zahnmedizin

 

Umweltbelastungen machen nicht vor unserer Gesundheit halt. Kinder, ältere Menschen und Immungeschwächte sind am härtesten betroffen. Nach einer kürzlich veröffentlichten Studie leiden in den Großstädten 9% der Schulkinder an Asthma, 15% an Heuschnupfen und 20% an Dermatitis mit zunehmender Tendenz. Die Zahl der ungewollt kinderlosen steigt ständig. Neueste Forschungen haben den Einfluss von PCB auf das menschliche Hormonsystem bestätigt. Umweltbedingte Erkrankungen gehen alle Ärzte an.Das noch junge Fachgebiet der Umweltmedizin gewinnt mit fortschreitender Umweltzerstörung an Bedeutung.In diesem Bereich ist in besonderem Maße ein interdisziplinärer Erfahrungsaustausch gefordert.

Sind Sie oft müde und abgeschlagen ?...erschöpft und nicht leistungsfähig ?...anfällig für Infekte und Kopfschmerzen? Chronische Vergiftungen haben häufig keine typische Symptomatik. Patienten mit chronischer Schwermetallbelastung haben daher oft eine lange Leidensgeschichte, bevor die richtige Diagnose gestellt und die geeignete Therapie eingeleitet wird.

Die Palette der Krankheiten bzw. Symptome, die heute dem Quecksilber zugeschrieben werden, ist vielfältig:

Das Schwierige bei Vergiftungen ist, dass es nicht ein typisches Symptom gibt, sondern eine Kombination von Symptomen, welche kennzeichnend ist.

Hauptsymptome bei einer fortgeschrittenen Amalgamvergiftung sind:

·        die chronische, vehemente Erschöpfung,

·        die Störungen im Magendarmkanal mit Gewichtsverlust,

·        die Kopfbeschwerden und die psychischen Veränderungen, wobei Angstzustände und depressive Verstimmungen im Vordergrund stehen.

Patienten mit einer chronischen Amalgamvergiftung weisen im Vollbild der Erkrankung
einen Symptomkomplex auf,
der praktisch immer anzutreffen ist und deshalb als Syndrom beschrieben wird:

·        Lichtscheu

·        Anhaltender Erschöpfungszustand

·        Chronischer Durchfall mit erheblichem Gewichtsverlust

·        Blasenprobleme

·        Uebelkeit und Appetitstörungen

·        Vermehrter Speichelfluss

·        Metallgeschmack im Mund

·        Lokales Zungenbrennen (als Folge der lokalen Einwirkung auf die Schleimhaut der Zunge

·        Kopfsymptome (Schmerzen, Kopfdruck, Nebelzustände, Gesichtsneuralgie)

·        Konzentrationsprobleme, schlechtes Erinnerungsvermögen

·        Extreme Unruhe mit Angstzuständen, mitunter auch Sterbeängste

·        Depressionen

·        Rheumatische Beschwerden, insbesondere Schmerzen im Bewegungsapparat

·        Hautprobleme (Jucken, Ausschläge, Haarausfall)

·        Allgemeines Krankheitsgefühl, Infektanfälligkeit

In schweren Fällen leiden Patienten ausserdem unter:

·        Sehstörungen (unklares sehen, Doppelbilder)

·        Lähmungserscheinungen

·        Muskelzittern (Faszikulationen)

·        Zungenbrennen auf Grund einer Nervenschädigung

·        Schluckbeschwerden

·        Anämie (Blutarmut)

·        Verminderung der T-Lymphozyten

·        Herzrhythmusstörungen

·        Kollapsneigung

·        Atembeschweden

·        Chronischer und/oder akuter Hyperventilation

·        Krämpfen, vorwiegend der Schulter- und Rückenmuskulatur

·        Peripherer Neuropathie mit Atrophie vor allem der radialen Handmuskeln

·        Schlafstörungen

·        Psychischen Veränderungen

Wenn ein Grossteil der Beschwerden auf Sie zutrifft, kann das auf eine Schwermetallbelastung hindeuten.

 

 

Für die sonst so schmerzhafte Injektion im Frontzahnbereich gibt es jetzt das nadelfreie Injektionssystem Injex
(von der Firma Roche).

Dieses System erlaubt es, dass Anästhetikum ohne das Einführen einer Nadel nur mittels Druck durch eine Mikroöffnung unter die Schleimhaut zu applizieren.

Der Patient spürt lediglich ein kurzes Klopfen!

So ist es nicht nur in der Kinderbehandlung möglich die Angst vor der Spritze zu minimieren, auch dem komfortbewussten Erwachsenen wird jetzt die Möglichkeit gegeben, sich für eine nadelfreie Betäubung zu entscheiden. (Wer läßt sich schon gern stechen?)

 

Schöne Zähne machen Spaß!

Was bedeutet bleeching?

Bleichen, auch Bleeching genannt, sorgt bei vielen Menschen für die strahlend weißen Zähne. Und den Stoff, der das alles bewirkt, vermuten die meisten nur bei ihrem Friseur: Wasserstoffperoxid. Der Zahnarzt arbeitet natürlich mit viel geringeren Konzentrationen. Doch was bewirkt das Wasserstoffperoxid bzw das moderne Carbamid Peroxid? Vereinfacht gesagt löst es die Verfärbungen aus der Zahnsubstanz, so daß sie herausgespült werden können. Die Anwendung der Bleichlösung ist ganz unterschiedlich. Bei Zähnen ohne Nerven wird sie für einen begrenzten Zeitraum im Zahn eingelagert. Bei Zähnen mit vitalen Nerven wird das Bleichmittel von außen aufgetragen. Dort wirkt das Bleichmittel für eine gewisse Zeit auf den Zahn ein und wird danach wieder sorgfältig entfernt.

Achtung: Seit kurzem sind auch in Deutschland Bleichpräparate auf der Basis von Wasserstoffperoxid frei erhältlich. Wer jedoch keine Flecken oder Schäden auf den Zähnen und am Zahnfleisch riskieren will, sollte das Bleichen lieber seinem Zahnarzt überlassen.

 

Ein Beispiel für Bleeching beim Zahnarzt
nach Bleechingbehandlung

Das Bleeching bietet sich im übrigen an vor einer Versorgung mit Zahnersatz, so das bei der Auswahl der (farbstabilen) Keramik ein hellerer Farbton gewählt werden kann. Ebenso können bei Patienten mit zu hellem Zahnersatz die mit der Zeit verdunkelten eigene Zähne an den hellen Farbton der schon vorhandenen Keramik angeglichen werden.

Ein strahlendes Lächeln ist attraktiv!
Ein strahlendes Lächeln ist das lächelnde Zeichen für Erfolg, Gesundheit und Lebensfreude!
Warum sollte man sich mit dunklen Zahnersatz zufriedengeben,
wenn man die eigenen Zähne aufhellen kann!?

Wie steht es mit den handelsüblichen Zahnpasten und Pulvern, die weiße Zähne versprechen? Wer sie jemals ausprobiert hat weiß, wie wenig sie bringen. Sie arbeiten nämlich nicht auf der Basis von Wasserstoff- oder Carbamidperoxid. Am besten kann man sie mit einem Schleifmittel vergleichen, das es (zum Glück) nicht so schnell schafft, die eingeschlossenen Zahnverfärbungen abzuschmirgeln.Werden solche Schleifpasten aber regelmäßig und ausdauernd angewendet, so kommt es zum Abtrag von Zahnsubstanz, zur Schädigung der Zähne und zu Empfindlichkeiten.

