
Der Arbeitsplan
Arbeitsplanung
Die Arbeitsplanung erfolgt in der Abteilung „Arbeitsvorbereitung“. Sie ist das Bindeglied zwischen der gestaltenden Arbeit (Entwicklung, Konstruktion) und der ausführenden Arbeit der Fertigungsabteilung.
Die Arbeitsplanung bestimmt den Arbeitsablauf und seine Durchführung. Im einzelnen wird festgelegt,
- auf welche Art,
- in welcher Reihenfolge,
- an welchen Arbeitsplatz,
- in welcher Zeit und
- mit welchen Hilfsmitteln
ein Teil bzw. ein Erzeugnis gefertigt wird.
Arbeitsplan
Die Ergebnisse der Arbeitsplanung werden im Arbeitsplan festgehalten
Der Arbeitsplan ist die Gesamtheit der technologischen Angaben, die zur Herstellung der optischen Bauelemente benötigt werden, in zeitlicher Folge aufgegliedert. Diese Angaben müssen eindeutig, exakt und leicht verständlich sein. Mit Hilfe des Arbeitsplanes ist es dem Facharbeiter möglich, die Angaben über das Werkstück zu entnehmen, um es in der geforderten Qualität herzustellen.
Er kann beinhalten:
- Materialangaben
- Normzeichen (Vorgabezeichen)
- Maßangaben
- Maschinen
- Werkzeuge
- Hilfsmittel
- Prüfmittel
- Auftrags- Nr.
- Zeichnungs- Nr.
- Stückzahl
- Lohngruppen
Grundlagen für die Erstellung des Arbeitsplans sind Konstruktionszeichnungen, Stücklisten, Maschinenkartei, Zeittabellen, Material- und Werkzeugverzeichnis. Aufgrund des Arbeitsplans werden weitere Fertigungsbelege erstellt.
Arbeitsplan erstellen in der Ausbildung und Prüfung
Didaktische Analyse anhand des Beispiels Rundieren von Hand:
Um Rohlinge von Hand zu Rundieren gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wir entschieden uns für die Variante, 11 Rohlinge zusammen zu kitten und diese dann mit verschiedenen Läppmitteln auf einer Läppscheibe durch ständiges Drehen von Hand auf das gewünschte Maß zu Rundieren.
Bevor man die Rohlinge zu einer Stange mit Kitt verbindet, müssen sie erst noch auf 10mm Mitteldickenmaß plan – parallel formgeschliffen werden. Hierzu erwärmt man 10 quadratische Rohlinge und einen runden Glasträger auf einer Heizplatte und versieht dann die Rohlinge mit einer dünnen und gleichmäßigen Schicht aus Paraffin. Nachdem man sie mit leichtem Druck räumlich gleichmäßig auf den Träger gekittet und sie anschließend abkühlen lassen hat, werden die Oberflächen der Rohlinge mit kreuzenden Eddingstrichen markiert. Man kann dann beim Formschleifen leichter feststellen ob die Schleifscheibe auf allen Rohlingen gegriffen hat.
Nach dem Formschleifen werden die Rohlinge wie o.g. umgekittet, auf 10mm Mittendicke formgeschliffen und anschließend im P4-Becken gereinigt.
Nun werden die Rohlinge erneut erwärmt, gleichmäßig mit Kitt auf einer Seite bestrichen und mit leichtem Druck zu einer Stange zusammengekittet.
Die Stange lässt man dann auf einer Winkelschiene abkühlen.
Jetzt gleicht man zuerst alle Flächen der Stange mit SN-150 zueinander an, läppt sie dann auf das Maß 27 und rechtwinklig zueinander.
Jetzt wird der zusammengekittete Rohling 8—kantig geläppt. Alle Flächen sollen das Maß 27 haben und im Winkel von 45° zueinander stehen. Es empfiehlt sich die Maße vorher mit Edding auf den Rohling zu übertragen.
Danach erwärmt man die Stange gleichmäßig mit einem Bunsenbrenner und verdreht die Teilstücke gegeneinander. Nach dem Abkühlen wird die Stange mit F80 rundiert bis die ganze Fläche rundum gegriffen hat. Während des Läppens ist das Werkstück gut mit beiden Händen zu fixieren und stetig gegen die Laufrichtung der Läppscheibe zu drehen. Nach der Bearbeitung mit dem Läppmittel F-80 wird die Stange mit SN-150 auf das Æ Maß 25,2mm geläppt.
Das Maß wird mit einer Bügelmessschraube kontrolliert. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Messspindel nicht schlagartig, sondern vorsichtig an das Werkstück herangeführt wird. Das Anziehen der Gefühlsratsche ist nicht notwendig. Stellt man beim Messen Unrundungen fest, so kann man dies durch erneutes Erwärmen mit dem Bunsenbrenner und Gegendrehen der Teilstücke ausgleichen. Ab dem Æ Maß 25,2mm wird das Werkstück mit dem Läppmittel G2 auf das ÆEndmaß 24,4 +0; -0,02mm geläppt. Der Stab wird nun wieder vorsichtig und gleichmäßig mit dem Bunsenbrenner erwärmt bis zu erkennen ist, dass sich der Kitt an den Nahtstellen verflüssigt. Jetzt kann man die Teilstücke leicht aus dem Verbund lösen. Der an den Flächen der Rundlinge haftende Kitt wird im Spiritusbad abgetragen. Anschließend trocknet man die Rundlinge und läppt mit Hilfe einer Läppschale und Läppmittel WCA-12 eine Schutzphase von 0,5mm.
Didaktische Reduktion (Arbeitsplan) anhand des Beispiels Rundieren von Hand:

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Firma xyz
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Arbeitsplan
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Feinoptiker
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Rundieren
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Name:
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Vorname:
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Kennnummer:
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Datum:
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AG
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Arbeitsbeschreibung
Arbeitsschritt
Fertigungsmaße
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Betriebsmittel
Mess- und Prüfmittel
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Bemerkungen
UVV
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