Ein TRAUM ging in erfüllung
---Im Oktober 1969 wurde ich nach Brake / an der Unterweser zur "Grundausbildung " einberufen.
Ich meldete mich freiwillig zur Bundesmarine.
Da war ich nun beim
kurz 5.Mausbtl4 ::::::: 4.Zug
Das waren harte 3 Monate , die einen zum Mann machten-aber ich habs überlebt-- einen echten Bayern bringt nichts um
Hier beim KUTTERPULLEN auf der Unterweser
das war ganz schön schweisstreibend ,besonders wenn der HERR OBERMAAT eine Pütz achtern aussenbords hing
ANTRETEN--normaler Dienstanzug << 4.Zug >> ich bin der 2.v rechts mitte mit weisser Mütze
3.Geb links hinterm Baum unsere Kompanie 5.( in der Mitte die Gaskammer Villa Eichelmann)
Es gab ja viele Kneipen in Brake.Ganz besonders möchte ich bei " USCHI" hervorheben- und "ADMIRAL BROMMY"
das erstemal am Wochenende zu Hause--ganz Stolz in Uniform mit Freundin
Ende 69 wurde die Grundausbildung mit einer Übung durch einem Marsch von 80 Km abgeschlossen ,die paar Meter rissen wir spielend ab,es war arschkalt diesen Dezember grrrr
( Heute wäre es besser ich habe nämlich in der zwischenzeit eine Fettschicht angelegt hahahahah)
Im Januar 1970 ging es nach Borkum - zum Gastenlehrgang,
da wurden wir auf die Seefahrt vorbereitet- Morsealphabet-Flaggensignale-Knoten-- Navigation- Politik- und noch allerlei wurde uns da in 3 Monaten eingetrichtert
-In der Freizeit haben wir in der Kantine getrichert. (_)0 (_)0 (_)0 (_)0 (_)0 (_)0 (_)0 (_)0 (_)0 (_)0 (_)0 (_)0 (_)0 (_)0 (_)0
hier bin ich (r mit Schiffchen) mit meinen Stubenkameraden von Stube 38 - in der Kantine am Zechen ,vorne mit Bier, Matrose Jaeger- MtrKaulfuss- MtrJanipka
mal Hauptwache schieb-- muss ja auch sein------
Hier bin ich auf einem Versorgungsschiff--wir machten eine Ausbildungsfahrt--im Hintergrund der Marineversorger " WESTERWALD"
Schützenschnur in Bronze schoss ich in Aurich,als ich auf Borkum stationiert war
hier entere ich gerade die Gangway--(Niedergang) ,hinauf,um zur Brücke zu gelangen,denn ich musste ans Ruder.
Es war saukalt brrrrr und der Wind pfiff auf der Insel. Am schönsten war es im " Wattenmeer " eine Kneipe zwischen Hafen und Stadt. Auch die wanderungen am Strand waren schön
Ich meldete mich freiwillig zu den Ubooten und begann am 1.3.70 meine Ausbildung in Neustadt / Ostsee bei der U -
BOOTLEHRGRUPPE ..... nach vielen tauchversuchen mit Theorie und Sport ging es nach Bergen / Norwegen zum tauchen, in einem sogenannten " TAUCHTOPF-" aus 30 m tiefe flitzten wir nach oben. Ungefähr wie ein Sektkorken . Flutsch .Dabei habe ich mich am Ohr verletzt und war Ubootuntauglich. HEUL HEUL
ein U Boot der UBootlehrgruppe

