I min/ I max + I min

Hierin ist z.B. die Bestrahlungsstärke. Die Modulation wurde früher auch als Kontrast bezeichnet.

Modulationsübertragungsfunktion MTF (modulation transfer function)

 

Quantitative Beschreibung der Abbildungsleistung einer abbildenden Optik unter Berücksichtigung aller Abbildungsfehler. Man bildet zur Ermittlung dieser Funktion mit der Optik immer feiner werdende Linien (Gitter) bekannter Modulation (Kontrast) ab und misst in der Bildebene die Bildmodulation (Bildkontrast) . Das Verhältnis der Bildmodulation zur Objektmodulation für verschiedene Feinheiten des Gitters (Ortsfrequenz) ergibt den Modulationsfaktor. Dieser Faktor über der Ortsfrequenz aufgetragen ergibt die MTF. Die aus den Konstruktionsdaten einer Abbildungsoptik berechnete MTF wird als Geometrische MTF bezeichnet.

Monochromatisch

 

Einfarbig

Monochromatische Strahlung (monochromatic radiation)

 

Strahlung innerhalb eines engen Wellenlängenbereiches(z.B. Laserstrahlung).

N

Newtonsche Ringe (Newton rings)

 

Interferenzerscheinung, wenn eine sphärische Glasfläche gegen eine Planflache gedrückt wird. Im Prinzip handelt es sich um kreisförmige Fizeau- Streifen, also Streifen gleicher Dicke.

Numerische Apertur (nufnerical apertur )

 

Die numerische Apertur ist eine Kenngröße für die Bündelbegrenzung, aus der man für auskorrigierte Systeme auf die Auflösung schließen kann. Sie wird angegeben als reiner Zahlenwert: A = n sin. u, darin ist n die Brechzahl des Mediums in dem das Bündel verläuft und u der halbe Öffnungswinkel des Bündels. Besondere Bedeutung hat A für Mikroskopobjektive.

O

Öffnungsfehler (spherical aberration)

 

Abbildungsfehler in weit geöffneten Bündeln, die von einein Objektpunkt auf der Optischen Achse ausgehen. Er äußert sich dadurch, daß die äußeren kreisförmigen Linsenzonen Bildpunkte entstehen lassen, die nicht mit dem paraxialen Bildpunkt zusammenfallen. Die Folge ist eine rotationssymmetrische Zerstreuungsfigur um den paraxialen Bildpunkt.

Öffnungsverhältnis (reciprocal f—number)

 

Das Verhältnis des Durchmessers der Entrittspupi11e zur Brennweite des abbildenden Systems.

Opak

 

Schattig, undurchsichtig, dicht

Optische Achse (optical axis )

 

1. Die Symmetrieachse abbildender optischer Systeme (Die verbindungsgerade der Krümmungsmittelpunkte)

2. Richtung in den optisch doppelbrechenden nichtkubischen Kristallen, für die keine Doppelbrechung auftritt.

Optische Dichte (optical density)

 

Der logarithmische reziproke Wert der Transmission wird optische Dichte genannt:

D= Ig l/T. Mit Hilfe dieser Größe läßt sich z.B. bei Filterkombinationen die Gesamtdichte durch einfache Addition der Einzeldichten ermitteln.

 

Optische Weglänge (optical path)

 

Das Produkt aus geometrischem Weg d eines Lichtstrahls in einem Medium und der Brechzahl n dieses Mediums: nxd. Damit wird der in dem Medium zurückgelegte Weg auf die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Lichtes im Vakuum bezogen. Die optische Weglänge stellt den physikalischen Zusammenhang zwischen der aus der Wellennatur resultierenden Schwingungsfrequenz und der Dichte des jeweiligen Mediums her.

Organisch

  1. körperlich, mit Veränderung in den Organischen verbunden
  2. sinnvoll, gewachsen

Sind Stoffe, die Kohlenstoff enthalten. Kohlenwasserstoff- Verbindungen sind organisch

Ortsfrequenz (spatial frequency)

 

Bezeichnung für die Dichte regelmäßiger Strukturen in Linien/mm (s.B. Optisches Gitter ). Eine Linie bedeutet dabei eine vollständige Strukturperiode, d.h. einen hellen und einen dunklen Anteil.

Oxide

 

Sind Stoffe, die eine Verbindung mit Sauerstoff eingegangen sind.

