Stört es dich, wenn ich rauche? -
Stört es dich, wenn ich daran sterbe?

 

"Zuerst war es cool, dann hat es geschmeckt, und jetzt bin ich süchtig"

 

Es ist heute ganz eindeutig erwiesen, daß Rauchen die wesentlichste Einzelursache für Krebs überhaupt ist. Tabakrauch enthält viele starke Karzinogene, darunter radioaktives Polonium und Thorium sowie das giftige Schwermetall Cadmium; diese Metalle nimmt die Tabakpflanze aus dem Boden auf und speichert sie. Bei 80 % der Lungenkrebstoten war das Rauchen die Ursache des Tumors, der eine besonders schmerzhafte Erkrankung bedeutet und rasch zum Tod führt. Tabakrauch kann auch zu Krebs der Lippen, der Zunge, des Rachens und des Kehlkopfs, der Speiseröhre, der Niere und der Blase, der Bauchspeicheldrüse und anderen Organen führen.

 

Das Zigarettenrauchen einzustellen, lohnt sich immer. Auch ältere Menschen ziehen daraus noch gesundheitlichen Nutzen, hat das Nationale Institut für Altersforschung in Bethseda in den Vereinigten Staaten festgestellt. Eine Untersuchung brachte folgendes Ergebnis: Von den über 65 Jahre alten Rauchern sterben in den nächsten fünf Jahren doppelt so viele wie von denen, die nie geraucht haben. Wer mit dem Rauchen vor dem 60. Lebensjahr aufgehört hat, ist nur noch mit dem 1,5fachen Risiko gegenüber Nichtrauchern behaftet. Nach rund zehn Jahren Tabak-Abstinenz entspricht das Risiko von ehemaligen Rauchern fast schon dem von Niemalsrauchern.

Regelmäßig mehr als 20 Zigaretten am Tag, so ermittelte die amerikanische Krebsgesellschaft, verkürze die Lebenserwartung durchschnittlich um 8,3 Jahre.
Deutsche Experten sind noch pessimistischer: Auf zwölf verschenkte Jahre schätzt das Wissenschaftliche Institut der Ortskrankenkassen die Verkürzung der Lebensspanne.

 

Rauchkondensat enthält eine ganze Reihe akut und chronisch wirkender Schadstoffe, von denen rund 50 als Krebserreger gelten - beispielsweise Pestizide, Nitrosamine, Benzpyren, Vinylchlorid, Hydrazin, Formaldehyd, Cadmium und auch beträchtliche Mengen des radioaktiven Elements Polonium. Ob der Raucher Zigaretten mit hohem oder mit geringem Teergehalt raucht, macht keinen großen Unterschied. So etwas wie eine "sichere" Zigarette gibt es nicht.

 

  • Krebs: Mindestens neun von zehn Lungenkrebskranken sind Raucher. Über 95 Prozent aller Kehlkopfkrebspatienten haben mehr als 20 Zigaretten pro Tag gepafft. Erhöht ist auch das Risiko für Mundhöhlen- und Zungenkrebs, Rachen-, Speiseröhren-, Pankreas-, Magen-, Gebärmutterhals- und Blutkrebs (Leukämie). Die böse Spur der Tabakgifte zieht sich bis zu den Ausscheidungsorganen: Blasen- und Nierentumore kommen ebenfalls häufiger vor.
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  • Gefäßerkrankungen: Schäden an den Blutgefäßen können Arteriosklerosen und Thrombosen verursachen, die den Blutfluß hemmen oder in einzelnen Körperregionen ganz zum Erliegen bringen. Raucherbein, Herz- oder Hirninfarkt sind die Folge. Letztere riskieren vor allem Raucherinnen, die über Jahre bestimmte empfängnisverhütende Pillen schlucken. Bei Rauchern ist das Herzinfarkt-Risiko 15mal höher als bei Nich trauchern.
  • Impotenz: 64 Prozent aller impotenten Männer rauchen. Auch bei Frauen kann exzessiver Tabakgenuß die Libido beeinträchtigen. Die Haut altert schneller und die Wechseljahre können früher einsetzen.

 

Zwei Versuche mit dem rauchen aufzuhören verliefen bei mir erfolglos. Einmal gab ich nach 6 Wochen auf, das andere mal nach 3 Monaten. Der Übergang vom Nichtrauchen zum Rauchen geschieht still und heimlich, weil man es sich selbst nicht eingestehen will. Anfangs erlaubt man sich Selbst eine einzige Zigarette, als Probe ob es noch schmeckt. Diese schmeckt dann natürlich nicht, aber erinnert an die gute alte zeit als man mit der Kippe im Mund so cool aussah.

