

Suhl
Suhl, die Stadt der Waffen, liegt am Südwesthang des Thüringer Waldes. Mit etwa 50.000 Einwohnern ist sie die größte Stadt Südthüringens. Die Entstehung der Siedlung hing mit den im Lautertal vorkommenden Bodenschätzen zusammen. Seine wirtschaftliche Entwicklung verdankt Suhl der Barchentweberei und vor allem der Eisenerzgewinnung und -verarbeitung. Schon im Jahre 1437 gab es in Suhl einen Eisenhammer.
Damals wie heute galt Suhl als die Waffenschmiede Europas, schon 1595 produzierten ungefähr 200 Waffenschmiede 27.000 Büchsen und 1.100 Pistolen.
Das Denkmal des Suhler Waffenschmiedes

auf dem
Marktplatz steht dort seit 1903 als Wahrzeichen einer über 400-jährigen Tradition. Ein Brunnen in der Innenstadt stellt die Jagdgöttin Diana dar. Die Geschichte der Handfeuerwaffen kann man im Waffenmuseum, das in einem schönen Fachwerkhaus im hennebergisch-fränkischen Stil untergebracht ist, besichtigen. Die Suhler Waffentradition wird beim Schützenfest mit großem Festumzug und Schießwettbewerben gebührend gefeiert.
Ein florierender Eisenerzbergbau und die hochqualifizierte frühindustrielle Eisenverarbeitung bildeten um 1500 die Voraussetzungen für die Schußwaffenfabrikation. Heute zeigen neu angelegte Bergbauwanderwege in landschaftlich reizvoller Lage freigelegte Bergbauobjekte, rekonstruierte Stollenmundlöcher und viel Wissenswertes auf Lehrtafeln.
Aus der Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg stammt noch die auf dem ehemaligen Friedhofsgelände erbaute Gottesackerkapelle von 1555, die 1618 mit einem steinernen Choranbau versehen wurde. Die Bauten des nach dem Dreißigjährigen Krieg aus Schutt und Asche wiedererstandenen Ortes Suhl sind von jüngeren Architekturstilen geprägt. Dazu zählen das Rathaus am Markt, das spätbarocke Gerichtsgebäude, die Hauptkirche St. Marien mit tvoller Rokokoausstattung
und die barocke Kreuzkirche von 1739.

Als erste Straße Suhls - und damit auch von besonderer Bedeutung für die Geschäftsweit - war der Steinweg im 18. Jahrhundert mit Steinen befestigt worden. Hier findet man dann auch heute noch die repräsentativen Bürgerhäuser der damaligen Gewehrfabrikanten.
Auf Grund der sie umgebenden Gebirgs_ Landschaft wird Suhl auch "als die Stadt im Grünen" bezeichnet. Scheinbar aus dem Zentrum heraus erhebt sich der 675 m hohe Suhler Hausberg, der Domberg. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich der Große Beerberg, der mit seinen 983 m der höchste Gipfel des Thüringer Waldes ist.
Zur Stadt Suhl gehören die Ortsteile Vesser,
Goldlauter-Heidersbach(Flugplatz),

Neundorf, Heinrichs, Albrechts, Mäbendorf, Dietzhausen und Wichtshausen. In Heinrichs findet man noch ein geschlossenes Fachwerkensemble vor, den Heinrichser Straßenmarkt. Das Prunkstück ist das historische Rathaus. Die dortige Kirche St. Ulrich ist durch Kunstwerke wie geschnitzte Heiligenfiguren, Fresken aus dem 15. Jahrhundert und den "Heinrichser Kruzifixus" berühmt geworden.
In den Ortsteilen von Suhl kann man noch Ruhe und Entspannung finden, sich beim Wandern oder beim Skilanglauf auf 60km gespurten Skiwanderwegen und 40 km Wettkamptloipen erholen. Interessante Wanderwege führen in das Biosphärenreservat Vessertal oder in das Zentralmassiv des Thüringer Waldes mit den höchsten und imposantesten Bergen. Eine besondere touristische Attraktion ist der Tierpark in Suhl, in dem man vor allem heimische Gebirgstiere im reizvollen Gelände der Suhler Schweiz beobachten kann. Weitere Freizeitangebote wie
das Fahrzeugmuseum

oder das Spaß und Erlebnisbad

sorgen für Abwechslung bei einem Aufenthalt in Suhl.
Suhler Rathaus:

CCS (Stadthalle und Einkaufsmöglichkeiten):

Herrenteich mit Blick auf Hotel "Mercur" und das CCS:

Ein Anziehungspunkt ist auch die Sternwarte:
besonders am Abend zu empfehlen, sehr romantischer Aussichtspunkt!!!