Langsam, aber leuchtend helle
Tritt hervor der Sonne Licht.
Es erhitzt das Herz dir schnelle;
Bringt ein Gefühl - wer kennt es nicht?
Ach, das Licht ist nicht von Dauer;
Bald umgibt dich tiefste Nacht.
Um dich baut sich eine Mauer
Und voll Sehnsucht hältst du Wacht.
Blickst du Jahre später in den Himmel
Und das bei schöner, sternenklarer Nacht,
Dann siehst du am Firmament - ganz fern
Einen leuchtend wunderbaren Stern.
Und dieser Stern ist immer da.
Bei dunkler Nacht und hellstem Tag.
Fern ist er und trotzdem unbeschreiblich nah.
Das ist der Grund, weshalb ich ihn so mag.
(2003)
Am Meer
Vor mir liegt die blaue See
Und endlos ist das weite Meer.
Leichte Wellen wiegen seicht
Im leuchtend warmen Sonnenschein.
Und mein Blick schweift übers Meer.
All mein Sinnen und mein Denken
Ist fernab und ruht.
Nichts, was könnte die Gedanken lenken.
Das tut gut.
Hin und wieder kommt ein Vogel,
Weiß und leicht sein Federkleid.
Leicht schwirrt er im Sonnenschein
Und grüßt
Mich auf meinem Fels am Meer.
(2003)

Herbst
Des Baumes Blätter sind verschwunden
Das Firmament ist schon ergraut.
Die schweren Wolken ziehn vorüber
Und Leere säumt des Feldes Flur.
Des Sommers Vögel ziehn gen Süden
Und schwarze Krähen bleiben nur.
Wo einst noch grüne Haine glänzten
Ist Herbstes Grau nun eingekehrt.
Der Mensch, allein auf trüben Wegen,
Dem Winde gänzlich ausgesetzt,
Erblickt vor sich des Baumes Blätter
Vom Herbste wunderbar verfärbt.