Mein nächstes Kommando sollte das "Schulschiff Deutschland A59 " sein-, es war eine Weltreise von 9 Monaten geplant,aber bei einer Werft-probefahrt in Rendsburg lief das Schiff auf Grund und wurde stark beschädigt.Wäre natürlich eine suuuuper Reise gewesen.
SO wurde ich dem 2.Zerstörer-Geschwader in Wilhelmshaven zugeteilt
ZERSTÖRER Hessen D 184
Hier die Hessen mal von Steuerbordseite
..... die HESSEN im Verband mit einem anderem Zerstörer der "Hamburg-Klasse"
bei einem der zahlreichen Manöver ( man sieht die 3 Bugtorpedorohre,Turm Alpha und Bravo 100 MM )damals war die Brücke noch offen- wir waren noch " echte Seemänner "
Stanav- Krug
Stanav- Stempel mit Z Hessen Stempel
Abzeichen für die Uniform
mal noch ein älteres Bild aus vergangenen Zeiten
Am 10.Juni 1970
war es dann soweit
es ging auf eine
längere Reise

die bis zum 26.09.1970 dauerte
" STANAVORLANT " das heisst ständige einsatzbereitschaft der Nato- wir fuhren in Schlicktown ( Wilhelmshaven) ab und es ging durch den" KANAL " richtung Atlantik. Das nächste Ziel war LISSABON. Portugal
In dieser Stadt lagen wir vor Reede und hatten genug Zeit ,die Gegend zu erkunden,die Altstadt war suuper und die Leute richtig nett.Auch die bekannte Washington Bar sah uns------nach 3 Tagen die wir reichlich nutzten, ging es weiter, die NATO-FLOTTE hatte sich in der zwischenzeit eingefunden.Die Engländer-waren mit einer Fregatte vertreten(HMS NIPIGON) Die Holländer mit einer Fregatte ( PEDER SKRAN )- Die Kanadier- mit einer Fregatte( SASKETCHOWEN) und die AMIS mit einem Zerstörer (D HAWKINS) später (D Krauss )--Die Portugiesen mit einer Fregatte( ADMIRAL GAUGO COUNTINHO ) , wir schipperten also erstmals auf die Azoren zu.
In PONTA DEL GADA auf der Insel Sao Miguel machten wir fest und überfielen die Bars und Kneipen.Nun ja so ganz schlimm war es nicht . Andertags ging es weiter nach Hamilton auf den Bermudas. Hier war es super ,sehr schönes blaues Wasser lud uns zum baden ein. Weiter westwärts nach NORFOLK/ Virginia USA- da verbrachten wir herrliche 14 Tage im Hafen--weiter ging es nach NEW YORK
-von da aus nach ST.JOHNS auf Neufundland- dann war MONTREAL / Kanada
an der Reihe. Hier verbrachten wir auch 4 tage bevor es nach HALIFAX
ging. Dort blieben wir 14 Tage.Der Törn führte weiter nach Reikavjik / Island und dann nach ROSYTH / Schottland bei Edingurgh.Hier lagen wir 14 Tage, da habe ich denn dicksten Nebel meines Lebens erlebt . Der Törn ging über Bergen/Norwegen nach Kristiansand / Dänemark nach Hause 
.
Hier mal ein bisschen Wind bei Halifax hat es uns voll erwischt ( hier ein Foto ist aber nicht von mir sondern ein Zerstörer der Fletcher Klasse ,denn ich persönlich habe kein Foto vom Sturm)
hier wurde ich zum amerikanischen Zerstörer Hawkins geflogen, da fuhr ich 3 Tage als Gast mit--war eine interessante und abwechslungsreiche Sache
USS Hawkins wurde verabschiedet, dafür kam USS Kraus
In Wilhelmshaven wurde uns ein stürmischer Empfang bereitet .Anschliessend wurden wir für die Werftliegezeit in Hamburg vorbereitet.
Aufklarungsarbeiten an Oberdeck-- An Bord gibt es immer was zu tun---
vor Stavanger / im hintergrund die Yacht der Königin Elizabeth II----rechts daneben ein Schlepper der Bundesmarine
Wasserbomben Angriff----war immer eine interessante Angelegenheit
Durch den Nord-Ostsee-Kanal fuhr ich gerne -- war ein schöner Törn-- gemütlich mit 8 Knoten--hier bei Rendsburg die Schwebefähre
hier sind die Geschütze schon abgebaut worden, in WHV im Arsenal , denn es ging in die Werft zu Blohm und Voss,vorher nach Kappeln/Schlei da wurden noch zahlreiche Versuche durchgeführt,z.B. Sprengungen von der Seite-von unten,etc es wurde alles vermessen.
Hier ein Brief- ( Mal nach Hause schreib)
2 Jahre im Dienst 8.10.1970-----Log: 50300 Seemeilen
(1 Seemeile 1.852 Meter)
Hier im Deck II Z 1 = abschiedsstimmung Ende Dez 70 (rechts Reservist BROKOP - Jürgen war in der Kombüse tätig-(Ich links mit Bier ) vor meiner Koje (oben)
irgendwo auf Reede--
hier sitze ich am Strand / Portugal
Mützenbänder mitfahrender Einheiten
Fregatte Portugal
Fregatte Holland
Fregatte Kanada
Brief von den BERMUDAS
Brief von den AZOREN ( Ponta del Gada )