 

 

Zahnersatz

Allgemeines

Unter Zahnersatz versteht man die Maßnahmen zur Wiederherstellung eines ausgewogenen Kauorgans, wenn ein, mehrere oder alle Zähne fehlen. Ein Grund dafür kann darin liegen, dass Zähne durch Karies oder Parodontopathien so stark zerstört bzw. angegriffen wurden, dass sie entfernt werden mussten. Unfälle sowie manchmal naturbedingte Nichtanlagen von Zähnen können ebenso die Ursache für die verminderte Zahnanzahl sein.

Zahnersatz ist erforderlich, um einerseits die Kaufunktion wiederherzustellen und andererseits mögliche Folgeschäden zu vermeiden. Dabei können sich Folgeschäden an den verbleibenden Zähnen, in den Kiefergelenken, am Kieferknochen oder in der Kaumuskulatur bemerkbar machen. Zu beobachten sind in diesem Zusammenhang z.B. Zahnkippungen, Zahnwanderungen, Knochenabbau oder Kiefergelenkbeschwerden. Außerdem spielt die Ästhetik eine wichtige Rolle, da gerade fehlende Frontzähne oder eingefallene Wangenbereiche den Gesichtsausdruck nachteilig verändern können.

Eine Einteilung für alle prothetischen Möglichkeiten ergibt sich wie folgt:

  • Kronen
  • Teilkronen
  • Brücken
  • Teilprothesen :
    • festsitzend und herausnehmbar; so genannte Kombinationsarbeiten
    • herausnehmbar
  • Totalprothesen
  • weitere prothetische Behandlungsmaßnahmen

 

Kronen

Allgemeines - Definition

Kann im Rahmen der Zahnerhaltung ein Zahn auf Grund seines hohen Zerstörungsgrades oder seiner gesamten Fragilität nicht mehr durch eine Füllung, ein Inlay oder eine Teilkrone wiederhergestellt werden, ist die Versorgung mit einer Krone erforderlich. Eine längerfristige Erhaltungswürdigkeit ist nach parodontaler Abklärung das Ziel dieser Versorgung.

Kronen können ebenso eine Schutz-, Befestigungs- oder kosmetische Funktion haben. Künstliche Kronen überdecken kappenartig einen vorher unter lokaler Betäubung entsprechend beschliffenen Zahn. Auf dieser so genannten Zahnpräparation wird im Labor die Krone gefertigt. Zwischenzeitlich wird der Zahnstumpf durch eine aus Kunststoff oder Metall geformte provisorische Versorgung geschützt. Um eine harmonische Form, richtige Größe, Passgenauigkeit und Funktion der prothetischen Arbeit zu gewährleisten, sind bis zur Fertigstellung mehrere Abformungen der Zähne notwendig. Hierbei sind schon Ungenauigkeiten in der Größenordnung zwischen 20-50 Mikrometern von Bedeutung, so dass ein hohes Maß an Sorgfalt aufgebracht werden muss. Die fertige Krone wird dann nach Kontrolle der Ästhetik und Passgenauigkeit auf dem Zahnstumpf mit feinstkörnigem Zahnzement befestigt. Diese Verbindung ist so stark haftend, dass eine Abnahme der Krone ohne Zerstörung dieser nahezu unmöglich ist.

Die Wahl bezüglich des Materials, aus dem die Krone gefertigt werden soll, ist immer individuell mit Hilfe des Zahnarztes zu entscheiden. Grundsätzlich müssen die für Kronen oder Brücken verwendeten Stoffe eine hohe physikalische Festigkeit, dabei aber eine gute Bearbeitungsfähigkeit besitzen. Einen kurzen Überblick der möglichen Materialien zeigt die folgende Liste:

  • Metalle:

    aus ihnen wird die ganze Krone gefertigt oder der Unterbau, auf dem dann die zahnfarbenen Kunststoff- bzw. Keramik-Verblendungen aufgebracht werden.

  • Hochgoldhaltige Legierungen
  • Nicht-Edelmetall-Legierungen
  • Palladium-Legierungen
  • Titan
  • Keramik:

    wird meist als Verblendungsmaterial eingesetzt, findet aber auch als reinkeramische Krone im Frontzahnbereich Anwendung. Die Fixierung einer solchen Krone auf dem Zahnstumpf erfolgt nicht mit Zement, sondern mit Kunststoff. Keramik bewirkt durch ihr mögliches Farbenspiel, ihren Grad an Lichtflexion und ihre filigranen Formbarkeit eine fast perfekte Imitation der natürlichen Zahnkrone.

Prognose

Bei prothetischen Arbeiten kann von einer normalen Haltbarkeit zwischen 5-10 Jahren ausgegangen werden. Häufig ergeben sich auch weitaus längere Tragezeiten, in seltenen Fällen kommt es zu früheren Komplikationen.

Teilkronen

Ist ein Zahn nur halbseitig zerstört, so besteht die Möglichkeit eine Dreiviertelkrone anzufertigen. Meist wird sich für dieses die Zahnsubstanz schonendere, jedoch etwas aufwendigere Beschleifen entschieden, wenn die äußere, sichtbare Seite des Zahnes noch erhaltenswürdig ist. In der Vorgehensweise beim Anfertigen dieser speziellen Krone und den möglichen zu verwendenden Materialien besteht kein Unterschied zu einer Vollkrone.

Brücken

Allgemeines - Definition

Eine Brücke ist ein von den angrenzenden Zähnen und deren Zahnhalteapparat getragener künstlicher Zahnersatz. Sie dient der Versorgung von Zahnlücken, welche durch die Lage und Anzahl der fehlenden Zähne charakterisiert werden. Es können ein, aber auch mehrere fehlende Zähne zu einer Zahnlücke führen. Der Zahnarzt entscheidet nach Lage und Länge dieser Lücken, der Anzahl der Lücken in einem Kiefer, sowie der Prognose und Stabilität der für eine Überbrückung noch vorhandenen Restzähne, ob und wie die Überbrückung der Lücken erfolgen soll. Das einfachste Beispiel ist der Verlust eines Zahnes mit schon füllungstragenden Nachbarzähnen. Sind die Nachbarzähne gesund und erfüllen sie die Stabilitätskriterien, werden sie als Pfeiler für die Brücke beschliffen. Die Vorgehensweise zur Erstellung einer Brücke ähnelt der einer Krone. Der Unterschied liegt in der zusätzlichen Fertigung eines form- und funktionsgerechten Mittelstückes zum Ersatz des fehlenden Zahnes. Als Materialien findendie gleichen wie bei den Kronen Anwendung.

Besteht die Grundsituation aus dem Vorhandensein mehrerer Lücken, entscheidet ebenfalls die prothetische Wertigkeit, sowie die Lage der vorhandenen Restzähne, ob eine Brückenkonstruktion noch ratsam ist. Ausschlaggebend ist bei den meisten prothetischen Versorgungen die parodontale Gesamtsituation, d.h. der Zustand des Zahnhalteapparates. Es ist parodontalhygienisch sinnvoller, kleinere Konstruktionen zu planen, so dass die Versorgung zum Beispiel aus zwei und nicht nur einer Gesamtbrücke besteht. Ergibt es sich im Laufe der Zeit, dass Brückenpfeiler erkranken, kann eine neue Versorgung nur durch mechanisches Trennen der Kronen/Brücke mittels einer wassergekühlten Zahnfräse erfolgen. Die Brücke wird somit in der Regel unbrauchbar für die neue prothetische Arbeit und dient ggf. nur als provisorische Versorgung.

