Gottheiten

Hexen beten zu den ältesten Göttern, sie sind keine bloßen Metaphern, sondern reale Wesen mit sehr viel Macht, man sollte sich ihnen immer vorsichtig und voller Respekt nähern.

Einige Hexen fühlen sich von den keltischen und germanischen Pantheons angezogen, andere von den griechischen, römischen und ägytischen Pantheons.

Einige Hexen rufen auch Gottheiten aus verschiedenen Pantheons an, aber dabei muss man sich sehr gut mit  den Gottheiten auskennen.

Die Hier aufgeführten stammen aus dem griechisch-römischen Pantheon.

Jede Gottheit hat sowohl posotive als auch negative Eigenschaften, bevor man eine Gottheit anruft, sollte man sich möglichst gut mit der Gottheit vertraut machen.

Ich habe die volgenden Gottheiten so beschrieben, wie ich sie aus meiner Sicht sehe, die Eigenschaften die ich bei ihnen betone, müssen nicht mit allen Hexen übereinstimmen.

Gaia/Tellus Mater:

Sie ist die Urmutter, die Göttin der Erde, sie war eine der ersten Gottheiten die aus dem Urchaos entsprungen ist.

Sie ist die große Göttin, die alles Leben erschaffen hat, aus sich slebst heraus erschuf sie die Erde und den Himmelsvater Uranos, der sie befruchtete und somit alles Leben erschaffen wurde.

Sie ist die Urmutter der Götter, Titanen und Naturgeistern und aller lebenden Wesen.

Heute kennen wir sie noch als Mutter Natur.

Sie wird vor allem bei Zaubern und Ritualen angerufen, die Erdheilung und Beschwörung der Erdkräfte zum Inhalt haben.

 

Hekate/Hecate/Trivia

Hekate ist eine der wohl missverstandensten und gefürchtetsten Gottheiten überhaupt aber auch eine  Hauptgöttin vieler Hexen.

Sie ist eine der Urmütter, die alte und mystische Hexengöttin, sie gehörte zum Stamm der Titanen, als Eltern werden Nyx und Eberus, aber auch Asteria und Perses genannt.

Der Name Hekate bedeutet weithin Mächtige, oder die ihren Willen durchsetzt, die Römer nannten sie auch Trivia, was dreifache bedeutet.

Sie ist eine Erdgöttin, während Gaia die Erde selbst verkörpert, ist sie die Seele der Welt, sie herrscht über die Elemente, die Naturktäfte unterstehen ihrem Willen und sie herrscht über Erde, Himmel und Meer.

Sie ist die Göttin der Unterwelt und wacht über die Geister, sie kann sie zu den Menschen schicken um zu segnen oder zu strafen, aber auch vor den Dämonen und allen negativen Einflüssen schützen.

Hekate ist auch die alte Göttin des Mondes, die Trinität von Jungfrau, Mutter und Greisin, die Herrin über Geburt, Leben und Tod.

Die Göttin der Magie und die Mittlerin zwischen den Grenzen von Leben und Tod, sie brachte die Seelen der Verstorbenen in die Unterwelt und besuchte Friedhöfe, Kreuzwege und Schlachtfelder (und Plätze an denen große Tragödien vorgefallen sind) denn da glaubte man halten sich die ruhelosen Geister auf.

Hekate ist eine Schamanengöttin.

Sie Trägt Fackeln als Symbol für Weisheit, Macht und Erleuchtung.

Viele heutige Hexen setzen sie vor allem mit dem Bild der Greisin gleich, obwohl sie ursprünglich alle drei seiten in sich vereinigte, im alten Griechenland wurde sie immer als schöne junge Frau dargestellt, und man sah in ihr mehr die Jungfrau als die Greisin.

Zeus ehrte sie mehr als alle anderen Götter und gab ihr das Recht ihre Macht über Erde, Himmel und Meer zu behalten, und sie war neben Zeus die einzige Gottheit, die den Menschen jeden Wunsch erfüllen, aber auch verweigern kann, denn sie war genauso mächtig wie er, wenn nicht noch mächtiger.

In späteren Zeiten wurde sie verteufelt und wurde so zu einer unheimlichen Göttin.

Sie ist die Schutzherrin aller Hexen und auch der Hebammen, sie kennt die Geihmnisse des Universums, sie schenkt magische Kräfte, Glück, Anerkennung, Erfolg, Schutz und Macht.

Sie hat die Macht zu heilen und auch zu Töten.

