1 Anwendungsbereich
Diese Norm gilt für Optikeinzelteile. Sie Ist zur allgemeinen Kommunikation über Maße und Toleranzen von Optikeinzelteilen, Insbesondere für den Sprachgebrauch, den Schriftverkehr, Spezifikationen, Zeichnungen, die Fertigung und das Prüfwesen bestimmt.
Sie ist sinngemäß auch für andere Fachbereiche anwendbar, in denen ähnliche Bedingungen an Werkstoff und Oberflächen, wie in der Optik, gestellt werden.
2 Begriff
Optikeinzelteile sind optisch wirksame Bauelemente mit mindestens einer planen, sphärischen oder asphärischen Fläche, wie Platten, Prismen, Linsen usw., die nicht miteinander oder mit anderen Teilen verbunden sind.
3 Allgemeine Angaben
Für die Darstellung, Maßeintragung und Kennzeichnung auf Zeichnungen gelten die entsprechenden DIN-Normen, soweit diese Norm nicht andere Festlegungen enthält. Abweichungen gegenüber den üblichen Zeichnungen, z. B. in der Metallindustrie, sind durch die Eigenarten der optischen Werkstoffe und durch besondere Bearbeitungs-, Prüf- und
Meßmethoden der Optikfertigung bedingt.
Reichen die Zeichnungsangaben nach dieser Norm nicht aus, um den geforderten Fertigungszustand eines Optikeinzelteiles eindeutig darzustellen, wie bei zylindrischen
und torischen Flächen, sind besondere Angaben erforderlich. Die zeichnerische Darstellung mit Maßeintragung ist der Wortangabe vorzuziehen.
Der Zustand der Oberflächen wird durch Sinnbilder, die zulässigen Werkstoff- und Bearbeitungsfehler werden durch Kennzahlen angegeben. Die Kennzahl besteht aus
der Kennummer für die Fehlerart und dem Kennwert für den zulässigen Fehler. Kennummer und Kennwert sind durch Schrägstrich voneinander getrennt.
Bei Anwendung von DIN 58165 kann die Angabe der zulässigen Fehler nach dieser Norm entfallen.