IM Januar 1971 kam ich auf den Zerstörer BAYERN D 183


Hier wurde ich Obergefreiter. Wir lagen nach der Werft ziemlich lange in Wilhelmshaven im Arsenal.Denn irgendwas klappte noch nicht so richtig.
Einige Wochen später war schiessen in PORTLAND /
Weymouth / England
Hafeneinfahrt
angesagt. Auf der sogenannten" Zerstörerwiese "konnten wir uns austoben ,da jagte ein Manöver das andere.Wir ballerten auf teufel komm raus 
hier mein Geschütz 4, eine BOFORS doppel-Laffette 40 MM
Meine Dienstzeit endete Sept 1973 im September auf " Z Bayern " .Auf diesem Schiff habe ich fast 3 Jahre verbracht , bis auf 6 Wochen , die ich für eine Fahrt nach
England / Portland- Weymouth - auf dem Zerstörer " Schleswig Holstein D 182 "
unterbrach.Es gab von diesen Zerstörern der sogenannten "HAMBURG - KLASSE-"-- 4 Zerstörer.Z Hamburg-Z Hessen-Z Bayern-Z Schleswig Holstein-( man nannte Sie auch Holzbein).Wenn ich mir heute so Gedanken mache ,hätte ich doch Berufssoldat machen sollen. Na ja dem Bund geht es auch nicht mehr sooo gut . Aber hinterher ist man immer schlauer.
Leider habe ich keine Fotos von meiner Zeit auf der Bayern-- kann mich auch nur noch vage an manche Dinge erinnern
Kann mich nur noch Erinnern als uns im Mittelmeer beim Highline fahren der Ölschlauch platzte---oh weh welch eine Sauerei------
das Vorschiff mit Winsch und Ankerspill
hier liegt die BAYERN bei Blom und Voss im Trockendock Jan 1971-- vorne am Bug sieht man die 3 Bug-Torpedorohre
Hier stehe ich genau unter den beiden Propellern , die das Schiff so schnell machten
Hier bin ich nochmal beim Wache gehen- es war saukalt- der Wind pfiff durchs Dock- die Elbe hatte Eis.Leider sieht man auf diesem Foto die Klappen für die beiden Hecktorpedo-Rohre nicht
Gorch Fock habe ich leider nie persönlich gesehen
hier hat mir mein alter Kamerad und langer fahrensfreund Jürgen Rohde einen Brief ,nach Hause geschrieben
Hier sitze ich mit Jürgen ( links) bei mir in Regensburg im Tanzcafe Dorfner, als er am Wochenende mal mit zu mir nach Hause gefahren ist.
so das ist Helgoland--- die rote Insel in der deutschen Bucht ( FUSELFELSEN -marinejargon)
An dieser wunderschönen Insel bin ich zigmale vorbeigefahren im Laufe meiner Dienstzeit.Bin auch schon ein paar mal zu Besuch da gewesen. Herrlich.

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" Die eine Hand am Sack,die andere Hand am Socken-
Seemann bleib liegen ,es war nur das locken---"
Reise ,Reise, aufstehn
Seemann du brauchst nicht erschrecken ,
in fünf Minuten ist erst wecken.........



Versoffen die Heuer, verhurt das Gehirn,
verachtet von der Jungfrau , geliebt von der Dirn
von aussen vergammelt , von innen auf draht
dass ist der deutsche Marinesoldat