Geburt...
*Montag, der 24. September 2001*

geboren um 17.53 Uhr,
4100 Gramm schwer, 55 cm groß,
37 cm Kopfumfang, rote Haare ( wie deine Mami! )

Du siehst wunderschön aus, mein Baby!
Wir hatten so sehr gehofft, dass die Ärzte sich geirrt haben
und alles nicht wahr ist....
...aber der Alptraum ging weiter,
du warst wirklich schon zu den Sternen gegangen.
Die Nabelschnur, die dich 41 Wochen am Leben erhielt,
nahm es dir zum Schluß wieder.
Wir werden es nie verstehen...
...denn du warst kerngesund.
Es war "nur" die Nabelschnur...
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Samstag, 22.09.01 und Sonntag, 23.09.01 �
An diesen beiden Tagen sind wir jeweils nachmittags im Krankenhaus zum CTG gewesen, wie mit meiner Frauen�rztin abgesprochen. Alles war in Ordnung. Deine Herzt�ne waren gut. Nur die Wehen wollten einfach nicht einsetzen� - der ausgerechnete Entbindungstermin war der 15.09 oder der 21.09.01 � also war ich schon etwas �ber der Zeit, aber es kamen einfach keine Wehen. Du wusstest bestimmt schon das deine Seele nicht f�r diese Welt bestimmt war und wolltest noch etwas bei mir bleiben�.
Am Sonntagmittag bei dem CTG, das letzte bei dem ich deine Herzt�ne h�rte, warst du sehr aktiv. Du hast mich getreten wie noch nie zuvor w�hrend des CTG�s. Ich zeigte noch deinem Papi wo gerade deine F��chen hintreten�.rechts am Oberbauch�.es war klar zu sehen, nicht nur zu f�hlen�Wir machten mit Hebamme Nimet bereits die ganzen Papiere f�r den n�chsten Morgen fertig, f�r diesen verdammten 24.09.01. Das soll ja der Tag sein, an dem die Geburt eingeleitet wird. Um 08.00 Uhr morgens sollten wir da sein�.
Mir ging es an diesem Sonntag Mittag �so la la�, irgendwie war mir leicht �bel und ich war sehr nerv�s�.das war wohl die Angst vor dem n�chsten Tag�.ich wei� gar nicht mehr was ich an diesem Sonntag zu Hause machte�.ich glaube, ich bin durch die Gegend getigert ohne Ziel und Verstand�habe einfach versucht mich auf den n�chsten Tag vorzubereiten. In dieser Nacht schlief ich sogar gut! Das war ja in den N�chten vorher gar nicht mehr m�glich�....Ich kann mich aber nicht mehr daran erinnern ob ich etwas getr�umt habe, bzw. was. Ich hatte an diesem morgen nur das Gef�hl, mein Bauch sei irgendwie �anders��.
Montag, 24.09.01
Montag morgen um sieben Uhr sind wir aufgestanden, beide irgendwie total �neben uns�, denn nun sollte es losgehen�.wir sagten immer nur �heute Abend oder morgen k�nnen wir endlich unsere Nina im Arm halten�, wir hatten vergessen zu sagen, dass wir dich LEBEND im Arm halten wollten�
Um kurz vor 8.00 Uhr waren wir da. Ich war bereits am Eingang zum Krei�saal, die Hebammen begr��ten mich, dein Papi ging noch schnell die Papiere abgeben. Mit mir kam noch eine Frau, alleine. Ich dachte noch �die arme Frau, bringt ihr Baby alleine zur Welt� � ich h�rte sie nebenan den ganzen Tag und ich h�rte die ersten Schreie ihres Babys�.
Dann begann diese grauenvolle Zeit. Ich wurde an das CTG angeschlossen, nichts, keine Herzt�ne. Die Hebamme suchte und suchte�ich wurde etwas nerv�s�nach einiger Zeit h�rte ich ein Klopfen und sagte ganz erleichtert �da ist sie ja endlich�, aber die Hebamme meint, dass das nur meine Herzt�ne sind�langsam wurden wir alle sehr nerv�s, aber ich dachte noch immer nichts Schlimmes�.vielleicht hat sich da auch schon mein Hirn ausgeklinkt�.die Hebamme rief noch einen Arzt dazu, er versuchte es noch zus�tzlich mit einem Rohr�.nichts�.das ging ca. 15 Minuten so. Dann sagte dieser Arzt, wir machen einen Ultraschall. Wir gingen zum Ultraschall quer durch das Krankenhaus. Ich legte mich auf die Liege, er fuhr mit dem Ultraschallger�t �ber meinen Bauch�blieb stehen�ich schaute nicht auf den Monitor�.sondern aus dem Fenster�in diesem Moment sagte er �es tut mir leid, ihr Kind lebt nicht mehr. Das Herz schl�gt nicht mehr" ...........................................................................
Ich schrie �Nein, das ist nicht wahr!!�, ich heulte, ich schrie �Das kann nicht sein!��..und er sagte �es tut mir leid, aber es ist wahr� und ich sah es jetzt selbst auf dem Monitor, da war das Herz, aber es schlug nicht mehr, es erschien einfach als dunkler Fleck auf dem Monitor, bewegungslos�.Ich sprang von der Liege auf und konnte nur noch weinen. Am liebsten w�re ich einfach weg gerannt, ganz weit weg. Dein Papi heulte auch ohne Ende, wir sahen uns an und wussten nichts zu tun�wir wurden zur�ckgef�hrt in das Arztzimmer. Nun kam meine Frauen�rztin, sie nahm mich noch mal zum Ultraschall, aber es war so wie es war, du warst tot.
Sie erkl�rte uns behutsam wie die weitere Vorgehensweise ist�.normale Geburt! Der n�chste Schock, ich hatte mein totes Baby im Bauch und sollte auch noch normal Entbinden! Aber sie erkl�rte uns alles und versprach mir viel Schmerzmittel und eine Austrittsnarkose. Sie machte uns auch den Vorschlag erst noch in ein nahe gelegenes Krankenhaus zur Gegenkontrolle zu gehen, aber das lehnten wir ab�.wir hatten die Tatsache ja selbst am Monitor gesehen�.
( vorab m�chte ich sagen, dass das die einzig richtige L�sung ist � sein Baby auch in dieser Situation auf normalen Weg zu geb�ren, so darf man sp�ter das Gef�hl haben, dass man f�r sein Kind noch etwas tun konnte und es ist nicht �einfach so� weg�. )
Wir waren nur noch am heulen und standen unter Schock. W�re ich in diesem Moment gestorben, w�re es mir egal gewesen, sogar Willkommen � dann h�tte ich wenigstens bei dir sein k�nnen, meine Maus. Aber das wolltest du wohl nicht�.