Variationsmöglichkeiten

Brücken bieten in ihrer Konstruktion abhängig von der vorliegenden dentalen Situation eine gewisse Variabilität. Liegt z.B. eine verkürzte Zahnreihe vor, können die beiden letzten Zähne miteinander verblockt und mit einem Anhänger versehen werden. In seltenen Fällen besteht die Möglichkeit eine Zahnlücke durch eine an zwei Inlays befestigte Brückenspanne auszufüllen. Diese Variation ist sehr zahnschonend, da ein zirkuläres Beschleifen der Pfeilerzähne entfällt. Ebenso ist eine Konstruktion mit einem Inlay-Pfeiler und einem Kronen-Pfeiler denkbar. Eine nur an dem Zahnschmelz der Pfeilerzähne von innen verankerte so genannte Klebebrücke stellt eine weitere Versorgungsmöglichkeit dar. Sie lässt jedoch in ihrer Stabilität Mängel erkennen und kommt daher nur bei kleinen Zahnlücken in Betracht.

Prophylaxe

Da eine Brücke ein festsitzendes, zusammenhängendes Gebilde ist, bedarf sie gezielter Pflege. Neben der Reinigung mit Hilfe einer Zahnbürste und Zahnseide ist das Verwenden von Zahnzwischenraumbürsten oder Superfloss (eine speziell verdickte Zahnseide) für die Säuberung des Brückenzwischenglieds unabkömmlich. Besonders die als Brückenpfeiler dienenden Zähne sind zum Brückenzwischenglied hin sehr anfällig gegenüber Verpackungen von Speiseresten.

Prognose

Es spricht vieles dafür, dass eine Brücke bei guter Pflege und einem stabilen Parodontalzustand eine Lebenserwartung von mehreren Jahren hat. Meist bedingt ein altersabhängiger Zahnfleischrückgang eine nicht mehr akzeptable Ästhetik bzw. kariesanfällige Stellen am freiliegenden Übergang von der Pfeilerkrone zum Zahnstumpf. Eine regelmäßige zahnärztliche Kontrolle ist ratsam.

Teilprothesen

Allgemeines - Definition

 

Teilprothesen sind herausnehmbare Prothesen, die an der vorhandenen Restbezahnung verankert sind. Sie dienen zur Wiederherstellung der Kaufunktion, aber auch der Phonetik (Sprache) sowie der Kosmetik im Lückengebiss. Eine Teilprothese besteht aus Kunststoff-Zähnen, welche auf einer so genannten metallenen, mit Kunststoff umgebenen Prothesenbasis befestigt sind. Im Gegensatz zu Brücken können Teilprothesen bei erneutem Verlust von Zähnen zumeist erweitert bzw. ergänzt werden. Hierbei fügt der Zahntechniker Kunststoffzähne nach einer Abdrucknahme und vor Extraktion des oder der betreffenden Zähne in die alte Prothese ein, sofern diese noch funktionsfähig ist. Die erweiterte Prothese kann direkt nach Entfernung des kranken Zahnes eingesetzt werden. Im Gegensatz zu Vollprothesen lassen Teilprothesen den vorderen Gaumenanteil frei, der für den Anschlag der Zunge beim Sprechen und für die Geschmacksempfindung eine wichtige Funktion erfüllt.

Wann anstelle einer festsitzenden Brückenversorgung in einem Lückengebiss eine Teilprothese zum Einsatz kommt, ist oft schwierig zu entscheiden und individuell abzuwägen. Anhaltsweise sollten für eine festsitzende Versorgung mehr gesunde Zähne in geeigneter Position vorhanden sein als fehlende. Ist der Verlust weiterer Zähne absehbar, geht die Tendenz eher zu einer Prothesen-Versorgung. Auf Grund der individuellen Situation im Mund ist für die Planung eine Vielzahl von Variationen möglich. Zusätzlich spielt bei der Gestaltung einer Teilprothese natürlich der parodontale Zustand, das Alter des Patienten sowie sein Anspruch bezüglich Ästhetik und Kaukomfort eine wichtige Rolle.

Einteilung

Grundsätzlich sind rein herausnehmbare Teilprothesen von kombinierten _ festsitzenden sowie herausnehmbaren - Teilprothesen zu unterscheiden.

Bei herausnehmbaren Prothesen gewinnt die Prothese allein über Klammern an der Restbezahnung halt. Die natürlichen Zähne selbst werden nicht verändert und dienen ggf. nur der Abstützung. Als vorübergehender Ersatz kann eine Prothese rein aus Kunststoff mit filigranen gebogenen Klammern aus Stahl-Draht angefertigt werden. Ist hingegen eine langfristigere Versorgung angestrebt, wird eine so genannte Modellgussprothese aus Chrom-Kobalt-Molybdän konstruiert. Diese besitzt stabilere Gussklammern zur Abstützung, Stabilisierung und Verankerung, welche gleichzeitig mit der metallenen Prothesenbasis verbunden sind. Auf dieser werden im Bereich der Zahnlücken die Kunststoffzähne fixiert. Gelegentlich kommen auch Keramikzähne zum Einsatz, die sich auf Grund ihres höheren Gewichts auf dem Markt jedoch nicht durchgesetzt haben. Ein so genannter Bügel, der quer über den Gaumen oder unter der Zunge entlangläuft, gibt der Prothese insgesamt Stabilität und verteilt vor allem den Kaudruck aufder gesamten Prothesenbasis. Bei Teilprothesen wird im Gegensatz zu Brücken, der Kaudruck nicht über die Zähne, sondern über die Prothesensättel auf die zahnlosen Kieferabschnitte übertragen. Dementsprechend kann es unter oder am Rand des Kunststoffes der Teilprothese zu Druckstellen kommen. Die Schleimhaut ist über den Kieferkämmen sehr dünn und reagiert zunächst mit den typischen Entzündungszeichen wie Rötung, Schwellung und Schmerz. Bei längerem Belassen der Prothese kann es sogar zu geschwürigem Schleimhautzerfall (Ulcus) kommen, bis hin zur Freilegung der Knochenoberfläche. Insgesamt heilen Schleimhautwunden bei Unterbindung der schädigenden Ursache sehr schnell innerhalb weniger Tage ab. Daher sollten störende Stellen durch gezieltes Ausschleifen schnellstmöglich beseitigt werden.

Bei der kombiniert festsitzenden, herausnehmbaren Prothese bietet sich im Vergleich eine ansprechendere Ästhetik und vor allem eine hochwertigere Funktionalität. Halteelemente in Form von Klammern sind hier nicht zu sehen, da die Abstützung über in künstliche Zähne eingebaute Teleskopkronen, Geschiebe, Riegel, Stege, Knöpfe etc. erfolgt. Zähne des Restgebisses werden durch spezielle Überkronungen oder Verankerungselemente festsitzend versorgt und als Halt genutzt. Die Prothese rastet wiederum, wie bei einem Türscharnier, über das in sie eingearbeitete passende Verbindungselement äußerst präzise im Mundraum ein. Somit verteilt sich die Kaubelastung auf die in die Konstruktion einbezogenen Zähne und die von der Prothesenbasis abgedeckten Schleimhaut. Kombinationsarbeiten bieten sich an, wenn Zähne einerseits überkront werden müssen und andererseits ein schon erheblicher Zahnverlust vorliegt. Bei den Kombinationsarbeiten ergibt sich auf Grund der variablen Restbezahnung und derWahl des Verbindungselements eine große Anzahl von Kombinationsmöglichkeiten. Es bedarf einer intensiven individuellen Planung, bei der auch das Alter, der ästhetische Anspruch, die Fingerfertigkeit des Patienten sowie weitere Erkrankungen und die finanzielle Lage nicht außer Acht gelassen werden dürfen.

