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Seit vielen Jahren interessieren wir uns auch für die Haltung von ECHSEN im Terrarium.

Angefangen mit Bartagamen, Halsbandleguanen und Leopardgeckos haben wir über die Jahre auch Stirnlappenbasilisken, Gürtelschweife, Stachelleguane, Chuckwallas, Smaragdeidechsen, Perleidechsen und eine große Gruppe Dornschwanzagamen gehalten und teilweise auch erfolgreich nachgezogen. Desweiteren hielten wir in einem Großterrarium Warane und Tejus sowie Tokees. 

Im Moment pflegen wir aus Platzgründen (zuviele Schlangen! ;-) ) nur noch ein Pärchen Dornschwanzagamen (Uromastyx acanthinura).

 

Hier ein paar BILDER unserer ehemaligen Pfleglinge:




Trächtiges Dornschwanzagamen-Weibchen.



Unser kleines Dornschwanzagamen-Männchen "Buddelflink" ...



Drei Uromastyx-Jungtiere unter der Wärmelampe.



Das erste (viel zu kleine!) Terri der Uro-Gruppe.



Bartagamen-Jungtier beim Fressen einer Grille ...



Bartagamen-Aufzuchts-Terri ...



Etwas größere Barti-Jungtiere ...



Ein kleiner Gürtelschweif ...



Halsbandleguane bei der Paarung ...



Unsere Stachelleguane ...

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Gern möchte ich einige unserer ehemaligen Tiere hier vorstellen:


WARANE - speziell: Varanus gouldii horni



Eins unserer drei Tiere auf seinem Lieblingsplatz.


Die Gouldiis können über 1,50 m werden. Als Futter boten wir hauptsächlich Springer und größere Mäuse an, auch kleine Ratten. Anfangs haben sie auch Futtergeckos genommen, wenn sie sie gekriegt haben. Sonst mochten sie Eier - gekocht und roh ... und Wachteln besonders gern. Die Wachteln zogen wir selber, da auch viele unserer Baumschlangen Vögel gefressen haben und wir immer bestrebt sind, unsre Terri-Tiere so naturnah wie möglich zu ernähren.

Was muss man noch beachten? Temperatur und Luftfeuchtigkeit müssen stimmen. Der Wärmeplatz ist sehr wichtig, die korrekte Beleuchtung ...

Die Äste zum Klettern - das tun sie nämlich sehr gern - müssen fest verankert sein. Auch am Boden muss alles fixiert sein, da sie gern graben und alles umräumen!
Vorsichtig mussten wir sein, wenn wir das Terri betraten, da sie sehr hektisch sein konnten... Aggressiv waren sie nicht, richtig zahm aber auch nicht wirklich. Sie ließen sich zwar anfassen, aber auch nur widerwillig. Wenn man sie jeden Tag hantiert hätte, wären sie bestimmt auch handzahm geworden, das wollten wir aber nicht!

Ein großes Wasserbecken sollte auch nicht fehlen, da sie gern schwimmen und tauchen ... 


TEJUS - der GOLDTEJU



Eines unserer damaligen Weibchen.

Wir hatten den Tupinambis nigropunctatus (ich glaub jetzt ist er in Teguixin umbenannt)? Auf jeden Fall den Gold-Teju (Farbe gelb-schwarz).

Wir hielten eine Gruppe mit einem Mann und drei Weibchen. Der Mann war ein riesiger Typ mit dicken Backen und die Mädels waren ganz normal gebaut. Sie waren ausgewachsen und ca. 90 cm lang, der Mann etwas größer.

Wir hielten sie mit den Waranen zusammen in dem Großraum-Terri, sie bevölkerten aber ausschließlich die untere Etage. Ihre Fressgewohnheiten waren genau wie die der Warane: Mäuse, Ratten, Wachteln, Hundefutter. Und sie standen total auf Eier, was uns leider oft zum Nachteil wurde:
Die Weibchen hatten drei Gelege gehabt, aber leider hat der Mann sie immer wieder ausgebuddelt und seinen eigenen Nachwuchs aufgefressen. Wir hatten es immer zu spät bemerkt, um die Eier vorher herauszunehmen bzw. den Mann extra zu setzen.

Ansonsten ist die Haltung wie die der Warane, zusätzlich benötigen sie viele Versteckmöglichkeiten: Korkröhren, Wurzeln, Höhlen... und ebenfalls eine Bademöglichkeit!


TOKEE - Gekko gecko



Zur Zeit der Warane und Tejus pflegten wir ein Männchen und zwei Mädels, die in unserem großen Regenwaldterrarium (ein halbes Zimmer abgeteilt) zusammen mit ihnen und ca. 20 Futtergeckos lebten.

Der Tokee kommt in freier Natur in Indien, China, und auf einigen Inseln in dieser „Ecke“ vor. Er ist ein typischer Regenwaldbewohner. Tokees gehören zu den größten (meiner Meinung nach auch zu den schönsten!) Gecko-Arten und werden bis zu 40 cm lang! Er ist hauptsächlich nachtaktiv, tagsüber versteckt er sich. Er hat sehr starke Kiefer und an seinen Zehen hat er breite Haftlamellen, mit denen er sich überall (auch kopfüber, trotz seiner Größe) festhalten kann.

Tokees ernähren sich von lebenden Insekten und ähnlichem Getier, auch kleine Echsen und Kleinsäuger nehmen sie gern. Unsere Tokees bekamen hauptsächlich Babymäuse und große Grillen, gepudert in einer Mineralstoff- und Vitamin-Mischung. Die Weibchen legten meist paarweise Eier ab (sie klebten sie an Wurzeln, Äste oder in Nischen), zwei Monate später schlüpfen dann die Mini-Geckos, die eine sehr schöne Baby-Zeichnung haben.
In unserem Terri hatten sie dicke Stämme und Äste und viele Verstecke in Form von Rindenstücken, Steinhaufen etc.. Wurzeln oder Korkröhren gehörten ebenfalls dazu. Die Temperaturen betrugen tagsüber im Schnitt 30°C, nachts ca. 25°C. Einige Spot-Strahler (für punktuelle Erwärmung) und große HQI-Brenner sorgten für Wärme und ausreichend Licht. Die Luftfeuchtigkeit betrug zwischen 60 - 80%. Ein großer Schweinetrog aus Ton diente als Wassernapf bzw. Badewanne und zudem waren noch weitere kleine Näpfe im Becken verteilt.

Tokees sind übrigens richtige Krachmacher: Nachts rufen die Männchen ganz laut: „To-key“ (mich wundert nur, dass sich unsere Nachbarn damals nicht beschwert haben!).

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