Nach dieser einen Zigarette ist es meist schon zu spät und Tage später zündet man sich die zweite Zigarette an.

 

Nach einer ärztlichen Untersuchung wegen Halsschmerzen bekam ich meine Diagnose: Polyp am Kehlkopf und Ödem an beiden Stimmbändern. Die gutartige Wucherung am Kehlkopf ging mit Medikamenten zurück, während die krankhafte Ansammlung von Gallertartiger Masse in den Stimmbändern operativ entfernt werden musste. Hierfür waren 2 Operationen in der HNO Klinik in Giessen nötig. Diese Erkrankungen im Hals sind ausschließlich auf das rauchen zurück zu führen. Schonungslos wurde mir mitgeteilt, das dies die Anfänge von Kehlkopfkrebs sind.

 

Nach dem letzten Klinikaufenthalt rauchte ich 1 Jahr lang keine Zigarette mehr. Durch negativen Stress in eine für mich belastende Situation gekommen, griff ich zu einer Zigarette. Nach Wochen rauchte ich wieder 5-7 Kippen pro Tag. Jede Zigarette gab mir ein gutes Gefühl während ich sie zwischen den Fingern hielt. Nach dem sie ausgedrückt im Ascher lag überkam mich das schlechte Gewissen und die Angst an Krebs zu erkranken. Ich musste zu Nikotinpflaster und Nikotinkaugummis greifen um von der Sucht zu lassen. Es hat lange gedauert, ich tat mir sehr schwer. Sicherlich auch deshalb, weil ich immer gern geraucht habe.

 

Nun habe ich es wieder geschafft und betrachte die Wochen des Rauchens als einen Ausrutscher. Ich versuche Verständnis für meine Schwächen zu haben, statt mich selbst dafür zu strafen.

Als Nichtraucher habe ich ein positiveres Körpergefühl. Die Sinne im Hals und Nasenbereich sind stärker. Düfte die vorher vom Rauch vernebelt wurden kommen zur Geltung. Sportlich macht sich eine bessere Kondition bemerkbar. Meine Lungen können viel mehr Sauerstoff aufnehmen und abgeben.

  

Während der Lungenkrebs erst nach zwanzig bis dreißig Raucherjahren seine "Blütezeit" hat, schädigt das Rauchen bei jungen Leuten in erster Linie das Herz. Englische Wissenschaftler befragten in einer umfangreichen Studie 14.000 Infarktpatienten und 33.000 Vergleichspersonen nach ihren Rauchgewohnheiten und fanden heraus: In der Altersgruppe zwischen 30 und 39 Jahren ist das Infarktrisiko eines Rauchers mehr als sechsmal so hoch wie das eines Nichtrauchers. Insgesamt lassen sich bei den 30- bis 49jährigen vier Fünftel aller Herzinfarkte auf den Zigarettenkonsum zurückführen. Weil mit zunehmendem Alter auch andere durch Rauchen verursachte Krankheiten gewichtiger werden, sinkt die Zahl der Herzinfarkte bei den 60- bis 79jährigen auf "nur" noch die Hälfte.

Deutlich sichtbare Zahnverfärbungen und starker Mundgeruch sind noch die harmlosesten Folgen des Tabaks. Bei vielen starken Rauchern heilen die Wunden nach Zahnentfernungen und kieferchirurgischen Eingriffen deutlich langsamer. Auch Zahnbettentzündungen verlaufen langwieriger als bei Nichtrauchern. Besonders betroffenen sind Raucher, die regelmäßig Alkohol trinken. Der Mundhöhlenkrebs verursacht über lange Zeit keinerlei Beschwerden und wird deshalb meistens zu spät entdeckt. Nicht einmal jeder zweite Patient überlebt die ersten fünf Jahre nach der Diagnose.

Raucher müssen nicht nur mit allerlei Gesundheitsrisiken rechnen. Sie bekommen auch früher Falten als Nichtraucher und altern schneller.

Rauchen beschleunigt einer neuen Studie zufolge das Altern des Gehirns. Wissenschaftler der Erasmus-Universität in Rotterdam fanden bei einer Untersuchung an 9.000 Menschen über 65 Jahren heraus, daß Gedächtnisleistung und Lernvermögen bei Rauchern deutlich stärker abnahmen als bei Nichtrauchern. Der "blaue Dunst" führte beim Test zu einem Rückgang der Gehirnleistung um jährlich 0,25 Punkte, während sich bei nicht rauchenden Senioren lediglich ein Verlust von 0,03 Punkten ergab, berichtete das Fachblatt Ärztliche Praxis. Differenzierte Gehirntests ergäben, daß Raucher früher eine Veranlagung zu Altersschwachsinn zeigen.