Sie wird von heutigen Hexen besonders bei Schutz, Schadens, Bann und Abwehrzaubern angerufen, aber auch um nächtliche Visionen zu fördern, um die Intuition und die magischen Kräfte zu stärken und um Selbstbewustsein erlangen, und auch um Ängste zu besiegen.

Aber auch bei Liebeszaubern manipulativer Art und um Liebeszauber zu brechen.

Und auch bei Geisterbeschwörungen und Orakeln wird sie angerufen.

Sie kann angerufen werden, um die Macht von Zaubern zu stärken und auch um Rezepturen wirksamer zu machen.

Sie ist die Göttin der Mondmagie.

Sie wurd besonders auf Friedhöfen und Wegkreuzungen verehrt, man nannte sie auch Herrin der Kreuzwege.

Hekate war in der Antike sehr beliebt, denn man glaubte sie würde jeden helfen, der ihr Opfer bringt, aber wegen ihrer Macht über die Geister und die Elemente, war sie auch sehr gefürchtet.

Ihre Symbole sind das gleichschenklige Kreus +, das Pentagramm, Schlüssel, Dolche und Fackeln.

die drei Gesichter der Hekate

mehr über Hekate

 

Dionysos/Baccus:

Dionysos ist der Gehörnte Gott der Natur, der Fruchtbarkeit, der Freude, des Tanzes, der Wildniss, der Ekstase und auch des Wahnsinns.

Er hatte die Fähigkeit Efeuranken aus der Erde wachsen zu lassen und auch Wasserströme zu erschaffen.

Sein Kult war sehr ausschweifend, und war besonders bei Frauen sehr beliebt.

Die Baccai oder auch Mänaden genannt, trafen sich nachts im Schutz der Wälder und begannen zu tanzen und wild zu feiern. Dabei invozierten sie den Gott (hereinrufen), man sagt sie solle übermenschliche Kräfte bekommen haben und waren in der Lage in ihren Rausch wilde Tiere wie Wildschweine und Hirsche zu fangen und mit bloßer Hand zu zerreißen. Der Kult wurde sehr blutig geschildert.

Bei dem Kult ging es aber wohl vor allem um die Fruchtbarkeit und die Sexualität, ob die dunklen Riten tatsächlich stattfanden, oder nur Fantasien der Außebstehenden waren ist unklar.

Man kann gut erkennen, das schamanische Elemente in seinem Kult eine Rolle spielten.

Dionysos wird angerufen, bei Fruchtbarkeitszaubern und bei Zaubern die mit Wildniss, Freude und Ekstase zu tun haben.

In alten Quellen wurde Hekate als seine Mutter genannt, später dann Demeter und dann Semele.

Als Vater gillt Zeus.

Auf die Tatsache das Hekate als seine Mutter angesehen wurde, lässt noch die Verbindung die  zwischen den Kulten des Dionysos und der Hekate bestanden schließen, aber es gab auch Verbindungen zwischen dem Dionysoskult und dem Kult der Demeter.

Dionysos und Hekate sind beide ursprünglich aus Kleinasien und nicht aus Griechenland.

Ihr Kult wurde dann aber in die "Helenische Religion" übernommen, später dann aber verteufelt, was wohl besonders mit der Abneigung der Helenen gegenüber weiblicher Heilkunde, Magie und Wahrsagung zusammen hing. 

 

 

Artemis/Diana

Sie ist die Hauptgöttin vieler Hexen, auch sie wurde in drei Gestallten verhert:

1.Jungfräuliche Göttin des zunehmenden Mondes:

Sie ist eine Göttin der Magie und der Nacht, genau wie Hekate verband man sie unter diesen Aspekt mit der Geisterwelt, man glaubte zum beispiel sie würde Nachts im Mondschein mit den Strigen und Lamien (Vampirwesen) auf die Jagd gehen. Ihre dunklen Eigenschaften wurden aber nur wenig betont. Sie wurde genau wie Hekate von den Christen Hexenkönigin genannt, unter ihren positiven Aspekten der Mondmagie bringt sie Heilung, Intuition und Schutz.

2.Göttin der Fruchtbarkeit (deshalb wird sie Mutter aller Geschöpfe genannt):

Sie sorgt für die Fruchtbarkeit von Mensch und Tier, ledige Frauen baten sie um einen Ehemann und verheiratete Frauem um Kindersegen. Sie ist die Schutzherrin der Frauen.