Vom technischen Ablauf her ist die kombinierte Arbeit etwas aufwendiger. Insgesamt sind aber bei beiden Teilprothesen etliche Besuche beim Zahnarzt notwendig, bis der Patient mit seinem neuen Zahnersatz nach Hause gehen kann. Die Zusammenarbeit mit dem Zahntechniker muss exakt abgestimmt sein, und es bedarf eventuell eines zusätzlichen Zahnarzttermins. Eine gute und präzise Versorgung ist diesen Mehr-Aufwand allerdings zweifellos Wert.

Prophylaxe

Wichtig ist es, die Prothese beim morgendlichen und abendlichen Zähneputzen sowie ggf. nach den Mahlzeiten herauszunehmen und zu reinigen. Eine antibakterielle Sprudellösung ist nicht unbedingt notwendig, sondern kann eher zweimal monatlich als Zusatz dienen. Viel effektiver ist das intensive Reinigen mit ein wenig Zahnpaste und einer weichen Zahnbürste. Nachdem die restlichen Zähne im Mundraum entsprechend ihren Ansprüchen gesäubert wurden, wird die Prothese wieder eingesetzt. Des Nachts sollte eine fest sitzende Prothese ruhig im Mundraum verbleiben, solange vom Zahnarzt keine anderen Empfehlungen ausgesprochen wurden.

Prognose

Prognosen sind bei der Vielzahl der Gestaltungsmöglichkeiten schwer abzugeben. Eine vorausschauende und solide Planung kann über mehrere Jahre eine befriedigende Gebisssituation bedingen. Es darf jedoch nie außer Acht gelassen werden, dass Zahnprothesen durch den tagtäglichen Gebrauch extremen Belastungen ausgesetzt sind, und demzufolge stetige Kontrollen bezüglich ihres Sitzes und Ihrem Abnutzungsgrad eingehalten werden müssen.

Totalprothesen

Allgemeines - Definition

Totalprothesen dienen der prothetischen Versorgung eines zahnlosen Kiefers oder des gesamten zahnlosen Mundes. Es handelt sich somit um den Ersatz der natürlichen Zähne bei völligem Verlust der Zähne in einem oder beiden Kiefern. Ohne die Phonetik und Ästhetik zu vernachlässigen, soll sie in erster Linie der Wiederherstellung der Kaufunktion dienen. Wie bei jedem Zahnersatz ist zu beachten, dass die Gewebe, welche den Zahnersatz tragen oder an ihn grenzen, nicht geschädigt, sondern erhalten bleiben. Das Vorgehen beinhaltet die möglichst präzise Abformung der anatomischen und funktionellen Gegebenheiten des Ober- bzw. Unterkiefers. Außerdem muss die Zahnform, Zahnfarbe, Bisshöhe und -lage individuell festgelegt werden. Die Problematik bei den Totalprothesen liegt in der Befestigung, da es bei der Totalprothese nicht mehr möglich ist, vorhandene Zähne zum Prothesenhalt heranzuziehen. Der Halt der Totalprothese kann aus funktionellen und physikalischen Gegebenheiten abgeleitetwerden. Funktioneller Faktor ist die Einlagerung der Prothesenränder in die angrenzenden Weichteile, wie Schleimhaut, Bänder und Muskulatur. Physikalische Faktoren sind Kapillarkräfte, Unterdruck und Adhäsionskräfte. Der Speichelfilm zwischen der Prothesenbasis und der Kiefer- und Gaumenschleimhaut hat hierbei eine große Bedeutung. Deswegen sollten Totalprothesen immer leicht mit Wasser benetzt werden, bevor sie bei den häufig unter eher trockenen Mundverhältnissen leidenden älteren Patienten eingesetzt werden. Ggf. existieren für krankhaften Mangel an Speichel Ersatzstoffe, die nötigenfalls zur Anwendung kommen sollten.

Nachteile

Durch die Abdeckung des Gaumens kommt es leider auch zu geschmacklichen Irritationen, sowie zu leichten Veränderungen der Sprachlaute. Der Sitz der Unterkieferprothese stellt auf Grund des geringen Knochenangebots durch die zurückgegangenen Kieferkämme bei Zahnlosen oft ein großes und belastendes Problem dar. Über eine mögliche Verbesserung durch eine chirurgische Intervention sollte zumindest nachgedacht werden. Ob letztendlich zum Beispiel eine Vestibulumplastik oder das Einsetzen von Implantaten einen wirklichen Erfolg bewirken können, muss individuell abgeklärt werden.

Bezüglich Prophylaxe und Prognose kann auf die Abschnitte unter dem Thema "Teilprothesen" - siehe oben - verwiesen werden, da im Vergleich zu Totalprothesen keine nennenswerten Unterschiede zu bemerken sind.

Weitere prothetische Behandlungsmaßnahmen

Außer den erwähnten Behandlungsmöglichkeiten gibt es noch einige Maßnahmen, die ebenfalls mit zum prothetischen Bereich zählen. Hierzu gehören Reparaturen, Erweiterungen, Ausbesserungen von Sprüngen, Erneuerungen von Geschieben oder Klammern, sowie Ergänzungen von abgeplatzten Kunststoff - Facetten. Reparaturen an metallenen oder keramischen Elementen sind innerhalb des Mundes nicht möglich.

Wiederholen sich Sprünge ohne größere Gewalteinwirkung, ist dies ein Indiz für eine nicht optimale Passgenauigkeit der Prothese. Auf Grund von natürlichen Veränderungen des Gewebes durch z.B. Knochenumbau ist ein Angleichen des Prothesenlagers an die Mundstrukturen von Zeit zu Zeit notwendig. Solch eine Unterfütterung mindert auch das Schaukeln der Prothese und die Druckstellenbildung.

Des Weiteren bieten auch chirurgisch in den Kieferknochen eingebrachte Implantate die Möglichkeit, eine festsitzende oder kombinierte prothetische Versorgung zu konstruieren. Eine solche ist stets komfortabler und erstrebenswerter als ein herausnehmbarer Zahnersatz. Grob beschreibend kann man sich vorstellen, dass anstelle des eigenen beschliffenen Zahnstumpfes, welcher die prothetische Versorgung trägt, ein Titanstift platziert ist. Die zahntechnische Anfertigung der Arbeit ist etwas komplizierter, jedoch leistet das Resultat im Vergleich zu einer Arbeit auf natürlichen Zähnen hohen Ansprüchen Genüge.

Zahnersatz

Allgemeines

Unter Zahnersatz versteht man die Maßnahmen zur Wiederherstellung eines ausgewogenen Kauorgans, wenn ein, mehrere oder alle Zähne fehlen. Ein Grund dafür kann darin liegen, dass Zähne durch Karies oder Parodontopathien so stark zerstört bzw. angegriffen wurden, dass sie entfernt werden mussten. Unfälle sowie manchmal naturbedingte Nichtanlagen von Zähnen können ebenso die Ursache für die verminderte Zahnanzahl sein.