 

Ich habe soviel schlimmes über das Rauchen gelesen,
dass ich es schließlich doch aufgegeben habe.
Das Lesen.

 

Sie rauchen zuviel

  • Wenn Sie Ihre Zehen zuletzt vor 10 Jahren gespürt haben.
  • Wenn Ihr Schreibtisch einen eigenen Zigarettenautomaten hat.
  • Wenn Sie Marlboro für die Hauptstadt von Amerika halten.
  • Wenn Ihnen die Zigarette danach wichtiger ist, als der Sex davor.
  • Wenn Ihre Frau eine Lärmschutzwand gegen Ihren Raucherhusten beantragt.
  • Wenn für Sie ein Lungenzug erotischer ist als ein Zungenkuß.
  • Wenn in Ihrem Büro immer die Nebelscheinwerfer brennen.
  • Wenn die Zigarettenindustrie für Sie eine eigene Marke auf den Markt bringt.
  • Wenn Ihre Lunge die Hauptrolle in dem Film "Das schwarze Loch" spielen soll.
  • Wenn Sie so schlecht aussehen, dass sogar die Rollstuhlfahrer für Sie aufstehen.
  • Ich kann nur allen sagen:
  •  Rauchen ist doof!

 Es schmeckt nichts!

Der Rauch hängt in allen Klamotten!

Es sieht einfach blöd aus, wenn man an der Kippe zieht!

Es ist ein schlechtes Vorbild für andere!

 

Süddeutsche Zeitung vom 14.11.96:

Auch in der Zukunft mehr Tote durch Tabak als durch AIDS

Nach fünf Jahre dauernden Umfragen und der Analyse von 14 Millionen Totenscheinen sowie anderen Dokumenten, errechneten Wissenschaftler, daß im Jahr 2020 1,7 Millionen Menschen an AIDS und 8,4 Millionen Menschen an durch Rauchen verursachten Krankheiten (dreimal so viele wie heute) sterben werden. Diese Ergebnisse sind u.a. in der zehn Bände umfassenden Mammutstudie "Die globale Belastung durch Krankheit und Verletzung" enthalten, die mit Hilfe der Weltbank, des Center for Disease Control (CDC) in Atlanta und weiteren 100 Experten aus aller Welt erstellt wurde.

 

 

BerlinOnline vom 4.3.1998:

 

Rauchen vermindert Sinneszellen

 

Geruchs- und Geschmackssinneszellen haben ein kurzes Leben. Bereits nach zehn bis vierzehn Tagen sterben sie ab und werden durch neu nachwachsende Zellen ersetzt. Mit zunehmendem Alter verlieren viele Menschen mehr Sinneszellen, als nachgebildet werden. Bei Rauchern kann es dazu auch schon in jungen Jahren kommen, weil Nikotin die Erneuerung der Sinneszellen behindert. Allerdings stellen sich Geruchs- und Geschmackssinn nach einer Abkehr vom Glimmstengel oft nach einigen Wochen wieder ein.

 

 

www.berlinonline.de / www.netdoktor.de vom 21.6.2002:

 

Rauchen ist noch gefährlicher als angenommen

 

Tabakrauch ist nach Erkenntnissen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowohl für Raucher als auch Passivraucher noch gefährlicher als bislang bekannt war. Experten der Internationalen Agentur für Krebsforschung der WHO berichteten am Mittwoch in London, Rauchen erhöhe das Risiko, an Blasen- und Nierenbeckenkrebs zu erkranken noch stärker als man bisher angenommen hatte. Neu sei die Erkenntnis, dass auch Magen-, Leber-, Gebärmutterhals-, Gebärmutter-, Nieren- und Nasenstirnhöhlenkrebs vom Rauchen mitverursacht werden können.

Die Studie über Tabakrauch und Krebs, die noch in diesem Jahr vollständig veröffentlicht werden soll, ist die erste derart umfassende Untersuchung seit 1986. Dazu führten die Experten die Ergebnisse von mehr als dreitausend Studien zusammen, an denen Millionen Menschen beteiligt waren. An der Untersuchung waren 29 führende Experten aus zwölf Ländern beteiligt.

  

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