3.Jagdgöttin:

Sie ist die Herrin über die grünen Wälder, Beschützerin der wilden Tiere, aber auch die Jägerin, die ihre Beute tötet, sie bestraft die Tierquäler und war die Schutzgöttin aller Schwachen. Dieser Aspekt wurde bei ihr am meisten betont, sie ist auch eine Schamenengöttin und eine Göttin der Kräuterheilkunde.

Sie ist die Schützerin der Opferrituale und sorgt dafür das sie richtig ausgeführt werden, sie bestraft dijenigen die ihre Regeln misachten.

Diana ist eine alte Lichtgöttin und eine Göttin der Wildniss, eine Schutzherrin der Quellen und Seen und eine Göttin die den Hebammen zur seite stand.

Diana wird angerufen wenn es um Fruchtbarkeit, Liebe, Natur, Schutz Mondmagie und Heilung geht.

Auch sie wird genau wie Hermes und Hekate an Kreuzwegen angerufen.

Viele heutige Hexen rufen Diana von Sonnenaufgang bis Mitternacht an und Hekate dann nach Mitternacht bis Sonnenaufgang an. Sie sehen Diana als die positive Göttin und Hekate als die negative Göttin, aber meiner Meinung nach haben beide sowohl positive und negative Eigenschaften. Beide sind Göttinnen die mit den Kosmischen Mächten in Verbindung stehen.

 

Pan/Karnayna/Lucifer

Pan ist der gehörnte Gott, der Herr über die wilden Tiere und der Wälder.

Er ist auch ein Gott der Fruchtbarkeit und ein Gott der Hirten.

Bei den Kelten nannte man ihn Cernunnos oder Cernos, was gehörnter bedeutet.

Er ist aber auch ein alter Lichtgott und wurde unter diesem Aspekt auch Lucifer (bringer des Lichts genannt), bei Nacht hat er durchaus dunkle Eigenschaften und wird auch als Herr der Finsterniss verehrt.

Er ist der Sohn des Merkur.

Heute wird er auch oft Karnayna genannt.

Er wird angerufen, wenn es um Naturverbundenheit, Fruchtbarkeit und Naturmagie geht, oder um etwas zu erschaffen oder zu erreichen.

Herodius/Aradia:

Lange nach der Entstehung aller Dinge war eine Dunkle Zeit angebrochen. Die wenigen Reichen unterdrückten die vielen Armen und ihre Hilferufe wurden immer lauter. So beschloss Diana die Beschützerin der Schwachen ein Wesen zu schaffen, das den Menschen die Magischen Künste zu lehren hat, denn das Wissen um die alten Künste war schon lange in den Brunnen der Vergangenheit versunken. So wurde Aradie durch die Kräfte von Sonne und Mond erschaffen und im Körper einer Sterblichen auf die Erde geschickt um ihren göttlichen Auftrag zu erfüllen. Sie lehrte den Menschen die Magie, den Umgang mit Heilkräutern und Giften, das Feiern alter Feste und das beherrschen der Elemente um Regen, Sturm, Hagel und Schnee zu bringen oder abzuwenden. Der alten Legende nach sollen die Menschen das erworbene Wissen angewendet haben, um sich zu befreien, sie vergifteten die Grundherren und zerstörten die Ernten. Man sagt nach ihrem Tod wurde sie zu einer Göttin und hilft genau wie ihre Mutter Diana allen Schwachen und Unterdrückten.

 Ob die Legende wahr ist muss jeder selbst entscheiden, auf jeden fall ist Aradia eine Göttin die von vielen Hexen angerufen wird um Zauber zu stärken, um Macht zu gewinnen und um sich zu verteidigen. 

Ihr Name bedeutet wohl Göttin des Altars.

Als ihr Vater wird auch oft Lucifer (bringer des Lichts) genannt.

Aradia wird oft mit dem Mond in Verbindung gebracht, deswegen wird ihr der Montag zugeordnet.

 

Ares/Mars:

Mars ist der Gott des Krieges und der Auseinandersetztungen, aber auch ein Fruchtbarkeitsgott.

Er wird angerufen, um Auseinandersetzungen zu gewinnen, um gegen Feinde anzugehen, bei Rachezaubern, für Erfolg bei Sport, und Wettlämpfen und auch um Männlichkeit zu erlangen.

Sein Tag ist der Dienstag.

 

Hermes/Merkur

Hermes ist der Gott der Kaufleute und der Diebe, doch auch ein Gott der magischen Künste und der Weisheit.