Zahnersatz ist erforderlich, um einerseits die Kaufunktion wiederherzustellen und andererseits mögliche Folgeschäden zu vermeiden. Dabei können sich Folgeschäden an den verbleibenden Zähnen, in den Kiefergelenken, am Kieferknochen oder in der Kaumuskulatur bemerkbar machen. Zu beobachten sind in diesem Zusammenhang z.B. Zahnkippungen, Zahnwanderungen, Knochenabbau oder Kiefergelenkbeschwerden. Außerdem spielt die Ästhetik eine wichtige Rolle, da gerade fehlende Frontzähne oder eingefallene Wangenbereiche den Gesichtsausdruck nachteilig verändern können.

Eine Einteilung für alle prothetischen Möglichkeiten ergibt sich wie folgt:

  • Kronen
  • Teilkronen
  • Brücken
  • Teilprothesen :
    • festsitzend und herausnehmbar; so genannte Kombinationsarbeiten
    • herausnehmbar
  • Totalprothesen
  • weitere prothetische Behandlungsmaßnahmen

 

Kronen

Allgemeines - Definition

Kann im Rahmen der Zahnerhaltung ein Zahn auf Grund seines hohen Zerstörungsgrades oder seiner gesamten Fragilität nicht mehr durch eine Füllung, ein Inlay oder eine Teilkrone wiederhergestellt werden, ist die Versorgung mit einer Krone erforderlich. Eine längerfristige Erhaltungswürdigkeit ist nach parodontaler Abklärung das Ziel dieser Versorgung.

Kronen können ebenso eine Schutz-, Befestigungs- oder kosmetische Funktion haben. Künstliche Kronen überdecken kappenartig einen vorher unter lokaler Betäubung entsprechend beschliffenen Zahn. Auf dieser so genannten Zahnpräparation wird im Labor die Krone gefertigt. Zwischenzeitlich wird der Zahnstumpf durch eine aus Kunststoff oder Metall geformte provisorische Versorgung geschützt. Um eine harmonische Form, richtige Größe, Passgenauigkeit und Funktion der prothetischen Arbeit zu gewährleisten, sind bis zur Fertigstellung mehrere Abformungen der Zähne notwendig. Hierbei sind schon Ungenauigkeiten in der Größenordnung zwischen 20-50 Mikrometern von Bedeutung, so dass ein hohes Maß an Sorgfalt aufgebracht werden muss. Die fertige Krone wird dann nach Kontrolle der Ästhetik und Passgenauigkeit auf dem Zahnstumpf mit feinstkörnigem Zahnzement befestigt. Diese Verbindung ist so stark haftend, dass eine Abnahme der Krone ohne Zerstörung dieser nahezu unmöglich ist.

Die Wahl bezüglich des Materials, aus dem die Krone gefertigt werden soll, ist immer individuell mit Hilfe des Zahnarztes zu entscheiden. Grundsätzlich müssen die für Kronen oder Brücken verwendeten Stoffe eine hohe physikalische Festigkeit, dabei aber eine gute Bearbeitungsfähigkeit besitzen. Einen kurzen Überblick der möglichen Materialien zeigt die folgende Liste:

  • Metalle:

    aus ihnen wird die ganze Krone gefertigt oder der Unterbau, auf dem dann die zahnfarbenen Kunststoff- bzw. Keramik-Verblendungen aufgebracht werden.

  • Hochgoldhaltige Legierungen
  • Nicht-Edelmetall-Legierungen
  • Palladium-Legierungen
  • Titan
  • Keramik:

    wird meist als Verblendungsmaterial eingesetzt, findet aber auch als reinkeramische Krone im Frontzahnbereich Anwendung. Die Fixierung einer solchen Krone auf dem Zahnstumpf erfolgt nicht mit Zement, sondern mit Kunststoff. Keramik bewirkt durch ihr mögliches Farbenspiel, ihren Grad an Lichtflexion und ihre filigranen Formbarkeit eine fast perfekte Imitation der natürlichen Zahnkrone.

Prognose

Bei prothetischen Arbeiten kann von einer normalen Haltbarkeit zwischen 5-10 Jahren ausgegangen werden. Häufig ergeben sich auch weitaus längere Tragezeiten, in seltenen Fällen kommt es zu früheren Komplikationen.

Teilkronen

Ist ein Zahn nur halbseitig zerstört, so besteht die Möglichkeit eine Dreiviertelkrone anzufertigen. Meist wird sich für dieses die Zahnsubstanz schonendere, jedoch etwas aufwendigere Beschleifen entschieden, wenn die äußere, sichtbare Seite des Zahnes noch erhaltenswürdig ist. In der Vorgehensweise beim Anfertigen dieser speziellen Krone und den möglichen zu verwendenden Materialien besteht kein Unterschied zu einer Vollkrone.

Brücken

Allgemeines - Definition

Eine Brücke ist ein von den angrenzenden Zähnen und deren Zahnhalteapparat getragener künstlicher Zahnersatz. Sie dient der Versorgung von Zahnlücken, welche durch die Lage und Anzahl der fehlenden Zähne charakterisiert werden. Es können ein, aber auch mehrere fehlende Zähne zu einer Zahnlücke führen. Der Zahnarzt entscheidet nach Lage und Länge dieser Lücken, der Anzahl der Lücken in einem Kiefer, sowie der Prognose und Stabilität der für eine Überbrückung noch vorhandenen Restzähne, ob und wie die Überbrückung der Lücken erfolgen soll. Das einfachste Beispiel ist der Verlust eines Zahnes mit schon füllungstragenden Nachbarzähnen. Sind die Nachbarzähne gesund und erfüllen sie die Stabilitätskriterien, werden sie als Pfeiler für die Brücke beschliffen. Die Vorgehensweise zur Erstellung einer Brücke ähnelt der einer Krone. Der Unterschied liegt in der zusätzlichen Fertigung eines form- und funktionsgerechten Mittelstückes zum Ersatz des fehlenden Zahnes. Als Materialien findendie gleichen wie bei den Kronen Anwendung.

Besteht die Grundsituation aus dem Vorhandensein mehrerer Lücken, entscheidet ebenfalls die prothetische Wertigkeit, sowie die Lage der vorhandenen Restzähne, ob eine Brückenkonstruktion noch ratsam ist. Ausschlaggebend ist bei den meisten prothetischen Versorgungen die parodontale Gesamtsituation, d.h. der Zustand des Zahnhalteapparates. Es ist parodontalhygienisch sinnvoller, kleinere Konstruktionen zu planen, so dass die Versorgung zum Beispiel aus zwei und nicht nur einer Gesamtbrücke besteht. Ergibt es sich im Laufe der Zeit, dass Brückenpfeiler erkranken, kann eine neue Versorgung nur durch mechanisches Trennen der Kronen/Brücke mittels einer wassergekühlten Zahnfräse erfolgen. Die Brücke wird somit in der Regel unbrauchbar für die neue prothetische Arbeit und dient ggf. nur als provisorische Versorgung.

