Stadion Erlebnisse
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Arminia Bielefeld-Dortmund Stadionbericht von Webmaster Rebecca

Dortmund-Cottbus Stadionbericht von Jenny (Webmaster Frings-FC):
Also hier unser Bericht über unseren supergeilen Tag in Dortmund am 24.5. beim Spiel gegen Cottbus.
Morgens war ich schon ziemlich früh wach ( ok, neun Uhr ist ziemlich früh...). Erstmal war ich total aufgeregt und außerdem musste ich noch nett aufräumen, sonst würde Jana, die später zu mir kommen wollte nicht mal drei Schritte in mein Zimmer kommen....Naja. Ich stellte mich also meinen Todesängste, mein Trikot hätte ja Flecken bekommen können, mein Schal war auch zwischendurch weg und was ich mitnehmen wollte wusste ich auch nicht mehr. Außerdem hatte ich innerhalb von zwei Stunden keine vollen Batterien für meinen Foto-Apparat gefunden. Um viertel vor 11 tanzte Jana auch an und meine langsam wiederkehrende Ruhe war wie weggeblasen. Mein Vater packte schon seit einer halben Stunde oder so irgendwelche Sachen und ich war ab da hauptsächlich damit beschäftigt rumzurennen und Sachen zu suchen die schon lange eingepackt waren. Aber schließlich war es mein erster Besuch in Dortmund, mein erster Stadionbesuch und auch noch mein erstes Dortmund-Spiel!
Irgendwann machten wir uns dann auch schon auf den weg. Vorher zwang ich Jana noch in ihr Ricken Trikot und jede von uns hatte am linken Arm den Schal und am rechten Arm den Pulswärmer. Wir gngen zu Fuß zum Bahnhof hier in Minden, das heißt Jana und Ich rannten entweder oder gingen im Laufschritt. Mein Vater verabschiedete sich am nächsten Supermarkt um Bier zu holen (müsst ihr nicht meiner Mutter erzählen). Jana und Ich kamen also pünktlich 7 Minuten vor der Abfahrt an, alle Leute guckten uns sehr interessiert an... und mein Vater war nicht da! Noch 6 Minuten. Wo blieb der bloß? Dann kam erstmal ein Stoß Schalke, Hannover und ein paar Dortmund –Fans. Noch 5 Minuten. Jana und Ich rannten voller Panik wieder runter in den Gang, erschreckten zwei Polizisten die uns sagten der Bahnsteig wäre oben (ja, vielen Dank auch!). Und wer kam uns (außer ein Schalke-Fan) entgegen? Mein Vater! Gerettet. Wir hatten ja schon spekuliert ob wir es hinbekommen hätten alleine zu fahren. Aber ohne Fahrkarte? Naja. Also ab in den Zug und einen Platz suchen. Sogar auf der 2. Etage, allerdings ohne Klimaanlage *schwitz *. Zur Beruhigung las ich mit Jana ein Dortmund-Heft, aber Jana war schon nicht mehr in der Lage zu lesen und sabbelte die ganze Zeit. Nachdem ich das Heft durch hatte (OK, die Statistiken hab ich ausgelassen, außer da wo Frings stand!) verfolgten wir ein paar Dortmund Fans in einen schönen Wagon mit Klimaanlage. Da verweilten wir dann und diskutierten weiter. Wir nahmen dann auch noch zwei andere Dortmund-Fans mit unserer Fahrkarte mit. Dann waren wir auch schon da. Ich war natürlich schon drei Bahnhöfe vorher jedes Mal aufgesprungen wenn der Zug bremste. Als nächstes packten Jana und Ich uns an den Armen,denn der Bahnhof war ein einziges schwarz-gelbes Meer, mir verschlug es die Sprache. Erstmal hätte ich es nicht für möglich gehalten dass so viele Fans so besoffen noch so nett singen konnten und dass die sich überhaupt so zu soffen... Einige eingeschüchterte Cottbus Fans schlichen herum und wir suchten verzweifelt die U-Bahn. Wir fanden sie sogar und warteten. Ich setzte zwischendurch erstmal meine Brille auf. Dann stiegen wir ein und es standen ungefähr zwanzig Leute an jeder Haltestange. Auf dem Weg zum Stadion bekamen Jana und Ich also einen Crash-Kurs in Sachen Fangesänge( sehr interessant). Bei der Westfalenhalle wurde allerdings die Notbremse gezogen und wir pilgerten zu Fuß weiter, immer den schwarz-gelben Menschen hinterher. Von oben muss dass klasse ausgesehen habe... Auf dem Weg zum Stadion beschäftigten Jana und Ich