
Harte Gitarren, brachiale Beats und kreischender
Gesang sind das Markenzeichen von "Destiny".
Die Band bildete den Hauptact beim zweiten
"Selmstock Open Air", das rund 300 Besucher
begeisterte. (Bild: Max Löchter)
Selm. (ml) Das "Selmstock Open Air" ging am vergangenen Wochenende in die zweite Runde. Über 300 Besucher ließen sich vom Regen nicht abschrecken und feierten die Bands auf der Bühne am Freibad. Das Festival will sich auch weiterhin in der lokalen Musikszene etablieren.
Was das Wetter angeht, kann das "Selmstock Open Air" schon mit großen Festivals wie Rock am Ring oder Hurricane durchaus mithalten: Regen und Sonne wechselten sich am Samstag regelmäßig ab. Musikalisch ging an diesem Tag auf der Bühne aber die Sonne auf. "Mucky Feet" und "Overhead Kick" konnten ihren Newcomer-Bonus voll ausspielen und hatten bereits zu früher Stunde schon viele Freunde und Bekannte vor der Bühne versammelt. Im Anschluss zeigten dann "the Spoons", dass Frauen den Männern im Rocken in nichts nachstehen. "Killing Chord" aus Selm bedienten dann den Geschmack für die Liebhaber härterer Gitarren-Sounds. Mit "Woof" kam ein Urgestein der deutschen Hardcore-Szene auf die Bühne. Die fünf Männer aus Paderborn konnten durch eine agile Liveshow bestechen. Ebenso taten es dann auch "For Sale" aus Werne. Die teils englischen, teils deutschen Texte wurden von einigen auch schon sicher mitgesungen. Die vorletzte Band war "May The Force Be With You" aus Selm und Lünen. Hier war die Stimmung des Abends auf dem Höhepunkt und die 300 Besucher hatten sichtlich Spaß an der Darbietung der fünf. Mit "Destiny" betrat gegen neun Uhr der Hauptact des Festivals die Bühne. Auch hier waren wieder harte Gitarren, brachiale Beats und kreischender Gesang angesagt. Das Publikum dankte es jeder Band mit Applaus.
Applaus hätten auch die Organisatoren verdient. Dem Festival fehlte es an nichts. Bierstand, Cocktailbar, Merchandise-Stände und die Würstchenbude ließen keinen Wunsch offen. Die Organisatoren waren sehr zufrieden mit dem Tag: "Wir haben jetzt über 300 Besucher gehabt. Es hätten zwar noch ein paar mehr sein können, aber aufgrund des Wetters geht das schon okay. Die Bands waren alle super, die Leute hatten ihren Spaß und es gab keinen Zwischenfall", erklärte "Hille" vom Organisationsteam. Benedikt Dorth vom Jugendamt Selm: "Der Grundstein für ein längeres Festival wurde auf jeden Fall heute gelegt. Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr vielleicht ein wenig länger feiern dürfen." In der Tat war das Konzertende um 22 Uhr ein recht früher Zeitpunkt. Die anschließende Musik aus der Konserve wurde auch gut angenommen. Schließlich ist nach dem Festival vor dem Festival...
Deshalb sollen auch die Planung für das "Selmstock 2007" bereits in einigen Wochen anlaufen. Vor allem die musikalische Bandbreite soll ausgedehnt werden. So sollen Reggae- und Skabands für mehr Abwechslung sorgen. Zudem hoffen die Organisatoren, dass weitere Sponsoren die Arbeit erleichtern können. Mit dem Erfolg aus diesem Jahr dürfte die Suche nach weiteren Kooperationspartnern nicht schwer fallen.