Variationsmöglichkeiten

Brücken bieten in ihrer Konstruktion abhängig von der vorliegenden dentalen Situation eine gewisse Variabilität. Liegt z.B. eine verkürzte Zahnreihe vor, können die beiden letzten Zähne miteinander verblockt und mit einem Anhänger versehen werden. In seltenen Fällen besteht die Möglichkeit eine Zahnlücke durch eine an zwei Inlays befestigte Brückenspanne auszufüllen. Diese Variation ist sehr zahnschonend, da ein zirkuläres Beschleifen der Pfeilerzähne entfällt. Ebenso ist eine Konstruktion mit einem Inlay-Pfeiler und einem Kronen-Pfeiler denkbar. Eine nur an dem Zahnschmelz der Pfeilerzähne von innen verankerte so genannte Klebebrücke stellt eine weitere Versorgungsmöglichkeit dar. Sie lässt jedoch in ihrer Stabilität Mängel erkennen und kommt daher nur bei kleinen Zahnlücken in Betracht.

Prophylaxe

Da eine Brücke ein festsitzendes, zusammenhängendes Gebilde ist, bedarf sie gezielter Pflege. Neben der Reinigung mit Hilfe einer Zahnbürste und Zahnseide ist das Verwenden von Zahnzwischenraumbürsten oder Superfloss (eine speziell verdickte Zahnseide) für die Säuberung des Brückenzwischenglieds unabkömmlich. Besonders die als Brückenpfeiler dienenden Zähne sind zum Brückenzwischenglied hin sehr anfällig gegenüber Verpackungen von Speiseresten.

Prognose

Es spricht vieles dafür, dass eine Brücke bei guter Pflege und einem stabilen Parodontalzustand eine Lebenserwartung von mehreren Jahren hat. Meist bedingt ein altersabhängiger Zahnfleischrückgang eine nicht mehr akzeptable Ästhetik bzw. kariesanfällige Stellen am freiliegenden Übergang von der Pfeilerkrone zum Zahnstumpf. Eine regelmäßige zahnärztliche Kontrolle ist ratsam.

Teilprothesen

Allgemeines - Definition

 

Teilprothesen sind herausnehmbare Prothesen, die an der vorhandenen Restbezahnung verankert sind. Sie dienen zur Wiederherstellung der Kaufunktion, aber auch der Phonetik (Sprache) sowie der Kosmetik im Lückengebiss. Eine Teilprothese besteht aus Kunststoff-Zähnen, welche auf einer so genannten metallenen, mit Kunststoff umgebenen Prothesenbasis befestigt sind. Im Gegensatz zu Brücken können Teilprothesen bei erneutem Verlust von Zähnen zumeist erweitert bzw. ergänzt werden. Hierbei fügt der Zahntechniker Kunststoffzähne nach einer Abdrucknahme und vor Extraktion des oder der betreffenden Zähne in die alte Prothese ein, sofern diese noch funktionsfähig ist. Die erweiterte Prothese kann direkt nach Entfernung des kranken Zahnes eingesetzt werden. Im Gegensatz zu Vollprothesen lassen Teilprothesen den vorderen Gaumenanteil frei, der für den Anschlag der Zunge beim Sprechen und für die Geschmacksempfindung eine wichtige Funktion erfüllt.

Wann anstelle einer festsitzenden Brückenversorgung in einem Lückengebiss eine Teilprothese zum Einsatz kommt, ist oft schwierig zu entscheiden und individuell abzuwägen. Anhaltsweise sollten für eine festsitzende Versorgung mehr gesunde Zähne in geeigneter Position vorhanden sein als fehlende. Ist der Verlust weiterer Zähne absehbar, geht die Tendenz eher zu einer Prothesen-Versorgung. Auf Grund der individuellen Situation im Mund ist für die Planung eine Vielzahl von Variationen möglich. Zusätzlich spielt bei der Gestaltung einer Teilprothese natürlich der parodontale Zustand, das Alter des Patienten sowie sein Anspruch bezüglich Ästhetik und Kaukomfort eine wichtige Rolle.

Einteilung

Grundsätzlich sind rein herausnehmbare Teilprothesen von kombinierten _ festsitzenden sowie herausnehmbaren - Teilprothesen zu unterscheiden.

Bei herausnehmbaren Prothesen gewinnt die Prothese allein über Klammern an der Restbezahnung halt. Die natürlichen Zähne selbst werden nicht verändert und dienen ggf. nur der Abstützung. Als vorübergehender Ersatz kann eine Prothese rein aus Kunststoff mit filigranen gebogenen Klammern aus Stahl-Draht angefertigt werden. Ist hingegen eine langfristigere Versorgung angestrebt, wird eine so genannte Modellgussprothese aus Chrom-Kobalt-Molybdän konstruiert. Diese besitzt stabilere Gussklammern zur Abstützung, Stabilisierung und Verankerung, welche gleichzeitig mit der metallenen Prothesenbasis verbunden sind. Auf dieser werden im Bereich der Zahnlücken die Kunststoffzähne fixiert. Gelegentlich kommen auch Keramikzähne zum Einsatz, die sich auf Grund ihres höheren Gewichts auf dem Markt jedoch nicht durchgesetzt haben. Ein so genannter Bügel, der quer über den Gaumen oder unter der Zunge entlangläuft, gibt der Prothese insgesamt Stabilität und verteilt vor allem den Kaudruck aufder gesamten Prothesenbasis. Bei Teilprothesen wird im Gegensatz zu Brücken, der Kaudruck nicht über die Zähne, sondern über die Prothesensättel auf die zahnlosen Kieferabschnitte übertragen. Dementsprechend kann es unter oder am Rand des Kunststoffes der Teilprothese zu Druckstellen kommen. Die Schleimhaut ist über den Kieferkämmen sehr dünn und reagiert zunächst mit den typischen Entzündungszeichen wie Rötung, Schwellung und Schmerz. Bei längerem Belassen der Prothese kann es sogar zu geschwürigem Schleimhautzerfall (Ulcus) kommen, bis hin zur Freilegung der Knochenoberfläche. Insgesamt heilen Schleimhautwunden bei Unterbindung der schädigenden Ursache sehr schnell innerhalb weniger Tage ab. Daher sollten störende Stellen durch gezieltes Ausschleifen schnellstmöglich beseitigt werden.

Bei der kombiniert festsitzenden, herausnehmbaren Prothese bietet sich im Vergleich eine ansprechendere Ästhetik und vor allem eine hochwertigere Funktionalität. Halteelemente in Form von Klammern sind hier nicht zu sehen, da die Abstützung über in künstliche Zähne eingebaute Teleskopkronen, Geschiebe, Riegel, Stege, Knöpfe etc. erfolgt. Zähne des Restgebisses werden durch spezielle Überkronungen oder Verankerungselemente festsitzend versorgt und als Halt genutzt. Die Prothese rastet wiederum, wie bei einem Türscharnier, über das in sie eingearbeitete passende Verbindungselement äußerst präzise im Mundraum ein. Somit verteilt sich die Kaubelastung auf die in die Konstruktion einbezogenen Zähne und die von der Prothesenbasis abgedeckten Schleimhaut. Kombinationsarbeiten bieten sich an, wenn Zähne einerseits überkront werden müssen und andererseits ein schon erheblicher Zahnverlust vorliegt. Bei den Kombinationsarbeiten ergibt sich auf Grund der variablen Restbezahnung und derWahl des Verbindungselements eine große Anzahl von Kombinationsmöglichkeiten. Es bedarf einer intensiven individuellen Planung, bei der auch das Alter, der ästhetische Anspruch, die Fingerfertigkeit des Patienten sowie weitere Erkrankungen und die finanzielle Lage nicht außer Acht gelassen werden dürfen.