uns lieber noch nicht mit singen, aber wir suchten andere Rickens und andere Frings’. Am Stadion angekommen war es dann vorbei, ich konnte nicht mehr, zupfte Jana alle drei Sekunden am Schal und laberte sie zu. Sie versuchte wohl dasselbe, kam aber nicht so richtig durch. Dann waren wir an so einer langen Straße,das Stadion war schon ganz nah, mein Vater wollte irgendwas holen (wer beschäftigt sich schon mit zuhören wenn er direkt vor dem geilsten Stadion der Welt steht!?). Jana und Ich hatten dann unsere Klammergriff entwickelt, indem wir uns gegenseitig am Schal hielten (sah toll aus, bestimmt!).Wir also durch den Eingang. Bei der Kontrolle hatten wir natürlich totale Panik dass sie die Ausweise sehen wollten und Jana hatte ihren natürlich vergessen. Dann, Dann bekam ich auch endlich den Rasen zu Gesicht! Eigentlich wollte ich gleich drauf zu, wurde aber von der nächsten Kontrolle eingefangen * g*. Also durchsuchen und so,Jana machte ihren Rucksack auf und wir mussten unsere Flaschen abgeben. OK, Jana und Ich sind natürlich so sportlich und werfen die Flaschen über den hohen Zaun, treffen dann auch noch den Spieler haargenau auf die Nase. Naja. Wir also als aller erstes nicht zum Rasen sonders zu den Toiletten. Da versuchten wir unsere Sachen zu sortieren und ich erklärte einer Cottbus-Fanin dass ich nicht wüsste wo es was zu trinken gäbe, da ich das erste Mal da sei. Unsere nächste Lebensaufgabe bestand darin, den Block 8 auf der Nordtribüne zu finden. Wir stellten uns gleich direkt hinter den Zaun und waren sooooo glücklich. Wir schauten uns mit unseren Ferngläsern die netten Fans auf der Südtribüne an und sangen ein bisschen mit. Irgendwann tauchte sogar mein Vater wieder auf. Er wollte sich die Getränkestände angucken um zu wissen wer wo zapft. Bei dem Gedanken dass Frings und Ricken und Kehl zapfen könnten, wurde Jana und mir gaz warm ums Herz. Dann waren wir damit beschäftigt den Dortmundern beim Aufwärmen zuzugucken. Wir bewunderten den Cottbus-Torwart, der sich traute ganz allein direkt vor uns zu stehen. Dann gingen die Dortmunder wieder rein und Jana und Ich unterhielten uns fast nur noch schreiend. Zwischendurch sangen wir fleißig und mein Vater tauchte auch wieder auf. Dann kamen die Dortmunder rein und wir unterhielten uns mit der Ordnerin die vor uns stand. Von da an waren wir dann vollauf damit beschäftigt unsere Dortmunder anzufeuern, die Cottbusser auszupfeifen, die Fangesänge zu hören und mitzusingen, der Ordnerin zuzuhören und auch noch zu realisieren was überhaupt los war. Zweimal verpasste ich meinem Vater der Hinter mmir stand einen Kinnhaken bei einer spontanen Jubel-Einlage. Als das Tor fiel, fiel ich auch und zwar Jana um den Hals. Aber lange dauerte das nicht, schließlich musste ich ja weiter anfeuern. Die Ordnerin empfahl mir auch dringendst nicht mehr zu schreien, weil ich sonst keine Stimme mehr hätte morgen, aber wer braucht am nächsten Tag eine Stimme? Eben. Ich nicht. Zur Halbzeit hin waren Jana und Ich dann schon ausgepowert. In der zweiten Halbzeit waren wir dann so verzweifelt beim Gegentor... OK,ich war eher sauer. Ich hoffe man hat mich auf dem Spielfeld nicht gehört, aber der Torwart der jeweils bei uns stand (jaaaaa drei Meter vor uns!) muss auch gedacht haben...Am Ende waren Jana und Ich nur sauer das wir verloren hatten, wir merkten nicht mal dass Dortmund auf dem dritten Platz war... Das bekamen wir dann am Rande mit, aber wir waren ja sowieso damit beschäftigt die Spieler zu finden.Und die ließen sich viiiiel Zeit. Wir hatten abgemacht dass wir erst bei Lars stehen bleiben würden, weil direkt daneben Sebastian und Roman zapften. Zu allem Unglück hatte mein Vater Frings auch nicht gefunden vorher. Naja. Gerade als ich schon Halluzinationen bekam und überall Kehl, Ricken, Koller und Rosicky sah, lief etwas in unserer