Er hat ähnliche Züge wie Hekate und wurde genau wie sie an Wegkreuzungen verehrt, er steht mit der Unterwelt in Verbindung und hatt heilende Kräfte (der Merkurstab ist auch heute noch ein Symbol von Apotheken).

Er wird heute vor allem bei Zaubern die Weisheit, beruflichen Erfolg und Komunikation zum Inhalt haben, viele Hexen sehen in ihm auch den Schutzherren über das Internett.

Sein Tag ist der Mittwoch.

 

Zeus/Jupiter:

Zeus war der oberste Gott Hellas und Roms.

Er ist der Gott der Himmelsrichtungen und Herr über Blitz, Donner, Sturm und Regen.

Er wird angerufen, bei Erfolgszaubern, Geldzaubern, Machtzaubern und bei Wettermagie.

Sein Tag ist der Donnerstag.

 

Aphrodite/Venus:

Aphrodite ist die schaumgeborend Göttin der Liebe, der Fruchtbarkeit, der Leidenschaft, der Erotik, des Wohlstandes, des Luxus, aber auch der Neid wird ihr zugesprochen.

Wenn sie mit ihrer Macht auf Erden waltet, werden wir Menschen zu hilflosen Marionetten, sie spielt mit uns, keiner kann sich ihrem Zauber entziehen. Sie kann glückliche Liebe schenken, aber auch Hassliebe und blinde Wut und Eifersucht, sie ist sehr Mächtig und viele Hexen unterschätzen ihre Macht.

Sie war auch eine Meeresgöttin und eine der großen Muttergöttinen und auch die Göttin der Gärten.

Sie wird bei Liebeszaubern angerufen, aber auch um eine bestehende Liebe zu zerstören.

Auch bei Reinigungsritualen wird sie angerufen.

Ihr Tag ist der Freitag.

 

Kronos/Saturn:

Einst war er der oberste Gott, doch dann wurde er von seinem Sohn Jupiter gestürzt.

Doch weiterhin war er nun ein Gott der die Ernten schützt, aber auch der ein Gott der mit dem Tod in verbindung steht, aber auch mit der Wiedergeburt.

Er ist der Gott des Karmas und ein strenger, aber sehr gerechter Gott.

Er wird bei magischen Experimenten angerufen, bei Schutzzaubern, Schadenszaubern, Bann und Abwehrzaubern und um Ängste zu beherschen, er kann große Macht verleihen.

Sein Tag ist der Samstag.

 

Apollo/Apollon:

Apollo ist der Sonnengott und der Zwillingsbruder der Artemis.

In den alten Zeiten wurde er Hekatos genannt, er war der Sohn der Hekate, doch auch nachdem er seinen neuen Namen Apollon angenommen hat, gab es viele Verbindungen zu Hekate.

Genau wie Hekate, Dionysos, Artemis und Kybele ist er kein griechischer Gott, sondern stammt aus Kleinasien (Hekatos), er wurde dann in das griechische Pantheon übernommen.

Ursprünglich hatte er sehr wilde Züge, denn auch er war ein Schamenengott, doch mit der Zeit sahen die Menschen ihn als einen ziviliesierten schönen Mann, doch seine Pfeile erinnern noch an seine wilden Züge.

Er ist der Schutzherr der Dichter und Wahrsager, er kann heilen, aber auch Seuchen bringen.

Er wird bei Erfolgszaubern, bei Wahrsagung, bei Dichtkunst und bei Heilritualen angerufen, doch er hat auch dunkle Eigenschaften, man glaubte er könne Verderben, Seuchen und Tod bringen.

Sein Tag ist der Sonntag.

 

Janus

Janus ist der Sohn der Hekate, und genau wie seine Mutter hat er die Macht vor Dämonen zu schützen, deswegen war er ein mächtiger Schutzherr von Heim und Familie.

Er ist auch genau wie seine Mutter ein Schutzgott der Türen und Pforten, auch von den Pforten die die Lebenden von den Toten trennen.

Er ist ein Gott der Neuanfänge und wird deswegen angerufen um neuen Unternehmungen oder Plänen Erfolg zu geben, er wird auch bei Schutzzaubern für Heim und Familie angerufen.

Er wird oft als Mann mit zwei Köpfen, die in entgegengesetzte Richtungen sehen dargestellt.

Ihm ist der Monat Januar geweiht.

Fortsetzung folgt.



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