P

Parallelversetzung (parallel mixing )

 

Beim schrägen Durchgang von Strahlung durch Planplatten zu beobachtende Versetzung des austretenden Strahles parallel zum eintretenden Strahl.

Paraxialgebiet (paraxial space )

 

Achsnaher Raum, für den alle Winkelfunktionen durch den Winkel selbst ersetzt werden können ( sin. e = tg. e = e , cos e = l ). Die Optik des Paraxialgebietes wird auch Gaußsche Optik genannt.

Paßfehler (surface accuracy errors)

 

Abweichungen der sphärischen oder planen optischen Prüffläche von einer Referenzfläche (Probeglas). Die Angabe erfolgt meistens in Einheiten der Wellenlänge (z.B. 2λ., λ/10). In heute üblichen Interferometern erfolgt die Messung kontaktlos, damit werden Beschädigungen der Oberflächen ausgeschlossen.

Phasensprung (phase shift)

 

Der reflektierte Anteil einer auf ein optisch dichteres Medium fallenden Welle erleidet eine Phasenänderung um π. Der durch das Medium hindurchgehende Anteil erleidet eine Phasenverzögerung durch die veränderte Lichtgeschwindigkeit (Wellenlänge) innerhalb des Mediums.

Piezo- Elektrizität

 

Elektrizitätserzeugung durch Druck auf Kristalle.

Planität (flatness)

 

Ein Maß für die Ebenheit einer Planfläche. Messgröße ist die Abweichung der Prüffläche gegen eine sehr genaue Referenzfläche in Einheiten der verwendeten Wellenlänge des Prüflichtes.

Polarisation ( Polarisation)

 

Bestimmter Schwingungszustand der Lichtwellen. Der Polarisationszustand ist durch die Lage des elektrischen Feldvektors bestimmt. Man unterscheidet lineare ,elliptische und zirkuläre Polarisation.

Polarisationsebene (plane of polarization)

 

Die Ebene senkrecht zum elektrischen Feldvektor linear polarisierten Lichtes.

Polarisationsgrad (polarisation faktor)

 

Verhältnis der Intensitäten des polarisierten Lichtes zum gemischten Gesamtlicht. Ist das Licht vollständig linear polarisiert, dann wird der Polarisationsgrad -l.

Polarisationsrichtung (direction of polarization)

 

Die Richtung des elektrischen Feldvektors des linear polarisierten Lichtes. Polarisationsebene und Polarisationsrichtung stehen senkrecht aufeinander.

Polarisationswinkel (angle of polarization )

 

Identisch mit Brewsterwinkel.

Probeglas (test glass)

 

Eine auf Bruchteile einer Wellenlänge genau gearbeitete Vergleichsfläche zur Interferentiellen Prüfung optischer Werkstücke. Die Abweichung in Einheiten der verwendeten Wellenlänge vom Probeglas nennt man "Passfehler".

Pupille (pupil)

 

Bezeichnung für das paraxiale Bild der Aperturblende. Man unterscheidet Eintritts- und Austrittspupille.

Q

Quarzglas ( fused quartz)

 

Aus kristallinem Quarz geschmolzenes Glas. Es hat nicht mehr die Eigenschaften der Doppelbrechung und der Rotationsdispersion wie der kristalline Quarz. Es ist gekennzeichnet durch eine gegenüber normalem optischen Glas erhöhte Trannsmission im UV und IR.

R

Räumfrequenz (spatial frequency)

 

siehe Ostsfrequenz

Rayleigh- Kriterium (Rayleigh criterion)

 

Kriterium für die Auflösungsgrenze optischer Systeme. Es besagt, daß die Grenze des Auflösungsvermögens etwa erreicht ist, wenn der Mittenabstand der in der Bildebene einer Abbildungsoptik (bei sonst fehlerloser Abbildung) entstehenden Beugungsscheibchen (Airy- Scheibchen ) gleich dem Radius der Beugungsscheibchen ist. Die beiden Beugungsscheibchen entstehen dabei durch Abbildung zweier Objektpunkte, die um den Winkel abstand a voneinander getrennt sind.

Reflexion (reflection)

 

Zurückwerfung von Strahlung beim Auf treffen auf die Grenzflache zwischen zwei verschiedenen Medien. Man unterscheidet diffuse und regelmäßige Reflexion. Eine Zusammenfassung der Eigenarten der Reflexion an der Grenzfläche schwach absorbierender Körper geben die Fresnelsehen Formeln.