Größe, sehr braungebrannt mit einem schwarzen Eon Pulli an uns vorbei. Jana und Ich guckten gleichzeitig in seine Richtung, konnten ihn als Ricken identifizieren, packten uns gegenseitig und sagten gleichzeitig „Oh mein Gott“. Als nächstes wuselten wir hinter ihm her (komisch, ich dachte auch immer ich wär kein Ricken-Fan). Allerdings war er schon verschwunden. Sogar im falschen Getränke-Stand, nämlich da wo eigentlich Sebastian und Roman zapfen sollten. Jana hatte schon ihren Edding gezückt, aber der Lars verdrückte sich in die Ecke, grinste und gab keine Autogramme. Psychisch down kam Jana dann zu mir und wir wollten grade auf Kehl warten, als er uns auch schon direkt entgegenkam. Ich packte Jana am Oberarm und auch Sie konnte nicht wirklich noch was sagen. Stattdessen streckte sie dem Sebastian demonstrativ ihren Edding entgegen. Zu unserem Schreck kam er noch näher und packte sie an den Schultern um ihr dann ganz nett zu erklären (ich zitiere wörtlich) : „Du, ich kann dir jetzt leider kein Autogramm geben, dann wollen nämlich alle eins. OK?“ Jana und Ich konnten nur nicken und haben ihn wahrscheinlich sowieso die ganze Zeit dumm angeguckt... Naja. Nach diesen Dauer-Adrenalin-Stößen wichen wir dann noch Weidenfeller aus, der durch die Massen pflügte. Wir hasteten high durch die Gänge und japsten eilig irgendwelche Sachen, mein Vater kam kaum hinterher und wieder zog ich Jana ständig am Schal biss ihr der Edding, der wertvolle Edding aus der Hand flog. Panisch und hysterisch suchten wir nach dem Ding, denn ohne Edding keine Autogramme! Jana verfluchte mich schon und wär mir an die Gurgel gegangen wenn nicht mein Vater die Situation gerettet hätte und ihn triumphierend in der Hand geschwenkt hätte. Aalso bloß schnell weiter, an Amoroso vorbei, der genervt Reportern und Fans auswich (einer der Dortmund-Fans im Zug nach Hause brachte es auf den Punkt: „So schnell ist der auch noch nie in seinem Leben gerannt“). Mein Vater ging neben Stefan Reuter die Treppe hoch und merkte es nicht. Als nächstes quetschten wir uns an einem von bestimmt 150 Fans belagerten Stand durch. Mein Vater rief nur „Rosicky!“ und schon hatte er unsere Begeisterung geweckt. Wir suchten, fanden aber keinen Rosicky. Bis wir dann mitbekamen dass der Rosicky noch weiter rechts stand. Keine Chance also zum durchkommen. Ich hetzte weiter, was wenn Torsten schon wieder weg war? Als nächstes mussten wir durch eine Absperrung. Metzelder. Jana war sofort Feuer und Flamme und meinte zu mir: „Jenny, warte hier. Wenn ich ein Autogramm von ihm will, dann krieg ich auch eins!“ Damit verschwand sie in den Tiefen des Standes. Und nachdem sie Metze mit „Hallo Christoph!“ zu sich gerufen hatte kassierte sie ihr Autogramm und weiter gings. Der Stand der Entscheidung kam. Torsten Frings! Ich wär am liebsten auf der Stelle stehengeblieben, aber Jana meinte ich müsse jetzt ein Foto amchen.Ich fragte den einen sehr nett ob ich vor ihn dürfte und strapazierte meinen Foto-Apparat, wobei ich drei Fotos mehr machte, als eigentlich drauf waren. Torsten stand ganz tapfer da, trank erst einen Schluck Cola, zapfte ein bisschen und ging dann Autogramme schreiben. Ich mich also reingedrängelt, geduldig hinter zwei älteren Herren gewartet, die aber gar nicht da weg wollten. Also nächste Taktik. Einfach links vorbeiquetschen. Schließlich stand ich ganz vorne und hatte schon mein Trikot und Janas Edding bereit. Und dann kam er doch tatsächlich zu mir in meine Ecke und unterschrieb mein Trikot direkt gleich neben der 8. Ich war so glücklich dass ich beinahe den Edding vergaß. Die Urangst vor Janas Brutalität gewann dann doch und ich versuchte meinen Edding aus Torstens Hand zu fischen.Er meinte dann ganz nett zu mir (worwörtlich): „Kriegst gleich wieder“ Mein nächster Gedanke: Nein Jenny, er hat nicht mit dir gesprochen...
