Meine Delphintherapie





Wie hat meine Mama von Dolphin Aid erfahren ?



Bei einem Streifzug durch die Stadt im Jahr 2002
stöberte Mama mal wieder auf dem Schnäppchentisch
eines Buchladens und dort fiel ihr gleich ein
Buch ins Auge, welches folgenden Titel trug:

" Jeden Tag ein kleines Wunder...."

 Was können wir einem kranken Kind
Besseres geben als ein Lachen?

geschrieben von
Kirsten Kuhnert


Nachdem Mama die folgende Kurzbeschreibung gelesen hatte,
fühlte sie sich so angesprochen, das sie das Buch kaufte
und nicht mehr aus der Hand legte...sie las es gleich viermal!

Die wörtliche Kurzbeschreibung:

" Am Tag der Taufe ihrer Tochter endet für Kirsten Kuhnert
die herrliche Normalität eines Familienlebens.
Während der Feierlichkeiten fällt ihr Sohn Tim
in ein Schwimmbad und ertrinkt.
Ein Arzt belebt den Kleinen wieder,doch er bleibt behindert.
Erst mit Hilfe der Delphin - Therapie schafft es Tim, die Mauer, die ihn seit seinem Unfall umgibt, zu durchbrechen.Beeindruckt von diesem sensationellen Erfolg gründet Kirsten Kuhnert den Verein Dolphin Aid, um auch anderen Kindern eine heilsame Begegnung mit den schwimmenden Therapeuten zu ermöglichen.
Nun erzählt die zweifache Mutter, wie sie es gemeinsam mit ihrem Sohn und den Delphinen geschafft hat, dem Schicksal die Stirn zu bieten und für eine lebensfrohe Zukunft zu kämpfen.
Ein Zeugnis voller Wärme und Stärke,
voller Mut und Zuversicht."


>  Kämpfen für eine lebensfrohe Zukunft <
Genau das war es, was meine Mama ansprach !!!
Sie nahm ja auch jede Möglichkeit wahr, um mir zu helfen,
wollte sich nicht ihrem und meinem Schicksal beugen...
Kämpfen war auch Mama's Linie und so fand sie in diesem Buch
noch die richtige Unterstützung und die nötigen Kontaktadressen.
Im April 2002 meldete Mama mich bei Dolphin Aid für die Delphintherapie an und ich wurde auf die Warteliste gesetzt.
Nun hatten wir 1 1/2 - 2 Jahre Zeit, um die nötigen Gelder
für die Therapie ca. 15.000 Euro zusammen zu bekommen.
Trotz aller Bemühungen haben wir es nicht geschafft
die gesamte Summe durch Spenden aufzubringen,
die Eigenbelastung lag am Ende dann bei 4000.- Euro.


Der nächste Schritt in Richtung Delphintherapie
war dann meine eigene Vorbereitung auf das,
was mich in Florida erwarten würde!










Meine Vorbereitung
auf die Delphintherapie



Mit dem Tag der Anmeldung bei Dolphin Aid e.v.
im April 2002 war es natürlich sehr wichtig
mich langsam auf die Delphintherapie vorzubereiten.
Ich hatte ja überhaupt keine Ahnung,
wie so ein Delphin überhaupt aussah,
geschweige wie riesig gross so ein Tier ist.
Von nun an standen Besuche des Delphinariums
im Duisburger Zoo an.


Zur Freude meiner Mama hatte ich von Anfang an Spass
an den Delphinen und zeigte keinerlei Angst.
Gleich beim ersten Besuch waren wir direkt am Becken und ich habe sofort meine Hand zu den Delphinen ausgestreckt.
Im Shop neben dem Delphinarium habe ich mir
dann einen grossen Spielzeugdelphin ausgesucht,
den ich " Nicky " getauft habe und der seit diesem Tag
mein ständiger Begleiter geworden ist.
Egal wo ich auch bin, dort ist meine Nicky auch!




Als nächstes musste ich natürlich noch an Wasser gewöhnt werden, was bisher noch nicht möglich war,
da ich rund um die Uhr Windeln brauche und mir eine Neoprenschwimmhose vom Medizinischen Dienst verwehrt wurde.
Selbst als ich im September 2003 zur Schule kam und Schwimmen auf meinem Stundenplan stand, wurde die so dringend benötigte Schwimmhose abgelehnt.
Mama legte natürlich Widerspruch bei der Krankenkasse ein
und sagte es wäre Diskriminierung Behinderter in ihren Augen.
Da sollte ich aufgrund meiner Inkontinenz vom Schulsport ausgeschlossen werden, das wäre doch eine Schlagzeile
für das Fernsehen und die Zeitung!!
Nach dieser Ankündigung wurde mir die Schwimmhose mit einem Eigenanteil von 50.- Euro genehmigt...na also, geht doch!!!
Nun stand der Wassergewöhnung eigentlich
nichts mehr im Wege...wenn da nicht das unbekannte Ding Schwimmhose gewesen wäre!
Ich war zu diesem Zeitpunkt bereits 7 Jahre alt und wusste nicht, was ein Schwimmbad oder eine Schwimmhose ist.
Es brauchte viel Zeit bis ich akzeptiert habe diese komische Hose anzuziehen und die Füsse ins Wasser zu setzen,
ebenso schwierig gestaltete sich das anziehen der Schwimmflügel.
Mama hat mir dann auch noch im Internet ganz
viele Homepagen und Videos von Kindern gezeigt,
die schon bei den Delphinen waren.
Ich war bei diesem Anblick vollkommen hin und weg,
wollte gar nicht mehr vom Computer weg.
Da war es fast klar, das die Fernsehsendung " Flipper "
meine Lieblingssendung wurde...* fg *
Zur Krönung fand Mama in der Stadt auch noch eine
CD mit Delphinlauten untermalt mit Entspannungsmusik.
Von nun an konnte ich schon mal von den Delphinen Träumen,
denn vorbereitet war ich Bestens!










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