Reflexionsmindernde Schichten (antireflection coatings)

 

Eine geeignete Beschichtung reflektierender Oberflächen aus einer oder mehreren dielektrischen Schichten, die durch Interferenzeffekte die Reflexion herabsetzen (auch Vergütungsschichten genannt.)

Reinabsorptionsgrad (internal absorption factor)

 

siehe Absorptionsgrad.

Rezipork

 

Wechselbezüglich

S

Sagittalebene (sagittal plane)

 

Bezeichnung für eine Ebene durch ein optisch abbildendes System, die den Objektpunkt und den Hauptstrahl schiefer Bündel enthält. Sie steht senkrecht auf der sogenannten Meridionalebene, die den Objektpunkt und die optische Achse des Systems enthält. Als selbstständiger und vom Bezugessystem unabhängiger Begriff lässt sich die Sagittalebene nicht erklären.

Schärfentiefe (depth of focus)

 

Vorwiegend in der Photografie gebräuchliche Bezeichnung für denjenigen Teil des Objektraumes in Richtung der optischen Achse, der im Bild ohne merklichen Schärfeverlust wiedergegeben wird. Beim Mikroskopobjektiv ist die Schärfentiefe ein einfacher Ausdruck:

S = ± n λ/ 2 (NA). NA = numerische Apertur: n = kleinster Berechungsindex im Objektraum,= Wellenlänge des verwendeten Lichtes.

Schleifen

Bearbeitung mit gebundenem Korn: Abtrag in einer Schnittrichtung

Sekundäres Spektrum (secundary spectrum)

 

Die einfache Achromatisierung eines abbildenden optischen Systems gewährleistet das Zusammenfallen der Brennpunkte für zwei Farben. Die verbleibenden Farbdifferenzen für das übrige Spektrum nennt man s.S.

Schnittweite (back focal length)

 

Die Ablage des Paraxialfokus vom letzten Systems. Die Schnittweite ist im Gegensatz zur Brennweite direkt messbar.

Sehfeld (field of view,Vision )

 

Objekt- oder bildseitige Begrenzung des Strahlenraumes eines optischen Instrumentes am Objekt- oder Bildart, die durch die Aperturblende erzeugt wird.

Sehfeldzahl (field of Vision number )

 

Eine Kenngröße für Okulare, die den Sehfelddurchmesser in mm durch die Beziehung

S = 2f tg ζ angibt.

f= Okularbrennweite. ζ = Bildwinkel.

Seidelsche Bildfehler (Seidel aberrations)

 

Von Seidel entwickelte Fehlertheorie, die Bildfehler außerhalb der Gaußschen Optik behandelt, wo die Winkelfunktionen nicht mehr gleich dem Winkel selbst gesetzt werden dürfen. Da bei der optischen Berechnung des Strahlenverlaufs durch ein abbildendes System die Brechungswinkel durch die im System gegebenen Strecken zu. ersetzen sind, ist es notwendig, die Winkel in Potenz reihen nach diesen Größen zu entwickeln. Diese Reihenentwicklungen sind an einer Stelle abzubrechen, nämlich dort, wo der praktische Nutzen durch Hinzunahme höherer Ordnungen unerheblich wird. Die Berücksichtigung der dritten Ordnung in der Potenzreihenentwicklung und die darauf basierende Fehlertheorie überdeckt einen Teil des Strahlenraumes der als Seidelsches Gebiet bezeichnet wird. Die Betrachtung der Seideischen Fehlersummen und Koeffizienten erlaubt eine detaillierte analytische Beurteilung eines Abbildungssystems und spielt eine wesentliche Rolle in der konstruktiven Optik.

Sinusbedingung (sine condition)

 

Eine auf E. Abbe zurückgehende Bedingung für die Abbildungsgüte seitlich von der optischen Achse liegenden Flächenelementen. Eine befriedigende Abbildungsgüte wird nur dann erreicht, wenn der Abbildungsmaßstab in allen Objektivzonen (Einfallshöhen) konstant bleibt. Das bedeutet eine konstante Brennweite über die Gesamtöffnung des Objektivs. Für ein unendlich entferntes Objekt lautet die Sinusbedingung f =const = h/sin. б

h= Einfallshöhe б= bildseitiger Schnittwinkel mit der Optischen Achse.