Vom technischen Ablauf her ist die kombinierte Arbeit etwas aufwendiger. Insgesamt sind aber bei beiden Teilprothesen etliche Besuche beim Zahnarzt notwendig, bis der Patient mit seinem neuen Zahnersatz nach Hause gehen kann. Die Zusammenarbeit mit dem Zahntechniker muss exakt abgestimmt sein, und es bedarf eventuell eines zusätzlichen Zahnarzttermins. Eine gute und präzise Versorgung ist diesen Mehr-Aufwand allerdings zweifellos Wert.

Prophylaxe

Wichtig ist es, die Prothese beim morgendlichen und abendlichen Zähneputzen sowie ggf. nach den Mahlzeiten herauszunehmen und zu reinigen. Eine antibakterielle Sprudellösung ist nicht unbedingt notwendig, sondern kann eher zweimal monatlich als Zusatz dienen. Viel effektiver ist das intensive Reinigen mit ein wenig Zahnpaste und einer weichen Zahnbürste. Nachdem die restlichen Zähne im Mundraum entsprechend ihren Ansprüchen gesäubert wurden, wird die Prothese wieder eingesetzt. Des Nachts sollte eine fest sitzende Prothese ruhig im Mundraum verbleiben, solange vom Zahnarzt keine anderen Empfehlungen ausgesprochen wurden.

Prognose

Prognosen sind bei der Vielzahl der Gestaltungsmöglichkeiten schwer abzugeben. Eine vorausschauende und solide Planung kann über mehrere Jahre eine befriedigende Gebisssituation bedingen. Es darf jedoch nie außer Acht gelassen werden, dass Zahnprothesen durch den tagtäglichen Gebrauch extremen Belastungen ausgesetzt sind, und demzufolge stetige Kontrollen bezüglich ihres Sitzes und Ihrem Abnutzungsgrad eingehalten werden müssen.

Totalprothesen

Allgemeines - Definition

Totalprothesen dienen der prothetischen Versorgung eines zahnlosen Kiefers oder des gesamten zahnlosen Mundes. Es handelt sich somit um den Ersatz der natürlichen Zähne bei völligem Verlust der Zähne in einem oder beiden Kiefern. Ohne die Phonetik und Ästhetik zu vernachlässigen, soll sie in erster Linie der Wiederherstellung der Kaufunktion dienen. Wie bei jedem Zahnersatz ist zu beachten, dass die Gewebe, welche den Zahnersatz tragen oder an ihn grenzen, nicht geschädigt, sondern erhalten bleiben. Das Vorgehen beinhaltet die möglichst präzise Abformung der anatomischen und funktionellen Gegebenheiten des Ober- bzw. Unterkiefers. Außerdem muss die Zahnform, Zahnfarbe, Bisshöhe und -lage individuell festgelegt werden. Die Problematik bei den Totalprothesen liegt in der Befestigung, da es bei der Totalprothese nicht mehr möglich ist, vorhandene Zähne zum Prothesenhalt heranzuziehen. Der Halt der Totalprothese kann aus funktionellen und physikalischen Gegebenheiten abgeleitetwerden. Funktioneller Faktor ist die Einlagerung der Prothesenränder in die angrenzenden Weichteile, wie Schleimhaut, Bänder und Muskulatur. Physikalische Faktoren sind Kapillarkräfte, Unterdruck und Adhäsionskräfte. Der Speichelfilm zwischen der Prothesenbasis und der Kiefer- und Gaumenschleimhaut hat hierbei eine große Bedeutung. Deswegen sollten Totalprothesen immer leicht mit Wasser benetzt werden, bevor sie bei den häufig unter eher trockenen Mundverhältnissen leidenden älteren Patienten eingesetzt werden. Ggf. existieren für krankhaften Mangel an Speichel Ersatzstoffe, die nötigenfalls zur Anwendung kommen sollten.

Nachteile

Durch die Abdeckung des Gaumens kommt es leider auch zu geschmacklichen Irritationen, sowie zu leichten Veränderungen der Sprachlaute. Der Sitz der Unterkieferprothese stellt auf Grund des geringen Knochenangebots durch die zurückgegangenen Kieferkämme bei Zahnlosen oft ein großes und belastendes Problem dar. Über eine mögliche Verbesserung durch eine chirurgische Intervention sollte zumindest nachgedacht werden. Ob letztendlich zum Beispiel eine Vestibulumplastik oder das Einsetzen von Implantaten einen wirklichen Erfolg bewirken können, muss individuell abgeklärt werden.

Bezüglich Prophylaxe und Prognose kann auf die Abschnitte unter dem Thema "Teilprothesen" - siehe oben - verwiesen werden, da im Vergleich zu Totalprothesen keine nennenswerten Unterschiede zu bemerken sind.

Weitere prothetische Behandlungsmaßnahmen

Außer den erwähnten Behandlungsmöglichkeiten gibt es noch einige Maßnahmen, die ebenfalls mit zum prothetischen Bereich zählen. Hierzu gehören Reparaturen, Erweiterungen, Ausbesserungen von Sprüngen, Erneuerungen von Geschieben oder Klammern, sowie Ergänzungen von abgeplatzten Kunststoff - Facetten. Reparaturen an metallenen oder keramischen Elementen sind innerhalb des Mundes nicht möglich.

Wiederholen sich Sprünge ohne größere Gewalteinwirkung, ist dies ein Indiz für eine nicht optimale Passgenauigkeit der Prothese. Auf Grund von natürlichen Veränderungen des Gewebes durch z.B. Knochenumbau ist ein Angleichen des Prothesenlagers an die Mundstrukturen von Zeit zu Zeit notwendig. Solch eine Unterfütterung mindert auch das Schaukeln der Prothese und die Druckstellenbildung.

Des Weiteren bieten auch chirurgisch in den Kieferknochen eingebrachte Implantate die Möglichkeit, eine festsitzende oder kombinierte prothetische Versorgung zu konstruieren. Eine solche ist stets komfortabler und erstrebenswerter als ein herausnehmbarer Zahnersatz. Grob beschreibend kann man sich vorstellen, dass anstelle des eigenen beschliffenen Zahnstumpfes, welcher die prothetische Versorgung trägt, ein Titanstift platziert ist. Die zahntechnische Anfertigung der Arbeit ist etwas komplizierter, jedoch leistet das Resultat im Vergleich zu einer Arbeit auf natürlichen Zähnen hohen Ansprüchen Genüge.

 

Allgemeines

Unter einer Zahnextraktion versteht man die gewollte Entfernung eines Zahnes aus seinem Knochenfach durch mechanische Einwirkungen. In der Zahnmedizin dienen meist Zangen und Hebel zur Lockerung und Lösung des Zahnes. Der Schweregrad einer Extraktion wird durch die Lage und Konsistenz des Zahnes, die Form seiner Wurzel, den Bau des Knochens und den umgebenden Nachbarstrukturen bestimmt.

Die meisten Menschen können sich an ihre ersten Zahnverluste meist nicht mehr erinnern. Die Milchzähne lösten sich fast von selbst, wurden irgendwie herausgewackelt und den Eltern strahlend präsentiert. Im Gegensatz dazu hat man vor dem Entfernen der Weisheitszähne enormen Respekt. Es kursieren eine Vielzahl von Geschichten, die stets mit einer angeschwollenen Backe und dreitägiger Arbeitsunfähigkeit enden. Worauf sind nun diese unterschiedlichen Formen der Zahnentfernung zurückzuführen? Und wie ist der Schwierigkeitsgrad einer Zahnentfernung einzuschätzen?

