Seitentitel

 

26.11.06

Der Tag vor der Klinik, nun war es soweit ich muss dorthin.

 

Hans ist nicht da, ich habe riesige Angst vor morgen, vor dem was auf mich zukommt und vor dem was hier zu Hause alles passiert wenn ich nicht da  bin.

Schaffen es die Kinder? `Die Hunde?  Den Haushalt?  Kevin der nun viel alleine ist?

 

Es tu mir so unendlich weh das Hans gerade an diesem für mich so schweren Tag keine Zeit hat, es verletzt mich, ja, es macht mich sogar wütend. Ich bin wütend auf ihn und seine Firma weil das mal wieder viel wichtiger war.

Sicherlich hatte er mich gefragt bzw. gesagt :“ Sonja, möchtest du das ich dich fahre?

 Möchtest du das ich den Flug verschiebe?

Ich konnte und wollte Hans diese Frage nicht beantworten, diese Frage musste er selbst für sich beantworten. Ich wollte und wünschte mir so sehr das er mich in die Klinik fährt.

Warum wollte er eine Antwort von mir, weshalb stellte er mir diese Frage, er wusste doch das ich ihm diese Antwort nicht geben werde, er musste es doch wissen. Wenn er mich wirklich kenn das muss er doch wissen was ich möchte, was ich mir wünsche bzw. brauche. Er musste doch wissen das es für mich ein Höllentrip werden würde wenn ich alleine fahre.

Ja, sicherlich meine Freundin bot mir ihre Hilfe auch an, sie hätte mich gefahren und das gerne ,ich weiß es weil, sie so oft schon für mich da war, und zu allem dazu hat sie doch selbst so viel zu tun .

Ich wollte wenn überhaupt von meinem Mann gefahren werden, von dem Menschen der doch sagt er liebt mich.

 

Ich hoffe in der Klinik darüber reden zu können, um die große Enttäuschung die sich gegenüber meinem Mann aufgebaut hat wieder etwas zu verlieren. Das Gefühl das ich ihm doch nichts bedeute, oder einfach doch nicht wichtig genug bin.

Ich sitze immer noch am PC, ich möchte nicht in Bett, wehre mich gegen meine Müdigkeit, will nicht schlafen. Ich chatte mit Jürgen, Mike…ich weine…diese Chatfreunde geben mir gerade mehr halt als mein eigener Mann. Jürgen macht sie die Mühe mir den Weg zu erklären, Torsten tröstet mich soweit das über das Net geht, er gab mir den „Halt“ den ich so verdammt gerne von meinem Mann gehabt hätte, denn ich liebe ich doch auch. Klar, diese Chatter mag ich aber das ist etwas anderes, etwas ganz anderes.

Micha ist Suchtberater, was ich heute erst allerdings von ihm erfahren habe, auch er machte mir Hoffnung und sprach mir gut zu.

Mittlerweile ist es 1.46 Uhr ich muss ins Bett, das Bett das neben mir steht, ist leer, es ist das Bett meines Mannes und eigentlich müsste er darin liegen, …ich brauche ihn…seine Nähe…ich möchte nicht viel …einfach nur seine Hand halten. Aber mein Mann ist wieder nicht da, es ist wie so oft nicht da in Momenten wo ich ihn am allermeisten brauche.

--------------------------------------------------------------------------------

Fortsetzung (Nachtrag) folgt


Kostenlose Homepage erstellen bei Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!