Spektral

 

Zum Spektrum gehörend, durch das Spektrum entstehend.

Spektrum (spectrum)

 

Gesamtheit der charakteristischen Strahlung ( Linien oder Banden), die von Atomen, Molekülen oder Festkörpern ausgestrahlt (Emissionsspektrum) oder absorbiert (Absorptionsspektrum) werden.

Spröde

 

sind Stoffe, die nach dem elastischem Bereich hin, brechen.

Strahlenoptik (geometrical optics )

 

Siehe geometrische Optik

Strahlungsfluß ( light flux )

 

Siehe Lichtstrom

Strahlungsleistung (radiant power)

 

Die pro Zeiteinheit abgegebene Energie einer Strahlungsquelle.

Streuung (scattering)

 

Ablenkung des Lichtes durch kleine Teilchen.

Symetrie

  1. Spiegelbildlichkeit
  2. Gleichheit, Ausgewogenheit der Verhältnisse

T

Telezentrisches System (telecentric System)

 

Ein optisches System, bei dem die Ein- und/oder Austrittspupille virtuell ins Unendliche abgebildet wird.

Totalreflexion (total reflection)

 

Beim Übergang des Lichtes von einem optisch dichteren Medium in ein optisch dünneres Medium kann dann keine Brechung mehr eintreten, wenn der sinus des brechenden Winkels nach dem Erechungsgesetz größer als l wird. Das Licht tritt dann nicht mehr in das dünnere Medium ein, sondern wird an der Grenzfläche in das dichtere Medium total reflektiert, nach den Regeln des Reflexionsgesetzes. Der Winkel für den der sinus =1 wird nennt man Grenzwinkel der Totalrefflektion. Er errechnet sich zu ag= arc sin. (n'/n ), wobei n' die Brechzahl des dichteren Mediums ist.

Transmission (transmission)

 

Durchgang von Strahlung durch ein Medium ohne Änderung der Frequenz der Strahlung.

Transmissionsgrad (transmission factor)

 

Verhältnis von hindurchgelassener zu auftreffender Strahlungsintensität.

Transmissiankurven (transmission curves )

 

Im allgemeinen grafische Darstellung des Transmissionsgrades über dem zu betrachtenden

Spektralbereich.

Tubuslänge, mechanisch (mechanical tube length)

 

Der Abstand vom oberen Rand des Okularstutzens bis zur Objektivanschraubflache beim Mikroskop.

Tubuslänge, optisch (optical tube length)

 

Ein rechnerisches Maß für den Abstand von der bildseitigen Brennebene des Objektivs bis zur objektseitigen Brennebene des Okulars. Sie errechnet sich zu t = m` x f;

m= Vergrößerung des Objektivs, f= Objektivbrennweite,

U

Übertragungs- funktion, optische (optical transfer function OTF).

 

Gesamte Übertragungsfunktion, die zusätzlich zur MTF auch die Phasenmodulationsfunktion beinhaltet. Meistens beschränkt man sich auf die Modulationsübertragungsfunktion (siehe dort).

V

Vergrößerung (magnification)

 

Siehe Abbildungsmaßstab

Verzeichnung (distortion)

 

Bildfehler, der die geometrische Ähnlichkeit flächenhafter Objektteile in der Bildebene verfälscht. Der Grund ist ein nicht konstanter Abbildungsmaßstab über alle ausgenutzten Bildwinkel. Man unterscheidet tonnenförmige und kissenförmiqe Verzeichnung.

Vignettierung (vignetting)

 

Mechanische Einengung eines schräg durch das optische System gehenden Strahlenbündels, die nicht durch die Aperturblende verursacht ist.

W

Wellenoptik (wave optics)

 

Berücksichtigung des Wellencharakters optischer Strahlung in der Auswirkung auf die optische Abbildung durch Interferenz- und Beugungserscheinungen.

Winkeldispersion (angular dispersion)

 

Die Winkelabhängigkeit einzelner Wellenlängen (differentiell kleine Spektralbereiche) beim Durchgang durch dispersive optische Bauelemente.

Z

Zonenfehler

 

Der Öffnungsfehler weist in der Seidelschen Abbildungstheorie ein Maximum auf, das durch Strahlen verursacht wird, die etwa in 0,7 facher Höhe des Randstrahles das optische Abbildungssystem durchsetzt.

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