Ursachen

Der natürliche Verlust eines Milchzahnes ist auf den später folgenden Durchbruch des zweiten und bleibenden Zahnes zurückzuführen. Dieser löst den kleineren Milchzahn von unten Stück für Stück auf, so dass die Wurzel im optimalen Fall ganz verschwindet und resorbiert wird. Somit lässt es sich auch leicht erklären, dass das Herauswackeln des ersten Zahnes möglich und recht schmerzarm ist. Der Zahn ist nicht mehr tief im Knochen verankert. Ausschließlich die Schleimhaut hält den Milchzahn noch fest. Verläuft der Zahnverlust nicht, wie von der Natur geplant, so hilft der Zahnarzt nach. Dies kann zur Förderung des schnelleren Zahndurchbruchs, bei schief herauswachsenden bleibenden Zähnen oder bei kariösen bzw. entzündeten Milchzähnen der Fall sein.

Bleibende Zähne sind hingegen nicht mehr so einfach zu entfernen. Der Knochen ist fester geworden; vor allem im Unterkiefer besitzt er eine sehr kompakte äußere Schicht. Die Zahnwurzeln sind länger und die hinteren Backenzähne durch ihre Mehrzahl an Wurzeln breitflächiger im Knochen fixiert. Eine Zahnentfernung kann vielerlei Gründe haben: eine Karies ist zu weit fortgeschritten, eine Parodontopathie hat eine zu starke Lockerung bedingt oder durch umgebendes Gewebe den Zahn z.T. herauswachsen lassen, eine Entzündung des Zahnnerven hat den Knochen infiltriert und heilt nicht aus, eine große Kieferzyste hat sich von der Wurzelspitze aus gebildet, der Zahn ist unglücklich gebrochen, etc..

Bei Weisheitszähnen bewirkt oft die Form der z.T. abgewinkelten Wurzeln und die Lage eine kompliziertere Entfernung. Oft wird eine Osteotomie notwendig. Unter einer Osteotomie versteht man ein operatives Durchtrennen von Knochen oder die Ausschneidung eines Knochenstücks. Dies ist erforderlich, um beispielsweise im Knochen liegende Zähne oder Zahnreste, wie z.B. Wurzeln, zu entfernen. Auslöser können Platzmangel, Störungen des davor befindlichen Zahnes, Entzündungen, Taschen- oder Zystenbildung sein. Zeigt er sich als höchst wahrscheinliches Störfeld bereits im jugendlichen Alter, so ist es ratsam, ihn bis zum 25.Lebensjahr zu entfernen. Der Eingriff gestaltet sich dann oft weniger kompliziert. Auch Kieferorthopäden ordnen oft Extraktionen von bleibenden Zähnen an, um dem Gebiss eine optimale Verzahnung zu ermöglichen. Die ersten kleinen Seitenzähne werden aus Platzmangel oder ggf. Harmonisierung häufig gezogen.

Wichtig zu erwähnen ist auch eine Strahlentherapie bei einem vorhandenen Krebsleiden oder eine Operationen mit höchster Risikostufe, denen stets eine Zahnsanierung inklusive notwendiger Extraktionen vorausgehen sollte. Bakterien im Mundraum stellen einen uneinschätzbaren Risikofaktor dar. Hinzu kommt, dass eine Zahnentfernung nach erfolgter Strahlentherapie ein Absterben des den Zahn umgebenden Knochens hervorrufen kann. Die daraus folgenden Entwicklungen sind beträchtlich.

Symptome

Meist lassen eine starke Lockerung des Zahnes, stechende oder beim Aufbiss drückende Schmerzen den unabwendbaren Eingriff schon erahnen. Handelt es sich um eine kieferorthopädische Anordnung bzw. um die Entfernung eines noch nicht durchgebrochenen Zahnes, ist eine zeitliche Planung des bevorstehenden Zahnverlustes gut möglich.

Diagnose

Der Zahnarzt stellt durch Ertasten mit Hilfe von Fingern und Sonden eine vorläufige Diagnose. Häufig wird zur definitiven Abklärung noch eine Röntgenaufnahme des betroffenen Zahnes angefertigt.

Therapie, operatives Vorgehen

Vor dem Eingriff muss bei bestimmten Risikopatienten eine medikamentöse Abdeckung mit Antibiotika erfolgen und ggf. die Blutungsneigung ermittelt bzw. eingestellt werden.

Zur Schmerzausschaltung wird der Zahn ausgiebig betäubt. Nur bei den ersten kindlichen Zähnen, die auf Grund ihrer anatomischen Strukturen nicht ganz so schmerzempfindlich sind, kann in einigen Fällen auf eine Spritze verzichtet werden. Mit speziellen Instrumenten lockert der Zahnarzt den Zahn, bevor er ihn mit Hilfe einer Zange oder eines Hebels aus dem Knochenfach entfernt. Eine gute Säuberung des Knochens, ggf. ein in das Knochenfach eingebrachtes Schwämmchen und eine Wundnaht schließen den Eingriff ab.

Gesetzte Nähte werden nach einsetzender Heilung, meist sieben Tagen später, entfernt.

Komplikationen

Bei älteren Patienten oder replantierten Zähnen (siehe Replantation) ist es möglich, dass eine so genannte Ankylose des Zahnes auftritt. Das bedeutet, dass der Zahn nicht mehr durch seinen Zahnhalteapparat mit dem Knochen verbunden ist, sondern eine direkte, verknöcherte Verbindung besitzt. Demzufolge ist der Zahn nicht mehr einfach herauszuziehen. Er muss aufwendig herausgebohrt werden.

Schwer stillbare Blutungen können aufwendige Maßnahmen fordern. In die Wunde eingebrachte Schwämmchen, dichte Nähte und durch einen Aufbisstupfer erzeugter Druck bewirken letztendlich einen Blutungsstillstand.

Sollte die Wunde nicht wie erhofft heilen, sondern sich erneut infizieren, so bedingen eine Säuberung und eine medikamentöse Einlage den Heilungsverlauf.

Prophylaxe

Zahnverlusten vorzubeugen ist schwierig. Die Zahnmedizin tut heutzutage bereits fast alles, um eine Extraktion abzuwenden. Die Erfahrungen vergangener Zeiten haben gezeigt, dass auch einzelne Zähne immer noch als Anker für Zahnersatz von unschätzbarem Wert sind. Natürlich gibt es Möglichkeiten zahnlose Patienten befriedigend zu versorgen, jedoch wiegt nichts intakte eigene Zähne auf.

Demzufolge kann der einzelne durch bedachte und ausgeprägte Prophylaxemaßnahmen frühzeitig dafür sorgen, dass eine Zahnentfernung möglichst verzögert bzw. abgewendet wird.

Prognose

Wohl niemand möchte einen Zahn gezogen bekommen. Daher ist der Respekt, der diesem Eingriff vorangeht, gut zu verstehen. Die Extraktion selbst erweist sich aber bei fachgerechter Durchführung meist als wenig kompliziert. Der Zahnarzt gibt für den spezifischen Fall noch einige Anmerkungen und ggf. schmerzlindernde Medikamente mit auf den Weg. Wird auf Alkohol, Nikotin, Koffein und Teein möglichst lange, aber mindestens einen Tag, verzichtet, ergibt sich eine gute Wundheilung. Eine Kühlung mit einem umwickelten Kälteobjekt mindert die Schwellung, so dass häufig der Zahnverlust für das äußere Erscheinungsbild gar nicht auffällig ist.

 

 


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