Als nich dann den Edding in Empfang nahm war ich so überdreht dass ich laut Oooooo rief. Schrecklich. Dann gings wieder zurück um Ricken zu piesacken. Die Leute schauten sicherlich dumm, denn ich trug mein Trikot mit mir rum anstand es anzuziehen. Lars war aber schon weg und auch Kehl und Weidenfeller wollten aufbrechen. In deren stand hätte ich beinahe ein Autogramm von Roman bekommen, ich stand direkt vor ihm,aber er schrieb nicht. Unser, äh Janas Edding ging fast verschütt in dem Stand und panisch schubste ich Jana zur Tür und rief ihr zu sie solle Sebastian festhalten (der arme hätte bestimmt Angst gekriegt). Als ich dann endlich unseren, nein Janas Edding wieder hatte zog ich sie zu Sebastian, der Gott sei Dank noch nicht weggekommen war. Als erstes rempelte ich ihn aus Versehen an, so aufgeregt war ich dann. Aber bei dem Geschubse wird er mir das wohl noch mal verzeihen. Irgendwann schaffte ich es auch vor ihn zu kommen, allerdings der Moment, in dem er unterschrieben hat, hab ich nicht mitbekommen, ich hatte voll den Black-out. Als nächstes stürmte ich zu Weidenfeller und trippelte vor ihm her bis er endlich unterschrieb. Ich war so glücklich...Dann mussten wir auch schon los. Jana und Ich schwelgten vor Glück und sabbelten ununterbrochen, wir erzählten meinem Vater an dem Tag bestimmt mindestens 100 mal dass der Tag geil gewesen wär, dass die Dortmunder scheiße gespielt hätten, dass der Sebastian ganz nett wär, dass der Torsten ganz cool wär und dass wir noch mal hinfahren müssten.
In der S-Bahn realisierte ich dann dass ich ein Autogramm von dem echtem Torsten Frings und von dem echten Sebastian Kehl hatte! Am Bahnhof waren dann sehr doofe Schalke-Fans und sangen die ganze Zeit und machten den Polizeihund vollkommen kirre. Der bellte zum Schluss nur noch im Takt dazu. Als dann endlich der Zug vor uns stand und ie Türen aufgingen dachte ich: Endlich Ruhe! Pustekuchen! Als erstes schallt dir Schalke-Gesang entgegen. Du denkst: Mann schnell weg hier. Als nächstes schallt dir dann der Werder-Gesang entgegen. Die netten Hannover-Fans waren wenigstens leise. Wahrscheinlich weil nur vier in einem ganzen Wagon voller Werderer und Dortmunder waren... Die ganze Rückfahrt über waren Jana und Ich nicht zu bremsen und im Zug schaffte ich es dreimal hintereinander die Leute zu erschrecken indem ich bei völliger Stille (in unserer Ecke) plötzlich laut „Jana!“ rief, dann schaute ich erst ganz brav aus dem Fenster, drehte mich dann plötzlich zu Jana um und rief „Ey!“ und danach fing ich auf einmal an laut zu lachen. Jedesmal zuckte irgendwer zusammen. *g *.Wir unterhielten uns dann noch mit dem Fan, der mit Rosicky seinen „Fuck-Schalke“ –Schal gegen Rosicky’s echten, selbstgetragenen E-on-Pulli getauscht hatte. Schon auf dem Bahnhof hatten Jana und Ich vorgehabt ihm die Ärmel abzuschneiden und sie mitzunehmen. Aber wir hatten ja keine Schere. Kommentar von ihm selbst: „Der Pulli passt mir aber nicht richtig, er ist ja ein Schnitzel und ich bin ein Kotelett!“ (Danke für diese wissenschaftliche Abhandlung!)
Totmüde und sehr genervt von Schalke-Fans kamen wir dann wieder in Minden an.
Jana verabschiedete sich und Papa und Ich sind schnell nach Hause um „Sportstudio“ zu gucken. Ergebnis dieses netten Tages:
1 Bild von meinem Schal und meinem Foto-Apparat in der Bild-Zeitung, ich war im ZDF und Jana war auf Premiere.
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